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 Der Junge und der Fuchs

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BeitragThema: Der Junge und der Fuchs   26/5/2017, 4:43 am

Sonntag, 2. April, 1480
Gegen 19.45 Uhr

Der Abend brach ein. Der Sonnenuntergang ließ die ganze Stadt in Gold tauchen. Das aber traurigste daran? Es war kein Gold. Zumindest nicht alles. Die Stadt versank nicht in Schlaf, nein bei weitem nicht. Die Lichter der Tavernen und die Musiker ließen die Nächte immer wieder wie ein Abenteuer erscheinen. Etwas war immer anders. Ob es nun eine Rauferei, Überfälle oder einfache Verfolgungsjagden waren, diese Stadt war aufregend in der Nacht. Auch am Abend.

Eine vermummte Gestalt in schwarz, hockte am Rande eines Daches. Der Blick fiel auf einen kleinen Platz, der nicht mit einem Marktplatz verglichen werden konnte. Dort hielten sich meist eher Gaukler, Pärchen und Betrunkene auf. Keine aufregende Beute und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch keine große Ausbeute, doch immerhin waren diese Leute einfache Opfer. Wenig Risiko, auch wenn es langweilig für die Gestalt war. Gerade ein Plan ausgeheckt und aufgestanden, wurde plötzlich losgebrüllt von unten. Zwei Wachen sahen hinauf und brüllten die Gestalt an: "Hey du! Auf den Dächern haben Kinder nichts zu suchen!", die Gestalt war wirklich nicht groß und konnte schnell mit einem Kind verwechselt werden. Wäre da nur nicht diese klare Geste: Zeige- und kleiner Finger gen Himmel gestreckt, der Daumen liegt auf angewinkeltem Mittel- und Ringfinger. Die ausgestreckten Finger symbolisieren die Hörner eines kastrierten Bullen, eine Geste die nichts gutes bezeichnet. Damit zeigt die Gestalt den Wachen, das deren Frauen sie betrügen und höchstwahrscheinlich meinte der Vermummte sich damit. Und .. ja. Als er mit dem Daumen auf sich deutete, war es klar ausgedrückt. Die Wachen waren nun in Rage und die Gestalt vollkommen zufrieden mit der Reaktion. Er war zwar auf dem Dach, doch los sprinten war doch eine bessere Idee als zu warten bis einer dieser Männer  eine Möglichkeit nach oben fand. Die Hetzjagd dauerte knapp eine Stunde und bestand hauptsächlich darin die Wachen nur noch wütender zu machen.

Auf einem kleinen Platz, umgeben von Tavernen, Gerüchen von Essen und Musik. Viele schienen betrunken zu sein und sich über ihr Leben zu freuen. Eine kleine Menschenmenge versammelte sich um einen Mann mit einem amüsanten Auftreten. Begeistert darüber, was er tat, gaben die Zuschauer immer wieder ein staunendes Raunen von sich. Perfekt für die Gestalt, denn sie mischte sich unter die Leute. Die Wachen liefen umher und hatten ein wachsames Auge über den Platz. Die Gestalt, mit schlankem Körperbau und weniger eindrucksvollen Körpergröße, beobachtete den Gaukler mit den bernsteinfarbenden Augen. Sie blitzten im Licht der Tavernen auf. Solange die Wachen anwesend waren, konnte sie es nicht riskieren, ihre Finger lang zu machen. Ärgerlich.
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BeitragThema: Re: Der Junge und der Fuchs   27/5/2017, 11:14 am

Ein neuer Abend brach heran. Die Leute würden sich bald zurückziehen, denn war es nicht gern von den Wachen gesehen, würde man hier noch durch die Straßen herumspatzieren. Doch noch war der Tag nicht vorbei und Cosmo Spavento versuchte, die letzten Flori aus den Taschen der Zuschauer zu locken, welche diese sich für die täglichen Geschäfte mit aus dem Haus genommen hatten.
Sein Affe saß mit einer kleinen, roten Weste auf der Schulter des Jungen, dessen Haare in dem Abendlicht noch roter schienen, als sie eigentlich waren.

Auch Cosmo trug die gleiche rote Weste, was den Zuschauern gefiel. So eine Art Partnerlook kam immer gut an und an einem kleinen Affen sah dies auch noch süß aus. Und so lockte er die Zuschauer an, die nun ein Raunen und Klatschen von sich gaben, während Cosmo den Trick eines Schwertschluckers nachmachte. Jahrelanges Training hatte er für diesen Trick gebraucht. Die Leute, besonders Frauen und Kinder, hielten sich die Hand vor den Mund mit aufgerissenen Augen, während sie ihn dabei beobachteten. Als er das stumpfe Schwert eingeführt hatte, breitete er mit erhobenen Kopf gen Himmel gerichtet, die Arme, um abermals Applaus zu ernten. Sein Affe zirpte vergnügt und sprang auf seiner Schulter auf und ab, bis Cosmo das Schwert wieder herauszog und sich anschließend verbeugte. In dem Momemnt bemerkte er auch die Wachen, die sich das Publikum genauer ansahen. Diese Männer hatten ihm schon oft Ärger gemacht. Einige Male musste er in einer Zelle über mehrere Stunden verharren aus dem Grund, dass die Tricks, die er zeigte, manchmal zu Gefährlich seien, um sie aufzuführen. Er konnte von Glück sprechen, dass er noch nicht als Hexer in deren Augen galt. Aber Gaukler waren gern gesehen und auch Adelige hatten den jungen Cosimo oft zu sich bestellt, um die Gäste auf einer Veranstaltung zu unterhalten- oder auch nur aus privaten Gründen.

Die schwarzgekleidete Person, die sich ebenfalls unter das Volk gemischt hatte, fiel Cosimo nicht auf.
Doch langsam neigte sich seine Vorstellung auch dem Ende zu.
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BeitragThema: Re: Der Junge und der Fuchs   17/6/2017, 10:46 pm

Der kleine Affe, der höchstwahrscheinlich die meiste Aufmerksamkeit erntete, sprang fröhlich auf und ab. Dabei blieb er nicht still und die jungen Frauen und Kinder freuten sich. Sie dachten alle daran wie süß das Tier sei und wie süßer es doch war das er die gleiche rote Weste wie der junge Mann trug. Volpe hingegen sah nur eines: Potenzial. Oder Geld. Wie man es eben nennen wollte. Die Wachen kamen näher und begutachteten das Volk. Um nicht weiter aufzufallen, klatschte sie mit. Mit ihrer Größe, viel sie kaum auf. Als die Wachen kurz verzaubert von der Darbietung des Mannes waren, schienen sie sich wieder auf ihre Arbeit zu konzentrieren. Das angaffen von halbnackten Frauen und das belästigen von Alten. Patroullieren, nannten sie es auch.

Wie konnte man verlangen das sich dieser kleine Schatten zurückhielt? Es war nun mal Bestimmung, die Menschen um ihr Hab und Gut zu erleichtern um ihnen ihr Leben zu 'erleichtern'. Ohne Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und die Zivilisten nicht zu belästigen, wurde etwas abgegriffen. Es viel kaum auf. Der Affe war kurz zu einem kleinen Mädchen gelaufen, das schüchtern ihm eine Münze hinhielt. Nach diesem Augenblick, schrie es aus der hintersten Reihe des Publikums: "Dieb! Ein verdammter Dieb!". Aus reiner Erfahrung, blieb der schwarze Fuchs ruhig und drehte sich nur unauffällig um. Ein stämmiger großer Mann, der wohl mehr Muskeln als Verstand besaß, starrte mit rotem Kopf zum Akrobaten. "Dein Mistvieh hat mich bestohlen!", er schnaubte wütend und drängte die Menschen zur Seite, einschließlich Volpe Nera. "Arschziege! Denkste du kannst das bei mir abziehen?! Ich kenne euren dreckigen Tricks!", er brüllte und hatte scheinbar viel Kraft in den Spitznamen gesteckt. Knurrend und schnaubend ging er auf den Akrobaten zu. Die Wachen die weiter ihres Weges gegangen waren, hörten das Gebrüll scheinbar nicht. Das nach Volpes Meinung, unmöglich war. Das Schauspiel das sich nun anbot und den Abend zu versüßen schien, durfte sich die schwarz gekleidete Person nicht entgehen lassen. Die Show war damit wohl gelaufen, denn die meisten wollten nun auch nicht mehr Zahlen. Nein, sie schauten selbst nach ob ihnen etwas fehlte. Und manche bemerkten den Verlust ebenfalls und funkelten nun den jungen Mann mit den feurigen leuchtenden Haaren an.
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