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 Übergangsraum

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Bauherr
And you say Rome wasn't built in a day
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BeitragThema: Übergangsraum   20/6/2017, 4:23 pm

Ein sehr kleiner Raum mit Stühlen links und rechts der Flügeltür, der dazu dient vom Eingangsbereich in die Räumlichkeiten zu kommen. Er liegt neben dem Speisesaal. An der Wand hängen Familiengemälde.
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Leonardo da Vinci
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BeitragThema: Re: Übergangsraum   20/6/2017, 4:47 pm

kommen vom Speisesaal: Shane Hannigan und Leonardo da Vinci
Samstag, 3. April 1480
Abends

Leonardo hatte sich so setzen lassen, dass er etwas in den Saal hineinschauen konnte. So akzeptierte er auch, alleingelassen zu werden. Niemand würde denken, er würde sich ohne Abschied vom Acker machen und er konnte seiner Arbeit nachgehen- Sich dem zu fügen, was die hohen Tiere einem sagten ließ den armen Schlucker überleben, so war das nunmal. Meistens zumindest. Es schien jedoch, als habe man sich gegen Leonardo entschieden. Nicht nur, dass er mit der mitlerweile fast plattgedrückten Kohle ein Bild malen sollte, nein, die Gesichter, die er darstellen sollte waren in stetiger Bewegung. Eigentlich natürlich, aber äußerst nervig.
Nur ein Gesicht schien stetig gleich zu bleiben und das kam immer näher. Shane Hannigan. Ein englischer Adelsmann auf einer italienischen Templerversammlung- Der musste ganz besonders wichtig sein. Leonardo senkte den Blick und versuchte sich weiter an der sehr unglücklichen Skizze des Borgiajungen. Er wagte es gar nicht, aufzusehen.
Signor Hannigan kam ihm näher als die anderen Anwesenden bis jetzt. Er wollte nicht aus der Rolle fallen. Bis jetzt hatte nur Cesare diesen Abstand überwunden und der hätte sich sofort anmerken lassen, dass er hinter Leonardos Fassade gebrochen war. Bei Hannigan... War sich Leonardo nicht sicher. Aus den Augenwinkeln sah da Vinci, wie dem englischen Templer auf Wunsch ein Stuhl gebracht und aufgestellt wurde, er wagte es allerdings erst aufzuschauen, als er direkt angesprochen wurde. "Die Betitelung ehrt mich zutiefst, Signore!" gestand er dann und er ließ ein warmes Lächeln über sein Gesicht huschen, auch wenn ihm in dieser Situation nicht nach Lächeln zumute war. Die Position war ihm nicht recht, Hannigan saß genau in seinem Blickfeld, während Leonardo ganz in seinem saß. Er konnte sich keine Bewegung, keinen Gesichtsausdruck leisten, den Hannigan nicht sehen durfte. Leonardos Hals bebte in dem trockenen Schlucken, dass er nicht unterdrücken konnte. Er sah die Hand und zuckte fast nicht merklich rückwärts. Er hatte den Befehl gehört. "Ich... fürchte, dass ich noch nichts zu Papier bekommen habe." Er blinzelte nervös. "Diese Papiere wurden mir... geschenkt." Weil der Templer zwar reserviert aber nicht abwertend schien, traute sich Leonardo etwas. Er atmete noch einmal durch, bevor er das Wort erhob. "Mein Kohlestift ist ganz abgemalt. Würdet Ihr mir wohl Eure klinge leihen, dass ich ihn spitzen kann?" Das zeigte, dass er arbeitswillig war. Er wollte ja malen. Aber so ging das nicht.

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BeitragThema: Re: Übergangsraum   20/6/2017, 8:08 pm

Shane hatte sich aus der Gruppe entfernt, sobald Rizzi sich zum Tanz bewegt hatte und sonst auch der Rest sich etwas verstreut hatte. Er war nicht nur auf das Treffen gekommen, um sich an die Seite seines Templerbruders zu klammern und dessen Gespräch zu lauschen. Schlussendlich war es auch eine gute Idee gewesen, sich erst einmal abzuwenden, denn um schneller hatte er Cesare bemerkt, der Leonardo alleine gelassen hatte. Besser könnte es also nicht gehen. Er hatte ja bereits bekundet, dass er Interesse an der Kunst zeigte – dass es ihm in Wahrheit mehr um den Künstler selbst ging, musste niemand wissen.  Zusammen mit einem Stuhl, den man ihm gebracht hatte, hatte er sich in den kleinen Raum begeben und sich dem Mann gegenüber gesetzt. Dessen Haltung erzählte nicht von einem aufsteigenden Künstler, der liebend gerne durch die Reihen von Adeligen wanderte, um möglichst viele Gönner zu bekommen.
Seine grauen Augen waren wachsam auf den Italiener gerichtet, während er sich etwas zurück lehnte. „Ihr würdet nicht hier sein, wenn ihr diesen Titel nicht verdientet.“ Niemand wurde einfach so auf ein Fest wie dieses geladen.  Das Lächeln das der Künstler ihm entgegenwarf, erwiderte er nicht wirklich, viel mehr neigte er nur leicht den Kopf, um ihn weiterhin zu betrachten.
Der englische Adelmann streckte nach einem Moment abwartend eine Hand aus und wirkte fast schon enttäuscht, als Leonardo meinte, er hätte keine Zeichnung bei sich, die er zeigen könnte. „Wie bedauerlich.“ Er zog die Hand wieder zurück faltete sie mit seiner anderen im Schoß. „Vielleicht solltet ihr Euch angewöhnen, immer eines Euer Bilder bei euch zu tragen. Es wäre nur zu Eurem Gunsten. In England findet man keinen Künstler, ohne einem Kunstwerk.“  
Shanes Augenbraue hob sich Augenblicklich, als er die nächste Bitte des Künstlers vernahm. Er hatte nicht erwartet, dass er so weit gehen würde ihn, nach so etwas zu fragen. Nicht mit dieser Haltung und dem blassen Gesichtszügen. Für einen Moment schwieg er. Er sah Leonardo prüfend an, um zu erkennen, ob mehr hinter diesen Worten steckte. „Wenn ihr eine Klinge für Euren Kohlestift wollt, müsst ihr mir ebenso einen Gefallen tun.“ Der Templer lehnte sich etwas zurück und sah sich kurz um.  Die Gäste waren noch im Bewegung und schienen sich köstlich zu amüsieren. Niemand schenkte ihnen auch nur einen kurzen Blick. Natürlich konnte er sich nie sicher sein, ob man sie belauschte. Aber manchmal waren die lautesten und belebtesten Orte die sichersten. „Beantwortet mir eine Frage – vielleicht auch zwei. Wenn ihr mich nicht anlügt, werde ich darüber nachdenken, ob ich Euch genug vertraue.“  Den Ton ruhig und leise gehalten, sah er Leonardo in die Augen. „Ihr sagtet wir Engländer seien ehrbare Leute. Habt ihr bereits jemanden aus meinem Lande getroffen?“ Das war die erste Frage.

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BeitragThema: Re: Übergangsraum   21/6/2017, 11:09 am

Der Satz, den der Templer auf Leonardos Dank, aussprach ließ den Künstler erzittern. Nein, er war da, weil er zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen war. Er glaubte an falsche Ziele: falsch aber gewiss nicht in der Richtigkeit als viel mehr in der Meinung der Templer. Leonardo betrachtete das Exemplar vor sich mit großen Augen. Sehr kühl und distanziert, dummerweise eben genau das, was Leonardo nicht einschätzen konnte. Das vermutlich niemand einschätzen konnte. Insgeheim fragte der Künstler aus Vinci sich, ob der Mann innerlich über ihn lachte. Ob er vielleicht sogar verstanden hatte, was Rizzi hatte andeuten wollen und deshalb gekommen war um ihm die Meinung zu pauken oder das Gesicht einzuschlagen. Oder war der Mann einfach tatsächlich so der Welt fremd, dass er nichts mit Empathie begegnete und einfach geschehen ließ? Das konnte Leonardo sich schwer vorstellen. Jeder in dem Orden der Templer musste irgendwo gierig sein. Niemand widersetzte sich den Freiheitskämpfern, wenn er nicht selbst Dreck am Stecken hatte oder von der nicht-Freiheit der Menschen profitierte.
Leonardo wurde von seinen Worten aus dem Gedächtnis gerissen. "Verzeiht. Besucht mich gern in meiner Werkstatt. Dort habe ich viele Bilder. Ich nehme auch Aufträge an." Denn Leonardo wollte ihm gern etwas verkaufen. Er wäre doch ein Narr, wenn nicht! Ein englischer Adelsmann würde ihn über den gesamten europäischen Kontinent berühmt machen.
Jedoch zweifelte er am Wohlgefallen Hannigans als dieser fast abwertend auf seinen Vorschlag reagierte. Leonardo hätte ihm gern gesagt, dass ihm nichts ferner läge als irgendeinem Lebewesen wehzutun, aber der Mann stellte eine andere Voraussetzung. Leonardo dachte für einen Moment nach, bevor er nickte und dem gefallen zustimmte. Er sah ihm dann verwundert zu. Hatte der Adlige etwas zu verstecken? Mit einem nicken stimmte Leonardo zu, ihm eine Frage zu beantworten, erschrak aber, als er sie hörte. Es ging um Francis! Hatten sie Francis? Leonardo ließ den unglücklichen versuch, Borgia zu malen, auf den Boden fallen und dann auch den Kohlenstift. Bei dem war er besonders vorsichtig. Er wusste, dass sein schweigen und sein ablenken Antwort genug waren, aber er hatte versprochen zu reden. Leonardo musste ja nicht immer die Wahrheit sagen. Noch ging es um irgendeinen Engländer. "Ja" sagte er also mit kratzigem Hals.

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BeitragThema: Re: Übergangsraum   21/6/2017, 5:52 pm

Die Hände noch im Schoß, starrte er Leonardo ins Gesicht, während der ihn wohl ebenso betrachtete. Shane suchte nach kleinen Bewegungen in dessen Gesichtszügen - Hinweise, die ihm klar machten, was genau hinter diesem Künstler steckte, mit dem sein Cousin wohl eine Nacht verbracht hatte, oder vielleicht auch mehr. Jedoch hatte man ihn Freund genannt. Die Augen des Mannes waren groß, aber sie wirkten weder stolz, noch schienen sie von großem Selbstbewusstsein zu sprechen. Bei Leonardos Worten blinzelte er leicht und löste den Blickkontakt ohne eine weitere Miene zu verziehen.
Gewiss.“ Seine Hände befreiten sich aus der gefalteten Haltung und er strich eine Falte aus dem dunklen Stoff. Es war nur eine beiläufige Bewegung, während  seine nächste Worte durch den Raum flossen. “Wo befindet sich Eure Werkstatt?“ Shanes Lächeln war ohne Bedeutung. “Damit ich Euch  finden kann.“ Es würde kein Nachteil für ihn sein, zu wissen, wo sich Leonardo aufhielt. Am Ende würde er dort auch seinen Cousin finden, wenn dieser auf die Idee kam abtauchen zu wollen und es war auch ehrliches Interesse an dessen Kunst vorhanden. Ein Andenken an Italien, wenn man es so sehen wollte.
Der Templer hielt in der Bewegung inne und nur kurz arbeitete sein Kiefer, als er sein Kinn nach vorne schob und die Zähne aufeinander presste. Er würde nicht einfach so Naiv sein, seine Klinge einfach jemanden zu reichen. Dennoch half ihm die Bitte, seinem eigenen Interesse nachzukommen. Jedenfalls die nötigsten Informationen. Zufrieden bemerkte er, dass Leonardo auf seinem Gefallen einschlug und etwas blitzte in seinen Augen auf. “Fürchtet ihr Euch etwa?“  Shanes Blick fiel auf die Blätter am Boden. Er erkannte die spitzen Züge des Borgias, selbst wenn die Zeichnung nicht fertig war. Wenigstens konnte er sich nun sicher sein, dass Francis die Wahrheit gesprochen hatte, als er diesen Mann genannt hatte. Die Haltung des Engländers veränderte sich leicht, während  er sich aufrichtete. Die Halterung seines Schwertes schlug leicht gegen den Stuhl und gab ein dumpfes Geräusch von sich. “Nennt mir seinen Namen, vielleicht ist er mir ja bekannt.“ Jetzt würde er wohl erfahren, wie ehrlich der Künstler war und ob er es wagen konnte, seinen Teil des kleines Handels einzuhalten. Eine Klinge gegen einen Namen, es war vielleicht ein ungerechter Tausch, doch er hatte sogar mit diesem Mann ein wenig Mitleid. Eine stumpfe Zeichenkohle musste für einen Künstler, genauso schlimm sein, wie ein stumpfes Schwert für einen Soldaten.

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Zuletzt von Shane Hannigan am 21/6/2017, 10:16 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Übergangsraum   21/6/2017, 10:03 pm

Leonardo sah sofort der wischenden Hand zu, als geierte er nur auf ein bisschen Ablenkung von dem kalten, durchdringende Blick des Templers. Er ließ den Blick dann gesenkt, als traute er sich nicht, ihn wieder anzusehen, und so war es. Es war wie der Schutzmechanismus eines Kinds- Was man nicht sah, das gab es nicht und wenn Leonardo nicht sah wie Hannigan langsam begriff, dann würde das für ihn auch nie geschehen. Aber es war unerlässlich ihn anzusehen und als Leonardo es tat tat er es unwillig.
"Ganz in der Nähe." murmelte er und es tat weh, sich seiner Werkstatt so nah zu wissen ohne hinzukönnen. "Im selben Stadtteil noch- Nahe des Brunnens." Er sah dann das Lächeln und er fiel, nach Hoffnung ringend wie er war, darauf hinein, lächelte sofort zurück. Es musste einen Funken Gutes in jedem Menschen geben!
Leonardo hatte keine Angst davon, seine Adresse anzugeben, selbst nicht einem Templer. In Florenz musste man nur die richtigen Leute fragen und man erfuhr jede Adresse- so wollte Leonardo doch seinen Willen demonstrieren, seine Gefügigkeit- und seine Hoffnung, der englische Gentleman sei nur an seiner Kunst interessiert.
"Ja, ich fürchte mich." Leonardo antwortete ganz ehrlich. "Ihr seid ein hoch angesehener Mann und ein möglicher Kunde. Jeder fürchtet sich vor dem Mann mit dem Geld." das war so nicht ganz wahr, aber er musste ihm ja nicht ins Gesicht sagen, dass der Wunsch nach seiner Klinge auch darin hätte enden können, dass er eben diese ganz wo anders wiederfand. So zuckte Leonardo auch, als er das dumpfe Klacken vernahm und verzog das Gesicht unwillig. Er wollte diese Frage nicht beantworten, auf keinen Fall! Also musste eine Ausrede her. Am besten eine, die keine Lüge war. "Er nannte mir keinen Namen, Signore. Er sprach nur sehr... englisch." Im Kopf des Genies ratterte eine Bitte auf und ab: Glaubt mir! Wieder wurde Leonardo bleich als er das Blut in seinen Ohren rauschen hörte. Verrat kam ihm in den Sinn. Aber er durfte seinen Freund nicht verraten. Egal ob es um eine Nacht ging oder um sein Lächeln oder nur darum, dass er für Rafael geantwortet hatte- Leonardo durfte ihm nicht in den Rücken fallen.

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BeitragThema: Re: Übergangsraum   21/6/2017, 11:17 pm

Shane prägte sich die Information ein, die der Künstler ihm sogar bereitwillig gab. Er schien schlauer zu sein, als es den Anschein machte. Der Templer hätte einen anderen Weg zu seiner Werkstätte gefunden, hätte der Mann geschwiegen. Bekannte Künstler fand man schneller, als unbekannte Adelige. So war es jedoch um einiges einfacher und durchaus angenehmer. “Grazie.“ Das italienische Wort floss ohne Akzent von seiner Zunge und er meinte es auch so. Er hatte ihm damit viel erspart.
Leonardo wirkte in seinen Augrn wie ein gefügiger Mann, den man vielleicht zu formen vermochte - mit ein wenig Kontrolle, konnte er es bestimmt weit bringen. Nur war er sich nicht sicher, auf welcher Seite er stand.
Hannigan war nicht entgangen, dass er für einen Moment den Blickkontakt mit ihm vermieden hatte und in diesem Moment wurden seine Augen kurz schmal. Solange er den Kopf gesenkt​ hielt, war es auch dem Adelsmann unmöglich jedes Mienenspiel zu sehen, dass Leonardo vollführte. Aber dann lockerten sich seine Züge wieder, als sie einander erneut ansahen. “Es ist nicht das Geld das man fürchtet, sondern​ die Taten, die damit vollführt werden.“ Geld konnte einem Macht verleihen und mit dieser Macht, war man fähig weiter zu gehen, wie so manch anderer. Kurz stieß er die Luft durch den Mund aus und seine Hand legte sich auf den Knauf der Klinge. “Ich bin nicht gekommen, um Euch in Angst zu versetzten.“ Das war die vollkommene Wahrheit. Shane war hier, da er antworten wollte und zu seine Bedauern entschied der Künstler ihm nicht die ganze Wahrheit zu sagen.
Wie bedauerlich. Ich hatte gehofft, ich könnte Euch vertrauen. Doch wie soll ich Euch meine Klinge geben, wenn Ihr nicht ehrlich zu mir seit.“ Tonlos waren die Worte und kühl der Blick. Shanes Kinn hob sich leicht, was ihm ein arrogantes Aussehen verlieh. Die Finger schlossen sich nun fester um den Griff, aber er machte keine Anstalten sie zu ziehen. “Versuchen wir  es erneut.“ Kurz lockerte er seine Hand und nahm sie wieder von seiner Seite fort. “Wie lautet der Name?“, fragte er nun erneut und sah Leonardo wieder direkt ins Gesicht. Einem Freund verriet man seinen Namen, weshalb er seinem Gegenüber nicht glaubte. Zudem bezweifelte er, dass Francis so lange über seinen Namen geschwiegen hätte. Shane hoffte das Da Vinci nun verstand, das er mehr wusste - mehr als die Fragen im ersten Moment offenbarten und doch musste auch er selbst vorsichtig sein.

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BeitragThema: Re: Übergangsraum   22/6/2017, 12:43 pm

So sehr der Italiener den Engländer fürchtete, so sehr respektierte er ihn auch. Er sprach ihre Sprache fast perfekt und er war von einer Ausstrahlung, die Trojas Mauern zum Erzittern gebracht hätte. Wie er seine Fassung behielt, das war beeindruckend- und äußerst unvorteilhaft. Der einzige Vorteil, den Leonardo dem gerade abgewinnen konnte war, dass der Mann ihm längst an den Hals hätte springen können.
Jeder Satz, den Hannigan nun sprach wurde auf der Stelle nach irgendeiner gefährlichen Doppeldeutigkeit untersucht, aber Leonardo war beeindruckt von den folgenden Worten. "Ja, das stimmt." Es gab heutzutage kaum noch etwas, dass nicht gekauft werden konnte. Wenn man sich jedes Besitztum hinter einer verschlossenen Tür vorstellte, dann konnte sich einer mit viel Geld den Schlüssel kaufen und der Mann mit dem Schlüssel war König. Beängstigend.
Er war erleichtert, als er erfuhr, dass das Ängstigen nicht Hannigans Wunsch war. Dennoch schaffte er es wieder und wieder.
Der nächste Satz stand eine ganze Zeitlang tonlos im Raum, weil Leonardo sich nicht traute zu antworten, während seine Augen immer größer wurden. Er hatte es nicht geschluckt! Er glaubte ihm nicht oder er wusste vom Gegenteil! Leonardos Hand verkrampfte sich auf seinem Schoß und sein Mund wurde trocken. Er senkte dann den Blick als ihm die Frage erneut gestellt wurde. Was, wenn der Mann davon ausging, dass Leonardo es wusste, aber selbst nicht klüger war? Wenn er einfach nur darauf bohrte, damit Leonardo irgendwann mit der Wahrheit rausrückte? Wenn er die Wahrheit gar nicht wusste? Warum sollte er auch auf etwas beharren, dass er längst wusste?! Hatte Francis ihm etwa gesagt, dass Leonardo seinen Namen wusste?! Aber wieso? Leonardo sah auf, dem Engländer ins Gesicht und er machte ihm mehr Angst denn je. Er wusste alles. Das war ihm klar. Mit einem Blick in diese kalten Augen musste Leonardo feststellen, dass Hannigan längst informiert war. "Ist er tot?" Leonardos Stimme war leise und traurig, und seine Augen glichen seinem Tonfall, wie ein leise jaulender Hundewelpe. Allein diese Frage stellen zu müssen brach dem Künstler das Herz.

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BeitragThema: Re: Übergangsraum   22/6/2017, 7:56 pm

Das er Leonardo wohl eingeschüchtert hatte, entging dem Templer nicht. Doch er glaubte nicht, das es nur seine alleinige Anwesenheit war, die ihn in solch ein Position gebracht hatte. Irgendetwas schien hier noch vor sich zu gehen und er befürchtete, dass Francis auf seine Art und Weise ebenso darin beteiligt war. Er war im Gastkeller gewesen - Rizzi ebenso und Rizzi kannte Leonardo. Leonardo kannte Rizzi und Francis. Die Worte des anderen Templers hatten ebenso auf gewisse Vorlieben angedeutet. Francis hatte sie klar ausgesprochen. Jetzt musste er sich nur nur noch über deren Verbindung klar werden und darüber, was an jenem Abend wirklich geschehen war und welche Rolle sein Gegenüber darin spielte.
Etwas Nachdenkliches legte sich in die Züge des Adelsmannes, während er stetig auf den anderen sah. Erst dessen knappen Worte, ließen ihn wieder aus der Starre fahren, in die ihn seine Gedanken in gebracht hatten. “So beurteilt nicht jemandes Wohlstand, sondern seine Taten.“ Ein Templer mit viel Geld würde nie hoch angesehen sein, wenn er es nur für sich selbst verschwendete oder nichts damit vollbrachte. Man würde immer nur am Ende der Reihe sein.
Shane seufzte innerlich auf, als Leonardo ihn anlügte. Er hatte versucht ihm keinen Grund​ dafür zu geben, doch wie es schien erfolglos. Was hatte ihn dazu gebracht? Umso ruhiger waren die nächsten Worte. Er wollte ihm noch eine Möglichkeit geben, seinen Fehler wieder auszubessern. Der Mann musste doch nur einen Namen nennen - nichts weiter. Niemand sagte etwas im nächsten Moment und der Engländer hörte seine eigenen Atemzüge. Stetig floss die Luft in seine Lungen und Sekunden später wieder nach draußen. Auf eine Antwort abwartend, hob er eine Augenbraue und wäre im nächsten Moment fast ein Stück zurück gerutscht.
Leonardos jämmerliche Stimme, drang an sein Ohr und lies ihn für den Bruchteil eines Augenblicks das Gesicht verziehen. Die Tonlage des Künstlers erinnerte ihn an einen sterbenden Fuchs, oder einen Hundewelpen den man getreten hatte. Den er wohl gerade getreten hatte. Shane seufzte auf und legte seine Hände mit der ganzen Fläche auf die Knie.
Würde ich nach ihm fragen, wenn es so wäre?“ Selbst wenn sich seine Miene kaum verzog, ließ ihn Leonardos Blick nicht kalt. Dieser Ausdruck schien das genaue Gegenteil von Francis immer währendes Grinsen zu sein und weckte tief in ihm ein drückendes Gefühl. “Er hatte ein durchaus angenehmes Frühstück.“ Er hoffte wirklich, dass sich das alles hier am Ende lohnte. Selbst wenn es nur dazu führte, dass sein Cousin für ein paar Herzschläge sein vorlautes Mundwerk verschloss. Damit wäre er durchaus zufrieden.

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BeitragThema: Re: Übergangsraum   22/6/2017, 10:17 pm

"Ich widerspreche Euch nicht." stellte Leonardo klar, als er ihn betrachtete und seine Antwort sacken ließ. Der Mann schwieg nicht so oft, weil er nichts zu sagen hatte: er war nicht dumm oder langsam. Im Gegenteil, Leonardo würde seine Mütze verwetten (die er übrigens immer noch schmerzlich vermisste), dass der Mann von einer außerordentlichen Intelligenz war. Allein, dass er das nicht immer beweisen musste und seine Gedanken laut herausposaunte war schon eine Eigenschaft, die Leonardos Gedanken bewies.
"Ich hoffe aber, dass Ihr versteht wenn ich meine, dass einer mit viel Geld mehr auf kurze Zeit bewirken kann." Wer sich dieses erst erarbeiten musste vergeudete Zeit für seine Pläne. Natürlich, man konnte auch ohne Reichtum viel bewirken, Leonardo musste da an Ezio, Rafael und all die anderen mutigen Mitglieder des Ordens denken, aber gerade er, als anstrebender Ingeneur ohne das nötige Kleingeld, wusste, wovon er sprach.
Jetzt, wo er an seine Freunde dachte, da muste er auch an seine Freunde denken und daran, dass nun nicht nur Rafael tot sein sollte. Sich vorzustellen, dass auch Francis hatte dranglauben müssen machte Leonardo traurig und seine Gestalt sank in dem Stuhl zusammen. "Ihr könntet den Namen erfragen wollen." Seine Augen verengten sich, aber es sah nicht minder traurig aus. "Vielleicht habt Ihr das Prinzip die Toten mit dem Namen zu begraben. Oder im Garten zu verscharren." Er schluckte dann den Kloß im Hals hinunter, aber es bildete sich ein neuer, der es Leonardo unmöglich machte, zu atmen. Seine Augen wurden rot, blieben es, als Hannigan ihm Informationen mitteilte. Nur seine Gestalt richtete sich aus und der matte Glanz seiner Augen verwandelte sich in ein Strahlen. "Francis lebt?!" Erleichtert atmete der Künstler auf und seine Wangen wurden rot vor unterdrückter Freude. "Oh Gott sei Dank!" Das hätte schlechter ausgehen können...

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BeitragThema: Re: Übergangsraum   23/6/2017, 2:21 pm

Leonardo hatte gewiss nicht unrecht und er verstand sogar sehr gut was der Künstler sagen wollte. „Gewiss. Bewirken kann man damit sehr viel. Ich verstehe was ihr versucht zu sagen.“ Shane selbst hatte für seinen Reichtum nie hart arbeiten müssen. Um es zu halten natürlich schon - doch nicht um es zu bekommen. Er hatte bereits die Mittel besessen, als er noch jung und unerfahren war.  Nur war der Preis dafür, das sein Weg schon von jeher bestimmt gewesen war. Er war seinem Vater gefolgt, wie dieser dem seinen gefolgt war. Es gab keine Entscheidung – nur Bestimmung. Und siehe an, wo er nun stand. Kontrolle, konnte vieles bewirken und der Engländer selbst hatte schon längst gefallen daran gefunden. Ein kurzes Nicken unterstrich, seine Worte. Er würde den Künstler aufsuchen, da war er sich sicher. Wann – das wusste er jedoch nicht. Zuerst hatte er noch anderes zu erledigen und dazu gehörte auch Francis, nachdem er nun auch direkt gefragt hatte.
Shane sah  Leonardo wieder in die Augen und als diese sich verengten, drang ein Schnauben aus seiner Nase und seine Finger gruben sich kaum merklich in den Stoff seiner Hose. „Wir sind keine Barbaren, da Vinci. Wir Engländer sind ebenso gläubige Männer und Frauen, die ihre Verstorbenen in Ehre halten.“ Jedenfalls jene, die etwas im Leben erreicht hatten. Francis würde wohl auch in England in einem Massengrab landen, mit seinem Talent andere gegen sich aufzubringen. Wie hatte dieser Mann nur in all den Jahren überlebt. Und keiner würde nach dem Namen eines unbekannten Toten fragen. Umso schneller veränderte sich die Mimik des Künstlers und aus dem traurigen Blick wurde ein freudiges Strahlen, nachdem er wohl begriff. Wenig später hatte er auch den gewollten Namen. Augenblicklich sah sich der Adelsmann um und kontrollierte, ob sie sie jemand gehört hatte. Dabei arbeitete sein Kiefer und erst als er jeden Winkel des Raumes abgesucht hatte, konzentrierte er sich wieder auf den Künstler.
Der Templer musste zugeben, dass dies der erste Mann war der sich über das Überleben seines Cousins zu freuen schein. Ein paar Atemzüge schwieg er wieder und befeuchtete sich leicht die Lippen. „So kennt Ihr ja doch seinen Namen.“ Ein kühles Lächeln kehrte zurück auf seine Lippen, doch seine Augen blieben ernst. „Und er lebt.“ Shane lehnte sich wieder in seinem Stuhl zurück, als er bemerkt hatte, dass er sich etwas vorgebeugt hatte, um seine Stimme etwas gedämpfter zu halten. „Noch.“, fügte er wenig später dazu und sah auf den etwas Kleineren hinab.

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BeitragThema: Re: Übergangsraum   23/6/2017, 7:56 pm

Leonardo rang sich ein Lächeln ab, als der Mann ihm Recht gab. Es war ein gutes Gespräch, dass sie führten, es war auf einem gehobenen Level. So war Leonardos Einstellung, keiner war vom grundauf böse oder vom grundauf gut. So etwas gab es nicht und jeder war ein Mensch, man musste sich nur mit ihnen befassen. Ja, Leonardo verstand sogar wieso er hier war und wieso die Templer Rafael getötet hatten, er mochte es nur einfach nicht als richtig erachten. Keiner dieser Templer war tatsächlich ein schlechter Mensch (außer allerhöchstens Rizzi)- nur falsch erzogen.
Der Notarssohn hatte zwar eine Erziehung durch erst einen Vater und dann einen Lehrmeister genossen, hatte aber viel über die Welt und die Menschen selbst gelernt und somit auch, es selbst zu beurteilen. Er war nicht oft in Vinci geblieben, war nach Florenz gereist und hatte seine Zeit dort verbracht. Hatte Menschen gesehen und Künstler und Geistliche, Ingeneure, Adelsmänner, Adelsfrauen- Leonardo hatte viele Menschen getroffen. Hatte Kontakt gebraucht, in seiner Jugend, um durchzukommen und aus ihm war ein liberaler Mann gewachsen, der nun hier saß, vor einem Templer, der nicht viel älter war und eigentlich konnte der Künstler stolz sein, auf das, was aus ihm gewachsen war.
Aber fast das einzige, was er verspührte war Furcht. Denn obwohl der Templer ihm gegenüber und er auf einer mentalen Stufe waren- So war doch Shane der mit dem Schwert und Leonardo der Sündiger.
"Ich zweifle nicht an Eurer Ehre. Verzeiht." machte Leonardo den Diener als er auf Hannigans Aussage verstand, dass er zu weit gegangen war. Er legte die Hände im Schoß zusammen und senkte den Blick, sah erst wieder auf als er von Francis Überleben erfuhr.
Er atmete erleichtert durch, sah ihn dann zwar noch glücklich, aber ernst an. "Ja, ich kenne ihn. Aber ich werde Euch nicht Dinge sagen, die Ihr noch nicht wisst!" Er lächelte solang, bis er das "Noch." hörte. Leonardos Augenlid zuckte und das Lächeln verschwand langsam.
"Ihr werdet ihn doch nicht töten!" protestierte er dann.

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BeitragThema: Re: Übergangsraum   24/6/2017, 12:27 am

Das Lächeln Leonardos war unecht. Zwar lag es auf seinen Lippen, aber Shane sah keinen Glanz in dessen Augen. Er lächelte wohl, da es höflich war. Der Künstler schien zu wissen, wann er reden konnte und wann nicht - bisher jedenfalls. Bei den Worten allerdings, das es ja sein könnte, dass sie ihre Toten in den Gärten verscharrten, wurde sein Ausdruck düster. “Gut.“ War seine einzigste Antwort, als sich der Italiener entschuldigte.
Kurz herrschte wieder eine leichte Atempause und Shane merkte, dass er angespannter, als sonst war. Das Gespräch um Francis und die geballte Kraft von Gefühlen, die von Leonardo ausgingen, drückten auf sein Gemüt.
Ich sehe keinen Sinn darin, ihn zu töten. “ Shane sah ihm unverwandt in die Augen. “So wie ich keinen Sinn darin sähe Euch zu töten.“ Die kurze Pause zwischen seinen nächsten Worten, schien unheilvoll in der Luft zu knistern. “Doch Gründe gäbe es genug.“  Assassinenfreunde. Er gaubte nicht, das der Künstler selbst einer dieser Mörder war, doch das er irgendwie damit zu tun haben musste, war ihm langsam klar geworden.
Die Knöchel des Adelsmannes klackten aneinander, als er sich wieder ein Stück nach vorne beugte und sein Gesicht, dem des Künstler recht nahe kam. “Und ich weiß bereits genug, da Vinci. Euer Freund redet gern und was ich wissen möchte, erfahre ich auch von ihm.“ Es war keine Drohung - eine Warnung vielleicht, doch in erster Linie war es die Wahrheit. Viel zu oft hatte er sich in diesen Tagen Lügen und Halbwahrheiten bedient. Er wollte sich gewiss nicht daran gewöhnen, selbst wenn die Worte schon lange nicht mehr so bitter schmeckten.  Wenn er Francis zum Reden bringen wollte, dann würde er es schon irgendwie schaffen. Immerhin schuldete dieser ihm noch einige Gefallen und eine Menge Geld. Ein wenig hob er dann die Hand und brachte wieder etwas Abstand zwischen sich und seinem Gegenüber. “Nun, wenn auch etwas Erzwungen habt ihr schlussendlich meine Fragen beantwortet. Es ist an mir meinen Teil des Handels einzuhalten.“ Kurz drehte Shane sich um und winkte einen Diener zu sich, der nah genug war. “Bringt dem Künstler etwas, womit er seinen Kohlestift spitzen kann.“ Seine eigene Klinge würde er nicht von sich geben. Zu groß das Risiko und zu wenig das Vertrauen. “Lasst mich diese Entscheidung nicht bereuen.“, fügte er schlussendlich noch hinzu, als der Diener mit einem Messer wieder kam. Scharf genug für die Kohle, aber kein Werkzeug für einen Kampf.

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BeitragThema: Re: Übergangsraum   24/6/2017, 2:24 am

Langsam wurde ihm das Gespräch mehr als unangenehm. Nicht, dass Leonardo von Anfang an ein Gespräch gewollt hatte, das war auf keinen Fall so, aber es wurde zusehendst eng für den Künstler. Er hatte nie vorgehabt, den Templer zu reizen und nun kam sie doch hervor, die Angewohnheit, sich mitteilen zu müssen. Sein Frust, seine Emotionen. Aber Francis war am Leben und wenn man dem Templer hier Glauben schenken wollte, er sah nicht sonderlich verlogen aus, dann würde er das noch eine ganze Weile sein. Erleichtert sank Leonardo in seinen Stuhl zurück.
Er betrachtete sein Gegenüber dann und versuchte ihm möglichst regungslos stand zu halten, aber eine unangenehme Gänsehaut zog über seine Wirbelsäule als er den letzten Zusatz hörte. Leonardo war glücklich, dass es eine Templerhand weniger gab, die ihn töten würde- glücklich und erleichtert, aber dennoch war da dieses unangenehme Gefühl, dass sich an seinem Herzen festgehaftet hatte. Er weiß, wer und wo du bist und er hätte genug Gründe, dir den Hals umzudrehen. Sehr widerliches Gefühl.
Leonardo wich zurück, als Hannigans Gesicht im näherkam und er krallte seine Hände in den Stoff seiner Kleidung, schluckte, seine Miene blieb jedoch stabil. Gott sei Dank. Er musste dem Engländer nicht noch zeigen, wie unsicher ihn das machte. Diese Informationen. Er atmete durch die Nase aus. "Francis wird niemandem etwas von mir erzählen." So sehr er sich wünschte, dass das stimmte, etwas sagte ihm, dass Hannigan selbst die intimen Details wusste. Deswegen redete er sich laut ein: "Niemand fremdes!" Was hätte er denn davon? Er würde doch einem Templer wie Hannigan nicht erzählen, dass sie sich ein Schäferstündchen gegönnt hatten, wieso sollte er auch?
Leonardo Anspannung innendrin blieb, äußerlich schaffte er es aber sie zu lösen als der Templer auf Abstand ging. Er war angenehm überrascht, als der Mann tatsächlich seinen Teil des Handels einging. Er bedankte sich und nahm das Messer an, legte es fachmännisch an die Kohle und zog es durch. Er hörte die Worte des Templers und sah auf, sah ihm direkt in die Augen. "Wie gutes Tagwerk frommen Schlummer bringt, so rechtes Leben einen fröhlichen Tod." Dieser Satz gefiel ihm. Er würde ihn später notieren müssen. "Ich bin nicht in der Position, jemandes Tagwerk zu unterbrechen." Womit er eröffnete, niemanden den natürlichen Tod verwehren zu wollen. Über Leben und Tod zu richten war die Aufgabe einer höheren Macht und nicht die, eines Künstlers aus Vinci. Er führte die Klinge dann noch einmal über die Kohle und rammte sie sich in den Daumen. Ein Aufpfienzen folgte, Leonardos Gesicht war erst erschrocken, er versuchte dann, für den Engländer, ernst auszusehen, schluckte dann aber den Schmerz hinunter und verzog das Gesicht. Weniger Wucht und es wäre nicht passiert- es war, als hätte ihn Gott daran erinnern wollen, dass man mit Klingen vorsichtig umging. Leonardo blinzelte dann und spürte, wie sein Daumen warm wurde. Etwas tropfte daran hinab. Mit einem Durchatmen drückte der Künstler den Daumen auf seine Robe, dass der Blutfluss aufhörte, ohne, dass ihm groß Beachtung geschenkt wurde.

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BeitragThema: Re: Übergangsraum   24/6/2017, 3:03 pm

In ruhigen und gleichmäßigen Zügen hob und senkte sich der Brustkorb des Templers, während die harte Lehne des Stuhls gegen seine Schulterblätter drückte. In einer kurzen Bewegung, hatte er die Arme leicht verschränkt, jedoch so, dass er jederzeit bereit war, das Schwert zu ziehen. Vertrauen war rar in seiner Welt - jedenfalls hatte man es ihm genommen. Francis musste er nun gezwungenermaßen​ etwas davon geben, aber er vertraute mehr dem Kraut. Shane hoffte, dass dessen Wirkung lange andauerte, doch er hatte eine große Wissenslücke in diesem Bereich und so kaum Ahnung ob es die Nacht lang hielt. Stumm nahm er sich vor, diese Tatsache bald zu ändern.
Erleichterung zog über die Haltung des Künstlers und er beobachtete wie dieser im Stuhl zurück sank. Hatte er wirklich geglaubt er würde ihn einfach töten? Shane zog etwas die Nase kraus und legte den Kopf kaum merklich schief. Die Templer in Italien schienen ihren Weg wohl auf anderen Stufen zu bauen, oder dieser Mann erwartete jeden Tag den Tod. Lag es an diesen Vorlieben?
Den Oberkörper nun vorgebeugt beobachtete er die Reaktion Leonardos. Kurz sah er auf die verkrampften Finger und dann auf das Gesicht. Dieses Mal blieben ihm die Züge verschlossen. “Oh, er hat bereits.“ Nachdem er sich wieder zurück gezogen hatte, sah er in das wässrige Blau seiner Iris, in denen sich der Kerzenschein und der Umriss seiner eigenen Gestalt spiegelte. “Warum denkt Ihr, er würde es niemanden erzählen?“ Es interessierte Shane zutiefst, woher dieser Mann wohl die Sicherheit nehmen wollte. Francis war ein Söldner, das musste doch selbst der Künstler wissen. Und für Geld wurden sie zu den Ratten jeden Mannes und jeder Frau.
Die Haltung wieder gerade und den Kopf erhoben, hatte er sich da Vinci erbarmt und ein Messer bringen lassen. Seine eigene Hand ruhte dabei jedoch neben seinem Schwertgriff. Mit wachsamen Blick beobachtete er, wie der Mann die Stifte spitzte. Die Bewegung wirkte flüssig und routiniert - er musste diese Bewegung schon oft vollführt haben. Ein kühles Lächeln folgte auf seine Worte. “Eine ehrbare Einstellung, Maestro.“ Seine Fingerspitzen strichen über das kalte Metall, an seiner Seite. “Verliert sie nicht.
Noch immer lag seine Aufmerksamkeit auf dem Messer. Das Werkzeug in der Hand des anderen glitt von der Kohle und Shane erkannte nur noch, wie die Klinge in Fleisch schnitt. “Be careful, da Vinci. Ihr wollt Euch doch nicht selbst das Leben nehmen.“ Die Lippen schmal und der Ton prüfend. Als er sich nach hinten drehte, konnte er keinen Diener entdecken und seine Miene wurde etwas versteinert. Doch schlussendlich zog er sein fazzoletto hervor. Der Schneider hatte auf das Ziertuch bestanden, selbst wenn Shane von dieser Art von Protz nicht viel hielt. “Es wäre Schade um Eure talentierte Hand.“ Der Engländer hielt ihm das Tuch hin, jedoch so, dass sie einander nicht berühren mussten, damit der Künstler es nehmen konnte.

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Leonardo da Vinci
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BeitragThema: Re: Übergangsraum   25/6/2017, 2:14 am

Nicht sterben zu müssen war für Leonardos größtes Vergnügen. Er wünschte sich nichts mehr, als mehr zu sein. Mehr als der kleine Mann aus Vinci. Mehr als ein Windstoß im Geäst der wichtigen Menschen. Ein besserer Freund. Ein Meister der Kunst. Bekannt und verehrt- so ließe es sich leben. Nur, dass er derzeit nicht so lebte. Nicht, dass ihn Francis Überleben weniger gefreut hätte. Nein, der Engländer hatte sich mit seinem Grinsen tief in Leonardos Herzen festgesetzt und sein Überleben gesichert zu sehen war eine durchaus willkommene Erleichterung. So war Leonardos Erleichterung tiefgehend. Schade, dass ihm der Zustand nicht lang vergönnt blieb.
Unruhig Wand sich Leonardo kaum merklich auf dem Stuhl. Francis wusste genug um den Künstler für eine sehr lange Zeit im Kerker zu behalten und gerade sah der andere Engländer zufrieden genug aus, dass er alles erfahren hatte. Mit einem biss auf die Lippe zwang da Vinci sich, ihn anzusehen, nicht wieder einzuknicken. Es war fast so, als könne Hannigan seine Angst spüren. "Ich hatte es gehofft." Gab Leonardo zu. Natürlich wusste er von Bells Beruflichem stand, aber nach der gemeinsamen Nacht hätte er sich dennoch über etwas Diskretion gefreut. Das hier konnte ihn den Kopf kosten. "Ich dachte, Freunde reden nicht so schnell." Er verzog das Gesicht, als habe er in etwas saures gebissen. Er dachte, Freude würden nicht so schnell reden- ebenso, wie Leonardo es getan hatte. Jetzt fühlte er sich ganz schrecklich dumm.
Gott sei Dank war Hannigan fähig, leonardos Emotionen mehrmals schnell hintereinander zu ändern- Stolz erfüllte Leonardo, als er seinen Wunsch erfüllt bekam. Der Mann vertraute ihm genug, obwohl er nicht viel verraten hatte. Die Hand am Schwert war verständlich, Leonardo versuchte sich keinen allzu großen Kopf deshalb zu machen. Er neigte dankbar den Kopf. "Ich werde an Eure Bitte denken." Er nannte ihn immer noch Maestro, da schien genug Respekt im Spiel zu sein. Zufrieden lächelnd fuhr Leonardo mit seiner Arbeit fort.
Der Schmerz ließ die Ohren rauschen, zusammen mit dem englischen Satz verlor Da Vinci kurz den Überblick über die Situation und nickte nur, damit sie nicht allzu lang über seine eigene Ungeschicktheit redeten. Er sah fast erschrocken auf, als er das Tuch entdeckte und strahlte auf. "Gott segne Euer Herz!" Er griff es eilig und drückte es auf seinen Daumen, zischte auf, als Schmerz seinen ganzen Arm erzittern ließ. Er stand nun in Hannigans Schuld. "Bleibt nach dem Treffen länger bei mir und ich werde mir bei Eurem Portrait mehr Mühe geben." Versprach der Künstler also. Er wollte nicht zurück in die Zelle.

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BeitragThema: Re: Übergangsraum   25/6/2017, 12:58 pm

Die Unruhe die den Künstler bei diesem Gespräch erfasst hatte, blieb seiner Aufmerksamkeit nicht verborgen. Leonardo schien es wohl nicht gefallen, dass er mehr darüber wusste. Was auch auf eine Art und Weise verständlich war. Shane trat hier tiefer in das Leben des Anderen, als er eigentlich gewollt hatte. Den Blick erwidernd, presste er die Kiefer aufeinander und ein Gefühl von Reue erfasste ihn, als er realisierte wohin seine Fragen und Worte geführt hatte.  “Hoffen und Wissen, kann einen großen Unterschied machen.“ Nur das Wissen, konnte einem wahrlich Sicherheit schenken. Leonardos Gesicht sah aus, als hätte er etwas gegessen, dass ihm nicht schmeckte. Es erinnerte ihn an einen Ausdruck, den er schon einmal an sich selbst gesehen hatte: Verrat. Der Engländer knirschte leicht mit den Zähnen und stieß die Luft langsam aus. Er hatte nicht gewollt den Künstler gegen Francis zu stellen. Die Gefühle von Leonardo waren beinahe greifbar, was es dem Templer unmöglich machte sie zu übersehen. Das Gesicht etwas verzogen und die Arme angespannt auf den Lehnen des Stuhls abgelegt, sagte er zuerst nichts. Drei Atemzüge lang ringte er im Inneren mit sich selbst, während der Rest seines Körpers in kontrollierter Haltung blieb - den Kopf erhoben, der Rücken gerade und die Beine fest auf dem Boden abgestellt.
Die nächsten Worte kosteten den Adelsmann Überwindung und beinahe wären sie unausgesprochen in seinem Hals stecken geblieben. “Vielleicht beruhigt es Euch, dass er mich ebenso als Freund bezeichnete.“ Shanes Mimik blieb dabei unbeeindruckt und er räusperte sich kurz, um nicht doch noch an Haltung zu verlieren.
Die Ablenkung die durch das gewünschte Messer herbei geführt wurde, war sogar für den Engländer erleichternd. Es lenkte das Thema fort von seinem Cousin, dessen Worte kurz in einer Erinnerung aufgeblitzt waren. Wachsam behielt er aber Leonardos Taten im Blick. Jederzeit rechnete er sogar mit einem Angriff und selbst seine Worte vermochten es nicht, die leichte Sorge zu vertreiben, die in seinem Verstand lauerte.
Als der leichte Geruch von Blut und ein Schmerzenslaut ertönte, schien der Augenblick kurz still zu stehen, ehe Shane nach seinem Ziertuch griff und es dem Künstler entgegen streckte. Sobald dieser es in der Hand hatte, zog er seine eigene wieder zurück und mit eiserner Miene nickte er kurz auf dessen Worte.  “Wenn die Zeit es erlaubt und niemand anderes Eure Aufmerksamkeit benötigt.“ Und wenn er selbst nicht möglichst schnell in die Villa zurück musste. “Niemand weiß, was dieser Abend noch bringt.

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BeitragThema: Re: Übergangsraum   27/6/2017, 4:57 pm

Einen großen Unterschied machten hoffen und wissen, das stimmte. Auch wenn man doch so sehr wünschte, dass sie es nicht taten. Es war schon niederschmetternd, wie sinnlos das Wünschen manchmal war.
Leonardo betrachtete den Mann vor sich. Ob er wohl schonmal enttäuscht worden war? Das brachte die Frage auf, warum er überhaupt hier war- England und Italien waren kein Katzensprung voneinander entfernt. War er aufgebrochen in der Hoffnung, Brüder zu finden? Oder weil er in England keine mehr finden konnte? War sein Besuch überhaupt geschäftlicher Natur? War er nur an diesem Abend gekommen um es sich von Häppchen und Wein gut gehen zu lassen? Leonardo beobachtete ihn nicht forschend und auch nicht so interessiert, wie er es mit vielen Lebewesen tat, aber er beobachtete ihn mit genau diesen Absichten. Erforschen. Was hatte den stillen Templer so werden lassen, wie er war? War es eben das angesprochene? Dass nunmal Hoffen und Wissen leider nicht ein und dasselbe waren?
"Euch... Auch?" stotterte Leo fast sofort, nachdem der Engländer den Satz beendet hatte. Wie sollte das möglich sein? Sie kannten sich also und anscheinend mochte Francis Hannigan auch, aber wieso? Und ging es von Gegenseitigkeit aus? So wie Hannigan aussah ganz bestimmt nicht. "Aber wieso?" fragte der Künstler dann kläglich. Ein guter Freund von ihm bezeichnete einen Templer als Bruder! Konnte es vielleicht sogar sein, dass Francis das Treffen im Keller verraten hatte? Der bittere Ausdruck in Leonardos Gesicht intensivierte sich. Das würde durchaus ins Bild passen und das gefiel ihm gar nicht. So ließ sich Hannigans Aussage mit einem Nein beantworten: Nein, es beruhigte Leonardo nicht, dass Franis den englischen Templer als Bruder bezeichnet hatte.
"Nein, nein, niemand benötigt meine Anwesenheit." Es war traurig, wie wahr das war. Und auch Hannigans nächste Aussage war traurig. Leonardo konnte sich ein seufzen nicht verkneifen. "Nein.. und ich weiß es am allerwenigsten.

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BeitragThema: Re: Übergangsraum   27/6/2017, 9:27 pm

Shane merkte Augenblicklich, dass seine Worte wohl nicht zum gewünschten Ergebnis führten. Doch der Gesichtsausdruck des Künstlers erzählten ihm noch eine andere Information. Dem Mann schien es nicht zu gefallen zu wissen, dass Francis ihn als Freund bezeichnet hatte. Ihn -  einen Templer. Viel eher wirkte er fast schon entsetzt darüber. Jetzt hatte er das Wissen, wo zuerst nur eine rege Vermutung lag. Der Adelsmann verschränkte die Finger und die Frage Leonardos blieb vorerst unbeantwortet. So richtig wusste er die Antwort selbst nicht. Er hatte seinen Cousin nie einen Grund gegeben. Er wollte ihm auch keinen Grund dazu geben. Und dennoch hatte man ihn mit diesem Begriff bezeichnet. Es war keine Lüge gewesen und aber es war ihm trotzdem schwer gefallen den Satz auszusprechen. Vermutlich wäre es auch in seinem und Francis Sinne gewesen, es nie anzusprechen. Aber jetzt war es zu spät und Shane merkte wie die kühle Gleichgültigkeit zurück kehrte. Die eiserne Kontrolle lenkte seine Konzentration auf das neue Gespräch. “Nicht? Ich denke noch so manch anderer, wird Eure Anwesenheit zu schätzen wissen.“ Einige Herzschläge lang schwieg er dann wieder, doch er merkte, dass es Zeit wurde zurück in den Speisesaal zu gehen. Viel zu lange hatte er schon hier gegessen, auch wenn es keine verschwendete Zeit war. “Ihr wollt wissen, warum er mich als Freund bezeichnete?“, brachte er dann wieder jedes Thema hervor. Ruhig sah er seinen Gegenüber in die Augen. Weder Zufriedenheit, noch Abscheu lag in seinen Zügen.
Da ich ihn am Leben ließ, obwohl er ein Assassinen-Freund ist.“ Shane erhob sich von seinem Stuhl und entfernte unsichtbaren Staub von seinem Hemd, während sein Blick weiterhin auf Leonardo gerichtet war. Forschend sah er in dessen Gesichtszüge, um seine Reaktion noch mitzubekommen. Erst dann  drehte er sich ohne hast um und schritt zur Türe. Die Hand auf das Schwert gelegt und in jeder Sekunde bereit das Messer abzuwehren, das da Vinci noch immer besaß. Doch bevor er ganz darin verschwand, drehte er sich noch einmal zu dem Künstler um.  “So wie ihr es einer seid.“ In einer schwungvollen Bewegung wandte sich der Templer wieder um und verschränkte die Arme hinter seinen Rücken. Nur für den Bruchteil einer Sekunde lag der Hauch eines Lächelns auf seinen Lippen, welches alsbald einem verschlossen Ausdruck wich.

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BeitragThema: Re: Übergangsraum   7/7/2017, 10:33 pm

Ja, Hannigan war wohl kein schlechter Mensch. Vielleicht würde Leonardo sogar soweit gehen und sagen, dass er ein guter Mensch war, aber dieser Gedanke fiel unangenehm schwer. Trotz des sehr netten Satzes, den der Templer verlauten ließ. Da lag nämlich das Problem- Er war ein Templer und die Kämpfer des Kampfes, den diese bestritten, konnte Leonardo nur in der Hälfte als gute Menschen bezeichnen. Und das würde wohl die Hälfte sein, auf der die standen, die für Gerechtigkeit und Freiheit das Schwert zogen.
Jeder andere Schwerthieb blieb für Leonardo ein Verdruss.
Er redete nicht, lauschte jetzt und ließ nichts an sich, versuchte es. Da Vinci spürte, dass die folgende Frage keine für Antworten war, sondern für eine Erklärung. Also ließ er den Templer, damit er sie aussprach. Er sollte es nicht bereuen. Es war eine gute Erklärung, sie leuchtete Leonardo ein und beruhigte ihn. Entschlossener drückte er die Lippen aufeinander, sah mit klaren Augen zu, wie Hannigan aufstand, sah ihm in die Augen und nickte. Dann sah er zu, wie er sich abwand, das Gesicht ernst und fokussiert. Das Gespräch war lang gewesen, die Zeit hatte sich gezogen und war vorangeschritten, vielleicht viel weiter als der englische Signore es beabsichtigt hatte. Aber es hatte sich gelohnt, das hatte es ohne Zweifel. Leonardo wusste jetzt ganz sicher, dass Hannigan ein guter Mann war. Falsch erzogen und schlecht gewachsen, der falschen Lehre folgend- aber nicht schlecht. Und dumm war er auch nicht.
Ein Schauer zog dem Künstler über den Rücken als der Engländer den Satz verlauten ließ, das Gesicht verdunkelt von dem Licht im Rücken- Wie er dastand, im Türrahmen. Edel sah er aus. Als sei er sich bewusst, wie hoch er stand, als wisse er, was für einen Respekt er sich verdient hatte und dass Leonardo auf mehreren Ebenen zu ihm aufsah. Es fiel dem Künstler nicht schwer zu nicken. Diese Antwort hatte Hannigan sich verdient.

Die Zeit zog sich erneut, aber der Künstler kam wenigstens mit seinem Auftrag voran. Er sank in der Zeit zusammen, achtete nicht mehr darauf, ob er sich stolz gab oder so, wie Rizzi es wollte: seine Handgelenke schmerzten und sein Körper quälte sich, das ließ er jetzt raus, jetzt, wo er allein war.
Er hatte es vermieden 'de Molay' zu malen, war gerade dabei Rizzi aufs Papier zu bringen, als er seine Stimme hörte. Er verstrich sachte etwas Kohle um einen Schatten unter seinen Augenbrauen zu verstärken, strich provokant weiter, erst einmal die Nase entlang, dann erst sah er dem richtigen Adelsmann in die Augen. Ein stiller Protest, aber ein deutlicher. Ein gewichtiges Drücken senkte sich auf seine Brust, als er gezwungen war, Rizzi zuzuhören. Mit einem schweren Schlucken nahm er es hin, Leonardo gefiel es jedoch gar nicht. Er traute sich nur nicht zu wiedersprechen. Er traute sich in Rizzis Anwesenheit nichts mehr. Peinlich, ja, aber erforderlich. Nur konnte er das dem Mann doch nicht erklären! Er klammerte sich unter seinem kalten Blick an den Stift fest, klemmte die Füße unter den Stuhl, wo das Messer zurückklirrte, er hatte es noch ein, zweimal zum Schärfen genutzt, vorsichtig mit seinem Daumen diesmal, der immer noch warm und fiebrig wummerte. Die folgenden Worte jedoch überraschten den Künstler und er versuchte nichtmal, das zu verstecken. "Aber..." konnte das sein Ernst sein? Es schien so zu sein... Leonardo sah ihm zu, wie er ging, atmete happig ein und ging.
Nie war Leonardo schneller gegangen, ohne zu rennen. Nein, rennen schien unangebracht. Zudem er wackelig auf den Füßen war und nicht fallen wollte. Als er an der frischen Luft stand hielt er sich an der Mauer fest. Unmöglich... Der Künstler begann zu lächeln, dann zu strahlen und er lachte schließlich ein bisschen, bevor er loszog, in die Dunkelheit, nach Hause, zu Ezio, irgendwohin.

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