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 Montepulciano - Pferdeställe

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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Montepulciano - Pferdeställe   20/10/2017, 11:42 am

Sonntag, 11. April 1480 / Morgens / Luigi Rizzi & Shane Hannigan

Nachdem Rizzi Barbara allein lassen konnte weil der Arzt weder Verbesserung noch Verschlechterung feststellen konnte, wusch sich Rizzi und liess sich seine eigenen Wunden frisch versorgen. Er zog sich an, rasierte sich aber nicht. Er hatte keinen ruhigen Griff und er wollte auch niemand anderen an seinen Hals lassen. Nicht weil er seinem Diener nicht traute sondern weil Rizzi nicht ruhig hinhalten wollte.
Nach einem kleinen Frühstück, dass er alleine eingenommen hatte, erkundigte er sich erneut nach Barbara. Aber der Arzt nahm wieder einen Aderlass vor und schickte Rizzi weg. So blieb ihm nur noch sein Versprechen, welches er Hannigan gegeben hatte, einzulösen.
Sein Diener begleitete ihn zu Hannigans Zimmer und klopfte dort für Rizzi an. Rizzi hatte keine Lust sich mit Hannigan abzugeben. Aber er musste dieses Versprechen einhalten um schlimmeres Unheil in Barbaras Gegenwart vermeiden zu können. Und er hatte sonst nichts zu tun. Er wollte bei Barbara sitzen bleiben aber er würde auf Dauer darunter leiden und seine Mission, die immerzu im Hinterkopf da war, vernachlässigen.
Der Hauptmann konnte ihm noch immer nichts vom Erfolg der vergangenen Nacht mitteilen. Und als ein Diener Rizzi darauf aufmerksam machen wollte, hatte er ihn weggewiesen ohne sich die Nachricht anzuhören. Es wurde Zeit, etwas Abstand zur Krankheit zu gewinnen um mit neuen Ideen und einer rationellen Denkweise vorwärts gehen zu können.
"Geh! Und bereite die Kutsche vor! Und denk daran, dass Signore Hannigan nicht gut einsteigen können wird! Sorg für Abhilfe!", beauftragte er den Diener und schickte ihn weg noch bevor Hannigan die Tür geöffnet hatte. Rizzi wartete davor und musterte dann das Türblatt und lauschte auf die Geräusche im Inneren. Da waren Geräusche. Hannigan war also da. Aber ob er im Bett lag oder aufgestanden war, konnte er noch nicht beurteilen. Irgendeine Reaktion würde kommen.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Pferdeställe   20/10/2017, 2:08 pm

Trotz der quälenden Gedanken und den Bildern in seinen Kopf, war Shane schnell seiner Erschöpfung erlegen gewesen. Er war in einen tiefen Schlaf gesunken, der nicht einmal Träume zuließ. Der Engländer wachte erst auf, als einer der Ärzte in den Raum kam, um nach seinen Wunden zu sehen. Der Verband an seiner Wange wurde zu seinem Glück weggelassen. Der Schnitt war nicht tief gewesen und der leichte Schorf der sich darauf gebildet hatte, würde eine Entzündung verhindern. Von dieser Wunde würde nichts weiter als eine dünne Narbe zurück bleiben. Sie würde nicht auffallen, wenn man den Blick nicht allzu lange auf sein Gesicht fokussiert hatte. Schweigend ließ er den Arzt seine Arbeit machen und bei seinem Bein sah er sich die Wunde kurz genauer an. Sie war schön genäht und der Mediziner hatte versucht die Stiche klein zu halten, um die Haut nicht zu sehr zu verunstalten. Aber es änderte nichts an der Tatsache, dass für immer etwas zurückbleiben würde. Shane seufzte leise und wandte den Blick zum Fenster, während er darauf wartete, dass man ihn fertig verbunden hatte. Bevor er wieder alleine im Raum war, hatte er nach einem Mittel gefragt, dass ihm die Schmerzen nehmen sollte. Dass er vorhatte bereits auf dem Bein zu gehen, erwähnte er dabei nicht. Er wusste selbst gut genug, dass er besser im Bett liegen bleiben sollte. Aber er brachte es nicht über sich, dass er Lady in die Obhut jemand anderes gab. Es war schon schwer genug gewesen Francis zu vertrauen und noch weniger traute Rizzi.
Shane setzte sich im Bett auf und sah zu der Wasserschüssel den man ihm gebracht hatte. Zu seinem Pech jedoch ein Messer. Kurz fuhr er sich über die rauen Stoppeln an seinem Kinn. Er würde später noch einmal danach verlangen. Vorsichtig begann er sich dann zu waschen und bewegte seine Schulter dabei so wenig wie möglich. Das Bein lag ausgestreckt auf einem kleinen Stuhl, den der Arzt wenige Minuten zuvor noch für sich benutzt hatte. Zuletzt spritze er sich etwas Wasser ins Gesicht und band die Haare straff nach hinten. Einer der Diener war mit der Medizin zurück gekommen und ebenso mit dem verlangten Gehstock. „Helft mir beim Ankleiden.“, ordnete er an und stand dann auf. Am schwersten war es mit dem dicken Verband in die Hose zu kommen. Sie spannte unangenehm um den Verband und schränkte seine Bewegung nur noch mehr ein. Er kämpfte sich dann in die Stiefel und kurz darauf in ein weites Hemd und einen dunklen Mantel. Selbst wenn er man ihm die Strapazen der Tage noch ansah, wirkte er weitaus präsentabler, als noch am Abend zuvor. Er stütze sich mit einer Hand am Gehstock ab und trank das Fläschchen einfach aus. Die Wirkung brauchte nicht lange, bis der Schmerz etwas abflaute. Er verschwand nicht ganz, aber er das Gebräu ließ das Gefühl in den Hintergrund rücken. Es fühlte sich an, als würde jemand einfach ständig an einer Haarsträhne ziehen. Leicht, aber dennoch spürbar. Aber die Kräuter dämmten auch ein wenig seine Sinne. Shane würde sich konzentrieren müssen, um nicht am Ende etwas Falsches zu sagen.  Selbst die Gedanken an Francis, schienen auf einmal weit entfernt sein.
Ein lautes Klopfen an der Türe riss ihn aus seiner Starre und er setzte sich langsam in Bewegung. Vorsichtig setzte er das Bein auf den Boden auf. Das meiste Gewicht lehnte er dabei jedoch auf den Stock. Er war verziert mit verschiedenen Schnitzereien und er konnte sogar einen Wolf zwischen all den Blättern erkennen. Welch Ironie. Der anwesende Diener im Raum öffnete die Türe und Shane sah in das Gesicht von Rizzi. Er wusste nicht warum, doch er hatte nicht wirklich erwartet, dass der Templer tatsächlich mit kam. Er ließ seinen Blick kurz über dessen Gestalt wandern und blieb am Ende bei seinen Augen hängen. „Wie geht es ihr?“, fragte er, ohne zuvor auch nur eine Begrüßung auszusprechen. Hatte Barbara die Nacht überstanden? Natürlich wusste er, dass die Pest einen nicht von einem Tag auf den anderen tötete und doch war dieser Gedanke nicht sehr unwahrscheinlich.

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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Pferdeställe   20/10/2017, 3:00 pm

Rizzi war milde erstaunt, dass er Hannigan stehend vor sich sah und er nicht einfach ein 'Herein' gerufen hatte. Hannigan war standhafter als Rizzi geglaubt hatte und es schindete auch etwas Eindruck.
Es kam keine Begrüssung aber diese war auch nicht wichtig. Die beiden Männer hatten sich kaum noch etwas zu sagen und Nettigkeiten konnten sie getrost weglassen. "Nicht besser aber auch nicht schlechter. Ich werte dies als gutes Zeichen.", sagte er. Rizzi wollte einfach daran festhalten, dass Barbara die Pest überstand. "Ich habe mich nicht angesteckt bisher.", fügte er noch hinzu. Auch Hannigan musste ab jetzt seinen Körper sehr genau beobachten. Andererseits, wenn sie daran erkrankten, waren sie ohnehin verloren.
"Ich werde Euch zu den Ställen begleiten. Ich muss am Stadttor noch jemanden treffen. Ihr könnt Euch also allein nach Eurem Pferd und dem restlichen Gut umschauen." Rizzi würde in der Nähe sein. Nur wenige Meter entfernt. Und dort mit dem Hauptmann von Montepulciano sprechen. Hannigan konnte mit diesem Bein nicht fliehen und selbst wenn er es tat, es wäre Rizzi mittlerweile sogar egal gewesen. Er hatte wichtigeres zu verlieren: Barbara Gonzaga und Rafael Santoro.
"Euer Pferd kann anschliessend hier in den Stall der Villa untergebracht werden. Es steht schon eine Box zur Verfügung. Ebenfalls habe ich bereits eine Kutsche für uns organisiert, die uns zum Stadttor bringen wird. Für eine einfachere Einstiegshilfe habe ich gesorgt.", sagte er und deutete auf Hannigans Bein.
Das alles hätte so anders verlaufen sollen. Alles. Einfach alles. Rizzi konnte kaum glauben wie schwer sich die Last mittlerweile anfühlte, die er sich selbst zuzuschreiben hatte. Und dennoch konnte er darüber nicht jammern. Es hätte nichts geändert. Also musste er zusehen wie er vorwärts kam, wie er sein Privatleben mit seiner Mission vereinbaren konnte und was er daraus machte. Um Hannigan kümmerte er sich dabei nicht mehr. Der englische Mann konnte gehen sobald er gehen konnte und wollte. Natürlich wäre es noch ein letzter Triumph gewesen, hätte Rizzi ihm Bell vorführen können - lebend, nur um ihn dann doch noch zu hängen. Aber selbst daran glaubte Rizzi nun nicht mehr. Der Söldner wäre wohl über alle Berge. Vielleicht war er zurück nach Florenz gekehrt, vielleicht hatten ihn die Wölfe gefressen wobei diese eher noch nördlicher bei Mailand anzutreffen waren.
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Pferdeställe   20/10/2017, 4:21 pm

Shane stieß in Gedanken ein kurzes Gebet aus. Barbara hatte die Nacht also überstanden. “Ich hoffe, dass sie es ebenso durch diesen Tag und die nächste Nacht schafft.“ Er meinte es ehrlich und selbst wenn seine Miene kühl blieb und konnte man in seinen Augen erkennen, dass er nicht log. Allerdings konnten seine Augen auch nicht verbergen, dass er etwas eingenommen hatte. Ein leichter Schleier hatte hatte sich über seine Iris gelegt und selbst wenn er aufrecht stand, zitterte sein Bein ein wenig unter dem festen Stand. “Es scheint, dass wir für den Tod noch nicht bereit sind.“ Sie hatten beide das Duell überlebt und auch die Nacht bei einer Pestkranken verbracht.
Das Rizzi ihn nun begleiten würde, nahm er hin. “So sei es. Wir sollten nicht hier länger verharren.“ Der Engländer wusste nicht wie lange die Kräuter wirken würde und er wollte sich am Ende keine Blöße geben, indem er zwar den Weg hin aber nicht mehr zurück schaffte. Er schritt oder viel eher hinkte an Rizzi vorbei. Den Kopf erhoben und die Finger fest um das Holz geklammert, legte er den Weg zur Kutsche zurück. Bereits nach wenigen Schritten stand ihm schon der Schweiß auf der Stirn und sein Atem ging schwerer. Für ein paar Sekunden musste er sogar stehen bleiben. Shane sagte dabei kein Wort. Er klagte nicht, noch verfluchte er Rizzi für seine Tat. Er neigte nur den Kopf zur Seite und sah Rizzis Profil an. Was hatte er am Stadttor wirklich zu suchen? Doch selbst wenn er danach fragte, würde er wohl kaum eine Antwort bekommen. Und so blieb die Frage noch unausgesprochen, während er sich zusammenraffte und weiter ging. Bei der Kutsche musste er sich helfen lassen. Er sank auf den gepolsteren Sitz und platzierte den Stock neben seinen Bein. “Welch Unannehmlichkeit.“, stieß er dann aus und scheuchte die Diener mit einer Handbewegung fort. Er saß und brauchte ihre Hilfe nicht mehr. “Wer führt Euch in die Stadt?“ Shane hatte es nicht lassen können und dieses Mal war seine Zunge schneller gewesen. Er war durchaus neugierig darüber, was Rizzi wohl nun sagen würde oder wen er treffen wollte. Suchte er nach weiterer Medizin für Barbara? In jeder Stadt gab es irgendwo Leute die Zaubertränke oder vermeintliche Heilmittel verkauften.
Seine Gedanken blieben jedoch nicht lange bei diesem Thema und während sich die Kutsche in Bewegung setzte, dachte er an Lady. Er hoffte so sehr, dass sich die Stute noch immer dort befand. Aber wo hätte sie anders sein können? In einer nebensächlichen Bewegung holte er ein Tuch aus seinem Mantel und wischte sich kurz über die Stirn.

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BeitragThema: Re: Montepulciano - Pferdeställe   20/10/2017, 4:58 pm

Er nahm gegenüber Hannigan Platz und starrte ihn an. Auch Rizzi hatte Schmerzmittel eingenommen aber sie schienen nicht so intensiv zu wirken wie bei Hannigan. Anders konnte er sich dessen freche Frage nicht erklären. Da Rizzi aber wohl wusste, dass Hannigan ihn wegen Barbara in der Hand hatte, verzichtete er auf eine Argumentenschlacht.
"Ich treffe den Hauptmann Simone della Cicone. Er bewacht die Stadt und ist Ansprechpartner für alle Belange, die sich innerhalb oder ausserhalb der Stadtmauern von Montepulciano ereignen.", erklärte er. Dann wurde sein Blick schärfer, sein Gesicht grimmiger. Hannigan regte ihn nur noch auf. "Ihr habt hoffentlich nicht vergessen, dass ich immer noch in einer Mission unterwegs bin. Ich will wissen ob man die Assassinen bereits gesehen hat. Schliesslich will ich nicht nur mit Santoro in Rom aufkreuzen. Am liebsten wäre mir ich hätte das ganze Pack!", zischte er und lehnte sich etwas mehr zurück. Dann sah er aus dem Fenster der Kutsche. Das Rütteln auf den Pflastersteinen war unangenehm, selbst für ihn. "Sobald Barbara gesund ist, mache ich Jagd auf diese Ratten.", meinte er weiter. Die Wunde über seinem Steiss brannte unangenehm und das Sitzen war nicht das, was seinem Körper gut tat. Aber er verbarg es. Seine Verletzungen waren auch etwas weniger tief gewesen als die von Hannigan. Nur die Sorge um Barbara verdunkelte sein ganzes Gesicht und sein Gemüt. Seine stolze Haltung fehlte ihm heute völlig. Von seiner Wut aber hatte er nichts verloren. Sie war da und sie kochte noch immer. Und je nach Situation richtete sich dieses starke Gefühl gegen jeden. Auch gegen Unbeteiligte.
Sein Kopf drehte sich wieder etwas und sein Blick lag wieder auf Hannigan. "Ihr habt einfach nur Glück, Signore. Ihr wisst gar nicht wie gross Euer Glück ist, dass Ihr hier in dieser Kutsche sitzen könnt. Andere an Eurer Stelle wären längst unter der Erde.", zischte er verärgert. Rizzi hatte die Kutschfahrt satt. Er hatte Hannigan satt. Er wollte raus aus diesem Gefährt und endlich ein paar positive Nachrichten hören. Etwas, was ihn bestärkte in seinem Tun. Ein Zeichen, dass sein Weg nicht der falsche gewesen war. Und er ahnte nicht wie nah er dieser Information schon gewesen war.
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Pferdeställe   20/10/2017, 9:57 pm

Wie sollte ich das je vergessen, Signore?“ Sein Ton war nun kalt geworden und sein Gesicht drehte sich zurück zu Rizzi, der aus dem Fenster sah. Seine Worte hatten nicht nach einer Lüge geklungen und Shane verstand durchaus, warum er den Hauptmann sprechen wollte.
Ein Assassine hat versucht Euch darin zu bestärken mich zu töten. Und fast hätte er es geschafft. Ich möchte nicht wissen was wäre, hätte er darüber gesiegt.“ Shanes Finger gruben sich leicht in den Stoff des Polsters. Er wusste noch immer nicht was Rafael gesagt oder getan hattw um Rizzi in diesen Wahn zu treiben. “Ich möchte die Assassinen genauso in Gefangenschaft sehen. Ihre Idee von freiem Willen gehört im Keim erstickt. Doch das wisst Ihr bereits selbst.“ Eine Weile schwieg er dann und seine Miene war dabei unleserlich. Viel zu oft hatte Rizzi seine Loyalität infrage gestellt. Er hatte ihn als Verräter bezeichnet und damit aufs höchste beleidigt.
Er schnaubte hörbar aus und seine grauen Augen verschwanden halb hinter seinen Lidern. “Ich glaube nicht an das Glück.“ Das hatte er einst auch Francis gesagt. Er glaubte an die Taten und ihre Konsequenzen. Sein Geheimnis war aufgeflogen. Das Risiko war klar gewesen und er hatte es dennoch getan. Die Folgen lagen nun darin, dass er verwundet in einer Kutsche saß und das mit einem neu gewonnenen Feind und einem verlorenen Freund. Shane holte Luft und stieß sie langsam wieder aus. “Und Ihr könnt Euch ebenso glücklich schätzen, dass ich ein geduldiger Mann bin.“ Shane sah längst wieder nach draußen. Häuser zogen an ihnen vorbei und hin und wieder fiel sein Augenmerk auf kleine Stände oder die Menschen die sich bereits durch die Gassen bewegten. Jedesmal wenn er einen blonden Schopf erblickte, wurden seine Lippen schmal oder seine Augen weiteten sich leicht. Francis war nicht mehr dort draußen und doch konnte er nicht verhindern, dass sein Herz hoffnungsvoll schneller schlug, um im nächsten Moment durch die Tatsachen wieder schmerzvoll gestoppt zu werden. Shane war erleichtert als die Kutsche stehen blieb. Er konnte nicht erkennen ob sie bereits hier waren oder etwas anderes die Weiterfahrt verhinderte. Shane drehte den Kopf noch ein Stück und konnte einen Teil der Mauer erkennen. Die Türe der Kutsche wurde geöffnet und der Kopf des Kutschers erschien zwischen dem Spalt.

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BeitragThema: Re: Montepulciano - Pferdeställe   20/10/2017, 10:49 pm

"Ich glaube durchaus an das Glück! Es war immer an meiner Seite und es wird mich auch jetzt nicht verlassen.", fauchte er leise. Hannigan war einer dieser englischen Dramatiker, die so furchtbare Theateraufführungen liebten! Rizzi hatte so ein Buch gelesen und er fand es grauenhaft.
"Ihr seid tatsächlich sehr geduldig. Es ist erstaunlich wie gelassen Ihr mit dem Tod umgehen könnt. Fast so als sei es Euch egal."
Die Kutsche hielt an und Rizzi ruckte kurz vor. Er wusste, dass es Hannigan nicht leicht fiel was geschehen war. Und er konnte nicht aufhören in die Wunden zu fassen und sie schmerzen zu lassen. Nur um ihm immer noch zu zeigen, welche Macht er besass und die Hannigan niemals schmälern könnte. Dem Kutscher nickte er nur knapp zu. Dann stand er unter einem leisen Stöhnlaut auf und liess sich aus der Kutsche helfen. Er wartete draussen darauf, dass man Hannigan aus der Kutsche half. Sie waren am Ziel. Hinter Rizzi war einer von zwei Pferdeställen. Hier konnte man nicht einfach so ein Pferd mitnehmen. Die Boxen wurden bewacht. Und in einer stand auch Lady. Abgesattelt und Heu kauend. Ihre Ohren bewegten sich aufmerksam. Man konnte erkennen, dass sich hier um die Pferde gekümmert wurde.
"Erstaunlich, dass er Euer Pferd hierher gebracht hat. Oder habt Ihr es ihm befohlen? Er scheint gewusst zu haben, dass Ihr an Eurem Pferd hängt.", gestand er ein. Söldner hatten nie viel Geld und kaum eine Chance gehabt zu sparen. Der Stall war Luxus und bestimmt hatte Hannigan das Geld vorgeschossen.
Ein Diener kündigte den Besuch von Rizzi und Hannigan dem Stallmeister an, der sie mit einem Kopfnicken begrüsste. Offenbar wusste er auch schon welches das englische Pferd war. Es gab nur ein Pferd mit einem englischen Namen.
"Bringt Signore Hannigan zu seinem Pferd und zeigt ihm die Ecke wo der Sattel und alle anderen persönlichen Gegenstände abgelegt worden sind.", beauftragte er den Stallmeister, der nichts arglistiges an sich hatte. Dann drehte sich Rizzi zu Hannigan um. "Ich bin dort vorne falls Ihr mich braucht wovon ich nicht ausgehe. Der Kutscher hat einen Korb bei sich wo Ihr die Sachen, die Ihr behalten möchtet, hineinlegen könnt.", sagte er zu ihm und deutete auf das Stadttor nur wenige Meter entfernt. Dort stand ein Hauptmann und erwartete Rizzi bereits so wie er bereit stand.
"Signore Hannigan...", begann er dann nochmals. "Verbrennt das meiste besser. Ihr wisst nicht welche Krankheiten in den Habseligkeiten von Söldnern lauern. Auch Krankheiten, die den Geist betreffen.", und damit spielte er wieder die homosexuellen Neigungen an.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Pferdeställe   21/10/2017, 12:08 am

Dann hoffe ich für Euch, dass dieses Glück auch Barbara zuteil wird.“ Rizzi hatte ihn getroffen. Immer und immer wieder, sobald er auch nur den Tod von Francis erwähnte. Er wollte es vergessen. Wollte den Verlust in den Raum verbannen und sich nie wieder zu ihm umdrehen. “Was hilft es zu klagen, wenn das Geschehene nicht mehr zu ändern ist?“, murmelte er leise in sich hinein. Er würde selten das zeigen, das wirklich in ihm vorging und schon gar nicht vor Rizzi. Und wenn man schwieg, würden sich alle um einen herum seine eigenen Gedanken machen, ohne zu wissen ob sie recht hatten.
Shane ließ dem Templer den Vortritt, ehe er sich selbst aus der Kutsche brachte. Er wirkte unzufrieden und ein wenig neben der Spur. Doch er hielt sich aufrecht und ließ den Blick über den Platz streifen. Jetzt verstand er nur zu gut, warum Francis kein Geld mehr für sein Essen besessen hatte. “Er tat es von sich selbst aus. Aber er kannte ihre Abstammung.“ Shane hatte ihm zwar befohlen, die Stute gut zu versorgen, jedoch nicht mit solch einem Unterstand gerechnet. Es dauerte nicht lange, da sah er Lady zwischen den anderen Pferden. Mit einem Mal schien ein Gewicht von seinen Schultern zu fallen, dass er bisher kaum wahrgenommen hatte. Lady war hier und sie würden gemeinsam wieder zurück nach England reisen.
Shane hörte Rizzi kaum mehr zu. Er nickte nur leicht und wollte sich auf den Weg machen. Erst bei seinen letzten Worten horchte er auf. “Mein Geist ist gesund und stark. Dafür muss ich nicht erst etwas verbrennen.“ Er sah nun zum Stallmeister der darauf wartete, dass sie los gingen. Mit einem leisen Seufzen setzte er sich in Bewegung. Jeder Schritt war vorsichtig gesetzt und doch würde ihm sein Körper am Ende zeigen, dass er sich gerade übernahm. Bei der Box angekommen rief er ruhig Ladys Namen. Das Tier drehte sich zu ihm um und nach einem zweiten Ruf kam sie auf ihn zu. Shane hob eine Hand und strich sanft über ihre Nüstern und dann an ihrem Hals entlang. “Er hat sich gut um dich gekümmert.“ Shane sprach nun auf englisch. Er spürte Ladys Atemluft, während sie den Kopf hob und die Nase gegen seine Brust stieß. Es wirkte als würde sie ihn dafür schelten, sie solange alleine gelassen zu haben.
Ist ja gut.“ Er lächelte gequält auf. “Jetzt bin ich hier.“ Er strich noch einmal über ihren Hals und klopfte anschließend sanft dagegen. Ladys Ohren waren nach vorne gerichtet und ihr Kopf war so gedreht, dass sie hinter seinen Rücken blicken konnte. Sie wartete auf etwas - oder sogar auf jemanden. “Er wird nicht kommen.“ Shane senkte leicht den Kopf und sah zu der Ecke in der Francis Habseligkeiten und der Sattel lagen. Sein Kopf fiel leicht nach vorne, bis er mit seiner Stirn, die von Lady berührte. “Never again.“  
Er löste die Hand von ihrem Hals, ehe er sich wieder aufrichtete und zum Sattel ging. Er bat den Stallmeister um einen Stuhl. Es war nur einer aus Holz und mit drei Beinen, aber das war Shane in diesem Moment egal. Er setzte sich nieder und legte Stock auf den Boden neben sich. Die Körbe hatte man dicht neben ihn abgestellt. Shane öffnete die erste Tasche. Darin fand er nur  Verbandszeug und ein paar unbekannte Kräuter vor. Er steckte alles in einen Korb und wandte sich der nächsten zu. “Du hast ihn also behalten.“ Shane sah auf den Hut in seiner Hand. Er hatte ihn am Morgen, genauso wie seinen Mantel, in dem Gasthof vergessen. Er strich über den Stoff und glättete ihn so gut es ging. Erst dann legte er ihn zu den anderen Dingen. Weiche Federn strichen über seinen Haut, während er sie zusammen mit Spielkarten und einer Schnur aus der Tasche beförderte. Eine Weile starrte er die Sachen einfach nur an. Langsam zog er nach ein paar Herzschlägen eine Karte vom Stapel und betrachtete sie. Da er nie Hand an solche Spiele gelegt hatte, war ihm ihre Bedeutung unbekannt. Acht Herzen waren darauf abgebildet und schienen ein Muster zu ergeben. Er legte die Karten in den zweiten Korb, während er die Federn und die Schnur in seinen Mantel verschwinden ließ.
Mit jedem weiteren Gegenstand den Shane in seinen Händen hielt schienen seine Schultern ein Stück tiefer fallen und sein Gesicht wurde von Schatten verhüllt. Die entblößte Marien Statue gab er jedoch ziemlich schnell aus seiner Hand. “Swine!“, folgte auf das leise 'Klock', welches das Holz beim Aufprall von sich gab. All diese Sachen ergaben kaum einen Sinn. Shane wusste nicht einmal wo er all die Sachen bloß aufgetrieben hatte. Und doch wanderte nichts davon in jenen Korb der dafür aufgestellt wurde all das zu Verbrennen, dass er nicht brauchte.

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BeitragThema: Re: Montepulciano - Pferdeställe   21/10/2017, 1:28 am

Immer noch mit grosser Wut im Bauch lief er zum Hauptmann beim Stadttor. Neben ihm stand ein weiterer Soldat. Während Hannigan sein Pferd begrüsste und die Habseligkeiten auseinander nahm, begrüsste Rizzi die beiden Männer. Und das, was sie ihm zu berichten hatten, liess sein Herz schneller schlagen. Die Sorge um Barbara war allgegenwertig aber im Moment etwas nach hinten gerutscht. Man eröffnete ihm, dass es einen Überfall gegeben hatte. Man hatte zwei Assassinen festnehmen können und wusste, dass noch vier weitere Assassinen herumliefen. Einer davon soll auch blond gewesen sein.
Er hob mehrmals die Hand und strich sich über den Mund. Er konnte kaum glauben, dass er Erfolg hatte. Die beiden Assassinen, ein Mann und eine Frau, waren in den Kerker zu Santoro gebracht worden. Rizzi spürte das Leben wieder in sich. Dieser Vorwärtsdrang, dieses Feuer. Der Sieg war sein. Und um die restlichen Assassinen machte er sich wenig Sorgen. Auch diese würden sie auffinden und festnehmen können. Sie waren also hier, Rizzis Falle hatte zugeschnappt.
Rizzi besprach noch ein paar weitere Befehle mit dem Hauptmann bevor er sich zurück zur Kutsche machte. Sein Gemüt war erhellt. Endlich hatte er gute Nachrichten und wieder ein Lichtblick am Horizont. Rizzi betrachtete vor der Kutsche den Stall. Da standen ein paar Pferde, alles teure und prächtige Tiere. Hannigan würde bald mit seinem Pferd den Stall verlassen. Man würde es zur Villa führen wo es einen ebenfalls sehr guten Stall bekommen würde. Darauf konnte sich Hannigan verlassen.
Rizzi wartete vor der Kutsche auf Hannigan. Das Stehen war angenehmer als das Sitzen. Und Rizzi hatte keine Eile. Natürlich wollte er so schnell wie möglich zurück zu Barbara und sich um die Assassinen kümmern. Aber gerade genoss er noch den Erfolg, den er verbuchen konnte.
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Pferdeställe   21/10/2017, 9:59 am

Das durchsehen von Francis Sachen hatte Shane tiefer in das Loch gedrängt, dem er ständig versucht hatte zu entkommen. Es war nicht mehr viel in den Taschen gewesen. Ein sauberes Taschentuch und ein Stück Fell. Shane hatte nicht erkannt von welchen Tier es war und hatte es einfach zu den Federn in den Mantel gesteckt. Diese einfachen Dinge wollte er nicht einfach in den Korb werfen. Er würde sie wegsperren lassen, bis er seine Reise zurück in sein Land antrat. Immer wieder redete er sich ein, dass er die Gegenstände nur behielt, um sie Francis Familie zu geben. Einzig die Feder, das Fell und die kurze Lederschnur würden an seiner Seite bleiben. Selbst wenn sein Kopf ihm entgegenwarf, dass er selbst das fortschaffen sollte. Er konnte oder wollte es einfach nicht. Diese Dinge waren so banal und doch hatte Francis sie aufbewahrt. Mit einem dunklen Ausdruck im Gesicht griff er nach dem Gehstock und erhob sich auf die Beine. “Sattelt Lady und macht sie soweit fertig, dass man sie zu den Ställen der Villa bringen kann.“ Er schritt zu ihr zurück und liebkoste ihren Rücken. Er strich hinunter zu ihren Schultern und weiter zu ihrer Brust. “Dieses Mal lasse ich dich nicht mehr so lange alleine.“, gab er ihr ein leises Versprechen und in seinen grauen Augen funkelte nun tiefer Schmerz. Er drohte zu fallen, ohne Aussicht auf eine weiche Landung. Wie hatte Francis das nur geschafft? Wie hatte es sein können, dass er sich so in sein Leben mischte, dass es weh tat ihn zu verlieren. Wann hatte er die Grenze übertreten? An jenem Abend an dem er beschlossen hatte ihn zu retten? Oder an dem Tag an dem sie sich das erste Mal trafen. “Er hat heute Geburtstag.“ Shane griff in seine rechte Manteltasche und holte etwas hervor. Es war ein Päckchen umhüllt von sanfter Seide. Man konnte erkennen das es ein kleines Buch war. Es waren alte Gedichte und Reime aus verschiedenen Ländern - selbst aus England. Shane hatte es in Florenz gesehen und einfach gekauft. Francis Reime waren ihm dabei kaum aus den Kopf gegangen - sie waren selbst jetzt noch grauenvoll. “Vermutlich hätte er es nie gelesen.“ Er legte es zu all den anderen Sachen in den Korb und strich Lady noch einmal über die Stirn. Er musste zurück zur Kutsche. “Gebt acht auf sie.“, warnte er einen der Soldaten, der sie führen sollte. Er hatte schnell klar gestellt, dass er keinen dieser plumpen Männer auf ihrem Rücken sehen wollte.
Ohne Hast bewegte er sich zurück zu Rizzi. Als sein Blick auf den Mann fiel, zog sich seine Brust zusammen. Etwas hatte sich verändert. Die Haltung des Mannes und auch seine Ausstrahlung wirkten anders. Shanes Hand umfassten den Stock so fest, dass seine Knöchel weiß hervortraten. Was hatte der Hauptmann dem anderen erzählt. Der Adelsmann hielt vor Rizzi inne. Seine grauen Augen musterten ihn wachsam. “Mir scheint es, als hättet Ihr einen Grund zur Freude.“ Den Rücken gerade, sah er kurz in die Richtung in die Rizzi vorhin verschwunden war.

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BeitragThema: Re: Montepulciano - Pferdeställe   21/10/2017, 4:19 pm

Rizzi sah in Hannigans Gesicht. Es wirkte übermüdet und er schien älter geworden zu sein. Hannigans Gemüt strahlte nichts ausser Schmerz aus. Rizzi dagegen hatte neuen Mut gefasst. Er war geradezu euphorisch geworden.
"Si! Signore Hannigan, ich habe soeben über den Erfolg erfahren, dass wir zwei weitere Assassinen gefangennehmen konnten. Sie sind also hier. In oder um Montepulciano. Und ganz langsam werden meine Finger sich um die Hälse dieser Ratten legen und zudrücken.", sagte er, hob seine Hand und machte nach was er aussprach. Er benutzte dafür natürlich die linke Hand, denn der rechte Arm war durch die Schnittwunde etwas lädiert und schmerzte unangenehm. "Man hat sie bereits in den Kerker unserer Villa gebracht. Wie angenehm.", sagte er und ein boshaftes Grinsen folgte. Dieser Sieg konnte die Sorge um Barbara nicht schmälern doch es gab Rizzi wieder ein Gefühl der Sicherheit und der Macht. Gegenüber Barbaras grauenvolle Krankheit verfügte er keine Macht. Er konnte nichts tun um sie mit einem Fingerschnippen genesen zu lassen. Dieser Kontrollverlust hatte ihn angegriffen und bestürzt.
"Eure Freude scheint dagegen etwas betrübt zu sein. Allerdings verstehe ich das. Schliesslich hat ein Söldner nie viel Geld und Last bei sich und wenn er keine Waffen hinterlassen hat, so gibt es kaum etwas was man von ihm aufbewahren müsste.", erklärte er Hannigan. Er liess ihm auch wieder den Vortritt in die Kutsche. Das war für Hannigan angenehmer, da er sich so positionieren konnte damit die Fahrt möglichst ohne zu grosse Schmerzen blieb.
"Ihr könnt mich gerne bei meinem Besuch bei den Assassinen begleiten.", bot er ihm an als die Diener kamen um Hannigan beim Einsteigen helfen zu können.
Nun konnte es Rizzi kaum erwarten, Santoros entsetztes Gesicht zu sehen.
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Pferdeställe   21/10/2017, 5:53 pm

Welch wunderbare Neuigkeit.“ Shanes Stimme war tonlos und auch seine Augen zeigten kaum etwas von dieser Freude. Er kämpfte gerade mit sich selbst. Gegen die Trauer die er all die Tage hatte bekämpfen können. Doch Francis Sachen waren am Ende beinah zu viel gewesen.  Rizzis Worte führten den Großmeister auf absurde Gedankengänge. Wäre Francis nie auf Rafael getroffen, dann würde er jetzt noch leben! Dann wäre er nicht zu einem Gejagten geworden und hätte irgendwann zurück nach England reisen können. Er hätte nie Rizzi hintergangen und wäre wohlmöglich nach der Überbringung der Nachricht zurück auf die Straßen gegangen. Selbst wenn es ein schreckliches Leben war - es hätte bedeutet, dass das Herz seines Cousins noch schlug und er irgendjemandem gehörig auf die Nerven ging. Shane suchte nach einem Schuldigen, obwohl er diesen am stärksten in sich selbst sah. Doch hatte er nicht sein Leben gerettet, während die Assassinen seines zerstört hatten?
Sie haben nichts anderes als den Kerker verdient. Vielleicht fressen sie sich ja am Ende gegenseitig auf, wenn sie hungrig und verzweifelt sind.“ Shane in die leere Kutsche und achtete nicht auf Rizzi, während er nach einem halbwegs angenehmen Weg zum einsteigen suchte. “Ich werde die wenigen Dinge die er besaß seiner Familie in Southampton übergeben. Wenn sie schon nicht seinen Leichnam nicht bestatten können.“ Shane hatte am Morgen einen der Diener danach gefragt. Man hatte ihm nur erklärt, dass man den Körper verbrannt hatte. Man hatte ihm also nicht einmal eine Beerdigung gestattet und Shanes unterdrückte Wut auf Rizzi war zu diesem Zeitpunkt noch ein wenig gestiegen. Er schluckte sie immer wieder nach unten, bis irgendwann alles hervorbrechen würde. In welcher Form war noch ungewiss.
Während er mit Hilfe einstieg, ließ er sich Rizzis Angebot durch den Kopf gehen. Er musste weiter gehen und er war noch immer ein Templer. Was könnte es schon Schaden den Feind in Gefangenschaft zu sehen? Außerdem würde er dadurch nicht nur die Assassinen, sondern auch Rizzi im Blick haben. Mit einem leisen Keuchen ließ er sich auf dem Stuhl nieder und streckte das einbandagierte Bein ein wenig aus. So schmerzte die Naht viel weniger. Die Wirkung der Kräuter schien auch langsam wieder nachzulassen und er würde nach einer weiteren Dosis verlangen. Erst als Rizzi ebenfalls in der Kutsche saß, hob er den Kopf und sah den anderen wachsam an. “Solch ein Angebot kann man nicht abschlagen. Zudem haben die Assassinen dieses Landes genug angerichtet.“ Shane fühlte in diesem Augenblick nichts mehr außer Abneigung gegen die Assassinen. Selbst das Mitgefühl, das er beim Anblick von Rafaels geschundenen Körpers empfunden hatte, war erloschen. Dieser Mann hatte ihn verraten und ihn ins offene Messer laufen lassen. Er war ganz bestimmt kein gerechter Mensch und diejenigen die ihm folgten konnten nicht besser sein. Nicht wenn der Mentor als Vorbild diente.

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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Pferdeställe   21/10/2017, 10:49 pm

Den Seitenhieb wegen der verunmöglichten Bestattung ignorierte Rizzi grosszügig. Er konnte das sehr gut, wusste er doch, dass es gar keine englische Leiche zum bestatten gab.
"Es freut mich tatsächlich, dass Ihr zusagt und den Assassinen einen Besuch abstatten wollt.", erklärte er. Und es war sogar etwas wahresn dran.
Die Kutsche setzte sich wieder in Bewegung und das Pferd von Hannigan wurde ebenfalls zur Villa geführt. Aufgrund der Verletzungen hielt der Kutscher die Pferde in einem langsamen Schritt, so dass die Kutsche nicht zu sehr wackelte.
Auf dem Weg zurück sprachen sie kein Wort miteinander. Hannigan war zu sehr in Gedanken versunken gewesen und Rizzi malte sich allerlei Ideen aus, die er mit den Assassinen vor hatte. Hin und wieder dachte er, Barbara könnte schneller genesen wenn sie wüsste, dass die Assassinen da sind. Andererseits fürchtete er, sie könnte ihm vorwerfen, er interessiere sich mehr für die Assassinen als für sie in ihrer schweren Zeit. Es war ja nicht einmal sicher ob sie die Pest besiegen würde. Die Sterberate war hoch, beinahe einhundert Prozent.
Rizzi war dankbar als die Kutsche endlich an ihrer Villa ankam. Man half ihm und dann auch Hannigan aus der Kutsche. Rizzi wartete immer geduldid und höflich bis Hannigan draussen war. Sein Pferd kam nur wenig später an und man brachte es in den Stall. Rizzi vermutete, dass Hannigan erst nach seiner Stute sehen wollte bevor er mit den Habseligkeiten aus dem Korb in sein Zimmer gehen würde.
"Ich werde Euch in einer Stunde im Kerker erwarten, Signore.", sagte er. Das liess Hannigan genug Zeit für sich und Rizzi konnte in der Zeit nach Barbara sehen. Das wollte er jetzt nämlich zuerst tun. Angst, dass er Barbara nicht mehr lebend vorfinden könnte, hatte er nicht. Sie war stark und jung und Rizzi wollte an nichts anderes denken.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Pferdeställe   22/10/2017, 10:35 am

Shane nickte kurz auf Rizzis Worte - so waren seine Gedanken schon längst wieder ganz wo anders. Er sah mit verschlossenem Ausdruck nach draußen, ohne auch nur etwas wahrzunehmen. Nur hin und wieder zuckte etwas zusammen, wenn sie doch über einen Stein fuhren und das Beben einen Stich durch seinen Körper jagte. Der Weg zurück zur Villa fühlte sich an wie in einem Traum und am Ende erinnerte sich Shane gar nicht mehr daran, wie sie die Strecke eigentlich zurück gelegt hatten. Sein Kopf war ein Chaos und er stolperte darin herum. Mit zusammengebissenen Zähnen stieg er aus der Kutsche und keuchte einige Momente etwas schwer. Sein Oberkörper war dabei leicht gekrümmt und das komplette Gewicht nach links verlegt. Nach dem vierten Atemzug richtete er sich auf und sah zu Rizzi. “So sei es. Ich werde am Ende der Treppen warten.“ Shane hatte noch keine Ahnung wie er diese überwinden sollte und doch war er fest entschlossen den Assassinen einen Besuch abzustatten. “Sagt den Dienern sie sollen noch etwas von dem Wacholder verbrennen.“ Shane konnte ahnen, dass Rizzi zu Barbara gehen würde. Wohin sollte er den sonst gehen? Ohne großartig auf eine Antwort zu warten, drehte er sich um und lief in die Richtung der Ställe. Erst als er weit genug weg war, schickte er einen Diener, um ihm mehr von dem Schmerzmittel zu holen. Shane wusste nicht wie viel er davon eigentlich nehmen durfte oder welche Nebenwirkungen es am Ende haben würde. Er wollte einfach nur gerade stehen können, wenn er den Assassinen in die Augen sah. Ein Seufzen entfuhr seiner Kehle und sein Kopf fiel etwas nach vorne, während er den Stall betrat.
Hufen schabten über den Boden und es roch auch hier nach Pferden und Heu. Der Stall war groß und trocken und die Box in die man Lady brachte war im besten Zustand. Shane sah auf die Finger der Stalljungen die sie absattelten und mit dem Heu trocken rieben. Er selbst hatte kaum die Kraft noch die Standfestigkeit dafür. Sobald sie fertig waren gab er ihnen ein paar Münzen und schickte sie fort. Er wollte alleine sein. Shane war in die Box getreten und strich über das gepflegte Fell der Stute. Schweigen und kontrolliert. Doch sah man genauer hin, konnte man hin und wieder sehen, dass seine Schultern bebten. Seine Kehle war zugeschnürt, doch seine Augen blieben trocken. Er konnte einfach nicht - selbst wenn das Gefühl drohte ihn zu erdrücken. Er schaffte es einfach nicht den Tränen ihren freien Lauf zu lassen - dort war einfach nichts. Würde dann alles leichter sein? Würde der Schmerz dann verschwinden? Shane schloss die Augen und lehnte sich an Ladys Körper. Er spürte wie ihre Nase gegen seinen Rücken stieß. “Alles ist gut.“, murmelte er in ihr Fell. Alles würde gut werden. Er musste nur vergessen, was geschehen war. Eine lange Zeit verharrte er einfach, bis er sogar Ladys Herzschlag unter seinen Fingern spürte. Ein Bild blitzte vor seinem Auge auf. Seine Hand auf Francis nackter Brust. Er hatte den schnellen Schlag spüren können, der seinem so ähnlich gewesen war. “Verschwinde doch einfach aus meinem Kopf.“
Shane humpelte ein paar Schritte zurück, bis sein Rücken die Wand der Box traf. Er widerstand dem Drang sich daran nach unten fallen zu lassen. Shane würde es nicht mehr schaffen aufzustehen. “Damn.“ Mit dem leisen Fluch legte er den Kopf in den Nacken und starrte nach oben. Erst als die Nase seiner Stute gegen seine Brust drückte, sah er wieder nach unten. Er legte die Arme um ihren Hals und vergrub sein Gesicht​ kurz in ihrer Mähne. “Bald werden wir nach Hause reisen.“, versprach er ihr und laute Schritte ließen ihn etwas zurück weichen. “Ich komme morgen wieder.“ Shane nahm seinen Stock und verlies die Box.
Der Weg in sein Zimmer war quälend und lang, doch umso mehr starrte er auf die Körbe, die man in den Raum gestellt hatte. Er hatte gewollt, dass man sie wegsperrte und doch waren sie nun hier. Shane ließ sich auf seinem Bett nieder und sah auf die Fläschchen mit der Medizin. Wenigstens hatte man diese ebenfalls hierher gebracht.

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