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 Strada ingannare

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Spieler : Die Admins

BeitragThema: Strada ingannare   29/3/2017, 10:10 pm


◇--Strada ingannare

Der "strada ingannare" ist jener Weg, welcher zu dem geheimen Eingang des Gastkellers führt. Nicht viele wissen von dem besagten Eingang, was wohl selbstredend ist. Andernfalls wäre dieser auch nicht "geheim"




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Luigi Rizzi
Ritterbruder
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Spieler : Ann

Der Charakter
Alter: 48
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Gesinnung: Templer Templer

BeitragThema: Re: Strada ingannare   30/3/2017, 11:08 am

Freitag, 2. April 1480
21.20 Uhr
cf il teschio
Ezio... (weitere folgen)

"Pater noster qui est en caelis, sanctificetur nomen tuum, adveniat regnum tuum, fiat voluntas tua sicut in caelo et in terra, panem nostrum cotidianum da nobis hodie et dimitte nobis debita nostra sicut et nos dimittimus debitoribus nostris et ne nos inducas in tentationem sed libera nos a malo. Amen."
Luigi Rizzi sprach das Gebet zwar leise aber in keinster Weise ehrfürchtig oder sehnsüchtig. Seine Worte klangen wie eine Kampfansage, ein triumphierender leiser Schrei zwischen Geräuschen der metallenen Rüstungen und Waffen und den Stiefeln, die fest auf den Boden schlugen. Sein Gesicht zeigte tiefe Zufriedenheit und das spitzbübische Grinsen eines Jungen, das voller Vorfreude war. Es war eine Genugtuung. Selten hatte man Rizzi so gesehen.
Er stand hinter seinen Männern, dutzenden von Templern, während Barbara Gonzaga in ihrer Kutsche in der Nähe in Sicherheit war. Ihre Leute waren es, die das versteckte Treffen des verhassten Assassinen Santoro ausfindig gemacht hatten. Signora Gonzaga liess keine Zeit verstreichen und hatte einen Boten zu Rizzi geschickt, der ebenfalls mit seinen Leuten auf der Strasse unterwegs gewesen war.
Nun waren sie vereint vor dem Gastkeller il trescho und Rizzis Herz schlug vor wilder Aufregung schneller. Schon bald würde er in Santoros dreckiges, blutig geschlagenes Gesicht blicken und ihn büssen lassen, für das, was sein Vater Rizzi angetan hatte, und für Rafaels Entscheidung, den Assassinen beizutreten.
Die enge Gasse war ein Vorteil. Obwohl es an allen Ecken nach Urin und Unrat stank und Rizzi sich normalerweise in solchen Gassen der Stadt nicht aufhielt, störten ihn diese Sinneseindrücke gerade jetzt überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil, heute unterstrichen sie nur noch mehr das abfällige Gefühl, welches in Rizzi empor kam wenn er nur schon an das Wort Assassine dachte.

Ein einziges knappes Nicken mit dem Kopf genügte um ein Dutzend Templer in den Gastkeller stürmen zu lassen. Rizzi sah zu wie die Tür aufgerissen wurde und die Männer die Treppe mit gezogenen Klingen hinabrannten. Sie hatten sich dabei nicht ruhig verhalten und gelärmt. Die Ratten sollten durch den Lärm erschrocken und aufgebracht werden, so dass sie kopflos wurden, den einzigen Ausgang nahmen und in ihr Verderben rannten. Denn die Gasse war von beiden Seiten mit Templern versperrt. Einzig die Fluchtmöglichkeit nach oben an den Fassaden und Streben blieb offen.
Die Templer wussten, was zu tun war. Santoro durfte nicht sterben aber verletzt werden schon. Jedem war das klar und jeder würde sich daran halten denn Rizzi hatte eine grosszügige Belohnung versprochen.

"Tötet den Rest.", sagte er mit kalter Stimme als er die ersten überraschten Töne aus dem Inneren des Gebäudes vernommen hatte.

Abfällig sah Rizzi auf die ersten fliehenden Menschen, meist Männer oder Prostituierte, die aus dem Gebäude rannten. Einige waren bereits mit Blut bespritzt, einer hatte eine offene klaffende Wunde auf seiner Schulter. Sie liefen geradewegs in die Mauer aus kampfbereiten Templern, die die Leute erstachen, köpften oder noch schwerer verletzten. Einen Assassinen sah er jedoch noch nicht und für einen Augenblick wurde Rizzi übel beim Gedanken, Santoro könnte doch nicht hier sein. Doch dann weiteten sich seine Pupillen als er das erste weisse Gewand eines Assassinen sah. Natürlich war derjenige nicht am fliehen. Er hatte wohl schon mindestens einen Templer getötet und wollte wohl nachsehen, was los war. Von hinten drängten aber weitere Leute nach draussen und dem Assassinen blieb nichts übrig als herauszutreten und den fliehenden Leuten Platz zu machen.

Luigi Rizzis Augenlid zuckte vor nervöser Vorfreude und er konnte ein hämisches, überhebliches Grinsen nicht mehr verbergen. Die Schreie, die Wut, das spritzende Blut - ein spektakuläres Theater mit einem gewaltigen Finale. Rizzi sah sich bereits applaudierend vor Santoro stehen, der in seinem eigenen Blut lag und um Gnade flehte.
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Ezio Auditore
Rekrut
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Besonderheiten: Narbe an der Lippe
Gesinnung: Assassine Assassine

BeitragThema: Re: Strada ingannare   1/4/2017, 12:39 am

Freitag, 2. April 1480
21.20 Uhr
-> Gastkeller
Rizzi

Dunkelheit hatte sich über die Gasse gelegt und für einen Moment musste sich der junge Assassine orientieren. Die Schreie halten unwiderruflich in seinen Ohren wieder und er spürte wie sein Körper auf einen Widerstand traf. Er wollte denjenigen einfach wegstoßen und ihn beseitigen. Als er jedoch erkannte, dass es einer der Gäste war. Sofort zog er die Klinge zurück und wirbelte ein Stück zurück. Dabei verlor er fast das Gleichgewicht, doch als er einen Templer erkannte, nutzte er den Schwung nach hinten aus, um ihm zu Boden zu bringen. Dieses Mal schlug er mit der Faust zu und die Klinge bohrte sich erst wenig später in die Brust des Mannes. Er war mit einem Streich tot. //Wo sind die anderen?// Die Ungewissheit jagte seinen Rücken hinunter und ein ungutes Gefühl bereitete sich in ihm aus. Das hier war alles andere als geplant und die Überraschung saß in jedem seiner Knochen. Hatte man sie verraten? War einer der Gäste ein Verräter gewesen? Oder wie hatte man von dem Treffen gewusst? Spione.
//Dieser Rizzi ist ein Bastardo!//, knurrte er in Gedanken und wirbelte herum. Er erstarrte, als er eine Gestalt in den Schatten der Gasse erkannte. Ein Grinsen lag auf den Lippen des Fremdens und Ezio kniff die Augen zusammen. Wer war dieser Mann? Ein Templer war es allemal, doch als er sich auf ihn zubewegen wollte, war er von neuen feindlichen Kämpfern umgeben. Ezio war gezwungen den Blick abzuwenden und er hob seine Hände, um einen Angriff auf sein Gesicht abzublocken. Schweiß stand auf seiner Stirn und er schluckte hart. Er keuchte etwas auf, als ihn ein Dolch am Armrücken traf und er war froh, dass er die Klingen nicht halten musste, ansonsten hätte er sie nun fallen gelassen. Er bedankte sich für diesen Strich mit einem Schnitt durch den Magen des Mannes und im nächsten Augenblick duckte er sich unter die Arme eines anderen. //Es sind so viele!//

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Luigi Rizzi
Ritterbruder
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Spieler : Ann

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Alter: 48
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Gesinnung: Templer Templer

BeitragThema: Re: Strada ingannare   3/4/2017, 12:11 pm

Freitag, 2. April 1480
21.21-21.30 Uhr
Jeder kann posten

Sein kalter Blick über seinem zufriedenen Grinsen traf den jungen Assassinen Ezio als er ihn entdeckte. Innerlich zuckte er vor Anspannung als er merkte, dass der junge Auditore auf ihn zukommen wollte. Zufriedenheit legte sich aber schnell wieder über sein Gesicht als seine Templer Ezio den Weg versperrten indem sie ihn angriffen.

Rizzi konzentrierte sich weiter auf die Personen, die nach oben drangen. Viele lagen schon tot oder verletzt und stöhnend in der Gasse zu Rizzis Füssen, die Spreu hatte sich vom ersehnten Weizen getrennt. Wut blitzte in seinen Augen auf als er erkannte, dass einer der Templer diesen ausländischen Boten Bell aus dem Keller gezogen und mit nach oben genommen hatte. Er war ein Verräter gewesen. Allerdings, so muss sich Rizzi eingestehen, war es jetzt doch ganz gut gewesen, diesen Boten anzuheuern. Er sah wie Francis blutend und verletzt zu Boden geschleudert wurde. Dann wurde das Schwert erhoben und Rizzi erhob seine Stimme. "Halt! Lasst ihn leben.", sagte er und grinste. Er hatte eine Idee. Sollte Santoro doch diesen Verräter selbst töten. Warum sollte sich Rizzi für diesen naiven Ausländer die Hände schmutzig machen? Er machte eine Wischbewegung und der Templer zog Francis aus einer Blutlache die Gasse entlang. Rizzi würde sich später um dessen Verhaftung und Zustand kümmern.

Rizzi sah zurück zu Ezio, der gegen etliche Templer ankam. Das fand Rizzi überhaupt nicht lustig und er sah sich kurz nach Verstärkung um. Aber alle Männer waren bereits hier, die er herbestellt hatte. Dann blickte er auf einen Mann, den er in Florenz schon einmal gesehen hatte. Dass es sich dabei um Valentini handelte, einen Dieb, wusste er nicht. Rizzi sah zu wie ihm ein Dolch in die Schulter gebohrt wurde. Da es sich bei Valentini für Rizzi aber nur um einen weiteren Gast aus dem Keller handelte, der seiner Überzeugung nach nichts mit Santoro zu tun hatte, schenkte er ihm keine weitere Beachtung mehr.

Aufmerksamer wurde er allerdings als der Spanier Aguilar nach draussen trat. Scheinbar unversehrt musste er es nun mit einer Handvoll Templern aufnehmen. Wer war er? Und warum sollte das für Rizzi überhaupt eine Rolle spielen? Seine Leute waren mit ihm beschäftigt, alles war in bester Ordnung und sie würden den Spanier schon bald zur Strecke bringen.
In dem ganzen Tumult kam ihm Ezio wieder näher. Er kämpfte ziemlich verbissen gegen die Templer und Rizzi änderte seinen Standort etwas um sicherer zu sein. Sein Blick erfasste einen neuen Mann und kurz stutzte er. Hatte er ihn nicht schon einmal gesehen? In Rom? In einer Kirche? Aber der ganze Aufzug, den er trug, erinnerte klar an die Assassinen. Rizzi wischte den Gedanken, er könnte Filangieri schon einmal gesehen haben, zur Seite.

Als es endlich stiller wurde und das Stöhnen und Wehklagen der Verletzten besser zu vernehmen war, drehte er den Kopf zur Seite als zwei Templer in seine Richtung kamen. Rizzi schrie fast vor Freude auf als man ihm Santoro, heftig blutend, atemlos und zusammengeschlagen vor die Füsse warf.
"Rafael Santoro! Welch Überraschung!", sagte er und grinste. Den beiden Templern winkte eine hohe Belohnung entgegen. Rizzi ging in die Knie, er fühlte sich sicher, und griff in Santoros Haar um seinen Kopf in die Höhe zu reissen. "Du wirst dir noch wünschen nie geboren worden zu sein, Santoro.", zischte er ihm zu. Dann liess er ihn los, richtete sich auf und putzte sein Gesicht, welches von Santoro angespuckt wurde, und Hände an einem weissen Taschentuch ab. "Bringt ihn in den Kerker und fesselt ihn!", befahl er laut.

Als Santoro abgeführt wurde, sah sich Rizzi um. Von Ezio war nichts mehr zu sehen. Vielleicht war er tot und lag hier in der Gasse? Vielleicht war er getürmt? Santoro würde ihn ebenfalls im Auge behalten und Leute auf ihn ansetzen. Noch immer herrschte reichlich Chaos. Bell und Santoro waren Gefangene, Ezio war verschwunden, Valentini war verletzt aber auch nicht mehr in Rizzis Sichtweite. Filangieri und Aguilar waren ebenfalls entkommen. Zumindest interessierte sich Rizzi aktuell nicht für sie und hielt nicht nach ihnen Ausschau.

Man meldete ihm, dass der Gastkeller ausgeräuchert wurde und Rizzi lächelte zufrieden. Er beauftragte einen Boten zu Gonzaga zu gehen um ihr diese frohe Mitteilung zu überbringen. Einen anderen scheuchte er weg damit dieser Leute auftrieb, die sich um die Leichen und Verletzten kümmern sollten. Dann aber kam doch noch ein Templer aus dem Gastkeller hoch, rief seinen Namen und liess triumphierend einen blonden Mann auf die Knie fallen.

"Leonardo da Vinci!", sagte er abfällig als er vor den Künstler trat. "Florenz wäre ein saubererer Ort ohne Eure Anwesenheit." Dann sah er zum Templer. "Bringt ihn in den Kerker. Ich klage ihn an. Beihilfe zum Verrat an der Kirche, Anstiftung zum Mord und Sodomie!" Erneut blickte er auf Leonardo. "Ich habe Euch gewarnt. Ich war gütig zu Euch und Ihr habt meine Herzlichkeit mit Füssen getreten.", sagte er emotionslos und kehrte um. Er würde sich jetzt ebenfalls zum Kerker der Stadt begeben und sich dort Santoro vornehmen. In aller Ruhe. Die Nacht war lang.


Zuletzt von Luigi Rizzi am 3/4/2017, 4:53 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Francis Bell
Söldner für alle Fälle
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Alter : 33
Spieler : Ann

Der Charakter
Alter: 30
Besonderheiten: ° englischer Akzent ° Wunde an linker Wade, lange Naht an der linken Bauchseite, verstauchtes Handgelenk °
Gesinnung: Neutral Neutral

BeitragThema: Re: Strada ingannare   3/4/2017, 2:14 pm

Freitag, 2. April 1480
21.28 Uhr

Blut tropfte aus seiner Nase - schon wieder. Vor ein paar Tagen war das schon so gewesen als Rafael Santoro ihm einen Haken verpasst hatte. Doch diesmal war er viel übler zugerichtet worden. Eine lange Schnittwunde zierte seine linke Seite auf dem letzten Rippenbogen und blutete unaufhörlich. Sein rechtes Auge war blutunterlaufen und angeschwollen und seine rechte Hand schmerzte so sehr, dass er sich sicher war, dass sie gebrochen war. Er konnte sie nicht bewegen. Aber er konnte allgemein nicht viel tun als sich der Order von Rizzi zu fügen. Er hatte Glück, dass er nicht vor dem Eingang des Gastkellers seinen letzten Atemzug gemacht hatte. Der Templer, der ihn mühsam wegschleppte, war sauer. Francis war ihm eine Last. Als der Templer ihn irgendwann kurz liegen liess um sich seine Hände auszuschütteln und nach Francis zu treten, nutzte er die Gelegenheit zu entkommen. Er machte eine ruckartige Bewegung seines Fusses und trat so hart er konnte gegen das Schienbein des Feindes. Als dieser aufschrie und zu humpeln begann, schaffte es Francis zurück auf die Füsse und rannte davon. Er riss dabei einen weiteren Templer um, bog scharf ab, bog erneut ab und begann ein Zickzack-Rennen durch das Viertel. Irgendwo zwischen Kisten und Säcken kauerte er sich dazwischen und versuchte seine Atmung so zu kontrollieren, dass sie nicht zu laut war. Er presste seine gesunde Hand auf die blutende Seite, kämpfte um sein Bewusstsein und wartete ab. Er hoffte, er hatte seine Verfolger abgeschüttelt, und dass die Nacht so dunkel war, dass man sein Blut auf den Pflastersteinen nicht sehen und folgen konnte.
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Rafael Santoro
Mentor der Assassinen
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Spieler : Nessie

Der Charakter
Alter: 34
Besonderheiten: 2 Finger fehlen (heilen schon etwas ab, verbunden), eine Wunde am Bauch (versorgt), Brandwunden (Templerkreuze, am abheilen) jeweils an beiden Arminnenseiten, trägt nur eine Hose. Wunden am Rücken (von der Peitsche, verbunden) Unbewaffnet und inventarlos
Gesinnung: Assassine Assassine

BeitragThema: Re: Strada ingannare   3/4/2017, 3:59 pm

Freitag, 2. April 1480
21.21-21.30 Uhr (Zeitgleich mit Rizzi)

Die Blicke, die Rafael Leonardo und Filip zuwarf, erkannten sie nicht. Leonardo kauerte ängstlich unter dem Tisch und Filip suchte tatsächlich das Weite. Doch Rafael konnte die beiden nicht länger beobachten, auch die anderen nicht, da sich als nächstes zwei weitere Templer auf ihn stürzten. Ein weiterer Schwertkampf erfolgte, als einer der zwei Männer ihn als erstes angriff und der zweite nun ebenfalls versuchte, Rafael zu verletzen. In dem Moment, als Rafael die Spitze seines Schwertes in der Brust des einen versenkte, traf ihn plötzlich ein Schmerz in der Seite seines Bauches. Es war zwar nur das Streifen der Klinge des Feindes, doch führte dies dazu, dass die dunkle Kleidung sich mit Blut vollsog. Nun erhob Rafael sein Schwert und tötete auch so den zweiten Mann. Doch als dieser zu Boden ging, spürte er etwas kaltes an seinem Nacken. Man befahl ihm, seine Waffe fallen zu lassen. Der Assassine biss die  Zähne zusammen. Ein "Na los." drang an sein Ohr und auch spürte er, wie die scharfe Klinge des feindlichen Schwertes sich, wenn auch nur millimeterweise, die Haut an seinem Hals aufschnitt.
Er musste seine versteckte Klinge einsetzen. Man würde ihm doch nichts tun, oder? Immerhin wollte man ihn lebendig.. Doch ehe er sich versah, stürmten ein paar Männer in den Keller und halfen dem Anderen, indem sie ihre Schwerter auf Santoro richteten. Das wars also. Es waren zu viele. Und das auf engstem Raum. Beinahe trotzig warf er sein Schwert zu Boden, um anschließend die Sohle eines Stiefels in seinem Rücken zu spüren, der ihn vorschupste. Das Schwert wurde von seinem Hals genommen und stattdessen nun in der Mitte seines Rückens angesetzt, um den Mann so anzutreiben.

Als Santoro, draußen angekommen und die Toten und Verletzten sah, wurde sein Gesichtsausdruck von Entsetzen erfüllt. Das es so weit kam, hatte er bestimmt nicht gewollt! Das hier waren Menschen, die nicht einmal ansatzweise etwas mit dem Assassinen zu tun hatten. Doch den Templern war das egal.. war es schon immer egal gewesen. Erst jetzt spürte er die Verletzung an der Seite, als er seine Hand reflexartig hinhielt. Sofort spürte er die warme Flüssigkeit an seiner Hand. Und lange konnte er sich nicht umsehen. Ezio war in einem Kampf verwickelt. Francis Bell wurde zu Boden gedrückt. Was hatte er nur getan? Dies, was heute geschah, galt nur ihm. Er hatte die anderen in seine Angelegenheit mit hineingezogen. Natürlich suchte er nach einer Chance, die anderen hier herauszuhelfen. Er würde nicht abhauen, so lange er nicht wusste, was mit seinen Verbündeten geschah.

Rafael wurde von zwei Templern weitergetrieben, die anderen gingen zurück in den Keller, um diesen weiter auszurotten. Zu einem Mann wurde Rafael geführt, der dort in der Ecke stand und amüsiert dem Geschehen zusah.  Erst jetzt, als er nur noch ein paar Schritte von ihm entfernt war, erkannte er diesen Menschen. Schlitzen...  Nur etwas hatte es sich verändert aber erkannte ihn. Zweifellos!

An liebsten wollte er auf ihn zurennen. Wollte ihm das antun, auf was Rafael sein Leben lang verzichten musste. Doch die Wachen bemerkten seine Reaktion auf Luigi Rizzi, senkten die Waffen und hielten nun stattdessen seine Arme fest, woraufhin er zu Boden gedrückt wurde. Wie ein Junge, den man bei etwas Verbotenem erwischt hatte, sah Rafael Santoro zu Boden. Sein Name wurde gesagt und sarkastisch äußerte sich der Ältere, dass diese Begegnung eine Überraschung für ihn sei. Santoro's Augen formten sich zu Schlitzen. Er biss auf seinen Zähnen herum, als er einen Griff an seinem Haar spürte und er so gezwungen wurde, so nach oben  zu sehen. Direkt in das Gesicht Rizzi's. Doch anstatt etwas zu sagen, spuckte er dem Mann, der zu ihm leicht heruntergebäugt war, nur ins Gesicht. Anschließend wurde der Befehl erteilt, Rafael in den Kerker zu werfen und ihn zu fesseln.

In seiner Brust breitete sich ein Gefühl aus, welches er noch mehr spürte, als den Schmerz in der Bauchgegend. Was hätte es gebracht, mit Rizzi zu reden? Er war sich sicher, dass dies nicht das letzte Wiedersehen war. Angst hatte er keine.... eher Angst um die Leute, die ihm helfen wollten. Ezio, der gerade noch in einem Kampf gesteckt hatte, war verschwunden. Oder hatte man ihn ebenfalls schon abgeführt? Auch Francis Bell war verschwunden. Und gerade, als er abgeführt wurde und dabei am Eingang des Kellers vorbei ging, erkannte er Leonardo, welcher hochgebracht und anschließend in die Knie gezwängt wurde. "Nicht Leonardo", dachte sich Rafael und schloss für einen Moment die Augen. Wieso gebührte nicht ihm allein dieser Albtraum? Wegen ihm mussten die Anderen für seine Gier nach Rache bezahlen.

tbc: Palazzo Vecchio , Zelle 1
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Gast
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   3/4/2017, 5:23 pm

2. April 1480
Abends

Aguilar sah sich um, wild und gehetzt. Doch statt zu schlachten beschützte er, hielt Klingen ab, die Menschen treffen sollten und nahm es mit denen auf, die wagten die Klingen zu halten. Es war schwer, so seine Brüder in den Augen zu behalten und so ließ er es, kämpfte verbissener.
Opfer waren nötig, sie mussten zwar verhindert, aber empfangen werden, wenn dies im Namen des Kodex geschah. Er war mit fähigen Männern in diesem Keller gewesen, keine Novizen mehr und durchaus mächtig, auf sich aufzupassen.
Schmerz ließ sein Gesicht spannen, seine Lippen öffnen und ein Knurren ertönen, als er es nicht schaffte einem Mönch beizustehen, die zur falschen Zeit am falschen Ort in die Knie gegangen war. Zwei andere in Roben flohen, sie schrien um ihr Leben, flehten zu Gott. Der Zorn ließ ihn verharren und das war sein Fehler. Ein scharfer, stechender Schmerz in der Schulter und er drohte schlimmer zu werden, bis der Spanier sich abrollte und somit entzog. Er verlor sein Schwert und verschwendete zwei Wurfmesser, eh er den Mann im Gesicht traf. Aguilar wich dem stürzenden Speer aus und trat den schlaffen Körper von sich. Die letzten Menschen strömten aus dem Keller aber der Schmerz in seiner Schulter ließ ihn launisch und egoistisch werden. Er rannte, so schnell ihn seine Füße trugen, schaffte es gerade noch eine Wache mit seinen letzten beiden Wurfmessern zu treffen. Ob er sie kampfunfähig machte würde er nie erfahren, aber das wollte er gar nicht. Das Ergebnis hätte ihn wohl eingeschüchtert, hätte ihm gezeigt, dass Aufgeben keine Option war.
Gerade aber, da war sein Kopf lahmgelegt von dem Schmerz in der Schulter, der ihm die Sicht wischen und das Blut in den Ohren rauschen ließ.
Kleinere Wunden, deren erster Pfleger das Adrenalin war, das sie betäubte, machten sich bemerkbar. Aguilar sackte zusammen. Sein Körper war noch nicht komplett gestärkt von der langen Reise. Das würden kein Kelch Wein oder Wasser, kein Braten schaffen.
Er sehnte sich nach einem Bett. Nach Zuwendung. Nach Struktur. Nach seiner Kampfeslust. Aguilar schloss die Augen und atmete durch. Niemand war ihm gefolgt. Es war fast dunkel. Schließlich schlug er auf den Boden und Staub wirbelte auf.
Er hätte bleiben sollen! Wie ein Feigling war er weggelaufen, hatte sich versteckt, nicht getraut, weil sein Arm schmerzte! Den Arm abhacken sollte man ihm! Aguilar stand wankend auf. Was konnte er jetzt tun? Er kannte die Straßen nicht… Glaubte auch nicht, dass ihn jemand hinbringen konnte. Also entschied der Assassine sich, die Assassinen zu suchen. Sich zu sammeln. Zu sehen, ob alle wohlauf waren oder einen Arzt zu holen wenn sie es nicht waren.
Erschöpft schleppte sich Aguilar zurück.


Zuletzt von Aguilar de Nerha am 3/4/2017, 5:38 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Leonardo da Vinci
Universalgelehrter
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Alter : 17
Spieler : Leo

Der Charakter
Alter: 28 Jahre
Besonderheiten:
Gesinnung: Assassine Assassine

BeitragThema: Re: Strada ingannare   3/4/2017, 5:28 pm

2. April 1480
Abends

Leonardo war erleichtert, als er allein blieb. Als Ruhe einkehrte. Er entschied, unter dem Tisch hocken zu bleiben, zu warten, bis alle weg waren und dann vielleicht herauszukommen. Das war ganz gut, dachte er bei sich, so konnte er doch gleich sehen, ob für ein paar letzte Verletzte noch etwas zu machen war. Ob einer seiner Freunde unter ihnen war? Sicherlich nicht. Der Gedanke vergnügte den Künstler fast, auch wenn ihm die Verletzten und die Leichen Glück eigentlich unmöglich machte. Was für sportliche und flexible Menschen er dagehabt hatte: Ausschließlich Diebe und Assassinen, wie auch einen Söldner, von dem er sich selbst hatte überzeugen können, dass es ihm an Kraft und Geschwindigkeit nicht mangelte.
Konnte Leonardo doch nicht wissen, dass sie dennoch unterlegen gewesen waren.
In der Zeit, in der er da hockte, der Boden wurde ungemütlich, aber doch nicht so ungemütlich wie eine Klinge im Bauch es wäre, da dachte er darüber nach, was passiert sein könnte. Verräter? Oder… War es am Ende seine Schuld? Waren das vor der Tür die Augen und Ohren gewesen, die ihn verfolgt hatten? Da tauchte das schlechte Gewissen im Künstler auf und er wollte gerade entscheiden, aufzustehen und seinem Plan Folge zu leisten um sein Gewissen zu bereinigen, da nahm er ein metallenes Klacken war. Die Rauchbomben waren viel zu weit weg, als dass der wissensdurstige da Vinci sich die faszinierende Konstruktion hätte besehen können, aber ihre Wirkung entfaltete sich bald über den gesamten Gastkeller.
Als er den milchigen Dunst sah, versuchte Leonardo seine Atemwege abzuschirmen aber es griff die Augen an und Tränen schossen ihm hinein. Im Gedanken zerreibenden Schmerz auf der Netzhaut kniff Leonardo die Augen zu und der Druck auf seinem Tuch ließ nach, ließ die Schmerzen bis in den Hals und die Nasenräume wandern und er begann zu husten, als es unmöglich wurde es zu verhindern.
Leonardo musste hier raus. Um jeden Preis. Er  richtete sich auf, schlug sich den Kopf, richtete sich aber dennoch immer weiter auf und stolperte gen Ausgang, da, wo die Luft klarer wurde. Der Druck auf den Lungen war unerträglich als er Hände spürte und wenig später ein Name gebrüllt wurde. Die Hoffnung es könnten sich um helfende Hände handeln zerschlug sich bald, als Leonardo, zusammengekrümmt, auf den Boden gefallen lassen wurde. Er wollte sehen, wem er da ausgeliefert war, hob die roten, tränenden Augen und betrachtete den Mann. Er hörte ihm zu, stumm, nur leise hustend. Es schien, als ließe sich die Lunge durch nichts bereinigen, als kratzte ihm jemand über die Lungeninnenwände. Fast genauso schmerzlich waren die Worte, die er über das Rauschen in den Ohren hinweg vernahm und er sah noch einmal auf um den Mann genauer in Augenschein zu nehmen. Er kannte ihn nicht, aber es war alles unscharf ob der Tränen. Warum würde jemand so etwas gemeines sagen? Hatte Leonardo etwas getan? Der Künstler dachte eilig darüber nach. Er erschrak, als er die Worte hörte, die folgten und wollte das Wort heben. Allerdings hustete er dem Mann erst einmal entgegen, erst nach einiger Zeit war es ihm möglich aus kratzigem Hals zu sprechen.
Aus großen blauen Hundeaugen, die rot waren und feucht, sah er ihn unschuldig an und als noch schweiß über seine Stirn lief, machte er den Mund auf, um ihn wissen zu lassen: „Ich kann mich nicht erinnern jemals irgendetwas mit Füßen getreten zu haben, Signore.“
Er wehrte sich nicht, als er mitgezogen wurde. So war Leonardo halt. Ein Pazifist.

Wird fortgeführt in einer der Zellen

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Gans: Leo muss Francis eine ohrfeigen
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Shane Hannigan
Englischer Großmeister
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Alter : 20
Spieler : Rune

Der Charakter
Alter: 30 Jahre
Besonderheiten: Wunden an der linken Wange und Hüfte; ebenso am rechtem Bein; braucht einen Gehstock
Gesinnung: Templer Templer

BeitragThema: Re: Strada ingannare   4/4/2017, 8:35 pm

2. April 1480
Abends

Der Templer hatte den restlichen Nachmittag damit verbraucht, nach den Dieben Ausschau zu halten. Es war weniger erfolgreich gewesen als erhofft. Einmal hatte man ihn unsanft angerempelt und mit einem leisen Fluch hatte er nach dem Mann greifen wollen, war jedoch zu langsam gewesen und hatte ihm nur noch nachsehen können. Die Erinnerung an die gemeinsame Zeit mit Alessia war noch immer fest in seinem Kopf verankert und er versuchte sie mit einem Kopfschütteln los zu werden. Shane hatte keine Zeit darüber nachzudenken. Er musste seine Ordensbrüder finden und endlich wieder Fuß fassen. Eine Flucht rieb an den Nerven und ließ einen paranoider werden als gewollt. Man verlor jegliches Gefühl für das hier und jetzt. Shane hatte eine gute Bleibe gefunden – teuer und schick, genau richtig für einen Adelsmann wie ihn. So hatte er Lady in den Stall gebracht und sich am späten Abend zu Fuß in die Stadt gewagt. Er wollte Florenz bei Nacht sehen. Ihre Wege erkunden und noch einmal nach Dieben ausschauhalten. So trieb sich dieses Gesindel, doch recht gerne am Abend durch die dreckigen Straßen der Stadt.
Shane betrachtete gerade ein Gebäude, als Schreie in seiner Nähe erklangen, zusammen mit dem Klang aufeinanderprallender Schwerter. Metall, traf Metall und der Geruch nach Blut stieg in seine Nase. Die Neugierde des Mannes wurde geweckt und mit schnellen Schritten bahnte er sich dort hin. Seine dunkle englische Kleidung verschmolz mit den Schatten der Nacht und er trieb sich entlang der Wände, um keine unnötige Aufmerksamkeit auf sich zu treiben. Immer wieder schwollen die Geräusche und fielen dann wieder ab. Mal waren sie gut zu hören und dann wieder gar nicht. Doch da sich der Templer noch nicht gut auskannte, musste er sich auf seine Sinne verlassen. Einige Male musste er umkehren, da er das Gefühl hatte völlig in die Falsche Richtung zu gehen.
Gerade bog er in eine andere Gasse, als er ein Geräusch vernahm. Es war leise und unaufmerksamen Besuchern wäre es entgangen. Shane kniff die Augen zusammen und blieb stehen. Er verschränkte die Arme hinter seinen Rücken und er ließ den Blick über die gestapelten Kisten und Säcke gleiten, die an der Wand standen. Ein gutes Versteck, wenn man es so sehen wollte und Shane bekam das Gefühl nicht los, dass es sogar als solches verwendet wurde. Der leise Laut war noch zu hören – stockend, aber immer wiederkehrend. Atemzüge. Man versuchte sie zu unterdrücken, leise zu halten, aber sie waren da. Unverkennbar. Nun, vielleicht würde er so herausfinden was geschehen war. „Kommt heraus, ich weiß das Ihr dort drin seid.“ Seine Stimme hatte die Wärme der fremden Sprache angenommen, doch die Drohung darin war unverkennbar. Vorsichtig löste er seine Hände und legte die Rechte davon auf den Knauf des Schwertes. Er war jederzeit bereit dieses zu ziehen, sollte er sich verteidigen müssen. Die Nase etwas hochgezogen, wartete er also ab. Seine Stiefelspitze tippte dabei auf den Boden und die Geräusche des Kampfes rückten in den Hintergrund.

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Ezio Auditore
Rekrut
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Alter : 20
Spieler : Rune

Der Charakter
Alter: 21 Jahre
Besonderheiten: Narbe an der Lippe
Gesinnung: Assassine Assassine

BeitragThema: Re: Strada ingannare   4/4/2017, 8:57 pm

2. April 1480
Abends

Ein wütender Schrei drang aus der Kehle des Assassinen, als er einfach nicht weiter auf den Mann zukam. Immer wieder zurück er zurück gedrängt und angegriffen, bis alles nur noch zu einem Strudel wurde. Es fiel ihm immer schwerer Feind von Freund zu unterscheiden und der Schweiß lief seine Schläfen hinunter. Sein Handrücken schmerzte und seine weiße Kleidung war getränkt in rotem Blut. Er sah aus wie ein Geist. Er streckte gerade einen Mann nieder, als er seinen Freund sah. Man hatte ihn umkreist und Männer packten ihn und führten ihn weg. Nein! „LEONARDO!“ Ezio versuchte sich durchzukämpfen – versuchte zu seinem Freund zu kommen, um ihn zu retten. Aber er kam nicht weiter. Es war als würde er gegen die Fluten eines reisenden Flusses kämpfen und er kam zu spät. Als er den Ort erreichte an dem der Künstler zuletzt gestanden war, war er fort. Nein. Nein. Nein.... Ihm durfte nichts geschehen sein! Ezio sank auf die Knie und seine Faust traf den Boden. Zorn jagte durch seinen Körper und eine neue Welle von Wut durchfuhr ihn. Er musste ihn finden! Wo waren Rafael und die anderen? Hatten sie gesehen was passiert war?
Ezio zwang sich wieder aufzustehen und er stand auf, rannte und kämpfte sich durch die Reihen der Feinde, die langsam lichter wurde. Die Masse war nicht mehr da und dennoch waren sie in der Überzahl. Der junge Assassine hatte es geschafft, sich ein paar Straßen fort zu bringen. Er musste sich erholen, für einen Moment den Atem schöpfen. Ein wenig lehnte er sich an die Wand und sein Hinterkopf traf auf den noch von der Sonne gewärmten Mauerstein. Seine Hände waren zu Fäusten geballt und in Gedanken setzte er jeden Fluch frei, der ihm einfiel. Wie hatte es so weit kommen können? Gerade wollte er sich wieder in Bewegung setzten, als er etwas auf dem Boden liegen sah. Ohne darüber nachzudenken lief er dort hin und er schluckte hart, als er die Mütze von Leonardo erkannte. //Ihm darf nichts geschehen! Durch mich ist er überhaupt in unsere Reihen gekommen. Wie habe ihn nur hineinziehen können! // Ezio duckte sich und hob den Stofffetzen vorsichtig auf. Leichter Dreck hatte sich darauf gelegt, als wäre jemand unachtsam darauf getreten. Erneut durchzuckte ihn Wut und ein verzweifelter Laut, drang aus seinem Mund. Die Mütze an sich gedrückt lief er ein Stück weiter, aber er hatte keine Ahnung wohin sie gelaufen waren und im Hintergrund waren noch immer die Kämpfe zu hören. Er musste zurück. Musste nach den anderen suchen. Musste ihnen berichtet, dass man Leonardo gefangen hatte. Musste. Das Wort hallte unheilvoll in seinem Kopf wieder und so drehte er sich zurück in die Richtung aus der er gekommen war.
Seine Brust fühlte sich schwer an und vorsichtig steckte er Leonardos Habseligkeit in seine Taschen. Er würde sie ihm wieder geben, wenn sie das nächste Mal einander sehen – und das würden sie. Ezio wollte keine anderen Gedanken zulassen, als er wieder zurück auf die Straße trat. Noch immer herrschte ein bitterer Kampf, doch dieses Mal suchte er mehr nach vertrauten Gesichtern. Als ein Templer jedoch einen Unschuldigen angriff, knurrte er etwas auf und sprang nach vorne. Ein gezielter Stich in den Hals des Feindes ließ ihn zu Boden gehen und er schickte den Mann fort, der ihn dankend ansah. „Verschwindet! Kommt nicht mehr hier her.“ Das hier war nicht derer Kampf, sondern ihrer.

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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   4/4/2017, 9:58 pm

Freitag, 2. April 1480
Abends

Immer wieder spürte er, dass er kurz davor war sein Bewusstsein zu verlieren. Er hörte immer noch Schreie und Metall und manchmal gar nichts mehr. Die Schritte von Shane vernahm er nicht. Zu sehr war er mit seinen Verletzungen beschäftigt. Er machte sich auch Gedanken um die anderen aber sein Körper verlangte augenblicklich mehr Aufmerksamkeit. Ihm war einmal so als hätte er diesen Ezio gehört. Jedenfalls war er sich sicher, dass jemand den Namen 'Leonardo' gebrüllt hatte.

Als die fremde Stimme erklang, hielt er die Luft an. Er wurde entdeckt! Sein Herzschlag verschnellerte sich und er versuchte angestrengt in die Dunkelheit zu lauschen. Seine Lungen protestierten aber schon bald und verlangten Atem. Francis wollte bloss weiteratmen, seufzte dabei aber vor Schmerzen auf.
"Ich bin ein Trunkenbold... aah!", sagte er und er klang dabei nicht wirklich überzeugend. Die Schmerzen waren einfach zu gross. "Lasst mich hier liegen bis ich nüchtern bin. Meine Frau verprügelt mich sonst wenn ich so nach Hause komme.", sprach er weiter. Gerade wollte er über seine ablenkende Aussage trotz aller Schmerzen grinsen als ihm auffiel, dass er all das auf englisch gesprochen und sich somit erst recht verraten hatte. Wer auch immer ihn entdeckt hatte, konnte ihn unmöglich verstanden haben. Aber dieser jemand wusste jetzt, dass da ein Ausländer lag und würde ihn jetzt erst recht aus seinem Versteck herausziehen.

--> weiter gehts unter Gasse posteriore (Aussenbezirke)


Zuletzt von Francis Bell am 5/4/2017, 3:02 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   5/4/2017, 12:38 pm

Freitag, 2. April 1480
Abends

Shane wartete ab. Den Kopf etwas geneigt und sich selbst in die Schatten gehüllt. Er wollte nicht ein gut gesehen Ziel sein und seine dunkle Kleidung, war hier weitaus im Vorteil.
Zuerst blieb alles still, sogar das Atmen hatte aufgehört. Als hätte das Leben hinter den Kisten aufgehört zu existieren. Danach folgte ein Laut und wenig später sogar ein paar Worte. Lügen. Jedes einzelne davon war eine Lüge und Shane kniff die Augen zusammen. Die Stimme klang bestimmt nicht nach einem Trunkenbold, viel eher war sie erfüllt von Schmerz. Er wollte gerade zu einer harschen Antwort ansetzten, als er langsam realisierte. Der Fremde hatte in der englischen Zunge gesprochen!
Sein erster Gedanke war jener, dass ihm ein Assassine gefolgt sein musste. Für einen Augenblick erfasste ihn eine unangenehme Erinnerung, welche er schnell beiseite schob.
Shane spannte sich an und sein Schwert sirrte leicht, als er es aus der Scheide zog. Seine Knöchel wirkten bleich, als er den Griff fester als sonst umfasste. Wie hatte man ihn gefunden?

Den Blick finster auf die Schatten gericht, schnalzte er mit der Zunge. “Ich glaube Euch kein Wort.“, knurrte er und hob das Schwert. “Kommt raus oder ihr werdet Bekanntschaft mit dem Tod machen. Ich warte nicht gerne.
Stumm verfluchte Shane die Dunkelheit der Nacht, die es ihm fast unmöglich machte, mehr als nur Sillhouetten zu erkennen. Die einzige Fackel war an Anfang der Gasse und er wollte es nicht riskieren dem Versteckten den Rücken zu zukehren. Denn noch immer hatte er keine Ahnung über die Identität des anderen Engländer. Er musste aus diesem Land kommen, den kein Akzent - nicht einmal ansatzweise - hatte die Tonlage gedämpft. Doch warum war er hier? Und noch dazu schien ihn der Klang der Stimme an etwas oder jemanden erinnern.

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BeitragThema: Re: Strada ingannare   6/4/2017, 4:07 pm

2. April 1480
Abends

cf: Gastkeller Il teschio
Pures Chaos hatte sich in und um den Gastkeller verbreitet. Alle Wege waren zugestellt von bewaffneten Männern. Vermutlich alle Templer. Es war eine Falle, aber wer hatte sie verraten? Woher hatten sie gewusst wo Rafael sich befand? Zusätzlich kamen sie noch just in dem Augenblick, als sie alle versammelt gewesen waren. Ob die anderen es lebend raus geschafft hatten? Filip hoffte es. Aber zunächst einmal musste er es selbst aus der Gefahrenzone schaffen. Durch die Masse drang er mit hinaus, er sah nicht aus wie ein Assassini, weswegen er wohl nicht gefasst wurde. Aber dann entdeckte er Santoro. Blutig geschlagen und von zwei Männern mit geschleift. Das war ein Alptraum. Wenn Templer Assassinen fassten, kamen die selten lebend zurück und Santoro wirkte nicht mehr, als ob er sich noch groß wehren könnte. Filip fasste allen Mut zusammen und wollte helfen. So genau wusste der Dieb nicht wie er das handhaben sollte, aber vielleicht war es ja das Beste sie zu verfolgen und Rafael später zu befreien. Sicher töteten sie ihn nicht gleich. Es musste einen Grund haben, dass er noch lebte und sie ihn sogar mitnahmen. Dahinter konnte doch nicht dieser Rizzi stecken.. oder etwa doch?

Die anderen sah Filip aber nicht, nicht einmal Leonardo, denn der Dieb versteckte sich sofort. Wohl aber hörte er, wie jemand Leonardos Namen rief. Das ließ seine Augen groß werden. Wurde der Künstler getötet?! Hoffentlich nicht! Nein sie konnten ihn nicht einfach töten. Das wäre ein viel zu großer Aufruhr in der Stadt, würde das raus kommen. Aber wenn die Templer den Armen mitnahmen, war das auch nicht viel besser wie der Tod. Filip blieb still und heimlich in seinem Versteck. Erst als sein Körper etwas runter kam, merkte er ein Brennen an der rechten Hüfte. So sah er an sich hinab und handelte sofort. Der Bärtige sah sich die Wunde genauer an und atmete unruhig durch. Nichts lebensgefährliches, wohl aber verdammt schmerzhaft. Da hatte ihn einer der Templer wohl doch mit der Schwertspitze erwischt, als er sich an ihnen vorbei gedrängt hatte. Verdammt!

Langsam wurde es ruhiger auf der Straße. Einen Moment lang überdachte Filip aus dem Versteck zu kommen und zu einem sichereren Ort zu flüchten. Doch plötzlich vernahm er Schritte und blieb versteckt, bedeckte lautlos sein Gesicht mit  dem Stoff seiner Kleidung. So im Schatten sah er aus wie ein einfacher alter Stoff-Sack. Der Mann begann zu sprechen. Nur kurz darauf sprach auch Francis. Er erkannte seine Stimme, auch wenn Filip nicht die Worte verstand, die er sprach. Denn die Sprache war ihm unbekannt. Es klang als wäre er in Schwierigkeiten. Leider konnte er nicht viel sehen, er war zu weit von ihnen entfernt. Ob dieser Entfernung schlich Filip fast lautlos aus seinem Versteck und huschte einen Moment lang leicht humpelnd die Straße entlang, um in Sicherheit zu gelangen. Dabei lief er direkt auf Aguilar zu, was ihm noch nicht bewusst war. Er wollte Hilfe holen. Denn allein konnte er nicht viel anrichten.
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   6/4/2017, 6:36 pm

2. April 1480
Abends

Fast hätten sie einander umgerempelt. Aguilar knurrte, als er den versteckten Mann sah, blind vor Wut und riss ihn am Hals gegen die Wand. Erst, als er mit seinem Dolch die Kapuze absetzte sickerte Aguilar in den Kopf, dass er Kleidung und Träger kannte. „Felipe!“ rief er gedämpft aus und ließ sofort seinen Hals los. „Entschuldige mich!“ er hatte ihn nicht so hart packen wollen, aber er hatte herb verdächtig ausgesehen. Aguilar biss die Zähne zusammen, sein Arm schmerzte. Aber Filip war am Leben! Einer weniger, um den er sich Sorgen machen musste.
„Es ist gut, dass du lebst.“ Stellte er also fest und verstaute seinen Dolch indem er ihn wieder am Gürtel befestigte.
Seine festen blauen Augen analysierten und suchten nach etwaigen Verletzungen, er roch Blut und sah bald, woher es kam. „Ihr seid verletzt. Wir brauchen dringend einen Arzt!“ Aguilars Arm fühlte sich zunehmend taub an und er war nicht scharf darauf, dass das dauerhaft blieb. Sicher hatte auch der Italiener Schmerzen und Aguilar wollte dringend sichergehen, dass es allen besser ging.
„Sind noch ein paar da?“ er wies in die Richtung zum Keller. Vielleicht wusste Filip von Zurückgebliebenen oder Verletzten. Aguilar bereute, nicht dageblieben zu sein, nicht sorgfältiger gekämpft zu haben. Er bot dem Italiener seine unverletzte Schulter als Stütze und späte bereits in die Richtung in die sie mussten.
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   6/4/2017, 7:15 pm

2. April 1480
Abends

Filip erschrak, als er den Mann plötzlich vor ihm sah. Schnell konnte er nicht reagieren, denn der andere packte ihn bereits mit der Hand am Hals und drückte ihn ungehobelt gegen die Wand. Filip konnte nur ein Keuchen von sich geben. Er erkannte Aguilar und war heilfroh, dass dieser ihn nicht direkt tötete, sondern erst nachsah wen er da vor sich hatte. Als der Spanier den Dieb los ließ, keuchte er scharf auf und atmete tief durch. „Ihr habt mir Angst gemacht Aguilar.“ Meinte er dann wieder grinsend und beobachtete ihn. Er war auch nicht mehr völlig Unversehrt. Auf den zweiten Blick sah er das Blut. Ihn hatte es schlimmer erwischt als Filip. Aus dem Gastkeller unversehrt entkommen zu sein, wäre bei der Masse an Templer ja ein Wunder gewesen. „So schnell tötet man mich nicht.. auch wenn ich es eben doch fast bezweifelt hätte.“ Filip sah ihn an, dann zurück. Aguilar bemerkte Filips Wunde, der winkte ab. „Das geht vorerst noch. Habt Ihr Rafael gesehen…? Sie haben ihn sicher bewusstlos geschlagen, so wie die Männer ihn mitzerrten.“ Er schüttelte den Kopf langsam bedauernd und sah in das Gesicht des Spaniers, als er nach den anderen fragte. „Ja. Wir sind nicht die einzigen die einen Arzt brauchen. Ich hörte Francis in der Gasse hier und wollte Hilfe holen.“ Er deutete hinter sich. „Er war aber nicht alleine.“ Die anderen konnten aber auch nicht weit sein, oder? Der Assassine bot Filip seine Schulter, er nahm die Hilfe also an, konnte selbst jedoch eigentlich noch recht gut gehen, weswegen er Aguilar nicht das volle Gewicht tragen ließ. Umso länger sie brauchten, umso schneller würde das Adrenalin nachlassen und die Schmerzen zunehmen. Es war also ein Rennen gegen die Zeit.
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   8/4/2017, 3:20 pm

2. April 1480
Abends

Aguilar legte eine Hand an die Brust, an sein Herz und entschuldigte sich aufrichtig. Gerade wenn es um den Tod und Verletzung ging sollte man Ängste respektieren und Aguilar wollte sich keinen Freund zum Feind machen. Sie hatten heute vermutlich genug Verluste gemacht.
"Das ist gut" antwortete er dann auf die Aussage, Filip sei nicht schnell kleinzukriegen. Sicher kam man als Dieb viel herum und überlebte unter kleinlichsten Bedingungen. Aguilar fragte sich, ob Valentini überhaupt irgendwo ein Haus hatte, in dem er lebte oder ob er nur jeden Tag auf der Straße herumkreuchte und sich des Abends ein Gasthaus oder ein Bordell zum Schlafen nahm. Er betrachtete den Mann, der scheinbar stets vergnügt oder in einer Notsituation war. Aufrichtig sah er schon aus. Aber Diebe mussten gut vortäuschen können, also entschied Aguilar, sich nicht täuschen zu lassen.
Er erschrak ein wenig auf die Aussage, aber sein Gesicht blieb hart. "Sie haben Rafael mitgenommen?" Das war gar nicht gut. Aguilar wusste, was das letzte mal passiert war, als jemand einen seiner Glaubensbrüder mitgenommen hatte. Beziehungsweise Schwester. Sein Herz wurde wehmütig, aber Aguilar musste fokussiert bleiben, also gab er sich alle Mühe. "Wir müssen ihn finden!"
Der Statusbericht half sehr, wenn Francis nicht allein war, dann gab es eine Chance dass weitere verletzte aber lebende Verbündete da waren. Aguilars Schritt wurde entschlossener und er zog eine Kapuze auf. "Einer muss einen Arzt holen. Ich denke, wir sehen erst nach Francis und dem Fremden. Wenn er ein Templer ist, sind wir nicht allein." Falls Filip einen Templer gehört hatte wäre es dumm, ihm allein gegenüber zu treten, denn Francis war sicher verletzt. Mit einem Zucken des Fingerstumpfes kontrollierte Aguilar, ob seine Klinge zureichend funktionierte, er sah sie sich an noch während er ging und kratzte etwas getrocknetes Blut ab.
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Ezio Auditore
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   8/4/2017, 6:48 pm

2. April 1480
Abends

Ezio lehnte sich erschöpft an eine Wand und presste die Unverletzte Hand auf den Handrücken, welcher von dem Schwer durchstochen worden war. Blut quoll von seinen Fingern, aber es war keine tödliche Wunde, sondern einfach nur scherzhaft. Sein Kinn pochte noch vom der unsanften Rettungsaktion Fredericos und der Atem des Assassinen war schnell und knapp gehalten. Die Schreie auf der Straße hatten abgenommen und die Templer waren nach und nach abgerückt. Zurück blieben nur noch die Toten oder die Verwundeten. Es war ein blutiger Kampf gewesen. Unfaire Mittel waren zum Einsatz gekommen und es gab wohl Verluste auf beiden Seiten. Seine Hand wanderte zu der Tasche in der er Leonardos Mütze verstaut hatte. Er musste den Künstler retten, aber zuerst musste er jemanden finden der ihm sagen konnte, wohin man ihn gebracht hatte. Ein quälender Laut in seiner Nähe erweckte seine Aufmerksamkeit und Ezio erkannte einen der Templer.
Mit zusammengebissenen Zähnen setzte er sich in Bewegung und kniete wenige Minuten später auf der Brust des Mannes. Dieser gurgelte vor Schmerz auf und hustete Blut. Er hatte nicht mehr lange zu Leben und der Assassine musste sich beeilen, wenn er noch etwas herausfinden wollte. „Wo bringen sie die Gefangenen hin?“ Die Wache verzog den Mund zu einem schmierigen Lächeln, aber kein Ton kaum daraus. „WOHIN?!“ Ezio packte ihn am Kragen und schüttelte leicht den Körper des Anderen und presste die verborgene Klinge an dessen Hals. Dieser Schrie leicht auf und Angst war in den Augen des Namenlosen zu erkennen. Zuerst dachte der junge Mann, der Feind würde noch immer nicht antworten. Er verstärkte den Druck an die Kehle und weiteres Blut mischte sich zu jenem, das den Templer schon längst bedeckte. „Palazzo Vecchio“, stieß er nun aus und Ezio hielt den Atem an. Das hätte er doch selbst wissen müssen! Mit einem gezielten Schlag, beendete er das Leiden des Mannes und er hievte sich wieder in die Höhe. Er musste los! Er musste sie retten... aber wen musste er alles retten? Ezio hatte keine Ahnung wer dem Angriff entkommen war und wer nicht. Wie viele Tote hatten sie zu beklagen? Unentschlossen sah er sich dann um und hoffte, dass hier jemand sein mochte, den er kannte. In der Ferne sah er zwei Gestalten und so machte er sich dorthin auf den Weg – in der Hoffnung sie mögen Verbündetete sein.

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BeitragThema: Re: Strada ingannare   21/5/2017, 9:35 pm

2. April 1480
Abends

Voller Vorfreude schlenderte Emily durch die Gassen und bereitete sich innerlich auf das erste Zusammentreffen mit Rafael und ein Wiedersehen mit Ezio vor. Der junge Mann hatte ihr von dem Treffen der Assassinen erzählt und Beide kamen sie zu dem Schluss, dass sie sich erst danach mit dem Mentor treffen sollte. Schließlich wollte sie die Zusammenkunft nicht unangemeldet sprengen und für Unruhe sorgen.
Kurz vor dem abgesprochenen Treffpunkt, bemerkte die junge Frau, dass scheinbar schon jemand anderes die Straßen aufmischte und im ersten Moment trieb sie die Neugier, entgegen der davonstürmenden Menschen, zu der Lärmquelle. Sie hüllte sich fester in ihren Mantel und zog die Kapuze tief ins Gesicht. Es war bereits Abend und doch waren noch viele Bürger unterwegs, die ihr nun teilweise panisch entgegen rannten.
Nach wenigen Schritten erkannte sie die ersten Leichen und schnell wich die Neugier dem Entsetzen. Ungläubig erhöhte sie ihr Tempo und vermutete das Schlimmste. An allen Ecken waren Schreie und Kampflaute zu hören. Sie selbst kam schnell voran, da keine Wache wirklich Notiz von einer unscheinbaren Frau nehmen wollte.
Blut bedeckte die Straßen und teilweise erleichtert erkannte Emily, dass die meisten von ihnen Wachen waren und hielt weiterhin Ausschau nach dem einzigen, ihr bekanntem Gesicht.
Das Herz schlug ihr bis zum Hals und sie hoffte bald auf einen Verbündeten zu stoßen, aber wie sollte sie diese erkennen.
Nach und nach verstummte der Lärm und die Straßen wurden nur noch vereinzelt von dem Stöhnen verletzter, oder im sterben liegender Kämpfer durchzogen.
Wäre Emily ein gläubiger Mensch gewesen, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt gewesen um zu beten. Beten, dass den Assassinen nichts schlimmeres zugestoßen ist. Eng drückte sie sich an die kühle Wand in einer der kleineren Seitengassen und ihr dunkles Gewand half ihr, noch weiter mit der Dunkelheit zu verschmelzen.
Vor ihr erhob sich gerade eine Gestalt, nachdem er offensichtlich das Leben eines anderen Mannes beendet hatte. Mit einem leichten schwanken erhob sich dieser und blickte erst in ihre Richtung, bevor er sich dann auch in dieselbe begab. Es dauerte einen Moment, bis sie Ezio erkannte und erleichtert atmete sie auf. Schnell war er auf ihrer Höhe und sie griff aus dem Schatten nach seiner Hand um ihn in die Gasse zu ziehen.
Noch während sie an seinem Arm zog, brachte sie ihren Körper nah an seinen und hielt seine beiden Hände fest. Die Nähe, um ihm schnellstmöglich klar zu machen, wer da vor ihm stand und seine Hände hielt sie, um eine eventuell übereilte Abwehrreaktion von ihm zu vermeiden.
"Ezio! Was ist hier passiert?" ihre Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. Warme Flüssigkeit lief über ihre Finger und schnell senkte sie den Blick auf seine Hand. "Ihr seid verletzt." murmelte sie besorgt und wusste wie unnötig diese Aussage war. Ein gezielter Griff in ihre Tasche und schon wickelte sie ein Stück sauberen Stoff um die blutende Hand, noch immer auf eine Antwort wartend.
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   22/5/2017, 9:04 pm

2. April 1480
Abends


Ezios Schritte waren quälend langsam. Doch sein ganzer Körper schien zu schmerzen und das Pochen, welches von seiner Hand ausging, war wie ein treuer Begleiter geworden. Unangenehm. Stetig. Er ließ ihn nicht vergessen was gerade geschehen war. Die Gestalten, die er zuvor noch gesehen hatte, waren plötzlich verschwunden und der junge Assassine blinzelte verwirrt. Nichts kam zurück, während die Schatten, einfach Schatten blieben. Sah er jetzt schon Gespenster? Leonardos Mütze schien mit einem Mal an Gewicht zu bekommen und seine unverletzte Hand umklammerte die Tasche, in der sie sich befand, wie einen rettenden Anker.
Die Ungewissheit darüber, was mit den Anderen passiert war lag schwer auf seiner Brust, während die Stille Bilder in ihm wach riefen, die er nicht sehen wollte. Gerade wollte er noch einen Schritt nach vorne machen, als ihn zwei Hände packten. Erschrocken wollte er den Griff abwehren und der Mechanismus der Klinge löste sich, jedoch ohne Schaden anzurichten. Die Finger die ihn hielten wirkten Filigran, aber sie besaßen auch an Stärke.  Erst als Ezio eine Stimme zu der Gestalt hatte, blitze ein Name in seinem Verstand auf. “Emily!“ Erleichterung zeigte sich in seinem Gesicht. Sie war ei e Verbündete, keine Gegnerin. Der junge Assassine zuckte zusammen, als Stoff die Wunde am Handrücken berührte und im nächsten Moment sanken seine Knie ein Stück nach unten. Halt suchend, klammerte er sich an die Frau und sah dann hoch in ihr Gesicht, welches durch die Kapuze verborgen war. “Templer!“,stieß er zwischen die Zähne hervor. “Sie wussten von dem Treffen! Sie wussten es!“ Und Emily tat es auch. Diese Erkenntnis traf den jungen Mann wie ein Faust-Hieb in den Magen. Sie war hier... warum war sie jetzt hier? Die Gedanken lagen wirr in seinem Kopf und er versuchte seine Hände zu lösen, um Abstand zwischen sich und der Frau zu bringen. Der Glanz des Kampfes blitzte für einen Moment in seinen Augen und das junge Gesicht war so ernst, wie noch nie. Den Rücken zur Wand gelehnt, versuchte er seinen Herzschlag zu beruhigen, doch das zähe Gefühl von Misstrauen, nahm immer weiter zu. “Ich muss die anderen finden.“, murmelte er in keine bestimmte Richtung und für einen Moment lang war er nicht fähig in die Augen von Emily zu sehen. Wer war sie wirklich? Immer wieder stellte sich ihm diese Frage, aber genauso wusste er, dass er hier nicht länger bleiben konnte. “Ich ...“ Er hielt kurz inne. “Wir.“ Das Wort kam ihm mit einem Mal unendlich lang vor. “Wir müssen von hier weg.“

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BeitragThema: Re: Strada ingannare   23/5/2017, 12:31 pm

2. April 1480
Abends

Als Emily nach Ezios Händen griff, hörte sofort wie erwartet das leise Klicken seiner versteckten Klinge. Da sie darauf vorbereitet war, konnte sie genug Abstand halten und mit festem Griff schlimmeres verhindern. "Shhhhhhhh" zischte sie leise und ruhig, während sie den Größeren intensiv ansah. Schnell schien er zu begreifen und beruhigte sich sofort, wodurch Emily sich provisorisch um die Wunde an der Hand kümmern konnte.
Noch bevor sie das Stück Stoff richtig befestigt hatte, sackte der Assassine nach vorne und stützte sich auf die kleinere Frau ab. Emily hatte Mühe, ihn aufrecht zu halten und ihr Blick verfinsterte sich, als er ihr erzählte, dass der Orden von dem Treffen erfahren hatte. Somit bestätigten sich ihre schlimmsten Befürchtungen und wütend stieß sie die Luft zwischen den Zähnen heraus. "Woher?"
Gerade noch spürte sie das erdrückende Gewicht des Mannes und im nächsten Moment wehrte er sich förmlich gegen die Nähe zu ihr. Sein Blick veränderte sich, als hätte er etwas erblickt, was ihm ganz und gar nicht gefiel. Reflexartig sah sie sich über die Schulter und musterte kurz die dunkle Gasse, nur um festzustellen, dass dieser abweisende Blick ihr selbst galt. Verwirrt sah sie ihr Gegenüber an und dabei verringerte sich der Abstand zwischen ihren Augenbrauen ungläubig. Er betrachtete sie mit einer Ablehnung, die sie schon fast als Hass deuten konnte und Emily musterte seinen Kopf genauer. Hatte er vielleicht einen Schlag auf den Kopf bekommen? Mehr Blut verloren, als auf den ersten Blick ersichtlich war?
"Ezio..." vorsichtig näherte sie sich wieder und streckte langsam ihre Hand nach seinem Oberarm aus. "...geht es Euch gut?"
Vielleicht war auch etwas passiert, was den jungen Mann völlig aus der Bahn warf. Sie hoffte zumindest, dass diese Reaktion nicht ihr galt.
Bei seinen Worten nickte sie überzeugend und sah sich um. "Ich helfe Euch!" Ohne wirklich darüber nachzudenken griff sie nach seinen Arm und legte ihn um ihre Schultern. So versuchte sie ihn wenigstens etwas zu stützen und ermöglichte den Beiden ein schnelleres Vorankommen. Sie hatte keine Ahnung wen sie suchen musste, aber jede blutende Gestalt, die keine Ähnlichkeit mit einer Wache hatte, würde zumindest in die engere Wahl fallen.
Als er sich korrigierte, hinterließ der Klang seiner Stimme einen bitteren Beigeschmack. Das war nicht der Ezio, den sie vor wenigen Tagen bei einem Krug Wein kennengelernt hatte. Ungläubig warf sie ihm einen weiteren Blick zu und bewegte sich tiefer in die schmale Gasse hinein. "Diese Straßen waren eben noch leer. Vielleicht haben wir Glück." murmelte sie nun mehr zu sich selbst und ging weiter.


Zuletzt von Emily de Lucca am 24/5/2017, 12:51 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   23/5/2017, 8:26 pm

2. April 1480
Abends

Ezio löste die Spannung aus seinem Handgelenk und die Klinge glitt zurück in ihre versteckte Position. Doch ihm war nicht das Blut entgangen, das noch immer daran klebte.  Das leise Schhh klang viel zu laut in den Ohren des jungen Mannes und er schluckte leicht. Ihm war gar nicht bewusst gewesen, dass Herz raste wie ein Pferd im Galopp. Erst jetzt wo alles still war und er nicht mehr das Rauschen seines eigenen Blutes hörte, klärte sich die Situation. Er konnte die Teile wieder zusammenfügen – eines jedoch, fand einfach keinen Platz. Woher… das fragte sie noch? Leise verräterische Gedanken ertönten in seinem Kopf und er sah sie an. „Ich weiß es nicht.“ Wisst Ihr es? Die unausgesprochene Frage hing schwer in der Luft und Ezio presste die Lippen fest aufeinander, bis sie ganz bleich wirkten.
Er wollte Abstand zwischen sich und Emily bringen, er brauchte Platz um nachzudenken und um zu verstehen. Doch sobald er frei stand, merkte er, wie die Kraft ihn verließ. Die Kämpfe hatten ihn völlig erschöpft und selbst er kam einmal an seine Grenzen.  Den Kopf hebend, erkannte er den Unglauben in den Augen der jungen Frau, aber selbst wenn er ihr vertrauen wollte, konnte er es gerade nicht. Er wusste nicht mehr, wem er vertrauen konnte. Leonardo – ja, ihm konnte er vertrauen und auch Rafael. Sie würden die Assassinen niemals verraten. „Alles ist gut.“ Die Hand bewegend, versuchte er seine Worte zu unterstrichen, aber der Stich der dabei durch seine Seite ging, erzählte ihm etwas ganz anders. Das Gesicht leicht verziehend, krümmte er sich ein Stück, hielt aber die Hand hin um Emily auf Abstand zu halten. Sie sollte nicht näher kommen.  Allerdings half die Geste nicht wirklich, denn zwei Atemzüge später, spürte er den Griff um seinen Arm. Die Stelle kribbelte unangenehm und am liebsten hätte er sich fortgerissen. Aber er tat es nicht. Schweigend ließ er es zu, auch wenn alles in seinem Inneren sich dagegen wehrte. Alleine würde er nicht mehr weit kommen. Die Kraft, die ihm vorhin durch die Überraschung geschenkt worden war, war verbraucht.  „Ihr solltet Euch besser in Sicherheit bringen.“ Während er diese Worte sprach, sah er sie nicht an. Das hatte er die ganze Zeit nicht mehr getan. Er hatte die Befürchtung, er könnte seine Gefühle nicht verborgen halten. Und was würde sie tun, wenn sie wirklich die Verräterin war? Er konnte es sich nicht leisten zu sterben. Vielleicht war es besser einfach mitzuspielen.  
Ezio zögerte ein paar Sekunden und sah sich um. „Nicht in diese Richtung.“ Er musste entscheiden wohin sie gingen. Der Assassine wollte nicht riskieren, dass er geradewegs zu Rizzi geführt wurde. So gut es ging, versuchte er sein Gewicht in die nächste Gasse zu bewegen, die in sein Sichtfeld kam. Ihm war egal wohin sie führte, er wollte nur einfach einen anderen Weg gehen. „Warum seid Ihr nicht am ausgemachten Treffpunkt?“ So gut es ging versuchte er den misstrauischen Klang in seiner Stimme zu verbergen. Es funktionierte sogar besser, als er von sich selbst erhofft hatte.  Am Ende klang er einfach nur noch erschöpft. Den Blick über den Boden schwenkend, betrachtete er all das Blut und betrachtete die Gesichter der Toten. Keines davon war ihm bekannt. Enttäuschung und Erleichterung bracht zugleich über ihn herein. Sie konnten alle noch am Leben sein.  Alle – das hoffte er wirklich. „Können wir kurz anhalten?.“, bat er dann Emily und er merkte wie ihm etwas übel wurde. Der Schlag in den Magen hatte wohl mehr angerichtet, wie zuerst gedacht.

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BeitragThema: Re: Strada ingannare   23/5/2017, 11:27 pm

Ezio wusste also nicht, wer die Assassinen verraten hatte. Hatte er einen Verdacht, der ihn so verbittert wirken ließ? Er war kurz angebunden und führte offensichtlich noch immer einen inneren Kampf, obwohl er äußerlich seine Grenze erreicht hatte. Nichts erinnerte an den fast schon unverschämt charmanten Ezio, den sie kannte, aber wen würde es wundern, wenn jemand nach so einem Kampfgeschehen nicht in Flirtlaune war.
Die junge Frau ließ sich nicht auf Abstand bringen. "Alles gut... das sehe ich..." Er könnte später wieder den Unverwundbaren spielen, aber jetzt benötigte er einfach Hilfe. Ohne auf seine Abwehr zu achten, legte sie den Arm um sich und half ihm so gut sie konnte. Es versetzte ihr einen kleinen Stich, als er sogar seine Hand ausstreckte und sie so versuchte, wenig erfolgreich aber doch deutlich, von sich zu drücken. Etwas verletzt und gleichzeitig wütend über seinen Versuch den Held zu spielen drückte sie seine Hand weg und legte dem Größeren einen Arm um die Hüften um ihm noch mehr seines eigenen Gewichts zu nehmen. Schnell schien er einzusehen, dass sie ihn nicht mehr loslassen würde und seine Gegenreaktionen ließen deutlich nach.
Den Blick stur zu Boden gerichtet, meinte der Assassine, sie solle sich in Sicherheit bringen. Auch Emily sah ihn nicht an. Zu sehr war sie damit beschäftigt, sich auf den Weg und das zusätzliche Gewicht zu konzentrieren. Ihre Ohren lauschten um mögliche Verfolger oder andere ungebetene Gäste frühzeitig zu bemerken. "Und Euch zurücklassen?" Ihre Frage verlangte keine Antwort und das verdeutlichte ihr Tonfall.
Plötzlich bremste er und wollte eine andere Richtung einschlagen. "Aber..." schnell bremste sie sich und schluckte jeglichen Protest hinunter. Er kannte die Straßen deutlich besser. Vermutlich war dies eine Abkürzung oder eine Gasse, welche mehr Sicherheit versprach. Seufzend festigte sie den Griff um seinen muskulösen Körper und nickte lediglich, als sie gemeinsam mit ihm die Richtung wechselte. "Ich hoffe, Ihr wisst, was Ihr tut." gerade zweifelte sie an seiner vollen Zurechnungsfähigkeit und vorsichtig reckte sie den Kopf, um einen schnellen Blick in die dunkle Gasse werfen zu können. "Wohin können wir gehen? Ihr müsst Euch ausruhen, wenigstens kurz zu Kräften kommen..." ihre Stimme war nicht mehr als ein nachdrückliches Flüstern und Emily hoffte inständig, dass Ezio in unmittelbarer Nähe einen Freund hatte, der keine Probleme mit blutenden Männern hatte, die gerade offensichtlich knapp einen Kampf überlebt hatten.
Die junge Frau war so auf den Weg fixiert und darauf, keinen unnötigen Lärm zu machen, dass sie keinen Verdacht in seiner Frage schöpfte. "Ich war gerade auf dem Weg. Da mich hier noch niemand kennt, habe ich mich relativ offen auf den Straßen bewegt, bis die ganzen Menschen schrien und rannten. Ich ahnte, dass etwas nicht stimmte und ich..." sie zögerte, spürte wie nach und nach mehr Gewicht auf ihr lastete. Vorsichtig lehnte sie ihn mit dem Rücken an die nächste Wand und musterte besorgt sein Gesicht. "...habe nach Euch gesucht."
Nachdem sie sich vergewissert hatte, dass er einen guten Stand hatte und sich selbst einigermaßen halten konnte, öffnete sie die Schnalle ihres Mantels. Mit einem leichten Schwung zog sie den dunklen Stoff von ihren und legte ihn über seine Schultern. Viel zu klein wirkte das Kleidungsstück und doch verdeckte es das viele Blut auf seiner hellen Montur. Ihre Hände ließ sie auf seinen Schultern liegen und versuchte so wieder zu ihrer vertrauten Nähe zurückzukehren. Musternd und voll ehrlicher Sorge sah sie hoch in sein Gesicht. "Habt Ihr weitere Verletzungen?"
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Ezio Auditore
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   24/5/2017, 6:41 pm

2. April 1480
Abends

Ezio stieß langsam die Luft aus und er schloss die Augen, um sie wenig später wieder wachsam aufzureißen. Er durfte Emily nicht aus den Augen lassen. Er musste vorbereitet sein, sollte sie versuchen etwas gegen ihn zu unternehmen. Das Herz des Assassinen fing wieder schneller an zu schlagen und er sah aus leicht zusammen gekniffenen Augen in ihre Richtung. „Es reicht. Ich lebe – also ist alles gut.“ Er lebte und er musste die anderen Suchen und sie mussten den Verräter finden, der dieses Treffen in dieses Chaos gestürzt hatte.  Leise schnaubend folgte er Emily, da er nicht wirklich eine andere Wahl hatte. Der junge Mann spürte die Hand um seiner Hüfte nur zu deutlich, sie brannte dort wie Feuer. Aber nicht jenes Feuer, das er verspürt hatte, als sie sich das erste Mal getroffen hatten. Konnte er sich wirklich so getäuscht haben? Ezio schüttelte etwas den Kopf. So blind war er noch nie gewesen, aber sie hatte es gewusst und jetzt war sie hier. Das Kiefer aufeinander gepresst, schwieg er eine Weile. Auch als seine Begleitung auf die Worte antwortete, blieb er zuerst still. „Ich finde schon alleine einen Weg. Ich kenne die Straßen besser als Ihr. Ich weiß wo man mich nicht finden wird.“ Viel zu erklangen die Laute in der kühlen Nacht und er merkte selbst, wie unecht sie sich anhörten. Selbst wenn sie die Wahrheit waren, klangen sie, als hätte er sie einfach von einem Stück Pergament gelesen.
Ezio ignorierte den kurzen Protest, zu dem Emily ansetzte. Viel eher schürte er das schmerzende Gefühl in seiner Brust. Sie hatte also wirklich diesen Weg gehen wollen. Am Ende würde Rizzi am Ende dieser Straße warten. Seine unverletzte Hand ballte sich zu einer Faust, so fest bis seine Nägel leichte Halbmonde hinterließen. Rafaels Ziel war es gewesen diesen Mann hinzurichten und jetzt waren sie es, die zur Schlachtbank geführt worden waren.
Ezio sah die Gasse an und er erkannte die Fässer und Kisten die dort standen. „Ich weiß immer, was ich tu.“ Seine Augen funkelten leicht, während er den Kopf hob und sie das erste Mal wieder richtig ansah. Lange hielt er es jedoch nicht aus und so sah er wieder in die Dunkelheit vor ihm. Den Wunsch verspürend sich die Kapuze über den Kopf zu schlagen, setzte er einen Schritt nach dem Anderen. Er wusste welches Ziel sie einschlagen würden. „Wir gehen nach Hause.“, hauchte er in die Luft. Dort würde man ihn nicht vermuten und sollte Emily wirklich die Verräterin sein, hätte er noch eine Chance zu entkommen. Er kannte die Räume und die Gänge und jeden Weg hinaus. Das Einzig gefährliche daran war, dass er alleine sein würde. Denn nicht einmal seine Ordensbrüder würden ihn dort erwarten. An einem Ort, wo die Erinnerung schmerzhafter war, als alles andere und den er seit Jahren nicht mehr betreten hatte.
Auf der Wange kauend, lauschte er ihrer Erklärung, warum sie hier war. Es war nichts besonders. Es war einfach … Es fiel ihm einfach so schwer zu unterscheiden, ob es die Wahrheit oder eine Lüge war. Ein Teil von ihm wollte ihr unbedingt glauben und sah es als Wahrheit, der andere stellte alles in Fragen. „Ihr habt mich gefunden.“ Schnell schluckte er den scharfen Ton hinunter und zwang sich sogar zu einem Lächeln. Doch es verblasste schnell, als er stehen bleib und die Übelkeit nicht von ihm weichen wollte. Im nächsten Moment sank er in die Knie und übergab sich auf den Boden. „Verzeiht.“, keuchte er zwischen einer kurzen Würgepause. „Ich wollte Euch dieses Bild nicht zeigen.“ Der scharfe Geschmack in seinem Mund war abstoßend und er stützte die Hand am Boden ab, bis er Stoff auf seinen Schultern spürte. Emily hatte ihm einen Mantel um die Schultern gelegt und Augenblicklich spürte er die Wärme, die ihm der Stoff schenkte.

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Emily de Lucca
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   24/5/2017, 8:03 pm


2. April 1480
Abends

Emily wusste nicht, was in den letzten Stunden vorgefallen war, aber es muss schlimm gewesen sein. Ezios Verhalten gab ihr Rätsel auf und sie konnte seine Abneigung ihr gegenüber nur zu deutlich spüren. Ihre eigenen Gefühle ignorierend schluckte sie ihre Gedanken hinunter und senkte den Blick. Er hatte also doch nur mit ihr gespielt.
Sie wollte nicht zulassen, dass ihre Gefühle nun ihr weiteres Vorgehen gefährdeten und versuchte den beißenden Ton in Ezios Stimme zu überhören. "Ihr habt recht. Ihr lebt." murmelte sie und nickte zustimmend.
Die Assassine spürte unter ihrer Hand, wie angespannt sein ganzer Körper war. Obwohl der Kampf ihn so erschöpft hatte, wehrte er sich innerlich dennoch mit Händen und Füßen gegen ihre Hilfe und ihre Nähe. Fast konnte man hören, wie seine Kiefer arbeiteten und Emily erkannte an seinem angespannten Gesichtsausdruck, dass er mit der Situation mehr als unzufrieden war.
Genervt oder gar beleidigt klangen seine Worte und Emily hob kurz den Kopf, um sich zu vergewissern, dass sie tatsächlich aus Ezios Mund kamen. "Ich zweifle nicht an Euren Fähigkeiten." erklärte sie leise und sehr vorsichtig. Sie wusste nicht, was sie sagen konnte, um ihr Gegenüber nicht noch mehr zu verärgern oder von sich zu stoßen. "... nur an Eurem gesundheitlichen Zustand..." Mit Mühe unterdrückte sie ein angestrengte Schnauben, als sie leicht stolperte und dadurch sein Gewicht deutlicher auf ihren Schultern spürte. "So lasse ich Euch sicher nicht allein."
Gemeinsam wechselten sie nun die Richtung, welche er vorgab und Emily hoffte, sie würden keiner lebenden Person begegnen. Als er nun wieder wütend seine Stimme hob, sah sie ihn nicht mehr an. Ein kurzes Nicken war ihre Antwort und für den Hauch eines Moments hoben sich ihre Mundwinkel etwas an. Diesen Satz hätte der Auditore, so wie sie ihn kennenlernte auch gesagt. Nur dann wäre er von einem gespielt beleidigtem Blick aus warmen Augen begleitet worden. Ezio wusste was er tat... Leise seufzte sie als es wieder still war. Hoffentlich behielt er mit dieser Aussage recht.
Endlich nannte der junge Mann ein Ziel und Emily hielt kurz inne. Zwar gab es sicher genug Menschen mit einem besseren Orientierungssinn, aber doch war sie sich ziemlich sicher, dass das Haus, in der anderen Richtung lag. War er nun tatsächlich schon so verwirrt? Oder meinte er ein anderes Zuhause?
Ezios Blick lockerte sich etwas, wurde statt freundlicher aber nur traurig. "Welches Zuhause meint Ihr?" auch wenn sie durch diese Frage vermutlich erneut diese unerklärliche Wut auf sich ziehen würde, brannte ihr die Frage auf der Zunge. Schließlich musste sie ja auch wissen, wohin sie gingen und wie weit es noch war.
Bei ihrer kurzen Pause standen sie da und Emily musterte den jungen Assassinen vorsichtig. Sein Gesicht sparte sie großzügig aus, weil sie die Abneigung in seinem Blick nicht sehen wollte. Bei seiner erneut veränderten Stimme horchte sie kurz auf und ihr entging das kurze, wenn auch aufgezwungen wirkende, Lächeln nicht. Schon im nächsten Moment kniete der junge Auditore vor ihr am Boden und musste sich übergeben.
Nachdem sich der Mantel um den anderen Körper gelegt hatte, ging Emily wenige Schritte vor und blickte sich vorsichtig um. Ein schneller Blick in die nächste Kreuzung bestätigte ihr, dass sie Zeit für eine kurze Rast hatten. Seine Entschuldigung tat sie mit einer wischenden Handbewegung ab und blieb in kurzer Distanz zu ihm stehen. "Scheinbar wollt Ihr mich auch unabhängig davon nicht in Eurer Nähe haben." sie verschränkte die Arme vor der Brust und lehnte sich mit der Schulter an die Wand. "Bringen wir Euch aus dem gefährlichen Bereich und Ihr seid mich los." fragend sah sie ihn an. Sobald sich seine Übelkeit gelegt hatte, würden sie weiterlaufen müssen. Sobald er eine sichere Tür hinter sich schließen konnte, würde sie sich vermutlich alleine auf den Weg machen und versuchen irgendwie an Informationen zu kommen. Auch wenn sie im Moment noch nicht wusste, wie sie das bewerkstelligen sollte. Aber warum auch immer, in ihrer Nähe schien er scheinbar keine Ruhe zu finden.
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Ezio Auditore
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   25/5/2017, 12:30 am

2. April 1480
Abends

Ezio entging nicht die leichte Veränderung die in Emily vorging. Auch wenn sie noch immer nicht von ihm abließ und sich wirklich um ihn zu sorgen schien, war dort etwas Kaltes erschienen, wo zuvor noch Wärme geherrscht hatte. Diese neue Gefühlserscheinung ließ ihn etwas bitter das Gesicht verziehen. Verraten – irgendwie fühlte es sich so an und das obwohl er sich nicht einmal sicher war. Aber es passte doch alles. Es passte einfach so perfekt.  Das Gewicht ungewollt etwas mehr auf sie stützend, schlang er die freie Hand um seine Brust. „Sonst würde ich nicht mehr hier stehen, sondern den Männern dort unten Gesellschaft leisten.“ Ein wenig blitze der alte Humor durch die eiserne Miene, nur fehlte dieses Mal das ungezwungene Lächeln. Im Moment war dem Assassinen alles andere als zum Lächeln.
Ein Ruck ging durch seinen Körper, als Emily ein wenig stolperte und er sich automatisch ein Stück mehr an sie lehnte. Seine Stiefel rutschten etwas über den blutigen Boden und seine Finger hielten sich an ihrer Schulter fest. Erst als er wieder einen halbwegs festen Stand hatte, ließ er sie wieder locker und nur zu deutlich spürte er nun die Wärme, die von ihr ausging. Eine Wärme, die er noch Tage zuvor als angenehm empfunden hatte und er musste erkennen, dass er es noch immer tat, auch wenn er es nicht einsehen wollte. „Mir geht es gut.“, wiederholte er erneut, selbst wenn es nichts ändern würde. Er fühlte sich nicht gut, allerdings auch nicht dem Sterben nahe. Er war noch glimpflich davon gekommen und das wünschte er den anderen auch. Den Blick wieder auf den Boden, als wäre dort etwas Interessantes zu finden, kratze die Sohle seiner Stiefel über das Pflaster. Blut hatte sich auf der Schuhspitze vergangen und glänzte unheilvoll im  Mondlicht, das bei manchen Stellen in die Gasse fiel.
„Einem alten Zuhause.“ Ezios Wangenknochen spannten sich ein wenig an und er legte den Kopf in den Nacken um einen Augenblick die Augen zu schließen. Ein wenig Licht schien auf seine Züge und sein Kehlkopf hob und senkte sich leicht, als er schluckte. War es für sie den Relevant, wenn sie wusste wohin sie gingen? Zuerst sprach er nicht weiter.  Eine unheilvolle und auch irgendwie unangenehme Stille folgte. Er wägte ab, ob die Information gefährlich für ihn werden konnte. Da er aber zu dem Entschluss kam, dass sie es am Ende  so oder so erfahren würde, fügte er noch hinzu: „Die Villa Auditore.“
Kaum hatte er es ausgesprochen, musste er auch schon inne halten.  Der Boden war kalt unter seinen Knien und der Gestank der ihn seine Nase trat, ließ ihn noch einmal Würgen. Dadurch dass er jedoch nichts mehr im Magen besaß, folgte jedoch nicht mehr wirklich was. Keuchend blieb er einfach mit gebeugtem Kopf sitzen und das Haar fiel in sein Gesicht, da sich die Schleife nun gänzlich gelöst hatte. Ihre Worte klangen hart in seinen Ohren und ihre Bedeutung war nicht zu überhören. Sie wirkte auf eine Art und Weise gekränkt und das sollte er nicht sein? „Ich weiß es nicht.“ Das tat er wirklich nicht. „Ich weiß nicht was ich will!“ Oder was er von ihr denken sollte. Er hatte noch nicht einmal eine Ahnung, ob sie alles erfunden hatte, was sie am jenen Abend erzählt hatte.  Ein wenig spannte er sich dann an und die unausgesprochene Frage, spiegelte sich in seinen Augen wieder. ‚Damit du dann zu den Templern laufen kannst?‘
Nach fünf weiteren Atemzügen bemerkte er, dass die Übelkeit etwas abgenommen hatte und er einfach nur noch nach Hause wollte. Er würde seinen Ordensbrüdern nicht helfen, wenn er seine Erschöpfung noch weiter ausreizte. Ezio stemmte die Hände in den Boden und versuchte sich wieder aufzurichten. Dabei stützte er sich an der Wand ab und grub seine Finger in den rauen Stein, um sich daran wieder hochzuziehen.

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