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 2. Unterkunft

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AutorNachricht
Luigi Rizzi
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Spieler : Ann

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BeitragThema: 2. Unterkunft   18/9/2017, 1:59 pm

Donnerstag, gegen 20 Uhr, Luigi Rizzi & Rafael Santoro

Es war bereits dunkel gewesen als sich Rizzi zum Kerker begab. In diesem Dorf ihrer zweiten Nacht auf ihrer Reise gab es tatsächlich einen Kerker. Man hatte Santoro eingesperrt aber auch hier ging es diesem Assassinen besser als Rizzi es wollte. Der Kerker war warm, es war Stroh ausgelegt und es gab sogar ein altes Feldbett mit einer Decke. Obwohl er aufgetragen hatte, man möge Santoro nur eine Kleinigkeit zu Essen geben, bekam er neben Brot und Wasser auch den Rest von einer schmackhaften, dicken Suppe mit recht viel Gemüse und Fleisch darin. Rizzi regte sich innerlich sehr darüber auf als man ihm alles mitteilte weil er so detailreich nachfragte.

Noch am morgen beim Frühstück hatte er mit Barbara vor Hannigan ihre Verbindung bekanntgegeben. Wie erwartet hatte Hannigan höflich und förmlich reagiert. Die Reise verlief an diesem Tag ohne unerwünschte Unterbrechungen und sie dauerte nicht so lang. Sie hatten ihren Waldspaziergang gemacht und Rizzi war dabei schon aufgefallen, dass Hannigan sehr angespannt war und sich öfters umsah und zwar nicht um Blumen und Bäume zu begutachten. Fürchtete er ihre Verfolger? Vermutlich.
Nun war Barbara in ihrer Unterkunft und genehmigte sich ein Bad. Das bot Zeit für Rizzi um Santoro aufzusuchen. Die Kerkertür wurde aufgesperrt und Rizzi trat ein. Der Kerker war durch eine Kerze erhellt und Santoro sah relativ gesund aus obwohl Rizzi ihn so malträtieren wollte.
"Deine Unterkunft wird von Tag zu Tag besser, findest du nicht auch, Assassine? Obwohl du das alles hier gar nicht verdient hast!", zischte er und starrte ihn an. "Du wirst mir auch heute keine Namen nennen, nicht wahr? Habe ich mir schon gedacht. Was soll man auch aus einem Lumpen wie dir an Informationen herausprügeln können? Umso schlimmer wirst du es finden wenn ich dir sage, dass wir deine Freunde mit Absicht zu dir locken.", grinste er böse auf. Santoro war nicht gefesselt, konnte sich also im Raum frei bewegen. Hinter Rizzi stand aber ein Schrank von einem Kerl, der die Szenerie beobachtete. Er hätte sofort eingegriffen wenn es nötig gewesen wäre.
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: 2. Unterkunft   18/9/2017, 2:28 pm

Rafael Santoro lag auf dem Bett. Er war müde, hatte die ganze Nacht kaum ein Auge zu gemacht. Auch jetzt lag der Mentor der Assassinen auf dem Bett und blickte eher anstrengend an die Decke der Kerkerzelle, die schon einige Risse bildet und starker Schwarzschimmel sich in der Ecke gebildet hat, unter der er lag.

Sobald es in der vorherigen Unterkunft dunkel war und die Männer ihren Schichtwechsel machten, hatte er versucht, die Bretter vor dem Fenster irgendwie wegzudrücken. Doch geholfen hatte es nicht. Der Grint, welcher sich schon auf den Fingerkuppen gebildet hatte, löste sich bei dieser Aktion wieder und aus der Wunde trat erneut Blut. Es hatte irgendwann aufgehört zu Bluten und den Verband, den er um seinen immernoch nackten Oberkörper trug, hatte er mit dem Rest des Weines ausgewaschen, den Hannigan ihn bringen ließ und später mit dem Wasser, welches man dem Assassinen zur Verfügung stellte. Das Stück Stoff hatte sich dadurch blau und durch den Schmutz grau verfärbt, doch konnte Rafael ihn noch gebrauchen.
Für einen winzigen Augenblick hatte er sich überlegt, ob es nicht befreiender wäre, sich mit dem Verband sofort aufzuhängen. Es war ein Einfall, der aus Verzweiflung und Witz entstanden war, als er sich eingestehen musste, dass er in dieser Nacht nicht ausbrechen konnte.-Egal, was auch immer er tat. 
Dadurch, dass er nur eine Hose an seinem Leib trug, war die Nacht auch dementsprechend kalt gewesen. Nur eine dünne Decke aus Wolle hatte man ihm gegeben, die kaum etwas geholfen hatte. Die Sonne hatte am bereits schon am Morgen stark geschienen und als seine Handgelenke wieder zusammengefesselt wurden und man ihm aufs Pferd half, um ihn dort wieder zu knebeln, konnte er sich wenigstens an den Sonnenstrahlen erötzen. Nun, am späten Abend, lag er wieder in einer kalten Zelle und die Sonne ging gerade wieder unter, als die Tür sich öffnete.

Diese Zelle war wenigstens wärmer. Er hoffte auch, dass diese Wärme auch noch in der Nacht zu spüren war.
Er richtete sich im Bett auf und erkannte Rizzi, der eintrat. Hannigan wäre ihm lieber gewesen. Der Mann zeigte Santoro gegenüber Respekt. Templer waren Feinde und trotzdem war er ihm irgendwie dankbar, dass Hannigan ihm Wein am vorherigen Tag zukommen ließ.
Neben Wasser und Brot gab es auch eine Gemüsesuppe. Zuerst wollte er nicht essen, ließ sie kalt werden. Erst nach einigen Minuten, als der Geruch seine Sinne berauschte und er sogar das Stück Fleisch darin erkannte, nahm er schließlich das Essen zu sich.
Genauso wie Rizzi ihn anwiderte, genauso amüsierte er Rafael zugleich. Was hätte er anders erwartet als diese Fragen? Er würde schweigen. Kein Wort würde Rizzi über seine Leute herausbringen, selbst wenn man ihm heute die ganze Hand nahm.
Erst, als Luigi Rizzi den letzten Satz beendete und seinen Feind böse anfunkelte, richtete sich Rafael noch weiter auf, stand aus dem Bett auf und ging ein paar Schritte auf den Templer zu. "Mich magst du in deiner Gewalt haben. Meine Verbündete hingegen wirst du niemals in Ketten legen." Noch war er ruhig. Er müsste nur seinen Arm ausstrecken, um Luigi mit dem Zeigefinger zu berühren, so nah stand er an ihm drann. Jetzt hatte er die Chance, ihn auseinander zunehmen. Jetzt war seine Gelegenheit, ihn endlich zu töten. Hier und Jetzt. Doch irgendetwas hielt ihn noch zurück. War es die Antwort des anderen Mannes, auf die er wartete?
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: 2. Unterkunft   18/9/2017, 4:02 pm

"Oh, glaube mir, junger, dummer Santoro, deine treuen Freunde lagen doch bereits in Ketten. Hast du Leonardo da Vinci schon vergessen.", fragte er und lachte leise. "Einer nach dem anderen werden wir einfangen und zu dir in die Zelle sperren. Und in Rom werdet ihr gemeinsam einen letzten Atemzug machen dürfen. Ich bin ein gütiger Mann, Santoro. Es ist schade, dass du das immer noch nicht erkennen willst."
Rizzi fürchtete sich nicht vor diesem geringen Abstand. Was sollte Santoro tun? Er war kraftlos und ausgemergelt, seine Hände waren verbunden, sein Bauch wies eine üble Verletzung auf. Santoro hätte versuchen können, Rizzi zu schlagen oder zu würgen. Aber was hätte ihm das gebracht? Rizzi selbst hätte sich aus diesem Angriff befreien können. Es war lächerlich, so einen Gedanken auch nur in Erwägung zu ziehen!
"Morgen reisen wir nach Montepulciano. Da der Doktor gesagt hat, dass du keinesfalls laufen kannst, wirst du morgen wieder auf einem Pferd sitzen. Du wirst Essen und Wasser bekommen. In Montepulciano bleiben wir zwei oder sogar drei Nächte. Du wirst dich erholen können und in dieser Zeit deine Freunde wiedersehen. Natürlich nicht in dem Zustand, in dem du sie zurücklassen musstest. Es wird ihnen ähnlich ergehen wie dir.", erklärte er ihm freimütig. Es war in Ordnung, dass Santoro über die Pläne Bescheid wusste. So konnte er sich seine Gedanken machen und an ihnen zugrunde gehen. Rizzi vermutete, dass Santoro verzweifelt nach einem Ausweg suchte, verzweifelt nachdachte wie er seine Freunde informieren und retten konnte. Aber es würde nichts bringen. Rizzi war einen Schritt voraus. Wie immer.

"Man sagte mir, dass du gesprächiger werden würdest wenn du Wein bekommst.", sagte er schliesslich und sah hinaus. Ein Soldat brachte ihm einen Tonkrug mit Wein. Diese Information hatte er nicht von Hannigan erhalten. Eine Wache hatte geplaudert ohne dabei aber Hannigan zu erwähnen. Rizzi zog daraus, dass Hannigan Santoro einfach mit Wein gefügig gemacht hatte und er ihm so diese Information entlocken konnte. Ob sie nun stimmte oder nicht, es war eine Information mit der man etwas anfangen konnte. Sogar Lügen erzählten mehr Wahrheit als man vermuten konnte. Rizzi nahm den Krug und reichte ihn Santoro entgegen. Ob er ihn nehmen würde?
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: 2. Unterkunft   18/9/2017, 4:35 pm

Der Wille war da, ihn am Kragen zu packen und ihn zu Boden zu schleudern. Diese Kraft hatte Rafael vor der ersten Folterung gehabt, gar nach der zweiten. Doch innerhalb der Reise hatte die Energie seinen Körper verlassen und er fühlte sich, als wäre er um 40 Jahre gealtet. Trotzdem konnte Luigi nicht verhindern, dass die Wut in seinen Körper kehrte, wenn Rafael sich mit diesem nur eine Minute lang unterhielt. Seine Wunden juckten stark. Er wusste zwar, dass es nichts half, würde er kratzen und trotzdem waren an seinen Brandwunden erkennen, dass sie nicht in Ruhe abheilten, sondern oftmals ein paar Fingernägel darüber scharrten.
Leonardo da Vinci hatte er nicht vergessen. Und er ging davon aus, dieser war noch immer im Gefängnis in Florenz. Er hatte nie gewollt, dass seinetwegen die Verbündeten die Opfer von Rizzi wurden.

Er sagte keinen Ton. In seinen Augen war stark zu sehen, dass in ihm ein Sturm tobte. Angestrengt verzog er sein Gesicht, ohne Rizzi aus den Augen zu lassen. Er sah ihn an, als wolle er aus seinen Augen Antworten herauslesen, was natürlich nicht möglich war.
"Du wirst sie nicht bekommen. Da Vinci ist ein Verbündeter, doch kein Assassine. Trotzdem wird er durchhalten." Er wusste es nicht. Konnte es nicht wissen, ob da Vinci dies wirklich tat. Aber was war mit dem spanischen Mentor de Nerha? Er und Rafael waren sich in manchen Dingen ähnlich. Und was war mit dem Rekruten Ezio, dem Söldner oder dem Kardinal? Rafael wollte nicht, dass man ihm nachjagte. Er war derjenige, der anderen das Kredo weitergeben musste. Und wenn er sterben müsste, so sollte es sein. Er würde die Bruderschaft der Assassinen durch sein Schweigen schützen.
Als Verräter zu sterben war nicht seine Absicht.

Als Luigi Rizzi von Wein sprach, lächelte Rafael. Doch es war kein Lächeln, was seine Augen erreichte. Auch dann sah er nicht von dem Schwarzhaarigen ab, als eine Wache in den Raum trat und Rizzi den Wein reichte. Dann verschwand der Wachmann wieder und der Templer hielt ihm den Krug hin.
Es dauerte etwas. Rafael sah den wohlriechenden Inhalt. Vorsichtig hob er seine Hand und nahm den Krug an sich. Das Lächeln war bereits verschwunden.
Er hielt das Gefäß und sah wieder in Rizzi's Gesicht. Doch mit einer Bewegung schmiss er den Krug zu Boden, direkt vor die Füße des Templers, so dass der Wein dessen Hose beschmutzte und einige Tropfen in seinem und Rafael's Gesicht landeten. "Du wirst mich weder mit deinen Drohungen, noch mit Wein zum sprechen bringen, dreckiger Bastard.", knurrte Rafael und ging noch näher auf ihn zu, so dass eine Handbreite zwischen ihre Gesichter passte.
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: 2. Unterkunft   18/9/2017, 8:14 pm

Er sah auf den am Boden fliessenden Wein. Seine Kleidung ignorierte er grosszügig. "Ich hatte gedacht, dass du ein wenig klüger bist. Das war ein edler Tropfen eines drei Jahre alten Weins. Und du rührst ihn nicht einmal an. Wie enttäuschend.", sagte er und musterte schliesslich Santoro wieder. Er unterdrückte seinen Ärger weil das Santoro nur Auftrieb gegeben hätte.
"Bedaure dich enttäuschen zu müssen. Ich bin kein Bastard.", erklärte er gelassen. "Und ich werde sie bekommen. Rede dir doch nichts anderes ein. Sie werden dich retten wollen. Täten sie das nicht, wären es nicht Eure Verbündeten. Sie werden also kommen und in meine Arme laufen. Dann werde ich sie zerquetschen wie Fliegen.", grinste er, hob die Hand und drückte den Zeigefinger auf seinen Daumen. "Bevor ich zuschlage, lasse ich sie noch laufen. Weit laufen. Fast bis nach Rom bis sie müde und desorientiert sind. Wie findest du das? Gerissen von mir, nicht wahr?"

Er drehte sich nach diesen Worten um und verlangte einen weiteren Krug mit Wein. Als dieser sofort gereicht wurde, trat Rizzi damit zum Tisch und stellte diesen ab. "Ich habe gute Laune, Santoro. Es ist besser, du würdest mir für meine Geste danken. - Und das hier räum' später gefälligst auf!", sagte er und deutete auf die Scherben des Kruges.
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: 2. Unterkunft   18/9/2017, 8:37 pm

Die Flüssigkeit trat durch die Fugen des Bodens, nässte das Stroh und den Staub auf dem Boden und trat in alle Richtungen, um Luigi Rizzi's und Rafael Santoro's Schuhe zu umrinnen. Rizzi's Blick fuhr kurz zu Boden, als das klirrende Geräusch kurz die Stille durchbrochen hatte und in den Ohren des Assassinen nachhallte, als würde es sein Trommelfell platzen lassen. Keine Sekunde folgte Rafael dem Blick des Templers, und als dieser wieder aufsah, suchte er sofort wieder nach dessen Blick- mit vor Zorn erfülltes Gesicht.
Jetzt blieben Drohungen und Folterungen aus. Stattdessen folgten die Erklärungen und die nackte Tatsache, dass er einen guten Plan hatte und diesen auch umsetzen würde. Und Rafael war klar, dass es ihm wirklich gelingen würde, diesen Plan umzusetzen. Rafael musste einen Weg finden, die anderen zu warnen. Ihnen sagen, sie sollten umkehren, ihn keinen Schritt mehr folgen. Was würde er jetzt geben, dass Aguilar ihn nochmal heute Nacht besuchen käme, um ihn davon zu berichten?
Sein letzter Wunsch hieße tatsächlich Zeit. Doch reichte es, sie einfach nur anzuhalten oder sie tatsächlich zurückdrehen zu lassen? Rizzi brachte es hin, ihn klein wirken zu lassen. So viel Rafael in der Bruderschaft zu sagen hatte, so wenig war er nun wert. Was konnte er also tun, ohne gleichzeitig die Bruderschaft zu verraten?

Rafael trat einen weiteren Schritt auf Luigi zu, der stur stehen blieb. So nah war er ihm nun, dass er dessen Atem auf seinem Kinn spüren konnte. "Wie kommt es, dass ein so kleiner Knilch wie du sich so aufblasen kann wie ein Maikäfer?" Spott lag in seiner Stimme, aber nicht auf seinem Gesicht. "Die Assassinen werden deinen Wachen schneller die Kehle aufschlitzen, bevor du deinen vergoldeten Arsch in deiner Kutsche platzieren kannst."

Doch dann drehte Luigi sich um. Sprach von der guten Laune, die er heute hatte. Ob er diese der letzten Nacht zu verdanken hatte? Das konnte Rafael nun wohl kaum wissen!
Aufräumen sollte er. Auf diese Anweisung holte Rafael mit seinem Fuß aus und stieß eine große Scherbe mit der Spitze seines Schuhs knapp an Rizzi vorbei. "Es gibt etwas wichtigeres als Wein. Viel lieber würde ich den zweiten Krug zu Boden leeren und mit deinem Blut füllen." Rafael Santoro blieb an Ort und Stelle stehen und beobachtete, wie der Templer den zweiten Weinkrug auf einen Tisch in der Ecke stellte. "Weshalb bist du tatsächlich hier? Doch nicht, um meine Sinne in dem Gesöff zu ertränken."
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: 2. Unterkunft   19/9/2017, 8:03 am

Er überhörte gekonnt die Beleidigungen. Er wusste, dass Santoro ihn beleidigen wollte, denn das hatte er die letzten Male auch schon getan. Und es war nur warme Luft. Dahinter steckte nicht als Santoros Verzweiflung und der Kampf ums Überleben, den er in Rizzis Augen längst verloren hatte.
"Du hinterfragst die falschen Punkte, Santoro. Du hinterfragst mich, die Templer, deine Feinde. Aber du hinterfragst niemals deine eigenen Leute, die Assassinen, deine Liebschaften.", erklärte er ruhig. "Du glaubst wirklich immer noch, dass es ein Templer war, der dein Treffen an jenem Abend verraten hat?", fragte er ihn und grinste böse auf. "Dann glaub weiter. Der Glaube ist eine starke Erkenntnis und wenn du nicht an Gott glaubst, so glaube an deine eigenen schändlichen Lügen. Du siehst ja nun was du davon hast."

Rizzi sah der Scherbe, die Santoro wegkickte, hinterher. Sie schlitterte unter das Stroh. Sein Blick ruhte auf Santoro, der weiter auf ihn einredete und ihn anstarrte. Rizzi bückte sich in aller Ruhe und hob die Scherbe auf. "Das ist der Unterschied zwischen meinem und deinem Blut, Santoro. Du kümmerst dich um dein Ego und um deine Ziele, irgendwelche Artefakte zu finden und Leute zu ermorden. Ich dagegen bücke mich um deine Hinterlassenschaft aufzuheben.", sagte er und drehte die Scherbe in den Fingern. "Ich beseitige deine Waffen, die du vor egoistischer Blindheit nicht sehen kannst.", sagte er und er klang dabei vergnügt. "Wie immer. Wie ich es schon dein Leben lang getan habe, Santoro. Manchmal ist es ratsam einen Blick hinter sich zu werfen. Und manchmal ist es von Vorteil, sich für eine niedere Arbeit nicht zu schade zu sein.", meinte er und senkte die Hand mit der Scherbe. Triumph flackerte in seinen Augen auf. Jedes Stück Scherbe konnte für Rafael eine Waffe sein. Er hatte es nicht gesehen und Rizzi begann nun die Teile einzusammeln.

"Ich bin hier weil ich mehr über den Mentor der Assassinen herausfinden will. Und ich habe schon eine Menge herausgefunden, junger Santoro. Ich amüsiere mich über die Tatsache, dass man dich zum Oberhaupt dieser Sekte erkoren hat. Wenn du schon so blind bist, was soll ich dann erst von deinen fähigen Leuten halten? Sie werden nicht besser sein als du sonst wäre einer der ihren an deiner Stelle. Ich hätte nicht gedacht, dass es so einfach werden würde, Assassinen zu fangen."
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: 2. Unterkunft   19/9/2017, 3:56 pm

Tatsächlich glaubte der Assassinenmentor noch immer, dass keiner seiner Leute das Treffen verraten hatte. Er musste es glauben, konnte nicht anders. Vielleicht würde diese Ungewissheit ihn an den Galgen begleiten und dies war die härteste Strafe, die man ihm nur machen konnte. Diese Ungewissheit, ob er vielleicht von einem Mann, der mit Rafael am Tisch saß, für ein hübsches Sümmchen den Templern alles sagte oder die Botschaft, er würde ein Treffen einleiten, war tatsächlich bis zu fremden Ohren gesickert, die diese niemals hätten erreichen dürfen. Er konnte sich Fragen stellen, ob es ein Dieb, ein Söldner, eine Kurtisane, ein Templer oder ein Assassine war. Gar ein Bewohner wie da Vinci oder eine Wache. Verrat war wie Gift, welches ihn in Rom zu Tode führen würde. Nicht der Galgen, sondern der Verrat an ihn und somit an den Assassinenorden.
Nachdem Rizzi gesprochen und Rafael später die Scherbe wegkickte, blieb er immer noch still. In ihm kochte die Wut, was stark äußerlich zu sehen war.
Daran gedacht, dass er die Scherbe hätte als Waffe benutzen können, hatte er nicht. Seine Sinne waren nicht mehr die eines Adlers, sondern eher die eines alten Geiers, der seine besten Tage hinter sich hat.
Die Reise setzte ihm zu. Zwar hatte man ihn die letzten Male auf ein Pferd gesetzt, doch war eine Reise wie diese für einen Gefangenen anstrengender als für jemanden, der freiwillig ging. Körperlich war er jetzt schon ein Wrack. Innerlich war er kaputt. Die Mischung aus Hoffnung, Angst, Kampfesgeist und Aufgeben setzte ihm zu. Noch dazu die Schlaflosigkeit und immer die Frage, was genau falsch gelaufen ist. Der Assassine beobachtete den Mentor, als er die Scherbe aufhob, sie drehte und wendete und dabei sprach. Rizzi besänftige ihn dadurch keineswegs.
"So lasse ich dir gerne diese Arbeit. Ich hoffe, eines Tages kommst du nicht mehr hoch.", entgegnete Santoro, abermals mit Witz in der Stimme. Ein kleines Schmunzeln ging dabei über seine Lippen, welches mit der Wut darauf vermischt wurde.

Und als Rizzi weitersprach, ballte Rafael seine Hände zu Fäußten. Es war genug. Wer hätte gedacht, dass Worte ebenfalls zu Folter werden konnte? Doch diesmal konnte Rafael sich wehren. Adrenalin pumpte durch seine Adern. Er lockerte im gleichen Moment seine Hände, während er auf Luigi Rizzi zuging und dabei ignorierte, wie unter seinen Füßen die Scherben zu Bruch gingen. Als er bei ihm ankam, nahm er die Hand hoch und legte sie an seinen Hals, um anschließend zuzudrücken. Viel Kraft hatte er nicht mehr und irgendwo wusste er, dass er diesen "Kampf" nicht gewinnen würde. Und dennoch war der Wille da, ihm endlich die Luft abzuschnüren und ihn auf dem Boden zu sehen. Umhüllt von dem Wein, der sich bereits als Pfütze gebildet hatte.
Eine Wache war im Begriff, den Raum zu betreten...
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: 2. Unterkunft   19/9/2017, 4:28 pm

Die verbliebenen Finger von Santoro, die ungeschickt in Leinenverbände eingewickelt waren, drückten überraschend schnell zu. Rizzi spürte, wie Santoro es auf einmal schaffte, ihm die Luft abzudrücken. Er stolperte nach hinten während bereits der schrankgrosse Wächter hereinkam und versuchte, Santoro von Rizzi zu lösen.
Rizzi sah in Santoros Augen die blanke Wut, der Hass und irgendetwas unmenschliches. Etwas animalisches, bestialisches. Seine Augen glühten beinah und es hätte Rizzi nicht gewundert, wenn Schaum aus Santoros Mund gekommen wäre. Seine Hände hatten sich um Santoros Handgelenke geklammert und er versuchte seine Hände von seinem Hals zu lösen. Erst als es der Wache gelang, Santoro von ihm wegzureissen, versuchte Rizzi husten Luft zu holen. Er krümmte sich dabei und hielt sich an der Wand fest. Er sah, wie Santoro unsanft zu Boden geschleudert wurde.
"Halt!", befahl er noch unter einem Röcheln. "Lasst ihn liegen.", sagte er und versuchte sich in eine aufrechte Position zu bringen während die Wache zurücktrat, Rizzi zunickte aber im Raum verblieb. "Du bist so dumm! So dumm!", schimpfte er mit Santoro und zupfte an seiner Kleidung herum um sie in Ordnung zu bringen.
"Verbrauchst deine letzten Kräfte für einen so lächerlichen Angriff! Du hast doch gewusst, dass es dir nicht gelingen wird! Wie konnte ein so dummer Mann Mentor werden?!", schimpfte er nun lauter. Er schimpfte nun auch mit der Wache. Die Tatsache, dass er den Mentor so leicht fangen und brechen konnte, störte ihn zutiefst. "Die Assassinen haben unzählige Menschenleben und Templer auf dem Gewissen und unser Orden behauptet, es seien unsere stärksten Feinde und ich kriege das da?!", fluchte er und deutete mit ausgestrecktem Arm auf Santoro, dem er sich kurz darauf wieder zuwandte. "Du bist erbärmlicher Abschaum, Santoro! Ich werde dir vor dem Galgen alle Knochen brechen lassen, du Hund! Dir und deinen Verbündeten! Ich werde ihnen das Augenlicht und die Zungen nehmen und sie dann hängen lassen bis ihre verdammten Körper von den Krähen aufgefressen worden sind!"
Rizzi war in Rage und kaum mehr zu bändigen.
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: 2. Unterkunft   19/9/2017, 8:25 pm

Für diesen Moment fühlte Rafael so viel Macht. Macht über den Templer, der seinen Vater tötete und 20 Jahre später Rafael bis auf die Knochen erniedrigte. Ihn beschimpfte, unterdrückte, ihm Schmerzen zufügte und ihn Folterte. All den Hass bekam der Templer zu spüren, als der Mentor seine Hand um seinen Hals legte und zudrückte. Er würde ihn töten. Hier und jetzt! Er würde endlich das schaffen, was er all die Jahre nicht geschafft hatte.
Der Wachmann trat in den Raum. Doch dies bekam der Assassine nicht mit. Er genoss den Blick, mit dem Rizzi den Feind anblickte und seine Hand um seinen Arm legte, als könne er diese runterdrücken. Es steckte viel mehr Kraft in Rafael Santoro, als er vorher ausging. Er presste die Lippen aufeinander, während seine Hand versuchte, seine Luft abzudrücken, bis diese schmerzte und sich anfühlte, als wäre sie ein Fremdkörper. Und dennoch tat sie das, was Santoro wollte.
Unsanft legten sich zwei fremde Hände an seinen Arm und Schulter. Man versuchte, ihn von Luigi Rizzi wegzuziehen, doch erstmals konnte er noch dagegenhalten.
Erst beim dritten Mal verlor er den Halt um Rizzi's Hals, stolperte ein, zwei Schritte zurück und verlor den Halt, als er auf den harten Boden knallte. Sein Rücken schmerzte, doch spürte er diesen Schmerz gar nicht, als hätte das Adrenalin jegliche Sinne in den Hintergrund geschoben.
Der protzige Wachmann wollte ihn am Kragen packen und hochzerren, doch bevor er dies überhaupt tun konnte, hallte Rizzi's wütende Stimme durch den Raum.
Rafael sah nur auf. Die Wache stellte sich an die Seite des Raumes und hatte die Hand an den Griff des Schwertes gelegt, um jederzeit bereit zu sein.
Sein Atmen ging schwer. Er winkelte einen Fuß an und stützte sich an einem Arm vom Boden ab, blieb jedoch sitzen. Die Wut des Templers schüchterte ihn keineswegs ein, denn teilte er mit ihm dieselben Gefühle. "Schweig still. Schweig!", brüllte er ihm entgegen. Er konnte es nicht mehr hören. "Verschwinde endlich!"
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BeitragThema: Re: 2. Unterkunft   19/9/2017, 9:12 pm

"Du befiehlst hier nicht!", brüllte er ebenso laut. Dann trat er auf ihn zu und trat mit dem Stiefel und voller Wucht gegen Rafaels Brust. "Ich werde dir noch beibringen, wer hier das Sagen hat!", fauchte er und trat erneut gegen Rafael. Er traf seinen Kopf und Rizzi wollte weiter auf ihn eintreten. Jedoch kam die Wache dazu und zog ihn an der Schulter etwas weg.
"Bluten sollst du! Für all das was du bist! Dreckiger Assassine!", fluchte er weiter und klopfte sich den vermeintlichen Staub von seiner Kleidung. "Ich werde mir nochmals überlegen ob ich dich morgen doch der Kutsche hinterherschleifen lasse!", sagte er und spuckte Santoro entgegen. "Verloren hast du! Du und deine grässlichen Verbündeten!", schimpfte er weiter. Es war ihm ganz gleich ob Santoro blutete. Es war wirklich egal. "Ich sollte dich heute Nacht schon hängen lassen!", reklamierte er weiter während die Wache ihn langsam zur Kerkertür begleitete. "Grins nur weiter so dreckig! Der letzte, der lacht, werde ich sein!"
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: 2. Unterkunft   19/9/2017, 9:42 pm

Etwas entgegnen konnte Rafael gar nicht mehr. Rizzi schritt auf ihn mit großzügigen Schritten zu und als er bei ihm ankam, fühlte Rafael zugleich einen Druck, der gegen seine Brust ging. Dies war noch auszuhalten und er dachte, dabei beließ Rizzi es. Doch kaum hatte er diesen Gedanke hinter sich, stieß dieser gegen seinen Kopf. Reflexartig warf der Assassine schützend seine Arme über den Kopf, um gleichzeitig eine gekrümmte Stellung einzunehmen. Es schützte ihn  zumindest etwas und als Rizzi damit aufhörte, nahm er nur vorsichtig die Arme weg, um abermals zu ihm zu sehen. Die Wache hatte den Schwarhaarigen leicht weggezogen doch es brauchte keine Minute, als Rizzi auf Santoro spuckte, um damit seiner Rede einen krönenden Abschluss zu verleihen.
Erst jetzt merkte Rafael, dass seine Nase durch die Begegnung mit Rizzi's Stiefel etwas abbekommen hatte und zu bluten anfing. Fast trotzig strich er mit seinem Handrücken darüber, während er Rizzi hinterher sah und sich dabei wieder leicht aufrichtete. Auf sein ernstes Gesicht kam ein Grinsen. "Gehst du etwa schon? Es hat gerade erst begonnen!", rief er ihm entgegen mit einer kratzigen Stimme.
'Trete nur so viel du willst...', dachte sich der Assassine, während der aufgebrachte Templer die Kerkerzelle verließ.

Endpost und Ende der Szene
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