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 Villa del Carvari

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AutorNachricht
Shane Hannigan
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Besonderheiten: Wunden an der linken Wange und Hüfte; ebenso am rechtem Bein; braucht einen Gehstock
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   17/7/2017, 8:40 pm

Shane zögerte und seine Hand schwebte für einen Moment über der Klinke. Doch schlusssendlich seufzte er aus, füllte Luft in seine Lungen und trat in den Raum. Nur das leise Zischen der Türe verkündete seine Rückkehr.  Anders als erwartet, befand sich Francis sogar außerhalb des Bettes. Der Templer hatte eigentlich erwartet, dass sein Cousin wieder eingeschlafen war. Es war eine angenehme Überraschung gewesen - weniger erfreulich allerdings sein flegelhaftes Benehmen. Einen Moment lang blieb er einfach nur erstarrt in der Nähe der Türe stehen und Shane war kurz davor einfach den Raum wieder zu verlassen. Nicht aus Flucht vor dem lästigen Verhalten, sondern mehr um aufzuzeigen, dass er sich so keine Freunde machte und gewiss nicht seine Zuneigung gewann. Doch anstatt einfach umzukehren, wurde sein Blick nur finster und die Lippen waren zu einer strickten Linie geformt. Selbst wenn es durchaus amüsant anzusehen war, siegte die innere Ruhe.
Shane löste die Finger vom Griff und trat näher heran. Kurz ließ er den Blick zum Verband gleiten, doch er sah noch immer recht stabil aus und der Arzt sollte ihn noch einmal frisch verbinden. “Prachtkerl?“ Ein Schnauben folgte dem Wort. “Ihr erinnert an einen Bettler, dem man die Kleider gestohlen hat und Eure Männlichkeit wird diese Tatsache nicht ändern.“ Im Gegensatz zu Francis klang seine Stimme dunkler und während die Worte des anderen von einem Grinsen begleitet wurden, hob Shane nur ein wenig die Augenbrauen. Nein, unter Prachtkerl verstand er etwas anderes. Mit schnellen Schritten marschierte er an dem Blonden vorbei und trat zur Wasserschüssel. Neben dem Wasser befanden sich trockene Handtücher und er griff nach einem, um es Francis zu reichen. “Das Bad befindet sich einen Stock tiefer.“
Leichte Unruhe erfasste ihn, während er daran dachte, dass es ein langer Weg bis nach unten war und man sie jederzeit sehen konnte. Allerdings schien die Villa kaum einen anderen Gast zu besitzen. Er hatte bisher niemand anderes angetroffen und die Mägde hatten ihre Aufgaben ohne Unterbrechungen erledigt. Wenn sie Glück hatten, andere Fremde schon längst in der Stadt sein. “Ihr sprecht kein Wort, bis wir den Raum erreicht haben oder Euer Wasser wird kalt bleiben.“ Nachdem er das Handtuch los gelassen hatte, wartete er mit etwas Abstand auf den Mann und wiederholte noch einmal seinen Befehl. “Kein Wort.“ Zu einem wollte Shane dadurch verhindern von anderen gehört zu werden und zum anderen, musste Francis auch mal lernen, dass es gut tun konnte nichts zu sagen. Denn wenn die Lippen verstummt waren, konnte man seine Gedanken besser ordnen und viel mit eher mit dem Verstand handeln. Außerdem würde es ihm zeigen, wie weit der Söldner bereit war seinen Worten zu folgen.

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Zuletzt von Shane Hannigan am 18/7/2017, 12:10 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   18/7/2017, 10:52 am

Shane Hannigan / Francis Bell

Francis lachte über Shanes Aussagen, dass er nicht an einen Prachtkerl erinnere sondern an einen Bettler. Das war erheiternd und Francis fand heraus, dass sogar Shane Witze machen konnte. Er war wirklich ein toller Typ.
"Hey, Hannigan, Ihr bringt mich wirklich oft zum lachen.", grinste er und nahm das Handtuch entgegen. "Danke.", sagte er gutgelaunt und blickte ihn dann an. Aufmerksam hörte er ihm zu. Kein Wort zu sagen war schwer für Francis. Er sprach immer. Aber Shane war es ernst und so nickte Francis schliesslich und fügte sich dem Befehl.

Als sie das Zimmer verliessen, beobachtete Francis Shane weiter. Wie er den Flur absuchte, umherblickte und angestrengt nach Geräuschen lauschte. Francis folgte ihm etwas verwundert über diese Vorsichtsmassnahme, die Shane walten liess, und stoppte, wenn auch der Adelsmann stoppte. Zudem hielt Francis sein Versprechen und sagte kein Wort. Dafür sprach sein Gesicht umso mehr. Francis verbarg seine Gefühle und Gedanken nicht und jede einzelne Regung war in seinem Gesicht abzulesen. Wann immer Shane mal kurz zu ihm sah, lächelte Francis ihn gutgelaunt an bevor er ihm wieder fragend folgte und Schritt hielt. Der Flur war ruhig aber in einem anderen Zimmer hörte man ein paar Geräusche. Ein weiterer Gast war also ebenfalls in der Villa. Das beunruhigte Francis überhaupt nicht.

Als sie das Bad erreichten, blickte er sich neugierig um. Bäder waren immer unten installiert damit man das Wasser in einer im Boden eingelassenen Rinne oder Abfluss ablassen konnte. Ärmere Badehäuser mussten das Wasser von Hand mit Eimern abschöpfen. Luxuriösere Bäder hatten Bäderinnen, die auch kleinere Massagen anboten oder Heilkuren machten. Aber die meisten Männer hielten von Wellness nichts und wollten nur baden und vielleicht eine Nackenmassage. In dieser Villa gab es aber nur einen Badezuber mit einem Feuer im Kamin, auf dem das Wasser erhitzt wurde.
"Der Bottich ist etwas zu klein für uns beide, Hannigan.", bemerkte Francis und zeigte mit dem Zeigefinger darauf.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   18/7/2017, 7:15 pm

Shane hatte keinen Witz gemacht und dennoch ertönte Francis gelächter. Für den Bruchteil einer Sekunde schloss er die Augen und schluckte das Seufzen hinunter, dass sich erneut in seiner Kehle anbahnte. Viel zu oft entlockte Francis ihm diesen Laut, der eher ein Zeichen von Unmut, als Verzweiflung war. Fürs erste ging er auf die Worte nicht ein. Es hätte wohl keinen Sinn ihm aufzuklären, dass es durchaus nicht im Scherz gemeint war. Er sah wirklich aus, als wäre er einfach seiner Kleider beraubt worden, nachdem man ihn verletzt hatte. Wenigsten schien er sich seinem Befehl zu beugen, kein Wort zu sprechen - es würde sich herausstellen ob er sich auch daran hielt. “Gehen wir.“ Nachdem Francis sich das Handtuch um die Hüften geschlungen hatte, trat er auf den Gang hinaus.
Angespannt folgte er dem Weg entlang zur Treppe und lauschte nach Schritten oder anderen verräterischen Geräuschen. Manches Mal hielt er inne, wenn ihn seine Sinne täuschten, um sich kurz darauf wieder in Bewegung zu setzten. Mit jeder weiteren Pause spannten sich seine Gesichtszüge mehr an, bis sie einen finsteren Ausdruck annahmen. Selbst als er den Kopf zurück zu Francis drehte, und ihm dessen fröhliches Gesicht entgegen strahlte, lockerte er nicht seine Muskeln. Wenigsten sagte der andere nichts. Wie er versprochen hatte, blieb er stumm, selbst als ein Geräusch aus einem der Zimmer ertönte. Eine schlechte Nachricht für Shane - sie waren nicht allein. Er würde nun noch besser darauf achten, dass niemand mehr erfuhr das er hier war und besonders nicht mit wem. Die Treppe nehmend, hallten seine Schritte dumpf wieder. Ein unvermeidbares Geräusch seinerseits.
Sobald sich die Türe in seinem Rücken schloss, entspannten sich die Schultermuskeln ein wenig und sein Blick fiel durch den Raum. Es war ein kleines Bad im Gegensatz zum Prunk der restlichen Villa. “Ich habe nicht vor mit Euch gemeinsam zu baden.“ Shane schenkte Francis nur einen kurzen Seitenblick. “Zudem wird Eure Wanne nur halbvoll sein.“ Das eine Wunde nicht einfach nass werden sollte, hatte ihm einst ein Arzt erklärt. Er hatte diese Warnung nicht vergessen. “Ich nehme an, dass ist Euch selbst bewusst.“ Sein eigenes Bad würde er dann nehmen, wenn er seine Ruhe hatte und Francis zurück in der Obhut des Zimmers war.
Shane verstummte wieder, als eine Magd in den Raum trat. Nach einem kurzen Knicks machte sie sich daran machte die Badezuber mit dem erhitzten Wasser zu füllen.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   18/7/2017, 11:04 pm

Shane Hannigan / Francis Bell

Francis trat schweigend zur Seite als die Magd kam und das heisse Wasser in den Bottich füllte. Diese junge Frau war gestern schon im Zimmer gewesen um ein paar Aufgaben zu verrichten. Unter anderem hatte sie auch das blutige Bett frisch bezogen und das Zimmer bestimmt wieder neu hergerichtet. Sie war die einzige, die ihnen gefährlich werden konnte. Aber offenbar hatte die Magd gar keine Lust, Shane oder Francis zu hinterfragen. Sie tat was ihr aufgetragen wurde und versuchte sogar Francis' Blick auszuweichen. Was hatte Shane der jungen Frau erzählt? Dass Francis einen bösen Blick hatte? Shane war wirklich gerissen.

Als alles zu Shanes Zufriedenheit ausgeführt wurde und die Magd das Bad wieder verliess, sah er Shane an. "Dann werde ich mal mein Bad nehmen.", grinste er. Ob Shane hier bleiben würde? Francis hoffte es. Das Badezimmer war zwar schon angenehm aber allein sein wollte Francis auch nicht. "Ich freue mich auf eine Nackenmassage von Euch.", sagte er und legte das Handtuch auf einen Hocker. "Fangt am besten links an, da bin ich furchtbar verspannt."

Francis hielt sich mit der gesunden Hand fest, stieg in den Bottich und ging dann langsam in die Hocke. Er hatte das Gefühl, dass es ruhig noch etwas mehr Wasser hätte haben können. Die Wunde lag höher als der Wasserpegel im Bottich. Auch als er sich ganz hinsetzte war es so. Francis mochte diese Bäder nicht. Wenn, dann musste der Bottich heiss und gefüllt sein. So diente das Wasser wirklich nur für die Säuberung und weniger für die Entspannung. "Uh! Hoffentlich geh ich nicht unter! Es ist ganz schön tief.", scherzte er.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   19/7/2017, 7:20 pm

Shane beobachtete jeden Schritt den die Magd machte. Ihm entging keine Regung die in ihrem Gesicht vollzogen wurde. Doch wie versprochen, kümmerte sie sich um das Wasser und verschwand mit einem Knicks. Shanes Blick traf kurz den Ihren und seine Finger deuteten kaum merklich auf das Schwert an seiner Seite. Den Kopf senkend verschwand das junge Mädchen ganz. Shane war kein grausamer Mann, doch er bediente sich gern an Worten. Sie konnten oft mehr anrichten, als ein gezogenes Schwert.
Wieder mit Francis alleine drehte er den Kopf zu ihm und sein Mund wurde schmal. “Deshalb sind wir hier, Bell.“ Mit der offenen Handfläche schlug er dem Söldner gegen den Hinterkopf. “Genug damit.“, stieß er mit kaltem Blick aus. “Ihr solltet lernen welche Wortwahl Ihr gegenüber anderen wählt. Ihr mögt solche Wünsche zu einer Magd sagen oder einem Knecht. Doch nicht gegenüber dem Adel, noch jemanden der höher steht als Ihr.“ Shane zog seine Hand zurück und trat zu einer Schüssel. Er wusch sich die Hände, bevor er sich in der Nähe der Türe positionierte und die Arme vor dem Bauch verschränkte. Seine Hände umfassten die Ellbogen, aber nur locker, sodass er jederzeit an sein Schwert kommen konnte. Für einen Moment erinnerte er an eines der vielen Gemälde an den Wänden, während er erstarrt dastand und den Blick auf Francis gerichtet hatte. Abwartend, dass dieser in die Zuber stieg.
Nur kurz drehte er den Kopf zur Seite und lauschte angestrengt nach möglichen Schritten. Nichts war zu hören und so richtete er den Blick zurück auf seinen Cousin. “Ich würde Euch zutrauen, dass Ihr sogar darin ertrinken würdet.“ So wie sich der Mann aufführte würde es ihn wirklich nicht mehr wundern. “Beklagt Euch nicht. Das Wasser hätte auch kalt sein können.“ Hätte er auf dem Gang gesprochen, hätte Shane dabei keine Gnade gekannt - er hätte in diesem Fall nicht einmal Mitgefühl empfunden. “Lasst Euch nicht zu viel Zeit. Ein Arzt erwartet Euch, sobald Ihr Euch gewaschen habt.“

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   26/7/2017, 11:02 pm

Shane Hannigan / Francis Bell

Aus ihm unerfindlichen Gründen vermisste Francis etwas in diesem seichten Bad. Etwas, was er befingern konnte. Etwas, dass das Bad spassiger machte. Er dachte an Wasservögel, an Enten. Keine echten Enten. Vielleicht eine geschnitzte und hübsch bemalte Holzente, die auf der Oberfläche schwimmen und mit der man spielen konnte. Denn wenn Francis ein Bad nahm, dann war er meist nicht allein im Wasser oder teilte den Raum mit anderen badenden Männern, mit denen man sich über Hinz und Kunz unterhalten konnte. Raubeinige Kerle, die sich über die Mägde amüsierten, den Stinkefinger der Könige dieser Welt zeigen konnten ohne dafür aufgeknüpft zu werden oder die ganz einfach ein ähnliches Vokabular wie Francis hatten. Beim Gedanken daran, die Holzente könnte sogar einen Schnatterlaut von sich geben, grinste Francis amüsiert auf.

Nach einer Weile sah er jedoch wieder zu Shane. Dessen Kopfpatscher vorhin nahm er ihm nicht übel. Die Geste war sehr kameradschaftlich gemeint. Nur war Shane nicht immer redetüchtig und erst als er sagte, auf Francis warte ein Arzt, wurde Francis etwas unruhig. "Der gleiche Arzt von gestern?", fragte er. Er hoffte es. Dieser Mann wusste was er tat und verstand sein Handwerk. Auch wenn ihm dieses Schmerzmittel hin und wieder Rätsel aufgab wie diese enorme Latte, die er gestern so lange hatte bis er sich Abhilfe verschaffen konnte. Shane würde ihm den Penis mit Sicherheit abreissen, würde Francis (wenn auch unfreiwillig) in seiner Gegenwart unvermittelt diese Reaktion zeigen.

Während er auf Shanes Antwort wartete und ihn nicht weiter ansah um Shane dazu zu bringen, ihm zu antworten statt nur zu nicken oder den Kopf zu schütteln, öffnete er den Verband. "Könntet Ihr mir helfen? Der Verband muss weg wenn er später erneuert wird. Zudem will ich mich gerne waschen.", erklärte er und sah jetzt doch zu seinem Cousin auf. "Bitte.", murmelte er und sah ihn tatsächlich hilfesuchend an.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   27/7/2017, 8:37 pm

Shanes Mund war geschlossen und sein Blick schien in Francis Richtung gelenkt zu sein, doch seine Aufmerksamkeit lag nicht auf dem blonden Mann in der Zuber.  Die Hände vor dem Bauch, sah er zu dem mit Samt verhängten Fenstern. Das Fenster diente wohl dazu, dass man den Gestank von Dreck und Schweiß auslüften konnte, der sich meist mit jenem Duft von Seife vermischte. Derzeit überwiegte jedoch der Geruch nach unbekannten Kräutern - der in der Nase des Adeligens nicht wohltuend aber weitaus besser war, als dass  was sonst von Francis ausging.  Den Hinterkopf leicht gegen die Wand gelehnt, hob er nun den Blick und betrachtete auch hier die Ornamente die sich über die Decke zogen.  Hin und wieder vermischte sich das Geräusch von bewegendem Wasser in seine Gedanken, die kurz zu jener Erinnerung schweifte, die er tunlichst vermieden hatte. Der Anblick des Bades hatte ihn an das Zimmer der Rosa Colta erinnert, zusammen mit dem Bild einer jungen Frau.
Um seinen eigenen Kopf davon los zu werden, blinzelte er ein paar Mal und löste die starre Haltung, um sich kurz über das Gesicht zu wischen, als wollte er eine lästige Fliege verjagen. „Ja. Es wäre nicht schlau einen anderen zu wählen.“ Zudem war er sich dessen Bestechlichkeit sicher. Shanes graue Augen lagen nun wachsam auf den Gesichtszügen seines Cousins , der jedoch den Blick abgewandt hatte. Er sah nur das Profil, das von fettigem Haar umrahmt umrahmt wurde. Der Stoff seiner Kleidung raschelte einen Moment, während sich der Templer von seiner Position löste und ein paar Schritte auf Francis zumachte. „Daran hättet Ihr auch zuvor denken können.“ In wenigen Atemzügen hatte er den Abstand verringert, bis er kurz vor der Wanne zum stehen kam. Wachsam glitt sein Blick zum Verband, an dem Francis gerade handierte.  „Haltet ein! Ihr reißt Euch die Wunde auf, wenn Ihr so weiter macht. Hat man Euch den gar nichts beigebracht?“ Sein Ton wirkte scharf und war schlug die Hand des Söldners weg. Das Gesicht von Unmut verzogen, ging er kurz in die Knie und beugte sich über den Zuber, um den Stoff zu lösen. Vorsichtig wickelte er den leicht verfärbten Verband vom Oberkörper von Francis.  Als er bei der Wunde ankam, wurde er noch langsamer um die leichte Kruste nicht wieder aufzureißen, die sich über die Verletzung gebildet hatte. In keinen seiner Züge lag Freude über diese Arbeit, noch darüber das er sich hatte hinunter beugen müssen und so stand er Augenblicklich wieder aufrecht, nachdem die Verletzung frei gelegt worden war. „Beeilt Euch.“

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   27/7/2017, 10:24 pm

Shane Hannigan / Francis Bell

Irritiert starrte er auf seinen blutig verkrusteten Oberkörper, den Shane langsam und mit grösster Vorsicht vom Verband erlöste. Die Wunde wurde noch immer von der festen Naht, die der Doktor ihm gestern genäht hatte, gehalten. Nur dazwischen hatte es etwas durchgeblutet. Francis hatte damit gerechnet, dass diese Stellen noch ein paar Tage weiterbluten würden. Aber dass Shane nun mit so viel Fürsorge und Vorsicht handelte, überraschte ihn schon. Als der Verband beseitigt und Shane wieder zurückgetreten war, blickte Francis ihn mit einem leicht fragenden Blick an. "Danke.", sagte er. Francis wunderte sich über die Dringlichkeit in Shanes Worten, er solle sich beeilen. Es klang nicht so als wäre Francis langsam - er hatte ja noch nicht einmal mit dem Säubern begonnen - es klang viel mehr danach, dass Shane nicht lange im Waschraum verweilen wollte.

"Sind wir in Gefahr?", fragte er und wusch seine Brust mit der gesunden Hand und einem Baumwolllappen ab. "Oder erinnert Ihr Euch an etwas, was Euch in einem Baderaum zugestossen ist?", wollte er weiter wissen. Und erst sein dritter Gedanke ging in die Richtung der Wahrheit. "... Ihr müsst es so treiben, dass das Wasser überschwappt oder Ihr das Gefühl bekommt, in einem kochenden Bottich zu sitzen während sie Euch reitet.", gibt Tipps, grinst und säubert sich weiter. Er weiss nicht ob er richtig liegt. Aber vorhin selbst hatte Francis ja noch an die Mägde in anderen Badestuben gedacht. "Wenn sie Euren Namen schreit vor Lust, dann ist das noch besser. Manchen Frauen muss man aber sagen, dass sie es tun sollen. Manche verlangen dafür sogar noch mehr Geld!"
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   29/7/2017, 12:23 pm

Shane war nicht so fürsorglich der Freundlichkeit willens, sondern da er wusste wie schmerzhaft eine falsche Bewegung sein konnte, wenn man den Verband nicht richtig oder nur grob entfernte. Der Templer wünschte niemanden diese Qual, nicht einmal dem größten Feind.  Auf Francis fragenden Blick antwortete er nicht. Viel eher war sein Gesicht unleserlich wie die meiste Zeit. Sein Cousin hatte ihn schon so manches Mal aus der Reserve gelockt und umso fester hatte er nun die Ketten um seine Gefühle gelegt. Nachdem der Verband los gemacht war, warf er das Stück Stoff in einen Schüssel die leer im Raum stand. Sie befand sich am anderen Ende des Raumes und so hatte er dem Söldner halb den Rücken zugekehrt.
Schweigend nahm er sein Danke zu Kenntnis und auch bei den nächsten Worten des anderen, blieb sein Mund zuerst versiegelt. An allen drei schien ein Funken Wahrheit zu stecken. “Es ist nur reine Vorsicht.“, antwortete er schlussendlich. “Immerhin werden die Wachen noch wachsam sein.“ Die Stiefel klackten an den Fersen aneinander, als er sich umdrehte und die Arme im Rücken zusammenfasste. Von der Miene die Francis letzten Worte in seinem Gesicht ausgelöst hatten, war, nichts mehr zu erkennen. Nur in seinen Augen lag ein verräterisches Funkeln, das man nur schwer verbergen konnte. Shane neigte den Kopf leicht zur Seite und schüttelte kaum merklich den Kopf. “Sind Eure Gedanken denn nur von Lust Eurer erfüllt?“ Die Frage war vollkommen ernst gestellt. So oft wie der Blonde von den Frauen oder auch von Männer sprach, schien er seinen Trieben wirklich verfallen zu sein. Ein Schwachpunkt der einem durchaus den Kopf kosten konnte, wenn man nicht aufpasste.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   31/7/2017, 12:45 am

Shane Hannigan / Francis Bell

"Ich liebe das Leben, Hannigan!", antwortete er gutgelaunt und grinste ihn mit einem offenen Blick an. "Meine Gedanken sind frei. Deshalb kann ich denken was ich will und so oft ich will.", erklärte er und begann zu lachen. "Aber eigentlich sind Gespräche über die Lust und die Liebe nur dazu da, den anderen die Schamesröte ins Gesicht zu treiben oder zu entwaffnen. Ihr seid da ein echt harter Brocken!", grinste er anerkennend und plätscherte fröhlich weiter.

Er wollte nun auch wieder richtig sauber werden und er fühlte sich schon frischer als noch vor wenigen Minuten. "Hey, Hannigan, könnt Ihr mit einen Eimer Wasser über den Kopf leeren? Ich beug ihn nach vorn, dann rinnt nicht soviel in die Wunde. Oder soll ich erst aus dem Bottich und nur den Kopf darüberhalten? Könntet Ihr dann das Haar auch durchkneten? Das geht mit zwei Händen besser als mit einer. Ich habe Angst vor Läusen. Und Flöhen.", sagte er und blickte ihn bittend an. Francis wollte wirklich keine Läuse haben. Und auch keine Flöhe. Von Syphilis und anderen Geschlechtskrankheiten hatte er jedoch keine Ahnung und keiner wusste, was er davon schon alles hatte.

"Oh Hannigan, oh Hannigan, nun seid Ihr mit Waschen dran! Ins Haar hinein, dann ist es rein, oh Hannigan, oh Hannigan, massiert das Haupt so richtig gut, dann schenke ich Euch einen neuen Hut!", reimte er und sang es Shane vor während er mit dem Lappen im Wasser spielte und es plätschern liess. "Mit nem' neuen Hut, verliert Ihr zunehmend Eure Wut, dann seid Ihr bald ganz fein, wie ein kleines Lämmelein. Ihr werdet finden eine Frau, fordert sie auf zu einem Tanz und zeigt ihr später Euren harten... Kern.", sein Blick glitt wieder vorsichtig (und auch frech) zu Shane. "Sie wird Euch küssen und auch necken und Eure prallen ... lecken. - Ich hör schon auf! Schlagt mich nicht!", maulte er auf bevor Shane es auch nur andeuten konnte.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   31/7/2017, 8:39 pm

Die Augenbraue des Adelsmannes hob sich kurz. „Ihr hattet bereits erwähnt, dass ihr das Leben liebt, Bell.“ Aber er schien alles andere dafür zu tun, es auch zu halten. Diesen Gedanken sprach er jedoch nicht aus und stieß nur leicht die Luft aus. „Es erscheint mir nicht dasselbe zu sein, nur zu denken oder seine Gedanken ebenso laut auszusprechen.“ Es endete selten gut, wenn man anderen Mitteilte was man wirklich dachte - besonders wenn man sich durch die Reihen des Adels bewegte. Den Kopf ein wenig zur Seite geneigt sah er seinen Cousin ruhig an. Er blinzelte leicht, bevor er ohne Hast seine nächsten Worte wählte. „Wenn man sich wegen solch belanglosem Geschwätz aus der Ruhe bringen lässt oder seine Schwäche zeigt, besitzt nicht wirklich viel Ordnung in seinem Leben.“ Für einen Moment sah er über seinen Rücken, bevor er zu einen der Stühle trat und sich darauf niederließ. „Oder zu wenig Verstand.“ Shane hatte nie verstanden, warum sich die Menschen über dieses Thema sogar schämten. Jeder spürte die Lust und auch ein fast jeder gab sich ihr hin.
Eine Weile beobachtete er den Mann in der Zuber und hörte das plätschern des Wassern und hin und wieder auch seine eigene Atemzüge. Ein Ohr behielt er jedoch immer aufmerksam zur Türe gerichtet.
Ein entrüstetes Geräusch folgte auf die Worte von Francis. Er würde ihm bestimmt nicht die Haare kneten. Den Eimer konnte er vielleicht haben, doch die Dienste einer Magd vollführen? „Ihr habt es auch geschafft mit einer Hand eine Frau zu beglücken, da werdet Ihr es wohl schaffen auch Euer Haar zu waschen.“ Trotz des vorherigen Lautes, blieb seine Stimme ohne jeglichen Zorn. Er hatte sich langsam an die unverschämte Art gewöhnt und musste einsehen, dass es noch ein weiter weg war, um Bell die Ordnung zu zeigen, die ein gutes Leben mit sich bringen konnte.
Allerdings bedeutete es nicht, dass Shane sehr erfreut über das Lied war, das sein Cousin gerade in seinem Bad reimte und sang, zusammen mit dem noch immer plätschernden Wasser. Das Kiefer aufeinander gepresst, erhob er sich wieder und trat zu jener Stelle, an der sich noch Eimer mit Wasser befanden. Doch anstatt sich jenem Eimer zu bedienen, der über dem Feuer hing, nahm er jenen der am weitesten davon entfernt war. Seine Finger umfassten den Henkel so fest, dass die Knöchel beinahe schon schmerzten. Als Francis den Blick hob, sah er zurück in dessen Gesicht nur seine Züge von Gram erfüllt. Doch bevor er auch nur ein Wort sagen konnte, schien sein Cousin ein wenig Vernunft zu erhalten und hörte auf. „Gut. Beugt Euch vor.“, befahl er knapp und als er sicher war, dass er die Wunde nicht mehr treffen würde, schüttete er ohne Gnade das eiskalte Wasser über den Kopf des Söldners. „Flöhe und Läuse mögen keine Kälte. Ihr solltet, also keine mehr bekommen.“ Mit einem polternden Geräusch stellte er den Kübel wieder ab und als er den Kopf hob, erschien so etwas wie Genugtuung in seinem Ausdruck.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   1/8/2017, 4:15 pm

Shane Hannigan / Francis Bell

"Uh, erinnert mich nicht daran. Die hab ich nicht beglückt! Die wollten mich ersticken!", seufzte er auf. Diese beiden Frauen waren kein Augenschmaus gewesen und Francis mochte die Erinnerung daran nicht. Es gab nicht vieles, was er bereute, aber diese eine Stunde bereute er zutiefst und das konnte ihm sogar Shane anmerken.

Nachdem er sein Lied gesungen hatte und aufmerksam beobachtete, wie Shane sein Gesicht anspannte aber nicht wütend wurde, war er sehr überrascht. Shane holte sogar einen der Eimer und Francis hatte nicht aufgepasst, welchen sein Cousin genommen hatte. Er beugte sich vor so wie es Shane wollte bis er es für gut befand, und als das Wasser über seinen Kopf in den Zuber plätscherte, vergass er zu atmen.

Das Wasser war verdammt kalt und Francis' Körper war darüber schockiert. Er wollte aufschreien und jaulen aber er verbiss es sich und blies die Backen auf. Shane war so bemüht gewesen, dass man sie nicht fand, dass Francis ihm diese Sicherheit nicht durch einen Klageschrei nehmen wollte. Sein Körper jedoch spannte sich unter der Kälte an, er bekam Gänsehaut und hob den nassen Kopf mit dem nach an seinem Gesicht unten hängenden Haar und drehte den Kopf so, dass er Shane sehen konnte. "Vielleicht bekomme ich jetzt eine Grippe, steck Euch an und dann muss ich Euch gesund pflegen.", sagte er und begann dann seine Haarsträhnen mit seiner gesunden Hand auszuwringen. "Ihr seid gemein.", fügte er etwas beleidigt hinzu. "Aber fürsorglich gemein. Aus Euch wird man nicht schlau, Hannigan. Ihr seid ein toller Freund aber manchmal glaube ich, dass wir nicht denselben Humor haben.", stellte er fest. Und dennoch. Shane war ein guter, ernster Mann, der vor seinen Pflichten nicht zurückschreckte.

"Danke. Dass mit den Läusen und Flöhen wusste ich nicht. Flöhe hatte ich zum Glück noch nie.", erklärte er erleichtert. Der arme Shane. Hatte schon Flöhe und Läuse! Deshalb wusste er ja auch wie man sie behandelte. Shane musste wirklich schon viel durchgemacht haben. Diese Gedanken imponierten Francis wieder. "Ihr solltet nicht auf sovielen fremden Kopfkissen diverser Damen schlafen, Hannigan. Dann bekommt Ihr auch keine Läuse und Flöhe.", gab er ihm als Ratschlag mit.
"Ich denke, ich bin fertig mit der Waschung.", befand er und stand im Zuber auf, Shane zugewandt mit einem suchenden Blick. Irgendwo hier lag doch sein Handtuch? "Gibts jetzt Frühstück?"
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   2/8/2017, 8:03 pm

„Dann wart Ihr wohl nicht gut genug.“ Es lag kein Spott in den Worten, aber Shane konnte durchaus mit scharfer Zunge sprechen, wenn er es wollte. Jedoch tat er es nur selten in der Gegenwart von Menschen, bei denen er sich des Charakters nicht sicher war. Bei Francis war er sich dessen sehr bewusst. „Und Ihr seid selbst schuld, wenn Ihr Frauen in Euer Bett holt, die ihr nicht einmal bezahlen könnt. Ich kann es ihnen nicht einmal verübeln, dass sie Euch ersticken wollten.“ Aber dem Templer entging nicht, dass Francis diese Tat wirklich bereute. Das erste Mal seit ihrem Zusammentreffen schien dem Anderen etwas unangenehm zu sein. Den Rücken gerade ans Holz des Stuhles gepresst, verspürte er dabei ein wenig Zufriedenheit. Ein kleines Stück musste Francis ja doch irgendwie gelernt haben. Und wenn es noch so klein war, reichte es dem Adeligen durchaus aus. Allerdings verschwand diese Zufriedenheit sobald die ersten Töne des Liedes über die Lippen seinen Cousins traten und sein Gesicht wurde ernst.
Das kalte Wasser über Francis Haar leerend, bemerkte er die kurze Atempause des Anderen, der wohl wirklich nicht damit gerechnet hatte.  Zu seinem Erstaunen blieb er jedoch vollkommen still. Nicht einmal ein einziger Schrei. Der Blonde schien endlich kapiert zu haben, dass sie aufpassen mussten.
Zur Vorsicht trat Shane einen Schritt zurück und behielt den Blick wachsam auf den Söldner gerichtet. „Von einem kalten Bad werdet ihr keine Grippe bekommen. Viel eher erweckt es die Sinne oder nicht?“ Bei der beleidigten Tonlage die sein Cousin an den Tag legte, musste er fast schon ein Lächeln unterdrücken. Aber seine Züge blieben glatt, während er nur etwas den Kopf schüttelte. „Und ihr seid erneut unerträglich, Bell.“ Noch immer leicht den Kopf schüttelnd, wollte er wieder zurück zu seinem Stuhl gehen, hielt aber in der Bewegung inne, als Francis weiter sprach. „Jetzt wisst Ihr es.“ Dass der Mann dachte, dass Shane selbst welche besessen hatte, ahnte er nicht. Einer der Stallburschen in England hatte welche bekommen, dadurch dass er bei den Hunden im Stall geschlafen hatte. Aus Angst die Flöhe könnten sich auch auf die Familie ausbreiten, hatte man ihn wochenlang mit kaltem Wasser gebadet. Der Engländer wusste nicht einmal ob das Wasser dagegen wirklich half, aber es war das einzige was er kannte und es war auch ein kleiner Rachefeldzug gegenüber das Lied gewesen, das Francis lauthals hervor gebracht hatte.
„Verwechselt nicht Euer Leben mit dem meinen. Ich denke ihr habt weitaus mehr Kopfkissen gesehen, als ich es je tun werde.“ Mit einer Hand deutete er auf das Handtuch, das Francis abgelegt hatte. Dieses Mal machte er keine Anstalten, ihm irgendwie zu helfen. „Frühstück gibt es, wenn Ihr angekleidet seid und eure Wunden frisch verbunden wurden.“ Es würde wohl einer der letzten Arztbesuche sein, die Shane dem Söldner bieten konnte. Danach musste er für seine eigene Reise alles vorbereiten. Drei Tage hatte er noch Zeit und die wollte er gut nutzen.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   3/8/2017, 11:41 am

Shane Hannigan / Francis Bell

Zum ersten Mal in seinem Leben vermutete ein Mann, dass er für eine Frau, und war sie auch noch so hässlich gewesen, nicht gut genug gewesen war. Das war wie ein Schlag in den Magen. Schlimmer noch, Francis hatte sich darüber nie Gedanken gemacht denn bisher brachte er sie alle zum aufjaulen. Vermutlich war das meiste gespielt (in den Freudenhäusern bestimmt). Aber so übel war er nun auch wieder nicht, dass er gänzlich versagte! Shanes ruhige Aussage liess Francis für einen Moment sehr verunsichern und dieses Gefühl würde auch nicht so schnell wieder verschwinden selbst wenn er es ignorierte und es in den nächsten Tagen verblassen sollte.

Shane gewann gerade an Oberwasser. Er bemühte sich nicht einmal das Wort 'Da' zu sagen um Francis auf das Handtuch hinzuweisen. Stattdessen zeigte er einfach ziemlich gelassen darauf und wartete. Shane war ein verdammt cleverer Kerl und wieder imponierte er Francis. Etwas umständlich stieg er aus dem Bottich und lief frierend zum Handtuch.
"Wie kann es sein, dass Ihr annehmt, ich sehe mehr Kopfkissen als Ihr? Ihr habt doch Geld und schlaft immer in einem Bett.", sagte er und sah ihn fragend an. In seinen Worten lag keine Vermutung und keine Provokation. Francis war wirklich neugierig wieso Shane das gesagt hatte. Dass Shane eher meinte, Francis sehe viel mehr fremde Kissen als er, daran dachte der Söldner nicht. Shane war schliesslich vermögend und konnte sich ständig neue Unterkünfte leisten oder bei schönen, fremden Frauen schlafen. Francis bevorzugte jede Schlafgelegenheit - sie musste nur trocken sein.

Francis trocknete seinen Körper und sein Haar etwas ab und wickelte sich dann im Handtuch ein. Er zitterte tatsächlich und sah Shane weiter fragend an. "Glaubt Ihr mit dieser langen Naht an der Wunde kann ich bald für Euch arbeiten? Ich will Euch nicht länger auf der Tasche liegen. Vielleicht noch zwei, drei Wochen…", sagte er und grinste auf. "Wärt Ihr eine Frau, würde ich Euch auf der Stelle ehelichen. Doch selbst mit einem Kleid und viel Schminke könnte man Eure männlichen Züge nicht vertuschen. Und für Eure Stimme müsstet Ihr sehr viel Kreide essen um sie weicher und geschmeidiger zu machen. Aber wisst Ihr, was ich glaube?", fragte er und trat zu ihm. Sehr nahe. Dann senkte er die Stimme und sah ihn mit seinen grossen Augen, in denen man die unendliche Weite seines chaotischen und abenteuerlustigen Lebens erkennen konnte, an. "In den Armen einer Frau seid Ihr bestimmt ein sanfter Liebhaber mit liebevoller Stimme und einem weichen, sehnsüchtigen Blick."

Francis wartete genau zwei Sekunden bevor er fröhlich aufgrinste und den Kopf von ihm etwas zurückzog und einfach wieder nur neben ihm stand. "Los geht’s! Ich brauche meine Kleider ansonsten erfriere ich hier und da Ihr manchmal wirklich kaltherzig seid, wird es dauern, mich wieder aufzutauen, Hannigan.", scherzte er und lief zur Tür. "Ausser Ihr habt Feuer in Euren Lenden.", lachte er. Er konnte es nicht lassen. Er erwartete nach solchen Aussagen immer einen Klatscher auf seinen Hinterkopf von Shane, der ihn für solche Spässe rügen wollte. Aber auch das war schlussendlich eine Art von Zuneigung und Freundschaft.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   3/8/2017, 9:29 pm

Wachsam beobachtete er die Reaktion von Francis. Sein Gesicht war stets offen und für einen Augenblick sah er auch die Verunsicherung, die seine Worte hervor gebracht hatten. Ihm war es wohl wichtig - dieses Können im Bett. Shane konnte nicht anders, als das er sich diese neu gewonnene Erkenntnis merken wollte. Vielleicht war es ein wunder Punkt von ihm, aber zum größten Teil war es einfach eine weitere Eigenschaft, die er zu seinem Cousin zuordnen konnte.
Den Kopf ein wenig drehend, folgte er den Bewegungen des Söldners mit den Augen. Die Hände wieder im Rücken, sah er dem anderen mitten ins Gesicht und seufzte leise auf. Er schien nicht verstanden zu haben, was er damit sagen wollte.“Ich besitze ein Haus, Bell. Ich brauche keine fremde Kissen.“ Noch suchte er ständig Frauen auf. Vielleicht hin und wieder ein Bordell, wenn auch ihn die Lust erfasste, aber er blieb nie die ganze Nacht. Dafür war die Zeit zu kostbar und der Ausgang zu ungewiss.  “Zudem brauche ich nicht jede Nacht ein neues Dach.“ Ganz nebensächlich löste er wieder seine Hände und strich über den Stoff seines Hemdes.
Shane hatte den Kopf leicht abgewandt, damit Francis Zeit hatte sich zu trocknen. “Ihr könnt den Arzt fragen, wann Ihr wieder Arbeiten könnt. Doch die zwei Wochen werdet Ihr bestimmt nicht nur im Bett verbringen. “ Der Templer schenkte dem Blonden einen finsteren Blick. Für Shane blieben nur noch wenige Tage und er hoffte, dass sein Cousin bis dahin wieder stark genug war, um reisen zu können. Shane hatte nicht vor den Söldner wieder entwischen zu lassen und neben ihrer unleugbaren Verwandtschaft, war dort vielleicht auch noch ein ganz anderer Grund, warum er Francis nicht gehen lassen wollte. “Oh, hört doch auf Bell!“ Er wollte sich gar nicht vorstellen, würde er mit diesem Mann ein Eheleben führen müssen. Bell und eine Ehe? Das Weib würde Ihm wohl schon nach einer Woche einen Dolch ins Herz jagen, wenn sie erfuhr, dass er unlängst das Bett anderer Frauen geteilt hatte.
Sein Körper spannte sich an, als Francis näher trat, bis er sogar die Hitze spüren konnte, die von dem anderen ausging. Shanes Finger zuckten kurz und er war kurz davor einen Schritt zur Seite zu gehen, um der Nähe zu entkommen - doch Francis kam ihm zuvor. Auf seine letzten Worte hin, sagte Shane zuerst nichts. Einzig ein warnendes Funkeln erschien in der grauen Iris seiner Augen. “Stützt Euch nicht auf Vermutungen, Bell. Sie brechen sehr schnell ein.
Erneut drang ein Seufzen aus seinem Munde und er schloss kurz die Augen. Bei Francis viel es ihm sogar recht leicht, die Welt auszublenden - wenn auch nur für Sekunden. Als Francis so wirkte als würde er einen Schlag erwarten, setzte er sich in Bewegung und gab ihm tatsächlich etwas beiläufig einen leichten Schlag gegen den Kopf. “Ihr seid solch ein Tor!“, fügte er hinzu und trat aus der Türe. Sich kurz umsehend machte er einen Schritt zur Seite um auch Francis nach draußen zu lassen. “Schweigt wieder bis wir oben sind.“ Auch dieses Mal war es ein Befehl und keine Bitte.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   4/8/2017, 8:33 am

Shane Hannigan / Francis Bell

Mit einem leichten, amüsierten Grinsen folgte er ihm wieder. Francis hatte keinen Grund, sich über Shane lustig zu machen. Francis war einfach jemand, der oft und gerne grinste. Auch in unpassenden Momenten was ihm schon oft einen Schlag oder wüste Beschimpfungen eingebracht hatte.
Je länger er Zeit mit Shane verbrachte, desto vertrauter wurde ihm der englische Adelsmann auch. Francis vergass immer wieder, dass er Shane erst vor zwei Nächten kennengelernt hatte. Seitdem kümmerte sich Shane intensiv um Francis. Das bezog sich aber nicht nur auf die Wundversorgung sondern auch auf alles andere. Obwohl Francis nicht zurückhaltend war und jedem alles über sich erzählte, gab es in seinem Leben schon seit vielen Jahren keinen mehr, der auch ernsthaft zugehört und auf seine Aussagen geantwortet hatte. Shane tat dies zwar oft mit bissigen Kommentaren, vielen Seufzern, mit wütenden Funken in den Augen oder beharrlichem, eisigen Schweigen aber er zeigte immer irgendeine Reaktion. Er hatte sogar schon gelacht und musste es sich manches Mal verbeissen.
Shanes harte Maske war in sehr kurzer Zeit vor Francis schon etwas am bröckeln und das wussten sie beide mehr als gut.

Francis hielt sich an die Aufforderung des Schweigens, überliess Shane auch die gesamte Führung bis sie wieder oben in ihrem Zimmer waren.
"Hey, Hannigan.", sagte er als er nach seinem Kleidungsstapel fasste und das Handtuch zur Seite legte. "Kommt Ihr an Nachrichten aus der Stadt Florenz heran? Ich denke da an die Nachrichten, die die Herolde verkünden. Ich würde gerne wissen was gesagt wird über den Angriff von Freitag.", fragte er ihn. Francis wusste mittlerweile, dass Leonardo am Leben war, was ihn sehr erleichterte. Aber über Rafael konnte er nicht wirklich etwas herausfinden. Shane war Templer und er war beleidigt gewesen als Francis ihm diese Zugehörigkeit etwas spöttisch vorwarf. Das war unangenehm weil er Shane nicht das Gefühl geben wollte, sein Weg sei falsch.
"Oder habt Ihr bereits etwas gehört?", fragte er, drehte sich halb um, unterdrückte dabei einen Schmerzseufzer und blickte ihn an. "Wird jemand gesucht?"
Vielleicht wurde ja verkündet, dass man einen Assassinen namens Rafael Santoro suchte weil dieser verschwunden war. Dass Rizzi keinen mehr suchte und lediglich einigen Wachen beauftragt hatte, sie mögen nach Francis Ausschau halten, ahnte er nicht. Da wusste Shane sehr viel mehr als Francis selbst, der die Gefahr für sich falsch einkalkulierte.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   4/8/2017, 2:41 pm

Shanes Gesicht war nur finster und er erwiderte mit keinem Atemzug das Grinsen, dass Francis Züge erhellte. Nur kurz war sein Blick noch einmal warnend, bevor er sich in Bewegung setzte. Aber wie schon bei ihrem Weg nach unten, schwieg sein Cousin. Allerdings löste es nicht die Anspannung, die sich über seinen Körper zog. Mit der Hand am Knauf des Schwertes, war sein Schritt schnell und nur zweimal sah er sich nach dem anderen um, bevor sie das Zimmer erreichten und er vorsichtig eintrat. Das Frühstück stand bereits am Tisch, die Betten waren gemacht und das Fenster geöffnet um die warme Luft ins Zimmer zu lassen. Shane trat augenblicklich durch den Raum und verschloss die Fenster. Niemand sollte hören, was hier gesprochen wurde. Als Francis Stimme wieder ertönte, merkte er erst wie sehr er die kurze Stille genossen hatte. “Hm?“ Shane machte sich nicht die Mühe den Kopf zu drehen, während er die Vorhänge etwas verschob, sodass zwar Licht in den Raum kommen konnte, aber vom Hof nicht die Möglichkeit bestand viel zu erkennen.
Den Blick abwartend nach draußen gerichtet, wartete er darauf das Francis seine Worte fortsetzte und es dauerte auch nicht lang, bis er die Frage stellte.  “Die Herolde wissen nicht was geschehen ist. Sie sprechen nur von einem Kampf.“ Er hatte hin und wieder einem gelauscht, um Rizzi zu finden. Doch keiner konnte Namen nennen, noch sonst ein Detail. Für das einfache Volk war es ein Rätsel - für manche sogar das Werk des Teufels. “Warum wollt Ihr das Wissen? Ihr wisst doch selbst was geschehen ist.“ Langsam drehte sich Shane wieder zu ihm herum und erwiderte seinen Blick. Er wusste von Rizzi, dass er Wachen Francis hinterher geschickt hatte - noch in derselben Nacht. Shane war sich sicher, dass diese noch immer nach dem Söldner suchten. Zudem wusste er, dass er nicht alle Assassinen erwischt hatte, aber Namen waren nie gefallen.
Die Augen des Templers wurden etwas schmal. “Ihr solltet vorsichtig sein, Bell.“  Shane hoffte, dass der andere die Warnung in seiner Tonlage verstehen würde. Bisher hatte Francis nicht wirklich gezeigt, dass er einsah, dass er selbst hier nicht vollkommen sicher war - nicht wenn Rizzi wusste, dass Shane hier seine Unterkunft hatte. Der Engländer löste sich nun ganz vom Fenster und Schritt zum Stuhl, auf dem sein neuer Mantel lag. Er strich über den teuren Stoff, bevor weiter zum Tisch trat und den Blick über  das Gebäck schweifen ließ.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   4/8/2017, 3:42 pm

Shane Hannigan / Francis Bell

"Verstehe.", sagte er ein wenig geknickt als Shane ihm erläuterte, dass nichts erzählt wurde, und zog sich dann langsam an. Den Oberkörper liess er frei, denn der Arzt würde noch kommen und einen neuen Verband anlegen. Die Wunde hatte das Bad gut überstanden, sie sah auch nirgendwo entzündet aus. Aber der feste Verband um sein gebrochenes Handgelenk war feucht geworden und müsste gewechselt werden.
Francis fühlte sich trotzdem nicht mehr so gut seit sie das Bad verlassen hatten. Auf dem Weg zurück ins Zimmer hatte er Zeit zum Nachdenken. Er hasste es, wenn er Zeit für seine Gedanken hatte. Jetzt war dieser Knoten im Magen wieder zu spüren und selbst der Anblick des Frühstückstisches liess diesen Knoten nicht kleiner werden.
"Ich war dabei aber ich konnte fliehen. Ich habe nicht gesehen ob es die anderen auch geschafft haben oder was danach passiert ist.", sagte er und kam zum gedeckten Tisch um sich auf den Stuhl zu setzen. Francis sass locker auf dem Stuhl und wirkte dabei auch erschöpft. Ja, er hasste es wirklich wenn er Zeit für seinen Kopf hatte. "Ihr habt gesagt, dass Leonardo gesund ist. Aber er ist nicht der einzige, den ich in Florenz kennengelernt habe. Und Ihr habt mir nicht einmal gesagt ob er auch nach mir gefragt hat. Oder ob er sonst etwas gesagt hat oder wissen wollte.", sprach er weiter und sah Shane schliesslich an. Irgendwie hatte Francis das Gefühl, dass Shane nichts gesagt hatte, weil Leonardo auch nichts gesagt hatte oder etwas wissen wollte. Vielleicht war der Erfinder so schockiert gewesen, dass er gar nicht wusste was er tun sollte. Vermutlich wollte Shane Francis die Enttäuschung ersparen, die er unweigerlich verspürte so sehr er sich auch bemühte, sich einzureden, dass Leonardo ebensoviel durchgemacht hatte und seine Gedanken erst einmal sortieren musste. Aber die Enttäuschung war da. "Er hat nicht nach mir gefragt, stimmt's?", meinte er mit matter Stimme.

Den Blick auf den Teller gerichtet, trommelte Francis etwas abwesend mit einigen Fingern auf dem Tisch herum. Diese bedrückende Stille war für ihn kaum auszuhalten und er hasste seinen Kopf, der seit Minuten die schlechtesten Gedanken zusammenwürfelte und Francis so belasteten. Erst als er sich daran erinnerte, wie Shane aufgetaucht war und ihm dort bereits nicht abkaufte, dass Francis eine Ehefrau hätte, die ihn nicht betrunken Zuhause haben wollte, verzog sich sein Gesicht zu einem kleinen, schrägen Lächeln und er blickte wieder auf.
"Unkraut ist unverwüstlich. Man kann drauftreten und es erhebt sich immer wieder von selbst. Es kann lange ohne Wasser auskommen und wächst da, wo man es nicht haben will.", sagte er, grinste leicht auf und senkt den Blick erneut wobei sein Lächeln verstarb. Der Vergleich sollte witzig sein. Aber Francis fühlte sich von sich selbst nicht sehr belustigt und zum ersten Mal seit sehr, sehr langer Zeit konnte er sich nicht so schnell wieder aufrappeln wie er es von sich gewöhnt war.

Es lag daran, dass er sich sicher fühlte und genau wusste, dass Shane ihn so schnell nicht allein liess. Andernfalls hätte er seine Sensibilität nicht so offen vor Shane dargelegt.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   4/8/2017, 6:35 pm

Shane sah im Augenwinkel zu Francis. Er war sich nicht sicher, ob der Mann es wirklich verstand. Der Kampf zwischen den Templern und den Assassinen war dem Volk unbekannt. Vielleicht kannten sie die Orden, aber nicht ihre Ziele und Taten.  Eine Hand auf der Lehne eines Stuhles, sah er ihn nun ganz an. Sein Körper drehte sich, bis er das Gesicht in die Richtung des Söldners gewandt hatte. Etwas an seiner Stimme war anders gewesen, was ihn nun aufhorchen ließ. Francis ganze Haltung schien sich mit einem Mal geändert zu haben. Die Augen leicht misstrauisch zusammengekniffen, versuchte er den plötzlichen Wandel zu ergründen. Mit einer leisen Bewegung trat er dann zur Seite, als Francis auf den Stuhl zukam und er überließ ihn seinem Cousin, während er selbst wieder zum Fenster trat. Sonnenstrahlen fielen auf seine Stirn und seine Wange und wärmten dort die Haut. „Ich sagte er lebte.“, korrigierte er die Worte von Francis. „Und Ihr habt in der Tat wohl einige kennen gelernt. Sonst wärt Ihr wohl nicht bei dem Treffen gewesen.“ Seine Stimme war düster geworden, als er daran dachte, dass sein Cousin auf irgendeiner Art und Weise mit den Assassinen verbunden war. Ihm gefiel dieser Gedanke nicht und seine Hand formte sich zu einer Faust, während er sie auf das Brett vor dem Fenster ablegte. Eine Weile schwieg er dann einfach wieder und hatte das Gesicht ein wenig abgewandt. Die Erinnerung an das Gespräch mit Leonardo huschte durch seine Gedanken und auch die Reaktionen die der Künstler gegenüber dem Blonden gezeigt hatte.
Als Francis erneut danach fragte, ob Leonardo etwas erwähnt hatte, setzte er sich wieder in Bewegung. Langsam schritt er durch den Raum. Er wusste nicht wie weit er seinem Cousin von der Begegnung erzählen sollte. Er wollte nicht lügen, so war wohl Stille die zweite Möglichkeit. Aber als er einen Blick zu Francis warf, war sein Gesicht von keinem Grinsen erfüllt – viel eher fand er Enttäuschung vor. Shane drehte wieder den Kopf und setzte seinen Lauf fort. „Als ich Ihn nach Euch gefragt habe, wollte er zuerst nicht reden.“, begann er leise und nichts in seiner Tonlage verriet seine Stimmung, noch eine andere Regung. „Jedoch war er erleichtert darüber, dass Ihr lebt. Für einen kurzen Moment, bis er erfuhr, dass ich ….“ Er hob leicht die Hand, den Rücken noch immer an Francis gewandt. „..mehr wusste. Auch was Eure Beziehung anbelangt.“  Einige Atemzüge sagte er wieder nichts, als müsste er überlegen, wie er das Geschehene am besten erklärte. „Wie nicht anders von einem Verbündeten der Assassinen zu erwarteten, dachte er, dass ich Euch töten würde. Als ich ihm versicherte es nicht zu tun.“ Oh, er würde nie erwähnen wie. „Habe ich wohl die falschen Worte gewählt.“ Er bereute es immer noch und man konnte es kurz in seiner Haltung sehen. Das leise Trippeln von Francis Fingern ertönte unangenehm in seinem Ohr wieder, sodass er sich umdrehte und kurz finster auf die Hand starrte.  Doch dann hob er nur leicht das Kinn und trat an den Tisch heran und ließ sich auf dem Stuhl nieder. „Ich weiß nicht was er denkt, doch sein Gesicht sprach nicht davon, dass er Erfreut war, dass ihr unversehrt an der Seite eines Templers seid.“, sprach er dann weiter und sah kurz zur Türe, um sich zu vergewissern, dass niemand unangemeldet eingetreten war.
Der Versuch von Francis die Stimmung wieder zu heben, schien nicht wirklich zu funktionieren. Viel eher ließen die Worte das Gesicht des Engländers verzerrt wirken. „Aber Unkraut kann ebenso vernichtet werden – das solltet Ihr euch in Erinnerung behalten. Es mag stark  sein, doch auch dieses Gewächs stirbt, wenn man es ausreißt.“

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   5/8/2017, 5:25 pm

Francis hörte ohne aufzublicken zu was Shane über die Begegnung mit Leonardo erzählte. Dachte Leonardo jetzt wohl etwa, Francis sei auf der Seite der Templer oder gar ein Verräter? Dieser Gedankengang war logisch und schlüssig und er konnte Leonardo nicht vorwerfen, etwas falsches von ihm gedacht zu haben. Francis hätte wohl dasselbe vermutet und wäre entsetzt gewesen.

"Hannigaaaan!", stöhnte er auf und hob nun doch endlich den Kopf um seinen Cousin anzusehen. "Ihr seid ein furchtbarer Tröster! Ihr macht alles nur noch viel schlimmer! Zum Glück seid Ihr kein Doktor geworden!", beklagte er sich und griff schliesslich nach einem Stück geschnittenen Brot. "Anstatt mir Mut zu machen, sprecht Ihr vom Tod und vom Verderben. Wenn ich nicht die Fähigkeit besitzen würde, mich ständig selbst aus der Scheisse zu ziehen, könnte ich mich auch von der nächsten Brücke werfen."
Er schmierte Butter und Honig auf sein Brot und biss dann hinein. "Das Leben muss Euch wirklich übel mitgespielt haben, dass Ihr so grimmig geworden seid. Ihr solltet tanzen gehen. Gut essen. Eure Frau für die Ewigkeit kennenlernen! Ihr seid in Italien und hier wimmelt es von schönen Frauen.", erklärte er während er dazwischen kaute. "Und alle können kochen!", sagte er und grinste leicht auf. "Setzt Euch und esst mit.bot er ihm schliesslich an.

Francis fühlte sich immer noch etwas traurig. Allerdings wollte er diesen Gefühlen und Gedanken ein Ende setzen. Es konnte nicht so weitergehen. Es brachte ihn nicht vorwärts. Und Shane war nun wirklich kein guter Tröster gewesen. Er hatte keine aufmunternden Worte und er hatte ihn weder gedrückt, noch durch den Kopf gestreichelt oder die Hand auf seine Schulter gelegt. Shane war wohl noch nicht soweit. Es lag also an Francis, aus dem steinernen Shane einen lustvollen Lebemann zu machen. Er kratzte an der harten Schale und manchmal erreichte er den darunterliegenden Kern ja tatsächlich.

"Hey, Hannigan. Danke trotzdem. Eure Worte sind nicht aufmunternd aber Ihr macht Euch echt viele Sorgen und Gedanken um mich. Man könnte fast glauben, Ihr seid mein Bruder.", lachte er leise auf. "Ihr dürft mich ruhig Francis nennen. Darf ich Euch dann auch beim Vornamen nennen? Shaney?, fragte er. Shaney klang spassiger als Shane wie Francis fand.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   5/8/2017, 5:56 pm

Im Gegensatz zu Francis versuchte Shane nicht seine Stimmung zu ändern, noch gespielt Fröhlichkeit oder Freude vorzuspielen. Am Tisch sitzen stützte er seine Ellbogen auf dem Tisch ab und beugte sich etwas vor, sodass er mit der Hand an der Stirn abstützen und mit den Fingern die Nasenwurzel berühren könnte. „Ich habe Euch nur die Wahrheit erzählt.“, meinte er tonlos und drehte leicht den Kopf ohne die Hand fortzunehmen. „Sie mag zwar nicht trösten, aber was hätten Euch Lügen gebracht?“ Eine Lüge würde sich nur weiter verstricken und irgendwann selbst erwürgen. Shane war kein Pessimist – jedoch ein Realist.  Er schaute darauf, ob etwas möglich war oder nicht. Und wenn er nicht Lügen wollte, dann schwieg er einfach. Und wenn er schlussendlich doch einmal etwas anderes sagte, dann fühlte er sich danach nicht gut. Nachdenklich betrachtete er die Bewegungen die sein Cousin vollführte. Wie er einfach das Brot schmierte und mit jedem Atemzug die drückende Stimmung zur Seite geschoben wurde. Es musste wirklich ein Talent sein, alles Schlechtes einfach auszublenden. Doch Shane fragte sich, ob es auch gesund für den Verstand war.
„Ich habe keine Zeit für solche Unsinnigkeiten.“ Der Adelsmann schüttelte leicht den Kopf und löste schlussendlich die starre Haltung, die er angenommen hatte. Sein Magen stach schon seit er aufgestanden war. Er hatte Hunger und das nicht wenig, denn der Abend den er fastend verbracht hatte, hing ihm noch ein wenig nach. Wenigstens schien die Müdigkeit mit der Bewegung nachgelassen haben und so betrachtete er das Gebäck und die verschiedenen Möglichkeiten dieses zu Versüßen. Es dauerte einen Moment, bis er jene Nahrung fand, die er auch schon am Vortag zu sich genommen hatte. Er griff danach und strich nur etwas von dem Honig darauf. Den Butter rührte er nicht einmal an. Er hatte nicht vor den Rest des Tages mit weiteren Magenschmerzen zu verbringen.
Zwar hatte er eigentlich erwartet, der Doktor würde vor dem Mahl kommen, aber Francis schien nicht aufzuhalten sein, weshalb auch er in das Brot biss und eine Weile kaute, bis er alles hinunter schluckte. Er hatte sich daran gewöhnt, dass seine Nahrung fahler schmeckte, als jene Gerichte die mit Milch zubereitet wurden. Ihnen fehlte die gewisse süße und nicht einmal der Honig konnte dies verbergen. Eine Weile schenkte er seinem Cousin seinen keinen Blick, sondern aß einfach und wischte sich die Hände an dem Tuch ab, das man bereit gelegt hatte.  Bei der Erwähnung er könnte fast sein Bruder sein, biss er kurz die Zähne zusammen, unterbrach aber nicht seine Bewegung. Erst als das Wort ‚Shaney‘ fiel, stellte sich seine Nackenhaare auf und er funkelte sein Gegenüber an. „Wagt es ja nicht mehr, meinen Namen in solch schrecklicher Form auszusprechen!“ Das Tuch in seiner Hand wurde zusammengedrückt und etwas schwungvoll auf dem Tisch abgelegt. „Solange ihr Euch nicht zu benehmen wisst, werdet ihr mich Hannigan nennen.“ Francis sollte es sich verdienen. Es war schon lange her, dass ihn jemand einfach nur Shane nannte und es klang viel zu vertraut.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   5/8/2017, 6:19 pm

"Aber warum denn? Shaney klingt toll.", sagte er und grinste. "Ich werde dennoch Euren Wunsch respektieren, Hannigan, Sir, Lord, mein König, Ihr über alles Erhabener.", fotzelte er und lachte leise. "In meinen Träumen werde ich Euch aber beim Vornamen nennen.", erklärte er ihm und lehnte sich beim Essen zurück. Francis vergass ständig, dass er eine grosse Wunde hatte, die solche Bewegungen nicht mochte. Dann verzog er immer sein Gesicht, sagte er aber nichts dazu und blieb tapfer.

"Das Essen ist übrigens nicht vergiftet.", bemerkte er nebenbei. Shane suchte sich sehr genau die Speisen heraus, die ihm passten. Francis erkannte die Logik darin nicht und so sah es für ihn aus als wäre Shane heikel oder übervorsichtig. "Wenn Ihr wollt, bin ich Euer Vorkoster. Mich hat noch kein Essen umgehauen.", grinste er. Und das stimmte. Er hatte einmal etwas abgrundtief schlechtes gegessen, bekam davon Fieber, fiel Stunden später in Ohnmacht und als er irgendwann wieder aufwachte, fühlte er sich schwach und hungrig aber die Lebensmittelvergiftung hatte er überstanden. Aus irgendeinem Grund konnte ihn nichts dahinraffen. Er hatte einfach immer unverschämtes Glück. Die Konsequenzen, die er jeweils davongetragen hatte, empfand er eher als Auszeichnungen als als Schicksalsschläge oder belastende Nebenwirkungen.

Das trübe Gefühl war mittlerweile wieder verschwunden. Francis war geübt darin, alles schlechte von sich fernzuhalten oder tief in sich zu begraben. Ob es gesund war, darüber machte er sich keine Gedanken. Manchmal holten ihn diese Gefühle wieder ein aber er wollte sie einfach nicht beachten. Francis hatte keine Zeit dafür und keine Muse. Wie sollte er mit all diesen negativen Erlebnissen auch umgehen?
Da er sie nicht verarbeitete und auch nichts daraus gelernt hatte, würde dieser Umstand über kurz oder lang vermutlich seinen Verstand schon beeinträchtigen. Francis' Verstand war scharf genug um das selbst erkennen zu können. Aber sein Verstand war nicht stark genug um dieser Möglichkeit den Boden zum Wachsen zu nehmen. Und so lebte Francis Tag für Tag in der Hoffnung, weitere Tage erleben zu können und nicht verrückt zu werden.

"Mögt Ihr keine Milch? Bekommt Ihr davon Blähungen? Ihr habt gestern schon darauf verzichtet.",
sagte er und trank von seinem Krug mit Milch. Die Magd hatte auch nur einen Krug gebracht und Francis hatte gestern schon beobachtet, dass Shane keine Milch zu sich nehmen wollte.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   5/8/2017, 11:43 pm

“Eure und meine Meinung scheinen sehr weit voneinander entfernt zu sein.“, grollte er beinah schon. “So könnt ihr ein Tier nennen, doch gewiss nicht mich.“ Noch immer funkelten seine Augen wütend und das Tuch leidete unter seinem festen Griff, der sich noch verstärkte, als Francis nicht aufhörte ihn zu ärgern. Selbst wenn es ehrenvolle Titel waren, war es die Tonlage die daraus etwas Spöttisches formte. “Es reicht, Be... Francis!“ Es war ungewohnt den Vornamen des Söldners auszusprechen, aber die scharfe Aussprache unterstrich den leichten Zorn, den er wieder verspürte.
Als sein Cousin etwas das Gesicht verzerrte, schenkte er ihm einen Blick der wohl sagen sollte: 'Das habt Ihr jetzt davon.'
Um sich selbst in stetige Ruhe zu hüllen, begann er gemächlich sein Brot zu essen. Doch er verschluckte sich fast, bei der Aussage des anderen. Er schluckte den Bissen hinunter, bevor er wieder etwas sagte. “Ich brauche keinen Vorkoster. Und wolle man mich vergiften, wärt Ihr ebenso längst tot.“ Doch Shane befürchtete keinen Giftangriff hier in Florenz - in London war es eine ständige Gefahr.
Ein wenig setzte er sich dann auf und lehnte sich an die Lehne des Stuhls. Er nahm den Becher in die Hand und betrachtete die Flüssigkeit darin. Es war keine Milch sondern, ein leichter Gewürzwein. Ohne etwas  zu trinken schob er den Becher dann doch wieder weg und sah auf all die Speisen. Sah zu dem vielen Brot das er nicht anrühren würde. Nicht weil er nicht wollte - sondern nicht konnte. Er mochte Milch, als Kind hatte er sie gern getrunken, bis er eines Tages die erste Unverträglichkeit aufgewiesen hatte. Es waren zuerst nur Bauchschmerzen gewesen, aber eines Tages hatte er nach einem Krug dieser weißen Flüssigkeit das Bewusstsein verloren. “Es kann Euch doch gleichgültig sein, was ich esse oder trinke und was nicht.“ Shane hob den Kopf und sah Francis wachsam ins Gesicht. Bisher hatte niemand sein Essen-Verhalten infrage gestellt, noch sich großartig dafür interessiert.
Als ein Klopfen an der Tür ertönte, erhob sich Shane, um diese zu öffnen. “Ah, dottore kommt herein.“ Fließend wechselte sein Englisch zu Italienisch und er ließ den Mann eintreten. Nachdem der Templer sich versichert hatte, dass niemand anderes dem Arzt gefolgt war, schloss er die Türe wieder.

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Francis Bell
Söldner für alle Fälle
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Alter : 34
Spieler : Ann

Der Charakter
Alter: 30
Besonderheiten: ° englischer Akzent ° Wunde an linker Wade, lange Naht an der linken Bauchseite, verstauchtes Handgelenk °
Gesinnung: Neutral Neutral

BeitragThema: Re: Villa del Carvari   6/8/2017, 9:28 am

Das war er! Der wunde Punkt von Shane Hannigan. Oder es war ein weiterer wunder Punkt, über den Shane mit Francis noch nicht sprechen wollte.
Den Blick gehoben, musterte er seinen adeligen Cousin, der ihm nicht sagen wollte, wieso er beim Essen so wählerisch war. Francis setzte gerade dazu an, ihm zu sagen, dass das nicht egal war denn wenn Shane an einer Allergie litt, dann würde Francis auch darauf achten können, dass Shane nichts zu sich nahm was ihm nicht gut tat. Aber diese Erklärung schluckte er mit seinem letzten Bissen heruner. Seine Augen folgten ihm zur Tür und als Shane den Doktor begrüsste, griff Francis nach dem Krug mit Milch um ihn auszutrinken als wäre die Milch Alkohol, die ihn etwas benebeln konnte damit er die unangenehme Arztkonsultation schnell hinter sich bringen konnte.

"Guten Tag.",
begrüsste er den Doktor freundlich. Der Arzt war ein vertrauensvoller Mann gewesen. Sicherlich wusste er längst, dass einige Wachen immer noch Ausschau nach verletzten Assassinen und Francis hielten aber er hatte weder Shane noch Francis selbst verraten. Offenbar war ihm wichtiger, die Wunden zu versorgen damit Francis erfolgreich genesen konnte. Der Doktor war wohl auch ein eitler Mann, der Erfolge in seiner Arbeit höher bewertete als die städtische Obrigkeit.
Es dauerte fast eine Stunde ehe Francis mit einem eingesalbten und verbundenen Oberkörper und einem neuen dicken Stützverband am Handgelenk vom Doktor in Ruhe gelassen wurde. Der Arzt erklärte ihm und Shane, dass es erstaunlich sei, dass Francis' Geist so munter war, ermahnte dennoch zu grösster Vorsicht, da die Wunden eben ihre Zeit und Ruhe zur Heilung brauchten. Mit einer neuen Schmerztinktur blieb Francis auf dem Bett, auf welches er für die Untersuchung gewechselt hatte, da ihm die erste Tinktur zuviele körperliche Nebenwirkungen zeigte für die es keine Erleichterung gab da Shane weder Interesse an Francis hatte noch Mitleid mit seinen Trieben empfand. Der Doktor versicherte, dass die andere Schmerztinktur keine solche Nebenwirkungen hätte, dafür aber andere in sich barg, die er auch nicht alle kannte. Er erwähnte nur, dass sie schläfrig machte und Francis sie vorsichtshalber nur dann nehmen sollte wenn er zu Bett ging. Der Doktor hatte sich von ihm und Shane verabschiedet und war gegangen.

"Zum Glück ist er weg!", sagte er erleichtert. "Ich bin froh und dankbar über seine Zuwendung aber er stinkt nach unzähligen Kräutern und Giften und die Salbe brennt!", beklagte er sich. "Wie habt Ihr ihn gefunden? Er kommt mir vor als wisse er genau, was er tun muss. Ganz anders als der Rest dieser Schnabelmasken, die man sonst so sieht und die einem nur das Geld aus der Tasche ziehen. Und warum war das heute vorerst sein letzter Besuch? Ich bin noch nicht gesund."
Er hatte gehört, dass Shane mit ihm über einen neuen Termin gesprochen hatte und Shane sagte, dass sie vorerst keine weitere Zeit vom Arzt in Anspruch nehmen würden. Was hatte Shane nur vor? "Wollt Ihr mich verkaufen? Wenn ja, dann verlange ich einen Preis über den gewöhnlichen Durchschnitt. Ich bin kein Ramsch.", ermahnte er Shane ernst. "Und verhökert mich nicht an einen alten, hässlichen Mann, der nur zwischen meine Beine will. Ouh!", seufzte er, legte den Arm auf seine Stirn und tat theatralisch so wie Schauspielerinnen, die eine Ohnmacht vorgaukelten.
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Shane Hannigan
Englischer Großmeister
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Alter : 21
Spieler : Rune

Der Charakter
Alter: 30 Jahre
Besonderheiten: Wunden an der linken Wange und Hüfte; ebenso am rechtem Bein; braucht einen Gehstock
Gesinnung: Templer Templer

BeitragThema: Re: Villa del Carvari   6/8/2017, 10:56 am

Mit leicht verengten Augen hielt er der Musterung von Francis stand. Shane machte keine Anstalten zu erklären, warum er keine Milch zu sich nahm. Es war etwas, dass er nur denen berichtete, die es wissen mussten. Auch wenn er bezweifelte, dass Francis dieses Wissen gegen ihn verwendete, so war er sich dessen Verschwiegenheit nicht ganz so sicher. Ein Assassine konnte diese Allergie stets gegen ihn verwenden. Das Tuch in seiner Hand wieder glatt streichend, unterbrach er nun als erstes den Blickkontakt zu seinem Cousin und stand auf. Für einen Moment erkannte er, dass Francis wohl etwas hatte sagen wollen, es aber gelassen hatte. Gut.
Den Arzt in den Raum lassen, zog er sich dann wieder auf seinen Stuhl zurück und beobachtete die ganze Prozedur. Der beißende Geruch nach Kräuter zog durch den ganzen Raum und Shane nahm einen Schluck von seinem Wein. Er schmeckte bitter, erweckte jedoch die Sinne und stillte den Durst. Eine Zeit lang sah er dann aus dem Spalt im Fenster. Ein Stalljunge rannte über den Hof und verschwand wenig später in den Stallungen und erinnerte den Adeligen daran, dass er seit einer Weile nicht nach Lady gesehen hatte. Er beschloss es später zu tun, oder dann wenn Francis schlief.
Als der Arzt seine Aufmerksamkeit verlangte, hob er den Kopf und lauschte dessen Worte. Francis musste also vorsichtig sein und es würde noch immer dauern, bis er gesund war. Worte die er erwartet hatte - ihm aber dennoch nicht gefielen. Nickend stand er dann auf und verabschiedete sich von dem bereits älteren Mann. Einen nächsten Termin hatte er abgelehnt. Als sich die Türe hinter dem Arzt schloss, dauerte es nicht lange, da sprach Francis schon. “Könnt Ihr nicht wenigstens einen Moment innehalten und schweigen?“ Stoff raschelte, während Shane sich von der Türe entfernte. Sein Cousin hatte also gelauscht. Mit wenigen Schritten hatte er die Distanz zum Bett überwunden und stand nun vor dem Söldner. Das Kinn leicht vorgeschoben sah er zu ihm herab. “Ich habe mich umgehört. Die meisten empfohlen mir diesen Arzt.“ Als er dessen Haus besucht hatte, hatte man bereits erkannt, dass er sein Handwerk verstand. Ebenso hatte er sicher gestellt, dass der Mann darüber schwieg, wen er hier versorgte. Ein Grund warum er den Namen seines Cousins nie richtig erwähnt hatte.
Während er die eine Frage von Francis bereits beantwortet hatte, blieb die zweite zuerst offen. Shane wusste, dass er nicht davon kam, es ihm zu sagen. “Ich würde nicht einmal ansatzweise das bekommen, dass Ihr mir schuldet.“ Unbeeindruckt sah er auf die Schauspielerei die der Mann vollführte. Ohne weiter darauf zu achten drehte er sich vom Bett weg und wandte Francis den Rücken zu. Seine Hände waren dort im Kreuz verschränkt und sein Blick lag auf dem Mantel. “Ich werde in drei Tagen nach Rom reisen - zusammen mit Luigi Rizzi und Barbara Gonzaga.“ Mit einem Blick über die Schulter, wollte er die Reaktion sehen die diese Worte entlocken würden. “Ihr werdet mitkommen.“ Hier war jedoch, das Problem, dass ihm Kopfschmerzen bereitete. Francis musste so reisen, dass man ihn nicht erwischte. Aber in jedem seiner Pläne würde er kaum ein Auge auf den Söldner haben und das gefiel ihm noch weniger. Denn er hatte bereits gesehen, was geschah, wenn sein Cousin alleine war.

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