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 Hier wird später ein äußerst kreativer und einfallsreicher Titel stehen

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Leonardo da Vinci
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BeitragThema: Hier wird später ein äußerst kreativer und einfallsreicher Titel stehen   17/12/2016, 2:39 pm

Herolde riefen auf den Straßen ihre Predigten, die Menschen gingen eilig ihren Tätigkeiten nach. Diebe huschten durch sie hindurch, vorbei an kichernden Mädchen und protzenden Söldnern. Besorgt um das Wohl der Bürger und die Fülle des eigenen Geldbeutels preisten Ärzte ihre Heilungsmethoden an, Wachen zogen an ihnen vorbei, kontrollierten Menschen, Waffen und städtische Angelegenheiten. Vielleicht war auch ein Templer unter ihnen. Vielleicht huschte ein Assassine über die Dächer.
Selbst wenn sich Teufel und Dämonen durch die Stadt gejagt hätten- Leonardo hätte das nicht berührt.
Da hockte er an seiner Staffelei, vor dem Aufgang zur Ponte Vecchio. Menschen sahen ihn an als sie vorbeizogen, einige blieben kurz stehen, einige beachteten ihn gar nicht. Auch das ließ den Künstler kalt.
Besonnen sah er auf seine Leinwand, füllte bedacht gesetzte Striche mit Ölfarbe. So aktiv und konzentriert man ihn immer kannte- heute ließ sich das Genie nicht hetzen. Er malte auch kein Portrait, wie sonst oft: Seine Ruhe wurzelte also auch darin, dass er sich neu in einem Gebiet herumtastete. Mit einem kurzen Blick zur Brücke mischte er sich eine neue Farbe und setzte Schatten an die ölenen Hausmauern, gab ihnen Raum und Tiefe. Ihm gefiel das Ergebnis.
Leonardo seufzte sanft und schmunzelte dann. Ja, er war Gott dankbar, ihn derart gesegnet zu haben. Dieses Bild würde ihn ein paar weitere Tage um die Runden bringen.
Ein Handelsmann aus Fernnord, zum Ersten Mal in Italien und ganz fasziniert von der Architektur.
Einen Geheimtipp später hatte er in Leonardos Werkstatt gestanden und nun saß der Wahlflorenzer hier in der Sonne, genoss das warme kribbeln auf der Haut, die entfernten Klänge einer Klampfe, die dann und wann verschwand und dann wieder mutig die Noten erhob, das Plätschern der glänzenden Wellen und das Flimmern der Sonne auf den Gebäuden im Blick.
Kurz schloss Leonardo die Augen und sog die süßlich herbe Luft ein, nahm Essen wahr, Ölfarbe, Sommerluft und Menschen. Zufrieden ausatmend öffnete er wieder die Augen und malte weiter.

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BeitragThema: Re: Hier wird später ein äußerst kreativer und einfallsreicher Titel stehen   17/12/2016, 3:08 pm

Vittorio suchte sich, in ein edles, aber dunkles Gewand gehüllt, das Gesicht im Schatten seiner Kapuze verborgen, einen Weg durch die Menschen, die um diese Tageszeit geschäftig unterwegs waren. Im Schatten zweier nahe beisammen bestehender Häuser hielt er Inne, richtete den Blick nach Oben, um die Dächer nach allzu neugierigen Gesellen abzusuchen. Anschließend betrachtete er sich die Menschen, die nicht direkt weitergingen, genauer. Niemand schenkte ihm große Beachtung, weshalb er sich zumindest für den Moment sicher fühlen und seine Gedanken ordnen konnte. Er war heute nicht im Auftrag des Templerordens hier, heute waren seine ganz eigenen Pläne Anlass für den Weg durch die Stadt. Mit mehr routinierten, als tatsächlich bewussten Handgriffen überprüfte er seine gut verborgenen Waffen und den Siegelring an seiner linken Hand. Der einzige Gegenstand, bei dem er riskierte ihn nicht abzulegen, obgleich es unnötige Auseinandersetzungen auslösen könnte, fiele er jemandem auf. Die erneute Musterung seiner Umgebung, diesmal auf der Suche nach etwas oder jemandem, lenkte seine Aufmerksamkeit auf einen Mann, einen Künstler, der sich ein wahrlich schönes Motiv ausgesucht hatte.

Langsamer nun, mit einem genaueren Ziel seines Weges, lenkte der verhüllte Mann seine Schritte näher zu dem Künstler und seiner Staffelei. Aus der Nähe ließ sich feststellen, dass er offenbar Talent hatte. Die Perspektive, die in diesem Zeitalter in der Kunst bedeutend geworden war, spiegelte die Realität beinahe noch schöner wieder, als sie tatsächlich vor ihnen lag. "Ein schönes Werk, Signore. Ihr habt Talent", merkte er an, als er neben ihm zum Stehen gekommen war. "Ist es ein Auftrag?", unterschwellig schwang darin die Gegenfrage mit, ob es - sollte es kein Auftrag sein - erwerblich war. Zwar war Vittorio nichts deswegen hier und hatte auch nicht darum den Künstler angesprochen, doch war es seiner Erfahrung nach oft leichter, auf diese Weise mit jemandem ins Gespräch zu kommen. Und dieser Mann konnte vielleicht zu einem nicht unwichtigen Punkt seines Planes beitragen, wollte er seinen Informanten glauben. Obgleich es ihm unwahrscheinlich erschien, ausgerechnet dieser - zugegeben talentierte und gut aussehende - Mann sollte Kontakt zu Personen haben, die das Spiel gegen einen, für Vittorios Geschmack zu gut unterrichteten und zu gefährlichen, Templer voranbringen konnten.
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Leonardo da Vinci
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BeitragThema: Re: Hier wird später ein äußerst kreativer und einfallsreicher Titel stehen   17/12/2016, 3:32 pm

Leonardo nahm den Mann gar nicht recht wahr, so war er versunken und abwesend. Keiner hier erhielt seine Aufmerksamkeit, warum also Ausnahmen machen?
Dass die netten Worte auf ihn bezogen waren gebrauchte also auch eine gewisse Zeit des Realisierens. Leonardo blinzelte und sah auf, betrachtete den Mann und legte die Hand auf die Brust um ein Verbeugen anzudeuten. "Grazie, Signore." richtete er seine Worte an ihn, als er längst wieder zu der Leinwand gewandt saß. Sein Lächeln war jetzt frischer, seine Augen strahlten wieder wach. Ein Kompliment, das hörte doch jeder gern.
"Das ist es, in der Tat." sagte er dann und führte den Pinsel wieder über den groben Malgrund, es kratzte etwas, also nahm er mit den Borsten etwas Farbe auf und verdeutlichte den Strich, verwischte ihn zärtlich.
Im Kopf war er aber nun weder auf der Brücke noch am Ufer des Arno- Sein Kopf gehörte dem Fremden. Ein gutes Gewand, das war kein einfacher Bürger. Sicher ein reicher Handelsmann oder dergleichen.
Leonardo wandte den Kopf neben sich, erkannte an der Hand einen Ring und wandte direkt den Blick ab. Er hatte den Hang, von Menschen mit Siegelring die Hölle heiß zu kriegen. Meist waren es reiche Männer, die das Schmuckstück mitsamt Faust gerne in des Künstlers Gesicht platziert hätten, hätten sie keine Söldner und würde Leonardo nicht bei Auseinandersetzungen direkt einknicken.
Ja, manchmal nahm er sich mehr Zeit für Bilder oder Kriegsmaschinerie, als nötig wäre, aber die Qualität nahm nie ab. Leonardo liebte seine Arbeit, das war seine Stärke. Nie käme er auf die Idee, ein unperfektes Stück abzuliefern. Er fragte sich, zu welcher Familie der Mann gehörte, ob es überhaupt ein Familiensiegel war, dass er nicht hatte erkennen können.
"Kann ich Euch behilflich sein?" Er wollte nicht unhöflich auffallen, vielleicht war der Mann Ausländer und brauchte Hilfe.

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BeitragThema: Re: Hier wird später ein äußerst kreativer und einfallsreicher Titel stehen   17/12/2016, 4:10 pm

Geduldig wartete der verhüllte Mann ab, bis man Notiz von ihm nahm. Die angedeutete Verbeugung und den Dank wegen des Kompliments nahm er mit einem Lächeln und einem leichten Nicken hin, wobei unmöglich festzulegen war, ob diese freundliche Geste seine Augen erreichte, die weiterhin im Schatten lagen. Fasziniert beobachtete er die geübte Pinselführung des Mannes. "Euer Auftraggeber wird sicherlich überaus zufrieden sein." Vittorio drehte den Kopf so, dass er scheinbar nach vorn blickte, ließ den Künstler in Wahrheit aber nicht aus den Augen. Er konnte verstehen, weshalb die Assassinen es bevorzugten ihr Gesicht in Schatten zu legen, abgesehen von der damit gesicherten Anonymität war es sehr hilfreich, wollte man seine Beobachtungen unauffällig halten. Auf diese Weise entging ihm auch nicht, wie der Blick des Künstlers für einen Moment auf seinen Ring fiel, bis er die Hand eilig wegzog und den Siegelring damit seiner weiteren Musterung verwehrte.
"Ihr scheint den Ring oder die Person daran nicht zu mögen, vero?", fragte er ohne einen Anflug von Unmut nach. Es schien lediglich eine ausgesprochene Vermutung, beruhend auf seiner Menschenkenntnis zu sein. In Wahrheit stand natürlich weit mehr dahinter. In erster Linie die Überlegung, ob er das Kreuz erkannt hatte oder nicht, sollte er es überhaupt kennen. Vielleicht hatte er auch die Hand zu schnell weggezogen? Fragen, die er sich selbst nicht beantworten konnte. "Allora, Ihr habt von mir nichts zu befürchten, sollte dies Eure Sorge sein", stellte er einen Moment später beruhigend fest und wandte sich nun auch wieder dem blonden Mann zu, der fragte, ob er ihm helfen könne.

"Si, vielleicht könnt Ihr das." Mit einem prüfenden Blick, ob mittlerweile ungewollte Zuhörer im Umkreis waren, strich Vittorio seine Kapuze zurück, um nicht unhöflich zu sein. Und vor allem, um nicht auffälliger zu sein, als notwendig. Aufsehen war das Letzte, was er im Moment gebrauchen konnte. Erst recht, solange er mit diesem potenziell feindlichen Mann sprach. "Mir wurde gesagt ich könne hier einen gewissen Leonardo finden", natürlich war der Templer gut genug informiert, um nicht nach ihm fragen zu müssen. Dennoch war es vielleicht weniger bedrohlich, wenn er die Frage so anging. "Dieser soll, wenn mich nicht alles täuscht, von einem Konflikt zwischen zwei sehr alten und sehr bedeutenden Mächten wissen. Es wäre von höchster Wichtigkeit, se sai?"
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Leonardo da Vinci
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BeitragThema: Re: Hier wird später ein äußerst kreativer und einfallsreicher Titel stehen   17/12/2016, 4:45 pm

Die Kapuze förderte die Nervosität des Künstlers. Er machte sich gern ein Bild von Menschen, mit denen er redete und von diesem sah er nicht einmal das ganze Gesicht.
Dennoch- Leonardo war kein voreingenommener Mann. Er ließ dem Mann Zeit und Raum, sich zu zeigen, sich zu beweisen. Man durfte nicht hinter jeder Ecke ein Unheil vermuten. Der Siegelring konnte ganz einfach gefunden oder gekauft sein- des reinen modischen Willens wegen. Sicher hatte der Fremde nicht bemerkt, dass Leonardo ihn gesehen hatte und ihr Gespräch würde übergehen in Verhandlungen oder Hilfesuche.
"Ihr lasst mich erröten, Signore." hatte er sich auf das erneute Kompliment bedankt: So besorgt das innerste von Leonardos Herz war, so warm war das Gefühl, das sich darum geschlossen hatte. Er hatte sanft gelächelt, als er fortfuhr, Farbe zu verstreichen- Dann hatte er neben sich gesehen, hatte den Ring entdeckt. Er hatte nichts sagen wollen. Hatte versucht zu verdecken, aber das Wegzucken der Hand zeigte, dass es umsonst war. Die folgenden Worte schienen ihm beängstigend, wenngleich sie das vielleicht nicht sollten. "Oh, ich habe es gar nicht erkannt." sagte er also eilig und verengte die Augen um zu zeigen, dass seine Aufmerksamkeit jetzt ganz und gar auf dem langsam trocknenden Öl lag, vielleicht auch um sich selbst davon zu überzeugen. Ein Familienwappen zumindest war es nicht gewesen, das könnte Leonardo fast schwören.
Er presste die Lippen aufeinander als der andere ihn beruhigte und nickte. "Grazie, Signore." Der Künstler sah auf, mit sanften, blauen Hundeaugen.
Die begannen ganz nebensächlich zu strahlen als er den Fremden jetzt sehen durfte. Ein markantes Gesicht, besonders die Kieferpartie hatte es ihm angetan. Er würde ihn gerne einmal malen.
Erst seine Worte brachten die Unruhe in Leonardos Gesicht und Herz. Dieses begann direkt so hart gegen seine Rippen zu schlagen, dass er meinte sie würden kaputt gehen. Der Mann kannte Templer und Assassinen und er stand hier über ihm, in dunklem Gewand. Dann war der Siegelring.
"Nun, Signore..." begann Leonardo, während er mit zitternden Fingern begann, einzupacken. Er löste dann sogar seinen Sextanten von seinem Gürtel und legte ihn behutsam zu den anderen Utensilien. Auf keinen Fall durfte etwas zu Schaden kommen. Leonardo stand dann auf und stellte den kleinen Schemel unter die Staffelei, strich sein Gewand glatt. "Das bin dann wohl ich." Er sah ihm in die Augen und lächelte freundlich. Sein Lächeln war die einzige Waffe, die Leonardo je gegen einen Menschen führen würde. Er versuchte es ohne Gewalt und mit Ehrlichkeit, Freundlichkeit und Verstand. "Wie es scheint soll der Recht behalten, der Euch von meinem Standort erzählt hat."

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BeitragThema: Re: Hier wird später ein äußerst kreativer und einfallsreicher Titel stehen   17/12/2016, 5:26 pm

Vittorio zog eine Augenbraue hoch, auch wenn der Künstler es zu diesem Zeitpunkt noch nicht sehen konnte, als dieser meinte, die Komplimente ließen ihn erröten. Spontan fielen ihm da noch andere Möglichkeiten ein, ihn zum erröten zu bringen, wenn er den blonden Mann so musterte. Mit einem kaum sichtbaren und doch so energischen Kopfschütteln schob er seine unzüchtigen Gedanken und die damit in Zusammenhang stehenden Bilder zur Seite, besonders weil das Gespräch eine ernsthaftere Wendung nahm, sobald sein Siegelring entdeckt worden war. Obgleich sein Gesprächspartner schwor, es nicht erkannt zu haben, kam diese Reaktion ein wenig zu schnell und ein wenig zu hastig. Was nun sicherlich auch in gewissem Maße seine eigene Schuld war, immerhin hatte er die Hand seinem Blick entzogen und unter seinem Umhang verborgen, wo er sie auch behielt, mit den Fingerspitzen nahe einem feingearbeiteten, aber tödlichen Dolch. Er hatte nicht vor hier und jetzt jemanden zu verletzen, doch seine Sicherheit hatte höchste Priorität.
Der Templer musterte seinen Gesprächspartner seinerseits noch einmal wohlwollend, jetzt wo er die Kapuze abgesetzt hatte. Das Strahlen seines Gegenüber, wegen der neuen offeneren Haltung, veranlasste auch ihn zum Lächeln und für einen kurzen Moment ließ er zu, dass er diese sanften, blauen Augen mit einer etwas mehr als angemessenen Faszination musterte. Auf diese Weise entstand zwischen den Männern für einige kurze Sekunden eine prüfende, zugleich faszinierte und beinahe begeisterte Spannung, aus der sich Vittorio schneller löste als der Künstler, in dem nach seinen Worten sichtlich Nervosität aufkam und der mit zitternden Fingern seine Sachen zusammenpackte. Wohl um nicht zu verängstigen oder einfach, weil er nichts so recht hätte tun können, verweilte der dunkel gewandete Mann weitgehend regungslos. Dennoch angespannt, bereit jederzeit zu reagieren, sollte der Künstler versuchen wegzulaufen oder sonst eine Torheit wagen, die gegenüber dem trainierten Templer ein reines Selbstmordkommando gewesen wäre.

Doch Leonardo tat nichts der Gleichen. Vollkommen friedfertig stand er ihm da gegenüber und bestätigte seine Identität. "Si, signore da Vinci, meine Informanten leisten ausgezeichnete Arbeit", die unterschwellige Drohung war durchaus beabsichtigt, konnte er doch nicht riskieren, jetzt einen Fehltritt zu wagen. "Und wie ich Eurer Reaktion entnehme wisst Ihr ebenso, wovon ich spreche", vielleicht auch schon, ein Angehöriger welcher der erwähnten Mächte ihm gegenüber stand. Die linke Hand entfernte er wieder von seinem Dolch, wodurch der Siegelring wieder für den Künstler sichtbar wurde, diesmal war das Symbol erkennbar, war die Hand doch nicht mehr gedreht und der Blick darauf nur flüchtig aus dem Augenwinkel möglich. "Allora parla*", er senkte sicherheitshalber die Stimme, "seid ihr bekannt mit einem der ihren?" Da es sich bei ihm selbst, wie unschwer zu erkennen, um einen Templer handelte, konnte er nur einen Assassinen meinen. "Sei certo**, es ist nicht wie es scheinen mag. Und ich bin gewiss nicht, wofür Ihr mich halten mögt."


*Allora parla - So sprecht
**Sei certo - Seid versichert
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BeitragThema: Re: Hier wird später ein äußerst kreativer und einfallsreicher Titel stehen   17/12/2016, 5:57 pm

Das plötzliche und Rege Kopfschütteln heftete sofort Leonardos Blick an sich und seine Augen wurden kurz forschend eh er das Angesicht wieder senkte. Nein, das hatte nichts mit ihrem Gespräch zu tun gehabt, also bedurfte es keiner weiteren Interpretation.
Was dagegen eine ganze Menge Interpreation und leider sehr viel wenig Spielraum für Erklärungen zuließ waren die nächsten Taten. Es ging schnell- fast etwas zu schnell. Ganz plötzlich zog das Gewitter aus und als Leonardo sich noch darin sonnte wie schön, blendend wie ein Sonnenstrahl, das Erscheinen des Gesichts war, da wurde es schon wieder gefährlich. Gefährlicher als vorher.
Diese Anspannung gefiel Leonardo nicht. Sie war im krassen Gegenzug zu das, was er sich gewünscht hätte- Eine Zeichnung hatte selten die Möglichkeit einem an den Hals zu springen, eh man sagen konnte, ja, dass man tatsächlich Leonardo da Vinci war. Aber wer, außer des Künstlers selber, konnte das denn? Welcher Leonardo war in Vinci denn bekannt genug, sich den Leonardo aus Vinci zu nennen? Nein, irgendwie würde der Fremde gewusst haben, dass es genau dieser Künstler hier war.
Wer es ihm wohl gesagt hatte? Die Familie Auditore? Die letzten Auftraggeber? Sein Nachbar, der sich immer seltener und bis heute gar nicht mehr über unchristliche, ketzerische Geräusche beschwerte, wenn Leonardo einer anderen einsamen Seele sein Herz schenkte? Leonardo war für zu viel bekannt um klar zu wissen, wer dem Mann hier von ihm erzählt hatte.
Er entschied, nichts anbrennen zu lassen. Also Ehrlichkeit. Der Schlüssel. Jede kleine Ehrlichkeit war besser als eine große Lüge- Und seine Identität zu leugnen schien Leonardo falsch und riesig.
Wer Wahrheit sprach würde Wahrheit ernten sagte er sich immer- und er erhielt sie, wenn nicht direkt. Und auch, obwohl er darauf hätte verzichten können.
Der Mann war ein Templer, ganz ohne Frage.
Leonardo hatte Ezio immer die Treue gehalten und nun wandte sich ein Mann mit einer unterschwelligen Bedrohung an ihn- es war nicht möglich, dass er nicht ein Gegner der Bruderschaft war. Aber er konnte ihm nicht wehtun, das zeigte sich als großer Pluspunkt. Sie standen kurz vor der Ponte Vecchio, er wäre ein Narr hier anzugreifen.
Das brachte eine fast zu gute Sicherheit, denn als Leonardo nun die Frage hörte entgleiste sein Gesicht. "Niente affatto, Signore." erwiderte er also- Mitnichten- und begann seine Sachen zu packen, hob die Staffelei an und hob sich den oberen, spitzen Winkel über die Schulter, klemmte sich das Bild vorsichtig unter den Arm. Offene Straße. flüsterte er sich lautlos im Kopf zu. Offene Straße. "Ich sehe, eine Verabredung." entschuldigte er sich, nahm den Schemel, Pinsel und Palette auf und entfernte sich eilig, nicht ohne ein paar Blicke über die Schulter. Lieber wurde er am lebendigen Leibe verbrannt als Ezio zu verraten.

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BeitragThema: Re: Hier wird später ein äußerst kreativer und einfallsreicher Titel stehen   17/12/2016, 6:34 pm

Der Versuch, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der unumgänglichen Bedrohlichkeit und einem friedfertigen Auftreten zu Stande zu bringen, schlug offensichtlich fehl. Er hatte nicht erwartet, dass Leonardo still bleiben und kooperieren würde, das würde niemand in seiner Position, der auch nur den mindesten Funken Überlebenswillen besaß. Unter anderen Umständen hätte er ihn mit der Behauptung, er wisse nichts, ziehen lassen. Aber Vittorio wusste es besser. Er wusste, dass dieser Mann bei Weitem nicht so außen vor war, wie er vorgab zu sein und seine Flucht sprach auch nicht wirklich für ihn, obwohl er lediglich eilig ging - was bei der Menge anwesender Menschen und dem öffentlichen Ort auch anderweitig nicht möglich gewesen wäre. Mit einem leisen, unzufriedenen Laut ballte er eine Hand zur Faust und musste sich nun schnell überlegen, was er vor hatte. In erster Linie, weil er nicht mehr so allein war, wie er gerne wäre. Eine neue Wachpatrouille hatten ihren Weg hierher gefunden, wie er rechts von sich erkennen konnte und diese standen unter der Führung mindestens eines Templers. "Cazzo!", fluchte er, schlug sich die Kapuze wieder über den Kopf und setzte mit schnellen Schritten dem blonden Künstler nach, möglichst in dem Bestreben aus der Sichtweite der Wachpatrouille zu kommen.

"Aspetta un attimo!" Natürlich war Vittorio in seinem kurzen Sprint schneller, als der gehende Mann und bekam ihn an der Schulter zu fassen. Mit festem Griff und geübter Bewegung zog er ihn von der Straße weg, in einen dunklen Torbogen und den dahinter liegenden Hof. "Leonardo, so hört doch!", zischte er ungehalten, aber zu leise, um Aufsehen zu erregen. Die freie Hand presste er auf den Mund des kleineren Mannes, um ihn davon abzuhalten einen Ton von sich zu geben. Leonardo hatte damit eine Wand im Rücken und einen Templer vor sich, der prüfend über seine Schulter zu dem Torbogen sah, durch den sie soeben gekommen war. "Wollt ihr zu hören?" Langsam nahm er die Hand wieder von seinem Mund und legte stattdessen einen Finger an seine Lippen, ließ ihm aber auch nicht genug Bewegungsfreiraum, um erneut fort zu laufen. "Dort auf der Straße befindet sich gerade mindestens ein weiterer Templer. Lauft fort und sie werden Euch keine Gnade zeigen. Hört mir zu und Euch soll kein Leid durch ihre Hand drohen. Hai la mia parola*"

Langsam trat er einen Schritt zurück, die Hände auf Brusthöhe erhoben, als sei nicht er der Bewaffnete. "Ich bin nicht Euer Feind", wohl aber der Feind des Assassinen, das stimmte. Zugleich aber auch der Feind der Templer. Beides verschwieg er geflissentlich. Nicht nur, weil er Leonardo so wenig vertrauen konnte wie jedem anderen sonst (und wie es auch umgekehrt der Fall war).

*Hai la mia parola - Ihr habt mein Wort
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BeitragThema: Re: Hier wird später ein äußerst kreativer und einfallsreicher Titel stehen   17/12/2016, 7:04 pm

Natürlich hörte Leonardo die Schritte, die kurz darauf folgten, ebenso wie da schwere Tuch, dass der Mann um sich trug. Also ging der Künstler noch einen Schritt schneller. Rennen konnte er so nicht, nicht wenn er all seine Sachen trug. Geängstigt schlug er einen kleinen Haken, näher zu den nahestehenden Gebäuden- weiter ab von der Straße, aber weiter weg von dem fremden Templer, der jetzt auch noch nach ihm rief. Verbissen sah er nun aus. Seine Augen fuhren suchend durch die Massen der Anwesenden. Die durften doch wohl bemerken, wenn er angegriffen wurde? Er versuchte verzweifelten Sichtkontakt zu jemandem aufzubauen, aber wie er sie ignoriert hatte, so ignorierten sie nun ihn. Der Künstler musste verstehen, dass er auf sich selbst gestellt war.
Gerade wollte er sich zu dem Mann drehen, dessen Hand er spürte, da wurde es für ihn übernommen und vor Schreck ließ er Staffelei und Farbe fallen, nebst Farbbehältern, Pinseln und Palette- Wehmütig sahen seine Augen auf den Haufen als er mitgezerrt wurde- Alles landete im Staub. Es gab keine Chance, dass das für sein langsames Trocknen bekannte Öl jetzt noch an Ort und Stelle war.
Erst als er die Stimme nah seines Ohr vernahms richtete der Künstler seinen Blick auf den Angreifer und sah ihn aus tellergroßen Augen an. Unter den rauen Händen des Mannes ihm Gegenüber öffneten sich seine Lippen leicht und er stieß warme Luft aus seinen Lungen gegen die Handfläche des Templers. Das letzte mal, dass er so angefasst worden war war einige Zeit her. Als der andere nun den Torbogen kontrollierte flog Leonardos Blick zu seinem Barett, das neben den Füßen des anderen Mannes lag- Im Eifer des Gefechts hinabgesegelt. Er wollte sich gerade danach bücken, da wurde aus der Hand auf dem Mund ein Finger. Unter Leonardos Haut sah man den Kiefer anspannen. Er würde schweigen. Wenn der Templer die Hand wegnahm und auch, wenn er nach Ezio fragte.
Oh, Ezio... Normalerweise war er der beiden, der in Gassen gezogen wurde und angefaucht, wenn er diese Menschen überhaupt nahgenug ließ. Nein, so wie Leonardo darüber nachdachte war es eher Ezio der zog, fauchte und... tötete. Ein verängstigtes Zittern zog sich über Leonardos Körper.
Der Griff des Mannes war hart und sein Finger auf Leonardos Mund war warm und roch nach Mensch.
Seine Welpenaugen richteten sich von der Brust des Mannes auf zu seinen Augen als er sprach und Leonardo zuckte erst einmal, bevor aus dem Zucken ein Nicken wurde. Er zog es vor, nichts zu sagen, um sein Versprechen zu stützen, sah ihm dann zu wie er zurückwich und löste sich leicht von der Wand, löste die Hände von den rauen Steinen auf Hüfthöhe.
"Si. Natürlich." sagte er dann. "Wen muss ich schon mehr fürchten als meinen Herren selbst?" eine Anspielung auf alte und neue Sünden. Leonardo bückte sich und in einer eleganten Bewegung hob er das Barett auf und richtete sich dann wieder, klopfte bedauernd den roten Stoff vom Staub frei.
"Ich lasse jetzt mit mir reden wie mit einem Menschen, wenn ihr handelt wie ein Mensch." Den Zusatz Und nicht wie ein herzloses, tödliches Biest. sparte sich der Künstler bewusst. Er setzte die Mütze wieder auf, richtete sie und sah ihn dann ernst an, was mit seinen weichen Augen fast etwas parodierend aussehen mochte und stemmte die Hände in die Hüften.

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BeitragThema: Re: Hier wird später ein äußerst kreativer und einfallsreicher Titel stehen   17/12/2016, 8:41 pm

In dem Moment, in dem Vittorio den Künstler packte und mit sich zog konnte er keine große Rücksicht auf Verluste nehmen, zumal er die Annahme als gerechtfertig ansah, Leonardo läge mehr an seinem Leben, als an materiellem Besitz. Der warme Atem an seiner Handfläche veranlasste ihn, den Kiefer zu verspannen und die Hand wegzunehmen, stattdessen nur einen Finger an den angenehm weichen Lippen zu lassen. Er durfte sich von solchen Nebensächlichkeiten wahrlich nicht ablenken lassen. Zumindest stand er diesmal einem deutlich kooperativeren Mann gegenüber, ob es an dem Versprechen oder den Templern auf der Straße lag vermochte er nicht zu sagen, es tat auch nichts zur Sache. Wichtig war nur, dass es funktionierte. Solange sie einander derart nahe waren konnte er genau beobachten, wie der Kleinere erzitterte und das konnte nicht nur daran liegen, in welcher Situation er sich gerade befand, dafür kam diese Reaktion allzu verzögert. Unwillkürlich fragte er sich, was in dem Kopf seines Gegenüber vorging. Und es blieb auch dabei. Nachdem der Künstler losgelassen worden war trat er nur ein Stück von der Wand weg, startete aber keinen erneuten Fluchtversuch, der ihm diesmal so oder so übel bekommen wäre. Doch dieses verhalten stimmte den Templer versöhnlicher und lockerte damit sichtlich die angespannte Atmosphäre.
Unterdessen der Blonde seine Mütze wieder aufsetzte und sprach, Worte die schon nahe an der Grenze der Akzeptanz waren, zog sich der Dunkelhaarige erneut die Kapuze vom Kopf, um eine ehrliche Unterhaltung führen zu können, in der man ihm nicht vorwerfen könnte, er habe sein Gesicht verborgen, um Lügen zu verschleiern. "Ich bin ein Mensch und verhalte mich wie ein solcher", gab er bissig zurück, massierte sich mit Daumen und Zeigefinger genervt die Nasenwurzel und hielt sein Temperament auf diese Weise unter Kontrolle. "Muss sich der Assassino diesen vorwurfsvollen Tonfall auch anhören?", fragte er leise, sarkastisch und nicht auf eine Antwort abzielend nach.
Mit den nächsten Worten wurde seine Stimme wieder sanft, da war kein Unmut mehr in seinem Tonfall, kein Zorn. "Hört Leonardo, ich habe kein Interesse an dem Tod des Assassino." Noch nicht zumindest. Normalerweise nutzte er Informanten für soetwas. Normalerweise verriet er aber auch nicht, dass er selbst ein Templer war und noch weniger sprach er so offen und unbedacht. Auf anderem Wege würde er bei diesem Mann jedoch nicht weiterkommen. Es war nicht schwer zu sehen, dass er auf Ehrlickeit setzte. Menschen die sich so verhielten hatten für gewöhnlich zugleich ein unangenehmes Talent dafür, Unwahrheiten zu erkennen. "Seht, es ist so", die Gesten seiner Hände waren mehr hilflos als erklärend, er war es sichtlich nicht gewohnt, sich so einfach zu unterhalten, ohne unterschwellige Drohungen und ohne Waffe an der eigenen oder der Kehle seines Gesprächspartners. Vittorio unterbrach kam nicht mehr dazu sich zu erklären, er hätte auch nicht wirklich gewusst, was er hätte sagen wollen, als er etwas auf der Straße hörte. "Fuori dai Piedi!" - "Mantenere voi!" Stimmen riefen durcheinander, einige herrisch - die Wachen, die hierher eilten - andere empört und aufgeregt - die zur Seite gestoßenen Passanten.

Der Dunkelhaarige fluchte leise und bösartig. Aber er hatte sein Wort gegeben, Leonardo zu beschützen, wenn er kooperierte und es war nicht die Art des il Lupo sein Wort zu brechen. "Wer ist es?" Die Worte waren zu nahe, jemand musste bereits nahe an dem Hof sein, in dem sie sich befanden. Vittorio konnte sich nicht erklären wie, aber man hatte sie gefunden. Eilig sah er sich um, seine Gedanken rasten, versuchten irgendwie in Einklang zu bringen nicht erkannt zu werden und gleichzeitig den Künstler zu schützen. "Hier her!" Erneut war die Stimme näher gekommen, aber diesmal erkannte er den Rufenden. Kein besonders intelligenter Mitstreiter, dafür umso rücksichtsloser. Seine Divise lautete schon immer 'Stich erst zu, frag später'. Weglaufen oder kämpfen hätte damit allen Sinn verloren, selbst ohne die Gefahr erkannt zu werden. Aus dem Augenwinkel sah er, der sich zum Torbogen gedreht hatte, zu dem blonden Künstler, der hier mit ihm in der Falle saß. Musterte ihn und kam zu dem Schluss, dass es vorerst keine bessere Lösung gab.
In einer einzigen fließenden Bewegung schob er Leonardo in einen der beiden Hauseingänge, die es in diesem Hof gab, drückte ihn zum zweiten Mal an eine Wand, diesmal in den Schatten und setzte darauf, dass man vom Torbogen aus keinen der Beiden erkennen konnte. Nicht ganz der Tarnung wegen oder um ihn davon abzuhalten einen Ton von sich zu geben - auch wenn er sich genau das einredete - neigte Vittorio den Kopf, seine Lippen berührten die es Künstlers. Sanft, weich, kein bisschen abgeneigt von dem, was er gerade tat. Die Schritte des Templers hatten den Torbogen mittlerweile erreicht ...
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BeitragThema: Re: Hier wird später ein äußerst kreativer und einfallsreicher Titel stehen   17/12/2016, 9:37 pm

Tatsächlich erschreckte den Künstler diese Antwort, jedoch nur, weil sie ihm vor Augen führte wie er reagiert hatte. Er schüttelte den Kopf und rieb sich selbst die Stirn, doch etwas unterwürfig den Blick senken. Jeder verdiente einen respektvollen Umgang sofern er ihn erwiderte und immerhin hatte der Templer Leonardo losgelassen. "Verzeiht, Signore." Er sah aus seinen blauen Augen auf, direkt in die seinen, legte eine Hand an die Stelle, hinter dessen Kleidung, Fleisch und Blut sein eigenes Herz schlug. "Ich bin es nicht gewöhnt, derart gepackt zu werden." Er zog einen Mundwinkel zurück und es zeigte eine Art Lächeln, dass durch den sanften Ausdruck entschuldigend schien.
Enttäuschung und Zorn im Gesicht eines Mannes ihm gegenüber zu sehen gefiel Leonardo nicht- Er wollte tunlichst vermeiden den Blick noch einmal zu sehen und ihn jetzt zu beenden. Er nahm den Arm wieder hinab und hörte ihm zu, willig ihm mehr Aufmerksamkeit entgegenzubringen. Das zahlte sich aus, Leonardo betrachtete ihn verwundert und lächelte dann liebevoll. "Signore, warum sagt ihr das denn nicht gleich?" Er legte die Hände vor dem Körper zusammen, strahlte ihn geradewegs an. Einer, der den Tod Ezios nicht wollte war einen Schritt weiter, Leonardos Freund zu werden. Er kam sogar langsam näher, hörte den folgenden Worten zu eh sie unterbrochen wurden. Leonardo sah auf und sah zum Torbogen. Außerhalb der Gasse schien die helle Sonne- erst erkannte er gar nicht, was los war, dann gewöhnten sich seine Augen und er erkannte das matte Glänzen von Rüstungen.
Leonardo starrte hinaus auf die helle Straße, sah sich um. Ein privater Hof? Wie hatte der Templer es geschafft, ihn in einen privaten Hof zu drängen, ohne dass der Künstler das direkt bemerkte und einschritt?! Er würde sich doch wohl nicht von banalen Dingen abgelenken lassen, wie tiefdunkle Augen, in denen man sinken und nicht wieder aufschwimmen konnte, wie schwarzer Treibsand im Schatten der Gasse? Nein, sowas machte Leonardo doch nicht! Er trat einen Schritt nach vorne, ganz der Diplomat, und wollte gerade antworten, da nahm er eine Bewegung im Körper des anderen wahr und starrte ihn an als er sich umdrehte. Flucht? Kampf? Verstecken? Es war letztes. Leonardo keuchte leise und er spürte wieder eine gewisse Unbefriedigung, dass er wieder so gedrückt wurde. Gerade öffnete er den Mund um leise Kritik zu äußern, da spürte er etwas und musste blinzeln bis er das dazu passende Bild vor sich verstand. War das sein Ernst? Ein Zufall? Sollten die Wachen denken, sie wären ein junges Liebespaar, verdeckte er ihn deshalb mit seinen breiten, männlichen Schultern? Eigentlich hätte Leonardo ihn weggedrückt, hätte ihn sachlich gefragt, was das sollte und ihn, je nach Antwort, entweder so nah gezogen dass sie die Tätigkeit fortführen konnten oder weggestoßen. Dann aber hörte er die Schritte und Klappern wie von Waffen. Also packte der Künstler die Ränder der Kapuze, setzte sie dem Mann auf und hielt den Templer so in Schach während er die Liebesdarbietung genoss, auch wenn es wohl gar nichts mit Liebe zu tun hatte. Die Kapuze war tief genug um ihn zu verstecken und Leonardo so viel Deckung zu geben, dass man meinen könnte es wäre ein junges Ehepaar. Nichts verbotenes. Keine Männer, keine Sünde, nicht verboten, nicht das allerbeste Gefühl, dass Leonardo seit einiger Zeit gehabt hatte.

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BeitragThema: Re: Hier wird später ein äußerst kreativer und einfallsreicher Titel stehen   17/12/2016, 10:39 pm

Vittorio winkte die Entschuldigung des Künstlers ab und nahm sie nur mit einem kurzen Nicken zur Kenntnis. Er war sich sicher, er könnte ihn daran gewöhnen, derart gepackt zu werden. Mit ein wenig mehr Zeit und einem etwas privateren Ort könnte er ihn vermutlich an noch ganz andere Dinge gewöhnen, wenn er nur wollte. Das entschuldigende Lächeln seines Gegenüber riss ihn aus seinen Gedanken, während der er sich unbewusst leicht auf die Unterlippe gebissen hatte, was aber sicherlich auch anderweitig interpretiert werden konnte. Mit diesem Lächeln wirkte der Blonde noch so viel unschuldiger als ohnehin schon, dass es dem Dunkelhaarigen ferner lag als je zuvor, ihm auch nur ein Haar zu krümmen. Im Umkehrschluss bedeutete dies bedauerlicherweise auch, dass er vermutlich gleichfalls zu unbedarft war, ihn an seinen Gedanken teilhaben zu lassen. Ohnehin musste er aufpassen, derartige Unzüchtigkeiten nicht öffentlich werden zu lassen - aber gab es da nicht dieses Gerücht über da Vinci? Obwohl dieser wohl nicht nur Freunde hatte und böse Zungen verbreiteten gern Unwahrheiten.
Das Strahlen auf dem Gesicht des Blonden ließ auch seine Mundwinkel wieder ein wenig nach oben wandern. Diese freudige, offene, ein wenig naive Art, war ansteckend und ebenso ungewohnt wie angenehm im Vergleich zu seinem sonst eher misstrauischen, düsteren Umgang. "Ihr habt mich nicht ausreden lassen, Signore da Vinci", erwiderte er kopfschüttelnd, sichtlich amüsiert. Und doch kam ihm dieser Mann ein wenig zu naiv vor. Er konnte nicht einfach vergessen, dass er einem Templer gegenüberstand, er konnte nicht glauben, dass er vor hatte zum besten Freund des Assassinen zu werden - wonach ihm wahrlich nicht der Sinn stand. Selbst wenn er vorgehabt hätte diesem Gedanken weiter nachzugehen, wäre dieses Unterfangen abrupt unterbrochen worden. Genauso wie die langsam wärmer werdende Atmosphäre zwischen ihnen, die er zerstören musste, wollte er sie beide in Sicherheit wissen.

Keine Sekunde zu früh, Schritte und das Klappern von Waffen verrieten die Ankunft der Patrouille. Das leise Keuchen des Künstlers, den er zum zweiten Mal heute vor sich her geschubst hatte ließ ihn unauffällig leicht grinsen. Er könnte ihm eine andere Form dieses Lautes entlocken. Vor allem aber sollte er seine Gedanken unter Kontrolle bekommen. Ein Entschluss, der nicht gerade dadurch erleichtert wurde, dass er ihn nun küsste, was den angesetzten Protest erstickte. Er wurde nicht weggedrückt, Leonardo zuckte nicht einmal. Stattdessen spürte Vittorio wie ihm die Kapuze wieder über den Kopf gezogen wurde, spürte dadurch die weichen Hände des Künstlers an seinem Gesicht. Von außen waren sie nicht mehr als zwei Männer zu erkennen, überhaupt war niemand von ihnen zu identifizieren und die Wachen würden sicher bald wieder verschwinden, nachdem sie sich ein oder zweimal oberflächlich umgesehen hatten. Diese Zeit nutze der Dunkelhaarige, um den Moment zu genießen - und zu nutzen.

Er schaffte es noch näher an Leonardo zu rücken, indem er ein Bein zwischen die des Künstlers stellte, einen Arm legte er um dessen Taille, den anderen stützte er gegen die Wand, um ihrer beider Gleichgewicht zu halten. Gänsehaut überzog seinen Körper, seine Lippen bewegten sich sacht auf denen des Anderen, nur kurz blinzelte er, löste den Kuss für einen winzigen Moment, um die Lippen nahe an das Ohr des Kleineren zu bringen. "Peraltro, mi chiamo Vittorio. Ti tieni il nome, tu gemerai esso." Seine Zähne streiften das Ohr des Künstlers während er sprach, nicht schmerzhaft, eher sinnlich und verführerisch.
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BeitragThema: Re: Hier wird später ein äußerst kreativer und einfallsreicher Titel stehen   17/12/2016, 11:54 pm

Gerüchte gab es tatsächlich viele. Dem war sich Leonardo bewusst und als er sah wie der andere sich die Lippe biss schien es ihm nicht als täte er das im Nachdenken oder im Hunger.
Aber er entschied, sich nichts anmerken zu lassen, ganz so zu sein, wie man es von ihm erwartete. Er war nicht zum Flirten da. Zwar war er eigentlich gar nicht freiwillig da, aber das rückte kurzfristig in den Hintergrund.
Der Mann wollte Ezio nicht wehtun und sofern er nichts fragte was den Assassinen in Gefahr brachte, wenn der Templer ein Lügner war, war Leonardo gewillt zu antworten. Ja, mit diesem Lächeln sah der andere sogar sympathisch aus und das gefiel Leonardo. Er mochte es sehr, wenn Menschen sympathisch aussahen. "Ich lasse Euch nun reden." sagte er freundlich und nickte lächelnd.
Tatsächlich hatte der Mann jetzt an Sympathie zugenommen- Sehr.
Er sollte bald zeigen, dass er mehr als nur Sympathie besaß- So war es auch eine verführende Art von Charme, die auf ihm lag. Leonardo war fasziniert- Bis zum ersten Höhepunkt ihres Treffens.
Das war ein seltsames Gefühl. Ein gutaussehender, starker Mann hielt den Künstler vor den Wachen versteckt und hatte seine Lippen auf die seinen gesenkt. Als wäre das nicht genug bewegte er sie, ganz so, wie es für einen gefühlvollen Kuss Grundvoraussetzung war.
Ein schönes Gefühl breitete sich in Leonardos Magen aus, zog sich durch seine Arme und Beine und ließ sein Herz noch einen weiteren Takt schneller schlagen.
Wenn er hier instrumentalisiert wurde- Dann wurde er es gern. Er ließ alles mit sich machen, nur sein Griff in der Kapuze wurde fester, verkrampften sich als er die Worte hörte. Eine Gänsehaut zog sich über seinen Körper als er dann die Zähne des anderen spürte. "Oh mio dio..." säuselte er dann, eher zu sich als um das gehörte zu kommentieren. Leonardo spürte, wie seine Beine schwach wurden.
Hätte er damit gerechnet, dass dies geschah- Er hätte die Wachen direkt zu ihnen gelockt, hätte gehofft, dass Vittorio dann früher versuchte ihn zu verstecken, zu verführen.
Leonardo wollte ihm sagen, dass er nicht über Ezio reden würde, nur weil er ihn hier so umgarnte. Er wollte ihm sagen, dass er seine Späßchen mit jemand anders treiben sollte, dass Leonardo jetzt losmüsse, um das Treffen zu erreichen, dass er vorher vermerkt hatte, aber es kam nichts anderes raus als warmer Atem, als er sich löste und neue Luft schnappte.

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BeitragThema: Re: Hier wird später ein äußerst kreativer und einfallsreicher Titel stehen   18/12/2016, 12:31 am

Vittorio hielt den Künstler dicht bei sich, er konnte seinen Herzschlag spüren, der zu schnell ging, auf eine Art, die ihm verriet, dass er nicht der Einzige war, der dieser Situation ganz und gar nicht abgetan war. Zufrieden, wohwollend nahm er zur Kenntnis, wie der Griff an seiner Kapuze fester wurde. Neckisch biss er dem kleineren sanft ins Ohr, seine Lippen wanderten an dessen Kiefer entlang, liebkosten sanft seinen Hals und die Hand an seiner Taille wanderte zu seiner Hüfte, wo er besseren Halt hatte. "So werde ich selten genannt", raunte er und fügte mit einem leisen, rauen Lachen hinzu. "Aber Vittorio reicht vollkommen."
Darüber entging ihm nicht, dass der Blonde etwas sagen wollte, offenbar aber bereits daran scheiterte seine Gedanken zu sammeln und seine Stimme zur Artikulation zu bringen. "Ja, Signore? Sprecht nur", neckte er amüsiert, aber bedacht leise. Obwohl die Schritte der Wachen sich bereits entfernt hatten wagte er noch nicht, sich aus dem Schatten zu lösen, er wagte noch nicht die Stimme wieder zu heben, geschweige denn Leonardo los zu lassen. Im Grunde wollte er das auch gar nicht. Fast ohne sein Zutun, beiläufig, strich seine Hand die Seite Leonardos auf und ab. Und doch, trotz aller Neckerei und allem Amüsement, lauschte er aufmerksam hinter sich. So lange, bis er sicher sein konnte, dass ihnen keine Gefahr mehr drohte.
"Die Luft ist rein, Signore. Aber ihr könnt gern weiterhin hier mit mir verweilen", hauchte er nach einer kleinen Weile, hatte ihn immer noch nicht losgelassen und löste auch jetzt nur widerwillig die allzu enge Pose auf, um dem Blonden ein wenig mehr Platz zu lassen.

Beinahe war der ursprüngliche Grund dieser Begegnung in den Hintergrund gerückt und Vittorio musste sich unwillkürlich fragen, wie sich dies hatte entwickeln können. Gleichzeitig stellte er fest, dass die Gerüchte über Da Vinci wie es schien, zumindest bis zu einem gewissen Grad, wie er ihn soeben hatte überprüfen können, stimmten. Ein dunkles, wollüstiges Lächeln umspielte die Lippen des Templers, als er daran dachte, was er noch hätte tun können, befänden sie sich hier nicht in einem Hof, in den jederzeit jemand hineinstolpern konnte.
Darüber hinaus gab es weit wichtigere Dinge zu erledigen. Sein aktuelles Ziel ausschalten zu lassen beispielsweise, aber wenn er so darüber nachdachte, war der Plan nicht ausgereift. Diesmal wurde sein Blick tatsächlich nachdenklich, als er sich auf die Unterlippe biss. Der Plan forderte Kollateralschäden, die er im Grunde nicht riskieren konnte. Er konnte nicht einfach einen Assassino auf ihn ansetzen, nicht ohne dessen Leben und das Leben all seiner Bekannten zu riskieren. Für einen Moment fokussierte sein Blick auf Leonardo. "Comunque*", murmelte er in sich hinein. Er hatte einen Schritt zur erfolgreichen Beseitigung getan, er musste nur noch an den Details arbeiten.


*Comunque - Wie auch immer
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BeitragThema: Re: Hier wird später ein äußerst kreativer und einfallsreicher Titel stehen   18/12/2016, 2:30 pm

Leonardos Gedanken gingen auf eine Reise und sie mussten erst wieder herangebracht werden. So dauerte es erneut etwas, bis der Mann die Aussage verstand. Er lächelte und stieß dabei schwach lachend Luft aus, atmete wieder ein und reckte etwas den Hals um ihm allen Spielraum zu geben, den Leonardo zu bieten hatte. Seine Hand löste sich von der Kapuze und strich über den Stoff über seiner Brust, nahm die Höhen und Tiefen der Brust Vittorios wahr und verformte sich als er mit den Fingerspitzen zu seinen Schultern zurückstrich.
Der Universalgelehrte lächelte warm als er ihn sprechen ließ, dann setzte sich aber seine Hand an dessen Seite in Bewegung und Leonardo verstummte erneut. Er brauchte Überwindung um ihm endlich ins Gesicht zu sagen, dass Vittorio schmutzige Spielchen spielte. Es klang matt und erregt. "Ich rede nicht williger über meine Freunde nur weil wir uns hier..." fügte er noch hinzu, rang dann mit den Worten. "dieses Intermezzo bieten." Er sah aus großen, bemüht ernsten Augen in die seinen und leckte sich einmal kurz in Nervosität über die Lippen. Er redete gedämpft und seine Stimme kratzte, er hielt also den Handrücken seiner Faust an den Mund und hustete daran um ja nicht zu laut zu sein, dann ließ er die Hand sachte sinken und baute den Blickkontakt wieder auf.
Als der Andere nun von der neuerhaltenen Sicherheit sprach reckte Leonardo sofort den Kopf um sich selbst zu überzeugen, er lächelte dann erleichtert als es stimmte und genoss den neugewonnenen Freiraum. Fast nebensächlich strich er sich über die Stirn, dann über den Mund. Er war rot geworden.
Eher zwangsmaßen verweilte Leonardo zwischen Templer und Wand, erst als er sich leise über seine Gleichgültigkeit aussprach richtete er sich auf. "Si..." murmelte er verlegen und strich sich die Kleidung glatt, wand sich dann aalglatt aus seinem derzeitigen Standort und strebte zum Ausgang des Hofes, sah sich nach links und rechts um, eh er hinaustrat. Die Sonne blendete kurz all seine Sinne, eh er zu seinem kleinen Häufchen Habseligkeiten strebte, dass noch auf dem staubigen Boden lag. Florenz gab dir viel, jedoch nahm es dir etwa das doppelte. Der Künstler sah sich um, aber er entdeckte keine Diebe. Manchmal erkannte er diese, schlichtweg weil er immer sehr fokussiert auf das war, was er sehen konnte. Wie die Kleidung lag und was das für die Muskeln darunter festlegte, was für Kleidung es war und wie der Rest der Anatomie sich der Lebenssituation anpasste.
Mit ein paar prüfenden Griffen untersuchte Leonardo den Berg- Es war tatsächlich nichts weggekommen. Er schmunzelte vergnügt und hob alles auf, hängte es sich über und griff es, wie ganz zu Anfang seines Heimwegs. Erst als er das Bild umdrehte wurde sein Welpenblick traurig. Staub und Dreck hatte sich in die Farbe gefressen, hatte sie verwischt und abgerieben. Leonaro seufzte und die Leinwand unter den Arm, strich mit der Stiefelspitze über das Öl auf dem Boden und zuckte die Schultern. Dann musste er das einfach noch einmal malen...
Leonardo richtete den Blick auf, zum Torbogen. "Wenn Ihr mitkommen wollt, solltet Ihr rauskommen, Signore." Eine logische Schlussfolgerung: Auf seinem Standpunkt verweilend konnte man immerhin nicht irgendwohin kommen. Aber daran arbeitete Leonardo bereits kräftig. "Meine Werkstatt ist nur einen Steinwurf von hier entfernt." Er lächelte sanft.

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BeitragThema: Re: Hier wird später ein äußerst kreativer und einfallsreicher Titel stehen   18/12/2016, 3:38 pm

Die Hand Leonardos, die über seine Brust strich, seinen Oberkörper erkundete und schließlich zu seiner Schulter zurückkehrte, die Art, wie er den Hals reckte und ihm damit mehr Spielraum gab und letzt endlich seine erregte Stimme, als er sichtlich um Worte rang, brachten Vittorio beinahe aus dem Konzept. Die Hand, mit der er sich an der Wand abstützte, spannte sich an und ein ein leiser, wohliger Laut verließ seine Kehle, bevor er sich unter Kontrolle hatte. Auf diese Weise dauerte es auch einen Moment, bis er die Worte des Blonden verstand und sein leises Lachen abschirmte, indem er den Kopf leicht zur Seite dreht. "Es tut mir leid euch zu enttäuschen, Signore, aber das war niemals meine Absicht." Es gäbe weitaus wirkungsvollere Methoden ihm Informationen zu entlocken, sollte er dies wirklich wollen. Natürlich sprach er das nicht aus. Er ließ es sich auch nicht ansehen, obgleich er das Gefühl hatte, Leonardo könne es ihm dennoch ablesen. Mit diesen einnehmenden, liebenswerten Augen, die ihm gleichzeitig auf den Grund der Seele zu blicken schienen, sodass es ihn Überwindung kostete, den Blick nicht abzuwenden.
Glücklicherweise konnte er in diesem Moment Entwarnung geben und ließ zu, dass sich Leonardo an ihm vorbeischob und den Hof verließ - zumindest sah er sich vorher nach rechts und links um und rannte nicht geradewegs ins offene Messer. Das fehlte ihm jetzt gerade noch. Die Schritte des Templers folgten ihm langsamer, hielten Inne, als er den Torbogen erreichte und von dort aus beobachtete, wie der Kleinere seine Habseligkeiten aufklaubte. Doch seine Gedanken verweilten längst nicht mehr bei ihm. Er war schon dabei seine Pläne weiterzuspinnen, darum bemüht sich nicht in seinem eigenen Lügengeflecht zu verfangen. Er musste aufpassen. Bisher hatte er Glück gehabt, bisher aber auch keine großen Kämpfe ausgelöst. Wenn er nicht Acht gab, könnte er für den nächsten Krieg verantwortlich sein. Zum ersten Mal seit langer Zeit konnte er nicht sicher sagen, was er wollte, geschweige denn, wie er es erreichen wollte. Die Auslöschung von Assassinen und Templern? Den Tod seines Bruders? Oder wollte er einfach nur fort, diese blutgetränkte Welt verlassen? Bedurfte es dazu der Naivität Leonardos? Scheinbar ...
Erst die Worte des blonden Mannes holten ihn zurück in die Realität. Unbewusst hatte er den Kopf gesenkt, die Handballen auf die geschlossenen Augen gepresst und den Kiefer verspannt. Aus seinen Gedanken gerissen hob er den Kopf, ließ sich von dem sanften Lächeln Leonardos für einen Moment beruhigen, verschob seine düsteren Gedanken und trat schließlich auch aus dem Schatten des Torbogens. "Si, verzeiht", entschuldigte er seine kurzzeitige Abwesenheit, sobald er etwa auf Höhe des Anderen angekommen war. "Allora, wo hat ein Meister wie ihr es seid seine Werkstatt?"
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BeitragThema: Re: Hier wird später ein äußerst kreativer und einfallsreicher Titel stehen   18/12/2016, 4:39 pm

Leonardo folgte ihm mit dem Blick, ging sogar soweit, den Kopf zu bewegen um jedes Mal den perfekten Blick auf Vittorio zu haben. Er lachte... Oh wie naiv Leonardo sich fühlte.
"Es gibt weitaus ertragreichere Methoden an Wissen zu gelangen, Signore..." flüsterte Leonardo und er gewann kurz an Seriosität als er den Mann aus tiefen Augen ansah, wie Buchten voll klaren Wassers. "Das weiß ich. Die menschliche Psyche ist mir bekannt."
Wasser war klug. Wasser kannte die Menschen, immerhin war es da- Seit Urzeiten. Aber man konnte in klarem Wasser direkt erkennen, was auf dem Grund lag.
"Aber das ware Wissen, Signor Vittorio... Das wahre Wissen kommt immer aus dem Herzen." Folter- Was brachte einem Folter ohne Herz? Was tat ein Forscher ohne Herz? Nein, Wissen war nur möglich im Zutun von Menschlichkeit. Von Verstand und Gefühl.
Vittorio würde nichts aus Leonardo herausbekommen, wenn er es nur mit hirnlosen Brutalitäten versuchte. In dieser Hinsicht hatte er bis jetzt wirklich Taktgefühl bewiesen und wenn es nach dem Künstler ging konnte er damit gern weitermachen.
Als er sich erneut mit seinen Mitbringseln behängte dachte er auch über das Gefühl von eben nach. Natürlich war es ihm nicht neu zu küssen oder zu lieben, aber der Templer stellte eine Bedrohung für ihn wie für seinen morderischen Freund dar, der regelmäßig aus aller Welt herankam um sich diese herrlich spannenden Seiten übersetzen zu lassen. Das war natürlich sehr schrecklich und eine Bedrohung in diesem Stand ihrer Freundschaft ins Haus zu holen, aber doch... Etwas reizte Leonardo ganz stark an dem Gast. Vielleicht war es gerade die Gefahr, die Herausforderung. Nicht auf die Schlange hören, nicht den Apfel der Sünde probieren, sondern den Verstand scharf halten, lieben und lieben lassen aber nicht einschlafen. Es war eine Herausforderung Gefühle mit Wissen abzuwiegen, aber Leonardo war sich sicher, dass er nie Ezio verraten würde für einen Mann, den er liebte. Das war die Herausforderung. Und Herausforderungen brauchte das Genie zuhauf.
In der Sonne war es anders. Er hatte sich aus dem schattigen Hof, aus dem Eingang von Vittorio gelöst. In der Sonne war er nur ein anderer dieser Bürger- ohne Sünde aber ein Sünder schon fürs Menschsein.
Hier in der Sonne waren die Gerüchte nur Gerüchte und die Liebe nur ein Gedanke.
Diesen Gedanken hatte Leonardo, als er sich zu Vittorio umsah. Die Pose gefiel ihm nicht. Es war, als habe Vittorio mit sich zu kämpfen und das zu sehen... Leonardo wusste nicht ob ihm das gefiel. Er lächelte also beruhigend als der Mann zu ihm aufschloss und ging bepackt los. Leonardo wurde sogar rot, als er komplimenttiert wurde, vielleicht sah man das unter den Sommersprossen nicht, aber plötzlich leuchteten seine Augen viel strahlender. "Ihr seid zu charmant." Er ging ein paar Straßen. "Es ist gar nicht weit, nur noch ein paar Ecken hier." Bald standen sie vor der prachtvoll beschnitzten Tür und Leonardo stieß sie auf, trat ein und hievte den Karton mit Eigentum auf die Werkbank.
Die Werkstatt war unaufgeräumt wie immer, es lagen Zeichnungen und Bilder herum, aber die Flugmaschine war sorgfältig zugehängt und versteckt.

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BeitragThema: Re: Hier wird später ein äußerst kreativer und einfallsreicher Titel stehen   18/12/2016, 5:20 pm

Vittorio hatte niemals Gedacht, Leonardo als Informationsquelle zu nutzen, nicht zuvor und jetzt schon gar nicht. Die geflüsterten Worte entgingen ihm nicht, fast sanft legte er eine Hand unter das Kinn des Künstlers, hielt ihn auf diese Art fest und erwiderte dessen ernsten Blick nicht minder ernst. "Es liegt mit fern Euch zu verletzen, Leonardo", er schnurrte den Namen schon beinahe, so weich ging er ihm über die Lippen, "Und wollte ich es, so wäre es nicht Euer Körper oder Euer ansehnliches Gesicht, dem ich schaden müsste. Ich will Euch bewahren, derartigen Schmerz kennenzulernen, aber dazu müsst Ihr mir zumindest ein wenig Vertrauen entgegen bringen, si vuole fare questo?*"
Nein es gab effektivere Methoden als bloßen körperlichen Schmerz, Methoden, die tiefer griffen und empfindlichere Stellen trafen und er wünschte sich wirklich und wahrhaftig, dass dieser Mann vor ihm niemals etwas davon kennenlernen musste. Er ließ ihn los, während er noch daran dachte, dass dieser so sanft und zerbrechlich wirkende Mensch, ein leichtes Opfer für weniger freundliche - oder einfach nur weniger taktvolle - Menschen als ihn wäre.
Ob er Leonardo davon überzeugen konnte, dass er seinem Assassino nichts böses wollte? Dass er ihm keine Antworten auf Fragen entlocken wollte, die er nicht hatte? Und wollte er das überhaupt? Er müsste Lügen, würde er sagen, dass er nicht an Informationen über einen oder mehrere Assassinen interessiert war. Selbst Abseits seiner wenn auch geringen Loyalität zum Templerorden wünschte er der Bruderschaft die Pest und Schlimmeres. Selbst wenn er nicht zum Einen gehören würde und bloß seinen Hass auf beide hegte, so würde er doch vieles um nützliche Informationen geben. Es war ein ewiger Kampf zwischen seinem Gewissen, seiner Ehrlichkeit und seiner manipulativen, rücksichtslosen Art.

Für die Dauer ihres Weges konnte Vittorio sich damit ablenken zu beobachten, wie sein Weggefährte rot wurde, als er ihm ein weiteres Kompliment machte und ihm gefiel dieser geschmeichelte, gleichzeitig verunsicherte Gesichtsausdruck und das Strahlen seiner Augen, es entlockte ihm ein Lächeln. "Si, vielleicht bin ich das", bestätigte er, "aber Ihr müsstest lügen, würdet Ihr sagen es gefiele Euch nicht." Er ließ keine Gelegenheit aus ihn zu necken, seine Reaktionen zu beobachten.
Kurze Zeit später erreichten sie bereits die Werkstatt. Der Dunkelhaarige zog eine Augenbraue hoch, als er seinen Blick kurz schweifen ließ, bevor er dem Künstler eilig zur Hand ging, bevor dieser noch den Karton fallen ließ. Erst anschließend sah er sich noch einmal genauer um. Chaotisch war wohl das richtige Wort, um diesen Ort zu beschreiben, im Gegensatz dazu stand etwas - er könnte nur raten was - ordentlich abgedeckt im Raum. Er schenkte dem keine größere Beachtung, er hatte keine gute Position um allzu neugierig zu sein, stattdessen besah er sich eine der der zahllosen Zeichnungen, die im ganzen Raum verteilt waren. "Wahrlich, ein Genie", stellte er fest, als er den Blick wieder dem Blonden zuwandte. "Nur ein Genie kann solches Chaos kontrollieren." Irgendwie gelang es ihm in diesem Satz Kompliment und neckische Bemerkung zu verknüpfen, ohne dass sich wirklich sagen ließe, welches nun überwog.


*si vuole fare questo? - Wollt Ihr das tun?
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BeitragThema: Re: Hier wird später ein äußerst kreativer und einfallsreicher Titel stehen   18/12/2016, 6:03 pm

Die Hand an dem Kinn, dass er aufsehen musste... Das waren Dinge, die Leonardo damit verband, jemandem gegenüberzustehen, der der Liebe nicht auswich. Es war schön das zu wissen aber er konnte sich nicht sicher sein ob Vittorio diese schöne Sicherheit, diese Gefühle nicht ausnutzte. So begegnete Leonardo auch dem Schnurren und den weichen Worten mit hartem Blick. Ein Templer blieb ein Templer. Er würde sich gerne fallen lassen, aber Leonardo war besser als das: Blindes Vertrauen einem Halbfremden gegenüber.
Seine Stimme war warm und weich und sie schmiegte sich in Leonardos gehör, wand sich weich hinab in sein Herz und setzte sich fest. So ein zärtlicher Mann... Leonardo schien, ihm erstes Vertrauen zu gewähren. Er wusste nicht, was er sagen sollte, so neu war die Situation noch und obwohl er sie schon von vielen Seiten analysiert hatte, so fehlte doch das Verständnis, dass es sich um eine reale Situation handelte. Also nickte der Künstler kurz und flüsterte "Si." Dann brach seine Stimme und er schloss den Mund.
Er sah diese Besorgung und diese Sorgsamkeit im Blick seines Gegenübers und Leonardo fühlte sich schuldig. Vittorio hatte ja keine Ahnung, wusste ja nicht was Leonardo plante und geplant hatte. Die genialen Maschinen, die er entwarf waren nicht nur friedliche, praktische Lebensverbesserer- es gab auch welche, die sich eher mit Kriegsverbesserern beschrieben ließen. Er lächelte schwach. Vittorio sollte in diesem Gedanken bleiben. Leonardo wollte nicht kurzfristig ein schlechtes Bild schaffen.
Ja, Leonardo wehrte sich nicht. Er schlug nicht, er trat nicht, er stach nicht und er käme nicht auf die Idee zu vergiften aber sein Kopf war zu mehr bereit als der des frommen Bürgers. Zu mehr Logik, mehr praktik und doch zu mehr Toleranz als man meinte.
Dass Leonardo seine Prinzipien zur Moral hatte hieß nicht, dass sein Kopf es nicht schaffte, etliche blutrünstige Ideen zu haben, ebenso wie er eben Ideen in fast allen anderen Bereichen des Lebens hatte.
Wie menschlich er dann doch war zeigte sich, als er ein Kompliment erhielt, direkt fühlte er sich gut und geliebt. "Das müsste ich tatsächlich." Er gluckste und lächelte gedankenverloren, als sie weitergingen. "Komplimente von einem gutaussehenden Mann erhält schließlich jeder gern."
In der Werkstatt bedankte er sich dann für die Hilfe und begann fleißig alles einzusortieren, sprich, auf den Tisch zu stellen und den Karton in die Ecke sinken zu lassen. Er sah dann Vittorio zu und schmunzelte vergnügt. "Nun hört doch auf eh mein Selbstbewusstsein mich zum platzen bringt." sagte er dann strahlend und lehnte sich an den Tisch, legte den Kopf schief um ihn zu betrachten. So vergingen ein paar Momente, eh er fragte ob der andere etwas trinken wolle, ein Glas Wein, Wasser oder Traubensaft.

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BeitragThema: Re: Hier wird später ein äußerst kreativer und einfallsreicher Titel stehen   18/12/2016, 8:39 pm

Vittorio musterte den blonden Künstler vielsagend, als dieser meinte, Komplimente von einem gutaussehenden Mann erhielte jeder gern. Diese Aussage beinhaltete nicht nur den Hinweis, dass es ihm im Grunde gefiel derart mit Komplimenten umgarnt zu werden, gleichzeitig nannte er den Templer gutaussehend und gab indirekt zu, Männern nicht abgeneigt zu sein. Andernfalls hätte er andere Worte gewählt, vielleicht gar einen anderen Tonfall. Überrascht war er davon keinesfalls, dies alles war klar gewesen, als er Leonardo küsste, um sie beide vor den Wachen zu verbergen und er ihn nicht fortgestoßen hatte. Er hatte es genossen, sie beide hatten das getan. Ob sie es bereuten, war die andere und weitaus bedeutendere Frage.
Der Templer konnte sich eines Lächelns nicht verwehren, als er den vergnügt strahlenden Mann betrachtete, er ihn an den Tisch gelehnt mit schief gelegtem Kopf gleichfalls betrachtete. "Dafür freut Ihr Euch zu sehr", erwiderte er, besah sich anschließend eine weitere Zeichnung, die er auf dem Boden entdeckte. Es machte ihm nichts aus, gemustert zu werden, er war selbstbewusst genug, um sich vor derartigem nicht zu zieren. Ohnehin zog die betrachtete Zeichnung ihn in seinen Bann. Er konnte sie nicht vollständig erkennen, da ein anderes Blattpapier darüber lag. Langsam ging er in die Knie, zog den Zettel, welchen er betrachtet hatte, hervor und strich mit dem Zeigefinger andächtig über die sauber gezogenen Linien. Die Schönheit der Strichführung änderte jedoch nichts an dem Inhalt der Zeichnung, denn dieser war weit weniger schön, weit weniger friedlich. Beinahe überhörte er die Frage, ob er etwas trinken wolle, schüttelte mit dem Kopf, versunken in die Betrachtung des Gefundenen, auch wenn er es nicht im Detail verstand - vielleicht erst gar nicht verstehen wollte - so konnte er durchaus erkennen, welchen Zweck es im großen und ganzen erfüllte. Doch er sagte nichts dazu, erhob sich nur und bedachte den Kleineren mit einem schwer zu deutenden Ausdruck.
Er konnte sich nur schwerlich erklären, was ein Mann wie Leonardo mit dem Krieg zu schaffen hatte. Ein Genie fürwahr, aber weshalb neigten derart kluge Köpfe dazu, ihre Intelligenz zum Auslöschen von Menschenleben zu verwenden? Konnte man jemandem wie ihm selbst dann überhaupt noch einen Vorwurf daraus machen, dass er tötete? Für einen Moment schloss er die Augen, überbrückte dann die Entfernung zwischen ihnen, um in höflichem Abstand Inne zu halten. "Bereut Ihr es, Leonardo?", ergriff er schließlich das Wort. "Was in dem Hof geschehen ist", erklärte er worauf er sich bezog.
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BeitragThema: Re: Hier wird später ein äußerst kreativer und einfallsreicher Titel stehen   19/12/2016, 8:49 pm

Bis jetzt bereute Leonardo keine Aussage oder Tat, die er getan hatte, höchstens vielleicht die erste Respektlosigkeit die mit der Angst vor falschen Entscheidungen verbunden war. Jetzt hatte sich der Grund dieser Angst aber als Spiel herausgestellt, als Tanz mit dem Teufel. Die süßesten Klänge zärtlicher Besorgung und neckender Komplimente untermalte ihre langsame Schrittfolge mit der immerwährenden Gefahr, einen falschen Schritt zu machen.
Eine Herausforderung auf einem völlig neuen Level für das naturwissenschaftliche und künstlerische Genie di ser Pieros aus Vinci. Es gefiel ihm.
Dieser Mann war etwas herrlich neues, zeigte keinen zurückhaltenden Respekt oder eingeschüchterte Unterwerfung weil Leonardo ein mehr oder minder angesehener Künstler mit hoher Ausbildung war. Nein, dieser Mann nahm sich sogar das Recht heraus mit Leonardo zu spielen. Das hatte etwas.
So war Leonardos Blick nicht nur freudig, sondern auch forschend als er den Mann betrachtete, im Atelier, wo er endlich besser Möglichkeit hatte. Spielte er mit Hintergrund oder war das Spiel der Hintergrund? Sein Blick striff seinen Körper hinab und ein verschmitztes Schmunzeln stahl sich auf seine Lippen. Interessant sah er ja aus, so versunken in die Musterung des Blattes, ganz unbewusst des prüfenden Blickes zeigte Vittorio sich immer noch attraktiv und elegant. Die Schultern unter dem Umhang waren stark und definiert, sein Gesicht markant und wohl proportioniert. Sein Hals gefiel Leonardo besonders.
Seine Blicke folgten sich ändernden Falten in der Kleidung und hinab zu seinem Umhang der leicht aufsetzte als die Beine nicht mehr so lang, dafür gebeugt waren. Faszinierend wie die Muskeln unter dem Stoff spielten.
Der Künstler bemerkte dann, was für eine Zeichnung der Mann in den Händen hielt und er bereute, ihn geholt zu haben. Zweitrangig wegen Moral oder Gewissen als viel mehr, einem Templer zugang zu seinen Plänen der Kriegsartillerie verschafft zu haben. Es war ein geringer Trost, dass die Maschienen nicht klappten, die er so mühsam aufgezeichnet hatte.
"Reue?" wiederholte er leise, dann hörte er weiter zu. "Von Reue kann nicht die Rede sein wenn man sich das Herzklopfen und die weichen Knie zurückwünscht, nehme ich an?" fragte er dann nach einer kurzen Bedenkzeit, den Blick nachdenklich gesenkt.

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BeitragThema: Re: Hier wird später ein äußerst kreativer und einfallsreicher Titel stehen   20/12/2016, 10:25 pm

Natürlich war sich Vittorio des musternden Blickes auf sich nicht völlig im Unklaren, des stummen Beobachters, der jeden Zoll seines Körpers mit seinem Blick abzuschätzen und zu bewerten schien. Viel mehr war es so, dass es ihm keinen Unterschied machte. Er musste sich nicht anstrengen seine Wirkung, gar seine Ausstrahlung aufrecht zu erhalten. Ganz im Gegenteil war er sich bewusst, wie er mit seinem Beobachter spielen konnte, ohne viel zu tun oder es gar beabsichtigt wirken zu lassen. Ja er fühlte sich hier als der Überlegene. Er fühlte sich in der Position, die am Ehesten mit einem Raubtier zu vergleichen wäre - und Leonardo war die Beute. Vielleicht sogar die Beute, die sich für den Jäger hielt, nur um irgendwann schlagartig vom Gegenteil überzeugt zu werden, sobald der wahre Jäger die Krallen ausfuhr. Allein der Gedanke bereitete ihm ein sadistisches Vergnügen, das er sich besser nicht anmerken ließ - gleich, ob aus Rücksicht oder aus Egoismus.
Erst nach einiger Zeit wandte er minimal den Kopf, um deutlich zu machen, dass er nun in die Richtung des blonden Künstlers blickte. "Ich nehme an, euch gefällt, was ihr seht?", fragte er mit annährend spöttischem, nicht aber böswilligem Tonfall nach, in dem Versuch den Blonden erneut zum Erröten zu bringen - ein Anblick, der ihm gefiel. Besonders, weil es sein ohnehin ausgeprägtes Selbstbewusstsein bestätigte, vielleicht war er auch ein klein wenig narzisstisch veranlagt. So entging seinem geschulten Auge aber auch der minimale Mimikwechsel nicht, im gleichen Moment noch verstand er die Ursache dafür und seufzte leise. In angedeuteter Kapitulation hob er die Hände an und betrachtete die Zeichnung keine Sekunde länger. Obgleich er sich in der Machtposition fühlte erachtete er es als sicherer, sich kooperativ zu verhalten. Templer hin oder her, derartige Pläne wären wohl in jeder Hand gefährlich und Leonardo hegte schon eine grundlegende Abneigung gegen Seinesgleichen. Kaum merklich schob er die Unterlippe vor, als er darüber nachdachte, dass er sich nun also mit Vorurteilen herumschlagen durfte - auch das beinhaltete wohl das Geburtsrecht eines Templers.
Zu seiner großen Überraschung wurde seine Frage beantwortet. Ehrlich und anders, als er vermutet hätte. Vielleicht konnte er den Blonden doch nicht so gut einschätzen, aber das machte diese Gradwanderung nur interessanter, keinesfalls abschreckend. Lächelnd schüttele er mit dem Kopf und beantwortete die gestellte Gegenfrage: "In nessun caso kann in diesem Falle die Rede von Reue sein." Für einen Moment herrschte Schweigen, bis Vittorio einen - zumindest für ihn - folgeschweren Entschluss traf. "Ich habe den Unmut in Euren Augen gesehen", er nickte in Richtung der Zeichnung, die er betrachtet hatte. Demonstrativ hob er die linke Hand an und entfernte den Siegelring. "Seht mich für einen Moment als Mensch, nicht als Feind." Er konnte nicht verhindern ein bisschen angegriffen zu klingen, immerhin hatte er ihm nichts getan. Nichts böses zumindest. Er hätte ihn vorhin auch in die Wachpatrouille rennen lassen können, aber das hatte er nicht getan. Er war näher gekommen, legte den Ring neben Leonardo auf dem Tisch ab.
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Leonardo da Vinci
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Alter : 17
Spieler : Leo

Der Charakter
Alter: 28 Jahre
Besonderheiten:
Gesinnung: Assassine Assassine

BeitragThema: Re: Hier wird später ein äußerst kreativer und einfallsreicher Titel stehen   22/12/2016, 5:18 pm

Der Abstand festigte Leonardos Verstand, ließ ihn klarer Denken. Beute hin oder her, er war nicht dumm. Vielleicht manchmal etwas naiv, aber allein, dass er das bemerkte, ließ seine Gedanken positiv zukünftiger Konfrontation entgegenblicken.
Seine Röte hielt sich in Grenzen. "Ich weiß, Ästhetisches wertzuschätzen und Abstoßendes abzuweisen." sagte er also sachlich und begann, ein paar Papiere zu sortieren. Auch er musste eine gewissen Autorität behalten, wenn es um ihr Machtverhältnis ging. So leicht ließ sich der Künstler nicht unterdrücken.
Während er so räumte betrachtete er seine Entwürfe. Er kam nicht auf die Idee, Vittorio zu betrachten: Am Ende konnte er ja nichts dagegen machen, was der andere tat, ob es nun Zeichnungen betrachten war oder etwas anderes. Seine Werkstatt war offen für Besucher, so war das nun einmal. Und wenn morgen der Doge von Venedig hier hineintrat, er würde dieselben Zeichnungen sehen können, wenn Leonardo nicht aufräumte. Er ging dieses Risiko ein, also ließ er Vittorio in seinen Missetaten baden. Sollte er nur alles ansehen: Mitnehmen würde er nichts. Dafür würde der Wissenschaftler sorgen.
Er bereute ja nichtmal, Leonardo geküsst zu haben- Leonardo zog den Vittorio abgewandten Mundwinkel hoch, als er das hörte. Na, das war doch eine erfreuliche Neuigkeit. Er ließ ihn reden, kommentierte nicht, bis er eine Bewegung wahrnahm. Die war bedeutungsschwerer als die anderen und zog den Blick des Künstlers zu sich. Er überdachte die Worte kurz, dachte nach und senkte seinen Blick wieder auf das Blatt vor ihm. "Gut." sagte er dann. "Das soll möglich sein."

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