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 Villa del Carvari

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AutorNachricht
Bauherr
And you say Rome wasn't built in a day
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BeitragThema: Villa del Carvari   10/4/2017, 8:46 pm


◇--Villa del Carvari

Eine feine Villa im florentinischen Teil Oltarno. Sie bietet edle Räume und Ställe für einen guten Preis an.
Wohlhabene Fremde ziehen sich dort gerne zurück, da sie Abgeschiedenheit von der Stadt bietet.
Ein luxuriöser Rückzugsort für Adeliger oder Kirchenmänner aller Art.





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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   12/4/2017, 11:59 am

Samstag, 3. April 1480
Kurz nach Mitternacht
(von Aussenbezirke / strada posteriore)
Shane Hannigan / Francis Bell

Die Aussicht auf ein Glas Wasser war nicht berauschend. Die Aussicht auf das weiche Bett allerdings schon. Er sah sich schon darin liegen, alle viere von sich ausgestreckt und einen herrlichen Schlaf schlafen. Dann riss ihn Hannigan aus seiner Traumwelt und er sah die Treppe an.
"Würdet Ihr mich denn hochtragen?", fragte er, lachte leise auf, und nickte schliesslich. "Ich bin noch nicht tot umgefallen, dann wird mir das auch jetzt nicht passieren. Also los, Hannigan.", sagte er damit sie weiterlaufen konnten.

Wo wohl Hannigan schlafen würde? Ob das Bett die Grösse von Leonardos Bett hatte wo man bequem zu zweit liegen konnte? Francis würde Shane gerne Platz machen, schliesslich war es seine Unterkunft und sein Verdienst, dass Francis überhaupt zu einem Bett kam. Andererseits konnte er sich Shane auch gut schlafend in einem unbequemen Sessel vorstellen, der ihm Rückenschmerzen verursachte und dazu führte, dass Shane morgens völlig verkatert und übermüdet aufwachen würde. Diese Vorstellung belustigte Francis aber. Er hatte wirklich Mitleid mit Shane und es war ihm auch etwas unangenehm, dass er sich in so kurzer Zeit so sehr in Shanes Leben ausgebreitet hatte. Das war nicht die feine englische Art. Es war allerdings Francis' Art.

Während sie die Treppe hochgingen, entdeckte Francis dann allerdings den Ring. Das Licht war heller und er konnte ihn gut erkennen. Er war ihm vorher nicht aufgefallen und wenn, hätte sich Francis dabei nichts gedacht. Ein Siegelring der Templer.

Nun war die Situation komisch. Francis war als neutrale Person nach Florenz gekommen, wurde von Templern abgefangen und beauftragt, ging daraufhin eine Freundschaft mit den Assassinen ein, die Templer wollten ihn danach tot sehen und jetzt rettete ihn ein Templer, der es ihm wohl so auch ermöglichte, dass Francis den Assassinen weiterhelfen konnte. Francis sah kurz nach oben. Er hielt wenig vom Glauben an eine höhere Macht. Doch in diesem Moment schickte er ein Stossgebet zum Himmel. Warum war er immer vom Pech verfolgt? Hannigan durfte nun erst recht nicht erfahren, dass Francis sich mit den Assassinen zusammengetan hatte. Oder ahnte Hannigan das bereits weil er aus Francis' vorheriger Erzählung Schlussfolgerungen gezogen hatte? Aber warum liess er ihn dann am Leben und half ihm sogar wieder auf die Beine zu kommen? Francis konnte sich das nicht erklären. War Hannigans Nationalstolz so gross, dass er es nicht über sich brachte, einen Landsmann im Elend zu lassen? Oder ging es ihm wirklich nur um die Begleichung der Schuld? Soviel Francis wusste, ging es dabei nur um Geld. Geld, welches Hannigan nicht in den Ruin getrieben hatte nur weil Francis es für sich statt für den Auftrag beansprucht hatte. Er konnte sich nicht einmal mehr daran erinnern, wie die Aufträge von Hannigan lauteten. Bestimmt hatte Francis die Hälfte des Solds bereits in einer Kneipe für Alkohol und Spässchen ausgegeben gehabt. Uuuh, er war ein Vollidiot. Mit Herz.

Er nahm sich vor sein Leben in Zukunft zu ändern. Statt die Hälfte seines Solds jeweils für billigen Alkohol auszugeben, sollte er sich besser teureren genehmigen. Statt das Geld beim Würfelspiel zu verlieren, sollte er es vielleicht mal mit Kartenspielen probieren. Statt sich von Kurtisanen ausnehmen zu lassen, sollte er den Preis in Zukunft besser vorher vereinbaren.

"Warum hat ein Mann wie Ihr keine Frau und keine Familie? Ihr seid doch eigentlich sehr liebenswürdig. Ihr habt Humor, Ihr seid hilfsbereit, Ihr habt Charme und Geduld, Ihr seid ein echter Gentleman. Also ich würde mich in Euch verlieben.", sagte er und grinste fröhlich auf. Er ignorierte seine Schmerzen indem er darauf lauerte, wie Shane reagierte. Das war besser als jede eklige Medizin.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   12/4/2017, 10:48 pm

Samstag, 3. April 1480
Kurz nach Mitternacht
Cf: strada posteriore

Shane schloss die Augen und  sich zur Ruhe. Es war nicht seine Art unbeherrscht aus der Haut zu fahren. Es wäre weder Sittenhaft noch zu seinem Vorteil. Aber Francis trieb ihn wirklich an seine Grenzen. “Ich würde Euch eher sterbend zurück lassen.“ Die Worte waren bissiger als gewollt und er seufzte aus. Ruhe und Schlaf - danach sehnte er sich nun. Aber der Schlaf würde noch auf sich warten müssen. Shane wusste er würde kein Auge zu tun, solange Francis in seinem Zimmer war. “Gut.“, schnaubte er aus und machte sich daran, die Treppe zu begehen.
Er spürte das Gewicht des Mannes nun deutlich auf sich, als sie immer weiter nach oben liefen. Im Mittelteil hielt er kurz inne und warf einen musternden Blick zu seinem Cousin. Der Mann wirkte mit dem Gedanken weit entfernt und Shane versuchte in dessen Züge zu Erkennen an was dieser dachte. Ob er sich fragte warum er ihm half? Irgendwie tat er das bestimmt und dem Adelsmann würde es wohl auch immer schwerer fallen einen Weg zu finden, der Wahrheit auszuweichen. Aber solang es Wege gab, würde er schweigen und so machte er sich an weiter an den Aufstieg.
Der Atem des Templers ging schwerer, als er endlich das Ende erreichte und sein Zimmer lag nur noch wenige Schritte entfernt. Ihm war Francis Blick auf den Ring nicht entgangen und unbewusst hatte er die Hand zurück geschoben. Es war nur ein Grund für weitere Fragen und Shane wusste nicht ob sich Francis Einstellung geändert hatte. Er war in dem Keller gewesen - jenen Ort den Rizzi angegriffen hatte. Es musste einen Grund dafür geben. Freunde. Welche Freunde waren das? Doch Shane fragte noch immer nicht nach. Auch Francis sagte nichts zu dem Ring, auch wenn er sich sicher war, das er ihn erkannt hatte. So schwiegen sie doch beide und umgingen - jedenfalls für diese Nacht - ein Thema, dass wohl nur Schwierigkeiten gebracht hätte.

Shane drehte den Kopf, um den Mann an seiner Seite anzusehen. Frau und Kinder...
Es wäre seine Pflicht gewesen oder ist es noch immer, seine Linie aufrecht zu erhalten, aber bisher war er mit dem Gedanken nicht glücklich geworden, von einer Familie eingeschränkt zu werden. Sie würden die Ordnung zerstören, die er sorgfältig errichtet hatte. Aber was war davon noch übrig? Sein Kartenhaus in England war zusammengestürzt und hier lief er nur auf Sand. Etwas Nachdenkliches erschien auf seinem Gesicht, während er nach der richtigen Antwort suchte.
Manche Arbeit erfordert nun einmal den Verlust von anderen Dingen. Ich hätte mich nicht um Frau und Kinder kümmern können - so wie ein Mann von Ehre es tun nun einmal sollte.
Mit weiteren Schritten erreichte er die Türe und holte einen kleinen Schlüssel aus dem Lederbeutel um aufzusperren. Der Raum den sie betraten war geräumig und es duftete nach frischen Blumen. Man musste sie noch am Morgen ausgetauscht haben. In der Mitte des Raumes stand ein breites Bett dessen Matratze von feinstem Stoff umgeben war. Der ganze Raum erzählte von Reichtum. Wortlos führte er Francis zum Bett und ließ ihn augenblicklich los, als sie dort angekommen waren. Schnell brachte Shane wieder Abstand zwischen sich und dem Söldner und suchte nach einer Tätigkeit am anderen Ende des Raumes, in der sich Tücher und eine Schüssel mit kalten Wasser befand. Francis den Rücken gekehrt - jedoch die Aufmerksamkeit nach hinten gerichtet - krempelte er sein Hemd zurück und wusch sich das Blut von Gesicht und Händen. Erst dann tauchte er die Tücher ein und drehte sich zu Francis um, um die Verbände auszutauschen. “Legt euch hin.

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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   13/4/2017, 10:33 am

Samstag, 3. April 1480
Nach Mitternacht

So ein feines Zimmer hatte Francis noch nie betreten. Und es war ihm unwohl von all den feinen Stoffen, den teuren Möbeln und dem Reichtum, den dieser Raum ausstrahlte, umgeben zu sein. Fast traute er sich nicht auf dem Bett abzusitzen und das lag nicht an den Schmerzen.
Als die Aufforderung kam, starrte er ihn an.
"Ich bin noch Jungfrau und unerfahren!", beklagte er sich sofort. "Seid bitte lieb und vorsichtig, Herr Hannigan.", fügte er gespielt schüchtern hinzu bevor er über darüber lachte und dann versuchte, seine Stiefel mit dem jeweils anderen Fuss abzustreifen. Als er das geschafft hatte, legte er sich hin. Wie lange würde Shane diese Scherze und Spässe noch ertragen? Francis zog ihn ständig auf. Aber es war nicht so, dass er ihn beleidigen wollte. Er wollte nur kein Schweigen und keine starre Unterhaltung. Und er wollte vorallem nicht, dass Shane ihn allein liess.

"Hey, Hannigan.", begann er wieder. "Ich glaube, ich war noch nie so schwer verletzt worden wie dieses Mal. Und ich glaube, ich hatte noch nie soviel Glück wie heute Nacht.", meinte er etwas ernster. "Ich bin Euch wirklich dankbar."
Es waren die ersten ernsten Worte, die er sagte und auch so meinte. Francis wäre ohne Hannigan zum Morgengrauen ein toter Mann gewesen. Es war aber noch nicht sicher ob er diese Nacht hier im Bett überlebte. Das kam ganz darauf an, ob Hannigan vor Wut noch platzen würde und Francis erwürgte. Ansonsten standen die Chancen auf einen neuen Morgen sehr gut.
Insgeheim freute sich Francis auch auf die richtige Versorgung der Wunde. Shane bereitete dazu ja alles nötige vor. Er holte keinen Arzt, er informierte niemanden. Tat er es nicht weil er hier niemanden kannte? Das war gut möglich wenn er erst einen Tag hier war. Oder tat er es nicht weil er wusste, er würde Francis in Gefahr bringen? Shane war in der Tat ein sehr interessanter Mann und Francis fühlte sich bei ihm immer wohler.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   13/4/2017, 7:59 pm

Samstag, 3. April 1480
Kurz nach Mitternacht

Shanes Finger zitterten vor Wut, doch der Mann ließ nicht zu, dass sie seinen Verstand erreichte. Tief Luft holend warf er Francis einen finsteren Blick zu. “Ihr seid unverbesserlich.“, zischte er und für den Bruchteil einer Sekunde entglitten ihm die Züge zu einer zornigen Fratze. Er war müde geworden und langsam wurde es ihm zu mühselig, die ständigen Späße zu kontern und zu umgehen. Er lachte einfach nicht gerne, oder hatte  wohl nie richtig gelernt, es zu tun. Aber selbst in größter Rage würde er seinen Cousin nicht töten. Es wäre ein sinnloser Tod und die Arbeit danach war noch viel schlimmer. Was für eine Qual es doch wäre den leblosen Körper irgendwo hinzubringen, auf das ihn niemand finden mochte.
Doch so sehr der Mann ihn auch reizte und ihm gänzlich auf die Nerven ging, der Adelsmann war auch irgendwie froh über ein wenig englischer Gesellschaft. Selbst wenn es oft nicht so wirkte, mochte Shane die Gesellschaft anderer. Vorzugsweise von Personen die ihn verstanden und ein sittenhaftes Auftreten pflegten - wovon nichts auf den Söldner in seinem Bett zutraf.
Während er sich wusch, begann Francis wieder zu sprechen. Der Templer drehte den Kopf und sah ihn fast schon überrascht an. Er hatte keinen Dank erwartet, jedenfalls nicht in solch ernsten Worten. Shanes Gesicht blieb kalt, nur in seinen Augen war der Hauch eines inneren Lächelns zu erkennen. “Woher diese plötzliche Erkenntnis, Bell?“, fragte er, während er mit den Tüchern näher gekommen war. Mit einem Dolch schnitt er den tropfenden Fetzen auseinander und band das kleinere Stück um das gebrochene Handgelenk. Danach besah er sich die Wunde an den Rippen. Shane war kein Arzt und so konnte er nicht wirklich sagen, ob es schlimmer oder besser geworden war. Allerdings wusste er, dass er die Wunden noch einmal auswaschen musste und dieses Mal saubere Tücher zum Verbinden benutzten musste. Eine Entzündung könnte sein ganzes Bemühen zunichte machen. “Es ist besser wenn wir bis zum Morgengrauen warten, ehe wir einen Arzt holen.“ Er erklärte nicht wieso, aber er glaubte zu ahnen, das Francis das durchaus selbst zusammenreimen würde. Hätte er den Angriff geleitet, hätte er jeden Arzt bestochen um wirklich alle zu bekommen, die er haben wollte. So einfach waren die Fäden gestrickt und deshalb war er vorsichtig.

Mit verengten Augen und schmalen Lippen, entfernte er die dreckigen Leinen und warf sie in die Feuerstelle, in der ein kleines Feuer brannte, um den Raum er erwärmen. Die Flammen zischten und knisterten, währen Shane beobachtete wie alles zu Staub zerfiel. Dabei spiegelten sich die orangen Feuerzungen in seiner Iris und der Schein verlieh seinem Gesicht etwas düsteres. “Ihr solltet in der Zwischenzeit schlafen.“, bemerkte er trocken und löste sich von der Stelle um weiter die Wunden abzubinden. Der Stoff des Bettes war schon längst mit frischen Blut bedeckt und der Adelsmann würde sich die Tage ein anderes Zimmer suchen müssen.
Nachdem er alles erneuert hatte, wusch er sich noch einmal die Hände und betrachtete das Hemd. Mit wenigen Schritten war er bei der Satteltasche angekommen und durchstöberte, die wenigen Habseligkeiten, die er bei seinem überstürzten Aufbruch aus England mitgenommen hatte. Das meiste war Geld gewesen, aber nicht wirklich Ersatzkleidung. Er hatte nicht damit gerechnet in solch eine Situation zu kommen, was ihm sehr missfiel. So musste er wohl die Nacht ohne Hemd verbringen, denn noch länger wollte er nicht das Blut an sich haften lassen.
Stumm fluchend, zog er das Kleidungsstück aus und warf es in die Wasserschüssel. Die Dienstmädchen des Hauses sollten sich dann darum kümmern. Nachdem er sich des Blutes entledigt hatte, trat er an eine kleine Kommode auf der ein Krug mit teurem Wein und Bechern stand. Francis, dieser unhöfliche Taugenichts, hatte wirklich Glück. Schweigend goss er die Flüssigkeit in zwei Becher und reichte einen davon dem Blonden in seinem Bett.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   14/4/2017, 9:59 am

Samstag, 3. April 1480
Nach Mitternacht

Er verfolgte Shane mit Blicken. Der Adelsmann war besonnen aber doch irgendwie unruhig. Francis hatte ihn wohl genug gereizt und die Situation schien auch allmählich wie Blei in den Knochen zu wirken.
"Welchen Sinneswandel meint Ihr? Ich habe mich nur bedankt. Ihr verdient meinen Dank. Und meinen Respekt, Hannigan.", sagte er und blickte auf den grossen Blutfleck unter sich an seiner Seite. Das Blut war bestimmt nicht nur auf dem Laken. Es war sicherlich schon in die Matratze eingedrungen und so wie er Hannigan nun kennengelernt hatte, würde er für den Schaden finanziell aufkommen. Francis' Schuldenkonto wuchs also nicht nur emotional.

"Wollt Ihr nicht auch schlafen? Es hat noch Platz.", fragte er und musterte Hannigan, der sein Oberteil ausgezogen hatte. "Ich tu auch nichts.", murmelte er und nahm dann den Becher entgegen. Wein! Kein Wasser! Es war tatsächlich Wein und Francis war unglaublich froh darüber. Der Alkohol würde die Sinne etwas benebeln, den Schmerz lindern und ihn gut schlafen lassen. Und das war es, was Francis wollte. Einen tiefen, traumlosen Schlaf um morgen möglichst fit aufstehen zu können. Denn nur wenn er schnell wieder auf den Beinen war, konnte er sich um Rafael, Leonardo und die anderen kümmern. Er wusste immer noch nicht was mit ihnen passiert war und er konnte sich auch nicht ausmalen, wo die Verbündeten von Santoro überall abgeblieben waren.

"Ich trinke auf Eure Gesundheit.", sagte er schliesslich und prostete Hannigan leicht zu indem er den Becher in seine Richtung anhob. "Und auf Euren Erfolg bei was auch immer. Und auf Euer Reichtum. Auf Eure Zukunft. Euer zukünftiges Weib und Eure zukünftigen fünf Kinder wovon eines sicherlich ein Sohn ist. Und darauf, dass Ihr immer so charmant bleibt wie Ihr es seid.", lachte er und brachte den Becher schnell an die Lippen um Hannigan davon abzuhalten, aus lauter Provokation seine Hand zu heben und Francis eine Ohrfeige zu verpassen. Trinkende Menschen schlug man einfach nicht.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   14/4/2017, 9:03 pm

Samstag, 3. April 1480
Nach Mitternacht

Ich hatte keinen Dank erwartet.“ Wie immer versuchte er ehrlich zu sein. Auf seine Art und Weise war er das fast immer. Zwar bediente er sich gerne Halbwahrheiten, aber niemals einer völligen Lüge. Es machte einen großen Unterschied ob man log und Dinge erfand oder einfach Informationen zurück hielt. Manchmal war es auch einfach sie anders auszulegen.
Als Francis ihm dann seinen Respekt ausgesprochen hatte, war der Templer kurz skeptisch, nickte aber dann um den Dank anzunehmen. Irgendwo musste ja doch etwas Vernunft in dem Kopf des Söldners stecken. “Bildet Euch nur nichts darauf ein.
Mit einem stummes Seufzen, ließ er sich auf einen der großen Sessel nieder, der zum Bett blickte. Sein Körper lag dabei im Feuerschein und die Hitze wärmte seine Haut. Den Becher Wein in der Hand betrachtete er die zweite Hälfte des Bettes. “Kommt nicht in Frage.“ Er würde nicht einmal eine Stunde das Bett mit ihm teilen. Selbst wenn es wohl wirklich groß genug war. Es würde auch im Bett keinen Schlaf finden, also konnte er genauso gut hier bleiben. Kurz fuhr er sich durch die Haare. “Nehmt es mir nicht übel, aber ich vertraue Euren Worten nicht so wirklich.“ Sein Rücken traf auf die gepolsterte Lehne hinter ihm. “Kümmert Euch nicht um mich.“ Shanes Haltung wurde etwas abwehrend und der Dunkelhaarige nahm einen kräftigen Schluck von dem Wein. Der Alkohol brannte in seiner Kehle doch der herb-süße Geschmack vertrieb die bleierne Müdigkeit für einen kurzen Augenblick. “Ale wäre mir um einiges lieber.“, murmelte er und ließ zum ersten Mal zu, dass Francis sehen konnte, wie sehr England vermisste. Er war nicht freiwillig hier her gekommen. Jedenfalls nicht ganz.
Hätten Blicke jemanden das Leben nehmen können, wäre Francis schnellstens unter der Erde. Das Grau in den Augen des Templers schien zu erstarren. Francis konnte es wohl einfach nicht lassen. Dennoch schaffte Shane es, den Becher ebenfalls zu heben. “Auf das Ihr den nächsten Tag erleben werdet.“, verliesen die Worte seinen Mund und er nahm noch einen kleinen Schluck. Mehr würde er heute nicht mehr trinken. Er brauchte einen klaren Kopf, besonders jetzt - er war nicht alleine im Zimmer und erforderte seine vollkommene Aufmerksamkeit. Noch dazu war die Person sein vor langer Zeit verschwundener Cousin.

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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   15/4/2017, 9:09 pm

Samstag, 3. April 1480
Nach Mitternacht

Francis trank den Weinbecher leer, reichte den leeren Becher Shane zurück und wischte sich über den Mund.
"Hannigan, wenn wir beide irgendwann wieder in England sein sollten, trinken wir ein Ale zusammen.", sagte er und grinste kurz auf. "Und ich werde diese Nacht überleben. Ihr werdet dafür sorgen."

Francis hatte die Verantwortung über sein Leben einfach an Shane abgeschoben. Francis liess keine Zweifel erkennen, dass er sich unsicher fühlte, weder aufgrund der Wunde und des Blutverlustes noch wegen Shane selbst, der ein Templer war und Francis nur mit der Nase rümpfend ansah. Der Söldner traute Hannigan blind. Es gab einfach zuviele Argumente, die dafür sprachen, dass Hannigan ein besonderes Interesse an einen lebendigen Francis hatte.

Er sankt etwas tiefer ins Bett und blickte Hannigan schweigend an. Francis spürte das Adrenalin in seinem Körper immer noch. Er war nun aber wirklich kaputt und der Wein zeigte langsam seine einschläfernde Wirkung. "Ich weiss nicht ob ich England vermisse. Ich glaube nicht. Ich war nicht glücklich dort.", sagte er. Es kam kein Grinsen, Lächeln oder Zwinkern mit. Francis sprach ernst und schloss dann die Augen. "Hey, Hannigan, geht nicht weg wenn ich schlafe.", fügte er noch mit müder Stimme murmelnd hinzu. Es war eine Bitte. Dann übermannte ihn der Schlaf doch sehr schnell und Francis' Atmung ging in eine langsame und ruhige Gleichmässigkeit über. Ob er die Nacht allerdings ohne Schmerzen durchschlafen würde, war nicht sicher. Möglich war es, dass Hannigan in wenigen Stunden wieder Arzt spielen musste.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   15/4/2017, 10:24 pm

Samstag, 3. April 1480
Nach Mitternacht

Shanes Blick fiel auf den Boden und einige Sekunde lang betrachtete er seine Hände. Er würde nicht mehr nach England zurückkehren - jedenfalls nicht in den nächsten zwei Jahren und ohne Hilfe wohl noch weniger. Shane hob jedoch wieder sein Kinn und er legte die Hände zurück in seinen Schoß.
Und Ihr werdet es sein, der den Ale bezahlt.“ Er durfte Francis nicht vergessen lassen was der vorgetäuschte Grund seiner Hilfe war. Schuld.
Mhm, gewiss.“ Den Blick etwas überheblich, sah er auf das Bett, während er den Becher entgegen nahm. “Ein neuer Morgen wird Euch vergönnt sein.“ Shane befeuchtete seine Lippen und stand auf um die Becher zurück auf den kleinen Tisch zu stellen. “Ich kann aber genauso schnell dafür Sorgen, dass dieser Morgen schnell zu Ende geht. Gebt darauf acht, was Ihr tut.“ Der Dunkelhaarige sah ihn nicht an, während er noch Stoffreste ins Feuer warf und sauberes Wasser in die Nähe von Stuhl und Bett stellte. Gerade stand er am Kopfende und seine Augen trafen die von Francis. “Ihr hättet ein besseres haben können.“, erwiderte er genauso ernst und zupfte an der Blüte einer Blume, die man zur Verschönerung hingestellt hatte. Shane war der Ansicht, dass der Andere auch ein wenig selbst Schuld daran war, wo er nun stand.
Ich habe keinen Grund zu verschwinden.“ Und einen anderen Ort besaß er auch nicht. Einen Augenblick lang wartete er, bis er Francis Atem tief und gleichmäßig wurde. Ein Zeichen dafür, dass er zu schlafen schien.
In der entstandenen Stille ging er zu seinem Mantel und griff in die Innenseite davon. Doch seine Hand fuhr ins Leere. “Was?
Als er begann die Tasche abzutasten fand er nichts. Sie waren leer. Shane stieß einen Fluch aus und begann den Raum leise zu durchsuchen. Ohne Erfolg. Es war fort. Sein Tagebuch war fort! Wut und so etwas wie Verbitterung legte sich in seine Züge. Das Bild eines Mannes blitzte vor seinem inneren Auge auf. Er hatte ihn angerempelt, als er auf der Suche nach den Dieben war. “Dieser elende Langfinger!“ Der Templer schloss die Augen und fuhr mit den Händen über sein Gesicht. Jetzt war es zu spät um danach zu suchen und die Wahrscheinlichkeit es wieder zu finden, war sehr gering. Shane hoffte nur, dass niemand der das Buch besaß der englischen Sprache mächtig war. Nun deutlich schlechter gelaunt, setzte er sich auf den Stuhl starrte auf den schlafenden Mann im Bett. Er war müde und seine Augen wurden schwer, doch jedes Mal wenn er drohte einzuschlafen, reichte das Knistern des Feuers um ihn erschrocken hochfahren zu lassen. Mit jeder Stunde die verstrich bekam der Adelige Kopfschmerzen und er rieb sich etwas die Nasenwurzel. Seufzend legte er den Kopf in den Nacken und starrte auf die Decke - in diesem Moment beneidete er Francis um den ruhigen Schlaf.
Als sein Nacken zu schmerzen begann, stand er auf und besah sich die Verbände. Noch schienen sie zu halten, nur wusste er nicht wie lange.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   15/4/2017, 11:31 pm

Samstag, 3. April 1480
Nacht

Die Turmuhr zeigte kurz nach drei Uhr morgens an als Francis aus seinem Schlaf erwachte. Die Schmerzen holten ihn in den Wachzustand zurück. Hinzu kamen die wirren Träume, die er hatte, und die ihn fast durchschüttelten.
"Haah!", stöhnte er auf bevor er den Kopf drehte und dann blinzelte. Die gebrochene Stelle schmerzte, der engangelegte Verband aber fühlte sich richtig an. Der Arm wurde stabilisiert und seine Hand konnte er auch nicht bewegen. Das war also so gut wie ein Gips. Die aufgeschlitzte Seite dagegen nässte weiter. Die Blutung war zwar gestoppt aber Francis' Körper hatte sehr viel mit der Heilung zu tun. Er fieberte und schwitzte das Bett durch.

Sein Blick gleitete langsam zu Hannigan auf dem Stuhl. Er war wach, sah aber im Kaminfeuer völlig übermüdet aus. "... Wasser...", flüsterte er leise um Hannigan auf sich aufmerksam zu machen. Er war durstig. Seine Stirn glühte. "Bitte.", fügte er noch leiser hinzu.

Von Shane Hannigan wurde in dieser Nacht viel verlangt.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   15/4/2017, 11:54 pm

Samstag, 3. April 1480
Nacht

Eine Weile hatte der Templer damit zugebracht einfach ins Feuer zu starren. Die Hitze legte sich auf seine Haut nieder und er beobachtete wie die Flammen immer kleiner wurde und das Holz zu Asche wurde. Nur einmal machte er sich daran ein Stück nachzulegen, sein Gesicht zeigte dabei Abscheu darüber, diese niedrige Arbeit zu verrichten, aber es wäre zu riskant ein Dienstmädchen zu rufen. Wenn Francis nur wüsste, was er für ihn tat... es würde wahrscheinlich nichts daran ändern.
Erst als eine Stimme ertönte, wurde er aus seinen Gedanken gerissen. Der Kopf des Mannes wandte sich seinem Cousin zu und die Stirn in Falten gelegt, stand er auf. Im Laufe der Nacht hatte er sich die Stiefel ausgezogen und auf nackten Füßen trat er an das Bett heran. Francis Stirn war von Schweiß bedeckt, was wohl bedeutete, er hatte Fieber bekommen.
Mitleid flackerte in seinen Augen auf und mit einer Hand hob er den Becher mit Wasser an Francis Lippen. Shanes medizinische Kenntnisse gingen langsam zu Ende und er wusste nicht, was er zu tun hatte, wenn es schlimmer wurde. Der Mann brauchte bald einen Arzt. Schweigend tauchte er einen Lappen in Wasser ein und legte es auf seine Stirn. “Stirbt mir jetzt nicht weg, Bell. Es wäre durchaus bedauerlich, sollte ich mir umsonst die Hände schmutzig gemacht haben.
Shane machte sich nun auch dran den Verband an der Seite zu wechsel. Er gab etwas Wasser auf die Wunde und wickelte frische Leinen darum herum. Er zog den Stoff fest an, achtete jedoch darauf, dass der Söldner wenigstens noch Luft bekam. Als er damit fertig war, trat er ans Fenster und öffnete dieses, damit frische Luft in den Raum kommen konnte. Vielleicht würde diese den überhitzten Körper etwas abkühlen.
Wieder zurück an der Seite des Bettes, tauchte er den Lappen noch einmal ins Wasser. So hatte es seine Mutter immer getan, wenn er krank gewesen war.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   16/4/2017, 10:49 pm

Samstag, 3. April 1480
Nacht

Das Wasser trank er beinah gierig und als er den Kopf wieder ganz hinlegte, hatte er die Augen wieder geschlossen. Er liess alles mit sich machen als Shane ihm den Verband wieder mühsam wechselte. Francis fiel dabei in eine Art Fieberschlaf und bekam kaum etwas mit. Erst als wieder richtig lag und die kühle Luft vom geöffneten Fenster spürte, kam er wieder etwas zu sich. Dann bemerkte er den feuchten Lappen auf seiner Stirn.

"... Mum.", murmelte er mir sehr leiser, heiserer Stimme bevor er leicht blinzelte und es einen Moment dauerte bis sich sein Blick klärte und er Shane erkannte. "Hey.", sagte er und verzog den Mund zu einem kleinen Lächeln. "... glaubt Ihr wirklich, dass ichs noch bis Sonnenaufgang schaffe?", fragte er. Er wollte es wirklich aus Shanes Mund hören. Francis' Mut hatte ihn in diesem Moment ganz offensichtlich verlassen. Seine Frage war frei von jeder Provokation oder Lächerlichkeit. Dafür fehlte ihm jetzt auch eindeutig die Kraft. Er hatte Angst. Angst davor, die Augen nicht mehr öffnen zu können wenn er sie jetzt wieder schliessen würde.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   16/4/2017, 11:21 pm

Samstag, 3. April 1480
Nacht

Shane biss sich auf die Lippe, während er angestrengt darüber nachdachte, wie er seinem Cousin noch helfen konnte. Aber da war nichts mehr. Er musste ausharren und warten. Francis rührte sich kaum, sein Gesicht wirkte fahl in den Augen des Templers. Er war schlau genug um zu merken, das hier etwas nicht stimmte. Seine Hand ballte sich zu einer Faust und er sank auf die Kante des Bettes nieder.
Gerade wollte er noch einmal nach dem Tuch tasten, als Francis etwas sagte. Mum, war alles was er hörte. Der Mann schien in einem Fiebertraum zu sein. Shane schluckte leicht und stieß ein leises Gebet aus. Dabei blieb sein Gesicht jedoch unberührt, was allerdings nicht verhinderte, dass er kaum merklich zusammen zuckte, als Francis Blick sich zu klären schien. Eine Weile hing die Frage unheilvoll im Raum. Shane sah seinem Cousin in die Augen und legte so viel Ernsthaftigkeit in die Stimme, wie es ihm in dieser Situation gelang. “Das werdet Ihr.“ Es war eine Lüge und sie schmeckte bitter auf seiner Zunge. Nichts mehr hasste er auf der Welt und doch - in diesem Moment war es notwendig. Er wusste nicht, ob er es überleben würde. “Es sind nur noch wenige Stunden. Sobald die Sonne die Dächer berührt, wird ein Arzt hier sein.“ Bis dort hin würde er schon eine Dienstmagd gefunden haben, die diese Sache für ihn erledigte. “Ihr könnt auch wach bleiben, wenn Ihr Angst vor dem Schlaf habt.“ Shane löste sich von der Bettkante und kehrte zurück zu seinem Stuhl. Seine kalte Miene war zurückgekehrt. “Nur seht zu, dass Ihr mir nicht auf die Nerven geht. Ihr habt es heute durchaus schon zu weit getrieben.“ Da Shane nichts mehr tun konnte, lag es nun an Francis körperliche und geistiger Stärke, ob er den Morgen erleben würde.

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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   16/4/2017, 11:44 pm

Samstag, 3. April 1480
Nacht

Fieber bedeutete immer einen Entzündungsvorgang im Körper. Doch Fieber bedeutete auch, dass Körper aktiv war und dagegen ankämpfte.
Francis verfolgte Shane mit seinen Blicken. Shanes Antwort war überzeugend gewesen. Francis wollte aber auch daran glauben, dass er es überstehen würde. Dann schloss er wieder die Augen und hörte ihm zu. Er könnte wach bleiben. Ja, das wäre eine gute Idee gewesen aber Francis wusste, dass er keine Kraft dazu hatte seinen Körper zu überlisten.

"Hey, Hannigan...", flüsterte er leise. "... bringt meinen Leichnam nach Hause, falls ich es doch nicht schaffe." Francis dachte dabei vorallem an seine Mutter, die es nicht ertragen würde, wenn Francis als toter Mann in Florenz verschollen bleiben würde. "Und erzählt mir etwas lustiges. Etwas, dass ihr auf Eurer Reise erlebt habt.", forderte er ihn mit schwach klingender Stimme auf.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   17/4/2017, 8:30 pm

Samstag, 3. April 1480
Nacht

Ich kann nicht mehr nach Hause.“ In diesem Moment war Shane vollkommen aufrichtig. Er erwähnte das Warum in keinster Weise. Vielleicht würde sich Francis am nächsten Tag nicht einmal mehr daran erinnern. Shane hoffte, er würde es als Fiebertraum sehen, dass würde wohl die meisten Fragen am nächsten Tag ersparen. “Doch ich würde gewiss einen Weg finden, dass ihr zurück nach England kommt. Darüber mache ich mir jetzt allerdings keine Gedanken, da ihr überleben werdet.“ Der Dunkelhaarige legte etwas gereiztes in seine Stimme, als wäre er der Ansicht seines Cousin überdrüssig. Er wollte ganz einfach nicht zulassen, dass der Mann aufgab und nicht mehr kämpfte. Dann wäre es für Shane reichlich schwer, ihn am Leben zu erhalten. Die Finger überkreuzt sah er in das Gesicht des Verletzten. “Lustige Geschichten...“ Er schnaubte aus. “Denkt Ihr wirklich ich würde so etwas besitzen?“ Doch Shane machte sich gerade wirklich darüber Gedanken, ob er etwas zu erzählen hatte, dass ihn amüsieren könnte. Ihm gefiel zwar nicht die Aufforderung, die in den Worten lag, aber der Adelsmann sah darüber hinweg.
Auf der Schiffreise glaubten ein paar der Matrosen, sie müssten mich herausfordern. Sie sahen nur den reichen Mann in mir.“ Sein Blick fiel einen Moment auf den Dolch an seiner Seite. “Sie hatten mich beleidigt und der Kapitän hat nichts dagegen unternommen - weshalb ich mich selbst darum kümmern. Sie haben ziemlich interessante Gesichter gezogen, als ihre Kameraden ziemlich schnell zu Boden gingen. Ihr hättet Euch bestimmt amüsiert.“ Sein Blick wanderte zum Fenster und er sah eine Weile nach draußen. “Einer von ihnen war ein Feigling und griff mit dem Messer an, was er allerdings sehr bald sehr nah zwischen seinen Beinen liegen hatte. Er konnte von Glück sprechen, dass sein Posten auf dem Schiff wichtig war. Ich werde nicht gerne beleidigt und hinterrücks angegriffen.“ Wieder wandte er den Kopf zurück zu seinem Cousin. Ein leicht ironisches Lächeln umspielte seine Lippen. “Ansonsten war die Reise nicht gerade spannend. Es gab ein paar Unwetter und Lady hatte etwas mit der Hitze zu kämpfen - etwas mit dem die meisten Reisenden zu kämpfen haben.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   17/4/2017, 9:16 pm

Samstag, 3. April 1480
Nacht

Soweit es das Fieber zuliess, hörte er aufmerksam und sehr gespannt zu. Lady. Wer war das? Hatte Hannigan nicht gesagt, es gäbe keine Lady an seiner Seite? Wer war Lady dann? Müde drehte er den Kopf und blickte Shane an.
"Das ist nicht lustig, Hannigan.", sagte er sehr ehrlich. Vermutlich wusste Shane auch, dass er einfach eine Geschichte, einen Vorfall, erzählt hatte. Und nichts, worüber man hätte lachen können. Aber Francis gefiel es, dass Hannigan sich bemühte, etwas zu erzählen. Das war eigentlich das Amüsante an der Geschichte.
"Seid Ihr denn mehr als ein reicher Mann und Lebensretter?", fragte er und schloss kurz die Augen. Er hatte Kopfschmerzen. "Ich denke, dass mehr in Euch steckt und dass Ihr das auch ganz genau wisst, es aber nicht ausleben könnt. Oder auch nicht zugeben würdet."

Francis musste kämpfen. Etwas anderes blieb ihm nicht übrig. Shanes Worte, ganz gleich was er sagte, halfen Francis allerdings sehr. Er musste auf seine Aussagen antworten. Das lag in Francis' Natur. Stille dagegen hätte ihm wohl sehr zu schaffen gemacht.

"Aaah!", stöhnte er auf einmal auf und blickte in Hannigans leicht alarmiertes Gesicht. "Das Bett ist unbequem. Es ist viel zu weich.", sagte er. Sowas war er gar nicht gewohnt! "Hannigan, Ihr solltet Euch wirklich auch hinlegen. Ich kann morgen nicht den ganzen Tag auf Euch aufpassen während Ihr schlaft. So gern ich es auch tun würde."

Er lächelte kurz auf. Dann verlangte sein Körper wieder Ruhe. Francis konnte seine eigenen Grenzen nie einschätzen. Er musste es immer übertreiben. "... ich bin froh, dass Ihr da seid...", sprach er leise und seine Augenlider klappten dabei wieder müde zu. Er öffnete sie auch nicht wieder, da der Körper wieder Schlaf verlangte. Doch seine Atmung war etwas schneller und fliegender was am Fieber lag.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   18/4/2017, 10:21 am

Samstag, 3. April 1480
Nacht

Shane verzog das Gesicht, doch kurz blitzte sogar Belustigung in seinen Augen auf. “Ich hatte Euch gewarnt, dass ich nichts zu bieten habe, dass Euch amüsieren könnte.“ Natürlich gab es genauso ausgelassene Momente mit seinen Ordensbrüder und in seiner Jugendzeit auch hin und wieder ein Ale zu viel. Aber das lag bereits lange in seiner Vergangenheit und es waren Erinnerungen, die er wie einen Schatz hütete.
Ich bin weitaus mehr, Francis Bell. Aber für Euch reicht das, was Ihr wisst.“ Ob Francis nun wusste ob er Templer war oder nicht, oblag dem Söldner wohl selbst. Shane würde ihm dieses Wissen nicht frei heraus präsentieren, zumal er noch nicht so recht wusste, in welchem Zusammenhang der Angriff auf dem Keller angeführt worden war - noch wie sein Cousin zu dieser ganzen Sache stand. Ein leises Schnauben drang aus seiner Kehle. “Ich lebe so wie es mir als richtig erscheint. Dort gibt es keinen Platz für Sehnsüchte oder Wunschdenken.“ Mit einer kurzen Handbewegung unterstrich er seine Worte und fixierte den Mann im Bett. Eine Weile schien niemand mehr etwas zu sagen und Shane nutzte diesen Moment, um eine Weile an sein Elternhaus zu denken.
Als Francis einen Ausruf von sich gab, war der Adelige beinah aufgesprungen. Sein Ausdruck wurde finster und ein knurrender Laut erfüllte den Raum, nachdem er dessen Worte gehört hat. “Gebt Euch damit zufrieden.“, seufzte er aus und schloss die Augen. Was für ein unmöglicher Mann, dass doch war.
Ich komme schon zurecht.“, wies er das erneute Angebot ab. Zwar betrachtete er kurz die freie Seite des Bettes, wollte sich aber nicht dort hin bewegen. Shane besaß einen besseren Überblick, wenn er im Sessel blieb.
Shane konnte förmlich sehen, wie Francis Körper nach Ruhe verlangte und wenig später, schien der Mann auch schon zu schlafen. Die Worte die er zuvor noch ausgesprochen hatten, hallten in seinem Kopf noch lange nach. Er würde sich selbst belügen, würde er das Gefühl ignorieren, dass sich in seiner Brust ausgebreitet hatte. Es war der Stolz und auch der Triumph darüber ein Leben gerettet zu haben. Es war jener Teil seiner Wesensart, die sein Vater stets auszutreiben versucht hatte. Shanes Atem wurde tiefer und er schloss die Augen. Ihm viel es immer schwerer wach zu bleiben und langsam verlor auch das Knistern des Feuers seine Bedrohlichkeit. Sein Kopf sank langsam in den Nacken und sein Körper entspannte sich langsam auf seinem Platz. Francis würde ihn nicht im Schlaf angreifen können, waren die letzten Gedanken, welche ihn begleiteten bevor er schlussendlich einschlief. Es war das erste Mal seit seinem Aufbruch, das er so tief schlief, dass er nicht einmal die flüsternden Stimmen unter dem geöffneten Fenster hörte.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   19/4/2017, 10:12 am

Samstag, 3. April 1480
Nachts

Rund eine Stunde schlief Francis sehr tief und ruhig. Dann erwachte er erneut. Von den Stimmen vor dem geöffneten Fenster hatte er nichts mitbekommen. Und selbst wenn, er hätte sie nicht zu Freunden, Verbündeten oder Feinden zuordnen können. Das Fieber hatte seinen gesamten Körper zum glühen gebracht und Laken wie Bettdecke waren komplett nassgeschwitzt. Als er den Kopf leicht drehte und zu Shane hinüber sah, bemerkte er, dass dieser auf seinem Sessel eingeschlafen war.
Francis tat es ernsthaft leid, dass er ihn so auf Trab gehalten hatte und der Adelsmann jetzt in einer unbequemen Position schlafen musste.

Er drehte den Kopf weiter und blickte zu einem Tischchen auf dem die Wasserkaraffe und zwei Becher standen. Langsam streckte er den Arm aus, erreichte aber bei weitem nicht das Tischchen geschweige denn die Karaffe. Sein Blick ging wieder zu Shane. Doch dieser schlief und Francis hatte ein schlechtes Gefühl ihn wach zu machen. Er hatte ja wirklich schon viel von ihm verlangt.

Langsam und mit mühsamen Bewegungen schaffte er es schliesslich sich aufzusetzen. Er hielt die Luft an wann immer ihn die Schmerzen in die Knie zwingen wollten. Durch das helle Mondlicht konnte er auf den Verband blicken. Er war etwas gerötet aber das Blut schien nicht mehr hindurchgekommen zu sein. Und seine Hand war unbeweglich eingebunden gewesen. Sie schmerzte weniger und die in Mitleidenschaft gezogenen Bänder und Sehnen hatten sich wohl an die stabile Lage gewöhnt.
Er versuchte einen Schmerz-Seufzer zu unterdrücken was ihm aber kaum gelang als er aufstand. Er machte einen Schritt nach vorn und verlor sofort das Gleichgewicht.

Francis stürzte nach vorn gegen den Tisch, der polternd umfiel. Die Wasserkaraffe zerbrach scheppernd auf dem hölzernen Boden, die Becher kullerten herum und Francis lag stöhnend auf dem Boden. "Aaah..."

Für ein paar Sekunden war es in dieser ruhigen Nacht unglaublich laut geworden.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   20/4/2017, 12:40 pm


[central]Samstag, 3. April 1480
Nacht[/central]

Shanes Schlaf war traumlos aber dennoch etwas unruhig. Hin und wieder zuckten seine Finger oder sein Kopf legte sich auf die andere Seite. Die kühle Luft vom Fenster legte sich um seine nackte Brust, doch er fror nicht, da er kältere Temperaturen gewohnt war.
Ein plötzlich lautes Geräusch ließ den Adelsmann geschockt aufwachen. Etwas Panik flackerte in seinen Augen auf und in seiner rechten Hand hielt er den Dolch - bereit jeden Angreifer abzuwehren, der es gewagt hatte in den Raum zu kommen. Nur langsam klärte sich sein Bild und er begriff, das er eingeschlafen war und der Grund des Lärms war sein ungewollter Gast gewesen. Eine Weile betrachtete er die Scherben am Boden, bevor er sich erhob. “Ihr hättet mich wecken sollen.“, stieß er leise aus und ging neben dem Mann in die Knie. “Sieh nur was Ihr angerichtet habt.“ Anklagend zeigte er auf den Haufen und starrte ihm ins Gesicht. Der kurze Schlaf benebelte seine Sinne und Shane fuhr sich über das Gesicht um diese Trägheit abzuwerfen. Es fiel ihm schwer sich zu konzentrieren und so packte er seinen Cousin etwas grober bei den Schultern, um ihm hoch zu helfen. “Ihr macht es mir unglaublich schwer...“ Er sagte nicht in was oder für was, aber dennoch schienen die Worte einen Moment in der Luft zu hängen. Shanes Blick wanderte zur Sicherheit durch den Raum, aber niemand schien eingedrungen zu sein. Niemand. Der Templer versuchte sein rasendes Herz zu beruhigen und sein Gesicht war finster, gemischt mit Erschöpfung. Der Schlaf hatte es schlimmer gemacht und er verfluchte sich selbst dafür, dass er das zugelassen hatte. Er musste wachsam bleiben. “Was wolltet Ihr überhaupt tun?
Langsam hob er den Kopf und betrachtete wie Wasser über die Kante des Tisches lief und zu Boden tropfte. Plopp. Das leise Geräusch halte in seinen Ohren wieder. Unheilvoll wiederholte es sich immer wieder, bis Shane sich anwandte um Francis zurück ins Bett zu bugsieren. “Wenn Ihr noch einmal so etwas Dummes tut, werde ich Euch liegen lassen.“, knurrte er.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   24/4/2017, 12:05 am

Samstag, 3. April 1480
Nachts

"Mir ist so heiss.", keuchte er als Shane ihn hochgezogen hatte und zum Bett führte. "Es ist alles nass.", murmelte er weiter, wankte und schloss die Augen noch während er, festgehalten von Shane, neben ihm stand und kurz drohte, wieder umzukippen. Und doch schaffte er es mit der Hilfe von Shane sich aufs Bett zu setzen. Die feuchte Matratze, das duchgeschwitzte Laken, das Kopfkissen und sogar die Bettdecke ekelten ihn gerade zutiefst an. Francis war normalerweise nicht so sehr darauf bedacht, dass sein Schlafplatz sauber oder frisch war. Doch jetzt kamen ganz offensichtlich auch Gefühle zum Vorschein, die Francis durch seine Lebenserfahrung tief in sich vergraben musste. Er konnte also durchaus auch eitel sein. Doch diese Eigenschaft zeigte sich nur in Extremsituationen wie jetzt.

Francis konnte sich um Shane keine weiteren Gedanken mehr machen. Hätte Shane jetzt seinen Dolch an Francis' Hals gehalten, Francis hätte ihn nicht abwehren können.

Er sass nicht lange auf dem Bett. Sein Blick richtete sich noch einmal auf, er sah Shane mit einem fragenden und flehenden Blick an, sagte aber nichts mehr. Sein Körper war zu erschöpft und riss ihn zur Seite. Francis fiel wieder in Ohnmacht und sackte seitlich aufs Bett.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   26/4/2017, 12:56 pm

Samstag, 3. April 1480
Früher Morgen

Der Adelsmann schenkte Francis einen skeptischen Blick. Das Fieber musste ihm wohl nun alle Sinne vernebelt haben. Doch als er auf das Bett sah, musste er mit a gekräuselter Nase feststellen, das er recht hatte. Das Bett war durchnässt und es stank nach Schweiß und Blut. Es war alles andere als angenehm. Shane beobachtete den anderen Mann und hievte ihn trotzdem auf die Bettkante. Besser er saß in einem durchnässten Bett, als auf dem kalten Boden. Beides war nicht sehr zum Vorteil von Verletzungen und so biss er leicht in seine Unterlippe, um zu überlegen was er tun sollte. Er konnte schlecht ein neues Zimmer nehmen, auch wenn dieser Gedanke verlockend - in der Ausführung aber unmöglich war. Die Besitzerin war längst nicht mehr hier und er besaß nur den Schlüssel für dieses Zimmer.

Sein Blick kreuzte noch einmal den seinen Cousins und er wurde etwas ruckartig nach vorne gerissen, als dessen Körper nach hinten sackte. “Bell?“, fragte er in die Stille und schüttelte etwas die unverletzte Schulter des Söldners. Als er keine Antwort bekam legte sich Sorge auf sein Gesicht, hoffentlich würden sie bald Hilfe bekommen. Der Templer beugte sich dicht an Francis Gesicht heran und er seufzte erleichtert, als er heißen Atem auf seiner Wange spürte. Er lebte noch. Noch. Dieses Wort schien mit einem Mal viel an Bedeutung zu gewinnen.
Vorsichtig holte er die Decke hervor und legte sie auf den Verletzten. Auch wenn es ihn nicht gerade erfreute, den verschwitzten Stoff zwischen seinen Händen zu halten. Nachdem er ihn zugedeckt hatte, wusch er sich die Hände und trat an das offene Fenster heran. In der Ferne glaubte er bereits zu sehen, wie der Himmel langsam heller wurde. “Nicht mehr lange, Cousin.“, sagte er leise in die Nacht hinaus und wagte es die Augen kurz zu schließen. Hier konnte ihm keine Gefahr drohen... oder?

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   27/4/2017, 7:55 am

Samstag, 3. April 1480
Morgens nach Sonnenaufgang

Die Nacht war eine Qual gewesen. Das Fieber hatte Francis in den nächtlichen frühen Stunden des neuen Tages fest im Griff gehabt. Nach seinem Zwischenfall mit dem Tisch und der vergeblichen Suche nach Wasser war er so schwach gewesen, dass er tief und fest schlief und keinen Gedanken daran verschwendet hatte ob sich Shane Sorgen machte oder selbst wieder eingeschlafen war.

Nun stand die Sonne am Himmel und die Vögel zwitscherten, Tauben gurrten und es kam Leben auf die Strasse vor der Villa del Carvari. Und das Leben kehrte auch endlich wieder in Francis ein.
Als er die Augen öffnete, fühlte er sich wie neugeboren. Das Fieber war gesunken und er spürte keine Schmerzen solange er sich nicht heftig bewegte. Sein Blick ging suchend nach Shane umher. "Hannigan.", murmelte er noch etwas desorientiert und leise. Er kannte das Zimmer nicht. Als er gestern hergebracht wurde, war er mit sich selbst und Hannigan beschäftigt und hatte sich nicht umgesehen. Nun erkannte er, dass der Raum von edler Qualität war. Was für ein Glück Francis doch hatte.
"Hannigan!", wiederholte er jetzt laut und mit fester Stimme und versuchte dabei die Bettdecke von sich wegzuziehen. Er hatte dafür ja nur eine brauchbare Hand und auch die durfte er nur soweit bewegen bis sich seine Verletzung darunter an seiner Seite in einem stechenden Schmerz bemerkbar machte.

In Francis' Augen brannte wieder das ursprüngliche Feuer aus Lebenswille und alle Facetten der freudvollen Sünden, denen Francis bisher unterlegen gewesen war. Sein Körper dagegen sah ziemlich malträtiert aus und eine Visite bei einem Arzt war nach wie vor nötig.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   27/4/2017, 9:15 pm

Samstag, 3. April 1480
Morgens nach Sonnenaufgang

Die restliche Nacht hatte Shane vor dem Fenster und später in seinem Stuhl verbracht. Den er nur dann verlassen hatte, um Kleinigkeiten zu erledigen. Da er nicht zulassen wollte, dass er erneut einschlief, hatte er begonnen etwas in dämmrigen Licht zu lesen. Sein Nacken war steif und der Kopf schmerzte erneut, als die ersten Sonnenstrahlen durch Fenster fielen. Da er etwas übermüdet war, war auch seine Laune nicht gerade bestens.
Der plötzliche Laut der die Stille zerriss, holte ihn aus der Geschichte zurück, in der er sich gerade befand. Ein Stich in seine Schläfen, ließen ihn die Augen schließen und das Gesicht verziehen. Der Adelsmann rührte sich nicht und wollte die Seite noch beenden. Allerdings kam er nicht weit, denn erneut ertönte sein Name und mit einem lauten Knall krachten die Seiten des Buches aufeinander und er hob den Kopf. “Ich habe Euch bereits das erste Mal gehört, Bell.“ Seine Stimme war tief von unterdrückten Zorn, darüber das er ihn rief wie einen Hund. Als würde er schwanz wedelnd und freudig auf ihn zulaufen, nur da er wach war?
Seine Hand umklammerte den Umschlag des Buches und er war kurz und dran es nach seinem Cousin zu werfen. Seine Hand zuckte sogar in diese Richtung, aber noch blieb er mit überkreuzten Beinen im Sessel sitzteb und sah zum Bett hinüber. “Ihr scheint überlebt zu haben. Das schlimmste ist überstanden, allerdings werdet Ihr nicht an einem Arzt vorbei kommen.
So sehr er auch genervt und wütend auf den Söldner war, ein wenig durchströmte ihn doch die Erleichterung darüber, dass Francis überlebt hatte - vorerst.  “Seid Ihr auch fähig etwas anderes als meinen Namen zu nennen? Oder hat das Fieber Euren Verstand zunichte gemacht?“, fragte er nach und griff nach dem frischen Krug Wasser, den man ihn vor einer Stunde gebracht hatte, nachdem er eine Dienerin erwischt hatte, die sich auf den Fluren befunden hatte. Ebenso waren die Scherben und seine blutige Kleidung verschwunden. Shane selbst trug ein frisches Hemd, das man ihn gebracht hatte und im italienischen Stil gehalten war - es war nicht auf ihn zugeschnitten, doch es würde reichen, bis seine andere Gewandung fertig war. Shane benezte seine Lippen mit dem Wasser im Becher und beobachtete dabei die Versuche seinen Cousins, sich aus dem Bett zu befreien. “Ihr solltet aufhören Euch zu bewegen.“, befahl er und legte das Buch in seinen Schoß. “Oder soll ich Euch wieder zurück befördern?

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   28/4/2017, 1:26 pm

Samstag, 3. April 1480
Morgens

Natürlich war Francis davon überzeugt gewesen, dass Shane sich über sein Erwachen und Überleben sehr freute und ihm einen Guten Morgen wünschte. Stattdessen sprach er in einem etwas gereizten Ton mit ihm. Das war für Francis Beweis genug, dass Shane die ganze Nacht um sein Leben gebangt hatte. Shane war ein wirklich toller Kerl. Er versteckte seine sanfte Seite vor Francis um ihm das Gefühl zu geben, alles werde gut. Diese Gedankengänge erhellten Francis' Gemüt noch mehr.
"Oh, Hannigan, mein Verstand ist so klar wie noch nie.", sagte er und grinste dabei auf. Er hörte auch auf sich aus dem Bett herauszustrampeln als Shane ihn darauf hinwies.

"Gibt es Frühstück? Oder Wasser? Und wann kommt der Arzt?", fragte er. Durst hatte er, er war ja schon in der Nacht deshalb aufgestanden und er wusste nicht wie oft er zwischendurch noch wach geworden war und ob Shane ihm etwas Wasser gegeben hatte.
"Und könntet Ihr mir aufhelfen? Ich muss mal.", sagte er und sah ihn an. Wieder lag diese Selbstverständlichkeit in seinem Blick. Aber nicht in der Form einer Ausnutzung sondern in Form von Freundschaft. Alles, was Shane tat, wie er sich gab, bewegte, wie er sprach und reagierte, münzte Francis darauf, dass Shane mit seinen Gefühlen einfach nicht gut umgehen konnte und ihm so durch die Blume mitteilte, dass er Francis eigentlich sehr nett fand.

Und vermutlich ahnte Hannigan bereits, dass er bei Francis tiefstes Vertrauen geweckt hatte.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   28/4/2017, 7:49 pm

Samstag, 3. April 1480
Morgens

Auf die Worte des Söldners hin, kniff Shane die Augen zusammen und seine Augenbraue schnellte nach oben. „Ich weiß nicht ob es mich freuen sollte, Euch bei klarem Verstand vorzufinden. Ihr wart mir um einiges lieber, als ihr nicht so vorlaut wart.“ Die Augen verdrehend, legte er das Buch nun ganz zur Seite, auch wenn er es kurz in der Hand wiegte und noch einmal darüber nachdachte es zu werfen.  Es wäre bestimmt ein sehr befriedigendes Gefühl, doch der Adelsmann hielt sich doch strickt zurück. Er wollte Francis nicht die Genugtuung geben, ihn aus der Ruhe gebracht zu haben. Selbst wenn der Mann wirklich gut darin war und es vielleicht irgendwann – wenn nicht sogar in den nächsten Sekunden – dennoch schaffen würde.
Ich habe bereits nach einem Arzt rufen lassen, der vertrauenswürdig ist und sein Handwerk versteht. Er sollte bald eintreffen. „ Shane hatte sich nun aufgerichtet und strich sich ein paar Falten am Hemd glatt, bevor er zu seinem ungewollten Patienten im Bett sah. Er bereute es nicht, seinen Cousin gerettet zu haben – aber er warum musste er nur solch eine schlechte Erziehung besitzen?
Frühstück gibt es erst, wenn der Arzt hier war.“ Mehr gab es nicht mehr zu diesem Thema zu sagen. Francis musste sich damit abfinden und wenn nicht, war es nicht Shanes Problem. „Wasser befindet sich neben Euch. Bedient Euch selbst, ich bin nicht Euer Diener.“ Bei den Worten verzog sich leicht sein Gesicht und er trat an das Bett heran, um noch ein letztes Mal den Verband zu kontrollieren. Er hatte leicht genässt, doch sonst schien er in Ordnung zu sein.  
Shane zog laut die Luft ein und erstarrte zu einer Säule. Zuerst erwiderte er nichts, doch dann verfluchte er Francis auf Spanisch, bevor er näher zu ihm trat um ihm aufzuhelfen. Sobald er wieder gesund genug war, würde er keinen Finger mehr für diesen Tölpel rühren. „Noch ein Wort und ich lasse Euch einfach los.“, warnte er ihn, während er dem anderen aufhalf. In der Ecke stand die Nachtschüssel, auf die er nun zusteuerte.

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