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 Die Kirche und das Gesetz

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Doíreann Karolinger
Großmarschall der Templer
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Alter : 20
Spieler : Charly

Der Charakter
Alter: 19
Gesinnung: Templer Templer
Verwundbarkeit: schwer verletzen

BeitragThema: Die Kirche und das Gesetz   Mi Nov 23, 2016 8:12 pm

Die Sonne stand am höchsten Punkt und das wandernde Bollwerk, das den Namen Doíreann Karolinger trug, schritt durch die Straßen. Die Sonne brannte nicht wie üblich auf die Sterblichen, heute schien es etwas milder zu sein. Noch so angenehm das die Südländer hier nicht zitterten, aber nicht so warm das Doíreann unter der Rüstung anfing zu schwitzen. Es war eindeutig: Das war ein guter Tag.

Seit einigen Stunden hatte die Wache schon Freizeit, schließlich war sie die ganze Nacht über damit beschäftigt gewesen den Bezirk San Marco unter Kontrolle zu halten. Beim Findelhaus trieben sich Gestalten rum, die eigentlich weit weg von Kindern gehalten werden sollten. Und das Freudenhaus Rosa Colta, wurde fast überrannt von besoffenen lüsternen Arbeitern. Es war zwar anstrengend gewesen, aber ein halbes Stündchen Schlaf hatte ihr genug Energie gegeben um auch noch den Weg nachhaus zu gehen.
Die Rüstung war schwer und umhüllte ihren Körper. Zusätzlich ihre große Statur, ließ sie einschüchternd wirken. Viele der Menschen machten einen großen Bogen um sie. Jede Wache kannte sie, aber die Zivilisten? Sie hatten nicht einmal Ahnung davon das sich unter der Rüstung eine Frau befand, noch dazu das es der Marschall der Wache war.

Als die junge Frau in eine Straße einbog, etwas abseits des Mercato Vecchio, fiel ihr etwas verdächtiges auf. Zwei Männer, einer brüllte den anderen an und schien um sich zu schlagen, der andere wich seinen Schlägen aus und schien etwas überfordert mit der Situation. Endlich war die Arbeit vorbei, aber schon wieder sorgten die Bürger dafür das es wohl nie vorbei sei für das Volk zu arbeiten und für die Sicherheit zu sorgen. Ein schwerer Seufzer wich aus dem Helm. Sie ging rüber zu den Männern um die Streitigkeit zu schlichten.
Als sie näher an das Geschehen herantrat, bemerkte sie das der Mann der so wild mit den Händen rumfuchtelte eine Klinge in der Hand hatte. Und der andere Mann schon einige Schnitte an Armen und auch am Torso besaß. Ein älterer Mann, mit viel zu teurer Kleidung als das es zu diesem Viertel passen würde. Der Angreife fluchte rum und faselte etwas von Verräter und Dich wird der Herr richten. Es ging eindeutig um Religion, darum ging es immer. Es nervte sie jetzt schon. Der andere Mann, schätzungsweise mittleres Alter, war in Lumpen gekleidet, trug nur ein Mantel aus Filz, der nicht nur so kratzig aussah sondern es wohl auch war.
"Hey! Smut! [Schmutzfleck!]", brüllte sie plötzlich auf Irisch. Für einen kurzen Moment hielt der Angreifer inne und drehte sich zu ihr. Jetzt brüllte er sie an und beschuldigte sie ein Verräter zu sein. Der Haufen Dreck kam nun auf sie angerannt und fuchtelte sinnlos auf den Weg zu ihr mit der Waffe rum. Die Fäuste geballt, knirschte das Leder der Handschuhe und die Stahlplatten schrapten aneinander. Die gepanzerte Faust traf den armen Mann mitten in die Visage. Die Nase zertrümmerte augenblicklich, als auch noch seine eigene Geschwindigkeit einen Beitrag dazu leistete. Er ging sofort zu Boden, sein Gesicht war blutig, es war nur eine Frage der Zeit bis es auch noch anschwoll. Er hatte das Messer fallen gelassen und blieb wimmernd auf dem Boden. Er bewegte sich kaum, aber das er noch lebte machte er mit seinen Röchel-Lauten deutlich.
Bevor sie sich um den alten Mann kümmerte, musterte sie den am Boden Liegenden und musste sichergehen das er auch dort blieb. Nun wendete sich die Frau aber dem Opfer zu und ging zu ihm rüber.
Er war nicht so schwer zugerichtet das er an den Verletzungen sofort sterben würde, aber zu diesen Zeiten war es nicht unüblich das es sich schnell entzündete. Besonders bei einer Waffe bei der man sich nicht sicher sein konnte ob sie sauber gewesen war. Und das konnte man immer als erstes ausschließen. "Habt Ihr große Schmerzen, Signori?", fragte sie besorgt. Sie lebte jetzt seit einem Jahr in der Republik Florenz, aber noch immer fiel ihr die formelle Anrede schwer. Besonders es korrekt auszusprechen. Sie behielt den Helm sicherheitshalber an. Um sich vor fliegenden Steinen zu schützen und weil die Männer üblicherweise nicht damit einverstanden waren das sie als Frau eine Rüstung trug. Noch dazu eine Axt als Waffe besaß. Der Mann am Boden röchelte noch immer. Erst jetzt schaute sie dem Alten richtig ins Gesicht. Sie erkannte es sofort, der Kardinal. Sie war schon bei ein paar Messen gewesen, die er abgehalten hatte. Der Name allerdings war ihr entfallen. Es war ziemlich schwer gewesen bei diesen Predigen wach zu bleiben.
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BeitragThema: Re: Die Kirche und das Gesetz   Mo Nov 28, 2016 1:01 pm

OOC: Verzeih mir bitte dass die Antwort erst so spät kommt :/
Hoffentlich muntert es auf, dass es für meine Verhältnisse ein langer Post ist


Dieser angenehm luftige Tag zeigte sich als weniger schön, als er begonnen hatte. Zuerst lief alles ganz nach Plan, so wie es der Kardinal gern hatte. Der grau melierte Mann mittleren Alters war zu den geplanten Treffen und Gesprächen aufgetaucht, hielt seine Andacht und erklärte den neuen Messdienern noch einmal was ihre Aufgabe war. Später aber sollte es ungemütlicher werden.

Domenico lächelte leicht. Diese Kinder hatten eine so einfache Aufgabe und noch so viel in ihrem Leben vor sich. Anders Domenico. Als Kardinal besaß man nunmal die höchstrangige religiöse Würde nach dem Papst. Das berief somit Kardinal Domenico de`Medici zur Mitverantwortung an der Gesamtleitung der Kirche im so genannten "Senat des Papstes" sowie der Römischen Kurie. Es musste alles geplant werden, nichts dem Zufall überlassen. Vermutlich war er deshalb selbst im privaten Bereich eher derjenige, der sich die Hände nicht schmutzig machte.

Zufrieden zeigte sich der Mann, als es dann gen Heimat ging. Domenico hatte nun etwas Zeit für sich gewonnen. Das bedeutete für ihn, in sein Anwesen gehen, sich normale Kleidung anziehen und vielleicht spazieren zu gehen. Denn auch privat hatte er keine Freizeit. Es stand ein Gespräch mit einem Herren an, ein Templer, wie auch Domenico einer war. Sogar ein Ranghoher Templer war der Medici, aber davon wusste niemand außerhalb ihrer Kreise. Genau darum ging es auch in diesem Gespräch.

Um Geheimhaltung. Denn die Assassini waren mit der Zeit zu gefährlich geworden. Immer mehr aus den Reihen der Templer siebten sie heraus und brachten sie nacheinander zur Strecke. Reden würde keiner von ihnen freiwillig. Jedoch waren Assassine leider gewiefte Menschen, die ihr Ziel mit brutalen und bestialischen Taten erreichen wollten. Domenico verabscheute sie. Mit diesen Gedanken im Kopf trat er auf die Straße, in Zivilkleidung. Unbedachterweise rempelte er einen Mann, der nicht mehr ganz Herr seiner eigenen Sinne war. Mit einem dumpfen Knall taumelte er einen Schritt zurück und sah den Mann an. Ganz eindeutig hatte gerade dieser, ärmlich aussehende Mann nicht geachtet wer sich hier mit ihm die breite Straße teilte. Domenico hob den Kopf und erwartete, dass er zumindest eine Entschuldigung raunte. Aber es sollte ganz anders kommen.

Der Mann schien Domenico als Kardinal zu erkennen und regte sich auf, dass er nicht seine heilige Gewandung trug. Als ob dieser Stoff ein Teil Domenicos Dasein war. Der Templer knurrte auf, lächelte dann aber und hob beruhigend beide Hände, fast wie in der Kirche um einen Segen auszusprechen. Das machte seinen gegenüber nur noch wütender. Er zog ein Messer und ging auf Domenico los. Der hatte nur ein Dolch bei sich. Wie unpraktisch. Eilig wollte er es ziehen, aber der angetrunkene und scheinheilige Herr war schneller. Das Messer schnitt sich durch Haut, Nerven und Fleisch des Kardinals. Er keuchte auf und wich einen Schritt zurück. "Beruhigt Euch! Steckt das Messer weg und ich bin bereit mit Euch zu sprechen!" Aber die Worte schienen an dem anderen abzuprallen, wie ein Ball an einem Holzschild. Hätte er doch nur sein Schwert mitgenommen. Dumm gelaufen! Der Angreifer schnaubte wütend, fast wie ein Pferd. Er ging weiter auf Domenico los und beschimpfte ihn wüst. Das alles zog natürlich die Aufmerksamkeit aller Anwesenden auf der Straße zu den beiden. Domenico konnte den Mann nun kaum hier auf offener Straße töten. Nicht als Kardinal. Das war das Los seiner Berufswahl.. oder eher seiner Kleidungsauswahl, laut des alkoholisierten Mannes hier. Noch nie war Domenico ein besonders guter Kämpfer gewesen. Jedoch hätte es gegen diesen Typen mit absoluter Sicherheit ausgereicht. War nur schwierig zu erklären weshalb ein mann der Kirche plötzlich einen anderen angriff. Selbst zum Selbstschutze war es gegen die unausgesprochenen Gesetze der Menschen hier.

Der de'Medici hoffte auf jemanden der ihm half. Genug Menschen waren hier ja. Andernfalls müsste er sich tatsächlich selbst zu helfen wissen. In dem Augenblick schnitt sein Angreifer ihn ein paar mal im Brustbereich. Domenico stöhnte und wich weiter in seiner Rolle bleibend zurück. Man sah seinen Kiefer malmen. Der Blick verfinsterte sich schlagartig. Das ging zu weit! Er öffnete den Mund, da brüllte jemand hinter ihm den Mann an. Na endlich! Domenico wich zur Seite aus um außerhalb seiner Angriffsbahn zu sein. Er legte eine Hand pressend auf seine Brust. Arme und Torso waren völlig zerschnitten. Die Kleidung flatterte an diesen Stellen von ihm hinab. Man sah Haut, Wunden und das weiß des Stoffes war nun rubinrot. Tobend rannte der hitzköpfige Mann also auf Domenicos Rettung zu. Schneller war die Situation aber beendet, als sie angefangen hatte. Der Mann sank nach einem Schlag zu Boden und wimmerte elendig auf. Domenico keuchte leise, auch ob des Brennens der Schnitte und sah zu der Gestalt in der Rüstung. Es war der Marschall der Wachen. Selbstredend hatte er sie schon einmal gesehen. Als Kardinal sah man viele Menschen. Zumal auch sie eine Templerin war, war mindestens ihr Name schon einmal in einem Gespräch unter seinen Reihen erwähnt worden. "Nichts womit ich nicht zurecht kommen würde, aber ich befürchte ein Besuch bei einem Arzt bleibt mir dennoch nicht erspart." Meinte er etwas murrend aber freundlich. "Ich muss Euch für die Rettung danken Signora." Das hingegen sagte er wärmer. Weniger genervt.
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Doíreann Karolinger
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Verwundbarkeit: schwer verletzen

BeitragThema: Re: Die Kirche und das Gesetz   Mi Nov 30, 2016 8:47 pm

OOC: Tschuldige, das ich jetzt so spät Antworte. Und dann auch noch so wenig. >_<




Der Kardinal dankte ihr. Ungewöhnlich, sie hatte erwartet das er rummaulen würde und ihr droht wenn sie ihm nicht sofort den Ring küssen würde. Das Einschätzen von Menschen sollte sie vielleicht noch üben. Oder es war doch kein so guter Tag für sie. "Dankt mir nicht, Euer Hochwürden.", ihre Stimme war Typisch die einer Wache. Eher bedrohlich, auch wenn sie es nicht so meinte. "Ihr solltet nicht ohne Begleitung auf den Straßen sein.". Dachte er wirklich das die Kleidung des gemeinen Volks, auch wenn es extravagant wirkte, einen vor Irren schützen könnte?

Er hatte recht, er musste zu einem Arzt. Aus einem kleinen Kratzer konnte eine Infektion entstehen. Und er hatte mehr als nur kleine Kratzer. Gerade als sie ihm sagen wollte wo der nächste Doktor sei, kamen schon zwei Wachen angerannt, brüllend fragend sie was los sei. Der Helm drehte sich zu den Männern und es schien so als würde sie den Zweien die Pest an den Hals wünschen. Es dauerte, aber sie erkannten langsam was los war. Ein verletzter Mann, der Marschall und noch ein verletzter Mann der am Boden lag. Es bedeutete mehreres. Zum einen das der Marschall eingegriffen hatte und die Wachen sich schnell mit dem am Boden Liegenden davon machen sollten und zum anderen, das sie eine gewaltige Standpauke oder eine Trachtprügel erleben würden. Weil keiner auf diesen Straßen patrouliert hatte. Panisch nickend machten sie sich daran den winselnden Mann am Boden auf die Beine zu hieven und wegzuzerren.

Ein leises Seufzen kam aus dem Helm. "Ich bringe Euch zu einem Doktor.", sie bot es ihm nicht an. Es war mehr mit einem Befehl zu vergleichen. Wenn ihm etwas passieren würde und einer der Templer herausfände das sie ihn einfach abziehen ließ. Die Folgen wären verheerend. Doíreann deutete in Richtung der nächsten Straße, damit er endlich seine Beine in Bewegung bringt. Als er es endlich Tat, ging sie neben ihm her. Die rechte Hand ruhte auf den Stielknauf ihrer Axt.
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