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 Serena's Zimmer

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Alessia Rossi
Eines von Paolas Mädchen
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BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   6/6/2017, 10:44 pm

3. Mai 1480
Später Nachmittag
Serena Vasari und Alessia Rossi

Alessia war erschöpft und müde. Ihre Füße schmerzten und ihr Kopf wummerte. Eine nervenaufreibende Reise war es gewesen, von Florenz nach Venedig. Sie war so viel wie möglich mit der Kutsche gereist, gerade im Gebirge. Zusammen mit dem gekauften Mantel, Lebensmitteln und der Schifffahrt war das Geld des Templers nun komplett aufgebraucht. Aber das war in Ordnung, denn nun war sie endlich in Venedig.
Alessia war erleichtert, dass sie nun da war. Sie würde Filip wiedersehen und auch ihre liebe Serena. Außerdem war sie dem Templer entkommen und auch einer anderen Gefahr. Rafael Santoro, dieser schmeichelhafte Signore, der von Rizzi hatte wissen wollen, war festgenommen worden. Ohne Zweifel von Leuten wie ihrem letzten Freier und ohne Zweifel würden sie ihm Schmerzen zugefügt haben. Ob Santoro ihnen von Alessia erzählt hatte? Ob Shane jetzt wusste, warum sie ursprünglich bei ihm gewesen war? Ob er sein Tagebuch zurückhaben wollte und inzwischen tobte vor Wut? Alessia hatte Angst davor und sie wusste, dass Florenz in Zukunft zu vermeiden war. Kein gutes Pflaster.
Eine liebenswerte Kurtisane in einer Kutschersunterkunft hatte sogar gesagt, Santoro würde hingerichtet werden. Sie war angeblich aus einer Bar geflohen als er festgenommen wurde und "der Blick des Mannes, der ihn festgenommen hatte war tödlich." Die junge Frau hatte Alessia gesagt, sie würde der Hinrichtung beiwohnen, weil es dort so viele unbefriedigte Männer gab und sie hatte Alessia empfohlen es ebenso zu tun. Sie hatte Alessia auch verraten, dass sie den Namen wüsste, weil der Templer den Gefangengenommenen so angesprochen hatte und obwohl sich Alessia diesbezüglich nicht sicher war, so war sie doch überzeugt, dass der unterlegene Mann Rafael Santoro gewesen war. Er passte perfekt auf ihre Beschreibung und auch der Zeitpunkt der Festnahme schien plausibel. Armer Teufel.
Die junge Kurtisane blieb stehen als vor ihr das Freudenhaus von Venedig aufragte. Hier hatten Kurtisanen wie sie eine Chance. Gläubige Dirnen und auch... Serena. Mit einem zufriedenen Seufzer setzte Alessia die letzten Schritte, bevor sie nach ihrer Freundin fragte und zu ihr geführt wurde.
Vor Serenas Zimmertür atmete die junge Frau zwei, dreimal durch und klopfte dann. Sie klopfte entschlossen. Die Mädchen hatten ihr gesagt, ihre Freundin sei allein. "Anima?" Fragte sie vorsichtig. Ihr Herz schlug schneller. Alessia konnte gar nicht warten bis sie Serena erzählen konnte in was für einer delikaten Lage sie sich befand. Wie dankbar Alessia war, dass Serena ihr damals geholfen hatte, an Shane Hannigan ranzukommen und dass sie hier bleiben musste, weil ihr ehemaliger Auftraggeber festgenommen wurde. "Bella Anima mia~" summte sie dann und ein strahlen wanderte auf Alessias Gesicht. Sie war endlich in Venedig!

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BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   13/7/2017, 11:42 am

3. Mai 1480
Später Nachmittag
Alessia Rossi & Serena Vasari

Das Lied, welches Serena summend über die Lippen kam war eine wunderbare Melodie eines Orchesters, das ihr im Kopf verblieben war vom gestrigen Abend. Einer ihrer wohlhabenden Freier hatte sie zu einem Konzert ausgeführt und es war tatsächlich berauschend gewesen. Die junge Kurtisane liebte die Musik, den Tanz und auch den Wein, auch wenn sie auf die letzten beiden Dinge natürlich im Konzertsaal verzichten musste, so waren die schmeichelhaften Klänge der Streichinstrumente doch Entschädigung genug gewesen. Sie hatte den Abend genossen, doch ihre Gedanken waren immerzu zu Rafael Santoro gewandert. Was er wohl zur Zeit trieb? Sie hatte schon einige Zeit nichts mehr von ihm gehört, genau genommen nicht mehr, seitdem sie an jenem Morgen in seinem Bett erwacht war und sich schweren Herzens auf den Weg zur Arbeit gemacht hatte. Jedoch verspürte Serena kaum Unsicherheit oder Misstrauen ihm gegenüber. Der Assassine würde seine Gründe haben, die es ihm im Moment nicht möglich machten, sie zu besuchen.

Mit flinken Handgriffen sortierte die Kurtisane alle Gegenstände an ihre angestammten Plätze. Es sollte keine Unordnung herrschen, etwas, das Serena kaum ausstehen konnte. Kleider und Mäntel wurden in ihrem kleinen Schrank verstaut, Kosmetika und Spiegel ordentlich auf der Kommode angerichtet und letztendlich überzog sie das Bett noch mit frischer Wäsche. Kaum fertig damit, klopfte es entschlossen an der Tür. Männerbesuch? Sie erwartete niemanden mehr und umso verwunderter war sie, als sie eine bekannte, weibliche Stimme hörte. Natürlich erkannte Serena die liebliche Stimme Alessias, doch war es unmöglich, dass sie hier war. Alessia arbeitete in Florenz, dort, wo Serena ihr zuletzt mit zwei Kunden geholfen hatte und soweit sie wusste, hatte ihre Freundin nicht geplant den weiten Weg nach Venedig auf sich zu nehmen.
Eiligst schritt sie zur Tür, öffnete diese schwungvoll und brauchte nur den Bruchteil einer Sekunde um ihrer Freundin in die Arme zu fallen.

“Oh meine liebe Freundin!“, begrüßte sie Alessia freudig. “Du hattest deinen Besuch gar nicht erwähnt?! Nicht, dass ich mich nicht freue, denn es ist eine wunderbare Überraschung!“, lachte Serena auf und bat ihr Gegenüber mit einer Geste in ihr kleines aber inzwischen ordentlich aufgeräumtes Zimmerchen. “Willkommen in Venedig, meine Liebe. Setz dich ruhig, du bist sicherlich müde und erschöpft von der Reise, nicht wahr? Möchtest du etwas trinken?“, überschüttete die junge Kurtisane Alessia mit ihrer typischen gastfreundlichen und ein wenig an eine mütterlich erinnernde Art. Denn obwohl die Frau aus Florenz nur drei Jahre jünger war als sie selbst, so hatte Serena doch eine Art Beschützerinstinkt entwickelt, gleich dem einer großen Schwester. Neugierig wartete sie bis ihre Freundin Platz genommen hatte und goss ihr ungefragt einen Becher Wein ein, den sie vor ihr auf dem Tischchen abstellte.
“Nun spann mich bitte nicht auf die Folter, ich kenne dich doch Alessia, du brennst darauf mir zu erzählen warum es dich nach Venedig verschlagen hat, nicht wahr?“, forderte sie die Jüngere keck auf.
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Alessia Rossi
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BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   18/7/2017, 10:32 pm

Ein Klacken, ein Quietschen und warme Arme. Alessia lachte, als sie langsam verstand, dass sie soeben Teil einer ganz stürmischen Begrüßung geworden war. Sie taumelte einen Schritt zurück, schlang dann die Arme um Serenas Hüfte und ließ sie hochstreichen, bis zu ihren Schulterblättern. Sie sog ihren vertrauten Duft ein und strahlte, als sie bemerkte, dass sie jetzt nicht für lange Zeiten auf ihre Beste Freundin verzichten müsste- sie würde jeden Tag in ein und derselben Stadt sein.
Alessia löste sich und erfreute sich daran, dass die ihr geltende Begrüßung nichts Falsches, nichts Gespieltes an sich hatte. Hier war sie echt willkommen, hier war sie groß, hier konnte sie es mit dem komischen Mann mit schwarzem Haar und spitzen Gesicht aufnehmen, hier war sie bereit für Rizzi, die Templer und die Assassinen. Hier konnte sie auch Shane entgegentreten um ihm sein Tagebuch persönlich wiederzugeben. Alessia gluckste vergnügt, als sie Serenas Worte hörte, biss sich verschmitzt auf die Unterlippe und nickte. Nein, sie hatte nichts erzählt. "Es war spontan. Ich musste einfach aus Florenz heraus!" Sie zuckte die Schultern und tänzelte in das Zimmer ihrer liebsten Freundin, ließ das Bündel mit ihren Habseligkeiten fallen.
Es war so aufgeräumt hier, fast unmöglich fand Alessia das. Wie konnte jemand das nur schaffen, ein ganzes Zimmer, dazu noch ein Arbeitszimmer! Sie schritt ein wenig umher, sah sich die ordentlichen Sachen an und wandte sich dann um, erstrahlte erneut als sie Serena erblickte und sie sie willkommen hieß. "Mille grazie!" Sie ließ ihren Mantel auf die Armbeugen hinabrutschen und setzte sich dann, widerstand dem Zwang, sich richtig hinfallen zu lassen- Alles war so fein, sie scheute sich davor, sich in diesem hübschen Raum zu hastig oder zu zerstörerisch zu bewegen. Noch dazu lag jedes Fünkchen ihrer Aufmerksamkeit auf Serena, die sie herzlichst umgarnte und langsam sicherstellte, dass die junge Kurtisane aus Florenz nie wieder gehen wollte.
"Si! Ein Wasser, ist das in Ordnung?" Alessia legte die Hände im Schoß zusammen und reckte sich, um ihre Freundin aus glänzenden Augen anzusehen. "Die Reise war schrecklich, aber das Ziel war es wert!"
Sie bekam sogar Wein. Wieder biss sich Alessia auf die Lippe und es bildeten sich Lachfalten auf ihrem Gesicht. Solche Gönner traf man wahrlich nicht oft- aber immerhin war das hier Serena, von der etwas anderes zu erwarten war falsch. "Grazie!" Sofort trank die durstige Alessia einen großen Schluck, leckte sich dann über die Lippen. "Natürlich!" Wie sie sie kannte, das war doch atemberaubend. "Setz dich, ich will mir zu vielem deine Meinung anhören!" Sie trank noch einen Schluck und hielt den Becher dann im Schoß, eine Hand an seinem Boden, eine um seinen Rand geschlungen. "Ich werde dir jetzt etwas von Templern und Assassinen erzählen, dass ganz streng geheim ist!" Aufregung ließ ihren Körper beben, eh sie es bemerkte und sich aufrichtete um langsam durchzuatmen und ganz von vorne zu beginnen.
"Es begann damit, dass mir einer der Assassinen mit dem Namen Santoro einen Auftrag gab." Sie schluckte die Aufregung hinab, als sie bemerkte, dass bald schon Shane ins Spiel kam. "Er wollte Informationen über einen gewissen Templer, der aber noch nie in der Rosa Colta war! Gibt es denn sowas?" Sie lachte und lehnte sich zurück, legte ein Bein auf das andere und legte nun beide Hände um den Becher Wein. "Rizzi. Ein hohes Tier! Also habe ich mich nach dem umgehört. Auch bei dem Mann, mit dem du mich allein ließt- danke noch einmal dafür: Er hat nicht viel diesbezüglich gesagt, aber wir hatten ein Gespräch und ich habe sein Tagebuch. Er ist toll! Das Tagebuch enthielt Informationen über Rizzi, da bin ich mir sicher, aber es ist englisch- Er ist Engländer." Alessia verhaspelte sich dast. "Also der Signore in der Rosa, Rizzi ist Italiener." hörte man ja schon am Namen. "Aber da war noch ein Templer, auch aus Italien, und der konnte mir auch nichts sagen. Rizzi ist ein echtes Rätsel..." Sie presste die Lippen zusammen und plötzlich dimmte das Licht in ihren Augen ein. "Santoro wurde gefangengenommen. Ich weiß nicht, wie Rizzi wissen sollte, wo er war, aber er wusste es und jetzt wird er den Assassinen umbringen." Alessia sah Serena unsicher an. Für sie kam erst jetzt der beängstigende Teil. "Weil ich Angst habe, dass er meinen Namen sagte, bin ich aus Florenz geflohen." Mit einem seufzen erschlaffte ihre angespannte Gestalt und sie gab sich nach der Aufregung nun komplett der Heimeligkeit des Raums hin. "Das, und weil ich einem perversen Templer ausgenockt habe." Sie sah auf, lächelte Serena zufrieden an und nahm einen großen Schluck von ihrem Weinbecher.

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BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   19/7/2017, 6:24 am

Ihr Lachen klang so wunderbar ehrlich, es vertrieb direkt Serenas Sorgen und Ängste des Tages. Sie spürte, dass ihre Freundin vor Neuigkeiten nur so sprudelte und beobachtete, wie sie leichtfüßig das Zimmerchen betrat und sich umsah. Derweil schloss die junge Kurtisane die Türe und bemerkte, wie verhalten Alessia für einen Moment war.
“Fühle dich wie Zuhause, meine Liebe.“, forderte sie die andere völlig ohne jeglichen Hintergedanken auf. “Du warst schon immer ein Wirbelwind, aber spontan Florenz zu verlassen und diese Reise auf sich zu nehmen ist sogar für dich wirklich etwas Neues!“, lachte sie auf und setzte sich zu Alessia, die Hände im Schoß gefaltet und sah sie aufmerksam an. Sie hob die Hand und lächelte sanft, bevor die andere zu sprechen begann.
“Ich habe auch Neuigkeiten für dich, die dich verblüffen werden. Ich bin mir sicher, du wirst überrascht sein.“, schob sie verschwörerisch dazwischen und ihre Gedanken sprangen einen Moment lang zu Rafael und ihre gemeinsamen Treffen. Zwar war es richtig, dass er sich bisher nicht mehr gemeldet hatte, doch die letzte Nacht, die sie miteinander verbracht hatten, ließ Serena nicht daran zweifeln, dass er es noch tun würde.

Als Alessia dann fortfuhr, hob die Ältere gespannt eine Augenbraue und ließ sie reden. Etwas von Templern und Assassinen? Streng geheim? Sofort schnellten ihre Erinnerungen an ihr letztes Treffen in Florenz zurück. Der geheimnisvolle, reiche Fremde im Bordell, mit dem Alessia auf das Zimmer gegangen war? Sie bemerkte wie aufgeregt ihre Freundin war und ließ sie weiter erzählen.
Dies wurde aber gleich schon hart auf die Probe gestellt, als sie Santoros Namen erwähnte. Serena fiel wie aus allen Wolken, ihre Augen wurden groß und ein riesiges Fragezeichen stand ihr buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Fahrig strich sie sich eine Strähne des langen braunen Haares aus der Stirn und hörte weiterhin zu. Alessia kannte Rafael? Wo gab es denn solche Zufälle?
Sie erzählte von einem Auftrag, bei dem er sie bat Informationen zu sammeln und sich nach einem hochrangigen Templer umzuhören. Gefährlich, aber wahrscheinlich äußerst lukrativ für ihre Freundin. Dann kam sie auf den Fremden in der Rosa zu sprechen, ein Engländer, wie sie nun verriet – und die Tatsache, dass sie sein Tagebuch hatte, welches er ihr bestimmt nicht freiwillig gegeben hatte.
Die junge Frau atmete tief durch und rieb sich die Nasenwurzel. Langsam konnte sie sich zusammen reimen weshalb die Jüngere nach Venedig gekommen war, deshalb auch der etwas größere Beutel mit ihren Habseligkeiten. Es hörte sich so an, als wäre das ganze ein riesiger Schlamassel und Alessia mittendrin.

Die nächsten Worte waren allerdings wie ein Schlag ins Gesicht für Serena. Rafael war in Gefangenschaft des Templers, nach dem sich Alessia umgehört hatte. Er sollte getötet werden. Ein Zittern überkam die Hände der Kurtisane und sie wandte den Blick von ihrer Freundin ab, ihre Gedanken sprangen wild hin und her zwischen verzweifeltem weinen, dem Gefühl etwas tun zu müssen und dem Bedürfnis zu hören, dass das alles nur ein Traum war. Ein schrecklicher Albtraum.
Ihre Freundin schloss mit den Worten, dass sie aus Florenz geflohen war, weil sie Angst hatte, dass Santoro sie verriet. Das, und weil sie einen Templer ausgeschaltet hatte.

Einen tiefen, zittrigen Atemzug später, lächelte Serena furchtbar schief und sprach mit leiser Stimme. “Ich glaube nicht, dass er dich verraten wird. Aber ich verstehe deine Bedenken und du kannst natürlich so lange hier bleiben wie du möchtest. Danke... für deine Ehrlichkeit. Du scheinst ganz schön in dieser Sache mit drin zu stecken und ich weiß noch nicht genau ob ich jetzt verzweifelt lachen oder wie ein Schlosshund heulen soll.“, seufzte sie und fuhr sich mit der Hand über das Gesicht.
“Weißt du... Ich kenne Rafael Santoro ebenfalls. Er war auf dem Maskenball einer Freundin, die mich dorthin eingeladen hatte. Wir hatten uns sehr nett unterhalten und ich fand, dass er ein sehr reizender und zuvorkommender Mann war. Er fand mich hier in der Rosa und wir sprachen noch mehr. Du weißt wie solche Gespräche enden, nicht wahr? Ich war in seiner Wohnung und wir teilten das Bett. Er versprach sich zu melden, doch das tat er bisher nicht – und nun weiß ich auch wieso. Weil er getötet werden soll. Ich glaube ich mag diesen Assassinen wirklich sehr und ich verstehe, dass es immer passieren kann, dass sie gejagt oder getötet werden. Aber warum er? Warum schon jetzt...?“, schloss sie erstickt und bemühte sich mit aller Macht die Fassung zu bewahren und nicht in Tränen auszubrechen.
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BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   19/7/2017, 3:23 pm

Zu Hause, das klang doch nach einem ganz fantastischen Angebot. Alessia nahm sich vor, das zu tun und sobald sie ihr erstes aufregendes Gespräch hinter sich hatten würde sie sich um ein Zimmer in der Rosa Della Virtù bemühen, damit sie fürs erste hierbleiben konnte. Hier, bei ihrer lieben Serena.
Sie lachte also mit ihr, strahlte sie freudig an. Das Adrenalin der Ankunft jagte noch durch ihren Körper und nahm ihr jegliche Kraft für eine gute Antwort. Serena wusste schon, dass ihre Worte genau ins Schwarze getroffen hatten.
"Neuigkeiten!" Neuigkeiten, die sie verblüffen würden, wie aufregend war das denn? "Ich möchte dich nur in alles einweihen und dann höre ich sie mir gerne an." Der Glanz in ihren Augen ließ nicht nach.
Erst als Serena zuhörte und bei der Erzählung des Assassinen reagierte dimmte sich das etwas, Alessia zuckte unmittelbar als wäre es gar nicht gut, dass ihre Freundin solche Reaktionen an den Tag legte. Kannte sie Santoro? War sie unglücklich, dass er Alessia getroffen hatte? War sie vielleicht auch eingeweiht? Sie betrachtete sie aus so großen, fragenden Augen, dass Alessia kaum aushalten konnte, nicht auf der Stelle abzubrechen und nachzufragen. Ja, Serena wirkte ganz und gar nicht erfreut von der Geschichte und als Alessia mehr von Santoro erzählte und wie es ihm weiterging wurde ihre Reaktion so verschreckt und so bedauerlich, dass Alessia sich sofort wieder in Habachtstellung brachte. "Anima?" ihre Stimme war vorsichtig als habe sie Angst, Serena mit zu lauten Geräuschen zu verschrecken. "Dio, Anima!" sofort stand sie auf, trat näher und ging vor ihrer Freundin auf die Knie, fasste ihre Hände. Sie zitterte ganz schrecklich- Was war nur los hier?!
Alessia richtete sich auf, stützte sich auf die Knie und fuhr mit einer Hand ganz vorsichtig eine Strähne zurück hinter Serenas Ohr, die schon vorher rebellisch geworden war. Als die junge Kurtisane ihre Hand dann wieder senkte strich sie dabei über Serenas Wange und sie ließ die Augen ihrer besten Freundin nicht aus dem Blick. Als sie dann erzählte brach in Alessia irgendetwas. Vielleicht war es das Herz, vielleicht das Gefühl, hier zuhause zu sein. Vielleicht war es das Mitgefühl für die Templer. Sie biss die Zähne zusammen und man sah unter der feinen Haut der Wange wie ihre Kiefer begannen zu mahlen. "Aber..." versuchte sie zu widersprechen, fand aber nicht, was sie hätte sagen sollen. "Das ist doch nicht möglich!" Ihr Mund wurde ganz trocken. Die wortgewandte Alessia war sprachlos geworden. Weil sie Serena das aber nicht zeigen wollte richtete sie sich wieder auf, rückte mit den Knien bis zu dem Untersatz, auf dem Serena saß und schlang die Arme um sie. Es war wichtig, dass ihre beste Freundin wusste, dass sie nicht allein war. Aber was war dann wichtig? Wenn Schritt eins Zusammenhalt war, was war dann Schritt zwei? Was sollten sie denn gegen eine geplante Exekution machen?! Sie würden nichts ausrichten können und das wussten sie beide, aber es ging hier doch um Serenas Liebhaber! Um jemanden, mit dem Serena nicht nur das Bett, sondern inzwischen vermutlich auch das Herz teilte. Wie würde Alessia wohl reagieren, hätte man Hannigan in Gefangenschaft, würde ihn hinrichten? Oh, wenn er mit Rafaels Festnahme in Zusammenhang stand, dann würde er sich aber gewaltig etwas anhören müssen! Er würde nicht nur das Tagebuch um die Ohren bekommen, nicht nur Worte, Alessia war sich sicher, dass sie alles um sie herum instrumentalisieren würde, um dem englischen Templer einzubläuen, dass man mit den Männern ihrer besten Freundin nicht spielte! Und ihnen erst recht nicht den Kopf abschlug oder sie am Galgen baumeln ließ.
"Nein, Anima." Alessia bemerkte, dass sie viel zu lang wütend geschwiegen hatte und dass es Zeit für liebevollen Mut war. "So weit lassen wir es nicht kommen! Wir retten ihn, irgendwie! Ich werde meinen Schwestern schreiben, und sie werden mir sagen wann und wo es geschieht. Ich.. ich kenne Templer und Assassinen und vielleicht kann man uns behilflich sein, wenn... wenn..." Sie sah kurz verzweifelt aus, blieb aber stark, um Serenas Willen. "Mein Freund Filip! Er weiß, wer sonst noch bei dem Treffen war. Er wird wissen, wer uns helfen kann! Sicher sind Santoros Meuchelmörder-Freunde schon alle in Bereitschaft!" Wieder strich sie Serena über die Wange. Oh nein, das würde gar nicht gut enden, wenn sie versuchen würde, ihr ihren Schwarm vorzustellen. Am besten ließ sie das ganz sein. Mit einem innerlichen seufzen bemerkte Alessia, dass nicht die Zeit sein würde, nach Shane zu schauen. Aber es ging hier um Serena und ihr Herz, also würde Alessia sich gedulden können.

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BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   22/7/2017, 12:10 pm

Es tat so wunderbar gut, ihre Freundin bei sich zu haben, während ihre Gedanken und Gefühle ein unkontrollierbarer zerstörerischer Wirbelsturm wurden. Alessias Berührungen beruhigten Serena ein wenig, doch die Sorge um Rafael ließ sie weiterhin zittern. Angst schoss durch ihre Venen wie Gift und es zog ihr das Herz zusammen.
“Es ist möglich.“, antwortete die junge Frau erstickt und sah Alessia direkt an. “Was du erzählt hast ist stimmig, Rafael wirkte bei unseren Treffen immer mal wieder sehr angespannt und ich wusste, dass er irgendwas vor hatte. Doch natürlich war ich nicht in der Position zu fragen was es denn wäre. Jetzt ist er ein Gefangener und soll sterben...“, brachte sie noch hervor, bevor die Arme ihrer Freundin, welche sie so tröstend um sie schlang, jegliche Worte erstickten, worüber Serena ganz froh war. Nun begannen auch die Tränen zu fließen und es war ihr nicht einmal peinlich. Immerhin war es ihre beste Freundin vor der sie wie ein Schlosshund einem Assassinen hinterher heulte, der zum Tode verurteilt war.

Sie gestattete sich diese fünf Minuten voller Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, voller Hass auf die Ungerechtigkeit des Lebens, ehe Alessia einschritt und ihr Mut zusprach. Sie sprach davon, dass sie ihn retten würden, davon, dass sie erfahren könnten wo und wann es geschehen würde und dass es Menschen gab, andere Assassinen, die ihn retten würden. Darauf wollte sich Serena kaum verlassen, immerhin kannte sie niemanden von dem sie sicher wusste, dass er ebenfalls dazu gehörte. Es gab immer mal wieder Gerüchte und Getuschel, doch sicher wusste meistens niemand vom einfachen Volk wer nun ein Meuchelmörder war und wer nicht.
“Wir sind nur zwei Kurtisanen und wir können nicht kämpfen, vergiss das nicht. Aber du hast recht, ich werde hier nicht tatenlos herum sitzen und andere Männer vögeln, während er womöglich gefoltert und getötet wird.“, hob Serena den Kopf und eine Kälte legte sich über ihren Körper, die ihr selbst Angst machte. Eine Mischung aus Entschlossenheit und Willensstärke, die sie so schon sehr lange nicht mehr gespürt hatte. Es war gut, dass ihre Freundin ihr beistand und Ideen hatte, woher sie die Informationen bekommen könnten, die sie bräuchten.
“Wenn du Verbindungen zu Templern hast, wäre ich dir sehr dankbar, wenn wir herausfinden könnten wo sie ihn hingebracht haben und vor allem wann er getötet werden soll. Leider kann ich kaum mit nützlichen Informationen dienen, ich weiß lediglich wo Rafaels Wohnung ist, aber nicht wer hier in Venedig noch zu den Assassinen zählt. Dabei wäre es sehr wichtig zu wissen wem wir uns „anschließen“ können, denn ich habe nicht vor in meinen eigenen Tod zu marschieren mit dem Plan im Alleingang einen Assassinen aus der Hand von Templern zu befreien. Verstehst du was ich meine?“, sah Serena Alessia abwartend an. Sie bemerkte nicht, dass ihre Freundin in Gedanken kurz woanders gewesen war, vielleicht wollte sie es auch nicht bemerken, denn all ihre Kapazitäten galten nun Rafael, dem Mann, der ihr das Gefühl gegeben hatte eine Frau zu sein, die es wert war geliebt zu werden – und nicht nur eine Hure die man für Geld ins Bett lockte, benutzte und danach wie Abfall wegwarf.
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BeitragThema: Re: Serena's Zimmer   24/7/2017, 4:14 pm

Serena stimmte ihr zu und das fand Alessia schonmal sehr gut. Das bedeutete, sie könnten gleich zu den Fakten kommen, denn alles, was sie soweit wussten war korrekt und die beiden auf einem Level. Perfekt.
Auch, dass sie redete war ein positives Zeichen. Dann bekam sie immerhin Luft- und dass das zweifellos ein Schritt in die richtige Richtung war, war nicht zu bestreiten.
Alessia entschied, dass mit einer Umarmung zu belohnen, die Serena wieder jegliche Luft genommen hätte, hätte Alessia sich nicht wenig später gelockert und dann ganz vorsichtig gelöst. Sie sprach dann mit Serena, ihr fest in die Augen sehend und tatsächlich schaffte sie es selbst, Mut zu schöpfen. Als sie ihre Worte hörte wollte sie erst einschreiten, hörte dann aber weiter und brachte es zu einem zufriedenen Grinsen. "Das ist es, Anima!" Ein verschmitztes Schmunzeln schlich sich auf ihr Gesicht. "Ich kann kämpfen und ich werde jeden Mann vögeln, den es erfordert, deinen Raffaello... Rafael zurückzuholen." Während sie das sprach hatte sie sich tief in die Korsage gefasst und ganz vorsichtig etwas herausgezogen. Den Dolch, den sie dem reichen Templer in Florenz abgenommen hatte. Das war kein einfacher Dolch- Den musste man sich mit Geld kaufen, das Alessia nicht hatte oder erben von einer Familie, aus der Alessia nicht stammte. Auf der Reise hatte sie sich nie gewagt, ihn anzusehen, jetzt aber traute sie sich. Er war schwer und lag gut in der Hand, hatte ein Tatzenkreuz eingekerbt wo der Daumen liegen musste. Andere hätten gesagt, es sei ein Meisterwerk der Schmiedekunst gewesen, aber für Alessia zählte nur, dass sie damit Serena helfen wollte.
Ob sie es nun schaffen würde zuzustechen blieb eine präsente Frage. Alessia konnte jemanden mit einem Tagebuch bewusstlosschlagen, aber mit einer Klinge erdolchen? Sie biss sich auf die Lippe und entschied, das nicht zu überdenken, sah auf zu ihrer Freundin. Sie schien entschlossener und ihr Körper bebte nicht mehr, liebevoll begann Alessia, ihr entgegenzulächeln. Ein kurzes Nicken folgte auf Serenas Nachfrage. "Si. Das habe ich auch nicht. Wir werden ihn finden und wir werden uns Hilfe beschaffen." Alessia sprang auf die Beine und strich sich den Rock glatt. "Lass mich nur nach jemandem suchen, der uns helfen kann. Das können wir beide machen." ganz vorsichtig schob sie den Dolch dann auf die Tischplatte, ohne ihn oder das Holz zu beschädigen. Er war derzeit ihr wertvollstes Gut. Bis auf... Naja, Serena hatte sie ja auch noch. Zufrieden sah sie sich zu ihr um und schmunzelte. Sie würden ihren Amore schon wiederfinden.

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