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 Serena's Zimmer

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Bauherr
And you say Rome wasn't built in a day
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BeitragThema: Serena's Zimmer   Mo Mai 22, 2017 10:50 pm

In diesem Zimmer lebt Serena Vasari. Das Zimmer ist mit dem Nötigsten ausgestattet und dennoch findet sie hier alles, was sie braucht.
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Serena Vasari
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Spieler : Franzi

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BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   Mi Mai 24, 2017 1:29 pm

Es herrschte geschäftiges Treiben auf den Straßen Venedigs, als Serena sich von einer kunstvoll aus Stein gemeißelten Bank erhob und Saum ihres Kleides raffte, um sich auf den Weg zurück zur La Rosa Della Virtù zu machen. Ein angenehmer Wind ließ die kurz gehaltenen Grashalme einer Grünfläche tanzen und die Kinder die darauf spielten hielten begeistert die kleinen Gesichter hinein. Mit einem Lächeln beobachtete die junge Kurtisane das wilde Treiben der Sprösslinge, ehe sie sich abwandte und gemäßigten Schrittes in eine Seitenstraße einbog um dem Hauptstrom von Menschen zu entgehen, der immer um die Mittagszeit in der Innenstadt anzutreffen war.
Heute konnte sich Serena wirklich nicht beklagen, sie hatte gut gegessen – denn einer ihrer Kunden, hatte sie zu einem wahrhaft köstlichen Mahl eingeladen und was wäre sie für eine Käufliche, wenn sie es ausschlagen würde einen Mann bei der Stange zu halten, indem sie ihm bei etwas so einfachem wie ein Mittagessen Gesellschaft leisten sollte? So kam es, dass sie sich in ihr liebstes Kleid warf und den Herrn mittleren Alters natürlich begleitete.

An sich war es auch ein sehr unterhaltsames Gespräch gewesen, denn ihr Kunde hatte durchaus Gespür für ein anregendes Gespräch, was auch imstande war Serena zu fesseln, doch die Stunden, die die beiden zu zweit verbracht hatten, hingen dem guten Herrn wohl noch ordentlich hinterher, denn er konnte die Finger nur schwer bei sich belassen, was den Ärger des Kochs auf sich gezogen hatte und in einem überhasteten Aufbruch gemündet war. Kurz darauf trennten sich auch ihrer beider Wege und Serena beschloss an einem der unzählbar vielen kleinen Kanälen ein wenig inne zu halten und sich ihrer Umgebung zu erfreuen. Ganz anders dessen, was sie sonst gewohnt war. Ihre Gedanken schweiften immer wieder ab, es fiel der jungen Frau schwer im Hier und Jetzt zu bleiben. Sie dachte an das Zerwürfnis mit ihrer Mutter, welches noch immer nicht beigelegt war. An die Begegnung mit Rafael Santoro, an dem Ball ihrer Freundin und wie er sie nur ungern hatte gehen lassen wollen. Doch seitdem hatte sie nichts mehr von ihm gehört und obwohl sie es sich immer und immer wieder aufs Neue verbot, spürte Serena ein kleines aber pochendes Ziehen der Enttäuschung, wenn sie daran dachte, dass er irgendwo sein Leben zu leben schien und vielleicht gar nicht mehr an die kleine Hure aus Venedig dachte. Denn im Prinzip war sie nur das, eine Hure, die ihren Körper an Männer verkaufte die genügend Geld aufbringen konnten um sich gespielte Liebe und Zärtlichkeiten zu erkaufen. Wenigstens das konnte sie halbwegs gut – schauspielern. Denn was vielen Menschen nicht besonders klar zu sein schien, war für Serena ein gutes zweites Einkommen, nämlich Informationen zu sammeln und zu verkaufen. Sie hatte keine politische Gesinnung, hielt zwar natürlich wie jeder Dinge für richtig und falsch, doch die Fehde die beispielsweise zwischen den Templern und Assassinen herrschte, da hielt sich die Kurtisane weitgehend heraus. Wer zahlte würde von ihr erfahren was er wollte, niemals so viel, als dass man es gegen sie selbst verwenden könnte, jedoch genug um den stolzen Preis zu rechtfertigen.
Nun jedoch genug der Gedanken, so sagte sich Serena selbst und beschleunigte ihre Schritte ein wenig um schneller zurück an die Arbeit zu kommen. Was heute noch so anstand, das wusste sie selbst nicht genau, jedoch würde es genug Kunden geben, um die sie sich zu kümmern hatte.

Die schlichte Fassade der Rosa kam in Sicht und Serena seufzte innerlich. Zwar hatte sie die Wahl hier her zu kommen selbst getroffen, doch manchmal fragte sie sich auch, was gewesen wäre, wenn sie auf ihre Mutter gehört und einen „ordentlichen“ Beruf erlernt hätte.
Mit einem grüßenden Nicken betrat sie den Vorraum des Bordells und lächelte den anderen Mädchen, die gerade versuchten ihre „Beute“ – also die anwesenden Männer – auf eines der vielen Zimmer zu locken, zu. Arglos stieg sie die glatt polierte Holztreppe nach oben und ging den langen Gang entlang um schließlich ihr Zimmer zu erreichen und die Tür zu öffnen.
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   Mi Mai 24, 2017 2:46 pm

Mittwoch, 1. März 1480
Morgens
Serena Vasari und Rafael Santoro


Der Tag war sonnig und warm, das stimmte. Eigentlich gab es für einen Assassinen nie einen freien Tag, und doch nahm sich Rafael diesen. Würde es zu Kämpfen kommen, hätte er seine Fäußte. Und Diebe ließen sich auch ohne Montur stoppen. Seine Klinge ließ er in der bescheidenen Wohnung, in der er lebte. Hoch über den verwinkelten Gassen Venedig's lag sein Reich.  
Doch es war kein Zufall, weshalb er heute in seiner bürgerlichen Kleidung durch die Straßen spazierte, denn der Assassinenmentor sehnte sich lange nach einer Frau, die er vor längerer Zeit auf einem Maskenball kennengelernt hatte.
Es gab viel zu tun in Venedig und das schlechte Gewissen nagte an ihm, als die Wochen schneller verstrichen, als sie überhaupt durften. 19 Tage waren seit jenem Abend vergangen und er hatte diese Frau gehen lassen, ohne zu wissen, wo sie wohnte.
Erst der Zufall ließ es ihn wissen, als in der Rosa eine Kurtisane ihn um einen Gefallen tat. In diesem Augenblick sah er Serena und wollte seinen Augen nicht trauen, dass sie ein Mädchen dieses Hauses war. Noch bevor er zu ihr eilen und mit ihr sprechen konnte, zog sie einen fremden Mann zu sich ins Zimmer, um anschließend die Tür hinter sich zu schließen, die beide tagelang von einander trennte.

Doch heute war der Tag, an dem er sie aufsuchen wollte. Ob sie sich noch an ihn erinnerte? Diesen Gedanke schüttelte er schnell beiseite, während seine Füße ihn weitertrieben, vorbei an spielenden Kindern, Händlern, Wachen und Kurtisanen in kleinen Gruppen, die ihm lächelnd entgegensahen.
Normalerweise beachtete er diese Frauen auf der Straße. Doch heute war nur eine einzige interessant!

In der Rosa angekommen, erkundigte er sich nach der jungen Frau. Sie sei nicht da, so sagte man ihm. Doch man würde ihn zu ihrem Zimmer schicken, würde er so lange auf sie warten. Also willigte er ein, trat die glänzenden Holzstufen der Treppe hoch, öffnete die Tür und sah sich um. Dieser Geruch, der ihm nun in die Nase stieg, erinnerte ihn an den Abend, als er die Ehre hatte, mit ihr tanzen zu dürfen. Sie roch genauso wie die Blume, die er ihr in die Hand drückte und ihr dabei auf der Terrasse den Hof machte.

Das Zimmer war ordentlich, das Bett gemacht und das Fenster leicht geöffnet, durch welches warme Luft strömte. Rafael Santoro setzte sich aufs Bett und wartete ab.
Seine Hände spielten miteinander, denn nervös war er natürlich! Oft hatte er sich mit Frauen getroffen, doch war dies etwas anderes. Immerhin war Serena keine Frau für eine Nacht gewesen... keine Frau für eine Nacht, mit der er ein Bett mit ihr teilte jedenfalls. Doch eine Frau für eine Nacht, die sich in seinen Kopf, in seiner Erinnerung regelrecht eingenistet hatte.
Die Kette, die sein Vater ihm gab, hing um seinen Hals in der Luft, während er sich im Sitzen nach vorn gebäugt hatte. Auf ihr war das Zeichen der Assassinen zu sehen, welches mit latainischer Schrift umrandet war. Die Worte kannte Rafael ganz genau, denn waren es die, dass nichts wahr und alles erlaubt war. Ein Schmuckstück und ein Erbstück seit Generationen.

Plötzlich öffnete sich die Tür und er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als er aufsah. Dabei machte sein Herz einen kleinen Sprung, als wäre er ein schreckhafter Mann. Nicht mal eine Sekunde später war er vom Bett aufgestanden und blickte sie nur so an, während Schweigen im Raum lag. Erst dann verbäugte er sich vor ihr und sprach: "Signora Vasari? Darf ich Euch meine tiefste Freude ausdrücken, Euch wiederzusehen?"
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Serena Vasari
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BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   Do Mai 25, 2017 11:11 am

Mittwoch, 1. März 1480
Ein wunderschöner Morgen
Rafael Santoro & Serena Vasari

Ein Seufzen kam der jungen Kurtisane über die Lippen, als sie langsam den Gang entlang ging um zu ihrem Zimmer zu gelangen. Heute war ein wunderbarer Tag und sie hätte gern die Zeit gehabt um sich noch etwas draußen aufzuhalten. Allerdings brauchte sie das Einkommen, welches ihr ihre Arbeit brachte, denn entgegen aller Vorstellungen musste sie einiges in ihr Aussehen oder ihre Kleidung stecken um attraktiv und standesgemäß auf ihre Kunden zu wirken. Das alles war nicht billig – relativ teure Kleidung, Make-Up, das Zimmer regelmäßig sauber zu halten... Doch Serena kam über die Runden, ja sie hielt sogar einen recht angenehmen Standard.

Fast am Ende des Ganges, der durch die vielen offenen Fenster mit Sonnenlicht geflutet war, traf sie eines der Mädchen, welches sie vor einiger Zeit angeleitet hatte. Ezra saß in einer Nische auf einem der Fensterbretter und ihre Haltung verriet Serena, dass es ihr noch immer zu schaffen machte hier zu arbeiten. Mit einem sanften Lächeln trat sie auf die Jüngere zu und strich ihr vorsichtig über die Schulter. Das Mädchen sah auf und versuchte das Lächeln zu erwidern, was lediglich in einer jämmerlichen schiefen Geste endete. Serena störte das wenig, zu gut kannte sie die ersten Gefühle in der ersten Zeit, wenn man alles in Frage stellte und sich selbst irgendwie wie Dreck fühlte. Leicht drückte sie Ezras Schulter und nickte ihr zu. Worte waren hier überflüssig, denn teilweise waren Augen und Ohren in der Rosa überall und sie wollte vermeiden ihren Schützling in eine dumme Situation zu bringen. Eventuell würde sie später noch Zeit haben um sie ein wenig abzulenken, vielleicht mit einem Spaziergang an der frischen Luft. Fest nahm sich die Kurtisane vor, das nicht zu vergessen und nickte leicht in Ezras Richtung, ehe sie ihren Weg fortsetzte. Es stimmte sie ein wenig traurig, zu sehen wie es manchen Mädchen mit ihrer Arbeit ging. Sie ließen alles, was in den Zimmern passierte zu nahe an ihr Herz, manche verschenkten ihres sogleich mit – was alles in allem der größte Fehler war, den sie machen konnten. Eine Kurtisane zu sein bedeutete, dass man Liebe schenkte. Zumindest für einige Stunden, manchmal Tage. Danach war jeder Mann mit dem man das Bett geteilt hatte einfache Vergangenheit. Es gehörte dazu schöne Augen zu machen und gemacht zu bekommen, doch niemals nie durfte man das für bare Münze nehmen. Viele Männer, die sie aufgesucht hatten, waren verheiratet und hatten Familie. Es lief in ihrem Leben einfach zu gleich und zu monoton, sodass sie ein Abenteuer gesucht hatten, welches Serena – und jedes andere Mädchen in der Rosa – ihnen geboten hatte.

Kopfschüttelnd vertrieb sie nun diese trüben Gedanken, denn die Arbeit wartete und so wie sie die Situation einschätzte, konnte es durchaus auch sein, dass der nächste Kunde schon im Foyer auf sie wartete. Also würde sich Serena ein bisschen frisch machen, das Kleid wechseln und dann mit einer Maske, die Fröhlichkeit versprach, nach unten gehen und das tun weshalb sie hier war.
Mit einem Seufzen öffnete sie die dünne Holztür und trat in den kleinen, aber sehr ordentlich und schlicht gehaltenen Raum. Eine Art „Zuhause“ wenn man so wollte. Als sie jedoch den Blick hob weiteten sich ihre Augen und das Herz rutschte ihr in die nicht vorhandene Hose. Er saß dort auf ihrem Bett. Der Mann, dem ihre Gedanken die ganze Zeit über gegolten hatten und den sie partout nicht vergessen konnte. Derjenige, der ihr den Abend am Maskenball einer ihrer Freundinnen versüßt und ja gar gerettet hatte. Rafael, von dem sie dachte, dass er längst seinem eigenen Leben nachging und die Begegnung längst ad acta gelegt hatte.
Dieser Mann saß nun auf ihrem Bett und das Schweigen legte sich wie eine bleierne Decke über den Raum. Das Herz schlug ihr vor Freude und Aufregung bis zum Hals, was jedoch einen imaginären Herzinfarkt unmittelbar zur Folge hatte, als sich die Kurtisane erinnerte, wo er sich befand. Er wusste, dass sie eine Hure war und dennoch war er hier. Ob er sie verurteilte für das was sie war? Oder wollte er sie kaufen, weil sie doch etwas Eindruck geschunden hatte? So oder so, Nervosität breitete sich kribbelnd in ihrem Körper aus und sie schloss langsam die Tür hinter sich. Die Sekunde die sie dafür gebraucht hatte, reichte für ihn um aufzustehen und sich vor ihr zu verbeugen und mit seinen charmanten Worten auszudrücken, dass er sich freute sie wiederzusehen. Vollends verwirrt und durcheinander trat sie einen Schritt auf ihn zu und starrte ihn regelrecht an. Er sah noch immer gut aus, durchtrainiert und mit unverkennbaren Gesichtszügen – so wie sie ihn in Erinnerung hatte. Was sollte Serena nur sagen? Jegliche Worte und Phrasen, die sinnvoll hätten sein können, schienen wie weggewischt.

“Ihr habt mich nicht vergessen.“, stellte die junge Frau also als erste einmal fest und ein ehrliches kleines Lächeln schlich sich auf ihre roten Lippen.
“Und gefunden habt Ihr mich auch, wie ich sehe...“, fügte sie mit einer gehobenen Augenbraue hinzu und bemühte sich mit aller ihr zur Verfügung stehenden Gewalt sich zu beherrschen um nicht wie das verwirrte und überraschte Küken zu wirken, das sie aber tatsächlich war. Sie ging an ihm vorbei, legte das leichte Tuch ab, welches sie über den Schultern getragen hatte und hing es ordentlich gefaltet über einen Stuhl, welcher vor einem kleinen Schreibtisch stand. Nervös strich sie die nicht vorhandenen Falten ihres zartblauen Kleides glatt und warf einen kurzen Blick aus dem Fenster, welches noch immer leicht geöffnet war, ganz so wie als sie den Raum verlassen hatte.
“Was führt Euch hierher Rafael...“, fragte die junge Frau leise und drehte sich zu ihm um, den Kopf leicht schief gelegt und gespannt wie eine Feder auf seine Antwort.
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   Do Mai 25, 2017 8:25 pm

Mittwoch, 1. März 1480
Ein wunderschöner Morgen
Rafael Santoro & Serena Vasari

Seine Worte klangen wie die dümmsten Worte, die man überhaupt aussprechen konnte. Wie ein kleiner Junge, dachte er sich und blickte nur für eine Sekunde zu Boden. Rafael Santoro so anzutreffen war nicht alltäglich. Selbst auf dem Maskenball schien er sich erwachsener verhalten zu haben, als in diesem Moment. Doch zu seiner Beruhigung antwortete die junge Frau bald, was die Anspannung zwar etwas entweichen ließ, doch immer noch war er nervös.
Und diese Worte überraschten ihn auch nicht. Es war die Aufgabe eines Mannes, einer Frau nachzugehen, wenn er gefallen an ihr gefunden hatte. Sie hatte zwar kein Taschentuch fallen lassen, welches er ihr nach Hause bringen musste, doch hatten ihre Blicke gereicht, die Rafael vermittelten, dass diese Begegnung auf dem Ball nicht die letzte sein durfte.

Auf ihr Kommentar sah er sie immer noch so ernst an, doch ihr Lächeln ließ nun auch ihn etwas wärmer werden. Die Spannung zwischen beiden fiel nun wirklich, als sie abermals sprach und er nun ebenfalls lächeln musste, als er sagte: "Ihr gabt mir den Anschein, dass ich es sollte." Ja, wieder blitzte die Erinnerung auf, als sie sich bei der Verabschiedung, beim Gehen, nochmal zu ihm umgedreht hatte- genauso wie er dies tat.

Das sie eine Kurtisane war, hatten gemischte Gefühle in ihn geweckt, die er in dieser Form nicht kannte. In jungen Jahren hatte er sich schon einmal in eine Kurtisane verliebt, die jedoch 10 Jahre älter war als der damals 20 Jährige. Trotzdem waren diese Gefühle wieder da, zu wissen, dass sie Liebe verkaufte. Aber das machte sie lange nicht zu einem Unmensch, auch wenn die Mädchen dieses Hauses von der halben Bevölkerung Venedigs- meist Mütter- so bezeichnet wurden. Aber in Rafael's Augen waren diese Kurtisanen dennoch schöne Geschöpfe, trotz ihrer Berufung. Sie waren äußerst zuverlässig, wenn es darum ging, Informationen zu beschaffen. Dann musste aber auch das Geld stimmen!

Ihre Frage rief ihn zurück in das Hier und Jetzt. "Normalerweise geht ein Mann aus bestimmten Gründen in ein Haus wie dieses. Ich jedoch bin hier, weil mich die Erinnerung an den Maskenballs hier her trieb. Ich ging davon aus, diese Begegnung wäre einmalig und doch sagte man mir, dieses Zimmer gehöre Euch.", erklärte er. Wieso er nicht die ganze Wahrheit sagte, wusste er nicht. Er band nicht gern "Fremden" -noch dazu einer Dame- auf die Nase, dass er ein Assassine.. ein Auftragsmörder sei, weshalb er auch heute seine Montur zu Hause zurückließ.
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Serena Vasari
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BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   Do Mai 25, 2017 10:24 pm

Mittwoch, 1. März 1480
Ein wunderschöner Morgen
Rafael Santoro & Serena Vasari

Die Erinnerung an ihn blitzte in ihrem Kopf auf. Der schlichte aber durchaus elegante Anzug und die Maske, die seine markanten Gesichtszüge verdeckt hatte. Wie könnte sie diesen Abend vergessen? Natürlich hatte sie gehofft er würde sie suchen und auch finden, genau so wie es jetzt passiert war – und doch schlich sich die Unsicherheit in ihr Herz. Dass er hier war sprach dafür, dass es ihm erst einmal nicht genug ausmachte, welchem Beruf sie nachging, als dass es ihn davon abhalten würde sie sehen zu wollen.
Seine Worte bestärkten Serena in diesem Gedanken nur noch, denn sie hatte sich ganz bewusst nach ihm umgedreht, als sie den Ball verlassen hatte. Ein sanftes Lächeln schlich sich auf ihre Lippen und sie wandte sich ihm nun ganz zu. Mit einer Geste der linken Hand forderte sie Rafael auf sich zu setzen, wobei der die freie Wahl zwischen dem Bett und dem Stuhl hatte. Sie würde sich das passende Gegenstück aussuchen und sich ebenfalls setzen.
“Ihr habt Euch eine ganz schöne Mühe gemacht und risikoreich gespielt, denn nicht viele Männer würden etwas auf Blicke einer Frau geben. Aber es freut mich ungemein, dass Ihr es getan habt – und dass Ihr nun hier seid.“, antwortete sie ehrlich und strich sich eine gelockte Strähne ihres braunen Haares aus dem Gesicht hinter das Ohr.

Als er fortfuhr breitete sich eine Wärme in ihrem Inneren aus, die da so nicht sein hätte dürfen. Warum freute sie sich so darüber, dass es offensichtlich Interesse an ihr bekundete? Vielleicht weil sie überhaupt nichts über den Mann, der sich selbst damals als Rafael Santoro vorgestellt hatte, wusste. Er war eine magische Begegnung gewesen, der Retter eines unerträglich langweiligen und frustrierenden Abends und gleichzeitig auch ein Charmeur, der eben jenes Maß an richtigen Worten gefunden hatte, um Serena zu beeindrucken.
“Man hat es Euch gesagt... So so... Ihr scheint ein paar gute Freunde zu haben, die sich in meinem... Milieu auskennen, ist dem so?“, fragte sie vage und sah ihn unverhohlen neugierig an. “Versteht mich nicht falsch, Rafael, doch Ihr könnt sicherlich meine Neugierde ein wenig nachvollziehen, nicht wahr? Immerhin hatten wir noch keinerlei Gelegenheit uns weiter zu unterhalten., fügte sie mit einem fast schon frechen Unterton hinzu und neigte leicht den Kopf.

Serena spielte für ihr Leben gern und sie liebte es gerade im Augenblick sich ein wenig verspielt und dennoch ernstzunehmend zu geben. Sie wollte Rafael nichts vormachen, ihr Interesse an seiner Person und die Freude und Zuneigung darüber ihn zu sehen waren echt, doch gehörte es zu ihrem Charakter immer ein wenig hinter dem Berg zu halten um auf alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Wer wusste schon welche Absichten Santoro mitgebracht hatte? Worte sagten gar nichts aus, sie waren lediglich Werkzeuge in einem weit größeren, mächtigeren Spiel und Serena testete ihr Gegenüber ganz unverblümt darauf, ob er es spielen konnte.

“Möchtet Ihr etwas trinken?, bot sie ihm nun an und wartete nicht auf eine Antwort, ehe sie fortfuhr. “Damit ihr mir besser von Euch erzählen könnt – falls Euch der Sinn danach steht...?, beendete sie den Satz mit einer Frage, die allerdings so gestellt war, dass es sehr unhöflich wäre dies abzulehnen. Gespannt wartete die junge Frau auf Rafaels Antwort.
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   Do Mai 25, 2017 11:41 pm

Mittwoch, 1. März 1480
Ein wunderschöner Morgen
Rafael Santoro & Serena Vasari

Vielleicht war es das der Grund, weshalb Rafael hier war: Serena war eine starke Frau und einem Mann wie Rafael, der dazu noch ein Assassine war, liebte solche Wesen. Er war ihr regelrecht hinterher geeilt, wie man es nur aus Sagen kannte, in welchen ein junger Königssohn einer jungen, geheimnissvollen Frau nachjagte, um sie am Ende für sich zu gewinnen. Aber das hier war keine Sage und auch kein Märchen. Es war einfach nur eine Art Entzückung, die Serena in ihm wachgerufen hatte.
Auf ihr Kommentar gab er ein Gemisch aus Lachen und Grinsen von sich und nickte schnell, dennoch kurz, als er antwortete: "Und doch muss man manchmal Risiken eingehen."

Der Rosenduft, der im Zimmer gestanden hatte, als er dieses noch vor wenigen Minuten betreten hatte, wurde durch ihre Anwesend nur noch intensiver, als solle er dadurch eingelullt werden. Ob Serena mit den Karten einer Kurtisane spielte? Wollte sie ihn um den Finger wickeln und war es ihr egal, was vor einigen Wochen in dem Garten an jenem Abend geschah? Er musste sie kennenlernen, da hatte sie recht.
Abermals lag kurze Stille zwischen ihnen, als sie ihn fragte, ob er zufälligerweise jemanden kannte, der ihm vielleicht dies zugeflüsstert hatte, Serena hier zu finden. Doch der Knoten der Stille wurde gelöst.
"Ich war hier, um einer anderen Dame aus diesem Haus zu helfen. Sie wurde schwer beraubt und ich sollte mich um dieses Problem lösen. Tatsächlich konnte ich ihr Geld wiederfinden. Bevor ich dieser Bitte nachging, nun.. Da sah ich Euch." Karten auf den Tisch. Er erinnerte sich daran, dass eine Kurtisane gut informiert sein konnte. Ob Serena das war? Wie vor einigen Wochen war sie immer noch gebildet- nichts, was sie ihm womöglich hätte vorspielen können.
Ein einfacher Mann ging nicht einfach in ein Bordell, um den Frauen dort hinterher zuwischen. Ein Mann ging dort hin, um dafür zu sorgen, dass jemand anderes ihm hinterherwischte!
Seine Worte waren ehrlich und dennoch konnte er nicht beeinflussen, ob sie ihm glaube oder nicht.

Noch bevor er darauf eingehen konnte, ob er etwas trinken wollte, wurde ihm auch schon in ein Becher Wein eingeschenkt. Auf ihre Geste hin hatte er sich auf das Bett gesetzt, was ihn im Moment daran erinnerte, dass er sich wie in einer Falle fühlte. Er war nicht hier, um Spaß zu haben. Nur, um den Kontakt zu Serena Vasari aufzubauen. Trotzdem kannte er sie nicht und er musste davon ausgehen, dass der Wein ihn übermütig machen würde.

"Ich hoffe, Euch mangelt es hier nicht.", entgegnete er nun. Dieses Haus war dafür bekannt, dass es ordentliche Mädchen hatte. Doch nicht jeder Mann wusste das zu schätzen, der hier sein Geld zahlte. Schon oft hatte Rafael mitbekommen, wie die Mädchen manchmal misshandelt und verletzt wurden.
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Serena Vasari
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BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   Fr Mai 26, 2017 8:49 am

Mittwoch, 1. März 1480
Ein wunderschöner Morgen
Rafael Santoro & Serena Vasari

Serena hob eine Augenbraue und lachte leicht auf. “Ja, da habt Ihr wohl Recht, Risiken können etwas aufregendes, spannendes sein – aber sie können auch verführen und einen selbst leichtsinnig werden lassen. Ich glaube aber, dass Euch dies sehr bewusst ist, nicht wahr?“, stellte sie mit einem Lächeln fest und sah ihm herausfordernd in die Augen. Irgendetwas an seiner Art verriet ihr, dass Rafael Santoro kein einfacher Arbeiter war. Er schien viel zu klug und wendig zu sein, als dass er das Handwerk eines groben Schmiedes gelernt habe könnte. Allerdings schloss Serena auch den Beruf eines Gelehrten aus, denn dafür war seine Statur zu kräftig, zu trainiert und zu perfekt, als dass er den ganzen Tag in einem Zimmer verbrachte und Steuern für Bauern durchrechnete. Sie zerbrach sich den Kopf, doch in keines ihrer Weltbilder schien er so richtig hineinpassen zu wollen. Also blieb nur noch die Flucht nach vorn, kein Raten – nur Fragen und hoffentlich Antworten.

Sein nächster Satz ließ die junge Kurtisane dennoch wieder ins Grübeln verfallen. Ja, sie hatte davon gehört, dass Diebe im Bordell umherschlichen, doch den Verlust einer größeren Summe hatte bisher keines der Mädchen gemeldet. Das musste bedeuten, dass die Sache nicht ganz sauber war, denn jede hier hatte Abgaben zu machen an den Herrn der das Bordell leitete – so kam es sehr selten vor, dass jemand hier so viel Geld lagerte, dass es wert war gestohlen zu werden. Des Weiteren ließ die Tatsache, dass sich Rafael um Angelegenheiten solcher Art kümmerte, den Verdacht zu, dass er eine Art… „Problemlöser“ war. Viele Geschäftsleute beschäftigten ein oder zwei dieser Problemlöser, wenn Kunden nicht zahlen konnten oder wollten, sie gingen ihrer Arbeit dabei mit teils brachialer Gewalt nach und es verwunderte Serena ein wenig, denn Santoro sah in ihren Augen nicht aus wie ein grobschlächtiger Schläger, denn dann hätte er auch in das Bild eines Schmiedes gepasst. Vielleicht war er eine Art Dieb? Er hatte erwähnt, dass er das Geld der Betroffenen aufgespürt hatte, was schon darauf schließen ließ, dass er etwas im Köpfchen hatte, wovon Serena ja auch ausgegangen war, als sie ihn das erste Mal auf dem Maskenball getroffen hatte. Andernfalls wäre ihre erste Begegnung wohl definitiv anders ausgefallen. Aber ein Dieb musste klug, schnell und wenig sein – Dinge die ihr an Rafael aufgefallen waren. Es würde Sinn machen und doch verbot sie sich vorschnell zu urteilen. Es wäre unklug ihn in eine Schublade zu stecken, die am Ende gar nicht zu ihm passte und er würde sie womöglich mit etwas überraschen, auf das die junge Frau nicht gefasst war.

“Ich habe von Dieben gehört, die hier in der Gegend ihr Unwesen treiben. Fürchterlich. Sie scheinen alles zu stehlen was nicht niet- und nagelfest ist., antwortete sie kopfschüttelnd und nahm zwei Becher von einem Tablett auf dem Schreibtisch, ebenso die Karaffe Wein und goss ihnen beiden ein. Sie achtete darauf, dass Santoro jede ihrer Bewegungen sehen konnte, denn schon viel zu oft ging das Gerücht herum, leichte Frauen würden ihre Kunden gerne durch besondere „Zusatzstoffe“ in ihren Getränken leichter bezirzen als ihnen lieb war. Es war zur Gewohnheit geworden dem entgegen zu treten. “Es freut mich, dass Ihr ihr helfen konntet und ich wertschätze es sehr, dass Ihr Eure Zeit hier mit mir teilt, anstatt Euren Auftrag vollends zu erledigen.“, lächelte Serena sanft und sah ihm in die Augen. Sie nahm den Becher, trank einen tiefen Schluck und stellte ihn zurück auf den Schreibtisch.
Als er sich nach ihrem Wohlergehen in diesem Hause erkundigte, ließ sie den Blick schweifen und überlegte einen Moment, ehe sie Antwort gab.
“Es ist in Ordnung. Ich denke ich weiß, worauf Ihr hinaus wollt. Die letzten Jahre waren schlimmer, was die Gewalt gegenüber den Mädchen anging. Inzwischen ist es gut zu ertragen und eine Ohrfeige oder schlimmeres ist allenfalls ein Zwischenfall.
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   Fr Mai 26, 2017 7:14 pm

"Nun...", begann er und legte eine minimale Pause ein, denn wusste er nicht so recht, was er darauf entgegnen sollte. Sie prüfte ihn. Jawohl, und wie sie das tat. Sie war eine starke Person und wieder konnte er dies spüren. Wie eine Maus in einem Käfig.
"Eine Dame auf einem Ball sagte zu mir vor einigen Wochen, dass das Leben nicht nach Regeln spielt. Doch jeder ist seines Glückes Schmied. Und selbst dieses Risiko nahm ich in Kauf, ohne zu wissen, ob es mich verführe oder leichtsinnig macht. ", entgegnete er und straffte nun die Schultern. Ob sie es noch wusste? Dieses Gespräch hatte er sich ungewöhnlich gut eingeprägt, als hätte er Angst, dies wäre die einzige Erinnerung an Serena, die er haben durfte.
Doch nun stand sie vor ihm und er wäre ein Narr, an dieser Begegnung nicht festzuhalten. Er spürte, dass es das Schicksal gut mit ihm wollte.

Auf das Kommentar, dass zur Zeit vieles aus dem Haus entwendet wurde, nickte er, ohne von ihr wegzuschauen. Ihr Gesicht glich einem Bild, welches Engel gemalt zu haben schienen. Der Assassine konnte sich gut vorstellen, dass sie äußerst begehrt unter den Männern war. Damals war sie noch unvermählt. Doch wie stand es nun um sie? In drei Wochen war ihm sicherlich ein anderer Herr zuvorgekommen und Rosen regnen lassen, um dafür zu sorgen, dass der Duft, der von ihrem Charme ausging, nicht vom Wind davongejagt wurde.
Wie konnte soetwas wundervolles einsam sein?

[color=#009900"Nein, Signora. Ich gab einem Mädchen den Beutel, welches die Besitztümer zurückbrachte."[/color], entgegnete er immernoch freundlich und beobachtete anschließend ganz genau, während er saß, wie Serena den Wein in den Becher umfüllte, nahm ihn anschließend dankend an. "Dennoch gefällt mir es nicht. Soetwas sollte nicht unausgesprochen bleiben." Etwas angespannt sah er zu Boden, bei der Vorstellung, jemand tat einem Mädchen der Rosa weh. Natürlich geschah das oft genug. Besonders in den Bauernhäuser oder unter den Bediensteten einer Adelsfamilie. Doch Rafael verstand das nicht. Selbst bei soetwas schaltete sich seine Einstellung als Assassine ein.
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BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   Sa Mai 27, 2017 10:16 am

Ein breites Lächeln legte sich auf ihre Lippen, als er genau jenen Vergleich zog, den sie am Abend des Maskenballs verwendet hatte. Er erinnerte sich anscheinend noch sehr genau an das, was dort geschehen war und seltsamerweise freute sie das mehr, als sie zuerst gedacht hatte.
“Diese Dame scheint ein paar gute Ratschläge auf Lager zu haben, ich sollte mich bei Gelegenheit bei ihr bedanken.“, scherzte sie mit einem verschmitzten Grinsen und erhob sich in einer fließenden Bewegung. Zu lange war sie heute schon gesessen und es tat gut einmal ein paar Schritte zu gehen. Am Fenster angekommen, hatte sie Rafael den Rücken zwar zugewandt, doch verfolgte sie dabei kein Unbehagen, obwohl sie nicht sehen konnte was er tat. Eine Art Vertrauen hatte Serena in ihn, welches sie sich nicht erklären konnte.

Er erklärte, dass ein anderes Mädchen die gestohlenen Dinge zurückgebracht hatte und das beruhigte die junge Frau ungemein. Sie konnte sich vorstellen, wie es war auf heißen Kohlen zu sitzen und zu warten, dass jemand einem das wertvollste was man besaß zurückbrachte. Sie nahm sich vor, sich bei Gelegenheit einmal umzuhören, welches der Mädchen derart bestohlen worden war. Egal wie streng und ungerecht es manchmal im Bordell zuging, Serena hatte eine Stellung unter den Mädchen, die ihr Vertrauen entgegen brachte. Trotz ihres jungen Alters schien sie ein außergewöhnliches diplomatisches Geschick entwickelt zu haben und viele der anderen Kurtisanen kamen mit Problemen oder Tratsch zu ihr. Natürlich sah sie den wirtschaftlichen Vorteil in diesen Informationen, denn jeder Tratsch und Klatsch enthielt auch einen Funken Wahrheit – diesem musste man nur geschickt nachgehen und ihn wie einen Rohdiamanten vom Schmutz und Dreck befreien und natürlich dann jemanden finden, der bereit war für diese Informationen zu zahlen.

Serena spürte, dass er angespannt war, als er die Gewalt gegenüber den Mädchen in der Rosa ansprach. Er schien einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn zu haben – was ihn in den Augen Serenas nur noch attraktiver machte. Sie durfte nicht ehrlich ihm gegenüber sein, denn behauptet hatte sie zwar, dass die Gewalt nachgelassen hatte – jedoch war anderes der Fall. Immer öfter kamen Mädchen mit blauen Augen oder lila Flecken am Körper zu ihr um sich etwas Schminke zu leihen um die Verletzungen zu überdecken. Teils waren es einfach die perversen Fantasien einiger Adliger, die sie hier auslebten und die Grenzen nicht achteten und teils war es auch einfach Frust und Ärger, wenn Mädchen nicht so reagierten wie es gewünscht war. Manche Männer sahen die Frauen hier an, als wären sie Vieh – und genau so behandelten sie sie dann auch. Es war nicht gerecht, aber sie zahlten und viele junge Kurtisanen waren auf das Geld angewiesen, weshalb sie sich immer wieder darauf einließen. Es war ein Teufelskreis, gegen den der Herr der Rosa auch nicht wirklich etwas unternehmen wollte. Zwar hatten seine Frauen es hier ordentlich, doch gab es ein internes Rangsystem, welches Vorzüge und Nachteile bot. Wer mehr zahlte, wer hübscher war als andere, wer mit dem Herrn schlief und ihm seine geheimsten Wünsche am besten erfüllte... Der konnte ein gutes Leben in der Rosa führen. Alle anderen mussten die horrenden Abgaben zusammen kratzen und versuchen über die Runden zu kommen.

“Gerechtigkeit ist etwas, das sich nur Menschen mit Geld leisten können. Kaum jemand hier hat genug Geld oder den Rang um sich zu wehren. Mehr darf ich Euch auch nicht dazu sagen, ich würde Probleme bekommen – allein dass ich das schon zugebe ist eigentlich zuviel.“, flüsterte sie schon fast und schloss am Fenster stehen kurz die Augen und genoss kurz den herrlich warmen Frühlingswind.
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   Sa Mai 27, 2017 10:47 am

Rafael Santoro musste bei ihrer Bemerkung leise lachen und wischte sich kurz über das Gesicht. In letzter Zeit hatte er nur wenig geschlafen, denn "das Verbrechen schläft nie". Venedig war groß und man kam als Assassine viel herum, um den Missionen nachzugehen. Er hatte das Gefühl, dass er vor einigen Jahren noch fitter war. Es fühlte sich an, als ob er langsam zu den alten Hasen zählte, auch wenn dies reiner Blödsinn war. Vermutlich lag es doch nur an dem Schlafmangel.

Serena hatte sich inzwischen umgedreht, doch empfand Rafael dies nicht als unangenehm. Er beobachtete sie und trank einen Schluck des Rotweines mit der süßlichen Note. Trotz ihrer leisen Worte konnte er gut verstehen, was sie sagte. Erstmal herrschte Stille in dem Raum des Bordells und der Assassine hatte den Blick gesenkt. "Diese Männer werden soetwas nicht wieder tun. Sie werden Euch mit dem Respekt behandeln, der Euch zusteht. Sagt mir die Namen und ich verspreche, Euch wird niemand mehr wehtun. Auch nicht den anderen Mädchen."
Er klang sachlich und genauso angespannt, wie er dort saß.
Selbst, wenn Serena ihm nicht diese Namen nennen würde, würde er sie noch heute Abend herausgefunden haben. Der Beschützerinstinkt drang durch und er fühlte sich nun dafür verantwortlich. Denn jetzt wusste er davon und es ging den Assassinen nun etwas an.
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BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   Sa Mai 27, 2017 4:35 pm

Sie wirbelte herum und sah ihn voller Schmerz an. Er verstand es nicht – die Mentalität der Männer... der Reichen besonders war das Problem. Sie sahen die Mädchen hier an, als wären sie Ware und gekaufte Ware konnte man beschädigen, wegwerfen oder in diesem Falle eben auch töten. Es würde nichts bringen dieser Hand voll Männer das Leben zu nehmen, im schlimmsten Falle würde es die Situation der Kurtisanen nur noch verschlimmern. Doch wie machte sie das Rafael begreiflich ohne ausfallend zu werden? Immerhin konnte er schlecht etwas dafür, dass er nicht tief genug mit dem Metier vertraut war um zu wissen was er da gerade angeboten hatte.

Sie zog leicht die Augenbrauen zusammen und sah ihn noch immer mit dem Schmerz in den grünen Augen an. “Ihr versteht nicht, niemand, der nicht selbst in dieser Lage war würde verstehen, dass das absolut nicht möglich ist. Ihr würdet gejagt werden, gefangen und jämmerlich hingerichtet. Verzeiht mir mein Misstrauen, doch warum schert Ihr Euch überhaupt darum? Mord ist mit der Todesstrafe zu vergelten und Ihr setzt somit mit einem solchen Angebot bewusst Euer Leben aufs Spiel., brach es aus ihr heraus und einen Bruchteil einer Sekunde später sog sie scharf die Luft ein.
“Ihr seid Euch... sicher. Ihr vertraut in Eure Fähigkeiten wahrhaftig so sehr, dass ihr Euch blindlings auf ein derartiges Angebot einlasst – ohne auch nur weiter darüber nachzudenken. Das ist entweder äußerst großmütig oder aber verdammt größenwahnsinnig. Vielleicht auch beides., schloss Serena mit einem tiefen Atemzug und sah Santoro lange und eingehend an. Wer war er? Was wusste er? Was wollte er? Und warum zur Hölle widerstand sie dem Drang dem ermüdet aussehenden Mann so viele Fragen zu stellen und ihre Neugierde zu stillen?
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BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   Sa Mai 27, 2017 5:03 pm

Sofort blickte er auf, als die junge Frau sich auf diese Worte umdrehte. In ihren Augen konnte er herauslesen, dass sie sich womöglich dachte, was in ihn gefahren sei. Er blieb sitzen, beobachtete sie und sah ihr in die Augen dabei, während sie sprach. Dabei verzog sich sein Gesicht und als sie auch ihren letzten Satz beendet hatte, stand er auf, stellte den Becher mit dem Wein auf einem Tischchen ab und ging zum Fenster hinüber neben sie, doch schenkte dem, was draußen ablief, keinerlei Beachtung. Nun verschränkte er beide Arme vor der Brust und sah wieder zu der Kurtisane, der er zuletzt beim Tanz auf dem Maskenball so nah war, mit den Worten: "Gestattet. Euch verärgern wollte ich nicht.", erklärte er nun ernster, ohne von ihr wegzusehen. "Dies Missverständniss gebührt ganz allein mir. Töten werde ich niemand, doch zurechtweisen sollte ich diese Männer. "

Keinesfalls wollte er, dass sie soetwas wie ein Monster in ihm sah. Selbst als Assassine war er darauf ausgebildet, den Feind mit der Klinge zu stoppen, doch nun hatte er es geschafft, Serena's Misstrauen zu erwecken. Zum Teufel, dachte Rafael sich. Sie würde nicht verstehen, wenn er es ihr nicht sagte.
"Sagt Euch dieses Zeichen etwas?", fragte er und ließ dabei immer noch nicht von ihr ab, während er automatisch nach seiner Kette griff und ihr den Anhänger vorhielt. Nur so könnte sie verstehen, wieso er so sprach.
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BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   Sa Mai 27, 2017 9:51 pm

Ein Schauer lief ihr über den Rücken, als er sich neben sie ans Fenster stellte und ihr so nah war wie seit dem Ball nicht mehr. Sie konnte ihn riechen, seine Nähe gerade zu spüren und schloss so flatternd die Lider, während er sprach. Natürlich wollte er nicht töten, nur zurechtweisen, sie hatte zu schnell geschlossen, denn es war oftmals üblich, dass ein Zurechtweisen mit töten durchaus gleichzusetzen war. Sie nickte nur und öffnete den Mund um ihm zu sagen, dass es kein großes Problem war, Missverständnisse entstanden und dieses hatte Rafael ja gleich aus der Welt geschafft. Nichts, wofür er sich entschuldigen hätte müssen.

Seren spürte seinen Blick auf sich ruhen, senkte den ihren, als er fortfuhr und nach der Kette an seinem Hals griff. Sie war ihr bisher nicht aufgefallen, war das Symbol doch sehr schlicht gehalten und fügte sich reibungslos in seine Kleidung ein, doch sie erkannte, was es darstellen sollte. Die junge Frau kannte das Zeichen aus Erzählungen von Templern, die damit geprahlt hatten es ihren Feinden, den Assassinen, abgenommen zu haben, als sie sie auf grauenvollste Weisen verstümmelt und getötet hatten. Natürlich hatte sie schmeichelnd zugestimmt, welch Abschaum Auftragsmörder waren und hatte ihren Kunden genau das gesagt, was sie hören wollten, doch noch niemals war sie einem wahrhaftig dieser Organisation angehörigen begegnet. Dachte Serena jedenfalls. Ihr Blick glitt über seine einfache Alltagskleidung, sie schien normal zu sein, bot kaum Spielraum für versteckte Klingen oder andere Dinge. Sie müsste nun wohl erschrocken sein, entsetzt und schreiend aus dem Raum laufen, doch die Gefahr, die sie schon am Abend des Maskenballs an ihm gespürt hatte, schien sich tausendfach verstärkt zu haben und zog Serena nur noch mehr an.

Vorsichtig streckte sie die Finger aus, überbrückte den geringen Abstand zwischen den beiden und nahm den Anhänger sanft in die Hand, strich über das Material und legte den Kopf nachdenklich schief. “Nichts ist wahr und alles ist erlaubt.“, antwortete sie leise und zitierte damit einen Templer, mit dem sie das Bett geteilt hatte und der sich besonders mit seinen vermeintlichen Erfolgen geschmückt hatte.
“Ihr seid ein gefährlicher und gejagter Mann, Santoro. Dennoch schreckt mich die Gefahr nicht ab. Vielleicht bin ich dumm, doch vergessen habe ich Euch nicht können, Ihr geistert eine Weile schon in meinem Kopf herum. Ich weiß zu schätzen, dass Ihr mir dies anvertraut.“, hob sie nun schließlich den Kopf, lächelte leicht und strich ihm mit einer Hand zärtlich über die Wange.
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BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   Sa Mai 27, 2017 10:22 pm

"Grazie.", entgegnete Santoro auf ihr erstes Kommentar, bezüglich des Missverständnisses und lehnte sich anschließend am Rahmen des geöffneten Fensters an und lockerte anschließend wieder die Arme.
Im Moment ging dem Assassinen viel im Kopf umher. Natürlich wollte er diese Männer dafür bestrafen, was sie mit den Mädchen aus der Rosa taten. Und er würde sie auch finden. Rafael wollte nur dafür sorgen, dass am Schluss die Gerechtigkeit siegte. Und selbst hier nahm er sich diese Aufgabe, auch dafür zu sorgen. Ob Signora Vasari mit dem Orden, gar dem Templerorden zutun hatte? Oder waren es ihr vollkommen fremde Namen?
Noch hatte er nichts davon gesagt, jediglich nur das Zeichen seiner Bruderschaft preisgegeben. Immernoch hielt er es in der Hand, als Serena den Anhänger genauer inspizierte, um ihn zu berühren. Doch erstmals dachte Rafael nicht daran, seine herunterzunehmen. Für einen kurzen Moment genoss er die Berührung ihrer Finger, doch nahm anschließend entgültig die Hand hinunter. Zufrieden blickte er sie an, als sie das Credo des Ordens über die Lippen gleiten ließ.
"Ihr wisst also davon.", entgegnete er mit einem leichten, nur wenig sichtbaren Nicken. "Egal, was man Euch über die Assassinen gesagt hat: wir kämpfen darum, dass am Schluss die Freiheit siegt. Die Templer haben jedoch ein anderes Bild von Freiheit vor Augen." Die Stimme, die von ihm ausging, war ebenfalls ruhig. Nur so laut, dennoch entschlossen, dass nur Serena diese erkennen konnte. Die Berührung an seiner Wange mit dem leichten Bart ließ ihn ebenfalls lächeln.
Zuletzt hatte er dieses warme Gefühl in seinem Bauch, welches ihm so vertraut war und er als anziehend gegenüber Serena empfand. Man sprach oft davon, dass genau das eintreten konnte, sah man eine Person zum ersten Mal. Doch Rafael war es fremd.

Seine Hand legte sich auf Serena's, die noch immer an seiner Wange ruhte. Vorsichtig nahm er sie herunter und hielt sie dort fest. Ging noch näher auf sie zu und beugte sich sachte zu ihr herunter. Erstmals lag ein kleinerer Luftspalt zwischen den zwei Mündern, denn wollte er sich sicher sein, dass sie dies gestattete.
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BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   Sa Mai 27, 2017 11:20 pm

Es rieselte Serena warm den Rücken hinab, als er wie zufällig seine Finger ebenfalls an der Kette beließ und sie damit Gelegenheit bekam sanft auch seine Haut zu berühren. Sie lächelte in sich hinein und nickte leicht, als er feststellte, dass sie das Credo sehr wohl kannte. Den Kopf nach links geneigt antwortete sie leise: “Templer gehen hier öfters ein und aus und viele von ihnen scheinen sich mit allem was sie so zu wissen glauben nach ein paar Bechern Wein brüsten zu müssen. Es sind größtenteils grobe Dummköpfe.“
Die Erinnerung schnellte zurück an den Nachmittag, als sie Alessia besucht hatte. Dort war ebenfalls ein Templer anwesend gewesen, jedoch ein sehr vornehmer. Eilig wischte sie dies beiseite, als er weiter sprach und sagte, dass der Orden für Freiheit kämpfen würde. Ein sehr nobles Ziel in Serenas Augen, denn von der Kirche hielt sie schon lange nichts mehr. Einen Gott mochte es geben, doch sie dachte, dass er nicht alle seine Geschöpfe gleich wertschätzte – da konnte er ihr auch gestohlen bleiben.

Unter ihren Fingern spürte sie seinen leichten Bart, musterte mit den Augen jede Ebenheit seiner Haut und atmete tief ein. Woher kam dieser Schwarm Schmetterlinge nur, der in ihrem Bauch Samba tanzte? Es war gefährlich sich hierauf einzulassen und doch wollte sie es so gern. Wollte seine Berührung spüren und wollte, dass er sie ebenso wollte wie sie ihn. Als er ihr schließlich diesen Gefallen tat, hatte Serena beinahe das Gefühl sich kaum noch auf den Beinen halten zu können, so schwindelig war ihr vom Rauschen des Blutes in den Ohren. Ganz der Gentleman, wie sie ihn kennen gelernt hatte, zögerte Rafael kurz bevor sich ihre Lippen berührten. Er ließ ihr die Wahl, obwohl es eigentlich keine andere mögliche Reaktion mehr gab – von ihrer Seite aus zumindest. Ohne weitere Gedanken überwand sie den letzten Schritt und legte zärtlich ihre Lippen auf die seinen. Er schmeckte genau so, wie sie es sich vorgestellt hatte. Herb, typisch männlich und vor allem nach einem Hauch Wildheit. Sie verfiel ihm genau in diesem Augenblick und ihr Körper reagierte ganz von allein, schmiegte sich an ihn und ihre Finger kreuzten sich in seinem Nacken. Die Augen geschlossen genoss sie diesen Augenblick, in dem die Zeit still zu stehen schien, in vollen Zügen.
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BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   Sa Mai 27, 2017 11:40 pm

Abermals nickte Rafael bei dieser Bemerkung. Diesmal amüsant, denn bezeichnete sie die Templer als durchaus große Dummköpfe. "Für den falschen Weg haben sie sich entschieden. Das ist der einzige Grund.", erklärte er ihr und schloss dieses Thema erst einmal so ab.
Nicht einmal der Wein stieg ihm zu Kopf, von dem er eigentlich schon einen ordentlichen Schluck getrunken hatte. Trinkfest war er durchaus, doch wusste er genau, ab wann sein Körper auf Alkohol reagierte und wann nicht.

Ob die rote Flüssigkeit ihm dabei half, sich Serena so zu nähern, konnte er dennoch nicht sagen. Immerhin war er weder angeschwippst, noch betrunken. Nein, Rafael Santoro war in diesem Moment er selbst. Wusste, was er tat und wen er da vor sich stehen hatte.
Ihren Atem konnte er spühren, der gegen seine Lippen prallte. Warm war er und vorsichtig. Süßlich, wie der Duft einer Rose, der von ihr ausging.
Seine Augen waren bereits schon geschlossen, als er ihren Mund auf seinem spürte. Ihre kleinere Hand umgriff er jetzt fester, als ob es ihr das Gefühl geben sollte, dass sie ihr Glück in seine Hände legen konnte und umgriff den zarten Körper, als könne sie  zerbrechen.
Mit der anderen umgriff er ihre Taille und sie zog sich näher an ihn, um die Hände hinter seinem Nacken zu verschränken. Innerlich wusste er nicht, wie mit ihm geschah. Glück ummantelte ihn und konnte fühlen, wie dies Glück auch ihr galt. Eine ganze Weile hielt er sie so im Arm, bis er sich von ihr löste und die Stirn gegen ihre lehnte.

"Schon seit jenem Abend, an dem ich Euch kennen lernte, scheint es mir, als wäre ich seit jeher ein anderer Mensch.", murmelte er ernst, nahm die Hand von ihrer Taille, doch ließ mit der anderen ihre Hand nicht los.
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BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   Mo Mai 29, 2017 9:20 am

Es war als würde ihr schwindelig werden und sie zehntausend Fuß über dem Boden schweben, als Rafael den Kuss erwiderte und ihre Taille mit einer Hand sanft umgriff. Die andere hielt noch immer ihre Hand und sie konnte seine warme Haut spüren, die deutlich rauer war als die ihre, was ihr absolut nichts ausmachte. Viel zu schnell war der Moment vorüber und ihre Lippen lösten sich voneinander, doch blieb er bei ihr, selbst als der Kuss zu Ende war und lehnte seine Stirn vorsichtig gegen ihre. Ein sehnsüchtiges Seufzen kam Serena über die Lippen und sie schlug flatternd die Augen auf, sah direkt in seinen ernsten und eindringlichen Blick. Er sprach leise und überlegt, doch war es eine Art Kompliment das er aussprach, als er ihr sagte, dass er sich seit jenem Abend des Maskenballs wie ein anderer Mann fühlte.

“Ein anderer?“, murmelte sie noch immer benebelt, “Ich hoffe doch nicht zu sehr. Ich mag deine Art, alles was ich bisher von dir kennen lernen durfte gefällt mir.“, lächelte sie leicht und war ganz unverfänglich auf das Du gewechselt. Sie hatte diesen Mann geküsst und so wie es aussah war die junge Frau gerade dabei ihr Herz an eben diesen Assassinen zu verlieren, da blieb keine Zeit für Förmlichkeiten. Sie war sich bewusst, dass er ein gefährliches Leben führte und Serena glaubte in diesem Augenblick sich mit allem arrangieren zu können - komme was wolle.
Vorsichtig spielte sie mit seinen Fingern, hielt die seinen mit ihren verschlungen und hob den Kopf ein Stück weiter, um ihn wieder direkt anzusehen.
“Ich hoffe diese Begegnung bleibt nicht einmalig, Rafael. Ich habe mein Herz niemals in dieser Art verloren und es ist ein Risiko es jetzt zu tun. Doch du bist anders, in meinen Augen bist du dieses Risiko wert. Aber du sollst wissen, dass solltest du ein Spiel spielen, welches das auch immer sein mag, ich dafür Sorge tragen werde, dass du deines Lebens nicht froh wirst. Ich bin keine arme kleine Kurtisane, die auf den Prinzen hofft, der sie rettet und ich will auch nicht als solche gesehen werden.“, sprach sie bedächtig und ein Feuer trat ihr in die Augen, welches sie selten preisgab. Es war kein zerstörerisches Feuer, eher eines, das kämpfen konnte, dass nicht aufgeben würde und dass sich nicht löschen lassen konnte, bevor der Körper zu dem es gehörte nicht den letzten Atemzug getan hatte. Alles was sie mit ihren Worten sagen wollte war, dass wenn er sich für sie entschied, dann würde es mit all ihren Macken, Kanten und Ecken sein. Mit allem was ihr Leben beinhaltete und was es in Zukunft noch bringen würde. Im Gegenzug würde sie annehmen was er war, was er verkörperte und bereit sein trotz aller Widrigkeiten die ihnen das Gesetz vorschrieb die Sache mit ihnen beiden zu versuchen. Serena war klar, dass ihre Art der Beziehung noch zu frisch war, um sich auf irgendetwas festzulegen, sie wollte nur sicher gehen, dass er wusste worauf er sich einließ, sollte er es tun. Es würde nicht einfach werden und doch wünschte sie sich gerade nichts sehnlicher als ein ernstes Nicken und das Versprechen sie anzunehmen.
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BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   Mo Mai 29, 2017 11:42 am

Leise musste Santoro lachen, als sie ein Kommentar dazu gab. Doch dass diese Gefühle sie übermannten, spürte er nicht. Er selbst hatte schon lange keine Frau mehr an seiner Seite gehabt, die er mit Serena in solch Situation vergleichen konnte. Er war jetzt über Jahre hinweg alleine, hatte sich eben um seine Angelegenheiten als Assassine gekümmert, doch ob es Zeit oder Lust war, die ihm für eine Frau gefehlt hatte, konnte er nicht sagen. Auch störte ihn nicht, dass sie ebenfalls mit ihren Worten ihm näher kam.. Dass sie inzwischen das "Du" verwendete und er so nicht kannte. So sprach er nur mit Freunden, die er eine sehr lange Zeit kannte. Dennoch gefiel es dem braunhaarigen Mann.
"Sei unbesorgt.", murmelte er nur darauf und als er spürte, dass sie zu ihm hochsah, löste er seine Stirn von ihrer und erwiederte das Spielen mit den Fingern, die sanft miteinander eingehakt waren.

Amüsiert und stolz zugleich blickte er zu ihr hinab, während sie sprach, doch sein Blick wurde fragender, als sie ihren Satz beendet hatte. "Derartig habe ich dich nie gesehen. Du hast längst bewiesen, dass du eine starke Frau bist. Du wärst mir nie anders zurück in Erinnerung gekommen." Ihre Hand drückte er fester, doch natürlich nicht so, dass es zu schmerzen begann. Viel eher um seine Gefühle damit mehr auszudrücken. "Und diese Begegnung ist nicht die Letzte." Aus ihrer Stimme konnte er die Sorge heraushören. Mit ihr dieses Leben zu teilen, würde auch sie in Gefahr bringen. Doch solange kein Templer davon erfuhr, würde ihr auch nichts geschehen. Oft geschah es, dass ein Ordensbruder eine seine Geliebte oder Frau verlor, nur weil durch sie Druck ausgeübt wurden. Aber Santoro war sich sicher, dass sie sicher war. Er würde nicht zulassen, dass ihr irgendjemand weh tat.
Das fraglichste an dieser ganzen Situation war dennoch, ob er es einfach so wegstecken konnte, was sie war. Für keinen Mann war es leicht zu wissen, eine Dame in Gesellschaft anderer Herren aus der Hand zu geben. Irgendwie wurde ihm schlecht bei diesem Gedanke und genauso schwer sah er von ihr weg. Für diesen Moment merkte er nicht, wie deutlich Serena wahrscheinlich erkennen konnte, dass ihm viele Gedanken im Kopf herumschwirrten.
Natürlich hatte er kein Recht dazu. Dies hier mit der jungen Frau war gerade äußerst frisch und trotzdem war er sich sicher, dass er ihr nicht einfach den Rücken kehren durfte. Noch immer stand er so da, doch ging anschließend zu dem kleinen Tisch, um einen kräftigen Schluck des Weines zu trinken. "Wirst du hier bleiben?" Seine Stimme war so ernst, wie sein Gesichtsaudrück.

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Serena Vasari
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BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   Mo Mai 29, 2017 12:37 pm

Als sie ihren Vortrag beendete hatte, sah sie das amüsierte und auch irgendwie stolze Lächeln Rafaels. Zuerst fühlte sich die junge Frau nicht ernst genommen, doch seine Worte nahmen ihr die Sorge. Er schien sehr wohl zu verstehen was sie hatte sagen wollen und antwortete in einer Manier die es fertigbrachte sie zu beruhigen.
Ein wohliges Schauern rann ihr über den Rücken, als er das Spiel mit ihren ineinander verschränkten Fingern fortsetzte und ihr ein Gefühl von Sicherheit vermittelte. Dennoch war sein Blick fragend und einen kurzen Moment befürchtete Serena, dass sie sich unverständlich oder seltsam ausgedrückt hatte. “Ich dachte auch nicht, dass du mich so gesehen hättest, doch wollte ich nur sicher gehen, dass dem wirklich nicht so ist. Mein Leben und deines sind grundverschieden und es macht mir Angst neues Terrain zu betreten. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und ein neuer Abschnitt wie dieser wird mich aus all meinen Gewohnheiten reißen. Ich erwarte nichts perfektes, nichts magisches, nur Vertrauen. Das und Zeit…“, antwortete sie bedacht und sah ihn an, als er sich löste und zu ihrem kleinen Schreibtisch ging um einen tiefen Schluck Wein zu trinken.

Natürlich hatte sie die Sorge in seinem Blick gesehen. Eine Kurtisane pflegte eine Menge Beziehungen zu diversen Männern – doch an keinen würde sie ihr Herz verschenken. Das war auch eine der Regeln die sie den neuen Mädchen immer mitgab. Doch Santoro war niemand gewesen mit dem sie das Bett bereits geteilt hatte. Er war ein Licht in der Dunkelheit des Alltags und manchmal, so dachte sie, musste man eben alles was sicher und gewohnt war über Bord werfen und das Spiel des Lebens mitspielen.
Es gab genug Haken die ihr die Beziehung zu Rafael erschwerten. Zum Beispiel konnte Serena die grundlegenden Dinge wie kochen oder nähen - doch ein richtiges Handwerk hatte sie nie bis zur Perfektion erlernt, nun ja bis auf das der Hurerei. Wovon sollte sie leben, wenn sie dies ihm zuliebe aufgab? Denn natürlich war der jungen Frau klar, dass es Rafael stören würde, wenn sie sich weiterhin an andere Männer verkaufen würde. Sie hatte ein paar Rücklagen anlegen können, die sie durch ein oder zwei Monate hindurchbringen könnten. Es war dafür gedacht, falls sie einmal krank werden sollte und eine Weile nicht arbeiten konnte. Gebildet hatte sie diese Rücklagen durch den Verkauf und die Recherche von Informationen, an denen einige ihrer Kunden brennend interessiert waren. Schmerzlich wurde der Kurtisane auch bewusst, dass es durchaus sein konnte, dass sie sowohl auf Seiten der Assassinen als auch der Templer mitgeholfen haben könnte. Niemals hinterfragte sie, wofür die beschriebenen Blätter verwendet wurden, denn Diskretion war etwas, dass sie in diesem Bereich weit nach oben gebracht hatte.

Seine Worte rissen Serena aus ihren Gedanken. Er fragte mit einem Gesichtsausdruck der so ernst war, dass seine Züge fast schon versteinert aussahen, ob sie hierbleiben würde. Vorsichtig öffnete sie die Lippen und wählte ihre Worte sehr sorgfältig.
“Ich habe keine Wahl. Das Ziel deines Ordens ist nobel – die Freiheit. Doch ich bin nicht frei, wie viele andere auch, wie auch du, muss ich irgendwie über die Runden kommen und ich habe niemals ein anständiges Handwerk außer diesem…“, sie machte eine ausladende Geste mit der Hand, “… erlernt, auf das ich zurückgreifen könnte. Ich bin nicht adelig, meine Familie spricht kaum mit mir, beziehungsweise das was von meiner Familie übrig ist. Das hier ist kein Märchen, Rafael. Ich weiß, dass es nicht richtig ist mich zu verkaufen und zu erwarten, dass du bei mir bleibst, denn glaub mir, ich möchte nicht ewig in der Rosa bleiben, doch ich sehe keinen Ausweg., schloss sie schwermütig und sah ihn an. In ihrem Blick lag Schmerz, Bedauern und Traurigkeit. In den Augen der jungen Frau gab es keinen Ausweg, denn niemals würde es ihr gelingen an den Abgaben so viel Geld vorbei zu schmuggeln, dass sie sich ein eigenständiges Leben aufbauen könnte.
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BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   Mo Mai 29, 2017 2:51 pm

Rafael nahm nach dieser Erklärung von Serena eine ihrer Hände in seine, um diese zu küssen und blickte sie dabei an. "Du hast es auch verdient.", entgegnete er anschließend. Genau das sollte sie auch bekommen. Er wusste fast nichts über sie und dennoch fühlte er sich für sie verantwortlich. Manchmal gab es das, dass zwei Menschen sich so fühlten, als kannten sie sich untereinander Jahrelang und waren sich doch so fremd. Erst dann ging er zum Schreibtisch und trank einen großen Schluck.

Die Worte der Kurtisane waren mit Bedacht ausgewählt. Sie wollte ihn beruhigen, es ihm erklären. Er verstand natürlich, dass das hier ihr Leben war aber jetzt hatte sich das Blatt gewendet. Als wäre er die Jugend selbst, in der man sich blind in ein fremdes Leben stürzte, in der Hoffnung, es würde einem nur dadurch besser gehen.
"Würdest du gehen, würde es auch dir nicht an Freiheit mangeln.", sagte er und stellte den Becher ab, um anschließend wieder zu ihr zu blicken.
"Es gibt genügend Wege, Serena. Nur muss man den richtigen wählen." Er ging wieder zu ihr, doch lehnte sich abermals gegen den Rahmen des Fensters, um sie zu beobachten.
"Selbst eine Magd wird überall gebraucht." Sein Ton war wieder hart, dennoch nicht streng. Bei den Worten vorher, dass ihre Familie nicht gut zu sprechen war, hatte er den Kopf gesenkt. Ein Punkt mehr, den er von ihr wusste und dennoch war es kein guter. Rafael, der selbst in einer liebenden Familie aufwuchs, konnte sich gut vorstellen, wie es sein musste, nicht so viel Glück zu haben. Es tat ihm leid und selbst ihm schmerzte es, denn wollte er natürlich nicht, dass Serena irgendein Unglück ereilte. Das der Familie war deutlich eins.
"Dann verbringe wenigstens die Nächte nicht hier. Auch nicht deine freie Zeit." Sein Blick suchte wieder den der deutlich Jüngeren.
Selbst etwas fremdes war es nicht zu dieser Zeit, dass eine junge Frau und ein 10 jahre älterer Mann liiert waren. Grund dafür war, dass der Herr oftmals sein Leben festigen wollte, bevor er eine Frau an seiner Seite hatte. So ähnlich war es auch Rafael ergangen.
Das letzte Kommentar war mehr oder weniger eine Einladung, bei ihm zu bleiben. In dem Haus zu schlafen, wo auch er schlief und die freien Minuten auch mit ihm verbringen.
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BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   Mo Mai 29, 2017 3:49 pm

Fast hätte Serena verzweifelt aufgelacht, als sie bemerkte wie jung und ungestüm Rafael wirkte. Es kam ihr vor, als würde er verzweifelt nach einer Lösung suchen um sie diese Arbeit zu „erretten“. Dass es ihm nicht gefiel konnte sie ihm natürlich nicht verübeln. Wahrscheinlich ginge es ihr an seiner Stelle genauso. Dennoch – irgendwo war es auch Bequemlichkeit, sie hatte sich einen angenehmen Standard aufgebaut, hatte ein mehr oder minder zuverlässiges Einkommen, denn an Stammkunden mangelte es der hübschen Brünetten nicht. War sie bereit dies alles aufzugeben? Stück für Stück? Denn er verlangte ja nicht einmal, dass sie von heute auf morgen aufhörte hier zu arbeiten. Nur lud er sie indirekt dazu ein ihre freie Zeit und vor allem auch die Nächte bei ihm zu verbringen. Verlockend klang dieses Angebot durchaus, Serena hätte nichts lieber als Ja gesagt – noch in der Sekunde in der er es aussprach. Allerdings hatte sie noch niemals irgendwo mit jemandem zusammen gelebt. Die Zweifel nagten an ihr, denn was, wenn er gewisse Eigenschaften von ihr nicht leiden konnte? Was wenn sie sich falsch verhielt?

Es gab genügend Wege und es kam darauf an welchen man wählte. Da sprach er wahre Worte, doch so einfach wie er sie klingen ließ war es längst nicht. “Eine Magd wird vielleicht gebraucht, doch frage ich mir, wieso du es dir anmaßt zu wissen ob mich derlei Dinge überhaupt glücklich machen würden. Jeder weiß, dass an einfachen Höfen eine Magd allenfalls einen Hungerlohn verdient und sieh dich doch um – ich lebe nicht schlecht hier, trotz aller Widrigkeiten.“, antwortete sie nun mit zusammengezogenen Augenbrauen und einem Ton der seinem in Härte in nichts nachstand. Ihr Blick wurde wieder weicher, als sein Nachsatz schon fast einen bittenden Unterton enthielt.
“Ich weiß nicht ob es mir möglich ist die Nacht anderweitig zu verbringen, denn das ist dem Hausherrn meistens nicht genehm. Aber gerne werde ich es versuchen, denn denk nicht dein Angebot lockt mich nicht. Oh, ich würde nichts lieber tun als jede Facette deines Charakters kennen zu lernen, jede Ecke und jede Kante auszumachen und dich in allen Farben deiner selbst zu erleben.“, flüsterte sie nun schon fast und trat hinter ihn, eine Hand auf seine Schulter gelegt.
“Es ist seltsam, ich weiß, wir kennen uns kaum und doch möchte ich dich nicht gehen lassen – um es mit den Worten eines spöttischen Poeten auszudrücken, rettest du mich vor meinem eigenen Elend. So kommt es mir vor. Und ich lasse meinen Prinzen auf dem arroganten Gaul nicht einfach weiterziehen.“, lächelte sie schief und drückte seine Schulter leicht.
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Rafael Santoro
Mentor der Assassini
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Spieler : Nessie

Der Charakter
Alter: 34
Gesinnung: Assassine Assassine
Verwundbarkeit: schwer verletzen

BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   Mo Mai 29, 2017 7:32 pm

Es war nicht seine Angelegenheit. Er hatte sich nicht einzumischen. Nicht nur nach dem Kuss war es ihm wichtig gewesen, sondern auch vorher, wie es Serena ging und er war überzeugt, dass die Arbeit ihr nicht guttat.
Still blieb er, als sie ihm davon berichtete, dass es ihr als Magd nicht besser ginge. Stur wie ein kleiner Junge, ging es ihm im Kopf herum, doch schüttelte er diesen ab. Wenige Sekunden hatte er sie mit diesem festen Blick auch so angesehen und ihn dann abgewandt. Doch Serena blieb standhaft. Vertrat ihre Meinung und egal, wie es ihm im Moment ging: dafür bewunderte er sie. So sah das Feuer einer Italienerin aus und nicht anders.
Seine Müdigkeit schien erstmals in den Hintergrund gerückt zu sein, als er die Arme vor der Brust verschränkte und nichts sagte, bis sie endgültig fertig war mit ihrer Erklärung. Bei den Worten, sie wolle gern nachts bei ihm sein und ihn kennenlernten, zuckten seine Augen kurz in ihre Richtung, achtsam.
Als sie fertig war, sprach er: "Du hast recht.. Ich kann dir nicht helfen. Das kannst nur du alleine. Und ich werde dich nicht überreden, etwas zu tun, was du für falsch hälst. Dennoch ging ich damals aus, vor einer Frau zu stehen, die alles arbeiten könnte- nur das hier nicht." Dabei lockerte er seine Arme und breitete diese aus, um seinem Satz Nachdruck zu verleihen.
"Selbst eine Nacht voller Schlaf würde ich opfern, damit ich mit dir sprechen kann...dich kennenlernen kann. Bitte, geh heute Abend mit mir und ich bringe dich zurück und ich sorge dafür, dass man dich nicht vermisst."
Für ihn fühlte es sich so an, als wäre alle Zeit der Welt für ihn begrenzt. Nicht mal er selbst war oft zu Hause, um in seinem eigenen Bett zu schlafen. Jeder Tag war anders als der vorherige und ehe er sich versah, konnte er morgen schon nach Rom unterwegs sein, wo ein Auftrag auf ihn wartete. Verlange das Credo etwa, dass er selbst die Liebe für die Bruderschaft opferte? Darüber hatte er nie nachgedacht. In seiner Stimme, nachdem er diese Worte ausgesprochen hatte, lag immer noch die Härte, doch wurde sie mit Flehen gemischt und sein Blick war wieder etwas weicher geworden.
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Serena Vasari
Eine Frau tausender Gesichter
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Spieler : Franzi

Der Charakter
Alter: 22 Jahre
Gesinnung: Neutral Neutral
Verwundbarkeit: leicht verletzen

BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   Di Mai 30, 2017 8:58 am

Natürlich blieb er stur und natürlich hatte er seine eigene Meinung zu diesem Thema und genau deswegen gefiel Rafael ihr wahrscheinlich so sehr. Er war kein Mann der gewohnt war einfach zu bekommen was er wollte – aber einer der wusste was man dafür tun musste. Sie wägte ihre Worte erneut sorgfältig ab, denn die Härte in seinem Blick und das defensive verschränken der Arme vor der Brust war Serena natürlich nicht entgangen. Nichts ist wahr. Um es genau zu nehmen wissen weder du noch ich wirklich viel über den anderen. Du weißt nicht weshalb ich hier arbeite und wie es dazu kam, ebenso wenig weiß ich wieso du Menschen im Auftrag anderer die Kehle durchschneidest. Verstehst du was ich sagen will? Das alles hier ist kein Vorwurf, ich bitte dich nur darum für den Augenblick zu akzeptieren wie die Verhältnisse sind. Ich kann mein Leben nicht von heute auf morgen über den Haufen werfen.“
Einen tiefen Atemzug später senkte Serena den Blick und biss die Zähne aufeinander. “Glaub mir, zwischen können und müssen – da liegt ein himmelweiter Unterschied.“, spielte sie darauf an, dass ihr die Arbeit wahrlich keinen Spaß machte, doch nötig war um sich ein Leben zu finanzieren. Bisher hatte Serena auch keinen Grund gehabt es zu ändern, da sie allein gewesen war und es höchstens Alessia in ihrem Leben gab, ihre gute Freundin aus Florenz. Die Mädchen, die sie hier unterwies oder begleitete waren keine wirklichen Freundinnen. Es waren Zweckbekanntschaften und sie versuchte ihnen das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten in den ersten paar Monaten die sie in der Rosa verbrachten.

Er holte sie aus ihren Gedanken zurück, als er die Arme ausbreitete und sich in seinen harten Ton ein flehender Unterton mischte. Er bat sie mit zu kommen, diese Nacht mit ihm zu verbringen und ihm eine Chance zu geben sie kennen zu lernen. Nichts lieber würde sie ihm gewähren als das.
Sie trat einen Schritt auf ihn zu, strich ihm frech mit dem Zeigefinger über die Lippen als er fertig war mit seiner Bitte und das Feuer in ihr wich einer frechen jungen Zwanzigjährigen, die ihm keck in die Augen sah. “Ich gehe mit dir überall hin heute Nacht. Mein Terminplan ist nicht so voll, als das ich meinen Schönheitsschlaf unbedingt bräuchte.“ , lachte sie auf und sah ihn dann sanft an. Vorfreude breitete sich in ihr aus und wenn sie gekonnt hätte, dann würde sie die Sonne persönlich überreden bereits in den Schlaf zu verschwinden, damit der Tag sein Ende fand und die Nacht hereinbrach.
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Rafael Santoro
Mentor der Assassini
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Spieler : Nessie

Der Charakter
Alter: 34
Gesinnung: Assassine Assassine
Verwundbarkeit: schwer verletzen

BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   Di Mai 30, 2017 2:18 pm

Was hatte er sich nur dabei gedacht? Serena wies ihn zurecht und erst jetzt war ihm klar, dass er kein Recht dazu hatte, sie aus der Rosa zu holen. Natürlich spürte er, dass es hier nicht so gut ging, wie es eigentlich sollte und dennoch musste er sich aus dieser Angelegenheit heraushalten. Er wollte es akzeptieren, auch wenn er sich erstmal dagegen wehrte.
"Verzeih. Es war nicht meine Absicht, dich zu verärgern. Natürlich zählt nur allein dein Wille.", gab er nach und von der Sturheit war nicht mehr viel zu erkennen. Seinen Blick hatte er zu Boden gesenkt, als wäre dieser auf einmal interessanter als die junge Frau. Doch diese Härte kam zurück, als er sie bat, wenigstens diese Nacht ihn zu begleiten. Und in Serenas Augen konnte er durchaus gut erkennen, dass sie dies wollte. Anschließend beobachtete er, wie sie auf ihn zuging und ihre Hand herhob und er zugleich fühlte, wie ihr Finger über seine Lippen striff. Eine stille Bemerkung, dass er sich darüber nicht den Kopf zerbrechen,  dass er kein Wort mehr darüber verlieren sollte.

Und schließlich schaffte es die Brünette, ein Lächeln auf sein Gesicht zu zaubern. Ihre Antwort war die, die Rafael sich gewünscht hatte. Sie nahm sich die  Zeit für ihn, die er mit ihr verbringen sollte. Selbst er würde heute Nacht kein Auge zumachen, um alles über sie zu erfahren.
Irgendwie fühlte es sich alles an, als entsprang das alles aus einem Buch. Sie kannten sich nicht und dennoch verfielen sie sich auf eine unerklärliche Weise.
Eine Begegnung hatte beide dazu gebracht, sich wiederzusehen... Sich in Erinnerung zu verankern. Seine Hand suchte seine und hielt sie fest.
"Ich werde bei Sonnenuntergang draußen auf dich warten."
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Serena's Zimmer
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