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 Montepulciano - Kerker

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Bauherr
And you say Rome wasn't built in a day
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BeitragThema: Montepulciano - Kerker   4/10/2017, 4:25 pm

Der Kerker in Montepulciano verfügt über mehrere Zellen mit jeweils einem Bett, einem Tisch, einem Stuhl, einer Waschschüssel und einen Eimer für die Notdurft sowie genügend Kerzenlicht darin. Die Zellen sind trocken und warm und nicht mit Stroh ausgelegt. Es gibt keinen Sichtkontakt zu den anderen Zellen.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Kerker   4/10/2017, 8:30 pm

cf: Montepulciano

Der Weg in den Kerker zog sich. Mit jeder Treppe die sie tiefer stiegen, umso kälter wurde die Luft. Es roch nach Erde, Stein und Urin. Zwar schienen die Zellen schon lange nicht mehr benutzt worden sein, aber Zeichen einstiger Gefangener waren noch immer zu sehen. Sie waren nicht so schlimm, wie so manch andere. Aber für Shane, der bisher nur in den schönsten Villen gelebt hatte, grauenvoll. Noch am Morgen hatte er sich geschworen, er würde nie wieder in einer billigen Unterkunft übernachten und jetzt sah es so aus, als würde er seine Tage an einem viel schlimmeren Ort verbringen. Zu seinem Glück war alles frei von Ratten und auch befand sich kein schimmliges Stroh auf dem Boden. Selbst wenn die Luft kühl war, war sie nicht eisig kalt. Er würde nicht an einer Erkältung sterben müssen. Shane hatte es geschafft die Hände der Soldaten abzuschütteln und ging nun frei zwischen den bewaffneten Männern. Bei seiner Zelle angekommen, wurde die schwere Eisentüre geöffnet und Shane konnte nicht verhindern, dass er leicht die Nase verzog. Dann schloss er kurz die Augen, hielt inne und gab sich einen Ruck, ehe er in den Raum trat. Er war klein und wurde nur mit Kerzenlicht beleuchtet. Von der Sonne war keine Spur. Selbst jetzt brannten kaum Kerzen und ein etwas dickerer Mann eilte an ihm vorbei, um alle zu entzünden. Die Flammen spiegelten sich in Shanes grauen Augen wieder und sein Ausdruck glich dem Stein an den Wänden. Er sah auf das notdürftige Bett, den Kübel und auch dem Tisch und dem Stuhl. Kein Papier bedeckte die Oberfläche noch war sonst etwas hier. Er würde die Zeit nur für sich alleine und seine Gedanken haben.
Die Zellentüre fiel mit einem lauten Knall hinter seinem Rücken ins Schloss. Das Klicken des Schlüssels hallte noch lange nach und Shane blieb einfach in der Mitte des Raumes stehen. Minuten lang bewegte er sich kein Stück. Und dann fielen seine Schultern nach unten und er biss sich auf die Unterlippe. Mit schleppenden Schritten lief er zu dem einzigen Stuhl im Raum und ließ sich darauf nieder. Er stütze seinen Ellbogen auf die Tischplatte und legte seine Wange auf die aufgestellte Faust. Er musste sich etwas überlegen und etwas möglichst Gutes.

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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Kerker   4/10/2017, 9:53 pm

Die Zellentür zu Hannigans Zelle ging auf. Eine Wache liess Rizzi hinein und versperrte den Weg für Hannigan nach draussen. Und draussen im Gang waren weitere Wachen positioniert. Nur für den Fall, dass Hannigan doch gerissener war als Rizzi ihn einschätzte.
Mittlerweile war eine gute halbe Stunde vergangen seit Hannigan in den Kerker gebracht wurde. Rizzi trat näher ohne ihn anzusehen und zog dabei seinen Mantel aus, den er der Wache reichte. "Wie gefällt Euch Euer neues Zimmer, Signore? Klein und gemütlich, nicht wahr?", meinte er und begann sich den Ärmel des linken Armes hochzukrempeln. Er tat das seelenruhig und so als stünde er mit einem guten Freund in einem Salon wo sie über Frauen, Geld oder Pferde sprachen.
Als er den linken Ärmel fertig hatte, hörte man Schritte auf dem Gang draussen. Dann kam eine Wache herbei und Rizzi blickte fragend zu ihm. 'Wir haben Bell. Er ist tot' lautete die Nachricht der Wache. Rizzi liebte dieses Schauspiel. Es war perfekt inszeniert. "Tatsächlich.", erwiderte Rizzi etwas erstaunt der Wache. "Bringt seine Leiche auf den Hof.", sagte er. Sein Blick fiel zurück zu Hannigan. "Nun, Signore Hannigan, Ihr habt auf ganzer Linie verloren. Eure Würde. Eure Vernunft. Eure Autorität. Euren Verbündeten.", sagte er mit ruhiger Stimme und grinste hinterher auf. "La vita e bella. Nur nicht für jeden von uns gleichermassen. Er ist kein grosser Verlust. Ihr werdet schnell darüber hinwegkommen.", meinte er und krempelte sich nun auch den rechten Ärmel hoch. Er hätte Hannigan allein lassen können. Doch er wollte nicht. Er wollte jedes Zucken geniessen, welches vom Engländer ausging. Jede Regung und war sie noch so klein. "Zugegeben, es riecht ein bisschen streng hier unten. Ich lass Euch einen duftenden Trauerstrauss bringen, der Euch an Eure Dummheit, die Ihr begangen habt, erinnert bis er verwelkt wie die Erinnerung an Euren geliebten Engländer, mit dem nun die sichere Verbindung nach England verloren gegangen ist."
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Kerker   4/10/2017, 10:34 pm

Das Geräusch der sich öffnenden Türe ließ Shane aus seinen Gedanken fahren. Hier unten hatte er nicht wirklich ein Zeitgefühl. Dem Sonnenlicht beraubt konnte nur anhand der Kerzen sagen, ob viel oder wenig Zeit vergangen war aber nicht genau. Shane hatte nicht darauf geachtet wie groß sie gewesen waren, als er eingetreten war.
Rizzis Stimme drang an das Ohr des Großmeisters und er presste die Lippen aufeinander. Er saß noch immer auf dem Stuhl und somit auch mit dem Rücken zur Türe. Es machte ihn nervös, den anderen nicht zu sehen und so erhob er sich. Die Beine des Stuhles kratzten über den Boden, ehe Shane sich umdrehte. Seine Augen blieben wachsam und seine Hände wanderten zurück in den Rücken. Der Engländer antwortete nicht auf die Worte des Templers. Shane hatte nicht erwartet Rizzi in nächster Zeit zu sehen und doch stand er nun im Raum und schien sich beiläufig die Ärmel hochzukrempeln. “Was wollt Ihr?“, fragte er nun ruhig, doch eine Antwort bekam er nicht. Eine Wache trat in den Raum und die Worte die er hörte ließen ihn erstarren. Eisige Kälte lief über seinen Rücken, zusammen mit einem Stich in den Magen. Schmerz funkelte in Shanes Augen, aber er verbannte den Ausdruck, als Rizzi sich zu ihm zurückdrehte. Konnte es wirklich sein? Hatte man Francis gefunden und getötet? Shanes Wangenmuskeln traten deutlich hervor und seine Hände zitterten kurz. Er hatte keinen Augenblick daran gedacht, dass dies wirklich geschehen konnte. Wo war Francis Glück geblieben, von dem er doch so sehr gepriesen hatte? Zum Teufel er hatte in diesen Stunden wirklich darauf vertraut. Das Gespräch über dieses Glück erschien deutlich vor seinen Augen und er schluckte leicht. Sein Cousin konnte nicht tot sein! Aber seine Gedanken zeigten ihm ebenfalls die Wunde, die noch nicht verheilt gewesen war. Dieser Narr hätte Ruhe gebraucht und keine Verfolgungsjagd. Schatten legte sich über Shanes Züge und er starrte in Rizzis Gesicht. Er wusste nicht mehr was er glauben sollte und was nicht. Es konnte alles möglich sein. “Ich glaube diesen Worten erst, wenn ich seine Leiche gesehen habe.“
Shane benetzte sich die Lippen mit Speichel und drehte sich um. Er zeigte Rizzi den Rücken, als wäre ihm diese Niederlage gleichgültig. Doch ebenso brauchte er diesen Moment um sich selbst zu sammeln. Es war schwer sich zu kontrollieren, während Francis grinsendes Gesicht nicht aus dem Kopf verschwand. “Und was nun? Schmückt ihr Euch mit den Lorbeeren eines toten Söldners?“ Shane drehte den Kopf zurück, sodass einen Teil seines Gesichtes sah. “Ihr scheint Euch sehr darüber zu freuen, dass ihr dem englischen Orden Schaden zugefügt habt.“ Shane holte Luft und bewegte sich durch den Raum, bis er vor einem der Kerzenhalter stand. Er sah in die Flammen, betrachtete ihr Flackern und hörte das leide Zischen des brennenden Dochts. Ein Atemzug löschte eine Flamme und Shane sah zu wie der Rauch langsam nach oben.  “Warum seid Ihr wirklich hier, Signore Rizzi?“ Er war hier her gekommen, bevor sie die Nachricht von Francis Tod erhalten hatten.

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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Kerker   5/10/2017, 9:36 am

Ihm war nicht entgangen, dass die Nachricht in Hannigan irgendwas auslöste. Er hielt sich zwar tapfer und liess sich kaum etwas anmerken aber Hannigan hatte ihm für einen kurzen Moment den Rücken zugedreht. Weil er Rizzis Blick nicht ertragen konnte? Weil er sich keine Blösse geben wollte?
"Ich bringe Euch hin sobald er auf dem Hof ist.", erklärte er. "Ich schmücke mich bisweilen mit den Lorbeeren aller meiner Gegner und er war einer davon. Es betrübt mich, dass Ihr nun auch einer geworden seid. Und seid doch ehrlich, Signore Hannigan, der Tod dieses Söldners ist kein grosser Schaden für den englischen Orden. Ihr findet einen neuen Söldner. Vielleicht einer, der Frauen bevorzugt.", grinste er. "Ich bin hergekommen um eine Lösung vorzuschlagen doch der Tod dieses Speichelleckers hat einiges erübrigt. Ich schlage Euch ein Duell vor. Ihr gegen mich. Mit einem Schwert. Gewinnt Ihr, dürft Ihr sofort nach Hause. Gewinne ich…", er grinste und liess es unausgesprochen. "Ich werde Euch nach London zurückschicken. Seid unbesorgt. Der englische Orden soll wenigstens um ein Mitglied trauern dürfen wenn ich ihm das zweite schon verwehre."
Rizzi hielt seit Stunden schon gar nichts mehr vom englischen Orden. Er wurde auf der Reise hierher nur wenige Male erwähnt, in der letzten Stunde dafür umso öfter. Es wirkte wie ein Schutzschild von Hannigan, der unter dieses Schild sogar Bell bringen wollte.
Draussen dunkelte es ein. Der Schwertkampf würde bei noch genügend Licht stattfinden aber der Abendhimmel würde es ihnen erschweren, die Klingen aufblitzen zu sehen und reagieren zu können.
Für Duelle war Rizzi normalerweise nur selten zu begeistern. Aber er hatte vorhin Barbara einen Antrag gemacht und er fühlte sich stark und wohl. Er hatte eine Ehre zu verteidigen, die da lautete, dass er als gottesfürchtiger Mensch einen englischen Verräter vernichten konnte. Mit dem englischen Orden würde der italienische Orden auch fertig werden. Sie waren Templer, im Geiste vereint, im Herzen und der Geldkassette jedoch nur für sich selbst verantwortlich. Rizzi konnte es wie ein Unfall aussehen lassen. Wie ein tragisches Ereignis, dass so niemand hatte kommen sehen und welches er gerne vermieden hätte. Was er nicht konnte, war Barbara von diesem Duell zu erzählen. Sie würde es mitbekommen wenn es schon lief oder fertig war und Rizzi als klarer Gewinner vom Platz ging.
"Ich kehre in einer halben Stunde zurück. Geniesst diese Zeit, die Ihr noch habt.", sagte er. Dann verschwand sein fieses Lächeln aus dem Gesicht und er starrte ihn ernst an. "Euer Name wird schon bald vergessen sein."
Er drehte sich um und rauschte aus der Zelle. Doch er blieb noch einmal stehen und drehte sich um. "Euch wird natürlich ein Sekundant zur Seite gestellt.", meinte er, lächelte und sah zu wie die Tür sich schloss.
"Auf zum Sekundanten.", sagte er einer Wache und nickte auf die Zellentür von Santoro.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Kerker   5/10/2017, 12:58 pm

Shanes Augen wurden schmal und sein Blick lag voller Verärgerung auf Rizzi. Dieser Mann war außer Kontrolle. Er schien sich nur zu bereichern, ohne wirklich auf das eigentliche Ziel zu achten. Dabei schreckte er vor nichts zurück und schien Folter und Brutalitäten auch noch zu genießen. Shane sah es in seinen Augen und seinen Gesten. Er hatte Spaß daran ihn immer wieder an Francis zu erinnern.
Er wollte Bells Tod nicht annehmen - er konnte es irgendwie nicht. Tagelang hatte er darum gekämpft ihn am Leben zu erhalten und er schien so voller Lebensgeister zu sein. Shane konnte sich sein totes Gesicht nicht vorstellen.
Nun Ihr hättet mich nicht zu einem Gegner machen müssen. Aber Ihr scheint Eure eigenen Prinzipien über die des Ordens zu stellen.“ Der Engländer drehte sich zurück zu ihm. Sah ihm mit grimmigem Ausdruck in die Augen. Eine Augenbraue hob sich leicht an, als der Templer ein Duell bestimmte. Seine Worte boten es zwar nur an, aber Rizzis Tonlage gab ihm keine Wahl. Er würde in diesem Duell kämpfen müssen, ob er wollte oder nicht. Sein Gesicht wirkte nun bleich und er spürte wie seine Hände sich verkrampften. Shane war gut in dem Umgang mit dem Schwert - nicht perfekt, doch er hatte schon mehr Kämpfe gefochten, wie ihm lieb war. Aber so hatte er keine Ahnung über die Fertigkeiten des anderen Templers. Es würde ein Weg nach draußen sein. Er würde gehen können, wenn Rizzi nicht log. Doch dazu musste er gewinnen. “Also gut. Ich nehme Eure Herausforderung an.“ Er hatte hier nichts mehr zu verlieren. Keine Grund mehr in diesem Land zu bleiben.
Shane war einen Schritt nach vorne getreten, während er gesprochen hatte und kaum drei Schritte trennten ihn nun von dem anderen Mann. “Ich werde es Euch nicht einfach machen.“, meinte er dann und sah ihm hinterher, wie er zur Türe ging. “Egal wie Ihr meinen Tod erklären würdet, Signore. Euer Ruf und Eure Macht wird fallen. Denn jeder weiß, dass es Eure Schuld war, dass es zu diesem Unglück kam. Ich war Euer Gast.“
Shane hatte das Kinn erhoben und für ein paar Herzschläge legte sich ein erzwungenes Lächeln auf seine Lippen. “Mein Name wird nie vergessen werden, nicht so schnell wie der Eure.“ Shane wusste nicht, ob Rizzi es noch gehört hatte. Die Türe war zugefallen und ließ ihn in völliger Stille zurück. Jetzt wo er alleine war, stieß er die Luft zitternd durch den Mund. Seine Beine bewegten sich von selbst zum Bett und er ließ sich darauf nieder. Die Ellbogen nun auf die Knie gestützt, vergrub er sein Gesicht hinter seinen Händen. Kein Ton kam aus seinem Mund und doch fühlte er sich, als wolle er dieses seltsame Gefühl aus seinem Körper schreien. Es war ein Gemisch aus Zorn, Angst und Trauer. Erst jetzt wo Francis fort war, bemerkte er erst wie leise Stille sein konnte. Stets hatte er das ständige Gerede von ihm verflucht, doch in letzter Zeit hatte er begonnen sich daran zu gewöhnen. Es hatte doch alles so gut funktioniert. Warum war der Plan schief gelaufen? Shane zog die Hände von seinem Gesicht und sah auf die Türe. Er würde nun einfach warten müssen. Eine unerträglich lange Zeit.

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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Kerker   5/10/2017, 1:36 pm

Er hatte die Stimme des Engländers noch gehört doch die Worte liessen ihn kalt. Hannigan war ein Gast, der seinen Gastgeber hintergangen hatte. Und Rizzi war aus seinen Überzeugungen, was Hannigan alles gesagt und getan hatte, nicht mehr zu lösen. Für Rizzi lagen etliche Fakten klar auf dem Tisch während Hannigan darin nichts verwerfliches gesehen hatte. Und Barbara Gonzaga, die gegenüber Hannigan misstrauisch gewesen war, würde sich keinesfalls diplomatisch für den Engländer äussern. Wie könnte sie auch? Er hatte sie verletzt. Nicht die Wunde am Hals. Er hatte ihre Sicherheit für einen Augenblick genommen und das war schändlich gewesen!
Rizzi trat wenige Schritte um zur Zellentür neben Hannigan zu gelangen. Die Tür wurde aufgesperrt und Rizzi sah zu Santoro, der frisch versorgt in seiner Zelle war. Er hatte sich ebenso wenig zu beschweren wie Hannigan.
"Werden wir heute ein Gespräch führen können? Oder wirst du dich wieder wie ein kleines Kind benehmen, dass man erst treten muss bevor es zuhört?", fragte er mit einer listigen Stimme während er näher kam. Rizzi hatte gerade alle Angst verloren auf seinem triumphalen Höhenflug und als er Santoro erreichte, packte er dessen Haar und zog seinen Kopf in einen unangenehmen Winkel und einem scharfen Zug nach hinten. "Jetzt hör mir mal zu du kleiner Bastard.", zischte er in sein Ohr. "Die kleinen Schmusestunden sind vorbei!" Rizzi hörte den Atem und das Schlucken von Santoro und es erfüllte ihn mit Genugtuung. "Die Situation vor Ort hat sich ein wenig geändert und vielleicht kannst du einen Nutzen daraus ziehen wenn du schlau genug dafür bist, Assassine. Du wirst in einer halben Stunde bei einem Duell als Sekundant dabei stehen. Warst du schon einmal Sekundant?", fragte er und riss Santoros Kopf noch ein Stück nach hinten. Rizzis Stimme war leise und gefährlich. "Du bekommst ein stumpfes Schwert in die Hand und wirst notfalls meine Klinge damit zur Seite drücken falls ich meinen Gegner, den du unterstützen sollst, tödlich erwischen könnte. Das gilt ebenso für meinen Sekundanten, der mich schützt. Das Duell wird so lange dauern bis einer von euch beiden zu spät reagiert und damit der Kampf mit einer schweren Verwundung meinerseits oder auf der Seite meines Gegners beendet ist.", grinste er und liess seinen Kopf endlich los. Dann lief er ihm Raum umher, eine Wache immer noch an der offenen Tür positioniert. "Mein Gegner ist sehr stark weshalb ich dich als seinen Sekundanten ausgewählt habe. Kommen wir zu den Bedingungen: Wenn du tapfer deinen Herrn in diesem Duell beschützt und ihn vor einer Verwundung bewahrst, wirst du die Reise nach Rom komfortabel in einer bewachten Kutsche fortführen dürfen und dich wird in Rom erst eine Anhörung erwarten statt ein Urteil. Wenn du ihn aber nicht unterstützt und ihn in meine Klinge laufen lässt, gebe ich dir fünf Minuten zur freien Verfügung für deine anschliessende Flucht. Danach lass ich meine Soldaten nach dir suchen. Finden sie dich, bist du ein toter Mann. Kannst du fliehen, bist du frei.", erklärte er ihm. Mitten im Raum blieb er dann stehen und musterte ihn eine Weile. Rizzis Worte enthielten nur leere Versprechen. Und dennoch würde sich Santoro entscheiden müssen. Spätestens dann wenn er sah wen er zu beschützen hatte.
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Rafael Santoro
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Besonderheiten: 2 Finger fehlen (heilen schon etwas ab, verbunden), eine Wunde am Bauch (versorgt), Brandwunden (Templerkreuze, am abheilen) jeweils an beiden Arminnenseiten, trägt nur eine Hose. Wunden am Rücken (von der Peitsche, verbunden) Unbewaffnet und inventarlos
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Kerker   5/10/2017, 4:14 pm

9. April 1480
Abends
mit Luigi Rizzi


Rafael's Schlaf blieb traumlos. Seit langer Zeit fand er endlich Ruhe und er wusste, dass sein Körper diese brauchte. Nur war dies leichter gesagt als getan. Nur ungern wollte er die Lider schließen und die Welt um sich herum für eine bestimmte Dauer einfach vergessen. Doch der ganze Tag blieb ruhig, während er auf seinem Bett gesessen und an die kalte Wand über sich gestarrt hatte. Erst am Nachmittag gab er sich dem Forderungen seines Körpers hin und fiel in einen festen Schlaf.
Die Tür öffnete sich und herein trat Luigi Rizzi. Von seiner Ankunft in die Kerkerzelle bekam der Mentor erst gar nichts mit. Erst, als seine Stimme erklang, schrak er aus dem Schlaf, schlug die Augen auf, setzte sich aufrecht und merkte erst, dass dies eine viel zu schnelle Bewegung war, als der Schmerz durch seinen Körper zog, der von seiner Wunde kam. Im Schlaf hatte er nichts von der Kälte gespürt, die der Stein um ihn herum von sich gab. Jetzt fühlte er sie wieder.
"Ich kann deine Stimme nicht mehr ertragen..", murmelte Rafael gleichgültig. Was hatte Rizzi heute vor? Rafael wunderte sich, weshalb die direkten Folterungen an seinem Körper seit Florenz ausfielen. Er ging nicht davon aus, dass es das schon gewesen ist... Die Überfahrt in seine Geburtsstadt lief friedlicher ab, als er es sich hätte denken können. Das Hinterherschleifen an der Kutsche war natürlich schmerzhaft. Doch irgendwann nach ein paar Kilometer war es, als ob sich der Körper selbst betäubte. Man gewöhnte sich an die Steine auf dem Weg, sowie den Dung der Tiere, die man erst vor kurzem über die Straßen trieb. Letzteres war meist durchaus angenehm, da der Dung noch warm war und es eine willkommende Abwechslung für den nackten Oberkörper war.

Rafael's Kopf war leicht gesenkt, doch beobachtete er jeden Schritt seines Gegenübers. Langsam trat der Schwarzhaarige auf ihn zu und zog ihm anschließend durch die Haare den Kopf zurück, so dass er den Templer, seinen Feind, ansehen musste. Er schluckte und sein Herz schlug etwas schneller. Doch keineswegs ließ er sich einschüchtern.
"Ich habe keine Zeit. Das siehst du doch.", scherzte er trocken und ignorierte die Frage, ob er schon einmal ein Sekundant war. Er entgegnete nichts darauf. Luigi's Gesicht verzog sich zu einem Grinsen. Wie sehr Rafael doch gerade zugeschlagen hätte... Doch die Müdigkeit zerrte noch immer an ihm. Die letzte Reise hatte ihm stark zugesetzt. Mit seinem Gewissen konnte er es nicht vereinbaren, ein Gefangener zu sein. Und somit war es schwierig, sich einer derartigen Reise einfach hinzugeben. Er wehrte sich und sein Körper wurde dadurch zu seinem eigenen Feind.
"Ich habe keinen Herrn. Wer auch immer dein Gegner sein wird, so soll er dich auf seiner Klinge ruhig aufspießen. Er braucht sicherlich keinen Mann, der ihm Deckung verschafft...." Ein leichtes, amüsiertes Lächeln kam auf seine Lippen, trotz des unsanften Griff Rizzi's. Der Templer fuhr fort und gab dem Assassinen zu verstehen, dass dabei was für ihn rausspringen würde. Frei sein? Wie konnte Rafael fliehen und lebendig davon kommen, wenn er nicht einmal jetzt aufstehen und bis zur Zellentür gehen konnte? Die Haare wurden losgelassen. Rafael's Kopf gab kurz dem Zug nach, der durch die Bewegung geschah, doch sah er wieder auf, um Rizzi immer noch im Blick zu behalten."Weshalb solltest du das tun? Wir reisen nur meinetwegen nach Rom. Nach all den ganzen Jahren willst du mir eine Möglichkeit geben, eines besseren Tode's als dem Strick zu sterben?"Eine Pause setzte ein. Rizzi's Spiele waren schon immer alle gleich. Immerhin durfte er ihn die letzten Tage kennenlernen. Und auf Tricks fiel Rafael nicht mehr hinein. Aber hätte er die Wahl? Er könnte stur sein und überhaupt nichts tun... Ja, das klang nach einem Plan. Für Rizzi zu kämpfen wäre das letzte, was Rafael getan hätte. Und seinen Gegner kannte er nicht.
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Kerker   5/10/2017, 9:33 pm

Rizzis Augenbrauen schossen in die Höhe. Dann begann er hämisch zu lachen. Er lief wieder herum und trat dann auf Santoro zu und beugte sich tiefer auf Augenhöhe mit Santoro. "Deinetwegen, exakt.", sagte er. Dann hob er die Hand und ohrfeigte ihn. Als Santoro den Kopf zurückdrehte, ohrfeigte er ihn ein weiteres Mal. Jedes Lachen oder Grinsen war verschwunden. Nur seine dunklen Augen starrten Santoro eisig ins Gesicht. Als er sah, dass Santoro ihm entgegenstarrte, schnaubte er belustigt auf. Er richtete sich vor ihm wieder auf. "Weisst du was das grösste Vergnügen für mich ist? Was mir noch mehr Spass bereitet als dich zu foltern? Ich bin es nämlich, der entscheidet, wann du stirbst. Kann man mehr Macht über einen Menschen haben als ich über dich?", grinste er und trat etwas zurück. "Ich gebe dir einen Ratschlag, Santoro. Der Mann, dem du als Sekundanten beistehen wirst, wird bei deinem Versagen mit dem Leben bezahlen."
Rizzi grinste ihn amüsiert und böse an. Santoro sah völlig fertig aus. Er war dünn und blass geworden und sein Aussehen zeigte, wie sehr er litt. Sein Körper war geschunden aber seine Seele war es auch. "Hm. Mir fällt gerade ein, dass ihr beide sogar etwas gemeinsam habt.", meinte er und runzelte die Stirn. Dann kam er wieder näher. Er genoss den Anblick von Santoro, der so müde wirkte. Dann fasste er sein Kinn und riss es in die Höhe. Er starrte ihn an. "Ihr seid beide wegen dem gleichen Mann hier. Wegen eines englischen Söldners.", zischte er und liess ihn wieder los. Dabei trat er wieder zurück. "Dir hat er eine Nachricht überbracht, die dich erst zu diesem Treffen in Florenz angestachelt hat, und ihm hat er verbotene Künste gelehrt."
Rizzi wippte kurz triumphierend auf seinen Füssen auf und ab und beobachtete dabei Santoros Reaktion. "Ich bin gespannt ob du das stumpfe Schwert mit deinen Fingerstümpfen halten kannst. Hältst du es mit beiden Händen? Wirst du auch nur einen einzigen Schlag abwehren können oder muss sich dein guter Herr damit abfinden, dass sein Leben ganz schnell vorüber sein wird?"
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Kerker   5/10/2017, 10:53 pm

Rafael verstand nicht, was den Templer zum Lachen brachte. Rafael's Ausdruck wurde ernster, düsterer, während der Templer anscheinend so zu versuchen, ihn zu demütigen. So dachte der Assassine jedenfalls. Er lief etwas herum, gab dem jüngeren Mann recht und holte dann aus. Die Ohrfeige ließ den Kopf des Braunhaarigen zur Seite fahren und bei dem zweiten Schlag wurde ihm schwindlig. Ein leises Stöhnen war ihm dabei über die Lippen geraten und die Wange lief sofort rot an. Sofort breitete sich dort Hitze aus und der Schmerz, der nachhallte, krippelte unangenehm, als malte jemand mit einer Nadel darüber.
Santoro blickte auf. Das Lachen war verstummt und stattdessen sah er in die dunklen Iris, die beinahe pechschwarz wirkten. Vielleicht war dies nur der dumpfe Lichteinfall durch den Schein einer Kerze an der Tür. Als ob ein Dämon vor ihm stand. "So werde ich wenigstens mit Stolz und reinem Gewissen dem Tod entgegentreten. Was ist mit dir?", fragte Rafael im ruhigen Ton. "Hat ein Mann wie du ein gutes Gewissen? " Dass der Fremde, mit dem er gegen Rizzi kämpfen sollte, war ihm gleichgültig. "Wenn es sein Ende ist, dann wird es so kommen.", entgegnete der Mentor der Assassinen nur. Dabei ließ er keinesfalls den Templer aus den Augen. Irgendwo hoffte er, dass es nur bei Ohrfeigen für heute blieb. Er wollte nur einen verdammten Tag Ruhe.

Irgendwann sah er doch zu Boden. Rizzi die ganze Zeit anzusehen war keine Option. Es wollte ihm nicht mehr Aufmerksamkeit schenken, als er es sich verdiente. Als er jedoch einen englischen Söldner erwähnte, hatte er wieder seine ganze Aufmerksamkeit. Sogar seine Augen weiteten sich. Er sprach eindeutig von Hannigan und Bell. Die zwei kannten sich, das hatte Hannigan ihm erklärt. "Er ist eiN Templer. Weshalb wisst du dich mit ihm duellieren?" Eindeutiges Interesse lag in seiner Stimme und auf seinem Gesicht.. Nicht Interessie, viel mehr versuchte er, zu verstehen. Was ging hier vor?

Er schüttelte den Kopf und rutschte zurück auf das Bett, um sich gegen die kalte Wand zu lehnen und ein Bein auf dem unbequemen Bett abzustellen."Ich kämpfe nicht. Du wirst einen anderen Mann suchen müssen, der das macht." Auf sein Kommentar, ob er überhaupt ein Schwert nun führen konnte, ging er dabei nicht ein. Würde man ihn dennoch aus dieser Zelle zerren, hinaus auf den Platz.
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Kerker   6/10/2017, 9:05 am

Es war nur ein kleiner Satz. Ein kleiner Satz, der verdeutlichte, dass Santoro wusste um wen es hier ging. Hannigan war also doch ein Verräter. Er hatte die Informationen aus Santoro über die Anzahl der Leute gar nicht rausprügeln müssen. Hannigan wusste es offenbar selbst und hatte hier ein hübsches Gespräch mit dem Mentoren geführt.
"So, du kennst ihn also? Das wird ja immer besser.", sagte er und grinste fies auf. "Du willst also mit einem reinen Gewissen sterben indem du den einzigen Mann, der dir hier gut gesinnt ist, in meine Klinge laufen lässt? Das nennst du ein reines Gewissen?", fragte er ihn und begann wieder zu lachen. "Ja, ich habe ein gutes Gewissen. Ich stelle ihm einen Sekundanten zur Verfügung, der mein ärgster Feind ist und sich auf mich stürzen könnte. Ich gebe dir die Möglichkeit, gegen mich anzutreten. Aber alles was du tust, ist nichts?", er lachte weiter.
Santoro hatte mit seiner Aussage, dass es sich bei Rizzis Duellpartner um einen Templer handelt, Hannigan noch mehr in die Ecke getrieben. Hannigan konnte nicht einmal mehr auf eine Richtigstellung der Aussagen hoffen, dass er mit den Assassinen verbündet war. Santoro hatte es gesagt. Und die Wachen, mindestens zwei davon, hatten es gehört und würden bezeugen können, dass diese Information ohne Folter aus dem Mund des Mentoren kam.
"Wachen.", rief er sie herbei. "Fesselt ihm die Hände!". Santoro wurde von der Pritsche heruntergezogen, ihm wurden die Hände auf den Rücken gedrückt und zusammengebunden. Rizzi sah dabei gelassen zu. "Ich duelliere mich mit ihm weil ich es will. Die Gründe kann er dir ja gleich selbst nennen."
Rizzi packte Santoro wieder am Haarschopf und riss ihn mit sich aus der Zelle. Er genoss das Gefühl seiner Macht und die Tatsache, dass er gerade jeden erniedrigen konnte, der ihm in den Weg kam. Er ging nur ein paar Schritte mit ihm und nickte einer anderen Wache zu, die die Zellentür von Hannigan aufsperrte. Rizzi stiess Santoro hinein und blickte dann zu Hannigan ohne sich darum zu kümmern ob Santoro hinfiel oder nicht. "Euer Sekundant ist ein mürrisches Weib. Er will Euch nicht helfen. Nun denn, ich glaube, er hat eine Tracht Prügel von Euch verdient.", erklärte er, lehnte sich im Türrahmen an und sah Hannigan auffordernd an.
"Worauf wartet Ihr noch? Verprügelt ihn. Immerhin hat er bei der Erwähnung von Bells Namen sofort gewusst, dass Ihr mein Gegner seid. Ich habe ihm gegenüber weder Euren Namen noch Euren Stand als Grossmeister der Templer genannt. Und damit hat er Euch keinen Gefallen getan, schliesslich habt Ihr mir versichert, Ihr seid dem Templerorden treu. Was soll ich nun glauben, Hannigan? Seid Ihr ein Templer, der der Sünde verfallen ist? Seid Ihr ein Templer, der missverstanden wird? Seid Ihr ein Assassine, der sich als Templer ausgibt? Ihr solltet ihm ein paar Manieren beibringen, Signore Hannigan. Euren Worten kann ich keinen Glauben mehr schenken. Und das verdankt ihr ihm.", grinste er und wartete. Er wollte, dass Hannigan zur Bestie wurde. Er wollte schliesslich ein Duell mit ihm führen und kein Kaffeekränzchen.
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Kerker   6/10/2017, 12:31 pm

Rafael wusste nicht, was vorgefallen war zwischen ihm und dem Mann, der sich als Hannigan vorstellte. Er hatte nicht mehr gesagt, als dass er wusste, dass Hannigan und Bell sich bekannt waren. Zuerst dachte Rafael an jenem Tag, sie seien Brüder. Ob dem so war, hatte sich niemals herausgestellt. Hannigan hatte sich mit dem Mentor unterhalten. Und das auf eine andere Art und Weise, wie es Rizzi tat. Mit Wein hatte er versucht, Santoro zum Sprechen zu bringen und konnte ihm letztendlich auch eine Information entlocken.-Was aber nicht am Wein lag, sondern an einem Deal, den die zwei fast gleichaltrige Männer miteinander schlossen, der Rafael aber bisher nichts brachte. Der Engländer hatte sich als Ehrenmann bewiesen. Eine Täuschung? Zumindest war er ein Templer, also ein Feind. Er hätte die Möglichkeit, Rizzi hinterhältig umzubringen. Es wäre ein Versuch wert. Und würde Rizzi ihn tatsächlich freilassen, so musste er alle Kraft aufbringen, um nicht von den Klingen der Wachen zu sterben. Ob hier oder erst in Rom... Was spielte das noch für eine Rolle? Die Freiheit wartete auf ihn. Und das durfte er sich nicht nehmen lassen, wenn er einmal die Chance dafür bekam. Ob es eine Lüge war oder nicht und ob Luigi Rizzi sich tatsächlich an diese Abmachung halten würde, war nicht vertrauenswürdig.
Auf Rizzi's Worte sagte Rafael nichts. Ließ ihn lachen und seinen eigenen Gedanken nachgehen und so kam es auch bald, dass die Wachen gerufen wurden, ihn fesselten und er erneut am Haarschopf gepackt wurde. So war er gezwungen, zu laufen. Seine Beine bewegten sich von selbst, dennoch wäre es ihm lieber gewesen, heute die Ruhe in der Zelle zu finden.
Er wurde in die nächste Zelle gestoßen und erblickte den Templer. Doch als er losgelassen wurde, verlor er das Gleichgewicht und fiel auf den Boden, vor die Füße Hannigan's. Die Schläge würde er über sich ergehen lassen. Man würde den Assassinen dennoch mitschleppen, egal wie er sich am Boden krümmte. So oder so müsste er beim Duell anwesend sein. Für oder gegen Hannigan kämpfend.
Als Rizzi zu Hannigan gesprochen hatte, blickte Rafael zähnezusammenbeißend zu dem englischen Adelsmann auf. Er machte sich nicht die Mühe, aufzustehen. "Ich habe ihm nichts gesagt, Signore.", sagte er nur. Was hätte er ihm auch sagen sollen? Er wusste nichts über das Verhältnis zwischen dem Großmeister und dem Söldner.
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Kerker   6/10/2017, 1:32 pm

Shanes Miene war für einen Moment von Trauer erfüllt gewesen, während er den Raum für sich alleine hatte. Seine Gedanken hatten ihn gnadenlos überrannt. Die Argumente das Francis noch lebte waren immer weniger geworden, bis er schlussendlich keine Hoffnung mehr hatte. Er war verletzt gewesen, hungrig und naiv. Ein Narr. Francis war solch ein verfluchter Narr gewesen.  Shanes Schultern bebten leicht, während sein in seinem kalten Blick Abneigung funkelte.  
Shane hatte ebenso die Zeit besessen, über Rizzi nachzudenken. Dieser Mann brachte nicht den Frieden sondern den Krieg. Er tötete und folterte ohne Struktur und Gnade.  Er nahm, ohne auch nur zu geben. Seine Kontrolle war die Angst. Dieses Gebilde würde nicht halten. Umso länger er darüber grübelte, umso mehr kam Shane zu dem Entschluss, dass dieser Templer aufgehalten werden musste. Wie wusste er nicht. Vielleicht war der Tod der einzige Weg. Aber wie weit war er bereit zu gehen? Wie sehr musste er seine eigene Moral übertreten, um das zu tun, was am Ende notwendig war? Rodriges hatte wohl Rizzis wahren Charakter erkannt. Francis hatte ihn erkannt. Nur er selbst nicht.
Doch gerade war er es, der in der Zelle saß und nichts weiter, als die Kerzen beobachten konnte. Rizzi hatte in diesen Moment die Oberhand und Shane hasste nichts mehr, als die Kontrolle zu verlieren. Ein wenig ballte Shane seine Hände zu einer Faust und grub sie in die harte Matratze. Mit Worten war er in diesem Fall nicht weiter gekommen. Ausreden und selbst Lügen hatten nichts an seiner Situation geändert.
Mit einem Mal wurde wurde die Zellentüre erneut geöffnet. Ein Körper wurde herein gestoßen, gefolgt von Wachen und am Ende Rizzi. Shane erkannte den Mentor, nachdem er einen Blick auf den Mann geworfen hatte. Seine Miene war kurz überrascht und dann fragend. Mit eiserner Kontrolle erhob er sich von seinem Bett und drehte seinen Körper zu Rizzi. Alles in ihm fühlte sich an wie Eis. Seine Finger zitterten vor unterdrückter Wut und in seine Augen wurden die Flammen der Kerzen gespiegelt. Wie hatte er auch nur glauben können, dass der Mentor sein Wort halten würde!
Ihr glaubt also dem Assassinen sofort? Während Ihr an meinen Absichten zweifelt, hm?“ Shane trat einen Schritt durch den Raum, dabei musste er über Rafaels Körper steigen und Shane zuckte nicht einmal, als seine Stiefelspitze dessen Seite traf.
Er muss es Euch ja wirklich angetan haben.“, stieß er dann aus und sah zurück zu Rafael. Anklagend, zornig und auch ein wenig verletzt. Kurz darauf lag seine Aufmerksamkeit wieder auf Rizzi, der im Türrahmen lehnte und grinste.  “Was hat er Euch gesagt? Meinen Namen? Nun ich nannte ihn, bei unserem Verhör. Er weiß das ich ein Templer bin. Bell und ich sind beide Engländer... wie schwer ist es da blind zu raten?“ Zuerst schien er noch einen Schritt auf den Templer zu zu machen, ehe er sich zurück drehte und bei Rafael stand. Er packte den Assassinen an der Kehle. Er fuhr ihm links und rechts mit Daumen und Zeigefinger unter den Kieferknochen. Es würde schmerzen, ihn aber nicht die Luft nehmen. “Ich glaube Euch kein Wort, Assassine. Warum sonst würden wir nun hier stehen.“, seine Stimme war gedämpft und er zog seinen Körper nach oben, damit er auf den Beinen stand. “Ihr würdet doch jede Möglichkeit nutzen dem Templerorden zu schaden.“ Shane drehte sich herum, sodass sein Gesicht zu Rizzi gewandt war. Rafaels Kehle lies er dabei nicht los. “Ihr habt Bell verraten.“, knurrte er dann leise. Rizzi musste diese Worte nicht hören. “Und jetzt ist er tot.“ Shane wusste das Rizzi sie beobachtete und in diesem Moment wurde ihm klar, dass er seine Grenzen überschreiten müsste, wenn er seine Ehre nicht verlieren wollte. Die Zähne aufeinander pressend hob er seine Hand und schlug seine Faust gegen Rafaels Nase. Der einzige Ort, der ihn wohl nicht,  in seiner ohnehin schon beeinträchtigten Bewegung, störte. Dann ließ er den Assassinen einfach los. Shane verschränkte die Arme belanglos im Rücken und blieb vor Rizzi stehen. Noch immer sah man den Zorn in seinen Augen. “Warum hinter einem Sekundaten verstecken. Führen wir diesen Kampf doch von Mann zu Mann aus. Oder fürchtet ihr Euch davor zu verlieren? Gott weiß, dass ich den Orden nicht verraten habe und ihm schon lange mein Leben schenkte.“ Auch wenn Shanes Stimme ruhig war, konnte man seinem Körper ansehen, dass Rizzi durchaus dabei war den Wolf aus dem Käfig zu lassen.

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BeitragThema: Re: Montepulciano - Kerker   6/10/2017, 4:55 pm

Am liebsten hätte er applaudiert als Hannigan Santoro am Hals packte und ihm dann ins Gesicht schlug. Hannigan tat es tatsächlich und damit stieg Rizzis Freude auf das Duell an.
"Ich dachte, es wäre amüsant dabei zuzusehen, wie mein Duellierpartner als Templer daherkommt und sein Sekundant der Mentor der Assassinen ist, der sich kaum noch auf den Beinen halten kann.", grinste er. "Doch wenn Ihr wollt, tragen wir das Duell Mann gegen Mann aus."
Rizzi straffte sich und bewegte sich ein Stück vom Türrahmen weg um nicht mehr dagegen zu lehnen. Dabei funkelte er Hannigan unter einem bösen Grinsen an. "Im Gegensatz zu Euch wusste ich bei Santoro bereits, dass ich ihm nicht trauen kann. Und deshalb habt Ihr, Signore, mein Vertrauen in Euch viel schändlicher verraten! Und das alles nur weil Ihr Bell kanntet obwohl ich Euch in Florenz nach ihm gefragt habe!", knurrte er. "Und ich habe keine Angst vor einer Niederlage! Ich verliere nicht gegen einen Sünder!"
Sein Blick glitt von Hannigan weg zu Santoro. Lange würde sich dieser nicht mehr auf den Beinen halten. Er würde Rizzi wegsterben bevor sie Rom erreichen würden. Und von den Assassinen war noch keine Spur. Nur Bell war da gewesen. Und Hannigan, der seine Avancen abgelehnt hatte. Rizzi konnte überhaupt nichts beweisen ausser der Tatsache, dass die beiden Engländer in einer Gasse standen und englisch gesprochen hatten. Dennoch hatte sich Rizzi alles mögliche zusammengereimt und wollte von dieser teilweise falschen Wahrheit nicht abrücken.
"Wachen.", rief er sie herbei, die ohnehin schon hinter ihm gestanden waren. "Nehmt diesen peinlichen Teufel Santoro und bringt ihn raus auf den Platz. Fesselt ihn an einen Pfosten. Er wird für seine Weigerung, mitzumachen, solange ausgepeitscht wie unser Duell laufen wird.", sagte er in einem etwas viel zu gelasseneren Ton. "Und dann bringt Signore Hannigan auf den Platz. Ungefesselt. Er soll seine Würde bei seinen letzten Schritten in diesem Leben bewahren dürfen. Gebt ihm sein Schwert zurück."
Mittlerweile war es ihm egal geworden ob Santoro heute Abend starb, morgen oder erst in Rom. Santoro war ein Wrack und seine Leute hielten es noch immer nicht für nötig, aus ihren Verstecken zu kommen um ihn zu retten. Jetzt mussten die Assassinen eben völlig nach seinen Spielregeln spielen wenn sie den Mentor noch vor seinem Tod bewahren wollten.
Was Hannigan anging: Er war ein Templer und wenn er die Wahrheit gesagt hatte, dann würden die Assassinen nicht eingreifen und Hannigan sterben lassen. Rizzi war also so oder so der Gewinner.

Die Tür der Zelle ging zu. Hannigan und Santoro waren gemeinsam darin eingesperrt. In der Zwischenzeit kam ein aufgeregter Soldat zu ihm und berichtete Rizzi, man hätte Bell tatsächlich tot aufgefunden. Die Soldaten brachten eine männliche Leiche mit hellem Haar herbei aber Rizzi wusste sofort, dass es sich nicht um Bell gehandelt hatte. Der Mann war wohl an seinem Erbrochenen verstorben, denn er stank danach und nach Alkohol. Rizzi nahm ein Schwert und stach mehrmals auf den leblosen Körper ein. Das Blut trat aus. Rizzi orderte ein schwarzes Tuch herbei und die Leiche wurde ein wenig darin eingewickelt und auf den Platz neben dem Galgen gelegt, an den Santoro in Kürze angebunden und ausgepeitscht werden sollte. Bei der Leiche konnte man im ersten Augenblick durchaus davon ausgehen, dass es sich um Bell handelte. Der Abend war hereingebrochen und man hatte ein paar Feuer entzündet. Die Dunkelheit und das Tuch, welches nur das Haar und ein Stück Stirn offenbarte, würden es Hannigan und Santoro schwer machen herauszufinden ob es sich wirklich um den englischen Söldner handelte.

Rizzi bereitete sich vor. Noch immer berichtete er Barbara nichts von seinem Plan. Sie würde es aber bald erfahren. Die Vorbereitungen für das Duell auf dem Platz waren im Gange und die ersten Schaulustigen gesellten sich bereits dazu. Er liess einige Wachen in den Kerker schicken damit sie Santoro und Hannigan holten. Falls sie einander noch nicht gegenseitig erwürgt hatten.
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Kerker   6/10/2017, 6:30 pm

Amüsant? Unsere Ansicht was dies anbelangt scheint weit voneinander entfernt zu sein, Signore Rizzi.“ Shanes Augen wurden schmal, während er beobachtete wie Rizzi sich straffte. Es änderte nichts, dass er ein kleines Stück größer und auch jünger war. “Es ist doch viel amüsanter ohne ein lästiges stumpfes Schwert, dass nur im Weg steht.“ Shane fand es nicht wirklich amüsant. Nichts davon. Die grauen Auge wirkten im dumpfen Licht wie Stein und auch seine restlichen Züge waren wie versteinert. “Ich habe weder gesündigt, noch habe ich Euch angelogen. Ich hatte Euch doch gesagt, dass ich bereits Bekanntschaft mit Bell gemacht hatte. Ihr habt nur nicht gut genug zugehört.“ Die einzige Lüge darin war gewesen, dass er gesagt hatte er würde nicht wissen wo sich der Söldner befand. Shanes Knöchel schmerzten leicht und er stieß die Luft schnaubend aus. Rizzis Grausamkeit schien keine Grenzen zu kennen. Selbst die Wut auf Santoro konnte nicht verhindern, dass er ihm der Assassine für ein paar Sekunden leid tat.
Erleichterung traf ihn, als Rizzi ihm seine eigene Klinge erlaubte. Er kannte das Schwert. Wusste wie er es zu führen hatte und der Griff war ihm bereits blind vertraut. Zudem war die englische Waffe ein Stück kleiner und dünner, als die der italienischen Schwerter. Wenigstens ein Vorteil, den Shane ohne zu Zögern ausnutzen würde. Dieses Mal musste er jeden Fehler den Rizzi machte erkennen und zu seinen Gunsten drehen. Shane durfte dieses Duell nicht verlieren. Für den Orden und auch ein wenig um Francis zu rächen. Es war ein neues Gefühl, nur zart und für Shane kaum einzuordnen, aber es war unverkennbar dar. Rache schmeckte bitter und Shane hoffte er würde sie nie wieder fühlen. Die Tür fiel zurück ins Schloss und er merkte im ersten Moment gar nicht, dass der Assassine noch immer im Raum war. Erst nachdem er sich umdrehte, fiel sein Blick auf Rafael. Sein Körper spannte sich augenblicklich an. “Ich sollte Euch hier und jetzt töten.“, stieß er in die Stille. “Wahrscheinlich würde ich Euch dadurch auch noch einen Gefallen tun.“ Abneigung klang nun in seiner Stimme mit. Nicht gegenüber dem Gefallen, sondern dem Mentor selbst. Shane hatte ihm von Bell erzählt, ihn mit Würde behandelt und am Ende sogar noch Wein bringen lassen. Aber Männer wie er schienen nichts von Ehre zu halten. Rafael musste etwas getan oder gesagt haben, dass Rizzi in seinem Wahn bestätigte. Vermutlich mit vollster Absicht. Shane war in dem Augen des anderen zu einem Verräter geworden - zudem was der Engländer am meisten hasste.
'Er ist es der den Verstand verloren hat.', murmelte er dann auf Englisch. Es klang wie ein verzerrter Fluch, ehe er am Rafael vorbei Schritt und ihm keinen weiteren Blick mehr würdigte. Shane setzte sich zurück auf den Stuhl und starrte auf die Tischplatte. Er versuchte sich an alles zu erinnern, dass man ihm von kleinauf beigebracht hatte. Den Schwung des Schwertes, die Haltung, die Verteidigung und auch den Angriff. Dabei behielt er aber seinen Hörsinn auf den Assassinen gerichtet. Wer wusste schon was in dem Kopf dieses Mannes vor sich ging.

Shane wusste noch immer nicht wie viel Zeit vergangen war, als die Wachen zurück kamen. Er hatte kein Wort mehr gesagt. Weder zu sich selbst noch zu dem Mentor. Er nahm sein Schwert und schnallte den Gurt um die Hüfte. Flankiert von den Wachen ließ er sich durch die Gänge und zurück auf den Hof führen. Mit jedem Schritt zog Shane ein wenig die Schultern zurück und sah zu dem Hof der sich vor ihm eröffnete. Fackeln erleuchtete den Platz und der Himmel über ihnen würde mit jeder Minute dunkler werden. Shanes Blick fuhr über die Wache und den Schaulustigen. Der Templer stieß ein knurrendes Geräusch aus. Doch er verstummte und erstarrte im selben Moment, als sein Blick auf den toten Körper am Boden fiel. Ein schwarzes Tuch bedeckte den meisten Körper. Aber die Statur passte und im Schein des Feuers sah er auch die blonden Haarlocken. Shane rührte sich nicht. Er sah nur auf den toten Körper. Dann schloss er kurz die Augen. “Farewell.“, murmelte er leise und zwang seine Beine sich zu bewegen. Eine Hand am Schwert schritt er weiter auf den Platz und blieb mit Abstand zu Rizzi stehen. “Nun werden wir sehen, wie Gott uns richtet.

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Zuletzt von Shane Hannigan am 7/10/2017, 10:21 am bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Kerker   6/10/2017, 7:52 pm

Bei der Berührung des Stiefels an Rafael's unbekleideten Oberkörper ging der Mentor davon aus, dass er sich nun auf Tritte nach ihm gefasst machen musste. Doch es geschah nichts.-Fürs erste jedenfalls. Gerade wollte sich der Assassine etwas aufrichten, doch schneller war Hannigan, dessen Hand nun an seinem Hals lag und zudrückte. Gierig atmete der Mann die Luft ein, denn der Schmerz durchfuhr seinen ganzen Körper, den Shane verursachte. Er legte seine Hände an dessen Arm und versuchte, ihn wegzudrücken. Doch sein Gegenüber zerrte ihn auf die Beine und endlich ließ er wieder los. Rafael trat einen Schritt zurück und lehnte sich gegen die Wand, die ihm Halt verschaffte.
Er hatte nicht daran geglaubt, Shane und er könnten zusammen arbeiten. Doch der Templer wäre ein Blatt zum Ausspielen gewesen. Es tat ihm nicht leid, dass auch er nun ein Gefangener war. Denn hatte er doch recht: Er würde tatsächlich jede Möglichkeit nutzen, dem feindlichen Orden Schaden zu zufügen. Seine Hand fasste an seinen eigenen Hals, als könne er damit den nachklingenden Schmerz forttreiben und beobachtete dabei die zwei anderen Männer.
Rafael's Mimik veränderte sich, als der Engländer diese Worte aussprach. Bell war tot? Er musste den Worten Glauben schenken, denn kamen sie von jenem Mann, der ebenfalls mit dem Söldner etwas zu schaffen hatte. Gut kannte Rafael Francis nicht. Doch dieser Mann hatte sich ihm angeschlossen. Dieser Verlust würde ihm nicht zum Trauern, dafür aber zum Nachdenken bringen. Dem Gespräch hörte er nicht zu. Doch als abermals sein Name fiel und Rizzi die nächste Strafe für ihn aussprach, sah er auf. Anschließend verließ Rizzi die Zelle und die Tür wurde geschlossen.

War es seine Schuld, dass Francis Bell den Tod fand? Dieses Grinsen blitzte jedes mal auf, wenn er an ihn dachte. In der Zwischenzeit hatte er sich zu Boden gesetzt. Er spürte, dass seine Knochen schwerer waren und es sich dadurch anfühlte, als hätte er bereits in dieser kurzen Zeit der Gefangenschaft das hohe Alter erreicht. Von Hannigan hielt er sich fern, so wie man es eben gegenüber eines Menschen tun würde, mit dem man nicht gut gesinnt war und mit dem man die Zeit in einem kleinen Raum verbringen musste. Müde blickte er auf, als Hannigan die Worte an ihn richtete. Doch er gab keine Antwort darauf. Stattdessen ließ Rafael ein paar Sekunden versterichen und sagte dann: "Ich weiß nicht, was zwischen Euch und Rizzi vorgefallen ist. Doch Ihr hattet die Möglichkeit, Euch ihm gegenüber zu beweisen.", murmelte er. "Nun darf ich Euch in meiner Welt begrüßen. Vielleicht überlebt Ihr das Duell, weil Rizzi sich gnädig erweist. Es wird eine Abwechslung sein, nicht alleine von der Kutsche hinterher gezogen zu werden." Er sprach kraftlos. Dementsprechend auch langsam und gleichgültig. Und er hatte durst.

Die Zeit verstrich quälend langsam, bis die Tür der Zelle erneut geöffnet wurde. Die Wachen brachten Hannigan und den gefesselten Santoro auf den Platz. Die frische Luft sog der Assassine ein, als würde er das letzte Mal atmen. Die Schaulustigen beachtete er nicht, dafür blickte er zu dem Körper, auf dem dieses Tuch lag. Darunter blitzten Stirn und Haare auf und nun konnte er nicht mehr davon sprechen, dass er ein reines Gewissen hatte. Sogar für ihn lag darunter nicht ein nach kotze-und alkoholstinkender Mann, sondern Francis Bell, dieser Narr.
An den Pfosten wurde er getrieben und gefesselt. Der Mann daneben, der dies ausführen sollte, wartete auf den Befehl Rizzi's. Natürlich verspürte Rafael Santoro diese Angst die aufkam, wenn man sich bewusst wurde, was auf einen zukam. Sein Blick war auf Hannigan fixiert, der zu dem wartenden Rizzi gebracht wurde.
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Kerker   6/10/2017, 9:02 pm

Drei Tatsachen waren an diesem Abend neu für Rizzi gewesen. Ein Duell am Abend, beleuchtet von grösseren Feuern in Kesseln und von Fackelreihen. Ein Duell gegen einen Templer, einem Grossmeister des englischen Templerordens. Und die dritte Tatsache war die, dass er ein Verlobter war und seiner Verlobten ein Versprechen abgeben wollte. Es gab für ihn heute also keine andere Möglichkeit als dieses Duell als Gewinner zu verlassen.
Sein Blick hing zuerst auf Hannigan, der auf die Leiche blickte. Rizzi atmete kurz schneller ein dabei. Dann sah er zu Santoro, der zum Holzpfosten geführt wurde. Das gefiel ihm sehr gut. Der Mann mit der Peitsche würde anfangen sobald das erste aufeinanderschlagende Metallklirren zu hören war. Schliesslich drehte er seinen Kopf wieder und musterte Hannigan. Es war eine Schande. Eine Schande für England und Italien, eine Schande für die Templer, dass sie sich hier gegenüberstehen mussten um für Gerechtigkeit und Sünde zu kämpfen.
"Wen ich will, kriege ich. Er ist tot. Tot!", sagte er zu Hannigan und grinste dabei auf. "Was waren wohl seine letzten Gedanken? Hat er gebetet? Gesühnt? Hat er an Euch gedacht?"
Rizzi nahm sein Schwert und polierte es mit einem Tuch während Hannigan vor ihm stand. Um sie herum standen unzählige Soldaten und Schaulustige, die dem Treiben beiwohnen wollten. Rizzi trat nun ganz nah an Hannigan heran und musterte ihn kurz ehe er zu ihm flüsterte. "Ihr seid ein Niemand! Ein Nichts!"
Rizzi brachte wieder Abstand zwischen sie und warf einer Wache den Lappen zu. In seinen Augen blitzte es kampfbereit auf. Er umschloss den Griff des Schwertes fest und erinnerte sich selbst an seine Ausbildung mit der Waffe. Die Klinge war der verlängerte Arm. Sie tat was der Arm tat. Sie war eins mit ihm und kein Anhängsel. Er würde sie elegant und mit stolz führen und auf diese Art siegen. Und dennoch war es nicht Rizzis Ziel gewesen, Hannigan zu töten. Er wollte ihm nur seine Macht zeigen. Ihm beweisen, dass man sich nicht mit ihm anlegte. In keinster Art und Weise! Niemals!

Rizzi wartete darauf, dass auch Hannigan bereit war. Die Spannung der Zuschauer lag deutlich in der Luft. Für Sekunden war nur noch das Prasseln und Knacken des Feuers und des Feuerholzes zu hören. Kein Husten, kein Gemurmel, keine Schritte. Rizzi hörte seinen Herzschlag, der immer fester und schneller wurde. Er spürte wie er schneller atmete so als wollte er die Lungen mit Energie füllen. Seine Finger an der Waffe zuckten ein wenig, er reckte den Kopf noch etwas nach oben und seine dunklen Augen starrten in die von Hannigan, in denen sich das Feuer der Fackeln spiegelte. Rizzi hob den Arm und holte aus um sein Schwert gegen Hannigan zu führen. Und damit war der Kampf begonnen. Beim ersten Geräusch der Klingen vernahm Rizzi das Geräusch der Peitsche und den Schrei von Santoro und es bescherte ihm ein wohliges, zufriedenes Gefühl während er mit seiner Klinge erneut ausholte.
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Kerker   6/10/2017, 10:34 pm

Selbst als Shane sich schon längst abgewandt hatte, sah er noch immer den Leichnam vor seinem Auge. Der Anblick hatte sich in seine Gedanken gegraben und er würde ihn wohl nie wieder vergessen. Es ging ihm so viel näher, wie er je gedacht hatte. Francis war so lange aus seinem Leben verschwunden und von einem Tag auf den anderen zurückgekehrt und jetzt... jetzt würde es keine Rückkehr mehr geben. Im Augenwinkel konnte der Engländer sehen wie Santoro ebenso hinaus geführt wurde. Doch zum ersten Mal kümmerte es Shane nicht mehr. Er dachte nicht an die Grausamkeit oder an das Ziehen in seinem Magen. Er hatte kein Mitleid, noch verspürte er den Drang die Dinge stoppen zu wollen. Shane dachte an Francis und an den bevorstehenden Kampf. Das grinsende Gesicht des Söldners, wich dem von Rizzi.
Shane senkte einen Augenblick lang den Kopf, doch als er ihn wieder hob war sein Blick stechend und entschlossen. Der Wolf war frei - die Reißzähne scharf und bereit sich zu verteidigen. “Ich denke er hat sich selbst im Tod über Euch lustig gemacht.“, meinte er trocken und zog seine eigene Waffe. Das Metall strich Geräuschvoll über die Halterung und blitzte im Feuerschein auf. Sie war gepflegt und bedurfte keiner weiteren Politur.
Wisst Ihr was Bell mir einst sagte?“ Shane hielt kurz inne und sah dem anderen ins Gesicht. “Ihr seid auch nur ein Mensch.“ Und das war Rizzi. Er konnte bluten und sterben wie jeder andere. Ein leeres Lächeln lag auf den Lippen des Adelmannes. “Ein Nichts? Dafür schenkt Ihr mir ungewöhnlich viel Beachtung.“ Der Engländer hob sein Schwert. Er war bereit, doch er würde nicht den ersten Schlag ausführen. Seine Augen lagen fest auf Rizzi gerichtet. Jeder Atemzug war konzentriert. Alles um ihn herum verschwamm und einzig das Gesicht seines Gegner war nun wichtig. Und dann blitzte die Klinge des anderen im fahlen Licht auf. Shane hob seinen Arm nach oben und parierte den Angriff. Der Aufprall jagte durch seinen Arm und verschnellerte seinen Herzschlag. Aber auch das Geräusch der Peitsche jagte durch seinen Körper. Shane blieb nicht viel Zeit zu überlegen, ehe er erneut einen Schlag abwehren musste. Nun viel näher an seinem Körper. Der Großmeister biss die Zähne aufeinander und stemmte sich gegen das Schwert. Er drückte Rizzi zurück und sobald er merkte wie das Gewicht von seiner Klinge verschwand, war er es der den nächsten Schritt wagte. Jetzt zu beginn des Kampfes führte er seine Waffe noch mit einer Hand, doch sie war so geformt das sie am Ende auch von zwei Händen umfasst werden konnte. Shane musste seine Kraft einteilen und ein wenn er Glück hatte, würde Rizzi früher ermüden, doch bis dahin musste er erst einmal überleben. Shane lies das Schwert von oben herab auf Rizzi niederfallen. Er versuchte den Schwung des Schlages auszunutzen, um hinterher noch einen zweiten Angriff zu starten. Die Sohlen seiner Stiefel gruben sich dabei fester in den Boden. Das Gleichgewicht zu verlieren war nicht nur ein großes Risiko - es konnte auch den Tod bedeuten.

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BeitragThema: Re: Montepulciano - Kerker   7/10/2017, 12:24 pm

Der Schlag auf die Nase, den Hannigan Santoro verpasst hatte, endete mit starkem Nasenbluten. Ob sie gebrochen war, konnte der Assassine nicht feststellen. Die Schmerzen hallten noch immer etwas nach, als man ihn zu dem Platz brachte, wo das Duell ausgeführt werden sollte. Der Braunhaarige wurde festgebunden. So stark, dass er sich zwra kaum bewegen konnte, doch es auch einerseits eine Erleichterung war. Schon beim Fußmarsch hier her musste er sich darauf konzentrieren, damit seine Füße nicht nachgaben. Stur gerade aus hatte er den Blick gerichtet, um nicht mehr runter zu dem vermeintlichen Bell sehen zu müssen, der dort neben ihm lag. Solange er das Gesicht des Toten nicht sah, war es durchaus fragewürdig, ob Francis tatsächlich dort auf dem Boden lag. Doch die Farbe der Haare und die Größe des Körpers brachten den Anschein, als hätte er bereits schon vor Minuten den Tod gefunden.

Sein Blick war zu den zwei Templern gerichtet. Sein Herz schlug wild und nervös, während der Mann mit der Peitsche neben ihm stand. Und dann begann Rizzi sich zu bewegen. Er holte aus und somit tat es ihm der Wachmann gleich. Das Leder der Peitsche grub sich in seine Haut und den Schrei konnte Rafael nicht unterdrücken. Er lehnte sich vor, um der Peitsche zu entkommen. Doch bringen tat es natürlich nichts.

Dass auch eine Bedienstete Gonzaga's dem Treiben zusah, bemerkte niemand. Da der Kerker etwas von der Villa, in der Luigi, Barbara und vorher auch Shane Hannigan untergebracht waren, konnte die deutsche Herzogin nicht selbst das Schauspiel beobachten. Das Dienstmädchen würde ihrer Herrin berichten, wäre der Kampf vorbei.
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Kerker   7/10/2017, 3:00 pm

Die Wut in ihm stieg ungebremst in die Höhe. Hannigan beleidigte ihn und er hatte keinerlei recht dazu gehabt. Nicht Rizzi war es, der vom Weg abgekommen war. Es war Hannigan. Und er allein war für diesen Kampf verantwortlich. Er war ein Lügner, ein Verräter, ein Sünder. Da konnte sich der Engländer noch so vornehm kleiden und geben, es änderte nichts daran, dass in seinem Inneren etwas herrschte, was Rizzi tief verachtete.
Rizzi schwang sein Schwert mit Wucht und Stärke. Hannigan war jünger und musste wohl auch in der letzten Zeit öfters gekämpft oder trainiert haben als Rizzi. Aber es war nicht unbedingt nur ein Vorteil. Rizzi war kleiner, er bot weniger Angriffsfläche und er war erfahrener. Zudem hatte er keinen Schrecken über tote Menschen und gefolterte Männer zu verarbeiten. Rizzi war in einer sehr starken Position, schaffte es aber im Kampf daran zu denken, dass er Hannigan nicht unterschätzen durfte. Der Engländer hatte keine Probleme mit seiner Waffe. Er verstand etwas davon. Von der Verteidigung bis zum Angriff. Von der ruhigen Abwehr bis zur explosiven Angriffswelle.
Die Klingen schlugen hart und klirrend aufeinander. Immer und immer wieder. Rizzi blendete die Schreie und die Anfeuerungsrufe aus. Er hatte keine Ahnung wem sie galten. Für ihn gab es nur wenige Geräusche. Die Klingen, die Absätze auf dem Pflaster, sein Keuchen und jenes von Hannigan, die Peitschenschläge und die Schreie, die Santoro von sich gab. Nicht immer aber ab und zu.
Rizzi wich einem gekonnten Stich aus, drehte sich, holte aus und schlug unvermittelt zu. Hannigan reagierte schnell und wehrte die Klinge ab. Sie waren so einander sehr nahe gekommen und Rizzi blitzte ihn an. Ein Atemzug später grinste er auf und sprang zurück um mit der Klinge erneut auszuholen. Dabei spürte er, dass seine Klinge Hannigan erwischte. Aber Rizzi musste einen Schlag von ihm parieren. Er wusste nicht, wo und wie schwer er ihn getroffen hatte. Es blieb keine Zeit danach zu sehen und den Triumph zu geniessen. Hannigan schlug schliesslich weiter zu und Rizzi durfte sich keinen Fehler erlauben.
Rizzi stellte sich als ehrwürdigen und starken Gegner heraus. Nicht nur am Tisch und über Plänen gebeugt. Er war auch ein guter Kämpfer. Nicht der beste und nicht der stärkste. Aber auch kein unerfahrener kleiner Soldat, der nicht wusste was er zu tun hatte. Pausen legte er auch keine ein. Er hatte Durchhaltevermögen auch wenn er schwer am keuchen war. Er würde nicht eher aufgeben bis Hannigan einsackte.
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Kerker   7/10/2017, 4:07 pm

Mit jedem weiteren Schlag den Shane vollführte, wuchs auch in ihm die Wut. Seine Gesichtszüge waren angespannt und sein Atem wurde langsam schwerer. Schweiß zeichnete sich auf seiner Stirn ab und Staub wurde unter seinen Beinen aufgewirbelt. Shane hasste die trockene Luft, die ihm mit jedem Atemzug den Mund austrocknete. Der Adelsmann trat einen Schritt nach vorne und legte dieses Mal so viel Kraft wie es ging in seinen Schlag - ein Fehler. Er kalkulierte die Abwehr falsch. Rizzi war schneller, als er gedacht hatte. Sein Gesicht war nur ein kleines Stück von seinem Gegner entfernt. Er konnte die geweiteten Pupillen erkennen, die sich der Dunkelheit des Abends anpassten. Heißer Atem schlug gegen seine Wangen und wirkte wie ein stummer Hohn. Der Gegenangriff kam schnell und genau gegen seine linke Flanke. Die schnellen Bewegungen hatten dazu geführt, dass seine Narbe wieder zu schmerzen begann. Dieses Mal war er zu langsam, um auch nur einen Schritt zurück zu treten. Die Klinge des Schwertes schnitt durch sein Fleisch, aber zu Shanes Glück wurde sie von seinem Hüftknochen gestoppt. Zuerst fühlte er nichts. Es war viel mehr der Schrecken darüber, dass er getroffen worden war. Dann folgte langsam die Erkenntnis und auch das Gefühl.  Der brennende Schmerz jagte ihm ein Keuchen von den Lippen, doch er konnte nicht stoppen. Konnte nicht​ nachsehen wie schwer die Wunde war. Rizzi gab ihm keine Pause und er durfte es dem anderen ebenso nicht geben. Er spürte wie das Blut seine Hose und sein Hemd benetzte und den Stoff an seine Haut klebte. Applaus ertönte im Hintergrund und der Engländer verzog das Gesicht. Die Anfeuerungen gehörten jetzt nur noch Rizzi.
Jede Bewegung jagte ihm einen Stich durch die Seite und verlangsamten ihn. Shane umfasste sein Schwert nun mit beiden Händen. Immer und immer wieder schlug er damit auf Rizzi ein. Ungebremst und wütend, mit einem Hauch von Schmerz - nicht nur körperlich, sondern auch seelisch. Und dann als er seine Chance sah, zog er die Klinge nahe an Rizzis Kopf vorbei. Abgeschnittene Haare segelten durch die Luft und Shane drückte das Schwert nach unten, in der Hoffnung einen von Rizzis Armen zu treffen. Er merkte, dass nun auch er einen gelungenen Streich gemacht hatte. Aber er sah nicht wohin. Viel eher zog er sich zurück, hob das Schwert verteidigend vor seinen Körper. Die Klinge zitterte kaum merklich in der Luft und Shanes Herz schlug schnell gegen seine Brust.  Doch er war nicht bereit aufzugeben. Der Adelsmann sammelte sich für einen Moment und griff dann wieder an. Dieses Mal führte er die Klinge von unten und zielte auf Rizzis Bauch.

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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Kerker   7/10/2017, 6:24 pm

Das Durchschneiden der Luft hörte er viel zu laut als er es gewöhnt war. Und dann stoppte das Geräusch, wurde unterbrochen bevor es fortfuhr. Rizzi schnappte nach Luft. Hannigan hatte ihn getroffen. Sein rechter Oberarm begann auf einmal zu schwächeln. Rizzi musste aber reagieren als die Klinge von unten kam. Er machte einen Schritt zur Seite und schlug mit seiner Klinge Hannigans Schwert aus der Zielrichtung. Diese Parierfolge verschaffte ihnen beiden unverhofft einen zu grossen Abstand um gleich weiter schlagen zu können. Rizzi hielt kurz inne und griff sich an seinen rechten Arm. Sein Haar war wirr, sein Gesicht mit einem Schweissfilm übersehen und das Blut lief über seinen Ärmel und an seiner Hand herunter. Rizzi stand etwas geduckt vor Hannigan und starrte ihn wütend und ein wenig erschrocken an. Rizzi hatte nicht damit gerechnet, dass Hannigan ihn treffen könnte. Die Wunde würde wieder verheilen aber es ging hier um mehr als nur um körperliche Unversehrtheit.
Sie brauchten beide die wenigen Sekunden, die sie zum Durchatmen nutzen konnten. Rizzi schnaubte lachend auf. Dann wechselt er das Schwert in die linke Hand und richtete sich wieder auf. Er begann Hannigan zu umrunden während dieser ihm mit der ihn verteidigenden Klinge folgte. Die Peitschenschläge hatten aufgehört. Santoro sollte diesselben Pausen geniessen wie Rizzi. Nur war Santoro vielleicht schon gar nicht mehr bei Bewusstsein gewesen. Der Mann, der die Peitsche führte, sollte darauf achten, dass Santoro nicht wegstarb. Obwohl es Rizzi kurz egal gewesen war, so wollte er es schlussendlich doch nicht. Es stand mehr auf dem Spiel.
Wie ein lauernder Tiger lief er solange weiter bis er mit Hannigan die Seiten gewechselt hatte. Dann griff er ohne eine vorwarnende Reaktion wieder an und zielte auf Hannigans rechten Oberschenkel. Der Engländer sollte einsacken! Sollte kriechen! Am Boden sitzen und um Gnade und um sein Leben flehen!
In Rizzi herrschten viele Gefühle. Aber vorallem herrschte in ihm ein sadistischer Drang, alles und jeden zu unterwerfen und nach seinen Spielregeln tanzen zu lassen. Er wollte den Triumph geniessen. Und diesen Genuss hätte er als gelangweilten Grossmeister nie bekommen. Hannigan hatte gemutmasst, warum er kein Grossmeister war. In Wahrheit stellte sich Rizzi nie zur Verfügung. Alle hätten ihm auf die Finger geschaut. In seiner Position jedoch konnte er sich Freunde und Feinde schaffen. So wie es ihm beliebte.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Kerker   7/10/2017, 7:58 pm

Sein Angriff wurde grob zur Seite gedrückt und er spürte wie seine Muskeln protestierten und schmerzten. Wenn er den Abend überlebte, würde er sich am nächsten Morgen wünschen er hätte es nicht getan. Der Schwung führte dazu, dass er ein paar Schritte zurück gehen musste. Es brachte den Abstand zwischen sie und darüber war er gerade kurz froh. Die Pause ermöglichte ihn, einmal durchzuatmen und einen Blick auf seine eigene Wunde zu werfen. Durch den Stoff konnte er nicht erkennen wie tief der Schnitt war. Aber er hatte bereits einiges an Blut verloren und mit jeder Minute die weiter verstrich würde auch sein Körper und sein Kreislauf den Verlust verkünden.
Shane hob wieder den Kopf und beobachtete wie sich Rizzi an den Arm griff. Das Blut wirkte im Schein der Fackeln schwarz. Der Großmeister verspürte keine Zufriedenheit darüber, dass er getroffen hatte. Seine Beine begannen sich zu bewegen und er tanzte mit Rizzi im Kreis. Tiger und Wolf. Wolf und Tiger. Zwei Raubtiere die nicht unterschiedlicher hätten sein können. Shanes Blut rauschte in seinen Ohren und er erwartete jeden Augenblick einen Angriff und doch machte sein Herz einen erschrockenen Sprung, als sein Gegner nach vorne sprang. Shane stolperte einen Schritt zurück und er konnte spüren wie die Schwertspitze seinen Stoff durchschnitt. Doch es folgte kein Schmerz und Shane fasste auch wieder. Sein Schwert schnitt durch die Dunkelheit und dieses Mal ging der Adelsmann auf Rizzis linke Seite. Er wollte ihn kampfunfähig machen. Er hatte kein Interesse daran den Mann leiden zu lassen. Er wollte einfach aus diesem Kampf kommen und wenn es sein musste ihn töten. Shane hatte die Entscheidung in der Zelle gefällt. Nicht aus Rache oder Hass - sondern als Großmeister des englischen Ordens. Rizzi würde vielleicht im ersten Moment ein Verlust sein, aber Männer würden nachrücken und seinen Platz einnehmen.
Als nun ein weiteres Mal ihre Schwerter aufeinander trafen, klang der Peitschenschlag unheilvoll laut in seinen Ohren wieder. Das Geräusch wae so unerwartet nah, dass Shanes für den Bruchteil einer Sekunde zu Rafael schwang. Jetzt wo sie den Platz getauscht hatten war er näher an dem Assassinen.
Das Sirren von Metall in der Luft ließ seine Aufmerksamkeit zurück zu Rizzi fallen und er musste das Schwert mit beiden Händen in die Höhe reißen, um den Angriff abzuwehren. Seine Stiefel schlitterten dabei ein Stück über den Boden. “Ugh.“ Die Luft entwich seiner Brust und er sprang noch ein Stück zurück. Seine Haare hatten sich bereits leicht aus der Schleife gelöst und staub setzte sich auf dem Schweißfilm nieder. Shane presste die Zähne aufeinander und begann nun auf Rizzi zuzulaufen. Die Wunde protestierte, aber er verringerte nicht die Geschwindigkeit. Zuerst hielt er die Waffe mit beiden Händen, ehe er eine Hand los ließ um den Schwert eine bessere Führung gab. Seine freie Hand benutzte er dafür, um seinen Stand zu halten.

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Zuletzt von Shane Hannigan am 7/10/2017, 8:46 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Kerker   7/10/2017, 8:22 pm

Die Peitsche schlug ihm die Haut von dem Körper. So fühlte es sich jedenfalls an. Das Leder labte sich an dem Blut und entkräftete Rafael noch mehr. Sein Schreien wurde kläglicher und kraftloser. Zu aller erst hatte er mitgezählt. Aber wieso? Vielleicht, um die Zahl der Peitschenhiebe Rizzi irgendwann heimzuzahlen. Doch nach dem 12 Aufeinandertreffen von Haut und Leder hörte er auf damit. Er zog an dem Seil, an dem er festgebunden war und umso schlimmer wurde es. Die Zeit verstrich nicht. Keine Sekunde verging, seitdem er hier angebunden wurde und man ihn für seine bloße Anwesenheit bestrafte. Dabei vergaß er auch Bell, der neben ihm zu Boden lag.
Das Blut, welches aus der Nase lief, war schon längst getrocknet. Dafür war nun sein Rücken rot gefärbt und das Bewusstsein verlor er erst, als die Pause eingelegt wurde.

Er hatte versagt. Er konnte nicht einmal den Tod seines Vaters rächen und für den Verlust kämpfen, den sich seine Mutter und der damals vierzehnjährige Junge hingeben mussten. Er hatte so viel getan, um Rizzi endlich gegenüber zu stehen. Doch nicht als Gefangener, sondern als stolzer Mann, der dem Templer das Leben durch seine Klinge nahm, die sich durch seinen Hals grub und Rafael ihn dabei von oben herab ansah, während die Seele aus dem Templerkörper wich und der Glanz aus den Augen verschwand und dem Assassinen somit mitteilte, dass er nicht glauben konnte, dass dies passierte.
'Hör auf zu träumen...' Seine Sinne spielten Streiche mit ihm. Er dachte, dies hätte soeben der Mann mit der Peitsche in sein Ohr geflüstert. Deswegen wachte er auch wieder auf und blickte zu ihm.- Wurde aber keines Blickes gewürdigt. Seine Augen wanderten rüber zu Hannigan und Rizzi, die noch lange nicht miteinander fertig waren. Dass beide stark bluteten, konnte er nicht erkennen. Hannigan stand mit dem Rücken zu Santoro. Und mit dem nächsten Klirren der Schwerter begann auch der Wachmann, erneut die Peitsche zu schwingen.
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Kerker   7/10/2017, 8:52 pm

Rizzi verlor allmählich die Geduld. Nicht nur weil er den Kampf für sich gewinnen wollte sondern weil er spürte, dass seine Kräfte schneller zu schwinden drohten als die von Hannigan. Hannigans Antrieb war wohl auch der Verlust des Söldners. Die Rache. Und die fehlte Rizzi natürlich als Energiezufuhr. Er begann seine Schläge zu verschnellern und begann mit seinem Schwert auf Hannigan einzuschlagen, so dass dieser nur noch damit beschäftigt war, seine Klinge verteidigend vor sich zu halten. Rizzi eröffnete somit natürlich eine grössere Angriffsfläche aber er wollte Hannigan keine Sekunde Zeit dazu lassen. Und dennoch musste er wieder von ihm ablassen, brachte Abstand zwischen sie. Rizzi keuchte schwer. Er verlangte heftiger nach Atem als Hannigan wie es den Anschein hatte. Die Peitsche hörte ebenfalls wieder auf und das ärgerte Rizzi jetzt plötzlich. Dieser verdammte Santoro sollte leiden! Sollte unter den Templern leiden für das, was er war!
Rizzi sammelte sich in zwei, drei Sekunden wieder, umgriff das Schwert mit beiden Händen obwohl die rechte Hand nicht so mochte aufgrund der Schnittwunde an seinem Oberarm. Er stemmte seinen Stiefel fest ab, machte zwei schnelle Schritte auf Hannigan zu und stürzte sich vorwärts.
Seine Klinge prallte an Eisen, wurde etwas zur Seite gelenkt, aber Rizzi war in der Luft. Er konnte nicht abbremsen und nicht ausweichen. Sein Körper prallte mit voller und ungebremster Wucht gegen Hannigan. Rizzi schloss kurz die Augen. Zusammen mit Hannigan stürzte er weiter. Er prallte auf und rollte zur Seite. Dabei sah er Blitze vor seinen Augen und er verlor das Schwert aus den Händen. Er wusste nicht, was mit Hannigan geschehen war. Aber es war auf einmal still. Kein Peitschenschlag war zu hören. Rizzi drehte den Kopf und starrte in die vom Feuer beschienen Gesichter der Soldaten. Rizzi spürte Flüssigkeit in seinem Hals. Wie in Trance stemmte er sich mühsam auf den Ellbogen auf während Blut aus seinem Mund quoll und auf das Pflaster unter ihm tropfte. In Zeitlupe drehte er den Kopf zurück auf die andere Seite um nach seinem Kontrahenten zu sehen. Was war geschehen? Rizzi spürte keinen Schmerz aber er spuckte Blut. Es war als würde auch sein Herz ganz ruhig schlagen. So als sei er gerade aufgewacht und hätte sich überhaupt nicht angestrengt. Die Fackeln, in die er starrte, raubten ihm eine bessere Sicht auf den Schatten, der sich in seiner Nähe bewegte.
Rizzis Augenlider fielen kurz zu. Seine Hand strich über das Pflaster und er berührte Metall. Sein Schwert. Er umschloss den Griff und rappelte sich taumelnd auf. Dabei hustete er und spuckte noch mehr Blut. "Komm her... du dreckiger... Hurensohn.", murmelte er kaum hörbar. Rizzi taumelte mit dem Schwert in der Hand auf Hannigan zu. Er sah nur seine Umrisse. Er hatte ihn mit umgeworfen. Aber was beim Aufprall passiert war, wusste er nicht. Er wusste nur, dass etwas geschehen war. Die Leute waren so still.
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