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 Montepulciano

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Barbara Gonzaga
Deutsche Herzogin
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Spieler : Nessie

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BeitragThema: Re: Montepulciano   19/10/2017, 1:51 pm

Luigi's Hand wollte Barbara keine Sekunde loslassen. Er erhielt sie in den Sekunden am Leben, in denen er an ihrem Bett saß. Es war etwas selbstverständliches und dennoch etwas neues für die junge Frau, denn hatten sie sich erst vor wenigen Tagen gefunden. Es war ein Beweis ihr gegenüber, dass seine Gefühle ihr gegenüber stark waren, sich über Minuten so lange und so nahe bei ihr aufzuhalten. Auch machte er keine Anstalten zu gehen. Genauso wenig wie Hannigan, der seinem Templerbruder berichtete, er könne keinen Schritt gehen. Das Duell, die Gefangennahme Santoros... all das schien nicht mehr für Gonzaga wichtig zu sein. Sie dachte letztendlich nur an das, was ihr wichtig war: Luigi und das verstorbene Mädchen, welches sie viel zu früh wieder verlor. Hannigan und Luigi hatten ihr gut zugeredet, sie sollte kämpfen. Niemand wollte sie verlieren. Was sie aber nicht wusste in diesem Augenblick war, dass es dem Engländer gleichgültig war, was mit ihr geschah.
In keiner Sekunde war Barbara Gonzaga eine schwache Person. Und selbst jetzt wollte sie die Annahme, ein großer Verlust für Italien und Bad Urach zu sein, als Vorteil auf ihre Seite ziehen. Stets war Barbara von sich selbst überzeugt und ihrer Herrschaft über Württemberg. Die Pest musste sie über sich ergehen lassen und jetzt musste sie daran glauben, dass sie überlebte. Für den Orden, für Italien, für Bad Urach und besonders für Luigi.
Diese Entschlossenheit kam nicht auf einen Schlag. Sie kam Stückchenweise, die vorhin Hannigan in ihr hervorgerufen hatte und später Luigi. Sie wollte ein Leben mehr gewinnen und einem kalten Grab entkommen. Vermutlich war es bereits ein Fehler gewesen, Gott aufzugeben. Doch sie wollte zu ihm sprechen. Wollte, dass er ihre Gebete erhörte und sie diesen Kampf mit der Krankheit gewinnen ließ und sie sich somit vor ihm beweisen konnte.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Montepulciano   19/10/2017, 7:42 pm

Shane konnte das leise 'Tsk' gefolgt von einem Schnauben nicht unterdrücken. Er bezweifelte das Rizzi es verstand. Er mochte den Grund verstehen, warum er nicht das Zimmer verlassen konnte - doch nicht all den Rest. Warum er überhaupt hier her gekommen war. Warum er sich dieser Gefahr aussetzte. Warum er nach all dem Geschehenen noch immer half. Sein Freund war zum Feind geworden und er bereute mit jeder Minute mehr, dass er diesen Mann vor Francis je verteidigt hatte. Dieser Templer hatte es geschafft Shane um seine Geduld zu bringen, bis er dem Assassinen die Nase gebrochen hatte. Er hatte ihn gedemütigt und verletzt und am Ende versucht ihn zu Fall zu bringen. Und das ohne auch nur einen Moment zu zögern.
Shanes Kehle wurde eng und er wandte den Blick von den Beiden ab. Die Wut tief in ihm war wieder entzündet worden, doch der Adelsmann wollte sie nicht zeigen. Es hätte ihm in seinem Zustand nicht geholfen. Er starrte einfach in die Dunkelheit der Nacht und versuchte nicht einzuschlafen. Allerdings hielt er es nicht lange aus und sein Kopf sank ein wenig zur Seite, um Minuten später wieder ruckartig hoch gehoben zu werden. Das Prasseln des Feuers wirkte noch dazu einschläfernd und als Shane zu Rizzi sah, konnte er erkennen, dass es dem anderen wohl ähnlich ging. Um nicht noch einmal einzuschlafen, holte er ein paar Beeren hervor und legte sie in die Asche der anderen. Flüsternd erklärte er der Dienerin, auf was sie achten musste. Jedoch sprach er noch so laut, dass auch Rizzi von dem Wissen profitieren konnte. “Gebt acht, dass die Glut nicht direkt auf die Beere fällt, sonst verbrennt sie zu schnell.“ Shane sah müde in die Schüssel und nickte leicht. So war es richtig und der harzige Geruch würde schon bald zurück im Zimmer sein. Schweigend starrte er dann einfach in den Rauch. Er beobachtete die feinen Fähnchen die einlullend nach oben zogen und dann verblassten. Immer wieder blinzelte er und versuchte sich mit Gedanken wach zu halten. Sonst war es doch auch immer sein Kopf, der ihm den Schlaf verwehrte.
Eine Frage ließ den Großmeister jedoch lange nicht los. Was würde mit Rizzi passieren wenn Barbara starb? Shane ließ kein Tod kalt - auch nicht der von Barbara, sollte er eintreten. Er hatte nur gelernt damit umzugehen - mit den dunklen Gefühlen, die immerzu versuchten einem den Verstand zu stehlen. Er hatte einen Teil in seinem Kopf der von Trauer erfüllt war und der jeden Tod bedauerte. Einen Teil an dem diese Gedanken frei wüten durften, ohne großen Schaden anzurichten. Es war ein Ort, den Shane niemals wieder betreten wollte. Aber Rizzi hatte dafür gesorgt, dass er ihm gefährlich nahe kam. Francis war jemand gewesen, der Shane berührt hatte. Nicht nur körperlich, sondern auch in Gedanken. Der Söldner hatte es geschafft sich in sein Leben zu schleichen und dort zu verharren. Wie eine lästige Katze, die man fortschicken wollte und am Ende zu sich ins Haus holte, um sie zu füttern. Es hatte weh getan ihn zu verlieren - mehr als Shane geahnt hatte. Aber er lebte weiter. Er lebte und zog sich zugleich noch weiter zurück. Versperrte die Gefühle tiefer in sich hinein, um sie niemanden mehr zu zeigen oder sich zu öffnen.
Doch würde Rizzi ebenso diese Stärke besitzen? Würde der Verlust ihn zu einer unkontrollierten Bestie machen? Oder am Ende sogar das Gegenteil erreichen und ihn untergehen lassen, wie ein Stein im Wasser. Shane hatte Angst vor dieser Antwort, denn egal wie oft er den anderen gewarnt hatte, dass diese Kräuter vielleicht gar nicht halfen, er würde am Ende zu einem Ziel werden. Shane musste weg von hier und das sobald wie möglich. “Wenn Ihr schlafen könnt, Signora - dann versucht es. Jedoch trinkt sobald Ihr wieder erwacht.“ Shane sprach, ohne dabei den Blick zurück zu ihnen zu drehen. Noch immer sah er auf den Rauch stärker geworden war.

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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Montepulciano   19/10/2017, 8:10 pm

Hannigans Frage konnte selbst Rizzi nicht beantworten. Er wusste es nicht. Im Moment fühlte er sich wie der Stein, der auf den Grund des Sees sank. Aber ebenso konnte er explosiv wie Feuerwerk werden und alles um sich herum verbrennen. Hannigan war ein Ziel. Aber daran dachte Rizzi gerade nicht. Sein Kopf war zu müde. Er konnte kaum noch einen klaren Gedanken fassen. Er hörte den leisen Worten zu, die Hannigan zur Dienerin sprach, aber sein Geist verstand den Inhalt dieser Worte nicht mehr. Erst als der Rauch wieder das Zimmer einhüllte und Rizzi die Augen schloss um den Reizen zu entkommen, atmete er tief ein, bereute es kurz, und sah dann aufmerksam zu Barbara. Sie schien zu schlafen. Ihre Atmung war ruhig und gleichmässig. Langsam löste er seine Hand aus ihrer und stand auf. Er hatte das Gefühl, zu taumeln, tat es aber nicht. "Ich besorge Euch ein paar Diener, die Euch auf Euer Zimmer bringen. Ihr seid erschöpft, ich bin erschöpft, es wäre lächerlich, würde Barbara morgen gesund aufstehen und wir beide tot am Boden liegen weil wir unsere eigene Gesundheit ignoriert haben.", sagte er mit Nachdruck. Rizzi selbst würde die Nacht hier verbringen. Auf einem Stuhl. Schlafend und ohne Hannigan im Nacken zu wissen.
Er musterte Hannigan dann eine Weile. Ob der Mann vielleicht gar nicht allein sein wollte weil dann die Gedanken kamen? Ob Hannigan nur hier war um vor sich selbst zu fliehen? Ertrug er seinen eigenen Kopf nicht mehr? Rizzi überlegte kurz ob er ihm die Wahrheit sagen sollte. Nicht um Hannigan Hoffnung auf ein Wiedersehen zu schenken. Sondern um seine fassungslose Reaktion geniessen zu können. Rizzi war auf eine bestimmte sadistische Art und Weise süchtig nach den Reaktionen der anderen, die er ihnen entlocken konnte. Es befriedigte ihn, gab ihm die Macht, die er so sehr liebte und die er einzusetzen verstand. Aber sein kluger Kopf erklärte ihm auch umgehend, was passieren würde, würde er Hannigan jetzt etwas sagen. Hannigan würde es nicht glauben, würde wütend werden und Rizzi beschimpfen. Oder aber Hannigan würde ihm glauben - was Rizzis Tod bedeuten würde. Nein. Er würde nichts sagen. Und es tat ihm auch nicht leid.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Montepulciano   19/10/2017, 9:01 pm

Rizzi hatte recht. In diesem Moment gab es nichts was er an diesen Worten hätte ändern können. Sie beide waren am Rande ihrer Kräfte. Und so sehr er auch die Ruhe ablehnte, so sehr sehnte er sich danach. Sein Kopf war müde genug, um ihn einschlafen zu lassen. Nur die Träume und der Morgen würden ungewiss bleiben. “Ich habe hier nichts mehr zu tun.“ Es war eine Einwilligung zu seinen Worten. Er würde in sein eigenes Zimmer gehen, dass nicht unweit von dem von Barbara lag. Der Weg war kürzer, als jener zum Salon. Und Shane war gerade jedes andere Zimmer gut genug, solange es nicht im Kerker lag. Er war kein Verbrecher den man einsperren musste.
Die einzige Dienerin im Raum verschwand auch wenig später und kam mit jungen Männern zurück, die kräftig waren und sein Gewicht halten konnten. Das Gesicht nun völlig eingefroren, stemmte er sich aus dem Stuhl. Dabei konnte er nur eine Hand benutzen, um seine Schulter nicht zu reizen. Dabei kam jedoch sein Bein wieder auf und er musste sich wirklich halten, um nicht zurück in den Stuhl zu klappen. Kräftige Hände griffen seinen Körper und hielten im Gleichgewicht.
Vergesst das Fenster nicht zu öffnen, wenn die Glut erlöscht ist.“ Erinnerte er die Dienerin, doch auch Rizzi daran. Während er mit Hilfe im Raum stand, betrachtete er die zwei Templer. Was wäre wohl, wenn sie nie von seinem Geheimnis erfahren hätten? “Ich wünsche Euch noch eine angenehme Nacht.“ Kurz nickte er dem Schwarzhaarigen zu und sah zu Barbara. Er wusste nicht ob sie schlief oder einfach lauschte. “Gebt nicht auf.“, war alles was er zu Ihr sagte. Es war weder eine Bitte, noch ein Befehl - viel eher eine Anstoß, dass sie seine Worte nicht vergessen sollte. Noch einmal tief Luft holen, sog er den Rauch des Wacholders in seine Lungen. Er musste an dessen Wirkung glauben und somit auch daran, dass er gesund blieb. Er würde um eine Schüssel Wasser bitten, um sich vielleicht die Krankheit sogar abwaschen zu können - oder einfach um den Schweiß und den Schmutz der letzten Tage zu entfernen. Die Ärzte hatten nur notdürftig über seine Wunden gewischt, um sie versorgen zu können.
Ohne sich ein weiteres Mal umzudrehen, wurde er aus dem Zimmer geführt. Sein rechtes Bein berührte dabei kaum den Boden und es war nicht wirklich ein würdevoller Abgang. Doch vielleicht würde er wenigstens mit einem Stock gehen können, wenn ihm der Arzt etwas gegen die Schmerzen gab, oder das Bein fest genug verband. Als die Türe sich hinter ihm schloss, kämpfte er nicht mehr mit der Haltung. Er sackte ein wenig zusammen und ließ sich mit halb geschlossenen Augen in sein Zimmer geleiten - oder viel eher tragen.
Die Matratze in seinem Rücken fühlte sich weich und angenehm an. In dieser Sekunde wurde ihm auch klar, dass er zu erschöpft war, um sich noch einmal aufzurichten. Die Wasserschüssel würde wohl bis zum Morgen warten müssen. Und er brauchte ein Messer, um sich rasieren zu können und ebenso um es als Waffe zu benutzten. Sein Schwert lag außer reichweite und er hätte es kaum schwingen können. “Was für grauenvolle Tage.“, seufzte er und sein Kopf sank tief in das Kissen. Die Augen geschlossen, tauchte Francis in seinen Gedanken auf. Erregt und an die Wand gelehnt, so wie er ihn das letzte Mal gesehen hatte. “Selbst jetzt treibst du noch deine Späße mit mir.“, knurrte er in die Dunkelheit und verdeckte seine Augen mit dem Arm.

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BeitragThema: Re: Montepulciano   19/10/2017, 10:19 pm

Er starrte ihm hinterher. Eine angenehme Nacht hatte er ihm und Barbara gewünscht. War der Mann noch bei Trost? Rizzi fühlte sich durch diesen Gute-Nacht-Gruss gedemütigt. Wie konnte diese verfluchte Nacht angenehm werden? Wie konnte Hannigan ihnen so etwas wünschen wo er doch wusste, dass sie durch die Hölle gehen würden?
Andererseits war Hannigan wohl auch einfach zu müde um noch nach den richtigen Worten suchen zu können. Als der Engländer fort war, forderte er die Dienerin auf, den bequemeren Polsterstuhl ans Bett zu schieben. Er liess sich darauf sinken, fasste Barbaras warme Hand und schloss selbst die Augen. Sein Körper sank tiefer ins Polster und machte den Weg für die körperliche Erschöpfung nun endgültigt frei. Rizzi spürte wie die Müdigkeit in seine Knochen kroch und alles zu lähmen schien. Die Müdigkeit war so gross, dass die Sorge um Barbara zu verblassen begann und er nur ein paar Minuten später in einen erschöpften Schlaf sank. Der Schlaf war so tief, dass Rizzi trotz der Diener, die Hannigans Anweisungen pflichtbewusst ausführten, nicht mehr aufwachte. Man deckte ihn gar zu und auch das spürte er nicht. Man hätte sich an ihn heranschleichen und ihn töten können. Er wäre nicht aufgewacht um das zu verhindern. In seinem ganzen Leben hatte er sich noch nie so müde gefühlt.
Die Nacht verging. Seine Leute hatten die Assassinen gefunden und zwei nach Montepulciano gebracht. Sie wurden in Einzelzellen gesteckt. Obwohl ein Hauptmann mit Rizzi sprechen wollte, wachte Rizzi nicht wirklich auf. Die Soldaten beschlossen deshalb mit weiteren Massnahmen abzuwarten bis Rizzi wieder wach sein würde.
Rizzi schlief traumlos. Er bewegte sich kaum und nur manchmal zuckte er wenn man Barbaras Stirn befeuchtete oder ihr zu Trinken einflösste und er die Bewegungen im Raum vernahm.

Erst als die Sonne durch die Vorhänge schien, blinzelte er und wachte auf. Obwohl die Erschöpfung immer noch da war, kümmerte er sich zuerst um Barbara. Sie schlief noch immer aber sie lebte. Sie atmete. Rizzi sank erleichtert wieder tiefer in die Polster. Er umfasste Barbaras Hand erneut, brachte ihre Finger an seine Stirn und schloss dabei die Augen. Obwohl er gerade erst aufgewacht war, begannen seine Augen zu brennen und Flüssigkeit traut aus einem in Form einer Träne heraus. Er war erleichtert und schockiert zugleich. Barbara lebte. Noch. Der Kampf konnte jederzeit vorbei sein, durfte es aber nicht. "Oh Gott.", sprach er leise, zog ihre Hand tiefer und küsste ihre Fingerknöchel.

Er musste einen Diener wegen Hannigan fragen. War der Engländer noch da? War er noch am leben? Hatte er die Pest bekommen? Und dann musste er sein Versprechen einlösen. Entweder er schickte ein paar Diener in den Pferdestall oder aber er begleitete Hannigan dorthin damit er das Pferd sowie das Überbleibsel von Bell holen konnte. Letzteres war vermutlich die klügere Variante gewesen. Ganz einfach weil er so gleich selbst prüfen konnte ob das Pferd noch da war oder ob es Bell geschafft hatte, Zugang nach Montepulciano zu bekommen um das Pferd zu holen. In diesem Fall würde er Hannigan erzählen, ein Dieb hätte es mitgenommen oder Bell sei ein grosser Lügner gewesen und hätte das Pferd wohl schon verschachert um Geld damit zu machen.
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Barbara Gonzaga
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BeitragThema: Re: Montepulciano   20/10/2017, 2:31 pm

Dass Shane Hannigan mithilfe der Dienerschaft herausgebracht wurde, bekam Gonzaga nicht mehr mit. Ihre Augen waren geschlossen und die Krankheit, die sich von ihrer Energie ernährte, machte auch sie schläfrig. Könnte sie es verhindern, dem Tod im Schlaf zu entgehen? Würde sie in dieser Phase kämpfen? Etwas, was einen sehr belastete, verfolgte einen noch im Traum. Ja, Albträume bekam sie tatsächlich. Dies ließ die Pestwurz zu. Sie ließ es auch zu, dass es nicht allein nur der Schweiß war, welches ihr Bett in der Nacht benässte. Sie schlief bereits, als nur noch Luigi und die Dienerin im Raum verblieben. Nicht einmal spürte sie Luigi's leichten Griff an ihrem Arm.
Zu späten Stunden und gleichmäßigen Abständen wurde sie von verschiedenen Dienerinnen, die abwechselnd an ihrem Bett verweilten, geweckt, um den Tee zu sich zu nehmen.
Sie wusste nicht, ob sie deswegen dankbar sein sollte. Einerseits schlug man ihr somit die Albträume zur Seite, andererseits machten sich auch jedes Mal die starken Magenschmerzen bemerkbar und starke Angstgefühle, die die Pestwurz mit sich brachte, so dass sie es nicht mehr wagte, einzuschlafen. Doch ihr Körper verlangte nach Ruhe.

Luigi war bereits erwacht. Und Barbara hatte diese schreckliche Nacht überstanden, was aber nicht hieß, es ginge ihr heute besser. Das Fieber war stärker. Und auch die Magenschmerzen hielten noch immer an, genauso wie die Gelenkschmerzen und die Angstattacken. Die Albträume schwanden dahin, so dass der Schlaf traumlos wurde. Ihr Körper hatte tatsächlich gegen die Pest angekämpft. Ob es an ihr oder der Heilpflanze und an den verbrannten Kräutern lag, wusste sie nicht. Ein neuer Tag begann.

-Endpost und Ende der Szene-
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Montepulciano   28/10/2017, 7:56 pm

<-- kommt von ' Montepulciano - Galgenplatz' / Luigi Rizzi & Adriano El Matador
Sonntag, 11. April, ca. 11 Uhr vormittag

"Verschwindet!", rief er der Wache zu, die ihm sagte, dass sie einen Gefangenen hätten. "Halt! Bringt ihn zu mir!", überlegte er es sich dann doch wieder anders und blieb im Bett liegen. Ein Arzt kümmerte sich um seine Bauchwunde und erklärte ihm, er solle sich nicht aufregen. Aber Rizzi konnte nicht anders. Er war am explodieren. "Einen Gefangenen! Einen! Einen einzigen!", blaffte er den Arzt an. "Was habe ich getan, Gott?! Was?!", schrie er die Decke über sich an. Die Dienerschaft bemühte sich seine Stirn zu kühlen, das Blut zu stoppen und ihn ruhig im Bett zu halten. Aber sie hatten Mühe damit. "Ich war so kurz vor dem Ziel und dann passiert mir solch ein blinder Fehler! Ich habe fünfzig Männer da draussen und wir machen einen Gefangenen!", schimpfte er. Jemand flösste ihm schliesslich eine bitter schmeckende Medizin ein und er ballte seine Fäuste. Als der Arzt jedoch seine Bauchwunde berührte, schrie Rizzi vor Schmerzen auf. Kurze Zeit später wurde er ruhig und blieb schläfrig liegen. Er war noch wach aber die Wut und die Aggression waren gedämpft. Er dachte an Barbara, die ganz allein in ihrem Bett lag und nichts von alledem wusste. Sie hatte nicht mitbekommen wie Rizzi gescheitert war. Diese Niederlage war eine Pein! Er würde es sogar verstehen, wenn Barbara ihn deswegen verlassen würde. Er würde es an ihrer Stelle tun denn solch einen Mann konnte keiner lieben.

Kurz darauf traten zwei Wachen ins Zimmer und führten den Spanier mit sich. Rizzi starrte ihn an. Das Beruhigungsmittel tat seine Wirkung und es war kaum Regung in seinem Gesicht zu erkennen. "Assassinenverräter. Kommt her. Schreibt auf, was ich zu sagen habe.", befahl er ihm. Ein Diener brachte Tinte, Feder und Papier. "Löst ihn von den Fesseln.", befahl er einer Wache. Diese zögerte, löste jedoch die Stricke und Adriano El Matador war losgebunden. "Ihr könnt doch schreiben, hoffe ich? Wenn nicht, seid Ihr mir nicht von Nutzen."
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BeitragThema: Re: Montepulciano   28/10/2017, 8:09 pm

<-- kommt von ' Montepulciano - Galgenplatz' / Luigi Rizzi & Adriano El Matador
Sonntag, 11. April, ca. 11 Uhr vormittag

Als er so alleine in der Zelle war fing Adriano an nachzudenken. War das alles gut hatte er sich das richtig überlegt? Hatte er eine Wahl? nach einer Weile hatte er sich auf das Bett gelegt und war etwas weggetreten als die Tür geöffnet wurde und Wachen eintraten und ihn packten und auf die Füsse zerrten. Er wollte sich wehren aber ließ es dann als man ihn wieder fesselte.
Nach und nach schleppten ihn die Wachen nach oben und er dachte das er nun gehängt werden würde. Sein Puls ging schneller und sein herz raste was ein unangenehmes Rauschen in den Ohren verursachte.
Aber man brachte Adriano in ein Haus und wuchtete ihn die Treppen hoch. Die Frage wo es jetzt hinging war deutlich in seinem gesicht zu sehen. Nervös sah er sich um als man ihn in ein großes Zimmer brachte. Als er sich umsah erkannte er Rizzi der Verletzt im Bett lag. neugierig sah Adriano sich in dem Zimmer um. Es war sehr groß und sehr gut Möbeliert. Teure Möbel standen umher und die Tapete an den Wänden war ebenfalls sehr teuer. Nach dem sie von Rizzi ihren Befehl erhalten hatten nahmen sie Adriano zögerlich die Fesseln ab und dieser rieb sich erst einmal die Handgelenke. Anschließend lief Adriano langsam zu Rizzi und setzte sich auf einen Stuhl. Er war nicht ganz sicher aber der Templer sah nicht so aus als wenn er ihm etwas tun konnte. Nach einer Weile nickte er "Ja ich kann Schreiben Signore und mein Name ist Adriano El Matador und nicht Assassinenverräter!" meinte er und nahm sich dann eine unterlage wo er das Papier drauf legte. Die Tinte stellte er auf den nachttisch und als er die Feder in der Hand hatte sah er ihn an und wartete nervös auf das was er ihm schreiben sollte. Man sah Rizzi an das er viel abbekommen hatte aber stärker tat als er war.
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BeitragThema: Re: Montepulciano   29/10/2017, 1:34 pm

"Habe ich Euch nach Eurem Namen gefragt?!", schimpfte er auf El Matador ein. Trotz des Beruhigungsmittels konnte er immer noch ein wenig poltern.
"Ihr seid ein Verräter und Ihr habt mir Informationen in die Hände gespielt. Das war ein kluger Schachzug von Euch.", sprach er weiter. "Nun schreibt was ich Euch diktiere."
Rizzi verfasste einen Brief an den italienischen Grossmeister in Rom und Adriano schrieb alles nieder. Sobald er einen geeigneten Boten finden würde, würde Rizzi den Brief nach Rom abschicken. Was er mit El Matador machen wollte, wusste er noch nicht. Aber er würde ihn nicht so schnell gehen lassen. Er wusste wohl noch mehr Dinge über die Assassinen.
Fast eine halbe Stunde lang quälte er El Matador mit Tinte und Schreibfeder ehe der Brief zu Ende war. Rizzi schilderte darin die Vorkomnisse der vergangenen Tagen seit der Gefangennahme von Santoro bis hin zu dessen Befreiung.
Von Bell stand kein einziges Wort im Brief und Hannigan betitelte er lediglich als englischen Grossmeister, mit dem er eine scheussliche Auseinandersetzung hatte. Weder verunglimpfte er ihn noch hing er diesem englischen Mann irgendeine Sünde oder ein Vergehen an. Rizzi fürchtete gerade die Macht des englischen Ordens. Er fürchtete ihn deshalb so plötzlich weil er verwundet war und Barbara totkrank. Sie waren hier in Montepulciano Gefangene ihrer Körper und dieses Wissen demoralisierte Rizzi ein wenig.
"Ich schenke Euch vorerst Euer Leben wenn Ihr für mich einige Besorgungen macht und Aufgaben erfüllt, El Matador. Und dies ist kein Vorschlag sondern ein Befehl. Ihr werdet tun was ich von Euch verlange und wenn Ihr auch nur einmal einen Fehltritt macht, werde ich Euch auf der Stelle töten lassen. Habt Ihr das verstanden?", sagte er mit fester Stimme und sah ihn an. "Als erstes werdet Ihr mir erzählen wohin Santoro gebracht werden soll.", verlangte er von ihm zu wissen.
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BeitragThema: Re: Montepulciano   29/10/2017, 3:46 pm

Wärend Adriano sich umsah wartete er auf das was der Templer ihm schreiben lassen würde. Als plötzlich die schneidende Stimme von ihm durch den Raum flog zuckte er zusammen und sah ihn an und senkte den Blick.
Er schrieb eifrig mit was Rizzi ihm sagte aber nach einer Weile taten ihm die Finger weh. Er durfte es natürlich nicht zeigen und schrieb tapfer weiter alles auf was Rizzi verlangte und lauschte seinen Worten als wenn er nie etwas anderes gemacht hatte.
Er erhoffte sich davon irgendetwas zu erfahren was vielleicht noch von Bedeutung sein würde.
Als Rizzi dann nach einer halben Stunde entlich fertig war legte er die feder aus der hand und sah noch einmal über den Brief und las ihn sich nochmals durch, und überprüfte ihn auf Fehler.
Nach einer Weile erhob Rizzi wieder das Wort und sprach ihn an. Fast sofort hob er den Kopf und sah ihn an und lauschte seinen Worten.
Als er sagte das er ihm vorerst das Leben schenken wollen wenn er ihm helfen würde senkte er wieder den Blick. Er hatte keine Wahl wenn er nicht sterben wollte.
"Ja Signore Rizzi, ich habe euch klar und deutlich verstanden!" gab er ihm auf seine Frage wieder und sah ihn an.
Als Rizzi ihn fragte wo sie jetzt mit Santaro hinwollten dachte er eine Weile nach ehe er antworten konnte.
"Nun genau kann ich euch das nicht sagen den das sie es schaffen wurde nie gedacht. Sie planten nur soweit bis sie den Mentor befreit haben weiteres weiß ich leider nicht! Aber wenn ihr wissen wollt was ich darüber denke... Ich denke die Assassinen sind nicht dumm und sind wie Ratten auseinander gestoben nach dem missglückten Angriff auf euch. Ich denke das sie sich jetzt alle wieder irgendwo außerhalb der Stadtmauern sammeln werden, und wenn alle da sind , gehe ich stark davon aus das sie den Mentor wieder nach Florenz bringen. Etwas anderes kann ich mir nicht vorstellen."
Adriano musste höllisch aufpassen was er sagte den Rizzi war ein verletztes Tier und verletzte Tiere waren dafür bekannt das sie zubissen was in dem Fall Arianos Tod bedeutet hätte. Deswegen suchte er seine Worte gründlich aus und achtete stehts darauf nur soviel zu sagen wie er gefragt wurde den er wollte den Templer unter dessen Hand er nun stand nicht unnötig reizen.
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BeitragThema: Re: Montepulciano   30/10/2017, 8:27 am

"Nach Florenz? Warum nach Florenz? Santoro stammt aus Venedig! Sie werden ihn eher dorthin bringen und dorthin werde ich meine Männer schicken. Oder selbst hinreisen wenn es sein muss.", zischte er.
Zuerst musste Barbara gesund werden. Sie musste einfach. Etwas anderes zog Rizzi gar nicht in Betracht. Er würde mit Barbara dann nach Rom reisen, sie heiraten und eine Weile in der Stadt verbringen. Sie könnten eine Reise nach Venedig mit einem Ballbesuch bei Freunden verbinden. Dann müssten sie nicht nach Venedig hinreissen um festzustellen, dass Santoro doch nicht anwesend war. Die Jagd ging weiter und Rizzi würde nicht eher ruhen bis er Santoro hatte sterben sehen.
Während El Matador den Brief noch in den Händen hielt und ihn trocknen liess, kümmerte sich ein Arzt um Rizzis blutende Bauchwunde. Das Beruhigungsmittel hatte längst seinen Körper erfasst und ihn müde werden lassen. Rizzi, der sonst in seiner Rage viel gestikulierte, krümmte kaum mehr einen Finger. Nur sein Blick war scharf und voller Zorn auf El Matador gerichtet. Die Wut galt allerdings nur teilweise ihm.
"Und der Engländer? Es sollte mich nicht mehr interessieren aber die Macht des englischen Ordens könnte bis nach Italien greifen und ich muss mir überlegen was ich in so einem Fall antworten werde."
Erst seit Hannigan weg war, überkam Rizzi eine gewisse Furcht vor dem Grossmeister. Er hatte Hannigan nicht nur körperliche Schmerzen zugefügt, er hatte ihn belogen, gedemütigt, falsch bezichtigt und er hatte ihm einen Toten präsentiert, den er nicht kannte aber zu kennen geglaubt hatte. Das war tatsächlich eine der schlimmsten Taten, die Rizzi jemals ausgeführt hatte. Aber er war wütend. Wütend auf Hanigan, dass dieser Barbara einen Schrecken eingejagt und sie am Hals verletzt hatte. Vielleicht stimmte es tatsächlich und Hannigan war mit diesem Bell verwandt gewesen. Dieser eine gedankenlose Augenblick des englischen Grossmeisters erinnerte an die Gedankenlosigkeit von Bell. Der Gedanke an die beiden zusammen widerte ihn an und er konzentrierte sich wieder auf El Matador.
"Reitet ins nächstgelegene Dorf.", befahl er ihm. "Dort sucht Ihr jeden Arzt auf, gebt ihnen etwas Geld und befiehlt ihnen, dass sie sich keinesfalls um Wunden von Peitschen kümmern dürfen. Santoro hat keine Hilfe mehr verdient! Und am Mittwoch kehrt Ihr zurück hierher. Solltet Ihr ihnen unterwegs begegnen, so tötet Santoro und bringt ihn hierher."
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BeitragThema: Re: Montepulciano   31/10/2017, 10:38 am

Ruhig beobachtete Adriano Rizzi der ihn schier mit seinem Blick frass der voller Zorn war. Er hilt dem Blick aber stand und sah ihn dann an.
"Ich weiß es nicht Signore Rizzi, ich habe euch nur meine Idee mitgeteilt. Die Assassinen sind aus Florenz aufgebrochen, Es ist aber möglich das sie auch nach Venedig reisen werden."
Er beobachtet wie Rizzi behandelt wurde und dann sah er wie schwer der Templer wirklich verletzt wurde. Sein Gesichtsausdruck wurde aber nicht besser sondern blieb gleich und ohne ein gefühl zu zeigen. Er wuste nicht ob er Mitgefühl zeigen sollte das Rizzi verletzt war oder ob er sich darüber freuen sollte falls der Templer es nicht schaffen sollte.
Als Rizzi ihm seinen Befehl auftrug sah er ihn überrascht an. Was war den jetzt mit dem Templer los? fragte er sich und sah ihn an.
Er sollte ins nächste Dorf reiten um allen Ärzten die behandlung von Peitschen-Wunden zu verbieten.

Er nickte ihm zu. "Natürlich Signore, aber ich bedauere das ich mein Pferd bei den Assassinen lassen musste. Das heißt ich werde mit eines Eurer Pferde nehmen müssen. Noch dazu habe ich nichts außer das was ich am Körper trage. Das heißt ihr müsstet mir Gold geben."
Aufmerksam betrachtete er Rizzi und legte dann den fertigen Brief auf den Nachttisch
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BeitragThema: Re: Montepulciano   31/10/2017, 3:58 pm

"Gold?!", er spuckte beinahe aus. "Ich werde Euch kein Gold geben! Ihr bekommt etwas lausiges Geld und das muss reichen! Kommt damit aus. Sucht Euch eine billige Unterkunft und esst nicht königlich. Wenn ich mitbekomme, dass Ihr meinem Befehl nicht gehorcht, werde ich Euch auf der Stelle suchen und töten lassen!", schnaubte er laut.
Dann zog sich das Adrenalin zurück und hinterlies Rizzi in einem schmerzvollen Zustand. "Geht zum Stallmeister und lasst Euch ein Pferd geben. Und dann verschwindet aus meinem Blickfeld!", schimpfte er ihn an. Rizzi war aufbrausend. Die Schmerzen, die Sorge und die Angst um Barbara, das Gefühl des Versagens, der verlorengegangene Triumph… es war eine Schande! Eine Schande!
Rizzi wusste, dass er sich nicht auf El Matador verlassen konnte. Aber die kleinste Information, die diesem schwachen Geist herausrutschte, konnte für Rizzi und die Templer hilfreich sein. Also schickte er ihn auf Mission und steckte nur eine kleine Erwartung in ihn.
Vielleicht konnte er auch etwas beobachten? Vielleicht war so schlau und fragte Leute ob hier verletzte Reiter vorbeigekommen wären? Dass ein paar Pferde fehlten, wusste Rizzi noch gar nicht. Zwei Pferde wurden aus der Villa entwendet und diese gehörten dem Villenbesitzer hier und nicht Rizzi oder seinen Soldaten. Er würde für die verlorenen zwei Tiere finanziell aufkommen müssen. Nur ahnte er das jetzt noch nicht.
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BeitragThema: Re: Montepulciano   5/11/2017, 7:56 pm

Als Rizzi das Wort Gold so ausspuckte zuckte Adriano zusammen. So hatte er das nicht gemeint. Er meinte ja Geld, wieso er Gold gesagt hatte wusste er nicht, Aber es brachte den Templer in Rage.
Als der Templer nochmals seinen Befehl aussprach sah er ihn an und nickte anschließend. "Natürlich Signore, ich werde den Befehl ausführen und danach unverzüglich zu euch zurück kommen!"
Er meinte es also doch ernst das er ihn mit einem Pferd weg schickte. Was sollte Adriano machen? Die Assassinen suchten ihn, die Templer hatten ihn in verantwortung gezogen. Er war der Schlinge die man ihm umlegen wollte nur mit knapper Mühe und Not entkommen und er hatte nicht vor das sich das änderte. Er wollte leben. Das man zu dem zeitpunkt schon seinen Tod beschlossen hatte und denjenigen der ihn ausführt wusste Adriano nicht.
Er nahm das Geld was man ihm gab und beeilte sich dann das Zimmer zu verlassen. Er würde sich nun zum Stall begeben um den Auftrag zu berbeiten. Vorher aber knöpfte er sein Hemd wieder zu und richtete sich ordentlich her. Als er damit fertig war lief er dann zum stall um sich ein Pferd geben zu lassen.
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Montepulciano   21/11/2017, 11:52 am

Die Ruhe kehrte ins Zimmer ein als der Verräter sich mit dem Geld und neuer Kleidung von dannen gemacht hatte und die Ärzte endlich dazu gekommen waren, Rizzis Wunden zu versorgen. Es verging ein halber Tag ehe er sich aus dem Bett quälte, die Dienerschaft schroff befehligte und schliesslich zu Barbara geführt wurde.
Da lag sie. Noch immer schwerkrank, von der Pest gezeichnet, mehr tot als lebendig. Zwei Dienerinnen befanden sich im Raum, hatten sich Mund und Nase mit einem Tuch zugebunden.
Das Fenster war geöffnet worden und noch immer roch es nach den schweren Kräutern, die Hannigan hier verteilt hatte. Rizzi hatte keine Ahnung ob es etwas bewirkte oder ob Hannigan einfach nur Mist erzählt hatte weil er selbst keine Ahnung hatte. Rizzi liess sich auf den Polsterstuhl neben Barbaras Bett nieder und starrte sie schweigend an. Ihre Brust hob und senkte sich schwer.
Was war nur passiert? Barbara lag im Sterben und der Kampf erschien aussichtslos. Rizzi war verwundet worden, aber über die Schwere stritt er sich mit dem Arzt, der befürchtete, er könnte an inneren Blutungen sterben während Rizzi selbst einfach nur abwinkte. Er konnte gehen, alle seine Sinne waren vorhanden und er spürte Schmerzen. Es war also alles in bester Ordnung was ihn anging.
Das Bild, als er den Mann anstarrte, der vom Galgenpodest auf ihn gesprungen war, hatte sich in seine Erinnerungen eingebrannt. Er erinnerte sich an entsetzte Schreie, an Stiefel und unzählige Hände und Arme, die ihn vom Platz fortgetragen hatten. Er erinnerte sich an Hannigan, der blass vor dem Galgen gestanden war und diesen furchtbaren Engländer, der vor dem Strick stand, anstarrte als sei er eine unglaubliche Erscheinung gewesen. Er erinnerte sich an Emily, eine schöne Frau, die er hätte auspeitschen sollen. Er hätte es nicht getan. Er hätte sie anders bestraft, doch ihren Körper hätte er unversehrt gelassen. Es gab Folterungen, die schlimmer waren als der körperliche Schmerz. Bei Santoro war es ihm beinah gelungen. Er hatte ihn gebrochen aber nicht so sehr, dass er sich davon nicht mehr würde erholen können. Und jetzt war ihm dieser Teufel abhanden gekommen. Fort. Die Soldaten konnten ihn nicht mehr einfangen. Auch die beiden Engländer nicht aber das war Rizzi bereits egal geworden. Hannigan würde seine Strafe in der Hölle finden für seine Taten, die er mit diesem Mann begangen hatte und noch begehen würde. Er sorgte unter anderem mit El Matador dafür, dass Hannigan die Hölle schneller fand als vorgesehen war. Was Santoro anging, so war sich Rizzi nicht sicher ob dieser je einen Fuss in die Hölle setzen würde. Rein vom Gefühl her war Santoro ein Mann mit einer weissen Weste. Rizzi hasste diese Vorstellung. Immer und immer wieder blitzte das Bild vor ihm auf, wie Santoro ins Paradies eintrat und dort Willkommen geheissen wurde. Dieses schmierige Grinsen würde er sein Leben lang nicht vergessen.
"Ich habe verloren, Barbara.", sprach er leise. "Wenn ich dich auch noch verliere, welchen Sinn gibt es dann noch hier für mich?" Er atmete tief durch und fuhr sich durchs ungewaschene Haar.
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Barbara Gonzaga
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BeitragThema: Re: Montepulciano   21/11/2017, 1:31 pm

Barbara Gonzaga war in der vergangenen Zeit wie ohnmächtig gewesen. Sie war sich nicht bewusst, wann sie schlief und wann sie wach war, doch wusste sie, dass sie Schmerzen hatten und träumte. Noch nie hatte sie ein Fieber ereilt, wenn dann nur eine sehr leichte Erkältung. Aber ihre Gliederschmerzen waren stark und ließen sie im Glauben, sie müsse sterben. Doch ließ sie es nicht zu. Sie wurde gut gepflegt. Ihr wurde Wasser und Tee eingeflößt, wenn sie wach war. Manchmal wurde sie auch nachts geweckt. Sie konnte deshalb auch nicht verhindern, dass sie sich im Schlaf selbst einnässte. Zu schwach wäre sie, um aufzustehen, um den Nachttopf zu benutzen. Sie Halluzinierte, konnte Traum von Wirklichkeit nicht unterscheiden. Sah in ihrem Träumen Luigi auf ihrem Schloss in Deutschland, an der Seite ihres längst verstorbenen Mannes. Ob sich beide feindlich gesinnt oder sich wie Brüder empfingen, wechselte sich ständig. Meistens war sie im Schlaf überglücklich, manchmal jedoch auch zutiefst traurig. Davon, was auf dem Galgenplatz geschah, wusste sie deshalb auch nicht. Wenn eine Dienerin ihr Zimmer kam, der Arzt oder der Priester, wurde alles dafür getan, dass sie gut gebettet war und die nötigen Kräfte beibehielt, die sie unbedingt brauchte. Viele Bedienstete mieden diesen Raum, gar das Stückchen Flur, an der die Tür des Zimmers war. Nur manchmal kam sie zur Besinnung, wenn sie die Augen aufschlug und ihre Augen sich direkt auf das Fenster richteten, durch die das Sonnenlicht drang. Im wachen Zustand, wenn der Geistliche da war, betete auch sie und murmelte seine Worte nach, war sich jedoch niemals bewusst, was sie bedeuteten.

Die Worte Luigi's drangen durch ihre Ohren. Tief innendrinn empfand sie Freude, ihn hier zu wissen. Doch war auch dies wieder ein Traum?
Es dauerte eine ganze Weile, nachdem er gesprochen hatte und sie die Lider aufschlug. Die Verzweiflung war ihm ins Gesicht geschrieben. Und noch stärker in den Augen. Was geschehen war, fragte sie sich nicht einmal. "Luigi..", murmelte sie und drehte ihren Kopf etwas in seine Richtung, während sie aus ihren halb geöffneten Augen zu ihm sah. Ihr Haar umspielte auf dem Kissen ihren Kopf wie Feuer durch die Blässe, die auf ihrer Haut lag. Nicht einmal Wangen waren so zartrosa wie sonst und auch aus den Lippen war jegliche Farbe getreten. Ihre Hand kam unter der Decke hervor und suchte nach der seinen, konnte sie aber nirgends finden, weshalb sie ihre Hand wieder kraftlos ablegte. "Geh nicht..", bat sie ihn. Nicht deshalb, weil sie dachte, er hätte womöglich Angst vor eine Ansteckung, sondern weil sie die Befürchtung hatte, er wolle von sich aus nicht länger hier verweilen.
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Montepulciano   27/11/2017, 9:44 am

Er sah auf ihre Hand und er wollte nach ihr fassen, hielt aber inne. Rizzi konnte nicht wissen ob er sich nicht schon längst bei ihr angesteckt hatte. Er fühlte sich auf eine seltsame Art und Weise in jeder Hinsicht gedemütigt. Sein Hauptfeind, Rafael Santoro, war ihm entwischt. Die anderen Assassinen waren ihm entkommen. Der Söldner konnte seit ihrer Begegnung in Florenz drei Fluchtversuche erfolgreich für sich verbuchen. Sein einstiger Templerbruder aus England verachtete ihn aus guten Gründen zutiefst und Rizzi hasste den Umstand, dass er Hannigan so einzuschätzen vermochte, dass dieser nicht nach seinem Leben trachtete. Dieser vermaledeite englische Adelsspross besass mehr Anstand und Ehre als die Heilige Maria! Zwei Pferde wurden vom Hof entwendet und Rizzi musste für die Kosten geradestehen. Barbara hatte die Pest innerhalb der Stadtmauern mit eingeschleppt und nur durch viele Umstände war diese Information noch nicht aus der Villa hinausgetragen worden. Für Rizzi bedeutete ihre Krankheit eine weitere Demütigung für sich selbst. Sie hatte nichts verbrochen, sie hatte gelitten und erst kürzlich wieder Mut gefasst. Die junge Frau war voller Leben und Wärme für ihn gewesen. Und nun lag sie in einem feuchten Bett mit strähnigem, blassen Haar, mehr tot als lebendig, mit fahler Haut, kraftlosen Bewegungen und einem verzweifelten Blick. Rizzi konnte nichts tun. Er konnte nicht einmal mehr beten. Die Wut auf Gott war gerade zu gross und er wollte dieses Gefühl auch nicht ändern.
Erst nach einigen Minuten rang er sich aus seiner Gedankenwelt hinaus, beugte sich vor und hielt wieder inne. Die Bauchwunde schmerzte und brannte. Er hatte seine eigenen Verletzungen völlig vergessen. Doch schliesslich überwanden seine Gefühle seine erstarrten Gedanken und er fasste nach ihrer entkräfteten Hand. "Ich gehe nicht. Ich gehe nirgendwohin.", sprach er leise. Das Feuer aus Zorn und Sieg war verschwunden. Rizzi fühlte sich nun selbst erschöpft und müde. Sein Geist war vermutlich gerade kraftloser als der von Barbara und er fühlte sich ihr gegenüber nicht nur schlecht sondern auch schwach. Sie hatte keinen solchen Mann verdient, der keine Chance gegenüber seinen Feinden hatte.
"Es wird alles gut. Nur noch ein paar Tage, Barbara, und dann haben wir es geschafft.", sprach er mit matter Stimme und seine Aufmunterungsversuche scheiterten kläglich. Es war egoistisch und das wusste er. Barbara kämpfte mit dem Tod, Rizzi mit seinem Ehrgefühl und er hasste sich dafür. "Sei stark. Für dich. Für Rom. Für unsere gemeinsame Zukunft.", fügte er leise hinzu. Ihm selbst fehlte gerade jeglicher Mut und er war ein schlechter Schauspieler. Vermutlich würde sie es heraushören. "Die Assassinen sind fort. Sie sind geflohen und ich konnte ihnen nichts entgegensetzen. Es ist ein so scheussliches Gefühl."
Barbara war schwer erkrankt und das wenigste, was sie jetzt gebrauchen konnte, waren Hiobsbotschaften. Aber Lügen wären schlimmer gewesen. Deshalb hatte er sich dazu entschieden, Gründe zu geben die sein gerade erbärmliches Verhalten erklären konnten. So hing sie in ihren Gedanken nicht in der Luft. Wenn sie schon zugrunde ging, dann mit dem Wissen, dass sie nichts falsches getan hatte und Rizzi sich ihr nicht abwandte weil sie krank war sondern weil er sich für sein Versagen schämte.
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Barbara Gonzaga
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BeitragThema: Re: Montepulciano   28/11/2017, 9:16 pm

Ihren Mund öffnete sie leicht. Heiße Luft trat heraus und kurz machte es den Anschein, als wolle sie etwas sagen. Sie dachte gern daran, an die gemeinsame Zukunft. Es war ein schöner Traum, eine wundervolle Vorstellung, dachte sie an Luigi, der an ihrer Seite stand und das Leben nur mit ihr verbringen wollte. Sie war sehr stur, wenn sie sich etwas vornahm. Doch könnte sie die Krankheit allein mit diesem Ziel bekämpfen? Oder war der Tod am Schluss doch stärker? Seine Stimme war wie Medizin für sie. Die Schwäche, die sich über ihr Gemüt legte, verbarg die Enttäuschung, dass sie seine Hand nicht greifen, gar finden konnte. Vermutlich hatte er es nur nicht gesehen. Ihre Augen schlossen sich wieder und ihre Brust senkte sich gleichmäßig auf und ab, als er sich plötzlich wieder zu Wort meldete und leise erklärte, dass die Assassinen flüchten konnten. Doch sie begriff in diesem Moment seine Worte nicht, weshalb ein winziges Lächeln auf ihre blassen Lippen glich, als hätte er soeben etwas schönes gesagt. Sie sah nicht einmal, dass er verletzt war. Die Wunde war von Stoff bedeckt und außerhalb ihrer Sichtweise. Sie
"Sie ist im Garten.", murmelte sie. Die Erinnerung aus dem Träumen, aus den Halluzinationen kehrte auch jetzt zurück. In Schlaf hatte sie ihr verstorbenes Töchterlein gesehen. Ihr Gesicht blieb verborgen, doch handelte es sich um ein Kleinkind mit blondem Haar. "Bringst du sie zu mir"?
Doch es dauerte nicht lange, bis sie nach diesen Worten wieder einschlief. Von dem, was danach passierte, bekam sie nichts mehr mit. Auch in den nächsten Tagen wurde sie nur geweckt, damit man ihr Flüssigkeit einflößen konnte.
Doch sie kämpfte. Ihre Zielstrebigkeit ließ sie aus den eiskalten Fängen des Todes entkommen. Diesen Kampf würde sie gewinnen.

-Endpost von Barbara
-Szenenende. Fortsetzung folgt im neuen Forum.-
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