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 Villa del Carvari

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AutorNachricht
Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   20/8/2017, 9:03 pm

Er war zufrieden mit der Antwort von Francis. Sie klang nicht gespielt. Es war nicht unüblich, dass ein reicher Adeliger eine Villa in einem anderen Land hatte. Zudem würde es auch die schon etwas geschundene Kleidung erklären - von England war es ein weiter weg. Und da die Briefe oder Dokumente wichtig waren, hatte man dem Diener eines der guten Pferde mitgegeben. “Gut.“, meinte er darauf nur und seine Wangen lockerten sich wieder ein Stück. Wenn der Söldner es immer so sagte, dürfte ihn nichts verraten.
Shane drehte sich nun ganz zu ihm um und unterdrückte ein Seufzen. “Ihr verdreht immer alles, so wie es Euch gefällt.“ Als Francis den Arm ausstreckte, trat er automatisch einen Schritt zurück. “Denkt nicht einmal daran.“, knurrte er, doch dann schimmerte Sorge in seinen Augen. Sein Cousin wirkte mit einem Mal etwas bleicher und schien etwas in sich zu sacken. Shane blinzelte etwas und mit eisiger Miene kam er dann näher. “Das habt Ihr nun von diesem Unsinn.“, murrte er etwas. Als er nun direkt vor ihm stand, fiel sein Blick auf die verletzte Seite. “Setzt Euch.“ Befahl er und legte eine Hand auf seine Schulter, um ihn zu einem größeren Felsen zu drehen, der am Wegesrand lag. “Ihr gehört ins Bett und nicht nach hier draußen.“ Aber Shane wusste auch, dass sein Cousin unerträglich geworden wäre, hätte er am Ende nicht doch nachgegeben. Auch wenn sein Griff fest war, merkte man durchaus, dass er vorsichtig mit dem Mann umging. Er wollte nicht riskieren, dass am Ende die Wunde aufriss. “Habt Ihr das Gefühl, dass die Naht nicht mehr in Ordnung ist?“, fragte er prüfend nach. Während er seinem Cousin Zeit gab, sich zu setzten, sah er sich wachsam um. Er könnte es nicht brauchen, wenn nun jemand vorbei kam und Fragen stellte. Doch er konnte niemanden erkennen - weder in der Ferne, noch nahe der Villa. Aber egal wie oft Shane sich umsah, er würde sich nie völlig sicher fühlen.

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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   21/8/2017, 10:46 am

Mit einem schmerzenden Stich setzte er sich auf den Stein und sah dann zu Shane hoch, der ihn zu dieser Sitzmöglichkeit dirigiert hatte. "Die Naht ist in Ordnung. Die Bewegung war nur leider keine so gute Idee.", seufzte er und holte langsam tief Luft. Wenn er schnell tief durchatmen würde, würde er die Schmerzen nur verschlimmern. Das hatte er schon herausgefunden.
"Ich geh ja auch gleich wieder rein. Trotzdem bin ich froh, eine Weile an der frischen Luft gewesen zu sein.", meinte er und schwieg dann eine Weile um seinen Körper die Gelegenheit zu geben, sich wieder etwas zu erholen.

"Hannigan.", sagte er nach einer Weile während sich dieser umsah. "Es kommt niemand. Hier ist keiner.", erklärte er und sah ihn an. "Und wenn doch, werdet Ihr mich doch beschützen, stimmt's? Ihr werdet wie ein tollkühner Held über die Felder jagen, unsere Gegner niederstrecken, der Welt zeigen, was für ein mutiger Mann Ihr seid und mich dann ehelichen.", sprach er weiter und lachte die letzten Worte nur noch.

"Ach Mist. Diese Verletzung ist wirklich zäh.", murmelte er grinsend und stand langsam wieder auf. Der schmerzende Stich war nicht weg aber Francis war unruhig. Er konnte nicht schon wieder sitzen oder liegen. Er würde dabei noch durchdrehen. "Gehen wir noch ein Stück, mein vergötterter geliebter Verlobter.", scherzte er und lief einfach weiter
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   21/8/2017, 12:49 pm

Shane seufzte leise und schob mit der Schuhspitze einen Stein zur Seite. Während er den Blick jedoch nicht von Francis abwandte. Es wäre nicht vom Vorteil, wenn sein Cousin zusammenbrechen würde. Als er sicher war, das nichts davon passieren würde, wandte er dem Söldner den Rücken zu. Shane hatte seine Hände im Rücken, während die Sonne ihn in ein Spiel aus Licht und Schatten tauchte. “Ich hätte Euch sofort zurück ins Zimmer führen sollen.“ Ein wenig schnalzte er mit der Zunge und drehte sich wieder zu ihm um. Auch er schwieg und gab ihm Zeit sich zu erholen und nutzte sie selbst, um den Kopf wachsam zu drehen. Sein Blick war in den Norden gerichtet, als Francis wieder zu sprechen begann. Die Augen des Templers funkelten leicht, aber er sah nicht zu ihm zurück.
Denn in einem hatte Francis recht - er würde denjenigen töten, der eine Gefahr darstellen konnte. Aus Gewohnheit löste er seine Hand und legte sie auf den bereits erhitzten Griff des Schwertes. “Ihr solltet damit aufhören. Wirklich.“ Die Vorstellung seinen Cousin zu heiraten ließ ihn etwas das Gesicht verziehen. “Ich würde Euch nicht einmal ehelichen, wenn Ihr ein Weib seid.“ Er stimmte nicht in das Lachen ein, viel eher wurde sein Ausdruck nachdenklich. “Ihr wart auch dem Tode recht nahe.“, murmelte er und er streckte die Hand aus, um sie Francis anzubieten.
Doch als er begriff was er, gerade tat, zog er sie schnell wieder zurück. Shane drehte sich weg und seufzte genervt auf. “Ihr übertreibt es mal wieder.“, knurrte er und setzte sich ebenfalls in Bewegung. “Ihr solltet zurück zur Villa und das ist die falsche Richtung.“ Auch wenn es dem Adeligen nicht gefiel, dass Francis noch weiter ging, hielt er ihn nicht auf. “ Beklagt Euch am Ende aber nicht.“ Das Kiefer etwas verbissen aufeinander gepresst, holte er nur tief Luft und schwieg die nächsten Schritte.

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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   21/8/2017, 4:31 pm

Francis' Gesicht strahlte fröhlich in der Gegend umher. Er ignorierte die Schmerzen und erfreute sich an den Worten und die Fürsorge von Shane. Er wusste nicht wann er sich zuletzt so wohlbehütet und beschützt gefühlt hatte. Das musste als Kind gewesen sein, als ihn seine Mutter noch über das blutige Knie hinweg tröstete oder sein Vater ihm den Hintern versohlte und dann seinem Bruder, weil der Francis zu Blödsinn angestiftet hatte. Sein Vater war ein sehr gerechter und fairer Mann gewesen.

Francis war belustigt, dass Shane immer wieder darauf einging, dass er ihn keinesfalls heiraten würde. Diese Worte schienen Shane immer dazu veranlassen, etwas sagen zu müssen um Francis vom Gegenteil zu überzeugen. So als sei Francis ein hartnäckiger Verehrer und würde ihm liebestrunken nachlaufen. Selbst wenn es so gewesen wäre, hätte sich Shane eigentlich darüber freuen sollen, dass er so begehrt war! Aber das war eben typisch Shane. Er sorgte sich nicht nur um sich und er würde keinem seine Freude darüber aufzwingen. Shane war einfach grossartig.

Als Shane in seinem Rücken murmelte, senkte Francis seinen Blick. War er wirklich dem Tode so nahe gewesen? Vielleicht hatte er einen solchen Eindruck gemacht. Aber Francis wollte nicht darüber nachdenken, wie schlimm die erste Nacht gewesen war, wie er Shane angebettelt hatte, dass er ihn nicht allein lassen würde, dass er seine Leiche nach Hause schicken sollte.
Schliesslich drehte sich Francis um und hielt an. Dabei blickte er Shane an. Dann trat er schweigend einen Schritt zu ihm. Mehr brauchte er nicht um direkt vor Shane zu stehen. Er spürte, wie sich dieser straffte und ihn mit funkelndem und unsicheren Blick ansah. Dann liess sich Francis einfach nach vorn fallen, die Stirn auf Shanes Schulter. "Das war die zweitschrecklichste Nacht meines Lebens.", murmelte er gedämpft in den Stoff von Shanes Kleidung und blieb so angelehnt an ihm stehen. Er bewegte seinen gesunden Arm auch nicht um ihn um Shane zu schlingen. Er wollte keine weitere Schmerztirade mehr riskieren.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   21/8/2017, 8:22 pm

Während Francis wohl mit der Sonne um die Wette strahlte, schien Shane viel eher mit den Schatten verschmelzen zu wollen. Die Lippen schmal, lief er einfach weiter und versuchte die unerträgliche Hitze auszublenden. Aber es war nicht die Hitze, die ihn so finster Blicken ließ – viel eher war es die Sorge, der Stress und die Vorbereitung über die Reise, die einfach nicht weichen wollten. Jetzt wo er wieder gesehen hatte, dass Francis eigentlich noch lange nicht Gesund genug für so ein Unterfangen war. Shane hob eine Hand und rieb sich etwas die Nasenwurzel, während froh war, dass sein Cousin wenigstens ein paar Atemzüge still war.
Es schien für einen Moment noch stiller zu werden, als er darüber gesprochen hatte, wie nah der Söldner dem Tode gewesen war. Er würde den Ausdruck im Gesicht des Anderen nicht mehr vergessen. So hilflos… Shane schluckte leicht und hielt hob etwas den Kopf als Francis stehen blieb und wenig später auf ihn zukam. Die Augen leicht verengt, konnte man selbst an seinen Fingern sehen wie angespannt er wieder war. Der Templer zuckte kaum merklich zusammen, als der Blonde sich einfach vorne fallen ließ und in seinem Blick flackerte so etwas wie Panik auf. Einige Zeit lang stand er einfach nur erstarrt da und schob etwas den Kopf zurück, um Francis anzusehen.
Gerade als er beschlossen hatte, ihn einfach fortzuschieben, sprach Francis wieder. Shane räusperte sich leicht und hob etwas unschlüssig eine Hand. „Was war die Schrecklichste?“, fragte er dann nach. Langsam und vorsichtig, als würde er anstatt eines robusten Söldners, ein aus dem Nest gefallenes Küken berühren, klopfte er Francis etwas gegen den Rücken. Er hatte es einmal bei einer Magd gesehen, die ihren Jungen tröstete, dessen Hund gestorben war. Allerdings hatte dort die Geste einfacher ausgesehen. Seine eigenen Bewegungen waren etwas verkrampft und schlussendlich hob er auch seine zweite Hand und legte sie auf Francis Schulter, um ihn dann von sich fortzuschieben. „Warum sage ich Euch überhaupt etwas, wenn Ihr trotzdem nicht darauf hört?“
Shane löste sich nun ganz und trat ein paar Schritte zurück. Es war, als wären diese Schritte – dieser größere werdende Abstand – notwendig, damit er wieder durchatmen und klare Gedanken fassen konnte. Wären sie nun im Zimmer, wäre er auf und ab gegangen wie ein unruhiges Tier. Die Arme wieder fest verschränkt, als könnte er so verhindern das etwas verloren ging. Doch so blieb er einfach in der Sonne stehen und starrte Francis an.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   21/8/2017, 9:32 pm

Er wollte gerade damit rausrücken, welche Nacht seine schrecklichste war. Aber Shane war schneller. Er löste sich von Francis und brachte Abstand zwischen sie. Francis sah ihn leicht geprügelt an. "Bin ich Euch so zuwider?", seufzte er und lief zu ihm ohne aber zu nahe zu kommen sondern damit sie zurückkehren konnten.

Obwohl Francis wusste, dass sich Shane mit Berührungen und Umarmungen sehr schwer tat, tat es ihm etwas weh, dass Shane so harsch und distanziert reagierte. Langsam war es kein Wunder mehr, dass Shane allein war und keine Frau fand! Er sollte das dringend ändern. Francis würde ihm helfen müssen sonst würde Shane ehelos und ohne Erben sterben. Das konnte er sich in seiner Position doch nicht leisten!
"Die schrecklichste Nacht war als ich dachte, eine Hexe liege unter meinem Bett weil sie mich fressen will und ich die ganze Nacht wach war. Da war ich etwa fünf Jahre alt.", erzählte er Shane. Und er meinte das durchaus ernst. "Mein Vater musste daraufhin unser Zimmer neu einrichten weil ich nicht mehr drin schlafen wollte. Mein Bruder hat sich kaputtgelacht. Meine Schwester war noch zu klein um das zu verstehen. Aber als wir dann das neu eingerichtete Zimmer hatten, waren wir alle glücklich.", grinste er über diese Erinnerung auf.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   21/8/2017, 10:21 pm

Etwas m mitleidiges legte sich in Shanes Züge, als er Francis Ausdruck sah. “Nein.. es..“ Er schüttelte etwas den Kopf. “So ist es nicht.“ Er wandte etwas den Kopf zur Seite und wich​ so dem Blick seinen Cousins aus. “Verzeiht.“, seufzte er dann leise und drehte ihm den Rücken zu, als Francis wieder in seine Richtung kam. Shane blieb dabei angespannt, aber er wich nicht zurück, sondern wartete einfach ab. “Ich habe viele Feinde.“ Es war keine wirkliche Antwort noch eine richtige Erklärung. Sie konnte vieles Bedeuten oder am Ende gar nichts. Shane hob etwas die Schultern und ließ sie wieder fallen - eine so einfache Geste. “Es liegt nicht an Euch.“ Nicht alles jedenfalls. Doch er hatte nicht vor weiter darüber zu sprechen.
Tief einatmend wischte er sich über die Stirn und wartete nur kurz, bis er sich langsam auf den Weg zurück machte. Nach ein paar Schritten wurde er langsamer, um neben seinen Cousin laufen zu können. Auch wenn es im ersten Moment nicht so wirkte, lauschte er aufmerksam dessen Erzählung. Seine Mundwinkel zuckten sogar ein wenig. Ein paar Herzschläge lang sagte er nichts und ließ Francis in seinen eigenen Erinnerungen. “Wie kam es dazu, dass die Hexe überhaupt unter Eurem Bett war?“, fragte er dann schlussendlich. Shane hatte zwar durchaus von so manchen Märchen und Erzählungen gehört, allerdings hatten sie dazu gedient nach Hinweisen von Edensplitter zu suchen. Für ihn waren sie nie mehr als Texte gewesen die er zu lesen hatte, wenn man es ihm auftrug.
Während er auf eine Antwort wartete, lauschte er ihren eigenen Schritten und sah zur bereits näherkommenden Villa. Sie waren nicht wirklich weit gekommen und auch jetzt lag das Gebäude schlafend vor ihnen. Niemand ging ein und aus und auch sonst war kaum ein Geräusch zu hören.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   22/8/2017, 8:45 am

"Hannigan, da war keine Hexe unter dem Bett! Ich habe nur geglaubt, dass da eine wäre.", sagte er und grinste. "Ich habe einen älteren Bruder. Er hat die Geschichten, die wir gehört haben, verschlimmert und sie mir erzählt. Er war ein guter Geschichtenerzähler wenn es darauf ankam, andere zum gruseln zu bringen. Also bekam ich irgendwann Angst und dann stand für mich fest, dass da eine Hexe unter meinem Bett ist.", erzählte er ihm. Shane hatte keine Geschwister. Er hatte so eine Erfahrung nie gemacht. Deshalb erklärte es ihm Francis in aller Ruhe während er neben ihm herging.

Und da war noch etwas, was ihm auf dem Herzen lag. "Hey, Hannigan. Macht Euch keine Sorgen um meinen Zustand. Es ist wie es ist und ich werde damit schon klar kommen. Ich seh's an Eurem Blick. Ihr sorgt Euch und damit macht Ihr alles nur noch schlimmer. Man sieht Euch bald an, dass Ihr von Sorgen und Kummer lebt! Und dann bin nicht ich es, der die Aufmerksamkeit auf uns zieht sondern Ihr selbst. Also esst, schlaft, gebt Euch Eurer Lust hin und glaubt an mein dusseliges Glück, welches ich habe.", sagte er und lachte leise. Fortuna hatte ja tatsächlich etwas für Francis übrig. Er schlitterte oft in die unmöglichsten und gefährlichsten Situationen und dann tauchte immer irgendwer auf, der ihn aus dem Schlamassel ziehen konnte.
Shane hatte das bereits mehrmals getan. Vielleicht war seine Berufung gar nicht ein Templer zu sein. Vielleicht war er eine Art Schutzengel. Die Vorstellung war sehr romantisiert und Francis sprach sie nicht aus. Einerseits weil es ja bloss ein scherzhafter Gedanke war, andererseits weil Francis ein ungläubiger Lump war, der von Kirche und Gott nicht wirklich viel hielt. Seine Lebenseinstellung passte einfach nicht dazu. Es war nicht so, dass Francis nicht an Gott glaubte. Er stellte ihn sich einfach nur nicht so vor wie die Kirche oder die meisten Gläubigen. Wenn Gott kein Spassvogel war, warum hatte er die Menschen dann Dinge wie Glücksspiele, Honigbrote oder die schlagfertige und mit Wallholz prügelnde Ehefrau erfinden lassen?

"Wir werden beide sicher in Rom ankommen. Ich mit Lady und Ihr mit… ähm… - Ihr könntet Rizzi unterwegs doch heimlich ermorden? Dann könnt Ihr an seine Stelle rücken und keiner braucht mehr Angst vor ihm zu haben.", fing er plötzlich an.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   22/8/2017, 11:40 am

Nein, Shane hatte tatsächlich keine Erfahrung mit Geschwistern. Sein eigentlich jüngerer Bruder war als Säugling einem Fieber erlegen. Und ab diesem Zeitpunkt hatte Alicia Hannigan kein weiteres Kind geboren. Shane hatte nie die Zeit besessen so etwas wie Geschwisterliebe für das Baby zu entwickeln. So viel es ihm etwas schwerer sich vorzustellen, wie es sein mochte das einem jemand so nahe stand, dass man ihm sogar solche Geschichten glaubte. “Ihr musstet Euch ein Zimmer teilen?“, fragte er dann aber noch einmal nach. Bis zu den letzten Tagen hatte er nie wirklich seine Räume mit jemandem geteilt - nicht einmal wenn er an der Seite einer Frau gelegen hatte.
Shane hielt für einen Augenblick inne, bei den nächsten Worten von Francis. War es so leicht zu erkennen? Die Sorgen die es ihm schwer machten einfach tief einzuatmen. Doch er konnte sie nicht einfach abstellen, alles was er versuchte was sie zu verbergen. “Mein glaube in Euer Glück mag stark sein, aber nicht an mein eigenes.“ Bisher wat er auch ohne das Glück oder was auch immer es war zurecht gekommen. Doch die Tatsache das selbst Francis es so leicht sehen konnte, ließ ihn die Zähne fest aufeinander pressen. Er würde aufpassen müssen was er tat, was er sagte und welche Gedanken er zuließ.
Den Rücken durchstreckend, erinnerte er seine Beine daran weiter zu gehen. Nur für einem Moment sah er zu seinem Cousin und dann stur gerade aus. In Gedanken ging er immer wieder die Lektionen durch, die man ihm beigebracht hatte, um jegliches Gefühl aus der Miene zu verbannen. Aber es fiel ihm schwerer, als sonst in die eisige Gleichgültigkeit zu fallen. Um es ihm leichter zu machen, betrachtete er die Fassade der Villa. Sah zu den Pflanzen die sich ihren Weg daran entlang suchten, egal wie steinig oder flach er auch war. Selbst wenn ihre Triebe starben, schien der Stamm nicht aufzugeben.
Shanes Blick wurde fassungslos. Er konnte und wollte gerade nicht glauben, dass Francis das tatsächlich gesagt hatte. “Ich bin Templer und kein Mörder.“, zischte er verärgert. “Ich werde bestimmt keinen Ordensbruder töten. Warum sollte ich seinen Platz wollen? Den habe ich bereits in England. Ich mische mich nicht in die Vorgehensweise des italienischen Ordens ein - möge sie mir noch so missfallen.“ Kopfschüttelnd lief er weiter und spürte wie sich seine Finger etwas in den Ballen gruben. “Ihr solltet es ebenso nicht tun.“, fügte ein paar Atemzüge später noch hinzu. “Mischt Euch nicht ein.. selbst wenn Ihr ein Söldner seid. Ihr habt doch gesehen, wie es das letzte Mal geendet hat.“ Shane drehte sich um und deutete auf die Wunde an seiner Seite.


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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   22/8/2017, 1:57 pm

Sein Blick suchte den von Shane als dieser überrascht darüber war, dass sich Francis ein Zimmer mit seinen Geschwistern teilen musste. "Ja. Hannigan!", grinste er auf. "Ich bin nicht reich. Meine Familie war nie wohlhabend. Es ging uns besser als anderen aber für ein Haus mit drei Kinderzimmern hat es nicht gereicht.", lachte er leise. Shane wusste ja wirklich nicht viel vom eher einfachen Leben. "Mein Vater hatte irgendwann das Zimmer aufgeteilt, so dass meine Schwester ihre eigene Hälfte hatte und wir sie nicht ärgern und auslachen konnten. Ihr wisst schon, wenn man langsam erwachsen wird, hat man nur dummes Zeug im Kopf und streitet sich ständig mit seinen Geschwistern, zieht sich an den Haaren oder blamiert sie vor Freunden.", grinste er. Und Schwestern auslachen weil sie langsam Oberweite bekamen oder pikiert rumkreischten weil man sie nur ganz kurz nackt gesehen hatte, war eine lustige Sache für zwei ältere Brüder, die in dieser Pubertätsphase ebenso drinsteckten. "Sie wurde extrem nervig.", sagte er. Francis hatte sich noch in der Jugend mit seinen Geschwistern gestritten. Sie haben sich Dinge angeworfen oder an den Haaren gezogen. Seine jüngere Schwester war da auch kein Unschuldslamm gewesen. "Ich hab mein Zimmer mit meinem Bruder geteilt bis er ausgezogen war. Kurz darauf bin auch ich kaum noch Zuhause gewesen und meine Schwester hatte dann das ganze Zimmer wieder für sich bis sie geheiratet hat. - Da, diese Narbe habe ich von ihr.", sagte er und deutete auf eine schmale Vertiefung an seiner unrasierten Wange. "Ihr hättet sie kennenlernen sollen. Ihr wärt genau ihr Typ gewesen. Dann wärt Ihr heute verheiratet und hättet mich zum Schwager.", grinste er bei dieser Vorstellung.

Beim Thema Rizzi blieb er stehen. "Wenn Ihr Eurem Glück nichts zutraut, so müsst Ihr ihm nachhelfen und vielleicht fordert es ja von Euch, dass Ihr Rizzi umlegt. Ich dachte, alle Templer haben Leute auf dem Gewissen. Und wenn Ihr in England so erfolgreich seid, warum seid Ihr dann hier?! Ihr seid nicht hier wegen der Landschaft weil Ihr Euch ständig über die Hitze beklagt. Und Ihr seid nicht hier weil Ihr eine Gemahlin sucht obwohl Ihr bestimmt potent seid. Ihr seid auch nicht hier um Geld zu verdienen was Ihr auch gar nicht nötig hättet. Ihr seid hier weil Ihr vor etwas davonlauft.", schlussfolgerte er und lief dann weiter. "Wenn Ihr Rizzi nicht töten wollt, dann macht ihn doch von Euch in irgendeiner Form abhängig. Begeistert ihn oder spielt mit Eurer Macht. Irgendwann wird er Euch dann hinterherlaufen wie ein kleines Hündchen. Er scheisst wie alle anderen auch. Also braucht Ihr keine Angst vor ihm zu haben. - Und noch was, Hannigan.", sprach er und sah ihn an. "Ich mische mich nicht ein. Ich stecke schon bis zum Hals in dieser Sache mit drin. Erst durch meinen Auftrag, dann durch Leonardo und Rafael und schliesslich auch durch Euch.", grinste er. "Ihr solltet wirklich mal mehr Selbstvertrauen haben. Ihr seid reich, Ihr seht verdammt gut aus, Ihr seid gepflegt und habt gute Manieren. Ihr steht Euch nur selbst im Weg. Wäre doch besser, wenn Rizzi Euch im Weg stehen würde. Dieses Übel ist leichter zu beseitigen."
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   22/8/2017, 8:38 pm

So wirklich wusste Shane es nicht. Dieses Ärgern und Streiten hatte es nie gegeben. Natürlich gab es Meinungsverschiedenheiten mit seinem Vater - die er nie gewonnen hatte. Aber es war nicht dieser kindliche und prägende Streit der oft nach Stunden einfach wieder vergessen war. Shane hatte diese Diskussionen nie vergessen, die er geführt hatte und so manches Mal dafür sogar bestraft worden war. Sie hatten viel eher dazu geführt das er seine eigene Meinung hinter verschlossenem Mund hielt - doch ebenso hatten sie ihm gelehrt die Worte mit bedacht zu wählen. Vorsichtig und achtsam zu sein, um jeden Fehler zu bemerken - jede Schwachstelle. Ein gut gesprochenes Wort war oft so viel machtvoller, als eine irrsinnige Tat. Shane neigte etwas den Kopf zur Seite und lauschte weiter seiner Erzählungen und Erklärungen. Dabei versuchte er sich vorzustellen wie sein Bruder und Francis sich stritten und ihre Schwester beiden an den Haaren zog, da sie die Beiden vielleicht erwischt hatte, wie sie in ihr Zimmer geschlichen waren. Das Bild in seinem Kopf ließ ihn ein wenig die Stirn runzeln und dann sah er auf die kleine Narbe im Gesicht seines Cousins. “Sie scheint das Feuer Eurer Familie zu haben.“
Francis sprach schon wieder von Heirat und entlockte ihm ein leises Schnauben. “Vater hätte das nie zugelassen.“ Nicht nur wegen ihres Standes, sondern auch aufgrund ihres Blutes. Zwar war es nicht unmöglich, in den Reihen der hohen Adeligen sogar nicht unüblich, seinen Cousin zu heiraten, aber es würde nicht der feinen Linie der Hannigans entsprechen. “Und sie wäre nicht glücklich geworden.“ Shane drehte den Kopf nach vorne und fuhr sich mit der Zunge über die trockenen Lippen. Er hatte selbst bemerkt wie wenig Zeit er für derartiges hatte. Und in diesem einen Punkt war er nie dazu gedrängt worden. Gavin schien sogar ganz froh gewesen zu sein, dass er fast jedem Herzschlag dem Orden gewidmet hatte.
Und so war es für ihn auch unverständlich, wie man überhaupt daran denken konnte Rizzi einfach zu töten. “Habt ihr nicht auch bereits getötet, Bell? Manchmal ist es unausweichlich und wenn es nur dazu dient sein eigenes Leben zu retten. Der Unterschied liegt darin ob man sich daran erfreut oder nicht - ob jemand es tut nur um sein eigenes Leben zu bereichern oder das Leben vieler einfacher zu machen.“ Shane sah ihn kurz an und dann auf das Schwert an seiner Seite. Die Worte darüber, dass er wohl davonlief waren schmerzhaft wahr. Er wollte es sich nicht eingestehen, aber es war Flucht gewesen die ihn hierher getrieben hatte. “Ich habe keine Angst vor Rizzi.“, warf er kurz ein, bevor er wieder schwieg und Francis zuende sprechen ließ. Auch nachdem er geendet hatte, war er noch still. Shane wusste nicht so recht, was er darauf antworten sollte. Er musste das Gehörte erst einmal ordnen. Rizzi war ihm seit langer Zeit ein vertrauter Verbündeter. Es fühlte sich nicht richtig an, so mit ihm umzugehen - nicht wenn es keinen anderen Weg gab. Doch Shane wusste auch, dass es ein Vorteil wäre, wenn er sich sicher sein konnte, dass er die Zügel in der Hand hatte.
Versucht wenigstens den Kopf aus der Schlinge zu halten.“ Es war nur eine einfache Bitte, aber er hoffte das sein Cousin es wenigstens irgendwie zu Herzen nehmen.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   23/8/2017, 11:40 am

Francis lachte als Shane über seine Schwester sprach. "Sie wäre glücklich geworden! Ihr habt ausserdem recht. Sie hat viel Feuer und damit hätte sie Euch auch glücklich gemacht. Sie hätte Euch keine andere Wahl gelassen als mit ihr alles mitzumachen und mitzugehen was sie sich vorgestellt hat.", erklärte er. Kurzum sagte er damit: Sie hätte in jeder Beziehung die Hosen angehabt. So auch heute. Sie sagt wo es langgeht und Francis' Schwager tut, was sie sagt. Trottel.

Als Shane dann das Töten ansprach, wurde Francis still. In einer Welt, in der man sich mit Klingen verteidigen musste, geschah es schnell, dass man töten musste um selbst zu überlegen. "Francis.", antwortete er als Shane ihn wieder mit 'Bell' ansprach. Ausserdem gab ihm das etwas Zeit um zu überlegen was er sagen könnte. "Ich habe nie jemanden heimtückisch ermordet. Es geschah immer im offenen Kampf. Und das auch nur zweimal. Zwei Auftragsmorde. Ich bin nicht stolz darauf aber der Verlust dieser beiden Männer war gering. Deshalb…", murmelte er und zuckte mit den Schultern. "Es fühlt sich bedeutend besser an, jemanden zu retten und am Leben zu erhalten als das Leben zu vernichten.", sagte er und grinste Shane an. Er sprach natürlich von Shane und sich selbst. "Ich hoffe, dass ich keinen Menschen mehr töten muss. Nicht weil mir das Töten zuwider ist sondern weil es… sinnlos ist. Der Tod dieser beiden Männer hat im Grunde nichts geändert. Weder für meinen Auftraggeber noch für die Welt. Geändert hat sich nur meine Einstellung dazu. Und die Summe im Lohnbeutel des Bestatters."

Nun als Shane ruhig und still wurde und ihm erklärte, er hätte keine Angst vor Rizzi, gewährte Francis ihm ein paar stille Sekunden und er lief einfach nur neben ihm her. Aber Francis war Francis und unverbesserlich.
"Es war einmal ein Galgen, darüber konnte man sich balgen, denn die Schlingen, es mag so klingen, sie waren einfach viel zu klein für Francis' Köpfelein. Und deshalb ritt daher, ein englischer Adelsherr, mit seinem gezogenen Schwert, denn das war nie verkehrt, und schnitt die Schlinge ab, wendete das Pferd - trabtrab, rettete den schönen Mann, dieser unglaubliche Shane Hannigan.", reimte er singend. Es waren keine perfekten Strophen aber dafür war Francis auch nicht bekannt. Francis lachte darüber und sah Shane amüsiert an. "Und wenn sie nicht gestorben sind, dann haben sie jetzt ein tolles Kind. Der schöne Mann und Hannigan."

Francis erwartete von Shane ein 'Ich hasse dich!' und lachte bei dieser Vorstellung lauter auf.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   23/8/2017, 1:02 pm

Shane sah kurz zu Francis und dann wieder nach vorne. “Ich habe dir doch bereits gesagt, dass ich nicht viel Zeit hätte, um mich gut um eine Frau zu kümmern, sie hätte mich nicht mitnehmen können, wenn ich nicht anwesend bin.“ Shane legte den Kopf in den Nacken und beobachtete einen Vogel in der Ferne. “Wir werden es wohl nie erfahren.“ Eine leichte Briese war aufgezogen und strich ihm sanft über das Gesicht und schaffte etwas Linderung von der Hitze.
Ebenso schien er die Stille zu unterstreichen, die jetzt zwischen ihnen herrschte. Es fiel ihm schwer seinen Cousin so vertraut zu nennen. Wachsam lauschte er den Worten und dachte daran zurück, als er das erste Mal getötet hatte. Einen Assassinen - kaum Älter als er selbst. Shane hatte ihn nicht leiden lassen, doch die Angst in dessen Augen war ihm nicht entgangen. Der Tod konnte schnell kommen - doch nie schnell genug. Seine Ordensbrüder waren so stolz gewesen, dass er so gnadenlos zugeschlagen hatte - doch so war ihnen die Entschuldigung in seinen Augen entgangen und als er alleine im Haus gewesen war, hatte er sich übergeben. Es war nie leichter geworden, aber es hatte auch nie aufgehört. In einem Krieg tat es das nie und manche Männer hatten es verdient. Wenn es möglich gewesen war, hatte er das Schwert nicht angerührt.
Shane senkte ein wenig den Kopf und blinzelte etwas. “Wohl wahr.“ Die Worte waren nur leise ausgesprochen und der Adelige wusste nicht einmal, ob Francis es gehört hatte. Er sagte am Ende nichts mehr, sondern sah dem Söldner nur einen Moment in die Augen. Er schien nach der Wahrheit in dessen Worten zu suchen.
Doch dann blickte er wieder nach vorne und versank noch tiefer in seine eigenen Gedanken. Sie führten auf Wege die er sonst nie beschritten hätte - auf die er selbst nicht so schnell gekommen wäre. Shane wusste nicht so recht, ob es ihm gefiel. Doch schnell wurde er aus dieser Tiefgründigkeit gerissen, als Francis Stimme dicht neben ihm ertönte. Er musste unbemerkt ein Stück näher gekommen sein.
Der Engländer drehte sich etwas zu ihm und mit jedem weiteren Wort verzog sich sein Gesicht. Am Ende wirkte es, als hätte er in einen sauren Apfel gebissen. Shane holte tief Luft und fuhr sich mit der Hand über das ganze Gesicht. Ein paar Augenblicke lang blieb diese über seinem Mund liegen, bevor er sie weg nahm. Oh, er war kurz und dran ein 'Ich hasse Euch' auszustoßen, aber es kam nie über seinen Mund. Shane hasste nicht - nicht abgrundtief jedenfalls. “Wieso habe ich Euch noch einmal gerettet?“ Shane warf die Hände etwas in die Luft und schenkte Francis einen vernichteten Blick. Dieser Mann konnte unmöglich sein!

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   23/8/2017, 4:14 pm

Sein Lachen war erheiternd und er hörte auch nicht so schnell damit auf. Als Shane ihm die nicht ernstgemeinte Frage stellte, warum er ihn gerettet habe, beruhigte sich Francis allerdings etwas. "Fragt Euch das selbst, Hannigan. Ich habe Euch weggeschickt aber Ihr seid geblieben und habt mich mitgenommen.", grinste er breit. Ihm gefiel das mittlerweile sehr. Francis war es gewohnt gewesen, dass die Menschen sich schnell von ihm begeistern liessen, ihn ebenso schnell aber auch wieder verliessen. Zu einem Teil hatte er es sich selbst zuzuschreiben aber ein anderer Teil schien Menschen einfach nicht an sich binden zu können obwohl Francis nichts anderes als genau das wollte. Intakte Bekanntschaften. Oder auch die grosse Liebe.
Shane Hannigan war seit langer Zeit eine Begegnung gewesen, die nach ein paar Tagen immer noch da war. Shane hatte seine Gründe und alle hatte er Francis noch nicht verraten. Aber es reichte um Francis in Glückseligkeit schwelgen zu lassen. Bei Leonardo war ihm klar gewesen, dass sich ihre Wege eines Tages trennen würden. Er hatte zwar mehrere Tage bei dem Erfinder verbracht und das meist nur in seinem Bett aber Leonardo schien ein Mann zu sein, der sehr neugierig und deshalb offen für jede Veränderung war. Die einzige Konstante in seinem Leben schien er selbst zu sein. Und der Rest dieser Bande? Sie waren fort. Verletzt, vielleicht tot. Francis hatte keine Möglichkeit gehabt nach ihnen zu suchen. Einzig Shane konnte ihm mitteilen, dass der kluge Erfinder überlebt hatte.

"Nochmals zur Reise."
, fuhr er weiter und sein Grinsen verblasste etwas. "Werden wir uns zwischendurch sehen können? Von weitem vielleicht? So dass Ihr Euch sicher sein könnt, dass Eurem Pferd nichts zugestossen ist und ich auch noch lebe?", fragte er ihn. "Ausserdem will ich auch wissen, wie es Euch geht. Wenn ich in der Nähe Eurer Unterkunft auch einen Platz gefunden habe, könnte ich ja irgendwo eine Markierung setzen. Dann wisst Ihr, dass ich da bin. Wenn ich es aber nicht bis zu Eurer Unterkunft schaffe, also nicht in das Dorf hinein weil zuviele Wachen da sind und es keine Versteckmöglichkeiten gibt, dann bleibe ich ausserhalb und verbringe auf einem Bauernhof die Nacht. Bin ich da, werde ich irgendwo auf einem bestimmten Platz ein F hinterlassen. Mit dem, was ich dort so finde. Dann wisst Ihr, dass ich da bin. Allerdings könnte es auch sein, dass Ihr spazieren geht und ich noch nicht angekommen bin. Dann verpassen wir uns.", meinte er und seufzte tief auf. "Lasst Euch einfach mal blicken. Von weitem. Und dann lächelt bitte. Eure Zähne sind so weiss, dass ich Euch aus weiter Enfernung erkennen werde."
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   23/8/2017, 9:18 pm

„Das nächste Mal werde ich auf Euch hören und gehen.“, seufzte er. Natürlich war es nicht ernst gemeint. Selbst wenn Francis wirklich an seiner Geduld kratze und ihn so manches Mal in den Wahnsinn trieb, würde er es nicht ändern wollen. Ein wenig hatte Shane das Gefühl, dass er seinen Cousin auch als Eigennutz gerettet hatte. Genau deswegen, da er sein Cousin war – sie hatten das gleiche Blut und er war ein Teil von seiner Familie.  Manchmal glaubte er sogar gewisse Züge seiner Mutter in Francis Gesicht zu erkennen. Die feinen Fältchen um die Augen, die davon zeigten dass man gerne lachte – sie hatte es auch besessen, auch wenn er sie nie hatte Lachen hören.  Francis besaß dieselben.
Shane fasste sich kurz in den Nacken und wurde im Schritt langsamer, damit sie nicht zu schnell wieder bei der Villa waren. Im Gang würde dieses Gespräch nicht sicher sein. Auch er selbst hatte durchaus schon überlegt, ob es einen Weg gab, sich einander zu sehen. Wachsam lauschte er dessen Vorschlägen und Ideen. Sie waren ein Grundsatz, aber wohl nicht gerade perfekt. Aber etwas anderes war ihnen wohl nicht möglich. „Ich werde spazieren gehen, sobald es meine Zeit erlaubt und ich meine Anwesenheit entschuldigen kann. Ich kann nicht jedes Mal dieselbe Zeit wählen, es würde Verdacht erwecken. Ebenso werde ich nicht lange ohne Wache gehen können.“ Nicht nur wegen der Sicherheit – es könnte auch Misstrauen erwecken, wenn er jedes Mal alleine seinen Weg suchte. Ein Adeliger seines Standes verließ selten die Nacht ohne einen Diener oder eine Wache dabei zu haben. Ein- oder Zweimal würde es wohl funktionieren, aber nicht viel öfter. Der Rest der Reise würden sie sich wohl wirklich nur von der Ferne sehen. „Ich werde auch versuchen jene Zimmer zu wählen, von dem aus der Weg zu erkennen ist. Es sollte kein Hindernis sein.“ Als sie kurz vor der Villa waren, blieb er noch einmal stehen, um Francis anzusehen. „Wenn sich in der Nähe ein Wald befindet, geht dort hin. Ich werde meine abendlichen Spaziergänge in diesen Bereich verlegen. Die Schatten der Bäume sollten dunkel genug sein, um Euer Gesicht zu verbergen und sollte uns jemand sprechen sehen, würde ich Euch als Bauern bezeichnen können, der mich um Geld gebeten hat, da er auf der Jagd nichts gefunden hat.“ Für einen Moment war Shane wieder still und dachte nach. „Ihr könnt auch euer F an eine Stelle im Wald setzen, die ich finden kann.“  Auf die Bitte zu Lächeln ging Shane nicht ein. Auf dieser Reise würde es wenig geben, das ihn diese Geste entlocken würde. Jenes Lächeln das er hin und wieder zeigte, war nichts weiter als ein lebloses Heben seiner Mundwinkel – einfach um höflich zu sein.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   24/8/2017, 8:36 am

"Wie soll ich nachts ein für Euch erkenntliches F setzen? Ihr seid wirklich lustig.", sagte Francis und musterte Shane kritisch als hätte dieser zuviel getrunken. "Wenn es einen Wald hat, werde ich mich dort aufhalten. Wenn es keinen Wald hat, werde ich irgendwo essen. Und wenn ich gegessen habe und es keinen Wald hat, werde ich irgendwo unterwegs sein. Wir werden uns also schon finden.", erklärte er grinsend. "Ihr habt mich in der unmöglichsten Situation gefunden, Ihr werdet mich auch so wiederfinden."

Shane musste nur ein paar Dinge beachten. Er hatte Francis verboten, seine Laster ausleben zu dürfen. Das musste nicht bedeuten, dass er sich nicht doch gelegentlich dort aufhalten würde, wo eben diese Laster befriedigt wurden.
Es gab in jedem noch so kleinen Dorf diese kleine Kneipe, in denen irgendein Spassvogel das grosse Geld mit gezinkten Glücksspielen machte. Und es war Francis nicht verboten worden, anwesend zu sein und zuschauen zu können.
Und in jedem kleinen Dorf gab es diese eine besondere Frau, die jeden Herrn in ihre Gemächer einlud. Francis durfte also auch flirten.
Shane musste sich nur daran erinnern, wo sich Francis gerne aufhielt. Dann würde er ihn so oder so finden und es musste nicht sein, dass er ein Gebäude betreten musste.

"Aber ich werde zuerst im Wald nachschauen und auf Euch warten. Wenn Ihr nicht auftaucht, gehe ich davon aus, dass Ihr keine Möglichkeit hattet zu kommen. Wenn ich nicht auftauche, Hannigan, dann geratet nicht in Panik! Es kann sein, dass ich nicht immer und sofort eine geeignete Unterkunft finde oder ich ausserhalb des Dorfes auf einem Bauernhof bin und es ziemlich spät werden könnte. Durch die Verletzung bin ich auch gezwungen, mich nach einem Tagesritt erst ein wenig auszuruhen. Vergesst das alles nicht und fangt nicht an nach mir zu suchen. Sollte mir irgendwas passieren, werde ich einen Boten zu Euch schicken und Euch eine Nachricht zukommen lassen."

Es würde nicht einfach werden. Aber das war Ansichtssache. Vielleicht klappte alles ganz problemlos und sie haben sich umsonst Gedanken gemacht. Francis vertraute seinem ungeheuren Glück und dachte nicht daran, dass er keine Unterkunft finden würde. Er würde immer etwas finden. Zudem hatte er auch etwas Geld bei sich. So liess es sich ganz anders reisen als er es bisher gewohnt war.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   24/8/2017, 1:02 pm

Ihr würdet Euch schon etwas einfallen lassen.“, murrte er leicht und ignorierte dessen Blick. Seine eigenen Gedanken waren schon unlängst bei der Reise, sodass er kaum mehr auf diese Kleinigkeiten achtete. “Wir haben wohl keine andere Wahl, als darauf zu hoffen.“, seufzte er. Es würde schon einen Weg geben da war sich Shane sicher. Und wenn nicht, musste er mit der Ungewissheit leben. “Es war nur Zufall, da Ihr so laut wart. In dieser Nacht hätte Euch sogar ein Blinder mühelos gefunden.“ Shane sah zu ihm und versuchte ein Lächeln auf seine Lippen zu bringen, jedoch endete es mehr in einer Grimasse. Ihm war einfach nicht danach zumute. So gab er es einfach auf und verschränkte stattdessen die Arme vor der Brust. Es würde nicht einfach werden - nicht in Panik zu verfallen oder jedenfalls sich nicht zu Sorgen. Francis Charakter gab ihm immer wieder allen Grund dazu. Aber er würde bestimmt nicht alles riskieren und wie ein herrenloser Hund nach seinen Cousin zu suchen. So töricht würde er nicht sein. “Ich hatte nicht vor Euch zu suchen.“, schnaubte er aus. “Schickt auch keinen Boten, erst wenn es wirklich keine andere Wahl gibt. Niemand weiß, wer die Nachricht zuerst ließt und wer der englischen Sprache mächtig ist. Rizzi ist misstrauisch - ich würde ihm zutrauen, dass er auch Briefe an mich lesen würde, wenn es einen Grund für Zweifel gibt.“  Er hatte ihm deutlich gezeigt wie schnell seine Laune sich ändern konnte.  Er würde vielleicht wirklich dafür sorgen müssen, dass er nicht nur in den Briefen, sondern auch jetzt sein vollstes Vertrauen bekam.
Shane setzte sich wieder in Bewegung und ließ das letzte Stück des Weges hinter sich. Während er durch den Gang schritt sagte er kein Wort. Die Schritte wurden durch den Teppich am Boden gedämpft. Nur einmal begegnete ihnen eine Magd die schnell zur Seite trat und höflich den Kopf senkte, während Shane an ihr vorbei ging. Er selbst hatte sich etwas vor Francis geschoben, um ihn vor den Blicken verborgen zu halten. Im oberen Stock angekommen, sperrte er die Türe auf und trat wieder ein. Das Zimmer wirkte duster, da er die Vorhänge geschlossen hatte. Aber es hatte auch dazu geführt, dass es relativ kühl geblieben war. Shane zog die Weste aus, die er über dem Hemd getragen hatte. Als er sich dem Stoff entledigt​ hatte, trat er zu einer Schüssel Wasser und wusch sich den Staub von der Haut. “Ihr solltet Euch nun wieder ausruhen. Ab morgen werdet Ihr nicht mehr die Zeit dafür haben.“, riet er ihm und sah über die Schulter zu ihm zurück.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   25/8/2017, 11:58 am

Zu Shanes Erleichterung war Francis in den Fluren der Villa still gewesen. Francis hatte sich bereits daran gewöhnt, dass er in den Gängen still zu sein hatte um weder Shane noch sich selbst einem Risiko auszusetzen. Rizzi würde also im Zweifelsfall persönliche Briefe lesen? Und Shane nannte diesen Mann einen Verbündeten? Einen Ordensbruder? Darüber staunte Francis doch sehr. Er war vielleicht naiv aber so blind auch wieder nicht.

Im Zimmer angekommen, sah er zu Shane wie dieser sich wusch und ihm sagte, er gehöre ins Bett. Da hatte er nicht ganz unrecht. Francis zog den Hut vom Kopf und legte ihn auf einen Stuhl.
"Ihr behauptet von einem Mörder, der Eure persönlichen Briefe lesen würde, er sei Euer Verbündeter und Bruder. Ihr seid blind, Hannigan! Und wie Ihr schon sagtet, jeder Blinde hätte mich finden können.", sagte er ernst und sah zu ihm. "Ihr verfolgt vielleich dieselben Ideologien und vielleicht wollt ihr Templer wirklich die Welt zu einem besseren Ort machen. Aber Rizzi ist und bleibt für seine Ziele ein grausamer Mörder, der nichts anderes tut, als seine Verbündeten mit Gewalt an sich zu binden. Es ist mir ein Rätsel, wieso er Euch beeindruckt hat.", sprach er und begann sich langsam auszukleiden damit er wieder ins Bett konnte.

"Ich hab nur eine Bitte an Euch: Passt auf Euch auf. Wir tun beide so als sei ich derjenige, auf den man aufpassen müsste. Aber Ihr seid in grösserer Gefahr. Mir droht nur der Tod. Euch droht der Verlust Eurer Macht, Eures Geistes, Eurer Eigenständigkeit.", erklärte er ihm weiter auch wenn Shane ihm den Rücken zugekehrt hatte.
Dann wurde Francis' Stimme leiser. "Ausserdem will ich einfach nicht, dass Euch etwas passiert oder dass es Euch schlecht geht."
Shane ging es schlecht weil er unter Rizzis Fuchtel stand und ständig befürchten musste, dass man ihn mit Francis erwischte. Francis hingegen wäre es egal, wenn er Shane mit Rizzi erwischte. Also war Rizzi eindeutig derjenige, der Shane grösseres Übel und Kopfzerbrechen bereitete als Francis.
Francis hatte den Blick gesenkt. Er wusste nicht ob Shane wieder schimpfen würde oder ob er ihm sagen würde, es gehe ihn schlichtweg nichts an.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   25/8/2017, 3:22 pm

Shane war froh darüber, dass Francis wenigstens gelernt hatte,  im Gang zu schweigen. Dieses Mal hatte er es mit keinem Wort erwähnt, sondern war einfach gegangen.
Noch immer vor der Schüssel stehend, hatte er den Blick auf die klare Oberfläche gewandt. Verschwommen spiegelte sich sein Gesicht darin. Grauen Augen funkelten ihm entgegen, die müde wirkten und in denen tief drinnen etwas schlummerte, das nicht geweckt werden wollte. Seit seinem Aufbruch aus England hatte er abgenommen, nicht viel doch wenn man genauer hinsah konnte man erkennen, das die Wangenknochen deutlicher hervor traten. Als er sich bewegte und leicht an den Tisch stieß, verschwand das Spiegelbild zwischen kleinen Wellen. Shane wandte den Blick ab, sah aber nicht zurück zu Francis. Rizzi war und blieb ein Ordensbruder, aber er musste zugeben, hinter den Briefen saß ein ganz anderer Mann. Er kannte Rizzi nicht, doch dieser kannte auch ihn nicht. Dennoch konnte das gleiche Ziel zu einem Bündnis führen. “Ich mag in Euren Augen blind sein, doch Ihr wisst ebenso nichts Francis. Ihr Urteilt nur nachdem was Ihr nun gesehen habt, doch seht Ihr nicht die Geschichte dahinter. Ich muss zugeben Rizzi scheint viel mehr das töten zu lieben, als wie es in seinen Briefen wirkte, doch er ist ein Templer und so - ob Ihr wollst oder nicht - mein Verbündeter. Es ist weniger das er mich beeindruckt - viel eher ist es höflicher Respekt, den jeder Ordensbruder verdient hat.“ Shane wusste nicht warum.er den drang verspürt hatte sich er Erklären. Es kam fast einer Entschuldigung gleich, warum er mit Rizzi im Bündnis stand.
Für einen Moment schloss der Adelige die Augen und stützte beide Hände auf dem kleinen Tisch ab, während er zurück auf das wieder ruhige Wasser sah.
Es wird nichts geschehen. Mir wird nichts geschehen.“ Erst jetzt löste er sich aus seiner Haltung. Er drehte sich zu seinem Cousin, um ihn anzusehen. “Also kümmert Euch nicht darum. Denkt nicht darüber nach, sondern tut einfach das, was man Euch aufgetragen hat.“ Er würde schon selbst seinen Weg finden. Shane ließ sich auf dem Stuhl nieder und zog die Stiefel aus, bevor er sich zurücklehnte und Francis eine Weile beobachtete.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   26/8/2017, 11:44 am

"Höflicher Respekt.", wiederholte er Shanes Aussage etwas spöttelnd. Aber dann sagte er nichts mehr und zog sich langsam aus. Die Bewegungen waren gut überlegt denn Francis konnte es sich nicht erlauben, irgendeine falsche Bewegung zu machen und damit seine Verfolgungsreise nicht antreten zu können.
Als er die Hosen aus hatte und sich ans Hemd machen wollte, hob er den Blick und sah Shane an. "Haben die Templer noch andere Gegner als die Assassinen? Irgendwelche Orden, die mit Euch konkurrieren?", fragte er und setzte sich auf die Bettkante. "Ich habe mich weder mit den Templern noch mit den Assassinen richtig befasst. Als ich auf Leonardo und Rafael gestossen bin, haben wir zwar über die Assassinen und Rizzi gesprochen aber...", sagte er und zuckte leicht mit den Schultern. "Ihr versucht mich nicht auf die Seite der Templer zu ziehen. Das... finde ich eine sehr beeindruckende Geste von Euch. Ich versucht nicht mich zu ködern oder wollt mir weiss machen, dass den Assassinen der Tod gebührt. Und dennoch seid Ihr so entschlossen wenn es um den Templerorden geht als könntet Ihr ohne diesen nicht leben. Ist das nicht auch so etwas wie ein Laster?", wollte er wissen und grinste dabei leicht auf. Francis suchte immer noch nach diesem einen Punkt, der Hannigans Charakter anders wirken liess als es auf den ersten Blick erschien. Irgendeine heimliche Leidenschaft. Vielleicht liebte er süsse kleine Kätzchen? Vielleicht war er ein heimlicher Rosenfreund? Oder er arbeitete heimlich an Schnitzereien? Besuchte inkognito durchreisende Zirkusvorstellungen? Oder er nähte gerne? Irgendwas musste er doch lieben! Ein Spleen, eine einzige, kleine Macke, die niemand ausser ihm selbst kannte. Francis wollte es erfahren und er ahnte, dass er es eines Tages herausfinden würde. Shane benahm sich vor ihm echter als er es selbst wollte und Francis bemerkte diese kleinen Nuancen in seiner Stimme, seiner Haltung oder in seinen Blicken.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   26/8/2017, 12:48 pm

Bei Francis spöttischer Stimme wurden Shanes Augen etwas schmal. Doch er sagte nichts darauf. Er würde es wahrscheinlich nur schlimmer machen und seinem Cousin noch ein falsches Bild in den Kopf setzen. Als es hinter ihm kurz still wurde, drehte er sich um und sah dem Söldner entgegen. „Nein. Es sind nur die Assassinen, die uns versuchen aufzuhalten, indem sie uns töten.“ Er sah keinem Grund Francis diese Information zu verheimlichen. Nachdem er sich auf den Stuhl niedergelassen hatte, legte er die Arme auf den Lehnen ab und ließ sich die Worte des anderen durch den Kopf gehen.
„Ich würde lügen, würde ich behaupten, ich hätte nicht darüber nachgedacht. Doch was wärt Ihr für ein Verbündeter oder Ordensbruder, wenn ihr diesen Weg nicht gehen wollt. Ihr würdet es mir schon sagen, wenn ihr mehr erfahren wollt.“ Der Adelige drehte den Kopf zum Fenster und dann wieder zurück zu Francis. Sein Blick schien zwar auf den Mann auf der Bettkante gerichtet zu sein, aber seine Gedanken und sein Geist waren an einem ganz anderen Ort. Man konnte es im Grau der Iris erkennen. „Die Assassinen bezeichnen uns als Bestien, da wir den Menschen die Freiheit nehmen wollen. Kontrolle würde doch nie den Frieden bringen und nur den freien Willen rauben.“ Shane schnaubte aus und hob eine Hand um seine Wange darauf abzustützen, während der Ellbogen noch auf der Lehne des Stuhles lag. „Sie sehen nur das, was sie sehen wollen. Kontrolle bedeutet nicht, dass man nicht auch selbst entscheiden kann – in welcher Form. Würde ein Bauer sich mit derselben Hingabe um sein Feld und seine Tiere kümmern, wenn er nichts zu erreichen hätte? Wenn ihm niemand über die Schulter blickt und sagt, so ist es richtig? Der Mensch braucht die Ordnung. Jedenfalls eine, die es ihm möglich macht, dass auszuleben, zu dem er fähig ist.
 Für ein paar Herzschläge sah er seinem Cousin wachsam in die Augen. „Es ist kein Laster. Es ist ein Ziel.“ Ein Ziel das er schon zu verfolgen hatte,  sobald er alt genug gewesen war um einen klaren Gedanken zu fassen. Das Grinsen auf den Lippen des anderen erwiderte er nicht. „Was hat man Euch über die Assassinen erzählt?“ Shane konnte spüren, wie seine Fingerknöchel gegen seinen Wangenknochen drückte, während er auf eine Antwort wartete.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   28/8/2017, 9:49 am

Francis hatte seine eigene Theorie dazu warum Shane keinen Versuch startete, Francis vom Orden der Templer zu überzeugen. Er wollte Francis nicht in diesem Orden sehen. Er konnte sich nicht ausmalen, wie Francis pflichtbewusst und geheimnisvoll im Orden wirken könnte. Und es gab sicherlich noch einen anderen Grund, einen tieferen Grund. Hannigan wollte Francis diesen Ordensleuten nicht zum Frass vorwerfen und das hätte er mit Sicherheit getan. Während Shane ihn fragend anblickte, lächelte Francis auf. Shane hatte das Herz wirklich am rechten Fleck.

"Liegt das Problem nicht woanders? Ich befürworte die Ansicht, dass ein freies Volk trotz allem eine starke und gute Führung braucht. Tatsache ist aber, dass viele Menschen, die diese Führungsrollen übernehmen wollen, einen schwachen Charakter haben und ihre Macht missbrauchen. Diese Macht wurde in der Vergangenheit immer wieder schändlich ausgelebt und der Leidtragende war immer der einfache Bürger. Die Assassinen versuchen doch nur die Mächtigen dieser Welt nicht zu mächtig werden zu lassen indem sie ihre Mitläufer dezimieren und die Anzahl der Mächtigen sowie die Macht an sich niedrig halten bis das Gleichgewicht wieder stimmt.", erklärte er seine Auffassung.
"Aber wenn Ihr mich fragt, dann kann ich Euch gleich sagen, dass wir dieses Gleichgewicht in dieser Welt niemals erreichen werden weil die Menschen wie Hunde sind und wo ein Alpha ist, ist auch ein Beta, der gerne Alpha sein will.", grinste er. "Irgendwann wird das Volk blind werden und meinen, dass sie ein freies Volk sind, während im Hintergrund weiter die Fäden gesponnen werden. Warum sollte ich mich also bemühen, irgendeinem Orden, einer Gruppe anzugehören? Ich kann nichts am Zustand dieser Welt ändern.", äusserte er schulterzuckend. Insgeheim verriet er damit auch ein bisschen seine Hoffnungslosigkeit über seine eigene Zukunft, die ihn ab und an ereilte. Womöglich klammerte er sich deshalb so an die Menschen, die in irgendeiner Weise gut zu ihm sind. Sie geben ihm immer wieder etwas Halt.

"Bei diesem Assassinentreffen ging es eigentlich nur darum wie man Rizzi mundtot machen könnte. Ansonsten haben wir eigentlich mehr oder weniger persönliche Erfahrungen ausgetauscht. Ich fand nicht, dass sie aus mir einen Assassinen machen wollten. Vielleicht aus denselben edelmütigen Gründen wir Ihr nicht wollt, dass ich Templer werde.", grinste er. Er mochte es, Shane zu sagen was er aus seinen Worten und Mimiken herauslesen konnte. Und Francis konnte das nur weil Shane ihn nicht abschütteln konnte und wollte. Shane musste sich wohl bald eingestehen, dass er Francis viel zu nahe an sich herangelassen hatte und es nun kein Entkommen mehr gab. Zumindest nicht gedanklich. Shane würde immer Francis' Gesicht vor seinem geistigen Auge sehen - entweder wie er lachte und scherzte oder wie er ihn beleidigt oder getroffen verletzt ansah. Er würde seine Stimme hören, seine Reime und Lieder, und sich darüber aufregen, dass alles so klar in seinem Kopf gewesen war.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   28/8/2017, 11:01 am

Den Kopf noch immer mit der Hand abgestützt, lauschte er einfach den Worten, die unaufhaltsam aus Francis Mund traten. Hin und wieder stieß er Schnauben aus, doch ansonsten machte er keine Anstalten ihn zu unterbrechen. Als wieder Stille herrschte, rührte sich Shane nicht. Das einzige Geräusch das von seiner Seite kam, war das leichte Klopfen seiner freien Fingerspitzten, die gegen die Armlehne trommelten.
Die Assassinen versuchen jegliche Führung fortzuwischen. Sie sehen nicht das Gleichgewicht, sondern nur den Wunsch nach Freiheit und eigenem Willen. Aber besitzen die Menschen diesen Willen nicht unlängst? Sie wollen es doch gar nicht - diese sogenannte Freiheit. “, murrte er leicht. Das Trommeln seiner Finger verstummte und der Templer richtete den Blick kurz zum Fenster. “Es wird immer Männer geben, die ihre Grenzen überschreiten.“ Männer die an ihrer Macht erstickten und das Ziel aus den Augen verloren, da sie zu ungeduldig waren. Shane schloss für den Bruchteil einer Sekunde die Augen und holte tief Luft. Es war schwer seinem Cousin zu beschreiben, warum er diesen Weg ging und auch nicht von ihm gewichen war. “Veränderungen kommen nie von einem Tag auf den anderen. Doch man kann jemand sein, der den Grundstein für eine feste Mauer legt. Ein Stein und dann ein weiterer und wenn die Zeit gekommen ist, reicht man den Stein weiter. Bis aus einzelnen Teilen ein Gebilde wird, dass nicht mehr einstürzen kann. Hält man sich dies in Erinnerung, werden die kleinen Einflüsse deiner Taten sichtbar. Zuerst nur auf deine Umgebung, dann auf eine Stadt und irgendwann folgt das ganze Land.“ Shane löste die Wange von seiner Hand und stützte den Kopf auf die Lehne. “Alles was jemand dazu braucht ist Geduld und Glaube an das eigene Ziel.“ Selbst wenn seine Lippen sich nicht verzogen, konnte man das Lächeln aus der Tonlage heraus hören. “Doch Geduld war wohl nie eine Eurer Stärken nicht wahr?“ Shanes graue Augen waren wieder auf das Gesicht seines Cousins gerichtet. Er suchte nach der Wahrheit in dessen Zügen.
Sie alle scheinen kein gutes Bild von Rizzi zu haben.“, sagte er mehr zu sich selbst und dachte kurz an die Briefe. Der Mann hatte nie so geklungen, als wäre er von solch schrecklicher Natur. Aber das geschriebene Wort konnte oft missverstanden werden. Bei der letzten Aussage von Francis, wurde sein Blick ein wenig schmal. “Ihr solltet wirklich nicht Vermutungen aufstellen. Es würde Euch nur enttäuschen, wenn die wahren Gründe ganz anders sind.“ Es war ein gut gemeinter Rat, auch wenn Shane langsam verstand, dass Francis wachsamer Geist viel mehr sah, als man glauben wollte.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   28/8/2017, 4:03 pm

"Geduld ist für die, die auf den Tod warten.", erklärte Francis vergnügt. Zu den anderen Aussagen sagte er nichts. Es waren zuviele Worte, die ihn nach seiner Erklärung der politischen Sichtweise verwirrten. Nicht etwa weil Shane kompliziert gesprochen hatte sondern weil sich Francis selten über solche ernste Dinge unterhielt und meist immer schnell vom Thema abkam. Er hatte auch keine Ausdauer was so eine schwierige Konversation betraf, da er so etwas nie gelernt hatte.
"Vermutungen sind wie kleine Geschichten, in die man sich flüchten kann. Es gibt hoffnugnsvolle Geschichten, Gruselgeschichten, Schlachtgeschichten und sogar Geschichten mit Euch als Hauptperson.", sagte er leise lachend und zog sich allmählich langsam zurück aufs Bett und unter die Bettdecke. Er fühlte sich nicht erschöpft aber sein Körper zeigte doch deutlich, dass er etwas Schonung wollte.

"Hey, Hannigan. Soll ich Euch etwas verraten? In diesen Vermutungsgeschichten ist Euer Name Shaney.", lachte er und blickte Shane an. "Und ich kenne Eure Gründe, Hannigan.", sprach er weiter und legte sich zurück. "Ihr könnt so gemein zu mir sein wie Ihr wollt. Ihr habt mich längst in Euer Herz geschlossen.", meinte er, sah ihn etwas ernster aber immer noch lächelnd an, und sank etwas tiefer in die Kissen. "Es gibt da einen stolzen Mann, der niemals richtig lächeln kann. Er schimpft laut und rüde und wirkt dabei ein wenig prüde. Ich weiss, dass es ein Geheimnis gibt, nämlich dass Shane Hannigan von Herzen liebt, gutes Essen und guter Wein und sogar mich.", sang er, fing an zu lachen und drehte kichernd den Kopf. Die letzte Strophe war kein Reim mehr gewesen aber er wusste auf die Schnelle nicht was sich auf seinen Namen gereimt hätte. "Weckt mich wenn das Abendessen kommt."
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   28/8/2017, 5:47 pm

Shanes Augenbraue hob sich ein wenig. “Geduld kann auch Leben retten.“ Ein wenig lag auch etwas Bissiges in diesen Worten, als wollte er sagen: 'Nur meine Geduld verdankt dir, dass ich dich noch nicht selbst getötet habe.' Shane machte auch keine weitere Anstalten Francis nach einer Antwort zu fragen. Er hatte seine Sicht erklärt und was sein Cousin damit anfing, würde ihm wohl selbst überlassen. Francis war nun einmal keiner von seinen Ordensbrüder mit dem er darüber diskutieren konnte. Es hatte ihn sogar ein wenig fasziniert, dass er überhaupt dazu fähig gewesen war solch ethnische Worte zu sprechen. Bisher hatte er sich selten solch ernsten Themen zugewandt. Shane begann sogar zu bezweifeln, dass dieses Gespräch je stattgefunden hatte, als der Söldner wieder zu sprechen begann.
Ein verzweifeltes Seufzen erklang, gemeinsam mit einem einem eisigen Blick. “Hört auf diesen Namen in Euren Mund zu nehmen. Das ist doch grauenhaft.“ Shane wollte gar nicht wissen, wie der andere auf diese Idee gekommen war. “Francis! Wagt es ja nicht!“, stieß er aus, als die Stimme des anderen bereits diese bestimmte Tonlage angenommen hatte. Shanes Nackenhaare stellten sich etwas auf und sein Gesicht wirkte im nächsten Moment, als hätte man ihn gerade mit kaltem Wasser übergossen. Er schüttelte kurz den Kopf und funkelte seinen Cousin an. “Wenn Gott gewollt hätte, dass Ihr Reime erfindet, hätte er Euch zum Gaukler gemacht.“ Shane versuchte die Worte aus seinem Kopf zu bekommen, doch als er eine Zeit lang später immer noch da saß, klangen sie unheilvoll in seinem Kopf wieder. “Seid froh, wenn ich Euch überhaupt noch wecke.“, presste er zwischen den Zähnen hervor und verschränkte die Arme.
Wenn Francis jetzt schon so voller Energie und ungebremster Worte war - wie würde das alles Enden, wenn er vollkommen gesund war? Shane verdrängte diesen Gedanken und fuhr sich durch das Gesicht, bevor er leise die Luft ausatmete und die Augen schloss. Er konnte nicht schlafen, doch so lauschte er wachsam den Geräuschen um sich herum und auch seinen eigenen Gedanken, die zurück zur Reise gekehrt waren.

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