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 Zelle 2

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AutorNachricht
Bauherr
And you say Rome wasn't built in a day
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BeitragThema: Zelle 2   26/2/2017, 5:15 pm



Jede der Zellen, die sich im Turm befinden, hat ein Fenster. An den Wänden sind Ketten oder Handfesseln angebracht, um damit eine Art Folterung durchzuführen, damit sich der Gefangene nicht großartig bewegen kann. Die Türen bestehen aus Gitterstäben, um den Gefangenen stets unter Beobachtung zu halten. Auf dem Boden liegt Stroh, welches schon seit Jahren dort liegt und auch dementsprechend stinkt. Doch deswegen ist der steinige und kalte Boden immer noch unbequem. Alle 3 Zellen liegen weiter voneinander entfernt, weshalb man nicht sehen kann, wer sich in den anderen Zellen befindet. In eine Zelle können bis zu 5 Leute festgehalten werden.
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Leonardo da Vinci
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BeitragThema: Re: Zelle 2   4/4/2017, 4:33 pm

2. April 1480
Abends

Sie waren durch einen Hintereingang hereingekommen. Egal, wer um diese Uhrzeit noch draußen sein sollte, er sollte nichts bemerken: Keine Zeugen, kein Trubel, keine Rettung und kein Protest.
Nicht, dass Leonardo versucht hätte zu protestieren. Sogar mit dem Reden hatte er aufgehört, als sie ihm auf den Hinterkopf geschlagen hatten. Dann hatte er nicht mehr versucht, sie zum Nachdenken anzuregen und um Vergebung zu bitten.
Stattdessen sah er sich um, betrachtete die Umgebung und die Gefangenen, die er bereits in der Dunkelheit einiger Zellen sehen konnte. Wenn eine Tür geöffnet wurde und Wachen heraustraten drückte einer von Leonardos Begleitungen seinen Kopf hinab, damit er nicht den sah, der von besagten Wachen herausgeschliffen wurde.
Wirr war sein Haar und seine Augen noch rot, sein Gesicht dagegen bleich. Leonardo hatte seine Mütze verloren und er hatte gebeten, dass er sie sich wiederholen durfte oder wenigstens einer der Männer sie aufhob, aber sie hatten nicht auf ihn gehört und inzwischen hatte der Künstler sich abgefunden. Es war schade, aber er versuchte sich zu trösten, dass jetzt jemand anders Gefallen an dieser Mütze haben würde. Sicher konnte man eine wie sie auch in einem Laden käuflich erstehen, sobal er hier raus war. Wenn Leonardo denn hier raus kam.
Normalerweise hatte er genug Kontakte gehabt um entgegenzuwirken, tatsächlich eingesperrt und oder hingerichtet zu werden, aber da war er noch nicht ein Dorn im Auge eines Templers gewesen. Generell wurmte es Leonardo, und er hockte sich in der Zelle an die Wand und beschäftigte sich damit, die Sache durchzudenken, was er diesem Mann getan hatte, der so plötzlich seine Freunde angegriffen hatte.
Der Künstler schloss also die noch schmerzenden Augen und suchte in seinem Gedächtnis nach irgendwas, das ihm die Antwort geben könnte.

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Luciano Pucci
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BeitragThema: Re: Zelle 2   4/4/2017, 7:15 pm

2. April 1480
Abends

Kaum war er von zu Hause noch zu dieser späten Stunde angetreten, hatte man ihn auch gleich zu Zelle 2 geschickt. Diese befand sich weiter oben im Turm und mit einer Fackel ausgerüstet, stieg Luciano Pucci die Stufen hinauf, um anschließend dem etwas breiterem Gang zu folgen und anschließend vor der Zelle stehen zu bleiben und die Fackel neben sich an der Wand an einer Halterung zu befestigen. Dort würde er erstmal für Stunden so stehen bleiben müssen, bis er in die Folterkammer gerufen wurde. Wen er dort vernehmen musste, wusste er jetzt noch nicht. Das einzige, von dem er eine Ahnung hatte, war, dass Leonardo da Vinci sich in Zelle 2 befand. Nach Minuten wagte Luciano es dann aber trotzdem, als er merkte, dass sich sonst keine Wache hier oben unterwegs war. Also drehte er sich seitlich um und blickte interessiert in die Zelle. Als ob dort ein Tier festgehalten wurde, von denen man nur aus Geschichten vom Orient hörte, dachte er sich. Sein Blick ging bei diesem Gedanken zu Boden... Es war aufregend zu wissen, in der Nähe diesen Künstlers zu sein... aber dennoch ein schreckliches Gefühl zu wissen, dass diesem Mann nichts bevor stand. "Ihr seid da Vinci.", hörte man von Luciano Pucci leise hören. Dem Mann dort drinn ging es wirklich nicht gut. Bedrückt sah er zu Boden, hing an den Ketten, die in der Wand befestigt waren und blickte erst nach wenigen Sekunden auf.. Als hätten Pucci's Worte den Gefangenen durch die Dunkelheit selbst nicht gefunden. Nur das Licht der Fackel huschte ab und zu mal in den Raum, wenn die Flamme durch den Wind tanzte. "Ich hatte nicht gehofft, Euch einmal hier kennenzulernen, Signore." Bedauern war in seiner Stimme zu hören. Da Vinci saß zwar schon einmal im Gefängnis, wurde aber durch große Güte wieder freigelassen. Das war noch vor Pucci's Zeit als Henker gewesen.
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Leonardo da Vinci
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BeitragThema: Re: Zelle 2   4/4/2017, 10:08 pm

2. April 1480
Abends
Leonardo langweilte sich. Das war wohl das schlimmste. Nicht die schreckliche Dunkelheit. Nicht der Blick auf das was kam. Die Langeweile. Und nicht zu wissen, was mit seinen Freunden war, das war mindestens genauso schlimm.
Die erste Zeit verbrachte der Künstler, im wörtlichen Sinne, mit Däumchen drehen. Das Metall an seinen Armen war schwer und sein Kopf auch, als er die Fingergelenke kreisen ließ. Das Adrenalin hatte nachgelassen, die Angst und der Schmerz. Zurück blieb der Wunsch nach Ruhe. Nach Ruhe, Bett und Gewissheit. Physische Ruhe würde er bekommen, er lehnte schon an den schweren, dunklen Steinen und hatte immer noch die Augen geschlossen, aber psychische… Ezio! Er hatte ihn erst vor so kurzer Zeit wiedergesehen und schon waren sie wieder getrennt.
Ob er der Fadenzieher gewesen war, der ihn derart herabgewürdigt hatte? Leonardo strich sich das Haar glatt, musste bemerken, dass er dafür keine Mütze heben musste.
Dunkelheit legte sich um seine Gedanken. War er dieser Rizzi gewesen? Hätte er versuchen sollen, mit ihm zu reden? Ihn zu besänftigen? Ob er tot war und er und seine Freunde bald frei kämen? Hatte Rafael es geschafft? "Ihr seid da Vinci." Zuzutrauen wäre es ihm. Unfähig war er nicht. Ein wahrer Krieger. Wie jeder an diesem Tisch, ob er es im Körper war oder nur ein helles Köpfchen.
Oh.
Ein helles Köpfchen… Hell war es geworden. Irritiert sah der Künstler auf, seine hellen Augen suchten nach der Quelle des Lichts und fanden sie bei einem jungen Mann. Jung im Körper aber alt im Geist. Er sah aus, wie eine Wache aussah, wenn sie viel Leid sehen musste. Eine arme Wache.
Die Müdigkeit machte es Leonardo schwer zu antworten: Es sollte etwas Geistreicheres ein als „Ja“ aber eine schwierigere Satzkonstellation schaffte der Künstler einfach nicht. Seine Kehle war trocken, er öffnete den Mund um nach Wasser zu bitten, aber er schaffte es nicht. Erst die zweite Aussage füllte Leonardos Kopf mit genug Wörtern, die verstanden werden mussten, um seinen Denkapparat anzukurbeln. So fand er bald eine Antwort und schnaufte belustigt. „So sehr ich mich freue, Euch kennenzulernen, Signore, so hatte ich doch auch nie gehofft, einmal… hierher zu kommen.“ Er sah ihn aus sanften Augen an. Der hier war gut. Er sprach und ließ sich ein auf ihn. Mit solchen Menschen konnte man reden.
Leonardo rückte näher ans Gitter und lehnte seinen Kopf müde an die Wand, betrachtete den erschienenen, rang dann mit Worten. „Ob ihr… mir wohl etwas Wasser geben könntet? Seht, meine Augen sind ganz rot und mein Hals ist trocken.“ Aus den größten Welpenaugen betrachtete der Künstler die Wache.

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Luciano Pucci
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BeitragThema: Re: Zelle 2   5/4/2017, 4:04 pm

2. April 1480
Abends

Es dauerte eine Weile, bis Leonardo da Vinci ebenfalls etwas darauf entgegnete. Erst dachte Pucci, er hätte keine rechte Lust zu sprechen oder steckte Luciano in die Schublade, wo er vielleicht jede Wache hinsteckte. Aber Luciano Pucci war anders. Als Wache und als Henker. Manchmal fühlte er sich selbst wie ein Gefangener. Oft stand er verloren da und spielte das Spiel der Wirklichkeit mit. Oft hatte er daran gedacht, einfach nur abzuhauen und sich einen neuen Namen zu geben, um irgendwo ein neues Leben anfangen zu können, welches ihn auch erfüllte. Aber das war nur Fantasie.
"Pucci.. Luciano Pucci.", stellte er sich nach diesem Begrüßung vor und machte sogar eine Verbeugung. Er hatte Achtung vor diesem Herrn. "Das Gemälde von Ginevra de’ Benci versetzte mich sehr oft in eine andere Welt.", plapperte er einfach so darauf los, um anschließend zu erklären: "Ich war für ein Jahr Signore de' Benci's Leibwache. Das Bild hing im ersten Raum des Hauses.", seine Worte wurden etwas schneller dabei. Ob dies Leonardo aufheitern würde? Luciano wollte ihm nur so seinen Respekt vermitteln. Leonardo rückte näher ans Gitter und als er nach Wasser fragte und ihn mit diesm Blick ansah, konnte Luciano nichts anderes, als zu nicken. Ihm war es verwehrt, die Gefangenen zu beköstigen, doch er nahm dies auf sich. Darüber, dass Leonardo erstmals nicht auf seine kleine Geschichte einging, enttäuschte ihn natürlich nicht, denn die Begeisterung war größer.

Er verschwand also erstmal und ging durch den Flur. Vor der Treppe blieb er stehen. In dem Kämmerchen daneben befanden sich ein Wasserfass und altes Brot. Die Kost für die Gefangenen, sowie ein oder andere Geräte, um sie zum Reden zu bringen. Doch Luciano entschied sich für das Wasser. Er nahm einen Becher, der dort stand, tauchte ihn im Fass ein und ging zurück zu Leonardo.
Um diesem das Wasser geben zu können, musste er die Tür aufmachen. Er kramte also einen Schlüsselbund heraus und schloss die schwere Tür auf, um anschließend in die stinkende Zelle zu treten. Vor Leonardo ging er ihn die Knie, um dem halb Verdursteten den Becher mit dem kalten Wasser an den Mund zu führen. Mit Ketten an den Händen ging das eher schwierig.
Ja.. er wusste es: das hier war verboten. Aber das hier war da Vinci!
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Leonardo da Vinci
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BeitragThema: Re: Zelle 2   5/4/2017, 6:04 pm

2. April 1480
Abends

Mit einem Lächeln im Gesicht betrachtete Leonardo seine Begrüßung. Ein schönes Gefühl, gewürdigt zu werden. Luciano Pucci… Er merkte sich den Namen und betrachtete den Besitzer vergnügt.
Was für ein Liebenswürdiger Mensch… Leonardo wurde leicht rot, als er sein Bild lobte und bedankte sich. Er erinnerte sich noch gut, wie viel Spaß es ihm gemacht hatte, das Öl aufzutragen, wie vorsichtig er gewesen war nichts zu verschmieren. Dass seine Arbeit sich gelohnt hatte, und es war Arbeit, so oft hatte er noch nicht mit Öl gemalt, das freute ihn zutiefst und es machte sogar die derzeitige Szene etwas erträglicher. „Er hat sie sehr geliebt, die junge, bezaubernde Frau.“ Vermerkte er dann und betrachtete die Wache. Eine Leibgarde also. Sehr fähig und sicher nicht arm wenn ein Kaufmann ihn zu seinen Diensten zog. „Wie seid Ihr zu der Stadtwache gewechselt?“ fragte der Künstler gespannt und sah ihn an.
Als sich Pucci in Bewegung setzte sah Leonardo ihm gespannt hinterher, lehnte dann wieder den Kopf an die Wand, den Mund zu einem sanften Lächeln verzogen. Sympathisch war er ja. Ob er zuweilen einsam war, wenn es nur Gefangene oder leere Kammern gab? Gespannt lag sein Blick auf dem Mann, als er eintrat und niederkniete. Sofort straffte da Vinci den Rücken und setzte sich aufrecht hin. „Gepriesen seid Ihr.“ Flüsterte er noch, dann streckte er den Hals und legte die Lippen an den feuchten Rand des Bechers, nahm fast hastig das kühle Nass auf. Zufrieden seufzend entfernte er sich und leckte sich über die Lippen, strahlte die Wache an. „Könntet Ihr das Fass Eurer Güte zum Überlaufen bringen und mir etwas Wasser auf die Augenlider träufeln?“ Er schloss die Augen und zog die Brauen hoch. „Sie brennen noch ein wenig und ich möchte sie kühlen.“ Erklärte er sich dann und lugte zur Wache hin.
Dankbar war wohl das falsche Wort, dass Leonardo gerade diesen Mann zur Wache hatte, aber Leonardo wüsste nicht, wie er sonst das warme, weiche Gefühl beschreiben sollte, dass ihn ereilte, als er darüber nachdachte was ihm sonst hätte blühen können. Ja, er freute sich schon.

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Luciano Pucci
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BeitragThema: Re: Zelle 2   5/4/2017, 8:04 pm

2. April 1480
Abends

Er wurde also angenommen. Nicht abgewiesen, wie es wohl jeder andere leidende Mann getan hätte, der in einer stinkenden Zelle saß, festgebunden an den rauen Handschellen an den Wänden, an welchen vielleicht sogar der letzte Insasse den letzten Atemzug gemacht hatte. Da Vinci interessierte sich für Pucci und ein triumphierendes Gefühl machte sich in ihm breit. Dann antwortete der Henker: "Ich werde verschieden eingesetzt. Dort, wo man mich braucht.", erklärte er. Denn so war es. Als Henker hatte er automatisch das Ticket bekommen, um große Persönlichkeiten zu schützen. Trotzdem musste er die Aufgaben als Henker durchführen, denn er war nun mal der Einzige.

Luciano kam mit dem Becher zurück, als er ihn zu Leonardo's Mund führte und dieser davon trank. Schon beinahe gierig. Als der Künstler jedoch wieder das Wort erhob, runzelte Pucci erstmal die Stirn. Die Augen befeuchten? Durch die Dunkelheit konnte er nicht erkennen, dass diese rot waren.
Doch er tat es. Hielt dabei den Becher etwas höher, um nur ein paar Tropfen auf den Lidern des Mannes zu verteilen. Dabei fragte er, ehe er den Becher wieder herunternahm: "Sagt, was ist mit Euch geschehen? Was war Euer Vergehen? Ich muss es wissen. " Eine kurze Ruhe setzte ein, ehe er fortfuhr: "Ich will Euch als Leibwache dienen und dafür sorgen, dass Euch nichts geschieht. Denn Ihr werdet ohne Strafe nicht hier herauskommen. Da kann Euch nur ein mächtiger Mann helfen oder eine Wache mit Ansehen." Mit letzterem meinte er natürlich klar und deutlich sich. Er stellte sich das nur einfacher vor, als es war.
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Leonardo da Vinci
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BeitragThema: Re: Zelle 2   5/4/2017, 8:39 pm

2. April 1480
Abends

Dort, wo man ihn brauchte. Welch widerliche Ausdrucksweise.
Nicht, dass Leonardo den folgenden Groll auf Pucci hegte- Es war mehr eine Abneigung gegen die schreckliche Eigenschaft des Menschen, anderen Lebewesen Leid antun zu müssen. Es ging sogar so weit, dass Berufe erschaffen wurden, nur um ebendies zu tun und obwohl eine Wache wohl gut war, bereit sein musste, einen Menschen zu schützen, so war es doch von vorneherein eine Tragödie für sich, dass der Mensch vor seinesgleichen geschützt werden musste.
Und es nur wurde, wenn er genug Geld hatte.
So nickte Leonardo nur, beschloss, der Wache nicht mitzuteilen, warum ein Zögern entstanden war eh die Reaktion folgte.
Es war herrlich entspannend, das Wasser zu fühlen und der Künstler seufzte zufrieden, als die kühle Flüssigkeit die kühlende Wirkung fast sofort entwickelte. So verharrend dachte er über die Frage nach. Früher oder später würde der Mann die Anklage hören, es würde nichts bringen, ihn anzulügen. Erst, als er weiterhörte und die Worte vernahm, schmunzelte da Vinci. „Was für ein lieber Mann Ihr seid. Habt vielen Dank!“ Er blinzelte und schlug die Augen auf, sah Luciano direkt an. Erst, als er merkte, dass er das nicht konnte, schlug er die Augen nieder. Leonardo schämte sich.
Natürlich, er stand zu seinen Vorlieben, würde nicht verleugnen, dass er liebte wie es nur die Bibel verbieten konnte, aber jetzt, hier, im Kerker an der Wand… Er fühlte sich schlecht und er machte keinen Hehl daraus.
„Mir wurde vorgeworfen, ich hätte meine Kirche verraten. Hätte gegen Gebote verstoßen. Mich auf... Niedere Instinkte eingelassen.“ Es war niederschmetternd zu wissen, dass die eigene Frömmigkeit nicht genug zu sein schien. Aber Leonardo wusste, dass der Herr eigens richtete und er versuchte daraus Hoffnung zu ziehen.

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Luciano Pucci
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BeitragThema: Re: Zelle 2   6/4/2017, 2:40 pm

2. April 1480
Abends

Luciano lächelte leicht, als Leonardo meinte, was für ein lieber Mann er doch wäre. Der Fanatiker musste dafür sorgen, dass da Vinci nichts geschah. Dieser Mann sollte ein Ketzer sein? Luciano konnte sich das nicht vorstellen. Natürlich gab es Menschen, die sich von der Kirche und Gott abwandte. Aber doch nicht er! Eine schwere Anschuldigung.
Er wollte es sich zur Aufgabe machen, ein gutes Wort für Leonardo einzulegen. Zwar hatte Pucci schon oft versucht, seiner Meinung nach unschuldigen Leuten zu helfen. Oftmals hatte er nichts ausrichten können doch Leonardo's Hinrichtung selbst zu erledigen, war irgendwie.. etwas anderes. Bei diesem Gedanke fühlte Luciano sich nicht wohl. Jede Menschenseele wiegte gleich viel und er wollte wirklich bei Leonardo mehr Kraft und Hoffnung aufbringen als bei anderen Gefangenen?
Verzeih mir, Herr; dachte er sich. Er konnte nur hoffen, dass seine Seele dennoch Frieden finden würde und er ins Paradies kam, obwohl er damit wohl andere Menschen verriet, denen er diente. Luigi Rizzi zum Beispiel. Die zwei Männer hatten bei Rafaels Festnahme miteinander gesprochen und nur ein Wort reichte aus, damit Pucci wusste, dass mit diesem Mann nicht zu Spaßen war.
Aber.. konnte man es wirklich Verrat bezeichnen, wenn er sich für das Leben eines guten Menschen einsetzte? Denn Leonardo war es.
Oft hatten die Menschen von ihm gesprochen, wenn er die Straßen umherlief. Immer ein Lächeln auf den Lippen.. immer freundlich. Soetwas konnte nicht verunreinigt sein.
"Ihr gehört nicht an diesen Ort. Egal, für was man Euch beschuldigt. Ich habe beschlossen, niemanden davon zu erzählen, dass ich Euch helfen werde. Sonst werden wir beide Gefangene sein und das wird Euch nichts bringen."
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Zelle 2   7/4/2017, 11:31 am

2. April 1480
Abends (nach 23 Uhr)
cf Folterkammer

Richter Cavalcanti war nicht damit einverstanden gewesen, dass Rizzi Leonardo da Vinci eingesperrt hatte. Überhaupt wollte Cavalcanti keine einzige Klage gelten lassen. Nicht einmal die Anklage wegen Sodomie, die für Rizzi so offensichtlich gewesen war. Cavalcanti begründete dies damit, dass ständig Männer wegen Sodomie angeklagt wurden und meist nichts dahinter war. Rizzi wusste, dass dieses Problem in Florenz kein Problem war. Im Ausland nannte man Homosexuelle bereits Florentiner und Rizzi war froh, nicht aus dieser elenden Stadt zu stammen. Rom hätte so etwas niemals geduldet! Niemals! Mit einem von Cavalcanti unterschriebenen Schriftstück, welches das Entlassungspapier für da Vinci war, stieg er die Treppe hoch. In der anderen Hand hielt er das Taschentuchbündel. Er näherte sich langsam der Zelle.
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Leonardo da Vinci
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BeitragThema: Re: Zelle 2   7/4/2017, 10:57 pm

2. April 1480
Abends

Tatsächlich würde sich Leonardo nie von der Kirche abwenden. Es lag ihm nicht, zu leugnen woran er glaubte. Manchmal waren Leben und Kirche schwer unter ein Dach zu bekommen, aber wer wäre der Künstler heute, wenn er nicht eine Herausforderung liebte?
Er betrachtete die Wache vor sich und lächelte sanft, veränderte seine Sitzposition. "Eure Seele ist rein. Ebenso wie Euer Kopf." Er schmunzelte. "Das ist nicht bei vielen so."
Schritte machten sich bemerkbar und der Künstler horchte auf. Er sah dann Pucci an und sein Blick wurde gehetzt. Durfte er hier sein?
Die Antwort würde nein lauten, denn die Wache verschwand eilig und Leonardo sah ihm nach, als er die Tür verschloss. Es war seine Arbeit, natürlich. Leonardo seufzte leise, dann versuchte er sich seitlich an die Wand zu setzen, sich anzulehnen und etwas die Augen zu schließen. Er war froh, eine der Wachen auf seiner Seite zu wissen und er würde sichergehen, dass Pucci ein Dankesgeschenk erhielt. Nicht sehr offensichtlich natürlich- so einfach wollte er es den Templern nicht machen.
In Leonardos Kopf formte sich eine Idee. Oh ja, das würde gut werden, mit Sicherheit. Er stellte sich schon vor, wie seine Freunde ihm helfen würden. Pucci, die Assassinen und vielleicht auch Ezio. Leonardo lachte tonlos. Ezio würde viel erklären müssen, wenn sie erst einmal beisammen waren.

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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Zelle 2   8/4/2017, 10:15 pm

2. April 1480
Abends
Er wusste nicht, dass Pucci bei Leonardo gewesen war und ihm seine Treue gestanden hatte. Die Tür wurde von einer Wache geöffnet. Rizzi blickte hinein und sah auf Leonardo da Vinci, wie er in der schmutzigen Zelle sass, angekettet und ausgeliefert.
"Möge Gott gnädig mit Euch sein.", sagte er und blieb etwa zwei Meter von Leonardos Füssen entfernt stehen. Er sah ihn abfällig an. Er erinnerte sich an das Schreiben aber er wollte es ihm nicht geben und ihm auch nicht mitteilen. Wer ausser Cavalcanti wusste denn schon, dass Leonardo eigentlich wieder frei war? Kümmerte es irgendwen? Nein! Er würde Leonardo büssen lassen für sein unhaltbares Leben!
"Seht Euch nur an!", sprach er arrogant weiter. "Einer der grössten Künstler unserer Zeit sollt Ihr sein? Ich sehe nur einen erbärmlichen Mann, der fehlgeleitet ist und Männern schöne Augen macht."
Rizzi ging in die Hocke und starrte ihn vernichtend an. Das blutige Taschentuch hielt er in den Händen.
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Leonardo da Vinci
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BeitragThema: Re: Zelle 2   8/4/2017, 10:43 pm

2. April 1480
Abends

Leonardo sah wieder auf, ob er eine weitere nette Wache kennenlernte, kaum, dass er einen Schlüssel hörte. Aber das Gesicht, dass er sah war nicht freundlich. In Grundriss und Farbe erinnerte es ihn an das verschwommene Gesicht, dass er mit noch tränenden Augen auf der Straße gesehen hatte und auch die Stimme schien identisch. War das also Rizzi? Leonardo setzte sich auf, kreuzte die Beine im Schneidersitz und legte den Kopf schief. Er war nicht wütend oder vorwerfend, einfach traurig und erwartend. Der Gnadewunsch brachte ein Lächeln auf seine Lippen. Vielleicht waren die Worte vor dem Keller zu schnell gewesen, gehetzt und der Mann meinte es gut mit ihm.
Der Blick jedoch ließ das Lächeln schwächer werden und auf die Worte verschwand es komplett.
Verständnislos blickte er ihn an, suchte in seinen Augen nach einer Antwort, warum der Mann ihn so hasste. Natürlich verstieß Leonardo gegen Regeln, aber da schien mehr zu sein, eine persönliche Abneigung.
"Wie kann ich fehlgeleitet sein, wenn ich auf den Wegen Gottes gehe?" fragte Leonardo mit fester Stimme, denn seine Einstellung war ihm klar und er vertraute darauf. "Was habe ich getan, um Euch zu erzürnen, Signore?" Waren sie sich etwa schon einmal über den Weg gelaufen?
Leonardos Blick fiel auf das Tuch und er bemerkte, dass es an einigen Stellen dunkler war, fleckenartig, als sei Farbe ausgedrungen. Erst, als sich der Künstler auf den Geruch konzentrierte merkte er, dass es metallern roch und dass es Blut sein musste. Leonardos Augn wurden groß.
"Habt Ihr Euch verletzt?" fragte er und sah dem Mann wieder in die Augen. Persönliche Feindschaft hin oder her, wer verletzt war musste geholfen werden.

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BeitragThema: Re: Zelle 2   8/4/2017, 11:48 pm

2. April 1480
Abends

Er starrte ihn weiter an. Leonardo da Vinci kümmerte sich weniger um seine eigene Situation als vielmehr um die Gesundheit Rizzis. Solche Menschen mochte Rizzi nicht. Ihm war nicht klar, in welcher Situation er war und Rizzi zweifelte an der Klugheit des Mannes vor ihm.
"Ihr seid ein Lügner und Ihr schlaft mit Männern!", knurrte er. Das war Grund genug, Leonardo so abfällig zu behandeln. Rizzi, der extrem enthaltsam lebte, konnte mit der Sexualität nichts anfangen. Sie war notwendig für den Fortbestand der Menschheit, für den Fortbestand einer Familie wenn ein Stammhalter geboren wurde oder für die Rekrutierung junger Männer in die Armeen und Heere. Aber das, was Leonardo da machte, wovon Rizzi aber auch nur gehört hatte, war absolut ekelhaft und krank!
"Ich werde nicht verletzt. Diese Zeiten sind schon lange vorbei.", sagte er ernst. Dann stand er auf und kam näher. Dann legte er das Taschentuchbündel direkt vor Leonardo ab und öffnete es. "Seht genau hin. Das ist der Tribut eines Lügners. Sein Name war Santoro.", sprach er wieder mit Genugtuung und stand auf. Den Finger liess er so auf dem offenen Taschentuch liegen. Und er sprach bewusst von 'war'. Sollte Leonardo doch glauben, dass sein Freund tot war. Was kümmerte es Rizzi? Vielleicht starb da Vinci ja auch im Kerker weil er 'vergessen' wurde und sich keiner um ihn oder seine tatsächliche Freilassung kümmerte. Für Richter Cavalcanti war alles geregelt. Er würde Rizzi nicht fragen ob Leonardo tatsächlich die Zelle verlassen hatte.
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Leonardo da Vinci
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BeitragThema: Re: Zelle 2   9/4/2017, 12:54 am

2. April 1480
Abends

Der Blick gefiel Leonardo nicht. Der Mann schien verklemmt. Verfahren. Auch wenn Leonardo nicht vorgehabt hatte, ihn in irgendeiner Weise zu bekehren, allein, dass es nicht möglich schien war einschüchternd.
Die Aussage unterstrich das nur noch. "Ich lüge?" fragte der Wissenschaftler verwirrt. "Aber..." Es war etwas unangenehm, dass der Mann derart in seine Privatssphäre eindrang. Leonardo presste die Lippen zusammen, wusste nicht ganz, wie er damit umgehen sollte. Warum war der Mann gekommen? Um ihm seine Feindschaft vorzuzeigen? Um sich überlegen zu fühlen? Leonardo fand einen anderen Gedanken und obwohl er sich bewusst war, dass es so gut wie unmöglich war, dass dieser wahr war, so fand er doch ein sanftes Lächeln in einem bestimmten Gedanken. Rizzi war allein und er wollte es sich nicht eingestehen. Vielleicht wollte er sich nicht eingestehen, selbst einen Mann an seiner Seite zu haben.
Allein der Gedanke machte Leonardo traurig und mitleidig und das waren Gefühle, die er Rizzi gegenüber auf keinen Fall hegen sollte.
Das wurde Leonardo bald schmerzlich bewusst. Er riss die Augen auf, als er den Finger sah und das Schlimmste für ihn war, dass es ihn nicht einmal mehr schockierte. Leonardo kannte Leichen. Er kannte sie verdammt gut. Von Innen und von Äußen hatte er den menschlichen Körper untersucht, deshalb wurde ihm erst heiß und kalt als er erfuhr, wem der Finger gehörte. Da Vinci presste den Rücken gegen die Wand. "Soll das heißen..." Er starrte dem Mann hinterher, als er aufstand, dann jaulte er auf "Ihr könnt doch nicht...!" Frust und Trauer verklemmten seine Brust. "Das ist nicht gut! Das dürft Ihr nicht!" Trauer und Verzweiflung hatte Leonardo heute genug gespürt. Jetzt mischte sich ein neues Gefühl, dass der Künstler so fast nie gespürt hatte. "Ihr elender Bastard!" rief er aus und warf sich gegen die Ketten. "Das ist wider unseres Glaubens! Das ist nicht..." seine Kehle drückte sich zusammen. Rafael war tot! Der Künstler drohte wieder zu weinen und das machte ihn nur noch biestiger. Er hatte nichts tun können! Oder nein, noch viel schlimmer: Er hätte etwas tun können, aber Rafael war dennoch tot! Leonardo hätte nicht kommen dürfen, dann hätten sie Santoro vielleicht nie gefunden.
"Dafür sollt Ihr in der Hölle brennen!" fauchte er und seine Augen verengten sich in Schmerz und Missgunst. "Sich so gegen Gottes Gebote zu stellen!" Selten hatte man Da Vinci in so einem Zustand gesehen. Rafael war ihm wichtig gewesen.

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Zuletzt von Leonardo da Vinci am 21/5/2017, 5:01 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Zelle 2   9/4/2017, 9:58 am

Freitag, 2. April 1480
Abends

Die Wut und Trauer, die in dem Künstler hochstiegen und die er nicht zurückhalten wollte, liessen Rizzi kalt. Leonardo war ein Gefangener und Rizzi würde keine Diskussion mit einem Gefangenen beginnen. Er würde ihm nur zeigen, wer am Machthebel sass und wer den richtigen Weg ging. Leonardo war das nicht. Dieser Mann hatte nichts ausser seiner Liebenswürdigkeit und seinen verrückten Geist, der ihn Dinge tun liess, die andere, viel zu viele Menschen, beeindruckte. Dagegen konnte Rizzi nichts unternehmen. Er konnte Leonardo lediglich vorzeigen, wie gefährlich Rizzi und somit auch die Templer waren und dass der Künstler und Erfinder sich besser nicht mit ihnen anlegte. Leonardo war in diesem Gastkeller gewesen. Dieser frevelhafte Ort spuckte nicht nur ihn sondern Rafael Santoro und Francis Bell hervor. Dieser verdammte Söldner, der Leonardo einfach nur die Botschaft hatte überbringen sollen, war auf die Seite von da Vinci und Santoro übergelaufen. Und er war getürmt. Sie hatten ihn und der Idiot von Templer liess sich von einem Verletzten stürzen und ihn entkommen. Rizzi tobte innerlich wenn er daran dachte. Er wollte den Ausländer hängen sehen und den Applaus des Volkes geniessen, wenn die letzten Lebensnerven im gehängten Körper zuckten. Wenn er hier fertig wäre, würde er nach Bell suchen. Er war ziemlich verletzt, die Ärzte in Florenz waren bereits durch die vielen Boten informiert worden oder werden gerade noch informiert. Bell konnte also unmöglich einen Arzt aufsuchen, er würde sofort verpfiffen werden. Und unzählige Templer schlichen durch die Stadt, auf der Suche nach weiteren Verletzten, die getürmt waren. Da war noch Ezio Auditore aber Rizzi wusste nicht, ob und wie dieser Mann verletzt worden war. Dasselbe galt auch für Filangieri oder Aguilar. Sie alle trugen Assassinengewänder.

Sein arroganter Blick traf auf da Vinci, der sich in Verzweiflung wälzte. "Ich kann alles, da Vinci. Merkt Euch das."
Er ging zurück zur Zellentür. Den auf dem Taschentuch präsentierten Finger liess er vor Leonardo liegen. Natürlich hatte Leonardo schon Leichen und Gliedmassen gesehen. Aber nicht die von seinen Verbündeten und Freunden.
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Leonardo da Vinci
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BeitragThema: Re: Zelle 2   9/4/2017, 2:19 pm

2. April 1480
Abends

Leonardo war empört von dem Mangel an Respekt, der ihm gegenüber gebracht wurde. Mühevoll raffte er sich auf und war bereit, zu handeln, irgendetwas zu tun um den Mann abzuhalten. Aber er war immer noch fest hier.
Wenigstens musste er jetzt nicht mehr so erbärmlich zu ihm aufsehen. Der Satz, den der Mann ihm entgegen setzte ließ einen Satz in Leonardos bis an die Grenzen seiner selbst gereizten Kopf auftauchen und dieser Kopf leitete diesen Satz direkt an den Mund weiter.
Es gab einen Grund, warum Leonardo sonst immer bedacht war, sein Gehirn zu benutzen.
"Ihr könnt mich am Arsch lecken!"
Ein Satz, den er so nie ausgesprochen hatte und ganz sicher auch nie mehr aussprechen würde.
Leonardo wollte nicht, dass man sich derart an ihn erinnerte und zu seinem Glück würde dieser Satz nie als Zitat seinerseits in die Geschichte eingehen- ganz anders als bei anderen Zeitgenossen.
Dass Leonardo eine Grenze überschritten hatte sickerte nur langsam in seinen Kopf und er räusperte sich, löste sich aus der kampfbereiten, stabilen Position, die er eingenommen hatte. Es dauerte noch, er musste noch einmal tief durchatmen, eh sich da Vinci entschuldigte. "Verzeiht." sagte er dann, auch wenn es ihm nicht leid tun wollte. "Ich bin zu weit gegangen." Es hielt sich nicht damit auf, zu erklären, warum er es getan hatte oder wie sehr es ihm jetzt leidtat, bei der Entschuldigung musste es bleiben.

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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Zelle 2   9/4/2017, 9:17 pm

Freitag, 2. April 1480
Abends

"Das seid Ihr!", sagte er forsch. Was erlaubte sich dieser Künstler eigentlich? Wusste er, wo er sich befand? War ihm überhaupt klar, wie seine Situation aussah? Rizzi dachte an das Freilassungsschreiben in seiner Tasche. Vor seinem inneren Auge sah er sich selbst und wie er dieses Schreiben zerriss und ins Feuer warf.
Er starrte Leonardo immer noch vernichtend an, klopfte dann gegen die Zellentür, die aufgemacht wurde und er verliess die Zelle. Die Tür wurde wieder geschlossen. Rizzi würde Leonardo da Vinci in der Gefangenschaft lassen. Solange wie er es für richtig hielt. Nun musste er nochmals bei Santoro vorbei. Er wollte nicht, dass ihm der Assassine wegstarb.

(geht zu Zelle 1)
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BeitragThema: Re: Zelle 2   21/5/2017, 12:51 pm

cf: Gasse posteriore


Samstag 3. April 1480
Morgens

Als er nach dieser unsäglichen Nacht wo er sich am Ende mit einem wildfremden zu einem Krug Wein getroffen hatte, zu seiner Unterkunft beim Bischof zurückbegeben hatte, hatte Federico Filangieri keine Moment mehr verschwendet. Über die Kontakte die er als Päpstlicher Geheimrat nutzen konnte, war es nicht schwer gewesen zu erfahren, dass mehrere Personen heute Nacht in die Verliesse des Palazzo Vecchio geworfen worden waren. Und Federico wusste dass er sofort handeln musste. Mit einem durch das echte Bischofssiegel ausgestattete Schreiben, hatte sich der Kardinal in einer ärmlichen Predigerrobe zum Palast aufgemacht. In dem Brief war er als Gefangenenprediger tituliert der sich um das Seelenheil der Gefangenen zu kümmern hatte. Und um nicht erkannt zu werden, trug er nun einen falschen grauen und struppigen Bart. Das Gesicht war mit Ruß und Schmutz eingerieben, damit auch der abgehobenste Templer um den vermeintlichen Prediger einen großen Bogen machte. Nur mit einem einfachen Pilgerstab bewaffnet, trat der alte Mann darauf gestützt in das Gefängnis ein und kam ohne große Mühe an den Wachen mit dem bischöflichen Schreiben vorbei. Ja als Assassine tat man so alles. Er gehörte wohl zu den wenigen Adeligen die bereit waren sich im Schmutz zu suhlen. Aber für den Orden mussten nun mal Opfer gebracht werden. Und er würde sie erbringen. Er hatte gegenüber Giovanni schon einmal versagt. Er würde es nicht wieder tun. Als er nun vor Leonardos Zelle stand, und ihm aufgeschlossen wurde, entfuhr es seiner verstellten kratzigen alten Stimme hustend. "Grazie. Darf ich euch bitten mich mit dem Gefangenen allein zu lassen? Das Wort Gottes steht nur dem Sünder selbst zu." "Aber nur eine Stunde." grunzte der Wachmann streng. "Ihr mögt den Segen des Bischofs haben. Meinen habt ihr nicht." "Gott schaut auf uns alle herab." sagte Federico streng. "Und nun geht." Der Wachmann murrte nur, sperrte die Zellentür auf und wieder zu nachdem Federico drin war. Sofort bekreuzigte sich der verkleidete Prediger vor Leonardo und sprach ein kleines Gebet während der Wachmann mit hörbaren Schritten sich immer mehr entfernte. "Nun Maestro da Vinci." begann Federico leise. "Möchtet ihr mir Abbitte leisten?"
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BeitragThema: Re: Zelle 2   21/5/2017, 5:18 pm

3. April 1480
Morgens

Leonardo hatte nicht richtig geschlafen, dafür tat er es jetzt. Zumindest halb. Die Augen waren rot und müde, leicht geschlossen und nichts von dem bösen Sonnenlicht hinleinlassend. Sein Kopf war gebeugt, sein Haar wirr und seine Mütze vermisste da Vinci ebenfalls schmerzlich. Seine Knie waren gebeugt, traurig und Müde hingen die sonst so lebendigen Hände aus den Schellen. Es tat weh, aber Leonardo hatte genug Schmerz gefühlt um sich davon nicht mehr ablenken zu lassen.
Als er Schritte hörte versuchte sich Leonardo dann aufzurichten, er sah noch müde und schwach aus, zwang sich aber auf beiden Beinen zu stehen und die Brust zu recken. Er hielt etwas auf sein Aussehen und erst recht, als er bemerkte, wer ihn besuchte machte er sich extra gerade.
Es war eine Eigenart Da Vincis, immer ein besonders gutes Bild abzugeben und es war ihm gleich doppelt wichtig, das vor der Kirche und seinem Herrn zu tun. Er neigte den Kopf als der Prediger sich bekreuzigte und betete, dann presste er die Lippen aufeinander.
"Nein, Signore." Erwiderte er dann und sah ihn treu, aber bestimmt an. "Ich werde keine Abbitte leisten. Ich stehe mit meinen Taten ehrlich da, so ehrlich wie vor Gott." sein Herz schlug ihm bis zum Hals, er hatte Angst, aber er würde nicht leugnen. Er liebte seine Freunde und ihnen treu zu sein war wie seine Verpflichtungen gegenüber des Herrn. Leonardo da Vinci schluckte. "Aber ich habe Angst zu sterben. Es gibt noch so viel, was ich auf der Erde tun will. Tun muss!"

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BeitragThema: Re: Zelle 2   21/5/2017, 8:05 pm

3. April 1480
Morgens



Federicos Maskerade war perfekt gewesen. Er war nicht erkannt worden. Aber als er in die Zelle trat, und den im Schmutz schmachtenden Leonardo vorfand, machte sein Herz einen Sprung. Wie konnte man ein so angesehenen Bürger von Florenz nur so behandeln. Die Templer mussten in der Stadt mittlerweile ja mehr Einfluss haben als er bislang dachte. Sonst würde jemand wie Leonardo kaum hier einsitzen. Andererseits war er auch im Gastkeller aufgegriffen worden. Der Kardinal schluckte als ihm bewusst wurde, dass er mit etwas weniger Glück hier auch hätte landen können. Umso mehr wuchs in diesem Moment auch sein Mitgefühl für den Maestro. Es war ungewohnt ihn ohne seine Mütze vorzufinden, die was jedermann wusste zu da Vinci gehörte wie ein Deckel auf einen Kochtopf.
Das er in diesem Moment vor Federico die Wahrheit sprach, obwohl dieser auch ein getarnter Spion hätte sein können, berührte Federico so sehr das er beschloss ihn nicht länger im Unklaren zu lassen. Wer so wahr und ohne Lüge vor einem Knecht des Herrn sprach, hatte es verdient genauso behandelt zu werden. Die goldene Regel fiel ihm ein. "Was du nicht willst das man dir tu, dass füg auch keinem anderen zu."
Er legte sachte seine in schmutzige fingerlose Fäustlinge eingepackte Hand auf dessen Schultern, und sah ihn tief an, während er sicher ging das niemand sie belauschte. Und ja da war niemand. Dennoch sprach er so, dass es nicht verdächtig wurde, und sodass Leonardo verstand.
"Ein guter alter Freund meines Ordens...... meines Mönchsordens." schob er schnell hinterher um Leonardo aufmerksam zu machen. "War Sizilianer..." Bei diesem Satz blinzelte Federico energisch auf Leonardo, und begann in derselben sizilianischen Tonlage mit dem er ihn im Gastkeller angesprochen hatte, leise mit ihm zu sprechen. "Und er sagte mir immer: ´Wann stirbt ein Mensch? Wenn man ertrinkt? Wenn man getötet wird? Oder sich selbst tötet? Nein. Man stirbt wenn man vergessen wird. Wenn der Name des Toten keine Erinnerung mehr weckt. Keine Liebe, Keine Freundschaft und kein Mitgefühl.´" Seine giftgrünen Augen brannten sich in Leonardos Gesicht ein. Es waren Augen die nie jemand vergaß. Ob in einer freundlichen oder feindlichen Situation. Schon garnicht vergaß man sie unter Alkoholeinfluss in einem Gastkeller. "Deshalb Leonardo, fürchtet den Tod nicht. Denn solange man sich eurer erinnert werdet ihr nicht sterben. Der Herr und alle guten Menschen dieser Erde werden über euch wachen. Wie..." Er machte eine lange Pause und lächelte leicht in sich hinein.
"....mein guter alter Freund Federico über mich."
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BeitragThema: Re: Zelle 2   21/5/2017, 9:52 pm

3. April 1480
Morgens

Leonardo stand fest. Angst raubte ihm die Müdigkeit, sein Herz schlug wild. Er fühlte sich, als sei er nie dermaßen ängstlich gewesen, denn es ging hier um sein Leben. Und Leben, das war Leonardo klar, war das höchste und wichtigste Gut. Er nahm es nicht, aus diesem Grund, und hoffte, dass es nie wieder genommen würde- aber diese Zeit war nicht erreicht und deshalb hatte Leonardo Angst.
Umso überraschter war der Künstler, als der Mann die Nähe, ja sogar die Berührung suchte und er sah ihn ehrfürchtig an, wie ein Lehrer seinen Schüler.
Diese Augen kannte er. Diese Stimme kannte er. Diese Worte...
Leonardos Augen wurden feucht. Sein Hals schnürte sich zu und er sackte zusammen, als Federico seine letzten Worte sprach. Er sollte ermutigt sein, der Künstler. Aber er war es nicht. Wer würde sich schon an ihn erinnern? Seine Mutter? Nicht einmal die Frau seines Vaters und er- ihn hatte er seit Jahren nicht mehr gesehen. Seit er bei Andrea gewesen war und auch der würde ihn irgendwann vergessen.
Leonardo wimmerte auf.
Ezio... Er hatte so wenig Zeit mit ihm gehabt! "Ich will nicht sterben!" flüsterte Leonardo, fast quängelnd wie ein Kind, die hellen, blauen Augen ungewohnt traurig und schmerzerfüllt. "Nicht so!"
Er legte den Kopf schief und sah ihn mit diesem bittenden, Hundewelpen-artigen Blick an, der sonst nur seine Freunde zu kleinen Hilfeleistungen brachte. "All die Ideen in meinem Kopf! All die Menschen, die ich treffen will! All die Leben, die ich besser machen könnte. Leichter!"
Der Zettel, auf den Da Vinci die Teilnehmer des Treffens gezeichnet hatte segelte ihm aus der Tasche.
Leonardo war ein Lebemann. Er würde eines Tages nicht sterben, weil er sich die Ruhe gönnen konnte- Er würde sterben weil er es musste. Und er würde voller Reue auf sein Leben zurückblicken und er würde bereuen, dass er nicht jeder einzelnen idee nachgegangen war.
Das war Leonardo da Vinci.

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BeitragThema: Re: Zelle 2   21/5/2017, 11:23 pm

3. April 1480
Morgens


Federico spitzte seine Ohren und nahm alle Sehkräfte aus dem Augenwinkel zusammen. Nein da war niemand. Erleichtert wandte er sich Leonardo zu, der ein beklagenswertes Bild von sich gab. Er erinnerte den Kardinal fast an ein kleines Kind das vor der Nacht Angst hatte, und von der Mutter getröstet werden wollte. Wobei das wohl übertrieben war, denn anders als das Kind schien er den Tod wirklich zu fürchten. Was also tun? Federico musste aufpassen, dass sie nicht die Aufmerksamkeit des Wärters auf sich zogen. Andererseits war sein Weinen glaubhaft, als dass man ihm abnahm von seinen Sünden sich reinzuwaschen. Dennoch er musste ihn irgendwie wieder zur Ruhe bekommen. Ihm versichern das er sich nicht zu sorgen brauche, und das Federico und andere aus dem Orden Sorge für Leonardos Befreiung tragen würden.
"Ihr scheint reinen Gewissens zu sein, mein Freund." sagte Federico sanftmütig, obwohl ihn Leonardos Selbstmitleid anfing auf den Geist zu gehen. "Und der Herr blickt mit Freude auf den der reinen Herzens ist.´ Selig sind die Trauernden, denn sie werden getröstet werden. Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land zu Besitz erhalten. Selig sind die die Hungern und Dürsten nach der Gerechtigkeit, denn sie werden gesättigt werden. Selig die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen!´lehrt uns Christus in seiner Bergpredigt." fügte er gegenüber dem bibbernden Leonardo hinzu um diesen zu beruhigen. Als der Maestro jammerte das er noch so viele Dinge tun, so viele Menschen treffen und all die Leben die er besser machen wolle, blickte Federico sich um nur um sicherzugehen das da niemand war was Gott sei Dank der Fall war. Dann wandte er sich wieder dem Künstler zu, und bedeutete ihn mit einem eisigen Salamanderblick zu schweigen. Es war jetzt wichtig das Leonardo da Vinci zuhörte und verstand. "Maestro... Erinnert euch an die Stelle in der Bibel als Paulus und Silas die Zeit an einem ähnlichen Ort verbrachten und Loblieder auf Gott sangen....." Er verstummte einen Moment und intensivierte seinen Blick. "Erinnert euch an Ende dieser Geschichte. Und habt Vertrauen zum Herrn dass sie sich wiederholt." Und um Leonardo endgültig zu verstehen zu geben wer ihn erretten sollte, fing er wieder an in seine Richtung zu blinzeln.
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BeitragThema: Re: Zelle 2   22/5/2017, 2:38 pm

3. April 1480
Morgens

Leonardos Gewissen war rein. Er hatte sich stets an die Wahrheit gehalten, selbst jetzt, wo sein Tod ihm fast unmittelbar bevorstand und Leonardos Beine sein klägliches Gewicht nicht mehr zu tragen vermochten.
Er lauschte leise und schwieg, betrachtete den Mann nur vor sich und blinzelte langsam die Flüssigkeit in seinen Augen weg. Die Worte, allein wegen ihrem allzu gewohnten Klang, ließen ihn hoffen und Ruhe schöpfen. "Danke." Gewiss nicht gänzliche Ruhe: in Leonardo tobte es noch immer und sein Herz fand keine Ruhe, aber doch hing er dort nun gleichmäßiger in den Ketten, bedachter, stummer. Leonardo sah leise zu, wie seine Skizze zu Boden segelte und er sah auf um dem Kardinal in die Augen zu blicken.
Er kannte die Geschichte nicht, Leonardo fiel es schwer, sich Texte und Predigten zu merken, aber es leitete ein Glöckchen als Federico so darüber redete. Es musste um Freiheit gehen- zumindest hoffte Leonardo stark, dass der Assassinenorden ihn nicht einfach allein ließ, in dieser ganz und gar misslichen Lage. "Ich vertraue." Murmelte Da Vinci geschlagen und sah dann wieder auf den Boden, betrachtete das Papier auf dem Boden. "Nehmt das besser mit" es konnte vorzüglich als Beweis benutzt werden- besser also, keine wache bekäme es in die Hände.
Bis auf diese nette, wie noch? Pucci? Leonardo lächelte müde. Besser nicht draufankommen lassen.

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BeitragThema: Re: Zelle 2   23/5/2017, 9:06 am

3. April 1480
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"Ego te absolvo" sagte Federico nun etwas lauter, und tat so als ob er Leonardo von seinen Sünden wie nach einer Beichte erlöste. Als der Wächter kam um ihn abzuholen, blickte der verkleidete Kardinal noch einmal zu dem Maestro hin. "Vertraut auf Gott, Leonardo. Euer Gewissen ist rein. Und der Herr vergisst seine Kinder nicht, deren Unrecht widerfahren ist." Danach machte er unter einem entnervten kurzen Wortwechsel mit dem Wächter sich auf den Weg zu den anderen Gefangenen. Er würde mit jedem einzelnen jetzt reden müssen, damit kein Verdacht aufkam. Danach würde er gehen und überlegen was als nächstes zu tun war. Was ihn nur schrecklich ärgerte war, dass er in all der Zeit vergessen hatte Leonardo zu fragen wo Ezio war. Er würde einen der nächsten Gefangenen sollte er ihn kennen danach ausforschen müssen. Jedenfalls war Federico froh, dass Leonardo wohlauf war. Er hätte sich etwas mehr Mut seitens des Künstlers gewünscht. Andererseits war dieser solche Situationen einfach nicht gewohnt. Nun nicht jeder hatte eine Jahrzehnte lange Ausbildung zum Assassinen genossen um auf jede plötzliche Gefangennahme vorbereitet zu sein. Ezio hätte kühleren Kopf bewahrt. Aber das lag eben daran, dass er ein Assassine und Giovannis Sohn war.
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