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AutorNachricht
Bauherr
And you say Rome wasn't built in a day
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BeitragThema: Zelle 1   26/2/2017, 5:08 pm



Jede der Zellen, die sich im Turm befinden, hat ein Fenster. An den Wänden sind Ketten oder Handfesseln angebracht, um damit eine Art Folterung durchzuführen, damit sich der Gefangene nicht großartig bewegen kann. Die Türen bestehen aus Gitterstäben, um den Gefangenen stets unter Beobachtung zu halten. Auf dem Boden liegt Stroh, welches schon seit Jahren dort liegt und auch dementsprechend stinkt. Doch deswegen ist der steinige und kalte Boden immer noch unbequem. Alle 3 Zellen liegen weiter voneinander entfernt, weshalb man nicht sehen kann, wer sich in den anderen Zellen befindet. In eine Zelle können bis zu 5 Leute festgehalten werden.
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: Zelle 1   3/4/2017, 5:02 pm

Freitag, 2. April 1480
22 Uhr

cf:  Strada ingannare

Kühl war es in dieser Zelle. Durch das vergitterte Fenster der Zelle drang der Wind herein, der zwar warm war, doch Rafael Santoro zittern ließ. Seine Wunde brannte und zog Energie aus seinem Körper. Sein Körper hing kraftlos nach unten, während er von den Handfesseln an den Wänden festgehalten wurde und er gezwungen war, in den Knien zu sitzen. Denn eine ander Position hätte dazu geführt, dass seine Arme zogen und er nach 10 Minuten schon kein Gefühl mehr darin hätte. Sein Kopf hing ebenfalls nach unten. Mit fahlem Blick starrte er einen Halm des stinkenden Strohs an, auf welchem er saß. Es roch nach Exkrementen und Verwesung. Selbst Ratten wären diesem Ort fern geblieben.

Alles, was er besaß, hatte man ihm genommen, bevor er hier festgemacht wurde. Sein Geld, seine versteckte Klinge.. Sein Assassinengewand, sogar sein Hemd. Wenigstens hatte man ihm seine Hose gelassen. Er hätte auch nackt dasitzen können- das wäre beinahe das Gleiche gewesen.
Rauschen war zu hören. Ob es die Leere in diesen Gemäuern, oder das Blut in seinen Ohren war, konnte er nicht sagen. Wie es ihm ging war egal.. seitdem er Leonardo als letztes von der Gruppe gesehen hatte, nagten Zweifel tief in ihm. "Verzeih mir..", dachte er sich die ganze Zeit und hatte sich Szenen ausgemalt, wie das hätte anders verlaufen können. Die anderen waren ebenfalls hier, konnte sogar Stimmen von ihnen vernehmen. Aber sie schienen so weit weg, als wäre es egal, wenn er etwas sagen könnte. Denn er verstand die Worte nicht. Die Worte wurden mit dem Hallen vermischt und somit undeutlich.

Auf ihn wartete etwas schlimmeres als der Galgen. Das wusste er ganz genau. Aber jetzt aufzugeben kam ihm nicht in den Sinn. Es war nicht vorbei! Egal, wie man ihn hier, in dieser Zelle, bloßstellen würde: Rizzi war es, der sterben würde. Nicht er. Und auch nicht Ezio, Francis und Leonardo. Das der andere Assassine und auch der Bote fliehen konnten, wusste er ja nicht. Und was war mit Federico? Ihn hatte er nicht mehr gesehen, seitdem die Templer den Keller stürmten.
Diese Menschen, die dort unten waren, hätten nicht sterben müssen. Egal, was für dunkle Kreaturen das gewesen waren: hätte er dieses Treffen doch nie eingeleitet!
Doch jetzt war es zu spät. Er konnte nichts mehr daran ändern.
Jetzt konnte er nur noch warten.. in diesem Loch.

Schon jetzt fühlte es sich so an, als würde er den Verstand verlieren. Doch er hielt den Mund und schloss die Augen, als könnte er sich somit beruhigen.. Als könne Rafael die Fesseln, die Kälte und den Gestank einfach so vergessen können. Der Schnitt an seinem Hals kitzelte. Das Bluten an der Wunde in der Bauchgegend hatte aufgehört und nässte nun nach. Trotzdem schmerzte sie und es fühlte sich an, als hätte man ihm mit diesem Schnitt ein Organ entnommen.

Doch dann sah er in seinem linken Augenwinkel ein Licht, welches man durch die Tür erkennen konnte. Es huschte an den Wänden vorbei, bildete einen großen Schatten am Boden und blieb anschließend vor der Zelle stehen. Sein Kopf hob sich. Seine Augen schienen jetzt am Leben wieder teilzunehmen. Denn sie wurden düsterer und als die Tür aufgeschlossen wurde und jemand herein kam, richtete er sich auf- in der Begleitung des Klirrens, welche die Ketten dabei von sich gaben.
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Zelle 1   3/4/2017, 9:55 pm

Freitag, 2. April 1480
22.01 Uhr
Rafael Santoro / Luigi Rizzi

Als er die Gasse verlassen hatte, fühlte er tiefe Zufriedenheit. Der Sieg war sein, er konnte und durfte triumphieren. Seine Freude wurde allerdings auch getrübt als man ihm gestand, dass der Söldner entkommen konnte. Rizzi hatte noch was mit ihm vor und jetzt war der Idiot weg. Zudem kam ihm zu Ohren, dass man viel mehr Männer am Tisch von Santoro gesehen hatte als Rizzi angenommen hatte. Er weiss nun also, dass einige bestimmt entkommen konnten und als Verbündete wieder auftauchen würden. Aber zuerst mussten sie ihre Wunden lecken und Rizzi beauftragte weitere Boten um sie zu jedem Arzt der Stadt zu schicken um sie zu warnen. Sollten sich die Verletzten bei einem Arzt melden, war er dazu verpflichtet, die Wachen zu rufen.

Nun trat er in die muffige Zelle ein und sah zu Santoro. Rizzi konnte sein Grinsen gar nicht mehr verbergen. Eine Wache stellte ihm einen Hocker vor Santoro hin und Rizzi setzte sich drauf. Er war weit genug weg um von Santoro nicht gebissen werden zu können. Ja, Santoro konnte noch spucken aber das half ihm nicht weiter. Es löste seine Fesseln nicht. Die Wachen gingen zurück zur Zellentür und schlossen sie wieder.

"Bevor wir diese Zelle hier gemeinsam verlassen, solltest du noch ein paar Kleinigkeiten wissen.", sagte er. Er sprach mit Santoro als hätte er ihn zu einem Glas Wein eingeladen. "Dein Vater war eine Schande. Wäre er nicht gewesen, hättest du jetzt keine Probleme. Weil du gar nicht da wärst.", sagte er und gluckste dabei sogar auf. Doch dann wurde er wieder ernst. "Leonardo da Vinci sitzt eine Zelle weiter. Ich werde ihm später auch noch einen Besuch abstatten. Es schien ihm überhaupt nicht gut zu gehen.", er sprach so als hätte er Mitleid. Er hatte keines.

"Was deinen neuen Freund, den englischen Söldner angeht, so kann ich dir sagen, dass ich ihn vorhin grosszügig entlöhnt habe. Er hat seine Rolle perfekt gespielt. Oder, was glaubst du, wie ich sonst auf dein Treffen aufmerksam geworden bin?", sprach er weiter.
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: Zelle 1   3/4/2017, 10:37 pm

Freitag, 2. April 1480
22.01 Uhr
Luigi Rizzi und Rafael Santoro

Da war er wieder. Rafael versuchte, sich von den Ketten zu lösen, was natürlich unmöglich war. Auf ihn stürzen wollte der Assassine sich auf ihn und ihn eigenhändig erwürgen. Dieses widerliche Grinsen.... Rafael wäre im Stande dazu gewesen, ihm dieses aus dem Gesicht zu schneiden. Anschließend setzte der Ältere sich auf einen Hocker, den man ihm hinstellte. Eine zweite Fackel wurde entzündet, die man in dem Raum anbrachte und die beiden erstmal alleine ließ.
Nun begann er zu sprechen. Diese Stimme.. ja, sie weckten Erinnerungen, die Rafael als längst verloren geglaubt hätte. Wie Rizzi mit seinem Vater gesprochen hatte, als dieser voller Qualen starb. Es war ein furchtbarer Tod- und Rafael musste es mit ansehen.
"Ihr wagt es, von meinem Vater zu sprechen? Ihr, der meine Familie bedroht hat? Ihr, der dafür sorgte, dass uns Geld und Wasser ausging?" Bedrohlich war Rafael's Stimme und in diesem Moment war er sich selbst fremd. Er kannte zwar das Gefühl von Hass.. aber das hier schien etwas komplett anderes zu sein.
Und als er von Leonardo sprach, wurden dennoch seine Augen groß. "Ihr rührt ihn nicht an."
Aber was konnte er schon dagegen tun? Im Moment jedenfalls nichts. Aber er würde irgendwie rauskommen...Rafael hatte Leonardo versprochen, er stünde unter seinem Schutz.

"Ich glaube Euch kein Wort. Bell ist ein ehrlicher Mensch. Doch davon muss ich Euch ja nichts erzählen. Spart Euch Eure Geschichten."
Rafael konnte nicht mehr klar denken. Die Gefühle leiteten ihn. Aber trotzdem zweifelte er daran. Ob Rizzi Recht hatte und das war am Schluss doch nur alles ein Trick gewesen?´
Was erlaubte der Assassine sich, sich nur darüber den Kopf zu zerbrechen. Er hatte Francis Bell auf den Knien gesehen. Oder hatte dies ebenfalls zu dieser Vorführung dazugehört? Aber wieso sollte es das?
Und nun war Santoro sich nicht mehr sicher, was er überhaupt denken sollte. Vielleicht war das sogar Rizzi's Plan.
Der Jüngere von Beiden hatte sich so sehr vorgelehnt, wie er nur konnte. Dabei spürte er nicht einmal, dass die rauen Handschellen seine Handgelenke aufscheuerten. Die ganze Zeit hielt er mit Rizzi Blickkontakt.
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Zelle 1   4/4/2017, 10:39 am

Freitag, 2. April 1480
22.03 Uhr
Rafael Santoro / Luigi Rizzi

"Vom Glauben bist du schon lange abgefallen.", sagte er und er bedauerte es wirklich. Ungläubige Menschen oder solche, die ihr Leben der Wissenschaft verschrieben hatten, mochte Rizzi einfach nicht. Sie traten das Werk Gottes mit Füssen, spuckten auf Gottes Wort und machten ihn damit lächerlich. Rizzi konnte nicht verstehen, wie man derart vom Glauben abfallen konnte. Rizzi war weit davon entfernt zu denken, Dämonen oder der Teufel selbst könnte sich der schwachen Seelen angenommen haben. Das war dann doch zuviel des Guten. Aber Rizzis Leben basierte darauf, dass er alles, was er tat, für oder wegen Gott tat. Jede seiner Handlung wurde also von Gott gutgeheissen. Und Rizzi wusste, dass er auch solche unangenehmen Dinge wie das Töten Unschuldiger in Kauf nehmen musste um das grössere Übel, die Assassinen, auszurotten. Es war aber schlussendlich der Plan Gottes. Und der Plan der Templer, zu denen Rizzi gehörte. Mit Leib und Seele.

Schweigend betrachtete er den jungen Mann, dem er das 'Euchen' verwehrte, der angekettet vor ihm stand und sich fast die Arme auskugelte um möglichst nah an Rizzi zu gelangen. Ein erbärmliches Bild. Rizzi erfüllte es aber mit grosser Freude, die er Santoro aber nicht zeigte. Dann, ganz unvermittelt, stand er auf, griff nach Santoros Kinn und drückte seine Finger in dessen Wangenfleisch.
"Vielleicht bestrafe ich dich etwas weniger wenn du mir Namen weiterer Assassinen nennst. Ich überleg es mir noch.", sagte er freundlich und lächelte. Dann liess er ihn los, stand auf und trat zur Zellentür, wo man ihm bereitwillig öffnete. Dort sah er einen der Wachen an. "Bringt ihn in die Folterkammer.", befahl er. Während zwei Wachen hineintraten, den Hocker zur Seite stellten und sich um die Fesseln von Santoro kümmerten, blieb Rizzi im Türrahmen stehen und sah zu Santoro zurück. Sein Blick war undefinierbar, etwas finster und überheblich. Sein Lächeln dagegen war geradezu warm und freundlich. Rizzi gab ein trügerisches Bild von sich.
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: Zelle 1   4/4/2017, 11:06 am

Freitag, 2. April 1480
22.05 Uhr
Luigi Rizzi und Rafael Santoro

Rafael gab keine Antwort zu der ersten Bemerkung von Luigi. Er hatte Recht aber was kümmerte es Rafael? Für ihn war Gott nur eine Erfindung, um für gebrochene Menschen einen Ausweg zu finden, alles in Frage zu stellen, was sie taten. Seine Taten als Sünde hinzustellen war nichts mehr als eine Ausrede, um nach einer Beichte wieder so leben zu können, als wäre nie etwas gewesen. Und selbst wenn ein Gläubiger tötete, bekam er keine andere Strafe als ein Nichtgläubiger. Es waren Geschichten, als wären die Menschen Kinder, die alles glaubten, was man ihnen sagte.
An den Templern sah man ja, was die Kirche mit einem machen konnte. Sie waren so vernarrt, dass sie wirklich glaubten, dass ihr Weg der richtige sei.

Rizzi stand von dem Hocker auf, um anschließend die Finger an Rafaels Wangen zu versenken. Nicht einmal dann sah er weg. "Ihr werdet keinen Ton aus mir herausbekommen."
Dieser Mann war durch und durch falsch. Wieso zeigte er nicht sein wahres Gesicht? Oder hatte er noch mehr zu verbärgen? Sein Vater hatte recht gehabt, als er damals sagte, dass dieser Mann ein guter Schauspieler war und eigentlich auf eine Bühne gehörte.
Das Luigi nun die Folterkammer erwähnte, überraschte den Assassinen nicht. Egal, was Rizzi versuchte: Niemals würde Rafael seine Freunde verraten.

Anschließend wurde er von den Ketten losgelassen, um ihn anschließend die Arme hinter dem Rücken zu fesseln. Die Wache hielt ihn fest, während er immer weiter und weiter nach unten gebracht wurde und sie letztendlich die Folterkammer betraten. Nein, er würde sich nicht einschüchtern lassen. Nicht mal bei dem Anblick der Werkzeuge...

tbc: Folterkammer
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Zelle 1   9/4/2017, 10:49 pm

Freitag, 2. April 1480
Abends
- erneut in der Zelle -

Nein. Vorbei war es nicht. So wie es sich Rafael in seiner Wut und Verzweiflung geschworen hatte. Es ging tatsächlich weiter, allerdings erst einmal so, dass es aussah als hätte vorallem Rizzi den Sieg errungen.

Rizzi liess die Zellentür öffnen und er trat ein, dabei stellte er wieder einen Hocker in die Zelle. Er blickte auf Santoro, der an der Wand gefesselt war. Der Verband, der ihm sehr sorgfältig angelegt wurde, war bereits wieder blutig. Santoro schien aber bei Bewusstsein zu sein auch wenn er wirkte als wäre er es nicht.
"Dein Finger liegt vor den Füssen deines Freundes da Vinci. Wenn du mir bis morgen Mittag keinen weiteren Assassinen nennst, der bei deinem kleinen miesen Treffen dabei war, wirst du morgen einen Finger von da Vinci erhalten. Ich bin mir nicht sicher ob er die Trennung eines seiner Gliedmassen so gut hinnimmt wie du es tust, Santoro. So unglaubich stur und stolz und der Überzeugung, eisernes Schweigen würde dich zum Erfolg bringen.", sagte er und schüttelte dann seufzend den Kopf. Er setzte sich auf den Hocker und beobachtete Santoro.
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: Zelle 1   10/4/2017, 5:20 pm

Freitag, 2. April 1480
Abends
- cf: die Folterkammer -

Zuerst realisierte Rafael nicht, dass er erneut Besuch bekam. Er wollte erst gar nicht aufsehen, denn ihm war es egal, wer es war. Erst, als der Hocker ihm gegenüber gestellt wurde und er wieder das selbe Schuhpaar erkannte, welches Luigi Rizzi trug und dieser anschließend wieder zu sprechen begann, sah der Jüngere auf. Seine ganze Konzentration war auf die zwei Wunden fokusiert. Derartige Schmerzen wie die an der Hand hatte er noch nie gespürt.
Wie er die Stimme des Templers hasste. Immer noch blickte er zu Boden und richtete erst seinen Blick, langsam und müde auf den Mann vor ihm, als er zu sprechen begann. Er sollte Namen nennnen? Die Drohung, da Vinci ebenfalls einen Finger abzutrennen, gefiel dem Assassinen natürlich überhaupt nicht. Aber er hoffte, dass der Künstler es verstand, falls ihm trotzdem ein Leid geschehen sollte. Der Assassinenorden verlangte, dass man sich im schlimmsten Fall opfern sollte. Darüber hinaus würde Rafael sowie so lieber sterben, als seine Freunde zu verraten.
"Drohen konntet Ihr schon vor 18 Jahren ausgezeichnet, Rizzi. Und von Erfolg müsst Ihr nicht sprechen. Wie eine Ratte seit Ihr weggerannt, wenn ich kurz davor war, Euch zu finden. Euren Titel als Feigling habt ihr Euch deshalb schon lang in meinen Augen angeeignet." Er sog die Luft schmerzhaft ein, die von seiner verletzten Seite auskam, um anschließend fortzufahren: "Lasst da Vinci gehen. Ich bin der Einzige, den Ihr leiden sehen wollt." Seine Stimme war langsam und man hörte, wie er unter den Schmerzen litt.
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Zelle 1   11/4/2017, 4:02 pm

Freitag, 2. April 1480
Abends

"Ich freue mich, dass du mir einen Titel verleihst. Somit bin ich dir wieder ein Stück voraus. Wie immer.", sprach er und beugte sich dann vor. "Hast du tatsächlich gedacht, du könntest mich zur Strecke bringen? Nicht einmal dein Vater hatte das geschafft! Und auch nicht seine Freunde und Verbündete. Und jetzt sitzt sein Sohn vor mir angekettet in der Zelle, weint wie ein kleines Kind und trauert seinem verlorenen Finger nach."

Rizzi setzte sich wieder gerade hin, beobachtete Santoro eine Weile und schnaubte dann. "Wie du willst, Santoro. Du wirst noch lange nicht sterben. Dafür werde ich schon sorgen.", sagte er drohend und stand wieder auf. Er würde die Überführung nach Rom vorbereiten. Je schneller desto besser. Rizzi konnte Florenz nichts abgewinnen und er wollte zurück in seine Heimat.
Trotzdem hoffte er noch, dass man weitere verbündete Assassinen auffinden konnte. Er wollte nicht nur Santoro mitnehmen. Er wollte einen Erfolg verbuchen. Leonardo da Vinci war weder Assassine noch ein Erfolg. Er zählte also in Rizzis Augen überhaupt nichts.
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: Zelle 1   11/4/2017, 7:27 pm

Freitag, 2. April 1480
Abends

Als Luigi Rizzi sich vorbeugte und abermals den Vater in dieses Thema zog, konnte Rafael seine Wut natürlich nicht erneut verbergen. "Ihr scheut Euch vor nichts. Ich zweifel nicht einmal daran, dass ihr weiteren Männern die Kehle vor den Augen anderer Kinder aufgeschlitzt habt. Seht Euch doch nur an.", abwertend sah Rafael ihn von Kopf bis Fuß an. "Ein Mann wie Ihr werdet an einem schlimmeren Tod sterben, als ich es werde. Ihr solltet Euch nicht so sicher sein, dass Euch noch weiter so viel Glück gebührt, wie ihr bisher hattet. Irgendwann gibt es immer einen Wendepunkt. Auch bei Euch.", fauchte er und lehnte sich weiter nach vorn, um ihm besser in die Augen sehen zu können. Wie ein blutlüsternen Hund, welchen man an eine Kette festgebunden hatte.

Doch Luigi richtete sich auf, mit den Worten, dass Rafael nicht sterben würde. Und diese Worte hallten noch lange in seinem Gedächtnis wieder. Als würde man es ihm verbieten. Aber egal, was er noch über sich ergehen lassen würde: die Männer, die sich ihm angeschlossen hatten, würde er auch nicht verraten. Niemals!
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Aguilar de Nerha
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BeitragThema: Re: Zelle 1   20/5/2017, 9:46 pm

2. April 1480
Nachts

Aguilar lief nicht durch die Schatten, er war ein Schatten. Seine Kleidung war dunkel und rau wie der Stein, sein Gesicht so kalt wie das Metall der Gitter. Seine Stiefel, dessen Sohlen von einem speziellen Leder waren, schmiegten sich wie die Schritte eines Panthers auf den Boden und lösten sich genauso lautlos davon. Er kam an einigen Zellen vorbei, aber Aguilar wusste nur von einem Insassen, deshalb blieb er vor nur einer Zelle stehen. Ganz nah an den Stangen blieb er stehen, lautlos. Er konnte die Kühle des Eisens spüren als er seine Brust sanft anlehnte und sein Gesicht knapp davor schwebte. Ein langer Atemzug folgte.
Seine Augen hatten sich bereits an die Dunkelheit gewöhnt, jedoch dauerte es noch einen Moment, bis er die Gestalt entdeckt hatte. Rafael Santoro.
Es wäre Aguilar ein leichtes gewesen, das Schloss der Tür zu knacken, einer Wache den Schlüssel abzunehmen oder einer Wache den Schlüssel abnehmen und dann dennoch das Schloss kacken, aber es war nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Aguilar spürte es, er wusste es- heute Nacht war nicht die Nacht.
"Wir arbeiten im Dunkeln um dem Licht zu dienen." zischte er in die nächtliche Dunkelheit der Zelle. Das sollte seinem Bruder erklären, wer da war, von dem Akzent ganz zu schweigen, ohne, dass Aguilar seinen Namen zu nennen hatte. Das könnte schlecht ausgehen. Also so- schlicht aber genial.
Der Spanier hatte seine Kapuze aufgesetzt, er zog sie nun langsam hinab um sich zu offenbaren. Santoro musste lange im Dunkeln gehockt und seine Sinne geschärft haben.
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Rafael Santoro
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Spieler : Nessie

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BeitragThema: Re: Zelle 1   20/5/2017, 10:12 pm

2. April 1480
Nachts

Diese Nacht war einer der schlimmsten, die Rafael Santoro jemals durchleben musste. Noch immer hing er an den Eisenketten und hatte das Gefühl in den Handgelenken schon längst verloren. Dem Gefühl der eingeschlafenen Beine ganz zu schweigen. Sein abgetrennter Finger pochte inzwischen wie wild, als befände sich nicht in seiner Brust, sondern in seiner Hand das Herz. Seine Stirn war nass, sein Haar getränkt von Schweiß. Seine Augen die meiste Zeit geschlossen, als könne er so diesen elenden Schmerz einfach vergessen. Und sein Atem ging noch immer schwer, als könne er diesen Verlust einfach wegpusten. Aber so einfach ging. das nicht.

In einer Ecke scharrte eine Ratte herum und war zwischenzeitlich bei Rafael vorbeigekommen, in der Hoffnung, etwas Nahrung dabei ergattern zu können. Selbst, wenn sie an dem Assassinen herumknappern würde, wäre ihm das egal gewesen. Er hatte sich nie Gedanken darüber gemacht, ob es schlimmer war, langsam unter Qualen- oder schnell zu sterben, jedoch als Verräter. Wie konnte er sich nur soetwas durch den Kopf gehen lassen? Er war ein Assassine. Ein Ordensbruder! Zweifelte er etwa daran, nicht durchhalten zu können?
Auch seine Gelenke fühlten sich schmerzhaft an. Wie ausgeleihert durch die Streckbank und er war sich nicht einmal sicher, ob er davon erhebliche Schäden davontrug.
Wüsste er doch nur, wie es Leonardo da Vinci ginge... Ob er ebenfalls das Selbe durchlebt hatte wie Rafael?

Sein Kopf lehnte er gegen das raue Gestein, als sein Gehör etwas vernahm. Im Gang war es dunkel. Keine einzige Fackel brannte. Erst, als er diese Worte hörte und den Akzent, der dies umhüllte, öffnete er die Lider und blickte mit seinen Adleraugen zu seiner linken. Aguilar!
Santoro wollte sich bewegen, doch das erste, leise Klappern der Ketten verriet ihm, dass dies nun nicht die beste Idee sei.
"Nichts ist wahr, alles ist erlaubt.", drangen die Worte über seine Lippen, als wäre dies der einzige Strohhalm, an welchen er sich noch festhalten konnte.
"Aguilar...Sie halten da Vinci fest." Dabei atmete er schwer aus, zitternd, so als ob er fror. Doch seine Stimme war leise und kratzig, seine Worte langsam. Nicht nur, weil er schwach war, sondern auch wegen seines Ordensbruders.
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Aguilar de Nerha
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BeitragThema: Re: Zelle 1   21/5/2017, 4:57 pm

2. April 1480
Nachts

Aguilar hörte den Geräuschen zu und konzentrierte sich genau darauf, wie sie zusammenhingen, wie sie erklangen, wie Geräusch auf Geräusch reagierte wie ein Zahnrad. So schaffte er es, Santoros Bewegungsablauf zu rekonstruieren und ob der angestrengten Stimme konnte er sich auch sicher sein, dass alles unter Schmerzen geschah. Santoro musste geholfen werden. So bald wie möglich.
"Sí." kommentierte er Santoros Satz. "Hermano Filangieri kümmert sich um Señor Da Vinci." erklärte er dann und betrachtete die Silhouette im Dunkeln. Er brach das Schloss und trat ein, löste einen wassergefüllten Tiermagen von seinem Gürtel und half ihm, davon zu trinken. Die letzten Tropfen benutzte Aguilar um Rafaels Handgelenke zu befeuchten. Ihm fiel das Fehlen eines Fingers auf und er murmelte "Ein richtiger Assassine, jetzt." als er den Tiermagen an seinem Gürtel befestigte.
Aguilar war mit zwei geschickten Schritten bei der Ratte und hob sie auf, ließ sie auf seinen Arm krabbeln und bemerkte, wie sie sich ängstlich festkrallte. Er würde sie in Florenz' Straßen wieder aussetzen, sie sollte Rafael nicht anfallen, hungrig waren sie wohl hier. "Morgen holen wir Euch hier heraus." versprach Aguilar und kehrte zu seinem Bruder zurück, speiste ihn von einem Leib Brot und zog sich dann zum Gitter zurück. "Heute ist noch nicht der Tag." gab er bedauernd zu. "Halt durch."
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: Zelle 1   21/5/2017, 5:35 pm

2. April 1480
Nachts

Rafael blickte mehr auf, als Aguilar de Nerha davon sprach, sie wären zu zweit hier. "Filangieri? Ihr seid zusammen hier?" Rafaels Worte wurden schneller, als Aguilar schließlich die Tür brach und zu dem Geketteten hinüberging, um ihn  Wasser zu geben. Es war gut zu wissen, dass es Aguilar geschafft hatte und ebenfalls gut zu wissen, dass auch Filangieri in Sicherheit war. Gut tat das Nass in seinem Mund und würde den Assassinen für eine Weile stillen. Noch immer brannte der Durst auf seiner Zunge, doch war er äußerst dankbar für diese Tat des spanischen Ordensbruders. Wortlos spürte Rafael anschließend das Wasser an seinen Handgelenken, als er de Nerha's Worten lauschte und nun kraftlos lachen musste. "Rizzi weiß, was Ordnung bedeutet.", entgegnete er darauf und lehnte sich zurück an das Gestein der Mauer, während Aguilar nun hinüber zu dem Tier schritt.

Rafael Santoro war zutiefst froh, ein bekanntes Gesicht zu sehen. Es beruhigte ihn ebenfalls, zu wissen, dass sich um Leonardo gekümmert wurde. Zu gern wäre er mitgegangen und es war eine große Bürde, zu wissen, hier warten zu müssen. Doch er nickte auf die Worte des Assassinen, auch wenn dieser es vermutlich nicht erkennen konnte. Das Brot ließ er sich von ihm geben und aß ein paar Brocken, gierig, um anschließend zu antworten: "Habt Ihr die anderen gesehen? Ezio, den Dieb und den Engländer?" Seine Stimme war nun wieder etwas langsamer und er fühlte sich gestärkt an. Vielleicht wegen dem Wasser, vielleicht aber auch zu wissen, dass de Nerha da war und Filangieri, der sich um da Vinci kümmerte. "Könnt Ihr da Vinci hier herausholen? Er soll nicht länger hier bleiben. Rizzi's Tricks sind schmutzig, um zu erfahren, wer im Gastkeller anwesend war."
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Aguilar de Nerha
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Spieler : Leo

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BeitragThema: Re: Zelle 1   21/5/2017, 7:22 pm

2. April 1480
Nachts

"Shush!" antwortete er hart und verweigerte ihm das Wasser, bis er sich beruhigt hatte. "Er ist nicht da, er wird später offiziell erscheinen." verriet er dann und ließ ihn trinken.
Aguilar kümmerte sich gewohnt ruppig, routiniert um seine Arbeit. Aber er war bei Rafael und achtete, ihn nicht zu verletzen und zu entlasten- eben genau, was seine Mission war. Und sein Wunsch.
Rizzi also... Das musste der Verrückte sein, über den sie gesprochen hatten. Plötzlich erschien diese Sicherung und die morgen folgende Rettung viel wichtiger, viel bedeutungsstärker. Wie ein Knoten in einem Spinnennetz.
"Wartet bis Morgen, Ihr werdet nicht bereuen." Oder, wie man in Spanien sagte: "A todos les llega su momento de gloria." Jeder bekam seinen Auftritt.
"Vertraut mir, ich sorge dafür, dass es meinen Brüdern gutgeht." sagte er dann und drückte ihm das Brot entgegen. "Esst mehr! Ich weiß nicht, wann die Wachen kommen!" Aguilar war geschlichen, hatte die Toten auf ein Minimum beschränkt. Er nickte dann, als Versprechen den Künstler zu befreien. Und Santoro auch.
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: Zelle 1   21/5/2017, 7:42 pm

2. April 1480
Nachts

Aguilars Bemerkung war genug um zu wissen, dass Rafael wieder ruhiger werden musste. Das Filangieri nicht da war, ließ den Braunhaarigen etwas enttäuschen. Er musste mit ihm sprechen. Und zwar dringend. Vielleicht war er es, der bereits schon mehr wusste und dafür sorgen konnte, dass da Vinci endlich hier rauskam. Aber er müsse sich wohl noch etwas gedulden und als Rafael sich wieder beruhigt hatte und stiller wurde, bekam er auch wieder zu Trinken.

"Ich danke Euch, Aguilar. Der Orden braucht so jemanden wie Euch.", sprach Rafael nun ruhig und blickte zu dem Älteren von beiden. Er legte jetzt seine gesamte Hoffnung in dessen Hände. Denn was konnte er hier schon tun? Außer den Mund gegenüber Rizzi zu halten, natürlich. In dem Moment wusste er wieder, dass er Folter über sich ergehen lassen musste. Das war im Moment das wichtigste, was er tun musste. Mund halten und den Schmerz über sich ergehen lassen. Es konnte nur noch schlimmer sein.
Nach der kurzen Stille, nachdem Aguilar sagte, er solle mehr essen, blickte Rafael auf, da er meinte, im Flur etwas gehört zu haben. Das Brot rutschte ihm nur noch schwer den Hals hinunter. Saugte den letzten Rest des Wassers auf, welcher seine Kehle befeuchtet hatte. Dennoch war er dankbar. Essen hieß, dass man verlorene Energie zurück bekam. Und die bräuchte er vermutlich am nächsten Tag noch mehr, als diesen Abend, als der Kampf mit den Templern am Gastkeller begann.
Das hier war nicht das Ende, es war der Anfang.
Doch de Nerha glaubte er. Morgen wäre er wieder ein freier Mann, würde Rizzi suchen und ihn töten, so wie er es hätte schon als 17 jähriger Junge tun sollen, als der Tod über seinen Vater hereinbrach und er ab diesem Zeitpunkt das Hassen lernte.
"Ihr müsst gehen, de Nerah. Ich bin euch dankbar und werde es ab morgen für alle Zeit sein, sobald ich frei bin.", murmelte er und blickte wieder zu der leicht geöffneten Kerkertür, hinter der schon ein Lichtakzent zu vernehmen war.
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Aguilar de Nerha
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Spieler : Leo

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BeitragThema: Re: Zelle 1   21/5/2017, 8:07 pm

2. April 1480
Nachts
Aguilar war zufrieden, als Rafael sich schnell beruhigte. Natürlich tat er das besonders schnell, da ihm das Wasser verweigert wurde, hätte er aber länger gebraucht, dann hätte der Assassine etwas anderes finden müssen. Jede Sekunde war wertvoll, jeder Augenschlag, jeder Schluck konnte der letzte sein. Raus käme Aguilar zwar selbst mit Wachen im Gang, aber das Wasser könnte nicht mehr überbracht werden und das Brot nicht gegessen. Denn nach einer Flucht durch den Gang musste es eine Flucht bleiben, er konnte nicht zurück und Rafael zu ende speisen.
"Der Orden hat jemanden wie mich." zischte Aguilar dann und schmunzelte, eh er die Flasche wieder weghängte. "Aber wir können nicht auf jemanden wie Euch verzichten."
Er gab Rafael dann Brot und auch er hörte die Geräusche. Also machte er sich eiliger daran, ihm das Gebackene zu geben und als er das Licht sah wusste Aguilar, dass es zu spät war. Er drückte sich an die Wand, nah der Gittertür und wartete. Er würde die Wache umbringen, würde sie mitnehmen und verstecken. So käme er hier weg und "Ich nehme mir noch ein Souvenir mit!" er hatte leise geflüstert, aber die Schritte wurden Schneller, die Wache hatte ihn gehört und würde sich nach der Stimme erkundigen. "Santoro?" schallte ihre Stimme hervor. "Redet Ihr mit Euch selbst?"
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: Zelle 1   21/5/2017, 8:25 pm

2. April 1480
Nachts

Rafael wusste zu gut, wann er ruhig sein sollte und wann nicht. Einer dieser Schwächen hatte sein Maestro ihn damals abtrainiert und dennoch blieb noch etwas von dieser unruhe hängen.
"Verzeiht.", entgegnete er auf Aguilars Kommentar. "Meine Gedanken sind so schwarz wie diese Räume.", erklärte er noch, nachdem der Assassine dies von sich gegeben hatte.

Als das Licht immer größer wurde und der Schatten einer Wache zu erkennen war, ging de Nerah in Position. Doch es war zu spät. Als Aguilar gesprochen hatte, kam der Wachmann an der Zelle an. Zu seinem Glück erkannte er nicht, dass die Tür nur leicht offen stand und Rafael blickte direkt zu ihm, um seinen Ordensbruder nicht zu verraten. Das warme Licht des Feuers blendete ihn dennoch und ließ seine Augen nässen. "Hier ist es einsam. Säßet Ihr hier, würdet Ihr es verstehen.", antwortete dieser dem Mann, der ihn misstrauisch durch das Gitter anblickte. Eine Weile dauerte es, bis dieser sagte: "Verliert nicht den Verstand, Santoro. Rizzi will klare Worte von Euch hören."
Mit diesen Worten ging er anschließend weiter und das Licht wurde kleiner.
Rafaels Blick ging zu Aguilar rüber und er meinte: "Wird er zurückkommen, wird er nicht ganz so viel Glück haben."
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Aguilar de Nerha
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BeitragThema: Re: Zelle 1   21/5/2017, 9:36 pm

2. April 1480
Nachts

Aguilar schüttelte nur den Kopf, legte einen Zeigefinger an die Lippen. Es waren keine Worte mehr vonnöten. Jetzt ging es nicht ums Reuen oder Freuen. Es ging hier um Rafaels Überleben, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussah. Aguilar war verwundert, dass man den Assassinen nicht auf der Stelle getötet hatte, hatte man das doch bei ihm versucht. In Italien war das Rechtssystem sicher nicht sehr anders, aber wie war er nun dem Feuer, dem Strick oder der Klinge entkommen?
Das waren Fragen, die keine Zeit hatten, und so merkte Aguilar sie sich, sprach sie aber nicht aus.
Es würde auch zu lang dauern, sie jetzt zu übersetzen.
Aguilar folgte dem Gespräch, dass sich ereignete stumm und biss sich auf die Lippe, betrachtete seinen Bruder, bevor die Schritte langsam verschwanden. Aguilar betrachtete ihn. "Er wird nicht zurückkommen." Damit huschte er hinaus in den Schatten. Stille folgte, dann kam das Licht im Gang wieder her, zeigte die geisthafte Silhouette von Aguilar. Er hatte die Wache über eine Schulter gelegt, sie war schlaff, tot. Der Spanier sah Santoro direkt an. "Die andere Wache wird bald da sein. Pass auf dich auf. Kann ich noch etwas tun?"
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: Zelle 1   21/5/2017, 9:48 pm

2. April 1480
Nachts

Rafael's Augen waren dank dem Licht des Feuers nicht mehr an die Dunkelheit gewöhnt. Er vernahm mit seinem feinen Gehör die Schritte, die sich aus der Zelle entfernten und Augilar verschwand. Rafael wusste, er würde zurückkommen und so geschah es auch. Der tote Körper einer der Wachen hing wie ein Mehlsack über die Schulter des Älteren und die Fackel erhellte wieder die halbe Kerkerzelle, sowie Rafael selbst.

Sein Blick ruhte auf der Leiche und als Aguilar wieder das Wort erhob, leise, glitten seine Augen zu dessen Gesicht auf. "Ihr habt schon genug getan, Bruder. Doch schließt die Tür, bevor Ihr geht.", murmelte Rafael Santoro leise und nickte dankbar. Er stand in Aguilars Schuld.
Ja, das tat er.
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: Zelle 1   28/6/2017, 10:26 pm

Sonntag, 4. April 1480
früher Nachmittag
Luigi Rizzi und Rafael Santoro


Schon jetzt schwanden jegliche Gefühle für Raum und Zeit. Meist war es dunkel in der Zelle, in welcher Rafael Santoro angekettet war. Nur zu einer bestimmten Uhrzeit fiel ein Sonnenstrahl in die Zelle und fiel knapp vor Rafaels Füßen auf den Boden. Sobald dies geschah, setzte er sich beinahe eilig so hin, dass seine Zehen das warme Licht berührten und diese, wenn auch nur für ein paar Minuten, wärmten.
Jämmerlich war sein Aussehen. Von dem verlorenen Finger hatte er sich schnell erholt- Der Wunde am Bauch mit dem verdreckten Verband ganz zu schweigen. Die rauen Armfesseln rieben das Fleisch seiner Handgelenke auf, so dass diese sich bereits so fühlten, als wären sie eingeschlafen.
An den Geruch des muffigen Strohs unter ihm hatte er sich schon bald gewöhnt. Doch nicht an den Durst, mit dem er sich abplagen musste.

Aguilar hatte gesagt, er käme, um ihn hier herauszuholen. Rafael konnte nicht mehr machen, als sich Gedanken zu machen, ob ihm wohl etwas geschehen sei. Oder ob er Verzögerung hatte und die Rettung schon heute erfolgte. Ob Leonardo da Vinci noch hier war, wusste er nicht. Und auch Rizzi hatte sich schon länger nicht mehr blicken lassen.
Vielleicht hatte er vor, Rafael hier sterben zu lassen. Ein Grinsen schlich sich auf seine Wangen, denn konnte er sich dies ziemlich gut vorstellen. "Dieser Sohn eines Hundes...", zischte er leise und blickte dabei den dünnen Lichtstrahl an, der seine Füße berührte.
Wenigstens ein kleiner Teil vom Leben, der hier hereinfand. Die Wachen kamen zwar ab und zu mal vorbei, doch gingen sie genauso schnell wieder. Brot hatte man ihm schon lange keins mehr gegeben und er war froh darum, dass Aguilar ihm diese kleine Freude bereitet hatte.

In tiefe Gedanken musste der Assassinenmentor gefallen sein. Denn das ohrenbetäubende Quietschen der Kerkertür ließ ihn aufsehen. Zu erkennen gab sich der schwarzhaarige Templer. Verbissen blickte Rafael seinen Feind aus jungen Jahren an und zog dabei die Füße zurück, die er gerade noch aufgewärmt hatte.
"Und ich dachte, Ihr hättet mich vergessen...", scherzte er, jedoch mit immer noch ernster Miene.
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Zelle 1   29/6/2017, 10:35 am

Rafael Santoro

"Wie könnte ich dich je vergessen?", fragte er Santoro mit einem arroganten Lächeln, dass er in der düsteren Zelle zeigte. Eine Wache, die nach ihm eintrat, steckte eine Fackel in eine Halterung und der Raum erhellte sich. Rizzi sah zufrieden zu, wie Santoro die Augen zusammenkniff weil sie diese Helligkeit nicht mehr gewöhnt waren.

Nach dem gestrigen Empfang bei Torrino war die Nacht recht kurz gewesen. Rizzi hatte vor seiner Abreise noch einiges zu tun und zu organisieren. Unter anderem musste auch die Überführung Santoros nach Rom gut geplant sein. Er wollte vermeiden, dass der Assassine unterwegs verstarb. Rizzi musste also notwendigerweise jemanden in seinem Zug dabei haben, der sich mit einfacher Heilkunde auskannte. Zudem musste er Hannigan einweihen. Aber das könnte er am Tag der Abreise machen. Eine Reiseinformation würde der englische Adelsmann ohnehin noch erhalten, schliesslich musste auch er Vorkehrungen treffen. Rizzi musste sich eingestehen, dass er sich selten auf eine Reise wie diese gefreut hatte. Dass er sich überhaupt freute war ungewöhnlich und drei Gefühlregungen zuzurechnen:
Gemütlichkeit - dafür stand Shane Hannigan, der mit seiner ernsten, trockenen und sehr vornehmen Art für eine angenehme Reise mit klugen Gesprächen, gleichen Interessen und zurückhaltender aber nicht schweigender Geselligkeit sorgen würde.
Neugier - dieses Gefühl schrieb er Barbara Gonzaga zu und es bedurfte keiner weiteren Erklärung. Er verbot sich weitere Gedanken, liess seine Gefühle, die sie allmählich in ihm hervor zu rufen vermochte, zu. Und er empfand dabei weder Reue noch Scham.
Genugtuung - Rafael Santoro. Der Assassine. Zerschlagen, gefangengenommen, gefoltert. Rizzis grösster Triumph lag in seiner Hand und er musste die Finger nur fest darum schliessen und ihn zerdrücken. Dieses berauschende Gefühl von Macht, List und Rache wirkte in Rizzi wie ein Aufputschmittel.

"Willst du immer noch nicht sagen, wer noch dabei war? Deine Freunde sind bis jetzt nicht gekommen um dich herauszuholen. Niemand hat sie bisher gesehen. Die Wachen wundern sich bereits über die Ruhe in der Stadt.", sprach er und lief in der Zelle ein wenig herum. Er hielt Abstand damit Santoro ihn nicht anspucken konnte. Santoro sah kränklich aus und Rizzi wollte sich nicht bei ihm anstecken. "Vielleicht sind sie alle tot.", sagte er und blieb stehen. Dann nickte er einer Wache zu. "Ich habe versprochen, dir jeden Tag einen Finger zu nehmen. Ich halte mich natürlich an meine Versprechen, Santoro. An all meine Versprechen.", sagte er und grinste selbstgefällig. Die Wachen traten an Santoro heran, lösten die Ketten an den Ringen im Mauerwerk und hievten ihn hoch. Santoro war geschwächt und das Laufen würde ihm wohl Mühe bereiten. Das machte nichts. Sie griffen ihm zwar unter die Arme aber wenn er seine Beine nicht bewegte, schliffen sie ihn einfach runter in die Folterkammer. Rizzi hatte für heute zwei Folterungen angesetzt und der junge Henker wartete bereits. Rizzi war nicht ganz zufrieden mit dem jungen Burschen aber solange er tat was Rizzi wollte, war diese Sache egal.

--> geht zu Folterkammer
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: Zelle 1   29/6/2017, 11:50 am

Eine Fackel wurde entzündet und brachte Rafael Santoro zum blenden. Für längere Zeit musste er die Augen ganz schließen und blinzelte dann, bis er sich irgendwann völlig daran gewöhnte. Wenn man im Dunkel saß für längere Zeit, gewöhnte man sich daran. Man sah Dinge, die vorher verborgen blieben.
Auf das Gesicht von Rizzi jedoch hatte er sich wenger gefreut. Wer konnte es ihm auch verübeln?

Das schlimmste an der ganzen Sache war: Rafael wusste nie, wie ihm geschah. Ob Rizzi etwas größeres mit ihm vorhatte oder ihm tatsächlich alle Finger absäbelte, ihn gar Stück für Stück auseinander nahm.
Er versuchte sich genauestens daran zu erinnern, ob er in der Vergangenheit, in jungen Jahren, irgendetwas übersehen hatte. So lange hatte er Rizzi hinterher gejagt und dennoch wusste er nicht, wer dieser Mensch war. Wie er dachte, was er vorhatte.
Und es bereitete ihnen ein mulmiges Gefühl, dass dieser Mann mehr über den Assassinen wusste, als andersrum. Wieso jetzt? Wieso wunderte er sich darüber? Er hatte sich doch immer darauf einstellen können.
Wie viel wusste er? Schlucken musste er bei dem Gedanken, ob er von Serena wusste. Denn Rafael hatte nie über sie gesprochen. Zu niemanden. Niemals wollte er sie in Schwierigkeiten bringen. Er konnte nur darauf hoffen, dass sie noch immer in Venedig war.

"Ich werde nichts sagen.", sprach er und blickte dabei auf die Wand gegenüber, als wäre er ein stures Kind. Dass Rizzi nicht so nah an ihn ran ging wie die letzten Male, war ihm nicht entgangen. Und es amüsierte ihn. "Vielleicht sind sie das.", sprach er nun und sah dann zu dem Templer. "Es wäre ein großer Verlust...", fuhr er fort. Ob Aguilar lebte? Und Federico? Er wünschte sich zwar, aus diesem Albtraum zu entkommen, doch würde er es hinnehmen. Selbst, wenn man ihn nicht mehr befreite: dies hier war seine Bestimmung. Und für das Kredo würde er es über sich ergehen lassen.
"Kein Wort wirst du aus mir herausbringen. Die Finger kannst du mir nehmen aber es wird dir nichts bringen."
Musste er ihn etwa noch einmal drann erinnern? An die Zeit, als Luigi seinen Vater tötete und es ihm seither nicht gelang, auch den Sohn umzubringen? Natürlich wollte er Namen und dafür wollte er, dass Rafael litt. Aber wäre es nach dem Assassinen gegangen, wäre Rizzi schon längst nicht mehr am Leben. Sein Durst nach Rache war noch immer groß.

Als die Wachen herantraten und ihn von den Armfesseln löste, hatte er Schwierigkeiten aufzustehen. Er versuchte, schritt zuhalten, doch wurde er einige Male mitgezogen. Über die Wunde am Bauch hatte sich schon eine Kruste gelegt, doch fühlte es sich an, als würde diese wieder durch das Aufstehen aufgerissen werden. Sie juckte bereits, heilte ab. Genauso wie die Stelle juckte, an der sich sein kleiner Finger befunden hatte. Nun wusste er, was auf ihn zukam. Er kannte den Schmerz bereits.

Unten angekommen wartete dort auch schon an der Folterkammer der Blondschopf, der ihn ebenfalls musterte. Er wirkte nicht mehr so unsicher wie am ersten Tag. Von ihm aus war es nur recht, dass ein Assassine im Kerker saß. Andererseits war es ihm nicht recht, ihn foltern zu müssen. Auch noch auf eine Art und Weise, die sein Vater ihm nie beigebracht hatte.
Die Wachen platzierten Rafael auf einen Stuhl, wo der Henker ihn an den Handfesseln festband.
Dem Assassinen war nicht entgangen, dass man in einem kleinen Ofen Feuer entfacht hatte und dieses schon sehr lange brennen musste. Denn die Hitze im Raum war stark. Doch länger konnte er die Feuerstelle nicht betrachten, denn haftete sein Blick nun auf Rizzi.

---> geht zu Folterkammer
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: Zelle 1   4/7/2017, 10:52 pm

kommt von ---> die Folterkammer

Sonntag, 4. April 1480
früher Nachmittag
Luigi Rizzi und Rafael Santoro

"Es ist erst vorbei, wenn einer von uns beiden tot ist.", gab Rafael Santoro von sich, als würde er etwas widerliches ausspucken... Eine Krankheit, die er nicht weiter bei sich behalten konnte, die einfach raus musste. "Es ist keine Schande, sich auf den Tod vorzubereiten. Du solltest dies ebenfalls ausprobieren." Sein leichtes Grinsen konnte er nicht verkneifen. Als ob er, der Gefangene, seinen Peiniger über die Schulter schwingen wollte. Eine Abwehrreaktion der Gefühle? Vermutlich. In ihm ging so viel Schmerz herum. So viel Enttäuschung, Angst und eine Prise Selbsthass, dass irgendetwas her musste, was dies überdeckte.
Dieses positive Gefühl durchfuhr seinen Körper und nistete sich angenehm warm in seiner Magengegend ein, als ob es den Schmerz am Bauch lindern wollte.

Still hörte Rafael dem Templer zu, als er davon berichtete, wie all das passieren konnte. Danach nickte er und blickte an ihm vorbei, wie ein Kind, welches man gerade eine schwierige Aufgabe zum lösen aufgegeben hatte. "Bene.. Diese Art von Gespräch meinte ich.", gab er von sich, blickte nach unten und lachte kurz und leise auf, ehe er wieder gut gelaunt zu dem Mann hinauf blickte und fortfuhr: "Den Assassinenorden kann niemand auslöschen. Das Kredo liegt in unserem Blut. Und dieses Blut fließt auch noch durch die Adern der nächsten Gererationen." Dabei wurde sein Blick ernster. Doch ein leichtes Lächeln schmückte seine Lippen, als hätte man ihm in diesem Moment etwas schönes gesagt.

Nachdem man wieder das Schwert von seinem Hals nahm und ihn an den Fesseln vom Stuhl hochzog, wurde er auch schon mitgeschliffen. Seine Beine fühlten sich an, als befänden sich darin keine Knochen, die ihn hätten bei jedem Schritt halten können. Seine Beine gaben unter ihm nach. Etwas in ihm wehrte sich dagegen, zu laufen. Wie ein Hebel, den man umlegte, um ihn daran zu hindern.
"Eine Vermutung ist keine Wahrheit, Rizzi. Ich schweige darüber, was mir mein Vater beibrachte. Denn dich geht dies sicher nichts an.", murmelte er schwach. Und als sie oben ankamen, wurde er direkt wieder an die Handfesseln festgemacht, nachdem man seine Hände vom Seil lockerte und war wieder gezwungen, sich auf das alte Stroh zu setzen.
"Wie überaus edel von dir, mich am Leben zu erhalten. Dich scheint es nicht zu stören, ein hungriges Maul zu stopfen. Und in einem Jahr, wenn ich dir nichts mehr nütze, sterbe ich am verschimmelten Brot oder am verseuchten Wasser, in welchem man vorher noch eine Ratte ertränkte, deren Gedärme von Maden verseucht ist."
Seine Gedanken waren nicht klar. Die Wunden schmerzten bei jeder kleinsten Bewegung. Er bekam nicht mal richtig mit, wie Luciano Pucci ein sauberes Tuch holte und eine Salbe, mit der er die Wunde am Bauch versorgte. Es fühlte sich an, als wäre er wieder trunken vom Wein. Nur dumpf fühlte er die Kühle des Heilmittels auf der Haut, ehe er verbunden wurde.
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Zelle 1   5/7/2017, 1:13 pm

Sonntag, 4. April 1480
früher Nachmittag
Rafael Santoro / Luigi Rizzi

Er beobachtete ihn eine Weile in seiner Wut und wie er seine Worte ausspuckte. Santoro hatte einen nervlichen Zusammenbruch erlitten und schien völlig fern von klaren Gedanken zu sein. Rizzi liess ihn aussprechen und unterbrach ihn nicht. Er lief auch nicht herum oder wendete den Blick von ihm ab. Rizzi wusste, dass eine solche Höflichkeit in solchen Momenten den Angeklagten völlig desillusionierten, komplett aus der Bahn warf oder weiter schädigten. Das war natürlich auch Rizzis Ziel gewesen.

"Ich will, dass man überprüft ob er Fieber hat oder bekommt. Wenn er welches bekommt, soll man mich informieren.", sagte er zu Luciano. Denn wenn Santoro Fieber bekam, würde sich das auf den Reiseplan auswirken. Santoro wäre schneller tot als sie das Stadttor von Florenz durchquert hätten. Oder sie mussten ihn unterwegs auf ein Pferd oder gar in eine Kutsche setzen! Das war inakzeptabel. Santoro musste körperlich fit bleiben.

Dann trat er ein kleines Stück auf Santoro zu. Er liess sich von Puccis Tun nicht beeindrucken. Der Mann hatte eine Aufgabe erhalten und musste sie ausführen was er auch tat. "So schlimm bin ich nicht, dass ich Euch verseuchtes Wasser oder die Innereien einer Ratte vorsetze. Im Gegenteil. Ihr werdet heute eine warme Mahlzeit erhalten.", sagte er, lächelte unfreundlich auf und blickte dann zu einer Wache.

"Bringt ihm später eine kräftigende Suppe oder einen nahrhaften Brei mit frischem Brot und ein Stück Fleisch oder Wurst. Dazu heiss gebrühten Tee.", befahl er. Rizzi wusste, was er tat. Santoro musste erstarken um nach Rom laufen zu können. Täte er das nicht, welchen Sinn hätte es dann gehabt, ihn in diese Stadt zu schleifen? Dann hätte er dem Trauerspiel auch hier ein Ende machen können. "Die Portion soll ordentlich sein! Und bindet ihm eine Hand los damit er selbst essen kann. - Und bringt diesem Mann einen Eimer für seine Notdurft! Muss man euch alles sagen?!", fügte er hinzu als die beiden Wachen ihn mit gerunzelter Stirn ansahen. Diese Wachen waren Wachen weil sie nicht sonderlich klug waren. Es gab immer einen Grund warum jemand einen bestimmten Beruf ausübte und dieser Grund lag meist im Kopf eines Menschen.
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