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 Strada ingannare

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Emily de Lucca
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Alter : 27
Spieler : Emily

Der Charakter
Alter: 23
Gesinnung: Assassine Assassine
Verwundbarkeit: schwer verletzen

BeitragThema: Re: Strada ingannare   Do Mai 25, 2017 8:17 pm

Emily horchte auf, als sie kurz glaubte, den vertrauteren Ton in seinen Worten zu erkennen. Zwar hellte sich sein Gesicht nicht im Geringsten auf, aber seine Worte waren ähnlich überzeugt, wie vor ein paar Tagen. "Und doch habt Ihr scheinbar einen Schlag auf den Kopf erhalten, wenn Ihr Euren jetzigen Zustand einem selbstständigen Stehen gleichsetzt." Ihre Worte sollten ihn keinesfalls kränken oder kritisieren, vielmehr wollte sie an die lockeren Gespräche und ungezwungene Haltung ihres ersten Abends anknüpfen. Hoffnung, dass ihr das gelingen würde, hatte sie aber nur wenig. Er hatte ein Problem, und so lange sie nicht wusste, warum, oder wodurch es ausgelöst wurde, konnte sie nichts dagegen machen. Das Verletzende daran war, dass seine Abneigung scheinbar ausschließlich ihr galt.
Bei ihrem Stolperer spürte sie, wie sich seine Finger tiefer in den Stoff ihres Mantels und auch ihre Schulter gruben. Ihr Herz machte einen kleinen Sprung und sein Griff fühlte sich für sie an, wie der Abdruck glühender Eisen. Nachdem sich beide Körper wieder gefangen hatten, löste Ezio seine Finger nur, nahm sie aber nicht ganz weg. Emily war dankbar dafür und hoffte, nicht die ganze Nähe zu dem Assassinen verloren zu haben. Schweigend ging sie neben ihm her und stützte ihn so gut sie konnte. Vorsichtig setzte sie die folgenden Schritte über den stellenweise rutschigen Boden und versuchte nicht erneut aus dem Gleichgewicht zu geraten. So gern sie auch mit ihm reden wollte, fand sie nicht die richtigen Worte und auch der Zeitpunkt schien ihr ungeeignet. Vorrangig war nun ihre Flucht und sie hoffte, er würde ihr später alles erklären.
Ezio wiederholte nun, dass es ihm gut ginge. "Das mag sein... und trotzdem werde ich Euch helfen." Hatten sie sich dieses Versprechen nicht bei einem Krug Wein gegeben? Sich gegenseitig zu helfen? Und verlangte es nicht die Zugehörigkeit zu der Bruderschaft, dass sie sich nicht im Stich lassen? Warum wehrte sich dieser Idiot dann so sehr dagegen. "Uanset om du vil eller ej!" (Ob du willst oder nicht!) Bewusst wählte sie ihre Worte in der ihm fremden Sprache und hatte den Blick wie er zu Boden gerichtet.
Schlagartig kehrte wieder eine größere Spannung in seinen Körper zurück, als er ihr von ihrem Ziel erzählte. Sie verstand nicht sofort, was er mit altem Zuhause meinte und wollte nachfragen, nachdem er wieder in nachdenkliches und ehrfürchtiges Schweigen verfiel. Gerade als sie ihre Lungen mit Luft füllte um die Frage zu stellen, sprach er weiter.
"Natürlich!" er hatte ihr bereits davon erzählt und sie wusste zumindest teilweise, warum er aktuell nicht dort wohnte und seine Zeit lieber in dem kleinen Häuschen verbrachte. Sicher waren daran auch die weniger schönen Erinnerungen schuld und sie konnte sich vorstellen, wie schwer ihm die Rückkehr fallen würde. Aber der Plan war gut. "Niemand wird Euch dort erwarten." Und wenn doch, würde zumindest niemand mit ihr rechnen und sie hätte den Überraschungseffekt auf ihrer Seite. Aber soweit wollte sie gar nicht denken. Erst einmal musste sie ihn bis zur Villa bringen, und im Moment kniete der junge Auditore erschöpft und würgend im Dreck.
Bei diesem Anblick zog sich alles in ihr zusammen und weg waren die beleidigten Gedanken. Nichts erinnerte an den selbstbewussten, charmanten Italiener, der sie am ersten Abend so sehr faszinierte. Vor ihr kniete aber noch immer ein guter Freund, der dringend Hilfe benötigte. Was gerade in seinem hübschen Kopf vor sich ging, war für den Moment nebensächlich.
"Ihr wollt nach Hause. Also zeigt den Weg, solange Ihr noch könnt." ihre Stimme war leise, kaum mehr als ein Flüstern und ihre schützende Haltung verlor sich so schnell wie sie gekommen war. Ihre Arme hingen wieder locker herab und sie sah ihn traurig an, als er seine Atmung langsam regulierte. "Hvad har jeg gjort dig?" (Was habe ich dir getan?) murmelte sie und ließ ihre Worte in einem leisen Seufzen untergehen.
Als er sich gesammelt hatte, konnte sie seine Anstrengung nicht lange untätig betrachten und war mit schnellen Schritten wieder bei ihm. Entschlossen griff sie um seinen geschwächten Körper und unterstützte ihn so gut sie konnte. Als er einigermaßen aufrecht war, lehnte sie ihn noch einmal an die Wand zu seiner Seite. Ohne ihrem Gegenüber unnötig zu nahe zu kommen, strich sie ihm geschickt die Haare aus dem Gesicht und in der gleichen Bewegung schob sie ihm sie Kapuze nach vorne. Sie verdeckte gerade einen Teil seines Gesichts und Emily nickte zufrieden. "Gehen Wir." Wie schon zuvor legte sie sich seinen Arm um sie Schultern und eine Hand umgriff seine Hüfte.
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Ezio Auditore
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   Fr Mai 26, 2017 12:31 am

2. April 1480
Abends

„Wohl mehr auf das Kinn.“ Die Erinnerung blitzte vor seinem inneren Auge auf. Jemand hatte ihm den Kopf nach unten gedrückt, um ihn vor einem Dolch zu retten, dabei hatte er aber die Tatsache übersehen, dass Ezio der Tischkante näher gekommen war, als gewollt. Noch morgen, würde er diesen ungeliebten Kuss spüren und sich daran erinnern, wie schrecklich dieser Abend geendet hatte. Die Augen halb geschlossen, sanken seine Schultern etwas nach unten und er seufzte leise aus. Sie waren schon ein Stück gekommen, selbst wenn er wusste, dass sein Gewicht für Emily drückend und ermüdend sein musste.  Aber sie war wohl wirklich so störrisch, wie jener Onkel, von dem sie ihm an jenem Abend erzählt hatte. Ein heiseres und fast verzweifeltes Lachen drang aus seiner Kehle und als es wieder verstummte, wirkte die Stille noch erdrückender. „Wie stur Ihr doch seid.“ Ezio schüttelte den Kopf ein wenig und seine Hand formte sich zu einer Faust, um sich wenig später wieder zu lösen. Vielleicht war ja dieser Teil wirklich wahr – diese eine Geschichte, die sie ihm nach ein paar Bechern Wein erzählt hatte. Die Hand wieder zurück auf seine Brust gelegt, sah er kurz zu ihr auf.  Nur für ein paar Sekunden hielt er den Blick in ihr Gesicht stand. Doch dieses Mal sah auch sie zu Boden und er konnte nicht wirklich viel erkennen. „Ich kann es anscheinend nicht ändern, denn Ihr seid noch immer hier.“ Der junge Mann hörte die Worte, aber es fühlte nicht so an, als kämen sie aus seinem eigenen Mund. Viel mehr schienen sie von weit entfernt zu kommen und die Nacht verschlang sie, wie ein hungriges Tier. Umso ferner klang die fremde Sprache, derer Emily sich bediente. Fremd für ihn – nicht für sie. Der raue Ton ließ ihn erschauern und umso interessanter schien die Blutlacke am Boden zu werden. Er hatte keine Ahnung was sie gesagt hatte und diese Ungewissheit grub sich noch tiefer in sein Herz und seinen Verstand. „Was habt Ihr gesagt?“ Die Frage kam schneller über seine Lippen, als er es aufhalten konnte. Sie würde ihm alles sagen können – alles und er würde sich niemals sicher sein, ob es stimmte. Welch dumme Frage.  
Kurz wischte er sich mit dem Arm über die Augen und zuckte leicht zusammen. Emily schien nun verstanden zu haben, warum er ausgerechnet sein altes Heim ausgewählt hatte. „Es war der einzige Ort, der mir in den Sinn kam.“ Dass er dieses Versteck auch gewählt hatte, um sich eine Möglichkeit offen zu lassen, vor ihr zu flüchten zu können, verschwieg er. Aber leugnen konnte er es nicht. Noch immer kreisten seine Gedanken darum, während er längst auf dem Boden kniete. Misstrauen, Angst, Sorge, Überlebenswille und der Wunsch nach der Wahrheit: All diese Dinge vermischten sich zu seinem Sturm, der unaufhaltsam in ihm tobte. Nie war er seinen eigenen Gefühlen so ausgeliefert gewesen.
„Es ist nicht mehr weit.“, presste er hervor und wischte sich etwas über den Mund, um auch das letzte Gefühl von Übelkeit fort zu bekommen. Erneut verwendete sie jene Sprache, derer er nicht mächtig war und die Fragen nach dem Inhalt der Worte, lag schwer auf seiner Zunge. Aber er fragte nicht erneut nach, stattdessen kämpfte er sich zurück auf die Beine. Dabei benutzte er stetig die Wand und er spürte wie die Kälte der Steine durch den Stoff seiner Kleidung drang. Alleine kam er allerdings nicht weit, denn kurz darauf hielten ihn Emilys Hände fest. Kurz zuckte er jedoch zurück, und sein Kopf traf leicht auf die Mauer. Als er jedoch erkannte, dass sie nur seine Haarsträhnen zurück streichen wollte, zwang er sich ruhig zu bleiben. Stumm beobachtete er, wie sie ihm die Strähnen richtete und wenig später auch die Kapuze über den Kopf zog. Ein Schatten legte sich über seine Augen und nur diese eine Geste, ließ ihn für einen Moment etwas Hoffnung schöpfen, dass er sich doch irren konnte.
Bei ihren strengen Worten, erlosch der Funke wieder und etwas mühsam zwang er seine Beine dazu, sich wieder zu bewegen. Das Blut wurde weniger und auch die Lichter mehr. Sie hatten die Außenbezirke verlassen und Ezio hatte den genauen Überblick wo sie sich befanden. In der Ferne sah man den Kirchturm der Santa Trinita empor ragen. Die Straße auf die sie nun kamen, war breiter und die Häuser waren größer. Das nächste Mal bog der junge Mann nach rechts und einen Augenblicklang blieb ihm das Herz schmerzhaft stehen. Er kannte diesen Weg nur zu gut, denn er war ihn schon oft gegangen. Hier war Leonardos Werkstatt.  Aber der Künstler würde ihm nicht öffnen, wenn er klopfte. „Ich muss ihn finden.“, flüsterte er in die Nacht und ein letztes Mal sah er in die Richtung der Häuser. Seine Mundwinkel waren leicht nach unten gezogen und er drehte sich in die andere Richtung, bis sie endlich die Villa erreichten. Das Tor hing schief in den Angeln und noch immer war die Sitzbank umgeworfen und alles sah verwüstet und verlassen aus.  Ezio stoppte und sein Blick glitt über all die vertrauten Dinge. Siebzehn Jahre hatte er hier verbracht und mit einem Schlag war er ohne Heim gewesen. „Da sind wir wohl.“ Die Stimme des Assassinen war nur ein leises Flüstern, während er ein letztes Mal nach seinem Mut griff und weiter ging. Jetzt gab es kein zurück mehr.

-> Villa Auditore

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Emily de Lucca
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   So Mai 28, 2017 6:01 pm

2. April 1480
Abends

Mit einem schnellen Blick erkannte sie, was er damit meinte. An seinem Kinn war zwar bisher nur eine leichte, rötliche Färbung zu erkennen, doch würde sich in den nächsten Tagen das gesamte Ausmaß des Kampfes zeigen. Es gefiel ihr nicht, den sonst so starken und selbstsicheren Mann so zu sehen. Verletzt und mit hängenden Schultern. Aber wirklich ändern konnte sie nichts daran - schon gar nicht, wenn er grundlos so abweisend zu ihr war.
So wenig ihr die Art seines Lachens auch zusagte, weckte es einen Funken Hoffnung in ihrer Mitte und sie wagte es in kurz anzusehen. "Das starrköpfige Blut meines Onkels, wenn Ihr Euch erinnert." Emily wählte ihre Worte tatsächlich so, als würde sie hoffen, sie könnten seine Erinnerung an den gemeinsamen Abend wecken und seine kalte Art wieder etwas auftauen.
Für einen Moment trafen sich nun ihre Blicke und er sprach noch immer geschwächt weiter. Seine Worte klangen nun nicht mehr ganz so abweisend, aber seine Haltung sprach für sich, vor allem, als sie in fremder Sprache sprach. Schnell erkannte sie ihren Fehler und ohne wirklich zu zögern sagte sie so, dass er sie verstehen konnte. Noch dazu forderte er durch seine ebenso schnelle Frage eine Erklärung ihrer Worte. "Ich werde Euch helfen, ob Ihr wollt oder nicht!" klärte sie ihn nun zeitig auf und sah mit einem ehrlichen Ausdruck zu ihm auf. Ob er ihr nun glauben würde oder nicht, konnte sie nicht einschätzen und offensichtlich auch nicht beeinflussen. Deshalb legte sie alle Ehrlichkeit in den Ton und hoffte, er würde verstehen.
Die Idee mit der Familienvilla gefielt ihr und sie unterstützte seine Entscheidung. Nach allem was sie mittlerweile von ihm erfahren hatte, würde ihn dort wirklich niemand vermuten und somit konnte er in Ruhe Kräfte sammeln. Würgend kniete er vor ihr und Emily wurde deutlich, wie geschwächt er war. Sie verfluchte sich für ihre Entscheidung, nicht an dem Treffen teilgenommen zu haben. Natürlich hätte sie nicht alle retten können, aber bei so einem Überfall war man um jede helfende Hand froh. Nun konnte sie ihn nur in Sicherheit bringen und sich dann auf die Suche der Anderen machen. Ezio würde vermutlich nicht der einzige Assassine sein, der sich verletzt auf der Flucht befand und somit könnte sich ihre Suche etwas leichter gestalten. Die Tatsache, dass sie noch immer fremd und unerkannt durch die Straße streifen konnte, würde zusätzlich helfen.
Sein Versuch wieder aufzustehen riss sie aus ihren Plänen und sie half ihm hoch. Ihre Berührungen lösten eine von ihr ungewollte Reaktion bei Ezio aus und er schrak förmlich vor ihr zurück. Diesmal nutzte sie die vertraute Sprache unbewusst, was seinen Rückzug nur verstärkte. Wieder versuchte sie sein Misstrauen schnell zu beruhigen und die erklärenden Worte folgten rasch, ohne auf ein Nachfragen seinerseits zu warten. "Es tut mir leid. Ich fragte gerade, was ich dir nur getan habe." Sie erwartete keine Antworte und biss sich dennoch selbst auf die Zunge, weil sie unbedacht eine persönlichere Anrede gewählt hatte. Aber was würde das nun schon anrichten? Seinem Zurückweichen zu folgen, konnte sie ihn dadurch nicht mehr verärgern, als er zu diesem Zeitpunkt schon war.
So zog sie also etwas widerwillig ihre Hände zurück und blickte ein letztes Mal in die dunkeln Augen, über welchen nun der Schatten einer Kapuze lag. Schnell legte sie seinen Arm um ihre Schultern und versuchte so ihren Weg fortzuführen. Er gab die Richtung an und das erdrückende Schweigen legte sich über die beiden Gestalten. In diesem Moment hatte sie wenig Interesse an der Umgebung und später würde sich dies sicher rächen, da sie mittlerweile ihre Orientierung großteils verloren hatte. Aber sollte der Weg sie später zurückführen, brauchte sie nur den Leichen und dem ganzen Blut folgen. Ein plötzlicher Ruck ging durch Ezios Körper und überrascht sah die junge Frau zu ihm hoch. Niemand war in der Nähe und sie konnte auch sonst nichts ausmachen, was ihn nun innehalten ließ. Der Assassine sprach in flüsterndem Ton davon, dass er jemanden finden musste. Natürlich brannte ihr die Frage auf der Zunge und sie wollte wissen, von wem er sprach. Aber sie hielt sich zurück, da sie keine wirkliche Hoffnung auf eine ehrliche Antwort hatte. Durch seinen Blick und sein verhalten konnte sie sich lediglich zusammenreimen, dass irgendetwas in dieser Straße an die gesuchte Person erinnerte.
Offensichtlich hatten sie ihre Ziel erreicht. Wenig gepflegt sah das Anwesen aus und Ezios Worte bestätigten ihre Gedanken. Es fiel ihm sichtlich schwer und sie wusste, dass er sich seine Rückkehr sicher anders vorgestellt hatte. Er stoppte und Emily gab ihm den Moment, welchen er braucht um sich und seine Gedanken zu sammeln. Leicht und kaum merklich drückte sie ihn leicht mit der Hand, welche um seine Hüfte lag. Dieses kleine Zeichen der Aufmunterung sollte ihm Halt geben und ihm zeigen, dass sie für ihn da war. Nun lag es an ihm, ob er sie erneut fortschickte, oder ihr gestatten würde, ihm noch eine Zeit Gesellschaft zu leisten.

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Luciano Pucci
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   Fr Jun 09, 2017 5:12 pm

Mittwoch, 4. April 1480
6.32 Uhr morgens
Giovanni und Luciano

Der Boden war von Blut getränkt, während die Sonne dumpf am Himmel stand. Wolken hatten sich darum gebildet und vergrauten die Welt, als wollten sie diesen Anblick noch mehr verdunkeln, welcher sich den zwei Männern darbot. Wachen hatten sie begleitet und standen mehrere Meter von der Stelle vor dem Gasthaus weg, um dafür zu sorgen, dass keiner der Bewohner dieses Massaker ansehen mussten. Es ging darum, die Spuren zu verwischen, die Templer und Assassinen hier angerichtet hatten. Ein Karren stand an der Seite, auf die einige Männer in Rüstung die toten Körper und Körperteile aufluden, um sie später irgendwo zu verbrennen oder in ein Massengrab zu schmeißen.
Doch Giovanni Vitelli und Luciano Pucci waren nicht hier, um sich auf diese Art und Weise die Hände schmutzig zu machen. Von einem hohen Tier bekamen sie den Auftrag, unverzüglich diejenigen zu finden, die am vorherigen Abend fliehen konnten. Neben Assassinen ein Söldner und ein Dieb.
Den Künstler da Vinci hatte man ja bereits eingesperrt, was Pucci gar nicht gefiel. Man konnte Luciano als kleinen Fanatiker bezeichnen, denn war er von den Gemälden des unbekannten Künstlers begeistert, die er in dem ein oder anderen Herrenhaus schon betrachten durfte.
Schnell versuchte er, diese Gedanken beiseite zu wischen und sich aufs Wesentliche zu konzentrieren.
"Eine Magd berichtete uns, sie hätte einen Verwundeten an ihrem Haus vorbeilaufen sehen.", erkläte Luciano und deutete dabei die Gasse entlang, auf ein altes Gebäude. Dann drehte er sich um und sprach weiter: "Und ein Kaufmann beobachtete drei Männer, die aus dieser Richtung kamen. Beides etwa zur selben Zeit."
Durch die Maske war Luciano nicht dafür bekannt, dass ausgerechnet er der Henker war. Dies vereinfachte sein Leben um einiges. Da nicht jeden Tag oder jede Stunde jemand hingerichtet wurde, ging er dem Beruf als Stadt-oder Leibwache nach. Irgendwie musste ja auch er sein täglich Brot verdienen.
Dennoch war es das erste Mal, dass er mit Vitelli arbeitete. Er war um einiges größer als er. Und älter. Aber davon ließ der blondhaarige Mann sich nicht stören.
"Ein Dottore hat sich bisher nicht gemeldet... Als hätten wir es mit Straßenhunden zutun, die sich zurückziehen, sobald sie bluten...", dachte Pucci laut und ging nun mit Giovanni einer Blutspur nach.
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Giovanni Vitelli
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   Fr Jun 09, 2017 5:53 pm

Mittwoch, 4. April 1480
morgens
Giovanni & Luciano



Giovanni sah sich ruhig in der steinernen Gasse um. Eine Spur von getrocknetem Blut, bedeckte die Steine, welche die Straße pflasterten.
Erwartungsvoll blickte er die kleinere Stadtwache neben sich an, welche nun angefangen hatte, zu sprechen. Die Zeugenaussagen waren waren zwar hilfreich, allerdings nicht besonderes. In einer so bewohnten Gegend, hatte Enyo sich eigentlich mehr erhofft. Doch er wäre nicht Giovanni Vitelli, wenn er die Herausforderung nicht schätzen würde.
Die grünlich grauen Augen des Söldners folgten den Bewegungen Puccis und mit interressiertem Blick betrachtete er das Äußere, des älteren Hauses.

Dann ließ er seinen Blick prüfend über den blutbefleckten Boden schweifen. "Sehr interessanter Auftrag...Hattest du bereits Kontakt mit Assassinen, oder ist das dein erstes Mal?", fragte Enyo ohne seine Neugier groß zu verstecken. Dabei "vergaß" er seinen Gegenüber zu siezen. Enyo war niemand, der sich groß um Höflichkeitsfloskeln scherte, und sollte Pucci sich durch die Anrede beleidigt fühlen, würde er es hoffentlich sagen.

Normalerweise arbeitete der braunhaarige Söldner nicht gerne im Team, doch die Bezahlung des Auftrags war zu gut, um den Auftrag wegen so einer Kleinigkeit scheitern zu lassen.
Ruhig zog er die rechte Schulterpanzerung ein wenig zurecht. Zwar war Enyo nicht besorgt, was Verletzungen anging, doch mit Assassinen war nicht zu spaßen, besonders wenn sie Begleitung hatten. Diese Lektion hatte er schon gelernt, und er war nicht gerade erpichtet darauf, sie zu wiederholen.

Auf eine Antwort wartend, folgte der breitschultrige Mann der Stadtwache, die nun der Blutspur folgte.
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Luciano Pucci
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   Fr Jun 09, 2017 6:17 pm

Luciano Pucci erhob die Hand, um sie anschließend unter seinem Umhang verschwinden zu lassen. Anschließend holte er ein Blatt Pergamentpapier und einen Kohlestift heraus, um sich etwas bezüglich des "Tatortes" zu notieren.
Nebenher hörte er der Aussage des hochgewachsenen Mannes zu, während die zwei weitergingen. Dabei entging ihm nicht, dass der andere Kerl ihn direkt mit einem "Du" ansprach, was den Blondschopf aber nicht störte. Es kam vor, dass die Wachen sich so untereinander ansprachen- wenn auch nur selten.
Seine Augen waren auf das Papier fixiert, blieb kurz stehen, um noch etwas wichtiges dazu zuschreiben und nahm das Papier mit Stift herunter, um wieder den Blick auf die Blutspur zu richten. "Ja, hatte ich.", seine Stimme war in dem Moment leiser geworden, denn sollte das, was er anschließend hinzufügte, nicht unbedingt von fremden Ohren gehört werden: "Ein Assassine, der bei dieser illegalen Veranstaltung dabei war, wird im Moment festgehalten und soll nach Rom überführt werden. Dort wird er hingerichtet." Luciano war zwar der Henker, doch nicht gewollt. Als Sohn eines Scharfrichters war er gezwungen, dieser Berufung nachzugehen, was nicht immer leicht war. Denn meist wusste er es besser, was die Angeklagten verbrochen hatten und welche Strafe ihnen gebührte. Meist bekamen sie doch noch eine härtere Strafe und er war es, der diesem Befehl nachkommen musste.
"Davor habe ich auch mit ihnen zutun gehabt. Jedoch denke ich nicht, dass wir deren Spuren folgen können. Der des Diebes oder des Söldners schon eher."

"Und Ihr?"Er bog mit Giovanni um die Ecke und zückte abermals das Pergament, als er erkannte, dass die Blutspur abbrach. Eine Bemerkung schrieb er auf und sah dann zu den Häusern hinauf. Doch selbst da war nichts zu erkennen. "Der Gefangene wurde gefoltert. Doch auf die Frage, wer noch dabei war, antwortete er nicht... So hat es man mir jedenfalls gesagt."
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Giovanni Vitelli
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   Fr Jun 09, 2017 6:40 pm

Einen Moment versuchte Enyo einen Blick auf die Notizen Puccis zu erhaschen, doch die kurze Zeitspanne reichte nicht, um die Schrift des anderen zu entziffern. Möglicherweise lag es aber auch an der Leseschwäche des Söldners.

Auf Lucianos Antwort hob Giovanni nur unschlüssig die Schultern, auch wenn diese Bewegung vermutlich von der Schulterpanzerung verschluckt wurde. "Wenn ein Assassine nicht gefunden werden will, kann man ihn meistens nicht finden.", antwortete der Söldner und runzelte die Stirn. "Allerdings sind Diebe ebenfalls sehr gut darin, ihre Spuren zu verwischen. Ansonsten überleben sie als Diebe wohl nicht besonders lange..."

Die Gegenfrage seines Gegenübers überraschte ihn nicht besonders. "Ein oder zweimal. Das erste Mal war ich nicht wirklich darauf vorbereitet, dass es ein Assassine in Ausbildung war. Der Auftragsgeber hatte dieses Detail zufällig vergessen.", Enyos Stimme hatte einen wütenden Unterton bekommen, als er an den Auftrag dachte, bei dem er gerade so ohne schwere Verletzungen davongekommen war.
Er atmete tief ein und aus, um sich zu beruhigen.

Auf einmal wurde Enyo aus seinen Gedanken gerissen, als Luciano plötzlich stehen blieb, um erneut etwas auf dem Pergament zu notieren. Da bemerkte auch Enyo das Ende der Blutspur.

"Na, zum Glück mag ich Herausforderungen.", erwiderte Enyo seinem blonden Begleiter.
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Luciano Pucci
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   Fr Jun 09, 2017 7:33 pm

Auf Vitellis erstes Kommentar blickte Luciano kurz auf mit einem enrsten Blick, die Augen leicht zusammenverengt, als ob das Sonnenlicht ihn blendete. "Ihr habt recht. Die Fähigkeiten eines Assassinen mögen zwar ausgezeichnet sein, doch würde ich niemals für sie sprechen. Sie haben viele Stadtwachen auf dem Gewissen."
Er konnte froh sein, dass es ihn noch nicht erwischt hatte. Nachts war es nichtmal so gefährlich, denn dann waren nicht so viele Wachen unterwegs wie sonst. Der Tag war es, an dem man aufpassen musste.

Nachdem er etwas aufs Papier gekritzelt hatte, was für einen anderen kaum leserlich war, steckte er das Pergament nun endgültig zurück. "Das heißt, es kam zu einem Kampf?", hakte Pucci nach. Seiner Meinung nach gehörten Assassinen weggesperrt... noch nicht einmal getötet! Nur in Ketten gelegt. Templer dagegen waren noch weitaus freundlicher. Von denen wusste er auch nicht viel.

Als die Blutspur geendet hatte, drehte Pucci sich nochmal um und blickte die andere Gasse entlang, die sich mit der kreuzte, von der sie kamen. "Wo könnte er langgelaufen sein?", fragte der Jüngere nun und strich sich nachdenklich über sein leicht bärtiges Kinn. "Welchen Weg würdet Ihr wählen, wärt Ihr verletzt und geschwächt?"
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Giovanni Vitelli
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   Fr Jun 09, 2017 7:57 pm

"Ich verstehe. An deiner Stelle wäre ich vermutlich auch nicht begeistert von ihnen.", murmelte Enyo gerade so laut, dass Luciano es hören konnte. Unschlüssig verlagerte er sein Gewicht von einem, auf den anderen Fuß und suchte nach einem anderen Gesprächsthema, um der in der Luft hängenden Spannung zu entfliehen.
Er hatte keine Lust darauf, es sich bereits jetzt mit seinem Arbeitspartner zu verscherzen.

Noch einmal versuchte er ein paar Wörter auf dem Pergament zu entziffern, doch auch dieses Mal scheiterte der braunhaarige Söldner kläglich.
Die Frage des Stadtwachen riss Enyo erneut aus seinen Überlegungen.
"Mehr oder weniger. Ich wollte mich ihm im Schwertkampf stellen, weil ich dachte, er wäre bloß ein normaler Halunke. Nun ja...Ich würde gerne sagen, ich hätte ihn trotzdem sofort erwischt, aber das wäre gelogen.", antwortete ehrlich und zuckte dabei gleichgültig mit den breiten Schultern.

Denn auch wenn er ihm eine breite Narbe verpasst hatte, war der unbekannte Assassinen-Rekrut einer der wenigen Gegner, gegen den Enyo keinen Hass verspürte. Denn derjenige, der in diesem Fall seinen Hass verdient hatte, war eindeutig der Auftragsgeber von damals...

"Um ehrlich zu sein, denke ich verletzt nicht logisch. Vermutlich würde ich kopflos durch die Gegend stolpern.", meinte Enyo mit einem Anflug eines schelmischen Grinsens."Was meinst du dazu?"
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Luciano Pucci
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   Mo Jun 12, 2017 11:35 am

Luciano Pucci nickte nur bei dem ersten Kommentar seines Kameraden, nachdenklich und abwesend, als wäre er ganz wo anders. Es war nicht einfach, Assassinen zu finden, geschweigedenn gefangen zu nehmen. Sie handelten schnell und mit vielen Tricks, denen eine Stadtwache kaum gewachsen war. Was das eigentlich alles sollte, wusste er selbst nicht. Ihm war nur bekannt, dass es eine gute Seite und eine böse Seite gab, die sich im Hintergrund bekämpften. Und er war der Glückliche, der diese Drecksarbeit machen durfte: Assassinen suchen. Dass Rizzi, der den Assassinen in der Folterkammer ausgefragt hatte, ein Templer war, konnte er sich irgendwie zusammenreimen. Er tat nur das, was man von ihm verlangte. Nicht mehr, nicht weniger.

"Hab ich mir gedacht...", sagte Pucci, "Was geschah dann? Konntet Ihr ihn besiegen?" Durchaus interessierte sich der Scharfrichter für das, was der Ältere erlebt hatte. Es war nie schlecht, sich umzuhören und sich schlauer zu machen. Das gehörte zu dem Job einer Stadtwache. Man tauschte sich aus, gab sich Tipps und überlebte.

Als sie in der Gasse ankamen, blickte Luciano aufmerksam in beide Richtungen. Ja, die Blutspur verlor sich. Der eben noch rotgetränkte Erdboden unter ihnen ging wieder in seine natürliche, braune Farbe über. Der Blondhaarige musste schmunzeln bei seiner Bemerkung und sah kurz darauf zu dem Hochgewachsenen, erhob die Augenbrauen, als wolle er damit seiner Reaktion mehr Ausdruck verleihen und zuckte mit den Schultern.
"Da gibt es mehrere Wege... Denke ich." Er überlegte laut und nahm die Hand von seinem Kinn und ging nur ein paar Schritte weiter, um sich die Hauswände genau anzusehen. Dann ging sein Blick diese entlang nach oben, zu den Dächern und wieder zurück, als würde er den Gedanke beiseitewischen, den er gerade für einen kurzen Moment gehabt hatte. "Der nächste Dottore wohnt ein ganzes Stück von hier entfernt. Entweder, der Verletzte hatte hier eine Unterkunft in der Nähe, wenn auch nur ein Freund von ihm, oder seine Leiche liegt irgendwo in der Nähe und wartet darauf, gefunden zu werden. Wenn Letzteres der Fall sein sollten, wäre er schon längst von Dieben und Plünderern ausgeraubt und zurückgelassen worden. Ich weiß aber nicht so recht, ob dies ausgeschlossen werden kann, denn hätte schon längst jemand dies der Wache weitergegeben, wäre jemanden eine Leiche mitten in einer Gasse aufgefallen." Dabei blickte er zu Enyo.
Anschließend ging er ein paar langsame Schritte weiter und als seine Augen abermals durch die Straßen huschte, blieb er stehen, als hätte ihn etwas getroffen und ging dann schneller voran und blieb an einer bestimmten Stelle stehen.
Seine Hand strich vorsichtig an einer Hauswand entlang, als er dort ein dunkles Rot vernehmen konnte. Es war natürlich schon trocken, doch stark zu erkennen war es dennoch. "Seht Euch das an.", winkte er Enyo in seine Richtung, ohne den Blick von dem Blut an der Wand abzuwenden.
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Giovanni Vitelli
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   Mi Jun 21, 2017 7:41 pm

"Nein, leider nicht. Er überraschte mich und verpasste mir eine schöne Narbe. Dann verschwand er.", antwortete Enyo ehrlich und zupfte etwas verlegen an seinem rechten Ärmel, unter dem die schmale Narbe versteckt war, die von diesem Kampf herrührte. Zwar war diese schon lange verheilt, doch die Erinnerung an diese Niederlage war noch frisch.
Das dunkle Blut auf dem staubigen Erdboden war bereits getrocknet und gab keine weiteren Anhaltspunkte zum Aufenthalt des Gesuchten. Enyo versuchte Lucianos Blicken zu folgen und ließ ebenfalls den Blick seiner grünlichen grauen Augen durch die Gasse streifen. Er ging ein paar Schritte und stieg auf eine der steinernen Stufen am Rande der Gasse.
Aufmerksam hörte Enyo seinem kleineren Partner zu und versuchte sich möglichst viele Informationen zu merken. "Falls der Gesuchte jetzt tatsächlich schon gestorben ist, hat er sich entweder vor seinem Tod noch in irgendeinem Loch verkrochen, oder jemand hat seine Leiche versteckt. Aber es klingt nicht sehr wahrscheinlich, was meint ihr?", schlussfolgerte Enyo und legte seine Stirn in Falten. Er erwiderte den Blick seines Begleiters und folgte mit seinen Blicken Lucianos Bewegungen. Leicht überrascht stieg der Söldner von den Stufen und folgte der Wache aufmerksam, wobei er seine Umgebung keinen Moment aus den Augen ließ. Die plötzlich geendete Blutspur beunruhigte den muskulösen Riesen etwas, wobei er zumindest versuchte, seine Mimik unter Kontrolle zu halten.
Er blickte dem blonden Wachen interessiert über die Schulter und analysierte den getrockneten Blutfleck. "Das ist interessant...", murmelte Enyo leise, so dass Luciano ihn gerade noch hören konnte.
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Adriano El Matador
Assassinenverräter
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   Mi Jun 21, 2017 9:20 pm

Adriano El Matador war schon eine Weile in Florenz und besah sich die Stadt, hier schien alles ruhig, von Assassinen keine Spur, von den Templern auch nicht. Erleichtert seufzte er und setzte seinen Weg fort. 3 Jahre war es jetzt her seit er verstoßen wurde. Eigendlich durfte er nicht mal hier sein normalerweise sollte er in einem Holzsarg mit deckel drauf 2 Meter unter der Erde auf einem Friedhof sein.
Er lief weiter durch die Gasse und sah sich aufmerksam um. Das was er jetzt nicht gebrauchen konnte waren Leute die ihm auf die Nerfen gingen.
Er lief weiter und hörte dann die Stimmen 2er Personen welche miteinander Sprachen. Er dachte nach und dann siegte seine Neugier und er kam vorsichtig näher und blieb aber im gebürenden Abstand stehen zu beiden und musterte sie. "Guten Tag die Herren!" sagte er höfflich und sah beide an.
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Luciano Pucci
Scharfrichter wider Wille
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Spieler : Nessie

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BeitragThema: Re: Strada ingannare   Mi Jun 21, 2017 9:45 pm

Luciano lächelte amüsiert, als sein Partner sich an den Ärmel fasste. "Ein Krieger ohne Narben dürfte sich als keiner bezeichnen." Womit er dieses Thema abschloss.

Es gab viele Möglichkeiten, wo die Leute sein konnten, die von diesem illegalen Treffen in dem Gastkeller fliehen konnten. Es konnte doch nicht sein, dass sie sich alle in Luft aufgelöst hatten. Wenn dieses Treffen von solcher Dringlichkeit war, dann mussten sie einander wiederfinden, um ihren schmutzigen Plan weiter auszuführen. Es gab nicht sehr viel Orte, wo sie sein konnten. Es gab Augen und Ohren in der Stadt, da war doch bestimmt irgendjemand irgendetwas merkwürdiges aufgefallen!
"Doch. Es könnte durchaus möglich sein. Hunde verstecken sich auch, wenn sie sterben. Und mit etwas anderes als mit diesen Viechern kann man sie wohl nicht vergleichen." Seine Stimme war ernst. Es war sein Ziel, jeden einzelnen Schurken zu fassen. Sie waren eine Bedrohung für das ganze florentiner Volk. Er fühlte sich verantwortlich für sie. Auch wenn er nur eine Stadtwache war.- Dies war er jedenfalls lieber als der Arbeit des Scharfrichters nachzugehen.

Gerade, als Luciano das Blut an der Wand entdeckt hatte und der Riese sich zu ihm gesellte, um sich das genauer anzuschauen, hörte Luciano aufeinmal eine Stimme hinter sich. Die Schritte hatte er fast nicht wahrgenommen, so vertieft war er im Gedanken seines Fundes gewesen. Erst ging er davon aus, man hätte Enyo und ihm Verstärkung gebracht. Oder einer der anderen Wachen hätte eine weitere Spur gefunden. Doch als er sich umdrehte, erkannte er niemand anderes als einen dunkelhaarigen Mann in bauernähnlichen Kleidern.
Luciano straffte die Schulter und wirkte dadurch noch stattlicher in seiner Rüstung, als er ohnehin schon aussah.
Was dachte dieser Bauer sich dabei, zwei Wachen anzusprechen? Hatte er etwa einen Hinweis, wer diese Verbrecher waren?
"Ihr da.", sagte Luciano mit lauter Stimme und ging auf den Mann zu.
"Was sucht Ihr hier? Dies ist ein Sperrgebiet." Misstrauisch blickte er ihn an und musterte ihn von Kopf bis Fuß. Sein Schwert war ihm nicht entgangen. Ein Söldner?
"Wer hat Euch erlaubt, hier durchzugehen?" Mit seinem Misstrauen wanderte auch die Hand zu dem Griff seines Schwertes. Beinahe automatisch, wirkte dabei aber keinesfalls aggressiv.-Was er auch nicht war.
Sein Blick ging für eine Sekunde zu der hochgewachsenen Wache hinüber, die an seiner Seite stand und blickte zurück zu dem Fremden. "Habt Ihr vor zwei Nächten gesehen, wer hier durchkam oder ist Euch etwas merkwürdiges aufgefallen?"
Er hatte kein Interesse daran, wer dieser Mann war. Er war nur hier, um dieses Verbrechen zu klären.
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Giovanni Vitelli
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   Mi Jun 21, 2017 10:03 pm

Enyo erwiderte das lächeln seines blonden Begleiter ehrlich und schloss sich seiner Meinung an. "Da hast du Recht", meine der Söldner schmunzelnd.
Er hörte auch den ernsten Ton aus der Stimme Lucianos heraus, der ihm zum Nachdenken brachte. Sein Begleiter schien, im Gegensatz zu Enyo, einen sehr ausgeprägtes Gerechtigkeitssinn zu haben. Oder zumindest interpretierte Enyo es so.
Während sie gemeinsam den Fleck getrockneten Blutes betrachteten, hörte Enyo, wie sich jemand ihnen näherte.
Langsam drehte sich Enyo in Richtung des Neuankömmlings und musterte ihn kurz. Der Fremde schien auf den ersten Blick keine bösen Absichten zu haben und da man kein klaffende Wunde an ihm sehen konnte, schien er auch nicht der Gesuchte zu sein.
Diese Informationen reichten völlig, um Enyo von dem Neuen abzulenken, doch nicht so seinen Partner Luciano, der den Fremden sogleich befragte.
Enyo richtete sich zu voller Größe auf, um Luciano seine Unterstützung zu signalisieren. Sollte es zu einem Problem kommen, wäre er bereit...
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Adriano El Matador
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   Mi Jun 21, 2017 10:33 pm

Adriano sah das einer von beiden auf ihn zukam und wich etwas zurück. "Verzeiht, ich wusste nicht das das Speergebiet" ist murmelte er leise und sah sie unschuldig an. Verdammt das waren Söldner, aber was wollten die da?
Er war erst seit ein paar tagen in der Stadt und kannte sich deswegen nicht aus was wo war und wo er nicht hindurfte.
"Ähm nein Verzeiht, ich bin erst seit ein paat Tagen in der Stadt und habe weder etwas komisches bemerkt oder gesehen. Dementsprechend hat mir auch keiner erlaubt hier durchzugehen. Ich..... ich werde sofort wieder zurück gehen" meinte er leise und nickte ihm zu. Als er die Hand am Schwert von ihm sah wurde er Stutzig.
"Was wird das wenns fertig ist?" fragte er ernst und zeigte mit einem Kopfnicken auf die Hand an seinem Schwert. "Ist das Eure Art mit Fremdem umzugehen?" meinte er nun ernst und auch seine hand wanderte zu seinem Schwert.
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Alvar de Lucca
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   Mi Jul 05, 2017 1:15 pm

3. April 1480
Mitternacht

Das Geschwisterpaar Emily de Lucca und Alvar de Lucca
kommt vom ---> Gastkeller il teschio

Das, was die Assassinen im Keller noch besprachen, bekam Alvar nur flüchtig mit. Nachdem er die Kasse leer geräumt hatte und in seinen Beutel steckte, ging er zurück zu der kleinen Gruppe.
Doch lange blieben sie nicht vollzählig. Denn Emily verließ den Kellerraum beinahe fluchtartig und perplex, so sah es jedenfalls aus, blickte Ezio ihr hinterher. Auch Aguilar schien nicht zu wissen, was dies zu bedeuten hatte und Alvar ging es nicht anders.
Jedoch sagte etwas in Alvar, dass er ihr nachgehen musste.
Assassinen wollte er nicht vertrauen. Aber Emily war in erster Linie seine Schwester, die er nach so vielen Jahren wieder hatte. Sie jetzt gehen lassen?
Was ging in ihr vor? Kam sie gleich wieder zurück? Immerhin hatte sie kein Wort der Verabschiedung ausgesprochen.

Alvar entschuldigte sich, um ihr nachzugehen. Die Stufen der Treppe hatte er schnell erklommen und öffnete die Tür, blickte vorsichtig auf die Straße und erkannte die junge Frau, die dort in den Schatten stand. Die Tür schloss er hinter sich und ging auf Emily zu, um sich dort gegen die kalte Wand zu lehnen.
"Verratet mir.. Was geht in Euch vor?"
Eigentlich war es eindeutig. Der Auditore vertraute der Assassinen nicht. Zurecht?
Das war eine von vielen Fragen. Eine Sache, in die Alvar sich nicht mischen wollte. Seiner Meinung nach hatte er sich schon zu sehr eingemischt. Aber das Papier, welches da Vinci fallen ließ, hätte er nicht ignorieren können. Das wäre gegen seine Natur gewesen.

"Es ist schwer, das Vertrauen wieder aufzubauen, wenn es gebrochen wurde. Was ist tatsächlich in jener Nacht geschehen? Sagt es mir Schwester. Ich verspreche Euch, es ist gut bei mir aufgehoben." -Die Wahrheit. Er kannte sie kein bisschen. Dennoch war ihm klar, dass sie eines gemeinsam hatten: Das Vertrauen zueinander war anfangs sehr schwer gewesen.-Noch bevor sie sich überhaupt einander von Ezio vorgestellt wurden.
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Emily de Lucca
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   Mi Jul 05, 2017 5:08 pm

Aufgewühlt stand Emily in der dunklen Gasse und sammelte ihre Gedanken. Ihr fluchartiges Verlassen des Kellers war völlig planlos und sie wusste gar nicht, wohin sie nun eigentlich wollte. Aber von dem ständigen und unbegründeten Misstrauen hatte sie nun wirklich genug. Die junge Assassine war hier unerwünscht und es gab hier scheinbar keine Hinweise auf den wahren Verräter zu finden. Solange dieser nicht gefunden wurde, wäre Ezio von ihrer Schuld überzeugt und jegliche Zusammenarbeit gefährlich. Auch wenn Emily es sich nicht eingestehen wollte, konnte sie den Assassinen ein kleines bisschen verstehen. Ihre Enttäuschung konnte diese vage Einsicht aber nicht wirklich mindern.
Tief in ihren Gedanken versunken vernahm sie das Öffnen der schweren Kellertüre und leise nähernde Schritte hinter sich. Schnell drehte sich die Dunkelgekleidete zu der Geräuschquelle um und erkannte schnell ihren Bruder als Verfolger. In diesem Moment wusste sie nicht, ob das Gefühl der Enttäuschung oder der Erleichterung überwog und gequält versuchte sie ihn kurz anzulächeln. ¨Wenn ich wüsste, was in mir vorgeht...¨ entschuldigend seufzend verschränkte sie die Arme vor ihrer Brust und heftete ihren Blick an ihr Gegenüber. Sein Anblick ließ nun tatsächlich ein ehrlicheres Schmunzeln über ihre Lippen huschen. Es waren Jahre vergangen, seit sie sich das letzte Mal gesehen haben und doch erkannte man, wie gleich sie einander waren. Beide verschmolzen durch ihre dunkle Kleidung mit der Nacht und ihre geschmeidigen Bewegungen wurden kaum von nennbaren Geräuschen begleitet. Ebenso erkannte sie nach und nach ihre eigenen Züge in seinem Gesicht. Schmerzlich war die Erkenntnis, dass sie nicht wusste, welche der Eigenschaften sie ihrer Mutter oder ihrem Vater zuzuschreiben hatte. Sie war damals zu jung und der letzte Blick auf ihre Eltern zu lange her.
Nach dem Versprechen ihres Bruders lockerte Emily ihre Arme wieder und zuckte gestikulierend mit ihren Schultern. ¨Mir ist durchaus bewusst wie schwer es ist, zerbrochenes zu reparieren...¨ wieder kam ein leises Seufzen aus ihrer Kehle ehe sie weitersprach. ¨Nur ich bin mir keiner Schuld bewusst. Ich gab ihm keinen Grund mir derart zu misstrauen¨ Es gab nur eine Nacht, die sie mit Ezio gemeinsam verbracht hatte, und die war weder für die herrschende Stimmung ausschlaggebend, noch würde sie ihrem Bruder davon erzählen. Seine Frage handelte von der Nacht des Treffens, er Nacht des Verrats und in dieser war sie nicht hier. ¨Ezio und ich vereinbarten uns nach ihrer Versammlung zu treffen. Er wollte mir den hiesigen Mentor vorstellen und mir Informationen über unsere Eltern zukommen lassen.¨ warum sollte Emily ihrem Bruder nicht die Wahrheit sagen. ¨Als ich mich dann auf den Weg zum Treffpunkt machte, sah ich die Spuren des Verrats und suchte nach Ezio... fand ihn dann auch verwundet und erschöpft. Nur mit Mühe ließ er sich von mir in sein Heim begleiten und dort teilte er mir mit, dass er in mir die Verräterin sieht.¨ Ihre Stimme war leise und doch überschlug sie sich fast. ¨Was weiß ich, warum er scheinbar jedem mehr traut als mir...¨ ihre Augen glänzten verräterisch als sie sich neben Alvar an die kühle Wand lehnte.
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Alvar de Lucca
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   Mi Jul 05, 2017 5:40 pm

Ihr Lächeln war nicht glaubhaft. Sie versuchte, es ihrem Bruder zu verkaufen, doch sie scheiterte. Ihm konnte man nichts vormachen. Und diese Reaktion von ihr verriet ihm mehr, als sie hätte sagen können.
Der Beutel, in dem sich das Geld befand, war schwerer als der Köcher mit den Pfeilen und es fühlte sich an, als zog das Geld seine Hüfte nach unten. Diesen müsste er erstmal nach Hause bringen, bevor er seinen Missionen weiter nachging.

Es hätte ihn nicht verwundert, hätte sie gesagt, er solle sie alleine lassen. Doch ihre Augen sagten etwas anderes. Beinahe amüsiert, wenn auch nur ein bisschen, sah sie ihn an und er blickte mit ernster Miene zurück.
Doch blieb er still, bis sie geendet hatte mit ihrer Erklärung. Nun konnte er sich auch ein genaueres Bild machen, was zwischen den zwei Assassini war. Er hatte es zwar schon vorher verstanden, doch dies half ihm durchaus mehr, alles miteinander zu verknüpfen.
Er seufzte kurz, als wüsste er selbst nicht, was er davon halten sollte und sah die Gasse entlang.
Kurze Stille herrschte, als er schließlich sagte: "Wir sollten gehen. Die Nacht wird nicht jünger. Helft mir, etwas in dieser Templervilla zu finden. Ich weiß nicht, wie man Geschwister auf andere Gedanken bringt. Also muss dies genügen." Nun schlich sich tatsächlich ein Lächeln auf seine Lippen, doch seine Stimme blieb leise.
"Doch vorher muss ich zu meiner Unterkunft und mich passend ausrüsten. Begleitet Ihr mich?" Wenn dies nichts half, wusste er auch nicht weiter. Er konnte es auch alleine ausführen, doch dies nahm er als Chance wahr, seine Schwester näher kennenzulernen.
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Emily de Lucca
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   Mi Jul 05, 2017 6:25 pm

Emily war nun erleichtert, dass Alvar ihr gefolgt ist und sie schüttete ihren Kummer bei ihm aus. Das mag vielleicht unter Geschwistern ganz normal sein, aber doch war es bei ihnen etwas anderes. Sie freute sich über das entgegengebrachte Interesse und sofort sah sie sich zwanzig Jahre zurückversetzt. Ihr Bruder war damals immer für sie da und musste sich damals schon jegliche Sorge seiner Schwester anhören.
Auch jetzt war er wieder bei ihr und hörte ihr einfach nur zu. Es tat gut sich das Problem von der Seele zu reden, auch wenn ihr durchaus beusst war, dass es dadurch leider nicht verschwand... nur etwas leichter wurde. Alvar würde nichts an der Situation ändern können. Er konnte auch schlecht zu Ezio gehen und ihn von einer gegenteiligen Meinung überzeugen. Nur die Tatsache, dass ausgesprochen zu haben, was seit Stunden verbissen in der Luft hing, verschaffte Emily Erleichterung.
Nachdem sie geendet hatte, seufzte er ebenso wie sie und schwieg einen Moment. Scheinbar ließ er sich die Worte durch den Kopf gehen und wie erwartet sagte er nicht viel dazu. Er wollte, dass sie ihn in die Templervilla und zuvor in seine Unterkunft begleitete. Nur zu gern ging sie auf dieses ablenkende Angebot ein - viel blieb ihr ja nicht übrig. ¨Alles ist besser, als hier zu bleiben. Vielleicht finden wir etwas.¨ nickte sie eifrig und richtete ihren Blick ein letztes Mal zu der hölzernen Kellertür. Einen Moment überlegte sie noch,ob sie sich von den Assassinen verabschieden, oder ihnen wenigstens bescheid geben sollte, dass sie mit Alvar ging.Schnell entschied sie sich aber gegen beide Möglichkeiten und drehte sich wieder vollständig zu ihrem Bruder.
Emily entging das Lächeln ihres Bruder nicht. Offensichtlich gefiel ihm der Gedanke sich in die Villa zu schleichen und würde nicht so viel davon abhängen, wäre es der jungen Assassine sicher genauso gegangen. ¨Genau das, was Eure Schwester jetzt braucht.¨ Eifrig stieß sie sich von der Mauer ab und sah erwartungsvoll zu ihrem Bruder hoch.
Schnellen Schrittes folgte sie Avar durch die Straße und versuchte die Stille etwas zu überbrücken. ¨Wie erging es Euch in den letzten Jahren? Meinte es das Schicksal gut mit Euch?¨ Ob er Frau und Kinder hatte? Auch als Dieb war dies durchaus möglich und nicht so abwägig, wie es auf den ersten Blick wirke mochte. Vielleicht erwartete sie gleich eine Familie in seiner Unterkunft, oder er wohnte schicht allein und widmete sein Leben mehr den Aufträgen und Beschaffen von diversem Diebesgut. Auch wie sein Weg ihn zu den Dieben führte war sicher eine Geschichte wert und sie wollte alles darüber wissen. Eines Tages würde sie die Möglichkeit finden, ihren Onkel auf die Lüge, welche sie ihr Leben begleitete anzusprechen. Aber jetzt wollte sie alles von ihrem Bruder wissen und verlorene Zeit wiederherstellen.
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Alvar de Lucca
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   Mi Jul 05, 2017 7:06 pm

Ihre Antwort stimmte ihn zufrieden. Er nickte also einmal großzügig und ging ein paar Schritte.
"Ich finde immer etwas, was mir von Nützen sein könnte.", hatte er zuvor noch gesagt. Dieses Templerhaus rief regelrecht, schrie seinen Namen, dass es geplündert werden wollte.
Und falls noch immer jemand dort war? Nach Mitternacht waren meistens Veranstaltungen zu Ende.
Wenn er sich jedenfalls nicht täuschte...

Die junge Frau kam ihm nach und lief an seiner Seite, als sie sich schließlich über seine Vergangenheit interessierte. Er zuckte die Schultern und blickte zu Boden, während seine Schritte kaum hörbar waren.
"Als Ihr gehen musstet, lebte ich auf der Straße. Ich wurde von Dieben aufgenommen und sie lehrten mich ihr Handwerk. Als ich 17 Jahre alt wurde, führte ich meine Gilde an.", antwortete er und blickte dann zu ihr. "Mein ganzes Leben jedoch wäre anders verlaufen, hätte ich mich nicht gegen die Reise gewehrt. Doch ich bin froh, dass es nicht so kam." Beinahe genervt atmete er lautstark aus, bevor er fortfuhr. "Es ist meine Bestimmung. Und ich bin froh, dass Gunnar niemals die Möglichkeit hatte, auch mich zu einem Assassinen auszubilden." Dabei dachte er an seinen Meister. Er hätte nicht sterben müssen.
Ein Assassine war für gewöhnlich nicht gewalttätig einem Dieb gegenüber. Doch seit diesem Tag an hatte er eine Abneigung gegen diesen Orden.
"Und wie erging es Euch?"

geht zu -----> Alvars Unterkunft
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BeitragThema: Re: Strada ingannare   Mi Jul 05, 2017 10:14 pm

Emily schmunzelte bei seinem Kommentar. Der Beutel voller Münzen war kaum zu übersehen und sie war sich sicher, dass er auch in der Villa etwas finden würde, was sein Diebesherz höher schlagen lassen würde. Aber sie war sich ebenso sicher, dass er ihr auch bei der Suche nach Hinweisen helfen würde. Innerlich flehte sie, dass in diesem verdammten Templeranwesen auch wirklich etwas zu finden sei, das wenigstens etwas Licht ins Dunkel bringen würde. Ihr Bruder schritt jedenfalls voller Tatendrang voran und sie ging unauffällig an seiner Seite.
Sie lauschte interessiert seiner Geschichte und hatte den Blick ebenso wie er auf den Boden gerichtet. Emily wollte damals nicht weg, aber was hätte sie tun können.Beeindruckt vernahm sie, dass er mir so jungen Jahren bereits Anführer einer eigenen Gilde gewesen war. Nachdenklich erwiderte sie seinen Blick und schluckte bei seinen nächsten Worten.
Die junge Frau stellte sich vor, was die Jahre gebracht hätten, wäre sie gemeinsam in den Norden gegangen. Oder wenn sie bei ihm hätte bleiben können. Vermutlich hätte letzteres ihren sicheren Tod bedeutet. Zumindest wäre sie komplett von ihrem älteren Bruder abhängig gewesen. Die gemeinsame Ausbildung zu Assassinen stellte sie sich hingegen interessant vor, doch sein genervtes Ausatmen riss sie aus ihrer Träumerei. Dachte er wirklich so schlecht von den Assassinen? Etwas musste geschehen sein, was ihn Abstand zu der Bruderschaft halten ließ. Das verwunderte sie, da sie vermmutete er hätte sich velleicht auch dem Weg ihrer Eltern angeschlossen. ¨Also schlecht war die Ausbildung bei unserem Onkel nicht. Sicher er war streng und vielleicht erinnert Ihr Euch an seine Art.¨ kurz griffen ihre Finger an die verblichene Narbe an ihrem Auge. Ja, ihr Onkel war ein strenger Mentor und ließ keinen Fehler ein zweites Mal geschehen. Aber das konnte doch nicht der Grund sein, warum Alvar sich gegen den Weg der Assassinen entschied. ¨Mir erging es gut. Früh begann er mit der Ausbildung bei mir. Er kümmerte sich m mich wie ein Vater und doch wünschte ich mit täglich meine Familie zurück. Alvar... wenn ich gewusst hätte, dass Ihr am Leben seid....¨ entschuldigend sah Emily ihn an und griff nach seinem Arm. Vorsichtig drückte sie diesen kurz während sie Alvar in die Augen sah. ¨Ich hatte wirklich keine Ahnung... Umso mehr erfreut es mich, Euch gesund wiederzusehen.¨
Nach einigen weiteren Schritten dachte sie noch immer über die abwertenden Worte gegen den Orden nach. ¨Warum wolltet Ihr kein Assassine werden? Ihr scheint zumindest den Kontakt zu Ezio zu pflegen. Sonst würdet Ihr ihm nicht helfen.¨ sie stellte die Frage vorsichtig. Naürlich ging es sie nichts an, und sie war um seinen Beistand gerade in dieser Stunde mehr als erfreut, aber doch verlangte die Neugier nach Antworten. Sie hoffte, dass er mehr von sich preisgab und sie so seine Art vielleicht ebenfalls etwas besser verstehen konnte.
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Strada ingannare
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