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 Alvar's Behausung

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AutorNachricht
Bauherr
And you say Rome wasn't built in a day
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BeitragThema: Alvar's Behausung   5/7/2017, 6:45 pm


◇--Alvar's Behausung

Alvar lebt im dunklen Kellerteil eines großen Wohnhauses. Seine Wohnung besteht aus einer Küche mit Schlafzimmer, sowie ein kleines Kämmerchen. Eine Hintertür führt zu einem unterirdischen Gang.
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Alvar de Lucca

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BeitragThema: Re: Alvar's Behausung   5/7/2017, 10:47 pm

4. April, 1480
Nach Mitternacht

Emily de Lucca und Alvar de Lucca
cf: Strada ingannare

Natürlich hätte ein 7 jähriger Junge nicht auf seine 3 jährige Schwester aufpassen können. Doch damals hatte Alvar noch geglaubt, er könne die Welt durch seine rebellische Art verändern. Schon als Kind hatte er seinen eigenen Kopf gehabt und dies hatte sich bis heute gezogen. Egoismus konnte man es natürlich auch nennen. Doch war es kein zu ungesunder Egoismus. Wäre diese Einstellung zu stark, wäre er nie der Leiter der Diebesgilde geworden, gar ein Meisterdieb. Es war wichtig, als Dieb auch alleine zu arbeiten, was er auch sehr gut beherrschte! Doch manchmal musste man sich auch auf andere verlassen können. So auch auf Assassinen oder Templer.

Alvar schüttelte für sich den Kopf. "Ich weiß, dass er streng war. Doch die Erinnerung ist nicht mehr so stark. Ich wüsste nicht einmal, ob ich ihn erkenne, stünde er vor mir." Die Erinnerung an den Onkel war, wie sein kaputtes Auge, verschwommen. Ob er wirklich den Vater ersetzen konnte? Dass Alvar nicht einmal die ganze Wahrheit wusste, würde vielleicht auch einen Hass auf die Templer entwickeln. Nein! nicht nur vielleicht, sondern höchst wahrscheinlich.
Niemand schien vor den zwei Orden in Sicherheit zu sein. "Mein Meister nahm die selbe Rolle an, wie die unseres Onkels. Er war gut zu mir.", kommentierte er dies und blieb anschließend stehen, um Emily anzusehen, als sie aussprach, dass es hätte anders verlaufen können, wenn sie von Alvar gewusst hätte. "Sprecht nicht mehr darüber. Es lässt sich nichts mehr ändern. Mein Brief erreichte Euch nie. Und Gunnar ging davon aus, ich sei tot. Ich kann ihm nicht verübeln, dass er dies dachte. Normalerweise wäre ich tot, wären die Diebe nicht gewesen." Seine Stimme war etwas lauter geworden. Beinahe protestierend. Dabei hatte er die andere Hand auf ihren Oberarm gelegt, als sie seinen Arm sanft umgriff.
"Ich bin durchaus froh, auch Euch wohlbehalten wiederzuhaben. Nie hätte ich es mir erträumt, Euch wiederzusehen. Ihr seid schön geworden.", sagte er nun offen und lächelnd, mit einem  zugleich stolzen Ton in der Stimme.
Anschließend gingen sie weiter. Und eines schien der Assassinin nicht mehr aus dem Kopf zu gehen.
Erneut wartete er, bis er ihr eine Antwort gab. Alvar hatte die Trauer schon längst überwunden, doch war es nie schön, an solch einen Mord erinnert zu werden. "Mein Meister starb durch die Klinge eines Assassinen. Ich helfe Eurem Orden, wenn die Bezahlung gut ausfällt. Und ich weiß inzwischen, dass nicht jeder Assassine schlecht ist. Ezio ist es nicht. Und doch meide ich die Assassinen."

Schon bald kamen die Geschwister an einem großen Haus an, welches so aussah, als zerfiele es jeden Moment. Er machte die schwere Holztür auf und führte Emily die Treppe hinab.-Dort, wo er lebte. Er entzündete eine Kerze, die an der Wand angebracht war und nahm sie. Durch zwei weitere Türen mussten sie gehen, welche Alvar mit einem protzigen Schlüssel aufschloss, um anschließend durch die zu gehen, die in seine kleine Wohnung führte. Das Licht der kleinen Flamme tanzte unheilvoll an den feuchten Wänden. Im Zimmer angekommen, entzündete er auch die anderen Kerzen und steckte die, die er in der Hand hielt, in einen Kerzenständer. "Willkommen in meinem Zuhause." Tagsüber war es heller. Durch einen kleinen Schacht, der von außen kaum auffiel, drang sonnenlicht, welches den ganzen Raum flutete.

Den schweren Geldbeutel, sowie seine andere Beute vom Tag, legte er auf seinem Bett ab und ging in das Kämmerchen, um den Köcher mit normalen Pfeilen und Wasserpfeilen zu füllen. "Ihr könnt mich jederzeit besuchen. Seht es als Zufluchtsort an, einen Schlafplatz für die Nacht, wenn ich unterwegs bin." Es war schwierig, doch wollte er das Vertrauen zurück holte, welches sie damals von ihm bekam. Sie würde niemanden herführen. Das sagte ihm seine innere Stimme.

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Emily de Lucca
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BeitragThema: Re: Alvar's Behausung   6/7/2017, 12:03 pm

Ihre kindlichen Jahre lehrten Emily Selbstständigkeit. Aus Angst erneut eine nahestehende Person zu verlieren, ließ sie niemanden mehr wirklich an sich heran. Unauffällig arbeitete sie gerne allein oder unter einer klaren und geradlinigen Führung. Selber die Initiative zu ergreifen und Aufgaben an Andere zu verteilen fiel ihr schwer und lieber machte sie so viel wie möglich allein. Auch jetzt würde sie in diese typische Rolle verfallen und Alvar einfach folgen. Schließlich kannte er die Stadt und die örtlichen Begebenheiten um einiges besser als sie.
Ihr Onkel konnte den Vater natürlich nicht gänzlich ersetzen, aber er kümmerte sich um sie und gab ihr Sicherheit, ein Dach über dem Kopf und etwas zu Essen. Gunnar machte sie zu dem, was sie heute war. Nie hatte sie ihre Familie vergessen und jetzt ein Stück davon wiederzuhaben trug die betrübte Stimmung etwas davon. Es war das Richtige, die lange Reise zurück in die Heimat angetreten zu haben.
Es amüsierte Emily, dass sich ihr Bruder noch an die harte Hand ihres Onkels erinnern konnte. ¨Seid versichert, Ihr würdet ihn erkennen. Auch wenn es so lange her ist, ist er noch immer der gleiche griesgrämige , bärtige Mann wie damals.¨
Erleitert atmete sie auf, als Alvar von seinem Meister erzählte. Sie freute sich, dass er scheibar nicht lange auf sich allein gestellt war und schnell Anschluss fand und doch wurde ihr gerade jetzt bewusst, wie sehr sie ihren Bruder vermisst hatte. Die kurze Berührung tat ihr gut und erdete die junge Assassine wieder. Er hatte recht und die Vergangenheit konnte nicht mehr geändert werden. Lediglich die Zukunft lag in ihren Händen und es würde sich zeigen, was sie daraus machen würden.
Ob der Brief tatsächlich nie ankam, oder Gunner es nur all die Jahre verschwieg konnte sie nicht sagen. Egal aus welchem Grund er das getan haben konnte, es hatte nicht funktioniert. Die Geschwister waren wieder vereint.
Auf sein Kompliment senkte sie lediglich beschämt den Blick und doch freute sie der stolze Ton in seiner Stimme. ¨Ihr bringt mich in Verlegenheit, Bruder.¨
Seine nächste Geschichte ließ aber einige Fragen offen, die sie auch sogleich frei stellte. ¨Wie kam es dazu, dass ein Assassine einen Dieb tötet?¨ es musste mehr dahinter stecken. Seit jeher arbeiteten die beigen Gruppierungen Hand in Hand oder gingen sich gänzlich aus dem Weg. Aber noch nie hätte Emily gehört, dass es zu größeren Zwischenfällen dieser Art gekommen war. Zu viel wussten sei voneinander und auf eine Art waren sie vielleicht sogar voneinander abhängig. ¨Ich hoffe doch sehr, Ihr werdet mich nicht meiden. Nachdem ich hörte wie unsere Eltern den Tod fanden, gab es für mich keinen richtigeren Weg, als den in die Bruderschaft.¨

An dem verfallen wirkenden Haus angekommen sah sich Emily kurz um und versuchte den Weg in ihrem Gedächtnis zu speichern. Vielleicht würde es eines Tages wichtig sein und sie wollte wissen, wo sie ihren Bruder wiederfinden konnte. Alvar führte sie eine Treppe nach unten und ihre Augen brauchten einen Moment bis sie sich an die Dunkelheit gewöhnten. Dankbar über den Kerzenschein blinzelte sie einige Male und sah sich in der einfachen Unterkunft um. Er hieß sie willkommen und sie lächelte ihm nickend zu. ¨Vielen Dank.¨
Er verschwand in einem kleinen Nebenzimmer und Emily setzte sich für einen Moment zu seiner Beute auf das einfache Bett. Nur kurz wollte sie ihre Glieder ausruhen. Die letzte kurze Nacht auf dem kalten Boden in der Villa Auditore hatte ihre Spuren hinterlassen und liebend gern hätte sie für einige Stunden den Schlaf gesucht.
Alvars Angebot bedeutete ihr viel. Nicht nur, dass er seine Schwester hierher führte, er bot ihr auch an wiederzukommen. Auch wenn sie mittlerweile daran dachte, Italien so schnell zu verlassen, wie sie gekommen war, war es gut zu wissen, wenigstens bei ihrem Bruder einen Ort der Zuflucht zu finden. Wer wusste schon, wie sich die Dinge für sie entwickeln würden. ¨Habt Dank. Dieses Angebot weiß ich sehr zu schätzen!¨ meinte sie ehrlich und streckte im Sitzen die Hände über den Kopf. Als er nun scheinbar fertig mit seinen Vorbereitungen war sah sie zu ihm hoch und verlangte nch Informationen bevor sie Gefahr lief wirklich einzuschlafen. ¨Kennt Ihr die Villa bereits? Was kann uns erwarten?¨ etwas steif stand sie auf und schüttelte ihre Beine aus.
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BeitragThema: Re: Alvar's Behausung   6/7/2017, 12:33 pm

Alvar musste schmunzeln über die Aussage des Onkels. Dies nahm er ihr sogar ab. Ein bärtiger Mann war er also. Daran konnte er sich nicht mehr erinnern. Doch sein ernster Blick hatte sich wohl auf ewig in Alvar eingebrannt.

"Euch meiden? Wir sind Geschwister, Emily. Ein Orden sollte dabei nicht in unserer Wege stehen.", murmelte der Meisterdieb und sah sie dann fragend an, als er sich erinnerte, was sie noch gesagt hatte. Kein anderer Weg? "Es hätte tausend andere Wege gegeben, als dem Orden beizutreten. Jeder stirbt irgendwann. Nur kam der Tod unserer Eltern etwas zu früh." Schon etwas abfällig sprach er das Wort "Orden" aus. Es war eine gefährliche Aufgabe, der Emily hinterher jagte. Er war zwar froh, dass sie sich selbst schützen konnte, doch war jede andere Frau eben nun mal für ihr Haus zuständig. Wusch Wäsche, kochte Suppen. Soetwas eben. Doch eine Auftragsmörderin als Schwester? Er verstand das Gefühl von Rache. Aber er konnte nicht töten.

Später, als sie die Kellerräume und anschließend auch die düstere Wohnung betreten hatte, setzte Emily sich auf das mit Stroh gefülltes Bett, während Alvar den Köcher auffüllte und nach einigen Sekunden zurückkam.
"Der Teil der Stadt ist einer von zwei, den ich noch nicht ausgespäht habe. Ich arbeite mich langsam, dennoch sehr genau voran. Und diese Villa blieb bisher aus." Alvar hatte sich auf den Boden gekniet und hatte eine kleine Tasche von seinem Gürtel gelöst, in der er die kleinen Utensilien zum Schlösserknacken aufbewahrte. Diese überprüfte er und hatte sie vor sich auf dem Boden ausgebreitet, während er sprach.
Doch dann hielt er inne und blickte hinauf zu seiner Schwester. Das, was sie vorhin gesagt hatte, ließ ihn nicht los: "Auf der Straße sagtet Ihr, Ihr hättet keine andere Möglichkeit gesehen, dem Assassinenorden beizutreten. Doch wieso?"

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BeitragThema: Re: Alvar's Behausung   6/7/2017, 10:04 pm

Alvar versicherte seiner Schwester, dass sich der Weg, welcher sie einschlug nichts an ihrer Verbindung zueinander ändern würde. Erleichtert erlaubte sie sich einen Moment in die dunkle Nacht zu lächeln und ging weiter neben dem Größeren her.  Dass es für Emily selbstverständlich war, zu den Assassinen zu gehen und für sie zu arbeiten schien ihrem Bruder allerdings weniger zu gefallen.
Sicher war es ungewöhnlich eine Frau in der Rolle einer Auftragsmördern zu sehen. Die Tatsache, dass er als großer Bruder eine gewisse Bechützerrolle einnahm, machtes es ür den Dieb sicher nicht einfacher. Aber Emily hätte sich nie in der Position einer normalen schlichten Frau gesehen. Sollte sie in ihrem trauten Heim sitzen, eine Schar Kinder hüten und eine Mahlzeit für ihren Mann zubereiten, dem sie dann bestenfalls schweigend zur Verfügung stand, sobald dem werten Herrn danach war? Ihr war durchaus bewusst, dass nicht jeder Mann so war und doch hätte sie sich nicht mit so einem Leben abfinden wollen. Tausend andere Wege... vielleicht hatte Alvar recht, und doch fühlte sie sich auf diesem Weg, den sie für sich gewählt hatte, wohl und für sie war es der Richtige. ¨Viel zu früh...¨ murmelte sie auf seine Worte und erinnerte sich schmerzlich an den Verlust. Vielleicht mussten erneut zwanzig Jahre vergehen, um den Tod ihrer Eltern erträglicher zu machen.
Den Rest des Weges schwiegen sie und kamen rasch an der Unterkunft des Diebes an. Die kurze Rast auf dem Bett und das dunkle Zimmer machten Emily schläfrig und sie versuchte ihre Konzentration wieder zu sammeln indem sie sich von Neugier getrieben zu ihrem Bruder kniete. Dieser sortierte und überprüfte gerade kleine, werkzeugähnliche Utensilien aus seiner Tasche. Die Assassine glaubte sie wiederzuerkennen und vermutete, dass er mit ihnen die Kellertür zum Gasthaus aufgebrochen hatte. Noch immer ließ sie ihre Finger über die kleinen Teile streifen, als er seine Frage stellte. ¨Einerseits sah ich es wie eine Art Erbe, oder Pflicht an.¨ begann sie ihre Erklärung und lächelte dabei sanft. ¨Zum anderen habt Ihr mich schon als kleines Kind zu allerlei Unfug angestiftet und mitgenommen... wie hätte da eine anständige Frau aus mir werden sollen?¨ ein breites Grinsen zierte nun ihr schmales Gesicht und Emily sah dem Älteren nun direkt in die Augen. ¨Aber ehrlicherweise war ich anfangs nur von Rache getrieben. Kind, wie ich es nun einmal war, wollte ich möglichst schnell lernen und jeden Templer der meinen Weg kreuzte auszulöschen. Ich wollte den unnötigen Mord an unseren Eltern einfach nur rächen.¨ ihre Worte waren ehrlich und offenbarten ihre Gefühle. Ein Schulterzucken begleitete sie dabei. ¨Auch wenn ich den eigentlichen Mörder nie erwischen sollte... jeder Templer weniger macht mich ein Stück zufriedener.¨
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BeitragThema: Re: Alvar's Behausung   6/7/2017, 10:42 pm

Alvar wünschte sich tagtäglich seine Eltern zurück. Es stimmte: letztendlich konnte niemand diesen Part voll und ganz ersetzen. Ein dreijähriges Mädchen und ein siebenjähriger Junge mussten die Liebe einer Mutter und den Zorn eines Vaters erfahren. Aber selbst er hätte nichts daran ändern können. Sie starben still und so hatte Alvar von da an auch weitergelebt.

Es war merkwürdig, dass man sich manchmal an Sachen erinnern konnte, obwohl man noch nicht alt war. Doch nicht nur Alvar schien es so zu ergehen, sondern auch seiner Schwester. Sie musste viel aus dieser Zeit mitgenommen haben, als ihre Eltern noch lebten. Manchmal klammerte man sich so verbissen an Erinnerungen, dass sie einen noch Jahre später begleiteten. Jemand hatte mal zu Alvar gesagt, dass sich vieles ins Unterbewusstsein einnistete. Alles war noch irgendwo im Kopf. Nur wo war die Frage...
"Ich erinnere mich. Jetzt, wo Ihr es sagt..." Wie konnte das sein, dass gerade er dies vergaß. Er, der solch kostbaren Momente nie einfach so wegschmiss!
Leicht gedankenversunken hatte er inne gehalten und zu Boden geblickt, ehe er sich wieder den Dietrichen zuwandte und sie aussortierte. Die, die nachbearbeitet werden musste, legte er zur Seite, während die noch brauchbaren zurück in die Tasche wanderten.
Als er sich aufgerichtet hatte, sprach Emily weiter. Und nun wollte er seinen Ohren wirklich nicht trauen. Mit großen Augen blickte er sie an. "Templer?", wiederholte er jetzt fast flüsternd und ging näher auf sie zu, ohne sie mit verwirrtem Blick aus den Augen zu lassen.
"Was redet Ihr da? Es waren gewöhnliche Mörder, die man nie fasste." Seine Stimme wurde lauter und als er in Emilys Augen erkannte, dass sie nicht wusste, was er meinte, stutzte er. "So...sagte man es mir jedenfalls..." Falsche Informationen. Und er hatte sich immer darauf verlassen, dass sie richtig waren. Wieso hatte er niemals nachgeforscht? Er hatte sich so sehr daran verbissen, dass der Meisterdieb nie daran dachte, jemals nach einer anderen Antwort zu suchen. Was das Motiv war, wer diese Mörder genau waren. Auf einmal fühlte er sich wie ein Versager.
"Templer... Und ich habe für sie gearbeitet." Ein verzweifeltes Lächeln ging auf sein Gesicht, welches ebenso schnell wieder verschwand. Alvar drehte seiner Schwester den Rücken zu, schritt im Raum umher und nahm die Kapuze vom Kopf.
Dunkles, mittellanges Haar war zusammengebunden und ebenso düster wie seine Gestalt selbst. Er fuhr sich mit der Hand darüber und griff verbissen hinein.
Niemandem schenkte er mehr Vertrauen als dem Templerorden.

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BeitragThema: Re: Alvar's Behausung   9/7/2017, 6:34 pm

Obwohl Emily damals so jung gewesen war, erinnerte sie sich noch an die Zet mit ihrem Bruder. Mehr als verschwommen und teilweise wusste sie nicht mehr genau, welche Inhalte dieser Erinnerungen der Wahrheit entsprachen und welche sie über die Jahre hinweg vielleicht nur selber hinzufügte und auf eine Art Trost zu finden. Die Mutter war liebevoll, wie auch ihr Vater, auch wenn dieser Alvar stets etwas strenger erzog als seine Tochter. Wenn beide Eltern etwas zu erledigen hatten, schlich Emily zu ihrem Bruder und mehr oder weniger freiwillig musste er sie auf kindliche Steifzüge mitnehmen.
Die größte Aufregung war das unerlaubte Hinausschleichen und das dabei nicht erwischt werden. Alvar war schon damals ein Meister darin und Emilys mädchenhafter Geist sah begeistert zu ihm empor. Gemeinsam schlichen sie in prunkvolle Paläste Villen und Schlösser und entkamen wieder ohne jeh entdeckt zu werden. Natürlich waren diese Gebäude lediglich ein Stall, eine Scheune oder vielleicht das nicht abgeschlossene Wohnhaus des Nachbarn. Aber nichts malt schönere Bilder als die kindliche Fantasie.
Nun, zwanzig Jahre später, blieb nichts mehr von dieser fast unschuldigen Malerei übrig und sie würden wieder vereint als Geschwister in eine Villa einbrechen. Nur diesmal waren es keine ausgedachten Geschichten und der Besitzer kein alter, klappriger Mann. Die Villa samt der Wachen war nun real und sie durften sich keine Fehler leisten. ¨Beinahe wie in alten Tagen...¨ schmunzelte sie und versuchte so die Stimmung etwas zu lockern. ¨...nur, dass unser alter Nachbar uns nicht gleich nach dem Leben trachtete und uns höchstens mit Schlägen drohte.¨
Emily griff sich zwei der verbogenen Dietriche und drehte sie in der Hand. Leicht waren sie und überaus filigran gearbeitet. Kein Wunder, dass er das Schloß so unglaublich schnell öffnen konnte.sie nahm sich fest vor, Alvar nach der genauen Technik zu fragen, sobald Ruhe einkehren würde.
Überrascht hörte Emily die Verwirrung aus der Stimme ihres Bruders und blickte von den Werkzeugen auf, um direkt in seine stechenden Augen zu sehen. Bei der lauter werdenden Stimmung schluckte sie und zwinkerte einige Male.
Im ersten Moment konnte sie nicht antworten, weil sie selbst von seiner Unwissenheit völlig überrascht war. Vorsichtig schwieg die junge Assassine und sammelte in ihren Gedanken alle Informationen, welche sie bezüglich des Todes ihrer Eltern hatte. Alvar schritt unruhig durch den Raum und auch seine Schwester richtete sich langsam wieder auf. Sie wusste nicht, dass er auch für die Seite der Templer arbeitet. Gutheißen konnte sie das natürlich nicht, aber schließlich war er ein Dieb und die bekannten sich selten für eine Seite - oder eben für die, welche bei der Bezahlung weniger geizte.
¨Gewöhnliche Mörder.¨ murmelte sie nachdenklich und überlegte, ob dies möglich war. Hatte ihr Onkel in diesem Punkt ebenfalls gelogen? Oder war er in diesem Fall auch nur falsch informiert? Kopfschüttelnd verdrängte sie den Gedanken und beobachtete ihren großen Bruder. ¨Zumindest sind das die Informationen, die ich über ihren Tod habe. Ich kann und will nicht glauben, dass ich all die Jahre falsch lag. Schließlich waren sie Assassinen und welcher einfache Mörder hätte es so einfach mit ihnen Aufnehmen können.¨ nachdenklich sah sie auf die Dietriche in ihrer Hand und wie in ihrer Erinnerung an die Kindheit versuchte sie Wahrheit von Lüge zu trennen. ¨Es ist Vergangenheit und lässt sich nicht ändern. Ezio meinte, dass ich vielleicht in den Büchern seines Onkels mehr über unsere Eltern erfahren könnte.¨ Einen Versuch war es wert und sie hoffte, das Angebot des jungen Auditore würde eines Tages wieder etwas bedeuten. Mit der momentanen Klippe zwischen ihnen würde sie sicher keinen Einblick in die Bücher erhalten.
Alvar schien wirklich verzweifelt zu sein. Aufmerksam betrachtete sie ihren Bruder nun ohne Kopfbedeckung und versuchte sich jede Einzelheit einzuprägen. Markant war sein Gesicht und strahlte eine gewisse Kälte aus. Fast könnte man von Angst sprechen und sein milchiges Auge trug nicht dazu bei, ihn weniger furchteinflösend wirken zu lassen.
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BeitragThema: Re: Alvar's Behausung   9/7/2017, 7:12 pm

Alvar musste grinsen bei ihrer Bemerkung. Wie recht sie doch hatte... Er erinnerte sich an die Zeit, in der er oft gezwungen war, die kleine Schwester mit auf Entdeckungsreisen zu nehmen. Andererseits waren es auch schöne Tage gewesen. Schon immer war er gern für sich. Doch für seine kleine Schwester hatte er immer Zeit gehabt. Es überraschte ihn sehr, dass diese Erinnerungen erst wieder in ihrer Gegenwart zurückkamen. Als sie und ihr Onkel weg waren, hatte er sich oft überlegt, ob er das richtige getan hatte. Wurde sich von Jahr zu Jahr bewusster, dass er hätte mitgehen sollen. Wie konnte er Emily nur alleine lassen? Sie musste denken, sie hätte ihm nie etwas bedeutet.
"Und doch hat es nie geendet, in fremde Häuser zu steigen. Nicht für mich und ich denke auch nicht für dich.", entgegnete er, während er noch immer im Gedanke in den früheren Erinnerungen steckte.

Aufgebracht war er durchaus. Verzweifelt traf es wohl eher. Den Templern hatte er oft mehr vertraut als den Assassinen. Nun mied er beide Orden und es wäre wohl das beste, so wie es andere Diebe auch taten, sich auf keine der Seiten zu schlagen. Auch, wenn es von einem Orden immer etwas mehr Geld gab. Alvar war ein Einzelgänger. Doch in diesem Falle hatte er versagt. Nun hieß es: weiterspielen oder sich heraushalten? Er war immer derjenige, der Informationen beschaffte. Letztere Option würde dazu führen, dass er ab diesem Zeitpunkt nie herausfinden würde, was mit den Eltern tatsächlich geschah. Doch Gunnar war selbst Assassine. Und ein Assassine wollte den Tod der Templer. Aber... wieso hatte man Alvar dann diese Informationen gegeben? Die Diebesgilde hatte es sicher nicht mit Absicht getan. Doch in diesem Moment dachte er, dass man dafür sorgen wollte, dass auch er zu keinem Assassine würde. Nur dieser eine Gedanke hatte sich in seinem Kopf eingenistet. Vermutlich höchst unwahrscheinlich aber... was wäre gewesen, hätte er wirklich die Wahrheit erfahren? Hatte sein Diebesmeister ihn nicht nur als sehr professionell angesehen? Steckte etwa... mehr dahinter?
Fragen, die Alvar niemals beantwortet bekommen würde...
"Vielleicht brächte dies mehr Licht ins Dunkle..", entgegnete er nur. Irgendwann blieb er stehen und drehte sich wieder zu seiner kleinen Schwester. "Wir sollten die Nacht ausnutzen. Uns läuft die Zeit davon..."
Noch immer mit wilden Gefühlen, griff er nach dem Beutel mit dem Dietrich und steckte auch den ein, den Emily bewundert hatte. Er setzte sich den Köcher und den Bogen auf den Rücken und setzte, als wäre er mit dem Kopf ganz wo anders, die Kapuze auf. Normalerweise nahm er sie niemals vor irgendwem runter, doch dieses Mal hatte er es selbst kaum gemerkt.
Er hatte ihr noch so viel zu erzählen. Und er wusste nicht einmal, wann er mit ihr sprechen sollte.
Nur kurz hatten sie Zeit, bis sie an der Villa ankamen. Doch reichte dies aus?
Anschließend ging er mit ihr durch die unterirdischen Gänge, die hinter der Hintertür verborgen waren. Nur so kämen sie schneller voran.

geht zu ---> Villa des Fabrizio Torinos

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BeitragThema: Re: Alvar's Behausung   9/7/2017, 8:50 pm

Sein leichtes Grinsen hob auch ihre Stimmung und es freute sie, dass nicht jede Erinnerung an vergangene Jahre mit Schmerz verbunden war.  ¨Jeder Einbruch erinnert mich an unsere kleinen Ausflüge.¨ Das war nicht gelogen. Für Emily war jeder neue Einstieg aufregend und immer erwischte sie sich dabei, wie sie einen Moment innehielt und sich sammelt. In diesen kurzen Augenblicken erinnerte sie sich daran, wie Alvar damals immer ihre Hand nahm und fest drückte.Es war, als könnte die Assassine diese Berührung noch heute spüren. Er hatte sie dadurch beruhigt und gleichzeitig ruhig gestellt. Durch den sanften und bestimmten Druck fühlte sie sich sicher und als Kind war ihr klar, dass Alvar auf sie aufpassen würde und sie nicht im Stich lassen würde - nie hätte dieses Band reißen sollen.
Das Schicksal trieb die Geschwister außeinander und ebenso unerwartet wieder zusammen. Die Beiden waren auf dem besten Weg ihre Verbindung neu zu knüpfen und diesmals würde Emily nicht zulassen, dass sie wieder durch jemanden getrennt wurden. Viel zu wertvoll und zu tief waren die familiären Gefühle für ihren Bruder.
Auf Emilys Lippen lag ein leichtes Lächeln welches den alten Erinnerungen galt.

Schnell schlug die fast verträumte Stimmung um der Ältere tigerte aufgebracht durch den Raum. Es schien als würde Reue seinen Körper lenken. Bereute er, weil er vielleicht aus Unwissenheit den falschen Leuten geholfen zu haben. Vielleicht Geld von den Mördern seiner Eltern genommen zu haben? Es war nicht sein Fehler, wenn er die falschen Informationen hatte, konnte er is schließlich nicht besser wissen. Genauso wie sie nicht wusste, dass er die ganzen Jahre am Leben war und noch immer in ihrer Heimat. Sich dafür die Schuld zu geben war natürlich, aber keinesfalls klug. Sciher würde auch Alvar dies schnell erkennen. Emily beschloss das Thema ruhen zu lassen und nicht weiter zu forschen, warum die Tatsache, dass Templer mit dem Tod ihrer Eltern zu tun hatten, ihn so aufwühlte. Die Geschwister hatten noch viele Gespräche zu führen und noch viel mehr Informationen auszutauschen - sicher würden sie auch dieses Thema bearbeiten. Außerdem war nun auch gar nicht mehr sicher, welche der beiden Geschichten stimme. Hatte Emily den falschen Weg gewählt? Oder ihr Bruder? Gab es einen falschen Weg überhaupt?
Sie hoffte eines Tages die richtige, die wahre Geschichte zu hören. Auch wenn dadurch kein Tod rückgängig gemacht werden würde, so wollte sie doch Gewissheit.
Dem Bruder den einzelnen Dietrich reichend, nickte sie ihm zu und versuchte die vielen Fragen zurückzustellen - zuindest für die nächsten Stunden. ¨Erhellen wir dieses dunkle Kapitel an einem anderen Tag.¨ stimmte sie ihm zu zog ebenfalls ihre Kopfbedeckung zurecht. Das schwarze Tuch um ihren Hals zog sie etwas nach oben bis über die Nase und verdeckte somit die untere Hälfte ihres Gesichts.
¨Geht voran.¨ Emily folgte dem Älteren durch die mordigen Gänge, welche versteckt unter der Erde lagen. Wenigstens hier waren sie geschützt und sie hatte noch etwas Zeit, sich zu konzentrieren. Ein Fehler wäre nicht nur gefährlich für sie Beide. Er könnte durchaus auch fatale Folgen für die Bruderschaft oder diesen Leonardo oder einen anderen Gefangenen haben. Es musste alles reibungslos funktionieren.
Schneller als erwartet verließen sie die unterirdischen Gänge und kletterten im Schatten auf eins der nahen Dächer. Von dort wollen sie sich einen Überblick über die Villa verschaffen und vorhandene Wachen, Hindernisse oder sonstige Probleme ausmachen.

Geht zur ---> Villa des Fabrizio Torinos
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Emily de Lucca
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BeitragThema: Re: Alvar's Behausung   11/7/2017, 12:34 pm

4.April 1480
Vor Sonnenaufgang
Geschwister de Lucca
Cf-->Schreibzimmer

Nach der erfolglosen Suche auf dem Tisch widmete sich Alvar nun den Schränken und Emily trat mit dem Buch zu ihm. Wie gebannt starrte sie auf die Worte, welche ihre Familie betraf und in gleichmäßigen Buchstaben niedergeschrieben worden war.
Gerade als sie die Aufmerksamkeit ihres Bruders hatte und er sich ebenfalls auf das Buch konzentrieren wollte, hörten beide vom Gang her unheilvolle Geräusche. Der Dieb reagierte schnell und überließ ihr das Buch. Während er das Fenster für die Flucht öffnete, verstaute Emily das Buch unter ihrem Gürtel. Erst als sie sicher war, dass esfest saß und bei Bewegung nicht rutschen würde, folgte sie der dunklen Gestalt nach draußen und verharrte einen Moment bei dem Fenster. Leise und vorsichtig zog sie die geöffnete Seite so gut es hing zu und hoffte so zu erreichen, dass der Einbruch nicht ganz so schnell bemerkt wurde. In einer geschmeidigen Bewegung zog sich die junge Assassine nun nach oben und gmeinsam mit ihrem Bruder flüchtete sie in die Dunkelheit ohne von den Wachen bemerkt zu werden.
Deutlich schneller als auf dem Hinweg waren sie nun unterwegs und immer wieder griff sie nach dem Buch um sich zu vergewissern, dass es noch immer fest an ihren Körper geschnürt war. Zu wichtig waren die Information darin und für nichts in der Welt hätte die junge Frau es wieder hergegeben. So akribsch der Schreiber jeden Schritt zwischen Templern und Assassinen festgehalten hatte, befanden sich in diesen Schriften nicht nur Informationen über ihre Eltern und deren Tod, sondern auch der Verrat und der damit verbundene Überfall würde darin beschrieben stehen - zumindest hoffte sie das.
Anfangs glaubte Emily der Weg ihres Bruder würde direkt zurück zu Ezio führen, wurde aber eines besseren belehrt als sie wieder in die unterirdischen Gänge traten die zu seiner Behausung führten. Vermutlich war es besser sich einen Moment zurück zuziehen und sich zu vergewissern, dass der Diebstahl noch nicht bemerkt wurde und ihnen niemand gefolgt war. Ebeno wussten sie nicht, ob sich Ezio und der Spanier noch immer in dem Gastkeller befanden oder bereits von dort verschwunden waren. Auch gegen eine kurze Rast hatte die dunkel gekleidete Frau nichts einzuwenden.
Erst in den muffigen Gängen erlaubte sie sich einen Teil der Anspannung abzustreifen und tief Luft in ihre Lungen zu lassen. Auch der Atem ihres Bruders ging schneller als normal und sie spürte ihr Herz, wie es ich protestierend gegen ihre Rippen warf. Der Raub und die Flucht beschleunigten ihren Puls genauso wie die Ungewissheit, was sie alles in diesem Buch finden würden.
In seiner Unterkunft angekommen setzte Alvar sich auf sein Bett und wies ihr den Platz an seiner Seite. Emily zog das Buch aus ihrem Gürtel und griff nach der brennenden Kerze ehe sie zum Bett trat. Sie nahm neben ihm Platz, zog die Beine in den Schneidersitz und legte das Buch darauf ab. Schnell waren die, für die Geschwister interessanten Seiten gefunden und mit der Kerze leuchtete sie über die weiche Schrift. Mit der freien Hand zog sie das dunkle Tuch von Nase und Mund und überflog die Zeiten über ihre Eltern.
Murmelnd und ungläubig las sie Zeilen daraus vor. ¨Unsere Eltern flogen scheinbar durch einen Verräter oder Spitzel auf, da war sich der Schreiber wohl selbst nicht ganz sicher. Sicher ist aber, dass sie auch unseren Tod als Kinder wollten, da ´der Orden es nicht dulden kann, dass sich solcher Abschaum auch noch vermehrt.´¨ wütend sah sie auf die weiteren Zeilen hinab und musste schlucken. Es war klar niedergeschrieben, wie stolz man war, eine weitere Familie zerschlagen zu haben und auch wenn man die Kinder nicht auffinden konnte, war man sich sicher, dass sie nicht lange überlebt haben. Das Gechriebene wirkte, als wären sie besonders stolz darauf gezielt Familien auf diese Art zu trennen oder eben besser noch zu töten. Emly musste an Ezio denken, und wie sehr sich ihre Vergangenheit doch irgendwo ähnelte. Bei dem Gedanken an den Auditore blätterte sie schnell weiter um die letzten beschriebenen Seiten zu erreichen. Darauf mussten sich Zeilen über das Assassinentreffen befinden. Schließlich waren das die neuesten Ereignisse im Krieg zwischen Assassinen und Templer.
Aber zu ihrem großen Entsetzen stand da nichts über den Verrat - noch nicht. Sie waren offensichtlich zu früh und Torino hatte noch keine Zeit oder Lust diese, für Emily so wichtigen, Informationen festzuhalten. Verzweifelt stellte sie die Kerze weg und blätterte vor und zurück. Nachdem auch dies nichts brachte,sprang sie vom Bett auf und wischte sich mit der Hand über den trockenen Mund. ¨Wir waren zu früh.¨ murmelte sie und ging unruhig auf und ab. ¨Vielleicht haben wir etwas übersehen... ich sollte zurückgehen.¨ Emily wusste, wie irrsinnig diese Idee war und doch sah sie sich keinen anderen Weg. Bald würde die Sonne aufgehen und die ersten Strahlen über die Stadt werfen. Es wäre unmöglich noch einmal unbemerkt in die Villa zu schleichen. Und  sobad der Diebstahl bemerkt wurde, würden sie vermutlich die Wachen verstärken.
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Alvar de Lucca

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BeitragThema: Re: Alvar's Behausung   11/7/2017, 3:17 pm

cf: Schreibzimmer

Emily setzte sich neben Alvar, nachdem sie die Wohnung des Meisterdiebes erreicht hatten. Das Buch lag auf ihrem Schoß und mit gierigem Blick versuchte er, etwas aus dem Text herauszulesen, der auf dem Papier niedergeschrieben war.
"Das heißt, Gunnar reiste gerade noch rechtzeitig ab. Denkt Ihr, er wusste davon, dass man uns ermorden wollte?", fragte der ältere Bruder und blickte dann erst auf. Auch sein Tuch hatte er heruntergezogen, als sie ankamen.
Selbst ihm jagte es eine Gänsehaut über den Rücken bei dem Gedanke, was gewesen wäre, hätten sie noch einige Zeit länger im Elternhaus verweilt. Seitdem mied der Dieb das Gebäude. Erst einige Wochen später drang er ein, um einige Sachen zu retten, die der Feind nicht mitgenommen hatte.
Ihre Wut konnte er spüren, doch erreichte sie nicht den Mann. Er blieb ruhig, wenn auch etwas verbissen. Hier ging es um die Geschichte ihrer Familie. Und er war sich bewusst, dass die Geschwister nicht die Einzigen waren, die dieses Schicksal miteinander teilten. Ja, er wusste, dass auch Ezio etwas ähnliches erlebt hatte.

Während Emily im Buch nach Antworten blätterte, führte Alvar die Hand zu seinem Gesicht, um sie über seine Augen zu gleiten. Müde war er nicht. Nur etwas hilflos. Man gab ihnen keine Antworten auf die Fragen, die sich die Geschwister seit 20 Jahren stellten. Und es wurde auch nicht besser, als die Schwester mitteilte, sie hätte etwas über die Zerschlagung des Gastkellers gefunden, jedoch genüge es nicht. Alvar atmete genervt und laut ein und aus und nahm die Hand wieder vom Gesicht, um anschließend auf das Buch und dessen Inhalt zu blicken. Als sie fortfuhr und sagte, sie wolle zurück zur Villa gehen, hielt er sie beinahe reflexartig am Handgelenk fest. "Das heiße ich nicht gut. Dies wäre Euer Tod." Etwas fester machte er seinen Griff, jedoch nicht so, dass es ihr Schmerzen bereitete. Es war eher eine Geste, ihr zu verstehen, dass er noch immer dafür verantwortlich war, auf sie aufzupassen.
"Ich bringe das Buch zurück. Ich lege es auf die Türschwelle, wenn es sein muss. Doch nicht heute und auch nicht morgen.", murmelte er mit einer Stimme, die in ihr Vertrauen wecken musste. "Ich befürchte, unsere Vergangenheit muss an einem anderen Tag zu Lichte kommen. "

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BeitragThema: Re: Alvar's Behausung   12/7/2017, 4:18 pm

Noch immer auf das Geschriebene konzentriert, war es für Emily, als würden Alvars Worte von weitem zu ihr dringen. Vorsichtig nickte sie und sah ernst zu ihrem Bruder auf.¨Langsam zweifle ich daran, was in undserer Vergangenheit der Wahrheit oder Lüge entspricht. Aber in diesem Punkt glaube ich wusste Gunnar was eschehen war...
und was uns für ein Schicksal erwartet hätte, wären wir geblieben.
bei dem Gedanken lief ihr ein kater Schauer über den Rücken. ¨Deswegen wollte er uns Beide mitnehmen. Vielleicht konnte er Euch nicht finden und wollte mich mit der Nachricht über Euen Tod nur... beruhigen. Er wusste, dass ich nicht mit ihm gegangen wäre in dem Wissen, Euch alleine zurückzulassen.¨
Wusste Gunnar, dass Alvar bei ihrer Abreise noch am Leben war? Was hatte es mit dem Brief auf sich? Gunnar glaubte vielleicht an eine Fälschung und ließ sie deshalb in dem Glauben ihre gesamte Familie sei ausgelöscht. Zu viele unbeantwortete Fragen, die es eines Tages zu stellen und zu beantworten gab.
Schnell kam sie zurück zu dem zweiten Punkt, warum das Buch so wichtig für sie war. Doch so intensiv sie auch suchte und so oft sie über die Seiten blätterte, es stand nichts über das letzte Treffen der Assassinen darin. Aufgeregt und wütend ging sie auf und ab und äußerte unbedacht dass sie das Buch zurückbringen wollte.
Alvars fester Griffan ihrem Handgelenk riss sie aus ihrer blinden Wut und ließ sie sofort innehalten. Innerlich zerrissen sah sie ihn an und versuchte einige ruhigere Atemzüge zu nehmen. Unter seinem Griff entspannte sie zusehends. Er hattein all den Jahren nichts von seiner brüderlichen Fürsorge verloren - und er hatte recht. Tatsächlich würde sie es kein zweites Mal schaffen sich unbemerkt in die Villa zu schleichen. Schon gar nicht allein. Aber sie würde ebenso wenig zulassen, dass ihr eigener Bruder in so einem kopflosen Unterfangen sein Leben ließ. Noch dazu wo er nicht einmal ein Assassine war. Er selbst hatte gesagt, dass er nicht viel von der Bruderschaft hielt und lediglich aufgrund guter Bezahlung für sie arbeitete. Der Auftrag war so gesehen erledigt und nur weil ihr die Informationen nicht ausreichten, würde sie ihren Bruder nicht in Gefahr bringen. ¨Keiner von uns Beiden geht zurück. beschloss sie und hätte nicht weniger überzeugend versucht ihn aufzuhalten, sollte er anderer Meinung sein. ¨Vileicht haben Ezio und der Spanier etwas herausgefundenwas den Verrat aufdeckt.¨ In Emilys Stimme schwang nicht viel Hoffnung mit als sie sich wieder neben Alvar auf das Bett setzte. ¨Wenn ich darf, würde ich gerne noch einige Stunden hier abwarten und später die anderen Assassinen suchen.¨
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BeitragThema: Re: Alvar's Behausung   12/7/2017, 5:18 pm

"Es wäre möglich...", gab Alvar auf Emily's Theorie und blickte wie gebannt auf die Seiten des Buches. "Ich dachte immer, ihm wäre es egal gewesen, was mit mir geschah. Nun weiß ich, dass er keine Zeit mehr hatte, um wenigstens Euch in Sicherheit zu bringen." Jetzt wurde ihm so einiges klar. Langsam bekam er Antworten auf Fragen, die er sich niemals gestellt hatte. Damals hatte er Gott dafür gedankt, dass er dem Onkel entkommen konnte. Dachte immer, er hätte dies nur für sich selbst getan, um sich Kinder anzueignen, die ihm nie gehört hatten. Dass er es jedoch zum Schutze der Kinder getan hatte- darauf wäre Alvar nie gekommen.

Nachdem Emily diese Worte ausgesprochen hatte, sie wolle zurück zur Villa, hatte Alvar sie am Handgelenk gepackt. Auf und ab war sie gegangen doch hielt nun still und sah von oben herab ihren großen Bruder an. In ihr brannte mehr Feuer als in ihm. Während er ruhig seiner Arbeit nachging und genauso geheimnissvoll, wie er eben war, hatte sie die perfekte Einstellung, ihrer Arbeit nachzugehen. Die geborene Assassini eben, dachte sich Alvar. Nicht, dass er darauf stolz war. Und dennoch war es ihre Bestimmung. Und er nahm es so an.
Auf ihre Antwort, dass niemand gehen würde, nickte er zufrieden, dennoch mit ernstem Blick.
"Va Bene. Niemand geht.", wiederholte er nun im leiseren Ton und ließ sie vorsichtig wieder los. Anschließend stand er auf, ging hinüber zur Feuerstelle und goss kalten Tee in die Becher, der vom letzten Mal noch übrig war. Einen Becher reichte er seiner Schwester und setzte sich zurück auf sein Bett, während sie weitersprach.
Einmal nahm er einen großen Schluck des kalten Getränks, ehe er sagte: "Bleibt hier, solange es Euch beliebt. Eure Ordensbrüder werden werden sicher schnell zu finden sein."
Dass sie nicht ewig im Gastkeller sein würden, konnte Alvar sich denken. Vermutlich suchten sie noch an anderen Stellen nach Antworten, doch Alvar wusste, dass er nicht weiterhelfen konnte. Jedenfalls nicht heute.
"Da gibt es noch eine Sache, die ich Euch erzählen muss...", fing er an und stellte den Becher auf einem Tisch in der Nähe ab, ohne sich aufrichten zu müssen. Gespannt lag sein Blick erst auf dem Laken, dann sah er zu der jungen Frau zurück. "Am zweiten April nahm ich einen Wein in einer Gaststube, nähe des Marktplatztes, ein. Dort traf ich einen Mann, der mir eine Geschichte von seinem Leben erzählte. Und ich befürchte, Ihr seid in Gefahr, werdet Ihr oder die anderen Assassinen ihm jemals über den Weg laufen."

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BeitragThema: Re: Alvar's Behausung   12/7/2017, 8:45 pm

Auch wenn das Buch nur wenige Bruchstücke ihrer Vergangenheit preisgab, hatten die wenigen Zeilen genug Bedeutung um die Geschwister nachdenklich zu stimmen. Beide schienen sich gedanklich in die Vergangenheit zurückzuziehen und zumindest Emily betrachtete die Flucht mit Onkel Gunnar nun aus anderen Augen. Alvar hatte unglaubliches Glück, damals schnell Anschluß an die Diebe zu finden. Womöglich hat nur das und sein geschicktes Händchen ihm sein Leben gerettet.
Alvar war nicht nur ihr Bruder, er war auch das Gegenstück zu ihrem Charakter. Zwar profitierte Emily ebenfalls von einer präzisen Ruhe, wenn es darauf ankam, doch wurde sie oftmals zu sehr von ihren Gefühlen beherrscht. Meist bereute sie ihr Verhalten kurze Zeit später und bemerkte schnell, dass sie sich oft einiges erspart hätte, würde sie ihre Gefühle einfach abschalten können. Allein das wortlose Verschwinden aus dem Keller vorhin tat ihr nun Leid. Die Assassine wusste, dass dies nicht ungestraft blieb und sie noch beschäftigen würde.
Ruhig, bestimmt und ernst zwang Alvar seine Schwester mit einem einfachen Griff zur Ruhe und ergeben setzte sich die junge Frau wieder hin. Die leise Wiederholung des Diebes beendete das Thema. Sein Ton war bestimmt und hielt sie ab, dem Entschluß doch noch einmal zu widersprechen. Geschlagen griff sie dankbar nach dem Becher und trank einen Schluck von dem kalten, leicht bitteren Tee. ¨Schnell zu finden... für jemanden, der die Stadt kennt mag das stimmen.¨ leicht verbittert lachte sie auf und trank schnell eine größere Menge der Flüssigkeit. Erst jetzt merkte sie, wie durstig sie eigentlich war und wie dankbar für die Rast.¨Früher oder später wird Ezio in sein Heim zurückkehren. Vielleicht sollte ich mich in ein paar Stunden dorthin auf den Weg machen und auf ihn warten.¨
Emily setzte sich auf dem Bett bequemer hin und fragte sich, ob Ezio wirklich zur Villa zurückkehren würde oder den Ort nun endgültig mied. Schließlich hatte er ihr den Weg dorthin gezeigt und rechnete vielleicht erneut mit einem Verrat ihrerseits. Da sie nicht wusste, wo sie ihn sonst hätte suchen können, war dies ihre einzige Chance und somit stand sie fest, dass sie sich kurz vor den Abendstunden dorthin begeben würde.
Ob ihr Bruder sie begleiten würde wusste sie nicht. Die Frage wollte ihr nicht über die Zunge kommen, aus Angst er könnte aufgrund der Abneigung zum Orden verneinen. Stattdessen schwenkte sie ihren Becher in ihrer Hand von der einen auf die andere Seite und beobachtete den schwappenden Inhalt. Alvar begann zu sprechen und schon bei den ersten Worten war ihre Neugier geweckt. Freudig hob sich ihr Blick und sie hoffte auf einen Versuch der Ablenkung, eine Geschichte aus vergangenen Jahren, vielleicht ihrer Kindheit. Dann wurde ihr bewusst, dass der Tonfall seiner Stimme nicht zu ihrer Hoffnung passte. ¨Warum so ernst Bruder?¨
Bei seinen nächsten Worten wollte sie ihren Ohren nicht trauen. Nur schwer widerstand sie der Versuchung wieder von ihrem Sitzplatz aufzuspringen. Ihre Finger verkrampften sich um den Becher und ihr Blick heftete sich auf das ernste Gesicht ihres älteren Bruders. ¨Der zweite April sagt Ihr? Der Tag des Treffens...¨ unruhig spielten ihre Daumen mit dem Becher und sie senkte die Augen zu Boden. Hat ihr Bruder womöglich mit dem Verräter getrunken? ¨Was hat dieser Mann erzählt? Warum sollte ich oder jemand der anderen durch in Gefahr sein?¨
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BeitragThema: Re: Alvar's Behausung   13/7/2017, 12:22 am

"Ich kenne die Stadt. Und das geringste Problem wird es sein, Eure Ordensbrüder zu finden.", meinte der Meisterdieb beinahe mit gelassener Stimme und blickte sie dabei ruhig an. Doch als sie fortfuhr nickte er. "Ihr seht müde aus. Ezio wird auch noch morgen zugegen sein. Die Zeit drängt, doch braucht auch Ihr schlaf." Der Meister selbst schlief meist nur am Tag. Gewohnheit war das schon seit Kindertagen, als er in der Gilde heranwuchs. Bis zu seinem 13. Lebensjahr hatte er auf dem Markt Taschendiebstahl betrieben, bis man ihn irgendwann zum ersten Mal bei einem Hauseinbruch teilhaben ließ. Noch sehr gut konnte er sich an diese Gefühle erinnern: Aufregung und Nervosität, die schlimme Bauchschmerzen machten. Angst, erwischt zu werden. Aber auch Neugier und Abenteuerlustigkeit. All diese Gefühle hatten ihn zu dem gemacht, der er heute war.

Auf ihre Frage, wieso er so ernst war, sagte er nichts. Ein Blick war die einzige Antwort, die er geben wollte. Seine Augen blickten zu ihr und er musterte sie genau, als wäre dies das letzte Mal, dass er sie sehen würde. Es hing mit dem zusammen, was er sagen wollte... Dass hier ein Mann herumlief, der ihr sehr gefährlich werden könnte.
"Si. Der zweite April. Ich kann von Glück sprechen, dass ich in dieser Nacht eine andere Gastschänke aufsuchte...", murmelte er und lehnte sich gegen die Wand an seinem Bett, um sie gut im Auge zu behalten. Dann fuhr er fort: "Er kam aus dem Land, aus welchem auch Euer fremde Ordensbruder stammt.." Wieder flogen seine Gedanken tief in die Erinnerung, um sich das Bild des Fremden hervorzuholen. "Doch er sprach fließend unsere Sprache. Einen Dolch hatte er bei sich, mit dem er prahlte. Ich erklärte ihm, es sei nur eine Kopie- nichts wertvolles. Und ich weiß nicht, wie ich mich dadurch verraten habe oder ob ihm ein Engel etwas ins Ohr flüsterte... Ob meine Kleidung mich verriet oder meine Beutel. Doch er erkannte, dass ich ein Dieb war und sagte, er könne mir vertrauen. Ein Finger fehlte ihm. Und er trug eine versteckte Klinge bei sich. Doch erzählte er mir, einst gehörte er zu Eurem Orden, bis er von Templern gefangen genommen  und 15 Jahre langfestgehalten wurde. Doch gerettet wurde er niemals. Gefoltert wurde er, um ihnen zu sagen, was er von seinen Brüdern wusste, wo sie sich aufhielten. Als er dies tat, gab man ihn wieder frei. Doch als er zurück zu seiner Familie ging, wurde er verbannt. Ein Verräter...durch und durch." Er holte tief Luft, nippte an seinem Tee und fuhr fort: "Da ich nichts anzufangen wusste mit dieser Geschichte, bot ich ihm einen Handel an. Doch den schlug er aus und wollte viel mehr ein Bündniss mit mir eingehen. Einen Steckbrief zeigte er mir, den man auf mich ausstellte- wie auch immer dieser in seinen Besitz kam... Die Exemplare habe ich alle aus der Druckerei entwendet. Ich wusste nicht einmal, ob er viel getrunken hatte- ob er noch recht bei Sinnen war." Er lachte kurz auf und wurde zugleich wieder ernst. "Doch lange blieb ich nicht. Ich ging, versprach ihm aber, er würde eine Antwort bezüglich des Bündnisses in den nächsten Tagen von mir erhalten. Noch immer frage ich mich, was dieser Mann von mir wollte. Was ihn dazu antrieb, mir diese Geschichte zu erzählen, die ihn höchstwahrscheinlich an den Galgen bringen könnte. Ich spielte mit diesem Gedanken, si. Sein Kopf muss sehr viel wert sein. Doch ich denke, lebendig ist der Mann mehr wert. Und ich bin mir sicher, Euch ebenfalls... Jedenfalls jetzt, wo ich Euch warnte. Noch nie bin ich solch einem Mann begegnet, der regelrecht danach verlangt, getötet zu werden. Doch frage ich mich auch, wieso er dies tat. " Nun fühlte es sich wirklich so an, wie es sich anfühlen musste: das Vertrauen einer Schwester zu schenken und ihr das zu sagen, was ihm im Kopf herumging. Bisher hatte er niemanden gehabt, dem er sagte, was er genau dachte.
Doch gerade dieses Thema hielt er für nötig!
"Er sagte, man habe ihn zu einem vogelfreien Verräter erklärt. Sein Name lautet Adriano El Matador. Entweder, er kann Euch zur großen Hilfe werden- oder zu einer sehr großen Bedrohung. Doch... ich denke, Ihr solltet Euch auf letzteres einstellen, geliebte Schwester."

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BeitragThema: Re: Alvar's Behausung   13/7/2017, 12:37 pm

Alvars Bestätigung seiner Ortskenntnisse wirkte auf Emily wie ein kleines Versprechen und schürte die Hoffnung, dass er sie auf der Suche begleiten würde. Ihr Bruder hatte mit allem Recht. Die Zeit drängte durchaus und doch hatten sie keine Informationen die wirklich viel an der Situation ändern würden. Auch mit der Erschöpfung hatte er den richtigen Eindruck. Die lange Reise steckte ihr noch in den Knochen und seit sie angekommen ist, hatte die junge Assassine dank Ezio nur wenig erholsamen Schlaf erhalten. Die letzte Rast in der Villa Aditore war auch alles andere als komfortabel. Erschöpft nickte sie zustimmend, rieb sich mit Daumen und Zeigefinger über die Nasenwurzel und lehnte sich an die kühle Wand hinter sich.

Nachdem der größte Durst gelöscht war, brachte Alvar ein neues Thema ins rollen. Der Blick, mit dem er seine Schwester bedachte, ließ sie unruhig werden und ein ungutes Gefühl stieg in ihr hoch. Er schien sich wirlich ernsthafte Sorgen zu machen. Ungläubig folgte sie seinen Ausführungen und klammerte sich nur noch mehr an den Becher in ihren Händen. ¨Der Spanier? Seid Ihr der Meinung es gibt eine Verbindung zwischen den Beiden?¨ Vielleicht war Ezio doch in größerer Gefahr als bisher vermutet. Sollte sie ihre Rast doch verschieben und sich schon früher auf den Weg machen um ihn zu warnen? Würde der Assassine ihr gleuben? Ihre ruhelosen Gedanken verstummten, als der Ältere weitersprach.
Ganz konnte sie seinen Worten nicht folgen. Wie sollte ein Fremder Alvar so schnell als Dieb erkennen? Rein an der Kleidung war dies nichts mehr als eine sehr haltlose Vermutung und durch sein Verhalten würde der erfahrene Meister nichts riskieren, was ihn verraten würde. Bei dem fehlenden Finger und der verborgenen Klinge musste Emily sich daran erinnern, ihren Kiefer zu schließen, um ihren Bruder nicht mit offenem Mund anzustarren. Die Dunkehaarige war scheinbar nicht die einzige unbekannte Assassine in der Stadt und misstrauisch folgte sie weiter der Geschichte über Entführung, Folterung und Verrat des Fremden. Auch sie legte den Schwur ab, sie in der Not für die Bruderschaft zu opfern und würde dies auch jederzeit einhalten. Gerade deshalb schmerzte das ganze Misstrauen, welches ihr entgegengebracht wurde, umso mehr. ¨Wenn diese Geschichte stimmt, weiß ich nicht, wie ich für diesen Mann empfinden soll. Er überstand fünfzehn Jahre unvorstellbarer Folter und verriet letztendlich doch seine Brüder und Schwestern, seine Familie und seinen Orden.¨ Für sie war so ein Szenario unvorstellbar. Natürlich war es nicht einfach der ganzen Folter zu widerstehen und nicht eines Tages doch gebrochen vor seinem Peiniger zu knien - aber nach über fünfzehn Jahren dann doch zu kapitulieren war unvorstellbar für die Jungassassine.
Als er von den Steckbriefen sprach musste sie ein kurzes Schmunzeln unterdrücken. Eigentlich hatte sie schon damit gerechnet, dass ein gutes Kopfgeld auf ihren Bruder ausgesetzt war. In ihren Augen gehörte so etwas zu einem Meisterdieb ebenso wie das verschwinden eben dieser verräterischen Briefe. Das ausgerechnet dieser Fremde Assassine einen dieser Zettel bei sich führte, erklärte lediglich, warum er Alvar als Dieb erkennen konnte, aber nicht was er hier wollte.
¨Was erwartet er von diesem Bündnis? Und wieso handelt er so närrisch und unüberlegt?¨ verwirrt schoben sich ihre Augenbrauen nach oben und musterten Alvars kantiges Gesicht. ¨Duch Euer Wissen seid Ihr nicht weniger in Gefahr! Wenn der Fremde tatsächlich von einer solchen Todessehnsucht getrieben wird,kann man ihm keinesfalls trauen. Vielleicht ist genau er der Verräter, nach dem wir suchen... Nachdenklich knabberte sie an ihrer Unterlippe, eine Macke, die sie schon als Kind nicht ablegen konnte und noch heute unbewusst immer wieder ans Tageslicht trat.
Frei sprachen sie miteinander. Eine stimmige Zweisamkeit herrschte zwischen den Geschwistern und für Emily war es, als wären sie nie zwanzig Jahre getrennt gewesen. Offen erzählte Alvar ihr von diesem fremden Mann und schien sich ehrlich Sorgen zu machen, keine Pflicht oder Erwartung steckte in seiner Warnung. Genauso ehrlich und offen teilte sie ihre Gedanken mit ihm.
Als Alvar den Namen des Verräters nannte, erinnerte sie sich wieder an den anderen Spanier. ¨Der Spanier aus dem Keller... auch wenn die Beiden nichts miteinander zu tun haben sollten. Selbst in Spanien stehen die verschiedenen Mentoren in Verbindung. Von so einer außergewöhnlichen Geschichte muss dieser Aguilar wissen oder zumindest gehört haben. Vielleicht ist er sogar auf der Suche nach diesem Verräter.¨ Trotz aller Sorge konnte sie das leise Gähnen nicht gänzlich unterdrücken. Es gab im Moment nichts was sie machen konnte, ohne Alvar, die Bruderschaft oder sich selbst in Gefahr zu bringen. Müde stellte sie den Tee beiseite und zog ihren Mantel enger um sich. ¨Sollen wir gemeinsam zu Ezio zurückkehren? Oder wollt Ihr Euch mit diesem Vogelfreien treffen um vielleicht mehr zu erfahren? Dann werde ich Euch aber begleiten!
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BeitragThema: Re: Alvar's Behausung   13/7/2017, 4:30 pm

Alvar schüttelte den Kopf. "Ich weiß nicht, ob sie sich kennen, gar etwas miteinander zutun haben..", murmelte er konzentriert, während sein Blick auf einen Punkt fixiert war.-So wie jedes Mal, wenn er sich tiefe Gedanken zurück in die Erinnerung holte.
Alvar mochte nicht behaupten, der Mann hätte etwas interessantes an sich. Ganz im Gegenteil. Er sah aus wie jeder andere Mensch. Und wenn El Matador sich unter die Menschenmenge auf dem Markt mischen wollte oder sonst wo, könne er darunter bestimmt auch problemlos verschwinden. Seiner Fähigkeiten wegen- und seines Aussehens.
Er ließ seine Schwester sprechen und auch für ihn kam es unglaublich vor, ganze 15 Jahre lang eine Folterung über sich ergehen zu lassen, nur um anschließend seine Brüder zu verraten. "Das frage ich mich, seitdem ich mit ihm sprach.", wisperte er und blickte sie wieder an, als sie fortfuhr.
"Ich schätze, er erwartet von mir, dass wir uns einander helfen. Doch habe ich meine Gilde und einem fremden Mann vertraue ich nicht so schnell.-Auch, wenn er mir gegenüber sehr viel Vertrauen gezeigt hat. Ich sagte, ich könne nichts tun, um ihm Sicherheit zu garantieren. Doch dieses Bündniss schien ihm wichtiger zu sein."
Ein durchaus merkwürdiger Mann und auch Alvar wusste nicht, was er davon halten sollte. Sein Gefühl sagte ihm, er solle sich von ihm fernhalten. Nicht nur ihm konnte er gefährlich werden, sondern auch seiner Gilde, die in den letzten Jahren mehr als nur eine Gruppe voller Diebe war. Genauso wie er Emily sah, sah er auch diese Leute als seine Familie an. Und er war über diese Männer, Frauen und Kinder verantwortlich.

"Dann sollten wir eurem Ordensbruder vom El Matador erzählen.", nickte der Meisterdieb einmal. "Dieser Mann mag ein Verräter sein... und dennoch werde ich aus ihm nicht schlau." Anschließend stand Alvar von dem Bett auf und in dem Moment sprach Emily davon, ob sie erst die Assassinen, oder den Verräter aufsuchen wollten. Alvar wusste nicht, wo er sich aufhielt. Hatte es bisher nicht in Erfahrung gebracht. Also müsste er wohl raten.
"Begleitet mich zu dem Verräter. So werdet Ihr sein Gesicht kennen und ich werde herausfinden, auf was er genauer hinaus will mit diesem Bündniss. Doch eine Antwort werde ich ihm geben müssen, das habe ich ihm versprochen." Und Alvar hielt sein Wort.
Doch er bezweifelte stark, dass er sich mit diesem Spanier zusammentun wollte. Gedanken, die er nicht laut aussprach.
"Ich hoffe, ihn dort zu finden, wo ich ihn das letzte mal traf." Das Buch, in welchem über ihre Familie geschrieben wurde, nahm er an sich und legte es in eine Klappe in der Wand, die erst auffiel, indem er sie öffnete. Dort bewahrte er viele wichtige Sachen auf, die einer Wache niemals in die Hände kommen durfte, falls sein Versteck eines Tages doch einmal auffliegen sollte.
Nochmals blickte er zu seiner Schwester und gab ihr so zu verstehen, dass sie aufbrechen sollte. Es dauerte nicht mehr lange, bis der Tag anbräche. Und bis die Sonne schien, wollte er wieder hier sein und sich zur Ruhe legen.

geht zu ---> Gastschänke am Marktplatz

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BeitragThema: Re: Alvar's Behausung   15/7/2017, 7:08 pm

4.April 1480
Früher Morgen
Geschwister de Lucca


Cf--> Gastschänke casa luminosa


Als dasGespräch mit Adriano beendet war, zogen sich die beiden Geschwister wieder zurück. Die ersten Sonnenstrahlen bahnten sich den Weg durch die finsteren Gassen und für das dunkel gekleidete Paar wurde es Zeit die Straßen zu verlassen. Schnell erreichten der Dieb und die Assassine die einfache Unterkunft und traten in die schwach beleuchteten Kellerräume. Emily nahm den leeren Becher und goß sich selbst und ihrem Bruder etwas von dem kalten Tee nach.
Wie schon zuvor an diesem Abend setzte sie sich auf das einfache Bett und streckte die Beine von sich.
Das verwirrende Gespräch mit Adriano brachte nicht die erhofften Informationen und noch immer war nicht klar, wer der wahre Verräter war.
Seufzend hing sie ihren Gedanken nach und wiederholte kurz die wichtigsten Punkte der Unterhaltung mit dem ehemaligen Assassinen, während sie ihre Waffen auf dem kleinen Tisch neben dem Bett ablegte, auf welchem schon die Armschiene und der gürtel mit dem Assassinenzeichen lag. Bei Alvar fühlte sie sich sicher und beide hatten sehr darauf geachtet, dass ihn niemand gefolgt ist. Es war also unnötig, voll bewaffnet in seiner Gegenwart herumzulaufen und auch für die nächsten Stunden, in welchen sie dringend neue Kraft tanken mussten, war es sinnvoller es sich bequem zu machen.

Für den Moment hatte sie kein Interesse, weiter über das Thema Verräter zu spekulieren. Es war ermüdend, so viel Aufwand und Energie in eine Sache zu stecken und gefühlt keinen Schritt weiter voranzuschreiten. Mantel, Handschuhe und Schuhe folgten den Waffen und mit dem Becher in der Hand setzte sie sich bequemer hin. Lansam wischte ihre Handfläche über das müde Gesicht, ehe sie aufsah und ihren älteren Bruder anlächelte. ¨Ich bin wirklich dankbar für die Unterkunft, auch wenn ich mir beizeiten etwas eigenes zulegen muss.¨ Dankbarkeit lag in ihren Worten und sie war wirklich froh bei ihm Zuflucht zu finden. So konnte sie auch ihre Münzen sparen - eine Tatsache die nie schlecht war.
Die Assassine war müde und doch hätte sie nicht sofort schlafen können. Zu viele ungestellte Fragen begleiteten die letzten Tage und als ihre Blick das Versteck erfasste, hinter welchem das Buch nn sicher verstaut war, wurde ihr bewusst, dass noch viele mehr folgen würden, ehe sie Antworten erhalten.
Das Thema Adriano wollte sie ruhe lassen. Jetzt wollte sie mehr über ihren Bruder erfahren. Mehr darüber, was er in den Jahren erlebt hatte, was ihn zu dem Mensch machte, der er nun war. ¨Erzählt mir Bruder, wie kam es zu der Narbe?¨ schmunzelnd deutete sie auf sein rechtes Auge, welches eine so ähnliche Verletzung aufzeigte wie ihr eigenes.
Gespannt trank sie von ihrem Becher und erinnerte sich an ihr Training zurück, sowie an ihre ersten Aufträge. Viel hatte sie seither gelernt und vor allem keinen Fehler ein zweites Mal zu begehen. Wie gern hätte sie ihre Ausbildung zusammen mi ihm bestritten, oder ihn zumindest an ihrer Seite gewusst. Hätte Gunnar gewusst, dass Alvar ebenfalls überlebt hatte... vielleicht wäre er weniger streng zu seiner Nichte gewesen.
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BeitragThema: Re: Alvar's Behausung   15/7/2017, 7:48 pm

cf ---> Gastschänke casa luminosa

Noch immer war Alvar de Lucca mit den Gedanken beim Gespräch mit Adriano El Matador.
Es war nicht so ausgegangen, wie er es sich vorher erwünscht hatte. Es gab immer noch offene Fragen zu nie gestellten Fragen, da die keine Chance hatten, gestellt zu werden. Der Moment wollte es nicht zulassen, doch der Meister wusste, dass er sie auf andere Wege erhalten würde.-Und Emily.
Wie froh er war, sie an seiner Seite zu wissen. Sie ergänzten sich vollkommen und er bedauerte es, dass sie 20 Jahre lange getrennt waren. Doch es ließ sich nicht mehr ändern und so wollte Alvar wenigstens alles darauf setzen, das aufzuholen.

Flink liefen die Geschwister durch die Gassen, gejagt vom Sonnenlicht, welches langsam die Dunkelheit aus der Stadt verjagte.
Einige Zeit später, als die Sonne fast am Horizont stand, kamen sie endlich in der Kellerwohnung des Diebes an. Während Emily sich setzte und zuvor ihre Assassinenausrüstung anlegte.
Wie gewohnt trug Alvar ein Tuch vor dem Mund, welches er mit einem Ruck nach unten zog und seine markanten Gesichtszüge erneut zu sehen waren. Sein dunkles, gesundes Auge war ein passender Akzent zu seiner blassen Haut, während das andere so aussah, als hätte es schon immer zu ihm gehört.

"Ihr hättet das gleiche für mich getan, Schwester.", gab er mit einem Lächeln auf den Lippen von sich. "Davon gehe ich jedenfalls aus."
Den Tee führte er zu seinen Lippen, den Emily ihm gereicht hatte. Die kalte Flüssigkeit durchströmte seine Kehle, als hätte er schon seit Tagen nichts mehr zu sich genommen. Den Wein hatte er kaum angerührt, den El Matador ihm ausgegeben haben. Zwar konnte er sich sicher sein, dass er nicht vergiftet war, doch wäre es nicht angebracht gewesen, bei solch wichtigen Themen zu trinken.
Alvar trank nur, wenn in seinem Hintergedanke nicht das Wissen herumspukte, dass es hierbei um Menschen ging, die ihr Leben verloren hatten.-Darunter auch Filip Valentini. Noch immer kam er nicht darüber hinweg, dass dieser vermutlich in jener Nacht den Tod fand. Den Becher stellte er auf dem Tisch neben dem Bett ab.

Alvar setzte sich neben Emily auf das Bett und ließ sich wie ein nasser Sack zurückfallen. Seine Energie für heute war dahin. Viel zu viel hatte er heute schon erlebt.
"Die Narbe?", wiederholte er und atmete erschöpft durch, als er fortfuhr: "In jungen Jahren wurde ich beim Stehlen von Wachen erwischt. Ich frage mich noch immer, weshalb sie mir nicht die Hand nahmen. Doch was wäre Euch lieber? Nur auf einem Auge sehen oder gar nur eine Hand mit Euch zu führen? Das Schicksal meinte es wohl gut mit mir.", scherzte er und richtete sich wieder auf, um die Kapuze herunterzuschieben. Er öffnete den Knopf des dunklen Mantels und legte ihn zur Seite. Das Tuch hatte er vor vielen Jahren daran befestigt. Es stellte sich als sehr nützlich heraus. So plagte er sich nicht ab, das Tuch immer im Nacken zusammenknoten zu müssen.- Und es verrutschte nicht.
"Ich war 12 Jahre alt. Und Ihr? Wie kamt Ihr zu der Euren?"

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BeitragThema: Re: Alvar's Behausung   15/7/2017, 11:59 pm

Auch Alvar machte es sich bequemer. Auch er legte Teile seiner Kleidung ab und Emily lächelte beim Anblick seiner ebenfalls recht hellen Haut. Ein weiteres Merkmal bei dem sich die Geschwister glichen. Ihre Mutter stammte aus dem Norden und daher vermutete sie ihre Blässe. Auch die Tatsache, dass sie Beide viel in der Nacht unterwegs waren und vor allem er als Dieb das Sonnenlicht schon fast mied, sprach gegen die hier so verbreitete Bräune.

Alvar war innerhalb kürzester Zeit die zweite Person hier in Italien, bei der sie sich auf Anhieb willkommen fühlte. Umso mehr hoffte sie, dass es mit ihm nicht den gleichen verkehrten Weg einschlug wie bei Ezio. Immerhin waren sie Geschwister und es würde vermutlich mehr als nur falsche Verdächtigungen und Mutmaßungen benötigen um sie nun wieder zu trennen.''Ich hätte das gleiche getan!'' bestätigte sie seine Vermutung lächelnd. ''Und bei Gelegenheit werde ich genauso für Euch da sein.'' Sie meinte es wie sie es sagte und freute sich bereits jetzt auf den Tag, an dem sie ihr Versprechen einhalten können würde.
Schwer ließ sich der Dieb ebenfalls auf das Bett fallen und wirkte nicht weniger Müde als sie selbst. Der Tag und vor allem die Nacht war für alle lang und sie hatten eine Unmenge an Informationen zu verarbeiten.
Während er die Frage nach seinem Auge beantwortete, legte er den Mantel ab und erzählte wie viel Glück er damals hatte. Ein leises Lachen konnte sie sich bei der Vorstellung nicht verkneifen, auch wenn natürlich ihre Sorge überwog. Sie selbst hatte auf dem lädierten Auge kaum Sehvermögen eingebüßt und darüber war sie mehr als froh. Die Wahl zwischen Hand und Auge würde sie trotzdem nicht gerne Fällen müssen - wobei es sich mit einem Auge vermutlich tatsächlich leichter Leben ließe also mit nur einer funktionsfähigen Hand.
Als der große Bruder ihr nun die gleiche Frage stellte ließ auch sie sich zurückfallen und blickte hoch zur Decke. ''Ich muss ebenfalls zwölf gewesen sein... meinte sie nachdenklich. Ganz sicher war sie sich tatsächlich nicht genau. So viele Jahre waren seitdem vergangen, so viele Narben und Verletzungen - sie zählte sie schon lange nicht mehr. ''Gunnar hat schon früh angefangen mich auszubilden. Ich war ein Kind und er war streng. Seine Ausbildung hat mir durchaus nicht geschadet aber oftmals verlor er die Geduld mit mir,
Weil ich einfach viel zu unkonzentriert.''
Sie lachte bei der Erinnerung. Für ein Kind in ihrem Alter war ihr Verhalten jedoch als normal zu betrachten. Außerdem hielt ihr Onkel sie die ersten Jahre von jeglichen Gefahren fern. ''Anfangs glich das Training mehr einem Spiel. Zumindest kam es mir oft so vor, da ich erst nie verstand, wozu es gut wäre. Dann war ich eines Tages wieder mit meinen Gedanken nicht bei ihm und schon gar nicht bei der Waffe in meiner Hand. Sofort kam die Strafe und ich spürte seine Klinge an meiner Wange. 'Wer nur mit halber Aufmerksamkeit kämpft, benötigt auch nur die halbe Sehkraft.' '' mit diesen Worten zitierte sie ihren Onkel. Nach diesem Vorfall hatte sie tagelang nicht mehr mit ihm gesprochen und war einfach nur wütend auf ihn. ''Kurze Zeit später nahm er mich zum ersten mal auf einen Auftrag mit. Ich war noch immer wütend auf ihn und er musste mich fast ans Pferd binden,
Damit ich ihn begleite.''
Ihre Worte wurden wieder von einem leisen Lachen begleitet. ''Ab diesem Zeitpunkt war mir klar, warum er so streng mit mir war, und warum er keine Fehler duldete. Wir führten ein langes Gespräch über unsere Eltern und ich erfuhr die ganze Geschichte über die Assassinen.'' um ihren Bruder wieder ansehen zu können, drehte sie den Kopf und sah in das Gesicht, welches ihr so vertraut und doch so fremd war. ''Wie verfahren wir mit dem Buch? Glaubt Ihr wir finden darin noch mehr über unsere Eltern?''  
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BeitragThema: Re: Alvar's Behausung   16/7/2017, 6:35 pm

"So dachte ich es mir.", gab er mit einem amüsierten Grinsen von sich. In den Minuten während des Heimweges hatte sich die ernste Laune zu einer fast kindischen entwickelt. Sie war seine Schwester. Trotzdem so fremd. Zugleich jedoch vertraut.
Sie waren aus einem Stoff gemacht und das erkannten die beiden mehr, je länger sie einander zutun hatten. Er hätte sich nie auf sie eingelassen, hätte es sich nicht herausgestellt, dass sie Geschwister waren. Viel zu ernst kam sie ihm rüber und so tief in sich gekehrt, wie es auch Alvar war. Nicht immer zogen Gegensätze an, weshalb erstmal dieses Eis durchbrechen werden musste.-In dem Fall: Die Vorstellung einander.

Erschöpft lag er auf dem Bett mit dem Oberkörper neben Emily. Seine Füße hingen an der Bettkannte hinunter und für einen winzigen Bruchteil einer Sekunde schloss er die Lider. Dieses Gefühl war wie eine Sucht.-Sich einfach dem Schlaf hinzugeben und endlich in die Traumwelt zu verschwinden. Hier drinnen machte es keinen Unterschied, ob es draußen dunkel oder hell war. Durch die geheimen Gänge zu schleichen und anschließend auf die leere und dunkle Straße zu blicken war das beste Gefühl, was es gab, um sich anschließend auf Beutezug zu begeben. Tatsächlich kam es auch mal vor, dass er tagsüber arbeiten musste. Und normalerweise war er ein fairer Gildenanführer. Und es gab natürlich Diebe, die am Tage mehr Gewinn machten. Doch jeder wusste, dass Alvar ein Kind der Nacht war. Und niemand hinterfragte dies.

Die Lider öffnete er, als Emily ihre Erzählung beendet hatte, wie sie die Narbe an der gleichen Stelle, wo auch er sie trug, bekommen hatte. Gunnar also.
"Ich glaube, es war gut, Euch alleine dem Onkel zu überlassen.", scherzte er. Oh ja, der ernste Alvar, der niemanden traute, konnte durchaus auch gute Laune und Humor haben.
Aber da er nie einen Grund dazu hatte, blieb dieser Teil seinerselbst im Dunklen verborgen.
Sie sprach weiter und dabei sah er sie an, als auch sie ihn direkt anblickte.
Das Buch. Was sollten sie jetzt damit machen?

"Ich sage es nicht gern, doch hat dies auch bis morgen Zeit. Ich habe ein paar Aufträge zu erfüllen. Doch wenn Ihr wollt, begleitet mich ruhig und Ihr werdet einen Teil des Lohns bekommen, den ich auch mit den anderen Dieben teile."
Tatsächlich behielt er nicht alles für sich. Auch nicht das, was er alleine in die Finger bekam. Das Buch ausgeschlossen, sowie andere Schriften, Tagebücher und Briefe. Außer, er sollte es im Auftrag stehlen.
"Wir müssen aufholen, was uns vorher wohl oder übel erspart blieb." Sein Gesicht war wieder ernst, doch ruhig seine Stimme.
"Wie steht es mit Euch? Seid Ihr bereits verheiratet? Habt Ihr Kinder? In Eurem Alter erwartet das jeder von Euch."- selbst er. Es war sehr ungewöhnlich, über 20 noch ledig zu sein. Für einen Augenblick dachte er an Ezio. Doch diesen Gedanke schob er schnell beiseite. Gegenseitig hatten die zwei Assassini sich scheu und misstrauisch angesehen.

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BeitragThema: Re: Alvar's Behausung   16/7/2017, 10:06 pm

Den Weg mit hrem Bruder zu gehen war ungewohnt und doch seh amüsant. Schnell tauten die Beiden auf und Emily war sich sicher, dass sie sich trotz der langen Trennung wieder jederzeit auf ihren Bruder verlassen konnte. Auch er wirkte entspannt und gelöst in ihrer Nähe.
In der Unterkunft zeigte er dies noch offener. Entspannt und mit geschlossenen Augen lag er neben ihr auf dem Bett und lauschte der Entstehungsgeschichte ihrer Narbe. Zum Schluß keimte in ihr die Befürchtung, Alvar wäre bereits eingeschlafen, da sein Atem regelmäßig und ruhig ging, wärhend auch sein restlicher Körper kaum Regung zeigte. Erst als sie ihre Erzählung beendet hatte, rührte sich ihr Bruder wieder und schien sichtlich amüsiert. Emily verstand seinen Scherz und wusste, wie seine Worte gemeint waren. Auch ihre Mundwinkel verzogen sich zu einem Lächeln und vor ihrem inneren Auge sah sie den wütenden Gunnar und versuchte sich vorzustellen wie das Training mit ALvar ausgesehen hätte. Gunnar war kein einfacher Mensch und perfektionistisch wie kaum ein anderer - und Emily stand ihm in dieser Hinsicht in nichts nach. Alvar wirkte auf sie ebenfalls so, als wäre er sehr zielstrebig und sicher hatte er denselben Dickkopf wie Gunnar. ¨Ich frage mich wie er Euch bestraft hätte. Einmal konnte ich nur ganz knapp meine Ohren retten. Er wollte sie mir abscheiden, weil ich ihm nicht zugehört habe und stattdessen mit etwas anderem beschäftigt war.¨ Bei der Erinnerung wie ihr Onkel sie quer über das ganze Grundstück jagte und ihr wütend drohte, ließ sie lachend den Kopf schütteln. ¨Was hätte er für Strafen für einen aufmüpfigen Jungen gehabt?¨
Sie sellte sich vor, wie es gewesen wäre, nie von Alvar getrennt worden zu sein - wie ihr Leben verlaufen wäre, wären sie ihre Eltern keine Assassinen gewesen, sndern nur einfache Bürger. Jeden Abend hätte sie so zu ihm gehen können und sie hätten sich gegenseitig erzählt, was sie den Tag über erlebt hatten und was es neues gab. Ihr großer Bruder hätte sie vor allem Schlechten beschützt und wäre immer greifbar an ihrer Seite gewesen. Vermutlich wären sogar ihre Eltern noch am Leben und sie würden ein friedliches, langweiliges Leben führen. Doch so verführerisch sich dieses Leben anhörte, hätte es wirklich so kommen können? Alvar war schon als Kind wechselhaft und frei wie der Wind. Er liebte das Risiko und nichts passte besser zu ihm als das dasein als Dieb. Und sie selbst konnte sich auch nicht als ruhige und folgsame Frau sehen. Zu eintönig und langweilig wäre es für Mann und Kinder dazusein. Oft stellte sie sich diese Frage und doch wollte sie ihr jetziges Leben nicht gegen ein anderes eintauschen, auch wenn sie sich der stetigen Gefahr durchaus bewusst war.
Nun lenkte er ihre Aufmerksamkeit zurück auf das Buch und sie rieb sich über die Nasenwurzel. Sie stimmte dem Dieb zu - das was darin stand hatte noch Zeit. Auf Beutezug begleiten wollte sie ihn aber gerade auch nicht begleiten.¨Ich glaube nicht, dass ich eine große Hilfe wäre, wenn ich mitten über einer großen Truhe einfach einschlafen würde. Und den größten Schatz, den heute Abend jemand mit mir teilen kann, ist genau dieses Bett.¨ entschuldigend sah sie zu dem Älteren und reichelte dabei fast liebevoll über das Laken. Sie wollte sich wirklich nur ungern noch einmal davon erheben und hoffte, dass ihr Bruder dafür Verständnis hatte.
Er hatte es wohl ebenfalls nicht wirklich eilig, sich schon wieder von seinem Bett zu erheben. Bei der Frage nach ihrem Familien stand schüttelte sie nur erneut den Kopf. ¨Weder noch. Ihr könnt Euch vorstellen, dass kein Mann der für mich in Frage kam Gunnar gepasst hätte und umgekehrt war es nicht besser. Irgendwann gab unser Onkel auf und ließ mich in Sachen Männer leben wie ich wollte.¨ wieder lachte sie leise auf und beobachtete Alvars markanten Gesichtszüge. ¨Ich sehe auch hier nichts, was auf Frau und Kinder hindeutet. In den Kreisen in denen wir uns bewegen, ist so etwas wohl nicht einfach zu handhaben.¨
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BeitragThema: Re: Alvar's Behausung   17/7/2017, 9:34 pm

Ungläubig starrte Alvar seine Schwester an. "Vermutlich wäre ihm nie aufgefallen, wärt Ihr der Verstümmelung wegen überhaupt wie vom Erdboden verschluckt worden.", dachte er laut nach. Alvar wusste nicht, ob er Gunnar wiedersehen wollte oder nicht. Was hätte er davon?
Außer, dass er dem Geschwisterpaar womöglich Antworten geben konnte, die sich seit dem Fund des Buches stellten. Bisher konnten sie nur eins und eins zusammenzählen. Auf umständliche Wege würden sie an die Geschichte ihrer Eltern kommen. Und, von wem sie getötet wurden.
"Gunnar schien immer sehr kreativ zu sein, was die Strafen anging.", gab er nur auf ihre Frage, was er wohl mit Alvar gemacht hätte.
Würde er seinen Neffen überhaupt wieder erkennen?

Meist hatte er nie so viel Zeit, wie er benötigte. Die Sonne durchbrach den Horizont schnell und erfüllte den Himmel, bevor de Lucca manchmal sogar seine Aufträge voll ausführen konnte. Denn nebenher musste er auch für seine Gilde sorgen. Sie ernähren und dafür sorgen, dass sie Krankheiten, falls welche sie überfielen, überstehen konnten. Einen Arzt anzusetzen war ein Risiko und somit konnte auch der Meisterdieb nichts dafür tun und musste ihnen dem Schicksal überlassen.
Mehr, als ihnen eine sichere Unterkunft und einige Flori zu geben konnte er nicht.
Doch Emilys Antwort enttäuschte ihn nicht. Sie würde also hier bleiben, vielleicht auch mal rausgehen. Jedoch nicht, um ihn zu begleiten. Ein Lächeln huschte über sein Gesicht. Vielmehr ein Grinsen. "Es erfreut mich, schon so einen wichtigen Platz in Eurem Leben bekommen zu haben. Es ist noch immer seltsam, wie der Zufall uns zueinander führte. Es wäre wohl das vernünftigste, hier zu warten. Schlafen kann man nie genug." Abermals schloss er die Augen, nachdem er die nächste Frage bezüglich eines Ehemannes oder gar Kinder gestellt hatte.

"Es scheint, als wurden Gunnar und Ihr euch wenigstens in einer Sache einig. Ich weiß jedoch nicht, ob diese Frage mich beruhigen oder sorgen soll. Versteht das nicht falsch."
Assassinen lebten gefährlich. Womöglich sogar gefährlicher als ein Dieb. Das konnte Alvar nicht abschätzen. Er war zwar Einzelgänger, doch hatte er sich oft jemanden an der Seite gewünscht, dem er anders Vertrauen schenken konnte als jemanden aus der Gilde. Es durfte ihn wohl vertrösten, dass Emily jetzt da war. Etwas besseres hätte nicht passieren können.
"Weder Gattin noch Kinder." Knapp war seine Antwort und er öffnete erneut die Augen und drehte dann den Kopf, um an die Decke zu sehen.
"Jeder Mensch darf jemanden haben, von dem man geliebt wird. Aber manchmal ist es nur eine Frage, wie man dies in unserer Lage anstellt." Sein Kopf war schwer. Schlafen wollte er aber nicht.. Jedenfalls noch nicht.


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BeitragThema: Re: Alvar's Behausung   19/7/2017, 12:47 pm

Emily schmunzelte über ihre strenge Kindheit und nach all den Jahren verstand sie langsam, warum Gunnar immer unzufrieden war und sie ständig zu neuen, besseren Leistungen antrieb. ¨Mittlerweile kann ich nachvollziehen, warum Gunnar so streng war.¨ Ihr Tonfall klang so, als würde sie das Verhalten ihres Onkels versuchen zu entschuldigen. ¨Anfangs wollte er nicht, dass ich unseren Eltern auf ihrem Weg folge. Nach einigen unendlichen Diskussionen ergab er sich und wollte durch die harte Schule erreichen, dass ich entweder aufgebe oder eben bestmöglichst gerüstet wäre, sollte ich weiter darauf beharren.¨
Alvar sollte keinen schlechten Eindruck von dem Onkel haben, nur weil er etwas ungewöhnliche Lehr- und Erziehungsmethoden hatte. Vielleicht ergab sich eines Tages die Möglichkeit die Familie wieder zusammenzuführen und die Beiden einander wieder anzunähern. Wer weiß, ob Gunnar nicht doch noch weitere wichtige Informationen verheimlichte, um sie nicht in Gefahr zu bringen. Letztendlch brachte aber scheinbar genau das zurückhalten dieses Wissens Emily und Alvar in Schwierigkeiten.

Ihr Bruder zeigte Verständnis, dass sie, zumindest heute nicht, mit ihm an seinen noch offenen Aufträgen arbeiten würde. Er hatte Verpflichtungen seiner Gilde gegenüber und eigentlich hätte sie ihm wirklich gern geholfen. Schließlich hatte auch er ohne zu zögern geholfen in die Villa einzusteigen und nach Informationen für die Assassinen zu suchen, obwohl er ihr deutlich sagte, was er von der Bruderschaft hielt. Aber nach den anstrengenden letzten Tagen wäre die junge Assassine keine große Hilfe gewesen und es fand sich in Zukunft sicher ein Weg sich bei ihrem Bruder zu revanchieren und ihm ebenfalls unter die Arme zu greifen.
Wie wahrscheinlich jede Schwester wollte sie, dass ihr älterer Bruder stolz auf sie war. Er sprach ihr aus dem Herzen, als er erwähnte, wie neu dieses Gefühl des wiederfindens für sie war und wie seltsam es sich anfühlte. Zustimmend nickte sie und stieg in sein freudiges Grinsen mit ein. Er schien sich als Opfer dieses Schicksals nicht unwohl zu fühlen und sie Beide würden sich sicher bald daran gewöhnen. ¨Ihr seid und wart immer mein einzigster Bruder. Dadurch hattet ihr schon immer einen besonderen Platz in meinem Leben.¨ Ihre Worten waren ehrlich wie ihr Blick und sie lachte über die Situation. Wie zwei Kinder lagen sie nebeneinander in einem einfachen Bett und grinsten aufgrund der bloßen Anwesenheit und Unversehrtheit des jeweils anderen. Wie wenig es doch brauchte um Glück zu verspüren. ¨Das habe ich wirklich vermisst.¨ Vorsichtig griff sie nach seiner Hand und drückte diese kurz. Diese kleine Geste verlieh ihren Worten noch mehr Gewicht, während die junge Frau ebenfalls die Augen schloß. Emily spürte sein ehrliches Vertrauen und seine familiäre Zuneigung. Sie waren Geschwister und trotz all der Jahre und der unterschiedlichen Wege die sie beschritten, gehörten sie zusammen.
Alvar erzählte dass auch er bisher keine Familie gegründet hatte. Einfach und knapp war seine Antwort, bei der er etws betrübt wirkte und seinen Blick an die Decke heftete. All die Jahre des Alleinseins konnte Emily nur zu gut nachfühlen. Zwar waren sie nie wirklich allein, aber ein Onkel, Gildenmitglieder oder andere Bekanntschaften und Liebeleien konnten eine innige Gemeinschaft oder wahre Liebe nicht ersetzen. Allein als Assassine war es schwierig einer neutralen Person näher zu kommen, oder sie besser kennenzulernen. Zu schnell wurden Fragen gestellt, die man nicht so einfach beantworten konnte, das Hinausschleichen fiel bald auf und auch sonst war es nicht einfach. Ob man jemand in diese dunklen Geheimnisse einweihen würde, sollte gut überlegt sein und bisher kam es nie soweit. Zu gefährlich war es, ihre wahre Identität preiszugeben - für sie selbst und für die gesamte Bruderschaft. Einen Moment dachte sie an Ezio und ihre gemeinsame Zeit. Ein kurzer Schmerz zog sich durch ihre Brust, als sie sich an das wertvolle Gefühl erinnerte welches er in ihr weckte. Vor ihm musste Emily sich nicht verstecken, konnte sein wer und wie sie war und sich vollkommen fallen lassen. ¨Hoffentlich habt ihr recht, Bruder. Es gäbe keine bessere Tante als mich.¨ meinte sie mit einem Augenzwinkern.
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BeitragThema: Re: Alvar's Behausung   20/7/2017, 5:05 pm

Die Erklärung, dass Gunnar diesen Weg für Emily erst gar nicht vorgesehen hatte, überraschte ihn. Emily hatte es sicher nicht erwähnt und dennoch hätte er sich ziemlich sicher sein können, dass der Onkel keinen anderen Weg für seine Nichte wusste. Er war ein Assassine, genauso wie Vater und Mutter. Ein Weg, den bestimmt auch Alvar getroffen hätte, wären die Eltern nicht so früh gestorben.
Er als Assassine... Er wollte niemanden töten. Höchstens verletzten. Sein Leben war so gut, wie es war. Und gleichzeitig war es anders und ungewohnt geworden, seitdem er seine Schwester wiedergefunden hatte.
"Ihr müsst Euch in seinen Augen sehr bewiesen haben, als ihr Euch durch die Ausbildung gekämpft habt.", stellte er fest.

Er konnte sich nicht vorstellen, wie weit sie gereist sein musste und wie lange es gedauert hatte, endlich in Italien anzukommen. Er selbst hasste das Reisen. Hasste Schiffe und Wasser. Ob er Angst vor dem Meer hatte? Naja.. ganz geheuer war es ihm nicht. Er stand lieber mit seinen Füßen auf festem Land. Genauso wie Schiffsfahrten hasste er auch das Reisen auf einem Pferd.
Jedenfalls konnte er es Emily nicht verübeln, dass sie in nicht begleiten wollte. Ob sie hier war oder bei ihm war ihm gleich. Hauptsache, sie war nun in der Stadt und würde nicht so schnell gehen. Angst davor, sie genauso schnell wieder zu verlieren, wie er sie gefunden hatte, war trotzdem da. Sie würde nicht gehen, ohne sich vorher zu verabschieden. Aber wieso sollte sie auch gehen?
"Auch Ihr wart immer ein wichtiger Mensch in meinem Leben. Nachdem ich Vater und Mutter verlor, verlor ich auch noch Euch. Jeden Tag war ich mit meinen Gedanken bei Euch."
Schon öfters hatte er zu ihr das gesagt. Aber es fühlte sich an, als wären diese Worte nicht ganz zu ihr vorgedrungen von seiner Seite aus. Sie sollte es wissen und wenn es sein musste, würde er sie jeden Tag daran erinnern, dass er sie niemals vergessen konnte.
Die Erinnerung sank zwar von Jahr zu Jahr immer mehr, doch im Hinterkopf hatte er immer an Emily gedacht.

Ein Lächeln, beinahe ein Grinsen, schlich sich auf sein Gesicht, als er auch von seinem "Singledasein" gesprochen hatte und sie darauf antwortete. Sie sprach beinahe wie jemand, der in die Zukunft blicken konnte. Aber er wollte nciht, dass soetwas geschah. Dass er heiratete und Kinder bekam... Das war nicht er. Viel lieber genoss er das Leben als Alleingänger. "Meint Ihr das tatsächlich? Ich müsste die Kinder vor Euch hüten.", lachte er.

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