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 Entspannungsraum

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Bauherr
And you say Rome wasn't built in a day
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BeitragThema: Entspannungsraum    7/3/2017, 8:00 pm

Von einem Feuerchen gewärmt, von zarten Düften verführt und einer Frau massiert
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Alessia Rossi
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BeitragThema: Re: Entspannungsraum    8/3/2017, 8:13 pm

2. April 1480
Mittags
cf: Badezimmer

Alessia hob den Kopf als sie seine Worte vernahm und lachte höflich, aber je mehr sie darüber nachdachte, desto amüsanter wurde der Gedanke. Sie als Mann! Nein, sie als Künstler! Das Lachen war vorbei, es sollte nicht aufdringlich sein oder verstören, aber sie schmunzelte noch sehr um ihm am Ende doch zu zeigen, wie sehr sie das amüsierte. Allein der Gedanke!
Nein, nein, sie war gerne genau sie und wenn sie eine Künstlerin sein wollte, dann würde sie das sein. Nur nicht erfolgreich, das war Alessia klar. Für sie zählte jedoch zu tun was sie wollte und zu arbeiten, ihr Geld heranzuschaffen und Männer zu unterwerfen, ohne dass sie es merkten… Das gefiel ihr verdammt gut. Wenn Menschen japsten, alles tun würden, nur um das zu bekommen, was sie begehrten- es war ein ganz besonderes Glücks- und Überlegungsgefühl.
Gerade aber war Alessia anders und das kam nicht oft vor. Die Innigkeit gefiel ihr, ließ sie selig und bedacht werden, nicht nur gespielt ruhig und liebend, sondern tatsächlich.
Musste auch mal sein.
Es war schwer, lang mit dem Gedanken von ihm zu weichen, er war einfach präsent. So spürte sie ganz genau seine Haut und seine Wärme an ihr als er den Ring an sich nahm. Vielleicht sollte sie ihre Beziehung auf eine neue Ebene heben. „Natürlich.“ Die Antwort war wissender, als sie klang. Vielleicht würde es ihm ja gefallen… Es war klar, dass ihm der Ring viel bedeutete, auch der Orden und Alessia wollte nur zu gern wissen, wie weitreichend sein Stolz für die Zugehörigkeit war und wie weit die Geheimhaltung. Ihr Blick wandte sich an ihn, sie hatte die Kleidung an die Brust gedrückt, verdeckte sich, als sie sich aufrichtete.
„Glaubt mir. Es gibt nur angenehme Räume in der Rosa.“ Die Räume, ja. Von den Gesprächen konnte man das nicht immer sagen.

Der Raum war nur ein paar Türen entfernt und Alessia sah sich nur kurz um- Shane zuliebe. Elegant führte sie ihn dann hinein, strich mit der freien Hand über die grob verputzte Wand und brachte den Templer zu der Liege. Sie war gepolstert und angenehm weich, ein edler Stoff für edle Besucher. Die wenigsten schafften es hier herein- das hatte einen Grund. Alessia ließ sachte Shanes Hand los und ging, in einer beabsichtigten Nähe, an ihm vorbei zum anderen Ende des Raums. „Legt Euch doch. Am besten auf den Bauch.“ Schnurrte sie, ließ im Gehen erst die mitgenommene Kleidung fallen und dann das Tuch, dass sie bedeckt hatte. Eine Amphore mit Wein stand da, Alessia füllte einen Kelch und brachte ihn zurück, stellte ihn neben die Liege. Sie hatte vor auf Hannigan zu klettern und ihn zu massieren, wenn sie auf seinem Gesäß saß musste sie ihn nicht ansehen und hatte ihn in einer recht hilflosen Position. Vielleicht die richtige Wahl, wenn sie ihn mit der Wahrheit konfrontieren wollte.
Dazu war seine Kleidung noch von der Liege entfernt- Keine Waffen, keine Verletzten, Chance auf Versöhnung und Chance auf Vertrauen. Irgendwie sträubte sich Alessia vor dem Gedanken, sein Vertrauen dauerhaft zu verlieren.

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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Entspannungsraum    9/3/2017, 12:15 pm

2. April 1480
Mittag
cf: Badezimmer

Alessias Lachen ertönte hell und klar in seinem Kopf. Es war nicht störend oder anstrengend, sondern​ sogar weit mehr als erträglich. Belustigung, über seine eigenen Worte, erschien auf seinem Gesicht. Es war nur ein kleiner Fehlgang gewesen. Nichts von Bedeutung - nur ein kleiner Scherz. Selbst als ihr Lachen verstummt war, konnte er das Funkeln in ihren Augen sehen und für einen Moment befürchtete der Mann, sie würde sich über ihn lustig machen. Eine Augenbraue etwas hoch gezogen und mit einem stummen Seufzen, wischte er diese belanglosen Gedanken fort und konzentrierte sich mehr darauf das Mädchen zu beobachten. Wie sich bückte und alles auf dem Boden zusammen raffte. Für ein paar Augenblicke warf er einen Blick auf das Schwert, das noch am schweren Gurt hing. Dreck und Staub hatten der Waffe den Glanz genommen und er füllte einen weiteren Punkt zu seiner Liste.
Als er den Ring an sich nahm, waren ihre Antwort klar und auf eine Art und weise klang es sogar wissend. Die Augen des Templers wurden etwas schmal und er fragte sich, wie viel Ahnung sie wohl von den Mächten dieser Welt hatte. Männer redeten manchmal mehr, wenn man sie verführte. Er selbst war wohl keine Ausnahme, auch wenn er stets darauf bedacht war, nichts zu sagen, dass ihn oder den Orden schaden konnte. Das traf auf ihn zu - nicht auf andere. Fürs Erste blieben seine Lippen jedoch versiegelt. Er wollte warten und sehen was noch geschah. “Das bezweifle ich nicht.
So ließ er sich dann durch den Gang führen und da der Weg kurz blieb, begegneten sie niemandem. Die Düfte die wenig später seine Nase erfüllten waren betörend und er ertappte sich selbst, wie er für einen Moment einfach die Schultern hängen ließ. Allerdings straffte er diese schnell wieder und sah sich um. Der Raum wirkte friedlich und edel. Man erkannte recht schnell, dass er selten benutzt wurde und etwas besonders Exotisches an sich hatte. Zufrieden bemerkte er die Karaffe mit dem Wein und sein Hals war mit einem Mal wie ausgetrocknet. Als er die Worte der Kurtisane hörte, fuhr sein Blick zu der Liege und seine Lippen wurde schmal. Es war eine riskante Position in die er sich begeben würde. Ungeschützt war dort sein Rücken und seine Bewegung ebenso eingeschränkt.
Langsam lies er seine Wahrnehmung über den Raum gleiten. Es gab keine Möglichkeiten um hier jemanden zu verstecken. Wer hinein wollte, musste durch die Türe. Das würde er hören und reagieren können, denn die Liege lag ein Stück weit entfernt. Es schien auch kein Platz zu sein, an dem man eine Waffe hätte platzieren können und wenn Alessia geplant hatte, sein Schwert oder seinen Dolch zu nehmen, hätte sie sich halb durch den Raum bewegen müssen. Dennoch blieb das Misstrauen, als er gemächlich zu dem Gestell marschierte. “Solltet ihr vorhaben, mir einen Dolch in den Rücken zu jagen - seht zu, dass Ihr einen sauberen Schnitt macht.“ Auch wenn ein leichtes Lächeln seine Lippen zierte, war der Ausdruck in seinen Augen, wie kaltes und sprödes Gestein. Ruhig und ohne Eile ließ er sich auf der weichen Liege nieder. Den Blick hatte er dabei stets,auf die Frau im Raum gerichtet, bevor er dann den Stoff an seinem Bauch fühlte. Er wollte ja genießen - das alles ausnutzen. Und doch konnte Shane nicht aufhören, Alessia zu zeigen, dass es weitaus mehr bedurfte, um ihm das Gefühl von Vertrauen zu entlocken. Den Kopf zur Seite gedreht, verfolgten seine Augen ihre Schritte, als sie einen Kelch auf den Tisch stellte. Zwar verspürte er noch Durst, aber genauso wollte er wissen, was sie nun vor hatte und genauso musste er herausfinden, wie viel sie wirklich wusste. Also sprach er ohne lang zu zögern das an, was er haben wollte. “Wie viel wisst Ihr?“ Um ihr zu zeigen was er meinte, hob er ein wenig die Hand mit dem Ring. Den Blick hatte er nun stechend auf die Kurtisane gerichtet, um jedes Detail und jede Reaktion wahrzunehmen. “Seid ehrlich.“, bat er mit dem Hauch eines Befehls.

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BeitragThema: Re: Entspannungsraum    9/3/2017, 7:24 pm

2. April 1480
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Die hochgezogene Augenbraue war ihr natürlich aufgefallen, also hatte Alessia sanft den Finger gehoben und ganz, ganz vorsichtig an ihr gedrückt, dass sie wieder auf der Höhe der anderen war und seine hübsche Stirn nicht mehr in Falten lag. Dann setzte sie einen Kuss auf die warme Haut.
Das Schwert in ihrer Hand war schwer und edel, trotz des Zustands. Eher unauffällig sah das Mädchen nach Blut oder anderen Anzeichen für eine Nutzung, aber es wollte es nicht auffällig machen und sammelte weiter Sachen- machte sich besser für eine Dirne.
Sie räumte auch noch, als er den Ring an sich nahm, so sah sie ihn nicht an, glaubte aber, die Antwort deuten zu können und entschied, bald mit der Wahrheit herauszurücken.
In Alessias Kopf hatten sich Vorschläge gebildet, wie das vonstattengehen sollte, aber sie war sich nicht sicher und das gefiel ihr wieder nicht. Es würde ihr nie gefallen, denn sie war normalerweise weder auf den Mund, noch auf den Kopf gefallen.
Die Sachen in die Mitte des Raums schleppend entschied sie sich für eine finale Lösung und zuckte, als nur kurz darauf seine Angst kam, sie würde ihn verraten. Alessias ganzer Körper riss sich mit ihrem Kopf herum, wandte sich ihm zu um sich zu versichern, dass er wirklich ernst war. „Signore!“ stieß sie aus. „Ich könnte doch nicht…!“ Oh, wie ertappt sie sich fühlte… Alessias Wangen wurden rot und sie tarnte es, in dem sie sich umdrehte. „Ich könnte und ich würde nicht.“ Sagte sie dann und als ihr, in Trauer, bewusst wurde, dass ihm das nicht reichen würde, fügte sie piepsig hinzu „Ihr habt noch mein Geld.“
Sie war sich sicher, dass er nicht verstehen würde, spräche sie jetzt darüber wie sympathisch er ihr geworden war und wie gern sie ihn bei sich hatte. Hätte sie das gesagt- Shane hätte sie für eine Lügnerin gehalten. Es war zum ersten Mal, dass Alessia also log, als sie diese Worte aussprach. Sie hoffte, wenigstens ihre Haltung und ihr Körper würden wahrhaftige Absichten zeigen. Etwas niedergeschlagen war sie- so lügen zu müssen.
Alessias fein geplanter Anfang für ihre Erklärung und Erläuterung verflog, als der Templer fragte. Sie schluckte und atmete tief durch, setzte sich sachte auf sein Gesäß und begann, die geölten Hände über seinen Rücken streichen zu lassen. Vielleicht konnte sie ihn so runterdrücken, wenn er protestierte. „Nicht mehr als eine Kurtisane dürfte, aber doch mehr als meine Schwestern.“ Antwortete sie nach einiger Zeit und ihre Stimme war sanft, beruhigend, um jeglichen Keim von Zorn oder misstrauen zu ersticken. Alessia massierte hingebungsvoll, vielleicht, um selbst nicht so viel nachdenken zu müssen. „Ich sympathisiere mit Euch.“ Hauchte sie dann und legte den Kopf schief, als analysiere sie selbst, ob das so wahr war. Ich bin nicht die, mit Templerblut an den Händen.“ Aber die mit ihren Tagebüchern im Regal. Alessia biss sich auf die Lippe.

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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Entspannungsraum    10/3/2017, 8:16 pm

2. April 1480
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Langsam sank seine Braue wieder auf normale höhe, während er die Wärme von Alessias Finger darauf spürte. Er hatte sie die ganze Zeit dabei klar angeblickt und für einen Moment zuckten seine Wangen zu einem kurzen Lächeln, das sogar das erste Mal wirklich seine Augen erreichte. Aber es wehrte nur für einen kurzen Liedschlag, bevor er wieder ernst wurde und ihre Bewegungen mit allen Sinnen verfolgte. Er glaubte nicht wirklich, dass eine Kurtisane mit einem Schwert umgehen konnte, also befürchtete er von dort keine Gefahr, während er den Raum gewechselt hatte. Wahrscheinlich wäre es sogar viel zu schwer für sie, um es richtig schwingen zu können.
Shane hatte ihr den Rücken zugekehrt, als er ihr die Worte gesagt hatte. Diese bittere Ironie, dass sie ihr Ziel wenigstes mit einem sauberen Schnitt treffen sollte. Ihre Stimme wirkte unglaublich laut in seinen Ohren, als sie die Worte ausstieß. Sie könnte nicht? Jeder konnte. Sie würde es nicht? Niemand sah in den Kopf eines Menschen. Noch immer den Rücken zu ihr gedreht, wurden seine Lippen zu schmalen Strichen. Bei ihren letzten Worten hielt er inne und ein heißeres Lachen verließ seine Lungen. „Gefühle können stärker sein, als das Geld.“ Rau, tief und vielleicht ein wenig verbittert, waren die Worte in einem harschen Englisch über seine Lippen gekommen. Es war mehr an sich selbst gerichtet, als an die Frau die sich ebenfalls im Raum befand. Aber er wiederholte die Worte nicht mehr, alles was er tat, war sich hinzulegen. Ihr zu zeigen, das er – wenngleich er ihr zwar nicht wirklich glauben schenkte – nicht befürchtete, sie würde ihn jetzt in diesem Moment töten wollen. Sie hätte nicht die Möglichkeit dazu und etwas in ihrer Stimme hatte an ihm gerüttelt, so gerne er diese Sache auch verbergen wollte. Ihre Antwort hatte ehrlich geklungen. So ehrlich.
Ganz deutlich konnte er den Stoff nun unter seinem Körper spüren, wie er seine Haut berührte und über seinen Bauch strich. „Dann kommt und verdient euch Euer Geld.“ Er sah sie nicht an, als er die Worte aussprach. Er sah nirgendswo hin, denn seine Gedanken waren kurz ganz woanders. An einem anderen Ort, an einem anderen Tag. Vor ihm blitzte das Gesicht eines Mannes auf kalt und verzerrt vom Tod. Wut war durch seine Adern gerauscht und ebenso dieses erbärmliche Gefühl von Mitleid. Er hatte ihn nicht töten wollen, er wollte nie wirklich töten und doch.... und doch hatte er es getan. Geleitet von den Gefühlen, von der Demütigung die man seiner Mutter hatte zukommen lassen. Es war das erste Mal das er getötet und das geleitet durch seiner eigenen Wut. Shane hatte sich geschworen es nicht mehr so weit kommen zu lassen. Er würde töten, wenn es sein musste. Er würde seine Feinde niederschlagen, um sein Ziel zu erreichen. Aber niemals mehr wollte er aus dem puren Gefühl heraus ein Leben nehmen.
Erst als ein Gewicht auf seinem hinteren Teil des Körpers landete, blinzelte er die Gedanken fort und versuchte den Kopf ein wenig zu drehen. Doch in dieser Position war es ihm unmöglich das Gesicht der Kurtisane zu sehen. Einzig ihre eleganten Beine kamen in sein Sichtfeld. Nachdem er die Hand gehoben hatte und um ihre Ehrlichkeit um ihr Wissen bat, schwieg er interessiert und hielt – ja, er hielt wirklich die Luft an, als er ihre Worte hörte. Es war lange her, dass ihm jemand das gesagt hatte. Für alle war er immer nur der Großmeister gewesen. Man hatte ihm Respekt gezollt oder war ihm meist sogar mit Furch begegnet. Aber selten mit Sympathie. Das hatte die Arbeit mit sich gebracht. Die Kälte, die Eitelkeit – der eiserne Wille anzuführen und seine eigenen Interessen zurück zu halten, für den großen Plan. Für die Bruderschafft.  Ein wenig fragte er sich ob sie log... ob sie das tat um ihm zu gefallen. Aber er konnte nicht leugnen, das etwas passiert war – bei ihrem Liebesspiel.
Als die Kurtisane ihre Erklärung fort fuhr, wurden seine Augen schmal, aber alles was er sehen konnte er der Kelch vor ihm oder ihre weiche Haut. Außerdem war es nicht gerade hilfreich, dass ihre Hände seinen Rücken so gekonnt massierten. Sein Körper war so verspannt nach dem Wochenlangen ritt, dass er ein erlösendes Seufzen nicht unterdrücken konnte, als sie einen Punkt lockerte, der ihm schon lange immer wieder Schmerzen bereitet hatte. Aber im nächsten Augenblick war ihm bewusst, dass sie die Templer kannte. Er hatte nie in ihrem Gespräch den Namen genannt. Sie hatte es selbst erraten und den Ring erkannt. Ob sie Rizzi kannte? Shane war sich unsicher ob er sie fragen sollte, aber... es wäre seine erste Spur um den Templer zu finden. „Wer hat Euch davon erzählt?“ Vielleicht konnte er so mehr herausfinden, wo sich seine Brüder in diesem Land verbargen und ebenso erkennen wie viel Alessia wusste. Es schien wohl, als hätte sich das Spiel ein wenig gedreht.

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BeitragThema: Re: Entspannungsraum    11/3/2017, 12:27 am

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Shanes lächelndes Gesicht hatte sie vor Augen. Nicht den lächelnden Mund- diesmal hatte durch und durch sein ganzes Gesicht gelächelt und es war so wichtig, denn es war nur kurz gewesen. Nur ein Zucken. Ein Anflug von Freude.
Nicht mehr.
An das Lächeln dachte die Kurtisane also, als er sie auslachte. Und das tat er. Er lachte sie aus, weil sie gesagt hatte, sie würde ihn nicht erstechen. Dann sprach er Worte in Englisch und gute Erinnerungen versickerten im schlammigen Unbehagen in Alessias Gewissen. Sicher hatte er etwas Gemeines gesagt. Etwas Abwertendes oder enttäuschtes. Ihr Blick senkte sich, sie sah hinter sich um ihn beim Hinlegen zu betrachten und ihr Blick richtete sich nach vorne, zu ihrem Ziel, dem Wein.
Er wiederholte die Worte nicht. Er legte sich hin, den Rücken hinauf und den Kopf hinab. Er spottete sie mit jeder Bewegung, jedem Atemzug, in dem sich sein Rücken hob. Es löste Trotz in der jungen Frau aus, bedauernden Trotz.
Die nächsten Worte waren wie ein Tritt in den Magen. Forder mich nicht heraus. zischelte es in Alessias Kopf. Ich warne dich. Mit Weinbecher und Ölflasche trat sie zurück zu ihm, stellte das eine zu ihm und das andere, nachdem sie ihre Hände eingerieben hatte, an den Fuß der Liege. „Und wenn ich mir Symapthie verdiene?“ fragte sie, kletterte erst auf den Rand der Liege, dann auf ihn, ohne sich irgendwo abzustützen. Balance war gefordert, das konnte Alessia noch. Sie begann also, zu massieren. Betrachtete dabei die Narben, die sich ihr offenbart hatten und dann auch die große, die Verräter-Wunde an seiner Seite.
Natürlich strichen Alessias Hände nicht hin, sie schaute auch nicht übertrieben. Das Mädchen war nicht dumm, nur neugierig. Ob das ein Assassine gewesen war? Ein Freund? Ein befreundeter Assassine? Oder ein fehlgeleiteter Templer?
Jetzt war aber nicht sie es, die Fragen stellte, jetzt tat er das. Und irgendwie hatte es etwas befreiendes, etwas Gutes darüber zu reden. Weniger Lügen und Halbwahrheiten. Alessia ließ ihre Hände und Nägel über seinen Rücken streichen, drückte die Finger sanft in die Haut und versuchte, jegliche letzte Verspannungen zu lösen. Ohne Zweifel fiel ihr auf, dass seine Atmung sich veränderte. War wohl verständlich. Sie hätte ähnlich reagiert, wäre sie in einer solchen Situation.
„Viele.“ Das Seufzen hatte ein Schmunzeln auf ihre Lippen gezaubert, es war bis jetzt nicht verschwunden. Hannigan amüsierte sie, gefiel ihr. Das war nicht der durchschnittliche Freier, ganz und gar nicht. „Valentini… Gentiloni… Ruoco…“ erfand sie Namen. „… Rizzi… Sibilia… Nadasi…“ Vielleicht führte er sie ja direkt zu Rizzi… Alessia betrachtete ihn unter ihr. Süß war er, wenn er so hilflos war.

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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Entspannungsraum    12/3/2017, 7:35 pm

2. April 1480
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Er spürte sie. Diese Kälte die sich mit einem Mal in diesen Raum ausbreitete. Nicht körperliche - aber seelische. Ihm war bewusst, dass er ihren hoffnungslosen Versuch, Vertrauen zu erwecken mit nur wenigen fremden Worten auf den Boden getreten hatte. Was sie wohl dachte, was er gesagt hatte? Etwas Schönes war es wohl nicht.Mit einen kurzen Schnauben verwarf er diesen Gedanken wieder. Ihre Meinung war hier nicht wichtig, nicht wenn es darum ging wem und wie er zu vertrauen hatte. Und er sah auch keinen Sinn darin, ihr die Worte zu übersetzten.
Noch immer war da dieses Eis, als er sie zu sich lockte - beinah schon provozierend. Es war ein Test, ein vorsichtiges voran tasten um ihre wahre Natur zu erkennen. Es hätte ihn nicht gewundert, wenn sie abgelehnt hätte. Aber sie kam. Gehorchte auf seine Worte und kletterte auf seinen Rücken. Da war er nun, etwas hilflos aber nicht machtlos. Selbst jetzt konnte er noch das Gespräch leiten und entscheiden wie weit es ging. Wenn es sein müsste, würde er sie ebenso mit einen Ruck von sich herunter befördern. Den Stoff wieder rau an seiner Haut und Alessias Finger erlösend auf seinem Rücken, waren sie nun bei jenem Thema angekommen, das sie zuvor umkreist hatten. Das wurde ihm mit jedem Herzschlag bewusst. Sie hatte ihn ausgefragt, vielleicht sogar getestet ob er wirklich diesem Orden angehörte. Diese Erkenntnis... sie machte ihn... Seine Schultern spannten sich ein wenig an. Wartend auf das Gefühl der Wut aufgrund des Kontroll-Verlustes, der Enttäuschung oder der Demütigung. Doch dann wurde er wieder ruhig. Alles sank zurück an seinen Platz und sein Blick war klar. Diese Erkenntnis ließ ihn kalt. Kein rauschen in den Ohren, kein zorniges Luft schnappen. Einfach nur eisige Kälte. Shane starrte auf den Stoff vor ihm und winkelte seine Arme ein wenig an. Es gab ihm eine bessere Position, sollte er schnell hoch kommen müssen. Das Gespräch ging weiter, seine Gedanken ungesagt und wieder verborgen. Nur sein längeres Schweigen, ein Zögern war ein Zeichen dafür, dass er nun mehr ahnte. Alessia sprach nun wieder und antwortete auf seine Fragen. Das Gesicht unleserlich versuchte die die Namen zu erkennen. Aber er kannte keinen davon - bis...
Sein Kopf schnellte ein Stück nach oben. Rizzi. Sie kannte ihn - jedenfalls seinen Namen. Zwiespalt eröffnete sich nun in ihm. Da war es nun dieses Problem - dieses Misstrauen das drohte ihn zu überschwemmen. Ein wenig drehte er nun seinen Oberkörper, um einen Blick in die Augen der Kurtisane zu erhaschen. “Ihr wollt Vertrauen? Ich muss es Euch wohl nun gezwungenermaßen geben.“ Die Worte lagen schwer auf seiner Zunge. “Sollte ich je erfahren, dass Ihr diese hier gesprochenen Worte an jemanden weiter gereicht habt... Nun, das würde nicht schön enden.“ Pure Ernsthaftigkeit fror seine Züge ein. Ließen sie zu einer grausam schönen Maske werden. Den Blick hatte er wie ein Raubtier auf das Gesicht der Frau gerichtet. “Rizzi.“ sagte er dann und verdrehte sich noch ein Stück, den protestierenden Schmerz an der Seite ignorieren. “Was wisst Ihr über ihn?“ Keine Frage - ein Befehl.

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Alessia Rossi
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BeitragThema: Re: Entspannungsraum    12/3/2017, 8:09 pm

2. April 1480
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Da war es, ein Schnauben. Nur ein kleines Schnauben, aber es schien so verdammt abwertend. Alessia zog kurz beschützend ihre Schultern zusammen, dann fing sie ihre Contenance wieder ein. Schultern zurück, Brust nach vorne, gerader Rücken, gestreckte Beine.
Sie war eine… eine Lady und das endete nicht, wenn er sie anranzte. Ihrem Stolz konnte nichts etwas anhaben. Nicht sein Kommentar und nicht, dass er nicht auf ihre Frage antwortete. Nicht, dass sie nach längerer Zweisamkeit immer noch bei ihm war und auch nicht, dass sich seine Schultern anspannten. Was war nun? Gefiel es ihm nicht? Wurde er aggressiv? Alessia drückte weniger und strich mehr, die sanften Hände zu seinen Schultern führend. Sie konnte nicht so tun, als wäre die Verspannung nicht da, das wäre noch auffälliger. Sicher hatte es damit zu tun, dass sie über sie Bescheid wusste.
Normalerweise kam sie nicht dazu, das jemandem zu erzählen, aber normalerweise dachte sie auch, höre ihr jemand zu, würde er auch wissen wollen, ob sie von der Gegenseite wusste. Und das brächte ihr nicht nur Sicherheit, denn sie wusste von der Gegenseite, sondern auch noch ein hübsches Sümmchen Taschengeld.
Das Schweigen war ihr unangenehm. Unendlich fern schien der Mann jetzt, den sie für so sympathisch empfunden hatte. Alessia mochte nicht glauben, auch wenn sie es wusste, dass ihr Wissen sie unattraktiv gemacht hatte. Zu einer Bedrohung. Es wurde Zeit für positive Worte und einlullendes Verhalten. So beugte sich die junge Frau vor, brachte etwas mehr Nähe zwischen sie und küsste sachte seinen Nacken, wodurch sie noch deutlicher das folgende Zucken wahrnahm. Die Namen hatte sie ihm gegen den Hals geflüstert, sie sollten einer nach dem anderen in seinen Kopf geflossen sein und hatten sich da festgesessen, vielleicht für Fragen gesorgt, bis auf ihn… Rizzi.
Elegant richtete sich Alessia wieder auf als sich ein Drehen seines Körpers ankündigte und sie sah ihn verspielt an, ohne zu provokant zu schauen. Jede falsche Bewegung konnte ihre letzte Bewegung sein. Er brauchte kein Schwert, um sie zu töten. Das würde Shane Hannigan schon mit seinen Händen schaffen. Die Augen der Kurtisane flogen zu den Händen als sie daran dachte, betrachtete sie in amüsiertem Genuss. Wie sie da unter seinem Kopf ruhten… Wie Löwenpranken unter einer dösenden Großkatze. Diese Hände konnten gut tun. Aber sie konnten mehr, und das sagte ihr Shane indirekt. Alessias Blick strich in sein Gesicht und sie sah dem Löwen ins Auge, eh ihr Gesicht weich wurde, fast etwas ängstlich. „Ich könnte nicht.“ Es tat weh zu lügen, aber es half, dass er kalt war. Das attraktive Gesicht schien jetzt so hart, dass sämtliche Lügen einfach an ihm abprallen könnten- deshalb traute sich das die junge Frau. Als er sich krümmte um sie ansehen zu können kletterte sie von ihm hinab, hockte sich neben seine Beine, dass er sich drehen konnte und setzte sich dann knapp oberhalb der Lenden auf seinen Bauch. „Nicht viel.“ Egal, wie es scheinen mochte, sie sprach die Wahrheit. „Er ist Italiener und er war schon in Florenz.“ Sie widersprach so der Aussage, Rizzi habe ihr über den Orden erzählt, aber Alessia hoffte inständig, das würde nicht auffallen. „Tatsächlich… weiß ich genauso viel wie Ihr.“ Sie freute sich gerade, so diplomatisch geantwortet zu haben, da fiel ihr ein, dass er auch gefragt haben konnte, obwohl er Rizzi kannte, weil er ihn schützen wollte. Wäre dem so würde Shane jetzt denken, sie kenne Rizzi, und das wäre nicht gut. „Sofern Ihr nichts wisst.“ Fügte sie also eilig hinzu. „Denn ich weiß nichts.“

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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Entspannungsraum    12/3/2017, 9:48 pm

2. April 1480
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Ihre Finger wurden leichter auf seiner Haut, strichen über seine verkrampften Stellen. Sie schien es zu bemerken, diese Barriere die er wieder um sich herum aufbaute. Denn schon spürte er wieder ihre Nähe. Die Wärme, die von ihrem Körper ausging, war wie Feuer, welches gegen das Eis ankämpfte, das wieder in seinen Adern pulsierte. Weich und samtig fühlte sich die Haut an, die über seine Rücken strich. Er fühlte ihren heißen Atem in seinem Nacken und die feinen Härchen stellten sich dort ein wenig auf. Sie spielte ein gefährliches Spiel und das leichte Grollen in seiner Brust, war mit Lust erfüllt. Der Körper war wohl der größte Verräter von allen. Selbst jetzt in dieser Situation wollte er mehr von den Liebkosungen, von Nähe und dem Gefühl aufeinander treffender Haut. Aber er blieb ruhig und beherrscht, als sie alle Namen in sein Ohr hauchte. Bis ein bekannter fiel. Da war es wieder dieses - sie könnte nicht. “Oh, Ihr könnt alles Alessia.Ein Grund warum der Frieden nicht existiert. Weil jeder alles tun kann.“ Langsam hatte er sich weiter erhoben und schlussendlich auf den Rücken gedreht. Es war kaum eine bessere Position, aber er konnte wenigsten das Gesicht ansehen. Konnte ihre Züge studieren und nach der Wahrheit suchen. Beinah schon sachte, nach seinen harschen Worten, legte er die Hände an ihre Hüfte. Seine Daumen strichen sanft über die Kerbe des Knochens, um ihn vielleicht selbst daran zu erinnern, warum er hier her gekommen war. Nicht des Wissens willen - sondern um einfach die Nähe einer Frau zu spüren. Einer Frau - die, wie sich herausstellte - die Krallen einer Hauskatze besaß.
Leichte Enttäuschung fuhr durch seinen Verstand, als sie meinte, sie wisse nicht viel. Natürlich würde sie kaum wissen wo er lebte, aber er hatte sich dennoch mehr erhofft. “Ist er derzeit hier in Florenz?“ Es war eine gefährlich direkte Frage, die auch ein wenig von seinen Absichten klar machte. Er würde dafür sorgen müssen, dass Alessia niemals ein Wort darüber verlor. Shane wollte ihr glauben, dass er ihr vertrauen konnte. Der Templer wollte es wirklich, doch er konnte nicht. Er konnte einfach nicht.
Ein wenig sah er sie dann musternd an. Studierte den Schwung ihres Mundes und dann die Form ihrer Augen. “So viel wie ich?“ Nein, das würde sie bestimmt nicht tun. Sie hatte nicht das Wissen und die Möglichkeit. Nichts davon. Aber schon schien sie fast schon eilig hinzuzufügen, dass sie nichts wusste. Nichts, das war bedauerlich. Dann würde er seinen Ordensbruder auf eine andere Art und Weise finden müssen. Aber Shane wusste das es nicht einfach werden würde. Rizzi konnte ebenso in Rom oder in einen der anderen Städten sein, die er unter seinen Händen hatte. Shane hatte gar nicht bemerkt, dass er begonnen hatte über die Haut an Alessias,Bauch zu streichen. Als er es jedoch tat, hielt er in der Bewegung inne. “Die anderen Namen, wisst Ihr wo sich diese Leute befinden, oder ob sie erneut hier her kommen?“ Wenn sie Brüder waren, konnten sie ihm bestimmt mehr helfen.

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BeitragThema: Re: Entspannungsraum    12/3/2017, 10:18 pm

2. April 1480
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Die Worte sickerten ihr in den Kopf und den Verstand. Frieden… War nur möglich wenn alle einheitlich handelten. Und das bedeutete, dass die Meinung angepasst werden musste. Eine ganz und gar unangenehme Gänsehaut zog sich über Alessias Körper als sie bemerkte, was das hieß.
„Wie wollt Ihr das machen?“ Ihre Stimme war nicht mehr als ein heiseres Pfeifen, ein erstickter Singvogel. Es war doch klar: Alle andersdenkenden bekehren. Wenn das nicht klappte, dann töten.
Deshalb gab es doch diesen Kampf, ganz allein deshalb.
Alessia schluckte. Wie konnte sie da nur Sympathie fühlen? Wie konnte sie bei Assassinen Sympathie fühlen? Auf wen sollte sie sich überhaupt verlassen?
Alessia wollte gern auf sich selbst achten. Auf keinen achten, aber auf sie selbst. Vielleicht erlebte sie die Zeit gar nicht, wo eine der beiden Seiten gewann. Vielleicht weder sie noch Shane.
Es gab da eine Stimme in ihrem Kopf, die ganz dringend wollte, dass Alessia kein Mitleid hatte, weil diese Pläne schlecht schienen. Sie unterwarfen den menschlichen Geist, die eigene Bestimmung und die freie Meinungsbildung: Etwas, was jeder Mensch haben sollte, wodurch er doch erst menschlich wurde.
Aber das Mitleid kam aus einem anderen Grund. Im Idealfall würden die Templer ihr Ziel nicht baldig erreichen. In der Renaissance würde es keine Gruppe schaffen- So hatte Alessia doch Mitleid mit Shane. Er schien sein Leben dahin zu richten, die Templer zum Sieg zu führen, und wenn er es nicht schaffte… Wenn er es nicht schaffte, wie schwer würde ihn das treffen?
Sachte machte die junge Frau ihm Platz, ließ ihn drehen und setzte sich wieder auf ihn. Ruhig geworden, sanft. Shane war verbohrt, sie wollte wirklich nicht wissen, wie weit er gehen würde. Das Streichen war recht angenehm, sie strich mit den nun fast trockenen Händen über seinen Bauch und seine Brust, folgte ihrer Hand mit dem Blick und antwortete ohne aufzusehen. „Ich weiß es nicht.“ Ganz leise hatte sie das gesagt. Zu stark war die Versuchung, Shane zu sagen, warum sie hoffte, dass er es war. „Fragt die Diebe. Die haben ihre Augen und Ohren überall.“ Das hatte sie auch über die letzten Tage gehabt. Aber Rizzi war in Fisch im Wasser, griff man ihn entsprang er einem dennoch.
Es war wie eine kleine Belohnung, als er sie streichelte. Sie drückte sich ganz leicht gegen die Hand, gegen die Wärme, summte. Es fühlte sich an wie
Mach dir keine Sorgen, dass du Nichts weißt. Es ist nicht schlimm. Alles, was du bis jetzt schlecht gemacht hast, ist nicht schlimm. Immerhin streichle ich dich nach dieser sehr enttäuschenden Befragung.
Aber das hieß es nicht. Das merkte Alessia, als er innehielt und sie ihren Blick zu ihm hob, ihn sich ansah. Dazu noch die Frage, auf die sie keine Antwort wusste: Gar keine Antwort wissen konnte. Diese Männer gab es immerhin gar nicht. Elegant wie eine Katze senkte Alessia ihren gesamten Körper auf ihn, rutschte so mit dem Unterleib etwas zurück um den Kopf auf seine Brust zu betten. Aus großen, hundeähnlichen Augen sah sie zu ihm auf, strich wieder über Shanes Brust. „Nein, über sie weiß ich auch nichts.“ Sie hatte Angst, dass es wütend war, wenn er erfuhr, dass das keine echten Menschen waren.

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BeitragThema: Re: Entspannungsraum    13/3/2017, 11:13 am

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Durch Ordnung.“, war das Erste, das über seine Lippen kam. “Durch Sinn und einer einzigen Richtung. Nicht mehr als das.“ Er hatte die Worte mit stolz gesprochen und mit jener Inbrunst, die er dem Orden schenkte. “Kein unnötiges Morden. Kein feiges Versteckspiel.Nicht so wie es die Assassinen tun. Der letzte Satz hing unausgesprochen in der Luft. “Einfach ein Verstehen der Welt.“ Hätte er seinen Blick auf Alessia gerichtet, hätte sie die leichte Qual in seinen Augen gesehen. Der Schmerz darüber, wie verkommen dieser Platz des Lebens geworden war. Es war ein langer und schmerzhafter Weg, dass wusste Shane. Doch er kannte kein anderes Leben. Dem einzigem Vergnügen, dem er sich manchmal hingab, war das hier. Diese wenigen Stunden im beisammensein einer Frau und manchmal war nicht einmal dies erholsam. Vielleicht war das hier in Italien anders - vielleicht hatten diese Templer andere Wege. Aber er selbst hatte das Töten immer gehasst. Nur manchmal... manchmal war es eben die einzige Lösung.
Shane war dankbar für ihre weichen Hände an seiner Brust, nachdem er sich umgedreht hatte. Dieses sanfte Streichen über seine Haut, besänftige ihn ein wenig. Erinnerte ihn daran, dass das über ihm, nur eine Kurtisane war, die alles für ihr Geld tat. Sie konnte nichts wichtiges Wissen. Warum also diese grauenhafte Enttäuschung? Ein wenig befeuchtete Shane seine Lippen mit der Zunge und gab sich schweigend den kleinen Liebkosungen hin. “Diese Diebe.. wo sind sie zu finden?“ Der Engländer kannte diese Stadt nur von Karten und Berichten, es würde nicht leicht werden sich sofort zurecht zu finden. Aber so war es doch zu beginn immer, selbst wenn seine Heimatstadt ganz anders war, würde er sich irgendwann an das hier gewöhnen können. Irgendwie.
Ein wenig zog Shane Alessia näher zu sich heran. So nah, bis sein Atem über ihren Hals strich und er den Duft von ihrer Haut riechen konnte. “Wie bedauerlich. Ihr hättet eine große Hilfe sein können.“, murmelte er - der Ton leise und scharf - auf ihre Worte, dass sie niemanden von diesen Namen genauer kannte. Wahrscheinlich waren sie einfach gekommen um ihren Trieb zu stillen und waren wieder gegangen. Doch er hatte sich diese Worte eingeprägt und würde nach ihnen ausschau halten. Vielleicht einige der Adeligen darüber ausfragen oder wenn es sein musste auch einen des billigen Volkes. Sein Ziel würde er erreichen, nur das wie und das wann blieben ungewiss. Shanes Hände setzten sich wieder in Bewegung, strichen über die warme Haut und glitten über die Rundungen ihrer Brust. Ein kehliges Brummes drang aus seinem Mund, während er den Blick ein wenig über ihren Körper schweifen ließ. Er suchte nach einen Weg für ihr Stillschweigen. Es gab auch andere Möglichkeiten, als sie weiter mit Gewalt zu bedrohen. Die Frage war nur welcher der Beste war. Hatte sie nicht gemeint sie sympatisiere mit ihm? Doch das war zuvor gewesen, vor dieser Kälte. “Ihr fragtet zuvor, was ist wenn ihr Euch sympathie verdient.“ Griff er jene Frage auf, die er zuvor nicht beantwortet hatte. “Ich bin neugierig - wie würdet ihr es anstellen?“ Seine Augen blitzten auf und er zwang sich seine Züge zu lockern. Stellte sich wieder herab auf diese gleiche Stufe, oder eher hob er Alessia nach oben. “Als Lady wisst ihr bestimmt wie so etwas geht.“ Seine Finger fuhren weiter nach oben bis er ihre Haarspitzen berührte und diese über ihre Schulter zurück schob. Um den Umschwung nicht auffällig zu machen, blieb sein Blick noch etwas steinern. Es musste schleichend passieren, unbemerkt vor jenem, der damit getäuscht werden sollte.

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BeitragThema: Re: Entspannungsraum    15/3/2017, 9:43 pm

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Er brauchte kaum Zeit, um zu überlegen. Das machte einen Eindruck auf Alessia. Shane schien keinerlei Zweifel an seiner Weltvorstellung zu haben. Natürlich, an Frieden war nichts auszusetzen. Aber Frieden hieß, dass einer ihn bereiten musste und das tat der, der sich herausnahm es zu können. Wehe dem, der auf der falschen Seite der Klinge stand!
Alessia wurde nur wieder einmal bewusst, wie riskant ihr Spielchen hier war und sie entschied sich, nicht zu hinterfragen, nicht anzuzweifeln. Männer wie Shane und sicher auch Männer wie Santoro waren bereit über Leichen zu gehen- Egal ob männlich oder weiblich. Alessia traute sich fast nicht, ihn anzusehen.
"Diebe findet Ihr in Florenz überall." antwortete sie dann mit sanfter Stimme. "Es wird nicht lang dauern bis Euch einer über den Weg läuft. Ihr erkennt sie. Viele tragen Mützen und alle... Nun... Alle haben lange Finger." sie sah auf und die Augen des Templers, versuchte ihnen standzuhalten. Es war wichtig, dass man die Langfinger mit Geld lockte, aber mitnichten mit zu wenig. Es war jedoch schwer eine Grenze zu erstellen zwischen zu wenig und genug, da viele Diebe auf die Vollen gingen, wenn sie Geld witterten. Falsche Informationen war da noch das geringste Übel.
"Ihr findet auch eine Diebesgilde." endete Alessia dann und fokussierte sich wieder aufs Streichen und Massieren. Dass er sie näher zog brachte einen Schauer und ein Zucken durch ihren Körper, dass sie seinen Atem an einer so sensiblen Stelle wie dem Hals spürte verstärkte das Gefühl. Es war, als wäre er ein Wolf, der jeden Moment zubeißen konnte. Alessia drückte sich nicht gegen ihn, aber ihr Hals blieb gestreckt und das nicht in seine Richtung. Was er murmelte klang bedrohlich. Als hätte sie es sein können, war es aber nicht und somit praktisch werlos geworden. Ganz vorsichtig lugte sie zu ihm hin, in seine Augen. Jede Vergleiche mit Löwen wurden vor ihren Augen hinfällig: Er schien mindestens so stolz aber nichtmal halb so faul. Nein, das war ein Rudeltier- nur ein kleiner Welpe für die große Sache, aber mit spitzen, gefletschten Zähnen.
Das Streichen stand in einem harten Kontrast und, verdammt, es fühlte sich gut an. Immer noch an ihn gedrückt, den Hals gestreckt betrachtete Alessia die Wand nicht unweit von ihr. Schummrig erhellt flackerte sie vor ihr. Die folgenden Worte hoben Alessias Augenbrauen verwundert. Oh? Er wollte Sympathie? Die konnte er haben, da war er bei ihr genau richtig. Sie senkte den Blick jetzt, betrachtete ihn unter ihr und versuchte, seinen Ausdruck zu verstehen. Es war schwer, aber Alessia vermutete, dass er amüsiert werden wollte. Also rückte sie noch etwas zurück, bis sie mit dem Unterleib fast auf seinen Beinen lag und sah ihn aus großen, lieben Augen an, küsste seine Brust. "Ich könnte genau das tun, was Ihr wollt." Wenn er sie mochte, dann kam sie vielleicht ungeschoren aus der Sache heraus. Und irgendwie...
Irgendwie wollte Alessia, dass er sie mochte.

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BeitragThema: Re: Entspannungsraum    16/3/2017, 8:12 pm

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Shane sah ruhig nach vorne, doch als er auf eine Antwort von Alessia wartete, kam am Ende keine. Sie sagte nichts auf seine Worte, als wüsste sie nichts zu sagen – als hätte sie nichts dazu zu sagen. Aber vielleicht verstand sie es einfach nicht – den großen Plan, das Ziel dahinter. Das sie Frieden wollten, dass wusste sie bestimmt, aber der Friede war so etwas Komplexes und Weites. Nicht einmal er konnte das alles Zusammenfassen, wie sollte es dann diese junge Frau tun. Erst auf seine weitere Frage bekam er eine Antwort und seine Züge verhärteten sich ein wenig. Ja, Diebe gab es überall, da hatte sie Recht. Aber es war ein guter Hinweis, dass sie meinte sie trugen oft Mützen. Ab jetzt würde er wohl besonders darauf achten, wenn er durch die Straßen ritt. Der Templer wollte am Ende nicht selbst bestohlen werden, wenn er schon einen dieser Gauner befragen wollte. Das Geld würde dabei keine Rolle spielen, es waren andere Dinge, derer er gerne habhaft bleiben wollte und wer wusste schon, ob sie am Ende nicht noch versuchten mehr zu stehlen, als man ihnen bot. Bei der Erwähnung einer Diebesgilde, verengte er ganz leicht die Augen. Das war durchaus interessant, dass es hier so etwas gab. In London hatte man versucht solche Dinge zu zerschlagen - geklappt hatte es am Ende nie. Aber niemand wusste mehr wo und ob solche Gruppierungen wirklich existierten. Sie alle waren zu Gespenstern geworden. Hier in Italien schien man es zu wissen. „Grazie bella donna, für diese Informationen.“ Sie war weitaus hilfreicher als all die anderen gesprochenen Worte. Und es war auch ein guter Weg, um sich mit Florenz vertraut zu machen.
Sanft strichen ihre Finger über seine Haut und ein Schaudern zuckte durch seinen Rücken hinab zu seinen Lenden. Die Luft ein wenig ausstoßend, ließ er nicht von ihrem Körper ab. Ihre Haut war so zart und gut gepflegt, dass es für ihn kaum vorstellbar war, dass sie wohl schon weitaus mehr Freier an ihrer Seite besessen hatte, als er wohl zählen konnte. Oder gehörte sie zu jenen, die nur kamen wenn viel Geld ins Spiel kam? Nein, dann hätte sie vorhin nicht mit diesen armseligen Jungen gespielt. Für einen Augenblick ertappte Shane sich, wie er sich darüber ärgerte – ja, es ihn beinah störte, dass diese Frau schon so vielen Männern gehört hatte. Als wäre sie sein Eigentum. Etwas das ihm wichtig war. Kaum merklich schüttelte er den Kopf, um diese verräterischen Gedanken los zu werden. War er so lange ohne Frauen gewesen, dass er nun bei dem Anblick der Ersten so schwach wurde? Aber die Kurtisane machte es ihm nicht wirklich einfach, als sie auf seinem Bauch zurück rutschte und ihn aus diesen großen Augen ansah...diesen schönen, unschuldigen Augen. Sein eigener Blick war wachsam und für einen Moment funkelte dort noch etwas anderes – Freude. Freude darüber, dass sie alles tun würde was er wollte – einfach um seine Sympathie zu bekommen. In diesem Moment war es ihm egal, dass es eine Lüge sein konnte. Ihre Stimme hatte so ehrlich geklungen, so aufrichtig, dass er sogar ein wenig schluckte. Er musste aufpassen, dass er nicht in seinen eigenen Plänen unterging. Es wäre ein fataler Fehler, sollte er die Kontrolle verlieren. Und doch sprach die Hitze in seinem Unterleib und das Verlangen in seiner Brust, von ganz anderen Dingen. Eine Hand war nun zu ihrem Kiefer gewandert und sein Daumen strich über ihr Kinn und ganz leicht über ihre Unterlippe. „Küsst mich. So wie ihr noch nie jemanden geküsst habt.“, kamen die Worte leise und doch deutlich hörbar über seine Lippen.

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BeitragThema: Re: Entspannungsraum    18/3/2017, 2:51 pm

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"Dafür bin ich da." antwortete sie fast mechanisch. Bloß nicht auffallen, bloß nicht... Alessia beugte sich hinab und küsste seinen Hals. So, jetzt war es unauffällig. Sicher hielt er sie eh nicht für mehr als die Kurtisane, die durch Glück und ihren Körper etwas mehr wusste als ein normales Weib. Das machte sie ein bisschen traurig und das zu überspielen war schwer, aber als er unter ihr erzitterte nahm sie an Sicherheit zu und so konnte sie auch ihr Gesicht besser kontrollieren. Das hier war ihr Job und sie bekam Geld dafür. Wen scherte es, was andere über sie dachten?! Alessia schmunzelte und betrachtete ihn jetzt sogar mit zunehmenden Wohlwollen. Egal, was er von ihr dachte, sie hatte die Kontrolle über ihn. Und die Kontrolle über einen Templer zu haben, verdammt, das fühlte sich fast noch besser an als bei einem normalen Mann.
Vielleicht war es gut, das Alessia sich nicht vor Augen führte, dass er nicht minder die Kontrolle über sie hatte, das hätte ihr nicht gut getan im Moment. Im Moment war Alessia für sich eine unantastbare Persönlichkeit und alles was sie tat tat sie nur, um ihn weiter und weiter um ihren Finger zu wickeln. Er konnte nicht wiederstehen. Selbst, wenn er wollte.
Die Freude in seinen Augen speiste das grimmige Glück, das sie empfand, nur noch mehr. Zufrieden lächelte sie liebevoll, betrachtete ihn aus großen Augen, ließ ihre Rolle sprechen, nicht sie. Auch, wenn da mehr war. Sie mochte es sich nicht eingestehen, aber dass er sie mochte erschien ihr nicht nur wie ein erfreulicher Nebeneffekt: Viel eher wie ein höchst erstrebsames Hauptziel. Wenngleich 'Überleben' gleich daneben stand.
Nicht ganz ohne sich über seine Lenden aufzurichten streckte Alessia jetzt den Oberkörper in die Höhe, drückte kurz den Rücken durch und rückte dann vor um sich zu einem Kuss zu ihm hinabzubeugen. Es war kein wilder Kuss. Es war ein ganz sanfter, ein ganz liebevoller. So einen hatte sie nun am ehesten nie ausgetauscht und es fühlte sich verdammt gut an. Vertraut und wertschätzend. Erst nach einiger Zeit wurde der Kuss dann physisch intensiver, etwas mehr wie das, was man sich von einer Kurtisane wünschen konnte.

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BeitragThema: Re: Entspannungsraum    19/3/2017, 2:47 am

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Ein wenig wurden seine Augen wieder schmal, als sie meinte, dass sie dafür da sei. Dafür, dass sie Informationen gab. Informationen die am Ende jeder kaufen könnte und für einen Moment befürchtete er wieder, er hätte zu viel verraten. Aber was könnte sie schon viel sagen? Dass er für die Templer arbeitete, würde man an seinem Ring erkennen, wenn jemand das Zeichen kannte. Das er Rizzi kannte... nun er war ein Templer, wieso sollte ihm dieser Mann also unbekannt sein? Das einzige gefährliche das sie kannte, war sein Name. Doch auch dieser war bis jetzt in den Reihen des italienischen Adels unbekannt. Sie hatte am Ende also nichts. Doch er hatte ebenso wenig, bis auf das Wissen über diese wenigen Namen und der Auskunft mit den Dieben. Eine magere Ausbeute, aber es war auch nicht geplant gewesen irgendetwas zu erfahren.
Noch immer tief atmend, genoss er ihre Berührungen und seine Augen waren fest auf sie gerichtet. Diese grauen Seen, betrachteten ihre Schönheit und die Bewegungen ihres Körpers. Ihr Kuss an seinem Hals, erfüllte seinen Körper mit Wärme und seine Hände umschlossen sie wieder ein wenig stärker. Seine Finger strichen an ihrer Wirbelsäule entlang und dann auch wieder ein Stück hoch, bis sie auf der Höhe des Brustkorbes stehen blieben. Sein Blick traf den ihren und sein Atem ging wieder ein Stück tiefer, als Alessia sich langsam vorbeugte und ihre Lippen auf die seinen legte. Er spürte ihren Atem auf seiner Wange und schloss für einen Moment sogar die Augen. Der Kuss war sanft und durchaus anregend. Fast automatisch erwiderte er diese Geste und legte die Arme nun ein Stück fester um ihren Körper. Allerdings verharrte er nicht lange in Dunkelheit, sondern blickte in ihr Gesicht, während der Kuss langsam intensiver wurde und sich sein Mund ein wenig öffnete. Mit einem schnellen Ruck, drehte er sich dann um, sodass die Kurtisane unter ihm lag. Dabei ließ er aber keinen Augenblick von seinen Lippen ab und seine Hände strichen an ihrer Seite entlang und an ihrem Bauch wieder hoch, bis sie ihre Brust erreichten. Seine Finger strichen massierend über ihre weiblichen Rundungen, während er seinen Körper ein wenig besser über den ihren platzierte. Dabei achtete er darauf, nicht sein komplettes Gewicht auf das Mädchen zu legen. Erst als er wieder ein wenig Luft zum Atmen brauchte, löste er für einen kurzen Moment seine Lippen. "Das war alles?", kam es dann fast schon herausfordernd, während er sie wieder in ihre Augen sah.

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BeitragThema: Re: Entspannungsraum    21/3/2017, 5:19 pm

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Alessia kiekste überrascht, als er sie drehte und sah sie aus großen Augen an.
Natürlich war der Kuss nicht, was er sich erhofft hatte, das war Alessia klar. Er wollte nicht, wer sie war sondern was sie war. Das musste Alessia doch langsam bemerkt haben! Sie lächelte charmant und strich über seine Brust. "Selbstverständlich nicht." Warum begriff sie nicht endlich, dass solche Gedanken hier keinen Platz hatten? Verbissen strich sie über seine Arme zu seinen Händen und Alessia hielt sich fest um sich zu ihm hochzubeugen, den Kuss fortzuführen.
Aber intensiver. Genau so, wie er es wollen müsste. Dabei schaffte sie endlich, und sei es nur für einen Moment, das Mitgefühl fortzuschieben. Wer wusste schon, ob er Shane Hannigan hieß, ein zielgelenkter Templer war und ganz bezaubernd aussah, wenn er lächelte? Wen kümmerte das denn?
Er musste das sein, was er für Alessia von Anfang an hätte sein müssen, es aber nie gewesen war.
Ein Haufen Fleisch mit Knochen und Blut drin. Mit Wünschen und Bedürfnissen. Alessia durfte einfach nicht daran denken, dass dieser Mensch hier viel mehr war, dann würde es ihr nicht schwer fallen, ihn als das zu behandeln, was er vielleicht sein wollte. Oder zumindest hier sein wollte, die junge Frau dachte lieber gar nicht darüber nach, was er sonst noch sein wollte. Herrscher und Friedensbringer vermutlich.
Während sie die Berührungen genoss und sich selbst alle Mühe gab, ihn mit Händen und warmer Haut das Atmen schwer zu machen, betrachtete Alessia ihn, die verschwommenen Umrisse vor ihren Augen, die ihm gehörten. Einfach ein Mann, wie jeder andere. Sie würde ihn nicht wiedersehen. Wer wusste schon, ob er irgendwann in ferner Zukunft nach Venedig kommen würde? Pah! Er würde vergessen und fernbleiben und vielleicht war das besser so. Wenn er sein Tagebuch haben wollte sollte er es sich von Paola holen.
Aber Alessia würde lügen, würde sie sagen, das kurz darauf ausgehauchte "Das war alles?" sei nur, um ihn anzuheizen. Ihn weiterhin als Freier im Kopf zu behalten, emotionale Distanz bewahren, gut. Aber es war vielleicht mehr, vielleicht etwas zu viel mehr. Jedes gesprochene Wort ließ sie doch nur vertrauter werden. Ebenso wie jedes gedachte.
Aber darüber machte sich Alessia noch keine Gedanken.

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BeitragThema: Re: Entspannungsraum    24/3/2017, 6:34 pm

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Ein leichtes Lächeln legte sich wieder auf seine Züge, als er ihre Antwort hörte. „Etwas Anderes habe nicht erwartet.“ Für einen Moment suchte er ihren Blick und sah ihr in die Augen. Er wollte, dass sie sich nach ihm verzerrte, also musste er ihr wieder einen Grund dazu geben. Die Frage war nur, was Frauen wollten – was wollten sie hören und fühlen? Noch immer lag er über ihr. Hielt sie mit seinem Körper auf der Liege gefangen. Ihre Lippen trafen wieder auf die seinen und sein Atem war schwer und erregt, als der Kuss noch so viel intensiver war also zuvor.
Shanes Hände suchten ihren Weg über ihren Körper und rutschten hinunter zu ihren Hüften und für einen Moment auch zwischen ihre Beine, wo er sanft über die heißen Stellen strich. Selten hatte er einer Frau diese Gunst geschenkt, aber für Alessia wollte er es tun. Für den Plan, sagte er sich selbst vor. Um ihr Schweigen zu garantieren, war der nächste Gedankenfetzen. Und doch war dort auch ein kleiner egoistischer Teil in ihm, der wollte, dass sie ihn mehr mochte, da sie sein Interesse geweckt hatte. Oh, beinah hätte er gelacht. Welche Ironie, dass er ausgerechnet jetzt Gefallen an einer Kurtisane fand. Den Mund nicht von ihr lösend, bewegte er seine Hand in ihrem Schritt und strich mit der freien Hand über ihren Körper. Als hörte wie sie seine Frage wiederholte, sah er sie wieder an. „Noch lange nicht.“ Seine grauen Augen funkelten, als er mit seinen Fingern ein wenig in sie eindrang und die Hitze darum spürte. Sein Herz schlug fest gegen seine Brust und er spürte wie das Blut durch seine Ohren rauschte. Das fühlte sich besser an, als er erwartet hatte und für den Bruchteil einer Sekunde schloss er wieder die Augen, um sich diesem Gefühl hinzugeben. Erneut verlor er Stück für Stück die Kontrolle und die Begierden seines Körpers benebelten seinen Verstand. Alles was zählte war die Hitze in seinem Körper und das aufeinandertreffen von Haut. In diesen Momenten war nichts mehr wichtig. Nichts, als nur der eigene Trieb und die Erlösung nach der man suchte.
Für einen Moment löste er die Lippen von Alessia holte etwas Luft. Heiße Luft strich über ihr Gesicht, als er sich vorbeugte und ihren Hals küsste. Seine Zunge fuhr über das Salz ihrer Haut und mit jedem Stück das er weiter nach unten kam, schob er seinen Finger ein wenig tiefer. Als er ihre Schulter erreichte, machte er den Weg wieder zurück, bis er ihr Ohr erreichte und ein kehliges Knurren begleitete seine Worte. „Zufrieden mit meinem Können?

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BeitragThema: Re: Entspannungsraum    30/3/2017, 6:26 pm

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Sie spürte ihn unter sich und sie sah seine Augen und wieder hatte Alessia Schwierigkeiten, ihre Distanz zu wahren. Es war zum Verrücktwerden. Sie knabberte an seiner Lippe um ihm zu zeigen, dass sie mehr war als die Materie um in seinen Armen zu zerfließen. Auch wenn sie das gern wöllte. Aber das tat gerade nichts zur Sache.
Die junge Frau keuchte auf, als er sie intim berührte. Sie wusste nicht, wie sie reagieren sollte, weil sonst kein Mann so weit ging, also entschied sie, so zu handeln, wie sie es sollte. Nach seinen Wünschen. Shane Hannigan würde etwas Derartiges nicht tun, weil er sich dazu verpflichtet fühlte. Dieser Mann fühlte sich nichts verpflichtet außer dem Templerorden. Gerade, als Alessia sich auf diesem Gedanken ausruhen und ihre Abneigung rechtfertigen wollte, da merkte sie, dass das hieß, dass er seine Prinzipien für sie umräumte. Und verdammt, das war doch einer Anerkennung wert.
So war ihr glasiger, erregter Blick echt und auch das kleine Stöhnen, das in der aufgebauten Spannung aus ihr wich. Die Frage musste sie erst verarbeiten, dann nickte Alessia eilig und sah ihm in die Augen, flüsterte ein Ja.
Es war schwer zu entscheiden, ob er wegen ihr fragte oder ob er fragte, weil er Bestätigung wollte. Also beobachtete Alessia ihn jetzt ganz genau, die Hände an seine Schultern gekrallt. Es war ein herrlich erregendes Gefühl, dass über ihre Haut zog, immer stärker, je tiefer er war. Wollte er sie ärgern? Sich überlegen fühlen? Mächtig?
Dieser Mann war zu lang da. Es fiel Alessia mehr und mehr schwer, in ihrer Rolle zu bleiben und ihm nicht zu zeigen, was sie von ihm hielt. Ihn nicht zu verteufeln, dass er sie so verwirrte, so verrückt machte. Weil die junge Frau sich nicht sicher war, ob er den Konflikt in ihrem Gesicht sehen konnte begann sie, seinen Hals und seine Brust abzuküssen, warmer Atem schlug gegen seine Haut.

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BeitragThema: Re: Entspannungsraum    31/3/2017, 11:50 pm

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Er konnte es spüren, wie sich hingab. Wie ihr Körper ihn spürte und er spürte sie ebenso. Es gefiel ihm. Dieses kleine Spiel der Macht war berauschend und er wollte nicht aufhören. Nicht jetzt und doch würde es ein Ende nehmen. Shane sah in die Augen der Kurtisane und betrachtete die rosigen Wangen und die vor Erregung glänzenden Augen. Das war nicht gespielt. Er hatte schon die manche Nacht mit einer Kurtisane verbracht, doch nie hatten diesen Blick besessen. Diese Aufrichtigkeit – diese Verlorenheit, oder war dort sogar Hingabe? Er konnte es nicht deuten, aber er konnte nicht behaupten, es gefiele ihm nicht. Er spürte die Hitze an seinen Fingern und ein wenig bewegte er seine Hand - wollte sie zur Erlösung bringen, um sich selbst Erlösung zu schaffen. Als er das nächste Mal den Blick in ihr Gesicht suchte, hatte sie den Kopf abgewandt und an seinen Hals zugewendet. Er konnte die weichen Lippen darauf spüren, wie sie sich einen Weg über seine Haut suchten. Mit schwerem Atem hatte er die Arme um sie geschlungen und strich über ihre Seite, bis hin zu ihrer hüfte. Seine Brust lag leicht auf der ihren und noch immer hielt er sie zwischen sich gefangen. Nicht bedrohlich, aber bestimmt. In diesem Moment wollte er sie nur für sich alleine.
Doch er war schon viel zu lange in diesem Raum. Verschwendete zu viel Zeit darauf, sich hier zu Vergnügen, als sich seiner Verpflichtung hinzugeben. Er rannte davon. Für einen Moment hatte er vergessen, wozu er hier war, wieso er nicht mehr in England war. Er floh. Beinah entkam ihm ein Seufzen, aber sein Gesicht zeigte keine seiner inneren Regung. Er begann Alessias Schulter zu küssen und er spürte, wie seine es um seine Hand ein wenig enger wurde. Ein Schaudern lief durch seinen Körper und sein warmer Atem entkam in den Raum. Es würde ein Ende von all dem geben. Es musste eines kommen, denn die Zeit lief weiter, selbst wenn er sich im jetzt und hier verlor. Shane würde zurück am Boden landen, so wie er es immer tat und mit jedem verstrichenen Herzschlag, würde dieser Aufprall schmerzhafter werden. //Lass keine Gefühle zu. Zeige kein Mitleid oder eine irgendeine Regung, Shane! Das lässt dich nur schwach sein.//, die strenge Stimme seines Vaters weckte ihn wieder und er stützte sich auf. Brachte leichten Abstand zwischen sich und Alessia und er merkte, dass es ihm schwer fiel. Viel schwerer, als es hätte sein sollen. Seine freie Hand glitt zu ihren Haaren und er strich durch ihre Locken. Er durfte keinen Anschein erwecken, als wäre das alles gespielt gewesen. Er konnte jetzt nicht einfach gehen, nicht ohne ein paar Worte. Sie durfte kein Wort von dem verraten, dass sie heute gehört hatte und dessen musste er sich sicher sein. Sein Mund fuhr zu ihrem Ohr und er sprach die Worte wieder leise. „Vergesst das niemals.“ Er würde es auch nicht vergessen, das wurde ihm mit einem Mal klar. Er vergaß seltene in Gesicht und das von Alessia, würde er bestimmt nicht mehr aus seinem Kopf bekommen.

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BeitragThema: Re: Entspannungsraum    3/4/2017, 5:26 pm

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Sie sah, wie er Shane ansah. Sie spürte seine Blicke. Sie bemerkte, dass es ihm gefiel.
Alessia fauchte ihn im Kopf an, er solle sie nicht so ansehen. Sie versuchte sich jemandem gegenüber zu rechtfertigen, der vermutlich nicht mal verurteilte. Sie wollte ihn verteufeln, allein deshalb, weil er Freude hatte. Sie hier einzusperren, als wäre sie ein Singvogel oder ein Tier. So legte sie auch als sie ihn küsste eine Hand an seine Schulter, wie als um abstecken zu können, wie viel Platz sie brauchte, berührten sie sich doch schon.
Gut war es, das Gefühl. Berauschend. Als mache er sie süchtig. Alessia ließ den Kopf zurückfallen, schenkte ihm also, sich fallen und umgarnen zu lassen.
Sie war mal wieder einmal kurz davor, erlöst zu werden, Küsse auf der Schulter und Hitzewellen im Körper, seine Hand in ihren Haaren, da hörte sie seine Worte und sie antwortete im Stöhnen, dass sie kurz darauf ausstieß. Sie nickte dazu, hatte sich angespannt und wurde nun ganz weich, schmiegte sich an den warmen Körper über ihr.
Ihre Augen glänzten als sie aufsah und sie sah in Shanes Augen. War schon irgendwie eine schöne Farbe… Alessias Lippen verformten sich zu einem verspielten Lächeln und sie wagte das erste Mal, ihn vertrauter anzufassen, als sie die seinen berührte, ganz, ganz sanft nachstrich, dann den Daumen der Länge nach ablegte und über die Wange führte.
Ganz leise, kaum hörbar, eher zu fühlen war das Summen. Beruhigt war sie schon etwas. Fähiger, klarer zu denken. Entspannt. Ihr ganzer Körper, vorher noch angespannt und erregt, legte sich nun entspannt auf die Liege, wie als sei er, tatsächlich, in Shanes Händen zerflossen.
Sanft führte sie ihre Lippen noch einmal auf seine Brust, das Schlüsselbein entlang hinauf zum Hals und zum Kinn. Weiter nicht. Mehr durfte sie sich nicht herausnehmen.
Er war immer noch ein Adelsmann, ja, ein Templer aus London und sie lediglich eine Kurtisane.
Aber, und das sagte sie sich, als sie den Kopf schieflegte und zum allerersten Mal die komplett wahre Alessia durchblitzte, nicht irgendeine. „Alessia Rossi.“ Sagte sie also und ihre Stimme war klar und fest. „Wenn Ihr mich sucht, egal ob als Sieger oder geschlagen, egal ob Florenz oder Venedig.“ Sie legte ihre Fingerspitzen bewusst mit Fingernagelkontakt an seine Brust, wie Krallen in der sanften Pfote eines Kätzchens.
Jetzt kannte er ihren ganzen Namen. Würde sie finden können. Nicht nur den Vornamen, weil ihn mehr nicht interessierte. Nicht nur den Vornamen, weil er vielleicht unachtsam gewesen war und nicht nachgefragt hatte. Shane Hannigan kannte sie jetzt. Er würde sie finden können, in egal welchem Szenario, und dass war der Kurtisane durchaus bewusst. „Ich heiße Alessia Rossi.“

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BeitragThema: Re: Entspannungsraum    4/4/2017, 8:16 pm


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2. April 1480

Shane wusste, dass er gehen musste. Denn würde er noch einige Zeit länger bleiben, hätte er sich verloren. Komplett, ohne Aussicht auf Rückkehr. Sein Atem war noch immer schwer und noch einmal legte er seine Lippen auf die von Alessia. Ihr süßer Duft stieg in seine Nase und er spürte die Sanftheit ihrer Haut. Sie berührte ihn vertrauter und wagte sich weiter vor, was dem Adeligen sogar ein wenig gefiel. Er erschauderte zufrieden und blickte ihr in die Augen. Erwiderte noch immer ihren Blick und sein Herz schlug fest gegen die Brust. Ein kleines bisschen schneller als sonst.
Es fiel ihm so schwer sich von ihr zu lösen, doch es war ein Zeichen dafür, dass er es tun musste. Shane durfte nicht mehr warten. Seine Augen blitzten etwas leicht auf, als er ihre Worte hörte. Ihren vollen Namen. Keine Lüge – es war die reinste Wahrheit und in diesem Augenblick wusste er, sein Plan war aufgegangen. Dass er dabei selbst ein Stück verloren hatte und nur zu gerne ihren Namen in seinen Kopf prägte, versuchte er zu verdrängen. Er würde erneut kommen, das hatte er schon lange davor beschlossen.
Zuerst schwieg er und küsste ihre Stirn, bevor er sich von ihr löste und sich langsam aufrichtete. Seine Haut glänzte von leichtem Schweiß und Haarsträhnen fielen in sein Gesicht. Er trat zu seiner Kleidung und zog sie Stück für Stück über. Noch immer war darauf der Dreck der Reise und er seufzte stumm. Diese Tatsache musste er wirklich ändern. Bei dem Akt des Ankleidens, hatte er den Rücken zu der Kurtisane gerichtet und erst als er fertig war, drehte der Templer sich zu ihr um. Das erste Mal seit der Zeit die sie verbracht hatten, lag ein fast schon warmes Lächeln auf seinen Lippen. Ehrlich – und sein Gesicht erhellend. Zu selten zeigte er diese Geste und es war wohl ein Privileg. „Seid euch Sicher, Alessia Rossi, wir werden uns wieder sehen. Ob in Venedig oder Florenz.“ Es würde ein Fehler sein und doch wusste Shane, dass er zurückkommen würde. Der Dunkelhaarige schnallte sich das Schwert um die Hüfte und schlüpfte in die Stiefel, bevor er noch einmal zur Liege trat und den Kelch in die Hand nahm. Er roch daran, doch er wirkte nicht vergiftet, also nahm er einen Schluck und sah ein letztes Mal zu dem jungen Mädchen. Der Gedanke missfiel ihm, sie anderen Männern zu überlassen und er hätte beinahe etwas geknurrt. Mit ruhiger Hand holte er das Geld hervor, das er mit sich trug und holte mehr Flori heraus, als eigentlich nötig. Um sie zum Schweigen zu bringen – erklang seine Stimme im Hinterkopf, aber eigentlich wollte er damit hinauszögern, dass sie sich sofort auf den nächsten Kunden stürzte. „Grazie, bella donna.
Shane nahm ihre Hand zeichnete kurz eine Linie drauf nach und legte das Geld hinein. Er war kein Mann großer Abschiedworte und so erhob er sich dann und trat zur Türe. Dort angekommen, drehte er sich ein letztes Mal um. „Stay safe.“, meinte er leise und suchte ihren Blick. Danach verschwand er aus dem Raum und widerstand der Versuchung sich noch einmal umzudrehen. Auch wenn es in seinen Fingern juckte es zu tun. Einfach um ein letztes Mal in ihr hübsches Gesicht zu sehen. Aber Shane blieb stark und verließ mit eiligen Schritten das Bordell.

Abschluss (weiter am Abend)

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Alessia Rossi
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Spieler : Leo

Der Charakter
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Gesinnung: Neutral Neutral
Verwundbarkeit: schwer verletzen

BeitragThema: Re: Entspannungsraum    4/4/2017, 10:04 pm

2. April 1480
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Den Kuss erwiderte sie sanft und sie strich seine Seiten entlang. Er war warm und leicht verschwitzt, aber das Zimmer war auch stickig. Sie würde lüften müssen wenn er weg war. Und obwohl sie wollte, dass er ging, damit er ihr eine Sorge weniger war, legte sie ihre Hände etwas enger an seine Rippen, als schaffe sie so, dass er länger blieb. Aber er war stärker. Vermutlich hatte er das klammern nicht einmal bemerkt. Wäre wohl besser so.
Als er ging setzte Alessia sich auf, stützte die Hände neben ihren Schenkeln auf die Liege und sah ihm hinterher. Sah ihm zu, wie er sich ankleidete, wie die Muskeln unter der Haut arbeiteten und seine Narben tanzen ließen. Es brachte ein sanftes Lächeln. Ein kleines Schnaufen, das im Rauschen seiner Kleidung unterging.
Das Lächeln war bezaubernd. Umso bezaubernder war Alessias, als sie es erwiderte. Sie hörte dann seine Worte und schloss im Summen die Augen. „Darauf freue ich mich.“ Sie merkte schon, dass er ihre Wortwahl- Sieger oder besiegt- nicht aufgriff. Es war klar, als was er kommen würde, wenn er kommen würde. Es ging nicht anders. „Signor Shane Hannigan~“ sanft war ihre Stimme, schnurrend, wie das erste Mal, als sie den Namen aussprach. Der Gentleman aus England. Ihr Lächeln wurde kurz vergnügt und streckte kurz den gebeugten Rücken, folgte ihm dann mit dem Blick, sah ihm beim Trinken zu. Es war ein Bild, das sie so noch nie gesehen hatte. Es war so eigenartig und so wunderschön, dass man es auf Leinwand bringen sollte. Da stand ein voll eingekleideter Templer, in seiner Adelskleidung mit seinem Schwert, seinen Stiefeln und seinem Ring, vor der Liege auf der sie saß, im schummrigen Licht mit zerzaustem Haar und Schweiß im Gesicht, roch an dem Kelch Wein und trank, die strengen Augen auf Alessia gerichtet. Selbst, wie er den Kelch wieder abstellte war von einer solchen Ästhetik, dass Alessia sich wünschte, man könne Bilder bewegen lassen, dass sie lang festhalten konnten, wie etwas geschah, nicht nur was.
Sie betrachtete seine Hand, erblickte das Geld und Gewissensbisse erlegten sich ihr auf. Sie hatte es doch auch genossen, wie konnte sie dann dafür noch Geld verlangen? Aber es war nötig. „Grazie, Signore.“ Antwortete sie also und sah zu ihm auf, als sie die Flori annahm. Sie betrachtete ihn, als er über ihre Hand strich und prägte sich die Bewegung ein. Machte man das in England so? Alessia schmunzelte, als sie aufstand, just wie Gott sie schuf und ihm lächelnd in die Augen sah. Das würde sie sich merken. Das Tagebuch war längst vergessen. Da war nur Shane, der ging, sich umdrehte, ihr etwas Englisches sagte und ging. Alessia sah ihm nur mit einem entrückten Lächeln nach, senkte dann den Blick und schwieg.
Irgendwas sagte ihr, dass es kein Treffen mehr geben würde.
Und das brach ihr das Herz.

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Alessias Song
Such selfish prayers and I can't get enough, oh


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