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 Gasthaus Bello Viaggio

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AutorNachricht
Luigi Rizzi
Ritterbruder
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Spieler : Ann

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Alter: 48
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Gesinnung: Templer Templer

BeitragThema: Re: Gasthaus Bello Viaggio   9/9/2017, 9:31 am

Barbara lenkte unbewusst das Gesprächsthema auf Rizzis Lieblingsthema. Immer wenn jemand auf die Assassinen oder speziell Santoro zu sprechen kam, fühlte er innerlich ein heisses Feuer, eine unbändige Wut und er genoss noch immer dieses starke Gefühl des Triumphes, welches er in der Gasse erlebt hatte als Santoro vor seinen Füssen auf dem Boden lag. Überrascht und verletzt war er gewesen. Nur eine Nacht später war aus diesem stolzen Attentäter mit unzähligen Verbündeten ein einsamer, gebrochener Mann geworden, der taumelnd versuchte am Leben zu bleiben. So wie es jeder Tölpel tat, der zwar wusste, dass das Ende nahte aber sich am kleinsten Strohhalm festklammerte.
"Ich habe beim Empfang im Haus von Torino mit Leonardo da Vinci gesprochen. Ich habe ihm ein paar Dinge verraten, natürlich nicht zuviel, aber genug, damit er es in ganz Florenz unter die Menschen bringen kann. Künstler sind Schwätzer. Er wird seinen Mund nicht halten und all die noch verbliebenen Verbündeten um sich scharen. Sie werden uns nachjagen.", sagte er und grinste fieslich auf. Er konnte es sich lebhaft vorstellen, wie sie auf Rache schworen und dann in Rom direkt in die Falle laufen würden - vor den Augen ihres Mentors.
"Zudem sprechen die Menschen über ungewöhnliche Sachen. Bei unserer Abreise haben genügend Leute zugesehen wie wir Santoro an die Kutsche gebunden und hinterhergezogen haben. Es wird in aller Munde sein.", sagte er stolz. Ihm gefiel das tatsächlich sehr. "Vielleicht ist Santoro sogar der Bettgespiele dieses Mannes, der sich Künstler nennt. Wusstet Ihr davon, dass da Vinci nicht nur eine Vorliebe für extravagante Kleidung und modischen Frisuren hat sondern auch für Männer?", fragte er Barbara. Er verzog daraufhin das Gesicht. "Eine Sünde! Eine offengelebte Sünde, die in der Stadt nur dann geahndet wird, wenn man Druck ausübt! Zur Hölle mit diesen Leuten!", es schüttelte ihn innerlich wenn er nur schon daran dachte, ein Mann könnte einen anderen Mann küssen - aus Verlangen. Diese freundschaftlichen, brüderlichen Küsse, die Männer und sogar auch Rizzi austauschten, waren etwas völlig anderes. Diese hatten nichts mit Lust zu tun. Er sah Barbara an wie sie da am Fenster stand und hinausblickte. Das Glas zeigte ihr Spiegelbild und Luigi konnte es sehen. Sie war bezaubernd schön. Wo sie sich verletzlich nannte, sah er nur ihren unerschütterlichen Mut. Wo sie sich schwach fühlte, sah er nur eine ungebändigte Stärke. Er setzte das Weinglas ab, stand auf und trat zu ihr ans Fenster. Er sah aber nicht hinaus. Stattdessen hob er seine Hand und legte sie warm an Barbaras Rücken zwischen dem Kreuz und ihrer Hüfte. Sein Blick war auf sie gerichtet und als sie sich leicht bewegte, drehte er sich noch etwas mehr ihr zu und drückte sie schliesslich sanft an sich. Sogar Santoro konnte ihn jetzt nicht mehr davon abhalten, dass sein Hauptaugenmerk ständig auf Barbara lag. "Du bist so wunderschön...", sagte er leise und legte seine Wange zärtlich an ihr Haar.
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Barbara Gonzaga
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BeitragThema: Re: Gasthaus Bello Viaggio   9/9/2017, 11:14 am

"Er wird." Barbara Gonzaga war sich sicher, dass Leonardo da Vinci mit diesem Wissen nicht alleine sein würde. Wenn er zu Santoro gehörte, wie Luigi gesagt hatte, würde er es auch tun. Sie kannte diesen Mann zwar nicht, doch hatte sie ihn gesehen. Es brauchte keine fünf Sekunden, um aus seinen Augen zu lesen, dass er deutlich unsicher war. Ob er sich bewusst gewesen war, dass er sich unter Templern befand? Ob er deshalb eingeschüchtert war? Womöglich war er ein selbstbewusster Mann. Sie konnte rätseln wie sie wollte: dieser Mann hatte sich Santoro angeschlossen. Wenn er seine Freiheit wollte und in nächster Zeit erfuhr, dass die Assassinen bei der Rettung selbst zu Grunde gingen, würde er sich selbst die Schuld dafür geben. Soetwas war ein gesunder Menschenverstand. Barbara Gonzaga könnte nicht leugnen, dass es ihr genauso ginge, würde sie auf diese Art und Weise ihre Ordensbrüder verraten.
Bei diesem Gedankenflug wurde ihr Grinsen noch ein klein bisschen breiter und giftiger.
"Dann ist unser Sieg nicht weit entfernt.", setzte die junge Frau noch fort, als Luigi sagte, die Assassinen würden ihnen nachjagen.

Doch dann wurde ihr Gesicht ernst. Ihre Augenbrauen zogen sich etwas zusammen, als er ihr sagte, Leonardo würde Männer bevorzugen. Ihr Blick blieb, während er sprach, noch immer auf die Natur liegen, die dort draußen herrschte. Es bewegte sich nichts. Kein Wind ließ das Blattwerk der Bäume tanzen, kein Tier war zu erkennen. Ganz so, als wäre die Welt dort draußen in Eis gelegt.
"Vielleicht war es ein Fehler, ihn wieder in Freiheit leben zu lassen. Wenn du willst, werde ich ihn in Ketten legen lassen, sobald wir die Hinrichtung hinter uns gebracht haben." Dabei zog sie leicht die eben noch zusammengezogenen Augenbrauen leicht nach oben, was diesen Vorschlag noch etwas unterstreichen sollte- auch, wenn Luigi dies nicht sehen konnte.

Als sie hörte, wie Luigi sich bewegte, sie auf sie zukam und letztendlich die Hand an ihren Rücken legte, lächelte sie, ohne den Blick von draußen abzuwenden. Sie wollte nicht behaupten, dass der Deutsche, den sie geheiratet hatte und seiner Hinrichtung wegen wieder gehen ließ, ihr nicht so viel Liebe gegeben hatte, wie es Luigi schon in diesen wenigen Stunden getan hatte. Doch konnte sie sich nicht daran erinnern, dass Gefühle so stark sein konnten. Seine Berührungen ließen ihr einen angenehmen Schauer durchfahren und ihr Herz erweichen. Ihren Kopf bewegte sie seitlich in seine Richtung. Ihre Hand legte sie auf seine, die sie näher an sich gedrückt hatte. Den leichten Druck seines Kopfes fühlte sie, als er seine Wange an ihr Haar legte.
Dieses Glück berauschte sie, welches sie in diesem süßen Moment spürte.
Lange sagte sie nichts und genoss dieses Gefühl der Zweisamkeit nur. Noch immer konnte sie sich nicht erklären, dass die Gefühle zu ihm so stark waren, obwohl sie diese doch seit der florentinischen Kirche unterdrückt hatte. "Wir sind eine Seele, Luigi. All die Jahre waren wir blind, um das zu erkennen.", sagte sie sehr leise, doch für ihn hörbar und strich mit ihrem Daumen über seinen Handrücken.
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Gasthaus Bello Viaggio   9/9/2017, 12:01 pm

"Denk nicht an das Gestern, Barbara. Die Umstände haben es uns nicht leicht gemacht bis es heute endlich... hm, nein, ich muss es anders formulieren: Bis ich heute endlich den Mut gefunden hatte, dir mehr zu erzählen als nur Komplimente zu machen.", sagte er als er sie inniger an sich drückte. Ihr Haar roch so gut, es war so weich. Seine Nase wühlte sich in das flammend rote Meer während seine Arme sie fester an seinen Körper heran drückten. Gerade vergass er wo sie waren, wieviele Diener und Soldaten hier waren und dass Hannigan jeden Moment eintreten könnte. Er wollte nicht von ihr ablassen, nicht von ihrem Herzschlag weichen oder ihre süssliche Stimme missen.
Sein Körper begann unruhig zu werden. Er spürte plötzlich das aufkommende körperliche Verlangen, welches er über Jahrzehnte hinweg in sich verborgen hielt. Er hatte sich so ehrfürchtig vor Gott gezeigt, dass er nicht einmal mehr selbst Hand an sich legte. Es war eine Sünde und sündenhaft wollte Rizzi nicht aus Egoismus sein. Was er tat, tat er im tiefen Glauben an Gott und an die Kirche. Er konnte jeden Tod seiner Gegner erklären, jede Gefangennahme, jede Verletzung, die er anderen zufügte. Das alles hatte einen Sinn gehabt. Aber das Ausleben der eigenen Lust mit seinen Händen hatte keinen Stellenwert gehabt.
Erst jetzt, da eine Frau an seiner Seite war und er sein Keuschheitsgelübde vor Gott in ein 'Ich werde sie ehelichen'-Gelübde verändert hatte, erschien es ihm richtig.
"Barbara... ich gräme mich, dass ich solche Hitze in mir spüre und mich dabei wie ein unerfahrener, kleiner Junge fühle.", brachte er hervor. Die Angst, von ihr ausgelacht zu werden, war auf einmal wieder da. Er wusste, dass sie das nicht tun würde. Und er wusste, dass diese Angst kleine pubertierende Jungs hatten, die zum ersten Mal in ihrem Leben ein Mädchen küssten, oder junge Männer, die in ihrer Hochzeitsnacht so schnell kamen, dass ihre Anvertraute nichts davon hatte und ihr 'erstes Mal' als etwas Langweiliges in Erinnerung behielten, so dass sich ein Paar, dass sich zu fremd war um sich zusammenraufen zu können, entfremdete und den Sex mit anderen Leuten genossen. Und das alles nur wegen dieser gewaltigen Scham, ehrlich zu sprechen und mit der Partnerin offen zu reden. Rizzi wollte nicht wie einer dieser dummen Jünglinge dastehen und Barbara von sich halten nur weil er seine Lust noch nicht richtig im Griff hatte.
"Du kennst mich wie sonst kein Mensch. Du weisst, wie ich bisher gelebt habe. Wenn ich dir also beiliege, muss ich dich um deine sanfte Unterstützung bitten.", flüsterte er. Es fiel ihm unglaublich schwer das zugeben zu müssen. Oder sie darum zu bitten. Es war peinlich und er wäre gerade gerne im Erdboden versunken. Dennoch hielt er es für den klügeren Weg als wenn er nichts sagen würde und Barbara in ihren Erwartungen enttäuschen würde.
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Barbara Gonzaga
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BeitragThema: Re: Gasthaus Bello Viaggio   9/9/2017, 1:32 pm

"Womöglich ist es besser, dass wir uns erst jetzt gefunden haben und du diese tiefe Gefühle über die Lippen brachtest. Es soll so sein und ich bin mir sicher, unser Weg wird voller glücklichen und wohlhaftigen Augenblicken bestehen." Ihr Lächeln war sanft. Das Unglück hatte sie in ihren jungen Jahren schon zu oft ereilt. Luigi Rizzi war ihr Glück und vielleicht meinte es Gott gut mit ihr. Vielleicht war ihr bisheriges Leben eine Prüfung gewesen und nun bekam sie das, was sie verdiente. Ja, so musste es sein!
Luigi loszulassen wäre ein Albtraum. Nicht erst jetzt, sondern war ihre Freundschaft etwas tiefes, welches durch ihre Liebe stärker und gestrafft wurde. Nun stand sie hier mit ihm und wahrhaftig hätte sie sich nicht vorgestellt, dass diese Reise in diese Richtung gelenkt wurde.
"Es gibt keinen Grund, sich derartig zu fühlen, Geliebter." Ihr Herzschlag, der sich beruhigt hatte, wurde nun wieder schneller. Auch in ihr hatte sich dieses hitzige Gefühl entfacht, welches sie noch zurückhalten konnte. Trotzdem war die Sehnsucht nach seinen Lippen groß und trotzdem hielt sie sich zurück. Was wollte sie ihm damit beweisen?

Seine Hand, die die Herzogin noch sanft gestreichelt hatte, ließ sie nun los und drehte sich zu ihm, um ihn nun genauer ansehen zu können und ging mit ihrem Gesicht so nah an seines, dass sie seinen Atemzug an ihren Lippen spürte. "Wenn ich in deinen Armen liege, wirst du all meine sanfte Liebe erfahren.", noch immer war ihre Stimme so leise wie vorher. Eine Hand legte sich an seine Seite und anschließend schloss sie die Augen, um Luigi anschließend zu küssen.

Barbara konnte von Glück sprechen, dass sie gerade noch die Schritte zweier Leute hören, die auf die Tür des Salons zugingen, um schnell von ihm abzulassen und sich reflexartig neben ihn zu stellen.- In dem Moment, als ein Diener die Tür öffnete.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Gasthaus Bello Viaggio   9/9/2017, 1:59 pm

Auf dem Weg zurück in seine Unterkunft, hallte immer wieder Francis Stimme durch seinen Kopf. Wie ein Echo ertönte sein Name und er ballte die Hände zu einer Faust. Es war die richtige Entscheidung gewesen. Jene die von Vernunft geprägt war. Er hatte nicht gewusst, was er getan hätte, hätte er alle Schritte hinter sich gebracht. Was gewesen wäre, wenn er vor seinem Cousin gestanden hätte. Sobald er alleine im Wald war, hielt Shane inne und seine Schultern sanken  nach unten. Gerade in diesem Moment hatte er keine Kraft, den Kopf stolz erhoben zu halten. Er war nur noch erschöpft und es fühlte sich an, als hätte er gerade etwas weg gesperrt, von dem er gar nicht gewusst hatte, dass es existierte.
Shane stand zurück auf der kleinen Lichtung, auf der diese Katastrophe doch erst begonnen hatte. Aufgewühlte Erde war der einzige Zeuge – das und seine Erinnerung. Der Templer stieß ein wütendes Schnauben aus und machte sich auf den Weg zurück aus den Wald. Er sprach kein Wort mit den Wachen, die ihn grüßten oder ihm ihre Begleitung anboten. Seine Handbewegungen waren nur knapp und er eilte mit schnellen Schritten an ihnen vorbei. Er wollte ihnen nicht die Chance geben einen Blick auf sein durchwühltes Haar oder die aufgeschürfte Hand zu geben. Selbst seine Lippen brannten unangenehm, aber sie fühlte sich nicht geschwollen an.
Erst als er in seinem Zimmer war, konnte er tief durchatmen. Shane ließ sich auf dem Bett nieder und vergrub sein Gesicht noch einmal hinter den Händen. In diesem Zustand konnte er Rizzi nicht gegenüber treten. Mit einem Seufzen richtete er sich, dann wieder auf. Er wusste nicht wie viel Zeit im Wald vergangen war. Vielleicht würde man ihn gar nicht mehr erwarten. Und dennoch der Drang nach etwas Wein, war noch immer da und es würde nicht schaden im Salon vorbei zu sehen. Aber zuvor musste er sich waschen. Seine Haut war verschwitzt. Rindenstücken befanden sich in seinem Haar und an die Spuren an seinem Bauch wollte er gar nicht denken. In wenigen Bewegungen hatte er sich entkleidet und er trat an die Wasserschüssel. Für ein ausgiebiges Bad blieb keine Zeit und so musste das reichen. Zuerst tauchte er seine Hände ein, dann nach er ein Tuch und wusch sich den Oberkörper bis hin zu seinem Bauch. Zuletzt tauchte er seinen Kopf in die Schüssel und ließ das kühle Nass über seinen Kopf laufen. Erst als seine Lungen nach Luft schrien, tauchte er wieder auf und sog sie keuchend ein. Dann nahm er sich frische Kleidung, die ein Diener in der Zwischenzeit gebracht hatte und zog sie sich über. Am Ende wählte er auch einen der edlen Handschuhe, um sie über seine Knöchel zu schieben. Das Haar noch etwas feucht und mit dem Hauch eines englischen Parfums, machte er sich auf den Weg nach unten. Aber auch wenn sein Körper nun von allen Spuren gereinigt war, blieb sein Kopf noch immer voll von seinen Gedanken. Gedanken die er gerade nicht gebrauchen konnte.
Der Großmeister verschränkte die Arme hinter dem Rücken. Rizzi und Gonzaga waren noch im Salon – so wurde es ihm jedenfalls mitgeteilt und einer der Diener führte ihn dort hin. Etwas im Raum schien sich zu verändern, als er ihn betrat. Trotz Shanes aufgewühltem Verstand, entging ihm diese Nuance nicht. Sein Blick fiel auf die zwei Gestalten am Fenster, die nebeneinander standen und wohl gerade über etwas gesprochen hatten. Für einen Moment wurde sein Mund schmal, doch dann legte er eine neutrale Miene auf und neigte den Kopf zur Begrüßung. „Verzeiht meine Verspätung. Der Abend ging schneller voran, als es mir beliebt. Ich hoffe Ihr habt nicht zu lange gewartet.“

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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Gasthaus Bello Viaggio   9/9/2017, 2:21 pm

Luigi löste sich von Barbara als sie von ihm zurücktrat. Sie hatten Glück. Als die Tür geöffnet wurde, waren sie nur noch zwei Vertraute, die nebeneinander standen. Auch wenn Luigi in sich erst zur Ruhe kommen musste. Er hatte bis vor wenigen Minuten die Hoffnung gehabt, Hannigan würde noch auftauchen. Und jetzt, wo er hier stand, ärgerte es ihn auf einmal. Nicht wegen Hannigan sondern weil der Zeitpunkt einfach so unpassend war.

"Nicht doch, Signore Hannigan.", sagte er und ging auf ihn zu. "Bitte. Setzt Euch doch. Wie geht es Euch? Konntet Ihr Euch erholen?", fragte er ihn. Zuerst musste er ihn das fragen. Dann durfte er wegen Santoro bohren. Da Rizzi nichts vermutete, beobachtete er Shane auch nicht so genau. Er war interessiert und neugierig aber er stellte sich nichts von dem vor, was Shane getan hatte. Auf solche Gedanken wäre Luigi - momentan jedenfalls - gar nie gekommen. "Mögt Ihr etwas Wein? Signora Gonzaga und ich haben es uns erlaubt, schon einmal zu kosten.", erzählte er. Dabei konnte er es nicht lassen, Barbara einen Blick zuzuwerfen.
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Barbara Gonzaga
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BeitragThema: Re: Gasthaus Bello Viaggio   9/9/2017, 2:32 pm

All das Feuer, welches gerade noch ihr Blut zum Erhitzen gebracht hatte, wurde nun gelöscht. Sie sah schon beinahe etwas erwartungsvoll zu Hannigan, der nun den Raum betrat und sich für das späte Erscheinen entschuldigte und versuchte, nichts anmerken zu lassen, was gerade hier geschah.
Absurd, denn konnte Shane Hannigan doch kaum etwas davon wissen! Sie nickte und machte einen leichten Knicks zur Begrüßung, während Luigi Rizzi auf den englischen Großmeister zuging und sprach und ihm letztendlich Wein anbot.
Als hätte Luigi mit dem Finger geschnipst, kam der Diener mit einem Tablett und einem Glas heran, welcher gerade noch Hannigan die Tür aufgemacht hatte. Erst dann zog dieser sich zurück und die drei Templer waren unter sich.
Barbara Gonzaga erwiederte den Blick, als Luigi sich kurz zu ihr umdrehte und blickte dann anschließend zu Shane, um auf die beiden Männer zuzugehen.
"Ein ausgezeichneter Tropfen, Signore Hannigan.", fügte sie zu Luigis Angebot hinzu und setzte sich auf ihren Platz, um ihr Glas wieder an sich zu nehmen.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Gasthaus Bello Viaggio   9/9/2017, 3:13 pm

Shane trat noch einen Schritt tiefer in den Raum und drehte den Kopf zu Rizzi, der auf ihn zugeschritten kam. Er ließ sich auf einen der angebotenen Stühle nieder und war dankbar für den weichen Stoff. Seine Knie fühlten sich noch etwas weich an und das nicht nur aufgrund des leeren Magens. „Meinem körperlichen Zustand geht es weitaus besser. Es ist mir nur noch immer etwas unangenehm, dass so etwas geschehen ist.“ Jetzt wo er diese Worte ausgesprochen hatte, bemerkte er erst, dass er nicht nur diesen einen Vorfall hatte. Die Stunden im Wald hatten sich wie scharfe Krallen in seinen Nacken gebohrt und Worte und Gedanken vermischten sich.
Umso dankbarer war er, als dass das Gespräch auf den Wein fiel. „Sí. Ein guter Wein würde nicht schaden.“ Seine Kehle war ausgetrocknet und der Alkohol würde vielleicht ein wenig die Sinne benebeln. Nicht zu sehr, aber soweit, dass er hoffentlich ein paar Stunden Schlaf finden würde.
Doch Shane musste sich hüten. Auf leeren Magen trank es sich schlecht und ein Glas konnte einen schnell zum Kippen bringen. Das Geräusch von sich öffnenden Türen, ließ ihn den Kopf drehen und er nahm das Glas entgegen das man ihn gereicht hatte. Die Hände noch immer durch feinstes Leder verdeckt, schwenkte er die rote Flüssigkeit etwas hin und her. Betrachtete wie sie feine Wellen schlug, bevor er das Getränk an seine Lippen hob und einen Schluck nahm. „Ich kann Euch nur zustimmen: Eine exzellente Wahl.“ Shane senkte die Hand und stellte das Glas zurück auf den Tisch neben ihm. Dann schweig er für einen Moment, bevor er den Blick abwechselnd auf die beiden Templer richtete.
„Ich hoffe doch, auch ihr konntet etwas Ruhe finden.“ Es war nur höflich, dass er sich ebenfalls nach dem Befinden seiner Begleiter erkundigte. Es war weniger Interesse, vielmehr der Brauch der Etikette. Während er auf ihre Antworten wartete, ließ er den Blick ein wenig durch den Salon schweifen. Es war ein schöner Raum und wirkte bequem. Er war so gebaut, damit man verharren konnte.

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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Gasthaus Bello Viaggio   9/9/2017, 3:34 pm

"Signore Hannigan, es tut mir äusserst leid, dass Euch die Reise bisher nicht bekommen ist. Ich werde morgen mit meinem Befehlshaber der Truppen sprechen. Vielleicht sollten wir den längeren Weg nach Rom nehmen und die kurvenreichen Passagen auslassen. Die Wege der längeren Strecke sind ebener und deshalb auch befahrener. Zudem werde ich meine Späher anweisen, dass sie die Leute, die ebenfalls unseren Weg heute genommen haben und uns morgen auf den plötzlich längeren Pfad folgen, im Auge behalten. Jeder, der uns bisher gefolgt ist, sollte eigentlich auf der kürzeren Route weiterreiten. Plötzlich einen längeren Abschnitt wählen wie wir es tun, wäre unsinnig. Es kann sich deshalb nur um Verfolger handeln.", sagte er und setzte sich wieder hin. Der Diener schenkte auch ihm und Barbara Wein nach. Luigi hatte die Handschuhe des Engländers durchaus bemerkt. Er hatte davon gehört, dass Engländer kleinlich und penibel seien und vieles nicht mit der blossen Hand anfassen wollten.
"Ehrlich gesagt, konnte ich nur bedingt Ruhe finden. Ich habe mir Gedanken über die Reisepläne gemacht bevor ich mit Signora Gonzaga hervorragend gespeist habe. Wenn Ihr möchtet, könnt Ihr Euch auch noch etwas auf Euer Zimmer bringen lassen. Oder habt Ihr schon gespeist? Ihr könnt dieser Küche auftragen, was Ihr essen wollt und das auf gewisse Inhalte verzichtet werden soll.", meinte er und lehnte sich zurück. Er sah wieder kurz zu Barbara. Sie schien sich trotz allem auch wohl zu fühlen und das war Luigi doch sehr wichtig gewesen. Dennoch wandte er sich dann wieder Hannigan zu. "Hat der Assassine mit Euch gesprochen? Ich hoffe, er hat Euch nicht beleidigt. Ich werde ihn sonst auspeitschen lassen."
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Barbara Gonzaga
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BeitragThema: Re: Gasthaus Bello Viaggio   9/9/2017, 3:53 pm

Barbara mischte sich in das Gespräch nicht ein, welches gerade herrschte. Luigi's Vorschlag war gut und es wäre unangebracht, wenn sie auch noch etwas sprechen würde. Sie lehnte sich also zurück und nahm einen kleinen Schluck. Für sie war es etwas aufregendes, die Beziehung geheim zuhalten. Womöglich das aufregendste, was sie in letzter Zeit erfahren durfte.
Sie beobachtete die zwei Männer, während sie einen Schluck trank und das Glas festhielt.
Erneut wurde die Tür geöffnet und ein Diener mit hochrotem Kopf und Holz im Arm verbeugte sich leicht und ging weiter zum Ofen, um dort ein Feuer zu entfachen. Erst jetzt fühlte Barbara, dass die nächtliche Luft, die nun kälter war als vorhin, durch die Fenster zog, welche nicht richtig dicht zu sein schienen.
Barbara blickte zu dem Diener, der deutlich angespannt zu sein schien, es dennoch hinbrachte, in kurzer Zeit eine Flamme aufleben zu lassen.
"Dieser Mentor scheint als Knabe wenig Anstand beigebracht zu haben, wenn er Spuckt und Tritt, wie Signore Rizzi schon mehrmals erläuterte. Es wäre sehr unangenehm zu erfahren, hätte er auch Euch gegenüber keinen Respekt gezeigt.", sprach die junge Frau nach Luigi's letzten Satz und schmunzelte leicht.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Gasthaus Bello Viaggio   9/9/2017, 4:26 pm

Shanes Miene verzog sich kein bisschen, während seine Brust jedoch unangenehm eng wurde. Dieser Wechsel des Weges würde für Francis gefährlich werden. Sollte man ihn bereits entdeckt haben, würde alle Aufmerksamkeit auf den Söldner fallen. Er klopfte leicht gegen seinen Oberschenkel und sah dann Rizzi ins Gesicht. “Wegen mir, müsst Ihr keinen Umweg machen, Signore Rizzi. Dieser Vorfall war allein aufgrund der Milch.“ Shanes Finger stoppten in der Bewegung und griffen zurück zum Weinglas. “Ich entsinne mich, dass ihr meintet, Euer Ziel so schnell wie möglich erreichen zu wollen. Es wäre mir nicht Recht Euch das zu verwehren.“ Als er kurz geendet hatte, nahm er einen kurzen Schluck. Er musste dafür sorgen, dass sie den Weg beibehielten oder einen Weg finden um seinen Cousin zu warnen.
Auf das Angebot mit dem Essen winkte Shane nur ab. “Das Beste, dass ich tun kann ist zu fasten. Es lindert die Beschwerden ungemein. Mir ist auch nicht wirklich danach etwas zu mir zu nehmen.“ Jetzt würde er noch weniger in seinen Magen bekommen. Zwischen einer kurzen Pause, fiel aus sein Blick auf den Diener, der das Feuer in dem Raum entfachte. Die gierigen Flammen die darauf entstanden, schienen sich für einen Moment in seinen grauen Augen zu spiegeln.
Bei Rizzis nächsten Worten lehnte Shane sich in seinem Stuhl zurück und legte die Arme auf den Lehnen ab. Er wirkte überaus zufrieden. Seine Lippen zuckten jedoch nur kurz nach oben, als er Barbaras Worte vernahm.
Signore Rizzi, dies war nicht das erste Mal, dass ich mit einem Assassinen sprach.“ Erinnerte er den anderen. “Das Auspeitschen wird nicht nötig sein. Auch wenn er stinkt, hat er sein Bein nicht gehoben.“ Shane wusste, dass er seine Worte nun vorsichtig wählen musste. “Und bisher hat jeder Assassine in meinen Befragungen gesprochen. Bei ihm war es nicht anders.“ Der Templer klang dabei nicht überheblich, sondern wirkte nur erfahren. “Ich habe alles erfahren, dass ich wissen musste und auch etwas, dass auch euch interessieren wird.“ Dieses Mal wandte er den Blick zwischen den Beiden hin und her. Denn er zog auch Gonzaga damit ein - sie war eine Ordensschwester und nicht minder wichtig.

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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Gasthaus Bello Viaggio   9/9/2017, 4:48 pm

Auf dem kürzeren Weg wäre es auch einfacher für die Assassinen, ihnen zu folgen und in die Falle zu tappen. Luigi sah Hannigan eine ganze Weile an. Aber er wirkte auf ihn nicht anders als zuvor. Luigi hatte auch keinen Grund dazu in ihm eine Nervosität oder ähnliches zu erkennen.
"Ich werde mich morgen auf die Reiseroute festlegen. Aber vermutlich ist es doch besser, wenn wir auf der kürzeren Route bleiben.", sagte er zu Hannigan und fasste ebenfalls nach seinem Glas Wein. Den Diener, der ständig nervös zu Barbara blickte, liess er in Ruhe. Das war ein junger Kerl, der einfach von ihr angetan gewesen war. Und so zitternd wie er die Flammen entfacht hatte, so zitternd lief er auch wieder aus dem Salon. Irgendwie war das amüsant gewesen.
Als Hannigan weitersprach, wurde Luigi hellhörig. "Es ist Euch heute nicht wohl gewesen, Signore Hannigan, deshalb wollte ich vermeiden, dass Ihr auch noch belästigt werdet.", sagte er zu seiner Entschuldigung. Dann jedoch stellte er das Weinglas wieder ab und beugte sich interessiert zu ihm vor. "Ihr habt etwas in Erfahrung gebracht, dass uns hilfreich sein könnte? Ihr würdet dem Orden einen grossen Gefallen damit tun, Signore Hannigan.", sagte er und blickte ihn erwartungsvoll an. Was war es, was Hannigan herausgefunden hatte? Hatten sie endlich Namen? Gab es Verfolger? Waren alle tot bis auf da Vinci?
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Barbara Gonzaga
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BeitragThema: Re: Gasthaus Bello Viaggio   9/9/2017, 5:02 pm

Dankbar war die junge Frau darüber, dass Shane Hannigan einlenkte und sagte, eine längere Strecke wäre nicht nötig. Innerlich atmete sie tief ein und aus, denn wäre es nur eine Frage der Zeit, wie lange ihre Nerven mitgespielt hätten. Sie hasste lange Kutschfahrten und hatte sich diesmal erhofft, dass die Reise nach Rom schnell vorbei war. Vielleicht war auch dies ein Grund, weshalb sie immer Heimweh gehabt hatte. Bad Urach war sehr weit weg von Italien, welches sie als ihr eigentliches Zuhause nannte. Natürlich ging sie auch gern in andere Städte und Länder, um dort auf wichtige Gesellschaften zu treffen und dennoch suchten sie jedes Mal diese fürchterlichen Kopfschmerzen heim.
Der Diener verschwand, nachdem er für Wärme im Salon gesorgt hatte und Barbara entgingen nicht seine Blicke, die ab und zu auf ihr gehangen hatten. Sie fand es durchaus belustigend und blickte den Jüngling auch so an. Das Feuer war angenehm und erst jetzt bemerkte sie, wie die Kühle sich zuvor auf ihre Schultern abgelegt hatte.

Doch nun wurde auch Barbara's Interesse geweckt. Er konnte tatsächlich dem Assassinenmentor etwas entlocken. Sie merkte nicht, wie sie sich bei dieser Offenbarung etwas vorgelehnt hatte. Könnte man ein Thema wie dieses noch spannender machen?
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Gasthaus Bello Viaggio   9/9/2017, 5:57 pm

Die Erleichterung das zu hören war groß. Selbst wenn es keine Gewissheit über die tatsächliche Entscheidung brachte, so war die Möglichkeit durchaus wieder größer. “Ich denke es würde uns einige Unannehmlichkeiten und Begegnungen ersparen.“, fügte er auf Rizzis Worten noch hinzu. Ein kurzer Blick zu Gonzaga zeigte ihm, dass sie wohl ebenso keine Einwände zu haben schien. Selbst wenn auch ihr Gesicht nichts verriet, so war ihr Schweigen eine Antwort die ihm genügte. Aber auch der kürzere Weg würde nicht viel Ungefährlicher werden.
Shane schenkte dem Diener kaum Beachtung, viel eher war er in seinen eigenen Gedanken, bis das Gespräch auf Santoro fiel. “Ich verstehe Eure Bedenken und Eure Sorgen. Doch ich weiß mit diesem Unwohlsein umzugehen, so begleitet es mich schon so lange. Ein beißender Assassine kann daran nicht viel ändern.“ Shane konnte nun selbst spüren wie sich das Interesse und die Aufmerksamkeit der beiden Templer auf ihn legten. “Es ist nicht viel.“, klärte er dann auf, um ihre Erwartungen nicht zu groß werden zu lassen. Shane wollte sie am Ende nicht enttäuschen. Aber selbst ein kleines Stück Fleisch konnte den Hunger von Raubtieren für ein paar Tage stillen. “Ich habe heraus gefunden, dass neun Personen diesem Treffen beigewohnt haben. Jenes im Keller, welches ihr gestürmt habt. Es sind acht, wenn man den Mentoren selbst weg zählt.“ Kurz hielt er dann inne. “Vielleicht könnt Ihr mehr damit anfangen, als ich selbst.“ Shane griff nun eher unbewusst zu dem Weinglas und hielt es für einen Moment bloß in der Hand, ohne davon zu trinken. “Wenn ich es aber richtig sehe, haben wir acht mögliche Verfolger.“ In Gedanken zählte er Francis jedoch bereits weg und er hoffte, dass auch Rizzi noch in dem Glauben war, dass der englische Söldner tot war.

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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Gasthaus Bello Viaggio   9/9/2017, 6:22 pm

"Neun? Ich hatte mit fünf, sechs gerechnet.", sagte er und holte hörbar Luft. "Ich war nicht gründlich genug.", meinte er und sah Hannigan dann nachdenklich an. "Ihr sprecht von acht möglichen Verfolgern. Doch bei einem bin ich mir mehr als sicher, dass er nicht mehr lebt. Diese Visage kommt mir hoffentlich nie mehr unter die Augen. Es genügt, dass ich sein dummes Gesicht heute noch vor mir sehe und ich ihm diesen Auftrag nur gegeben hatte weil ich für einen winzigen Moment glaubte, ein Ausländer interessiere sich nicht für anderes als seinen Botengang. Ich hoffe, er ist in den Arno gestürzt und ertrunken oder irgendwo in einer Ecke verblutet wo er jetzt die Ratten ernährt. Und da Vinci, der bestimmt zu dieser Zahl dazugehört, wird uns auch nicht folgen. Es würde seinem Ansehen und Ruf schaden. Zudem müsste er dann ja auch auf seinen nächtlichen Spass verzichten, dieser falsche, kranke Geist! Also bleiben noch sieben mögliche Verfolger übrig. Einer von ihnen wird ganz bestimmt der Spross der Auditores sein.", erzählte er in einem ernsten und verärgerten Ton. Dann wurde er wieder nachdenklich.
"Ich kann mich nicht erinnern wie die anderen ausgesehen haben mögen. Bei einem, der aus dem Keller kam, handelte es sich ganz bestimmt um einen Dieb, der gesucht wird. Aber ob er einfach nur als Gast dort unten war oder dazugehörte, ist mir nicht bekannt.", sagte er und griff nach dem Weinglas.
"Bitte entschuldigt, dass ich so herablassend über einen Landsmann von Euch gesprochen habe. Aber sein Tod ist eine Genugtuung für mich. Er zeigte sich im ersten Moment zwar zuverlässig aber er war alles andere als das und tat einfach, wonach ihm war! Wie kann man von einem Auftraggeber gewissenlos zur anderen Seite wechseln? Seid froh, dass er den Stolz Eures Landes nicht mehr besudeln kann.", ärgerte er sich weiter. Francis hatte sich auch in Rizzis Hirn eingebrannt. In einem kurzen Augenblick, als er ihm den Auftrag übergeben hatte und dieses wiederliche Grinsen bekam statt einem höflichen, unterwürfigen Knicks und einer Danksagung. Zum Glück musste Barbara nie Bekanntschaft mit einem solchen Mann machen. Allein die Vorstellung, er hätte Barbara so angegrinst, machte ihn wütend. Das gleiche galt auch für da Vinci. Zum Glück war der Künstler nicht mehr in der Lage gewesen, irgendein Wort mit Barbara zu wechseln. Furchtbar, wenn sie mit einem solchen Mann, der Hinternspiele liebte, gesprochen hätte. Einfach ekelhaft!
"Ich hoffe sehr, dass der junge Auditore uns folgt. Ich will ihn ebenso in Ketten wissen wie Santoro. Bei unserer dritten Unterkunft werde ich alle Wachen verstecken lassen, so dass unsere Verfolger das Gefühl bekommen, wir wären weitergezogen. Vielleicht können wir dann schon zuschlagen.", plante er weiter.
Dann drehte er sich zu Barbara um. "Wäre es möglich, ein, zwei Dienerinnen abends in eine Schenke zu schicken wo sie sich umhören könnten, was die Männer so zu erzählen haben? Vielleicht finden wir so noch mehr Hinweise oder finden sogar den einen oder anderen Assassinen und Verbündeten."
Allerdings musste das Barbara entscheiden. Vertraute sie ihnen genug? Waren diese Dienerinnen überhaupt in der Lage, flirtend mit polternden Kerlen zu sprechen, die nichts als Alkohol und Brüste im Kopf hatten?
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BeitragThema: Re: Gasthaus Bello Viaggio   9/9/2017, 6:46 pm

Barbara Gonzaga nickte dem englischen Adelsmann leicht zu, als er von der Straße sprach, die er vorzog. Gern hätte sie gesagt, dass auch sie die Kurzstrecke eher vorzog, denn war diese Fahrt schon der Länge wegen unangenehm lang genug. Doch Luigi würde dem Wunsch des Engländers nachgehen, das wusste sie. Und schon bald geriet dieses Gesprächsthema in Vergessenheit, als Shane Hannigan ein anderes einlenkte.

Neun Verbündete. 8 Assassinen, die am Galgen sterben würde. Barbara Gonzaga war dem sicher, sie alle in Ketten zu legen, sobald der Mentor zum Galgen gebracht wurde. Diese Vorstellung brachte sie zum Lächeln. Lange würde es nicht mehr dauern.
Luigi Rizzi sprach schon bald seine Gedanken aus. Seine Überraschung war anfangs deutlich herauszuhören. Der Großmeister hingegen blieb still und sah Luigi Rizzi an, als säße er vor einem gefährlichen Tier. Dies jedoch bemerkte Barbara nicht und schien deutlich unsichtbar vor den zwei Augenpaaren Rizzis und Gonzagas zu sein.

"Wir werden sie abfangen. Jeden einzelnen von ihnen. Davon bin ich überzeugt, Signori.", sprach sie, nachdem er von der Falle ab der dritten Rast gesprochen hatte. Ihr gefiel durchaus diese Denkweise. Würde Hannigan ebenfalls davon begeistert sein? Das Gefährliche an diesem Spiel war, dass man das Ziel zwar schon vor Augen erblickte, doch oftmals selbst einen Fehler machte, bevor man den Triumph erlangen durfte. Man übersah etwas oder überdachte einen Gedanken nicht zum dritten oder vierten Mal. Beinahe war es mit Schach zu vergleichen. Jeder falsche Schritt könnte des eigenen Königs Tod bedeuten. Und die Assassinen waren gewitzt. Vielleicht hatten sie die Templer und ihr kleines Spiel, welches sie ausdehnten und weiterplanten, schon längst durchschaut.
Erst, als sie das gesagt hatte, drehte Luigi sich zu ihr um. Nur kurz blieb sie still, ohne von ihm abzublicken und dachte nach. Könnte sie dies ihren Mädchen zutrauen?

"So werde ich noch heute Abend zwei meiner Dienerinnen losschicken. Es ist noch nicht spät und ich gehe davon aus, dass der Wein dort erst noch in Strömen fließen wird.", antwortete sie mit eisigem und dennoch zufriedenem Blick.
Dies müsste sofort geschehen. Da kein Diener im Zimmer war, stand die junge Frau auf, stellte das Glas zurück und ging zur Tür. Dahinter nahm ein Diener diesen Befehl sofort an und ging, um zwei ihrer Bediensteten in die nächste Kneipe zu schicken. Die Tür schloss man automatisch hinter ihr, als sie sich abwendete und sich zurück auf ihren Platz setzte.
"Ich muss zugeben, es klingt sehr überraschend, dass der Mentor in Eurer Gesellschaft spracht. Wie kam dies zustande, Signore Hannigan?"
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BeitragThema: Re: Gasthaus Bello Viaggio   9/9/2017, 7:54 pm

Shanes Herz schlug mit jedem Wort schneller. Aber nicht dieses erwartungsvolle Schlagen, sondern das nervöse Flackern, dass einem ein unwohles Gefühl hinterließ. Es zog sich über den ganzen Körper und endete als Knoten im Magen. Für einen Moment glaube Shane, er müsse sich noch einmal Übergeben. Doch er schluckte nur und seine ohnehin bleiche Haut, zeigte keinen Unterschied. Die Finger des Adelsmann zuckten leicht, sodass er augenblicklich das Glas auf den Tisch stellte.
Er legte die Arme zurück auf die Lehne, grub die Finger etwas in die Polsterung und hörte einfach zu. Seine Haltung war jedoch nicht verkrampft, sondern wirkte vielmehr aufmerksam.
Die verärgerte Tonlage des anderen Templers erinnerte ihn jedoch wieder daran, welches Risiko er eingegangen war, als er Francis mit auf diese Reise genommen hatte. Was es überhaupt bedeutet hatte, seinen Cousin zu retten. Er bereute es nicht, seinem Verwandten das Leben geschenkt zu haben. Doch als das Gespräch auf Leonardo fiel, wurde auch Shanes Blick ein wenig düster. Nur zu gut erinnerte er sich an die Worte, die Rizzi über den Künstler hatte fallen lassen. Die Abfälligkeit die er benutzt hatte, als er die 'gewissen Vorlieben' genannt hatte. Kranker Geist? Shane hoffte Rizzi würde nie erfahren, welchen Fehler er im Wald gemacht hatte. Aber egal wie oft er sich das in Gedanken vorsagte. Es milderte nicht die Lust die er verspürt hatte, im Moment des völligen Falls. Hatte ihn diese Niederlage in London so verworfen, dass selbst sein Verstand davon krank geworden war?
Shane widerstand den Drang sich an die Stirn zu greifen und behielt dabei die Augen auf den Mann vor ihm gerichtet. “Ein einzelner Mann hätte nie die Ehre von England angreifen können. Aber ich bedaure, dass er Euch ein so schlechtes Bild gab. Solltet Ihr je in dieses Land kommen, werdet Ihr sehen dass unser Benehmen weitaus besser ist.“ Shanes Ton klang fester, als wie er sich in Wirklichkeit fühlte. “Dieser Auditore - ist er ebenfalls ein Assassine?“ Dieser Name sagte ihm nicht wirklich viel. Francis hatte ihn ebenso noch nie in einem Gespräch erwähnt, so wusste er nicht so recht wohin er diesen Mann stecken sollte.
Etwas Nachdenkliches legte sich in Shanes Züge, als Rizzi von seinem Plan sprach. “Es ist riskant. Wenn es nicht funktioniert, könnten wir selbst in der Falle sitzen.“, sprach er seine Bedenken aus. “Sollte es jedoch nach Plan laufen, wäre es ein weiterer Triumph.“ Shane hob eine Hand und stützte sich nur noch mit dem Ellbogen ab. “Wir sollten es versuchen.“, meinte er dann am Ende und fügte einen weiteren Punkt hinzu den er Francis nennen musste. Auf das sein Cousin achten musste. Eine leichte Falte erschien auf Shanes Stirn, während er noch einmal nach dem Glas griff und es leerte. Dabei beobachtete er Gonzaga, die einem der Diener etwas mitteilte. Hoffentlich hielt sich Francis von diesen Orten fern.
Shane biss die Zähne fest aufeinander, als er erkannte, dass er schon wieder an den Blonden dachte.  
Er stieß etwas die Luft aus und hob den Kopf. Gonzaga hatte ihn nun direkt angesprochen und er zwang seine Mundwinkel nach oben. “Er scheint nicht bemerkt zu haben, mit wem er es wirklich zu tun hatte.“ Shane drehte leicht das Handgelenk zu einer Geste, die diese Tatsache belanglos erscheinen ließ. “Der Rest ist lediglich eine Sache der Herangehensweise.

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BeitragThema: Re: Gasthaus Bello Viaggio   9/9/2017, 9:40 pm

Zu Shanes Glück sah Luigi Barbara kurz nach, die zur Tür lief. Dann drehte er den Kopf leicht und sah Shane wieder an. Er wirkte etwas zerknirscht.
"Gewiss, Ezio Auditore ist ein bekannter Mann in Florenz und er ist ein Assassine. Und ich würde sehr gerne Euer Land besuchen und mich von England überzeugen lassen. Ich habe bisher mehrheitlich nur gutes gehört.", erklärte er. Das stimmte natürlich nicht. In England regnete es noch mehr als in Deutschland.
Als Barbara zurückkam und eine wichtige Frage stellte, die Luigi gar nicht eingefallen wäre und worüber er nun sehr dankbar war, sah er Hannigan sehr interessiert an. "Eine Sache der Herangehensweise? Habt Ihr ihm etwas versprochen, Signore Hannigan?", sagte er und musterte ihn nun misstrauisch. Wenn Hannigan Santoro irgendein Zückerlein gegeben hatte damit er sprach, dann wollte Luigi davon wissen. Er musste es sogar wissen! Santoro war sein Gefangener und ging Hannigan eigentlich gar nichts an!
"Was hat er über die englischen Assassinen gesagt?", wollte er jetzt wissen. Der nette Teil in seiner Stimme war gewichen. Er fühlte sich von Hannigan etwas zur Seite gewischt weil er es so ausgesprochen hatte als sei Luigi nicht fähig mit einem Assassinen zu sprechen. Das war... nicht nett von Hannigan gewesen. Wie gut, dass Barbara diese wichtige Frage gestellt hatte. Luigi wusste doch warum er Frauen soviel Respekt entgegenbrachte. Sie waren manchmal einfach klüger gewesen.
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BeitragThema: Re: Gasthaus Bello Viaggio   9/9/2017, 10:10 pm

England war zu weit entfernt, als dass Barbara Gonzaga sich auf den Weg gemacht hätte, um dieses Land zu besuchen. Für jede Kultur war sie zu begeistern, natürlich. Doch wäre es sinnvoller dort ein, zwei Jahre zu verweilen und sie wusste nicht, ob sie Italien hinter sich lassen könnte, wenn sie doch schon in Deutschland sich zurücksehnte. Dieses Land trug womöglich zu viele, negative Erinnerungen mit sich. In das Gespräch mischte sie sich wie zuvor nicht ein. Sie ließ Luigi Rizzi sprechen und Shane Hannigan erklären.
Nachdem Barbara Gonzaga sich wieder gesetzt und gefragt hatte, wie Shane es geschafft hatte, mit dem Gefangen zu sprechen, bemerkte sie durchaus die Verbissenheit ihres vertrauten Templerbruders. Nachdem Shane direkt zu ihr gesprochen hatte, nickte sie nur. Misstrauisch wirkte sie keineswegs. Für sie gab es keinen Grund, das zu sein. Für einen Moment dachte sie daran, ihm ihre Hand auf den Oberschenkel zu legen und ihm somit mitzuteilen, er solle sich beruhigen.
Denn sie wusste, wie wichtig es ihm war, den Mentor ohne Zwischenfälle, die ihm schaden könnten, zurück nach Rom zu bringen. Doch sie tat es nicht, sah ihn nur kurz an und dann wieder zu Shane.
Doch auf einer anderen Seite gab sie Luigi Recht. Wie hatte er einen verschlossenen Assassinenmentor zum Reden gebracht? Was hatte er dafür getan? Hatte er ihm im Gegenzug auch etwas ausgesprochen?
Sie sagte nichts. Sie wollte dem Mann, der anscheinend ohne Grund als der englische Großmeister betitelt wurde, Zeit lassen, um seine Vorangehensweise zu erklären.
Und trotzdem hatte sie ihre Schultern gestraff und sich angespannt zurückgelehnt. Sie hoffte für Luigi, dass der Engländer sich nun gut ausdrückte. Und für Shane hoffte sie, dass sich Luigi's Laune gleich wieder verbesserte.
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BeitragThema: Re: Gasthaus Bello Viaggio   9/9/2017, 10:41 pm

Shane versuchte sich dieses Wissen einzuprägen. Er würde sich vor diesem jungen Auditore in Acht nehmen. Aber solange er kein Gesicht dazu hatte, würde es nicht einfach werden. “Ihr seid jederzeit Willkommen, Signore Rizzi.“ Er sah dann auch Barbara. “Natürlich auch Ihr, Signora Gonzaga. Die Türen des englischen Ordens sind für Brüder und Schwestern immer geöffnet.“ Er hatte bisher selten Besuch aus anderen Ländern bekommen. Viel eher war er es gewesen, der die Grenzen passiert und andere Länder gesehen hatte. Aber er kehrte immer wieder mit Freude zurück in sein Heimatland.
Die Stimmung schien plötzlich wieder etwas zu kippen. Shane konnte die Anspannung förmlich spüren. Das Kiefer des Großmeisters spannte sich etwas an. Wenn er nun das falsche Wort wählte, würde alles umsonst gewesen sein.
Er kannte doch bereits die Laune des anderen Templers und er hatte von Anfang an gewusst, dass er den Zorn nicht auf Santoro lenken konnte. Vielleicht hatte es ihm der Assassine auch deswegen verraten. “Denkt Ihr wirklich ich würde soweit gehen einem Assassinen etwas versprechen?“ Im Gegensatz zu Rizzi blieb seine Stimme fast neutral, mit nur einem leichten warnenden Unterton. Es war eine ernste Frage, die durchaus seine Ehre beleidigen konnte, wenn sie falsch beantwortet wurde. Shanes Miene war nun ernster geworden, doch da er ebenso keinen Streit wollte - besonders nicht wegen einem dieser Mörder - war sie nicht beleidigt oder überheblich.
Ich fand heraus das er einst Kontakt mit einem der ehemaligen englischen Mentoren hatte. Dieser wurde jedoch vor vielen Jahren von meinem Vater getötet. Danach schien nichts mehr entstanden zu sein. Mir sind auch keine derartigen Briefe bekannt.“ Für Shane waren es durchaus wichtige Informationen. Details die ihm bei so manchen Aufträgen helfen konnte. Shane sah kurz auf sein leeres Weinglas, entschied sich dann aber dagegen noch eines zu trinken. Selbst jetzt konnte er schon ein wenig die Leichtigkeit in seinen Knochen spüren. Es wäre zu gefährlich noch mehr zu trinken. “Das Geheimnis eines guten Verhörs ist ihnen nicht zu zeigen, dass es ein solches ist.“ Während er nach den richtigen Worten suchte, rieb er sich wieder leicht über die Knöchel an seiner Hand. “Dieser Mentor kennt mich nicht. Er weiß weder um meine Stellung, noch um mein wahres Ziel. Das war mein Vorteil, Signore Rizzi.

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BeitragThema: Re: Gasthaus Bello Viaggio   9/9/2017, 11:35 pm

Was Hannigan erklärte und erzählte, klang einleuchtend. Luigi beruhigte sich schnell wieder und das erleichterte offenbar nicht zur Hannigan.
"Dann solltet Ihr in Zukunft die Verhöre mit ihm führen. Für mich hat diese Ratte nichts als Spucke übrig!", zischte er. Er fühlte sich jetzt im direkten Vergleich mit Hannigan von Santoro unglaublich gekränkt. Das würde er noch bitter bereuen! "Ich hatte ihm die Wahl gelassen! Er hätte sprechen können. Aber er hatte nichts als Beleidigungen für mich übrig. Ich hätte ihm noch viel schlimmeres antun können als ihm die Finger zu nehmen!", schimpfte er. Luigi steigerte sich wieder in seine Wut hinein. Hannigan hatte doch wieder alles auf Santoro lenken können.
Er beugte sich vor und griff energisch nach seinem Weinglas um den Rest darin in einem Zug auszutrinken. Dann atmete er tief durch. "Verzeiht. Ich bin angespannt. Diese ganzen Pläne, diese Organisation der Reise, das alles ist durchaus belastend. Aufregend und belastend.", gestand er Hannigan und Barbara. Dann lehnte er sich wieder zurück. "Ich bin ungeduldig. Nur zu gern wäre ich schon in Rom um dem Galgen beizuwohnen und zu sehen wie sie alle da hängen. Einer nach dem anderen, am würgen und röcheln bis das Entsetzen in ihren Augen erlischt."

Es gab immer wieder diese Momente, in die sich Luigi reinsteigerte. Aber zu seinem Glück kam er immer wieder von selbst heraus und konnte sich beruhigen.
"Ich hoffe, dass wir auch bei den Dienerinnen Glück haben, Signora.", sagte er zu Barbara mit ruhiger Stimme und er schaffte es, sie nicht mit ihrem Vornamen anzusprechen. Dieses Geheimnis musste Hannigan noch nicht wissen. Dass dieser selbst ein grosses mit sich herumtrug, wusste Luigi nicht. Sie waren sich heute unglaublich ähnlich. Luigi hatte sich offen zu seiner Liebe bekannt und Hannigan zu seiner Lust. Und beide sprachen sie kein Wort darüber. Sie logen einander nicht an. Sie sagten nur nichts. Die einzige Person, die heute alles richtig gemacht hatte, war Barbara gewesen.
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BeitragThema: Re: Gasthaus Bello Viaggio   10/9/2017, 12:07 am

"Grazie, Signore.", gab Barbara mit einem leichten Lächeln von sich, als der Großmeister davon sprach, die zwei anderen wären dort willkommen.
Später, als der Engländer ihnen berichtete, was er herausfinden konnte, zog Barbara leicht die Augen zusammen. "Konntet Ihr auch in Erfahrun bringen, weshalb er den Kontakt zu dem englischen Mentor suchte?" Durchaus interessant. Es gab immer einen Grund, weshalb man den Kontakt zu Ordensbrüdern aus anderen Ländern suchte.
Nun griff sie wieder nach dem Glas, welches sie vor wenigen Sekunden zurückgestellt hatte und trank einen kleinen Schluck. Die Säure des Weines breitete sich in ihrem Mund aus und verlangte, einen erneuten Schluck zu nehmen, was sie auch tat. Dank des Abendessens, welches sie mit Luigi eingenommen hatte, stieg ihr der Wein noch nicht zu Kopfe, pumpte sich noch nicht spürbar durch ihren Körper. Sie würde noch ein Glas zu sich nehmen.
Shane lenkte das Gespräch jedenfalls gut ein. Er wusste, wie man mit Worten umgehen musste, besonders gegenüber eines aufbrausenden Mannes wie Luigi. Er besaß durch und durch das Temperamet eines Italieners. Und Barbara schätzte alles an ihm, weshalb sie nicht eingriff. Oftmals konnte die Stimme einer Frau besänftigen, doch hielt sie dies gerade für sehr unnötig.
Rizzi jedenfalls entschuldigte sich für sein Benehmen. "Ihr tut alles, was in Eurer Macht steht, Signore.", entgegnete sie im ruhigen Ton und entspannte sich nun deutlich mehr.
Ihre Augen wanderten für einen kurzen Blick, der länger dauerte als gewollt, zu Luigi Rizzi, um anschließend in die Flammen zu sehen, die das Holz verschlangen. Angenehme Wärme machte sich breit und durch den Luftzug wurde es nicht zu warm.
"Eine Antwort werden wir spätestens morgen früh erhalten." Sie hoffte nur, dass die Dienstmädchen sich ansehnlich, dennoch nicht zu ansehnlich gekleidet hatten, tranken, gar rumhurten. Sie musste sich auf sie verlassen können, in den seltenen Momenten, in denen sie nicht an der Seite ihrer Herrin weilten.
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BeitragThema: Re: Gasthaus Bello Viaggio   10/9/2017, 1:07 am

“Ich bedaure, Signora. Das fand ich nicht heraus. Doch vielleicht suchten auch die englischen Assassinen Kontakt. Die Templer unserer Länder führen schon seit langer Zeit korrespondenz. Es würde nicht viel benötigen, dass sie davon erfahren.“ Eine Brieftaube konnte schnell gefangen, ein Schiff leicht beraubt und ein Mann einfach getötet werden. Für einen Moment richtete Shane den Blick auf die Frau. Sie schien einen wachen Verstand zu besitzen, denn er wohl besser nicht unterschätzte.
Der Engländer wusste nicht so recht, ob er Rizzis Vorschlag gut oder schlecht heißen sollte. “Es wäre einen Versuch wert, doch mit jedem weiteren Mal dem ich ihm begegne, wird der Vorteil schwinden. Ich könnte in Rom erneut mit ihm sprechen, oder in ein paar Tagen. Es würde ihn misstrauisch machen, stünde ich schon morgen wieder in seiner Zelle.“ Shane blieb keine andere Wahl, als es zu versuchen. Es war seine Pflicht dem Orden zu helfen und zu dienen - selbst in diesem für ihn fremden Land.
Shane hatte seine Stimme nicht erhoben und schien regelrecht der Gegenpol Rizzis zu sein. Er steigerte sich nicht hinein und setzte viel mehr den Kopf und seine Worte ein. Er benutze gern das Eis, dass er in all den Jahren um sich herum aufgebaut hatte. Hier fernab von Francis fiel es ihm wieder leicht, alles auszusperren. Shane sagte nichts zu den Worten, über die Verstümmelung des Assassinen. Er hatte Rafael ebenso die Wahl gelassen, nur ohne zu drohen dessen Körperteile entfernen zu lassen. Diese Form widerte ihn noch immer ein wenig an.
Ihr braucht Euch nicht zu entschuldigen. So kenne ich doch selbst den Druck und die Vorfreude. Seid Euch gewiss - Rom wird schneller in Reichweite sein, als es nun zu sein scheint.“ Der Großmeister lehnte sich ein wenig weiter zurück und sah kurz zu den Fenstern. Die Nacht war nun entgültig angebrochen und er konnte draußen nichts erkennen. So ließ er den Blick zurück zu den Anwesenden schweifen. Auf das Thema der Dienerinnen hatte er keine Worte. So wie Barbara sagte - sie würden es wohl erst am Morgen erfahren.

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BeitragThema: Re: Gasthaus Bello Viaggio   10/9/2017, 10:56 am

Luigi lehnte sich ebenfalls zurück. Warum nur brachte ihn Hannigan, den er eigentlich als gewissenhaften, ernsten und strikten Mann kennengelernt hatte und den er tatsächlich sympathisch und als teuren Freund empfand, immer wieder derart so in Rage? Hannigan war ein Grossmeister. Luigi nicht. Und trotz diesem Wissen gelang es Luigi nicht, diese feine Nuance der Hierarchie zu bedenken. Als Tempelbrüder waren sie ohnehin eins. Und immer wieder hatte es Hannigan geschafft, seine Worte mit Bedacht zu wählen und Luigi sofort wieder zu besänftigen. Ein grosses Talent. Luigi hatte grosse Ehrfurcht vor dieser Eigenschaft. Einerseits stieg Hannigan damit in seinem Ansehen vor Luigis Augen, andererseits machte er Luigi durch seinen scheinbar fehlerlosen Charakter immerzu wütend. Er würde sich aufrichtig bei ihm entschuldigen müssen. Wenn sie Rom erreicht hatten. Denn dann würde auch die Anspannung abfalllen, die Luigi allerdings auch als Ansporn sah und bis Rom nicht eine Sekunde missen wollte.
"In der Tat wären zuviele Besuche nicht gut. Santoro könnte auch einfach gar nichts mehr sagen. Euer Vorschlag überzeugt mich. Besucht ihn nur wenn Ihr das Gefühl habt, dass es nötig ist.", sagte er. Fast hätte er hinzugefügt, dass Hannigan Barbara einmal mitnehmen sollte. Aber das war ihm dann doch zu riskant weil er Santoro alle Schändlichkeiten zutraute.

Er sah dann schliesslich zu Barbara. Der blosse Anblick auf ihr Gesicht beruhigte Luigi noch mehr. Er fühlte sich gut aufgehoben in diesem wilden Meer aus Gefühlen, die sie in ihm hervorgelockt hatte. Anders als Shane spürte Luigi keine Verzweiflung. Doch eines hatten sie beide gemeinsam - aus purem Instinkt? Das Verlangen nach Befriedigung der Lust. Luigi wusste nicht ob er sich heute vor Barbaras Tür verabschieden oder ob er eintreten würde. Diese Ungewissheit war spannend und hinterliess in ihm ein erwartungsvolles, kribbelndes Gefühl. Er hob seine Hand und legte sein Kinn seitlich an einen Finger. "Noch hoffe ich, dass Eure Dienerinnen keine Informationen für uns haben. Denn andernfalls würde es bedeuten, dass sie uns schneller folgen konnten ohne dass wir sie bemerkt hätten.", sagte er. "Aber auch das wäre ein Szenario, mit dem wir umgehen können. Dann schnappen wir eben schneller zu.", meinte er. So oder so würden die Assassinen bluten. Bluten dafür, dass sie Assassinen waren.
Bevor er seinen Blick zu lang auf Barbara heftete und sich in süssen Gedanken schwelgend wiederfand, glitt sein Blick zurück zu Hannigan. Luigi wollte das nicht aber er wollte nicht auffallen, nur weil sein Blick auf Barbara zu gierig wurde.

"Nur ein kleiner Wald.", sagte Luigi als er sah wie Hannigan nachdenklich aus dem Fenster blickte. Zuvor hatte auch Barbara dorthin gesehen weshalb Luigi wusste, was man neben den vielen Feldern sehen konnte. "Ich glaube, bei unserer morgigen Unterkunft, wenn alles nach Plan verläuft und wir sie auch erreichen und keinen anderen Ort anfahren müssen, wird es mehrere kleine Wäldchen geben. Wir sollten dann einen Spaziergang durch die Wäldchen machen bevor wir das Abendessen einnehmen. Die Wälder duften um diese Jahreszeit frisch.", schlug er vor. Natürlich würden dann auch einige Wachen mitkommen, die für optimale Sicherheit sorgen würden.
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BeitragThema: Re: Gasthaus Bello Viaggio   10/9/2017, 11:22 am

"Gewiss.", erklang aus Barbara Gonzaga's Mund als Shane Hannigan über den englischen Orden sprach. "Es scheint mir sehr wichtig herauszufinden, was der italienische Assassinenorden mit dem englischen plante. Vielleicht ist es von großer Bedeutung für die Templer." Somit sollte das Thema erst einmal erledigt sein. Sie dachte dabei an das Artefakt, welches ihr nicht aus dem Kopf gehen wollte. Santoro würde sie noch nicht befragen, darauf hatte Luigi ihr Wort. Sie müsste sich nur noch gedulden, bis sie endlich Rom erreichten. Dort würden sich dann, hoffte sie zumindest, einige Fragen klären. Ihr Ruf stand auf dem Spiel. Diesen wollte sie keineswegs in den Schmutz ziehen.

"Ich versichere Euch, sie werden ihr möglichstes tun." Sie wusste, dass die Mädchen Ehrfurcht vor der Herzogin hatten. Und dies genoss sie in jeden Zügen. Falls sie etwas verschwiegen, weil ihnen einer dieser Männer schöne Augen machte, würde Angst sie plagen, Barbara käme dahinter. Es war beinahe so, als hätte sie die Frauen selbst erzogen.
"Ein Spaziergang klingt verlockend. Es schadet nicht, seine Umgebung zu kennen, falls die Assassinen tatsächlich vor uns stehen."
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