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 Terrasse vor dem Eingangsbereich

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Bauherr
And you say Rome wasn't built in a day
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Der Charakter
Alter: 99
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BeitragThema: Terrasse vor dem Eingangsbereich   22/5/2017, 11:39 am

Dieser Teil der Terasse ist groß. Hier hat man einen Überblick über den Garten und den gekiesten Hof vor der Villa.
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Luigi Rizzi
Ritterbruder
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Spieler : Ann

Der Charakter
Alter: 48
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Gesinnung: Templer Templer

BeitragThema: Re: Terrasse vor dem Eingangsbereich   22/5/2017, 11:57 am

Samstag, 3. April 1480
Gegen 19.00 Uhr
Cesare Borgia / Barbara Gonzaga / Shane Hannigan / Luigi Rizzi / Federico Filangieri

Die Wolken hatten sich in der letzten Stunde verdichtet und eine kühle Brise war aufgekommen. Es roch nach Regen oder sogar einem Gewitter. Luigi Rizzi liess sich pünktlich von seiner Kutsche abholen und fuhr ohne Zwischenfall zur Villa Torino.
Er genoss solche Empfänge. Da konnte er zeigen, wer er war und dass man sich nicht mit ihm anlegen durfte. Rizzi verbot es einfach jedem, seine Person in Frage zu stellen.
Als er ausgestiegen war, sah er sich um. Überall waren Wachen postiert und die anderen Gäste bekamen davon kaum etwas mit. So sicher fühlten sie sich in ihrem Florenz, in ihrer Stadt, die sie eigentlich gar nicht kannten weil sie nur unter Ihresgleichen geblieben waren.

Rizzi ging langsam zur Villa, vor der eine Menge Leute standen. Gäste, die freudig über ihre Einladung waren, Verbündete, die Rizzi still zunickten, und Diener, die keine Ahnung hatten was eigentlich vor ihren Augen stattfand.
Am Ende würden wieder etliche Ehen auf die Probe gestellt werden, es würde neue Bündnisse und neue Fragen geben, Zerwürfnisse und bestimmt einen, wie immer, der das Essen nicht vertrug und daran starb. Über diese Gedanken musste Rizzi sogar schmunzeln.


Zuletzt von Luigi Rizzi am 22/5/2017, 2:26 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Cesare Borgia
Feldherr
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Alter : 21
Spieler : Marie Seeger

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Alter: 21
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Gesinnung: Templer Templer

BeitragThema: Re: Terrasse vor dem Eingangsbereich   22/5/2017, 12:12 pm

Samstag, 3. April 1480
Gegen 19.00 Uhr
Vor der Villa


Cesare Borgia war ebenfalls schon in Florenz und wartete vor der Villa auf Luigi Rizzi. Er war hier mit ihm verabredet um wichtige Details zu besprechen und sich auszutauschen was in Rom und Florenz vor sich ging. Cesare hasste das kühle Wetter und sah mit hochgezogenen Augenbrauen nach oben, ehe er sich wieder der Menge an menschen und Wachen witmete. Mit genauem Blick beobachtete er alle Leute die in der Villa verschwanden. Von drinnen erklang Musik und Gelächter. Cesare schüttelte den Kopf als der Wund seinen Mantel aufwehen ließ. Und dann sah er ihn seinen Gesprächspartner wie cesare ihn schlichtweg nannte. Er musterte ihn aufmerksam blieb aber wie er war und machte sich erst einmal ein Geistiges Bild von seinem gegenüber ehe er langsam auf ihn zuschritt und ihm dann leicht zunickte.

"Luigi Rizzi?" fragte er leise und betrachtete ihn genaustes und wartete auf eine Antwort.
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Barbara Gonzaga
Deutsche Herzogin
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Spieler : Nessie

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Alter: 25
Besonderheiten: Leichter Schnitt am Hals, Pestbeule am Hals, stark fiebrig
Gesinnung: Templer Templer

BeitragThema: Re: Terrasse vor dem Eingangsbereich   22/5/2017, 4:39 pm

Samstag, 3. April 1480
19.05
Shane Hannigan / Federico Filangieri / Doíreann Karolinger/ Luigi Rizzi/ Cesare Borgia / Barbara Gonzaga  

Die deutsche Herzogin mit den italienischen Wurzeln war schon lange hier. Knapp über einer halben Stunde, denn immerhin war sie die Pünktlichkeit in Person.
Geschmückt war sie mit einem wundervollen Kleid. Ihre Haare waren am Hinterkopf mit einer Haarnadel befestigt, doch fielen sie gelockt über ihre Schulter und Brust. Die Kette, welche Luigi Rizzi ihr am Morgen zum Geschenk gemacht hatte, funkelte mit drei kostbaren Ringen an jeder Hand um die Wette.
Das Kinn leicht erhoben und mit langsamen Schritten ging sie durch die prachtvollen Räume mit noch prächtigeren Menschen darin, die sich miteinander in kleineren, sowie größeren Grüppchen unterhielten.
Als die Kirchenglocken 19 Uhr schlugen, machte sie sich auf in den Eingangsbereich.
Denn hier war sie mit ihrem Vertrauten Signore Rizzi verabredet und es ließ sie dennoch verwundern, dass er noch nicht hier war. Sorge machte sich in ihr breit, als noch immer nichts von ihm zu sehen war.
Erst, als sie zu der großen Tür zuging und das Freie betrat, erkannte sie den Schwarzhaarigen, welcher sich mit einem Fremden unterhielt.

Luigi war ein zuverlässiger Mann. Wenn er sagte, er würde sich um 19 Uhr mit Gonzaga treffen, so würde er es auch tun. Also konnte es auch nicht an ihm liegen.
Die Rothaarige ging also auf die zwei sich unterhaltenden Männer zu und hielt Luigi die Hand hin, damit er sie begrüßen konnte. "Ich habe auf Euch gewartet, amico.", erklärte sie ihm freundlich, dennoch sachlich und drehte sich erst dann zu dem Fremden um.
Er schien sich zwar als Älter auszugeben, doch durchschaute Barbara ihn schon ab erster Sekunde. Er war Jünger als sie- ohne Frage. Auch versuchte sie, sein Gesicht zuzuordnen, doch blieb es ihr weiterhin fremd. Ihr Blick war kalt, ihre Augen forschend. Die Maske legte sich auf ihr Gesicht, mit welcher sie dafür sorgte, dass niemand sie einschätzen konnte.
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Shane Hannigan
Englischer Großmeister
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Alter : 20
Spieler : Rune

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Alter: 30 Jahre
Besonderheiten: Wunden an der linken Wange und Hüfte; ebenso am rechtem Bein; braucht einen Gehstock
Gesinnung: Templer Templer

BeitragThema: Re: Terrasse vor dem Eingangsbereich   22/5/2017, 7:49 pm


Samstag, 3. April 1480
19.05
/ Federico Filangieri / Doíreann Karolinger/ Luigi Rizzi/ Cesare Borgia / Barbara Gonzaga / Shane Hannigan

Die Kutsche war pünktlich und so auch Shane. Nachdem er von Gonzaga und Rizzi Abschied genommen hatte, hatte er Augenblicklich die Schneiderei aufgesucht, während er einen Weisenjungen Kleidung für Francis besorgen ließ. Wie erwartet waren die Schneider gut und kamen seinen Wünschen nach und so war er nun in teuren Brokat gehüllt. Da auf diesem Fest niemand seinen Namen noch sein Gesicht kannte, verheimlichte er seine Herkunft nicht. Die Gewandung im Englischen Stil, ein Hut mit prächtigen Federn und das Haar streng zurück gekämmt, saß er in der Kutsche und sah wachsam nach draußen. Fackeln flogen an ihm vorbei und der Templer versank in seinen eigenen Gedanken. Das Kraut das man ihm gegen hatte, war unter Francis Abendessen gemischt worden, um wenigstens diese Sorge los zu werden. Dafür hatte Shane sogar das feinste Fleisch ausgesucht, um sicher zu sein, dass sein Cousin davon aß. Der Adelsmann hoffte wirklich, dass die Pflanze hielt, was sie versprach, doch zuvor schien der Söldner tief geschlafen zu haben.  Das Rad der Kutsche ratterte über einen Stein und Shane spürte den Ruck in seinem ganzen Körper. Sein Gesicht verzog sich leicht und er hielt mit einer Hand den Hut fest, damit er ihn nicht verlor. Nein, ein Freund von dieser Art von Reise war er wirklich nicht.

Umso dankbarer war er, als das Gefährt zum Stehen kam und der Kutscher ihm die Türe öffnete. Mit stolzer Haltung trat er die Stufen hinab, bis die Sohlen seiner Stiefel auf den Boden traf. Fackeln beleuchtete den Weg, dem er nun folgte. Die Stimmen die an sein Ohr klangen, besaßen alle den warmen in italienischen Akzent. Es war angenehm zuzuhören und während er näher kam, erkannte er schon bald Rizzi und Gonzaga im Bereich des Einganges. Auch befand sich noch jemand dort, doch der Blick des Templers blieb nur kurz auf der Gestalt des Mannes hängen. Als er nah genug war, blitzten seine Augen aus den Schatten hervor. “Buon giorno, Signore Rizzi.“ Er neigte grüßend den Kopf. “Signora Gonzage - Ihr seht wie immer bezaubernd aus.“ Er streckte seine Hand aus, um wie am Nachmittag zuvor ihre Hand zu küssen. Wie es schien war er noch pünktlich zu ihrem Treffpunkt erschienen.

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Gast
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BeitragThema: Re: Terrasse vor dem Eingangsbereich   23/5/2017, 11:35 am

Samstag, 3. April 1480
19.15

Doíreann Karolinger/ Luigi Rizzi/ Cesare Borgia / Barbara Gonzaga / Shane Hannigan/ Federico Filangieri

Aus einer weiteren Kutsche stieg an diesem Abend ein weiterer in feinen Hermelin gekleideter Herr aus. Er trug langes braunes und feines Haar, einen Schnurr- und Ziegenbart zusammen, und betrachtete aus seinem giftgrünen Salamanderblick die abendliche Szenerie sehr aufmerksam. Federico Filangieri verzog unter seiner neuen Verkleidung keine Miene.. Bei diesem Treffen der Templer, hatte er sich als Marquis Roger de Molay angemeldet. Im Templerorden genoss der Name de Molay immer noch große Anerkennung. Schließlich war das der Name ihres letzten Großmeisters gewesen, bevor dieser von den Männern des französischen Königs vor hundert Jahren gewaltsam ermordet wurde. Wie es der Zufall so wollte, hatte Federico auf einer Mission in Frankreich vor über einem Jahr eben diesen Roger de Molay selbst zur Strecke gebracht. Zweifellos ein Nachfahre des berühmten Großmeisters. Auf sein Betreiben aber war dessen Tod über den Orden hinaus nie herausgekommen. Die Templer hatten sich von der Verfolgung der Franzosen nie ganz erholt, sodass es ein leichtes gewesen war ihre französische Zelle mit Assassinen zu infiltrieren. Der Name Roger de Molay existierte auf den Listen der Templer immer noch weiter. Weil aber die Templer in Frankreich offiziell nicht existierten, kannte man ihn nur im Untergrund. Es hätte deshalb Sinn gemacht, wenn die französische Zelle das Treffen in Florenz benutzte um wieder stark zu werden. Und um die Anwesenden in diesem Glauben zu lassen, hatte er die Identität eines Toten angenommen. Nachdem er nämlich Leonardo heute morgen verlassen hatte, war ihm dieses Treffen von einem seiner Informanten mitgeteilt worden. Keine Zeit hatte er verloren um sich sofort zu waschen und umzuziehen. Und nun verströmte er diesen starken Geruch von Rosen, was von dem Parfüm herrührte das er an sich angewendet hatte. Er wollte jetzt herausfinden was mit Leonardo da Vinci und Rafael Santoro geschah. Und er wollte wissen ob die Templer etwas über Ezio wussten. Ob sie ihn ebenfalls geschnappt hatten.
Mit selbstbewussten Schritten, lenkte er die Schritte zu der Frau und dem Mann die da standen und sich unterhielten. Mit einer eleganten kurzen Verbeugung, neigte er seinen Kopf und beugte seinen Körper respektvoll. "Bonsoir Mademoiselle, Bonsoir Monsieur. Mein Name ist Marquis Roger de Molay. Ich habe die Ehre." sagte er anfangs in perfekten Französisch. Als Kardinal kam man viel rum. Und wenn man im Auftrag der Kirche unterwegs war, war es von Vorteil mehrere Sprachen zu beherrschen. So auch Federico der neben Spanisch, auch gebrochen Deutsch sprach. Nur Englisch hatte er noch nicht gelernt, wollte das aber eines Tages nachholen. Es galt jetzt eine Konversation zu beginnen und auf sich aufmerksam zu machen. Er würde dafür sorgen das der Abend ein Erfolg für den Orden wurde. Ach was er musste!
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Gast
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BeitragThema: Re: Terrasse vor dem Eingangsbereich   23/5/2017, 10:10 pm

Samstag, 3. April 1480

Luigi Rizzi/ Cesare Borgia / Barbara Gonzaga / Shane Hannigan/ Federico Filangieri/ Doíreann Karolinger


An diesem Abend wäre alles besser gewesen als auf diese Feier zu gehen. Verklemmte Adelige, spitzohrige Diener gehörten dazu und das war nicht in dem Sinne der Rothaarigen. Sie war gezwungen ein Kleid zu tragen, ein rotes brombeerfarbenes das eng zugeschnitten war und ihre Augen betonte. Die Haare waren hochgesteckt, sogar eine Halskette trug sie. Der reinste Albtraum. In der Rüstung wäre es ihr einiges lieber gewesen, doch ihre Vertrauten rieten ihr davon ab. In der Rüstung hätte man sie erkannt, nun war sie wie eine Fremde auf der Feier. Zum einen aber auch interessant, weshalb sie wohl auch dort auftauchte. Und das auch noch pünktlich. Eines musste man diesen Menschen lassen. Sie putzten sich heraus und zeigten ihre 'beste' Seite. Die meisten gehörtem dem Orden an, der Rest war entweder Dienerschaft oder einfache Begleitung. Namen von denen man hörte, Gesichter die man sah die einem im Gedächtnis bleiben sollten, wenn man Gefallen an Macht hatte. Es war Abend und der Weg zur Villa wurde von Fackeln begleitet die den Weg erhellten. Auch Wachen waren dort, gut positioniert. Doch keiner dieser Männer war der Deutsch-Irin bekannt, es waren scheinbar Fremde. Das gab ihr nur ein stärkeres Gefühl von Unbehagen. Lag vermutlich auch an den ungewohnten Schuhen, oder die Tatsache das sie einfach viel größer war als die anderen Frauen. Und manche Männer.

Im Empfangssaal ertönte Musik aus einem der Salons. Trotz das die vielen Gäste durcheinander sprachen und sich scheinbar nicht darum scherten wie laut sie waren, hörte man die wundervolle Musik. Sie war sich sicher sogar Violine und Flöten herauszuhören, doch .. die Unterhaltungen machten es schwer dies auszumachen. Alles war protzig, wie die Gesellschaft. Geschwellte Brüste, gespitzte Lippen, alles war vertreten. Vom stolzen Neuzugang eines Hochadeligen bis hin zum ehrgeizigen Niedergeborenen waren alle anwesend die dem Orden die Treue schworen. Die Schritte führten sie in Richtung des ersten Salon, doch statt den Weg weiter zu gehen fiel ihr sofort eine Frau ins Auge. Ein bekanntes Gesicht. Sicher, auf solch einer Feier war es nichts ungewöhnliches. Die Frau hatte rotes Haar, schon einmal nicht allzu häufig anzutreffen. Diese Haltung, der Blick und .. diese Stimme bewiesen es. Ohne großartig weiter zu starren, bog sie ab und ging auf die Frau zu die in Begleitung einiger Männer war. Denen wurde aber kaum bis gar keine Beachtung geschenkt. Es hätte eine Verwechslung sein können, doch es schoss Doireann sofort eine Frage aus dem Mund. "Schöne Dame, kenne ich Euch?", die Frage war nicht auf italienisch wie man es erwarten könnte, es war in Deutsch. Dabei behielt sie ein sanftes Lächeln auf den Lippen, worauf gleich noch eine Frage folgte, "Wart Ihr schon einst in der Burg Hohenzollern?". Dort wurden die meisten Banketts veranstaltet, für die Adeligen die etwas in ihrer Heimat zu sagen hatten.
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Terrasse vor dem Eingangsbereich   24/5/2017, 8:44 am

Samstag, 3. April 1480
Zwischen 19.00 - 19.30 Uhr
Cesare Borgia / Barbara Gonzaga / Shane Hannigan / Federico Filangieri / Doireann Karolinger / Luigi Rizzi

Sein erheiternder Gedanke über den von einer Lebensmittelvergiftung hingerichteten Gast verflog augenblicklich als er von einer männlichen, jungen Stimme angesprochen wurde. Luigi Rizzi hatte eine Verabredung mit Barbara Gonzaga und Shane Hannigan. Doch statt auf diese beiden zu treffen, blickten seine Augen, die wie immer etwas zu gelassen und leicht schläfrig wirkten, auf Cesare Borgia. Man kannte sich. Das war es auch schon. Rizzi hatte sich bisher stets bemüht Abstand zwischen sich und den Borgias zu halten. Er verstand diese Familie nicht und ausserdem taten sie in seinen Augen alles falsch, was man nur falsch machen konnte. Kurzum: Rizzi mochte die Borgias einfach nicht. Er wollte sie nicht mögen. Die Borgias waren aber nicht die einzige Familie, die die Gunst von Rizzi nicht hatten.
"Cesare Borgia! Welch Freude Euch hier zu treffen. Da passt das Wetter ja geradezu vorzüglich.", sagte er höflich und sarkastisch. Cesare war ein Wirbelwind, der ungebremst von einem - in Rizzis Augen - Malheur ins nächste lief. Aber Rizzi war durchaus klar, welche Macht die Borgias hatten. Es war also nicht gut, sich mit allen aus der Familie anzulegen. Aber Cesare war jung und er musste noch erzogen werden indem Rizzi ihm nur zu deutlich zu verstehen gab, dass Cesare noch viel mehr leisten musste um Rizzi das Wasser reichen zu können. "Und wie mir scheint, habt Ihr Euch einen ungünstigen Augenblick für ein persönliches Gespräch ausgesucht.", sagte er und sah dabei zu Barbara Gonzaga, die zu ihnen stiess. Rizzi würde, sollte Cesare es wollen, natürlich mit ihm sprechen. Aber zuvor musste und wollte er die Herzogin begrüssen.

"Signora Gonzaga.", lächelte Rizzi. Er verstand ihre Sachlichkeit nicht als Beleidigung sondern als Hinweis, dass es sie störte, dass Rizzi von Cesare aufgehalten wurde. "Das Warten hat sich gelohnt. Darf ich Euch Cesare Borgia vorstellen?", sagte er und deutete mit der Hand höflich auf den Jüngeren. "Cesare Borgia, dies ist Herzogin Gonzaga, meine treue und allerliebste Freundin, die ich in Florenz habe.", erklärte er. Zum einen wollte er, dass Cesare Augen und Finger von Barbara liess, zum anderen war es aber auch eine Vorstellung des Ranges, den Barbara hatte. Sie war mächtig. Allein schon weil sie eine Frau war. Rizzi hatte nie eine Frau aber er achtete Frauen und er wusste, dass sie schlimmer als die barbarischsten Krieger sein konnten.

Kurz darauf traf auch Shane Hannigan dazu. Die zweite wirkliche Verabredung, die Rizzi ursprünglich hatte. Er war erfreut, dass der englische Grossmeister hergefunden hatte. Den kleinen Disput vom Nachmittag war vergessen und Hannigan genoss wieder vollstes Vertrauen von Rizzi - welches bekanntlich sehr schnell in Misstrauen umschlagen konnte. "Signor Hannigan. Die Kutsche hat Euch also nicht verfehlt und Ihr seid wohlbehalten angekommen. Und Eure Kleidung steht Euch ausgezeichnet.", lobte er nachdem Hannigan auch Barbara begrüsst hatte. Es war durchaus üblich die Kleidung anderer Männer zu loben. Mode war schon immer das Aushängeschild jeder Gesellschaft und jeder Epoche. "Lasst mich Euch Cesare Borgia vorstellen.", sagte er wieder. Das würde er heute den ganzen Abend machen müssen. "Cesare Borgia, bitte begrüsst den englischen Grossmeister Shane Hannigan. Er hat eine lange Reise durch das furchtbare Frankreich hinter sich und wollte es sich trotzdem nicht nehmen lassen, der Einladung zu diesem abendlichen Empfang zu folgen.", er hielt viel von Hannigan. Aber auch das konnte sich jederzeit ändern.

Gerade als Rizzi dachte, er könnte ein paar Minuten zurücktreten und die drei einander vorstellen und begrüssen lassen, wurden sie erneut angesprochen. Rizzis Miene verdunkelte sich augenblicklich und er starrte mit ernsten Augen zu dem Mann, der sie französich angesprochen hatte. Es war nicht die Sprache, die ihn störte, sondern der unsägliche Duft von Rosen, der sich so penetrant in Rizzis Nase verfing. Zwar war es durchaus üblich, nach allerlei Düften zu stinken aber Rizzi mochte das einfach nicht.
"Luigi Rizzi, Signor de Molay. Wie kommt es, dass Ihr mir Eure Ehre unterbreitet? Wir kennen uns nicht. Wer hat Euch eingeladen, vielleicht kenne ich diesen Mann?", fragte er nach. Irgendein Trottel von Templer muss diesem Rosenbusch gesagt haben, er solle sich gut mit Rizzi stellen. Nur warum jetzt das alles? Jetzt, da er nur noch wenige Tage in Florenz bleiben würde, was durchaus bekannt war? Was wollten all diese neuen Verbündeten von ihm?

Kurz wurde er dann von einer weiteren dazugekommenen Frau abgelenkt. Nicht, weil er sich für Frauen interessierte, sondern weil sie Barbara ansprach und Rizzi mehr und mehr väterliche Eifersucht entwickelte und es einfach nicht wollte, dass Barbara von dahergelaufenen Leuten, die dachten, sie seien wichtig, angesprochen wurde. Aber sie sprach deutsch und Rizzi verstand nichts davon. Also musste er Doireann Karolinger Barbara überlassen. Rizzi wandte sich daraufhin wieder Filangieri, Hannigan und Borgia zu. Seine Haltung war angespannt. Er sollte sich bald hinein begeben und einem dieser Diener ein vollgefülltes Weinglas vom Tablett stehlen.
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Cesare Borgia
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Alter : 21
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BeitragThema: Re: Terrasse vor dem Eingangsbereich   24/5/2017, 9:38 am

Samstag, 3. April 1480
Zwischen 19.00 - 19.30 Uhr
Barbara Gonzaga / Shane Hannigan / Federico Filangieri / Doireann Karolinger / Luigi Rizzi / Cesare Borgia

Cesare Borgia wartete Geduldig ab das der ältere sich ihm zuwenden würde. Als er es dann tat war der Sakasmuss nur zu gut raus zu hören aus seinen Worten, was Cesare zwar kränkte, aber es versuchte es mit einem gespielten und extrem falschen Lächeln abzuspielen.
"Nun die Freude ist ganz meinerseits, Aber das Wetter könnte besser sein, ich denke das es später noch regnen wird" sagte er und sah ihn dabei an als sich immer mehr Herrschaften zu ihnen gesellten. Er betrachtete sie alle stumm und musterte jeden einzelnen von ihnen ruhig und gelassen.
Als er dann von Luigi Rizzi aus seinen Gedanken gerissen wurde und jedem vorgestellt wurde war er wieder ganz bei der Sache.
Cesare wusste sehr wohl um seinen Stand unter den Templern, und das es großes Glück war das er hier sein konnte und durfte. Ebenso wusste er auch das Rizzi und Hannigan weit ja sogar sehr weit über ihm standen. In Rom waren die Borgia an der Macht, aber Rom war weit.

Cesare wand sich zuerst Barbara Gonzaga zu. Er verneigte sich tief vor ihr "Herzogin, Darf ich anmerken das ihr an diesem Abend wundervoll ausseht?". Dann wand er sich dem Englischen Großmeister zu. Er wusste von seinem Vater Rodrigo das man mit Großmeistern vorsichtig umgehen musste da sie die Macht zu fast allem hatten.

Er verneigte sich also auch galant vor ihm mit den Worten "Großmeister, es ist mir eine Ehre euch kennen zu lernen, Dürfte ich mir die Frage erlauben Euch zu Fragen wie euch Florenz bis her gefällt?" fragte er vorsichtig.

Auch Cesare war nicht dieser Geruch des Roseswassers entgangen und er rümpfte angeeckelt die Nase. Er hasste das schon immer wenn Lucrezia das Bad in ein Bordell verwandelte, in dem sie den halben Markt leer kaufte und alles ausprobieren musste, das sich dann selbst die Dienerschaft scheute hinein zu gehen.

Er wand sich wieder Rizzi zu. "Ich wollte euch nicht lange aufhalten nur im Laufe des Abends falls ihr dann Zeit finden werdet um ein persönliches Gespräch zu bitten."
Cesare wusste sehr wohl was Rizzi von den Borgia hilt, doch er hilt sich diskret zurück und ließ die Schikanen über sich ergehen. Es würde der Tag kommen da würde er abrechnen können, aber der Tag war noch fern, sehr fern. Heute ging es erst einmal darum diesen Abend über die Runden zu bringen ohne einen schlechten Eindruck zu hinterlassen.
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Barbara Gonzaga
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Besonderheiten: Leichter Schnitt am Hals, Pestbeule am Hals, stark fiebrig
Gesinnung: Templer Templer

BeitragThema: Re: Terrasse vor dem Eingangsbereich   24/5/2017, 11:45 am

Samstag, 3. April 1480
Zwischen 19 Uhr und 19.30Uhr
Shane Hannigan / Federico Filangieri / Doíreann Karolinger/ Luigi Rizzi/ Cesare Borgia / Barbara Gonzaga  

Aufmerksam hörte sie Luigi zu, nachdem sie sich zu dem Fremden umgedreht und ihn genauestens gemustert hatte. Erst, als Rizzi den Mann als Borgia vorstellte, reichte sie dem Herrn die Hand. Natürlich hatte es 'Klick' bei ihr gemacht. Als Römerin kannte man diese Familie durchaus.
"So lernen wir uns also kennen, Signore Borgia. Ich danke Euch.", nickte sie ihm zur Begrüßung zu, während er sich vor ihr verbäugte. Natürlich gefiel es ihr, wenn man ihr gegenüber so viel Respekt zeigte. Genauso gut gefiel ihr es, wenn man ihr sagte, wie schön sie war.

Erst dann hörte sie die bekannte Stimme des Templergroßmeisters aus England, der zu der kleinen Gruppe dazukam und allesamt begrüßte und Cesare Borgia diesem ebenfalls vorgestellt wurde. Sofort lag ihre vollste Aufmerksamkeit auf ihn, wie eine Katze auf einer Maus.
Der stattliche Mann sah noch besser aus in dieser Garderobe, als sie ihn kennengelernt hatte. Ihre Augen suchten die seine, als er sich zu ihr umwandte und ebenfalls ein Kommentar von sich gab, wie bezaubernd sie heute abend aussähe. "Ich danke Euch. Ich bin erfreut, dass Ihr wohlbehalten hergefunden habt. " Auch sie neigte den Kopf vor ihm und machte dabei einen leichten Knicks. Sie wusste ganz genau, wer vor ihr stand. Heute morgen hatte dies noch anders ausgesehen. Es war ihr überaus eine Ehre den Kontakt zu einem Großmeister zu pflegen- auch, wenn dieser aus England stammte.

Erst, als sie den starkten Geruch von Rosenduft vernahm, war sie gezwungen, sich von Shane Hannigan abzuwenden. Ein Braunhaariger mit Bart war dazugestoßen und begrüßte nun Luigi Rizzi und Barbara Gonzaga. Die anderen schienen für ihn uninteressant. Für einen kurzen, ganz winzigen Moment legte die Herzogin die eiserne Maske ab, um fragend zu ihrem werten Freund Luigi zu sehen, der dies zu bemerken schien. Denn anschließend sprach er den Franzosen darauf an, doch auch der Schwarzhaarige schien diesen nicht zu kennen. Ein kurzer Blick in die Runde genügte, um zu sehen, dass Shane's Mimik sich deutlich verschlechterte und Cesare deutlich versuchte, dem Geruch aus dem Weg zu gehen. Wer konnte es ihm verübeln? Dennoch war die Rothaarige amüsiert darüber, denn benutzte sie selbst Parfum ganz vorsichtig, denn reichte ein Tropfen aus, um noch am späten Morgen des nächsten Tages gut zu riechen.
"Bonsoir, Monsieur.", ließ sie fließend über ihre Lippen gleiten, doch neigte sie nicht den Kopf. Denn viel mehr war sie immer noch im Gedanke, was dieser Mensch genauer von ihr und Luigi wollte, denn hatte er ja nur diese beiden Templer angesprochen.

Das Gespräch in der Gruppe vermischte sich, als Cesare das Wort an Luigi wandte und plötzlich eine Frauenstimme zu vernehmen wurde, die nicht von Barbara in dieser Runde ausging. Denn als sie sich überrascht umdrehte, erkannte sie eine junge Frau neben sich, denn diese hatte sie auf deutsch angesprochen. Es war schön, ihre Zweitsprache zu hören, doch viel fühlte sie sich etwas überfallen.
Sie musterte die ebenfalls Rothaarige von Kopf bis Fuß, ohne den Kopf dabei zu bewegen.
~"Guten Abend."~, sprach sie ebenfalls in ihrer Sprache, was sich so anfühlte, als hätte sie es seit Jahren nicht mehr gesprochen. ~"Nun, da Ihr mich angesprochen habt, ist mir dies ein Rätsel."~, entgegnete sie und drehte sich nun vollkommen zu ihr.
Erst dann fragte die in dunkellila-gekleidete Dame nach der Burg in Deutschland und Barbara Gonzaga verengte etwas die Augen. In ihrem Kopf ratterte es, denn erst jetzt fand sie einen Zusammenhang, auf was die Frau ihr gegenüber hinauswollte. ~"Einst vor 8 Jahren."~ Kurzes Schweigen legte sich zwischen die beiden, als sich ein Lächeln auf den Lippen der Herzogin abbildete. Es gab nicht viele Frauen mit roten Haaren, die sie einmal in Deutschland kennenlernen durfte. Doch die Erinnerung kam zurück und das konnte man nun deutlich an ihrem Gesicht ablesen. Freude packte sie, doch hielt sie diese in Zaum. ~"So führt uns das Schicksal wieder zusammen, Doireann. Wahrlich verblüffend und mir große Freude."~

Sie nickte ihr begrüßend zu und senkte dabei den Blick für einige Sekunden, ehe sie zurück zu den Männern sah und der irisch-deutschen Templerin Platz machte, um sie vorzustellen: "Signori? Ich möchte Euch Signora Karolinger vorstellen. Eine Bekannte aus Jugendzeiten." Nacheinander stellte auch sie der Rothaarigen die Männer nacheinander vor und fuhr anschließend fort: "Würdet Ihr uns für einen Moment entschuldigen?", keine Frage, eher ein Kommentar darauf, nicht einfach zu gehen. Kaum erwarten konnte Barbara es, sich mit ihr zu unterhalten. Denn sie nickte den Männern zu, bevor sie sich mit Doireann umdrehte, um einen Moment unter vier Augen zu sprechen. Es gab so viel zu erzählen. So viele Fragen lagen auf Barbara's Lippen, die unmöglich heute weder gefragt, noch beantwortet werden konnten.


~"Ihr seid erwachsen geworden, meine Teure. Und wunderschön noch dazu. Ihr wart 11 Jahre alt, nicht wahr? Mit der Farbe unseres Haars gingen die Gäste auf Hohenzollern davon aus, wir seien Geschwister. Erinnert Ihr Euch? Wahrhaftig hat es sich für diesen Tag so angefühlt, als seien wir es."~ Die unsichtbare Maske lag immer noch auf ihrem Gesicht. Doch sie hatte kleine Risse durch das Lächeln und die Freude, dieses alte Bekanntschaft hier anzutreffen. Dennoch wusste Barbara nicht, ob diese Frau immer noch diese Person vor 8 Jahren war, mit der sie einst auf Hohenzollern so viel Spaß gehabt hatte. Mit 17 Jahren konnte sie es sich als versprochene, dennoch noch nicht verheiratete Frau leisten, doch Doireann war für ihre 11 Jahre schon ziemlich gebildet. Mit ihrem verstorbenen Mann war sie auf einer Feier dort gewesen- so eine ähnliche wie diese hier. Über beide Ohren war sie zu dieser Zeit noch in den Deutschen verliebt und als zukünftige Herzogin gehörte es sich, ihn bei sämtlichen Empfängen zu begleiten. Davon gehört hatte Barbara, dass Karolinger nun Großmarschall der Templer war.
Und überraschender war es, zu wissen, dass sie nun ebenfalls dieser Bruderschaft angehörte.
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Leonardo da Vinci
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Spieler : Leo

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BeitragThema: Re: Terrasse vor dem Eingangsbereich   24/5/2017, 4:43 pm

Samstag, 3. April 1480
Zwischen 19 Uhr und 19.30Uhr
Shane Hannigan / Federico Filangieri / Doíreann Karolinger/ Luigi Rizzi/ Cesare Borgia / Barbara Gonzaga / Leonardo da Vinci

Leonardo hatte gedacht, sein letztes Stündlein hätte geschlagen, als man ihm die Kleider genommen hatte. Er hatte ohne sie ausgeharrt, in der Kälte der Zelle und seine letzten Gebete getroffen, hatte eingesehen, dass Federico zu spät gekommen war, dass seine Hoffnung umsonst, aber es doch nicht Filangieris Schuld gewesen war. Er war auch nur ein Mensch, genauso wie sie alle. Deshalb betete er auch, dass man Rizzi seine Sünden vergeben möge.
Leonardos Blick war auf das kleine Bündel gefallen, das noch bei ihm lag, das rotgetränkte. Er hatte dann die Augen geschlossen und versucht die Schwindelgefühle zu unterdrücken, die aufgekommen waren. Sie hatten einen Fehler gemacht, einen ganz gewaltigen, und es tat ihm immer noch weh. Er hätte besser sein müssen als das. Er hätte etwas machen können, aber er hatte es nicht geschafft.

Als die Wachen Leonardo seine Kleidung sauber und gebürstet wiederbrachten war Rizzi schon da gewesen und hatte ihn eingeweiht über den Plan, den er sich überlegt hatte. Als Leonardo erfuhr, dass er nicht sterben würde fiel ihm ein Stein vom Herzen, er fiel allerdings nicht weit- Gerade einmal in den Bauch, wo Leonardo seither ein beklemmendes und besorgtes Gefühl empfand. Er war ein Zahnrad in der Apparatur der Templer, die schon Rafael einen Finger und höchstwahrscheinlich das Leben gekostet hatte. Leonardo zu einem Werkzeug zu machen, damit es Ezio ähnlich erginge- das machte den Künstler fertig.
Müde und ausgezehrt sah er aus, als er von Wachen in eine Kutsche gesetzt und zum Treffen gebracht wurde. Mit einer Kutsche brachte man ihn, dann gab man ihm kräftiges Papier und ein Stück Kohle. Er sollte alle anwesenden portraitieren und als da Vinci das hörte, da wurde er aufgeregt. Wachen und Templer mochten am Schwerte großes vollbringen, aber Niemand dort schlug ihn am Papier. Und wenn Leonardo Glück hatte, dann auch nicht im Kopf.
So probierte der gelernte Künstler mit dem Stück Zeichenkohle herum, machte flüchtige Skizzen beider Wachen und schrieb ihren Zielort auf, strich ihn dann aber entschieden durch. Nachdem er das Tatzenkreuz der Templer daneben angedeutet und das Kritzelpapier signiert hatte, knüllte Leonardo das Papier zusammen und warf es aus dem Fenster der Kutsche, eh eine der Wachen darauf eingehen konnte. "Es war nichts Wichtiges." Er lächelte die beiden Männer sanftmütig an, malte dann weiter. Ein Dieb hatte das Papier gefunden und hob es auf, er würde es mit Sicherheit weiterleiten können, wenn Ezio oder ein anderer Assassine ihn denn fand.
Leonardo hätte gerne eine weitere Botschaft verfasst. Es galt, seine Freunde und Verbündete von diesem Ort fernzuhalten und obwohl der Künstler wusste wie gewissenhaft die Assassinen waren und dass sie ihre Einsätze immer sorgsam planten, so wollte er doch nicht der Grund sein, warum ein weiterer ihrer Brüder niedergestreckt wurde.
Eh Leonardo das Papier allerdings beenden und wegschmeißen konnte hielt die Kutsche an und der Künstler sah erschrocken auf. Sie waren da. Er fuhr sich eilig über den unbehüteten Kopf und verteilte dabei etwas Kohle auf seinem Gesicht, die von einem der Wachen knurrend entfernt wurde. Just in dem Moment schrieb Leonardo, blind wie er mit einem Lappen im Gesicht nun mal war, eine Nachricht auf den Zettel. "Wenn ihr euer Glück hier sucht, werdet ihr den Tod finden." Wie in allen privaten Notizen hatte er von rechts nach links geschrieben. Ein anderer würde einen Spiegel brauchen, er selbst war inzwischen trainiert genug, es so lesen zu können. Ein Kontrollblick folgte- Ja, die Assassinen würden erkennen, dass er von ihm kam und sie würden hoffentlich gehen, eh jemand verletzt wurde.
Unhöflich und ruppig wurde der Künstler aus der Kutsche getrieben, den Zettel mit der Botschaft zerknüllte er eilig in einer Hand bevor er ihn im Aussteigen unauffällig auf den Boden fallen ließ. Er trat dann noch einmal drauf, drückte den Zettel also fester an den Boden und sah sich dann um.
Alles war irgendwie edel und pompös, viel zu sehr für Leonardos Geschmack. Er straffte die Glieder und rieb sich die Handgelenke als frische Luft darankam, flankiert von den Wachen schritt er dann zu den Menschen die dort waren. Man hatte ihm gesagt, er solle nicht aussehen als sei er im Gefängnis gewesen und bis auf die kränkliche Bleiche und die etwas geröteten Augen schaffte Leonardo das bezauberndste Lächeln, zu dem er im Moment in der Lage war. Sie hatten seine Kleidung gewaschen und sogar seinen Umhang hatte er zurück. Nur die Kappe fehlte immernoch- zu seinem Verdruss.
Als seine Blicke über die Menschen strich und er sich die Hände rieb wie vor einem Haufen Arbeit, da musterte er sie aber in Wahrheit gar nicht- Er sah sich nach Freunden um.
Nur flüchtig hörte er ihre Gespräche und sah ihre Gesichter. Aber es war viel um ihn herum, als die Wachen ihn weiterdrängten, in die Nähe der Menschen, da rauschte und drückte es in seinen Ohren, zerrte es an seinen Nerven. Der Künstler hielt sich die Stirn und fasste nach einer der Wachen um sich zu halten.

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Shane Hannigan
Englischer Großmeister
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BeitragThema: Re: Terrasse vor dem Eingangsbereich   24/5/2017, 8:53 pm

Samstag, 3. April 1480
Zwischen 19 Uhr und 19.30Uhr
Federico Filangieri / Doíreann Karolinger/ Luigi Rizzi/ Cesare Borgia / Barbara Gonzaga / Leonardo da Vinci / Shane Hannigan

Ein höfliches Lächeln legte sich auf die Lippen des Templers, während er noch auf dem Weg zu seinen beiden Verabredungen war. Allerdings schien es etwas zu schwinden, als bereits noch jemand dort stand. Nachdem er Rizzi und Gonzaga begrüßt hatte, stellte er sich gerade hin und verschränkte wie die meiste Zeit die Arme in seinem Rücken.  „Ja, sie stand wie versprochen bereit. Ihr habt verlässliche Männer.“ Shane hatte ebenso darauf geachtet früh genug die Villa zu verlassen, um zu vermeiden, dass die Wachen auch nur einen Schritt in die Nähe seines Zimmers kamen.  Zu seinem Glück, hatte alles reibungslos stattgefunden. Dankend, aufgrund des Komplementes von Rizzi,  neigte er den Kopf. Es war lange her seit er in den Genuss solcher Worte gekommen war.  „Grazie. Ich habe diese Gewandung nur Eurer Empfehlung zu verdanken. Dieser Schneider war vorzüglich und hat alles zum Besten ausgeführt - selbst wenn ihm der englische Schnitt fremd war.“  Shane entging nicht der Blick der auf ihn lauerte und so hob er den Kopf, nach dem Handkuss und sah Barbara Gonzaga ins Gesicht - ohne zu Zögern erwiderte er den Blick, jedoch soweit, dass es nicht unhöflich war. Dabei spiegelte sich das Feuer der Fackeln in seiner grauen Iris wieder.  „Ich danke Euch, für Eure Einladung.“ Bei diesen Worten hatte er den Blick wieder abgewandt um Rizzi und Gonzage anzusehen. Immerhin waren sie beide es gewesen, die ihm die Möglichkeit dieser Feier offenbart hatten. Hätte der Zufall es nicht gut mit ihm gemeint, wäre der Abend weitaus unangenehmer verlaufen. Erst nachdem Rizzi den fremden jungen Mann vorstellte, drehte sich Shane auch zu ihm um und unterzog ihn einer kurzen Musterung. Der Name Borgia war ihm durchaus bekannt. Eine mächtige Familie hier in Italien. In England hatte er mit einigen der herrschenden Familien Korrespondenz geführt, – Rodriges Borgia eingeschlossen - wobei er jene Briefe von Rizzi immer vorgezogen hatte und diese weitaus tiefer führender waren.  Den Blick noch auf den jungen Mann gerichtet, neigte er Kopf kurz den Gruß – allerdings war die Bewegung weitaus weniger tief und sein Gesicht war von einem kontrollierten Ausdruck beherrscht. „Ich habe noch nicht genug gesehen, um diese Stadt beurteilen zu können. So verzeiht, dass ich Euch keine richtige Antwort darüber geben kann.“ Shanes Blick war einen Moment lang noch auf den Borgia-Jungen gerichtet, bevor er sich wieder Rizzi und Gonzaga zuwenden wollte.
Doch er kam nicht mehr wirklich dazu etwas zu sagen, denn eine Stimme ließ seine Nackenhaare zu Berge stehen und sein Ausdruck verfinsterte sich mit einem Schlag. Er hatte wirklich gehofft für mindestens ein Jahr lang diese Sprache nicht mehr hören zu müssen und der Geruch der von ihm ausging, entlockte ihm eine weitaus andere Erinnerung. Das Bild einer jungen Frau blitze vor seinem Auge auf, doch er wollte dieses Gesicht nicht mit einem Franzosen in Verbindung bringen und umso mehr war sein Blick von großer Abneigung erfüllt.  Alessia besaß weitaus mehr Grazie und Schönheit, als diese Ratten aus diesem Land und ihr Duft nach Rosen war nicht ansatzweise so stark.  Wie es sich jedoch für ihn geziemte, verbarg er seinen inneren Zustand hinter einer wachsamen Präsenz. Aber da man ihm nicht wirklich Beachtung schenkte, hatte er nicht die Befürchtung, dass jemand die kurze Entgleisung seiner Züge bemerkt hatte. Das Gonzaga es durchaus wahrgenommen hatte, war ihm nicht bewusst. Der Familienname, der genannt wurde, war Shane ein Begriff: Eine Familie aus dem Geschlecht der Großmeister. Schon längst gescheitert und  sein Vater hatte sich einst mit ihnen zerstritten. Der Engländer hatte nicht vor, diesen Streit beiseitezulegen. Die de Moley hatten ihre Hilfe verweigert, bei einem Kampf, der vielen das Leben gekostet hatte. In sienen Augen würden sie es ohne zu zögern wieder tun. Shanes Lippen wurden schmal und er beobachtete Rizzi für eine Weile. Diesem schien die Anwesenheit des Franzosen ebenso nicht zu gefallen und beinahe hätte er gelächelt. Doch stattdessen viel sein Augenmerk auf eine weitere Frau, die sich zu der Gruppe gesellte. Sie besaß rotes Haar wie Barbara und war überraschend groß. Ohne zu zögern sprach sie die einzige Frau der Runde an. Dabei verwendete sie allerdings nicht die italienische Sprache. Der Klang der Worte war härter und rauer und Shane erkannte die Färbung des Deutschen. Der Mann hatte keine Schwierigkeiten die gesprochenen Sätze zu verstehen, aber da er nicht unhöflich sein wollte, mischte er sich nicht weiter ein.
Gelassen ließ er noch einmal seine Aufmerksam über die Gruppe schweifen. Dieser Abend könnte durchaus noch interessant werden, da war sich der Großmeister sicher. Den Kopf in den Nacken gelegt, sah er in den leicht mit Wolken bedeckten Himmel. Nur ein paar Herzschläge lang, bis er nichts weiter als die Dunkelheit darin erkannte.
Das Rattern von Rädern ließ ihn einen Augenblick zurücksehen und er beobachtete wie eine Kutsche zum stehen kam. Die Wachen einen Mann zum aussteigen brachten. Er wirkte blass und auch wenn er frische Kleidung zu tragen schien, wirkte er weder Adelig noch wie ein Templer. Ein wenig hoben sich seine Augenbrauen und er konnte nicht verhindern, dass er ihn eine Weile wachsam beobachtete. Ein Teil seiner Aufmerksamkeit beließ er jedoch bei der Gruppe, die sich gebildet hatte. Es wäre bedauerlich, würde er etwas Wichtiges verpassen. Aber es stand im nicht im Sinn sich mit dem Franzosen zu unterhalten. Ganz unbewusst war er sogar ein paar Schritte zur Seite getreten, um mehr Platz zwischen sich und dem anderen Mann zu bringen. Erst als der Fremde recht nahe war, machte er am Absatz kehrt und drehte sein Gesicht zurück in die Runde. Er wollte jemanden Fragen, wer der Mann war, den man gebracht hatte, aber Rizzi und Gonzaga waren in einem Gespräch. Dabei wollte er sie bestimmt nicht stören, so verschloss sich sein Mund und nur im Augenwinkel, bekam er noch mit, wie der Neuzugang sich an einer Wache festzuhalten schien.

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BeitragThema: Re: Terrasse vor dem Eingangsbereich   25/5/2017, 2:11 pm

Samstag, 3. April 1480
Zwischen 19 Uhr und 19.35Uhr

Doíreann Karolinger/ Luigi Rizzi/ Cesare Borgia / Barbara Gonzaga / Leonardo da Vinci / Shane Hannigan / Federico Filangiveri /


Federico wurde blass wie ein Gespenst, als er sah das Leonardo da Vinci aus der Kutsche stieg. Was für ein Teufel war dieser Rizzi? War seine Identität aufgeflogen? Hatte man sich einen üblen Scherz mit ihm erlaubt? Er musste es herausfinden indem er Rizzi jetzt herausforderte. Nur so konnte er wissen was dieser Hund wusste. Er nutzte also sofort dessen vorherige Dreistigkeit aus, um die Aufmerksamkeit der Anwesenden von dem ankommenden Leonardo auf sich zu lenken. "Ihr solltet den Namen de Molay kennen, Monsieur Rizzi." sagte er eisig. Die Atmosphäre sank rapide in die tiefen Minusgrade herunter. Die Echsenaugen von "Roger de Molay" nahmen den Templer in den Würgegriff, als er vortrat und der betörende Duft der Rosen nun etwas bedrohliches an sich hatte. "Ich bin Marquis Roger de Molay, Nachfahre des letzten großen Großmeisters der Templer Jaques de Molay. Meine Familie hat schon in den Kreuzzügen Kehlen von Assassinen und Muselmanen durchgeschnitten, als dieses Haus noch eine Schlammgrube war. Die de Molays waren die treusten Vasallen der Könige von Jerusalem. Und sie kämpften mit dem Deutschen Orden gegen die einfallenden Slawen aus dem Osten! Seht ihr das?" Er hob den Anhänger der auf seiner Brust ruhte hervor. Es war das rote schimmernde Templerkreuz. Und daran hing eine alte silberne Münze, die zwei Kreuzritter mit Speeren bewaffnet auf Pferden zeigte. Alte lateinische Lettern umrankten das Schmuckstück mit den Worten "SIGILLUM MILITUM XPISTI" (Siegel der Soldaten Christis). Es hatte dem echten Roger de Molay gehört. Federico vermutete das es ein Erbstück war, dass einst von dem Großmeister an dessen Söhne und dann immer weiter bis Roger weitergereicht worden sein musste.
Jedenfalls hob er es so, dass es jeder sehen konnte. Insbesondere Rizzi und Shane Hannigan.
"Daher verbitte ich mir euren schnattrigen Ton!" Dann blickte er in die Richtung von Shane. "Großmeister, ich bin mir sicher das ihr als Nachbar meines Landes wisst, dass wir Franzosen  wie ihr Engländer unser Erbe pflegen. Nicht zuletzt da die Templer aus Frankreich, England und aus dem Heiligen Römischen Reich....." Er blickte höflich zu Madame Karolinger. "....sich in den Kreuzzügen am meißten hervorgetan haben, um unsere Sache zu verteidigen. Um also eure Frage abschließend zu beantworten ,Monsieur Rizzi: Ich bin hier um die Wiedergeburt der Templer zu unterstützen. Und als de Molay ist das mein gutes Recht!"
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BeitragThema: Re: Terrasse vor dem Eingangsbereich   25/5/2017, 9:22 pm

Samstag, 3. April 1480
Zwischen 19 Uhr und 19.35Uhr

Luigi Rizzi / Cesare Borgia / Barbara Gonzaga / Leonardo da Vinci / Shane Hannigan / Federico Filangiveri / Doíreann Karolinger

Es ging alles recht, zügig. Zuerst schien sich die junge Frau nicht sicher zu sein, wer vor ihr stand, doch dann dämmerte es ihr. Eher gesagt beiden. Doireann war sich am Anfang selbst nicht sicher gewesen, doch Gesichter konnte sie sich gut merken. Ohne wirklich Worte zu verlieren, wurde sie auch schon den unbekannten Männern vorgestellt. Ein kurzer eleganter Knicks und schon wurde sich auch wieder der alten Bekanntschaft zugewendet. Manche von den Männern kannte sie vom Papier oder vom sehen. Es war zwar nicht die höfliche Art am Hofe, doch auch wenn die Deutsche es nicht gern zugab, die Arbeit als Marschall machte sie etwas ruppiger. Noch bevor sie sich überhaupt zu Wort melden konnte, plapperte auch schon die Bekanntschaft drauf los. Es war wie damals, ein angenehmes Gefühl. Mit einem warmen Lächeln, hörte sie Barbara zu, bevor sie selbst zu Wort kam. ~"Meine Liebe, ich dachte nicht daran das Ihr euch wirklich erinnert. Ja, ich war wirklich so jung. Und die ständigen Bemerkungen der jungen Grafen waren auch nicht zu überhören. Ihr standet kurz vor Eurer Hochzeit, nicht wahr?"~, sie konnte sich noch ganz genau an diesen Abend erinnern. Immerhin war die junge Gonzaga die einzige gewesen, die mit der Deutsch-Irin anständig gesprochen hatte, als wären sie dem selben Alter entsprungen.

Eigentlich auf das Gespräch konzentriert, fiel ihre Aufmerksamkeit für kurze Zeit auf einen Mann, der von gut ausgerüsteten Wachen begleitet wurde. Die Rüstungen waren zu blank und es schien als wären sie nur aus reiner Eitelkeit getragen worden, genau so wie die Waffen. Aber der Mann war vom größeren Interesse. Das Gesicht erkannte sie sofort, aber etwas war anderes. Das begeisterte Funkeln in den Augen fehlte und auch der Anblick ohne die berüchtigte Kappe, war gewöhnungsbedürftig. Weshalb er hier war, bekam sie wohl nicht so schnell heraus. Zumindest zu so früher Zeit. Barbara fiel ihr wieder ein. Sofort wurde natürlich ihr wieder die Aufmerksamkeit zuteil. ~"Ich hatte von dem Tod Eures Gatten erfahren, mein Vater schickte Eurer Familie zwar Beileid aus, aber ich hätte lieber mit Euch persönlich gesprochen."~, in ihren Augen war wirklich ein Hauch von Mitgefühl zu sehen, nur nicht zu viel. Immerhin musste man doch sein Gesicht wahren, so weit es zumindest nötig war. Daraufhin kam auch gleich eine Frage, bei dem der Blick auf das männliche Gefolge fiel, ~"Jetzt habt Ihr euch gleich ein ganzes Harem geholt, nicht wahr?"~ ein schelmisches Grinsen legte sich auf den Lippen. Unter Harem verstand man ein Gefolge von Frauen aber, warum nicht ein Gefolge von Männern? Sie hatte sich all die Jahre nicht geändert. Gegenüber von Menschen die sie mochte, war sie immer so .. direkt. Es war alles andere als klar, nicht alle hochgeborenen Frauen waren gleich im Orden, aber ausgerechnet Barbara Gonzoga anzutreffen, war schon eine erfreuliche Überraschung.

Nur kurz fiel bei einer Konversation, in der sie gar nicht beteiligt war, ihre Heimat und damit auch ein recht direkter Blick von einem Mann auf sie. Das Gesicht kam ihr bekannt vor. Nach dem er sich vorgestellte hatte, die Aufmerksamkeit lag bei etwas anderem, aber zumindest ein Teil konnte aufgeschnappt werden. Molay. Es sagte ihr etwas, die Erscheinung des Mannes war aber klarer. Der Blick vom Fremden erwidert, wurde sich doch wieder der anderen Frau zugewandt. Auch wenn nun ein Ohr stehts an dem Gespräch der Männer hing. ~"Wer sind die ganzen Männer?"~, ihre Stimme wurde leiser. Vielleicht konnte die wiedergefundene Freundin etwas mehr Wissen entbehren. Wenn man schon einmal auf so einem Fest war, musste man zumindest die Regeln befolgen: Informationen sammeln. Die Frage weshalb die Frau plötzlich auf einem Fest der Templer war, wurde gar nicht erst gestellt. Es gab immer Gründe und meist waren sie doch die selben. Familie oder reiner Zufall. Die Aufnahmekriterien der Assassinen waren vermutlich dieselben. Sie unterschieden sich nicht allzu sehr, auch wenn sie es nicht wahr haben wollten. Beide wollten die Welt zu einem besseren Ort machen. Reine Ansichtssache welche Methoden die besseren waren.

Es gab nicht viele, doch eine gute Menge von Gästen hielten sich noch am Eingangsbereich auf. Die meisten flüchteten sich hinein, vermutlich weil dort der interessanteste Tratsch ausgetauscht und auch genügend Wein ausgeschenkt wurde. Als der Molay sich auf weniger ruhige Art, um mehr Respekt bettelte, blieb es dabei nicht aus das einige Gäste neugierig zu der Gruppe herüber sah. Wenn dieses Theater schon so früh am Abend begann, würde es doch noch interessant werden. Das letzte mal auf solch einer Feier, wurden zwei Duelle ausgefochten. Ausgerechnet immer von den selben! Nun schienen aber mehrere Kandidaten dafür in Frage zu kommen. Es war ein komischer Haufen, besonders als Barbara von ihnen weg stand und man diesen bunten Haufen beobachtete. Ein Mann, so auffällig in seiner fremdländischen Kleidung, das er auch hätte Nackt auf diese Villa treten können. Ein älterer Mann, dem die Überheblichkeit ins Gesicht geschnitzt wurde. Welchen Rang er innehatte war dem Marschall nicht bewusst. Bei weitem nicht, sie kann doch nicht jeden Diplomaten kennen. Und dann war da tatsächlich .. ein Borgia. Ob es nun an der geringen Selbstsicherheit lag oder die Tatsache das alle aus der Familie gleich aussahen, musste es eindeutig ein Gör von Rodrigo sein. Wurde er vom faulen Vater vorgeschickt oder blieb die ganze Ehre an dem kleinen Jungen? Nur weil er älter war, hieß es nicht das Doireann Respekt haben müsste. So weit wäre es noch gekommen. Völlig in den Gedanken versunken und damit beschäftigt gewesen sich schon auszumalen wie sie diese Männer die dreisten Namen verpassen könnte, bemerkte die junge Karolinger erst spät das ihre Freundin schon gesprochen hatte. Völlig verdutzt sah sie zu ihr und schmunzelte bedrückt. ~"Wie bitte? Ich.. war in Gedanken. Verzeiht."~, immerhin sagte sie es. Ausreden zu suchen waren nie ihre Stärke gewesen, weshalb sie doch lieber den ehrlicheren Weg nahm. ~"Bezaubernd seht Ihr aus, Euer Gespür für Mode hat sich nie geändert."~, es war wohl eher zur Beschwichtigung, doch das ihr Gegenüber schön anzusehen war, entsprach die Wahrheit. Entweder würde sie völlig verwirrt davon sein, oder es ruhen lassen und das vorherige wiederholen. Die Männer waren ohnehin zu beschäftigt damit, allmählich ein Wortgefecht gegeneinander auszuführen. Selbst wenn sie der Sprache der zwei Frauen mächtig wären, würden sie es doch sowieso nur als Frauenklatsch betrachten und sich ihren Gefährten zuwenden.
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Luigi Rizzi
Ritterbruder
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Der Charakter
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Gesinnung: Templer Templer

BeitragThema: Re: Terrasse vor dem Eingangsbereich   26/5/2017, 2:26 pm

Samstag, 3. April 1480
Zwischen 19.00 - 19.30 Uhr
Cesare Borgia / Barbara Gonzaga / Leonardo da Vinci / Shane Hannigan / Federico Filangieri / Doireann Karolinger / Luigi Rizzi

Seine Augenlider befanden sich bald nur noch genervt auf halber Höhe als er von allen Seiten begrüsst oder belehrt wurde. Luigi Rizzi hasste nichts mehr als Belehrungen und Leute, die sich in den Vordergrund stellten weil sie angeblich wichtig, reich oder das Kind von Irgendjemanden waren.

"Wir werden eine Gelegenheit finden, Signore Borgia.", sagte er zu Cesare Borgia. Der junge Mann war unerfahren und stolperte in ihrer Gesellschaft herum. Es wurde Zeit, dass ihn jemand unter die Fittiche nahm und ihm beibrachte, wie die Welt funktionierte. Vielleicht war aus dem Jungspund doch noch etwas rauszuholen. Im Endeffekt konnte ihm der Name Borgia zu Ruhm oder zur Niederlage verhelfen und Rizzi war sich noch nicht sicher ob ein gutes Verhältnis oder gar Bündnis mit der römischen Familie ein Erfolg werden würde. Dennoch, der junge Mann reizte ihn. Er war etwas vorlaut. Er hatte seine Gefühle nicht unter Kontrolle. Und dennoch reagierte er auf Rizzi mit einer vornehmen Zurückhaltung und Entschuldigung. Man konnte ihn formen und Rizzi mochte das. Junge Menschen, die man beliebig in eine Richtung lenken konnte, waren ihm die liebsten. "Ihr habt mein Wort.", fügte er noch hinzu damit sich Cesare sicher sein konnte. Ausserdem war dieser Satz laut genug für alle anderen, so dass sie wussten, dass sie von Cesare besser erst einmal die Finger liessen, denn der junge Mann würde bestimmt bei Rizzi vorstellig werden, sollte einer der hier Anwesenden ihn grob beleidigen.

Dann wandte er sich Federico Filangieri zu, der als de Molay eine gute Figur machte. Rizzis Stimme als schnattrigen Ton zu bezeichnen war in der Tat nicht sehr nett gewesen. Aber Rizzi war Rizzi und er begab sich niemals auf das Niveau anderer Leute hinab - oder hinauf. Je nachdem wie man es sehen wollte.
"Sollte ich Euch mit meiner Unwissenheit gekränkt haben, Signor de Molay, dann bitte ich höflichst um Entschuldigung.", sagte er mit ruhiger Stimme. "Ich kenne den Namen de Molay nicht. Entweder weil ich ihn nicht kennen will oder weil er mir nicht wichtig genug ist.", erklärte er und lächelte biestig auf. "Ihr tragt einen interessanten Duft, Signore de Molay. Und mir gefällt auch Euer Anhänger sehr. Es ist ein Erbstück, nicht wahr? Passt gut darauf auf, dass er Euch nicht abhanden kommt.", sagte er und musterte ihn dabei mit einem ausdruckslosen Gesicht. Rizzi provozierte ihn. Er hatte keine schnattrige Stimme und diese Aussage vor allen anderen, die einer Demütigung glich, verzieh er ihm nicht.
"Es wäre mir eine grosse Freude wenn Ihr mit mir trinken würdet. Ich habe gehört, dass Franzosen gute Weine mögen.", betonte er nett. Rizzi wollte nur, dass sich de Molay betrank.

"Nun müsst Ihr mich und Signore Hannigan kurz entschuldigen.", er blickte zum Engländer hinauf bevor er an de Molay und Karolinger vorbeischritt und auf die Wachen und zu Leonardo da Vinci zuging. Barbara sollte erst mit ihrer Bekanntschaft zu Ende sprechen. Dann würde er sie später auch in seinen Plan einweihen, denn bisher war er nicht dazu gekommen, ihr von seinem Plan zu erzählen.

"Da Vinci! Welch Freude Euch hier zu sehen!", sagte er und lächelte kalt. Sein Blick funkelte in Leonardos Richtung. "Ich darf Euch meinen englischen Gast, Signore Hannigan, vorstellen. Er ist erst kürzlich von England über Frankreich nach Italien gereist und eben erst angekommen. Wie soviele Engländer in letzter Zeit.", sagte er. Der letzte Satz galt nicht mehr Hannigan, der diese Aussage heute auch schon hören musste, sondern war ein Seitenhieb auf da Vincis Verbündeten Bell, den Rizzis Leute nicht mehr auffinden konnten. Das war immer noch verwunderlich. Er hoffte sehr, der Verräter war mittlerweile in den Fluss gestürzt und ertrunken. "Nun ja, diesem Engländer kann man allerdings auch vertrauen.", lobte er Hannigan vor da Vinci. "Dies ist Leonardo da Vinci. Ein begnadeter Künstler aus Florenz mit besonderen Vorlieben."

Rizzi würde sich bemühen, Cesare im Auge zu behalten, Barbara und Shane in seiner Nähe zu wissen, de Molay in seinem Rücken und Karolinger als freundliches Anhängsel an Barbara zu haben. Kam hinzu, dass er nun ein Auge auch auf Leonardo richten musste. Er sollte all die Verbündeten verraten, die hier waren. Mit seinen Blicken oder weil er sich zufällig auffällig in deren Nähe aufhielt.

"Gehen wir hinein! Es gibt Wein für alle.", sagte er und richtete diese Worte auch an das Grüppchen, welches er gerade für Leonardo da Vinci hatte stehenlassen.
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Cesare Borgia
Feldherr
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Spieler : Marie Seeger

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Alter: 21
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Gesinnung: Templer Templer

BeitragThema: Re: Terrasse vor dem Eingangsbereich   26/5/2017, 3:08 pm

Barbara Gonzaga / Leonardo da Vinci / Shane Hannigan / Federico Filangieri / Doireann Karolinger / Luigi Rizzi/ Cesare Borgia

Cesare klebte wie gebannt an Rizzi´s Lippen, so sehr wartete er auf eine Antwort. Und als sie dann kam und noch dazu weder unhöfflich oder von Spott oder Hohn durchtränkt war lächelte er gediegen. "Ich danke euch Signore Rizzi" sagte er ruhig und neigte seinen Kopf etwas. Ihm war nicht der Blick von ihm entgangen und nun fragte sich der Junge Borgia was er wohl zu bedeuten hatte. Ob er gut oder schlecht war konnte er nicht einschätzen, er würde es jedoch früh genug erfahren.

Er wand sich nun dem Mann zu der sich als Marquis Roger de Molay vorstellte. Er wusste nicht warum aber irgendwie wurde Cesare das Gefühl nicht los das hier etwas im Argen war.
"Sagtet ihr eben Ihr seit ein Nachfahre von Jaques de Molay??, Nun das ist durchaus komisch, den soweit wie ich weiß und belesen bin hatte eben jeder keine Nachfahren die auf diesen Namen hörten? "

Cesare dachte nach und kam langsam näher, konnte das stimmen? War das möglich? Soweit er wusste hatte Jaques de Molay keine Nachfahren welche auf diesen Namen hörten, jedenfalls wusste der junge Borgia von keinen.
Er blieb vor ihm stehen, im gebührenden Abstand, Und da war er wieder, dieser wiederliche Geruch von Rosenwasser welches er so sehr hasste. Cesare musterte den Mann vor sich und sah ihm direkt in die Augen den er wusste log jemand würde er den Blick senken, doch ob das bei dieser Person ebenfalls der Fall sein würde wusste er nicht. Obwohl ihm der Geruch in der Nase brannte wie Salz auf einer Wunde zwang er sich noch länger in die Augen des Mannes zu blicken.
Einen Augenblick lang sah er zu Leonardo da Vinci, ehe er seine Smaragtgrünen Augen wieder auf Marquis Roger de Molay richtete und auf eine Antwort wartete. Das er sich auf dünnem Eis befand wusste er aber er wollte es wissen den sein Gefühl hatte den jungen Cesare noch nie getrügt und als Feldherr hatte er gelernt sich stehts auf sein Gefühl zu verlassen.
Das die Damen entschwunden waren war ihm entgangen so sehr konzentrierte er sich.
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Barbara Gonzaga
Deutsche Herzogin
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Spieler : Nessie

Der Charakter
Alter: 25
Besonderheiten: Leichter Schnitt am Hals, Pestbeule am Hals, stark fiebrig
Gesinnung: Templer Templer

BeitragThema: Re: Terrasse vor dem Eingangsbereich   26/5/2017, 6:34 pm

Leonardo da Vinci / Shane Hannigan / Federico Filangieri / Doireann Karolinger / Luigi Rizzi/ Cesare Borgia / Barbara Gonzaga
tbc mit Doireann Karolinger: der Salon

Natürlich entging der Herzogin nicht die Unterhaltung, die zwischen ihrem treuen Freund und der neuen Bekanntschaft herrschte. Tatsächlich drehte sich so mancher Gast dieser Veranstaltung zu der Gruppe um, um den Franzosen von oben bis unten zu mustern. Barbara gefiel es nicht, wie er mit Luigi Rizzi sprach und es sich natürlich nicht nehmen lassen wollte, mit dem Respekt angesprochen zu werden, der ihm vermutlich gebührte. Doch Barbara kannte ihn nicht und als Sohn eines ehemaligen französischen Großmeisters der Templer änderte dies ebenfalls nichts an der Sache. Selbst der Sohn eines Kaisers war nicht wichtig, wenn er keinen Titel mit sich trug, der in allermunde war.

Vermutlich war er selbst nur ein Bruder, der seinem Orden zwar treu war und dennoch nicht selbst an den Fäden zog. Barbaras Gesicht verzog sich jedenfalls, als man ihren Freund mit diesen groben Worten ansprach. Eigentlich wollte sie ihren rotgefärbten Mund öffnen, um darauf etwas zu sagen, doch schwieg sie. Sie wusste, dass Signore Rizzi soetwas gut im Griff hatte. Und tatsächlich blieb er freundlich, dennoch sachlich und bot dem Franzosen kurz darauf an, mit ihm einen Wein zu trinken.

Vorher hatte Barbara Shane Hannigan freundlich zugenickt, als dieser sich für die Einladung bedankte. Tief im inneren sah sie ihn als Beute an. Natürlich schätzte sie diesen Engländer, doch hatte sie regelrecht Gefallen an ihm gefunden. Er sprach alles an, was es bei Barbara Gonzaga anzusprechen gab. Selbst der englische Akzent war nicht störend und sah dies als kleines Souvenier an, welches er aus seiner Heimat mitgebracht hatte.

Doch schon stand eine weitere Dame an ihrer Seite. Nie hätte die Herzogin gedacht, sie würde diese junge Frau einst wiedersehen. In Deutschland gab es das Sprichwort, dass man sich immer zweimal im Leben begegnen würde. Und so trat dieses Sprichwort nun ein.
~"So lange ist es her und ich erinnere mich dennoch sehr gut an diesen Tag."~, entgegnete die Rothaarige und stellte anschließend den Herrn die andere Frau vor.
Dass Karolinger Gonzaga anschließend auf ihren verstorbenen Gatten ansprach, war ihr durchaus unangenehm. Sie blickte nur kurz zu Boden, leicht beschämt, um anschließend wieder in das Gesicht der anderen Frau zu blicken. ~"Euer Schreiben erreichte mich und unsere Familie, ich danke Euch."~, sagte sie wieder, straffte wieder die Brust und versuchte abermals kühl zu wirken. ~"Gott hat sich von ihm abgewandt. Nur deswegen starb er. Und ich denke, es ist gut, wie es ist."~ Genauso kühl waren diese Worte, was Doireann natürlich nicht beleidigen sollte. Die Erinnerung an ihren Mann war genauso eisern wie die unsichtbare Maske, die sie seit dem diesem Tod und dem Verlustes des verstorbenen Prinzen von Württemberg und Teck trug. Die Trauer zum Säugling war noch immer groß, größer als die Trauer zu ihrem Mann, doch lag diese Trauer irgendwo tief verborgen in ihrem Herzen, welches nur in Zeiten des größten Kummers brach.
Die zweite Frage hingegen, die gleich folgte, ignorierte sie und räusperte sich leise. Erst, als Doireann fragte, wer all diese Männer seien, antwortete die Deutsche: ~"Ein Korb voller Hähne. Ein Gemisch aus Männern, die sich selbst dafür loben, die Herren der Schöpfung zu sein."~, wisperte sie lächelnd, was nur für Doireann hörbar sein sollte.

Keine Minute später entschuldigte Barbara sich auch mit einem Knicks vor den Männern, um mit ihrer alten Freundin in den Salon zu gehen. Hier war weit weniger los als im Eingangsbereich und im großen Speisesaal. Nur dumpf konnte man hier die Musik wahrnehmen, da dieser Raum etwas abseits lag. Wenigstens bekam sie ihre Nase von diesem aufdringlichen Rosenparfum wieder frei, mit welchem selbst die Assassinen von den Dächern gefallen wären, wie die Fliegen von der Decke. Denn dies hatte, wortwörtlich, bis zum Himmel gestunken.
~"Ich achte die Arbeit italienischer Schneider. Der Stoff scheint mir mehr Qualität zu haben als der aus Deutschland. Selbst Eberhard konnte mir diese Leidenschaft nicht nehmen, auch wenn er deutsche Qualität immer sehr hochlobte."~, entgegnete sie auf das Kompliment, während sie gemächlich mit Doireann in den Salon schritt und sich anschließend auf eine hölzerne Bank setzte, die sich am Rande eines Fensters befand. Abgeschnitten von dem ganzen Trubel, der vorher noch ringsherum geherrscht hatte. Ein Glas Wein wurde beiden von einem Bediensteten angeboten und zugleich nahm Barbara dieses entgegen. Es gab nichts besseres als Wein und "Partys".



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Leonardo da Vinci
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BeitragThema: Re: Terrasse vor dem Eingangsbereich   26/5/2017, 6:44 pm

Shane Hannigan / Federico Filangieri / Doireann Karolinger / Luigi Rizzi/ Cesare Borgia / Barbara Gonzaga / Leonardo da Vinci

Leonardo riss sich zusammen, als er die Stimme hörte. Diese schreckliche Stimme. Er presste die Augen zusammen, fuhr sich darüber und richtete sich dann auf, was ihn ungefähr auf Rizzis Augenhöhe brachte. Er neigte respektvoll den Oberkörper und brachte sich zu einem Lächeln. Leonardo wollte aus Respekt das Barrett ziehen, da bemerkte der Künstler, dass er es nicht mehr trug und richtete sich wieder auf, leicht rotwerdend, den Kopf kratzend. Leonardo empfand keinerlei Sympathie zu dem Templer, aber er durfte nicht negativ auffallen. So sah er dann mit einem sanften Lächeln zu seiner Begleitung und neigte auch hier den Kopf. Gut war er gekleidet, der Mann, er versteckte starke Knochen und Muskeln unter teurem Stoff- Das sagte dem Künstler zu. Er sah wieder zu Rizzi um ihm zuzuhören, er bereute es aber sofort. Rizzi würde ohne Zweifel gesehen haben, dass Leonardos Auge gezuckt hatte, als er die Engländer ansprach. Hatte Rizzi Francis in seiner Hand? Etwas unsicher sah Da Vinci jetzt von Signor Hannigan zu Rizzi. Hatte der andere Engländer ihn am Ende noch verraten?
Die Einladung zur Feier, das merkte Leonardo langsam, war nicht nur um seine Freunde zu verraten, sie war auch, um ihm seine größte Angst unter die Nase zu reiben. Das Versagen. Leonardo war ein Versager, deswegen stand er hier mit hängenden Schultern, die Hände um Papier und Kohle gekrallt. Allein, dass Rizzi ihm diesen beiden Dingen aussetze hätte Leonardo knurren lassen wie einen bösen Hund. Aber er wollte sich nicht die Blöße und ihm nicht die Zufriedenstellung geben.
"Engländer sind gute Männer habe ich mir sagen lassen." antwortete Leonardo im unterdrückten Protest und lächelte Hannigan höflich zu, der klägliche Versuch scheiterte wieder bei seiner Vorstellung. Dass Leonardo für besagte Vorlieben nicht längst am Galgen baumelte war ein Glück- Rizzi schien es dennoch vorzuziehen ihm so oft Salz in die Wunde zu reiben wie nur möglich. "Es ist mir eine Ehre, Signor Hannigan." Antwortete er also noch gepresst.
Weil er sich nicht traute, den Engländer lang anzusehen sah er sich um und betrachtete nun die Gruppen, die sich gebildet hatten. So viele Templer- Reiche Männer, in Geld wie auch in Einfluss und Leonardo wollte keinem zu nahe treten. Frauen waren auch da, was ihn etwas beruhigte.
Frauen schienen Leonardo immer wie die weicheren, die rationaleren und bei weiterem die besseren Modelle. Manchmal ging er nur ins Freudenhaus um die Mädchen abzubilden und er vergnügte sich immer ausgezeichnet bei ihnen. Er hatte sie liebgewonnen.
Viele Menschen hatte Leonardo auf seinem Lebensweg liebgewonnen und es machte es ihm schwer, Abschied zu nehmen.
Viel schwerer aber fiel es ihm, sich auf den Gedanken einzulassen, dass er einfach sterben würde, ohne je bekannt zu werden. Das Menschliche Leben- Das war doch nur Schaum auf den Wellen oder ein Rauschen in der Baumkrone. Leonardo wollte in den Köpfen der Menschen verankert sein, er wollte, dass man sich noch in tausend Jahren an ihn erinnern würde. Und im Moment würde man das noch nicht. Bilder und Kunst waren eine Sache, aber die wahren Erschaffer und Genies, das waren doch die Architekten. Zuhause in seiner Werkstatt hing noch ganz versteckt ein Entwurf der Flugmaschine. Wie gerne er an ihr weiterarbeiten würde. Traurig, gedankenversunken starrte der Künstler auf den Boden.
Wie viel er machen könnte, anstatt hier zu sein. Leonardo sah auf, betrachtete wieder die Menschen und dann Rizzi, als er sprach. Leonardo fühlte sich nicht angesprochen. Er fühlte sich nicht wohl hier, nicht wie ein Gast. Nicht einmal wie ein Gefangener. Er fühlte sich einfach falsch, als habe der Erdboden ihn in seiner Werkstatt verschluckt und hier wieder ausgespuckt. Er atmete tief ein um sein im Schmerz bebendes Herz zu beruhigen. Aber es half nicht.

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Gans: Leo muss Francis eine ohrfeigen
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Shane Hannigan
Englischer Großmeister
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Alter : 20
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Der Charakter
Alter: 30 Jahre
Besonderheiten: Wunden an der linken Wange und Hüfte; ebenso am rechtem Bein; braucht einen Gehstock
Gesinnung: Templer Templer

BeitragThema: Re: Terrasse vor dem Eingangsbereich   28/5/2017, 5:00 pm

Federico Filangieri / Doireann Karolinger / Luigi Rizzi/ Cesare Borgia / Barbara Gonzaga / Leonardo da Vinci / Shane Hannigan

Shanes Versuch einem Gespräch mit dem Franzosen aus dem Weg zu gehen, schien kläglich zu scheitern. Geradewegs schien er seine Aufmerksamkeit zu suchen, als er ihm die Münze viel zu nah an seine Nase hielt. Das Kinn des Engländers war ein Stück nach oben gerichtet, während der Blick auf den Mann vor ihm gerichtet war. Mit stiller Genugtuung lauschte er den Worten von Rizzi und dem Borgia-Jungen. Sie sagten genug, um dem Mann wohl endlich zu zeigen, wo er stand.  Zuerst überlegte einfach überhaupt nichts zu antworten, als er dann aber auch noch die Kreuzzüge mit einbezog, schnellte seine Augenbraue noch ein Stück nach oben und seine Lippen wurden zu einem schmalen Strich. „Signore de Moley.“ Mit Absicht verwendete der Templer, die Italienische Höflichkeitsform, bevor er weiter fuhr. “Das was in der Vergangenheit passiert ist, mag durchaus seinen Wert haben. Ihr müsst mich nicht daran erinnern.“ Shanes Hand war automatisch an den Griff seines Schwertes gewandert, aber nicht aus Drohung, sondern aus Gewohnheit.  „Viel eher grämt mich die Tatsache, dass die Familie de Molay Jahrelang geschwiegen hat und Ihr jetzt ganz plötzlich aus dem Untergrund geschlichen kommt, wie eine verzweifelte Ratte. „ Der Engländer machte kein Geheimnis daraus, dass er mit Franzosen nicht wirklich auf gutem Fuße stand. Zudem lebte er in der Gegenwart und nicht in der Geschichte der Templer. Natürlich kannte er wie alle seine Vorfahren, die Vorgänge, das Erreichte und die Ziele, jedoch machte es einen Unterschied, wie und wann man dieses Wissen einsetze. „Verzeiht also, wenn wir…“ Er deutete ruhig mit der Hand in die Runde. „…nicht gerade auf die Knie fallen und Euch unendlich dankbar sind, dass Ihr uns die Ehre erweist.“ Shanes graue Augen waren nun mit eiskalter Meine auf den anderen Templer gerichtet. „Wenn ihr Respekt wollt, dann sucht Euch jemanden Eures Ranges. “ Er deutete auf die Türe, die in das Gebäude führte. „Ihr habt immer das Recht, der Wiedergeburt der Templer zu verhelfen, nur müsst Ihr dort beginnen, wo selbst der größte Großmeister begonnen hat. Von ganz unten.“ Selbst er war diesem Weg nicht entgangen und er war sich ziemlich sicher, dass auch der Nachfahre Borgias seine Erfahrungen damit hatte.  Natürlich hatte man als Nachfahre einer solcher Familie seine Vorzüge und Vorteile, aber gewiss nicht bei Männern die weitaus höher standen.
Umso dankbarer war der Großmeister als Rizzi sie entschuldigte. Zwar war er kurz überrascht, da er nicht wusste was dieser vorhatte, folgte ihm aber ohne groß zu Fragen.  Es dauerte nicht lange, bis er verstand worin ihr Ziel lag. Sie liefen auf den Mann zu, den er zuvor wachsam beobachtet hatte. Der Fremde aus der Kutsche, der nicht so recht in das Bild des Empfanges passte.
Die Worte von Rizzi klangen hart in seinen Ohren wieder und weckten unangenehme Erinnerungen an den Nachmittag. Das Misstrauen das in dieser kurzer Zeit auf ihn gelegen hatte, würde er nicht mehr vergessen und er würde diesem Thema möglichst aus dem Weg gehen.  Kaum hatte sein Ordensbruder den Mann vorgestellt, blitzte etwas in seinen Augen auf. Das also war Leonardo da Vinci. Endlich hatte er ein Gesicht zu diesen Namen. Ein Name, der ihm eigentlich hätte unbekannt sein sollen.  Doch es gab jemanden der ihn einst erwähnt hatte und das in einem Zusammenhang, der ihn vermuten ließ, von welchen Vorzügen Rizzi sprach. Immerhin hatte Francis Bell mit diesem Künstler gefrühstückt und bei der Erzählung deutlich das Wort ‚nackt‘ betont.
Bei den Worten des Künstlers legte sich nur ein leichtes Lächeln auf seine Lippen, es war mehr nur ein kurzes Heben seiner Lippen. „Das sind sie durchaus. Wir sind offen für vieles und gewiss auch für die Kunst. Eine Freude, auch einen Künstler aus einem anderen Land kennenzulernen. Vielleicht komme ich einmal in den Genuss eines Eurer Werke zu sehen.“ Ob er Francis davon erzählen sollte? Er hatte ihm versprochen nach seinen Freunden Ausschau zu halten, solange er sich gut benahm. Aber dort hatte er noch nicht gewusst, was Bell wirklich verbrochen hatte.  Sein Cousin war ein elender Verbündeter der Assassinen.  War es dieser Mann ebenso? Es würden den Engländer nicht wundern, sollte es so sein. Immerhin hatte er mit Bell zu tun. Es wäre bestimmt ein Vorteil, wenn er mehr über diesen da Vinci herausfand. Shanes Blick lag nun wachsamer auf den kaum jüngeren Mann, welcher den Blick schon abgewandt hatte. Vielleicht ergab sich noch eine Möglichkeit mit ihm zu sprechen, der Abend war noch jung und gewiss noch lange nicht zu Ende.
„Si, Signore. Ein Becher Wein wäre nun genau das Richtige, um diesen Abend zu beginnen.“ Die Hände im Rücken verschränkt folgte er dem Templer ins Haus und warme Luft traf auf seine Haut und er gab seinen Mantel einem der Diener.  

-> In das Haus

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BeitragThema: Federico Filangieri   31/5/2017, 1:23 pm

Doíreann Karolinger/ Luigi Rizzi/ Cesare Borgia / Barbara Gonzaga / Leonardo da Vinci / Shane Hannigan / Federico Filangiveri /


In diesem Moment passierten mehrere Dinge gleichzeitig, die den Kardinal nötigten schnell zu reagieren.
Er hatte mit seiner gespielten Arroganz sich hier gerade nicht viele Freunde gemacht. Das war gut. Sollte doch Rizzi glauben das er der verdorbene Spross eines alten Templergeschlechtes war, dem nichts anderes blieb als sich an seinen erbärmlichen Namen zu krallen. Solange seine Tarnung nicht aufflog, war ihm alles Recht. Deshalb nahm er die Einladung Rizzis auch sofort an. Ihm war bewusst das dieser ihn maßlos unterschätzte. Eine Tatsache die er sich zu Nutzen machen wollte. Und zwar indem er an der Eitelkeit de Molays festhielt. "Keine Ursache Monsieur Rizzi. Ehre, wem Ehre gebührt. Ich hätte auch weniger impulsiv reagieren sollen. Das ist leider dem rühmlichen Opfer meiner Familie für unsere Sache geschuldet. Aber eure Einladung nehme ich gerne an. Ich habe zu diesem Anlass ein kleines Präsent mitgebracht." Er winkte einen seiner jüngsten Leibwächter als Page verkleidet zu sich, der ein kleines Fass trug. "Ich habe aus meiner Heimat Bordeaux zu diesem Anlass einen unserer erlesensten Weine mitbringen lassen. ´Der Wein ist nicht gerne allein im Magen´sagen wir in Frankreich." Als er sich gerade aufmachen wollte dem vorausgehenden Rizzi zu folgen, klettete sich diese Ratte von einem Borgia an ihn. Schon zu Beginn seiner Ankunft, hatte Federico kaum merklich schlucken müssen als er den Sohn seines größten Feindes im Vatikan hier vorfand. Er hatte also Recht gehabt. Rodrigo Borgia war tatsächlich in die Vorgänge in Florenz durch seinen Sohn Cesare involviert. Er musste jetzt aufpassen nicht zu sehr die Aufmerksamkeit von diesem Bastard zu erwecken. Sie hatten sich ein paar Mal auf privaten Festen in Rom flüchtig gesehen die der Papst für die römischen Adelsfamilien und Kardinäle zum besten gab. Federico war schon damals sehr darauf bedacht gewesen mit den Borgias so wenig wie möglich zu verkehren. Deshalb dankte er dem Herrn die Weisheit geschenkt bekommen zu haben mit Cesare nur einmal ein paar Worte gewechselt zu haben. Diese Tatsache rettete ihm gerade das Leben. Deshalb tat er alles um von diesem Hurensohn einer Vanozza de´ Cattanei loszukommen. Er rollte daher auf Cesares entlarvende Frage nur gespielt mit den Augen, und zog in adeliger Manier das Kinn hoch. "Ihr scheint in Geschichte nicht besonders bewandert zu sein, Monsieur Borgia. Sonst wüsstet ihr dass die Templer in Frankreich nahezu ausgelöscht wurden. Mein Vorfahr Jaques de Molay musste seine Mätresse und deren Kinder vorzeitig in Sicherheit bringen. Diese lebten dann im Verborgenen unter falschen Namen weiter, um das Vermächtnis des letzten Großmeisters unserer Familie zu bewahren. Und ja das selbst die Kinder einer Mätresse den Nachnamen des Vaters annehmen, sollte ausgerechnet euch am besten bekannt sein. Nicht wahr?" Federicos Augen funkelten in tiefer Verachtung spöttisch, als sie das andeuteten was alle ohnehin wussten. Cesare und Lucrezia Borgia waren die unehelichen Kinder von Rodrigo Kardinal Borgia und Vanozza de´Cattanei. Die Falle des Borgiabastards mit seiner eigenen Herkunft zu entschärfen war eine sei so geniale Finte, dass der sizilianische Kardinal dem Herrn für sein Geschenk der Weisheit in Gedanken augenblicklich dankte. "Wenn ihr mich bitte entschuldigen würdet." Er schob sich elegant an Cesare vorbei, um mit Rizzi und Shane Schritt zu halten. Auf die Unverschämtheit des englischen Großmeisters entgegnete er nur lächelnd: "Wie ich bereits sagte, Großmeister. Ehre, wem Ehre gebührt."
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Luigi Rizzi
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Gesinnung: Templer Templer

BeitragThema: Re: Terrasse vor dem Eingangsbereich   31/5/2017, 2:29 pm

Samstag, 3. April 1480
ABENDS

--> weiter im Erdgeschoss der Villa im Speisesaal. Gilt für Luigi Rizzi, Cesare Borgia, Leonardo da Vinci, Shane Hannigan und Federico Filangieri (in beibehaltender Reihenfolge)
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Terrasse vor dem Eingangsbereich
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