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 Villa del Carvari

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AutorNachricht
Francis Bell
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   30/4/2017, 3:41 pm

Samstag, 3. April 1480
Morgens

Francis konnte auf das Frühstück warten auch wenn sein Magen seinen Hunger hörbar kund tat. Und das Wasser würde er sofort zu sich nehmen nachdem er die Morgentoilette erledigt hatte. Durstig war Francis nämlich sehr. Auch fand er, dass Shane heute morgen fast schlimmer aussah als Francis, denn Shane schien wirklich schlecht geschlafen zu haben. Wären sie in ein Bordell gegangen, hätte er sich jetzt eine Massage gönnen können.

"Wenn Ihr das tut, Hannigan, pinkle ich Euch das Zimmer voll!", reklalmierte er prompt und drehte den Kopf um ihn anzusehen. "Eigentlich hättet Ihr mir den Topf auch bringen können. Das wäre einfacher für uns alle gewesen.", meinte er und tat so als hätte sich Hannigan selbst diese Bürde mit Francis auferlegt. Glücklicherweise hatten sie die Schüssel bereits erreicht und es wäre sinnlos gewesen, Francis jetzt am Ziel loszulassen.
"Oh endlich.", seufzte er erleichter auf und öffnete die Verschnürung der Hose und fasste hinein um sein bestes (Lieblings-)Stück herauszuholen. Während er sich erleichterte und dabei kein bisschen Schamgefühl spürte oder zeigte, sah er Shane an und grinste fröhlich auf. "Da fühlt man sich doch gleich noch etwas geiler... - äh geheilter. Geheilter! Ich meinte wirklich geheilter!"
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   30/4/2017, 8:02 pm

Samstag, 3. April 1480
Morgens

Shane verdrehte innerlich die Augen und war froh, dass Francis nicht weiter über das Frühstück quängelte als wäre er ein kleiner Junge. Zwar hatte auch der Templer Hunger, doch er hatte gelernt zu fasten und abzuwarten. Auf Reisen war es einem nicht möglich, immer von den besten Speisen zu kosten – außerdem musste er darauf achten nichts zu erwischen, dass mit Milch in Berührung kam. Eine unangenehme Nebensache, die er der Magd mitgeteilt hatte und er hoffte wirklich sie würde wirklich auf das Essen achten. Wenn nicht, würde sie wohl ziemlich viel Ärger bekommen. Magenbeschwerden waren das letzte was Shane jetzt brauchte.

Ein tiefer wütender Laut drang aus seiner Kehle und seine Hände umfasste Francis ein wenig großer. Oh, welch ein unerträglicher Mann das doch war! „Um dann die Schüssel mit Eurem Unrat wieder zurücktragen zu müssen? Bestimmt nicht.“ Er schnaubte aus und spannte seine Schultern an „Ihr geht dort in die Ecke, wo ihr hingehört.“ Die Art seines Cousins machte ihn bissiger und ein wenig verlor sich die Höflichkeit. Der Adelsmann bemühte sich wirklich Geduld zu beweisen. Sehr sogar, aber nach einer Nacht wie dieser, war das unmöglich. Als sie die Schüssel erreicht hatte, wandte er leicht den Kopf ab. Er hatte keine Lust Francis bestes Stück so früh am Morgen zu betrachten. Zwar war er nicht wirklich verklemmt und es ließ ihn sonst recht kalt, aber es war auch unhöflich jemanden so offen zuzusehen. Sein Cousin schien damit jedoch weniger Probleme zu haben.
Dieses Mal reagierte Shane ohne nachzudenken. Sein Handrücken knallte gegen Francis Wange, bevor er selbst irgendwie reagieren konnte. Etwas Finsteres erschien in seinem Blick. „Ich bin nicht für Scherze aufgelegt, Bell.“ Warf er ihm entgegen und im nächsten Moment wirkte sein Gesicht wieder kalt und ruhig. So ungern er es auch zugab, die Ohrfeigte hatte gut getan. In ihr war all der Zorn und die Demütigung gelegen, die er verspürt hatte. Befreiend stieß er die Luft aus und ließ den Mann dann einfach los. Er hatte ihn gewarnt. Da er sich bereits schon erleichtert hatte, bestand auch nicht mehr die Gefahr, dass er das Zimmer vollmachte. Sollte er es dennoch versuchen – Shane blickte zu dem Dolch der nicht weit entfernt lag - ob er nun eine Wunde mehr oder weniger hatte, würde in dessen Zustand nicht mehr auffallen und da der Arzt bald kam, würde er daran auch nicht sterben.  
Shane stolzierte zur frischen Wasserschüssel im Zimmer und befeuchtete sich das Gesicht, um die letzte Reste der Müdigkeit fortzujagen. Irgendwann würde er schlafen müssen, die Frage blieb nur, was er nun mit seinem Cousin machte. Ihn einfach gehen lassen war keine gute Idee, der Mann könnte einfach wieder verschwinden. Allerdings musste er auch weiterhin nach Rizzi suchen, um mit ihm zu sprechen und seine Aufgaben wieder aufzugreifen. Er hatte sein Ziel nicht vergessen. "Seht zu wie Ihr selbst wieder ins Bett findet." Langsam drehte sich der Adelsmann wieder um und richtete den Blick auf den Verletzen.

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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   2/5/2017, 10:31 am

Samstag, 3. April 1480
Morgens

Völlig verdutzt starrte er Shane hinterher. Er hob die gebrochene aber stabil verbundene Hand um sie auf die Wange zu legen, auf der die Ohrfeige wie Feuer brannte. "Ich wurde noch nie beim pinkeln geschlagen.", sagte er verblüfft. Dann kümmerte er sich erst um sich selbst, verpackte wieder alles und sah dann erneut zu Shane. Shane war kein netter Mensch am morgen. Offenbar hatte er wirklich schlecht geschlafen.
"Wieso sollte ich das Bett nicht selbst finden? Es steht doch da. Ich bin nicht blind geworden.", murmelte er und nickte zum Bett hinüber.

Statt zum Bett lief er dann jedoch langsam zu Shane und seiner Wasserschüssel hinüber und er sah den Adelsmann dabei neugierig an, so als hätte Shane etwas vor Francis zu verbergen. Shanes Blick war sehr argwöhnisch und gefährlich in diesen Sekunden der völligen Ruhe und dem Anstarren des Gegenübers zwischen Jäger und Beute. Erst als Francis wieder in erreichbarer Nähe war, blieb er stehen, legte den Kopf leicht schief und lächelte. Francis trug seinen Seelenzustand immer offen mit sich herum. Er verbarg keine Emotionen, er dachte nicht darüber nach was passieren und schiefgehen konnte.
Nun zeigte er Shane sehr offen seine freundschaftliche Zuneigung gegenüber dem Adelsmann, der in Francis eine Bürde sah. Aber auch ein Stück Heimat.

"Ich bin wirklich froh, dass ich Euch begegnet bin, Hannigan.", sprach er und lächelte noch immer ein versöhnliches Sonnenscheinlächeln.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   3/5/2017, 9:51 pm

Samstag, 3. April 1480
Morgens

"Nun, dann wurdet Ihr es heute." Shanes Ton war ausgesprochen gefühlslos geworden, aber es lag mehr daran, dass er einfach erschöpft war. Jetzt hatte er vollends realisiert, dass er die Kontrolle verloren hatte. Nicht einfach nur durch Worte, sondern durch Taten. "Seid Ihr nur so Begriffsstuzig oder verstellt ihr Euch so geschickt, dass jeder Euren Tod wünscht?" Mit einer flüssigen Bewegung strich er sich die Haare aus dem Gesicht und fasste sie im Nacken streng zusammen. "Aber verschont mich, mit dem Versuch Euch zu erklären."
Shanes Augenbraue hob sich ein Stück nach oben, als Francis auf ihn zukam. Er hatte nicht wirklich damit gerechnet, dass sein Cousin ausgerechnet jetzt den Mut hatte, sich ihm zu nähern. Zumal er deutlich klar gemacht hatte, dass er kein Morgenmensch war und schon gar nicht wenn er die Nacht damit zugebracht hatte im Dreck zu knien. Der Templer verschränkte die Arme und hob sein Kinn ein Stück nach oben, während er darauf wartete, was Francis nun vorhatte. Ganz automatisch hatte sich sein Körper angespannt, in der Erwartung eines Angriffes. Doch schnell holte er sich in Erinnerung, dass der Mann vor ihm verletzt war und keine Chance hätte, noch sah das Gesicht das ihm entgegenblickte feindselig aus. Ganz im Gegenteil, trotz der harschen Worte und der Eitelkeit die Shane stets an den Tag legte, schien Francis ihm wohlgesonnen zu sein. Er seufzte leise aus. "Was..", setzte er an, doch dann hatte schon sein Gegenüber das Wort ergriffen. Froh? Entsprach das der Wahrheit, oder rührte dieses Gefühl nur daher, da er das Glück hatte noch zu leben. "Das könnt Ihr wahrlich sein." Der Hauch eines Lächeln zuckte um seine Lippen, denn irgendwie hatten die Worte gut getan. Es war lange her, dass jemand froh über seine Anwesenheit war.
Zu mehr kam der Adelsmann gar nicht mehr, denn ein Klopfen ertönte an der Zimmertür, gefolgt von der tiefen Stimme des bestellten Arztes. "Ins Bett mit Euch.", befahl er Francis, bevor er sich zur Türe wandte.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   4/5/2017, 8:27 am

Samstag, 3. April 1480
Morgens

"Der Arzt ist ein Spielverderber.", sagte er und blickte zur Tür als es klopfte. Hannigan hatte ja gesagt, dass der Arzt kommen würde. Francis war auch froh darum. Andererseits unterbrach der Arzt das Gespräch, welches Francis mit Shane führen wollte soweit es ihm seine Scherze und Shanes Nerven eben zuliessen.

Dennoch tat Francis für einmal das, was Shane von ihm wollte; Er ging zurück ins Bett, seufzte und stöhnte auf um seine Schmerzen damit zu unterstreichen, die er auszuhalten hatte, und blickte dann zum Geschehen an der Tür. Ein Diener brachte den Arzt, der ganz in schwarz gekleidet war, herein. Beim Anblick des älterlichen, faltigen Gesichts und den stechenden Augen wurde Francis ganz anders. Der Arzt begegnete Hannigan äusserst freundlich und ermutigend und als er zu Francis ans Bett herantrat, lächelte er sogar. Für Francis wirkte das aber alles einschüchternd und ihm wurde schlecht.

Die Behandlung dauerte eine ganze Stunde. Das Handgelenk bekam eine Salbe und einen neuen Stützverband, da man dort nicht viel machen konnte und Hannigan am Abend zuvor schon für eine stabile Lage der Knochen gesorgt hatte. Die Wunde an seiner Seite war ein grösseres Problem. Der Arzt betunkte sie mit scharfen, brennenden Flüssigkeiten und Francis erstickte seine Schmerzensschreie mehrmals im Kissen. Trotz einiger betäubenden Eigenschaften einer gewissen Tinktur vergoss Francis Schmerzenstränen als der Arzt Nadel und Faden ansetzte und die Wunde zusammenzunähen begann. Die Prozedur dauerte unglaublich lang und Francis war mehrmals kurz vor einer erneuten Ohnmacht. Was Francis bei alledem nicht wusste: Er war an einen guten Arzt geraten, der sein Handwerk verstand und Francis mit seiner Nähkunst zu einer guten Genesung verholfen hatte.

Als der Arzt nach einigen Wortwechseln mit Hannigan wieder gegangen war, sass Francis angelehnt an einigen Kissen im Bett. Der Oberkörper war vom Bauchnabel bis unter die Achselhöhlen mit einem Verband eingewickelt worden. Sein Gesicht war gerötet von der Anstrengung, Schmerzen auszuhalten und der Heulerei. Nun sah er äusserst vorwurfsvoll zu seinem Cousin. "Ich dachte, ich sterbe!", meinte er und hob die Hand mit dem Wasserbecher um zu trinken. "Ich dachte wirklich, dass ich das nicht überleben werde.", wiederholte er. "Aber danke, dass Ihr Euch um einen Arzt bemüht habt."

Francis war doch auch sehr dankbar darüber. Zwar schmerzte die Naht aber die Angst, zu verbluten, war gewichen. Und obwohl er einiges an Blut verloren hatte, war er nicht blass. Und keiner war der Blutspur zur Villa del Carvari gefolgt. Francis war sicher und Hannigan hatte einen neuen Freund gewonnen.

"Gibt's jetzt Frühstück?"
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   4/5/2017, 8:38 pm

Samstag, 3. April 1480
Morgens

„Nein, er hat ein perfektes Zeitgefühl.“ Shane war einerseits froh, um das unangenehme Gespräch herumgekommen zu sein, das sich unverkennbar zwischen ihnen aufgebaut hatte, aber auf der anderen Seite war er auch etwas Neugierig, was Francis wohl noch zu sagen hatte. Aber letztens Endes, wäre es wohl nichts mit Sinn gewesen. Wenigstens schien sein Cousin zu gehorchen und wieder ins Bett zu gehen. Im Augenwinkel beobachtete er wachsam die Bewegungen des Mannes, damit er im Notfall doch noch eingreifen konnte. Als er sah, dass er am Bett angekommen war, öffnete er die Türe und begrüßte den Arzt höflich. Den Gerüchten nach sollte er recht gut sein und auch gewissermaßen käuflich. Er würde kein Wort an Francis Feinde weiter geben, wer auch immer davon wissen wollte. Nachdem er den Mann begrüßt und kurz den Sachverhalt erklärt hatte, trat er zur Seite um ihn seine Arbeit machen zu lassen. Kurz warf er seinem Cousin einen warnenden Blick zu. Hoffentlich wusste er sich einmal zu benehmen.
Schweigend trat er dann zu seinem Stuhl zurück und ließ sich darauf nieder. Hier hatte er den besten Blick auf alles und würde den dottore auch nicht stören. Die Beine überkreuzt und die Hände auf das Knie gelegt, wartete er ruhig ab. Ihm entging nicht, dass der Söldner wohl ziemliche Schmerzen zu ertragen hatte. Dessen Gesicht schien alle Gefühle widerzuspiegeln.Vielleicht lernte er nun endlich, dass es manchmal besser war den Mund zu halten oder sich an seine Aufgaben zu halten. Vielleicht – Shane bezweifelte es.
Hin und wieder verzog er aber selbst kaum merklich das Gesicht und sein Ellbogen strich ein wenig über die Wunde an seiner Niere. Dieser Schmerz war ihm nicht ganz unbekannt und so ließ es den Adelsmann auch nicht völlig kalt, während er die zwei Männer beobachtete. Die Prozedur schien eine ganze Weile zu dauern und irgendwann stand der Templer auch mal wieder auf und trat ans Fenster um nach draußen zu sehen. Der Hof war leer und es schienen sich keine anderen Gäste in der Villa zu befinden. Er nahm sich vor wenn der Arzt weg war, nach einem neuen Zimmer zu fragen. Ebenso würde er wohl für das Bett und den Wasserkrug aufkommen. Es wäre unhöflich diesen nicht zu erstatten. Die Arme im Rücken verschränkt, drehte er sich um, als die Bewegungen in seinem Augenwinkel stoppte und der Arzt seine Materialien zusammenpackte. „Grazie für Eure Hilfe, dottore.“, bedankte er sich und begleitete den Mann zur Türe. Er reichte ihm die versprochenen Flori und schloss wieder die Türe.
Als er sich umdrehte, hörte er schon wieder Francis Stimme und er holte einmal tief Luft. „Ihr lebt.“, war seine einzige Antwort und er schenkte ihm einen grimmigen Blick. „Beschwert Euch nicht. Heilung ist niemals schmerzfrei.“
Langsam schritt er dann auf das Bett zu und blieb davor stehen und sah auf den Verletzen hinunter. „Ihr seid …. ich habe keine Worte mehr für Euch.“ Shane presste die Lippen aufeinander und sah zur Türe. „Es dürfte bald eintreffen. Ihr könnt Euch ja schlecht bewegen, also bekommen wir das Essen auf das Zimmer. Ihr müsst Euch wirklich in Geduld üben.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   5/5/2017, 9:46 am

Samstag, 3. April 1480
Morgens

"Ich habe Euch sprachlos gemacht?"
, lachte er leise auf. Francis fühlte sich nun nach der Behandlung bedeutend besser und die Aussicht auf ein Frühstück steigerte seine Stimmung nochmals. Soviel Fürsorge bekam Francis nur im Freudenhaus gegen Bares. Nun, auch hier würde er wohl irgendwann seine Schulden begleichen müssen aber noch war keine Forderung im Raum und Hannigan sah ja selbst, dass Francis jetzt unmöglich Geld beschaffen konnte. Francis nahm sich deshalb vor es sich gut gehen zu lassen um schnell zu genesen. Schliesslich musste er auch herausfinden was mit Santoro und Da Vinci passiert war. Diese beiden waren ihm in den letzten Tagen am nächsten gewesen und er hoffte, dass sie die Flucht überlebt hatten und sich in Sicherheit befanden.

"Ihr esst doch mit, nicht wahr? Vielleicht könnt Ihr mir ja etwas von Eurer Geduld abgeben. Ich muss schon sagen, Ihr beeindruckt mich.", sagte er und grinste. Es war kein überhebliches Grinsen. Francis war einfach fröhlich. Sein Glück hatte ihn doch nicht verlassen. Francis lebte kein Leben. Er überlebte sein Leben. Tagtäglich. Und die Glücksgöttin Fortuna war offensichtlich genauso geduldig mit ihm wie Hannigan.
"Die meisten Menschen beeindrucken mich nur nackt. Ihr dagegen könnt das auch angezogen.", sagte er und lachte leise wobei er anerkennend mit einem ausgestreckten Finger der Hand, die den Wasserbecher hielt, auf Shane zeigte. "Ich hoffe, Euch wird Anerkennung für Eure selbstlose Tat mir gegenüber gezeigt. Wenn nicht in dieser Welt, dann in einer anderen. Aber besser wäre es in dieser. Diese Welt ist schön und von den anderen wissen wir es nicht.", und davon war er nach all den Strapazen der gestrigen Nacht überzeugt. "Habt Ihr den Sonnenaufgang heute morgen gesehen? Er ist schön in Florenz. Das nächste Mal solltet Ihr ihn von einem Dach aus beobachten. Zusammen mit einer Frau.", schlug er vor. "Oder mit mir."
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   5/5/2017, 3:44 pm

Samstag, 3. April 1480
Morgens

“Ihr klingt, als wärt Ihr stolz darauf.“
, bemerkte er etwas kritisch. Shane war nicht entgangen, dass sich Francis Gemüt um einiges gesteigert hatte - zu seinem eigenen Bedauern. Seine Worte waren durchaus nicht freundlich gemeint gewesen. Er fand einfach keine passende Bezeichnung mehr für seinen Verwandten.
Kurz sah er Francis in die Augen und wandte ihm dann den Rücken zu, um sich kurz ebenfalls einen Becher mit Wasser zu füllen. “Ich habe nicht vor, wo anders zu Essen.“ Es wäre zudem umständlicher in einem Wirtshaus nach den Zutaten zu fragen. Es war nicht immer einfach, seine Allergie gegen Milch verborgen zu halten. Auf seine Worte hin, Shane beeindrucke ihn, hob er leicht eine Augenbraue. “Und dies aus dem Munde eines Söldners? Die Welt scheint verkehrt zu sein oder das Mittel des Arztes hat Eure Sinne benebelt?“ Der Adelsmann stellte den Becher zurück auf seinen Platz und hielt seufzend inne. “Ihr seht das alles nur als Witz nicht wahr?“ Die Lippen aufeinander gepresst, um ein Lächeln zu verhindern, warf er einen Blick nach hinten. Manchmal fiel es Shane durchaus schwer den Humor nicht zu sehr an sich heran zu lassen. Es war nicht sittlich, sich solchen Dingen hinzugeben. Es gab wichtigere und ernstere Aufgaben, um die er sich zu kümmern hatte. Schweigend lauschte er den vielen Worten, die von Francis kamen. Es war als würde dieser Mann niemals schweigen wollen und Shane stellte sich die Frage, ob sein Cousin Angst vor der Stille hatte. Wer wusste schon was tief in diesem Tölpel los war.
Ein ungewohnter Laut durchschnitt im nächsten Moment die Luft und erst nach mehreren Herzschlägen erkannte Shane, das es von ihm gekommen war. Er hatte gelacht. Nur kurz, aber es war ein Lachen gewesen. Von sich selbst überrascht, legte er eine Hand auf seinen Mund und er schüttelte den Kopf, dankbar dafür Francis noch immer den Rücken zugekehrt zu haben. “Ich bevorzuge den Regen, Bell.“,antwortete er nach einem kurzen Räuspern und erst als,er sich sicher war, dass er sich völlig unter Kontrolle hatte, wandte er sich wieder zum Bett.
Erneut entkam er einer weiteren Antwort, als sich die Türe nach einem Klopfe geöffnet wurde und Essen in den Raum gebracht wurde. Shane schwieg während ein Tisch an das Bett geschoben wurde und alles darauf platziert wurde.

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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   5/5/2017, 11:12 pm

Samstag, 3. April 1480
Vormittags

Sein Blick blieb überrascht auf Shane gerichtet als das Frühstück hereingebracht wurde. Er beachtete weder den Tisch noch die Magd oder den Diener, die alles für sie beide vorbereiteten. Francis war zu perplex gewesen. Hannigan hatte gelacht! Er hatte Humor gezeigt, liess sich gehen, war frei von seiner Engstirnigkeit und hatte tatsächlich gelacht! Damit hatte Francis nicht gerechnet.

Nachdem die Diener wieder gegangen waren, sah er Shane immer noch an und grinste dann auf. "Hannigan! Ihr könnt ja lachen! Das gefällt mir.", sagte er und lachte selbst auf. "Endlich habt Ihr Euer Herz gezeigt. Und jetzt frühstücken wir. Kommt, greift zu!"

Sein Cousin war bereits auf der richtigen Fährte. Francis konnte nicht allein sein und Stille machte ihm Angst. Er suchte stets das bunte Treiben, die lebendige, laute und schmutzige Welt, die Gesellschaft aller Leute ob arm oder reich, Frau oder Mann, hässlich oder schön. Hauptsache er war nicht allein.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   5/5/2017, 11:50 pm

Samstag, 3. April 1480
Vormittags

Shane bemerkte nur zu deutlich den Blick auf ihn. Ein wenig knirschte er mit den Zähnen und er beobachtete ebenso, wie alles vorbereitet wurde. Er freute sich nicht gerade darauf, dass er schon bald wieder alleine mit Francis war. Dennoch war es unvermeidbar und seine Arme vor der Brust verschränkt, war sein Gesicht so monoton geworden, wie es ihm nur möglich war. “Ihr müsst Euch getäuscht haben.“, wehrte er ab, wohl wissend das Francis ihm nicht ein Wort abkaufen würde. Da jede weitere Diskussion nur in einem Kreis enden würde, setzte er sich an den bereits gedeckten Tisch und betrachtete die Speisen. Man hatte die seinen getrennt auf seine Seite gestellt und wachsam betrachtete er das Brot und die warme Brühe. Der Färbung nach war es jenes Gebäck, das er ausdrücklich gefordert hatte - keine Milch, nur Mehl und Wasser, mit ein paar weiteren Zutaten verfeinert und zu einem Brot gebacken.
Wenn ihr Euch kräftig genug fühlt, werden wir in eines der Nebenzimmer umziehen.“, klärte er seinen Cousin auf, während er ohne Hast zu essen begann, immer darauf bedacht nichts Falsches zu nehmen. “Den Rest des Tages solltet ihr im Bett verbringen. Ich selbst habe noch ein paar Aufgaben, die auf mich warten.“ Zudem brauchte er seine frischen Kleider, die in der Schneiderei auf ihn warteten. Vielleicht sollte er auch Francis welche besorgen, denn sein Hemd war längst zu Asche verbrannt. Eine Weile aß er dann schweigend und nahm noch einen Schluck von dem Wasser, dass neben ihm stand. Hoffentlich wusste sich sein Cousin zu benehmen, wenn er später in die Stadt ritt. Es machte ihm dann doch ein paar Sorgen, dass Francis versuchen könnte abzuhauen.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   7/5/2017, 2:52 pm

Samstag, 3. April 1480
Vormittags

Francis langte bereits zu noch bevor Hannigan ordentlich am Tisch sass. Neben seinem Glück besass Francis auch einen ungeheuren Hunger, der nie so recht gestillt werden konnte.
"Wir wechseln das Zimmer? Hat es zwei Betten, da Ihr dieses nicht mit mir teilen wollt?", fragte er kauend und steckte sich ein weiteres Stück Brot in den Mund mit den bereits gut gefüllten Hamsterbacken. "Und ich bleibe im Bett. Ihr könnt Euch sorglos in Florenz umsehen. Vielleicht könntet Ihr mir aber einen Gefallen tun?", fragte er beiläufig und sah ihn an. "Wenn es Euch möglich ist, könntet Ihr herausfinden ob die Leute über Rafael Santoro und Leonardo da Vinci reden? Ich wüsste gerne ob die beiden noch leben oder wo sie sich aufhalten." sagte er. Es waren ernste Worte und die Bitte war nicht als Scherz gedacht.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   7/5/2017, 4:28 pm

Samstag, 3. April 1480
Vormittags

Unter anderem ja. Und Ihr habt dieses Bett ziemlich beschmutzt. Selbst wenn ich es mit Euch teilen würde, würde ich mich dort nicht niederlassen.“ Er sah auf das mit etwas Blut verschmierten Laken, während er noch ein Stück von dem Gebäck aß. Langsam kauend und beherrscht, sah er dann wieder zurück. “Ihr könnt Euch nicht einmal beim Essen benehmen. Ihr esst wie ein Hund, den man nach langer Zeit einen Knochen hingeworfen hat.“ Etwas pikiert sah er auf die mit Brot gefüllten Lippen. “Das Frühstück wird auch noch dort sein, wenn ihr in ruhe esst.“ Als er fertig gesprochen hatte, aß er eine Weile schweigend weiter und versuchte sich nicht von Francis ablenken lassen. Es war wirklich fast schon bedauerlich und traurig, wie wenig manieren man seinem Cousin beigebracht hatte. Er konnte sich nicht daran erinnern, dass Kenneth solch unmögliches Verhalten aufgezeigt hatte. Shane fragte sich ob sie wirklich dieselben Eltern besaßen.
Als Francis wieder zu sprechen begann, sah er ihm ins Gesicht und seine Stirn legte sich in falten, als er der wirklich ernsten Worte lauschte. “Sind das Eure Freunde?“, fragte er nach, während er sich Finger und Mund reinigte. Doch da er nach Rizzi suchen würde, dann konnte er sich auch nach diesen Namen umhören, es würde keinen unterschied machen. Shane schenkte ihm also ein Nicken. “Ich werde Euch diesen gefallen tun, wenn Ihr mir versprecht Euch ein paar Manieren beizubringen. So werde ich nicht ansatzweise einen Schritt mit Euch auf die Straße gehen, noch Euch nach draußen lassen. Mit Eurer Einstellung werdet Ihr nie genug Geld verdienen, um Eure Schulden zu begleichen, noch um ein gutes Leben zu führen.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   7/5/2017, 10:14 pm

Samstag, 3. April 1480
Vormittags

Mit dem Kauen hielt er auf einmal inne als Hannigan ihm vorwarf, er fresse wie ein Hund. Hatte er tatsächlich sein Frühstück so verschlungen? Nach diesem Vorwurf ass er etwas langsamer und geläuteter und mit leicht gesenktem Kopf - was auch nicht der vornehmen Etikette entsprach, die eine gerade Körperhaltung bevorzugte.

Erst als Shane über Francis' Freunde sprach, hob er den Blick wieder und sah ihn an. "Ja. Das sind sie. Und ich verspreche Euch, dass ich anständig bleibe und Euch nicht mehr in Verlegenheit bringen werde.", versprach er. Er war davon sogar selbst überzeugt. Aber vermutlich wusste Shane bereits, dass es Francis nicht einfach fallen würde, sich zu ändern. Er koonnte sich lediglich bemühen, Shane nicht in in dumme Situationen zu bringen. Aber da kam es auch auf die Auslegung an. Francis' Grenze des Schamgefühls lag deutlich höher als die von Shane.

Wie er aber Geld verdienen sollte um seine Schulden bei Shane abzuzahlen, konnte er immer noch nicht erahnen. Francis war Söldner und Bote und ein Glücksspiel-Spieler. Sein Erwerb würde also sehr minim sein. Vielleicht hatte Shane aber auch Arbeit für ihn und Francis konnte es mit körperlicher Arbeit abzahlen? Darin war er wenigstens gut. Nicht immer ganz so zuverlässig wie es seine Auftraggeber erwarteten, da er sich leicht ablenken liess, aber bei Shane würde er es sicherlich mit mehr Ernsthaftigkeit ausführen.
"Wann habt Ihr zuletzt mit jemandem gemeinsam gefrühstückt?", fragte er ihn neugierig.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   8/5/2017, 8:49 pm

Samstag, 3. April 1480
Vormittags

Das Versprechen aus Francis Mund klang ehrlich - so ehrlich wie das Mundwerk eines Söldners wohl sein konnte. Shane verschloss seinen Mund und betrachtete sein Gegenüber einen Moment lang schweigend. “Wenigstens scheint ihr Euch bemühen zu wollen.“ Denn auch der Engländer wusste, dass ihre Definitionen von Etikette und Benimmregeln weit auseinander lagen - sehr weit, wenn er ehrlich war. Doch ihm war nicht entgangen, dass Francis nach seinen Worten langsamer aß und so alles halbwegs erträglich war. Die Hände kurz auf den Tisch gelegt, betrachtete er die restlichen Sachen darauf. Es war das erste richtige Frühstück nach seiner Reise und auch das erste, in Gesellschaft nach fast einem ganzen Jahr. Natürlich war er nie alleine gewesen, doch es war kein gemeinsames Essen gewesen - noch hatte es richtige Unterhaltungen gegeben.
Bei Francis Frage schloss er einen Herzschlag lang die Augen. Er vertraute seinem Cousin nicht wirklich, doch er war sich sicher genug, dass nicht geschehen würde, wenn er die Welt um sich herum kurz in Dunkelheit schloss. “Vor einem Jahr.“, war er nun ganz ehrlich mit dem verletzten Mann und er sah wieder zu ihm herab. “Die Reise war lang.“, kam es dann noch kurz darauf, während er seine Kehle befruchtete und aus dem Fenster sah. Kaum eine Wolke bedeckte den Himmel und es würde wohl schönes Wetter geben. “Bei Euch brauche ich wohl erst gar nicht nachzufragen.“ Eine Augenbraue leicht hochgezogen, sah er wieder zurück und stieß die Luft aus. “Sehr wahrscheinlich möchte ich auch gar nicht wissen, mit wem Ihr alles Euer Frühstück geteilt habt.“ Die Vorstellung reichte dem Adeligen schon, um nicht weiter nachfragen zu wollen. Viel lieber wollte er den kurzen Moment der Ruhe und eines vollen Magens genießen.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   8/5/2017, 10:36 pm

Samstag, 3. April 1480
Vormittags

"Mit Leonardo da Vinci. Nackt. Fast so wie hier mit Euch.", lachte er und ass weiter. Immer noch langsam und mit kleineren Bissen. "Und jetzt weiss ich nicht einmal ob er noch lebt oder tot ist.", seufzte er plötzlich und senkte den Blick. "Ich hoffe, er hatte soviel Glück wie ich und ist gut untergekommen. Das gleiche hoffe ich auch bei Rafael."

Er schwieg kurz und hob dann wieder den Blick um Hannigan anzulächeln. "Ich hoffe, wir essen noch lange gemeinsam das Frühstück. Das gefällt mir. Wir sprechen in unserer Sprache, amüsieren uns über die Leute hier in Florenz und sind nicht allein. Die Vorstellung gefällt mir.", lachte er wieder. Er ging tatsächlich davon aus, dass er noch wochenlang mit Shane so frühstücken würde.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   10/5/2017, 10:17 am

Samstag, 3. April 1480
Vormittags

Shane verschluckte sich an dem Stück Brot und hustete einen Moment, bis er wieder halbwegs Luft bekam. “Es wundert mich nicht, dass Eure Interessen von weitaus anderer Natur sind.“ Er räusperte sich und trank noch ein paar Schlucke, um den letzten Rest aus seinem Hals zu bekommen. Shane war wohl einer von wenigen Adeligen, denen die Interessen der Menschen kalt ließen. Es war unter seiner Würde, sich sinnlos darüber zu beschweren. Am Ende würde Gott sie schon richten. Sein Ziel war die Kontrolle und nicht die Liebschaften eines einzelnen Mannes. Und bei Francis überraschte es ihn sogar noch weniger. Dennoch verzog er etwas das Gesicht und seufzte. “Macht sich nicht jeder Sorgen um Freunde, wenn ihr Schicksal unbekannt ist?“ Der Adelsmann stellte die Frage leise in den Raum, während er seinen Cousin einfach betrachtete. Kurz fragte er sich was geschehen würde, wenn dieser Mann die wahren Beweggründe seiner Taten kannte. Das Ergebnis seiner Gedanken ließen ihn weiterhin eisern darüber Schweigen.
Die Augen etwas zusammen gekniffen, die restlichen Züge aber entspannter lauschte er ihm weiterhin. Zuerst sagte Shane gar nichts darauf, denn diese Worte klangen beinah wie ein Versprechen. Es war durchaus schön nicht alleine zu Essen und noch dazu auf Englisch zu sprechen, aber er wusste, dass er  schon bald in anderen Kreisen agieren würde oder Florenz verließ, sollte er Rizzi hier nicht auffinden. “In Eurer Vorstellung mag es schön sein, doch das hier wird gewiss nicht von Dauer sein, Bell. “

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   10/5/2017, 11:07 am

Samstag, 3. April 1480
Vormittags

"Ich interessiere mich für alles im Leben, was schön und lustig ist."
, entgegnete er und grinste. Shane hatte sich verschluckt und Francis amüsierte sich darüber. Er liebte es wenn sein Umfeld auf seine Äusserungen derart heftig reagierte. Und es war immer noch ein Wunder, dass Francis seinen Kopf noch nicht an einen Henker verloren hatte.
Er hörte Shane aufmerksam zu. Freunde. Das war ein tolles Wort. Francis kannte sehr viele Leute aber wirkliche Freunde hatte er nicht. Er sah in Rafael und Leonardo Freunde. Und auch in Shane sah er einen Freund. Aber in ihm sah er noch etwas mehr; ein Band, welches nicht auf Vertrauen oder gemeinsamen Humor aufgebaut war. Sie waren miteinander verbunden aber Francis hatte noch keine Ahnung was wirklich dahinter steckte. Die schwermütigen Gedanken an die beiden Männer schüttelte er ab. Es nutzte niemandem etwas wenn er betrübt darüber sinierte wo sie wohl abgeblieben waren. Und selbst wenn sie sich retten konnten, hätten sie nach ihm gesucht? War Francis ihnen wichtig genug oder war er in ihren Augen nur ein Mann, der in ihr Leben lief und wieder verschwunden war?

Nachdem er seinen letzten Bissen heruntergeschluckt hatte, steckte er sich einen Finger nach dem anderen in den Mund um sie deutlich hörbar abzulutschen. Als er merkte, dass diese Art der Fingersäuberung Shane die Nackenhaare aufstellte, sah er ihn mit einem seitlichen Blick an. Seine Augen blitzten dabei belustigt und leicht provozierend auf während er den kleinen Finger, der als letzter dran war, langsam und genüsslich aus dem Mund zog. Francis konnte seine Belustigung über Shanes Blick nicht mehr unterdrücken und lachte fröhlich und auch herzlich los. Es war kein Auslachen, es kam tatsächlich aus seinem Inneren. Vermutlich vermischt mit der Erleichterung, überlebt und alles überstanden zu haben.

"Hannigan!", lachte er weiter und in seinen Augenwinkeln schimmerten Lachtränen. "Ich weiss nicht, wann ich zuletzt so ausgelassen gelacht habe! Ihr seid wirklich lustig!", sagte er vergnügt und beruhigte sich langsam. "Ich liebe Euch! Ihr dürft mich keinesfalls verlassen!", sagte er begeistert. Von dem, was Hannigan vorhin wegen der Dauer ihres Beisammenseins sagte, hatte er sich nicht beeindrucken lassen. Das Wort Dauer definierte keine bestimmte Zeitspanne und Francis war eine Klette wenn er sich erst einmal wohl fühlte.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   10/5/2017, 8:30 pm

Samstag, 3. April 1480
Vormittags

Shanes Seufzen kam tief aus seinem Herzen. „Und diese Einstellung, wird euch noch an den Galgen bringen oder zurück in eine Gasse. „ Er kümmerte sich nicht darum, dass seine Worte hart klangen. Er sprach einfach nur aus, was er davon hielt. Ein wenig neigte sich sein Kopf dann auch zur Seite und er betrachtete Francis intensiver. Sein blondes Haar wirkte noch verschwitzt und die Haut bleicher, als wie sie es sein wollte. Der Mann wirkte ausgelaugt und doch besaßen seine Augen ein Strahlen, dass ihn verwirrte, aber auf eine kleine Art und Weise auch beeindruckte. Sein Cousin war schon so tief am Boden gelegen und man hatte mit Füßen nach ihm getreten und doch gab er seine Einstellung nicht auf. Hätte er diese Fertigkeit nur in bessere Manieren investiert oder einem guten Beruf. Er hätte sich vieles erspart.  Als Shane dem Gesicht seines Cousin überdrüssig wurde, betrachtete er ein kleines Bild an der Wand des Zimmers. Es war ein Ikonenbild der Mutter Gottes. Ihr goldener Heiligenschein glänzte im Schein der Sonne, die durch das Fenster fiel.
Ein schmatzendes Geräusch lenkte seine Aufmerksamkeit wieder zurück und seine Augen wurden zuerst schmal und dann verzog sich sein Gesicht mehr und mehr, als er erkannte was Francis gerade tat. Mit unappetitlichen Bewegung säuberte er seine Finger und Shane zog die Nase kraus. Kein Wort kam von seiner Seite, doch sein Mund wurde zu einer dünnen Linie, als sein Cousin ihn am Ende sogar ein wenig provozierte. „Ihr seid unverschämt und Euer Verhalten ist schlechter als die eines streuenden Köters!“ Das Lachen, dass er wenig später für seinen Blick erntete, ließ ihn etwas mit den Zähnen knirschen.  Wie würde er das nur weitere Tage überstehen? Er musste eindeutig unter bessere Gesellschaft kommen… Mit jeder Sekunde, in der Bells Lachen weiter durch den Raum schalte, schien sich seine Miene zu versteinern, bis er vollkommen reglos in seinem Stuhl saß. Sogar seine Brust hob und senkte sich in langsamen und flachen Zügen, während er sich darauf konzentrierte dem Mann nicht an die Kehle zu gehen. Seine Finger zuckten leicht, doch anstatt damit Francis zu schlagen, hob er sie hur hoch und fuhr sich über das Gesicht. „Gott steh mir bei.“, flüsterte er leise und holte tief Luft, bevor er Francis anfunkelte. „Ich amüsiere Euch also?“, fragte er etwas harsch nach und hob ein sein Kinn ein Stück nach oben.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   11/5/2017, 10:58 am

Samstag, 3. April 1480
Vormittags

"Gibt es ein schöneres Kompliment als zu hören, dass man für beste Laune in den düsternen Stunden sorgt?", grinste Francis auf und fasste nach dem Becher mit Wasser. "Es gibt zuviele Menschen, die dafür sorgen, dass man sich vor ihnen fürchtet, sie hasst oder sie hintergehen muss weil sie nichts anderes zulassen.", fügte er hinzu. Dann trank er den Wasserbecher leer und stellte ihn geräuschvoll auf den Tisch zurück. Für Francis gab es jetzt nichts weiter zu tun als sich zurückzulegen und abzuwarten. Warten auf eine Erzählung von Shane, die er vermutlich nicht erzählte. Warten auf den Zimmerwechsel in einen Raum mit zwei Betten. Warten darauf, dass der Tag umging. Leider war Francis nicht sehr geduldig und ihm wurde schnell langweilig. Er überlegte, ob er die Magd oder irgendeine Dienerin des Hauses dazu überreden konnte, mit ihm Würfelspiele zu bestreiten solange Hannigan fort war. Er hatte ja erwähnt, dass er noch ein paar Dinge zu erledigen hatte und die konnte er bestimmt nicht hier in diesem Haus ausführen.

"Und wohin werdet Ihr gehen? Spuren verwischen? Eure Liebste aufsuchen? Ach ja, die gibt es ja gar nicht.", verbesserte er sich. "Und wann werdet Ihr wiederkommen? Bringt Ihr mir etwas mit?" Die Fragen, die er stellte, stellte er aus reiner Provokation heraus. Nicht nur um Shane zu ärgern sondern damit Shane mit ihm sprach. Damit er etwas sagte und sich nicht so schnell losreissen konnte und Francis allein zurückliess.

Francis' Augen waren gross. Selbst seine Pupillen waren das. Das lag aber nicht daran, dass es hier besonders dunkel gewesen wäre. Das Gegenteil war der Fall. Aber Francis hatte eine Betäubung erhalten und diese wirkte immer noch nach und puschte ihn hoch.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   13/5/2017, 12:52 pm

Samstag, 3. April 1480
Vormittags

Der Dunkelhaarige schenkte Francis nur einen kalten Blick. „Die Belustigung anderer Leute sollte ein Kompliment sein? Nein, man sollte nicht über die Taten anderer Lachen. Das ist wahrlich kein Kompliment. Für die Belustigung des Volkes haben sich die Gaukler verschrieben.“ Shane wollte bestimmt nicht der Grund dafür sein, dass jemand sich amüsierte. Es war viel mehr eine Beleidigung und wenn es  nicht Francis gewesen wäre, der diese Worte ausgesprochen hatte, hätte es Shane zutiefst gekränkt.  Doch bei seinem Cousin nahm er es nicht mehr ernst.  Dieser Mann wusste einfach nicht, was er sagte oder tat.
Shane beugte sich ein Stück nach vorne und stützte die Ellbogen an der Tischkante ab. Sein Blick war dabei unverwandt auf sein Gegenüber. „So viele Fragen.“, seufzte er. „Wollt Ihr diese Antworten überhaupt wissen?“ Der Templer bezweifelte, dass er diese Fragen stellte, da es ihn wirklich interessierte. Doch er kam noch nicht ganz dahinter, warum er sie dann überhaupt stellte. „Ich gehe in die Stadt - mehr hat Euch nicht zu interessieren. Und ich werde euch höchstens Kleidung mitbringen.“ Mit einem prüfenden Blick, sah er auf die nackte Brust und den dreckigen Hosen. Es würde sich schon etwas finden, dass dem Söldner passte. Doch in diesem Zustand würde er seinen Verwandten nicht nach draußen lassen.
Ein Klopfen an der Türe, riss ihn aus seiner Beobachtung und er hob dieses Mal nur den Kopf, als die kleine Magd herein trat. „Signore Hannigan, Euer neues Zimmer wäre bereit. Es befindet sich den Gang aufwärts die dritte Türe. „ Nun erhob sich Shane doch und er trat zu dem Mädchen. „Grazie.“ Er nahm ihr den Schlüssel ab.  Die Aussicht auf ein frisches Zimmer, war sehr angenehm. „Seht ihr Euch stark genug, um das Bett noch einmal zu verlassen?“, fragte er Francis augenblicklich, als das junge Mädchen den Raum wieder verlassen hatte.

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Zuletzt von Shane Hannigan am 18/5/2017, 6:34 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   15/5/2017, 10:08 pm

Samstag, 3. April 1480
Vormittags

"Ihr seid ein kleiner Geheimniskrämer, Hannigan, was?", sagte er amüsiert und grinste. Shane sah fix und fertig aus und Francis nahm sich vor, ihn heute Abend wirklich schlafen zu lassen. Sonst würde Shang noch umkippen und dann müsste sich jemand um ihn sorge und er würde Francis alleine zurücklassen müssen. Diese Vorstellung war grauenvoll!

Als die Hausmagd anklopfte und das neue Zimmer für bezugsfertig erklärte, schwieg Francis vornehm um Shane vor dem Mädchen nicht lächerlich zu machen. Schliesslich war Shane ohne Frau und er sollte sich vor dem weiblichen Geschlecht nicht schämen müssen. Als das Mädchen aber wieder ging und Shane ihn nach seinem Befinden fragte, nickte Francis. Ein frisches Bett klang himmlisch!
"Wohin auch immer Ihr geht, ich folge Euch.", sagte er zustimmend und lachte leise. "Vorher sollte ich mich aber ein wenig waschen dürfen. Könnt Ihr mir eine Wasserschüssel, Seife, Schwamm und ein Handtuch besorgen? An mir klebt überall Blut, da Ihr es mir gestern nicht abgewischt habt."
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   18/5/2017, 9:47 pm

Samstag, 3. April 1480
Vormittags

Shane verdrehte die Augen und verschränkte ein wenig die Arme. „Ich bin nur niemand, der all seine Taten anderen auf die Nase bindet.“ Er sagte es ruhig. „Und jemand von Eurer Neugierde, wird auch nichts von mir erfahren. Wenn ihr etwas Wissen wollt, dann müsst ihr es schon anders anstellen.“ Außerdem ging es den Mann wirklich nichts an, was er machte und was nicht. Es geziemte sich nicht, anderen nach all ihren Tätigkeiten auszufragen. Francis aber darauf hinzuweisen wäre nur Verschwendung von Energie-Ressourcen.

Als die Magd kam und auch wieder ging, war Shane aufgestanden und schritt etwas durch den Raum. Bei den Worten seines Cousins hielt er in der Bewegung inne. Er würde ihm überall folgen? Gott bewahre ihn vor dieser Tragödie. „Ihr seid nicht mein Hund, Bell. Ihr könnt gehen wohin ihr wollt, wenn euer Sold bezahlt ist.“ Nur würde er darauf achten, ihn nicht mehr aus den Augen zu verlieren. Ein wenig spannte er sich dann an und warf ihm einen kühlen Blick zu. „Ihr habt Kraft genug, also holt Euch die Sachen selber. Ich bin nicht Euer Diener, falls Ihr dies vergessen sollte. Ich mag euch Güte bewiesen habe, aber das bedeutet nicht, ich folge jedem Eurer Wünsche.“ Ein wenig hob er das Kinn und verengte die Augen. Was dachte sich dieser Mann überhaupt so etwas zu fordern? Und dann noch mit so einer Bestimmtheit. Ein wenig fragte er sich nun wirklich, wie er überhaupt so lange überlebt hatte, wenn er sich immer so benahm. Shanes Blick fuhr durch den Raum und blieb an der Wasserschüssel hängen, sie war ein Stück weit weg, aber er wollte sich nun wirklich nicht dazu hinab bewegen, ihm auch noch das zu bringen.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   20/5/2017, 8:21 am

Samstag, 3. April 1480
Vormittags

Francis überlegte eine Weile. Er sah so aus als dachte er darüber nach ob Shane recht hatte oder nicht. Irgendwann nickte er. "Ja. Ihr habt recht. Ihr seid nicht mein Diener, Ihr seid mein Freund, dem ich aus tiefstem Herzen dankbar bin.", sagte er und stand langsam auf. Dabei stöhnte er mehrere Male und deutete so seine ungeheuren Schmerzen an, die er so schlimm gar nicht hatte. Er lief langsam zur Waschschüssel und füllte sie mit dem Wasser aus dem Krug. Dann nahm er einen Lappen und tauche ihn hinein. Er wusch sich langsam denn mit nur einer Hand ging es auch nicht schneller. Dann, als er mit seinem Gesicht, Hals und Oberkörper fertig war, sah er an sich herab.

"Hannigan, könnt Ihr mir mit der Hose behilflich sein? Ich bitte Euch nur darum.", fragte er ihn und sah ihn an. "Bitte. Das Blut ist mir überall hingelaufen. Zieht sie mir einfach aus. Ihr könnt mir schon nichts abschauen."
Manche Menschen stellten sich an wenn es um Nacktheit ihres eigenen Geschlechts ging. In der Armee war es egal aber im normalen Alltag fühlten sich die Menschen beschämt oder angewidert. "Und wenn ich dann fertig bin, laufe ich auch eigenständig zum neuen Zimmer. Ihr müsst mich nicht einmal tragen.", sagte er und grinste auf.

Francis musste sich was einfallen lassen. Er musste sich gegenüber Shane erkenntlich zeigen. Am besten er würde sein Leben auch einmal retten.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   21/5/2017, 4:58 pm



Samstag, 3. April 1480
Vormittags


Shanes Blick wurde kurz abwesend, während er sich abdrehte und die Arme im Rücken verschränkte. Schon wieder hatte Francis ihn als Freund bezeichnet. Er selbst würde diese ungleiche Konstellation bestimmt nicht als solches benennen. Freundschaft basierte auf Vertrauen und er hatte gewiss keines in seinen Cousin. Jedenfalls war er sich dessen nicht sehr sicher. Rizzi war eine Art von Freund ein Ordensbruder– Francis nicht. Francis war einfach nur ein Teil der Familie. Das schwarze Schaf, wenn man es so sehen wollte. Aber gewiss kein Freund. „Ihr scheint das Wort Freund sehr oft zu benutzen, Bell. Habt ihr je darüber nachgedacht, was dieses Wort bedeutet?“ Die Antwort auf diese Frage interessierte Shane wirklich und so konnte man auch die leichte Neugierde in seinen Augen erkennen. Allerdings verschwand dieser Glanz wieder, als er beobachtete wie der Mann aufstand und aufstöhnte, als hätte er erneut ein Schwert in den Bauch bekommen. Das Gesicht des Templers blieb versteinert, auch wenn es ihm unangenehm war, ihn so zu sehen. Seine Hand zuckte leicht, als wäre er versucht doch nach vorne zu treten, um ihm zu helfen. Doch schlussendlich blieb er eisern dort stehen, wo er war und behielt ihn einfach nur im Blick. Seine Augen verfolgten die Bewegungen des Lappens, bevor er irgendwann doch den Kopf drehte und wieder aus dem Fenster sah. Leichte Sonnenstrahlen trafen auf sein blasses Gesicht und er rieb sich leicht die Nasenwurzel, während er eine Kutsche beobachtete die auf dem Pflaster vorbei ratterte. Die Stadt erwachte langsam zum Leben.
Die Miene etwas genervt verzogen, drehte er sich um und starrte Francis an. Gott möge ihm wirklich die Geduld erweisen, diese Prozedur noch zu überleben. Er war einfach unverbesserlich und doch, konnte er auch nachvollziehen, dass es mit einer gebrochenen Hand wahrlich nicht leicht war, am Hosenbund zu agieren. Das Seufzen, welches aus seiner Brust kam, war tief und zeigte die halbe Verzweiflung, die in ihm herrschte. Die Körper anderer Menschen ekelten ihn nicht an, aber er war auch nicht erpicht darauf sie jeden Tag nackt vor ihm zu sehen. Mit leisen Schritten kam er dann an die Seite seines Cousins und stand ihm dicht gegenüber. Ohne nach unten zu sehen, löste er die Schnüre und des Stoffes und zog die Hose von seinem Leib. Shanes Gesicht war dabei jenem von Francis zugewandt. „Ihr seid gut darin, in Menschen den Drang zu erwecken Euch erdrosseln zu wollen.“, meinte er noch, bevor er sich wieder von ihm entfernte und möglichst viel Abstand zwischen sich und dem Söldner brachte. „Ich hätte Euch auch in das andere Zimmer kriechen lassen.“ Kurz warf er einen Blick über seine Schulter und trat dann zur Türe und sah kurz hinaus, ob sich jemand im Gang befand.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   22/5/2017, 1:06 pm

Samstag, 3. April 1480
Vormittags

Francis blickte auf den Mann, der ihm die Hose öffnete und sie herunterliess. Vorhin noch konnte Francis die Hose selbst öffnen. Er hätte das auch jetzt wieder gemacht. Er brauchte nur Hilfe um sie herunterzuziehen. Aber da Hannigan ihm zur Hand ging, unterbrach er ihn dabei auch nicht.
"Tatsächlich? Warum verspürt Ihr den Drang mich erdrosseln zu wollen? Tot nütze ich Euch doch gar nichts mehr.", grinste er fröhlich herum und säuberte sich anschliessend.

Francis blickte nur kurz zur Tür, die Hannigan kurz darauf geöffnet hatte und hinausblickte. "Hört mal, Hannigan, ich habe noch eine Bitte an Euch. Wenn Ihr fortgeht und mich allein zurücklasst, dann wäre es doch nett, wenn ich dennoch ein Mittag- und Abendessen bekommen würde, nicht wahr? Der Doktor meinte, ich müsse zu Kräften kommen.", murmelte er. Aber er hatte ja auch recht! Und Hannigan würde das schon verstehen. "Ich hätte wirklich Lust auf ein Stück Fleisch."

Francis musste seine komfortable Lage ausnutzen. Ohne Hannigan würde er meist Brot und Suppe essen. Also musste er immer da, wo es Geld gab und man ihm das Essen bezahlte, gut und auch teuer essen.
Zudem musste er Hannigan jetzt darum bitten. Der Adelsmann würde sicherlich bald die Villa verlassen und seine Dinge erledigen, die er zu erledigen hatte. Francis wäre am liebsten mitgegangen um in seiner Gesellschaft bleiben zu können. Hannigan war ein toller Kerl. "Ach, und ich weiss, was das Wort 'Freund' bedeutet, Hannigan. Sonst würde ich Euch nicht so nennen.", grinste er wieder und klopfte ein paar Mal mit seiner Hand auf seine linke Brust worunter sein Herz munter und lustig schlug.
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