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 Villa del Carvari

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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   23/5/2017, 10:42 pm



Samstag, 3. April 1480
Vormittags


„Braucht es denn einen Grund dafür, diesen Drang zu verspüren?“, fragte er etwas entgegen. „Aber Eure Manieren lassen so zu wünschen übrig, dass ich bald auf den Nutzen, den ich aus Euch ziehen kann, verzichten werde.“ Shanes Gesicht war völlig ernst und ein wenig stimmte es auch noch. Der Drang war durchaus da, allerdings nicht so stark, dass er es auch ausführen würde. Es war nur ein unangenehmes Ziehen im hinteren Teil seines Verstandes. Eine lästige Fliege, wenn man es so sehen wollte. Nachdem er sich umgedreht hatte, um Francis die Zeit zu geben sich zu Waschen, betrachtete er das dreckige Bett und die zerknüllten Lacken. Es herrschte in seinen Augen ein unangenehmes Chaos und nur zu gerne würde er es bereinigen. Das Wechseln des Zimmers war ein guter Anfang, aber es würde nicht das Bild verändern, welches sich hier bot. Jedenfalls nicht solange bis die Mägde alles sauber bekamen. Francis Stimme ließ ihn den Kopf wieder drehen und er sah ihn aus seinen grauen Augen ruhig an. „Denkt Ihr etwa ich würde so etwas vergessen? Dafür wurde bereits längst gesorgt. Das mit dem Fleisch – wenn Ihr Euch benimmt, könnt ihr vielleicht am Abend etwas davon bekommen.“ Shane betonte jedes Wort, indem er darauf hindeutete, dass er keinen Ärger wollte, wenn er zurückkam. Es war schon schlimm genug, was der Söldner mit Worten anrichten konnte, er wollte gar nicht wissen wie es mit den Taten war. „Zu Mittag wird man Euch etwas Stärkendes bringen, so wie der Arzt es vorgeschrieben hat. Ihr werdet nicht verhungern.“ Der Templer drehte sich wieder um. „Und Kleidung, ist ebenso von Nöten.“
Shanes Lippen wurden ein wenig schmal und er seufzte tief. Er wusste nicht was er deswegen fühlen sollte, dass sein Cousin ihn als Freund bezeichnete. Auf der einen Seite, schien es gut zu sein – das Wissen, dass sein Verwandter ihm nicht böse Gesinnt war, aber auf der anderen Seite, konnte er nicht von sich selbst behauten, dass Francis sein Freund war. Eine unumgehbare Pflicht, war es viel eher. „Macht Euch fertig und lasst uns gehen.“ Eine andere Antwort hatte er nicht. Außerdem wollte er endlich aus diesem grauenhaften Chaos raus.

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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   24/5/2017, 11:29 am

Samstag, 3. April 1480
Vormittags

"Hey, Hannigan. Könnt Ihr Shantys? Habt Ihr welche auf der Schifffahrt von England aus gesungen?"
, fragte er unvermittelt. Er ging auf all das andere, was Hannigan gesagt hatte, nicht ein. Hannigan war streng und er forderte ziemlich viel. Francis fand, dass man Hannigan daran erinnern musste, dass das Leben schön war. Francis war aber froh, dass seine Mahlzeiten gesichert waren. Es würde langweilig ohne Shane werden aber wenn er langsam ass, dann verging die Zeit ja auch. Und vielleicht würde eine Magd ab und zu hereinschauen und ihm Gesellschaft leisten. Vielleicht auch diese Art von Gesellschaft, die man normalerweise bezahlte.

Er machte sich grinsend fertig, zog die Hose mit einer Hand so gut es ging wieder hoch, liess die Verschnürung aber offen und trat dann zu ihm. Seine gesunde Hand hielt die Hose oben.
Als Hannigan die Tür aufhielt, trat Francis einen Schritt nach draussen in den vornehmlichen Flur und sah sich um. Kein Mensch war zu sehen. Nur weitere Türen. Dann blieb er stehen und musterte Hannigan neben sich.
"Das ist spannend. Spürt Ihr das aufregende Kribbeln im Bauch auch?", lachte er und zwinkerte ihm zweideutig zu.

Hannigans Blicke konnten Francis nicht töten. Er erreichte das Gegenteil damit. Je ernster und vernichtender Hannigan zu ihm war, desto mehr war Francis darum bemüht, Hannigan ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Das hatte er einmal geschafft. Er würde es wieder schaffen. Irgendwann.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   28/5/2017, 8:30 pm

Samstag, 3. April 1480
Vormittags

Shane schloss die Augen und schüttelte leicht den Kopf. Francis war gut darin, die Themen zu wechseln. Von einem Moment auf den anderen, schien das eine vergessen und längst wieder neuen Interessant zu sein. Hoffentlich vergaß der Mann nicht, was er hier eigentlich machte. „Ich habe welche gehört, aber nicht gesungen. Ich bin kein Seefahrer, Bell. Ich war nur ein Gast auf der Reise.“ Noch am Fenster stehend, öffnete er dieses und auch hier sah er kurz hinaus. Er kontrollierte die Umgebung mit einem kurzen Blick und sog die frische Luft in seine Lungen. „Die Seefahrer haben über eine verlorene Liebe und einem Seeungeheuer gesungen.“ Shane wusste nicht so recht warum er ihm das überhaupt erzählte, doch vielleicht würde Francis dann keine anderen unangenehmeren Fragen stellen, die er nicht bereit war zu beantworten. „Es war amüsant zu hören, während einem Becher Ale.“ Der Adelsmann löste sich schlussendlich von dem Fenster, um Francis zu beobachten und mit ihm den Raum zu verlassen. Das Grinsen das dem anderen auf den Lippen lag, wurde nicht wirklich erwidert und Shanes Ausdruck war überlegend. Der Weg zum Zimmer war nicht weit, aber wahrscheinlich weit genug um gesehen zu werden, sollte jemand kommen.  
Die Türe aufhaltend, wartete er darauf, dass sein Cousin den Raum verließ. Sobald er draußen war, schloss er die Türe und sah etwas fragend auf dem Mann hinab, als er stehen geblieben war. „Nach links.“, meinte er knapp und knirschte leicht mit den Zähnen, bei den Worten des anderen. Konnte er nicht einmal ernst bleiben? Einen einzigen Augenblick.  Ein weiterer finsterer Blick, fiel auf die Gestalt neben ihm.. „Ich spüre gar nichts und los jetzt, haltet nicht einfach inne.“ Mit erhobenen Kopf und geradem Rücken, schritt er den Gang entlang und holte den neuen Schlüssel hervor, den man ihm gereicht hatte. Dass er gar nichts spürte war gelogen gewesen, aber es war nicht das Kribbeln das er fühlte, es war eher ein unheilvolles ziehen, dass ihn schon seit England begleitete. Die Sorge darüber, dass man ihn verfolgt hatte. Die Hand an seinem Schwert, passte er gezwungener Maßen sein Tempo an das von Francis an.  Das neue Zimmer lag am Ende des Raumes und war nicht ganz so teuer eingerichtet, wie das zuvor. Aber noch immer groß und geräumig und ebenso befanden sich zwei Zimmer daran.  Der teure Boden unter seinen Füßen dämpfte den Laut seiner eigenen Schritte und Shane presste konzentriert die Lippen aufeinander, um möglichst alles hören zu können.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   29/5/2017, 10:13 am

Samstag, 3. April 1480
Vormittags

Francis war ein Meister darin, Dinge zu vergessen. Aufträge, Schuldenbegleichung, Namen, Strassen und auch sich selbst. Es war eine grosse Farce. Denn wenn er vergass, dann verdrängte er die unangenehmen Dinge einfach. Er ignorierte sie solange bis sie anscheinend nicht mehr da waren. Seine bewussten Themenänderungen waren nichts anderes als das Herunterspielen des eigenen Versagens. Andererseits lag es in seiner Natur, vorwärts zu streben und sich mit schönen, wohlwollenden Dingen zu umgeben. Er steckte den Kopf nicht in den Sand.

Umso überraschter war er, dass Shane ihm von seiner Seereise erzählte. Und es blieb nicht nur bei einem Satz. Es waren mehrere. Das machte Eindruck.
Draussen auf dem Gang wurde er aber wieder angetrieben. Shane wollte nicht, dass er stehenblieb. Dachte er, dass jemand kommen würde? Ausgerechnet ein neuer Gast, der es auf Francis abgesehen hatte? Das wäre ein seltsamer Zufall gewesen. Dennoch tat Francis was Shane von ihm verlangte und schleppte sich vorwärts. "Ich hoffe, Ihr seid zu Damen etwas netter als zu mir.", murmelte er und blickte dann in das neue Zimmer. Für Francis, der solche Unterkünfte nicht kannte, war auch dieser Raum der pure Luxus. "Hannigan!", entfuhr es ihm begeistert und er trat ein während Shane angestrengt versucht hatte, leise zu sein.

"Mein Herz schlägt nur noch für Euch! Ihr seid ein wunderbarer Gönner!", grinste er, ging weiter in den Raum und sah sich aufgeregt um. Francis war hin und weg von seiner neuen Unterkunft. Der Raum war hell, es roch nach frisch gewaschener Bettwäsche und nach Sicherheit. Er ahnte nicht, dass sich Shane unwohl fühlte. Francis hingegen fühlte sich so sicher wie noch nie in seinem Leben. Dann drehte er sich um und sah ihn begeistert an. "Die Heilung eines Knochenbruchs dauert ungefähr vier Wochen.", sagte er und grinste fröhlich. Er ging davon aus, dass er einen Monat lang hier bleiben würde. Zusammen mit Shane, gutem Essen, gelegentlichen Doktorbesuchen und hoffentlich guten Nachrichten von da Vinci und Santoro.

Tief in seinem inneren wusste er aber, dass es nicht so sein würde. Die Tage waren gezählt. Vielleicht gab es noch diese und die nächste Nacht. Dann würde Shane wohl weiterziehen weil er den, den er gesucht hat, nicht gefunden hatte. Francis wusste nicht, nach wen Shane suchte. Er wollte zwar in der Gasse noch wissen, wo Rizzi war aber Francis ging zuerst davon aus, dass er Rizzi gern eins auf die Mütze gegeben hätte. Templerzugehörigkeit hin oder her. Francis übersah diese Verbindung bewusst. Und wann immer dieser Gedanke, das alles könnte prompt enden, zum Vorschein kam, holte Francis tief Luft, biss sich auf die Unterlippe und sah ziemlich verloren zur Seite. "Au.", sagte er und legte seine Hand auf den Verband an seiner Seite. Tiefes Luftholen war immer noch schmerzvoll.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   29/5/2017, 12:55 pm

Samstag, 3. April 1480
Vormittags

Shane war erleichtert, dass Francis sich wirklich in Bewegung setzte und ihn nicht Herausforderte indem er einfach stehen blieb. Er wusste nicht, was er getan hätte, wenn es so weit gekommen wäre. Vermutlich hätte er den Söldner am Nacken gepackt und notfalls gezwungen sich zu bewegen. “Eine Dame besitzt weitaus mehr Anstand als Ihr. Dort gibt es einen Grund unhöflich zu werden.“
Während sie über den Gang liefen, hatte sich der Templer immer wieder wachsam umgesehen und erst als das Schloss hinter ihm wieder einrastete, atmete er freier auf, um im nächsten Moment Francis anzufunkeln. Viel zu laut wirkte seine Stimme in der fast leeren Villa und die Hand des Templers umfasste den Türgriff noch ein wenig fester. “Zügelt Eure Lautstärke, Bell. Es muss niemand wissen, wer sich in diesen Räumen befindet.“ Namen konnten machtvoll sein und gefährlich, sollte der Falsche ihm zu hören bekommen. Besonders jene, deren Feindschaft er sich in jedem Land sicher sein konnte. Assassinen.
Shane unterdrückte den Drang die Tür noch einmal zu öffnen, einfach um sicher zu gehen, dass ihn niemand gehört hatte. Trotzdem verharrte er ein paar Herzschläge und lauschte nach Schritten, bevor er von seinen Cousin unterbrochen wurde. Das Gesicht wirkte wie aus Stein gemeißelt, bevor er seine Finger von dem Griff löste. Beinah schon krampfhaft hatte er sich daran festgeklammert. “Behaltet lieber Euer Herz. Es würde hier nur verschwendet werden. Vergesst besser nicht, was ihr dafür zu tun habt.“ Während er sprach, durchquerte er den Raum und sein erster Blick galt dem Fenster. Der Hof auf den sie blicken konnten war verlassen. Einzig ein kleines Büschel Gras, wurde von dem Wind über den Boden geweht. Sie waren hier sicher und gewiss war ihnen niemand gefolgt. Kurz zeichnete sich Erleichterung in den Zügen des Mannes ab, bevor sich dem größeren Übel um Raum zu wandte.
Vier Wochen, das war eine Lange Zeit und er hatte gewiss nicht vor all diese Tage hier zu verbringen. Er musste die Templer Italiens ausfindig machen, um seinen Plänen nachzugehen. Pläne die bestimmt worden waren, bevor er auf seinen Cousin getroffen war.  “Oh, wagt es ja nicht Euch vorzustellen Ihr werdet in diesen Wochen nichts tun.“ Die Augen wachsam auf den Blonden gerichtet und seine Arme vor der Brust verschränkt, stand er nun da und überlegte was er mit diesem Taugenichts von Cousin wohl anfangen sollte. Vielleicht könnte man ihn besser abrichten. Hieß es nicht, Söldner gehorchten wie Hunde, wenn man ihnen genug bieten konnte? “Das kommt davon, dass Ihr einfach nicht still halten kommt. Legt Euch wieder ins Bett und ruht Euch aus. Ich möchte, dass ihr in ein paar Tagen fähig seit Euch selbst zu versorgen und das werdet Ihr nicht, wenn ihr noch länger hier herum steht.“

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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   29/5/2017, 1:39 pm

Samstag, 3. April 1480
Vormittags

"Ihr wollt mich loswerden wie einen räudigen Hund!", beklagte er sich, zog seine Hose aus (diesmal schaffte er es sogar allein wie Shane feststellen konnte), und setzt sich dann auf das Bett, welches er sich ausgesucht hatte. Seine Bewegungen waren langsam und der Verletzung an seiner Seite angepasst. Sein Blick war aber beleidigt auf Shane gerichtet. Francis wollte einfach nicht, dass Shane ihn nicht mehr an seiner Seite haben wollte. Denn dann wäre Francis wieder der Söldner, der sich sein Bett in Heuhaufen oder bei Kurtisanen suchte, sein Glück in ungewinnbaren Glücksspielen verschleuderte und an seinen Verletzungen bestimmt vor die Hunde ging!
Aber was war er denn jetzt gewesen? Ein armer Schlucker, den Shane durchfüttern musste weil er in jener Nacht rein zufällig in die Gasse gelaufen kam, in die sich Francis hingeschleppt hatte. Weil Shane sich entschieden hatte, zu helfen statt ihn sterben zu lassen. Vermutlich hasste Shane sich seither, dass er Francis geholfen hatte, der ihm zu nichts nützlich gewesen war.
Francis legte sich hin und zog die Bettdecke über sich. Dann sah er Shane wieder an, der vorwurfsvolle Blick war wieder verschwunden, dafür blieb eine ungewohnte Verletzlichkeit in seinen Gesichtszügen. Genauso verschwunden war die Wirkung des Betäubungsmittels, welches er vom Arzt erhalten hatte. Nun schmerzten die Wunden wieder mehr, sie brannten und lasteten auf Francis' Fröhlichkeit - zumindest für ein paar Minuten. Er schwieg, sah zum Fenster und räusperte sich. Somit hatte Shane auch die Gelegenheit, sich um seine eigenen Dinge und Gedanken zu kümmern. Die Stille, die urplötzlich herrschte, war seltsam. Da Francis nie still war, drückte die Ruhe jetzt zusätzlich aufs Gemüt.

Nach ein paar der stillen Minuten sah er jedoch wieder zu Shane. "Wenn Ihr irgendwelche Templer sucht, die findet Ihr meistens in der Nähe von Kirchen und der Festungsmauer.", sagte er mit ruhiger, etwas müder Stimme, und offenbarte somit, dass er wusste, was Shane war - und dass Shane auch wusste, dass es Francis längst kapiert hatte. Der Blick auf dessen Siegelring in der letzten Nacht war für beide Männer mehr als aufschlussreich gewesen. "Und in Bordellen."
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   30/5/2017, 10:24 pm

Samstag, 3. April 1480
Vormittags

Shanes seufzte tief aus und seine Gestalt wandte sich wieder dem Söldner zu. Den Blick streng auf ihn gerichtet, verzogen sich seine Lippen leicht zu einer grimmigen Miene. „Ich bitte Euch, Bell! Habt Ihr wirklich gedacht Ich würde all die Zeit hier verbringen?“ Die Strenge in seiner Stimme war nicht zu überhören. Francis wirkte gerade wie ein trotziges Kind, dem man das Holzschwert zum spielen weggenommen hatte. Er kannte weder Manieren, noch schien er gut darin seine Gefühle zu verbergen. Der Templer erkannte nur zu genau wie beleidigt der Söldner war, doch er ließ diese Tatsache von sich abprallen. Es war sein gutes Recht, ihm  zu sagen, was er zu tun hatte.  Doch so sehr er versuchte die Situation mit eiskaltem Herz anzusehen, war es ihm nicht möglich. Denn schon wieder war lauerte in ihm das verfluchte Mitleid, dass es unmöglich machte, diesen Mann einfach kurzerhand hinauszuwerfen – zusammen mit der Tatsache das sie noch immer Verwandt waren.  Das hatte sich in den letzten Stunden nicht verändert und es würde sich wohl auch nie ändern. Grimmig beobachtete er dann wie der Mann sich aus der Hose zwängte, während er einfach mit durchgestrecktem Rücken an seiner Stelle verharrte. Wenn er schon selbst alles ausziehen konnte, weshalb brauchte er ihn dann noch?
„Ihr könnt nicht ewig auf die Kosten der anderer leben. Habt Ihr nicht endlich gesehen, wohin es Euch bringt? Wäre ich nicht gewesen, wärt ihr in einer Gasse zugrunde gegangen und niemand hätte es bemerkt.“ Nur kurz hatte Shanes seine Aufmerksamkeit auf das Fenster im Raum gelenkt und als er wieder zurück sah, sah er die Verletzlichkeit in den Augen seines Cousins. Der Adelsmann holte tief Luft und stieß sie durch die Nase aus, um seine Gedanken wieder zu Sammeln. „Spielt nicht den Hund, als den ihr Euch gerade bezeichnet.“ Shanes Augen waren durchtränkt von leichter Eitelkeit und der bissige Kommentar, der über seine Lippen kam, hallte selbst in seinen Ohren noch lange nach. „Es sollte Euch nicht wundern, wenn man Euch auch als solchen behandelt.“
Erst dann schweig der Templer und begann im Raum ein wenig hin und her zu gehen. Er wollte sich nicht setzten und zur Ruhe kam er bestimmt nicht. Nicht solange er nicht nach Rizzi gesucht hatte oder seinen anderen Zielen näher gekommen war. Vielleicht war es sogar gut, wenn Francis nun seine Wunden leckte und lieber beleidigt war. Dann konnte er sich seinen eigenen Zielend widmen. Er hatte gerade seine dritte Runde vollbracht, als Francis Stimme wieder die Stille durchbrach. Shane hielt in der Bewegung inne und seine Schuhe klackten leicht, als die Knöchel aufeinandertrafen. Es sollte ihn eigentlich nicht mehr überraschen, dass Francis davon wusste. Aber dennoch – es laut auszusprechen, fühlte sich ganz anders an als er erwartet hatte. „Thank you.“, meinte er nur auf die Ratschläge des Blonden.  Er würde sich die Worte merken und sich in diesen Umgebungen umsehen. Nur das Bordell würde er tunlichst vermeiden. Als Francis dieses erwähnt hatte, war sein Blick auch kurz nachdenklich in die Ferne gerichtet gewesen.

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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   31/5/2017, 8:52 am

Samstag, 3. April 1480
Vormittags

Francis nickte Shane auf dessen 'Thank you' freundlich aber doch etwas schweigsam zu. Er konnte seine Gefühle nicht verbergen. Das konnte er nie. Er tat, wonach ihm war, er trug sein Herz auf der Zunge, er liess keinen abblitzen und er war vorallem nicht zurückhaltend mit seinen Gefühlen. Damit überrumpelte er sehr viele Leute, die sich davon gestört oder gepeinigt fühlten oder die seine Art ganz einfach als dumme Provokation verstanden. Manchmal provozierte er aber auch mit Lust, wie Shane auch schon erfahren durfte.

Andererseits waren es genau diese Wesenszüge, die ihm bisher sein Leben immer und immer wieder gerettet hatten.

"Lieber bin ich ein Hund als ein Temp -…", fuhr er immer noch beleidigt fort, schluckte die letzten Buchstaben des Wortes aber herunter und starrte in Shanes Richtung. Dieser könnte Francis mit Leichtigkeit vernichten. Aber jetzt war selbst für Francis die Spitze des Eisbergs erreicht. Das war zuviel gewesen und er hätte das nicht sagen dürfen. Francis versuchte nach einigen Sekunden der tödlichen Stille panisch nach guten Worten zu überlegen. Und darin war er furchtbar schlecht. "Das ist dieses Zeug, dass mir der Doktor gegeben hat! Das macht irre!", sagte er und versuchte selbst davon überzeugt zu sein. Er hob die Hand und drehte den Zeigefinger an seiner Schläfe. "Total verrückt."

Er wusste nicht ob Shane an sich halten konnte oder ob Francis' letztes Stündlein geschlagen hatte. Und noch bevor Shane das Bett erreicht hatte um ihn zu erdolchen oder zu schlagen oder sonst etwas (wenn er es denn überhaupt vor hatte), zog Francis die Bettdecke mit seiner gesunden Hand über sich und seinen Kopf. Auweia. Die Daunenfedern würden ihn nicht vor irgendwelchen Messern, Dolchen oder Fäusten retten. Aber sie konnten, durchtränkt mit Blut, sehr schmutzig werden und Francis hoffte, dass Shane sich genau überlegte wie er dieses Zimmer hinterlassen wollte. "Sorry.", kam es unter der Bettdecke gedämpft hervor. Und er erwartete eine Reaktion. Scharfe Worte, eine Erdolchung oder Erdrosselung oder das Zuknallen der Tür und Schritte, die sich vom Zimmer entfernen würden weil Shane sich im Aufenthaltsraum irgendwas Starkes gönnen musste um nicht auszuflippen.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   31/5/2017, 6:19 pm

Samstag, 3. April 1480
Vormittags

Shane nahm Francis Nicken hin, immerhin hatte er es ja gut gemeint und vielleicht würde es ihm sogar wirklich helfen. Doch wenig später musste der Adelsmann erfahren, dass sein Cousin noch unerträglicher war, wenn er sich beleidigt fühlte. Aber jetzt war er es, der beleidigt wurde und das gefiel ihm ganz und gar nicht. Im Bruchteil einer Sekunde schien in seinen Augen ein gefährliches Feuer zu entfachen. Wie ein Raubtier hatten sich seinen Lippen zurückgezogen und die Hand lag fest um den Griff des Schwertes.  “Wagt es nicht noch einmal, den Orden auf die Stufe eines Hundes zu setzten. Ich habe auch nicht Eure Tätigkeit in den Schmutz gezogen! “ Shanes Stimme war eine Ton tiefer geworden und man hörte den Zorn in seinen Worten. Gegen nichts war er empfindlicher, als wenn man den Orden in Frage stellte oder ihn beleidigte. Er war damit aufgewachsen und es war sein Leben. Es war das Einzige, dem er noch wirkliches Vertrauen schenkte. Und versuchte nicht jeder das zu schützen, das ihm von unendlichen Wert war? “Ich habe Euch gefunden. Ich habe Euch geholfen. Ich habe Euch zu Essen gegeben!“ Mit jedem Satz war Shane näher an das Bett getreten. Mit einem unheilvollen Klirren löste sich die Klinge aus der Scheide. “Ich habe Euch trotz aller Nötigungen nicht fort geschickt und Ihr dankt mir indem ihr mich und meine Arbeit ins Schlechte zieht?
Der Templer hatte nun das Bett erreicht und seine Schwertspitze zeigte auf die Decke, allerdings noch weit entfernt und ohne Schaden anzurichten. “Ich sage es Euch nur noch ein einziges Mal, Francis Bell. Euch werden dann keine schlechten Ausreden mehr helfen.“ Shane beugte sich vor und sein Gesicht war der Bettdecke ganz nahe und auch die Klinge war ein Stück näher gerückt. “Haltet Euch raus aus diesem Spiel. Ihr wisst nichts. Und man verurteilt nicht, wenn man nicht die Lage kennt.“ Sein Atem schlug gegen die Decke und bei Francis Versuch sich zu Entschuldigen, schnaubte er nur aus. “Dafür ist es schon zu spät, Bell. Ihr mögt von Glück reden, dass ich nicht zu jenen Männer gehöre, die ihren Groll durch Tod und Blut besiegeln.“ Mit kalter Miene starrte er die Bettdecke noch einmal an, bevor er sich umdrehte und mit gezwungen langsamen Schritte zur Türe ging. Es sollte nicht wie eine Flucht wirken und dem Söldner zeigen, dass auch Shane nicht alles mit kalter Gelassenheit schluckte. Es gab in jedem Mann einen wunden Punkt und diesen hatte Francis mit voller Wucht getroffen. Die Tür leise schließend, blieb er kurz im Gang stehen und schloss die Augen. Das Schwert noch immer in der rechten Hand umklammert. “Verflucht, Cousin... ihr treibt mich in den Wahnsinn.“, stieß er leide aus und sah dann zur Treppe. Er würde nach einer Magd schicken und sich auf den Weg in die Stadt machen. Er brauchte Abstand um die Kontrolle zu behalten.

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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   1/6/2017, 9:05 am

Samstag, 3. April 1480
Vormittag

Als Stille einkehrte, zog er die Bettdecke von seinem Kopf weg, der durch die Hitze, die unter den Daunen entstand, gerötet war. Er presste die Lippen aufeinander und sah zur geschlossenen Tür, die Shane hinter sich gelassen hatte. Francis sah ein, dass er zu weit gegangen war und dass Shane ihm zu recht all die abfälligen Bemerkungen und Ermahnungen entgegengeworfen hatte.
"Wäre das Glück doch nur ein holdes Weib, dann müsste ich es nicht ständig herausfordern.", stöhnte er und legte sich zurück ins Bett. Er war sich sicher, dass sich Shane wieder beruhigen und zurückkommen würde. Vielleicht tat der Abstand auch gut. Shane war nicht hier gewesen um Francis zu finden, er suchte seine Templerverbündeten. Nur deshalb war er hier. Francis konnte ihm tatsächlich völlig egal sein.

Welche Schuld, wie hoch auch immer, vermochte diesem Mann soviel Geduld und Nerven gegeben haben? War Shane so verbissen daran interessiert, dass Francis all das Geld zurückzahlte? Soviel konnte es nicht gewesen sein. Es waren vielleicht drei, vier der üblichen Söldneraufträge. Eine Botentour, eine Bewachung, irgendetwas, dass keine Unsummen von Geld gekostet haben mochte. Francis konnte sich nicht erinnern, welche Beträge ihm Shane damals ausgehändigt hatte. Aber es waren keine Summen, die ihn vor Freude in die Luft hätte hüpfen lassen.
Und wie wollte Shane die Schuld seit gestern Nacht berechnen? Er konnte die Reinigung, die nicht mehr nutzbaren Bettlaken, die Matratze, den zerstörten Krug und die Entfernung der Blutflecken auf dem Boden sowie das Essen in Rechnung stellen. Aber wie wollte Shane seine Hilfsbereitschaft und seine Gutmütigkeit in Geld berechnen?

Während Francis darüber nachdachte, stellte er sich auf einmal die übelsten Dinge vor, die Shane mit ihm vorhaben könnte und als die Angst emporkroch, schüttelte er die Gedanken ab. Er nahm sich vor, Shane von nun an mit grossem Respekt zu begegnen und ihm keine beleidigenden Dinge mehr an den Kopf zu werfen.

Die Tatsache, dass Shane ein Templer war, nahm Francis schlicht zur Kenntnis. Shane hatte sich als fragloser Gentleman erwiesen. Er war klug, er sah gut aus, er hatte unglaublich gute Manieren und viel Geld.

Und er hatte Francis zum Überleben geholfen. "Hannigan, du bist echt verrückt.", murmelte er äusserst anerkennend und starrte an die Decke. Er würde Hannigan allerdings nie duzen wenn er im Raum wäre. Francis mochte ihn. Da war etwas zwischen ihnen. Irgendeine Verbundenheit, die Francis nicht erahnte. Aber trotz all seinen Beleidigungen sah er zu Hannigan auf - und dieser konnte das durch all die Schikanen, die Francis ihm legte, (noch) nicht wissen.

ENDE Vormittag
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   1/7/2017, 4:32 pm

cf Villa Torrino

Shane Hannigan / Luigi Rizzi

Die nächtliche Fahrt in seiner Kutsche war angenehm. Zwar hüpfte die Kutsche immer mal wieder etwas heftiger auf und ab aber es lag keine Eile in der Luft. Zumindest nicht für Rizzi. Er sprach mit Hannigan, den er zu seiner Unterkunft begleitete, über Florenz, erzählte von den Kirchen und von einigen der Templern hier. Er ahnte nicht wie es in Hannigan aussah.

Nach einiger Zeit erreichten sie die Gasse, die zur Unterkunft Villa del Carvari führte. "Ich hoffe sehr, dass Ihr ein ruhiges und angenehmes Zimmer gefunden habt.", sagte Rizzi. "Das ist in Florenz nicht immer so einfach. - Ich hoffe auch, dass Ihr den Empfang trotz der vielen unterschiedlichen Meinungen etwas geniessen konntet. Immerhin war der französische Wein ein wirklich guter Tropfen.", fand er und sah aus dem Fenster. Der Kutscher war wohl müde gewesen und war falsch abgebogen. So erreichten sie den Haupteingang nicht direkt sondern kamen an den Ställen und einem kleinen Hinterhof vorbei. In einem der Fenster brannte Licht und es stand auch breit offen. "Fühlt Ihr Euch wirklich sicher hier?", fragte er. Was Rizzi durch die Dunkelheit und einigen Pflanzenranken am Haus entlang nicht sehen konnte, war für Shane pures Glück. An der Hausmauer zum Fenster hoch war eine Leiter angelehnt und das offenstehende Fenster gehörte zu Shanes Zimmer. Da die Kutsche geschlossen war, konnte man auch keine Stimmen vernehmen. Denn leer was das Zimmer nicht...
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   2/7/2017, 12:31 am

Shane Hannigan / Luigi Rizzi
Abend

Cf: Villa Torino

“Umso mehr wäre es Unhöflich eine Dame ohne Abschied gehen zu lassen.“ Als sie seine Hand nahm, gab er ihr einen kurzen Kuss auf den Handrücken. “Grazie, Signora. Euch einen sicheren Weg in Eure Unterkunft und ein paar ruhige Stunden.“
Shane blickte Gonzaga noch kurz hinterher und lauschte de Molays Abschied. Er hoffte, dass er dem Franzosen so schnell nicht mehr begegnen musste. Sein erster Eindruck bei dem Engländer war nicht gut gewesen. Er hielt nicht viel von aufdringlichen Taten oder dem Versteckspiel hinter den Namen seiner Vorfahren. Dennoch neigte er, wie es sich gehörte, den Kopf und verabschiedete sich von dem Franzosen. Ebenso wie Rizzi blickte er noch nach, bevor er den Kopf zu dem Templer drehte. Er hatte ihn zuvor zu sich in die Kutsche eingeladen. “Ich werde hier warten, Signore Rizzi. Nehmt Euch die Zeit die Ihr braucht.“ Woanders hin würde er nicht können.
Als er sich alleine unter den letzten Gästen wiederfand, wurde es still um ihn herum und einen Augenblick sah er zum Nebenzimmer. Er hoffte da Vinci war schlau genug und schwieg über ihr Gespräch. Kurz zuckte seine Hand zum Schwertgriff, bevor er sie wieder locker ließ und die Gelenke der Finger kurz krümmte und wieder ausstreckte. Als ein Mann auf ihn zutorkelte, wich er ihm mit einen kurzen Schnauben aus. In den Moment kam auch Rizzi zurück und Shane sah sich nun ebenso der Feier entschuldigt.

Als sie in der Kutsche saßen, realisierte der Adelsmann, dass er das erste Mal an diesem Tag mit Rizzi alleine war. Den Hut wieder aufgesetzt, schaukelten die Federn bei jeder ruckartigen Bewegung hin und her. Den Blick zu seinem Gegenüber zugewandt, lauschte er all den Erklärungen über Kirchen und und den hiesigen Templern in Florenz. Sein Gesicht war dabei kühl, aber in seinem Blick lag durchaus interesse. Aber mit jedem Stück das sie zurück legte, fühlte er sich unruhiger. Rizzi war hier und sie kamen der Unterkunft immer näher - jenem Ort an dem sich Francis befand. Jenen Mann der dafür sorgen konnte, dass er Rizzis Vertrauen für alle Mal verlor und die Kostprobe am Nachmittag würde er nicht vergessen. Die Hände auf den Beinen abgelegt, sah er in einen Moment der Stille aus aus dem Fenster. Sie hatten das belebteste Viertel schon längst verlassen. Erst als sein Ordensbruder wieder zu sprechen begann, lag sein Augenmerk wieder auf ihm. Dabei entging ihm auch, dass ihr Weg nicht richtig war. “Es ist nicht mit England zu vergleichen, doch es ist annehmbar. “ Ruhig aber gewiss nicht. “Es war ein interessanter Abend. Grazie, für Eure Einladung. Wenn ich ehrlich bin, ich habe schon Erfahrung mit weitaus unangenehmeren Empfängen.“ Shane sah Rizzi kurz in die Augen und als die Kutsche zum Stehen kam, warf er einen Blick nach draußen. Die bekannten Umrisse der Ställe zeichneten sich im Licht der wenigen Fackeln ab. Sie waren im Hinterhof und bei Rizzis Worten glitt sein Blick über die Fassade. “Man fühlt sich an keinen Ort sicher, der nicht das eigenen Heim ist.“ Die grauen Augen waren noch einen Moment auf die Ställen gerichtet. “Doch es ist sicher genug.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   2/7/2017, 9:32 pm

Shane Hannigan / Luigi Rizzi oder Francis Bell

Er lehnte sich in die Polster zurück. Wäre der Abend nicht schon soweit fortgeschritten, er hätte mit Hannigan liebendgern noch weitergeredet. Bei einem Glas Wein auf einer Terrasse. Aber die Kutsche hielt schon bald vor dem Haupteingang der Villa del Carvari an.

"Ihr seid ein sehr angenehmer Mitreisender, mein englischer Freund.", sagte er zu Hannigan und zollte ihm damit grössten Respekt. "Ich wünsche Euch eine angenehme Nachtruhe.", fügte er hinzu und blickte das Haus durch das Kutschfenster an. Rizzi machte keinen Hehl daraus, dass er diese Unterkunft zwar akzeptierte aber nicht besonders schätzte. "Für unsere Reise am Mittwoch lasse ich Euch am Montag noch eine Botschaft zukommen. Wenn Ihr Fragen habt, lasst es mich durch einen Brief wissen."

Ein Diener öffnete die Tür für Hannigan. Die Villa del Carvari hatte einen guten Ruf, sie war für vornehme und gutbetuchte Gäste eine willkommene Unterkunft. Aber manche Gäste benahmen sich leider nicht so gut wie der Ruf der Villa. Und das war es, was Rizzi an dieser Unterkunft zweifeln liess. Aber wenn sich der englische Adelsmann wohl und sicher darin fühlte, war die Villa für Ausländer wohl doch eine vortreffliche Unterkunft gewesen.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   2/7/2017, 10:44 pm

Als das hin und her Schaukeln der Kutsche endete, konnte auch der englische Templer sich wieder etwas mehr entspannen. Den Rücken gerade, erwischte er sich selbst, wie er noch einmal zur Fassade sah und nicht gerade den Wunsch hegte nach oben zu gehen. Er hoffte wirklich, dass sein Cousin schlief, aber von einem Fenster fiel Licht durch die Ranken. Kaum zu erkennen, wenn man nicht wusste wohin man den Blick richten musste.
Bei Rizzis Worten schon er die Gedanken jedoch beiseite und seine Lippen hoben sich zu einem dezenten, aber durchaus ernst gemeinten Lächeln. “Grazie.“ Er neigte dem Wort entsprechend den Kopf. “Es war mir eine Ehre nach all der Zeit den Mann hinter den Briefen zu treffen.“ Ihm war nicht entgangen, dass Rizzi wohl nicht viel von dieser Unterkunft hielt, aber für Shane reichte sie und sie war außerhalb der Stadt. “Diese Nacht wird angenehmer sein, als die Letzten.“  Jedenfalls wünschte er sich dies. Ruhe - nur für ein paar Stunden. Als die Türe geöffnet wurde traf kalte Luft auf sein Gesicht. “Würde die Anstrengung der Reise nicht in meinen Knochen liegen, hätte ich Euch noch gerne zu einem Glas Wein eingeladen.“ Er sprach ebenso gerne mit Rizzi. Er war kultiviert und besaß gute Manieren - dennoch war er froh, dass er diese Wahrheit dazu benutzen konnte, um zu verhindern, dass er noch mit hoch kam.
Shane konnte die Erschöpfung für einen Moment auch nicht mehr verbergen. “So werde ich auf Eure Botschaft warten. Wohin soll ich den Brief schicken, im Falle solcher Fragen?“ Er hatte keine Ahnung wo Rizzi residierte und das Wissen darüber würde gewiss kein Fehler sein.
Sich von seinem Platz erhebend, trat er aus der Kutsche und hielt kurz seinen Hut, als er diesen beinah verlor, da die Federn die Kante des Daches striffen.
Steine knirschten unter seinen Stiefeln, während er sich noch einmal zu seinem Ordensbruder umdrehte. Sein Gesicht lag dabei im Schatten und die dunkle Kleidung zeichnete sich kaum von der Umgebung ab. “Ich wünsche Euch noch eine sichere Heimfahrt.“ Shanes Hand legte sich auf sein Herz und der Siegelring blitzte nun im fahlen Licht des Feuers auf. “Möge der Vater des Verstehen uns leiten. Gute Nacht, Signore Rizzi.
Der Engländer blieb selbst dann noch draußen stehen, als der Diener die Türe schloss. Die Hand nun auf das Schwert gelegt, wartete er bis die Kutsche fort war. Erst dann ging er um das Gebäude herum und schlussendlich hinein.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   3/7/2017, 9:53 am

Francis Bell / Shane Hannigan

Rizzi neigte den Kopf respektvoll als Hannigan aufstand und aus der Kutsche stieg. "Ihr findet mich in der Villa Rosario, in der Nähe von Santa Croce.", erklärte er ihm. Rizzi residierte fürstlich. Die Villa war für ihn viel zu gross aber standesgemäss gerade akzeptabel für einen Mann wie ihn. Rizzi wollte immer das bessere und grössere. Was sollte er sich in diesem Leben mit Kleinigkeiten aufhalten? Bescheidenheit? Er war mächtig und er hatte ein kleines Vermögen. Was sollte er da bescheiden leben? Das wäre eine wirkliche Verschwendung gewesen.
"Habt Dank.", sagte er ihm als Hannigan ihm eine sichere Heimfahrt wünschte. "Möge der Vater des Verstehens uns leiten.", wiederholte er die Worte. Dann wurde die Kutschtür wieder zugeschlagen und Rizzi machte es sich bequem. Er war durch und durch Templer. Aber über den Spruch konnte man sich streiten. Rizzi verstand ihn schlichtweg nicht. Aber das sollte weder seines noch das Problem der Templer sein. Es war eben so und es kümmerte keinen weil niemand wusste wie Rizzi darüber dachte.

Die Kutsche begann wieder zu wackeln und fuhr davon. Rizzi fühlte die Müdigkeit nun auch in den Knochen und zum ersten Mal seit er in Florenz angekommen war vor vielen Monaten, war er wirklich müde gewesen.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   3/7/2017, 9:59 am

Shane Hannigan / Francis Bell

Tumult.

Francis wusste nicht ob er lachen oder in Panik fallen sollte. Die Luftzufuhr wurde rar und da nutzte es ihm auch nichts, dass über dem Kissen zwei nackte Brüste baumelten, die ihn mit ihrem Gewicht zu ersticken drohten.

Als Shane am Abend gegangen war, fiel Francis müde ins Bett. Er hatte mit Shane noch zu Abend gegessen. Während er sich die Mahlzeit geradezu in den Mund schaufelte, ass Shane wenig und sehr zurückhaltend. Francis hatte vom Schlafkraut, dass ihm beigemischt wurde, nichts mitbekommen. Das Mahl war lecker gewesen und Francis wusste ja im Grunde nie, wann er seine nächste gute Mahlzeit bekam. Er ass deshalb immer ziemlich unmanierlich und sprach mit vollem Mund. In den Kreisen, in denen er sich normalerweise bewegte, war das auch kein Problem. Da assen alle so und er fiel damit nicht auf.
Shane war keine zehn Minuten fort gewesen als Francis in einen tiefen Schlaf fiel. Dieser hielt auch ungefähr zwei Stunden an ehe er mit heftigem Klopfen in seinem Unterleib wieder aufgewacht war. Das Kraut hatte Nebenwirkungen, die sehr heftig auf Francis einwirkten. Vielleicht lag es auch an der Medizin, die er vom Doktor erhalten und eingenommen hatte. Die Verbindung dieses Mittels mit dem Schlafkraut wirkte aphrodisierend. Mit einer schmerzenden Versteifung stand er auf und versuchte vergeblich sich Erleichterung zu verschaffen. Nach einer Weile gab er auf, öffnete das Fenster um frische Luft einzulassen und erblickte rein zufällig zwei Frauen, die an den Ställen vorbeikamen. Francis erkannte die billigsten Prosituierten auf einen Blick. Es gab einen kurzen Wortwechsel, die beiden Frauen liessen sich auf seine Einladung ein. Und so wurde eine Leiter gefunden. Die beiden Frauen, scheinbar etwas angetrunken und von sehr niederer Qualität, denn sonst wären sie kaum bereit gewesen so etwas zu tun, stiegen die Leiter hinauf und bescherten Francis die ersehnte Erleichterung. Obwohl Francis damit gehadert hatte weil er Shane keine weiteren Probleme machen wollte, liess er sich von seinen eigenen Trieben beherrschen.

Durch das Schmerzmittel spürte er die Wunden nicht mehr so stark und im Eifer des Gefechts ignorierte er den beissenden Schmerz an seiner Seite auch. Er hatte ja nichts zu tun ausser da zu liegen und die eher hässlichen Frauen tun zu lassen, worin sie gut waren. Für Francis jedenfalls reichten ihre Talente in diesem Moment völlig aus. Er war auch zu benebelt um weitere klare Gedanken fassen zu können und realisierte zu spät, dass die beiden Frauen, die nicht einmal in einem Etablissement arbeiteten, trotz ihrer Trunkenheit noch nach ihrem Geld verlangen konnten.
Francis versuchte es mit Charme und erklärte ihnen, dass er gar kein Geld besass.

Als Shane die Tür öffnete, sah er als erstes eine der nackten Frauen mittleren Alters und grauen Strähnen im fettigen Haar, die breitbeinig über Francis kniete und ihm das Kopfkissen auf das Gesicht drückte. Francis zappelte darunter verzweifelt herum. Die andere Frau, eine mollige Dame ebenfalls mittleren Alters, feuerte ihre Freundin beim Versuch, Francis Angst einzujagen, an. Sie war es auch, die Shane entdeckte und ihre Freundin darauf aufmerksam machte, die daraufhin das Kissen nicht mehr so stark auf Francis drückte.

"Hannigan!", keuchte Francis als er das Kissen von seinem Kopf hieven konnte. "Ihr kommt immer im richtigen Moment!"

"Er will uns nicht bezahlen!", kreischte eine der Frauen.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   3/7/2017, 10:05 pm

Shane ging langsam. Ohne Hast bewegte er sich die Treppe hoch und kurz verzog sich sein Gesicht. Ein Stich in seiner Seite erinnerte ihn daran, dass er noch lebte. Durch Glück war er vor einem Jahr nur mit einer Stichwunde davon gekommen. Eine Hand legte sich an jene Stelle, an der sich die Narbe fand. Sie fühlte sich wund an und für ein paar Sekunden schloss er die Augen. Nachdem er tief Luft geholt hatte, stieg er die letzten Stufen hoch und er folgte dem Gang zur letzten Türe. Licht schien durch den Spalt und Shane unterdrückte ein Seufzen. Das konnte nur bedeuten, dass Francis bereits wieder wach war. Kurz hielt seine Hand über der Klinge inne, bis er sie hinunter drückte und eintrat.
Shane erstarrte mitten in der Bewegung. Die Türe knallte hinter seinem Rücken zu und das Geräusch hallte noch lange nach. Francis Stimme drang an sein Ohr, doch er hörte sie nicht. Viel eher starrte er fast schon entsetzt auf die beiden nackten Frauen in dessen Bett. Schön anzusehen waren sie gewiss nicht und sie hatten absolut nichts in diesem Raum zu suchen. Das Gesicht des Adelmannes war blass – noch blasser, als die Haut der Engländer sonst war. Für einen Moment blinzelte er, dann noch einmal, aber auch beim dritten Mal veränderte sich das Bild nicht, dass sich ihm bot. Das hier war kein Traum – noch schien der französische Wein vergiftet gewesen zu sein. Die Frauen waren hier. Francis war hier. Und diese Situation hier, war das absolute Chaos. Shanes Brust hob und senkte sich in gleichmäßigen Zügen und das Gesicht wirkte kontrolliert. Nur in seinen Augen brannte das Feuer der Wut. Gefährlich schien es darin zu knistern und war jederzeit bereit durch das Wasser hervorzubrechen, das den Rest seines Körpers zur völligen Ruhe zwang.
Ich bitte euch den Raum zu verlassen.“, richtete er das Wort an die Frauen. „Sofort!“, fügte er dann lauter hinzu. Um seinen Worten nachdruck zu verleihen, legte er die Hand auf das Schwert. Diese Bewegung löste ihn auch aus der völligen Starre und mit jedem Schritt den er vorwärts ging, überlegte er, was er mit diesen Frauen nun anstellte. Sie hatten Francis gesehen – sie hatten ihn gesehen. Sie waren eine Gefahr und doch gefiel ihm der Gedanke nicht, sie töten zu müssen. Niemand würde sie vermissen. Nicht so wie sie aussahen und wie sie ihr Geld verdienten. Aber selbst wenn es ihm nicht gefiel, manchmal musste es sein. Das Schwert des Großmeisters blitzte auf, als es aus der Scheide fuhr und die Schreie der Frauen ertönten laut in seinen Ohren wieder. „Ein Wort über diesen Mann hier und ihr werdet sterben. Eure Bezahlung ist euer Leben.“ In einer schnellen Bewegung fuhr die Schwertspitze über das Schlüsselbein der Frau, welche vor Schmerz kreischte und nach ihren Kleidern griff.
Mit eisigem Blick sah er den Frauen nach, die nun eilig die Flut ergriffen. Erst als sie weg waren, trat er zum Fenster und schloss dieses. Doch nicht schnell und voller Wut, sondern langsam und schleichend. Es ertönte kein Laut, als die Geräusche der Außenwelt ausgeschlossen wurden. Den Rücken zu Francis gewandt, sah er noch ein letztes Mal aus dem Fenster. „Ihr. Verfluchter. Narr.“ Shane sprach jedes Wort klar und deutlich aus, während er sich umdrehte und auf den Söldner zuging. „Ich bat Euch darum Euch zu benehmen. Nur diesen einen Wunsch!“ Die Tonlage des Mannes war tief geworden und seine Augen schmal. „Aber Ihr seid nicht einmal dazu fähig!“ Der Templer stand nun am Rand des Bettes, das Kissen in der Hand, welches nun unheilvoll über dem Gesicht von Francis lauerte. „Nicht einmal dazu.“

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   4/7/2017, 11:30 am

Shane Hannigan / Francis Bell

Sein hartes Schlucken war der einzige Laut, der die Stille kurz durchbrach. Francis hatte auch schon sehr bange und angstvolle Momente erlebt. Aber in diesem Augenblick dachte er tatsächlich, sein letztes Stündlein hätte geschlagen. Er starrte Shane an, der zu ihm trat. Die Langsamkeit seiner Bewegung und die Schärfe, die in seinen Worten mehr als deutlich zu erkennen war, liessen Francis tiefer in die Matratze sinken. Seine Augen weiteten sich und als er das Kissen sah, dass Shane langsam in die Höhe hob und über seinem Gesicht baumeln liess, begann sein Herz zu rasen und Angstschweiss kroch auf seiner Haut hervor. Er wagte kaum ein Wort zu sagen. Aber Francis wäre nicht Francis, wenn ihm nicht doch irgendwas aus dem Mund rutschte.

"Verzeiht mir.", sprach er leise. Seine Stimme war heiser und die Worte waren nicht amüsiert oder unehrlich ausgesprochen worden. "Es war das letzte Mal, dass ich Euch in eine unangenehme Situation gebracht habe. Es tut mir leid, Hannigan.", sagte er weiter und machte eine kurze Redepause. "Danke.", fügte er noch hinzu, griff langsam nach dem Kissen, welches Hannigan über ihn hatte baumeln lassen, zog es ihm sanft aus den Fingern und drückte es zwischen seine Beine. Shane hatte anderes mit dem Kissen vorgehabt. Das wusste auch Francis. Aber vermutlich hatte Shane nicht damit gerechnet, dass ihm das Kissen aus den Fingern gezupft und es dann zur Bedeckung von Francis' Männlichkeit benutzt wurde. Und das alles mit einer typischen Selbstverständlichkeit von Francis ohne Shane dabei eins auswischen zu wollen. Das hatte Francis tatsächlich nicht vor. Er mochte Shane und er schämte sich auch, dass Shane ihn mit diesen zwei Huren so vorgefunden hatte.

"Hattet Ihr einen schönen Abend?", fragte er langsam und immer noch sehr leise. Er traute sich aber nicht so recht, Shane dabei anzusehen. Er stellte sich vor, wie Shanes Auge vor unterdrückter Wut über das entnommene Kissen zuckte und wie er gleich seine Hände um Francis' Hals legen würde um ihn ersticken zu lassen. Francis wusste wirklich nicht, wann er sich zuletzt so klein gefühlt hatte. Die Peinlichkeit stieg in Form erhitzten Blut in seinen Kopf, so dass seine Ohren und Wangen deutlich röter wurden. Nicht vor Verlegenheit sondern tatsächlich vor Angst und Scham über sein nicht akzeptables Verhalten.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   4/7/2017, 5:28 pm

Der Stoff unter Shanes Fingern fühlte sich warm und verlockend an. Aber nicht um seinen Kopf darin zu betten, sondern um das zu beenden was die Huren begonnen hatte. Wütend starrte er auf sie nackte Gestalt im Bett und alles was er hören konnte war sein eigener Atem und Francis lautes Schlucken. Es waren nur ein paar Sekunden, doch seine Finger zuckten leicht und gruben sich tiefer in den Polster. Der Raum stank nach Schweiß und Alkohol und der Engländer berreute es die frische Luft ausgesperrt zu haben. Bei den Worten seinen Cousins hob sich seine Augenbraue und ein zorniges Schnauben war zu hören.
Verzeiht mir? Wie oft soll ich Euch noch verzeihen? Jedes Mal wenn Ihr eine Dummheit begeht? Euch in Gefahr begeht? Euch benehmt wie ein Straßenköter? “  Shane holte kurz Luft und mit einem Mal verschwand die Schärfe und zurück blieb nur eisige Kälte. “Ist Euch überhaupt klar was Ihr hier tut?“ Die Stimme des Templers war leise, ja beinah schon so ruhig wie sie immer war, doch das Feuer in den grauen Augen war noch längst nicht gelöscht. “Das habt Ihr auch das erste Mal versprochen.“ Bittere Enttäuschung schwang in diesen Worten mit. Ja, in dieser Hinsicht hatte er gehofft sein Cousin hätte etwas gelernt. Aber man zeigte es ihm erneut. Vertrauen war rar und es schwand aus seiner Welt. Als Francis an dem Kissen zog, blinzelte er einem Moment, doch dann war die vermeintliche Waffe schon aus seinen Händen gezogen. “Spart euch Euren Dank.
In einer schnellen Bewegung drehte er sich Francis ab, um nicht doch noch seinem eigenen Wunsch zu folgen - diesen Mann eigenhändig zu Erwürgen. Er würde lügen, würde er behaupten er hätte keine Sekunde daran gedacht. Die Wangenmuskeln des Templers spannten sich an, als er die Zähne aufeinander biss.
Er scheint mir, weitaus weniger interessant als der Eure.“ Shanes Hände hielten einander im Rücken, als wolle er dadurch verhindern, sie anderswertig einzusetzen. Die Frage seines Verwandten hatten ihn den Kopf zu ihn drehen lassen. Francis Gesicht wirkte roter als sonst ind er glaubte so etwas wie Scham in seinen Zügen zu erkennen. Das erste Mal seit sie hier waren, schien er endlich kapiert zu haben, dass er zu weit gegangen war. Gut. “Macht so etwas nicht erneut.“, knurrte er dann förmlich und ließ sich erschöpft auf der Kante des zweiten Bettes nieder. “Seit wann seid Ihr wach?

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   4/7/2017, 9:07 pm

Shane Hannigan / Francis Bell

Als Shane mit im Rücken verschränkten Händen herumlief, blickte er doch noch zu ihm. Francis' Haltung war geknickt aber auch zurecht. Er war viel zu weit gegangen. Der Bogen war überspannt. Er bemühte sich aufzusitzen und blickte dann kurz auf seinen eingebundenen Oberkörper. Der Verband war leicht rosa angefärbt. Die Wunde war also ein wenig aufgegangen. Vielleicht war sie an einer Stelle der Naht etwas aufgerissen. Es war aber kein besorgniserregendes Rot.
Als sich Shane auf sein Bett gesetzt hatte, fasste Francis nach seiner Bettdecke und zog sie langsam zu sich und über sich um seinen Unterkörper zu bedecken und das Kopfkissen zu erlösen. Auf Shanes Frage hin hob er den Blick.
"Seit einer Weile.", sagte er und musterte ihn fragend. "Nach dem Essen war ich sehr müde. Ich habe geschlafen und bin dann aufgewacht und hatte eine riesige Latte, Ihr versteht?", seufzte er. "Die Medizin ist schuld.", meinte er. Er hatte das heute schon einmal behauptet.
"Ich war am Fenster und habe diese beiden Weiber gesehen und dann ging es mit mir durch. Ich hab sie hierher eingeladen und dann gings auch schon zur Sache.", erklärte er Shane freimütig und stöhnte dann auf. "Ich hab mir bestimmt etwas geholt, Hannigan. Das waren die billigsten Schenkel, zwischen denen ich je war."

Er rieb sich die Stirn, strich sein strähniges Haar nach hinten und blickte Shane erneut an. "Habt Ihr herausgefunden was mit Leonardo passiert ist?"
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   4/7/2017, 10:13 pm

Shane griff sich kurz an die Nasenwurzel und war irgendwie froh, dass Francis nicht weiter auf seine ersten Worte einging. Dennoch - verstand sein Cousin überhaupt in welche Schwierigkeiten er sich selbst und auch ihn bringen konnte? Ein falscher Tritt und jede noch so vorsichtige Bewegung würde umsonst sein. Jede falsche Last konnte zum Ruin und schlimmsten Fall zum Tod führen. Er hatte Rizzi belogen... für diesen nervenden und undankbaren Köter. Den Blick prüfend durch den Raum lenkend, konnte er das Rascheln von Stoff vernehmen und Augenblicklich fiel seine Aufmerksamkeit zu der Wunde an Francis Seite. Der Verband wirkte noch stabil, selbst wenn eine leichte Färbung zu erkennen war. Kein Grund für eine weitere Sorge.
Nachdem er sich auf das Bett gesetzt hatte, wollte er wissen wie lange das Kraut gewirkt hatte - ob es das überhaupt getan hatte. Die Ellbogen auf den Knie abgestützt, legte er seinen Kopf auf die gefalteten Hände. Jede Bewegung die der Söldner vollzog, wurde von ihm genauestens beobachtet. Die Tatsache, dass er noch immer nackt war, war in diesem Moment nicht wichtig. Etwas abstoßend und unsittlich vielleicht, aber kein Grund um den Blick abzuwenden. “Die Medizin?“, schnaubte er ungläubig aus. “Wohl eher der von Eurer Lust getriebenen Verstand.“ Der Gesichtsausdruck des Templers war halb hinter seinen Händen verborgen.
Daran seit Ihr selbst schuld. Würdet Ihr nur einen Funken Kontrolle über Euch selbst haben, müsstet Ihr Euch diese Frage gar nicht stellen.
Bei der Vorstellung Francis könnte sich bei etwas angesteckt haben, verzog sich leicht seine Nase und sein Blick erzählte davon, dass er diese Möglichkeit abstoßend fand. “Ihr solltet besser ein Bad nehmen.“ Das würde hoffentlich auch den Geruch nach Schweiß von seinem Körper waschen.
Shanes Augen und Lippen wurden schmal, als Francis plötzlich nach Leonardo fragte. “Was macht Euch so sicher, dass ich es Euch verraten würde? Immerhin habt Ihr, Euren Teil nicht eingehalten.
Er hatte versprochen nach ihnen ausschau zu halten, wenn er sich benahm. Das Verhalten des Söldners war jedoch alles andere als manierlich gewesen.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   5/7/2017, 3:59 pm

Shane Hannigan / Francis Bell

Aufmerksam musterte er den völlig zerknirschten Shane, der sich die Stirn und die Nase rieb, zischte und sich grün und blau ärgerte. Shane war voller Emotionen. Allerdings nur vor Francis. Es war offensichtlich ein sehr grosser Vertrauensbeweis.
"Ich weiss, Hannigan. Ich hab mein Versprechen nicht eingehalten. Aber ich habe mich entschuldigt und Ihr seid zu nichts verpflichtet.", sagte er reuevoll und senkte den Blick. "Es wäre dennoch unrecht von Euch mir nicht zu sagen ob meine Freunde leben oder tot sind. So etwas tut man niemanden an."

Francis mochte Leonardo und er mochte Rafael, den er bereits als guten Freund bezeichnete obwohl sie sich kaum kannten. Und seit der letzten Nacht ging alles so schnell. Der Angriff der Templer und Wachen, die Begegnung mit Hannigan und jetzt lag er in einem der besten Betten der ganzen Stadt nachdem er mit zwei hässlichen Vetteln rumgehurt hatte. Er war tatsächlich sehr, sehr tief gesunken. Aber nicht so tief, dass er nicht wieder hätte auftauchen können. Das war ihm stets bewusst.

"Hey, Hannigan.", begann er wieder. "Wenn Ihr mir sagt, ob Ihr etwas über Leonardo herausfinden konntet, wovon ich ausgehe, dann verrate ich Euch auch etwas über mich."
Sein Blick glitt zu Shane. Shane war bestimmt neugierig. Er stellte immer wieder Fragen auch wenn die meisten davon keine Antworten verlangten sondern nur unheilvolle Wut waren, die Shane aus sich herauslassen musste. "Und danach gönnt Ihr Euch etwas Schlaf. Ich tu auch nichts. Diesmal mein ich das ernst. Ich lege mich wieder hin und ruh mich aus.", sagte er und er hatte das auch wirklich vor. Das einzige, was Francis nicht versprechen konnte, waren Fragen, die er Shane stellen wollte sobald sie beide in ihren beiden Betten lagen.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   5/7/2017, 6:43 pm

Shane war in sein altbekanntes Schweigen zurückgefallen. Nur hin und wieder arbeiteten seinen Kiefermusklen und sein Blick huschte hin und her, als suche er etwas im Raum, oder erwartete noch eine weitere böse Überraschung. Doch es kam nichts und schlussendlich löste er die Hände und setzte sich wieder gerade auf. Francis Worte hingen noch in der Luft, aber er antwortete nicht. Dachte er wirklich alle Taten, seien durch einfache Worte wieder gutzumachen? Der Engländer holte tief Luft und stieß sie wieder aus der Nase aus – langsam und berechnend. Welch ein naiver Narr. Ohne seinen Cousin nun weiter anzusehen, zog er seinen Mantel aus und stand auf, um ihn über den Stuhl zu legen. Er befand sich vor der Feuerstelle, dessen Form wie ein klaffendes Maul wirkte. In letzter Zeit hatte er sich die Hände öfter schmutzig gemacht als in den letzten fünf Jahren. Kein Feuer war entzündet und nur graue Asche lag in der Kerbe, in der sonst das Holz brannte.
Wenig später folgte auch sein Hut, welche er neben den Mantel niederlegte, um letzten Endes wieder zurück zum Bett zu gehen. Die Matratze sank ein Stück nach unten und die Seide war weich und durchaus verlockend. Irgendwann würde er schlaf brauchen, selbst wenn es ihm jedes Mal so schwer fiel einzuschlafen. Als er wohl noch immer keine Antwort gegeben hatte, ertönte die Stimme des Söldners wieder im Raum und der Adelsmann drehte den Kopf zu ihm. Er war durchaus neugierig und gewiss nicht abgeneigt. Doch das war nicht der Grund, warum Shane nun doch noch sprach. Viel eher waren es jene Worte gewesen, die ihn darauf hingewiesen hatte, dass man niemanden verheimlichte ob ein Freund noch lebte oder Tod war. Da hatte es ihn wieder erwischt – das Mitleid, das wie ein hungernder Wolf in seinem Verstand lauerte. „Er lebt.“ Mehr würde Francis Bell heute nicht erfahren.
Die Schuhspitze auf seine Ferse gelegt, zog er dann erst den einen Stiefel und kurz darauf auch den zweiten aus. So ungern er dem Blonden zustimmte, ein wenig Schlaf würde gut tun. „Ich hoffe dieses Mal haltet Ihr dieses Versprechen auch wirklich ein.“ Nur noch in Hose und Hemd bekleidet, legte er sich mit den Rücken auf das weiche Bett und richtete den Blick für ein paar Sekunden auf die Decke. Es war ein eigenartiges Gefühl in einem Zimmer zu liegen und nicht allein zu sein. Er hatte sich an die Einsamkeit schon längst gewöhnt.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   6/7/2017, 8:06 am

Shane Hannigan / Francis Bell

Francis nickte als Shane bestätigte, was sich Francis über Leonardo erhofft hatte. Er lebte also. In welcher Verfassung er war, wollte Shane offenbar nicht erwähnen. Aber Francis war sichtlich erleichtert, dass der Mann, der ihm für die letzte Woche Unterschlupf, Essen und Bettwärme gegeben hatte, überlebt hatte. Nun ging es darum herauszufinden, was mit Santoro passiert war. Francis hatte keinerlei Informationen über ihn. Er war das Ziel der Templer gewesen, das persönliche Ziel von Rizzi. Er hatte ein ungutes Gefühl und hatte deshalb nicht wirklich nach ihm gefragt. Er hatte den Namen vor Shane erwähnt da er keine Geheimnisse vor seinem englischen Nachbarn hatte. Dennoch fürchtete Francis sich vor der Antwort, Rafael könnte nicht entkommen sein und wäre tot. Das beschäftigte Francis doch sehr und er schwieg ebenso eine Weile wie Shane.

Als ihm wieder einfiel, dass er Shane versprochen hatte ein Geheimnis über sich selbst preiszugeben, sah er ihn wieder an. Shane lag mittlerweile auf seinem Bett und bat darum, dass Francis das Versprechen einhielt. "Danke, dass Ihr Rückgrat gezeigt und mir von Leonardo berichtet habt.", bedankte er sich. "Damit Ihr seht, dass ich meine Versprechen auch einhalten kann, verrate ich Euch nun etwas über mich.", meinte er und sah ihn an um die Spannung aufzubauen. Er hielt diesen Augenblick aufrecht indem er Shane gespannt ansah bis der Raum vor Ungeduld fast zu platzen schien.

"Ich vermisse Mutters Rührkuchen.", verriet er.
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   6/7/2017, 1:07 pm

Shane genoss die Ruhe die nun endlich herrschte. Es war fast schon ein Geschenk, dass Francis schwieg, obwohl er wach war. Doch ebenso fragte sich der Adelsmann was im Kopf des anderen vor sich ging. Ahnte er, dass Leonardo an der Absicht des des Blonden zweifelte? Aber es war nun einmal das Risiko eines Söldners. Den Blick noch auf die Decke gerichtet, lauschte er den Atemzügen seines Cousins. Die Augen zu schließen wagte Shane jedoch nicht.
Viel zu bald war die Ruhe wieder vorbei, doch die gesprochenen Worte waren weder ärgerlich noch provozierend. “Ihr sagtet doch es wäre unrecht.“
Shanes Worte verloren sich im Zimmer und gespannt wartete er darauf, das sein Cousin seinen Teil einhielt. Als nach einigen Atemzügen noch immer nichts passiert war, runzelte sich leicht seine Stirn und er drehte den Kopf zu den Mann. Ein fragender, aber auch fordernder Ausdruck erschien in seinen Zügen.
Doch bevor er etwas sagen konnte, sprach Francis wieder. Perplex starrte er ihn an, als könnte er nicht fassen, dass er dies wirklich gesagt hatte.
Der Engländer hielt die Luft an und versuchte den Drang zu unterdrücken, der sich immer stärker in seiner Brust ausbreitete. Einen Drang von dem er gedacht hatte, er wäre schon lange fort. Aber er schaffte es nicht und schlussendlich brach das Lachen hervor. Zum zweiten Mal hatte Francis es geschafft, ihm diesen Laut zu entlocken. Dieses Mal konnte er es nicht mehr leugnen zu laut und zu offen war die Gefühlsregung gewesen, die er der Verzweiflung und der Erschöpfung zuschrieb. An einem anderen Tag, so war er sich sicher, wäre es nie soweit gekommen. “Ihr seid solch ein Tor, Bell.“ Fassungslos schüttelte er den Kopf und seine Finger gruben sich etwas in den Stoff des Bettes. Er ärgerte sich über sich selbst, da er schon wieder sie Kontrolle über sich verloren hatte und dennoch, es hatte irgendwie tief drinnen gut getan. Doch er durfte nicht zulassen, dass es noch einmal geschah. Nicht vor Francis und bestimmt nicht vor jemand anderes. Tief Luft holend wandte er den Blick ab und spürte wie die Kälte derer er sich nach so vielen Jahren habhaft gemacht hatte, zurück kehrte. Es war falsch zu Lachen, denn es gab nichts auf dieser Welt, dass diesen Laut verdiente.

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Zuletzt von Shane Hannigan am 7/7/2017, 11:43 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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