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 Montepulciano

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AutorNachricht
Barbara Gonzaga
Deutsche Herzogin
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Spieler : Nessie

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BeitragThema: Re: Montepulciano   2/10/2017, 8:18 pm

Sein Lachen war unangemessen und seine Worte, die er kurz darauf sprach, unterstrichen nur, wie lächerlich er dieses Gespräch fand. Stampfte damit Luigi und Barbara zu Boden. Derartig wurde sie noch nie von einem Herrn von adeligem Geschlecht behandelt. Es erfüllte sie mit Wut, Demut und Verachtung, was er da von sich gab.
Barbara fasste Hannigans Worte auf, als spräche er von einem Templerbruder. Unmöglich! Konnte ein Mann wie Bell so schnell in den Orden aufgenommen werden? Für Assassinenverräter wahrscheinlich. Bisher traf sie keinen normalen Mann, der auf diese Wege in den Kreis des Templerordens aufgenommen wurde. Hannigans Worte schienen ehrlich, als er erklärte, er hätte keinen derartigen Bezug mit Männern. Doch seine nächsten Aussagen wuschen diese Erklärungen fort, als wären sie da gewesen. Eine Verschwendung...
Noch immer sagte Barbara kein Wort. Doch ihre Augen hatten sich vor Zorn etwas geweitet und blitzten auf, während sie Hannigan weiterhin beobachtete. Erst, als Luigi Rizzi aufschrie und zugleich die Tür geöffnet wurde, bekamen die nun anderen Anwesenden ihre Aufmerksamkeit. Doch genauso wie auf der Straße ging auch dieses Geschehen so schnell voran, als Luigi letztendlich seine eigene Waffe zog. Reflexartig machte Barbara einen Schritt zurück. Nur in die Nähe eines Schwertes zu kommen war äußerst gefährlich. Auch wenn Luigi Rizzi diese führte.
Schon seit Ewigkeiten hatte sie ihn so nicht mit einer gezogenen Waffe gesehen. Und sie empfand Gefallen daran, doch war dieser Gedankenzug nur nebensächlich und verschwand genauso schnell, wie er gekommen war. Denn gerade ging es um durchaus wichtigeres.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Montepulciano   2/10/2017, 8:54 pm

Shanes Blick wurde düster und er funkelte den anderen an. Bisher hatte er es immer geschafft, den anderen mit seinen Worten wieder zu beruhigen, doch in diesem Moment war all der Hass auf ihn gerichtet. Für einen Moment drückte ihn das Gefühl förmlich an die Wand. “Als Anführer, muss man bereit sein sich in den Dreck zu legen. Warum sonst wurde London nie eingenommen?“ Shane hatte ihn nie vorgehabt zu beleidigen, auch wenn er es wohl mit jedem Wort tat. Er wollte nur einen Weg hier raus finden. Aber viel eher ritt er sich noch mehr hinein. Shane spannte sich an und zuckte etwas zusammen, als Rizzi zu brüllen begann. Zugleich fühlte er Erleichterung. Francis war entkommen. Er würde leben und wenn er schlau genug war weit von hier verschwinden. Diese Erleichterung wehrte jedoch nicht lange.
Der Klang von Metall lies ihn blinzeln. Rizzi hatte die Waffe gezogen und sein Gesicht war voller Wut. “Ich habe ihm nichts erzählt!“, knurrte er. Natürlich wusste Francis die Dinge, die er zu wissen hatte, aber nicht mehr. “Und bezeichnet mich nie wieder als Verräter!“ Shanes Stimme bebte, blieb aber leise. Das Wort war wie ein Schlag in sein Gesicht gewesen. Er hatte den Orden mit keiner Tat verraten.
Sein Herz schlug in Panik und er drehte sich um. Er hatte keine Zeit nachzudenken. Wenn er nicht durch die Klinge sterben wollte, musste er jetzt handeln. Eins. Zwei. Drei. Vier. Fünf! Shanes Hände schlangen sich um Barbaras Hals. In seiner Hand war eine feine Klinge erschienen. Es war ein kleiner Nierendolch, den er in der Innenseite seines Mantel verborgen hatte. “Verzeiht Signora.“, meinte er ehrlich in ihren Rücken und legte die Waffe kurz fester an ihren Hals. “Legt das Schwert weg, Signore Rizzi!“ Shanes graue Augen flackerten kurz. “Wir wollen nicht, dass hier jemand stirbt. Der englische Orden würde Euch den Krieg erklären, wenn sie erfahren, dass Ihr mich getötet habt.“ Shanes Kopf war über Gonzagas Schulter zu sehen und er drehte den Kopf zu ihr. “Signora, ich würde nur ungern Euren bezaubernden Hals verletzten -könntet ihr Euren Geliebten darauf hinweisen, dass ein Kampf gerade die schlechteste Wahl ist?“ Er sagte die Worte  leise und versucht schmeichelnd in ihr Ohr und blieb angespannt hinter hier stehen. Er hatte nicht weiter gedacht bis an diesen Zeitpunkt. Shane hatte nicht vor Barbara zu verletzten, doch seine Hand lang eng an ihrer Haut und eine Bewegung würde reichen um sie zu schneiden. Der Engländer konnte ihren Herzschlag unter seinen Finger spüren - schneller als sein eigener. “Es ist eine Schande, dass wir einander nun in dieser Situation wieder sehen. Dieser Krieg ist schon schwer genug ohne inneren Kampf.

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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Montepulciano   2/10/2017, 10:06 pm

Seine Schritte stoppten schlagartig als sich Hannigan zu Barbara gesellt hatte und sie nun bedrohte. Rizzi war aufgebracht, aufgewühlt und weiterhin fassungslos. Er liess das Schwert sinken. Ihm war unwohl bei diesem Anblick. Es machte ihm Angst, Barbara in dieser Situation zu sehen. "Was wollt Ihr?", fragte er Hannigan und starrte ihn an. Dabei ging er langsam in die Hocke und legte das Schwert ab. Als er sich erhob, hielt er seine andere Hand zur Beruhigung etwas nach oben. Seine Bewegungen liefen langsam ab. Er wollte Hannigan nicht zu einer falschen Tat verleiten. "Ihr habt doch eben selbst gehört, dass meine Männer ihn nicht gefunden haben! - Herrgott nochmal, Hannigan! Lasst sie los! Lasst sie sofort gehen! Sie hat mit dieser Sache nichts zu tun!", murrte er. Aber er flehte auch ein bisschen. Um Barbara hatte er wirklich Angst. Ihr durfte nichts geschehen. Und Hannigan erwies sich gerade als völlig unkontrolliert. Hannigan war ein Mann, der viele Masken zu tragen schien.
Ihm wie auch Hannigan war allerdings klar, wie das hier enden würde. Selbst wenn sie sich einigen würden, wäre es Hannigan, der unter Beobachtung stand und womöglich in Gefangennahme landete. Nicht Rizzi. So gesehen konnte es Hannigan egal sein, ob er Barbara etwas antat oder nicht. Rizzi konnte Hannigan nicht mehr einordnen. Er war zu einem Gegner geworden. Doch auf welcher Stufe? Wie ernst war es Hannigan? Und vorallem: Was wollte er? "Ich werde meine Männer zurückziehen. Sie werden nicht mehr nach Bell suchen und ihn auch nicht töten. Dafür lasst Ihr nun endlich die Signora gehen! Und dann werden wir reden, Hannigan! Und Ihr werdet mir einen einzigen vernünftigen Grund nennen, warum dieser Taugenichts am Leben bleiben soll! Er ist für alle nur hinderlich und unverschämt! Selbst Euch hat er wüend gemacht!"
Rizzi wusste selbst nicht was aus dieser Situation werden sollte. Aber zuerst musste er Barbara befreien. Ihm war heiss und kalt. Nie musste er sich um jemanden Sorgen machen. Aber jetzt fühlte er sich irgendwie hilflos. Mächtig aber hilflos. Das gefiel ihm überhaupt nicht. Seine Angst war aber, verglichen mit der von Shane, recht klein. Hannigan war kein Mörder. Zumindest nicht wenn er es vermeiden konnte. Und hier konnte er es vermeiden.
Ungläubigkeit machte sich in Rizzi dagegen breit. Das alles geriet nur aus dem Ruder wegen einem idiotischen Söldner! Was war an ihm so wichtig, dass er überleben musste? Was in aller Welt hatte dieser Kerl hier in Italien verloren? Wie konnte er nach solchen Wunden so fidel sein? Für Rizzi war Bell längst zu einer Art Dämon geworden, der komische Fratzen zog und vernichtet werden musste. Er besass sogar die Macht eines Incubus. Er schlief mit Hannigan und stahl ihm neben der Lebensenergie und seinem Samen auch noch den Verstand! Rizzi bekreuzigte sich bei diesem Gedanken innerlich erneut mehrmals.
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Barbara Gonzaga
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BeitragThema: Re: Montepulciano   3/10/2017, 12:14 pm

Hannigan sah sie an und trat mit eiligen und großen Schritten auf sie zu, bevor sie überhaupt begriff, was hier gerade geschah. Das erste, was sie fühlte war Hannigans Hand, die sich an ihren Hals legte. Sie war kühl und bescherte ihr neben dem Wissen, dass hier etwas gewaltig schief lief, eine Gänsehaut. Erst dann kam die kalte Klinge dazu und reflexartig drückte die junge Frau sich gegen den Körper des Mannes. Stark angespannt und mit galoppierenden Herzen bewegte sie zwar keineswegs ihren Kopf, dafür aber die Augen, die die unscheinbare Waffe fixierten und dann zurück wanderten, um zu Luigi zu starren. Ihre Augen waren voller Angst geweitet und dagegen tun konnte sie auch nichts, dass ihr Körper anfing etwas zu zittern. Die Worte, die der Engländer sprach und sie um Verzeihung bat, waren so nah an ihrem Ohr und doch so weit entfernt. Noch nie hatte sie sich in einer derartigen Situation befunden und sie betete, dies zu überstehen. Denn der Großmeister meinte es ernst. Der Teufel musste zu ihm gesprochen haben, weshalb er sich für diesen Weg entschied!
Sie war eine starke Frau. Doch nun die kalte Maske aufzusetzen und ihn zu provozieren, dass er ihr doch wehtun sollte, war diesmal nicht das klügste. Immerhin war sie auch keine Schwester des Assassinenordens, die sich dadurch freiwillig das Genick brechen würde. Aber das war sie nicht. Sie war eine Templerin. Und in diesem Moment musste sie niemanden etwas beweisen. Eine Gefangene war Barbara jetzt. Eine Gefangene, die sich gerade nichts mehr wünschte, als Sicherheit. Eine Seite, die ihr bisher fremd blieb.
"Schick die Wachen raus, Luigi.", brachte sie heraus. Es war nicht laut, dennoch hörbar. Die Männer, die Rizzi die Nachricht überbracht hatten, hatten selbst ihre Schwerter gezogen und standen kampfbereit im Raum, neben Barbara's Geliebten, der schon längst die eigene Waffe zu Boden gelegt hatte..
Die Klinge an ihrer Kehle war scharf. So scharf, dass sie glaubte, es reichte nur eine kleine Bewegung aus, um ihr das Leben zu nehmen. Keine Sekunde ließ sie Luigi aus den Augen. Ihr Atem ging schnell und zitternd zugleich. "Wir werden einen Weg finden, Signore. Bitte...", sprach sie Hannigan jetzt leiser an.

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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Montepulciano   3/10/2017, 12:56 pm

Er beobachtete jede Bewegung die Rizzi machte. Sah auf das Schwert, dass auf den Boden gelegt wurde, auf die etwas erhobene Hand und dann in das Gesicht des Templers. Ein kurzes erleichterndes Schnauben drang aus seinem Mund. Zu leise um von dem Templer gehört zu werden, doch Barbara würde es in ihrem Nacken spüren. Er stand so nah an ihr. Ebenso hatte sie sich automatisch näher an ihn gedrückt, sodass ihr Rücken gegen seine Brust traf. Shane konnte die Wärme und das Leben spüren, dass von ihr ausging. Und Shane war in diesem Moment klar, dass Rizzi dieses Leben wichtig war. Er hörte is dem leichten Flehen und dem sofortigen niederlegen des Schwertes. Er nutzte es aus, jedoch nicht um sich zu bereichern. Er wollte einfach irgendwie überleben.
Ich möchte einfach kein Blut vergießen. Ihr seid und bleibt ein Templerbruder. Ihr hättet mich getötet, dass konnte ich nicht zulassen.“ Shane trat keinen Schritt zurück und löste auch nicht seine Hände. Man konnte ihm sogar ein wenig ansehen, dass er es auch nicht wirklich genoss. Viel eher waren seine Züge hart und seine Augen unleserlich. Rizzi kannte ihn nicht und Shane kannte Rizzi nicht. Niemand schien zu wissen wie weit der andere gehen würde.
Dass er hier einfach nicht hinaus gehen konnte, war ihm bewusst. Es war Rizzis Gebiet und er besaß hier weitaus mehr Macht. Shane würde sehr viel verlieren, sollte er fliehen und es würde schuldig wirken. So viel schuldiger.
Als Rizzi begann er würde die Wachen von Francis abziehen, sah er kurz zum Fenster. Francis würde am Leben bleiben. Er war jetzt bereits entkommen und wenn er es schaffte den Kopf aus der Schlinge zu ziehen, würde auch er mit dem Leben davon kommen. “Ich habe nie behauptet, er würde meine Laune bereichern.“ Shanes Blick huschte zu den Wachen, als Barbara darum bat sie raus zu schicken und dann wieder auf Rizzi. “Ich sagte bereits er sichert mir eine wichtige Verbindung in England.“ Würde es etwas ändern, wenn er die Wahrheit sagte? Doch selbst der Gedanke es auszusprechen fiel ihm schwer. In den letzten Tagen hatte er die Tatsache ihrer Verwandschaft immer mehr vergessen. Zuerst hatte er sie als Ausrede für sich selbst benutzt. Der Grund warum er ihn am Leben ließ. “Und ich habe im Gegensatz zu Euch nicht die Geduld verloren. Dass er auf die Assassinen traf ist ein Ärgernis. Doch Ihr sagtet doch selbst sein Verstand sei nicht groß. Er weiß nicht was er getan hat.
Ein Geräusch am Fenster ließ ihn zusammenfahren. Ruckartig trat er einen Schritt davon weg und zog Barbara mit sich. Dabei rutschte die Klinge ein Stück nach hinten und striff die zarte Haut. Doch bevor mehr passieren konnte, umgriff er den Nierendolch fester und hob ihn von ihrem Hals fort. Blut schimmerte auf dem Metall und er verzog kurz das Gesicht, ehe er wieder straff stand. Jetzt wo er die Wand im Rücken hatte, fühlte er sich wieder sicherer. “Woher kann ich mir sicher sein, dass Ihr nur reden werdet Singore?“, fragte er nun mit gepresster Stimme und kurz fuhr er mit der freien Hand um Barbaras Hals. Er spürte das Blut nun auch auf seinen Fingern, aber es war nicht viel und würde wohlmöglich auch nicht lange fließen. “Vergebt mir.“, meinte er noch einmal leise und zog die Hand wieder ein wenig zurück.

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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Montepulciano   3/10/2017, 2:01 pm

Sein Blick ging zu Barbara, die ihn verzweifelt darum bat, er möge die Wachen herausschicken. Aber Rizzi reagierte nicht sofort. Sein Blick glitt wieder zurück in Hannigans Gesicht. Er musste kurz nachdenken, musste die Lage einschätzen. Seine eigene, die von Barbara und die von Hannigan. Erst nach einigen Sekunden sprach er mit den Wachen ohne seinen Blick von Hannigan abzuwenden. "Zieht alle Soldaten von der Suche ab! Bell ist ab sofort ein freier Mann und kann tun und lassen wonach ihm ist solange er nicht gegen die örtlichen Gesetze und unsere italienischen Gepflogenheiten verstösst." Seine Stimme war fest und laut. Er wollte, dass Hannigan es deutlich hörte. Wollte, dass er keine Zweifel mehr hatte, Rizzi würde lügen. "Und jetzt verlasst diesen Raum! Das hier geht nur uns etwas an!", befahl er. Er wartete bis die Wachen verschwunden waren. Dann erklang ein Geräusch, Hannigan fuhr zusammen und verletzte Barbara. Rizzis Augen weiteten sich und sein Herz schlug schneller. Er hatte erkannt, dass diese Verletzung nicht mit Absicht herbeigeführt wurde. Doch die Geiselnahme war pure Absicht und das konnte Hannigan auch nicht mehr wegreden.
"Euch ist wohl klar, dass das alles hier wegen ihm passiert ist?", fragte er Hannigan mit gefährlich klingender Stimme während er einen Schritt auf die beiden zu machte. "Wir stehen uns gegenüber wegen ihm, Signore Hannigan. Ihr habt meine Verlobte verletzt wegen ihm, Signore. Ihr seid vom rechten Weg abgekommen. Wegen ihm." Er blieb stehen und streckte dann die Hand aus. "Lasst sie los. Wir sind allein in diesem Raum. Euch kann nichts passieren und ich habe auch kein Interesse daran, Euch Schaden zuzufügen. Ihr habt meine Befehle gegenüber meinen Leuten gehört. Ihm wird nichts geschehen."
Was ihm immer noch nicht klar war, waren das Verhältnis zwischen Hannigan und Bell. Beide waren Engländer. Und Bell sicherte Hannigan eine Verbindung mit England ab. Bell! Seit einer Stunde ging es nur noch um diesen grauenvollen Mann! Rizzi kochte innerlich. Die Wut war gepaart mit der Angst um Barbara und einer Ratlosigkeit gegenüber Hannigan, die er so noch nie gefühlt hatte.
"Barbara muss versorgt werden. Seid kein Narr, Signore! Handelt Eure Situation mit mir aus! Wir werden eine einvernehmliche Lösung finden, mit der wir alle leben können.", bot er an.
Er wollte noch keinen Druck ausüben. Das hätte nach hinten losgehen können. Hannigan sah aus wie ein Tier auf der Flucht, dass in die Ecke getrieben worden war. Wie jemand, der sein Leben retten wollte und dabei verzweifelt auch noch um das Leben eines anderen kämpfte.
Rizzi erinnerte sich an die Szene in der Gasse. Hannigan hatte harsch und mit fester Stimme gesprochen, er ging auf keinen Jux des Söldners ein. Er schien genervt zu sein, verärgert, während der Söldner mit ihm seine Spässe trieb. Und nun versuchte Hannigan seit Minuten das Leben dieses unerträglichen Mannes zu retten, den er ebenfalls so unherzlich behandelt hatte. Das wollte nicht zusammenpassen. Und ein Verwandter war Bell sicherlich auch nicht. Kein Verwandter würde sich derart lasziv verhalten, Luftküsse und Herzsymbole verteilen ohne an die Konsequenzen zu denken, die für die gesamte Familie erfolgen könnte.
Rizzi wollte sich und Hannigan etwas Zeit einräumen. Barbara sollte endlich zu ihm kommen können damit man ihre Wunder versorgt wusste, und Hannigan sollte sich bewusst werden, was er hier gerade getan hatte. Dass ihre Reise nicht mehr weiterverlaufen würde wie bis anhin, war wohl allen klar gewesen. Und dennoch gehörte Hannigan als Grossmeister nicht zu Santoro in den Kerker. Das hätte bedeutet, dass die Assassinen einen Keil zwischen sie treiben konnten. Und Rizzi ging noch immer davon aus, dass Bell längst bei den Assassinen gelandet war und ihnen brühheiss erzählte, was eben vorgefallen war. Das machte Rizzi und die Templer angreifbar und schwach.
"Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.", rezitierte er einen der sieben letzten Botschaften Jesus aus dem Lukasevangelium. Er bezog sich dabei auf Hannigans Aussage, Bell hätte nicht gewusst, was er tat. "Immerhin weiss ich, was ich tue.", fügte er hinzu und starrte Hannigan weiter auffordernd an. "So lasst sie gehen. Sie hat weder etwas mit Euch noch mit Bell zu tun."
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Barbara Gonzaga
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BeitragThema: Re: Montepulciano   3/10/2017, 4:38 pm

Barbara konnte nicht unterscheiden, ob Hannigan nun den Verstand verloren hatte oder dadurch nur versuchte, seine eigene Haut zu retten. Da sie noch nie Vertrauen ihm gegenüber aufgebaut hatte, konnte sie keines verlieren. Oder etwa doch? Würde sie nicht gleich sterben, würde sie es nicht mehr wagen, nur in seine Nähe zu kommen. Er war gefährlich. Und sie fühlte sich kleiner. Kleiner als je zuvor. Sie spürte, dass sie stark an ihrem Leben hing. Trotz der vielen Verluste, die sie in gerade mal 25 Jahren erdulden musste. Die Situation war nicht aussichtslos. Sie konnte jeder Zeit enden. So oder so. Sie wünschte sich zurück in Luigi's Arme, die sie schon so lange schützend festhielten und sie vor einem Fall retteten. So viele Male, denen sie sich jetzt erst bewusst wurde.
Barbara's Gedanken, die Ähnlichkeiten mit einer Trance hatten, wurden prompt gerissen. Dies geschah, als Hannigan erschrak und einen Schritt zurück machte, nicht darauf bedacht, dass die Klinge dabei ihren Hals striff.
Der Schmerz fuhr ihr kurz durch Mark und Bein und ein erschrockenes Seufzen drang aus ihrem Mund. Doch schnell begriff sie, dass die Verletzung nicht Lebensgefährlich war. Schwer konnte sie dies in ihrer Schreckensphase einordnen, doch genügte ein Blick zu Luigi, dass es nicht so schlimm sein konnte, dass sie gleich verblutete. Der Körper der jungen Frau fühlte sich an, als stünde sie unter Alkoholeinfluss. Als hätte sie ein Glas Wein in einem Zug zu sich genommen, welcher ihren Körper betäubte. Ein Schock? Jedenfalls ein äußerst dramatisches Szenario.
Luigi sprach auf Hannigan ein. Und der wiederrum versuchte sich mit Worten und Barbara im Arm zu schützen. Irgendwo in ihr sammelte die Herzogin die gesprochenen Worte auf, die fielen, doch schien dies gerade sehr unrelevant zu sein.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Montepulciano   3/10/2017, 9:23 pm

Shane sah den Wachen nach, die nun den Raum verlassen hatten. Zurück blieben nur noch sie drei. Shanes Lippen waren schmal. Hatte Rizzi die Wahrheit gesagt? Würde er alle abziehen? Davon war er nie ausgegangen, er hatte es nicht einmal gefordert - doch am Ende auch nicht abgelehnt. Der Adelsmann sah auf die blutige Klinge. “Ich habe nie den Weg verlassen, Signore Rizzi. Lediglich einen Umweg eingeschlagen. Das Ziel jedoch immer dasselbe.“ Sein Ton war zurück in diese von ihm stets bekannte Kälte gefallen. “Hättet Ihr mir vertraut, wäre es zu dieser Situation nie gekommen.“ Shane war zu der Erkenntnis gekommen, dass sie ihm ab einen gewissen Zeitpunkt ausspioniert hatten. Gonzagas Fragerei Stunden zuvor, führten ihn ebenso zu diesen Gedanken. Wie sonst hätten sie ihn und Francis gesehen. Zufall? Die Stadt mochte klein sein, aber er hatte in diesem Fall nicht einmal Francis geglaubt.
Er hielt sie noch immer. Shane wurde es bewusst, während er das Zittern spürte. Rizzis Worte drangen klar an seinen Kopf, hinterließen aber keine Regung in seinem Gesicht. Ein wenig blinzelte er nach Minuten der Stille und löste dann seine Hände ganz von ihrem Hals. Er winkelte seine Arme leicht an und umklammerte den Griff des kleinen Dolches.
Er hatte keine Wahl und ein Teil von ihm hoffte, dass Rizzi die Wahrheit sprach. Sie würden eine Lösung finden. Er gab Gonzaga einen leichten Stoß zwischen die Schultern, um sie zu Rizzi zu bewegen. Dann trat er soweit zurück, bis er wieder die Wand an seinem Rücken spürte. Sie schien ihn gerade zu stützten, während alle anderen Sinne auf seinen Verstand gerichtet waren. In seinem Kopf flogen die Gedanken hin und her und er realisierte, dass er einen großen Fehler gemacht hatte, indem er Barbara bedroht hatte. Zuvor mochte sie ihn geschützt haben, aber nun hatte er nichts mehr, dass Rizzis Zorn abhalten konnte. Seine Finger zuckten leicht Nervös, doch er hob den Blick fest zu dem Templer.
Gut. Dann reden wir.“ Shane griff sich etwas an die Nasenwurzel und hinterließ dabei eine Spur von Barbaras Blut auf seiner Haut. Er fühlte sich für einen Moment unendlich erschöpft und verzweifelt. Er hatte so oft darüber nachgedacht, was er tun würde, wenn man sie erwischte. Er war immer wieder alles durch gegangen und jetzt wo er sich in dieser Situation wiederfand, wusste er keinen Weg mehr. Es war so überraschend gekommen, dass man ihm damit den Boden fortgerissen hatte. Mit langsamen Bewegungen löste er sich von der Wand und schritt durch den Raum. Dabei behielt er Rizzi im Auge, bis er einen der Stühle erreichte. Shane ließ sich auf einen davon nieder. Er zeigte damit, dass er auf die Worten seines Templerbruder vertraute: Das sie reden würden und niemand zu Schaden kam - oder nicht noch jemand. Shane Schultern sanken leicht nach unten, während er zu Barbara sah. Sie wirkte bleich und ihre Augen weit entfernt. Er hatte diesen Ausdruck schon oft gesehen. In den Augen jener, die um ihren Tod fürchteten. “Ich hatte nie vor Euch zu töten, Signora.“ Er hatte nicht eine Sekunde daran gedacht.


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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Montepulciano   3/10/2017, 9:58 pm

"Ich habe Euch vertraut! Bis ich Euch mit diesem... Elenden gesehen habe!", fauchte er. Dann kam er auf Barbara zu und schloss sie fest in seine Arme. Sein Blick war aber bedrohlich auf Hannigan gerichtet. Was dachte sich dieser englische aufgeblasene Grossmeister eigentlich? Dachte er, er wäre Rizzi überlegen? Glaubte er wirklich, Rizzi würde seine Worte halten? Im Moment tat er das aber es war nur eine Frage der Zeit bis er Söldner anheuerte, die den Söldner suchen sollten. Er wollte ihn tot sehen. Oder ihn vor Hannigans Augen sterben lassen um ihm zu zeigen, dass es völlig gleich war, wer oder was Hannigan war. Er hatte sich mit Rizzi angelegt und er hatte Barbara als Geisel genommen und verletzt. Das war unverzeihlich für ihn gewesen und es gab hierfür keine Vergebung.
Seine Augen waren schmal geworden und er beobachtete Hannigan wie dieser sich auf einen Stuhl niederliess.
Dann sah er sich kurz Barbara an. "Es ist nur ein kleiner Schnitt.", beruhigte er sie mit leiser Stimme, die nur an sie gerichtet gewesen war. "Möchtest du, dass man sich darum kümmert oder bleibst du mit hier? Ich versichere dir, dass er keinen Finger mehr an dich legen wird."
Er drückte sie erneut fest an sich und küsste sie auf die Stirn. Sie zitterte und ihm war klar, dass sie einen kleinen Schock oder einen sehr tiefen Schrecken erlitten hatte. Was der Engländer vorgehabt hatte oder was nicht, war nicht mehr relevant. Rizzi glaubte ihm kein Wort mehr.
Er sah wieder auf und taxierte Hannigan erneut mit Blicken. "Ich werde Santoro morgen früh hängen lassen. Hier in Montepulciano. Und dann werde ich Jagd auf die restlichen Assassinen machen, vielleicht kann ich es auch nicht vermeiden, dass Bell unter den Opfern sein wird.", erklärte er. "Oder Ihr seid zu einer kleinen Aufgabe bereit, Signore. Dann schaffen wir es vielleicht nach Rom von wo aus Ihr nach Hause reisen könnt und was Eurer 'sicheren Verbindung nach London' genug Zeit für die Flucht geben wird. Sofern er denn flieht statt uns nachzureisen. Bei diesem Hohlkopf könnte ich mir alles vorstellen."
Nun wollte Rizzi wissen, inwiefern Hannigan Kontakt zu den Assassinen hatte. Würde es ihn kalt lassen, wenn Santoro morgen schon starb? Oder würde er sich für die Aufgabe entscheiden?
Hatte Hannigan wirklich gedacht, Rizzi sei ein Mann der Diplomatie?
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BeitragThema: Re: Montepulciano   3/10/2017, 10:43 pm

Der sanfte, dennoch herrschende Griff an ihrem Hals lockerte sich. Und bald wurde auch die Klinge zurückgenommen. Als Hannigan seine Hände an sie legte, um sie zum Gehen  zu bewegen, wartete sie keine Sekunde und lief auf Luigi zu. Als er sie empfing und sie in seine Arme nahm, fühlte es sich an, als gäben ihre Beine nach. Sie lehnte sich gegen ihn, legte ihre Arme um seinen Körper. Sein vertrauter Duft drang dabei sofort in ihre Nase, der sie ins Leben zurück zu rufen schien. Denn lange verharrte sie nicht so. In seinen Armen drehte sie ihren Kopf in Hannigans Richtung, der sich nun in Bewegung setzte und im Raum eine Runde drehte. Und trotzdem waren ihre Augen noch von Angst und Schock erfüllt. Mit leiser Stimme sprach Luigi auf sie ein. Gab ihr zu verstehen, dass der Schnitt nicht lebensgefährlich war.
"Ich bleibe. ", antwortete die junge Frau ihm nur leise. Die Sturheit zeigte sich dadurch. Die Entschlossenheit, Hannigan im Blick zu behalten und endlich zu erfahren, was er sich mit dieser Tat eingehandelt hatte. Wie Luigi reagierte und ob er Hannigan noch einmal durchkommen ließ.
Und Luigi handelte. Die Worte, die er sprach, waren überraschend. Und trotzdem blickte sie weiter zu Hannigan, als wolle sie sicher gehen, er würde ihr nicht nocheinmal zu nahe kommen. "War es zu Eurem Glück oder zu meinem, weshalb die Klinge nicht tiefer schnitt?", fragte sie mit aufgebrachter Stimme, die mit Angst gemischt wurde, doch erwartete sie keine Antwort. Noch immer schlug ihr Herz wild. Kälte legte sich auf ihre Haut und dennoch ließ das Zittern langsam nach.
Das Blut an ihrem Hals war verschmiert, als Hannigans Hand noch wenige Sekunden zuvor über die Wunde glitt, doch trat es immernoch hervor. Wenn auch nicht so stark. Auch wendete sie den Blick von dem englischen Großmeister nicht ab, als sie seine Lippen auf ihrer Stirn spürte.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Montepulciano   3/10/2017, 11:04 pm

Er würde Francis den Hals umdrehen. Immer und immer wieder. Hätte sich dieser Narr doch nur fern gehalten! Shane seufzte aus und legte seine Hände auf die Oberschenkel. Dass er dabei seine Hose mit verschmutzte ließ ihn in diesen Moment kalt. Er beobachtete Rizzi und Gonzaga kurz, bevor er den Blick zur Türe wandte. Sie wirkte so weit entfernt und er vermutete, dass die Soldaten kaum drei Schritte davon entfernt waren. Shane drehte den Kopf zurück zu Rizzi, sah ihn dessen vor Wut glänzenden Augen und zwang sich zur Ruhe. Diese stetige Maske, die er kaum verlor und die er in so vielen Jahren perfektioniert hatte. Die Angst in seinem Körper war jedoch noch lange nicht gemildert. Und in diesem Moment richteten ihn nicht nur zwei, sondern vier Augen. Zwar hatte er die Worte kaum gehört, doch Barbara hatte den Raum nicht verlassen. “Unser beider.“, war alles, was er auf ihre Worte sagte.
Shane richtete sich auf. Sein Rücken war mit einem Mal schmerzhaft gerade und seine Augen funkelten voller Gram und verletztem Stolz. “Denkt Ihr wirklich, dass ich Eurem Wort folge und Aufgaben erledige wie ein Hund, nur da Ihr den Namen Bell erwähnt?“ Seine Finger ballten sich zu einer leichten Faust. Hoffentlich war Francis schon weit weg von der Stadt. Aber ein flüchtiges Gefühl sagte ihm, dass Francis genau dieser Dummkopf sein würde, der zurückkam. Er hatte es ihm am Abend zuvor gesagt und an diesem Morgen. Diese drei Worte die er verfluchte. Francis verrannte sich und wenn er jetzt nicht aufpasste, dann rannte er in den Tod vor dem er sich doch gerade gerettet hatte.
Ob Ihr den Assassinen jetzt oder in Rom tötet, macht doch keinen Unterschied!“ Shane würde nichts tun um es aufzuhalten. Er hatte bereits zwanzig Jahre lang nichts getan. Seine Meinung darüber zählte nicht. Sie war nicht relevant und dem Orden nur ein Hindernis. Die Assassinen waren noch immer seine Feinde - Francis hin oder her. Er würde Rafaels Tod nicht stoppen, nur um seinem Cousin den Verlust zu ersparen. Vielleicht wäre es sogar eine Erlösung für den Mentor. Der Tod war friedlicher, als die Folter die man ihn ausgesetzt hatte. Shane sah Rizzi ins Gesicht. Francis würde schnell genug sein und Rizzi hatte den Wachen befohlen ihn nicht zu töten. Sie mussten sein Gesicht kennen, oder nicht? “Tut was Ihr nicht lassen könnt, Signore.“ Shane zwang seine Hände dazu den Stoff seiner Kleidung los zu lassen. Das was Rizzi hier forderte, war kein Gespräch. Es fühlte sich mehr an, als gäbe man ihm die Entscheidung zwischen Verbrennen oder Erhängen. Beides gefiel Shane nicht wirklich.

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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Montepulciano   4/10/2017, 9:08 am

Rizzi verzog sein Gesicht zu einem bösen Lächeln. "Ja, Signore, das glaube ich durchaus. Er ist Euch wichtig. In welcher Art und Weise ist mir noch immer ein Rätsel aber Ihr seid ein sehr grosses und gefährliches Risiko eingegangen nur um ihn zu schützen.", teilte er Hannigan seine Beobachtung mit.
Er löste ein wenig den Arm um Barbara, trat einen Schritt von ihr weg und auf Hannigan zu und liess seine Hand noch immer an ihrem Arm. Sie sollte sich nicht allein fühlen müssen nach dieser schrecklichen Tat. Doch Rizzi scheute die Konfrontation mit Hannigan nicht. Der Assassine Santoro war Hannigan also gleich. Das konnte so sein. Es konnte aber auch anders sein. Die Antworten von Hannigan liessen Rizzi nichts genaueres erkennen was ihn etwas ärgerte. "Ihr habt Euch in Tiefen begeben, in die Ihr nicht hättet gehen sollen, Signore. Ihr wisst, dass ich Euch nicht einfach so gehen lassen kann. Womöglich wäre einer Abreise Eurerseits nichts im Weg gestanden, hättet Ihr keine Hand an die Signora gelegt. Diese Tat hat die Situation verändert. Verschlimmert."
Rizzi spielte mit dem Gedanken, Hannigan Hausarrest aufzuerlegen. Mit Wachen an der Tür und am Fenster. Doch damit wäre Hannigan zu einfach und milde weggekommen.
"Wachen!", sagte er laut zur Tür, die sofort wieder geöffnet wurde. "Nehmt diesen Mann fest und bringt ihn in eine Zelle! Auf der Stelle!", befahl er. Dann sah er zu Hannigan während ein Dutzend Männer hereinstürmten. "Ich werde nach London korrespondieren und veranlassen, dass man Euch den Posten als Grossmeisters entzieht und die Strafe für Sodomie und Blasphemie, Geiselnahme und Angriff auf die Herzogin Gonzaga dort über Euch spricht!", zischte er und starrte ihn mit wütend funkelnden Augen an. Dann grinste er wieder böse auf. "Colani!", sagte er und befehligte einen Mann zu sich. "Nehmt die Suche nach diesem blonden Söldner wieder auf. Sucht überall. Und dann bringt ihn her. Lebendig oder tot. Doch bringt ihn her!"
Rizzi hatte Macht. Doch auch diese Macht war begrenzt. Er war kein Grossmeister und die Kunde über Hannigan und Rizzis Zerwürfnis würde schneller den italienischen Grossmeister erreichen als Rizzi Rom.
Als Hannigan in den festen Griffen von Soldaten war, stellte sich Rizzi vor ihn. "Gott richtet über alle. Aber er richtet besonders über jene, die keinen Respekt vor ihm haben. Überlegt Euch gut, was Ihr sagt. Andernfalls werde ich einen weiteren Galgenbaum in Rom beordern."
Seine Reaktion auf Hannigans Tat war für ihn mehr als gerechtfertigt. Er hatte Barbara verletzt, er hatte ihr Angst eingejagt. Hannigan hatte einen gesuchten Feind gekannt und ihn heimlich getroffen. Er hatte sich der verbotenen Lust hingegeben und leugnete es auch noch. In Kürze würde er neben Santoro in einer Zelle landen und dort warten müssen. Er würde warten müssen was Rizzi mit ihm vorhatte. Vielleicht hätte Hannigan ausgepeitscht werden müssen um ihm seine Verwirrung auszutreiben. Aber dann hätte er ihn mit Santoro gleichgestellt und Hannigan hatte noch immer blaues Blut in sich was Rizzi von dieser Massnahme abhielt.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Montepulciano   4/10/2017, 12:46 pm

Das böse Lächeln auf Rizzis Lippen lies Shane erstarren wie einen Hasen vor einem Fuchs. In seine grauen Augen tobte ein Sturm aus Wut und Furcht. Jedes weitere Wort aus den Lippen des Italieners jagten Wogen von Panik durch seinen Körper und zugleich entwickelte er eine Abneigung gegen diesen Mann. Shane blieb still. Schwieg und lauschte. Dachte nach und verlor sich zugleich in einem undurchdringlichen Chaos, dass er versuchte zu ordnen. War es so offensichtlich gewesen? Schien Rizzi in seinen Taten mehr zu sehen als er selbst. “Ihr wart im Begriff mich zu töten, von Gefühlen geleitet.“, stieß er dann aus. “Ihr hattet Euren Zorn über die Niederlage von Bells Flucht nicht im Griff. Ich war ohne Schwert - ein ungerechter Kampf, niemand würde meine Tat infrage stellen.“ Shane zwang sich den Blick zu erwidern. Alles ihm Kämpfte dieses einengende Gefühl der Angst zur Seite und er gewann. Fort von Francis war es so einfach. “Das wagt Ihr nicht!“ Seine Stimme war für einen Moment lauter geworden, doch die Wachen stürmten bereits in den Raum und zogen ihn unsanft auf die Beine. Grobe Hände entrissen ihm den Dolch und Schwertspitzen raubten ihm die Beweglichkeit. Shanes Gesicht war bleich und seine Augen schmal, während der Rest seiner Züge nicht einmal zuckte.
Es waren nicht all die Dinge die Rizzi ihm vorwarf, die den kalten Damm in Shane brechen ließ, sondern die Tatsache das Rizzi ohne zu zögern sein Wort brach. Das Wort darüber das Francis frei war. Shane bewegte seine Schulter und versuchte seinen Arm frei zu bekommen, doch er wurde schmerzhaft zurückgehalten, während er keinen Schritt nach vorne kam. “Ihr habt doch keine Ahnung, was Ihr von mir verlangt zuzugeben. Ihr könnt nichts davon Beweisen. Ihr habt gesehen, dass ein Mann seinen Körper anbot - doch habe ich ihm das Schwert an die Kehle gehalten. Ihr habt keine Beweise für auch nur einen dieser Punkte.
Shane hatte das Kinn erhoben und funkelte Rizzi an. Er nutzte diesen kleinen Größen-Unterschied zwischen ihnen, um mit eisigen Blick hinab auf Rizzi hinab zu sehen. “Die Krone wird nicht ein Wort glauben. Ihr habt nicht die Macht einen Großmeister einfach von seinem Posten zu stoßen. Ihr mögt hier in Italien Eure Hunde gut dressiert haben, doch die Grenzen werdet Ihr nicht übertreten.“ Shanes Stimme war  kein weiteres Mal lauter geworden. Er stand nun einfach zwischen den Wachen und sah zu den zwei Templern. Dass er Barbara verletzt hatte, würde er nicht Abstreiten können, doch es gab für Shane genug Gründe diese Tat zu entschuldigen. Doch Rizzi hatte keine Ahnung von dem Königshaus. Wusste er überhaupt wie lange seine Familie ihnen loyal ergeben war? Sein Vater hatte dafür gesorgt, dass dieses Band nur noch verstärkt wurde. Shane würde nicht zulassen, dass es einfach zerrissen wurde. “Macht keinen Fehler, Signore Rizzi. Nehmt die Wachen zurück.

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BeitragThema: Re: Montepulciano   4/10/2017, 4:04 pm

"Euch töten?!", fuhr er ihn an. Das hatte er nicht vorgehabt. Bedrohen ja. Kämpfen ja. Aber gleich töten? Das wäre gegen Hannigan wohl nicht so einfach gewesen. "Ich bin es nicht, der das Blut an seinen Fingern kleben hat, Signore!", sagte er laut. Dann kamen die Soldaten und nahmen den Engländer fest. Er konnte die Entrüstung und die Panik erkennen aber es war Rizzi gerade gleichgültig. Es ärgerte ihn nämlich etwas ganz anderes. Hannigan hatte recht mit seiner Aussage, dass Rizzi von der Sodomie und Hurerei nichts beweisen konnte. Er und Barbara waren die einzigen gewesen, die es gesehen haben. Und sie sahen nichts. Sie sahen Bell, der kokettierte und Hannigan, der ihn wütend angefahren hatte. Wo also lag ihre Verbindung? Was machte Bell so wichtig für Shane, dass er nicht einfach auch auf andere Verbindungsleute nach London zurückgreifen konnte? Hannigan war ein Grossmeister. Er hatte überall gute und vertrauenswürdige Leute. Bell war keiner davon. Es musste also etwas anderes dahinter stecken. Rizzi schloss aus, dass Bell für Londons Templer wichtig war. Er schloss aus, dass Bell mit Hannigan verwandt war - denn dann wäre er von adeligem Geschlecht. Er konnte Hannigan auch keine Liaison nachweisen, da Rizzi nur gesehen hatte, wie Hannigan den Mann abwies. Es gab nur zwei Punkte, die für eine Verbindung sprachen: Sie waren beide Engländer und Hannigan hatte laut und deutlich Francis gesagt - den Vornamen des Söldners.
"Ich werde dennoch nach London korrespondieren, Signore Hannigan! Und ich werde herausfinden was Ihr mit diesem Söldner zu schaffen habt!", drohte er. Er wusste, dass er wohl nichts herausfinden würde weil es offenbar keine ersichtliche Verbindung gab. In Wahrheit jedoch waren die Engländer ein eigenartiges Volk. Sie waren misstrauisch den Fremden gegenüber, sprachen über Tee und geschnittenen Rasen, brüskierten sich über Franzosen und Schotten und sie tranken dieses Ale… - sie würden Rizzi in keinem Brief mehr erwähnen als was Rizzi bereits wusste. Nämlich gar nichts. Sie würden Hannigan wohl sogar Unterstützung schicken. Die englische Armee kannte da kein Erbarmen und würde ihre Landsleute finden und sicher nach Hause bringen.
"Schafft ihn mir aus den Augen!", befahl er schliesslich den Wachen, die Hannigan mitzerrten. Rizzi behielt Barbara sicher hinter sich damit Hannigan ihr nichts mehr antun konnte.
Er würde den Wachen und Hannigan gleich folgen und in der Zelle aufsuchen. Dorthin wollte er sowieso, denn Santoro sollte sein Gesicht jeden Tag zu sehen bekommen. "Den einzigen Fehler, den ich je gemacht habe, war nicht gleich auf Signora Gonzaga zu hören!", rief er hinterher. Dann drehte er sich um und sah Barbara an. "In einer halben Stunde werde ich ihn in seiner Zelle aufsuchen und ihm vom Tod dieses Söldners berichten.", sagte er. Ob Bell bis dahin gefunden war oder nicht. Hannigan sollte es nur glauben und kapitulieren.
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BeitragThema: Re: Montepulciano   4/10/2017, 4:44 pm

Barbara ließ Luigi Rizzi kommentarlos gewähren. Der Engländer hatte all seine Karten verspielt und entblößte somit sein wahres Gesicht. Er musste bestraft werden. Dafür, dass er sie wie ein Schild vor sich gehalten hatte und Kontakt zu dem Söldner pflegte. In welcher Weise auch immer. Doch der blondhaarige Mann hatte Luigi hintergangen, um sich letztendlich in den Gastkeller zu gesellen, in denen die Assassinen den Tod Rizzi's planten. Somit konnte sie also auch stark davon ausgehen, dass Hannigan die vollste Absicht hatte, sich mit Bell zu treffen. Keine Sekunde fasste sie an die Wunde. Noch immer plagte sich der Schreck, aber langsam wich der Stolz zurück in ihren Körper. Luigi hatte sich vor sie gestellt. Seine Hand umfasste sanft ihre Schulter, während er die Worte mit Shane austauschte.
Dass der Schwarzhaarige sein Versprechen brach, was den Söldner anbelangte, überraschte sie keineswegs. Es war Luigi's Art, so an Informationen heranzukommen.
Die Wachen traten in den Raum und Barbara beobachtete das Geschehen an Rizzi's Schulter vorbei. Sie zerrten Hannigan aus dem Stuhl, bevor er sich zu wehren versuchte.
Dabei wendete sie den Blick von dem Großmeister ab und drehte Luigi den Rücken zu, um wieder ans Fenster zu treten. Mit starrem Blick sah sie erneut heraus. Dabei lauschte sie den Worten des Mannes, der sich nun zu ihr gedreht hatte. Erst sagte sie nichts und verschränkte die Arme vor der Brust. Und sie wollte auch nichts sagen. Eigentlich...
"Dieser Mann ist besessen. Er pflegt Kontakte zum Feind, hätte mir beinahe den Dolch in den Hals gestoßen und beleidigte uns beide.", kommtenierte sie und biss die Zähne aufeinander.
"Was sollen wir mit ihm machen? Ihn mit Santoro bis nach Rom zerren? Wir sollten ihn aussetzen. In eine verlassende Gegend und ihn verhungern lassen, bis dass die Krähen ihm die Augen aushacken.", sagte sie nun leise und drehte sich nach einem kurzen Moment wieder zu ihm um. Die Tür stand offen, doch eine Wache oder ein Diener war nicht zu sehen. "Diese Reise macht mich krank."
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Montepulciano   4/10/2017, 8:32 pm

Shane stieß die Luft schnaubend durch seine Nase aus. „Eure Absichten waren unklar. Ich musste vom Schlimmsten ausgehen.“, erwiderte er dann und sah ihn an. Er hatte in diesem Moment wirklich nicht gewusst was Rizzi tun würde. Die Handlung mit Gonzaga war überhastet gewesen – unüberlegt. Überraschungen führten oft dazu, dass Shane viel eher die Kontrolle verlor. Viel zu sehr war er immer darauf konzentriert alles zu wissen und zu umgehen. Bei Rizzi hatte er zu wenig gewusst. Er hatte auf das Vertraut, was er in den Briefen gelesen hatte. Er würde solch einen Fehler nicht noch einmal machen. Doch er musste ebenso darauf vertrauen, dass seine Landleute die Lüge hinter den Worten erkennen würde. Er betete, dass Sir Galway die Schrift bekommen würde. Der Mann war alt, doch er hatte ein Gespür dafür.
Glaubt nicht, dass Ihr eine Antwort bekommen werdet. Seid vorsichtig mit dem was ihr schreibt, oder wollt ihr am Ende einen Krieg auslösen?“ Shanes Blick war kühl und er sah den anderen berechnend an. Was hatte er nun vor? Die Wachen hatten ihn noch immer fest gepackt. Es waren unbarmherzige Griffe. Sie hatten doch keine Ahnung wen sie hier wirklich vor sich hatten. Vielleicht wussten sie nicht einmal um was es hier wirklich ging und folgten einfach blind dem Befehl. „Lasst mich los.“ Shane sah die Männer an. Sie schienen damit nicht gerechnet haben, aber sie rührten sich auch nicht wirklich. Verstohlene Blicke war alles, was der Großmeister am Ende erntete. Es war nur ein Versuch gewesen, der wohl nicht funktioniert hatte. Waffenlos hätte er keine Möglichkeit sich frei zu kämpfen. Er musste einsehen, dass er hier nun gefangen war. Von einem Mann den er Stunden zuvor noch als Freund bezeichnet hätte. Ein harscher Befehl setzte Bewegung in ihre Reihen und Shane wurde nach vorne gestoßen. Shane holte tief Luft und sah sie nur funkelnd an, ohne ein Wort zu sagen. Er gehörte nicht zu den Menschen die wüste Beschimpfungen um sich warfen. Um weiteren Stößen aus dem Weg zu gehen, setzte er zu einem schnelleren Schritt an. Es war demütigend und unter seiner Würde. Noch nie hatte man ihn in diese Art und Weise behandelt. „Das glaubt Ihr.“, war alles was er zu sich selbst sagte, als er Rizzis Worte an seinem Ohr hörte. „Das glaubt nur Ihr.“ Er seufzte die Worte und verschränkte seine Arme hinter dem Rücken. Das Kinn erhoben und die grauen Augen nach vorne gerichtet, ließ er sich durch die Gänge führen hinab zu den Zellen.

-tbh: Kerker

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BeitragThema: Re: Montepulciano   4/10/2017, 9:19 pm

Er hörte zwar die Worte von Hannigan und das Wort 'Krieg' klang in seinen Ohren falsch. Aber er sagte nichts mehr zu ihm. Als Hannigan abgeführt wurde und Rizzi und Barbara allein zurückblieben, atmete er tief durch. "Er ist Grossmeister. Ich habe ihn schon unter seiner Würde behandelt und ich denke, ich bin zu weit gegangen wenn ich mich entsinne wie man unter Templern miteinander umgeht.", sagte er. Dann hob er die Hand und legte sie sacht an Barbaras Hals. Die Blutung hatte aufgehört aber verschmiert war ihr Hals dennoch. "Aber ich kann ihm nicht verzeihen was er dir angetan hat! Diese Angst, die du durchlitten hast! Dieses beklemmende Gefühl von ausgelebter Macht! Dafür würde ich ihn am liebsten gleich auspeitschen gehen!", zischte er. Er löste sich von Barbara und ging eine Weile umher. Er wusste nicht wie der nächste Schritt aussah. Was er tun sollte. Warum konnten die Soldaten nicht endlich mit Bells Leiche ankommen? Warum dauerte das so lange? Er sinierte und sinierte bis er stehenblieb. "Er hatte gesagt, dass er wisse wie man mit einem Assassinen spricht und ihm Geheimnisse entlocken kann. Wenn er ein Spion der Assassinen ist, werde ich Santoro sagen, dass wir Hannigan haben und ihn hängen werden. Ich werde sehen wie die Reaktion ausfallen wird. Wenn es ihm egal ist, ist Hannigan von den Assassinen doch entfernter als ich dachte. Und doch werde ich zuerst nach Hannigan sehen und ihm sagen, dass Bell tot ist. Oder ich werde draussen eine Wache anheuern, die mir diese Nachricht scheinbar überbringt.", erklärte er und grinste dabei auf. Dann nahm er Barbara wieder in die Arme und küsste sie. "Geh zum Doktor und lass dich versorgen. Ich komme in Kürze zu dir."
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BeitragThema: Re: Montepulciano   4/10/2017, 10:23 pm

"Du hast das Richtige getan. Derartige Entscheidungen sind nicht leicht zu treffen. Kein anderer hätte dies besser gemacht.", gab sie noch immer abfällig von ihr, was sicherlich nicht Luigi galt. Der Großmeister war zu weit gegangen, das stimmte. "Gott hat mich durch Hannigan's Tat gewarnt. Die Nase einer Dame sollte in anderen Sachen stecken, als in Spionagen. Das ist deine Welt, doch nicht meine.", kommentierte sie seine Aussage, als er ihre Haut vorsichtig berührte. Das Bluten hatte bereits aufgehört und trocknete. Seine Bewegung beobachtete sie, als er von ihr abließ und im Raum umherging. Ihr Kopf war geradeaus gerichtet, doch ihr Blick ging nachdenklich zu Boden, während sie die Hände zusammenfaltete. Erst als er sprach, sah sie ihn wieder an. "Versuche es. Nur so werden wir eine Antwort erhalten." Und Santoro würde ihnen die Antwort liefern. Es war das gleiche Spiel, wie es Luigi gerade schon bei Hannigan gespielt hatte, indem er Santoro's vorzeitige Hinrichtung aussprach. Doch Hannigan war dies egal.
Während Luigi aufgrinste, blieb Barbara ernst. Er trat zu ihr zurück und sie erwiederte den herzlichen Kuss, der sie aus diesem Gefühl von tiefster Wut herausholte und sie etwas entspannter als zuvor stimmte. "Das werde ich." Ein Nicken kam von ihr aus.
Die junge Frau sah dem Templer hinterher. Doch bevor er durch die Tür schritt, kam ein "Luigi?" aus ihr heraus. Erst, als er sich zu ihr umdrehte, fuhr sie fort. "Du sprachst davon, ich sei deine Verlobte." Kurz machte sie eine Pause. "Davon hörte ich zum ersten Mal." Die Situation war noch zu angespannt, als dass sie es gerade jetzt realisieren konnte. "Doch will ich dir mein Leben lang folgen, wenn du es auch willst."
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BeitragThema: Re: Montepulciano   5/10/2017, 9:02 am

Ihre Stimme, die seinen Namen nannte, klang fragend und vertraut. Er liebte den Klang aus ihrem Hals wenn sie sprach. In der Tür drehte er sich um und musterte sie. Barbara war eine wunderschöne Frau und der blutverschmierte Hals konnte daran nichts ändern. Doch dann änderte sich sein fragender Blick und seine Gesichtszüge wurden weicher. Er trat zurück zu ihr. "In der Tat. Das habe ich.", sagte er. Er blieb vor ihr stehen, nahm ihre rechte Hand mit seiner und liess sich auf ein Knie nieder. Den Blick hatte er nach oben zu Barbara gerichtet. "Meine Liebe zu dir ist grenzenlos.", sprach er leise und küsste sanft ihren Handrücken ehe er wieder zu ihr hochsah. "Ich werde dir für den Rest meines Lebens folgen. Und du würdest mich zu einem glücklichen Mann machen wenn du als meine Ehefrau an meiner Seite dieses Leben bestreitest. Heiratest du mich?", fragte er und versuchte in ihren Augen zu lesen wie sie darüber dachte. Der Antrag mochte sehr früh gestellt worden sein aber es diente auch ihrem Schutz. In wilder Ehe zu leben war für eine Dame wie Barbara nicht schicklich. Zudem sah Rizzi nicht ein warum er damit warten sollte. Er liebte sie. "Heirate mich.", fügte er hinzu und es war keine Frage mehr. Es war auch kein Befehl. Es war eine liebevolle Aufforderung, der sie einwilligen sollte weil ihre Verbindung aus Liebe entstanden war.
Er erhob sich wieder, drückte sie an sich und küsste sie. Barbara hinterliess in ihm ein warmes Gefühl voll Zuneigung, Hingabe und Leidenschaft. Er konnte nicht leugnen, dass sein Weg ebenfalls eine Abzweigung genommen hatte wie jener Weg von Hannigan. Und er konnte noch weniger erahnen, dass beide Wege mit Liebe gepflastert waren. Der Unterschied lag darin, dass auf Rizzis Weg Barbara im Gleichschritt mitlief während Hannigan seinen Weg verlassen hatte und jetzt auf Francis' Weg mitlief und er sich nicht erklären konnte, wie zur Hölle er auf diesen Vergnügungspfad des Lebens seines Cousins gelangt war.
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Barbara Gonzaga
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BeitragThema: Re: Montepulciano   5/10/2017, 1:33 pm

Luigi bestätigte ihre Aussage und kam näher, während sie weitersprach. Vor ihr blieb sie zum stehen und nahm seine Hand entgegen. Eigentlich wollte sie ihre andere Hand über die seine legen, doch bevor sie dies tun konnte, ging er in die Knie und blickte zu ihr hinauf. Ihr Herz machte einen gewaltigen Sprung und um sie herum schien alles still zu stehen. Nur Luigi und sie waren jetzt wichtig. Und dies unterstrich er, als er anfing zu sprechen, ihre Hand küsste und fortfuhr. Erst zeichnete sich nur ein leichtes Lächeln ab. Gemischt von einem ungläubigen und überraschten Blick. Doch die Sekunden vergingen und dementsprechend wurde sie sich bewusst, was hier gerade geschah. Der Tag heute war langweilig und letztendlich nervenaufreibend und durch Hannigan, der sie bedroht hatte, gar zu einer Katastrophe geworden. Aber das alles war in diesem Augenblick vergessen. Luigi kniete vor ihr, sah ihr in die Augen und wiederholte seine letzte Frage, die tatsächlich nach einer Aufforderung klang. Doch war diese Aufforderung voller Gefühl und Fürsorge ausgesprochen. "Ich liebe dich, Luigi. Du bist mein Leben.", betonte sie auf seine Aussage und nickte anschließend zweimal. "Ja, ich werde dich heiraten.", strahlte sie nun und als er sich aufrichtete, schmiegte sie sich an ihn und erwiederte den Kuss.
Wer hätte gedacht, dass diese zwei Templer jemals das Leben miteinander teilen wollten? War es das Gerücht, dass eine Frau und ein Mann nicht nur miteinander befreundet sein könnten, sondern dass immer mehr geschah, als man überhaupt wollte? Sie waren sich so vertraut, dass es egal war, dass er schon heute diesen Antrag machte. Ein Band wie das, welches Luigi und Barbara zusammenhielt, konnte nicht durchtrennt werden. Er griff nach ihrer Hand und gleichzeitig zog er sie aus diesem dunklen Loch, in welchem sie gefangen war... welches versuchte, sie in ein Leben voller Leid zu ziehen. Sie sah ihn an und wusste, dass alles in Ordnung war, wenn er bei ihr war. Und wer hätte gedacht, dass Luigi tatsächlich eines Tages eine Frau an seiner Seite haben würde? Doch sie liebten einander. Und Deutschland konnte warten...

Endpost und Ende der Szene
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Montepulciano   8/10/2017, 12:45 am

--> kommt von Montepulciano - Kerker

Samstag, 10. April 1480 - Luigi Rizzi / Shane Hannigan / Rafael Santoro / Barbara Gonzaga (?)

Rückblende:

Der Kampf war unentschieden ausgegangen. Nachdem Rizzi und Hannigan bewusstlos zu Boden gingen und ihre Kräfte nicht mehr für ein erneutes Aufbäumen reichten, eilten die Soldaten herbei und zwei Ärzte wurden aufgeboten. Man trug die beiden verwundeten Templer umgehend in die Villa, bereitete dort in einem kleinen Salon zwei Betten vor und legte sie darauf. Sie wurden gesäubert und ihre Wunden wurden behandelt so gut es den beiden Ärzten gelang.
Rafael Santoro wurde ebenfalls in die Villa gebracht. Rizzi hatte allen und sogar ihm verboten, dass er starb. Also hatte sich der Arzt, der ihre Reise begleitete, sich um ihn zu kümmern. Santoro kam allerdings in einen anderen Raum wo man all seine Wunden und besonders die neuen auf seinem Rücken behandelt hatte.

Er schmecke Blut im Mund. Noch bevor er die Augen aufschlug, tastete seine Zungenspitze ungelenk im Mund umher. Die Zunge war angeschwollen und schmerzte. Aber die Zahnlücke konnte er deutlich erspüren. Als er die Augen langsam öffnete, fiel helles Tageslicht in seine Pupillen und er schloss die Lider wieder. Es war Tag! Er hatte überlebt und den Kampf gewonnen! Die Nacht und die Dunkelheit waren gewichen und er war der Sieger.
Aus irgendeinem Grund war sein erster Gedanke jener an die fliegende Klinge von Hannigan gewesen, die sein Haar gekürzt hatte. Dabei trug er nicht einmal langes Haar. Er hoffte, dass nicht ausversehen noch sein Ohr in Mitleidenschaft gezogen worden war.
Nur langsam kam die Erinnerung an gestern zurück. An den Kerker, an die entsetzten Gesichter von Hannigan und Santoro. Er erinnerte sich an den Klang des prasselnden Feuers, an das Klirren der Schwerter und an die anschliessende seltsame Stille.
"Ba...", begann er ganz leise zu murmeln. Seine Zunge liess keinen gescheiten Buchstaben aus seinem Mund. "Baba-ah!", versuchte er es etwas lauter. Von irgendwoher kam ein 'Sssht'. Er konnte nicht einordnen wer so sprach. Barbara? Eine Dienerin? Oder gar ein Mann? Er hatte Mühe damit die Stimme zu erkennen. Tief atmete er durch und bewegte seinen Kopf. Dabei öffnete er die Augen wieder. Sein Körper fühlte sich schwer und erschöpft an, Rizzis Geist jedoch wollte wieder aufstehen, wollte weiterkämpfen. Eine Stimme sprach davon, dass man ihn in ein anderes Zimmer bringen würde sobald es der Zustand erlaube. Und dass es besser sei, wenn er hier bliebe weil die Ärzte so im Notfall schneller reagieren konnten. Rizzi hatte keine Ahnung worüber die Stimme sprach oder wem sie gehörte. Nur langsam bildete sich vor seinen Augen eine Silhouette ab und er erkannte darin den Mann Gottes: Ein Priester. Rizzi hatte ihn noch nie gesehen. Er berührte seine Hand, faselte etwas von Gott und ging. Gott war ein harter Brocken. Er liess Rizzi leiden und entstellen. Womit hatte er das verdient? Weil er sein keusches Leben aufgegeben hatte und nun Barbara liebte? Er drehte den Kopf wieder zurück und sah zur Decke. Doch dann spürte er, dass auf der anderen Seite noch etwas war. Er drehte den Kopf weiter und er erkannte in etwa zwei Meter Abstand ein weiteres Bett. Darin lag ein Mensch und ohne sofort zu erkennen, wer es war, schnaubte Rizzi belustigt auf. Er wusste es. Hannigan. Er hatte auch überlebt. Was er ja auch tun sollte. Nur wollte Rizzi nicht, dass es so ausging und er sich ein Zimmer mit ihm teilen musste. Das war gefährlich. Hannigan würde Rizzi umbringen würde er erwachen. "Baba-ah!", keuchte er wieder. Er spürte zwar seine Beine aber sein Kreuz schmerzte gewaltig. Sein Arm lag wie Blei im Bett und sein Kopf dröhnte. Dennoch wurde er unruhig und versuchte aufzustehen. Er musste raus! Was waren das nur für Idioten, die ihn mit Hannigan in einem Zimmer liegen liessen? Rizzi kam aber kaum auf den Ellbogen. Zwei Wachen kamen und drückten ihn sanft aber bestimmt wieder zurück. Sie redeten auf ihn ein und er verstand kein Wort davon. "Bhin mih hi weh!", befahl er. Der Soldat sah ihn an und bedauerte, er verstehe kein Wort. Rizzi schloss die Augen erneut und überlegte, diesen unfähigen Mann zu feuern sobald seine Zunge wieder mitmachte. Und er hoffte, dass Barbara sich mit den Ärzten anlegte und ihn in ein anderes Zimmer bringen liess! Und dann fiel ihm ein, dass er ihr von dem Duell nichts gesagt hatte. Sie würde wütend sein. Enttäuscht. Empört. War das ihre Rache, dass sie ihn hier mit Hannigan im Salon gelassen hatte? Es hätte gut sein können.
Rizzi drehte seinen Kopf zurück und sah hinüber zu Hannigan. Er bewegte sich nicht, vermutlich schlief er noch. "Ih ve-uh-he dih!", kam aus seinem Mund - er wollte ihn schlicht verfluchen und selbst das gelang ihm nicht mehr.
Seine Gedanken kehrten dann zu Santoro zurück. Dieser Mann würde leben. Er wurde dazu gezwungen zu leben. Und er würde es hassen, würde sich wünschen, nie geboren worden zu sein!

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BeitragThema: Re: Montepulciano   8/10/2017, 10:36 am

Shane wusste nicht wo oben und wo unten war. Nur die quälenden Schmerzen waren in seinem Kopf präsent. Als die Ohnmacht, dem Schlaf gewichen war, hatte der Adelsmann zu träumen begonnen. Sein Unterbewusstsein zeigte ihm Bilder von seiner ersten Begegnung mit Francis. Die Prügelei auf der Straße und dann das anschließende gemeinsame Ale trinken - alle mit blutender Nase und blauen Augen. Und für Shane war es auch das erste Mal gewesen, dass er mehr als nur einen Satz mit jemanden der unteren Schicht sprach. Zwar hatte er selbst zu dieser Zeit nicht mehr gelacht, aber am Ende des Abends war er irgendwie zufrieden gewesen und Vaters Bestrafung nicht mehr wichtig.
Shanes Traum war in den Morgenstunden verblasst und war einem dunklen und energiesparenden Schlaf gefallen. Sein Körper brauchte seine Kraft, um die Wunden zu untersuchen und für die Heilung vorzubereiten. Einige der Wunden waren tief und würden wohl, selbst wenn sie verheilt waren, noch einen leichten Schaden hinterlassen. Besonders die tiefe Verletzung am Bein sollte Shane immer an dieses Duell erinnern. Bevor Shanes Sehsinn zurückkam, begann er alles um sich herum zu hören und zu fühlen. Der größte Teil seines Körpers steckte in einem Verband. Sein rechtes Bein war vom unteren Knie bis weit über den Oberschenkel einbandagiert. Kaum ein Stück höher war seine Hüfte ebenso davon betroffen. Noch immer war sein Glück gewesen, dass der Knochen ihn vor größerem Schaden bewahrt hatte. Seine Brust, seine Schulter und selbst ein Teil seines Gesichtes war von weißen Leinen bedeckt, um Entzündungen zu vermeiden. Und jetzt wo er langsam aufwachte, spürte er das Reiben der Bandagen an seiner Haut und den Schmerz in seinem Körper. Stimmen drangen an sein Ohr, doch er konnte sie nicht verstehen. Sie sprachen zu schnell und zu verwirrend und noch dazu in einer Sprache die nicht von seiner Heimat stammte. Jedes Heben seiner Brust benebelten ihn wieder. Der heftige Aufprall auf dem Boden musste eine oder mehrere Rippen ziemlich beleidigt haben. Ein Bruch war ausgeschlossen, aber wie weit es am Ende fehlte, wussten nicht einmal die Ärzte. Das Luft holen war zu einer Qual geworden, die Shane nicht einmal stoppen konnte.
Wieder hörte er die Stimmen, dieses Mal waren sie lauter und näher. Die Menschen im Raum mussten sich bewegt haben. Der englische Adelsmann zwang sich die Augen zu öffnen - schloss sie aber in der selben Sekunde wieder, als grelles Licht ihn blendete. Ein gepeinigtes Stöhnen drang aus seinem Mund und die Anwesenden wurden dadurch auf ihn aufmerksam. Fremde Hände berührten kurz seine Hand und dann seine Stirn. Shane wollte sie einfach fortschlagen, doch als er Hand hob wurde diese wieder bestimmend  in die weiche Matratze gedrückt. Er hatte überlebt! Bedeutete dass, Rizzi war tot? Der Mann hatte ihm klar gemacht, er würde dieses Duell nicht überleben, wenn er verlor. Noch einmal versuchte Shane die Augen zu öffnen und dieses Mal wartete er, bis sich seine Sicht an die Helligkeit gewöhnt hatte. Er kannte dieses Raum - war das nächste das ihm durch die Gedanken ging. Hier hatte alles seinen Anfang genommen. In diesem Zimmer hatte er Barbara Gonzaga bedroht und war abgeführt worden wie ein elender Verräter. Dann war das Duell. Shane versuchte sich zu erinnern was dort alles geschehen war. Aber alles was er sah war Rizzis Klinge die gerade auf seinen Bauch zielte und dann der Schmerz in seinem Bein. Was war davor und was ist danach geschehen?
Wasser.“, murmelte er dann. Sein Mund fühlte sich trocken an und er wollte etwas mit dem er seine Kehle benetzen konnte um den staubigen Geschmack von seiner Zunge zu bekommen. Jemand musste ihn gehört haben, denn wenig später hob man ihm einen Becher an die Lippen. Es war kein Wasser, doch der Wein erfüllte ebenso seinen Zweck. Shane trank gierig und in diesem Moment war ihm auch egal, ob der Alkohol seine Sinne trübte. Er leerte den Becher in wenigen Zügen und erwischte sich dabei, dass er nach mehr verlangen wollte.
Doch bevor es dazu kam, wurde er sich dem anderen Bett im Raum bewusst. Shane drehte langsam den Kopf und sah zur anderen Seite. Er brauchte nicht lange bis er die Gestalt darin erkannte. Rizzi. Er lebte also noch. Alles in ihm erstarrte und er sah den anderen Mann einfach nur an. Shanes Ausdruck war durch den Verband um seine Wange noch unleserlicher geworden. Nur seine grauen Augen hatten noch den tierischen Glanz vom Abend.

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BeitragThema: Re: Montepulciano   8/10/2017, 12:19 pm

Die Tür wurde von einem Diener geöffnet und mit bestimmenden Schritten und kalten Blick trat die rothaarige Frau herein. Sie ging nicht näher an die Betten, sondern blieb mitten im Raum stehen, um die Gesichter beider Männer kurz zu mustern.
Natürlich hatte man ihr gestern noch gesagt, was auf dem Platz geschah. Dass die zwei Männer sich duellierten und Santoro dabei ausgepeitscht wurde. Letzteres war ihr ziemlich gleich, doch nicht, dass Luigi Rizzi dies vor ihr verheimlicht hatte.-  Noch am selben Abend, als er ihre einen Antrag machte. Bei dieser Nachricht empfand sie größte Sorge und Angst, als man ihr erklärte, wie es um ihren Verlobten stand. Hannigan war ebenfalls am Leben. Er hatte sie bedroht, doch lag es an einem Richter oder an Borgia, was mit Hannigan geschah.
Ein paar Sekunden blieb sie so stehen und trat an Luigi's Bett, um sich anschließend auf einen Stuhl zu setzen, den man dort heran geschoben hatte. Sie legte eine Hand auf seine. Jemand hatte ihr gesagt, er hätte nach ihr gerufen. Gestern Abend hatte sie an seinem Bett verweilt. Mit einem Gemisch von Gefühlen, die über Nacht verarbeitet werden musste. Sie hätte weiter hier gesessen, hätte der Arzt sie nicht hinausgeschickt.
Barbara hielt es für richtig, erst einmal nichts zu sagen. Sie verspürte Wut auf ihren zukünftigen Mann und wollte ihn somit bestrafen. Auch würde sie kein eigenes Zimmer für ihn verlangen. "Das alles hast du dir selbst zu zuschreiben.", murmelte sie leise und strich mit der Hand, die gerade noch die seine gehalten hatte, ganz vorsichtig über seine Wange, ließ dann aber wieder ab und nahm abermals seine Hand in ihre. "Wem wolltest du damit etwas beweisen? " Nochmal machte sie eine Pause und sagte noch immer mit dieser ruhigen Stimme: "Niemanden. Du hast niemanden etwas damit bewiesen, Luigi." Sie blieb ruhig, auch wenn in ihr der Sturm wütete. Diesen konnte sie immer noch herauslassen, wenn er wieder bei Kräften war. "Dieser Tag war der schrecklichste meines ganzen Lebens. Du hast dein Leben aufs Spiel gesetzt, nachdem wir uns das Versprechen gaben. Ich hätte dich noch an dem selben Abend verlieren können." Ihm fehlte ein Zahn. Sein Arm verletzt, sowie sein Rücken. "Du bist ein egoistischer Mann, Luigi." Letzteres sprach sie zwar mit Wut aus, dennoch war ihre Liebe darin zu hören. Der Schmerz und die Angst.

Noch kurz ruhte ihr Blick auf den Schwarzhaarigen, dann sah sie rüber zu Hannigan. "Über Santoro's Leben magst du Macht haben. Und dagegen spreche ich auch nicht. Doch über ihn? Er hat eine Strafe verdient. Aber nicht auf die Art, wie es zwei Jünglinge nach einem Besuch in einer Schänke täten." Die Worte immer noch an Rizzi gerichtet, jedoch sah sie weiterhin zu Shane Hannigan. Sie war enttäuscht. Enttäuscht darüber, dass sie erst von diesem Kampf erfahren hatte, als er schon zu Ende war. Dementsprechend hatte sie auch die Bedienstete deswegen angefahren, sie hätte schon früher ihr davon berichten sollen. Aber was hätte Barbara Gonzaga dann getan? Sich zwischen die Männer gestellt?
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Montepulciano   8/10/2017, 5:35 pm

Seine Entscheidung hatte er im Alleingang getroffen als er zum Kerker gelaufen war. Erst bei Hannigans Anblick in der Zelle wuchs dieser Wunsch heran, ihn als Gegner herauszufordern. Und damit wollte er Barbara nicht erschrecken und belästigen. Duelle wurden nur von Männern ausgetragen während die Frauen ihre Meinung dazu gar nicht zu äussern hatten. Und im Falle von Barbara war das nun einmal etwas anders. Luigi hätte das getan was sie gesagt hätte. Er wusste es. Und deshalb verschwieg er es ihr.
Er sah sie hereinkommen, freute sich und wünschte sich ein paar Sekunden später wieder, sie würde wieder gehen und ihre Wut einem Sandsack erzählen. Aber das konnte er ihr nicht vermitteln. Zudem hätte er sie wohl noch wütender damit gemacht. Ein Teil in ihm fand ihr aufgebrachtes Auftreten und ihre wütenden Worte süss und aufregend.
Er drückte ihre Hand und hielt sie fest. "...cuha.", entschuldigte er sich mit einem 'Scusa'. Es war schwer mit dieser geschwollenen Zunge zu sprechen. Es würde wohl noch bis in den Abend hineindauern bis seine Zunge sich wieder halbwegs erholt hatte und er normal sprechen konnte. Rizzi sah sie an und er konnte nicht anders als leise zu schnauben und zu lachen. Er konnte ihre Wut, die aus Angst und Empörung geboren war, gut verstehen. Andererseits war die ganze Idee furchtbar gewesen. Rizzi hatte offenbar einfach nur ein Duell austragen wollen weil er das schon so lange nicht mehr hatte. Weil er mit all den Gefühlen, die in ihm herrschten, nicht wusste wohin. Er fühlte sich trotz der Verletzungen ausserordentlich gut. Der aufgestaute Druck, die Wut und der Hass waren fort. Fort hingegen war Hannigan nicht. Rizzi drehte den Kopf etwas weiter zur Seite und liess seinen Blick von Barbara ab, die zu Hannigan sah. Rizzis Blick traf sich mit seinem. Er konnte nur die starren Pupillen erkennen. Sie waren lebendig. Lebendiger als die ganzen Tage, die er ihn bisher gesehen hatte. Rizzi überlegte ob er es ihm sagen sollte. Die Wahrheit über die Leiche. Doch hätte es ihnen irgendwas genutzt? Die Reise sollte möglichst bald weitergehen und fand hier in Montepulciano einen unerwarteten Zwischenstopp. Rizzi konnte sich kaum vorstellen, in zwei Tagen in einer Kutsche sitzen zu können. Sein Rücken schmerzte. Er war auch ein bisschen wütend, dass er in Rückenlage gebettet wurde. Doch er hatte keine Ahnung gehabt, dass das für die Wundheilung sogar förderlich gewesen war. Und was würden sie mit Hannigan anstellen? Das Duell würde dem italienischen Grossmeister zugetragen werden. Und möglicherweise kam von diesem ein Befehl für Rizzi, den er nicht umgehen konnte.
Rizzi fühlte gegenüber Hannigan nicht mehr diese Verachtung wie gestern Abend. Der Mann hatte zwar Barbara als Geisel genommen und das würde er ihm nie mehr verzeihen, aber er erwies sich als starker Gegner mit einem unglaublichen Willen. Es befriedigte ihn, dass er einen solchen Gegner gefunden hatte.
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Shane Hannigan
Englischer Großmeister
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Alter : 20
Spieler : Rune

Der Charakter
Alter: 30 Jahre
Besonderheiten: Wunden an der linken Wange, Schulter und Hüfte; ebenso am rechtem Bein
Gesinnung: Templer Templer

BeitragThema: Re: Montepulciano   8/10/2017, 7:48 pm

Shane konnte hören wie die Türe geöffnet wurde und Schritte erklangen. Der Engländer wandte den Blick von Rizzi ab und lenkte ihn zu der Gestalt die eintrat. Er erkannte das rote Haar von Gonzaga und er sah auch für einen Moment die Wut in ihren Zügen. Er beneidete Rizzi nun in keinem Fall. Eine wütende Frau war schlimmer als eine aufgeschreckte Schlange. Shane drehte den Kopf zurück zu Decke und lauschte ihren Worten. Selbst wenn sie nicht an ihn gerichtet waren, wollte er hören, was sie zu sagen hatte. Er musste sich konzentrieren um etwas zu verstehen. Barbara sprach leise und doch entwich ihm ein kurzes Schnauben, als sie danach fragte, wem Rizzi etwas beweisen wollte. In Shanes Augen hatte der andere Templer die Kontrolle über such und seine Gefühle verloren. Doch er hatte das Duell nicht abgelehnt - aus stolz und auch da ihn die Nachricht von Francis Tod erreicht hatte. Rizzi hatte dazu sein Versprechen gebrochen. Es hatte ihn wütend gemacht und verletzt.
Shane sah auf die Decke. Die Erkenntnis von Francis Tod war mit einem Mal wieder über ihn herein gebrochen. Am Abend zuvor hatte nicht die Zeit besessen es wirklich wahrzunehmen. Er hatte die Leiche gesehen und dann waren seine Gedanken ganz auf das Duell konzentriert gewesen. Seine Finger ballten sich leicht zu einer Faust und Shane schloss die Augen. Was war aus dem Körper geschehen? Hatte man ihn verbrannt? Der Templer erinnerte sich an Francis Bitte. Er hatte gewollt, dass man seinen Leichnam nach England zurück schickte. Shane wusste nicht, wie er mit dem Gefühl umgehen sollte - mit der Trauer. Es fühlte sich anders an. Nicht so wie an dem Tag an dem sein Pferd oder seine Mutter gestorben waren. Selbst beim Tod seines Vaters schien der Schmerz nicht stark zu sein. Sein Cousin war der erste seit Jahren gewesen, dem seine Stellung egal gewesen war. Es hatte ihn genervt und aus der Bahn geworfen. Immer und immer wieder, denn für Francis war die Mauer um ihn herum nicht da gewesen.  Er hatte nicht nur den Templer in ihn gesehen. Francis hatte... ihn gesehen. Das alles schien ihm erst jetzt klar zu werden, nachdem der Blonde fort war. Shane würde nicht zulassen, dass es erneut passierte. Sein Vater ihn stets gewarnt für niemanden​ wirklich etwas zu empfinden. Es machte einen angreifbar. Er hatte es nun bei Rizzi gesehen und auch bei sich selbst.
Shane spürte, dass die Aufmerksamkeit auf ihn lag. Er drehte drehte den Kopf zurück und sein Blick kreuzte den von Rizzi. Im Hintergrund konnte er Barbaras Worte vernehmen. “In diesem Duell hat Gott entschieden, dass wir beide im Recht und auch im Unrecht liegen. Er scheint Freude daran zu haben, uns an das Bett zu ketten.“ Shanes Stimme war rau und durch den Verband ein wenig gedämpft. Seine Aufmerksamkeit war nun auf beide gerichtet. “Und niemand wie Signore Rizzi wird je Macht über mich haben.

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Zuletzt von Shane Hannigan am 8/10/2017, 10:34 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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