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 Villa del Carvari

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AutorNachricht
Francis Bell
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   Do Jul 06, 2017 3:34 pm

Shane Hannigan / Francis Bell

Die Reaktion war sogar für Francis sehr überraschend. Er hatte nicht mit so einer echten Gefühlsregung gerechnet und sah Shane ebenso perplex an wie es Shane zuvor bei ihm getan hatte. Dann erhellten sich Francis' Gesichtszüge, er grinste und fiel dann ins Lachen mit ein. Die Situation war auch einfach zu komisch um ernst bleiben zu können.
Shane kam schneller zur Ruhe und drehte Francis den Rücken zu. Diese enorme Selbstbeherrschung war faszinierend aber auch eine Selbstgeisselung, der sich Shane da unterwarf.
Francis' Gemüt blieb lustig, jetzt da das Eis erneut gebrochen war.

"Hey Hannigan, es ist schön Euch lachen zu hören.", grinste er. Sein Grinsen war aber aufrichtig und nicht provozierend gewesen. "Um ehrlich zu sein, hat sich noch nie jemand so um mich gekümmert wie Ihr es tut seit ich von Zuhause fort bin. Es schert sich kein Mensch um mich und ich falle jedesmal auf die gespielte Zuneigung anderer Menschen herein.", sprach er weiter. Seine Stimme wurde aber ruhiger und auch etwas nachdenklicher. Ein Wesenszug, den er bis anhin nicht gezeigt hatte. "Also danke ich Euch vielmehr dafür, dass Ihr…", begann er und hörte dann auf weil er nicht wusste, wie er es erklären sollte. "… nun, dass Ihr… dass Ihr so hartnäckig gewesen seid, mich mitgenommen habt und Ihr mich nicht allein lasst.", sagte er und räusperte sich leicht. "Das bedeutet mir sehr viel. Mehr, als ich Euch zeigen kann und mehr als Ihr denkt."

Er strich sich mit den Fingern der gesunden Hand ein paar Haarsträhnen zurück, die gleich daraufhin wieder nach vorn fielen. Dann bewegte er sich wieder etwas und legte sich hin wobei er die Bettdecke etwas höher zog. "Ihr habt das Licht vergessen.", sagte er. Das Zimmer war immer noch hell erleuchtet. Ob Shane überhaupt noch zuhörte? Ob er eingeschlafen war?

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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   Do Jul 06, 2017 9:25 pm

Schweigend hatte er seinem Cousin den Rücken zugekehrt und das Lachen war längst wieder aus seinem Gesicht verschwunden. Mit fast schon eisiger Miene starrte er auf die gegenüberliegende Wand und betrachtete die goldenen Verzierungen und Malereien darauf. Kleine Fresken waren zu erkennen - Geschichten und Gestalten aus der Kirche waren darauf abgebildet. Jedoch rückten die gut platzierten Pinselstriche in den Hintergrund, während er Francis Worten lauschte. Er konnte das Grinsen förmlich in seinen Worten hören. Lachen ist sinnlos. Das hatte ihm einst sein Vater gelernt. Es erhitzt das Gemüt ohne etwas zu bewirken. Mit Lachen kam man nicht voran im Leben. Ein Grund warum er es nie tat - bis heute.
Aber Francis beließ es nicht bei den ersten Worten. Sätze folgten, die er von dem Söldner gar nicht gewohnt: Erfüllt von Nachdenklichkeit und sogar einer gewissen Ruhe. Shanes Blick blieb auf die Wand vor ihn gerichtet und auch sonst rührte er sich nicht. Er hatte keine Antwort auf all diese Worte und selbst wenn er sie gewusst hätte,  hätte er sie nicht ausgesprochen. Er hatte Francis gerettet, da er sein Cousin war. Es war eine Sache von Ehre und Familie gewesen.
Shane schob eine Hand unter das Kissen und legte seinen Kopf darauf. Seinen eigenen Herzschlag hörend, befeuchtete er sich kurz die Lippen. Viel zu hell wirkten die kleinen Flammen der Kerzen, die auf dem Tisch und auch neben dem Bett aufgestellt waren. Das Licht spiegelte sich in den grauen Seen seiner Iris wieder, bevor er sich etwas drehte, um am Ende doch wieder zu Francis zu blicken. “Lasst Euch das nicht zur Gewohnheit werden. Sobald Ihr gesund seit, werdet Ihr alles von dem hier durch arbeiten wieder gut machen.“ Ohne einem lauten Geräusch stand er auf und trat zu den Kerzenhalter. Er blies eine Kerze nach der anderen aus, bis der Raum nur noch von einer Flamme erhellt war.
Tiefe Schatten überzogen sein Gesicht, als er wieder zurückging und sich auf das Bett setzte. Die leichte Abneigung gegenüber dieser niederen Tätigkeit blieb nicht verborgen, aber Shane wusste auch von ihrer Unumgänglichkeit. Ein Diener war ein Risiko für Francis und auch ihn. Ein falsches Wort zu einem falschen Mann und das alles hier würde kein Geheimnis mehr sein. Mit dem nächsten Atemzug, war der Raum von Dunkelheit erfüllt.
Stoff raschelte, als sich der Templer nieder legte, doch egal wohin er sich drehte oder was er machte. Der Schlaf wollte nicht so eilig kommen. Irgendwann starrte er einfach in die Dunkelheit.

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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   Do Jul 06, 2017 10:17 pm

Diesmal war es Francis, der nicht antwortete. Shane drohte beinah stündlich damit, dass Francis die Schulden abbezahlen müsste. Doch zum ersten Mal klang es so als wären die Aufgaben, die Shane ihm geben würde, keine schrecklichen Arbeiten. In Shanes Stimme schwang ein wenig Leichtigkeit mit. Und doch war da auch wieder diese bleierne Nachdenklichkeit.
Francis wartete bis Shane im Bett lag. Er sah, dass sich Shane mehrmals drehte. Das Bett war bequem und Shane hatte nicht über eine Verletzung geklagt.

"Kennt Ihr diese englischen billigen Pasteten? Bei denen man nie weiss, was wirklich drin ist?", sagte er und lachte leise auf. "Sogar die vermisse ich. Wenn man längere Zeit fern der Heimat ist, vermisst man auf einmal die Dinge, die man eigentlich gar nicht mochte. Es ist eine Wohltat mit Euch in meiner Muttersprache sprechen zu können.", er vermisste seine Heimat gerade sehr. Vor allem seine Mutter, deren Namen er in der vergangenen Nacht bereits im Fieber ausgesprochen hatte.

"Hey, Hannigan. Habt Ihr Euch als Jugendlicher auch mal geprügelt? Etwas geklaut? Irgendwelche Leute geärgert?", grinste er in der Dunkelheit auf. Ob Shane je so etwas getan hat?

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   Fr Jul 07, 2017 8:46 pm

Irgendwann hatte sich Shane so gedreht, dass sein Blick in die Richtung von Francis gelenkt war.  Ganz vertraute seinem Cousin noch immer nicht - selbst wenn keine Worte oder Taten darauf hingewiesen hatten, dass er ihn verletzen oder gar töten wollte. Aber die kleine Unwissenheit hielt seinen Verstand wach, während sein Körper nach Schlaf verlangte.
Shanes Augenbraue hob sich leicht, als plötzlich Francis wieder zu sprechen begann, er hatte nicht gedacht, dass er noch wach war und so stieß er etwas die Luft aus und starrte auf die Konturen in der Dunkelheit. Es dauerte einen Moment, bis er schlussendlich die Stille wieder durchbrach. „Ich habe nie eine von diesen Pasteten gegessen.“ Warum auch? Er hatte sich besseres leisten können. „Ich dachte Ihr habt England verlassen, da Ihr neue Arbeit wolltet?.“ Auch er dachte oft an England und zurück an sein Leben dort. Irgendwann würde er wieder in seine eigene Villa gehen können und er würde wieder seine Arbeit fortsetzen. Sein Cousin schien jedoch sein Heimatland freiwillig verlassen zu haben, jedenfalls hatte es sich so angehört, als er ihn danach gefragt hatte.
Die Lippen aufeinander gepresst, blieb er eine Weile wieder einfach liegen und schloss etwas die Augen. Vielleicht würde das Gespräch ihn irgendwann in den Schlaf wiegen, selbst wenn es unhöflich wäre, wenn er nicht mehr antwortete. Die Hand wieder unter das Kissen geschoben, wartete er auf eine Antwort seinen Cousins.
„Ihr seid gefährlich Neugierig, Bell.“ Es waren persönliche Fragen und der Templer wusste nicht, ob er gewillt war sie zu antworten. Aber selbst wenn er es tun würde, der Blonde würde nicht viel mit diesen Informationen anfangen können. Niemand anderes würde sich dafür interessieren. „Ich kam nicht oft aus dem Haus.“ Sein Vater selbst hatte ihn unterrichtet und wenn er nach draußen kam, dann nur um langweiligen Festen beizuwohnen, damit er sich der Etikette des Adels bewusst wurde. Natürlich hatte er sich das ein und andere Mal, aus Trotz oder jugendlichem Übermut, aus dem Haus geschlichen und so einige Erfahrungen gemacht. „Ich habe nie mit der Prügelei begonnen.“  Es war manchmal erstaunlich gewesen, wie schnell eisernes Schweigen, als Provokation gesehen werden konnte.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   Sa Jul 08, 2017 8:38 pm

Shane Hannigan / Francis Bell

"Gefährlich neugierig?", wiederholte er Shanes Worte und grinste in der Dunkelheit auf. "Ich habe England verlassen um Arbeit zu finden. Das stimmt. Aber deshalb darf ich meine Heimat trotzdem vermissen. Ausserdem hab ich gar nicht genug Geld um nach Hause reisen zu können.", erklärte er ihm. Aber der Umstand, dass er kein Geld hatte, war nicht weiters schlimm für ihn.

Er hörte Shane zu und obwohl er gar nicht viel sagte und antwortete, erzählte er doch eine Menge. Die Art, wie er seine Sätze formte und sagte, erklärte viel mehr als Shane offensichtlich wollte.
"Ihr hattet ein strenges Elternhaus, nicht wahr? Wurdet Ihr schon als Kind zu einem kleinen Erwachsenen getrimmt? Wie hält man so etwas aus ohne daran zugrunde zu gehen? Ich hätte das nicht geschafft.", sagte er und sah in Shanes Richtung auch wenn er ihn kaum ausmachen konnte. "Wurdet Ihr verprügelt oder habt ihr mitgeprügelt und die Prügeleien beendet? Wir wären ein gutes Paar gewesen. Ich hab oft Prügeleien angefangen. Meistens betrunken.", grinste er. Francis war kein Gewalttäter auch wenn er Gewalt kannte. "Wie war Eure Kindheit? Wie habt Ihr sie verbracht wenn Ihr nicht oft das Haus verlassen habt? Hattet Ihr Freunde?", wollte er wissen. Francis war neugierig. Ausserdem wollte er Shane verstehen. Warum half er Francis? Warum teilte er mit ihm ein Zimmer? Warum war ihm Shane so nah? Das alles galt es herauszufinden.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   So Jul 09, 2017 2:49 pm

In der Tat. Zu viele Fragen führen nicht immer zu etwas Gutem.“ Den Blick angestrengt in die Dunkelheit gerichtet, lauschte er seinen Worten. Natürlich konnte man seine Heimat vermissen, selbst wenn man sie freiwillig verlassen hatte. Das er auch kein Geld besaß um zurück zu kehren, wunderte den Adelsmann nicht. So schwieg er nur und ein paar Augenblicke war nur sein gleichmäßiger Atem zu hören. Es war ihm Antwort genug.
Doch die Fragen endeten nicht. Worte über Worte flossen aus dem Mund des Söldners. Fragen über seine Kindheit - Zeiten mit denen er schon lange abgeschlossen hatte und an die er schon lange nicht mehr gedacht hatte. Natürlich waren die Erinnerungen noch da: Die Kontrolle, das Lernen, die Erziehung zum Templer.  Aber sie waren geordnet und fortgeschoben um jenen Zielen Platz zu machen, die nun wichtig waren.
Die Luft etwas lauter ausschnaubend, drehte er sich auf den Rücken. Den Blick auf die von Dunkelheit umhüllte Decke gerichtet, befeuchtete er seine Lippen, bevor er sie Stille wieder durchbrach. “Niemand geht an etwas zugrunde, das er nicht anders kennt.“ Für ihn war es natürlich gewesen zu schweigen, wenn er still sein sollte. Er hatte zu gehört und geredet, wenn man es von ihm verlangte. Er hatte nicht gelacht, weil es verboten war. Wenn man die andere Seite nicht kannte, gab es nichts, das man vermissen würde.
Ein Seufzen unterdrückend, schloss er kurz die Augen. Ja, Francis war gut darin gewesen Streit zu verursachen. Es war auch eine Prügelei gewesen, bei der er das erste Mal auf seinen Cousin getroffen war. “Es überrascht mich nicht, dass Ihr sie oft begonnen habt.“ Darauf, dass sie ein gutes Paar gewesen wären ging Shane nicht ein. Francis hätte Chaos gebracht, so wie er es auch jetzt tat. Seine Anwesenheit zerstörte die den geordneten Ablauf, den er bevorzugte.
Ich hatte Unterricht und den Orden.“ Für Freunde war dort keine Zeit gewesen. Er hatte junge Männer in seinem Alter gekannt, mit denen er sich verstanden hatte - doch mehr als gemeinsame Interessen und Ziele hatte es nicht gegeben. “Ihr hattet nie solch eine Erziehung, nicht wahr Bell?“ Francis wirkte wirklich nicht, als wären seine Eltern streng gewesen.

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Zuletzt von Shane Hannigan am So Jul 09, 2017 6:40 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   So Jul 09, 2017 4:38 pm

Shane Hannigan / Francis Bell

Francis tat es Shane gleich. Sein Blick ging zur Decke, die er in der Dunkelheit nicht ausmachen konnte. Das Zimmer war wirklich sehr dunkel. Entweder war Neumond oder der Mond war hinter Wolken verdeckt, so dass nicht einmal dieses natürliche Abendlicht durch Ritzen und Spalten des Fensters und der Vorhänge ins Zimmer drang. Shane schnaubte und seufzte seit er Francis begegnet war. Und mittlerweile, so war sich Francis sicher, hatte sich Shane bereits an seine Anwesenheit gewöhnt und würde sich wirklich allein fühlen, wenn Francis weg wäre. So sehr Shane seine Ordnung bevorzugte, die direkte Linie brauchte und das Chaos von sich fernhalten wollte, so neugierig war er auch auf die Herausforderung, die Francis ihm gab. Shane musste sich auf einmal mit sich selbst auseinandersetzen und bemerkte zuweilen dabei, dass er nicht immer der sein konnte, den er spielte und von dem er glaubte, dass er es wirklich war.

"Ich habe früh bei der Arbeit in der Schneiderei meines Vaters geholfen. Einfache Arbeiten aber ich habs gern getan. Ich bin nie zur Schule, habe aber Schreiben, Lesen und Rechnen von einem Nachbarn gelernt, dessen Vater Lehrer für irgendein reiches Schnöselkind war. Meinen Eltern war immer nur wichtig, dass ich gesund war. Ich hab noch zwei Geschwister. Mein Bruder ist älter und viel klüger. Er lebt in London und verdient dort gutes Geld. Aber ich weiss gar nicht mehr was er aktuell tut. Und meine jüngere Schwester hat einen reichen Kerl geheiratet. Naja, reicher als meine Eltern es waren.", grinste er. Francis' Familie war nicht arm. Sie hatten ein eigenes Geschäft und das lief und läuft noch immer sehr gut. Aber aufs Geld achten mussten sie dennoch immer. "Mein älterer Bruder wurde also gefördert und meine jüngere Schwester war eben ein Mädchen. Da bleibt für das mittlere Kind oft nicht viel übrig.", lachte er leise. "Ich habe immer ehrlich gearbeitet, als Handwerkergeselle, bin oft im Land herumgereist und hatte dann erfahren, dass man als Söldner viel einfacher und besseres Geld verdient. Also hab ich mich als Söldner ausgegeben und hatte kurz darauf meinen ersten Auftrag. Ich sollte herausfinden ob die Ehefrau meines Auftraggebers fremdgeht.", erzählte er und drehte den Kopf zu Shane. "Sie ging fremd.", fügte er hinzu und es war Shane wohl auch klar mit wem sie fremdgegangen war. "Eigentlich sollten Söldner ja kriegerische Absichten haben. Aber mittlerweile machen Söldner für Geld alles. Ich fands gut. Meine Aufträge haben immer Spass gemacht. Wenn ich sie ausgeführt habe.", murmelte er. Schliesslich hatte er Shanes Aufträge nicht ausgeführt. "Warum habt Ihr mir damals einen Auftrag erteilt? War es mein Charme?"

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   So Jul 09, 2017 7:47 pm

Shane spürte seinen eigenen Herzschlag in der Brust, während er am Rücken lag und alle müden Gliedmaßen zur Ruhe zwang. Hin und wieder gab ihm seine Seite einen Stich, doch ansonsten war nur das stetige Klopfen alles, was er körperlich fühlte. Doch es war nichts zu den Gedanken die Francis mit all den Fragen los getreten hatte. Umso mehr lauschte er den Erzählungen des Söldners. Einige Informationen wusste er schon längst, andere waren neu. So hatte er nicht gewusst, dass er einst in der Schneiderei ausgeholfen hatte, noch auf diese recht ehrliche Art und Weise sein Geld verdient hatte. Das er Geschwister hatte wusste er - mit Kenneth hatte er so manches Wort in London gewechselt. Ein guter Mann, der mehr von Ehre wusste, als sein Bruder. Er war auch einer der wenigen der eine Ahnung davon hatte, dass sie einander verwandt waren. Kenneth hatte es selbst herausgefunden, jedoch geschwiegen als Shane ihn darum gebeten hatte.
Der Adelsmann schloss kurz die Augen und dachte über das gehörte nach. Francis war also jener der Familie gewesen der Pech hatte und sich schlussendlich selbst einen weg gesucht. “Ihr hättet viel Geld besitzen können und doch tut Ihr es nicht.“ Mit den richtigen Aufträgen war alles möglich und auch Shane hatte ihm viel bezahlt, für eine wirklich einfache Aufgabe. Bei der letzten Frage blieb er wieder einige Zeit lang still. Er wollte nicht lügen, doch der ganzen Wahrheit konnte er sich nicht bedienen. Seine Finger strichen über die weiche Seide, bis die Hand in Bauchhöhe liegen blieb. “Gewiss nicht Euer Charme. Er macht Euch unerträglich.“ Ernst lag in dieser Aussage, mit dem eisigen Unterton, der so oft seinen Worten mitschwang. Ein paar Sekunden schwieg er dann wieder, bevor er zu einer Antwort griff.
Es war Neugierde.“ Ja, das kam der Wahrheit am nächsten. Er war neugierig auf seinen Cousin gewesen - das Ungewisse hatte es am Ende sogar irgendwie reizvoll gemacht. Seine Mutter hatte sich diesem Teil der Familie abgewandt. Eine Tat die er nie verstanden hatte, doch manchmal hatte er in ihren Augen gesehen, dass sie nicht immer glücklich mit dieser Entscheidung war. Aber sein Vater war streng gewesen und sie hatten sich verliebt und Liebe verleitete nun einmal zu solchen Wegen. Das Einzige das ihr geblieben war, war ihm davon zu berichten. Das er noch Verwandte besaß - ungesehen und unbeachtet. Wenn sie unglücklich gewesen war, hatte sie von ihrer Vergangenheit gesprochen. Es war ein Geheimnis zwischen ihnen, bis er das erste Mal auf Francis getroffen war. Nun war es zu seinem eigenen Geheimnis geworden. Denn er hatte nicht einmal ihr davon erzählt. “Warum interessiert es Euch? Ihr seid ein Söldner und jeder könnte Euch anstellen.“

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Zuletzt von Shane Hannigan am Mo Jul 10, 2017 6:33 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   So Jul 09, 2017 8:50 pm

Shane Hannigan / Francis Bell

"Wenn ich viel Geld besitzen würde, wäre ich jetzt ein Lord in England, würde meine Ehefrau betrügen, fett werden und zigarrerauchend mit anderen fetten Lords, die auch ihre Ehefrauen betrügen, über Politik reden und Süssigkeiten essen bis ich platze.", erklärte er und gluckste amüsiert auf. Er stellte sich das durchaus so vor.
Dass Shane seinen Charme nicht mochte, fand Francis irritierend. Wie kam das? Vielleicht wollte Shane es einfach nicht zugeben weil er so höflich war und Francis nicht loben und damit riskieren wollte, dass er einen Höhenflug bekam. Shane war sehr rücksichtsvoll auf seine Art. Das imponierte Francis wieder.

Die nachfolgende, ehrliche Antwort überraschte Francis dann doch sehr. "Wie? Ihr seid neugierig auf mich gewesen? Aber was hat diese Neugier in Euch ausgelöst? Wenn es nicht mein Charme war, dann mein Aussehen? Sagt nur Ihr steht auf Männer und wollt es nur nicht zugeben?!", obwohl es eine Frage war, war diese Aussage für Francis mehr als überzeugend und wahr. Na sowas! Shane stand auf Männer und wollte es sich selbst nicht eingestehen! Und er hatte Interesse für Francis. "Ich stosse Euch nicht von der Bettkante, wenn Ihr es Euch überlegen wollt.", klärte er Shane ernst auf ehe er sich seiner vorhin zweiten gestellten Frage widmet.
"Es interessiert mich weil Ihr es seid. Ihr interessiert mich. Ihr seid charmant. Ihr seht gut aus. Ihr habt das Herz am rechten Fleck. Ich hab es schon einmal gesagt, ich fühle mich in Eurer Anwesenheit sicher und wohl. Wie Zuhause.", sagte er und lächelte fröhlich.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   Mo Jul 10, 2017 12:49 pm

Shane verzog ein wenig das Gesicht bei der Vorstellung das Francis irgendwo in einem reichen Haus in seinem Bett lag und kaum einen Finger krümmte. “Ich habe diese Lords nie verstanden. Ohne Sinn zu Leben und sich nur den Lastern der Welt hinzugeben.“ Es gab viel bessere Wege sein Geld zu benutzten - machtvollere. Man konnte die leichte Verachtung und Abneigung in den Worten hören. “Man ist nicht glücklich.“ Nein, das wäre er nie gewesen, auch wenn er nie nach Glück gestrebt hatte.
Shane war froh, dass die Dunkelheit seine Züge verbarg, denn sein Gesicht spannte sich an und er biss die Zähne fest aufeinander. Oh, wie hatte das alles nur in diesem Chaos enden können. “Tsk.“ Er hatte gewiss kein Interesse an Männern und noch weniger an Francis. “Sucht nicht nach Antworten wo keine sind. Es war nicht diese Art von neugierde.“ Mit der freien Hand wischte sich der Engländer leicht über das Gesicht. Egal wie überlegt seine Worte waren, wie vorsichtig er sie wählte - bei seinem Cousin schien das alles nur ins Gegenteil zu führen. “Oh, wagt es ja nicht mir zu Nahe zu kommen.“ Auch wenn das Angebot an ihn gerichtet gewesen war, wollte er klar stellen, dass sein Cousin am Ende nicht doch noch auf dumme Gedanken kam. “Es war Euer Name. Ich hatte einiges über Euch gehört.“ Das war ebenso keine Lüge. Er hatte von ihm gehört. Gutes, doch vorwiegend schlechtes.
Letzten Endes hatte sich das Schlechtere bewiesen. “Ich wollte sehen ob es wahr ist. Was man über Euch erzählt.“
Shane fiel nach diesen Worten wieder in ein eisiges Schweigen. Die Worte des Söldners hingen noch immer in der Luft und der Adelsmann schluckte kurz. “Ich habe Euch keinen Grund gegeben, mich so zu sehen.“ Er hatte möglichst versucht den Mann nicht an sich heran zu lassen und ihn ebenfalls auf Abstand zu sich selbst zu halten. Aber es schien nicht gewirkt zu haben, nicht wenn er solche Worte sagte. Ohne nachzudenken drehte er dem Blonden den Rücken zu und ließ das gesagte durch seinen Kopf gehen. Hatte er wirklich von der Wahrheit gesprochen?

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   Mo Jul 10, 2017 2:32 pm

Shane Hannigan / Francis Bell

Dass sich Francis bei ihm wohlfühlte, lag nicht nur daran, dass Shane verbissen versucht hatte, ihn von sich fern zu halten sondern auch an der Naivität von Francis selbst. Er hatte schon viele seltsame, schlechte und böse Dinge erlebt aber er kroch immer und immer wieder aus dem tiefsten Loch heraus und erfreute sich guter Gesundheit und strahlte mit der Sonne um die Wette. Francis war ein Ungeziefer, dass man einfach nicht platt treten konnte, so oft man es auch versuchte. Und Francis bemerkte das nicht einmal.

Als Shane abwinkte und keinerlei Interesse an Francis' Körper zeigte, musste Francis auflachen. Der Moment war einfach zu komisch. Erst recht als Shane mit ernster Stimme sagte, Francis solle ihm keinesfalls zu nahe kommen. Er hatte es nicht vor. Seine Wunde schmerzte wieder etwas mehr und er fühlte sich selbst ziemlich eklig ohne sich gewaschen zu haben nach der kurzen aber intensiven Begegnung mit den zwei Huren. Die Nebenwirkung, die sich zeigte als das Schlafkraut auf sein Schmerzmittel traf, war heftig und schnell gewesen und hatte seine Gedanken gelähmt. Das war wirklich eine gefährliche und unnötige Situation gewesen. Immerhin hatten es die beiden geschaft, ihn von seiner schmerzvollen Errektion zu erlösen. Wer weiss, sonst hätte er womöglich wirklich noch bei Shane gejammert und von ihm einen Dolchstoss erhalten - aber nicht so wie er es sich in seiner Erregung vorgestellt hätte. "Hey, Hannigan! Ihr seid wirklich lustig!", lachte er fröhlich und wurde dann wieder ruhiger. "Mein Name? Ihr habt etwas über mich gehört? Das muss gutes gewesen sein, dass Ihr über mich gehört habt. Wer hat Euch etwas über mich erzählt?", fragte er neugierig. Er wollte das wissen. Es gab also jemanden, der Francis gelobt hatte. Sonst hätte Shane doch kein Interesse an ihm gezeigt! "Und war es wahr, was Ihr gehört habt? Ich für meinen Teil kann bestätigen, dass es wahr ist, was ich von Euch denke. Eine Freundschaft braucht keinen Grund, Hannigan.", sprach er. Den letzten Satz sprach er etwas ruhiger aus bevor er eine Weile schwieg.

Ernst sagte er dann: "Und Ihr braucht einen Freund."

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   Mo Jul 10, 2017 9:02 pm

Erneut schien er der Grund dafür zu sein, das Francis sich amüsierte und Shane wusste nicht einmal so recht, was er dafür getan hatte. Er hatte nur ausgesprochen was er davon hielt oder dachte. Das Lachen des Söldners klang scharf im stillen Raum und sein Gesicht verfinsterte sich, auch wenn man es nicht wirklich sehen konnte. Der Templer wollte nicht der Grund sein, dass man– wohlmöglich sogar über ihn – lachte. „Ihr scheint ja Euren Spaß zu haben, Bell.“ Man konnte deutlich hören, dass es ihm nicht gerade gefiel. Es war, seit ihrem Zusammentreffen, nicht das erste Mal, dass er so etwas verlauten ließ.
„Wenn es wahr gewesen wäre, wärt Ihr nicht mit meinem Geld verschwunden.“ Er hatte nicht vor ihn für etwas zu loben, dass gar nicht da war. „Ihr habt mir nur gezeigt, dass man den Worten anderer nicht wirklich trauen kann. “ Nicht wenn man nicht selbst das Wissen darüber hat. „Nicht nur einmal.“ Immerhin hatte er auch ein zweites Mal sein Wort gebrochen. Shanes Leichtigkeit war verschwunden und hatte der bleiernen Ernsthaftigkeit wieder Platz gemacht. „Ich weiß nicht mehr, wessen Zunge es gewesen war, der mir von Eurem Namen berichtete.“ Dieses Mal log er. Er wusste wer den Namen genannt hatte: Alicia Hannigan.
Freundschaft. Auch dieses Wort schien der Söldner oft und ohne nachzudenken in den Mund zu nehmen und erneut im Zusammenhang mit ihm. Freunde waren nie wichtig für ihn gewesen. Es hatte nur immer das große Ziel gegeben – die Suche nach dem Frieden. Und als er bei manchen Ordensbrüder zugelassen hatte, dass sie einander besser kannten, war es der Verlust gewesen, der ihm gezeigt hatte, dass es besser war, niemanden zu haben. Es war einfacher einsam zu sein und wenn man Nähe wollte, konnte man sie in Bordells suchen.
 „Ich brauche niemanden, Bell.“, stieß er leise aus und schloss die Augen.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   Di Jul 11, 2017 9:22 am

Francis verstummte, seufzte leise auf und drehte sich ein wenig im Bett. Seine langsamen Bewegungen waren geprägt durch die Schmerzen. Shane war wirklich schnell zu kränken. Er hatte offenbar ständig die Befürchtung, man könne ihm zu wenig Respekt zukommen lassen oder ihn nicht ernst nehmen.
"Ich habe nicht über Euch gelacht. Zum Rest kann ich nichts sagen, da habt Ihr recht. Ich bin ein Taugenichts und ich habe das, was seit dem gestrigen Abend passiert ist, überhaupt nicht verdient. Dennoch gibt es zwei Tatsachen, die Ihr nicht leugnen könnt. Die erste ist, dass Ihr mir weitere Aufträge gegeben habt nachdem Ihr schon beim ersten Auftrag gewusst habt, dass ich unzuverlässig bin und meinen Teil bei Euch nur teilweise eingelöst habe. Oder gar nicht. Ich kann mich nicht erinnern. Die zweite Tatsache ist, dass Ihr mich beschützt, dass Ihr alles tut damit ich nicht auffliege. Ich könnte Euch völlig egal sein, Ihr hättet mich liegenlassen oder zu einem Doktor bringen können. Ihr hättet mich in einen Stall oder in einem Bordell verstecken können. Ihr habt Geld und Einfluss und hättet jeden Idioten bestechen können, der sich um mich gekümmert hätte. Aber Ihr nehmt alles auf Euch. Ihr riskiert nicht nur Euer Leben sondern Eure Zugehörigkeit zu den Templern. Und das alles nur weil ich Euch ein wenig Geld schulde? Hannigan, im ernst? Ihr habt das nicht nötig und trotzdem tut Ihr es. Also belügt Ihr Euch entweder selbst oder Euch liegt viel mehr an mir als Ihr es Euch eingestehen wollt.", sagte er ohne den amüsierten, fröhlichen Unterton in seiner Stimme.

"Ich bin Euch zutiefst dankbar für alles, was Ihr tut auch wenn ich Eure Gründe nicht verstehe. Für mich seid Ihr deshalb mehr Freund als die, die mich mögen oder vorgaukeln, mich zu mögen.", fügte er hinzu ehe er die Augen schloss und dabei spürte, dass er einen Kloss im Hals hatte. Francis nahm es zum ersten Mal ziemlich mit, dass Shane so abweisend war. Er hatte gelacht und kurz darauf war er wieder ernst und unnahbar gewesen so als hätte er etwas getan was verboten gewesen wäre.

"Hannigan.", sagte er leise und bemerkte dabei, dass seine Stimme etwas erstickter klang als er wollte. "Es tut mir leid, dass Ihr ausgerechnet mich in der Gasse gefunden habt.", entschuldigte er sich traurig im Flüsterton.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   Di Jul 11, 2017 6:19 pm

Francis Worte fraßen sich in Shanes Gemüt und hinterließen einen bitteren Nachgeschmack. Hinter all seinen manchmal nervenden Aussagen und riskanten Tätigkeiten schien ein scharfer Verstand zu lauern. Jetzt wurde sich der Templer dieser Tatsache erst wirklich bewusst. Francis war nicht dumm - nur unglaublich naiv und wohl der einzige Mann den er kannte, der sogar im Dreck noch etwas Gutes fand.  Er hatte sich zu sehr auf das verlassen, das er von ihm gewohnt war. Diese überaus anstrengende, fröhliche und nichtsnutzige Söldner, hatte auch eine andere Seite.
Shane war zu sehr darauf bedacht gewesen, das Geheimnis zu bewahren, dass er nicht auf all das geachtet hatte. Denn Francis hatte recht. Er hätte nichts davon tun müssen - weder die Lüge zu Rizzi, noch das Gespräch mit Leonardo und ganz gewiss nicht seine Rettung. Er war ein Assassinenfreund und eigentlich hätte er ihm den Tod und nicht das Leben bringen sollen. Leicht Zähneknirschend grub er seine Finger in die Matratze und wusste keine Antwort.
Als er Worte fand, waren sie von jener Gleichgültigkeit erfüllt, die er Francis von Anfang an gezeigt hatte. Die er wirklich fühlen sollte, aber es nicht tat.
Ich hätte es tun können, doch ich habe es nicht.“ Auch wenn der andere Weg einfacher gewesen wäre und viel sicherer.  Doch wen hätte er vertrauen können? Einem Idioten, unbekannten Ärzten? Oh, gewiss nicht. Er vertraute nur sich selbst und so waren sie nun in dieser Tragödie gelandet.
Ich berreue diese Entscheidung nicht.“ Selbst wenn es nie so wirkte und er sich oft das Gegenteil beweisen wollte - er verspürte keine Reue. Zorn. Abneigung. Am Ende seiner Geduld. Das war es das in ihm herrschte, doch niemals Reue.
Für einige Momente wieder in sich gekehrt, behielt er die Augen geschlossen. Dieses Gespräch verlief in eine ganz andere Richtung, als jene die er beabsichtigt hatte. “Eines Tages werdet Ihr die Gründe verstehen, doch nicht heute.“ Vielleicht auch nie. Es war für sie beide sicherer, wenn nur einer von der Verwandtschaft wusste und auch erträglicher. Shane wollte sich gar nicht vorstellen, was passieren würde, wenn der Söldner wusste was wirklich die Gründe seiner Taten waren.  
Tief Luft holend drehte er den Kopf ein wenig, bis er die Kontur seines Cousins in der Dunkelheit ausmachen konnte. Die Tonlage des anderen ließen keinen Zweifel zu, dass er dieses Mal nicht vollkommen ernst meinte. “Ich bin froh, dass Ihr es wart und kein Assassine.“, seufzte er aus und drehte den Kopf wieder zurück zur Wand.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   Mi Jul 12, 2017 9:46 am

Shane Hannigan / Francis Bell

Die Dunkelheit verblasste etwas als sich seine Augen nun daran gewöhnt hatten. Nun waren doch einige Umrisse zu erkennen. Im Haus war es still und für einen Moment war es auch in ihrem Zimmer sehr still geworden.
Shane bereute seine Entscheidung nicht und er war froh gewesen, dass es Francis und kein Assassine war. Dennoch vermutete Francis, dass Shanes Abneigung gegen Assassinen und Menschen, die ihm zu nahe kamen, nicht seiner Natur entsprachen. Er wurde so erzogen und zu einem Templer gemacht. Als Kind war Shane Francis vermutlich viel gleicher gewesen als er es sich vorstellen konnte. Nur ihre Wege waren grundverschieden. Während Francis durchaus die meisten Ohrfeigen unter den drei Geschwistern einfangen musste, wurden Shane wohl täglich Pflichten und Wissen in den Kopf eingeprügelt. Am Ende waren die väterlichen Ratschläge der Templer eben doch die schlimmeren Schläge als die Ohrfeigen, die Francis hinnehmen musste (oft zu recht).

"Wirklich?", wollte er wissen als Shane meinte, er sei froh darüber gewesen, keinen Assassinen entdeckt zu haben. Francis wollte eigentlich nicht nachfragen. Er fragte nur um etwas gesagt zu haben und um die Stille zu durchbrechen. Er hasste die Stille wenn er nicht schlief und es mehr als zwei Leute in einem Raum gab. Und das war bei Francis fast immer der Fall. Er war nicht gern allein. Entweder war er in einem Stall mit Tieren oder er war unter Leuten. Aber allein zu sein war für ihn tatsächlich nicht so einfach.
"Ich bin auch froh, dass Ihr mich gefunden habt und kein Templer.", meinte er und sah zu Shane hinüber. Er lächelte für sich auf weil er wusste, dass Shane reagieren würde. Ja reagieren musste. Shane war ein Templer. Und Francis hatte seinen Satz sehr ruhig gesagt, keinen Spott und kein Amüsement reingepackt. Das hatte er auch nicht vor. Ihm war der Fehler seines Satzes erst aufgefallen als er ihn ausgesprochen hatte. Und es brachte ihn zum lächeln.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   Mi Jul 12, 2017 5:20 pm

Die Stille die nun herrschte, ließ die bleierne Erschöpfung zurück in seinen Körper fahren. Es fühlte sich sich an, als würde er irgendwann in der Dunkelheit versinken. Doch bevor er gänzlich in den Schlaf fallen konnte, wurde er erneut geweckt. Es fühlte sich an wie eine der Tage, an dem sein Vater ihn gezwungen hatte, wach zu bleiben. Jederzeit bereit sich den quälenden Fragen entgegen zu stellen oder einen Schlag zu erwarten, wenn er keine Antwort wusste. Und so antwortete er ebenso aus Gewohnheit, wie aus diesem tiefen Zwang. “Hätte ich es denn gesagt, wenn ich es nicht so meinte?“ Ein genervtes Brummen folgte auf die Worte. Der Adelsmann blinzelte etwas und konzentrierte sich darauf, nicht erneut in diesen unsicheren Halbzustand zu gleiten.
Francis sorgte dafür ganz gut, denn Augenblicklich spannte er sich etwas an. Die Kiefer aufeinander gepresst, stieß er die Luft aus. “Warum hasst Ihr die Templer so sehr? Was hat Euch der Orden getan? Was habe ich Euch getan?“ Das erste Mal an diesem Abend klang seine Stimme fordernd und fast schon frustriert. Er war ein Templer - der Großmeister und doch sah Francis es nicht. Der Söldner beleidigte ihn, indem er leugnete was er war - das einzige was er sein Leben lang wirklich besessen hatte. “Was seht Ihr in den Assassinen, das wir nicht haben?“, grollte er leicht. Francis hatte einen wunden Punkt getroffen, ohne es wohl wirklich zu Ahnen. Der Orden war ihm wichtig - sehr sogar. Er stellte ihn oft über seinen eigenen Wünschen und Idealen. Es war ein Preis den er zu bezahlen bereit war, um letzten Endes den Frieden zu bringen und nicht das Chaos. Und es waren die Assassinen die ihm jedes Mal aufs Neue auf die Beine traten und Stolperfallen stellten. Die Gestalt des englischen Adelsmannes hob sich von der Dunkelheit ein wenig ab. Den Rücken zu Francis, schien seine Geste dennoch viel zu erzählen. Die Schulterblätter waren zurück gestreckt und der Kopf gerade, aber stur zur Wand. Er würdigte Francis, nach diesem Worten, keinen Blick mehr und er hatte  auch nicht vor, es an diesem Abend noch einmal zu tun. Doch er wollte die Antwort auf seine Fragen wirklich wissen. Kein Templer hatte ihn in England angerührt, dafür hatte er gesorgt und dennoch hatte er eine andere Seite gewählt.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   Do Jul 13, 2017 11:01 am

Shane Hannigan / Francis Bell

Francis hatte das halbe Gesicht müde im Kopfkissen vergraben, hob aber eine Augenbraue als Shane so verbittert darüber sprach, dass Francis die Templer nicht mochte. Da hatte er ihn falsch verstanden. Francis hatte nichts gegen die Templer. Er hatte auch nichts gegen die Assassinen. Er hatte nur Mühe zu akzeptieren, dass er in keiner Gruppe dazugehören konnte weil seine Fähigkeiten und Talente beschränkt waren.

"Nein, nein, Hannigan. So habe ich das nicht ausgedrückt, Ihr habt das falsch verstanden.", murmelte er beschwichtigend. Er wollte nicht, dass Hannigan sich gekränkt oder in seiner Ehre verletzt fühlte. "Ich hasse die Templer nicht. Ehrlich gesagt, kenne ich auch kaum einen persönlich. Ausser Euch. Aber in dieser Nacht hätte mich ein florentinischer Templer auf jeden Fall getötet, schliesslich war ich auf der Flucht und diese Wunden habe ich von Templern. Ich seh in Euch keinen dieser mörderischen Tempelmänner, Hannigan. Ehrlich nicht. Ihr seid zwar Templer aber Ihr seid ein englischer Templer und Eure Absichten sind anders. Ihr… nun…", sagte er und begann nach Worten zu suchen. "… Ihr seid einfach sympathisch. Ihr seid zwar abweisend aber auch freundlich. Ihr schimpft die ganze Zeit und doch kümmert Ihr Euch um meine Pflege. Ihr droht mir und doch darf ich hierbleiben. Eure Gründe und Ansichten sind einfach ganz anders. Nicht machtgierig. Ihr seid… einfach ein Freund…", erklärte er und zuckte leicht weil ihm die Wunde zwischendurch heftig schmerzte. Aber weil er Hannigan schon genug auf der Tasche lag und durch seine triebtäterische Aktion von vorhin selbst Schuld an seinen Schmerzen war, sagte er nichts.

Dann räusperte er sich. "Ebenso verhält es sich mit den Assassinen. Ich bin keiner. Ich habe nur zwei Freunde bei den Assassinen, naja vielleicht auch nur einen. Oder keinen.", sprach er und seine Enttäuschung darüber, dass ihm Shane keine andere Botschaft von Leonardo mitgebracht hatte ausser, dass er lebte, konnte er nicht verbergen. Hätte Leonardo nach ihm gefragt oder Shane darum geben, Francis etwas auszurichten, hätte Shane es getan. Davon war Francis überzeugt. Auch war er davon überzeugt, dass Leonardo dieses Risiko bei Shane eingegangen wäre.

"Ich bin ein Mann, der nur eine Herkunft aber kein Ziel hat, Hannigan. Ich gehöre weder zu den einen noch zu den anderen. Für diese Orden bin ich nicht gut genug. Das wisst Ihr doch selbst.", meinte er und lachte dabei leise auf. Es war aber ein trauriges Lachen eines Mannes, der durch seine ganzen Eskapaden durchaus wusste, dass er auf ganzer Linie versagt hatte und seinen Lebensmut darin gefunden hatte, alles Schlechte so gut es ging auszublenden und nicht an sich heranzulassen. In dieser Hinsicht hatte er etwas mit Shane gemeinsam. Nur ihre Gründe und Wege waren verschieden.
"Ich bin wohl eine Hure, ein Glücksspielsüchtiger, ich trinke und singe gern, ich lass mich gehen und feiere als wäre es mein letzter Lebenstag. Ich bin unzuverlässig, ich nerve meine Mitmenschen und ich bin lästig.", fügte er noch hinzu. "Aber ich weiss, dass ich für Euch ein kleinwenig wertvoll bin… und das freut mich sehr.", sagte er und lächelte auf. Seine ganze Hoffnung, sein Mut, sein Wille, all die positiven Dinge bauten einzig und allein auf solchen kleinen Gefühlen auf, die Francis für sich einfach in den Mittelpunkt richtete. Ein einziges Lächeln, dass ihm galt, konnte Francis in einen Höhenflug versetzen, selbst wenn das Lächeln nur das einer Verkäuferin war und einfach nur als Nettigkeit gegolten hatte. Zudem hatte Francis keine Probleme damit, sich schlecht zu reden ohne dabei weinerlich oder mutlos zu klingen. Es waren eben Tatsachen. Sie gehörten zu seinem Leben und er liebte sein Leben.

"Hey, Hannigan, ich freue mich schon auf das Frühstück morgen mit Euch."

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   Do Jul 13, 2017 9:15 pm

Erst als das Kiefer zu schmerzen begann, löste er den Druck von seinen Wangenmuskeln und löste die zusammengebissenen Zähne. Wachsam lauschte er den Worten des Blonden und die Spannung verschwand langsam aus der Luft. Er verstand nun was Francis wirklich hatte sagen wollen und seine Antwort bestand aus keinem Wort. Manchmal bedurfte es keiner Sprache, es reichte auch die Stille. Erst als Francis geendet hatte, rührte er sich wieder etwas und das Geräusch das dabei erzeugt wurde zeigte, dass er noch wach war. Einige Augenblicke lang war trotzdem nur sein gleichmäßiger Atem zu hören.
Irgendwann werdet Ihr euch für eine Seite entscheiden müssen. Ihr könnt nicht mit einem Bein auf jeder Seite leben. Es wird zu einem Zeitpunkt kommen, an dem eine davon Euer Untergang sein wird. Nicht weil Ihr einen Fehler macht, sondern da Ihr keinem die Treue schenkt. Seit Jahrhunderten stehen Templer und Assassinen sich feindlich gegenüber. Was ist wenn die Assassinen erfahren, dass ihr einen Templer als Freund bezeichnet? Sie werden Euch vernichten, nicht mehr vertrauen - im bestenfalls​ einfach ausnutzen. Doch so ist es auch umgekehrt. Die Brüder dieses Ordens wollen das beschützen, dass ihnen wichtig ist. Und Ihr wärt eine Bedrohung, solange Ihr auch den Assassinen folgt. Ihr mögt vor mir sicher sein, doch nicht vor anderen. Nicht solange Ihr nicht wisst an welcher Seite Ihr stehen wollt.“ Leonardo hatte es ihm durchaus gezeigt. Die Enttäuschung und der Schrecken darüber das Francis ihn als Freund bezeichnet hatte, obwohl er ein Templer war. Er wusste nicht einmal welchen Schaden  er in deren Beziehung angerichtet hatte, doch davon würde er dem Söldner nicht berichten. Vorerst nicht. Es lag nicht an ihm zu Entscheiden was der Künstler dachte.
Für ein paar Augenblicke schwieg Shane wieder und sammelte die Gedanken und Worte. Er war niemand großer Reden und doch hatte er nun erstaunlich viel gesagt: Ruhig, aber ebenso mit einem warnenden Unterton, der leicht zu überhören war, wenn man nicht völlig konzentriert aufpasste.
Ihr könntet gut genug sein.  Würdet Ihr euch anstrengen. Doch Ihr tut nichts dafür. Ihr lasst Euch gehen und lächzt nach jedem Licht das man Euch anbietet, obwohl Ihr es selbst erschaffen könntet. Ihr seid nicht dumm, das habt Ihr mir bewiesen. Es steckt mehr hinter Eurer lästigen und unerträglichen Art. Ihr müsst nur lernen. Alle mussten sie lernen und erkennen - auch Ihr. Wenn Ihr wolltet könntet Ihr jedem Orden angehören. Doch das ist es, was Euch scheitern lässt. Der Wille und Selbstbeherrschung. Ihr nennt Euch selbst Hure, obwohl Ihr nur das Kinn heben müsstet und nicht vor jedem nackten Körper knien wie ein wildes Tier. Ihr seid ein Glücksspieler da Ihr kein anderes Ziel habt. Ihr seid lästig, da Ihr nicht einmal schweigt. Doch schweigt und man wird Euch nicht immerzu verjagen.“ Shanes Stimme klang bestimmt und auch wenn er sich noch immer nicht zu Francis umgedreht hatte, war klar, dass er sie alle an ihn gerichtet hatte. Nicht an einen Geist in der Dunkelheit, sondern​ ihm ganz  alleine. Ungesehen blitzten seinen Augen in der Dunkelheit auf und sein Mund wurde schmal.
Ich könnte es Euch lehren.“ Shane wusste nicht ob er diese Worte berreuen würde, doch Francis gehörte zur Familie. Und vielleicht war ja nicht jede Hoffnung verloren, was sein Wesen anbelangte. Es würde nicht einfach werden, doch das war nichts auf dieser Welt.
Und Francis hatte behauptet seine Gründe seien anders nicht von machtgier geleitet. Shane mochte die Macht die er besaß, doch er suchte sie nicht - noch nutzte er sie aus. Er verwendete sie um Ziele zu erreichen und um zu leben. Das hier war nun ein ganz anderes Ziel.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   Fr Jul 14, 2017 12:01 pm

Shane Hannigan / Francis Bell

Er blickte sehr, sehr lange wortlos zu Shane, der in seinem Bett lag und sich bewegt hatte. Aufgrund der Kontur war sich Francis sicher, dass Shane sich ein wenig gewendet hatte und auf eine Reaktion von ihm wartete. Angespannt wie immer.
"Ihr gebt mich nicht auf, hm?", fragte er und lächelte etwas auf. Was bedeutete das? Francis hatte sich unmöglich und sehr daneben benommen. Er hatte Shane in eine äusserst kritische Lage gebracht, die ihm den Kopf kosten konnte. Aber offenbar war der Adelsmann von der harten Vernunftsorte. Er liess sich von Francis - auch wenn dieser es nie vor hatte - nicht demütigen. Shane kannte seinen Weg und den wollte er auch gehen. Das war sehr beeindruckend und imponierte Francis noch mehr. Für ihn war Shane mittlerweile zu einem Inbegriff eines erwachsenen, erfolgreichen Mannes geworden. Der auf der anderen Seite aber auch mit seinem ihm anerzogenen Charakter zu kämpfen hatte. Francis spürte das immer wenn Shane lachte. Er lachte, hörte sofort auf und drehte sich weg so als könnte ihn jemand dafür ausschimpfen. Das war traurig und tat Francis auch leid.

"Ich habe meine Laster und ich lebe meine Laster, Hannigan. Vielleicht kann ich sie etwas mindern aber ich werde sie nicht loswerden. Ich liebe das Leben. Wenn ich trinken will, dann trinke ich. Wenn ich lieben will, dann liebe ich. Wenn ich gewinnen will… nun, ich gewinne nicht oft. Es kam aber auch schon vor.", sagte er und grinste auf. "Aber ich kann versuchen, etwas mehr wie Ihr zu werden. Konsequenter. Oder auch stolzer. Ihr seid sehr stolz, das beeindruckt mich. Ihr habt eine hohe Meinung von Euch und das ist weder gespielt noch gelogen. Ich bewundere Euch dafür."

Er machte eine kleine Pause und drehte sich wieder mehr auf den Rücken. Die Wunde war nicht über seine seitliche Lage erfreut gewesen. "Aber ja, ich würde es gerne probieren. Lehrt es mich. Es gibt nur eine Bedingung: Ich möchte, dass Ihr, wenn Ihr lacht, aus vollem Herzen lacht und nicht aufhört als würde man Euch dafür prügeln."

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   Fr Jul 14, 2017 9:38 pm

Als lange Zeit keine Antwort kam, befürchtete Shane, dass Francis einfach eingeschlafen war. Die Ohren gespitzt lauschte er nach dessen Atemzüge und drehte etwas den Kopf, um mehr zu erkennen, doch da er nicht gewillt war sich völlig zu drehen, blieb ihm die meiste Sicht verwehrt. Tief ein- und ausatmend schloss der Adelsmann einfach die Augen und hatte sich damit abgefunden, dass seine Worte vielleicht ungehört geblieben waren. Doch genau dann hörte er wieder die Stimme seinen Cousin. “Nein.“ Es lag nicht in seiner Natur einfach aufzugeben und solange es noch immer eine Richtung gab, dann würde er diese einschlagen, egal wie gefährlich sie auch war. Das er nie sicher sein würde, hatte man ihm früh gelernt. Templer waren das nie. So war das hier nur ein weiteres Risiko, doch solange keine Fehler passierten, bedeutete es nicht den Tod. Jedoch musste er dafür sorgen, dass kein Fehler passieren konnte. Da er nun wusste, dass Francis noch wach war, drehte er sich zurück in eine angenehmere Position.
Selbst wenn er es nicht offen zugeben würde, freute es ihn, dass der Mann wenigsten darüber nachdachte. Shane war nie davon ausgegangen, seinen Cousin völlig von diesem Verhaltensmuster zu lösen - jedenfalls nicht sofort. Was die Zeit bringen würde, konnte er  nicht sagen. Allerdings war es dringend nötig ihm etwas Manieren beizubringen. Zumal auch ein Punkt kommen würde, an dem der Söldner dieses Zimmer verließ.

Auf seine Bedingung hin sagte er nichts. Er hatte nicht vor erneut zu lachen. Zweimal war ihm die Kontrolle darüber entglitten und das war bereits zu viel. “Wir werden morgen damit anfangen.“, erwiderte er also nur und versuchte die müden Muskeln zu entspannen. “Ihr solltet schlafen, Bell. Eure Wunden müssen schmerzen, nachdem Ihr euch sichtlich vergnügt habt.“ Vielleicht würde er noch einmal nach dem Arzt schicken, um sicher zu sein das sein Cousin keine Krankheit eingefangen hatte. Doch darüber würde er sich am Morgen Gedanken machen.
Shane hatte keine Ahnung, wie weit die Nacht bereits voran geschritten war, doch als er sich darauf konzentrierte einzuschlafen, dauerte es nicht lange bis sein Geist und Körper in  einen tiefen Ruhezustand fiel.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   Sa Jul 15, 2017 10:24 pm

Shane Hannigan / Francis Bell

"Ich habe mich schon besser vergnügt in meinem Leben. Es war aus der Not heraus.", sagte er und grinste leicht auf. "Es ist das erste Mal, dass ich es bereue. Die wollten mich umbringen. Ich hatte zwar schon einmal ein Weib, die mich gewürgt hatte aber da war es erregend gewesen. Bei diesen Huren heute Abend war es eher beängstigend.", erzählte er freimütig. "Ausserdem war eine von ihnen ziemlich schwer. Das tat der Wunde wirklich nicht gut. Die ritt mich nicht, die hüpfte auf mir herum als sei ich Teil des Bettes.", sprach er und blies Luft aus. Die Erinnerung war genauso schwer gewesen.

"Dann fangen wir morgen also an. Ich bin bereit.", sagte er und er hörte aus Shanes Tonlage heraus, wie müde er war. "Ich wünsche Euch eine gute Nacht, Hannigan. Ihr habt sie verdient. Wenn Ihr schnarcht, werde ich Euch aber wecken.", lachte er leise und schloss selbst die Augen. Es dauerte bei ihm aber länger bis er einschlief.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   So Jul 16, 2017 12:51 am

Shanes Lippen zuckten, doch er behielt sie auf einer ernsten Ebene. “Wenigstens berreut Ihr es. Das nächste Mal werde ich Euch ersticken lassen.“ Es war nur eine leere Drohung, denn der Templer hoffte wirklich, dass Francis daraus gelernt hatte und ein wenig zur Vernunft kam. “Es waren wahrlich keine Schönheiten.“ Die Stimme bereits erfüllt von bleierner Müdigkeit, verloren sich die Worte ein wenig. Die letzten Sätze hörte der Adelsmann bereits nicht mehr, da die Erschöpfung der Reise seinen Tribut forderte.

Er wusste nicht, wie lange er geschlafen hatte. Sonnenlicht war das erste das er spürte. Die feinen Strahlen strichen wie warme Finger über seine Wange und kitzelten an seiner Nase. Ein Niesen unterdrücken, öffnete er die Augen und hätte sie am liebsten wieder geschlossen. Grelles Licht blendete ihn und er fühlte sich noch erschöpfter wie am Abend zuvor. Jetzt wo sein Körper von tiefem Schlaf gekostet hatte, wollte er noch mehr. Zu lange hatte er sich selbst wach gehalten, doch er tat es auch jetzt. Augenblicklich richtete er sich auf und wischte sich die Müdigkeit aus dem Gesicht. Das Band hatte sich aus seinem Haar gelöst und schwarze Strähne strichen über seinen Nacken zu seiner Wange. Mit einem schnellen Blick suchte er das Band seiner Mutter und hob es sofort auf, als er es fand. Mit gezielten Bewegungen band er das Haar straff zurück und schlug die Bettdecke beiseite.
Erst jetzt sah er kurz zu Francis, doch er konnte nicht erkennen, ob er bereits wach war. Mit bloßen Füßen tappte er zum Fenster und sah nach draußen. Die Sonne stand schon weit über dem Horizont. Der Engländer musste den halben Morgen verschlafen haben. Wachsam glitt sein Blick durch den Raum, als erwartete er jemand feindliches im Raum. Aber alles war ruhig und er wandte sich vom Fenster ab. Das Geräusch von bewegtem Wasser ertönte, als er seine Hände in Wasser tauchte und sein Gesicht damit befeuchtete. Die Kälte des flüssigen Goldes erweckte seine Sinne und er atmete tief ein und langsam wieder aus. Erst dann trat er ans Bett. “Bell! Es ist Zeit aufzustehen. Ihr braucht dringend ein Bad.“ Den Rücken gerade starrte er mit kühlem Blick auf die Gestalt unter den Decken. Bevor er nach Essen verlangte, gehörte sein Cousin gewaschen und besser eingekleidet. Die gekaufte Gewandung vom Vortag lag noch auf der Kommode im Zimmer.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   So Jul 16, 2017 10:50 am

Shane Hannigan / Francis Bell

Obwohl er etwas länger gebraucht hatte um einzuschlafen, schlief er danach den Schlaf der Gerechten. Es gab keine Fieberschübe mehr, er hatte keine Albträume und er hatte im Schlaf auch nicht mehr gesprochen oder nach seiner Mutter gerufen. Er war kein einziges Mal aufgewacht, weder um etwas zu trinken noch um nachzusehen ob Shane noch da war. Und so schlief er auch noch als Shane aufgestanden und zum Fenster getreten war. Selbst das plätschernde Wasser hörte er nicht. Erst als Shanes auffordernde Stimme im Raum erklang, begann er sich langsam und schwerfällig zu bewegen und aufzuwachen. "Mmh...", murmelte er und hob seinen Arm mit der gebrochenen Hand um diese mit dem dicken Verband über seine Augen zu legen. "Hannigan... der Hahn hat noch nicht gekräht... lasst mich noch eine Stunde...", murmelte er etwas unverständlich weiter.

Baden! Das Wasser würde höchstens bis zum Bauchnabel reichen, höher durfte es auf keinen Fall wegen seiner seitlichen Wunde. Und solche Sitzbäder waren nicht wärmend, sie sorgten nur dafür, dass Francis fröstelte! Dieser Gedanke liess ihn beinah noch tiefer in die Matratze sinken.
Doch dann fiel ihm ein, dass er sich doch recht schmutzig fühlte. Nicht wegen der Verletzungen und des nur grob abgewischten Blutes, nein, sein Haar war fettig und seine Kopfhaut biss, so dass er sich ständig kratzen musste. Und er hatte gestern eine Intimität mit wirklich schmutzigen Schenkeln. Er wusste nicht wie oft sie schon jemanden reingelassen hatten. Vielleicht sogar weniger oft als die Kurtisanen, die damit ihren Unterhalt verdienten. Aber diese hatten wenigstens Ehre und Stolz gehabt. Die beiden Schreckgespenster von gestern waren einfach nur angetrunken und dumm gewesen.

Er öffnete schliesslich die Augen als er den erschöpften Arm etwas höher auf seine Stirn zog und Shane anblickte. "Guten Morgen, Schatz.", sagte er nett und grinste. Francis' Gemüt erholte sich von dem fröstelnden Gedanken eines tiefen Sitzbades sehr schnell als er Shane nun klar erkannte. Dieser sah nicht freundlich aus aber immerhin war seine Erschöpfung gewichen und Shane wirkte mutig und wieder organisiert wie immer. Das war schön zu sehen.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   So Jul 16, 2017 4:49 pm

Mit verengten Augen beobachtete er die Bewegung des Söldners und ein leises Zischen ertönte auf dessen Worte. “Der Hahn hat schon längst gekräht.“ Der Templer musste sich konzentrieren, um die undeutlich gesprochenen Worte zu verstehen, doch das meiste konnte er nur erahnen. “Ihr werdet keine einzige Stunde mehr bekommen. Der halbe Tag ist schon vertan.“ Diese Tatsache verbesserte die Stimmung von Shane nicht wirklich. Ein geordneter Tag begann mit dem Läuten der Glocken und endete, wenn die Arbeit es erlaubte. Schlaf war dabei nur ein notwendiges Übel.
Die Nase etwas nach oben gezogen, ging er einen Schritt zurück um wieder mehr Platz zwischen sich und seinen Cousin zu bringen. Er stank nach Alkohol und ungewaschenen Frauen. Während dieser die Augen öffnete, faltete Shane die Hände im Rücken. “Don't dare you, mich noch einmal so zu nennen.“, warf er ihm entgegen. “Mit dieser Wortwahl, werden wir nicht weit in Euren Lektionen kommen.“ Er hatte dem Söldner doch versprochen, sie würden am Morgen beginnen. Ohne auf eine weitere Antwort abzuwarten, wandte er sich ab und trat zuerst an sein eigenes Bett, um in seine Stiefel zu steigen, und dann zur Türe.
“Bewegt Euch aus dem Bett. Wenn ich wiederkomme, seit Ihr wach und bereit...“ Er ließ den Blick über sein Gesicht schweifen. “..Euch zu säubern.“ Er würde in der Zwischenzeit nach einer halb vollen Wanne verlangen. Das Francis bei dem Bad frieren würde, war dem Adelsmann gleichgültig. Wenn er sich mit diesen Frauen vergnügen konnte, würde er auch eine kaltes Bad überleben.
Mit einem leisen Klicken öffnete er die Türe und verließ kurz darauf den Raum. Shane sah sich wachsam um. Der Gang lag still vor ihm und der Teppich am Boden, schluckte die Geräusche seiner Schritte. Erst als er wirklich niemand anderes sah, hielt er eine vorbeieilende Magd auf und gab ihr strickte Anordnungen, wegen dem Bad, dem Arzt und auch der Mahlzeit, die sie einnehmen würden.
Mit einem verschlossenen Gesichtsausdruck reichte er ihr ein paar Florí, damit sie sich sofort darum kümmerte.
Nachdem sie aus seinem Sichtfeld verschwunden war, machte er sich auf den Weg zurück zu seinem Zimmer und legte die Hand auf die Klinke.

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BeitragThema: Re: Villa del Carvari   Mo Jul 17, 2017 10:57 am

Shane Hannigan / Francis Bell

Sein Körper hatte sich an die liegende Position gewöhnt und Francis hatte seine liebe Mühe sich überhaupt in eine sitzende Position zu bringen. Er blickte Shane nach als dieser mit stolzer Haltung den Raum verliess. "Wie ein Sklaventreiber, der Mann.", sagte er zu sich selbst, grinste aber weil er es liebevoll meinte, und stand schliesslich auf. Der Verband war seit gestern etwas rosa geworden wie er nach dem Techtelmechtel mit den Frauen festgestellt hatte, aber die Verfärbung war nicht dunkler oder grösser geworden. Das erleichterte ihn sehr. Francis wollte es nicht zugeben, vor allem sich selbst nicht eingestehen, dass er grosse Angst vor den Verletzungen besass, die er davongetragen hatte. Manche brachen sich einen Zeh und siechten Wochen später deshalb dahin. Da Francis die anatomischen Hintergründe nicht verstand und von einer Sepsis oder anderen schädlichen Krankheiten nichts wusste, konnte er nur das tun was er wusste: Und das waren die üblichen Vorkehrungen. Wunde stillen, Wunde verbinden, Wunde beobachten oder Wunde ausbrennen. Von Kräuterkunde wusste er nur, dass die meist sehr hübschen und klugen Kräuterfrauen nicht immer Gutes im Schilde führten. Und von Doktoren und anderen Wunderheilern wusste er, dass sie eine Menge Geld verlangten für ein paar dämliche Zaubersprüche oder einer Tinktur, die aus Alkohol und Honig bestand.
Francis war in dieser Hinsicht also so wie die meisten seinerzeit: Sie glaubten entweder an Hokuspokus oder sie wussten einfach nichts und überliessen sich ihrer Naivität und irgendwelchen Möchtegernhelfern.
Dennoch war der Arzt gestern ein Mann gewesen, der sein Handwerk offenbar verstand. Francis fühlte sich nämlich gut.

Er trug nichts mehr. Sein Oberkörper war seit dem gestrigen Arztbesuch frei und mit einem Verband eingebunden gewesen. Seine Hose hatte man ihm gestern im Lustrausch abgezogen. Er konnte sich kaum daran erinnern.
Den Alkohol, den Shane gerochen hatte, musste vom Wein kommen. Oder von der Wundsalbe. Denn etwas anderes hatte Francis nicht getrunken.

Prüfend sah er an sich hinab. Er sah furchtbar aus. Noch immer klebten Blutschmierereien an seinen Beinen, Spermareste klebten eingetrocknet an seinem Bauch und an den Beinen und er wunderte sich doch, wie sehr er sich gestern hatte gehen lassen. Aber ansonsten fand er, dass er ganz passabel aussah für einen Mann wie ihn, der sich nie im Griff hatte.

Als die Tür wieder aufging, hob er den Kopf und sah zu Shane. Francis hatte keine Scham vor ihn und es war ihm auch nicht unangenehm so nackt vor ihm dazustehen. Dennoch blitzten seine Augen belustigt auf bevor er erschrocken tat. "Aaah!", sagte er. Er schrie aber nicht denn dann hätte Shane ihn sicher geohrfeigt so wie gestern. Und das musste man Shane lassen: Seine Ohrfeigen waren gepfeffert!
"Was fällt Euch ein, Ihr Schuft!", schimpfte er mit hoher Stimme als er eine Frau imitierte. Aber er musste lachen und der kurze Spass fand sein Ende.
"Ich bin für alle Schandtaten bereit. Auch für das Bad. - Aber ich denke, das Bad befindet sich irgendwoanders in diesem Haus? Dann sollte ich mir wenigstens ein Handtuch für den Weg dorthin umschlingen. Muss ja nicht jeder sehen was für ein Prachtskerl ich bin.", grinste er.

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