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 Der Weg der Assassinen

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AutorNachricht
Maurice Calenberg
Meisterassassine
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Alter : 18
Spieler : Lucifer

Der Charakter
Alter: 32
Besonderheiten: Dunklerer Teint, hörbarer deutscher Akzent, ägyptisch scheinende Kleidung (etwas abgetragen), sichtbares ägyptisches Assassinensymbol am rechten Armschutz
Gesinnung: Assassine Assassine

BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   8/11/2017, 6:06 pm

Maurice zielte erstarrt auf den Templer. Der Templer meinte, dass er eher sterben würde, als dass er gefangen genommen würde. Das konnte er haben. Nun stellte sich Emily zwischen Maurice und den Templer. Sie stellte sich einem Meister entgegen. Wie konnte sie nur einen Templer beschützen. Das würde Maurice ihr sicher nicht so schnell, wenn überhaupt vergessen. Sie war es, die den Templer fesseln lassen sollte und Maurice griff nur ein, weil sie es nicht auf die Reihe bekam. Es war eine Unverschämtheit und Maurice würde sie seine Abneigung ab sofort sicher spüren lassen. "Geht aus dem Weg. Ihr verteidigt einen Templer und stellt euch einem Assassinenmeister entgegen. Ich werde es euch auch nicht vergessen, dass ihr einen Templer verteidigt. Ich stellte die beiden vor die Wahl. Entweder sie halten sich an ihr Wort oder mein Pfeil wird es beenden." Maurice zielte nun etwas über Emily und ließ etwas Spannung von der Sehne.
Wo der Pfeil Shane nun treffen würde, konnte Maurice nicht genau sagen, doch das er treffen würde, war sicher. Nun erklang Rafaels Stimme, welche von der Seite ertönte. Er konnte sich kaum auf den Beinen halten und erinnerte Maurice an sein Wort welches er gab. Er brach es nicht. Er würde lediglich die Vereinbarung durchziehen die sie getroffen haben. Entweder der Templer wird gefesselt oder stirbt. Das war die Vereinbarung und Maurice sagte Rafael ja, das wenn Gefahr besteht er ihn töten wird. "Signore, ich sagte euch, dass ich ihn töten werde, wenn Gefahr besteht und gerade haben sie sogar noch davon gesprochen morgen zu verschwinden. Der Murtaziq gab uns sein Wort, dass der Templer gefesselt werden würde, da wir ihn ansonsten töten würden." Maurice blickte kalt zu Rafael, ließ die anderen jedoch nicht aus den Augen. Seine Stimme und Blick ließen nun sehen und hören, dass er nun nur noch als Assassine funktionierte und seine persönlichen Gefühle zurückgeschraubt hatte. Er war nun nur noch auf eiskalte Präzision aus und darauf, das Kredo mit allen Mitteln durchzusetzen. Maurice war bewusst, dass die Drohung des Mentors keine leere war, doch hielt Maurice den Mentor mittlerweile für schwach und zu gnädig, als dass er in der Lage wäre, hier die richtige Entscheidung zu treffen. Würde Maurice den Bogen runter nehmen, hätte der Templer gewonnen, das konnte Maurice nicht zulassen.
"Wie ich gerade sagen wollte. Ich werde meine Waffe nicht runter nehmen und ich breche auch nicht mein Wort. Es sei den, ich habe mich nicht klar und deutlich ausgedrückt." er blickte kurz nur kalt und ausdruckslos zu Rafael. "Ägypten ist weit entfernt, und doch sind meine Ideale und die der Assassinen immer bei mir und ich werde mich nicht von diesen abwenden. Nicht für euch oder sonst jemanden. Ihr zwangt mich bereits einmal gegen meine Ideale zu verstoßen. Doch das werde ich kein zweites Mal!" antwortete Maurice gut überlegt und blickte wieder zu Emily. Maurice würde um keinen Preis von seiner Forderung ablassen. Er hatte einfach genug und wenn er dafür gehen musste. In Deutschland war er auch willkommen.
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Francis Bell
Söldner für alle Fälle
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   8/11/2017, 10:23 pm

Francis' Herz rutschte nach unten als Maurice den Bogen spannte und auf Shane zielte. Wie musste sich Shane nur fühlen? Überall wurde er bedroht und Francis gab sich die Schuld daran. Er malte sich aus wie Shane ihn spätestens morgen im nächsten Dorf fortjagte. Das Herz rutschte bei diesem Gedanken noch ein Stück tiefer. Dabei hatte Shane eben noch gesagt, Francis würde ihn begleiten. Doch die Angst war da.
Er löste seine Hand von der Shanes und beugte sich vor während Emily mit Maurice diskutierte. Er fasste nach dem Strick am Boden und sah dann Shane an. "Bis sie eingeschlafen sind.", flüsterte er Shane zu. Sein Blick war fragend und gequält. Aber Francis konnte auch nicht zulassen, dass der Frau etwas geschah oder Maurice den Pfeil abschiessen konnte und Shane damit traf. Ein einziger kleiner Strick entschied über Unversehrtheit oder Unglück. "Please.", flüstert auf englisch. "Lass dir die Hände fesseln. Dann hört das endlich auf und sie lassen uns in Ruhe. Es... es widerstrebt mir sehr aber... ich kann dich nicht länger diesem Mann ausgesetzt sehen, Shane... bitte.", flehte er nun. Seine Bitte galt mehr dafür, dass Shane Verständnis aufbringen sollte. Francis wusste sich nicht anders zu helfen. Die Situation war angespannt und keiner der Anwesenden wusste, welcher Schritt der richtige war.
"Ich fessle ihn...", sagte er schliesslich in die Richtung der Assassinen ohne Shanes Antwort abzuwarten. Er wusste, dass es Shane nicht gefiel. Aber Francis und ihm blieb keine andere Wahl. Sie konnten diskutieren und damit riskieren, dass der Pfeil geschossen und Shane verletzt wurde. Oder das man ihn erneut niederschlug. Oder auch, dass man Francis verletzte wobei sich die Aufmerksamkeit besonders auf Shane gerichtet hatte. "Ich fessle ihn! Und ihr könnt aufhören zu drohen oder euch einzubilden, Engländer wären schneller als Italiener. Das schaffen wir vielleicht einmal in einem Kutschenrennen, das schwarze Pferd gegen den Silberpfeil. Aber hier und heute sind wir es mit Sicherheit nicht.", meinte er. Es würde eines Tages wahr werden. Nur würden die Engländer die Silberpfeile sein und der schwarze Hengst den Italienern gehören. Sein Blick ging zurück zu Shane und er hob den Strick an. Shane musste doch verstehen, dass das die einzige Möglichkeit war. Francis konnte Maurice nicht angreifen ohne das Risiko seines Todes einzugehen. Francis musterte Shane eine Weile und senkte dann den Blick auf seine Hände. Er hasste sich dafür. Und vielleicht konnte Shane erkennen, wie sehr er mit sich rang und wie schwer es ihm fiel diesen Schritt zu gehen.
Der Ägypter würde auf die Fesseln beharren und keiner konnte etwas dagegen ausrichten. Keiner ausser Francis, der Shane fesselte. Wie demütigend es dann für den Assassinenmeister sein müsste, wenn sein Wunsch erfüllt wurde und jeder seine Engstirnigkeit die mit einem kleinen Jungen, der Kuchen wollte, vergleichen würde? Francis würde dafür sorgen, dass Shane seine Würde und Ehre behielt.
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Ezio Auditore
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   8/11/2017, 10:49 pm

Ezio war froh, dass Rafael wenigstens für ein paar Stunden schlaf gefunden hatte. Er sah noch immer müde aus, doch das würde wohl nicht so schnell gehen. „Sí, ich bringe Euch sofort welches.“ Der junge Mann erhob sich wieder und sah sich nach Lederbeutel um. Er fand ihn in der Nähe von Emily und Maurice. Nur halb bekam er mit, was die beiden besprachen. Doch er nahm sich nur das Wasser und brachte es Rafael. Ezio nickte langsam. Solange sie noch hier waren, konnten die Beiden immer noch zurück kommen. Sie kannten den Ort des Lagers. „Ihr habt recht. Der Weg zurück ist uns verwehrt. Sie werden überall nach uns suchen. Aber ich hoffe sie suchen stetig in ihren eigenen Reihen. Ezio wollte die beiden Assassinen nicht aufgeben, aber die Zweifel wurden stetig größer. Kurz fuhr er sich über die Stirn. „Wie schafft ihr das?“, fragte er dann den Mentor. „Assassinen in einen Kampf zu schicken, mit den Wissen dass sie scheitern könnten.“ Kurz fuhr sich Ezio in den Nacken und dann ließ er sie wieder sinken. 
Eine plötzlich lauter werdende Stimme lenkte seinen Blick ab. Emily war zu den beiden Engländer gegangen. Sie stand vor seinem Sichtfeld, so konnte er nicht wirklich viel erkennen. Doch er sah Maurice, der plötzlich den Bogen spannte. Ezio sah kurz etwas unsicher zu Rafael und dann wieder zu den Vieren. Emily hatte sich umgedreht und stand nun mitten in Maurice Schußfeld. Der junge Assassine spannte sich augenblicklich an. Jederzeit bereit nach vorne zu springen. Langsam verstand er um was es ging. Der Templer war nicht gefesselt und Bell schien es zu verweigern. „Sie verteidigt keinen Templer, sondern ein Versprechen.“ Ezio sah Maurice ernst an. „Ein Versprechen das ich gegeben habe. Also richter mich, nicht sie.
Eine Bewegung neben ihm, ließ ihn den Kopf drehen. Rafael hatte sich auf die Beine gequält. Trotz seiner Schmerzen stand er und seine Worte waren klar. Aber Maurice hörte nicht darauf. „Signore. Ihr habt den Mentor gehört. Jeder von uns ist dem Kredo treu und keiner zweifelt an Eurer Treue. Der Templer wurde schon längst besiegt und das von seinesgleichen. Ihr würdet Rizzi nur helfen, wenn Ihr ihn tötet.“ Ezio sah dann zu Rafael und nickte ihm leicht zu. Auch wenn er nicht mit sllen Entscheidungen glücklich war, würde er seinem Mentor nicht in den Rücken fallen. Und genauso wenig gefiel ihm, dass man eine Waffe nur knapp an Emily vorbei zielte.

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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   8/11/2017, 11:36 pm

Shanes Herz schlug unangenehm schnell in seiner Brust. Er hatte aufgehört zu zählen, wie oft er nun schon dem Tod entgegentreten sollte. Ein wenig atmete er nun schneller und er brauchte einen Augenblick, bis er verstand, dass Francis wieder mit ihm auf englisch sprach. Zu sehr war sein Blick auf den Pfeil gelegen, dessen Spitze unheilvoll auf seinen Kopf zielte. Emilys Bewegung löste ihn aus der Starre und er drehte den Kopf zu Francis. Der Blonde sprach auf ihn ein - flehte ihn schon förmlich an.„Das kann doch nicht Euer ernst sein! Aber er sah es in Francis Gesicht. Er meinte es ernst. Jedes einzelne Wort. „No way!“ Ein verletzter Ausdruck zog über seine Iris, der sich noch verstärkte, als Francis auch zu den Assassinen meinte, er würde ihn fesseln. Entschied man nun alles über seinen Kopf? Shane sah noch einmal zu Maurice und Emily. Er hatte nicht gehört, was sie besprachen. Eine weitere Stimme mischte sich dazu und er erkannte Santoro. Er schien diesen besessenen Assassinen nicht unter Kontrolle halten können, denn der Pfeil zeigte noch immer auf ihn und die Entschlossenheit den Tod, der Gefangenschaft vorzuziehen verschwand immer mehr. Welchen Unterschied würde die Hölle schon bieten? Die Qual des Fegefeuers oder jeglicher Verlust von Würde und Freiheit? Er mochte keinen dieser Wege. Aber für einen musste er sich entscheiden und das schnell. Shane schloss für einige Sekunden die Augen und sein Atem stockte leicht.
Wenn er den Assassinen dazu brachte ihn zu töten, dann würde niemand mehr Francis eine Ohrfeige verpassen, wenn er wieder zu naiv war oder sich zu weit vorwagte. Er würde Lady zwischen Männern, ohne Ehre, zurücklassen, die nicht wussten wie wertvoll sie war. Er würde nicht mehr die Kontrolle und das Wissen darüber besitzen, was mit ihnen geschah. Er würde sie beide im Stich lassen und das nur um alleine zu leiden. Shane senkte etwas den Kopf und funkelte den Boden vor sich wütend an. 
„Das verzeih ich Euch nie.“, grollte er und drehte sich zu Francis. Keine weitere Bewegung folgte für einen langen Moment. Doch dann hob er seine Hände und legte die Gelenke aneinander, sodass Francis das Seil darum wickeln konnte. Selbst jetzt fühlte sich diese Haltung bereits demütigend an und er war kurz davor seine Hände wieder zurück zu ziehen. Aber er blieb stur und sah noch einmal zu Maurice, Emily und Rafael. Kälte lag in seinem Blick und das stumme Versprechen, dass sie es eines Tages bereuen würden, ihn so behandelt zu haben. Kein Wort kam mehr über seine Lippen. Weder zu Francis noch zu Emily oder Maurice. Er war wütend, müde und er hatte Angst. Und dazu kam der verletzte Stolz. „Noch nie in meinem Leben wurde ich so behandelt.“ Er spuckte neben sich auf den Boden und betrachtete die Erde und den Dreck.

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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   9/11/2017, 10:40 am

So behutsam wie möglich legte er den groben Strick über Shanes Handgelenke. Jede Bewegung vollführte er mit leicht zitternden Händen aus. Francis hatte gelernt wie man jemandem die Hände verband. Es gehörte zur Ausbildung dazu und es war mitunter eines der wenigen Dinge, die er beherrschte. Dennoch tat es ihm leid und er hätte mehrmals zwischendurch aufhören wollen um zu sagen, dass das totaler Unsinn war. Aber der Pfeil des Meisters spürte er in seinem Nacken obwohl dieser gar nicht mehr scharf auf Shane gerichtet gewesen war und Emily eine zusätzliche Blockade darstellte. "Ich mach's wieder gut.", sagte er zu Shane als er den Knoten festzog. Er hatte ihm etwas Spielraum gelassen. Die Fessel war so angelegt, dass sie stark aussah aber Shane konnte seine Hände ein wenig bewegen. Er würde sich aus den Schlingen nicht befreien können aber weder drückten sie ihm das Blut ab noch würden sie eine Starre auslösen.
Francis sah auf die gefesselten Handgelenke, bliess Luft aus und liess die Schultern hängen. Dann hob er den Kopf und den Blick und sah in Shanes Augen. So gedemütigt sich Shane auch fühlte, er strahlte es nicht aus. Ganz im Gegenteil. Shane hatte seine Hände schlussendlich freiwillig hergegeben und damit gesorgt, dass Ruhe einkehrte. Er hatte eher an Würde gewonnen als sie verloren. Zumindest Francis imponierte er wieder. Die Situation war offensichtlich verrückt gewesen. So verrückt, dass sich Francis eine Flasche furchtbaren selbstgebrannten Alkohol herwünschte. Ihm fiel ein, dass er die angebrochene Flasche Wein aus dem Gasthof mitgenommen hatte um seinen Geburtstag zu begiessen da er davon ausgegangen war, Shane vor Montag nicht zu sehen. Und wenn ihn nicht alles getäuscht hatte, lag die Flasche auch im Korb.
"Hm.", meinte er und musterte Shane weiter bis er ein wenig aufgrinste. "Wir machen es dir so gemütlich wie möglich und dann kümmere ich mich um das Feuer und das Essen. Und wenn du musst, sag es mir. Der nächste Baum ist nicht weit.", versuchte er zu scherzen. Natürlich war niemandem nach Scherzen zumute, doch wollten sie den Rest des Tages traurig, verängstigt und verstimmt bleiben? Francis konnte das nicht. Er war nicht dazu gemacht, lange Trübsal zu blasen. "Und ich schnür dir auch deine Hose zu.", meinte er. "Und ich mache nichts. Ich berühr dich nicht.", fügte er noch schnell hinzu bevor Shane loszucken konnte.
Auch wenn sie in ihrem Rausch gestört wurden, die warme Nähe, die Griffe, die Küsse und die intensive Berührung von Haut und Haar hatten gut getan. Für einen Moment hatten sie von Schmerzen und Unheil abgelenkt und Herz wie Kopf mit Zuversicht gefüllt.
Und in spätestens einer halben Stunde würden sie etwas essen können und den Wein austrinken. Er würde wie versprochen danach ein Gedicht vorlesen und dann würden sie vielleicht gleich wieder schlafen oder noch reden. Reden. Francis wollte das auch noch mit Rafael tun. Er wollte ihn fragen, wie es ihm ging, was passiert war. Francis wollte den Mentor nicht betrauern. Das konnte er nicht gebrauchen. Er war nur neugierig und vielleicht wollte Rafael ja auch genauer wissen wie Francis zu Shane kam. Möglicherweise würde sogar der deutsche Ägypter zuhören und dann merken, dass Shane ein Templer aber kein Vernichter, Zerstörer oder Mörder war und kein Interesse daran hatte, sich mit den Assassinen herumzuschlagen wenn Francis ihm schon genug Probleme aufgebürdet hatte.
Er sah schliesslich zu Emily, Maurice, Ezio und Rafael. Würden sie nun zufrieden sein? Francis hatte mitbekommen, dass sie sich ärgerten, dass er sich mit Shane in englischer Sprache unterhielt. Und je mehr sie Shane im Visier hatten, desto mehr sprach Francis englisch. Er schloss die Assassinen damit kategorisch aus. Das hatten sie sich selbst zuzuschreiben. Doch jetzt erhob er seine Stimme erneut und sprach italienisch, was bei ihm trotz des Wortschatzes nicht besonders schön klang. Immerhin verstand man ihn. "Was kocht ihr dort?", fragte er und nickte zum Topf. Francis hatte Hunger. Und er war gut darin, Essen zu riechen, es zu finden und zu horten um nicht zu verhungern. Er würde ihnen etwas davon abluchsen.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   9/11/2017, 10:25 pm

Er wollte es wieder gut machen? Shane schnaubte aus und zog kurz an den Fesseln. Das Seil spannte nicht zu sehr und doch wurde seine Bewegung schnell gestoppt. Francis hatte seine Arbeit gewissenhaft gemacht. Das Seil würde halten, egal wie sehr er versuchte daraus zu entkommen. Die rauen Fasern rieben dabei über seine Haut und hinterließen eine feine rote Linie. Er wollte damit den Assassinen beweisen, dass Francis nicht gelogen hatte und nicht nur so getan hatte, als würde er ihn fesseln. Ein wenig versetzte es ihm einen Stich, doch er besaß genug Verstand um einzusehen, dass es irgendwie nicht anders ging. Nicht wenn er sein Leben behalten wollte. Aber es war nicht sein eigenes Leben, dass ihn dazu gebracht hatte nachzugeben - sondern zwei andere schlagende Herzen. Er senkte seine Hände nach unten, bis sie auf seinem unverletzten zu liegen kam. „Um das wieder gut zu machen, müsst Ihr euch wirklich anstrengen.“, knurrte er und biss die Zähne aufeinander. Dann holte er einfach Luft und versuchte zu seiner alten Ruhe zu finden. Aber es viel ihm schwer, denn schon funkelte er Francis schon wieder an. „Solltet Ihr es auch nur versuchen, drehe ich Euch den Hals um.“ Sein Cousin hatte schon oft versprochen, er würde nichts tun und hatte sein Wort dann doch gebrochen. Er glaubte ihm kein Wort mehr - schon gar nicht wenn er Minuten zuvor noch auf ihm gelegen hatte.  Shane befeuchtete seine Lippen und blies die Luft durch die Nase. An das Essen hatte er gar nicht mehr gedacht, doch sein Hunger war stärker geworden und die Übelkeit weniger. Kurz nach Francis' Frage was in dem Topf sei, gab sein Bauch ein leises Geräusch von sich. Er drückte seinen Arm gegen den Magen und starrte zum Feuer, dass die Assassinen entzündet hatte. 
Dabei fiel seine Aufmerksamkeit auch auf wieder auf Maurice und Emily. Wenn er schon gefesselt wie ein Haustier war, dann wollte er nicht auch noch bedroht und beobachtet werden. Als wäre er eine unbekannte Rasse...  „Ihr könnt den Bogen senken, Assassine. Ihr habt was Ihr wolltet. Shane war nicht entgangen, dass der Assassine von selbst aus gehandelt hatte. Zwar hatte er nicht alles gehört doch Santoro und der Fremde, schienen nicht einer Meinung zu sein. Welch Ironie. „Ihr könnt euch nun um eure eigenen Angelegenheiten kümmern und uns alleine lassen.“, wandte er das Wort an alle. Seine Stimme kam einen Befehl gleich und im Gegensatz zu Francis, war sein Italienisch fast Akzentfrei.
 Er wandte den Kopf zu Santoro. Kurz sah der Großmeister, dem Mentor in die Augen. Aber er sagte nichts mehr, bevor er zu Francis blickte. „Kein Wort mehr zu den Assassinen, über mich oder sonst etwas. Ihr habt damit schon viel zu viel angerichtet.“ Hätte ihn sein Bein nicht davon abgehalten, hätte er dem Blonden den Rücken zugedreht und die restliche Zeit geschwiegen. Aber so sank er einfach nur zurück auf seinen Rücken und sah hoch in die dunklen Baumkronen. Zwar bedeutete es, dass er die Assassinen damit aus den Augen  ließ, aber die leichte Bewegungen der Blätter senkte seinen nervösen Herzschlag. Seine Hände lagen dabei auf dem Bauch - sichtbar für alle.

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Emily de Lucca
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   10/11/2017, 11:15 am

Emily schluckte schwer als sie sich vor dem Bogen platzierte und ihm so das freie Schußfeld nahm. Er war ein Meister und ihr Verhalten ihm gegenüber grenzwertig. Aber er war hier und jetzt fremder als sie selbst und dadurch galten Rafaels Worte zumindest für den Moment mehr. Sofort erinnerte Maurice sie daran, was sie da gerade eigentlich tat und wem sie sich in den Weg stellte. "Ich verteidige keinen Templer! Ich schütze einen Mann, dem ich und wir alle unser Wort gaben. Ihm und seinem Begleiter wird nichts geschehen." Seine Worte griffen sie an und Emily wurde verunsichert. Ihr war durchaus bewusst, zwischen welchen Fraktionen sie gerade stand. Aber sie wusste auch, auf welche Seite sie eigentlich gehörte. Calenberg redete mir ihr, als wäre sie eine Verräterin und davon hatte sie die letzten Tage genug gehört. Ihre Kiefermuskeln arbeiteten, während sie den Mann mir Pfeil und Bogen genau musterte. Er kannte weder sie noch die Situation in der sie sich befanden. Aber er handelte strikt nach dem Kredo. Sie alle wollten Hannigan tot sehen aber doch waren sie dem, vom Glück und Pech gleichermaßen verfolgten Francis etwas schuldig.
Gerade als Emily Luft holte um ihren Standpunkt weiter zu vertreten, ertönte die Stimme des Mentors über den Platz unter offensichtlichen Schmerzen hatte es sich auf die Beine gekämpft und redete nun ebenfalls wütend auf den Ägypter ein. Erleichtert vernahm sie seine Worte und hoffte der Meister würde nich einmal einlenken. 
Dem schien aber nicht so. Er nahm nur etwas Spannung aus der Sehne, zielte aber noch immer auf den Templer und indirekt auf sie. Seine Worte machten klar, was er verlangte und vermutlich würde ihn niemand aufhalten können. Zumindest nicht durch Worte. 
Auch Ezio pflichtete ihr bei und sie sah dankbar zu den beiden Männern. Francis und Rafael schien mehr als nur ein Versprechen zu verbinden und sie war schon gespannt die Gesichter dahinter zu hören. Hoffentlich stand sie nicht umsonst zwischen einem Templer und einem entschlossenen Ordensbruder. 
Maurice sagte klar, dass er seine Waffe nicht ablegen würde, solange Hannigan nicht wie vereinbart gefesselt wurde. Die beiden Engländer zierten sich noch, aber als Emily hinter sich Rascheln und Bewegung vernahm, wurde schnell klar, dass Bell Calenbergs 'Bitte' nachkam. Seine Stimme war dem Templer gegenüber entschuldigend, während dieser geschlagen die Hände nach vorne streckte. 
Schnell saß der Knoten um seine Handgelenke und Hannigan legte sich wenig begeistert zurück... nun aber wenigstens gefesselt.
Kalte Blicke trafen sie und wanderten von einem Assassinen zum nächsten, aber wenigstens beruhigte sich die Situation etwas. So lange der Meister seinen Bogen nicht wegstrecken würde, würde Emily zwischen ihm und den Engländern stehen bleiben.
Bells Frage riss sie völlig aus den Gedanken. Dachte er gerade an Essen? Etwas verdattert drehte sie sich nun zu ihm um und musterte die beiden Männer. Das deutliche Geräusch eines hungrigen Magens war zu hören aber sie könnte nicht zuordnen von welchem der beiden Männer es ausging. "Einen Hasen. Sobald er fertig ist bringe ich etwas." Wie sie das machen sollte wusste sie noch nicht. Sollte Calenberg davon erfahren würde er in ihr wahrscheinlich ebenso einen Feind sehen wie in den Engländern. Um eine neue Diskussion vielleicht abschwächen zu können, würde sie ihre eigene Portion hergeben. Ihr eigener Hunger hielt sich in Grenzen und sie würde bis zum nächsten Tag warten können. Konnte so eine weitere Anschuldigung vermieden werden, wäre es das wert. 
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Rafael Santoro
Mentor der Assassinen
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Spieler : Nessie

Der Charakter
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Besonderheiten: 2 Finger fehlen (heilen schon etwas ab, verbunden), eine Wunde am Bauch (versorgt), Brandwunden (Templerkreuze, am abheilen) jeweils an beiden Arminnenseiten, trägt nur eine Hose. Wunden am Rücken (von der Peitsche, verbunden) Unbewaffnet und inventarlos
Gesinnung: Assassine Assassine

BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   10/11/2017, 12:02 pm

"Grazie.", kam aus dem Mund des Mannes, als Ezio ihm den Wasserschlauch hinhielt. In großen Zügen trank er aus dem Beutel und nahm ihn wieder ab, als Ezio seine Frage stellte. Der Beutel gluckerte unter seinen Fingern, als er ihn wieder verschloss und sein Blick war kurz zu Boden gerichtetet. "Es gehört zur Ausbildung eines Assassinen, sich dem bewusst zu werden.", fing er an. "Somit halten wir die Bruderschaft aufrecht. Herumzusitzen und zu warten wird die Templer nicht verlangsamen.", anschließend sah er wieder zu Ezio und legte den Wasserschlauch zur Seite. "Der Tod eines Bruders oder einer Schwester ist nicht ohne Bedeutung. Wir alle werden sterben. Ob wir in diesem Augenblick im Namen des Assassinenordens arbeiten oder nicht. "

Die Situation lief aus dem Ruder. Hannigan hatte sich nicht einmal bewegt, genauso wenig Bell. Jedenfalls sah es nicht so aus, als hätten die beiden einen Plan geschmiedet, wie sie die anderen angreifen konnten. Ob Bell ihm so in den Rücken fallen würde? Dass er und Calenberg kein Herz und keine Seele waren war deutlich zu spüren. Aber noch war Rafael dafür verantwortlich, was mit ihnen geschah und was nicht. Calenberg schien es deutlich zu spüren, dass der Templer nicht gefesselt war. Der Mentor selbst wusste nicht, wieso das nicht schon vorher geprüft wurde. Er selbst hatte sich aufgestellt und sprach auf den Meister ein. Dieser jedoch ging auf keinste Weise darauf ein. Nur den Pfeil lockerte er etwas, zielte jedoch immer noch indirekt auf Emily. Und dieser Anblick machte ihm Angst. Der Mann schien zu wissen, dass er ein gute Schütze war. Doch Rafael wusste es nicht. "Es besteht keine Gefahr! Ihr schreckt nicht einmal davor ab, mit einer Waffe auf eine Rekrutin zu zielen." Natürlich hatte Maurice ihr gesagt, sie solle aus dem Weg gehen. Und doch machte er keine weiteren Anstalten, eine freie Schussbahn zu bekommen. Dachte er tatsächlich, durch seine Worte würde sie einen Schritt zur Seite machen? Von Hannigan und Bell kam kein Anzeichen, dass sie aggressiv waren. Nur Hannigan sah etwas dunkel umer. Nun erhebte auch Ezio das Wort. Rafael sah zu ihm und entgegnete das Nicken. Emily tat es ihm gleich. Sie alle sprachen auf Maurice ein, der dies nicht wahrhaben wollte. Und endlich bewegte sich Francis, nahm den Strick und wechselte mit dem Templer englische Worte. Am Schluss gab dieser seine Hände preis und Francis legte das Seil herum.
Noch konnte Rafael sich auf den Beinen halten. Er zwang sich regelrecht dazu. Doch dann ging er auf Maurice zu und stellte sich so dicht neben ihn, dass er nur noch die Hand erheben musste, um sein Gesicht zu berühren. Der Ausdruck war finster und seine Worte leiser als vorher. Doch würden Ezio und Emily sie womöglich noch verstehen können. "Schon jetzt mildert Ihr mein Vertrauen zu Euch erheblich. Man ließ Euch in dieses Lager einkehren, obwohl Euch diese Angelegenheit nichts angeht. Packt alles zusammen, was Ihr für die Suche und Ermordung des Assassinenverräters benötigt und bringt ihn mir. Ihr habt eine Aufgabe. Doch diese hier gab ich Euch nicht."

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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   10/11/2017, 4:15 pm

Der Pfeil sank, die Sehne verlor komplett an Spannung und so fiel auch bei allen anderen die Anspannung ab. Ausser bei Shane aber er durfte diese Nervosität aus berechtigten Gründen haben.
Es würde Hase geben. Da Francis ständig auf Reisen war, hatte er eine kleine Holzschüssel dabei. Und da Shane offenbar nichts von seinem Hab und und Gut fortgeworfen hatte, musste sie auch noch im Korb liegen. Diese Portion würde er Shane voll und ganz überlassen damit dieser wieder zu Kräften kam. Das Fett war wichtig für die Heilung der Wunden und die Knochen in der Suppe würden zusätzliche Beiträge abgeben, welche für ihre Körper nahrhaft waren.
Noch während sich die Assassinen von der Anspannung erholte, schnürte Francis wie versprochen und ohne absichtliche Berührung Shanes Hose zu und zog den Mantel wieder über ihn. Seine Worte hatte er nickend bejaht und stumm akzeptiert. Er würde kein Wort mehr über Shane erzählen. Sie wussten tatsächlich schon zuviel.
Gewissenhaft sammelte er ein paar Steine zusammen. Diese reichten aber nicht für ein sicheres Feuer. Er beschloss deshalb Shanes Gehstock zu nehmen und sich aufzurichten. Sein linkes Bein schmerzte dabei heiss und er konnte es nicht belasten. "Verflucht bis in alle Tage!", sagte er leise und begann unter einem verzogenen Gesicht umherzuhumpeln um grössere Steine zu sammeln und sie in Richtung der zu erstellenden Feuerstelle zu werfen. Er warf aber genug weit von Shane entfernt, so dass dieser keine Angst zu haben brauchte getroffen zu werden. Als er damit fertig war, humpelte er zurück, legte den Gehstock wieder hin und legte die Steine kreisförmig zueinander. Das gesammelte Holz von Ezio schichtete er sorgsam auf ehe er zurück zu Shane blickte. Er lächelte ihn kurz an und schob seine Hand in die Tasche des Mantels, der auf Shane lag. Dort holte er Zunder und einen Feuerstein hervor und entfachte ein Feuer, welches rasch wuchs und ihnen Licht und Wärme bereitete. Francis nahm Shanes Dolch und bereitete zwei Stöcke vor. Er spitzte sie an und er tat es möglichst so, dass die Assassinen es nicht wirklich mitbekamen. Anschliessend säuberte er das Messer an seiner Hose bevor er den Speck aus aus der Manteltasche hervorholte, der schon die längste Zeit darin war. Er wickelte ihn aus dem Baumwolltuch aus und begann eine Scheibe zu schneiden. Diese steckte er über den ersten Spiess und so fuhr er weiter. Er tat das hinter dem Korb, so dass dieser als Sichtschutz fungierte. Als er damit fertig war, sah er wieder zu Shane und grinste etwas stolz auf sich selbst auf. "Ich warte mit dem Anbraten bis die Suppe fertig ist.", sagte er. Die beiden Stöcke hielt er in einer Hand damit er mit der anderen die Holzschüssel hervorholen konnte. Dann blickte er zu Emily. "Ich habe eine Schüssel! Wenn Ihr so freundlich seid, füllt eine Portion hinein. Wir teilen sie uns.", rief er sie zu bevor er ihr die Schüssel zuwarf. Sie sollte nicht herkommen und den Speck sehen. Würde sie mit der gefüllten Schüssel kommen und den Speck sehen, würde er ihr eine Scheibe anbieten wenn sie vor den anderen schweigen würde. Ansonsten bekäme sie nichts und die anderen erst recht nichts. "Ich habe seit gestern Abend nichts mehr gegessen.", meinte er schliesslich zu Shane. "Morgen werden wir uns die Bäuche im nächsten Dorf vollschlagen.", grinste er bevor er etwas ernster wurde. "Danke, dass du mich mitnimmst."
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   10/11/2017, 8:04 pm

Shane sah einfach nach oben. Er war angespannt und unruhig. Zwar spürte er, dass sich etwas an der Situation geändert hatte, aber er konnte diese Erleichterung nicht empfinden. Ein leichter Wind war aufgezogen und Shane lauschte dem sanften Rascheln. Sein Kopf und sein Verstand waren noch etwas angeschlagen und er selbst am Ende seiner Geduld. Der Adelsmann zuckte leicht zusammen, als Francis zu ihm kam und seine Hose zuschnürte. Er sagte kein Wort zu dem Söldner und sah auch nur flüchtig zu ihm. Wenigstens hatte er sein Wort gehalten und ihn nicht weiter berührt. Der Mantel über ihn wärmte ihn etwas, aber das zittern, dass ihn kurz erfasste, kam nicht von der Kälte.  Innerhalb von wenigen Stunden, war Shanes komplette Gewohnheit zerrissen worden. Eine Gewohnheit die seit Jahren existierte und das alles auch noch in einem fremden Land. Er besaß nichts, an dem er sich hätte festhalten können. Er hatte hier kein Heim zu dem er, nach einen harten Tag, zurückkehren konnte, um sich am Feuer zu Wärmen und eine Tasse Tee zu trinken. Stattdessen musste er in einem Wald übernachten, auf einem einfachen Fell! Rizzi hatte dafür gesorgt, dass er hier nicht einmal mehr im Orden Zuflucht finden konnte. Zwar hatten sie eine Abmachung, aber wie lange würde er sich daran halten? Und er war hier nur ein Gast. Bisher hatte keiner etwas gegen Rizzi unternommen. Warum sollten sie es auch jetzt tun? Zwar würde er alles tun, um dieser Grausamkeit ein Ende zu bereiten, aber gerade war die Aussicht auf Erfolg sehr gering. Er saß in einem Assassinenlager fest.
Shane löste seine gefesselten Hände von Mantel und hob sie zu seinem Gesicht. Für eine Weile starrte er auf das Seil, ehe er mit dem rechten Unterarm seine Augen verdeckte. Er sperrte die Welt aus und fand sich in seinen eigenen Gedanken wieder. Er suchte nach Fehlern, die passiert waren und ihn nun zu diesem Ort gebracht hatte. Wann hatte er derartig die Kontrolle verloren? Durch die Gedanken kam alles wieder hoch: Seine gedankenlose Tat im Salon. Rizzis fieses Grinsen. Die Sünde die er begangen hatte. Die Trauer. Die Erleichterung. Die Angst vor dem Tod. Die neue Gefangenschaft.  Mit einen Mal fühlte sich seine Kehle so eng an und seine Augen brannten. 
Dabei bekam er kaum mit, dass Francis seinen Gehstock nahm um aufstand. Seine Worte waren nur ein leises Geräusch im Hintergrund. Allerdings schreckte er etwas auf, als ein dumpfer Laut erklang. Ein Stein war auf dem Boden gelandet. Weit genug entfernt, um ihm nicht zu verletzten, aber er spürte den Aufprall in seinem Rücken. Shane nahm seinen Arm nicht herunter, sondern lauschte nur Francis Bewegungen. Es verjagte die Gedanken, aber löste nicht das Gefühl, dass ihn erfasst hatte. Er hörte Francis Worte, schwieg jedoch weiterhin - aus Sorge, dass seine Stimme versagen würde. Erst bei den letzten Worten seines Cousins senkte er seine Arme nach unten. Ein wenig versuchte er sich dann wieder aufzusetzen, bis er Francis ansehen konnte. Die Kälte war aus Shanes Gesicht verschwunden und er sah nur noch müde aus. Aber es waren seine Augen, die am meisten erzählten. Sie glänzten und eine einzige Träne löste sich aus seinem Augenwinkel. Beschämt und wütend hob er seine Hände und wischte sich mit einem Handrücken über die Wange.

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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   10/11/2017, 11:09 pm

Er hatte auf eine Reaktion gewartet. Auf ein Wort, ein Brummen. Aber alles, was er sah, war ein völlig erschöpfter und zerrissener Mann. Er schluckte kurz und legte die Stöcke an den Korb damit das Fleisch nicht dreckig wurde. Francis rutschte höher zu Shane heran, hob die Hand und legte sie sanft an seine Wange. Die Berührung war nur kurz, denn Francis schob seine Arme um Shane herum und zog ihn an sich. Er wollte Shane einen Moment lang Halt geben und nicht das Gefühl, Shane sei schwach. "In ein paar Stunden ist alles anders, Shane. So wie vor ein paar Tagen noch.", murmelte er leise an sein Ohr. "Ich werde alles tun um dich hier rauszubringen. Alles was du willst."
Er wollte Shane so lange an sich gedrückt halten bis dieser klar machte, dass er nicht mehr wollte. "Die Seherin hat erzählt, dass sie dich in der Zelle getroffen hat und das du erstaunt warst als man dir sagte, dass ich noch lebe. Ich weiss nicht einmal annähernd, was du durchgemacht hast, aber es tut mir im Herzen weh, dass man dich so angelogen hat. Dass man Scherze mit meinem Leben getrieben hat und dir erzählte, ich sei tot.", sprach er leise und schluckte dann hörbar. Es schmerzte ihn selbst zu wissen, dass Shane von so einer schlimmen Wahrheit ausgehen musste. Nach einer Weile gab er Shane ein Stück frei. Er hob erneut seine Hand und strich kurz über Shanes Wange. "Sobald sie uns vergessen haben und nicht mehr beachten, löse ich die Fesseln. Es... es tut mir wirklich leid. Ich wollte das nicht...", flüsterte er und presste die Lippen zusammen. Dann senkte er selbst den Blick und blinzelte. "Ich weiss ja nicht ob du erzählen willst... als ich geflüchtet bin, konnte ich mich in einen Wald retten. Ich bin einen kleinen Hang runtergerollt und liegengeblieben. Die Soldaten haben mich nicht mehr gefunden. Wenig später bin ich auf die Assassinen getroffen. Ich habe zufällig ihren Weg gekreuzt und Ezio erkannte mich wieder. Ich habe zweimal versucht wegzugehen aber sie hielten mich auf. Ich hab sie auf einen Hof geführt und erzählt, dass ich zurückgehen würde. Zurück nach Montepulciano um dich zu suchen. Ich wollte nur sichergehen, dass es dir gut geht... dein 'Go' steckt mir immer noch tief in den Knochen.", erzählte er leise. Er wusste nicht ob Shane es erfahren wollte. Aber vielleicht lenkte es ihn auch etwas ab und füllte diese zwei Tage. "Aber sie liessen mich nicht mehr gehen. Ich habe ihnen das Versprechen abgerungen, dass sie dich im Falle einer Konfrontation mit Rizzi und den Templern am leben lassen. Dafür musste ich ihnen helfen. Sie haben mich dann an einen Stuhl gefesselt. Eine Nacht und ein Tag. Und dann haben uns die Soldaten in diesem Haus überrascht. Ich wurde losgebunden oder losgeschnitten und konnte fliehen. Dann haben wir diesen Plan ausgeheckt. Sie wollten Santoro befreien und ich nach dir sehen... deshalb hast du mich am Galgen gesehen."
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   11/11/2017, 9:10 am

Shane spürte die Wärme die von Francis ausging, als dieser die Arme um ihn legte und ihn an sich zog. Er war kurz und dran ihn einfach von sich drücken, um ihn dann fortjagen. Er wollte alleine sein und zugleich wollte er, dass Francis sich weigerte und blieb. Aber er sagte kein Wort und erstarrte einfach in der Umarmung. Berührungen dieser Art – warme, liebevolle Berührungen, die nicht von Lust erfüllt waren – waren noch immer etwas, das ihn überforderte. Er blieb dabei einfach nur ruhig sitzen. Nach einigen Atemzügen fiel aber sein Kopf ein Stück nach vorne, bis sein Kinn auf Francis Schulter liegen blieb. Dabei konnte er Francis stetige Atemzüge spüren. Seine Hände lagen dabei nutzlos zwischen ihre Körper. “Nichts mehr wird so sein, wie es war.“ Seine Stimme drohte zu brechen, aber er schluckte kurz und da seine Sicht drohte etwas verschwommen zu werden, blinzelte er. Schweigend lauschte er seinem Cousin und richtete sich auf, als Francis sich etwas löste. Sein Ausdruck war wieder der alte geworden: Unleserlich und beherrscht. Nur die Müdigkeit wollte nicht ganz aus seinen Zügen verschwinden. Shane sagte kein Wort und unterbrach Francis kein einziges Mal, als er erzählte was in den Tagen geschah. Nur hin und wieder kam ein leichtes Schnauben von seiner Seite. Die Assassinen hatten ihn gefesselt, ihn schon wieder in Gefahr gebracht und trotzdem war er wieder zu ihnen zurückgekehrt? Nachdem Francis geendet hatte, sagte er noch lange Zeit kein Wort. Aber man konnte ihm ansehen, dass er wachsam zugehört hatte und er versuchte das alles zu verstehen – er versuchte Francis zu verstehen. Aber er konnte es einfach nicht. Ohne es wirklich zu bemerken, zerrte er an den Fesseln.
“Als ihr fort wart…, begann er dann langsam. Vielleicht sollte Francis endlich wissen, was seine Naivität angerichtet hatte. “…versuchte ich mit Rizzi zu reden. Doch er ließ mich abführen wie einen Gefangenen.“ Aber die Wachen ihn wenigstens mit mehr Respekt behandelt, als wie sie es hier taten. “Er war wütend und unbeherrscht. Er hat alles gesehen. Alles.“ Auch dass Francis versucht hatte ihn zu küssen und seine Bewegungen in der Gasse, an der Wand. “Er hat sich sein eigenes Bild von all dem gemacht und sah es als die einzige Wahrheit. Als wäre er Gott und wüsste alles.“ Shane ballte seine Hände zu Fäusten. “Er glaubte keine meiner Erklärungen. Er verstand nicht und griff schlussendlich an einem Schwert. Ich dachte er würde mich töten, also bediente ich mich eines schmutzigen Ausweges.“ Noch immer bereute er, was er getan hatte.
“Ich bedrohte Gonzaga, bis er mir das Wort gab er ziehe die Soldaten von Euch zurück. Ich war ein Narr… solch ein Narr, dass ich ihm auch nur eine Sekunde glaubte. Denn als ich… sie los ließ, verstärkte er die Suche nach Euch. Er wollte Euren tot. Und ebenso wollte er mir alles nehmen. Er wollte der Krone einen Brief schreiben und auch dem Orden. Zwar hätte er es nie geschafft, aber er es war der Versuch der mich entsetze. Sein Plan war klar – er wollte mich in meinem eigenen Lande zu einem Verbrecher und Sünder machen. Er wollte, dass man mich in England jagte und hängen würde, wenn ich dorthin zurückkehren würde.“ Die Erinnerung ließ Shanes Augen dunkeln werden. “Man sperrte mich in eine Zelle und ließ mich mit nichts zurück. Nach einiger Zeit kam er zurück und schien etwas von mir zu wollen. Doch wir wurden unterbrochen, als eine Wache kam und von Eurem Tod berichtete. Ich glaubte ihm nicht… ich wollte es erst glauben, wenn ich Euren toten Körper zu sehen bekam.“ Ein wenig holte er Luft. Noch nie hatte er in Gegenwart von Francis so viel gesprochen. “Er forderte mich zu einem Duell heraus… Er wollte Santoro als meinen Sekudanten aufstellen. Einen Assassinen, dem es egal war ob ich starb oder nicht. Vermutlich hat er ihm auch noch etwas versprochen, wenn er mich sterben ließ. Aber schlussendlich kämpften wir Mann gegen Mann.“ Kurz hielt er inne und erzählte nicht weiter. Zwar sah er Francis an, aber seine Gedanken waren länger zurück in der Nacht des Kampfes. “Auf dem Hof lag eine Leiche. Sie hatte Eure Gestalt und Eure Haare. Es war schon fast dunkel, aber sie sah so unverkennbar nach Euch aus.“ Shane biss die Zähne aufeinander. “Und dann kämpften wir. Er wollte, dass ich von ihm kniete, wie vor einem König. Langsam richtete er den Blick auf sein Bein. “Aber niemand gewann, aber sein Wille mich zu töten war da. Wir beide erwachten im Salon. Aber Rizzi gab nicht auf, er sah in mir immer noch einen Sünder und einen Verräter. Doch dann bekam Gonzaga die Pest und er war so verzweifelt, dass er um meine Hilfe bat. Ich gab sie ihm, unter der Bedingung er würde nichts mehr gegen mich unternehmen und das er das tun müsste, was ich ihm befehle. Aber das alles wurde zunichte gemacht, mit den Worten dieses Assassinenverräters. Denn er sagte mir, dass ihr… noch lebt.“

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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   11/11/2017, 9:30 am

Ezio nickte langsam und man konnte ihm ansehen, dass er über Rafaels Worte nachdachte. Er hatte die Mörder seines Vaters und Bruders gejagt – mit dem Wissen, dass er dabei jederzeit sterben konnte. Er hatte es selbst gewusst. Wie hatte er nur denken können, dass nur ihm alleine diese Tatsache bewusst war? Sie alle dienten dem gleichen Ziel und dem gleichen Kredo. Jeder sah dem Tod jeden Tag ins Augen. “Die Zeit wird immer weiter laufen, ob mit oder ohne uns.“ Und wenn Onava und Giovanni in diesem Kampf gestorben waren, dann waren sie es nicht umsonst. Sie hatten Rizzi eine Niederlage beschwert und auch wenn er nicht wusste, ob der Templer tot war, so hatten sie auch ihren Mentor zurückgewonnen. Und diesen brauchten sie nun dringender denje.
Er war etwas angespannt, während der Pfeil noch immer auf Emily zeigte. Sie blieb einfach vor dem Meister stehen und setzte sich für das gegebene Wort ein. Erleichterung durchfuhr ihn, als der Templer sich endlich fesseln ließ. Warum er schlussendlich nachgab, wusste Ezio nicht. Er stand zu weit weg und die Sprache der Beiden hätte er nicht verstanden.
Aber Maurice schien endlich auch den Bogen zu senken und er stieß leise die Luft aus. Mit wachsamen Augen beobachtete er wie Rafael sich bewegte. Trotz seiner Verletzungen ging er auf den anderen zu. Ezio sah zu Emily und suchte nach ihren Blick. Erleichterung stand in seinen Augen, denn für einen Moment hatte er Angst um sie gehabt. Maurice hatte so entschlossen gewirkt und er hätte dem Mann sogar geglaubt, wenn er gesagt hätte, er würde auch Emily töten, nur um den Templer gefesselt oder tot zu sehen.
Rafales Worte ließen ihn den Kopf zu den Beiden drehen. Zwar waren sie nicht an ihn gerichtet, doch er konnte sie gerade noch verstehen. Der Assassine sollte also den Spanier jagen. Wenn er diesen mit einem Pfeil erschoss, würde er allen etwas Gutes tun. Das Feuer in seiner Nähe knisterte leicht und das Essen darin verströmte einen starken Geruch, der sich langsam über die Lichtung ausbreitete. “Wir sollten alle etwas essen und uns stärken.“ Ezio versuchte nun auch die letzte Spannung zu nehmen. Wenn sie um das Feuer saßen und das Fleisch aßen, konnten sie vielleicht auch alles erfahren, was in der letzten Woche geschehen war. Der Abend brachte die Dunkelheit, die Schatten waren doch ihre Welt. Und auch wenn Maurice gerade langsam Rafales Vertrauen verlor, wollte er auch diesem noch etwas zu Essen anbieten. Er war weit gereist und war noch immer ein Ordensbruder.

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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   11/11/2017, 2:57 pm

Die angespannte Stimmung ließ die vergangene Zeit wie eine Ewigkeit wirken. Endlich nahm der Ägypter seinen Bogen herunter, wirkte dabei aber alles andere als begeistert. Als der Pfeil nun nicht mehr in Emilys Richtung zeigte, lockerten sich ihre Schultern deutlich und sie atmete tief durch. Eine Welle der Erleichterung durchdrang ihren Körper. Sie wusste den Fremden nicht einzuschätzen. Hätte er den Pfeil abgeschossen, obwohl sie zwischen ihnen stand? Hätte er vielleicht sogar direkt auf sie geschossen um danach freie Bahn auf den Templer zu haben? Schließlich hatte er Francis auch einfach verletzt um auf Nummer sicher zu gehen.
Emily erinnerte sich an Rafaels Worte und er hatte recht. Misstrauen innerhalb der Bruderschaft würde sie früher oder später auseinander reißen. Aber jemandem zu trauen, der nur Stunden nach dem Kennenlernen mit einer Waffe auf einen zielt, würde sich auch als Herausforderung darstellen... auch wenn er ein Meister war.
Als sie sich umsah begegnete sie Ezios Blick und Sorge lag darin. Kurz erwiderte sie ihn und zwang sich zu einem leichten Lächeln. Rafael wirkte, als würde er jeden Moment zusammenklappen und doch sah man deutlich wie wütend er war als er mit dem fremdländischen Meister sprach. Der Mentor kämpfte sich bis zu ihm und klärte erneut die Grenze die der Andere nun bereits zum zweiten Mal überschritten hatte.
Der Meister wurde also auf den Verräter angesetzt. Beim Verhalten des Spaniers würde es nicht lange dauern, bis man eine Spur von ihm finden würde. Vielleicht befand er sich auch noch in Rizzis Händen und posaunte weitere Details über die Bruderschaft in die Welt hinaus. 
Gern wäre sie Adriano noch einmal begegnet. Im Kerker sprach er von Rache und wollte dass sie ausgepeitscht wurde, weil er sich in seinem Stolz verletzt fühlte. Wie viel Stolz und Ehrgefühl konnte ein Verräter schon besitzen...
Zu gern hätte sie die Rache nun auf ihrer Seite gewusst und sollte El Matador nun durch Rizzi in den Genuss der Peitsche kommen, würde Emily ihm jeden einzelnen Schlag von ganzem Herzen gönnen.
Als sich nun alle Lagernden beruhigt hatten, kehrte auch die junge Frau zum Feuer zurück. Ihre Gedanken kreisten um die letzten Tage und nachdenklich rührte sie Inhalt im Topf um. Francis Stimme ließ sie aufhorchen und geschickt fing sie die Schüssel auf. Der Hase sollte mittlerweile fertig gekocht sein und ohne wirklich auf die restlichen Assassinen zu achten, füllte sie die Schüssel mit dem improvisierten Eintopf. Langsam, um nichts zu verschütten, ging sie nun wieder hinüber zu dem Söldner und überreichte ihm das Essen.
Ein Feuer wärmte nun auch die beiden Männer und tauchte sie in warmes Licht. "Reicht Wasser und Holz für die Nacht?" Mustern sah sie auf den Stapel, welchen Ezio vorbereitet hatte.
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   11/11/2017, 3:47 pm

So wie Shane ihm zugehört hatte, so hörte nun auch Francis ihm zu. Dabei presste er ständig seine Lippen aufeinander. Sein Ziel war es gewesen, Shane liebevoll zu ärgern und zu necken. Das hatte ihnen beiden beinahe das Leben gekostet. Francis wusste, dass er schuldig war. Dass er eine grosse Schuld an der gesamten Situation trug. Aber er wollte sich dennoch nicht von dieser Last in die Knie zwingen lassen. Sie lebten. Sie hatten sich wiedergefunden. Als Shane geendet hatte, atmete Francis tief durch und hob den Kopf wieder. "Du hast die Frau als Geisel genommen?", fragte er leise bevor er belustigt schnaubte. "Das war wirklich mutig von dir. Und du hast das nur getan um mir mein Leben zu retten?", fragte er und lächelte auf. Francis beugte sich vor und drückte seine Stirn an die von Shane. "Ich verdanke dir mehr als nur einmal mein Leben obwohl ich dir soviele Mühen bereitet habe. Ich stehe wirklich tief in deiner Schuld. In allen Bereichen... die finanziellen Schulden kann ich vielleicht irgendwann begleichen aber... ich möchte gar nicht.", flüsterte er leise bevor er ebenso leise lachte. "Aber weisst du, was mich am meisten beeindruckt hat? Dass du ihnen erzählt hast, wir seien verwandt nur um mich irgendwie retten zu können. Ich weiss, dass dich so eine Lüge Überwindung gekostet hat weil es völlig absurd ist. Aber allein, dass du bereit dazu warst sogar meine Abstammung besser zu machen als sie ist um sie auf deine Ebene zu stellen, geht mir unglaublich nahe."
Er löste sich wieder von Shanes Stirn und sah ihn kurz an. Emily kam mit einer gefüllten Schüssel zurück und hielt sie Francis hin. "Danke. Das Wasser und das Holz werden reichen.", sagte er nett und nickte dabei leicht. Er hoffte, sie würde die Spiesse nicht sehen. Sonst müsste er sie ködern und ihr eine Scheibe davon anbieten. Er hätte es eigentlich auch so gemacht. Sie war eine Frau und sie hatte sich sehr für ihn und Shane eingesetzt. Aber er wollte nicht, dass Shane sich aufregte und die anderen Assassinen mitbekamen, dass er Emily etwas zu Essen gab. Er würde sich ihr gegenüber auf eine andere Art und Weise erkenntlich zeigen. "Wir werden morgen weiterziehen. Könntet Ihr das Santoro ausrichten? Ich würde ja selbst zu ihm gehen aber ich muss mich um Shane kümmern und ich kann auch nicht mehr laufen. Und sagt ihm bitte, dass er sich unbedingt rasieren muss. Ich komme nicht mehr dazu. Aber mit diesem Haar im Gesicht wird er keine Frau mehr kennenlernen.", grinste er leicht auf.
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   11/11/2017, 6:26 pm

Rafael sah Maurice Calenberg noch für einen Augenblick an, nachdem er seinen Bogen gesenkt hatte. Auch in ihm fiel die Anspannung, doch zeigte er es nicht. Noch immer stand die Wut in seinen Augen geschrieben und erst dann wandte er sich von dem Meister ab, um hinüber zu Emily, Hannigan und Francis zu sehen. Der Blondschopf hatte über Essen gesprochen. Das war dem Assassinenmentor nicht entgangen. Und dennoch sickerten seine Worte irgendwie in den Hintergrund. Auch zu Ezio sah er noch einmal. Auch dieser bestätigte, dass nun alle etwas zu sich nehmen sollten. Emily machte sich gleich daran, etwas in die Schüssel zu füllen, welche ihr der Söldner zugeworfen hatte, um anschließend zu ihm zurückzugehen. Rafael hatte sich etwas mehr zum Feuer bewegt und starrte in die Glut. Seine Gedanken waren tief, weshalb er für kurze Zeit alles um sich herum abschaltete. War es all das wert? Er hatte in Gefangenschaft auf die Worte de Nerhas gehofft, sie würden ihn befreien. Und durch die Hoffnung stand ihm immer ein Bild vor Augen, dass sie alle beisammensäßen, nach dieser Befreiungsaktion. Doch im Moment glich nichts seiner Vorstellung... Seinem Wunschdenken. Das Leben lief nunmal anders. Und es wäre auch egal, was der Meister über ihn dachte und in welche Schublade er Rafael steckte: Sein Wort wog mehr. Er würde niemals an seinen Fähigkeiten zweifeln und an seinem Mentordasein. Man hatte ihm diesen Titel nicht einfach so weitergegeben und bisher hatte er ihm alle Ehre getan. Emily und Ezio hörten auf ihn. Aber wie lange? Er musste mit ihnen sprechen. Doch tatsächlich hatte er kein gutes Gewissen, dies zu tun, wenn Calenberg dabei war. Er hatte anfangs nicht sofort auf Santoro's Wort gehört und würde dies weiterhin in Frage stellen.

Seine Gedankengang wurde gestört. Doch er wusste nicht, ob von außen oder von sich selbst. Vielleicht waren es die Schmerzen, vielleicht auch die englischen Worte, die von dem Templer und dem Söldner aus gingen. Er bewegte seinen Kopf in die Richtung der Beiden und seufzte. Im Moment lag die Ruhe wieder in ihm und zu erkennen war nicht mehr die Wut, die gerade eben noch in seinen Augen gestanden hatte.
Er ging also auf Francis, Hannigan und Emily zu. Er hörte, dass Emily ihm ausrichten sollte, sie würden morgen aufbrechen. "Du kannst es mir selbst sagen.", sagte er, fast schon beiläufig und sah kurz zu der Schwarhaarigen. Er wusste nicht einmal, ob Francis überhaupt ein Wort mit ihm wechseln wollte... 'Genauso wie die Templer...', wiederholte er dessen Worte in seinem Kopf. Es überraschte nicht, dass sie verschwinden wollten. "Brichst du dein Versprechen nun auch?", nun sah er direkt zu Francis. Noch immer stand die Ruhe in seinem Gesicht geschrieben, doch flackerte etwas Enttäuschung auf.
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   11/11/2017, 11:24 pm

Etwas überrascht blickte Francis auf und musterte Rafael. Er war grausam zugerichtet worden und hatte sich zu ihm, Shane und Emily geschleppt. Seit er Rafael aufs Pferd gesetzt hatte, gab es keine Gelegenheit mehr miteinander zu sprechen. "Hey.", meinte er zu ihm. "Ich habe dir bestimmt eine Menge versprochen und einige nicht einhalten können.", sagte er und feixte dabei. Er machte sich dabei aber über niemanden lustig. Er bedauerte vielmehr, dass die Situationen sich so gestaltet hatten, dass er nicht mehr alle Versprechen einlösen konnte. Das war auch gegenüber Shane so gewesen. Ausser die Versprechen in erotischer Hinsicht. Die brach er nur zu gern. Die Suppenschüssel reichte er Shane in die Hände. Sie hatten keinen Löffel also musste er daraus trinken. Aber das war im Endeffekt würdiger als wenn Francis ihn vor Emily und Rafael füttern musste. Das hätte Shane nicht zugelassen. Die Situation war etwas seltsam. Wegen Francis sah sich Rafael mit seinen Assassinen einer Nacht mit einem Templer, ihrem Hauptfeind, konfrontiert. Und wegen Francis war Shane zu einem Gefangenen der Assassinen geworden. Francis war das Verbindungsglied zwischen diesen Menschen. Doch wäre er es nicht, wäre mindestens einer von den beiden Seiten längst tot.
"Darf ich dir vorstellen? Shane. Mein Lebensretter. Er war unbeteiligt in der Stadt unterwegs und hat mich versorgt, so dass ich nicht verblutet bin.", stellte er ihn Rafael vor. Dann sah er zu Shane. "Shane, das ist Rafael. Er ist Assassinenmentor und ein Freund. - Und das ist die Seherin. Ich habe euch noch nicht einander vorgestellt. Sie heisst Emily und sie hat uns geholfen und uns verteidigt.", stellte er nun auch Emily vor. "Emily, das ist Shane.", erzählte er weiter. Shane hatte ihm gesagt, er solle nichts mehr über ihn berichten. Daran will sich Francis halten. Nur Rafael hatte er nun gesagt, dass Shane sein Lebensretter ist. Daran konnte nichts verkehrt sein.
Francis sah wieder zu Rafael zurück. Rafael hatte Francis zuletzt lebenslustig bei Leonardo gesehen. Jetzt sah er ihn bis über beide Ohren verknallt in den Armen eines Templers. Dass das für ihn merkwürdig sein musste, war Francis klar. "Leonardo lebt. Aber ich habe ihn nach meinem Aufbruch nach Rom nicht mehr gesehen. Die Zeit war amüsant und friedlich. Aber dann kam alles anders und er kreuzte meinen Weg.", erklärte er kurz und deutete mit einem kurzen glücklichen Aufgrinsen auf Shane. Shane grinste nicht. Er grinste nie. Für Aussenstehende musste es unerklärlich sein was Francis an Shane fand, war es doch selbst für Shane nicht wirklich erklärbar. Er hatte nichts getan. Nicht geflirtet, keine Nähe gesucht, nicht einmal Freundschaft wollte er. Und doch befand sich Shane jetzt in einer Beziehung, von der er gar nicht so recht wusste, dass sie existierte während Francis eigentlich nur noch auf den Antrag von ihm wartete - im humorvollen Sinn gemeint.
"Ihr werdet sicher verstehen, dass wir nicht hierbleiben können wenn wir dauernd bedroht, gefesselt und verletzt werden. Es tut mir leid, Rafael. Aber Shane braucht eine ordentliche Wundversorgung und was richtiges zu essen. So wie du auch. Wir müssen morgen ins nächste Dorf. Und weil ich will, dass er wieder gesund wird und du ebenso, müssen wir getrennte Wege gehen. Ihr schlagt euch die Köpfe ein nur weil ihr Assassinen und er Templer ist und ich steh zwischen euch und krieg ziemlich viel davon ab.", feixte er und hob die Hand um sich etwas ratlos an der Stirn zu kratzen. Spurlos sind die vergangenen Stunden auch nicht an ihm vorbeigegangen. Und er wollte Rafael nicht verlassen. Er würde sich gern mit ihm unterhalten. Aber Shane würde das nicht gutheissen. Und Rafael würde wohl weiterhin verlangen, dass man Shane wie einen Gefangenen behandelte nur damit die anderen Assassinen Ruhe gaben. Francis atmete tief durch und blickte dann drei reihum mit einem fragenden aber auch aufmunternden Blick an.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   12/11/2017, 9:50 am

Shane fand die Tatsache, dass er Barbara bedroht und sogar verletzt hatte, alles andere als amüsant. Es war eine unüberlegte und verzweifelte Tat gewesen. „Ich tat das gewiss nicht nur für Euch.“ Er spürte die Stirn von Francis auf seiner eigenen und ihre Atem vermischten sich für einen Moment. „Ihr werdet alles noch zurück bezahlen!“, warf er kurz hinein und funkelte ihn etwas an. Ehe er sich etwas anspannte und seine Lippen schmal wurden. Francis glaubte also, dass er über ihre Verwandtschaft gelogen hatte. In diesen Stunden voller Lügen und Verrat, war es die einzige Wahrheit gewesen. Shane sah dem Blonden in die Augen, doch sie waren sie so nah, dass dessen Konturen leicht verschwammen. Sollte er ihm sagen, dass es die Wahrheit gewesen war? Würde er dann von ihm ablassen, wenn er wusste, dass sie Verwandt waren? Shane hatte dieses Geheimnis so lange mit sich getragen und es vor Rizzi auszusprechen, war ihm wirklich schwer gefallen. Es war sein letzter Ausweg gewesen und hatte alles nur noch schlimmer gemacht. „Ich habe...“ Er kam nicht dazu den Satz zu beenden. Vielleicht wollte Gott nicht, dass Francis davon erfuhr. Denn der Moment war vorbei und Shane hatte sich so entschieden, dass es weiterhin sein Geheimnis bleiben würde. 
Emily war mit dem Essen zu ihnen getreten und brachte Francis die Schüssel zurück. Der Geruch nach Kräutern und Hase stieg in seine Nase und er rutsche ein Stück zurück. Es war nicht einfach, mit den gefesselten Händen, aber nicht unmöglich. Noch immer war es ihm unangenehm, dass man ihn und Francis so nah beieinander gesehen und gestört hatte. In den letzten Tagen schienen all seine Sünden und Schwächen für alle sichtbar zu werden. Er biss sich leicht auf die Lippe und lauschte Francis Worten. Er sah ihn dabei wachsam an. Sein Kopf fuhr jedoch sofort herum, als Rafael zu ihnen trat. Shanes Finger krümmten sich etwas, wurden aber noch nicht vollständig zur Faust. Allerdings musste er sie wieder lösen, denn Francis drückte ihm einfach die Schüssel mit Essen in die Hand. Nur kurz warf er einen Blick auf den Inhalt und verzog etwas die Nase. Feine Fleischstücke schwammen in dem kaum verfärbten Wasser. Der Geruch war weder würzig noch schien sonst viel darin zu sein, dass das Essen schmackhaft machen würde. Selbst auf dem Schiff nach Italien hatte er besser gegessen. Umso mehr freute er sich darauf, diese Nacht endlich hinter sich zu bringen. Shanes Aufmerksamkeit legte sich wieder auf Santoro und Emily. Er schwieg, während Francis sie ungefragt vorstellte. Er schenkte den Beiden nicht einmal ein grüßendes Nicken. Nur seine Finger schlossen sich fester um die Schüssel in seinen Händen. Es war das Wort Freund, welches er gegenüber Rafael verwendet hatte, die ihm diese Reaktion entlockte. Wie konnte Francis noch immer derartiges in diesem Mann sehen? Der Ausdruck in seinem Gesicht wurde kälter und als Francis in seine Richtung grinste, zeigte sein Gesicht das genaue Gegenteil. Das was er schon immer war. Während Francis der warme Tag war, war Shane die kalte Nacht. Aber ohne den Tag konnte die Nacht nicht existieren und ohne die Nacht, würde es keinen Tag geben. 
Dass Francis nun wieder über ihn sprach, als wäre er nicht da, gefiel ihm nicht. Es war kein angenehmes Gefühl, aber noch weniger wollte er noch ein Wort mit den Assassinen sprechen.

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Zuletzt von Shane Hannigan am 12/11/2017, 3:33 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   12/11/2017, 3:25 pm

Emily überreichte die Schüssel und nickte bei seinen Worten ohne den Speck zu bemerken. Große Lust für Rafael und den Söldner Kurier zu spielen hatte sie nicht, zumal sie wusste, dass die Pläne des Mentors etwas anderes vorsahen. Aber ihr würde wohl nichts anderes übrig bleiben als den Laufburschen für die beiden zu spielen. 
Überrascht fuhr sie nun herum als sie Rafaels Stimme neben sich vernahm. Der Verwundete hatte sich zu ihnen geschleppt und suchte scheinbar selbst das Gespräch mit Bell. Emily trat also einen Schritt zur Seite und überließ die zwei Männer ihrem Gespräch. Weiter würde sie sich aber nicht entfernen. Zu schnell wechselten die Herren in diesem Land ihre Meinung und gingen grundlos aufeinander los. Zumindest hatte sie die Erfahrung mehrmals in kurzer Zeit machen müssen.
Bell stellte nun jeden untereinander vor und niemand wirkte von dieser Konversation begeistert. Es klang, als wollte Francis versuchen es wie einen Plausch unter Freunden zu starten... nur würde Hannigan niemals ein Freund werden. Sie erwiderte nichts auf die Worte des Söldner, sondern musterte nur den anderen Mann. Dieser sah skeptisch in seine Schüssel und wirkte wenig begeistert von dem Hasen. Soll er ihm im Hals stecken bleiben... Emily biss sich auf die Unterlippe um ihre Gedanken nicht laut auszusprechen. Der Templer sollte froh sein um jeden Bissen den er bekam. Aber offensichtlich entsprach der Eintopf nicht der Küche, die der feine Herr gewohnt war.
Der Dunkelhaarige blickte nach wie vor finster drein und machte nicht den Anschein als würde sich dies bald ändern. Francis nannte sie erneut eine Seherin und Emily musste beinahe schmunzeln. Glaubte der Blonde diesen Blödsinn wirklich? 
Praktisch wäre diese Gabe aber durchaus. Zu wissen wie dieses Gespräch oder sogar der morgige Tag verlaufen würde, wäre wirklich hilfreich. Auch was die Zukunft für den Verräter und Calenberg oder ihre zwei Vermissten bringen würde wäre interessant. Aber nichts wusste sie und so lauschte sie weiter den beiden Männern. 
Was hatte Rafael vor? Bell würde wahrscheinlich nicht zustimmen, den Templer weiter gefesselt zu lassen. Aber ohne würden sie nicht miteinander reisen können. Der Mentor wiederum würde sie aber nicht allein ziehen lassen. Oder war die Freundschaft zwischen ihnen so groß?
Das schier dauerhaft lächelnde Gesicht löste verschiedenste Gefühle in Emily aus. Er wirkte dadurch freundlich und man konnte sich vorstellen freundschaftliche Abende gemeinsam zu verbringen. Sie verstand warum er zu dem Treffen eingeladen war und sein Überlebenstalent sprach für sich. Aber in der Situation in der sie sich nun befanden noch immer dieses verliebte Grinsen auf den Lippen zu tragen machte einen wahnsinnig. Nahm er die Sache nicht ernst? Oder war Bell sich so sicher, dass alles gut ausgehen würde nur weil sie es ihm prophezeite?
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   12/11/2017, 4:02 pm

Den Speck bemerkte Rafael ebenfalls nicht. Dafür entging ihm nicht das Grinsen des Söldners, was diese ganze, beschissene Situation überspielen sollte. Rafael jedoch blieb ernst, sah nochmal kurz zu Hannigan, der den Inhalt der Schüssel skeptisch musterte und anschließend wieder zu Francis. Natürlich hatte er viel versprochen. Aber darauf wollte Rafael nicht weiter eingehen. Es wäre nur unsinnig abzustreiten, dass Francis wegen Rafaels Mähne blieb. Hier ging es um weitaus mehr. Ob Francis sich dem bewusst war?
"Wir sind und schon bekannt.", antwortete Rafael, als der Söldner ihm und Emily Hannigan vorstellte. "Ein Lebensretter also...", fügte er noch hinzu. Eigentlich wollte er noch etwas dazu sagen, beließ es aber dabei. Er vergaß nicht, dass Shane Francis offensichtlich wichtig war. Es würde also Santoro nichts gutes tun, würde er sich zwischen die beiden Männer stellen.
Doch anschließend setzte er sich hin, um mit Francis auf einer Augenhöhe zu sein. Ein schmerzhaftes Stöhnen entfuhr ihn, als er endlich auf dem Boden aufkam. Er wollte sich nur mit Francis unterhalten. Den Templer wollte er ignorieren. Ob er weiterhin stumm blieb?
"Dass Leonardo noch lebt, ist gut zu hören. Du musst mir nicht erzählen, wie du mit ihm verbliebst." Seine Stimme war ruhig und anschließend sah er zu Boden, während Francis erklärte, dass sie nicht bleiben konnten. Einen Moment blieb der Braunhaarige still, doch dann öffnete er abermals den Mund, um etwas zu sagen. "Womöglich wäre das der einfachste Weg." Noch immer sah er zu Boden, bis er anschließend mit festem Blick wieder in die Augen des Blondschopfes sah. "Ich finde keine Worte für das, was man dir in diesem Lager antat." Kurz verzog er die Augenbrauen, als müsse er tiefen Gedanken nachjagen. "Aber es ist geschehen." Wieder setzte er eine kurze Pause ein, bis seine Stimme sicherer und härter klang. "Aber ich kann euch nicht gehen lassen. Zumindest den Templer nicht. Ließe ich ihn gehen, wird er uns verraten. Das kann ich nicht tun." Dann schwang sein Kopf etwas herum, um zu Hannigan zu sehen. Nun bewegte Rafael sich so, dass er auf den Knien saß und drehte sich dabei mehr zum Templer. "Euer Schlag auf meine Nase hätte nicht sein müssen.", fing er an..völlig absurd klang es womöglich für Hannigan. "Rizzi trieb üble Spiele mit mir und auch mit Euch. Er ließ Euch im Glauben, Francis sei tot. Auch mich ließ er in dem Glauben. Er nahm Euch als Templerbruder mit auf die Reise und Ihr musstet als Gefangener enden." Ob er darauf ansprang? Doch Hannigan's Emotionen musste er auslösen, wenn er das wollte, wonach er schon so lange suchte. "Doch, Signore Hannigan.. diese Fesseln müssen nicht sein." Seine Stimme blieb ruhig und nur kurz funkelten seine Augen. "Wenn Ihr mit uns freiwillig kommt, seid Ihr nicht länger ein Gefangener. Das verspreche ich Euch." Wieder eine kurze Pause, als wolle er die Worte damit unterstreichen. "Rizzi muss sterben. Und das wisst Ihr nun genauso gut wie ich. Helft mir mir dabei. Helft mir, ihn zu finden. " Er war sich vollkommen bewusst, was er tat. Ein Bündnis mit einem Templer war überhaupt keine gute Idee. Doch Templer töteten untereinander, das war nichts neues. Und Rafael würde sein Wort halten, ginge er darauf ein. Und wenn nicht? Er hoffte es, dass er es sich wenigstens überlegte....
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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   12/11/2017, 5:50 pm

Francis hatte bisher stets allein gehandelt. Oft mehr schlecht als recht. Sein Leben hatte bisher aus unzähligen Süchten und Leidenschaften bestanden. Er arbeitete nur um das Geld anschliessend wieder ausgeben zu können. Er lebte von der Hand in den Mund. Tagein, tagaus. Nie hatte er länger als eine Woche geplant und nie hatte er für andere Menschen mitgeplant. Die Situation war nun schon seit Tagen vollkommen anders als alles, was er bisher erlebt hatte. Deshalb war ihm überhaupt nicht bewusst, was das alles zu bedeuten hatte. Er konnte sich kaum ein Bild über die Schwere ihrer Situation machen. Er glaubte einfach an sein so oft erwähntes Glück, daran, was die Seherin sagte, und daran, dass sie im Zweifelsfall immer richtig entschieden hatte. Und damit meinte er Shane und sich selbst.
Rafaels Worte waren klar und Francis hörte ihm zu was er zu sagen hatte. Als Rafael aber mit Shane sprach, sah er zu diesem hin. Er hatte Rafael geschlagen? In Shane steckte mehr als Francis ahnte.
"Wohin wollt ihr denn gehen? Zurück nach Florenz?", wollte Francis wissen und mischte sich in das Gespräch ein. Er war einfach nur neugierig. Rafael hatte also ein Ziel und dieses war womöglich sein Zuhause gewesen. Doch eine Rückkehr wäre gar nicht so einfach gewesen. Rizzi hatte bestimmt seine Leute angeheuert und sie würden noch immer in Florenz nach ihnen Ausschau halten und ihnen das Leben schwer machen.
Francis holte tief Luft und schielte seitlich zu Shane. Er ging davon aus, dass Shane Rafael nicht helfen würde. Dass es ihm egal war und er einfach nur noch nach Hause wollte. Was hatte Rafael sich da nur erhofft? Shane war schwer zu knacken und man musste ihn ständig weiter knacken damit er für einen offen blieb. Die Entscheidung, die Shane jetzt zu treffen hatte, war ganz allein seine Entscheidung gewesen. Francis würde ihm folgen, ganz gleich wohin. Sein Blick glitt in die Flammen ihres kleinen Feuers und er spürte die Wärme auf seinem Gesicht. Die Schmerzen in seinem Körper und die kleine Überbelastung seiner Seele lösten sich aber nicht auf. Allmählich verspürte er auch den Drang nach der Weinflasche zu greifen. Die Turtelei mit Shane hatte ihn entspannen lassen aber sie hatte keine Erlösung gebracht. Der innere Druck, der wie ein Stein in seinem Magen lag, war noch da und er wollte ihn endlich loswerden. Was auch immer nun aus Shanes Mund kommen würde, Francis würde diese Entscheidung mittragen. Auch wenn es ihm das Leben kosten würde.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   12/11/2017, 7:08 pm

Ein kurzes Zischen ertönte von seiner Seite. Er konnte hören, dass Rafael seinen Satz noch lange nicht beendet hatte und noch mehr konnte er ahnen, dass dessen Gedanken nicht von freundlicher Natur waren. Es war absurd jemanden, als Lebensretter zu bezeichnen und das ausgerechnet in der Anwesenheit von gnadenlosen Mördern. Aber es war Francis, der diese Bezeichnung verwendet hatte. 
Shane bemerkte Emilys Blick auf sich und kurz wandte er die grauen Augen zu ihr. Die Schüssel hatte er dabei noch immer in die Hand. „Eine Seherin....dass ihr Euch nicht schämt, solche Lüge zu benutzen.“ Er sagte die Worte nur leise und in ihre Richtung. Er glaubte nicht an das Wort solcher Frauen und Emily war gewiss keine Wahrsagerin oder sonst etwas in diese Richtung. Sie hatten Francis Naivität ausgenutzt. In Shanes Blick konnte man erkennen, dass er nichts davon glaubte. Ohne den Eintopf anzurühren, stellte er die Schüssel fort. Mit halben Ohr hörte er dem Gespräch von Francis und Rafael zu. Er hatte mit Leonardo am Fest der Templer gesprochen. Was davor oder danach mit dem Künstler geschehen war, wusste er nicht. 
Shanes Kopf drehte sich sofort zu Rafael. Der Mentor saß nun am Boden und hatte ihn direkt angesprochen. „Ihr hattet es nicht anders verdient.“, grollte er leicht. Zwar verachtete er rohe Gewalt, aber den Schlag in Rafaels Gesicht bereute er nicht. Er war an allem Schuld - an all den Dingen die Francis wiederfahren waren.
Zorn funkelte nun in seinen Augen. Santoro musste ihn nicht daran erinnern: An Rizzis grausame Spiele, die nichts mehr mit dem Orden zu tun hatte. Shanes Finger gruben sich in den Stoff seiner Hose. Er hörte zu. Das tat er immer. Egal wer sprach - ob Feind, Freund oder einfacher Pöbel. Nachdem der Mann geendet hatte, sagte er nichts. Sein Ausdruck blieb verborgen und er sah Rafael nur ins Gesicht. Er spürte ebenso, dass Francis ihn ansah. Sie erwarteten eine Antwort von ihm. Und dieses Mal würde er eine geben müssen.
 „ Ich glaube Euch kein Wort. Noch glaube ich jemanden in diesem Lager., begann er dann und sah Emily, Rafael und am Ende auch Francis. Auf dem Blonden blien sein Blick am längsten hängen. „Ob mit oder ohne Fesseln, ich werde unter euresgleichen immer ein Gefangener sein.“ Rafael hatte ihnen klar gemacht, dass er nicht gehen dürfte. Er würde nicht frei sein und wachsame Augen würden der Kerker sein, den die Assassinen für ihn wählten. Was änderte schon ein Stück Seil daran. „Unser Ziel mag ähnlich sein, doch was ihr mir hier anbietet ist verrat. Verrat an meinem eigenen Orden.„ Mit einem Assassinen arbeiten, um einen Tempelbruder zu töten? So stark war sein Hass noch lange nicht. Und wer sagte ihm, dass man ihn nicht auch tötete sobald Rizzi tot war? „Rizzi wird seine Strafe bekommen. Die Hölle wird ihn früh genug holen.“ Auch wenn Shane ihm den Tod wünschte, so hatte er Barbara nicht vergessen und ebenso wenig seine Moral. Im Kerker hatte er sich gefragt, wie weit er bereit war zu gehen, um Rizzi aufzuhalten. Im Duell war er entschlossen gewesen ihn zu töten und auch auf dem Hinrichtungsplatz war dieser Entschluss nicht weniger geworden. Doch jetzt... jetzt wollte er Rizzi einfach die Macht nehmen und ihm die noch einmal die Ziele des Ordens vor Augen zu führen. Jene, die von Sinn und Ordnung berichteten. Das was,sie wirklich suchten. Aber zuerst wollte er einfach nach Hause. Dort wo seine eigene Macht saß. Die Aussicht darauf war jedoch, so weit entfernt. Die Assassinen waren im der Überzahl und unbemerkt konnten sie nicht einfach verschwinden.

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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   12/11/2017, 8:36 pm

"Ssh! Shane.", murmelte er kurz als dieser so abfällig zu Emily sprach. Sie war eine Seherin und sie durfte nicht verärgert sein. Dann würde sie böse Dinge prophezeien. Aber Shane ging gar nicht darauf ein. Niemand ging darauf ein. Es war ja auch nicht so wichtig gewesen. Denn die Zukunft, die sich für sie eröffnete, war nicht so wie sie es sich vorgestellt hatten.
"Unterscheidet sich der englische Templerorden nicht von dem italienischen Orden? Ich dachte immer, dass es da viele Unterschiede geben würde.", sagte er und blickte zu Shane. Francis eröffnete nun nicht nur ihm sondern auch den Assassinen, dass er von ihrer Fehde recht wenig wusste. Er hatte sich einfach nie wirklich damit beschäftigt. Warum auch? Er hatte andere Aufgaben zu lösen. Ihm fiel noch etwas weiteres ein und er drehte den Kopf zurück zu Rafael. "Wir müssen aber in Gasthäusern übernachten. Und wir kriegen jeweils ein eigenes Zimmer ohne eure Augen."
Diese Bedingung stellte er nicht aus körperlichen Gelüsten heraus. Er wollte einen Rückzugsort haben. Vorallem für Shane. Francis versuchte aus der Situation so viel wie nur möglich herauszuholen damit er ihm wenigstens etwas bieten konnte. Eine kleine Erleichterung. Francis war bereit, Rafael ansonsten eine Abfuhr zu erteilen wenn er ihm nicht etwas entgegenkam. Denn Shane hatte recht. Er war ein Gefangener und das hatte Francis nicht gewollt.
Die gefesselten Arme hätten ihren Reiz gehabt. Aber nicht hier und nicht heute. Vielleicht später, wenn sie beieinander lagen und sich wärmten. Vielleicht konnte er Shane da ein wenig betatschen. Wieder sah er zurück zu Shane, der die Suppe noch nicht angerührt hatte. Er war gutes Essen gewohnt. Schmackhaft und köstlich zubereitet. Selbst Francis ass für seine Verhältnisse besser als sich mit so einer Suppe zu begnügen, die nach nichts roch. Aber es war Fleisch und es würde den Magen zumindest ein bisschen beruhigen.
Wohin auch immer Rafael sie führen wollte, es würde nicht einfach für ihn werden. Francis' Magen begann laut zu knurren und zu gluckern. Er wollte endlich an den Speck ran aber er durfte nicht einmal hinsehen um nicht auffällig zu werden. Emily und Rafael würden die beiden Stöcke mitnehmen und unter den Assassinen verteilen damit der Templer nichts abbekam. Das durfte auf keinen Fall passieren. Shane würde morgen sonst vom Sattel fallen weil er so wenig zu sich nahm oder nehmen konnte und sein Körper dringend Stärkung brauchte um wieder zu genesen.
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   12/11/2017, 9:36 pm

"Nein, nicht zurück nach Florenz. Ihr werdet es früh genug erfahren."Es auszuplaudern wäre ein Fehler. Würde Shane fliehen können, was Rafael stark bezweifelte, wäre dies das erste Ziel der Templer, um die Assassinen zu suchen. Noch immer war es eine richtig dumme Idee, einen Templer dort hinzuführen. Aber sein Ziel war es, dass er sich tatsächlich gegen seinen Orden stellte.. Wenn auch nur gegen den italienischen Templerorden.
Auf Hannigan's Worte bezüglich der Seherin ging Rafael nicht ein. Rafael wusste nicht, wie die Assassinen darauf kamen, Francis soetwas aufzutischen, doch es hatte Wirkung gezeigt. Natürlich war es nicht gut, ihn in solch einem Glauben zu lassen. Doch es war eine Möglichkeit, den Söldner umzustimmen. Und dies hatte anscheinend auch, wenn auch nur etwas, gewirkt.
Rafael verzog noch etwas nachdenklicher das Gesicht, als Shane sein Misstrauen aussprach. Wer konnte es ihm auch verübeln? Der Mann war stur und bevorzugte es anscheinend, die Fesseln an den Händen zu behalten und dementsprechend behandelt zu werden. Doch schlimm würde es nicht werden. Kein Hund wurde so behandelt, wie Rizzi Rafael behandelt hatte. Nein, Hannigan würde es so nicht ergehen. Egal, ob Templer oder nicht. Dieser hier schien jedenfalls einer von der seltenen Sorte zu sein. Er zeigte zwar das typische Verhalten eines Assassinen gegenübers, doch war er kaum zu vergleichen mit der barbarischen Art, wie sie Rizzi sie auslebte oder ein anderer Templer. "Ich glaube nicht an die Hölle oder Gott, wie ihr Templer es tut. Doch ich glaube an das Schicksal. Und das Schicksal bin ich. Denn er wird nur durch meine Hand sterben." Er wusste, dass Rizzi stark verwundet war durch Ezio's Schwert. Aber hatte dies ausgereicht, um ihm das Leben zu nehmen? Rafael glaubte nicht daran. Er glaubte es erst, wenn er es sah. "Dann fühlt Euch ganz in der Rolle des Gefangenen. So wollt Ihr es doch, nicht?" Noch immer blieb Rafael ernst und sah dann zu Francis, als dieser nun etwas sagte. Er konnte für einen Augenblick nicht verbergen, dass ihn das überraschte. Viel mehr hätte er gedacht, Francis stünde seinem Templer bei und würde seine Meinung weiterhin vertreten, morgen von hier zu verschwinden. Ob er selbst einsah, dass es doch nichts brachte? Er konnte sich immerhin denken, dass sie bewacht würden. Es wäre immer jemand des Lagers wach, um auf sie und die Umgebung aufzupassen.
Ein Gasthaus war also der Wunsch... Ein eigenes Zimmer. Konnte Rafael dieses Risiko eingehen? Ein weiches Bett könnten sie alle gebrauchen. Und Wein. Ezio sprach davon, sie wären einen Tag lang unterwegs. Von Früh bis Abend. Und solange könnte Rafael selbst nicht im Sattel verbringen.
Er hatte dabei zurück zu Francis gesehen. Und anschließend rutschte er noch näher an ihn hin und erhob die rechte Hand. Der fehlende Fingerstumpf bewegte sich unheilvoll, als Rafael den Zeigefinger hob und ihm entgegenstreckte. Man sah, dass er innerlich kurz mit sich rang und atmete dann schwer aus. Seine Stimme wurde leiser, als er sagte: "So soll es sein. Ihr teilt Euch ein eigenes Zimmer. Doch glaube mir: versucht oder denkt ihr nur daran zu flüchten, so wird Calenberg seinen Pfeil euch beiden wo anders reinrammen." Er hätte geschmunzelt. Aber ihm war es nicht danach. Keine Sekunde ließ er Francis dabei aus den Augen. Er meinte es todernst. Er wüsste tatsächlich nicht, was geschah, würden sie es dennoch versuchen. Selbst im Gasthaus würde er eine Wache aufstellen lassen. Und sie würden ein Gasthaus auswählen, indem die Zimmer sich im oberen Stockwerk befanden. Ob Francis gerade das Vertrauen ausnutzte und nichts ernst meinte, was er sagte? Sie würden nicht entkommen. Gegen seine Assassinenbrüder und die Assassinenschwester hätten sie keine Chance. Hoffentlich irrte er sich und Francis machte ihm nichts vor...
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   13/11/2017, 9:14 am

Shane presste die Lippen aufeinander. Er würde das Ziel nicht wissen. Man ließ sie im Dunkeln und gab ihnen somit keine Möglichkeit nach den eigenen Zügeln zu greifen. Shanes Augen lagen nun kalt auf Rafael. „Ob Schicksal oder nicht. Rizzis Tod wird uns nicht aufhalten. Shane hielt inne, als er Francis Frage hörte. Ein wenig drehte er den Kopf und sah ihn an. Es dauerte einen Moment, ehe er ihm eine Antwort gab. „Unsere Ziele sind diesselben. Nur die Vorgehensweise unterscheidet sich von diesem Land. Und deshalb gehört das Herz von London bereits den Templer und das schon seit so langer Zeit.“ Er erklärte es für alle hörbar und doch waren die Worte ohne klare Aussage. Es verriet nichts, was sie nun wirklich taten oder was sie der Welt wünschten. Er wollte Francis nicht in diesem Krieg sehen. Er hatte ihn bereits bei Rizzi zu sehr hineingezogen, aber um ihn zu schützen. Doch es war Rafael der damit begonnen hatte, ihn zu seinen Assassinen zu führen. Und diese Tatsache ließ ihn nicht los. Und noch immer nannte Francis ihn einen Freund... „Ihr wisst nichts über dass, was ich will., zischte er dann und bewegte seine Hände. Doch noch immer verhinderte das Seil, dass er sie öffnen konnte und so musste er sie wieder nutzlos senken. Was er wollte, war von hier zu verschwinden. Francis Forderung ließ Shane etwas erstarren. Dann sollte ein Zimmer seine Zelle werden? Er holte etwas Luft und stieß sie leise durch den Mund wieder aus. Er würde einen Weg finden, sich aus dieser misslichen Lage zu befreien. Er musste nur geduldig sein. Seine Aufmerksamkeit lag auf dem Mentor, doch hin und wieder sah er auch zu Emily. Sie mochte gerade still sein, doch das machte sie weniger gefährlich. Shane spannte sich an und starrte in Rafaels Gesicht. „Rührt Ihr ihn auch nur einmal an, werdet Ihr noch vor Rizzi sterben., drohte er und richtete sich noch etwas auf. Seine Hüfte protestierte dabei, doch er biss nur die Zähne zusammen. Den Rücken nun gerade durchgestreckt, konnte er ein wenig auf Rafael hinab sehen. Ihr habt ihm bereits genug angetan! Ihr belügt ihn, fesselt ihn, verletzt ihn, und zieht ihn Eure Angelegenheiten. Mich mögt ihr gefangen halten, aber versucht es nicht mit Francis. Sein Herz schlug fest in seiner Brust, während er den Mentor und dann auch Emily ansah. Ein wenig versuchte er auch zu erkennen, was die anderen beiden Männer taten. Doch die Dunkelheit machte es ihm schwer. Das Feuer leuchtete nur die unmittelbare Umgebung aus.

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