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 Der Weg der Assassinen

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AutorNachricht
Rafael Santoro
Mentor der Assassinen
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Spieler : Nessie

Der Charakter
Alter: 34
Besonderheiten: 2 Finger fehlen (heilen schon etwas ab, verbunden), eine Wunde am Bauch (versorgt), Brandwunden (Templerkreuze, am abheilen) jeweils an beiden Arminnenseiten, trägt nur eine Hose. Wunden am Rücken (von der Peitsche, verbunden) Unbewaffnet und inventarlos
Gesinnung: Assassine Assassine

BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   22/11/2017, 10:56 am

"Und trotzdem stehen wir jetzt hier.", gab er auf dessen erste Antwort von sich. Rafael wollte nicht behaupten, Shane und der Assassine hätten etwas gemeinsam. Beide waren stur und genauso wie Rafael gegenüber Rizzi wollte auch er seine Bruderschaft nicht aufgeben, nur um im Kerker besser behandelt zu werden. Weder Hannigan noch er wollten ihre Bruderschaften verraten. Rafael hatte ungefähr das gleiche versucht wie Rizzi. Nur milder und keine Mittel einzusetzen, die Schmerzen bereiteten.
Rafael's Blick huschte zu Franci's Wunde am Bauch, die unter dem Stoff lag. Nur die konnte er meinen, als er davon sprach, er wäre damit davon gekommen. Auch unter Rafael's Hemd befand sich eine ähnliche. Der Faden wurde schon am gestrigen Tag vom Arzt gelöst, somit war es nicht mehr seine eigene Aufgabe, dies zu tun. Sie wuchs mehr oder weniger zusammen. Das Hinterherschleifen an der Kutsche hatte wenig für die Heilung gebracht. Das Veilchen an Auge und Nase geriet erst in den Vordergrund, wenn er zufällig mit der Hand darüber kam. "Auch ich habe Rizzi kein Wort erzählt. Er wollte Namen hören. Doch er bekam sie nicht. Hannigan suchte mit mir ein Gespräch unter vier Augen und schloss mit mir soetwas ähnliches wie ein Abkommen. Und später verriet ich dies in einem Moment voller Verzweiflung. Es ist keine Entschuldigung. Das weiß ich. ", leicht nickte er. "Wir haben uns über dich unterhalten. Vielleicht schloss er deshalb diese Verhandlung mit mir." Anschließend presste er die Lippen aufeinander, um nur die Augen von Francis fortzubewegen.

Wenigstens versuchte Francis nicht abzuhauen. Nicht in diesem Moment, doch sprach er auch nicht nocheinmal davon. Ob er Hintergedanken hatte und sein Pferd antrieb, wenn die anderen während der Reise nicht damit rechneten? Wieso musste Rafael noch mehr Güte zeigen? Hatte er den Meister nicht zurückgedrängt? Er konnte nichts dafür, dass dieser Francis einen Pfeil ins Bein jagte. Doch am Schluss war Rafael es, der mit den Konsequenzen leben mussten. Dies war jedoch nichts neues für ihn. Er hatte es schon immer gewusst.
Als Francis zurück zum Lager schritt, folgte Rafael ihm. Ezio und Emily hielten sich bei Hannigan auf. Der Mohnsaft sprang ihm wieder zurück ins Gedächtnis, von welchem die zwei Rekruten am vorherigen Abend gesprochen hatten. Mehr oder weniger kannte er die Wirkung diesen Mittels. Er beobachtete, wie Francis zu seinem Templer ging und dessen Hände über seine Wangen strichen, während er das Wort an Emily und Ezio richtete. Konzentriert ging Rafael's Blick zu den zwei jüngeren und ging nur langsam auf sie zu, als auch Francis sich von Hannigan abwandte und auf die beiden zuging. Von dem lockeren Francis, mit dem er sich vor wenigen Sekunden noch unterhalten hatte, war in diesem Moment nichts mehr zu erkennen. "Francis.", spuckte Rafael nur aus, als er dessen Hände beobachtete, die sich automatisch zu Fäusten bildete. Jederzeit bereit, hochzuschnellen und sie in einem Gesicht zu versenken.
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Shane Hannigan
Englischer Großmeister
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   22/11/2017, 12:57 pm

Shanes Reaktion kam nur langsam. Zuerst hatte er einfach nur in die Blätter geblickt. Die Bewegung und die Muster darin, waren plötzlich faszinierend geworden. Doch dann schob sich ein Gesicht in sein Sichtfeld und etwas Warmes berührte seine Wange. Durch den verlangsamten Puls war seine eigene Haut kälter geworden. Seine Stirn runzelte sich leicht und er blinzelte ein paar mal. Doch er schien mehr durch Francis hindurchzusehen, als in seine Augen. In Shanes Verstand hatten sich die Züge des Blonden verändert, sie waren weicher geworden und dessen Haare länger. Der Templer hatte einen Tagtraum in den sich nun auch Francis schob. Seine Zunge strich über seine trockenen Lippen und er sog tief die Luft ein. "Ihr seid warm.", murmelte und er streckte die Hand nach dem dem Gesicht aus. Schatten tanzten darin und er wollte sie berühren. Er wollte wissen, wie sich die dunklen Stellen auf seinen Fingerspitzen anfühlten. 
Doch der Söldner war bereits wieder aufgestanden und so griff Shane nur in die Leere. Kurz wirkte er verwundert, wohin Francis plötzlich verschwunden war. Seine Hand fiel wieder nach unten und die Finger gruben sich etwas in das Fell. Er wirkte ein wenig enttäuscht und presste die Lippen aufeinander. "Geht nicht fort!" Seine Worte schienen sich einfach zu verlieren. Shane setzte sich langsam auf. Aber seine Haltung war nicht so gerade, wie sonst. Viel eher waren seine Schultern nach vorne gebeugt und seine Hände lagen locker in seinem Schoß, während er noch einmal blinzelte. Shanes Blick war eine Weile in die Leere gerichtet, während seine Wangen sich entspannten. Erst nach und nach drehte er den Kopf und sah auf Francis Rücken. Seine grauen Augen lagen auf einem Punkt zwischen dessen Schulterblättern. "Warum ist sie einfach gegangen?", fragte er sich dann selbst und auch ein wenig die vier Gestalten vor ihm - nicht begreifend, dass Francis und das Gesicht Minuten zuvor ein und diesselbe Person waren. Shane fuhr sich noch einmal über die Lippen und schluckte etwas. Sein Mund fühlte sich trocken an, während der restliche Schmerz noch immer einer gewissen Leichtigkeit gewichen war. Selbst die kurze Enttäuschung die vorhin noch zu sehen gewesen war, war zu einer Erinnerung geworden. Ein Teil von ihm nahm zwar alles wahr und wusste wo er sich befand, doch die Bedeutung davon war nicht mehr so tiefgehend. Gerade wollte er nur die Wärme zurück, die von der Hand an seiner Wange ausgegangen war.

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Maurice Calenberg
Meisterassassine
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   22/11/2017, 1:04 pm

cf.: Außerhalb von Montepulciano

Maurice saß auf dem Pferd und die Leiche des Verräters lag direkt hinter ihm auf dem Pferd. Maurice war zufrieden, mit seiner Arbeit. Der Weg war mittlerweile wie leer gefegt. Es befanden sich kaum noch Menschen auf dem Weg.
Maurice musste aufpassen, dass er keinen Soldaten begegnet. Maurice lies sich Zeit. Maurice hatte es nicht wirklich eilig damit den anderen Assassinen wieder zu begegnen. Für die anderen Assassinen müsste es wohl eine Demütigung sein, dass er nach seiner Show vorhin nun auch noch den Verräter binnen kürzester Zeit getötet hat und sogar seine Leiche mitbringt. Maurice war nun ungefähr an der Stelle, wo er das erste Mal in den Wald hineingegangen war. Langsam und unauffällig wich er vom Weg ab und trabte in den Wald. Die Stöcke knackten unter den Hufen des Pferds. Langsam aber sicher sollte er sich dem Lager nähern. Die Erinnerungen an die Probleme die es vorher gab, machten es wirklich schwer für Maurice zu den Assassinen zurückzukehren. Doch er hatte einen Auftrag und diesen musste er erfüllen. Maurice hatte bisher immer versucht jeden Auftrag den er erhielt perfekt zu erfüllen. Das musste wohl an seiner perfektionistischen Ader liegen, für die er bekannt war.

In der Ferne erkannte Maurice einzelne Gestalten. Maurice hielt kurz an und holte Luft. Kurz musterte er die Situation, ehe er ins Lager, vorbei an dem Templer und dem Söldner, ritt. In der Mitte des Lagers hielt er mit dem Pferd an und warf die Leiche des Verräters auf den Boden. Die Leiche schlug schwer auf und landete auf dem Rücken. Kurz blickte Maurice zu Rafael und dann zu dem Verräter. "Ich habe den Auftrag erfüllt und das in Rekordzeit." raunte Maurice etwas arrogant und mit einem selbstsicheren Lächeln. Auf der Leiche waren noch die Wunden des Kampfes zu sehen, sowie die schwarzen Striche in den Adern. Die Waffen des Verräters legte Maurice neben die Leiche. "Vielleicht sind das ja eure, mehr trug er nicht bei sich." merkte Maurice noch knapp an.
Wie die andern wohl reagieren würden? Maurice war gespannt auf die Antworten der anderen und die Reaktion des Templers. Mit diesem Mord hatte er wieder einmal bewiesen, wie genau und präzise er arbeitete - dass er niemanden laufen lies, den er tot sehen wollte. Maurice war zwar sehr schnell gewesen, das lag wohl aber wohl eher an dem Glück, dass Adriano ihm entgegen kam.
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Emily de Lucca
Rekrutin
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Gesinnung: Assassine Assassine

BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   22/11/2017, 4:00 pm

Wieder auf den Beinen nickte sie auf Ezios erneutes Nachfragen. ''Mir geht es gut.'' Benommen lag der Mann nun vor ihren Füßen und sie musste dem Assassinen beipflichten. Der heutige Tag würde ruhig werden, zumindest was den Templer betraf. Mit dem Söldner war sie sich da nicht sicher. ''Bell empfindet offensichtlich viel für diesen Mann... aber ich kann nicht verstehen wie er dieses Risiko eingehen konnte und die Fesseln löste.'' Um diese Tatsache wieder etwas zu verbergen zog Emily den Mantel etwas höher und bedeckte die Hände des Mannes. ''Hätte das dieser gut gelaunte Meister gesehen, wäre er schon tot.'' Auch wenn Rafael anders entschied, die junge Frau glaubte nicht,  dass sich der Ägypter an das halten würde. Zumindest wenn es um den Templer ging. 
Nun würde sich der Mann kaum allein auf den Beinen halten können und das machte die Fesseln mehr als unnötig. ''Nein, das hat er nicht verdient.'' Dass seine Schmerzen gelindert wurden war aber ein unvermeidbarer Nebeneffekt und diesen hätte sie Rafael weitaus mehr gegönnt als dem Feind. Der Mohn war nun aber endgültig alle und von Giovanni wusste sie, dass sie auch in seinen Taschen nichts mehr finden würde. Ein letztes Mal musste sie nun den Söldner überzeugen, dass alles in Ordnung war.
Eifrig überlegte Emily, was sie dem Blonden sagen sollte. Wie sie ihn beruhigen und hinhalten konnte, ohne dass wieder Chaos im Lager ausbrechen würde. 
Ezio hatte recht und die Pferde mussten hergerichtet werden. Sobald Rafael zurückkehrte würden sie aufbrechen um keine Zeit zu verlieren. Gerade als sie sich umdrehte um zu den Sätteln zu gehen hörte sie hinter sich Francis rufen. Noch war ihr die perfekte Lösung nicht in den Sinn gekommen und um Hilfe bittend suchte sie Ezios Blick. Der Söldner scheuchte alle von sich und kniete bei dem lallenden Mann. Als Bell sich vom Leben des Templers überzeugt hatte sprang er schnell wieder zurück auf die Beine. Wütend stand er vor ihnen, aber Emily hielt dagegen. Der Blonde überragte sie deutlich und so musste Emily den Kopf etwas in den Nacken nehmen um seine Augen zu sehen. ''Seid nicht so verdammt undankbar! Ich gab ihm etwas gegen die Schmerzen oder wolltet Ihr in dem Zustand mit ihm reiten?'' Die Assassine war selbst überrascht wie fest ihre Stimme klang. Wut lag ebenfalls darin und sie versuchte so überzeugend wie möglich zu wirken. ''Sorg dafür dass er ruhig bleibt und uns allen wird nichts geschehen. Unter Schmerzen wäre es vorbei mit der Ruhe und er würde uns alle gefährden.''  Beschwörerisch funkelten ihre Augen und mit dem Zeigefinger tippte sie mahnend auf die Brust ihres Gegenübers. ''Haltet ihn warm, helft ihm aufs Pferd und stellt mein Handeln nicht in Frage. Hätte ich schlechtes vor, hätte ich Calenberg einfach schießen lassen! Aber seine Zeit ist noch nicht gekommen.'' Ohne auf seine Antwort zu warten oder ihm die Chance zu geben nun ebenfalls auf sie loszugehen, drehte sich Emily nun um und ging zu den Pferden. 
Auf ihrem Weg dorthin stieß sie auf eben diesen Meister und sah den leblosen Körper des Spaniers. Tote Augen starrten ins Leere. Anerkennend und dankbar nickte sie dem Ägypter zu. In nur einer Nacht hatte er seinen Auftrag erledigt und die Gruppe hatte eine Sorge weniger. Der Verräter war tot und niemand würde ihn betrauern.
Bei den Pferden angekommen versteckte sie ihr Gesicht hinter ihrem Tier und sah nervös zu Ezio. ''Ich habe übertrieben, nicht wahr?'' Ihre Stirn legte sie an das warme Fell und schloss die Augen. Nun konnte sie nur hoffen, dass Bell sich beruhigte und die Gruppe das Ziel schnell gemeinsam erreichten.
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Francis Bell
Söldner für alle Fälle
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   22/11/2017, 4:41 pm

Es gab mehrere Gründe warum sich Francis' Hände wieder entspannten. Zum einen war es Rafaels Stimme gewesen, dann Emily, die mit so festen Worten sprach, dass sie einschüchternd wirkte. Aber mit Calenbergs Erscheinen kam die Furcht wieder hoch. "Danke.", sagte er als einziges zu Emily wegen der Schmerzmittel, die sie Shane offenbar gegeben hatte. Dass diese aber solche Wirkungen entfalten würden, empfand er als unangemessen in ihrer Situation. Shane war zu nichts mehr fähig. Er murmelte und Francis wusste auch nicht, wen er mit 'sie' meinte. Seine Hand? Die Wärme? Eine Frau? Während Emily davonschritt und Calenberg Rafael den toten El Matador gebracht hatte, starrte Francis Calenberg an. Am liebsten hätte er ihn angefallen und ihm eine Abreibung gegeben. Aber Calenberg war stark und bewaffnet und Francis hatte nach wie vor Angst vor diesem Mann. Sein Blick glitt hinüber zu Rafael ehe er ihn senkte. Er drehte sich um und kniete sich wieder hin zu Shane.
"Ich bin da. Mach dir keine Sorgen.", sagte er zu ihm und fasste ihm wieder an die Wangen. Das hatte er offenbar in seinem Zustand gemocht. Er beugte sich tiefer und gab ihm einen sanften Kuss auf die Lippen. Mehr wollte er nicht. Er hätte die Situation ausnutzen können. Aber da hatte er Skrupel. Wären sie beide betrunken gewesen, wäre die Situation eine andere. Aber hier und jetzt war Shane wehrlos. Er konnte keine Entscheidung treffen und Francis wollte nicht über ihn bestimmen nur um zu bekommen was Shane im normalen Zustand nicht bereit zu geben war.
"Wir werden einen langen Ritt vor uns haben.", erklärte er ihm mit ruhiger Stimme und sah ihn an. Shane sass völlig benommen da und sein Blick wirkte völlig verblüfft. Dann sah er auf Shanes Hände. Sie hätten wohl keine Waffe halten können. Aber Calenberg war zurückgekehrt und würde wohl wieder den Tod von Shane verlangen. Francis drehte den Kopf zu den anderen. "Er ist zu benommen als das er mit gefesselten Händen reiten kann! Und ich werde mit ihm auf ein Pferd sitzen müssen damit er nicht herunterfällt. Das heisst, wir müssen wegen dem Pferd zwei, drei zusätzliche Pausen einlegen."
Er hoffte, dass Calenberg nicht wieder dagegen war und seine Forderungen bezüglich Shane und Francis stellte. Francis hielt den Mann für unberechenbar.
Sein Blick ging hinüber zu Lady, der schönen, schwarzen Stute, die aufmerksam in ihre Richtung blickte. "Sorry, Lady.", sagte er zu ihr. Sie würde einiges an Gewicht tragen müssen. Dafür aber würde eins der aus Montepulciano geklauten Pferde ihr Hab und Gut tragen. Und das musste er auch erst noch vorbereiten. Der Korb musste geleert und die Satteltaschen gefüllt werden. Und Shane machte sich hoffentlich nicht in die Hose weil er nicht mehr wirklich reagieren konnte.
"Shane, bleib hier sitzen.", sagte er ihm und löste sich langsam von ihm um sich wieder aufzurichten.
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Rafael Santoro
Mentor der Assassinen
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   22/11/2017, 5:16 pm

Stumm blieb er, nachdem er Francis' Namen ausgesprochen hatte. Umso beruhigender waren Emily's Worten, die den Mohnsaft als starkes Schmerzmittel tarnte. Genauso schien es Francis zu beruhigen. So war jedenfalls der Anschein. Er ging zurück zu dem Templer und kümmerte sich rührend um ihn. Sprach mit ihm, während der andere nicht mehr ganz bei Sinnen war. Es war eine gute Tat, ihm dies zu verabreichen. Rafael's Gefühl war dementsprechend gut und vielleicht würde der Tag heute tatsächlich ruhig verlaufen, je nachdem wie lange das Mittel anhielt. Emily vertrat ihre Rolle als Seherin gegenüber Francis ausgezeichnet. Vermutlich war es tatsächlich keine gute Idee, seine Naivität auszunutzen. Aber der Mentor wollte sich auch nicht vorstellen, was passiert wäre, wären sie dauerhaft bei der Wahrheit geblieben. Manchmal brauchte man Notlügen.

In der Zwischenzeit hatte auch Maurice Calenberg wieder zum Lager zurückgefunden. Das vertraute Geräusch von Hufen unter weichem Boden durchbrach die Geräusche, die im Lager herrschten, was auch Rafael dazu verleitete, in seine Richtung zu sehen. Ein lebloser Körper war ebenfalls auf dem Reittier, welcher bald auf dem Rücken zu Boden fiel. Fahle Augen starrten direkt in die seinen und für einige Sekunden blieb sein Blick auf dem Toten fixiert. Triumph durchfuhr seinen Körper. Das einzig gute Gefühl, welches in den letzten Tagen stark zum Vorschein kam und sich gut anfühlte. "Ihr habt Euch bewiesen, Signore.", sagte dieser und lächelte leicht. Ein Verräter weniger war ein großer Erfolg für die Bruderschaft. Er ging auf den toten El Matador zu und musterte ihn von oben bis unten. "Sofern das Schwert niemanden gehört, werde ich es mir aneignen.", sprach er aus und griff nach der Waffe, welche Maurice mit dem Dolch zum Leichnam gelegt hatte. Vorsichtig kniete er sich zu El Matador, um die Schwerthalterung von seiner Hüfte zu lösen. Der Rücken machte sich dabei bemerkbar, jedoch nur schwach. Später würde er Emily fragen, ob sie noch etwas Salbe übrig hatte. Als er dies getan hatte, befestigte er sie an sich selbst. Es war nicht seines, doch besser als nichts. "Wie habt Ihr es angestellt?", fragte Rafael mit ernstgemeintem Interesse und stellte sich neben Maurice und blickte die Leiche erneut an wie eine Trophäe.
"Wir werden bald aufbrechen.", ließ er den Ägypter wissen, ohne Adriano aus den Augen zu verlieren. "Wir sollten ihn im Gebüsch verstecken. Außer, Ihr wollt für ihn eine Bestattung einleiten.", scherzte der Braunhaarige mit einem müden Lächeln.
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Ezio Auditore
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   22/11/2017, 8:11 pm

Ezio gab auf und fragte nicht noch einmal nach. Selbst wenn er nicht gänzlich von Emilys Wohlbefinden überzeugt war. "Er scheint die Gefahr nicht einschätzen zu können und was auch immer er für den Templer empfindet lässt ihn auch nicht erkennen, dass dieser der Welt nur schadet." Ezio wandte sich dann ab, aber es dauerte nicht lange, da hörte er schon Francis laute Stimme. Der junge Assassine drehte sich leicht um und sah Emily in die Augen. Jetzt mussten sie sich etwas überlegen. Kurz darauf kam auch Rafael zurück. Zwischen den Pferden stand Ezio weit genug weg, um von dem Söldner geschlagen zu werden. Stumm beobachtete er dann dass Szenario und seine Lippen zuckten ein wenig. Emily spielte ihre Rolle wirklich gut und er wandte erst den Blick ab, als ein Pferd ins Lager krachte. Er spannte sich an und griff nach einer Waffe. Doch dann erkannte er, dass es kein Feind war, sondern Maurice Calenberg. Ein dumpfer Laut erklang. Ein lebloser Körper landete auf der der Erde und Ezio brauchte nur einen kurzen Moment, bis er den Spanier erkannte. Nur war er dieses Mal verstummt und das für immer. 
Ein wenig stieß er erleichtert die Luft aus. Die Stimme der jungen Frau drang an sein Ohr und er drehte den Kopf zu ihr. Ihr Gesicht wurde vom Pferd verdeckt. Ein breiteres Lächeln legte sich in seine Züge. "Nur ein wenig. Man konnte ihm anhören, dass es ihn ein wenig amüsierte. Sie hatte wirklich überzeugend geklungen. "Doch er hat es geschluckt und die Ruhe für die Reise ist gesichert. Die Pferde sind gestärkt, so werden wir wohl auch nicht die Pausen brauchen, die er nannte. Aber diese Entscheidung wird Rafael fällen, schon dadurch wie es seine Verfassung zulässt." Ezio sah zu dem Mentor, der nun bei Madators Leiche stand und mit dem Meister zu sprechen schien. Er konnte nur die Frage nach dem Vorgang hören. Auch wenn es den jungen Mann ebenso interessierte zu hören, wie er es geschafft hatte ihn so schnell zu finden, begann er wieder bei den Sätteln zu handieren. Schlussendlich war auch das letzte Pferd fertig und er betrachtete seine Arbeit. Zwei der Pferde waren vollbeladen mit ihren Taschen. Ein drittes hatte nur den Sattel umgeschnallt, so wie auch die Reittiere der Assassinen. 
Ezio trat zurück zu Emily und stellte sich neben sie. "Ich denke wir haben nun alles beisammen." Die Arme leicht verschränkt beobachtete er nun Rafael und Maurice. Ein wenig versuchte er auch ihrem Gespräch zu lauschen - aus Neugierde, was die beiden nun besprechen würde. Hin und wieder glitt sein Blick aber auch zu der Frau an seiner Seite.

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Emily de Lucca
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   22/11/2017, 10:52 pm

Tatsächlich schien sich der Söldner mit Emilys Darbietung zufrieden zu geben. Im Weggehen hörte sie seinen Dank und schon kümmerte er sich wieder um den anderen Mann. 
Erst bei den Pferden erlaubte sie sich ihre Haltung zu lockern und hörte förmlich das Grinsen in Ezios Worten. Emily hob den Kopf wieder von dem warmen Fell und warf ihm einen vernichtenden Blick zu. Der Versuch scheiterte aber kläglich und auch ihre Züge zeigten sich von der Scharade amüsiert. ''Das war das letzte Mal! Ein Glück kenne ich die Zukunft nicht. Ich hätte vermutlich Angst, wenn mir bekannt wäre was Bell mit mir anstellt sobald er die Lüge erkennt.'' Ein Seufzen unterstrich ihre Worte und doch verschwand ihr Lächeln nur langsam.
Erst als ihr Blick wieder auf den toten Spanier fiel, kehrte der Ernst zurück. Die junge Frau war erleichtert und gleichermaßen enttäuscht. Der Verräter hätte sie ohne zu zögern der Peitsche ausgeliefert und für sie war es, als hätten sie dadurch noch eine Rechnung offen. Diese hatte nun der Ägypter für die alle beglichen. Er schien tatsächlich schnell und zuverlässig zu sein... zu schnell, dachte man an den Pfeil in Francis Bein.
Die Dunkelhaarige tat es dem anderen Assassinen gleich und stellte sich neben die Pferde. Ihr Blick ruhte nachdenklich auf den Männer und wechselte zwischen ihnen. Bell kümmerte sich liebevoll um Hanigan und der Mentor unterhielt sich mit dem Meister. 
Emily kraulte die Nase ihres Pferdes und musterte nun auch Ezio. Bei seiner Hand hielt sie inne und betrachtete den verdreckten Verband. Dieser mußte dringend gewechselt und die Wunde anständig versorgt werden. Der nächste Arzt wird mit der Gruppe einige Zeit beschäftigt sein und wahrscheinlich auch gutes Geld dafür verlangen. Ihre eigene Wunde an der Schulter schmerzte kaum und solange sie den Schnitt sauber hielt, würde sich auch nichts entzünden. Vermutlich blieb nicht einmal eine Narbe zurück. ''Was macht die Hand?'' Das Gespräch zwischen Santoro und Calenberg konnte sie nicht hören und auch die beiden Engländer waren zu weit weg. Sie drehte sich also vom Lager ab und streichelte weiter das treue Tier. Emily versuchte den Blick des jungen Assassinen zu deuten und holte tief Luft. ''Mehr Pausen bedeutet mehr Chancen auf Streit und Unterstellungen. Bis heute Abend sollte der Templer 'schmerzfrei' sein. Hoffentlich bleibt es bei nur einem Toten...''
Die Männer mussten nun entscheiden wie es weiterging. Würde der Templer nun wirklich mitkommen? Jetzt, da er sich praktisch nicht mehr wehren konnte. Und würde der Ägypter dies tatsächlich dulden? Begeistert war er am Abend zuvor nicht von Rafaels Entscheidung aber er würde sie akzeptieren müssen. Auf der anderen Seite stand Bell und auch dieser würde erst einwilligen müssen, dass er mit dem Mann reisen würde, der ihn praktisch grundlos verletzte. Würden sie sich nicht einigen können, wäre erneutes Chaos unumgänglich und bei dem schnellen Handeln des Meister und Bells nicht wesentlich langsameren Mundwerks würde es gefährlich werden.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   22/11/2017, 11:18 pm

Der Templer schmiegte seine Wange der warmen Hand entgegen. Die Augen halb geschlossen verharrte er so für einen langen Moment. Er genoss das Gefühl und konnte seinen ruhigen Herzschlag deutlich spüren. Er verlor sich mit dem Geräusch, bis ein dumpfer Laut erklang. Der Ton drang unangenehm laut an sein Ohr und Shane drehte den Kopf, um an Francis vorbei zu sehen. Sein Blick fiel auf die Leiche, aber er nahm sie nicht wirklich wahr - die Warnung, die sie eigentlich für ihn sein sollte. Shanes Kinn fiel dabei nur leicht nach vorne und er kämpfte ein wenig damit wach zu bleiben. Seine Glieder fühlten sich leicht, aber im selben Moment auch schwer an.
Ein Kuss auf seine Lippen vertrieb jedoch die Müdigkeit und verstärkte das beflügelnde Gefühl in seinem Magen. Shane öffnete leicht seinen Mund und streckte sich Francis ein wenig entgegen. Sein Körper und sein benebelter Verstand wollten augenblicklich mehr davon. Seine Zunge strich über Francis Unterlippe,  doch zu seinen Unmut verschwand die Weichheit kurz darauf von seinen Lippen und er seufzte etwas protestierend auf. 
Francis Worte glitten nur schwer durch seine Gedanken und in seinen Augen spiegelten sich verschiedene Gefühle wieder.  Wohin sollten sie reiten? Ein wenig kippte Shane dann nach vorne und sein Gesicht vergrub sich in Francis Halsbeuge. Sein heißer Atem traf dort auf die nackte Haut und er konnte die Luft an seinem eigenen Gesicht spüren. Ein heißeres Geräusch drang aus seiner Kehle. Man konnte es kaum kaum definieren - nur mit viel Konzentration und einer großen Vorstellungskraft, würde man es als ein Lachen. Dabei hob er nicht den Kopf, sondern lehnte sich nur noch mehr an den Körper vor ihm. Shanes Hände lagen etwas achtlos in seine Schoß und er hob sie erst an, nachdem Francis sich zu bewegen begann. Er versuchte nach dem Kragen des Söldners zu greifen, doch der Stoff entglitt seinen Fingern.  "Francis..." Selbst wenn er lange gebraucht hatte, so hatte er das Gesicht vor ihm nun erkannt. Die weichen Züge waren den harten eines Mannes gewichen. Shanes Hände lagen zurück an seiner Seite und er beobachtete Francis Bewegungen. Hin und wieder schloss er die Augen, um sie Sekunden später wieder zu öffnen. Irgendwann sank Shane jedoch wieder zurück auf den Rücken und er drehte sich zur Seite. Sein verletztes Bein schob er dabei einfach mit. Zwar spürte er den Zug der Naht, allerdings blieb der Schmerz aus, weshalb er sich weiter drehte, bis er zufrieden war. Shane schob die Finger unter seine Wange, während er in die Ferne des Waldes sah und hin und wieder zurück zu Francis.

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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   23/11/2017, 9:48 am

Sein Herz klopfte stark und schnell in seiner Brust als er bei Lady angekommen war und ihren Sattelgurt wieder fest anzog. Der Wortklang, wie Shane seinen Namen gesprochen hatte, hallte in seinen Ohren nach. Shanes Blick, sein Tun, seine Nähe und vorallem sein aktives Bemühen, Francis anzufassen und bei sich halten zu wollen, empfand Francis als sehr warmes Gefühl. Er wusste, dass Shane von dieser Medizin beeinflusst worden war. Und zugleich hätte er ihn sich am liebsten geschnappt und wäre über ihn hergefallen. Francis stellte sich allerlei Dinge vor. Wie er stöhnte, wie er sich an Francis festklammerte, wie er nach ihm verlangte. Aber das wäre nicht richtig gewesen und in ihrer Situation gab es ohnehin keine Möglichkeit für diese Art der Zweisamkeit. Francis konnte nicht verhindern, dass seine Wangen wieder einen Rotstich bekamen und er immer wieder zu Shane blickte. Vordergründig um zu sehen, dass es ihm soweit gut ging, aber eigentlich wollte er ihn einfach ansehen. Shane lag wieder auf dem Fell und auf der Seite und sah ab und an in seine Richtung. Wenn Shane wieder bei Sinnen war, würde Francis ihm nicht sagen, wie er sich verhalten hatte. Das wäre ihm sicher peinlich gewesen.
Francis begann die Satteltaschen seines Fluchtpferdes mit den Dingen, die im Korb lagen, zu füllen. Den Korb würden sie hier lassen, er war sperrig und man konnte ihn nirgendwo befestigen. Als die Taschen gefüllt waren und das noch namenlose Pferd mit dem Kopf nickte, sah er sich nochmals um. Alle Klamotten waren verstaut, selbst den blutigen Pfeil hatte Francis mit eingepackt. Jetzt gab es nur noch eine Aufgabe: Shane auf das Pferd zu bekommen und das Fell zurückzugeben. Die Assassinen waren längst fertig aber sie kamen nicht in ihre Nähe um zu helfen. Vermutlich um Calenberg nicht zu beunruhigen.
"Shane?", sagte er und beugte sich etwas tiefer. Sein ganzes Gewicht lastete dabei auf dem gesunden Bein und er wusste auch nicht, wie seine Wunde an der Bauchseite die Belastung von Shane aushalten würde. "Komm, steh auf. Wir müssen dich aufs Pferd setzen.", meinte er. Er musste grinsen als er Shanes Blick sah. "Hilf mir ein bisschen."
Er packte ihn unter den Armen und setzte ihn erst auf bevor er ihm beim Aufstehen half. So nah und willenlos hatte er Shane noch nie in den Armen gehabt. "Liebst du mich, Shane?", fragte er ihn schliesslich und grinste auf. Vermutlich war Shane so benommen, dass er es entweder bejahen würde weil er gerade nicht lügen konnte oder er würde es bejahen weil ihm einfach nichts anderes einfiel. Ein Nein wäre eine Ablehnung gewesen und das hätte bedeutet, dass sein Kopf doch nicht so von der Medizin beeinflusst wurde. Francis wusste, dass die Frage in dieser Situation gemein war. Aber er kannte die Antwort ohnehin schon.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   23/11/2017, 9:03 pm

Shane war durch das wohlige Gefühl ein wenig eingedöst. Seine Lider waren dabei halb geschlossen und sein Brustkorb hob und senkte sich in langsamen und gleichmäßigen Bewegung. Ein wenig träumte er vor sich hin und dabei verschmischte sich Erinnerung mit Traum. Nicht nur einmal fand er sich auf einer anderen Lichtung im Wald wieder, zu einer anderen Nacht. Shanes Zunge fuhr nicht nur einmal über seine Lippen. Erst als Francis wieder näher kam, öffneten sich seine Augen ganz und er starrte den Blonden lange an. Zuerst reagierte er nicht wirklich, viel eher hing er an der Bewegung der Lippen und dem Spiel der Muskeln an Francis Wangen. Noch immer verstand er nicht, warum sie von hier weg mussten. Hier war es doch schön? 
Shane blinzelte leicht und drückte seine Hände in den Boden, um sich mit Francis Hilfe aufzusetzen. Er brauchte etwas, ehe er dann auch aufstand.  Überraschenderweise schien sein Stand sogar halbwegs fest zu sein und er stand gerade - für fünf Sekunden. Dann schlang er die Arme um Francis Brust und drückte seine Wange an dessen Schulter. Sein Gewicht lag dabei mehr auf links und versetzte ihn in eine schräge Lage. Irgendwas hatte ihn daran erinnert, dass mit seinem rechten Bein etwas nicht stimmte.
Shanes Augen weiteten sich kurz, um dann wieder halb zuzufallen. "Liebe ich...?" Es klang fast wie eine Frage und er lehnte sich nur noch mehr an Francis, bis er dessen Wärme an jeder Stelle spüren, an der sie sich berührten. Eine lange Zeit sagte er nichts mehr, es wirkte als hätte ihn die Frage gerade alles in ihm still gelegt. Sein Kopf versuchte zu arbeiten, um den Sinn dahinter zu verstehen. Shanes Hände klammerten sich fester an den Söldner und seine Finger drückten in dessen Rücken, damit er nicht weg ging. "Ja.", murmelte er dann leise, ohne zu wissen, worauf er nun eigentlich geantwortet hatte. Shane hatte das Thema der Frage bereits wieder beiseite geschoben - viel interessanter war der Herzschlag den er immer wieder hörte und auch der Geruch der von Francis ausging. Die Note des faulem Obst war noch nicht gänzlich verschwunden. Shanes Nase strich über Francis Hals, während er sich ein wenig bewegte und die Luft ausstieß. Seine Lippen wanderten dabei über den Rand des Kieferknochens. Ganz aufgeben, wollte Shane nicht.
Aber Francis schien noch immer entschlossen zu sein, ihn auf ein Pferd zu setzen.
Shane ließ sich schlussendlich zu Lady führen - wiederwillig und nicht dazu bereit die Hände von Francis zu nehmen. Durch Bewegung hatte er jedoch den klammerden Griff lösen müssen und ein Arm lag nun über der Schulter des anderen. Shane sah zu dem schwarzen Tier auf.
Die Nüstern der Stute kamen plötzlich seinen Gesicht ganz nahe, was dazu führte, dass er Francis doch noch los ließ.  "Meine Lady." Seine Hände vergruben sich leicht in ihre Mähne, während er einen Schritt nach vorne humpelte.

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Maurice Calenberg
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   23/11/2017, 11:58 pm

Der Mentor war zufrieden und das lies Maurice' Siegesgefühl nur noch mehr aufblühen. Nun blickte er ebenfalls zu dem Verräter, der am Boden lag. Erst wenige Stunden zuvor hatte er ihn getötet und in seinen letzten Momenten lag in seinen Augen ein Hauch von Trauer und Schuld. Maurice dachte meist er im Nachhinein an seine Opfer. Das war auch besser so. So konnte er keine Fehler beim Töten machen und dass machte seine Erfolgsquote schließlich aus. Rafael strahlte eine Freude aus, die Maurice erkannte. Kurz nickte er Emily zu, welche ihm dankbar zunickte. "Das hoffe ich doch." Er hatte sich bewiesen? War es nicht schon genug Beweis gewesen, dass er für die Sicherheit der Assassinen sorgen wollte? Das konnte Maurice nun eigentlich egal sein. Kurz lies er seinen Blick zu dem Söldner und dem Templer schweifen. Maurice sah, dass der Templer nicht gefesselt war, was ihn kurz atemlos lies. Waren sie denn wirklich so dämlich, dass sie ihn wieder losbinden mussten? Kurz atmete Maurice ein und beherrschte sich. "Nehmt es euch, man hat euch auch eures genommen." riss sich Maurice wieder von den beiden los und blickte zu Rafael, der sich bereits an der Schwerthalterung zu schaffen machte. Kurz dachte Maurice nach, wie der Verräter das Schwert geschwungen hatte. Dabei beobachtete er Rafael, wie er jenes an seiner Hüfte befestigte.
Nun waren wieder alle Assassinen bewaffnet. Das war immerhin nichts schlechtes. So würde der Söldner hoffentlich auch nicht auf die Idee kommen, zu flüchten - zumindest hoffte Maurice das. Wirklich sicher konnte er nicht sein. Der Söldner schien für den Templer alles zu tun, auch wenn es seinen Tod bedeuten würde. Nun wollte Rafael wissen, wie er es getan hatte. "Ich habe ihn überrascht, vergiftet und dann in einem letzten Duell getötet." meinte Maurice kurz. Was sollte er sonst sagen? Dass er aus Hochmut dem Verräter die Chance gelassen hatte, ihn zu töten? Besser nicht.
So konnte Maurice sich sicher sein, dass er sein strenges und zuverlässiges Bild aufrecht erhielt. "Umso schneller wir weg sind, umso besser." merkte er an. Rafael hatte Recht, sie mussten ihn verstecken. Ohne etwas zu sagen, hob er den Körper an und warf ihn über seine Schulter. Schnellen Schrittes ging er auf das Gebüsch zu und warf die Leiche hinein. Das Gestrüb legte er so, dass man die Leiche nicht sehen, eher riechen würde. Langsam ging er zu Rafael zurück und begann dem Pferd über den Kopf zu streicheln. "So sollte ihn niemand so schnell finden. Auch sollten wir bald aufbrechen. Ich habe auf dem Weg eine Gruppe Soldaten gesehen." meinte er ruhig.
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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   24/11/2017, 9:41 am

Francis lachte leise aber herzlich auf. Er wusste, dass Shane nicht wirklich klar denken konnte und einfach so 'Ja' gesagt hatte. Aber es war schön diese Bestätigung aus seinem Mund zu hören und seine Anhänglichkeit geniessen zu können. Shane würde in ein paar Stunden oder wenigstens morgen wieder der alte sein, der mürrisch und ablehnend auf Francis reagierte. Also musste Francis diese Situation doch ein wenig für sich ausnutzen.
Die Assassinen sassen ihnen im Nacken und Francis hatte seit Minuten kein einziges Mal mehr zu ihnen geblickt. Er wollte nicht, dass sie erkennen konnten, wie sehr er sie wieder fürchtete seit Calenberg zurückgekehrt war. Die Stimmung konnte kippen und Francis wusste, dass einzig Rafael etwas für Francis tun konnte. Die Seherin würde höchstens aus weiblichen Gefühlen heraus zurückhaltend handeln aber schlussendlich waren sie von einem Lebensstil, einem Kredo, überzeugt gewesen und dieses hätten sie nicht wegen Francis, der um das Leben von Shane bettelte, ignoriert.
Er liess Shane ein paar Sekunden Ladys Kopf betatschen bevor er ihn wieder zu sich zog und ihn vor den Sattel stellte. Francis konnte kaum allein auf das Pferd aufsteigen und jetzt musste er Shane hoch helfen. "Du bist echt süss. Aber ich freue mich auch schon auf den Moment wenn die Wirkung der Medizin nachgelassen hat und du wieder der bist, der du bist.", flüsterte er ihm leise ins Ohr während er hinter ihm stand. "Stell den Fuss in den Steigbügel. Ich halte dich solange und dann zähl ich auf drei und ich schiebe dich hoch." Shane musste mit dem gesunden Bein zuerst in den Steigbügel steigen damit er Kraft hatte um sich hochhieven zu können. Nach Hilfe wollte er nicht fragen. Nicht wegen seines Stolzes sondern weil er befürchtete, Calenberg könnte sich bereit erklären zu helfen und würde dann heimtückisch ihm und Shane ein Messer in den Rücken jagen. Irgendwie schaffte es Francis dann doch, Shane aufs Pferd zu bekommen. Obwohl ihr Herr auf ihr sass, schien Lady nicht begeistert zu sein. Francis bezweifelte auch, dass sie gewillt war, beide Männer mehrere Stunden zu tragen. Er hatte nur keine Ahnung wie er es sonst anstellen sollte. Konnte er ein anderes Pferd nehmen und dicht an Lady reiten und Shane davor bewahren, runterzufallen weil er einschlief?
"Welches Hexengebräu habt Ihr ihm gegeben?", fragte er schliesslich aus purer Hilflosigkeit Emily, die mit ihrem Pferd in der Nähe stand. "Wie soll er reiten können? Wie soll ich dafür sorgen, dass er auf dem Pferd sitzen bleibt?"
Im Moment sass Shane auf seiner Stute aber er wirkte abwesend. Er hätte auch auf einem Stuhl oder einem Stein sitzen können und Lady bemerkte, dass etwas nicht stimmte.
Francis entschloss sich, das zweite Pferd, welches die ganze Last trug - zum Glück keine zu schweren Sachen - für sich zu nehmen. Er musste nur sichergehen, dass Shane nicht einfach vom Pferd rutschte und sich den Schädel brach. Das fremde Pferd liess sich zum Glück einfach zu Lady führen und es wirkte ruhig. Es schien sich auch nicht daran zu stören, dass Francis nur hinkend voran kam und er sich ziemlich umständlich auf das Pferd hievte. Als er aber im Sattel sass, fasste er nach Ladys Zügeln und sah zu Shane neben sich. Francis war besorgt und das sah man ihm an.
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Ezio Auditore
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   24/11/2017, 9:43 pm

"Würdet Ihr die Zukunft kennen, wäre es keine Lüge mehr. Er wird nie erfahren, dass es Lügen waren und wenn, dann wird er nichts dagegen tun können. Niemand hat ihn gezwungen sie zu glauben. Ezio folgte Emilys Blick zu dem toten Körper. Jetzt nahm auch er sich kurz Zeit den Leichnam zu betrachten. "Auch wenn er Tod ist, hat er bereits viel über uns verraten nicht wahr?" Zwar war er nicht dabei gewesen und doch war es kein schönes Gefühl zu wissen, dass Rizzi Wissen darüber hatte. Und egal wie oft sie darüber sprachen, es wurde nicht ungeschehen. Die Soldaten hatten nun einen Anhaltspunkt nachdem sie suchen konnten. Der junge Assassine wandte den Blick zu seiner Hand und strich mit den Fingern über den Verband. "Sie heilt. Ich denke in ein paar Wochen wird davon nicht mehr viel zu sehen sein. Das hoffte er jedenfalls, er würde die Hand trotzdem weiter benutzen. Ein paar Wortfetzen konnte er von Maurice verstehen. Gift - das Wort blieb am stärksten in seinem Gedächtnis. Gift war eine starke Waffe und der Eintritt des Todes gewiss. Ezio holte Luft und griff nach den Zügeln. Doch ehe er machen konnte, schallte Francis Stimme zu ihnen herüber. Zwar hatte der Söldner nicht mit ihm gesprochen, dennoch konnte er sich den Kommentar nicht vermeiden. Auf die Frage, was sie Shane gegeben hatten, ging er aber nicht ein. 
"Bindet ihn doch einfach fest und Euer Problem ist gelöst. Die Fesseln die Ihr so großzügig wieder gelöst habt, dürften dafür ja reichen." Damit konnte der Engländer nicht vom Pferd fallen und noch dazu wären sie davor gesichert, dass er sie im Zorn angriff, wenn die Wirkung des Mohns nachließ. 
Ezio sah dem Mann kurz in die Augen und dann auch kurz zu dem Templer auf dem schwarzen Pferd. Jedoch blieb sein Blick nicht lange, ehe er sich etwas abdrehte. Ezio wich aber nicht von Emilys Seite, sollte Bell am Ende etwas unüberlegten tun. Eine Bewegung in seinem Augenwinkel ließ ihn den Kopf drehen und er bekam gerade noch mit, wie Maurice den Toten in die Büsche legte und sie darin versteckte. Dadurch das der Meister nun ein wenig näher stand, konnte Ezio seine letzten Worte hören. Wenn Soldaten bereits unterwegs waren, würden sie hier nicht mehr lange verweilen können. Er prüfte kurz die Lichtung, indem er seine Aufmerksamkeit dem Boden schenkte. Die Feuerstellen waren beseitigt worden und einzig die von den Hufen der Pferde aufgewühlte Erde erzählte davon, dass hier jemand gewesen war.

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Emily de Lucca
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   25/11/2017, 11:24 am

''Vielleicht sieht er es eines Tages mit seinem fraglichen Humor und kann darüber lachen.'' Ihre Schultern zuckten kurz nach oben und Emily kümmerte sich weiter um die Pferde. Allesamt gutmütige und ausdauernde Tiere und auch sie hatten sich einen warmen stall und genug Futter verdient.
Nach getaner Arbeit kehrte der Ägypter mit einem triumphierenden Ausdruck auf dem Gesicht zurück. Zusätzlich trug das Pferd noch eine Leiche und schnell war klar, wer dort sein Leben gelassen hatte. Gift also. Richtig angewandt der gerechte Tod für einen Verräter. Schleichend und doch unausweichlich zog es einem das Leben aus dem Körper und gewann den Kaft um den letzten Atemzug. ''Jedes seiner Worte war zu viel. Alles was er in der kurzen Zeit über uns erfahren hat, hat er verraten. Er wollte dass ich ausgepeitscht werde, weil ich ihn gefesselt habe und wegen des Mohns.''  Ihr Blick ruhte noch einen Moment auf dem leblosen Körper,  ehe sie sich wieder ihrem Gesprächspartner zuwendete. Dieser betrachtete gerade seine eingebundene Hand und Emily griff danach. Sollten sie heute keinen Arzt erreichen, würde sie Ezio etwas von der Salbe abgeben. Vielleicht war auch noch ein frischer Verband in einer der Taschen. Den Vorrat von Bell hatte sie gänzlich für den Mentor aufgebraucht. 
Vorsichtig nahm Emily nun die verletzte Hand des jungen Mannes und besah sie genauer. Ihre Kontrolle galt den Entzündungszeichen und so kontrollierte sie mit ihren eigenen Fingern die Temperatur und die Schwellung des Gewebes um die Verletzung herum. Glücklicherweise war seine Hand weder zu warm noch geschwollen und Giovannis Behandlung zeigte bereits Wirkung. Langsam ließ sie Ezios Hand wieder los und suchte seinen Blick. Es war gut ihn wieder an ihrer Seite und nicht nur misstrauisch in der Nähe zu wissen.
Francis wuchtete seinen Cousin unter Anstrengung [size=32]auf die Rappstute und sein vorwurfsvoller Ton war an sie gerichtet. ''Eine uralte Rezeptur unserer Dorfältesten. Seid froh dass sie wirkt und wenn er fällt spürt er wenigstens nicht viel.'' Tatsächlich wäre es ihr egal gewesen hätte der Templer sich den Kopf aufgeschlagen. Ein Problem weniger um welches sie sich kümmern müssten. "Bindet Ihn fest und ich helfe Euch auf der anderen Seite." Diesmal half die junge Frau Bell nicht in den Sattel aber er beschwerte sich auch noch nicht. Emily Band ihr eigenes Pferd los, kontrollierte ein letztes Mal den Gurt und schwang sich hoch. Das brave Tier lenkte sie neben die schwarze Stute und musste so nur den Arm ausstrecken, sollte der Templer ins Rutschen kommen. Vielleicht würde das den Söldner etwas beruhigen. Dessen Gesichtsausdruck wirkte, als wäre ein schwerkrankes Kind zwischen ihnen und nicht ein Mann der lediglich etwas benommen war. Hannigan hingegen wirkte entspannter und schmerzfrei. Emily konnte nur hoffen, dass dies noch länger andauerte und der nächste Wutausbruch gegen die Assassinen noch etwas länger auf sich warten ließ.[/size]
Bereit zum Aufbruch sah sie nun zu Rafael und Ezio und den fertigen Pferden. Calenberg entsorgte gerade den Spanier und endlich konnten sie los. Wäre die Gruppe nicht so instabil und aufgrund der verschiedenen Ansichten sie explosiv, würde sie in eine andere Richtung das Lager verlassen. Es wäre besser sie würden auf verschiedenen Wegen reiten um durch die Spuren Verwirrung zu stiften, aber dafür war nun keine Zeit und es war in ihrem Fall sicherer sie blieben zusammen um sich gegenseitig zu schützen. Die Gruppe musste los, bevor die Wachen ihr Lager finden würden.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   25/11/2017, 4:42 pm

Sein Kopf legte sich etwas zur Seite, als Francis lachte. Dabei streckte er seine Hand aus und strich mit den Fingern über die Lippen des Söldners. Von dort war das Geräusch gekommen. Doch dann war er schon von von seiner Stute abgelenkt. Er wollte die Arme um ihren Hals legen, aber Francis zog ihn zu sich zurück. Sein rechtes Bein drohte dabei kurz nachzugeben und er kämpfte kurz mit dem Gleichgewicht. Der Körper hinter ihm verhinderte, dass er einfach umfiel. Heiße Luft kitzelte wenig später an seinem Ohr und Shane sog die Luft ein. Das Gefühl war in seinem Zustand nun viel intensiver und der Adelige biss sich auf die Lippe. In den letzten Tagen hatte er sie oft auf diese Art und Weise beansprucht und durch das verlorene Schmerzgefühl war sein Biss fest. Seine Unterlippe färbte sich etwas rot und er sog sie in seinen Mund um das Blut abzulecken. Es verstärkte nur den Drang nach Nähe. Er wollte sich zu Francis umdrehen, um ihn an sich zu ziehen. Shane wollte die Wärme überall spüren - an und in jedem Teil seines Körpers. Ein fester Griff verhinderte jedoch, dass er auch nur bis zur hälfte kam. Kurz kreuzten sich seine glänzenden Augen mit denen von Francis. 
Schlussendlich tat er aber das, was der Blonde verlange. Er schob sein linkes Bein in den Steigbügel und ließ sich nach oben drücken. Kurz lag er quer über Ladys Rücken bevor er sein verletztes Bein rüber schwang und im Sattel saß. Anstatt die Zügel zu nehmen umfassten seine Finger den Knauf aus Leder. Shane sackte etwas zusammen und sah auf den Boden vor sich. Sein Ausdruck deutete darauf hin, dass er mit den Gedanken weit entfernt waren und die Bilder in seinem Kopf nichts mit der Gefahr um sich herum zu tun hatte. Er bekam nicht einmal mehr mit, dass Francis sich das zweite Pferd geholt hatte. Erst als Lady ein wenig nervös zu tänzeln begann, kam wieder Bewegung in ihm. Shane musste sich etwas festhalten, um nicht sofort zu fallen. Die Geste geschah eher aus reflex, als aus vollsten Bewusstsein. Die Stute war es gewöhnt, dass man sie mit einem gekonnten Griff festhielt - aber gerade waren ihre Zügel nur locker und das Gewicht auf ihrem Rücken gab keine klaren Anweisungen. Das machte sie nervöser. Erst nachdem Francis nach ihren Zügeln griff, schien sie sich etwas zu beruhigen. Allerdings zuckten ihre Ohren hin und her und manchmal machte sie einen Schritt nach vorne. Und bei jeder dieser Bewegungen, musste Shane ein wenig mit seinem Gleichgewicht kämpfen. Durch die Verletzung konnte er die Schenkel kaum zusammendrücken, um einen festen Sitz zu bekommen. "Mhm... Mehr kam gerade nicht über seine Lippen, während sein Oberkörper sich nach vorne bog. Jetzt hing er, mit geschlossenen Augen, halb über Ladys Hals.

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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   25/11/2017, 8:27 pm

Die Worte der Seherin beruhigten ihn nur bedingt. Ihre Aussage über Shanes gedämpftes Schmerzempfinden bei einem möglichen Fall vom Pferd war mies gewesen. Und doch hatte sie recht gehabt. Francis fand ihren Vorschlag, sie würde Shane von der anderen Seite sichern wenn es nötig sein würde, allerdings sehr nett. Sie hatte Shane ja auch in diesen Zustand gebracht also war es nur anständig von ihr gewesen, dass sie ihre Hilfe anbot. "Ich binde ihn ganz bestimmt nicht fest! Wenn er fällt und das Pferd erschrickt, rennt es davon und schleift ihn hinterher.", sagte er und schüttelte den Kopf. So etwas hatte Francis noch nie gesehen aber ihm war es selbst mal beinahe passiert. "Wir versuchen es so.", befand er schliesslich. Sein Blick ging dabei wieder musternd über Shanes Körper und bis sich ihre Blicke kreuzten. Während Francis zur Abwechslung mal Shane nur aufgrund seiner Verletzungen musterte, erkannte er in dessen Augen einen anderen Ausdruck. Francis schluckte. Er spürte ein unheilvolles Pochen in seinem Schritt. Uuh. Er wusste wirklich nicht ob er sich bei Shane zurückhalten konnte wenn er so offensiv und provokant war. Francis hatte sich vorgenommen, Shane nicht anzufassen und auch seine Worte nicht für bare Münze zu nehmen solange er in diesem verwirrten Zustand war. Aber andererseits würde Shane sich nicht so geben wenn er es nicht unterbewusst auch wollen würde. Sie mussten entweder sehr schnell in Monteriggioni ankommen oder eine Unterkunft suchen damit er mit ihm in das von Rafael versprochene Zimmer konnte. Sie brauchten ohnehin nur ein Bett und es war auch ganz egal, falls ein Assassine Wache vor ihrer Tür halten würde.
Francis ertappte sich dabei wie er hoffte, dass die Wirkung noch solange anhalten würde bis sie gemeinsam in den Genusstaumel fallen konnten. Diese Vorstellung war aufregend. Aus diesen Gedanken wurde er allerdings gerissen als Shane nach vorn kippte und an Ladys Hals hing. Zuerst wollte er Shane wieder zurück in eine aufrechte Position bringen. Aber als seine Hand Shanes Schulter berührt, fährt er nur über seinen Rücken. Erst nur um ihn zu beruhigen, dann um ihn anfassen zu können. Shane war warm und seine Stimme nur ein Murmeln. Doch als sein Blick auf den von Emily traf, löste er seine Hand wieder von ihm. Er wollte nicht riskieren, dass sie alarmiert wirkte oder Ezio rief, damit er Shane eskortierte und Francis vor oder hinter Lady reiten musste. "Ihr seid nicht beim Treffen dabei gewesen. Seid Ihr Ezios Freundin? Seine Frau?", fragte er sie. Sie hielt sich oft bei Ezio auf. Sie schenkte ihm dankbare Blicke oder suchte seine Nähe. Es war besser, er lenkte sich eine Weile ab und legte den Fokus auf die Assassinen. Sonst würde er mit Shane doch noch flüchten. Aber nur um ihn zu vernaschen.
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Emily de Lucca
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   26/11/2017, 2:47 pm

Mit dem verletzten Santoro musste die Gruppe ein langsameren Tempo anschlagen. Dies würde nun auch dem Templer zugute kommen, da er nicht der alleinige Grund für Pausen sein würde. Vor allem der Ägypter würde keine große Rücksicht auf die beiden Engländer nehmen. Immer unruhiger empfand Emily bei dieser Aktion. Einzig weil Rafael irgendeine Verbindung zu Bell hatte, und dieser schwer in Hannigan verliebt war, konnten sie mit dem Templer nicht verkehren, wie jeder es erwartete. Stattdessen musste sie nun neben ihm reiten und dafür sorgen, dass er nicht mit dem Gesicht voran im Dreck landete. Alles andere würde den Söldner verärgern und spätestens da würde der pflichtbewusste Meister wieder eingreifen. Ein ermüdender Teufelskreis, wenn man bedachte wie der Templer früher oder später enden würde. Rafael konnte ihn ja schlecht laufen lassen oder gar einen Handel abschließen der sie alle gefährdete.
Emily freute sich nur auf die Stunde in der dieses Spiel mit dem Feuer endlich vorbei sein würde. Hannigan kippte etwas nach vorne und lag halb auf dem Hals der schwarzen Stute. Bell griff nach dem anderen Mann, zog aber nach ein paar Streicheleinheiten die Hand wieder unverrichteter Dinge zurück. Also zog nun die junge Frau am Stoff des Mantels und brachte ihn zurück in einen etwas aufrechteren Sitz. Sobald sie in einer gleichmäßigen Bewegung waren würde der Dunkelhaarige hoffentlich besseren Halt finden und sich an den Rhythmus gewöhnen. "Ihr habt recht." Bestätigte sie nun Bells Worte. "Ich war nicht auf dem Treffen, weil ich erst seit wenigen Tagen wieder hier bin. Vermutlich war es Glück oder eine Vorahnung, als ich mich entschloss nicht hinzugehen." Mit einer Hand versuchte Emily den benommenen in einer aufrechten Position zu halten und mit der anderen griff sie nach den Zügeln ihres Pferdes. Der Rausch des Mohns ließ die Erinnerung verschwimmen und hatte die Assassine keine Bedenken etwas falsches vor dem Templer zu sagen. So wie sie das Verhältnis zwischen den beiden Engländern einschätzte, würde Bell vermutlich all sein Wissen mit ihm teilen. "Weder noch." Die Antwort auf seine Frage war kurz und sie lächelte dem Söldner zu. "Eine Freundin trifft es wohl eher."  Schnell sah sie zu dem anderen Assassinen und richtete die Zügel in ihrer Hand bequemer hin. "Wie lange kennt Ihr Hannigan schon?" Der Tag würde lang werden und da sie die meiste Zeit nebeneinander reiten würden, konnten sie auch miteinander reden. So würde die Zeit wenigstens etwas schneller vergehen oder zumindest erträglicher werden.
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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   26/11/2017, 11:41 pm

Er vermutete, dass Shane wieder nach vorn kippen würde. Ihre Bemühungen, ihn aufzurichten, würde wohl bald wieder zunichte gemacht werden.
Als Emily ihn nach Shane fragte, stellte er erneut fest, wie scharf ihr Geist war. Er hatte Shane die ganze Zeit über nur Shane genannt. Den Namen Hannigan hatte sie erst in Monepulciano gehört. Sie hatte ihn nicht mehr vergessen und aus Höflichkeit sprach sie seinen Nachnamen aus.
"Seit zehn Tagen. Wir sind uns früher einmal in England begegnet. Ich hatte einen Auftrag von ihm erhalten... irgendein Botengang. Nichts wichtiges.", antwortete er. In Wirklichkeit waren es mehrere Aufträge gewesen von denen er ungefähr die Hälfte ausgeführt hatte während er die andere Hälfte ignorierte und das Geld verspielte und in Schankstuben ausgab. "Und wie es der Zufall so wollte, haben wir uns in Florenz wiedergetroffen."
Emily hatte neben ihrem scharfen Verstand auch die Gerissenheit, private Fragen über Shane und ihn zu stellen. Er musste gehörig aufpassen was er verriet und was er besser für sich behalten wollte. "Wie lange kennt Ihr Ezio und Rafael schon? Und seit wann wisst Ihr von Euren seherischen Fähigkeiten?"
Er wollte sie damit beschäftigen, ihm Antworten zu geben. Das lenkte sie hoffentlich von Shane ab. Er hatte ihm gesagt, er dürfe nichts mehr erzählen. Doch wenn er schwieg, würde sie das vermutlich wieder als Heimtücke bewerten und glauben, Francis führe doch etwas im Schilde.
Auf Shane warf er immer wieder aufmerksame Blicke. Sein Zustand hatte sich nicht geändert. Er wirkte benommen und ein bisschen von zu fröhlichen Hormonen eingenommen. Seine Blicke auf Francis sprachen von Verlangen. Blicke, die er viel zu selten zeigte und die nur dann zum Vorschein kamen wenn es zur Sache ging. Die Zügel von Lady hielt er fest. Wenn Rafael soweit war, würden sie losreiten. Und er hoffte, dass Shane es schaffte, einfach nur sitzen zu bleiben. Lady war eine ruhige Stute, die auch trittsicher war und das Gewicht von Shane gut kannte. Zudem war sie mittlerweile an Francis' Stimme gewöhnt. Das würde schon klappen. Was sein eigenes Pferd anging, so musste er erst einmal einen Namen dafür finden. Der Hengst schien schon etwas älter und daher gutmütiger zu sein. Aber es war ein kräftiges Tier mit viel Erfahrung.
Francis war nun gespannt darauf was Emily ihm erzählen konnte. Sie war zwar so gekleidet, dass man kaum viel Haut von ihr sehen konnte doch ihre Rundungen hatte sie dennoch betont. Trotzdem interessierte dieser Aspekt Shane überhaupt nicht. Kein einziges Mal hatte er sie angestarrt. Das freute Francis insgeheim sehr auch wenn er es ihm nicht einmal hätte übel nehmen können, wenn er sie angeguckt hätte. Sie besass eine bezaubernde Schönheit und bestimmt hatte sie immer wieder viele Verehrer. Doch mehr als das war Francis an ihr auch nicht aufgefallen. Zu sehr war er von seinen Gefühlen beherrscht und er spürte auch kein Bedürfnis danach, Emily anzustarren.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   27/11/2017, 12:47 pm

Shanes Gesicht war halb in der Mähne der Stute vergraben. Der Geruch nach Pferd hin in seiner Nase fest. Die Augen noch immer geschlossen, zuckte er etwas zusammen, als eine Hand auf seiner Schulter landete. Jedoch entspannte er sich sofort wieder und bewegte sich leicht unter der streichenden Bewegung. "Nicht aufhören." Die Worte klangen gedämpft und waren nicht mehr als ein leises Geflüster - gefolgt von einem wohlingen Seufzen.
 Viel zu schnell zog sich die Hand wieder zurück und Shane murmelte noch ein paar unverständliche Sätze. Man konnte aber ahnen, dass er irgendwie versuchen wollte, dass Francis ihn wieder berührte. Aber dieses Mal war es jemand anderes. Shane ließ sich aufrichten und drehte den Kopf zu Emily. Er nahm die Frau nicht wirklich wahr. Zwar sah er in ihr Gesicht, aber ihre Züge verfestigten sich nicht in seinem Kopf. Der Adelige sah durch sie hindurch und sobald er erkannte, dass in dieser Richtung auch nicht Francis war, wandte er den Blick ab. Selbst wenn er keine Gefahr in der Frau sah und es für ihn in diesen Stunden weder Assassinen noch Templer gab, schien sein Unterbewusstsein ihn dazu zu bringen, dass Emily uninteressant wurde. Umso mehr rückte aber Francis in seinen Fokus. Der Anblick des Blonden löste in ihm ein Kribbeln aus, zusammen mit Erinnerungen und einer sengenden Hitze. Er begehrte Francis in diesen Stunden. Und Shane war nun einmal stur. Während er mit klaren Verstand alles tat, um den Söldner von sich zu stoßen und ihn nicht zu nah an sich heranzulassen, versuchte er jetzt alles, um ihn in seiner Nähe zu spüren. Ein wenig kämpfte er damit den Oberkörper aufrecht zu erhalten, doch es hinderte ihn nicht daran Francis mit glänzenden Augen anzusehen. Shanes Brust hob und senkte sich in langsamen Zügen und er fuhr sich immer wieder mit der Zunge über die die Lippen. Sie fühlten sich viel zu trocken an.
 Ein wenig wanderten dann seine Augen über Francis Gesicht, hinunter zu seinen Schultern und dann immer tiefer. Mit etwas bebenden Nasenflügel streckte er die Hand aus, bis er das Knie des Söldners erreichte und darüber strich. Dabei musste er sich etwas zur Seite neigen und da er sich schon so kaum halten konnte, rutschte er noch ein Stück weiter aus. Shane versuchte sich festzuhalten und lag nun quer über Francis Bein.  Seine Wange war nun auf dessen Schenkel gebettet und er stieß ein wenig die Luft aus. Der Adelige brauchte einen Moment bis er wieder realisierte, was gerade passiert war. Zwar hing er nun mit dem Bauch halb in der Luft, doch er machte keine Anstalten sich wieder hochzubewegen.

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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   27/11/2017, 2:52 pm

"Vergiftet also..", wiederholte Rafael kaum hörbar, noch immer das leichte triumphierende Lächeln auf den Lippen. Das Gewicht des Schwertes an der Hüfte fühlte sich gut an. Vertraut. Zwar ging Rafael nicht davon aus, er könnte es so führen wie im gesunden Zustand, doch hätte er wenigstens eine Chance. Wenn die Wirkung der Salbe noch lange anhielt, würde er sich weiterhin stärker fühlen als zuvor. Es war beinahe so, als würde man eine schwere Last die ganze Zeit über auf seinem Rücken tragen: irgendwann hatte man keine Kraft mehr. Sogar der Schmerz an den Fingern hatte abgeklungen und die Striemen erhebten sich deutlich über die anderen Wunden, die er durch die Gefangenschaft mit sich trug. Seine Augen wurden ernster, sein Lächeln schwand jedoch keinesfalls, während er Maurice dabei beobachtete, wie dieser sich in Bewegung setzte und auf den toten Assassinenverräter zuging, um ihn im nächsten Gebüsch zu verstecken. Somit würden sie etwas Zeit gewinnen, sollte doch ein Bauer, ein Viehirte oder gar ein Soldat an diesem Ort vorbeikommen. Als Calenberg über Letztere sprach, schwand das Lächeln gänzlich von seinem Gesicht. Einmal nickte er, ehe er sprach: "Dann sollten wir uns sofort losziehen." Anschließend drehte der Mentor sich um und sah zu den anderen. Sie alle schienen nur noch auf die zwei zu warten. Ein Pferd der zwei noch immer fehlenden Assassinen hatten sich mit Körben und Taschen bepackt, während Hannigan bereits auf sein dunkles Pferd gehieft wurde und dessen Kopf auf dem Schoß des ebenfalls auf dem Reittier sitzenden Söldners lag. Nur kurz sah Rafael zu Emily und Ezio, ehe er auf das Tier zuging, welches man ihm auch zur Flucht aus Montepulciano gegeben hatte. Leicht strich er über die Seite des Halses, um anschließend leicht mit der Hand auf das braune Fell zu klopfen. Letztendlich griff er nach dem Knauf des Sattels und zog sich mit größter Mühe hoch. Dabei spürte er die Striemen am Rücken deutlich und doch legte sich dies wieder, als er sich auf dem Rücken des Hengstes wiederfand und die Zügel in seine Hände nahm. "Wir sollten keine Zeit verschwenden.", warf er dann in die Runde und sah nochmal über jedes einzelne Gesicht.
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   28/11/2017, 7:36 pm

Ezio beobachtete wie Emily sich auf das Pferd schwang und auf Bell und Shane zu ritt. Ein wenig spannte sich der junge Assassine an. Auch wenn Francis wohl Achtung vor Emily hatte, wollte er vorsichtig bleiben und zudem hatte er sich geweigert den Vorschlag anzunehmen, dass er den Templer einfach festband. Die Zügel locker in der Hand lauschte er stumm dem Gespräch der Beiden. Hin und wieder schweiften seine Gedanken jedoch zu seiner Familie und er verpasste manche Wortfetzen. Sein Blick fuhr zu Rafael, der plötzlich die Stimme an sie alle richteten. Er nickte dem. Mentor zustimmend zu, die Sonne stand bereits hoch genug und bot ihnen genügend Sicht. Bald würden wohl auch die Gräser nicht mehr glänzen und die Hitze des Landes immer größer werden. "Ich kenne den Weg. Wenn es euch Recht ist, führe ich euch dort hin." In den letzten Tagen hatte das bereits oft getan, jedoch kein einziges Mal so offen angenommen seine Worte waren keine wirkliche Frage. Kurz sah er noch einmal zu Emily und zu der Situation zwischen Bell und Shane. Ein wenig wurden seine Augen schmal und er wandte den Blick ab.
 Sie würden ihnen schon folgen können und Ezio war sich fast sicher, dass die anderen darauf achten würden, dass die beiden nicht einfach verschwanden. Da sie kaum.Zeit zu verlieren hatten, drückte er dem Pferd seine Schenkel in die Seite, bis es sich in Bewegung setzte. Ezio ritt an Rafael vorbei und führte eines der Lastiere am Zügel. Der Gang seines Hengstes war langsam und er sah auch noch einmal zurück ob die restlichen Assassinen ihm folgen würden. Der Weg nach Monteriggioni war nicht schwer, aber sie mussten trotzdem auf der Hut sein. Ihre Gesichter waren zu bekannt und die Gruppe war auffällig. Hätte Ezio es nicht besser gewusst, hätte er sogar vorgeschlagen sich zu trennen. Doch damit zu riskieren, auf noch jemand vergebens warten zu müssen, wollte er nicht. Selbst jetzt hoffte er noch immer, dass sie Onava und Giovanni begegnen würden. Ezios braune Augen funkelten kurz und die Schatten des Waldes spielten in seinem Gesicht. Zusammen mit dem Geräusch der auftretenden Hufen,  bahnte er sich den Weg durch die Bäume, bis diese aufbrachen und einen Weg zeigte. In der Ferne sah er die Statdmauer Montepulcianos sehen. 
Schon bald drehte er der Stadt aber den Rücken zu und ritt der Sonne entgegen. Den Blick wachsam nach vorne gerichtet, suchte er nach Soldaten. Aber der Weg war verlassen und mit etwas Glück würde es so bleiben, bis sie Stunden lang geritten waren. Zuversicht legte sich in sein Gesicht und für ein paar Sekunden drehte er sich im Sattel herum, um zu den anderen zu sehen. 

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Emily de Lucca
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   29/11/2017, 11:35 am

''Zufall also, so so...'' aufmerksam hörte sie Bells Worte und rief sich in Erinnerung was Rizzi im Kerker gesagt hatte. Sie wurde nicht schlau aus dem Gehörten und konnte nicht einschätzen ob die beiden Engländer nun miteinander verwandt waren oder nicht. Was würde eine derartige Lüge nutzen? Wollte Hannigan so seine innigen Gefühle zu einem anderen Mann übermalen?
Der Söldner stieg in das Gespräch mit ein und stellte nun seinerseits die nächste Frage. Wie lange sie Ezio und Rafael schon kannte. Diese Frage war einfach zu beantworten und doch schwieg sie einen Moment. Ihr Blick lag auf Ezio, der vor der Gruppe ritt und einen langen Augenblick betrachtete sie seinen Rücken der sich im gleichmäßigen Takt des Pferdes bewegte. ''Ebenfalls erst seit ein paar Tagen. Den Mentor erst seit vorletzter Nacht.'' Emily seufzte. Noch immer ärgerte sie sich darüber, dass man sie auf dem Hof gefangen nehmen konnte.
Jäh wurde sie jedoch unterbrochen als der Templer sich plötzlich auf die andere Seite fallen ließ. Die Assassine hatte noch immer ihre Finger um den Stoff dessen Mantels geschlossen und die Wucht mit der er sich fallen ließ hob sie selbst fast mit aus dem Sattel. ''Warum nur...'' stöhnte sie bei dem Versuch den Dunkelhaarigen wieder aufzurichten. ''...seid Ihr so vernarrt in diesen Mann?'' Es war unmöglich. Sie ließ aus und trieb ihr Pferd noch enger an die dunkle Stute. Aufrecht und nun mit festerem Sitz griff sie erneut beherzt zu und zog an dem instabilen Männerkörper. ''Dafür soll später genug Zeit sein!'' Durch ihre zusammengebissenen Zähne klang ihre Stimme gepresst und Emily bereute es, erneut den Mohn genutzt zu haben.
Ein Gutes hatte das Taumeln, denn so konnte sie die Frage nach den seherischen Fähigkeiten umgehen. Bei dieser Lüge fühlte sie sich nach wie vor unwohl. So wie sich der Blonde von derlei Scharlatanen beeinflussen lässt, würde seine Wut sicher groß ausfallen, wenn er davon erfährt.
Nun konzentrierten sich aber Beide wieder auf den Templer und mit Müh und Not konnte sie sie den Mann wieder aufrichten. ''Wenn er sich gar nicht halten kann oder will, muss ich mich wohl hinter ihn setzen.'' Sie war die leichteste der Gruppe und die Stute war kräftig genug um ihr zusätzliches Gewicht zu tragen. In ihren Worten schwang eine Frage an Bell mit. Wäre es ihm recht, wenn sie Hannigan ein weiteres Mal so nahe kam? Ohne das Einverständnis des Söldner würde sie dem Mann kein zweites Mal so nahe kommen. Die kurze Reise sollte möglichst friedlich bleiben. Emily hoffte aber der Templer würde sich fangen und selbstständig auf dem Pferd sitzen bleiben können. Noch immer spürte sie die Finger an ihrem Hals und wer konnte schon die Reaktionen eines Mannes einschätzen, der unter Schlafmohn stand.
So wagte die also einen zweiten Versuch und trieb ihr Pferd mit schnalzender Zunge weiter voran. Ihre Hand an Hannigans Schulter um den Oberkörper irgendwie zu stabilisieren.
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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Der Weg der Assassinen   29/11/2017, 4:21 pm

Francis' Blick folgte Shane, wie dieser zu ihm kippte und über seinem Bein liegen blieb. So nah würde er Shanes Gesicht so schnell nicht mehr in die Nähe seines Schritts bringen. Er biss sich kurz auf die Unterlippe, grinste dann aber auf und half mit, Shane wieder aufs Pferd zu setzen während die Tiere sich bewegten und voranschritten.
"Diese Frage muss man sich nicht stellen!", entgegnete er Emily. "Ich bin ein schöner, kräftiger und begehrenswerter Mann. Er konnte gar nicht anders als sich in mich zu verlieben!", lachte er auf. Ein bisschen war seine Aussage als Witz gemeint. Aber nur ein bisschen. Francis war tatsächlich kein wüster Kerl und kräftig war er auch. Und gesund. Auch wenn es gerade nicht danach aussah.
Lady bewegte sich gut während sein eigenes ziemlich unter Feuer stand und los wollte. Aber da Pferde Herdentiere waren, folgten sie einander und setzten ihre Köpfe zum Glück nicht durch.
Bei Emilys' laut ausgesprochener Überlegung hob er den Blick von Shane und sah sie an. Sie schlug etwas vor und wollte seine Zustimmung. Doch die wollte er ihr nicht geben. Shane würde sich vielleicht an ihren Körper gewöhnen oder sie vom Pferd ziehen weil er sie als Gefahr erkannte. Während Emily also nur eine Sorge hatte, hatte Francis zwei. Er schüttelte deshalb den Kopf. "Nein. Er wird es schon schaffen. Zudem will ich Lady nicht zuviel zumuten.", erklärte er.
Shane konnte sich im Sattel halten. Hin und wieder schwankte er aber er versuchte nicht mehr in Francis' Schoss zu landen. Emily hatte recht, dafür würde noch genug Zeit bleiben. Auf dem Pfad, den sie wählten, blieb es ruhig. Montepulciano war wohl vom Tumult etwas überrascht worden und die Soldaten wurden näher zur Stadt herangezogen. Das war ein Vorteil für sie alle.
Zwischendurch wirkte Shane manchmal klarer und Francis dachte immer, die Wirkung der Medizin würde endlich nachlassen. Doch an seinem Blick konnte er stets erkennen, dass dies noch nicht der Fall gewesen war. Immerhin verlangte keiner der Assassinen mehr, man möge ihm die Hände verbinden und Calenberg verhielt sich auch unterwegs ruhig. Es war auch gut, dass er die Gesellschaft von Rafael und Ezio suchte. So konnten sie ohne nennenswerte Zwischenfälle nach Monteriggioni reisen.

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