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 Rafael und Emily's Zelle

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Bauherr
And you say Rome wasn't built in a day
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BeitragThema: Rafael und Emily's Zelle    21/10/2017, 2:02 am

Hier verbrachte Rafael die Stunden alleine, bis Emily de Lucca wegen Platzmangel bei ihm untergebracht wurde.
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Rafael Santoro
Mentor der Assassinen
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BeitragThema: Re: Rafael und Emily's Zelle    21/10/2017, 10:31 am

11. April 1480
Nachts, ca. 4.11 Uhr
Mit Emily de Lucca

In dieser Nacht hatte der Mentor der Assassinen höllische Schmerzen durchlebt. Die Nase war nicht gebrochen, wie man es anfangs vermutet hatte. Das Bluten hatte aufgehört, dafür pochten und stachen die Wunden der Peitsche umso mehr, die der Arzt unter sauberes Tuch gewickelt hatte. Rafael Santoro wusste nicht, was noch geschehen würde, damit er sich endlich aufgab. Sein Körper war geschunden und er hatte das Gefühl, der Heilungsprozess würde nicht eintreten, solange er ein Gefangener war. Die Wunde an seinem Bauch hingegen sah besser aus. Auch auf die Wunden seiner zwei fehlenden Fingern hatte sich eine starke Kruste gebildet, die nun am Rand anfing zu zuwachsen. Rizzi würde nicht aufgeben. Die Peitsche war nicht das letzte, was Santoro spüren lassen sollte, wie groß Rizzi's Hass auf die Assassinen war. Und trotzdem hoffte er, es hörte bald auf.

Man hatte ihn in eines der Zimmer gebracht, als das Duell aufhörte. Er hatte nicht mitbekommen, wer das Duell gewann, denn hatte ihn nach einigen Peitschenhieben die Ohnmacht ergriffen. Während der Behandlung konnte er tatsächlich einem Dienstboden herausholen, wie das Duell endete.
Natürlich war die Enttäuschung groß.- Womöglich war Enttäuschung vielleicht das falsche Wort, welches zu seinen Gefühlen passte, als er diese Information bekam, dass sein Feind noch immer lebte und das Glück sogar auf beider Seiten der Templer stand. Enttäuscht war eher ein kleines Mädchen, wenn es seine selbstgemachte Puppe aus Stoff und Holz ausversehen im Fluss ertränkte, der das Spielzeug mit sich fort trug. Vielmehr war es Bedauern, Wut und auch ein klein wenig Angst.

Am Abend des vorherhigen Tages brachte man Rafael zurück in seine  Zelle. Dabei brauchte er die Hilfe zweier Männer, die ihren Kopf noch behalten wollten. Rizzi legte Wert darauf, dass der Assassine ihm nicht wegstarb. Dass seine Wunden behandelt wurden und man ihm beim Gehen half, benötigte er Hilfe. Seine Beine waren nicht verwundet. Vielmehr war es die nicht vorhandenene Kraft, die er dafür aufbringen müsste.
Hier drinn verabschiedete sich das Zeitgefühl. Man hatte keinerlei Anhaltspunkte, ob es Tag oder Nacht war. Also musste man sich auf sein Gefühl verlassen.
Der Assassine lag seitlich auf seinem Bett, welches aus schwerem Holz bestand. Darauf befand sich sogar Stroh, welches sich aber bei jeder kleinsten Bewegung verabschiedete und zu Boden fiel. Der Arzt hatte Bettzeug, gar nur ein Kissen für den Gefangenen abgelehnt. Die Wunden waren versorgt und somit hatte es sich erledigt. Der Braunhaarige hatte sich auf die Seite gelegt. Denn läge er auf dem Rücken, brannten die Wunde, die die Peitsche zurückgelassen hatte. Drehte er sich auf den Bauch, schmerzte die Wunde dort. In einem Moment wie diesem, in dem der gesamte Körper zog und stach, wünschte man sich nichts sehnlicheres als den Tod. Doch als Verräter würde er nicht gehen. Er war der Mentor. Er musste das Kredo beschützen und somit auch seine Brüder. Er durfte nicht zulassen, dass die Welt eines Tages sich so veränderte, wie die Templer es wollten.
Und auch dachte er an Francis. Jedenfalls an den Francis, den er unter dem Leichentuch gesehen hatte. Er durfte nicht an das glauben, was er gesehen hatte. Und vor allen Dingen: was hatte er gesehen? Das Gesicht war unter den Tuch verborgen geblieben. Es gab viele blonde Italiener, gar viele Rothaarige im Norden Italiens. Dies wusste er, denn hatte einst sein Vater dies der Familie am Abendessen angekündigt, um ein Gespräch zu führen.
"Nichts ist wahr...", murmelte der Mentor leise zu sich, als wollte er sich in Trance setzen. Hatte dabei die Augen geschlossen, vor denen die Gesichter aufblitzten, die von dunkler Erde umhüllt waren. Er hatte oft an sich selbst gezweifelt. Erst seit ein paar Jahren -beinahe zeitgleich, als er Mentor wurde- wusste er, dass alles irgendwo einen Sinn hatte. Er konnte den Tod nicht aufhalten. Er brachte ihn selbst, wenn es sein musste. Nur um die Menschheit vor einer Grausamkeit zu bewahren, die unter dem Willen des Templerordens leiden musste. Wenn jemand starb, dann musste es so sein. Aufhalten konnte man es nicht. Auch nicht, so sehr man es auch versuchte.
Sie waren alle fort.
Sein Vater, seine Mutter, Serena, Filip... und vielleicht sogar Francis.
"Nichts ist wahr..."
In diesem Moment wurde die Tür geöffnet und er machte die Augen auf. Er ging davon aus, Rizzi würde ihn besuchen, vielleicht sogar der Arzt.  Doch es war definitv eine Frau, jemandem etwas hinterher rief und forderte, sie herauszulassen, als man die Tür wieder geschlossen hatte. Rafael's Augen hatten sich an die Dunkelheit gewöhnt. Man hatte ihm hier sogar Feuerzeug gelassen, um die Kerzen zu entzünden, welche dort auf einem Tisch standen. Langsam richtete er sich auf und konnte einen Schmerzensstöhner nicht unterdrücken. Sie war keine Besucherin. Sondern eine Gefangene, die vielleicht noch am nächsten Tag auf den Scheiterhaufen geführt und verbrannt werden sollte.
Es konnte also sein, dass diese Begegnung nicht auf Dauer war. "Ihr solltet Euch die Mühe sparen.", sagte er und als er sich auf dem Bett in eine sitzende Position aufgerichtet hatte, lehnte er sich vorsichtig gegen die Steinwand. Sie war kühl und drang unter den Verband und erwies sich als durchaus angenehm. Trotzdem waren seine Augen auf die Fremde fixiert. Denn wusste er nicht, ob er sich darüber freuen sollte, dass er nun eine Zellengenossin den Raum, der sowie so schon klein war, teilte. Es gab nur ein Bett. Und er ging nicht davon aus, dass sie die Regeln kannte, dass er am Leben bleiben sollte. Sie würde trotzdem den Vorteil sehen, dass er schwach war und ein Bett besetzte, welches er vielleicht nicht mehr brauchte. Sie würde ihn erwürgen und er könnte, nein!, würde sich vermutlich nicht einmal wehren.
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Emily de Lucca
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BeitragThema: Re: Rafael und Emily's Zelle    22/10/2017, 1:49 pm

Emily hämmerte an die Tür und zerrte an den Fesseln hinter ihrem Rücken. Aber nach und nach wurde ihr bewusst, wie aussichtslos sie Situation war. Man hatte sie gefangen genommen. Die Wachen konnten sich viel zu einfach anschleichen und sie überrumpeln. Weitere Flüche drangen aus ihrem Mund und galten diesmal dem Söldner. Der Blonde war schließlich Schuld daran, dass sie auf diesem Hof gastierten. Womöglich gehörte alles zu einem hinterhältigen Plan und wie dumme Schafe ließen sie sich alle blenden und in die Ecke treiben. Emily schimpfte und brummte weiter wütend vor sich hin, während sie versuchte ihre Arme unter ihre Beine zu bringen und so die Fesseln vor ihren Körper zu holen. 
Dazu unterbrach sie ihren Wutausbruch und rutschte mit dem Rücken an der Tür zu Boden und setzte sich.  Gerade als sie anfing sich durch die Fesseln zu arbeiten, hörte sie im Raum ein von Schmerzen begleitetes Stöhnen. Sie war also nicht allein hier drin. Erschrocken riss sie ihre Augen auf und versuchte in der Dunkelheit zu erkennen, wer diese Laute verursachte.
Scheinbar war der andere Insasse wenig begeistert von dem Lärm, den sie veranstaltete. "Nur weil Ihr schon aufgegeben habt?'' Etwas shnippisch war ihre Antwort. Nicht wegen ihrem Gegenüber sondern vielmehr aufgrund ihrer tatsächlich ausweglosen Situation die ihr immer bewusster wurde. Endlich hatte Emily es geschafft ihre Hände und somit auch die Fesseln vor ihren Körper zu bekommen. In ihrer Verzweiflung zerrte sie mit ihren Zähnen an dem Knoten und versuchte ihn so zu öffnen. Währenddessen gewöhnten sich ihre Augen langsam an die Dunkelheit und die junge Frau erkannte nicht nur den sitzenden Mann, sondern auch die spärliche Einrichtung bestehend aus einem Bett, einem Tisch mit Stuhl und einigen Kerzen. Warum man veranlasste, dass sie mir diesem Mann in einer Zelle landete war ihr nicht klar. Aber er war ohne Fesseln und konnte sich frei bewegen, was ihr bisher verwehrt war. Das würde sie so schnell sie konnte ändern um sich wenigstens verteidigt zu können, sollte ihr Gegenüber etwas im Schilde führen.
Bei genauerer Betrachtung bemerkte die Assassine, dass der Mann gekrümmt saß und offensichtlich von Schmerzen geplagt wurde. Der Fremde würde ihr also nicht allzu gefährlich werden. "Aus welchem Grund seid Ihr hier?'' Ihre Zähne waren noch immer damit beschäftigt, die Fesseln zu lösen und doch ließ sie den Mann nicht aus den Augen. Einer von beiden würde wahrscheinlich nicht mehr lange in diesem Raum verweilen. Zumindest vermutete sie das, da die Zelle nur für eine Person ausgelegt war.
Ihre Gedanken kreisten um die restliche Gruppe. Emily konnte nicht verfolgen, wohin die Wachen Adriano brachten. Ezio und die Anderen konnten hoffentlich fliehen und sich in Sicherheit bringen. Ein weiteres mal wurden sie in eine Falle gelockt und diese schnappte auch noch erfolgreich zu. Innerlich kochte Emily vor Wut darüber, so einfach überwältigt worden zu sein. Nur weil sie unkonzentriert war brachte sie ein einzelnen Schlag zu Boden, noch bevor der Kampf richtig begonnen hatte. Und an allem war dieser blonde Söldner schuld.
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: Rafael und Emily's Zelle    22/10/2017, 2:17 pm

Es blieb still, als er sich aufrichtete. Er sah, wie die Fremde sich zu ihm umgedreht und erstmal aufgehört hatte, an der Zellentür zu poltern. Merkwürdig war es, dass diese Frau kein Kleid trug. Ihre Beine waren wie die eines Mannes von Hosenbeinen umhüllt. Soetwas hatte er bisher nur bei Diebinnen gesehen, die sich nur nachts bewegten. War sie ein Dieb? Und wenn: es würde ihm letztendlich auch nichts bringen. Sie war nicht so ruhig wie er. Dies bezeugte sie, als sie ihm darauf eine Antwort gab. Er hätte aufgelacht, doch fehlte ihm gerade die Motivation dazu. Er legte seine Arme auf den Oberschenkeln ab. "Dann macht weiter...", meinte er gleichgültig und hob die Hand etwas, um seine Aussage zu unterstreichen. Sie würde schon sehen, dass es nichts brachte. Schlafen konnte er sowie so nicht. Nur eingedöst war er in der letzten Stunde. Seine Ohren hatten jedem kleinsten Laut gelauscht.
Rafael musterte sie genau, während sie die Fesseln löste, teilweise auch mit ihren Zähnen. Er hätte sie bestimmt nicht losgebunden, hätte sie ihn darum gebeten. So gut er auch in der Dunkelheit gerade sehen konnte, erkannte er dennoch nicht, dass eines ihrer Augen trüb war und eine Narbe dieses zierte. Ihre nächste Frage überraschte ihn keineswegs. Würde er dieser Fremden die Wahrheit sagen, könnte er auch gleich auf all die Fragen von Rizzi antworten. "Wegen Rache..." Seine Stimme war fester. "Und Ihr?"
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BeitragThema: Re: Rafael und Emily's Zelle    22/10/2017, 3:35 pm

Der Fremde hatte recht und Emily bedachte die Tür ein letztes Mal mit einem wütenden Blick. Seinen musternden Blick konnte sie deutlich spüren,doch es machte ihr nichts aus. Sie starrte ihr Gegenüber nicht weniger neugierig an und doch war es zu dunkel um deutlich etwas erkennen zu können. 
Was sie allerdings erkannte war, dass er deutlich älter war als sie und er scheinbar auch schon mehr als eine Nacht hier drin verbracht hatte. 
Sein Hemd fehlte ganz und der nackte Oberkörper war von mehreren Schichten Verbänden bedeckt. Der Fremde schien von zahlreichen Wunden gezeichnet zu sein, aber Emily konnte bei diesen Lichtverhältnissen nicht einschätzen wie frisch die Verletzungen waren.
Seine Antwort ließ die junge Frau an Ezio denken,welcher auch von Rache sprach und wie gefährlich sie sein konnte. Ein amüsiertes Schnauben war von ihr zu hören und kopfschüttelnd kämpfte sie noch immer mit den hartnäckigen Knoten. ''Warum lasst Ihr Männer Euch nur immer von Rache treiben?'' Seufzend ließ sie die Hände sinken und gab für den Moment auf. Ob gefesselt oder nicht, das würde an der Ausgangssituation nichts ändern. ''Wegen eines Versprechens...'' Ihre Antwort fiel ebenso kurz aus wie seine und es folgte ein Schulterzucken. Schließlich entsprach diese Aussage der Wahrheit. Sie hatte Ezio versprochen, dass sie ihm helfen würde den gefangenen Mentor zu befreien. Sie konnte ja nicht wissen, wer da vor ihr saß. 
Einen Augenblick überlegte sie eine der Kerzen zu entzünden und mit der Flamme ihre lästigen Fesseln durchzubrennen, entschied sich dann aber für die vorerst einfachere Möglichkeit. Mit einem fragenden Blick hob sie die gefalteten Hände dem Fremden entgegen und wippte kurz damit. ''Würdet Ihr mir hiermit vielleicht helfen?'' Ob die Stricke oder das Fragen nach Hilfe schlimmer war konnte Emily nicht sagen, aber lieber sprang sie über ihren Schatten bevor sie sich noch die Hände blutig scheuerte.
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BeitragThema: Re: Rafael und Emily's Zelle    22/10/2017, 4:09 pm

Die kurze Stille, die eingetreten war, wurde von einem amüsierten Schnaupen unterbrochen, als Rafael ihr erklärte, weshalb er hier saß. Die Frage musste er nicht unbedingt antworten, die sie aussprach. Er wollte sich schonen und kein Gespräch führen. Alles, was er wollte war seine Ruhe. Aber die würde er für die nächsten Stunden wohl kaum bekommen. Dass sie mehrere Männer mit der Frage bezüglich der Rache meinte, hatte er herausgehört. Aber ging der Braunhaarige nur davon aus, dass sie vielleicht ihren Geliebten oder ihren Ehemann, gar vielleicht ihren Bruder meinte, falls sie einen hatte. Die Frau nahm die Hände herunter. Das Seil war straff um die Gelänke gebunden. Es dürfte ewig dauern, sich selbst davon zu befreien, wenn man nicht wusste, wie man es anstellen sollte.
"Ein Versprechen.", wiederholte der Mentor. "Habt Ihr gewusst, dass dieses Versprechen Euch hier her bringen könnte?" Interessant. Eine Frau in Hosen, die ein Versprechen einzuhalten hatte. Ob sie es noch halten könnte? Oder ob sie letztendlich verraten wurde, weil sie ein Versprechen aussprach und nun dafür zahlen musste? Geld machte Menschen zu Monstern. Besonders Kopfgeld. Geld machte Freunde zu Feinden. Und Vertraute zu Verrätern.
Für diesen Moment hatte er den Blick abgewendet und blickte zu Boden. Ob man das Assassinentreffen ebenfalls für Geld verraten hatte? Wer käme dafür in Frage? Ein Assassine? Das wollte er nicht glauben. Vielleicht war es die Buchbinderin gewesen oder der Söldner. Oder der Dieb. Diebe hatten schmutzige Tricks auf Lager, die nicht einmal ein Assassine beherrschte. Rizzi versuchte ihm einzureden, er selbst hätte das Treffen verraten. Dass er allein der Schuldige war. Aber Rizzi war kein ehrlicher Mann. Nicht einmal Hannigan, dem Rafael eine Chance geben wollte und ihn nicht gleich als Templer, als Feind abhakte. Ein Fehler. Mal wieder...
Als die Stimme der Frau erneut an sein Ohr drang, hob er den Kopf und sah sie an. Seine Hilfe wollte sie also doch. Was hatte er schon zu verlieren, außer ein knochenhartes Bett?
"Tretet zu mir. Meine Beine sind müde.", erklärte er.
Die Hände nahm er dabei von seinen Beinen und als sie näher kam, löste er nach ungefähr einer halben Minute das Seil. "Entzündet die Kerzen. Ich will sehen, mit wem ich diese Zelle für unbestimmte Zeit teilen soll." Kein Befehl, mehr eine Bitte.
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Emily de Lucca
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BeitragThema: Re: Rafael und Emily's Zelle    22/10/2017, 4:59 pm

Der Mann schien nicht der gesprächigen zu sein. Womöglich wollte er auch nur seine Ruhe und weiterhin mehr tot als lebendig auf den Bett rumliegen. 
Als sie den Grund nannte, der sie in diese stinkende Zelle brachte, regte sich der alte Mann doch wieder. Beide waren überaus vorsichtig mit dem was sie sagten und tastete sich nur langsam vor. Emily beschloss weiterhin ehrlich zu sein und lediglich ihre Worte mit bedacht zu wählen. ''Ich wusste, dass mich dieses Versprechen mein Leben kosten kann.'' Sie sprach leise während sie sich etwas aufrichtete und die kurze Distanz zwischen ihnen auf Knien überbrückte. Die Zelle war klein und für die wenigen Schritte lohnte es sich kaum aufzustehen. Außerdem pochte ihr Kopf noch immer einen erbarmungslosen Rhythmus der durch das Aufstehen nur schlimmer geworden wäre. Dankbar hockte Emily nun vor dem Fremden und erkannte ein einfefallenes und müdes Gesicht. Die fehlenden Finger an seiner Hand erschwerten aich ihm das Lösen der Fesseln und beinahe bereute es die Junge Frau ihn nach Hilfe gefragt zu haben. 
Endlich befreit rieb sie sich die schmerzenden Handgelenke. Nickend kam sie der Aufforderung nacht. Nicht weil der Fremde es verlangte, sonder weil sie selbst von der Neugier getrieben wurde. Sie wollte einen genaueren Blick auf Gefangenen werfen um ihre Chancen besser einschätzen zu können. Wie wurden Gefangene hier behandelt? Wurde Viel Folter betrieben oder kamen die Henker schnell zu dem unvermeidlichen Ende?
Diesmal stand sie vorsichtig auf und ging zu dem kleinen Tisch mit den Kerzen. Vorsichtig betastete die die Beule am Hinterkopf, welche gefühlsmäßig mit jedem Pochen größer werden wollte. Dem Riesen würde sie nur zu gern ähnliche Schmerzen zufügen, sollte sie ihm je ein zweites Mal begegnen. 
Mit gerunzelter Stirn ubd zusammengekniffenen Augen erreichte sie schnell den Tisch und griff nach einer der Kerzen. Nach wenigen Versuchen war eine Kerze entzündet und Emily ließ die Flamme gleich auf eine zweite Kerze übergreifen. 
Müde setzte sie sich an den Tisch und drehte sich wieder zu dem Fremden um. ''Wer weiß für wie lange.'' Murmelte sie leise und musterte nun den Dunkelhaarigen im schwachen Kerzenschein. Nun erkannte sie wesentlich deutlicher, dass die Zeit in diesem Kerker dem Mann nicht sonderlich gut bekommen war. Getrocknetes Blut und fehlende Finger, Verbände und Stoffetzen, Hämatome und Schürfwunden. Aber dennoch schien er für einen Gefangenen gut versorgt worden zu sein. Zumindest um die Wunden hatte man sich gekümmert. ''Seid ihr schon lange so weggesperrt?'' 
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: Rafael und Emily's Zelle    22/10/2017, 5:20 pm

"Dann muss es für Euch von großer Bedeutung sein, wenn Ihr dem Tod entgegen tretet.", antwortete Rafael auf ihre Erklärung. Langsam kam sie auf ihn zu, stellte sich jedoch nicht auf. Von ihr würde keine große Gefahr ausgehen, würde sie sich nicht vor ihm aufstellen. Sie streckte ihm ihr Handgelenk entgegen und es war mühsam, die Fesseln zu lösen. Noch immer war es ein merkwürdiges Gefühl, nicht alle Finger an den Händen zu haben. Er war nur noch ein Häufchen Elend, welches man durch die Verbände irgendwie zusammen zu halten versuchte. Den Körper eines Mannes konnte man schänden, war er auch noch so stark. Doch nicht seinen Geist. Nach einigen Sekunden und Schweigen hatte er es endlich fertig gebracht, damit sie ihre Hände auseinander nehmen konnte. Ihre Aussage bezüglich des Versprechens erinnerte ihn an sich selbst. Er hatte es nicht geschafft. Genauso wenig wie die Schwarzhaarige.
Anschließend folgte sie seinen Worten und entzündete nach ein paar Versuchen die Kerzen. Das milde Licht umspielte ihre feinen Züge und er konnte nun besser ihr Gesicht studieren, als sie sich zu ihm umdrehte. Ein mattes Auge sah ihn an. Eine Narbe zog sich über Auge und Wange. Ihre Kleidung war so dunkel, wie er es vermutet hatte. Also womöglich doch eine Diebin.
Auf ihr Kommentar entgegnete er nichts, sondern lehnte sich mehr an der Wand zurück. Doch es dauerte nicht lange, als sie ihm die nächste Frage stellte. Hatte es einen Wert, zu schweigen?
"Was für einen Tag haben wir?", fragte er stattdessen. Er wusste nicht, wie lange er schon unterwegs war. Seit wie vielen Tagen er mit nach Rom geschliffen wurde. Es fühlte sich an wie Wochen. Die Zeit ging in diesen dunklen Räumen so unglaublich langsam voran.
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BeitragThema: Re: Rafael und Emily's Zelle    22/10/2017, 6:23 pm

Emily nutzte das Schweigen, welches kurze Zeit zwischen ihnen entstand, um nachzudenken. Sie dachte an das Credo und an ihren Onkel und die Hilfsbereitschaft innerhalb der Bruderschaft. Ebenfalls dachte sie an die gemeinsame Zeit mit Ezio und ein leichtes Schmunzeln huschte über ihre Lippen, während sie vor dem Fremden kniete um von den Fesseln befreit zu werden. Sie gab ihr Versprechen Ezio, aber hätte sie dies nicht getan, wäre sie wahrscheinlich auch mit auf die Reise gegangen. Hätte ihren Brüdern und Schwestern trotzdem geholfen den Mentor zu befreien. ''Weniger das Versprechen ist von Bedeutung, sondern vielmehr wem ich es gab.'' 
Bei diesen Worten wendete sie sich ab und ging hinüber zu dem Tisch. Der Fremde rechnete noch in Tagen und nicht in Monaten oder Jahren. ''Wir schreiben den 11.'' Emily war diejenige die vorsichtig Fragen stellte und somit das Gespräch vorantrieb. Und doch antwortete der Mann irgendwie. Jetzt erst fielen ihr die Brandwunden an  seinen Unterarmen auf. Niemand würde sich ein solches Zeichen freiwillig auf ewig in die Haut brennen lassen. ''Habt Ihr einen besonderen Bezug zu diesem Zeichen?'' Dabei deutete sie auf die Stellen an seinem Körper und beobachtete genau seine Reaktion auf diese Frage. ''Darf ich Euren Namen erfahren?'' Langsam wagte sie sich voran mit ihren Fragen. Zu verlieren hatte sie letztendlich nichts mehr und ob sie sich täuschte würde sich nur dadurch herausstellen.
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BeitragThema: Re: Rafael und Emily's Zelle    22/10/2017, 6:42 pm

"Ich verstehe.", leicht nickte Rafael. Natürlich versprach man nicht irgendjemanden etwas, der einem unwichtig war. Vielleicht versprach sie sogar demjenigen etwas, den sie indirekt bei dem Kommentar bezüglich 'Männer und Rache' ins Gespräch zog. Er kannte nicht, was sie alles durchlebt hatte. Wusste nicht ihren Namen, noch, wo sie herkam und weshalb sie so blass war. Ihren Akzent hörte er aber etwas heraus. Auch wusste er nicht, wo dieser Akzent herkam. Sie darauf ansprechen wollte er nicht. Wie er es liebte zu reisen. Nun führte seine letzte Reise ihn nach Rom. Oder viel mehr: Rizzi führte ihn dort hin.
Ihre Antwort, welches Datum sie heute schrieben, hielt er kurz inne. Sonntag war es also. Ein heiliger Tag für die Templer und alle Gläubigen, um keine Hinrichtung zu vollziehen.
Doch ehe er ihr auf die ursprüngliche Frage Antwort geben konnte, lag ihr Blick nun auf den Brandwunden. Reflexartig drehte er die Hände so, dass er die Templerkreuze verbergen konnte. Sie heilten bereits ab. Es würden unschöne Narben zurückbleiben. "Ich erhielt sie, nachdem ich am zweiten April gefangen genommen wurde. ", verband er beide Antworten zu einer und er atmete tief ein und aus. "Diese Zeichen verfolgten mich schon mein Leben lang.", fügte er noch hinzu und ließ die Arme wieder locker. Er hatte nichts mehr zu verbergen. Die Brandmale hatte sie schließlich bereits entdeckt, bevor er sie vor ihren Augen verstecken konnte. Aber weshalb war sie plötzlich so interessiert? Die Spannung konnte man im Raum praktisch spüren, die zwischen beiden lag. "Mein Name ist Rafael Santoro. Und wie ist der Eure?" Sie hatten ihre Gesichter nun gegenseitig angesehen, jetzt waren die Namen drann. Vielleicht war sie eine gute Ablenkung, bevor er diese Zelle für eine andere auf der Weiterreise austauschte.
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Emily de Lucca
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BeitragThema: Re: Rafael und Emily's Zelle    22/10/2017, 7:34 pm

Immer wieder herrschte, wenn auch nur für kurze Zeit, ein angespanntes Schweigen zwischen den beiden Gefangenen. Emily versuchte einen Grund zu finden, warum man sie zu dem Fremden gesteckt hatte. Wollte man damit erreichen, dass sie sich oder die anderen verriet? Aber der Mann war selbst so gefoltert worden, dass er kaum auf die Seite der Wachen oder diesem Rizzi gehörte. Und solche Wunden zu inszenieren traute sie dem Feind nicht zu. 
Nachdem die junge Frau ihm das Datum nannte,  schwieg der Fremde erneut einige Augenblicke und schien für sich zu überlegen. Mit dem Deuten auf die beiden Kreuze an seinen Armen riss sie ihn förmlich aus der Starre und schnell drehte er seine Arme weg. Doch um sie zu verstecken war e zu spät, da Emily bereits genau erkannte um was es sich bei den relativ frischen Wunden handelte. Dadurch, dass er sie zu verstecken versuchte, zeigte er eindeutig, wie ungern er diese Zeichen trug. Er musste schnell bemerkt haben, wir sinnlos es war, sie jetzt noch zu verstecken und ein Teil seiner Spannung fiel ab. War es Müdigkeit, ein aufkeimendes Vertrauen oder pure Verzweiflung... genau konnte Emily es nicht sagen. Ohne etwas darauf zu erwidern, richtete sie ihren Blick nun auf sein Gesicht. Auch wenn die Assassine versuchte ruhig zu bleiben, war die wachsende Spannung fast greifbar und ihre Finger spielten unruhig mit etwas Wachs von der Kerze ohne den Blick von seinem Gesicht zu nehmen. 
Als der Dunkelhaarige dann erwähnte, an welchem Tag er gefangen wurde, festigte sich Emilys Vermutung immer mehr. Sollte es wirklich so sein, dass sie dem Mentor auf diese Weise saß erste Mal begegnete? Aber die Erfahrung lehrte sie, solche zusammengereimten Ideen nicht sofort laut auszusprechen. So hielt sie sich also noch zurück, auch wenn es ihr dies alles andere als leicht fiel.
Tatsächlich nannte der Verwundete nun seinen Namen und ein Laut der Erleichterung war von ihr zu hören. Ihr Körper sank auf dem Stuhl etwas zusammen und mit Daumen und Zeigefinger rieb sie sich erschöpft und doch auf eine Art zufrieden die Nasenwurzel. ''Also seid Ihr es doch...'' eine kurzes, verzweifeltes Lachen drang aus ihrer Kehle ehe sie weitersprach. ''...der Grund warum ich hier bin.'' Emily legte die Hände zurück auf den Tisch und fing wieder an mit dem Wachs zu spielen. ''Mein Name ist Emily de Lucca. Ihr kennt mich nicht, aber mir wurde bereits viel über den hiesigen Mentor berichtet.''
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BeitragThema: Re: Rafael und Emily's Zelle    22/10/2017, 8:04 pm

Die Fremde war ihm nicht unangenehm. Sie strahlte Ruhe aus. Es gab durchaus Menschen, die ihm durch alleiniges Reden die Nerven und Energie nehmen konnten. Diese Erfahrung hatte er schon vor so vielen Jahren gemacht. Er wollte sich ihr nicht sofort anvertrauen. Was für ein Fehler das auch wäre, würde er es tun! Aber sie war ihm nicht unangenehm. Und sie wollte ihm nicht an den Hals springen. Ein gutes Zeichen.-Vorerst. Es konnte sich noch sehr viel ändern. Aber weshalb hatte Rizzi die beiden zusammengesperrt?
Rafael's Antworten waren ehrlich. Er wollte nicht Lügen. Nicht hier, nicht, wenn Rizzi oder ein Templer nicht anwesend war. Lügen kosteten ebenfalls so viel Kraft wie das Gefühl, mit falschen Leuten zusammen zu sitzen. Und solange man bei der Wahrheit blieb und nicht alles erzählte, log man auch nicht. Was hatte er noch zu verlieren?
Er wusste nicht einmal, ob er weiterhin daran festhalten sollte, dass man der Templerkutsche folgte. Es wäre nur klug von seinen Brüdern, in Florenz zu bleiben und die zu beschützen, die sich nicht selbst wehren konnten.
Also Rafael sich ihr vorstellte, konnte er deutlich erkennen, wie die Anspannung von der Schwarzhaarigen wich, indem sie sich im Stuhl fallen ließ und nach einer Aussage auflachte. Wenigstens schaffte sie es, ihn für einen Moment von den Schmerzen abzulenken. Überrascht und gleichzeitig fragend sah er sie an und zog etwas die Augenbrauen zusammen. "Ihr seid eine Ordensschwester... ", sagte er leise, als wäre ihm soeben ein Licht aufgegangen. Die Konzentration war schon lang nicht mehr so stark wie vorher. Ihm fehlte Essen, er hatte großen Durfst und Schmerzen, die ihm bis auf die Knochen gingen. Der eine hatte ein Kreuz oder eine Marienstatue, in die er seine Hoffnung steckte. Und bei Rafael war es der Orden und das Kredo. "Galt das Versprechen, von welchem Ihr erzählt habt, dem Orden, Signora de Lucca?" Während die anderen Assassinen, die der Kutsche hinterher reisten, einander nicht vertrauten, wusste Rafael, dass Assassinen miteinander arbeiten mussten. Sich vertrauen mussten, um ihr gemeinsames Ziel zu erreichen. Falls doch ein Verräter unter den Brüdern und Schwestern weilte, würde dies früher oder später ans Licht kommen. Vielleicht gab es tatsächlich keinen Verräter, der Rizzi von dem Assassinentreffen berichtete. Womöglich war es sein eigenes Glück gewesen, Santoro endlich zu bekommen. "Was ist so schief gelaufen, weshalb Ihr nun hier seid?"
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BeitragThema: Re: Rafael und Emily's Zelle    22/10/2017, 9:03 pm

Schnell änderte sich die Stimmung im Raum erneut. Die eilig aufgebaute Spannung verschwand sofort und fast lächerlich einfach verbreitete sich das gegenteilige Gefühl der Entspannung. 
Der Mentor wirkte nicht weniger überrascht und Emily konnte es ihm nicht verdenken. Sie wusste wenigstens von seiner Existenz und ebenso, dass er sich vermutlich in einer der Zellen befinden musste, aber dass man die beiden in eine Zelle sperrte war auch für die junge Frau ungewöhnlich. Santoro verstand schnell und sie nickte lächelnd. ''Si, eine Schwester aus dem hohen Norden. Aber in Florenz wurde ich sozusagen in den Orden hineingeboren. Eine lange Geschichte, die hier fehl am Platz wäre.'' Schnell schob sie ihre Vergangenheit beiseite und beschäftigte sich wieder mehr mit der Gegenwart. Zwar war die Assassine erleichtert, den Mentor nun gefunden zu haben, aber noch waren beide gefangen und wie es aussah würde es schwer werden, an der Situation bald etwas zu ändern. 
''Das Versprechen galt natürlich dem Orden und auch einem...'' kurz unterbrach sie ihren Satz und suchte nach einer passenderen Bezeichnung für Ezio. ''Bei meiner Ankunft in der Stadt traf ich zufällig einen jungen Mann. Es stellte sich heraus, dass er ein Bruder ist und wenige Tage später bat er mich um Hilfe Euch zu befreien.'' Emily entschloss sich für die Kurzfassung und fand dass damit das wichtigste erklärt wurde. 
Namen würde sie keine nennen. Die Tür war zwar stabil aber wer konnte wissen, wie weit das nächste paar hellhöriger Ohren entfernt war. Von ihr würde niemand erfahren wie viele von ihnen sich an die Fersen der Templer hefteten. Gemeinsam konnten sie nur hoffen, dass auch die Wachen im Kampf den Überblick verloren hatten und nicht mehr genau wissen, wie viele Personen sich letztendlich auf dem Hof befanden. 
Rafael letzte Frage ließ sie zögern. Was war schief gelaufen? Wo sollte sie anfangen? ''Seit dem Überfall herrscht ein enormes Misstrauen innerhalb der Bruderschaft.'' Sie senkte ihre Stimme und sprach nun kaum lauter als flüsternd. ''Ich wollte Euch nach der Zusammenkunft treffen und einiges mit Euch besprechen. Ez... unser gemeinsamer Freund erschien nicht zur vereinbarten Zeit und als ich nach ihm suchte, fand ich das Chaos, die Toten und das Blut. Nachdem ich auch fand wonach ich suchte, wurde mir nur noch Misstrauen entgegengebracht. In der Not nahm er meine Hilfe dennoch an und wir eilten der Kutsche und dem Gefolge hinterher. Zum Verhängnis wurde uns zum einen ein irrer Spanier, ein blonder Söldner und ein verlassener Pesthof. Das alles zusammen mit dem fehlenden Vertrauen untereinander brachte mich hierher.'' Ein gequältes Lächeln lag auf ihren Lippen während sie die kleine Flamme beobachtete. Sie war ehrlich zu dem Mentor.  Lügen würden ihr nicht helfen und sollten sie tatsächlich noch einmal die Freiheit erfahren, würde er die Geschichte von jemand anderen hören. ''Sie werden Euch befreien!'' Rafael sollte nach so viel offensichtlicher Folter wenigstens etwas Hoffnung schöpfen.
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BeitragThema: Re: Rafael und Emily's Zelle    23/10/2017, 2:22 pm

Nun konnte er sie einem Land zuordnen. Zwar keinem bestimmten, doch konnte Rafael sich nun ihre blasse Haut erklären. Noch nie hatte Santoro Italien verlassen, hatte dafür aber fast jeden Winkel seines Heimatlandes erkunden können. Seinen Vater begleitete er oft auf seinen Handelsrouten. Dass er Assassine war, hatte er seinem Sohn natürlich verschwiegen. Und Rizzi, der oft mit der Familie zu tun hatte, wurde als Handelspartner für Rafael dagestellt. Eine große Lüge. Aber konnte man es seinem Vater verdenken? Er wollte ihn aus der Sache heraushalten und vermutlich wusste er, dass irgendwann alles aufgedeckt würde. Dass er zu diesem Zeitpunkt bereits tot wäre, konnte niemand wissen.
Auf seine Frage bezüglich des Versprechens antwortete sie. Hielt inne und vollendete den Satz. Doch der Mentor verstand. Sie konnte nur von Ezio sprechen. Denn Rafael hatte keinen anderen, jungen Assassinen zum Treffen eingeladen. "So denke ich, er hat die richtige Entscheidung getroffen, Euch zu Rate zu ziehen." Rafael's Stimme war leise, dennoch hörbar für Emily. Sie war jung. Vielleicht sogar im selben Alter wie Ezio. Und er war stolz auf die Rekruten. Wie sie planten und dachten und nicht einmal aufgaben, wie schwer es für sie wahrscheinlich auch aussehen mochten, ihren Mentor zu befreien. Dies bestätigte sich, als sie weitersprach. Ebenfalls nun leiser, fast flüsternd. Aufmerksam lauschte er ihren Worten und bewegte sich etwas, um eine neue und bequemere Sitzposition einzunehmen, unter der seine Wunden ebenfalls nicht so stark belastet waren. Dabei atmete er aus. Selbst daraus konnte man hören, wie verloren er sich fühlte, als sie Francis Bell erwähnte. "Den Söldner ist tot. Man tötete ihn vor mehreren Stunden.", erklärte er. "Ein irrer Spanier? Die Rede kann doch kaum von dem Meisterassassine sein." Er hatte ein falsches Bild von de Nerha nun vor Augen. Konnte sich der Geist so schnell verändern? Von unpassenden Witz war Aguilar auch nicht gerade geplagt. Was also meinte sie mit irr? Er fühlte Sorge, als sie von dem Misstrauen untereinander sprach. Sie versuchte zu lächeln, während er nachdenklich das Gesicht verzog. War der Assassinenorden etwa am zerfallen? Dass es draußen einer Apokalypse glich, hatte er nie gedacht. Viel ausgemalt hatte er es sich, was wohl in diesem Augenblick geschah. Aber nichts dergleichen!
"Misstrauen unter Assassinen ist wie Gift. Wir arbeiten im Dunkeln, um dem Licht zu dienen. " Damit wollte er das 'Wir' unterstreichen. Die Aussage, dass man nur zusammen im Orden viel erreichen konnte. Aber an diesem Thema wollte er sich und Emily nun nicht aufhängen. Und es war auch der falsche Moment, Weisheiten um sich zu versprühen. Sie hatte ihm auch vor seiner Antwort erklärt, man würde ihm zur Hilfe kommen. Auf diese Worte sah er vor sich auf das Holz des Bettes. "Und genau das ist sein Plan.", antwortete er. "Ich hoffe, sie halten alle Augen und Ohren offen, um nicht in seine Falle zu treten. Er versprach mir, sie alle einzufangen. Rom und mein Tod ist nicht sein alleiniges Ziel. Rizzi versprach mir, er finge sie alle ein, um sie an meiner Seite hängen zu sehen."
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BeitragThema: Re: Rafael und Emily's Zelle    23/10/2017, 4:53 pm

Leise unterhielten sich die beiden Assassinen und Emily spielte immer wieder mit der kleinen Flamme. Schon immer faszinierte sie dieses wärmespendende Element und das flüssige Wachs lud förmlich dazu ein es in verschiedene Formen zu bringen. Nachdenklich wanderte ihr Blick immer wieder zu dem Mentor und sie atmete erschöpft tief durch. ''Ich wünschte wir wären mehr.'' Rafael zu retten war von vornherein ein schwieriges Unterfangen, aich für eine größere Gruppe. Wie sollten es nun drei von ihnen schaffen? Nicht nur die Anzahl war niedrig sondern eben auch das Vertrauen innerhalb der kleinen Gruppen. Den Söldner zählte sie nicht zum Rettungsttupp, da sie nicht einschätzen konnte, auf welcher Seite er wirklich stand. 
Nachdem der Mentor sich, offensichtlich nicht ohne Schmerzen, aufrichtete und von dem Söldner sprach, hoben sich Emilys Augenbrauen ungläubig. ''Wenn wir von dem gleichen Söldner sprechen, dann hätte ich die letzten Tage mit einem singenden Toten verbracht. Als ich ihn gerade sah, war er zwar gefesselt aber noch immer am Leben.'' Als sie hergebracht wurde, hatte sie von der Schulter des Riesen aus einen guten Überblick über die Wachen und außer Adriano konnte sie kein bekanntes Gesicht erkennen. Also ging sie davon aus, dass sie die einzigen Gefangenen waren. Sollten Sie den Söldner tatsächlich getötet haben, hätte Rafael dies sicher nicht so schnell erfahren - schließlich kam die junge Frau auf direktem Weg in diese Zelle. ''Wir waren auf der Suche nach einem Lager als uns dieser blonde Minnesänger über den Weg lief. Zwei Nächte hat er uns begleitet und uns den Weg zu einem Hof gezeigt. Letztendlich wurden wir dort auch überfallen.''
Emily hörte endlich auf mit der Kerze zu spielen und lehnte sich in ihrem Stuhl etwas zurück um ihren Blick wieder auf den Mentor zu richten. Ihre Beine waren entspannt übereinander gelegt und ihre Finger tasteten nach jedem einzelnen Versteck in ihrer Kleidung aber vergebens. Man hatte ihr die wenige Ausrüstung genommen und ihr nichts gelassen. Die Wachen hatten alles gefunden. Noch während sie suchte schnaubte die junge Frau ein weiteres Mal auf und bedachte Rafael mit einem vielsagenden Blick. "Dann habt Ihr ihn kennengelernt? Meisterassassine? Wenn dem so wäre, ist der Orden tatsächlich dem Untergang geweiht. Durch seinen Verrat vor Jahren hat er seinen Platz selbst gewählt und hat in meinen Augen kein Vertrauen verdient. Auch aufgrund seiner... nennen wir es Fähigkeiten, verstehe ich nicht warum Ihr diesen El Matador als Meister bezeichnet.'' Als Rekrutierung nahm sie sich vielleicht etwas viel heraus, so über jemanden zu urteilen und das vor einem Mentor aber der Spanier hatte sie die letzten Tage genug Nerven gekostet und sie verstand nicht wie sich jemand von diesen wechselnden Wesenszügen blenden lassen konnte.
In ihrer Abneigung gegen El Matador hatte sie den anderen Spanier total vergessen und ihr war nicht bewusst, dass Rafael einen anderen Spanier meinte als sie.
Der Mentor hatte recht. Sie hatte am eigenen Leib erfahren welch großen Keil Misstrauen zwischen sie treiben konnte und welche Gefahren dahinter lauerten. Ihren Feinden spielten sie damit in die Hände und machten es ihnen einfach - was man anhand des letzten Überfalls sah.
Auch Emily hoffte, dass die verbliebenen Assassinen nun nicht kopflos handelten. Rizzi hatte bereits zwei erwischt und fühlte sich sicher bestätigt was sein Vorgehen betraf. Die Templer würden auf der Hut sein und sie wussten jetzt, dass sie sich in der Nähe befanden und ebenfalls wussten sie, mit wie vielen Assassinen sie rechnen mussten. 
Emily dachte über ihr eigenes Schicksal nach. Wenn niemand sie befreien würde, würde sie neben Santoro hängen? Oder würden die Templer mit ihrem Tod gar nicht bis Rom warten und sie schon morgen hängen? Rafael sprach von einem Plan und doch konnten sie nicht wissen, was wirklich in Rizzis Kopf vor sich ging.
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BeitragThema: Re: Rafael und Emily's Zelle    23/10/2017, 5:36 pm

"Rizzi mag viele Soldaten haben. Aber er hat keine Kämpfer..", murmelte Rafael auf das Kommentar, sie könnten noch mehr Assassinen sein. Er wusste nicht, woher er diese Worte hatte. Womöglich hatte schon mal jemand etwas ähnliches in seiner Gegenwart gesagt. "Ich bin mir sicher, dem Orden wird damit alle Ehre erwiesen. Der Versuch ist alles, was zählt. Ob man gewinnt oder velriert entscheidet am Schluss das Schicksal. Verloren hat kein Assassine, solange er für die Bruderschaft kämpf. Nicht einmal Ihr, obwohl Ihr mit mir nun hier gefangen gehalten wird." Es war doch seltsam, dass sich der Gott der Templer und das Kredo der Assassinen irgendwie glichen. Es waren zwei verschiedene Dinge, doch hielt man so stark daran fest, um die Anforderungen mit Herzensblut zu erfüllen.

"Ich zweifelte daran, ob es wirklich er war, der unter dem Leichentuch lag. Er ist wie ein Insekt, welches man zerdrückt und es irgendwie schafft, davon zu kommen. Egal, wie überlegen man ihm ist." Er schüttelte für sich den Kopf und Francis' Grinsen kam ihm direkt vor Augen. Dieser Mensch lebte also noch. Ein Überlebenskünstler war er. Wohl wahr!
Schon bald setzte Emily ihre Geschichte fort, wie sie auf den Blondhaarigen stießen. "Wir sprechen von dem ein und demselben Mann. Man hat nicht alle Tage solch ein...Glück, einen Mann wie ihn zu treffen." Glück.. Es war ziemlich fragwürdig, ob man soetwas Glück nennen konnte. Francis Bell hatte Rafael amüsiert, obwohl er ihm an die Gurgel ging und ihn mit diesem Grinsen in den Wahnsinn trieb. Aber lange konnte man Bell irgendwie nicht böse sein. Er besaß den Humor, den Rafael geschmackvoll fand. Und es war gut zu wissen, dass, ja!, dass Glück auf dessen Seite war, um einer Schwertklinge zu entkommen.
Er machte sich nicht einmal Gedanken, ob Rizzi dies wusste oder nicht. Vielleicht gehörte dies zu seinen Plänen, vielleicht aber sah der Mann unter dem schwarzen Tuch genauso aus wie der Engländer. Ob auch der englische Templer davon wusste und bei diesem Spiel mitmachte? Es wunderte ihn nicht, wäre es wirklich so. Sie wollten den Mentor der Assassinen am Boden sehen. Und er hofften sich so, dies zu schaffen, indem sie den Tod eines Verbündeten vorspielten.

Als Emily de Lucca von dem vermeintlichen de Nerha sprach, hatte Rafael seine Stirn gerunzelt. Erst, als sie einen fremden Namen aussprach, den er noch nie zuvor gehört hatte, schien sich alles um ihn herum zu erhellen. "Matador?" wiederholte er und fing dann an, erleichtert aufzulachen, als er sich reflexartig an den Bauch langte, wo die Wunde lag, die protestierend bei dieser Bewegung zog und er ein "Au" von sich gab. Genauso schnell hörte er wieder auf zu lachen. Auf dem Gesicht stand jedoch immer noch die Amüsantheit geschrieben. "Ihr zieht also einen Assassinenverräter durch diese Mission? Habt Ihr und Euer Assassinenbruder dies gut überdacht, ihn auf diese Reise mitzunehmen?"
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BeitragThema: Re: Rafael und Emily's Zelle    23/10/2017, 7:01 pm

Durch seine Worte wirkte Santoro wie der Mentor der er war. Emily war enttäuscht und wütend auf sich selbst, dass man sie so leicht gefangen nehmen konnte. Alles aufgrund einer kurzen Unachtsamkeit ihrerseits. Aber er hatte mit jedem Wort recht. Der Grund warum sie mit auf die Reise ging und nun hier in diesen Kerker saß war der Richtige. Zur Bestätigung seiner Worte nickte sie nur. Letztendlich mussten die Beiden in ihrer Situation tatsächlich auf ihr Schicksal hoffen. Und auf die richtige Reaktion der restlichen Assassinen.
So wie Rafael den Söldner beschrieb, Sprache  sie wirklich von ein und derselben Person. ''Er hat mehrere Verletzungen und sein Gesang war Schuld, dass wir die nahenden Wachen nicht hören konnten. Womöglich führte er sie so noch zu unserem Versteck.'' Emilys Stolz war verletzt und vermutlich waren dies nur weitere Ausreden um sich ihr eigenes Fehlverhalten nicht eingestehen zu müssen. ''Scheinbar verfolgt uns dieses... Glück seit Anbruch dieser Reise mehr als uns lieb ist. Mit einem Bruder bin ich aufgebrochen und wir wurden verfolgt, überrumpelt, geheilt und gehört. Der Blonde rannte mitten in uns hinein und ich weiß nicht, ob wir es bereuen sollten, dass wir ihn nicht einfach haben ziehen lassen...'' Emily erkannte in Rafaels Gesicht, dass er scheinbar anders über den Söldner dachte. Er wirkte amüsiert ja fast begeistert von dem Hellhaarigen. Auf eine Art konnte sie es verstehen. Allein die Lieder und Reime, welche er in den letzten Tagen schmetterte dienten irgendwie zur Unterhaltung. Zwar ließ er bei den Texten kaum ein gutes Haar an den Umstehenden und man erkannte ziemlich schnell über wen er gerade herzog, aber zu oft traf er mit seinen Sticheleien ins Schwarze. Wäre es nicht zeitlich so unpassend gewesen, hätte wohl auch Emily hin und wieder Schmunzeln müssen. 
Santoros kehliges Lachen riss Emily aus ihrem Geschimpfe über den Spanier. Verwunderung lag nun in ihrem Blick und sie brauchte einen Moment um zu realisieren, was an derartigem Fehlverhalten so amüsant war. Das wiederholen des Namens war eine klare Frage und so wurde auch der jungen Frau klar, dass sie in diesem Fall nicht von der gleichen Person sprachen. 
Auf das kurze Lachen folgte ein deutlicher Schmerzlaut und Emily verzog mitfühlend das Gesicht. Ihre Augen folgten seinen Händen und sie fragte sich welche Wunden sich unter den ganzen Verbänden heilten. Warum versorgte man einen Todgeweihten so gut mit Arznei?
Ihre Geschichte schien den Mentor zu erheitern und ohne die Schmerzen würde er wahrscheinlich einfach weiterlachen. Aber Emily fühlte sich alles andere als ausgelacht.  Dachte sie über ihre Erzählung nach und betrachtete sie aus einem anderen Blickwinkel, war es wirklich zum Lachen. Als eine der Figuren  in dem Spiel war ihr aber die längste Zeit nach Weinen zumute. 
''Dieser Verräter schrie durch den Wald wer und was er ist! Ginge es nach mir hätte ich ihn auf der Stelle getötet.'' Wieder war sie ehrlich und zuckte nur leicht mit den Schultern. ''Meine Begleitung konnte sich wohl nicht entscheiden ob er dem Spanier oder mir weniger Vertrauen schenken sollte und beschloss Euch die Wahl zu lassen.'' Ein komisches Gefühl in ihrem Schuh ließ sie unruhig wetzen und letztendlich zog sie ihren Stiefel aus um ihn auszuschütteln. Aber scheinbar hatte sie sich getäuscht, da kein Stein oder sonstiges herausfiel. ''Der Spanier wurde auch gefangen. Ich traue ihm zu, dass er uns wieder alle verrät.''
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BeitragThema: Re: Rafael und Emily's Zelle    23/10/2017, 7:33 pm

Rafael nickte ein, zweimal leicht auf ihre Worte, dass womöglich Bell die Wachen anlockte. "Ich denke, es ließe sich darüber streiten, ob es tatsächlich sein Gesang oder doch etwas anderes war." Er konnte nicht wissen, wie laut Bell an dem Abend gesungen hatte. Es konnte so viel sein, was sie verraten hatte. Da Rafael nicht dabei war, konnte er es schwierig abschätzen.

Zurück zu El Matador erklärte die Assassine nun, wie er auf die Gruppe stieß. Ihm gefiel das ganz und gar nicht. Ein Verräter war ein Verräter und hatte keinen Grund, den Assassinen zu helfen. Rafael konnte stark davon ausgehen, dass der spanische Mentor ihm aus dem Orden geschlossen hatte und dem wollte Santoro sich nicht wiedersetzen. Ganz gleich was er getan hatte: es reichte, um den Orden zu verraten. "Kennt Ihr die Geschichte diesen Mannes?", fragte er. Natürlich war er sich bewusst, dass er hier wenig ausrichten konnte. Aber es war eher das Interesse, welches er als Mentor aufbrachte. Niemals hätte er gedacht, die Erfahrung als Mentor in einem Gefängnis wiedergeben zu können. Es war seine Leidenschaft wie die eines Künstlers, ein Bild aus Staub und Asche zu gestalten. "Weshalb misstraut der Ordensbruder Euch?" Er wollte Ezio's Verhalten verstehen. Was ihn dazu veranlasste, einer Schwester aus dem Norden zu misstrauen. Sie war keine Italienerin. Aber reichte dies schon für einen Rekruten wie Auditore aus?
Der Spanier musste ein paar Zellen weitersitzen. Vielleicht war er auch näher, als Rafael dachte. Er war froh, dass man ihn mit Emily einsperrte und nicht mit dem Verräter. Er hätte erst dann gewusst, wie viel Kraft er tatsächlich noch in sich trug.
"Egal, was Rizzi Euch antut, Signora. Bleibt dem Orden treu und werdet nicht solch ein Mensch wie dieser Spanier, der den Orden verriet." Man hörte diese Bitte deutlich heraus. Diese Frau war ehrlich. So ging er davon jedenfalls aus.
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BeitragThema: Re: Rafael und Emily's Zelle    23/10/2017, 8:42 pm

Er hatte natürlich recht. Die Wachen hätten sie so oder so gefunden. Die Menge an Pferden, die hinter dem Haus angebunden waren, die Kerze, welche sie entzündet hatten, oder die frischen Spuren die vom Haus weg und wieder zurückführen. Irgendetwas hätte sie verraten. Das die Wachen wegen Bell die Gegend genauer absuchten hätte sie vorsichtiger machen müssen. Aber Müdigkeit und andere Umstände ließen die Gruppe Fehler machen, die sie nun büßen mussten. Und daran war nicht allein der Söldner schuld.

Santoros Frage über die Vergangenheit des Spaniers ließ diesmal Emily kurz auflachen. Dies war aber kein amüsiertes Lachen wie kurz zuvor vom Mentor. Hier klang viel mehr Verzweiflung und Abneigung mit. ''So laut und ungeschickt wie sich dieser  Mann uns vorstellte, wundert es mich tatsächlich, dass Ihr es nicht auch Wort für Wort verstanden habt.'' Die Schwarzhaarige verschränkte ihre Arme vor der Brust und wippte verärgert mit dem rechten Fuß auf und ab. ''Er machte keinen Hehl daraus, jedem lautstark mitzuteilen wer er denn sei. Sofern ich alles richtig verstanden habe, ist er der Sohn eines spanischen Meisters. Jung wurde er gefangen genommen und fünfzehn Jahre angeblich bestialisch gefoltert.'' Keinerlei Mitgefühl war in ihrer Stimme zu hören. ''Wenn ich aber sehe, welche Spuren einige Tage Folter bei Euch hinterlassen haben... entweder El Matador lügt oder der spanische Feind foltert weitaus sanfter als die Italiener.''  Einen Moment lag ihr Blick auf seinen Unterarmen und den unübersehbaren Kreuzen darauf. ''Nachdem er fünfzehn Jahre schwieg und nichts und niemanden verriet, änderte sich dies plötzlich schlagartig und er verkaufte seine Familie und den Orden für seine Freiheit. Zurück bei den Seinen wurde er zurecht verstoßen und war seitdem vogelfrei.'' Das war zumindest die Kurzversion, aber beinhaltete alles was Emily für wichtig empfand. Der Mentor sollte sich von dem Kerl ein eigenes Bild machen... sofern es dazu noch Gelegenheit gab. ''Nachdem er unser Lager stürmte und uns dies lautstark mitteilte, wünschte er uns den Tod und drohte uns. Wir fesselten ihn und stellten ihn mit Schlafmohn ruhig.'' Bei der Erinnerung wischte sich die Assassine über den Mund und verdrehte die Augen.
Warum Ezio ihr misstraute? Wie sollte sie diese Frage beantworten, stellte sie sich diese doch selbst schon seit Tagen. Ihre Haltung lockerte sich wieder deutlich und vergessen war der spanische Verräter. ''Ich weiß es nicht.'' Antwortete sie ehrlich und fixierte die tanzende Flamme der Kerze. ''Glaubt mir... ich würde es ändern wenn ich es wüsste.'' Auch das entsprach der Wahrheit und wurde von einem leichten Schulterzucken begleitet. ''Ich war zur falschen Zeit am falschen Ort wie es mir scheint. Vielleicht war es ein Fehler, dass ich Euch erst nach dem Treffen sehen wollte. Hätte es mich ebenfalls bei diesem Überfall erwischt... vielleicht wäre ich dann in seinen Augen glaubwürdiger.''  
Rafael erinnerte sie ihren Schwur und appellierte an Emilys Treue dem Kredo und dem Orden gegenüber. Nun fiel auch die letzte Spannung von ihrem Körper ab. ''Dieses Versprechen gab ich schon als Kind und nichts bringt mich dazu es nun zu brechen.'' Dabei lächelte sie leicht. Jahrelang trainierte sie ihr Onkel und verlangte immer mehr von ihr. Physisch wie psychisch. Leicht würde sie es Rizzi nicht machen und Matador als Vorzeigeobjekt wie es nicht enden sollte würde ihr helfen durchzuhalten.
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BeitragThema: Re: Rafael und Emily's Zelle    23/10/2017, 9:30 pm

"Fünfzehn Jahre?", wiederholte der Mentor. "War er schon vorher so ein Plagegeist, wie Ihr beschrieben habt, so wundert es mich, dass man es so lange mit ihm aushielt." Er wusste nicht, weshalb er das sagte. Doch das, was Emily ihm gesagt hatte, ließ in ein solches Bild von dem Spanier machen. "Er muss einen starken Willen gehabt haben, bevor er die Kontrolle über sich verlor und zum Verräter wurde.", fuhr er fort und sah die junge Frau nachdenklich an. 15 Jahre kamen ihm unwirklich vor. Musste er sich vorstellen, diese Schmerzen fünfzehn Jahre lang aushalten zu müssen, hätte er sich vorher schon längst eigenhändig erwürgt oder sich den Hals gebrochen. "Die Aufmerksamkeit scheint sein treuester Freund zu sein. In der Gefangenschaft, genauso wie auf das Zusammentreffen mit Euch und dem anderen Ordensbruder." Anders konnte er sich dieses Verhalten nicht erklären. Eine derartige Gefangenschaft konnte einen Menschen zu einem Verrückten werden lassen. Schlafmohn selbst hatte Rafael noch nie eingenommen. Er hatte aber schon oft von der Wirkung gehört, die diese Pflanze entfachen konnte. Ihm fiel auf, wie emotionslos sie von ihm sprach. Er musste ihr und Ezio viel Leid zugefügt haben, wenn der Spanier ihr gleichgültig war. "Er handelt mit großer Vorsicht, Signora. Ich kenne seine Sicht nicht. So entmutigend meine Worte auch sein mögen, so wird er seine Gründe womöglich haben, die er in großes Schweigen hüllt." Kurz presste er die Lippen aufeinander und sah nach unten, ohne den Kopf zu bewegen. "Er wird erfahren, dass ihr eine Gefangene seid. Und er wird sich hoffentlich bewusst werden, dass auch Ihr eine Schwester seid, die für den Orden kämpft. " Eine Verräterin war sie nicht. Rizzi wäre schon längst aufgetaucht, wäre dem so. Er hätte schon längst mit ihr reden wollen und sie vor Rafael bloß gestellt. Oder dachte er falsch?
Die junge Frau erklärte ihm, dass ihr Versprechen schon seit Jahren dem Orden galt. Er sah sie wieder an, doch öffnete dann den Mund und sein Gesicht wurde zu einem fragenden Blick. "Weshalb wolltet Ihr mich nach dem Assassinentreffen aufsuchen?"
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BeitragThema: Re: Rafael und Emily's Zelle    23/10/2017, 10:15 pm

 ''Womöglich nutzten sie ihn als Folter für andere Gefangene. Ich muss gestehen es würde funktionieren.'' Obwohl sie im Moment nicht viel zu lachend hatten, legte sich ein breites Grinsen auf ihre Lippen. Nur kurz aber es hob wenigstens für den Augenblick die Stimmung etwas an. ''Und doch frage ich mich, was einen nach so langer Zeit dazu bewegt, alles zu verraten was man liebt, alles wofür man lebt. Wie konnte er fünfzehn Jahre Folter überstehen, wenn nicht mit dem Gedanken an seine Familie und den Orden? Und doch wurde er plötzlich schwach... was mag der Grund gewesen sein?'' Emily konnte sich nicht vorstellen was ihn dazu bewegte, wollte aber auch nicht länger über den lauten Spanier nachdenken. 
Der Mentor versuchte die Wogen zu glätten und suchte einen Grund für Ezios Verhalten. ''Ihr mögt recht haben... aber es schien mir, als würde er gezielt nach Fehlern suchen. Egal was ich mache wird es so ausgelegt, dass es dem Gegenteil entspricht. Nach dem Überfall fand ich ihn Verletzt inmitten der Gassen und half ihm in Sicherheit zu kommen. Als Dank konnte ich die Klinge an meinem Hals spüren. Mir schien er würde dem Spanier mehr vertrauen als mir.'' Als ihr auffiel, wovon sie die ganze Zeit sprach und bei wem sie sich gerade ausheulte, biss sie sich auf die Zunge und beendete ihre Erzählung. Seine Worte bauten sie auf und doch hielt sie ihren Blick ebenfalls gesenkt. ''Ich verlange nichts... man soll mich nur nicht als Verräterin sehen.'' Ihre Finger ballen sich zur Faust und kurz suchte sie die Augen des Mentors. Müde wirkten sie, aber noch lange nicht gebrochen. In Emilys Augen war eine leise Wut zu erkennen. Nichts hasste sie so sehr wie Verrat. Nun selbst so dargestellt zu werden vermischte bei ihr Traurigkeit mit Wut und weckte Kampfgeist in ihr.
Rafaels Frage lenkte ihre Aufmerksamkeit auf ein neues Thema und Emily streckte ihre müden Glieder. ''Als ich ein Kind war wurden meine Eltern von den Templern getötet. Sie waren beide Assassinen und ließen ihr Leben für den Orden. Ich wollte mit Euch sprechen ob ihr Informationen über sie habt. Außerdem gab mir mein Onkel einen Brief für den hiesigen Mentor. Er brachte mich in den Norden und übernahm meine bisherige Ausbildung.''
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BeitragThema: Re: Rafael und Emily's Zelle    24/10/2017, 3:10 pm

"Es funktioniert..", gab er von sich. Er wusste nicht, wie im Norden die Sache aussah. Aber oftmals bewegte man Leute beim Verhör zum Reden, wenn man ihnen an anderen Gefangenen zeigte, wie es ihnen an den Folterinstrumenten ergehen könnte. Meist wurden die Instrumente nur gezeigt. Die Praxis wurde stets nur in Ernstfällen vorgeführt.
"Der Geist eines Menschen ist hart, wenn es um eine geliebte Person geht... um die Familie. Diesem Mann schien etwas noch schrecklicheres als die Folter wiederfahren zu sein, als er nach so vielen Jahren alles aufgab.", fügte er auf ihre Worte, ihre Frage hinzu. Er kannte diesen Mann nicht. Hatte ihn noch nie gesehen und kein einziges Wort mit ihm austauschen können. Aber er hatte die Bruderschaft verraten. Würde er es wieder tun unter dem forschenden Blick Rizzi's? Er war der Teufel selbst. Doch er war Mentor und würde sich keinem Templer beugen. An diese Überzeugung wollte er festhalten. Doch hatte er es in dem Moment gebrochen, als der Engländer seine Zelle betrat und ihm versprach, Rizzi ein kleines Stück zu brechen, würde er ihm nur eine Zahl nennen. Er hatte seine Antwort weise gewählt. Hatte jede kleinste Person mitgezählt, die sogar am Rande nur damit etwas zu tun hatte, um Rizzi ein falsches Bild vor Augen zu führen. Ob es funktioniert hatte, wusste er nicht. Doch Rafael war kein schlechter Mensch! Er hatte niemand verraten! Er war kein Verräter....
Eine lange Pause legte Rafael ein, als sie vom Vertrauen sprach, welches Ezio ihr übermittelte. "Ich erwartete Ezio's Onkel in Florenz. Doch anstatt ihn zu treffen, schickte er mir seinen Neffen. Und ich vertraute ihm, weil ich stets auf Mario Auditore's Wort vertrauen konnte. Mir schmerzt es, etwas derartiges hören zu müssen. " Das tat es wirklich. War er enttäuscht? Ezio Auditore war ein starker Mensch. Er wollte darauf hoffen, er hatte seine Gründe gehabt. Bisher kannte er nur de Lucca's Version.

Das Gespräch lenkte er schon bald auf ihr Anliegen, weshalb sie Rafael Santoro sehen wollte. Ihre Antwort brachte ein leichtes Lächeln auf sein Gesicht, welches von dem Schein der Kerze umspielt wurde. Das Lächeln jedoch bezog sich aber eher auf den letzten Teil ihrer Erklärung.
Doch genauso schnell wurde er wieder ernst, als sie ihn abwartend ansah. "Euer Name war mir neu, als Ihr Euch mir vorgestellt habt. Es tut mir leid, Euch enttäuschen zu müssen." Er konnte in seiner Erinnerung nicht erkennen, dass er jemals diesen Familiennamen schon einmal gehört hatte. "Aber ich gehe davon aus, dass ihr Name aufgezeichnet wurde. Wenn diese Schrift nicht in Florenz zu finden ist, dann in Rom oder in Venedig in einem der Assassinenverstecke.", dachte er laut nach.
"Ich gehe nicht davon aus, die Wachen ließen Euch diesen Brief.", murmelte er, was sich eher wie eine Feststellung anhörte. Auch er besaß nichts mehr, was er beim Assassinentreffen an seinem Körper trug. Selbst die Kette, die der Söldner Leonardo überbrachte, hatte er wieder so schnell aus der Hand geben müssen. Es war ein Erbstück, welches seit Generationen im Besitz der Familie war. Und Rafael hatte es, mitsamt seines Versprechens an sich selbst, verloren.
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BeitragThema: Re: Rafael und Emily's Zelle    24/10/2017, 5:29 pm

Emily hatte schon vom vielerlei Folter gehört. Es gab durchaus grausame Methoden und tatsächlich reichte oft allein der Anblick diverser Geräte und Werkzeuge um eine Person zu brechen. Die reine Vorstellung der abartigen Schmerzen zwang manch Gefangenen in die Knie, vor allem wenn er mental schwach war. 
Emily sah nur einen Teil von Rafaels Wunden und doch empfand sie tiefsten Respekt für den Mentor. Sie konnte nur vermuten, unter welchen Schmerzen der Mann hier vor ihr saß. Aber er hatte trotz aller Qualen niemanden verraten, blieb dem Orden treu. Eine Selbstverständlichkeit die für jeden Bruder und jede Schwester gelten sollte und nicht nur für ihre Mentoren und Meister. Vergleich sie Rafael mit Adriano, steigerte sich ihre Wut auf den Spanier nur weiter. Die junge Frau konnte sich keine Situation vorstellen, keinen Schmerz, der sie zur Verräterin ihrer Familie machen konnte. 
Sobald sich alles um eine geliebte Person drehte, veränderte sich vieles. Wurde so jemand vor den eigenen Augen gefoltert, brachte dies auch schon so manchen zum Reden. Viele wollten dadurch das Leid der anderen Person beenden und hofften vielleicht sogar auf ein anderes Ende ihrer Geschichte. Aber natürlich war dem nicht so und ihr strenger Lehrer ließ Emily diesen Punkt nie vergessen. Egal wann, was oder warum man unter Folter verrät, bringt kein anderes oder besseres Ende. Es bringt lediglich mehr Leid und Verzweiflung über mehr Menschen - wie es bei ihnen der Fall war.
Die Assassine kannte weder Rizzi noch seine Methoden aber sie hoffte auf ihre innere Stärke sollte es tatsächlich soweit kommen.
Rafael dachte scheinbar über ihre Worte nach und machte eine längeren Pause ehe er von seinem Treffen mit Ezio erzählte. Der Mentor wirkte enttäuscht und das wollte Emily nun wirklich nicht erreichen. Vorsichtig hob sie eine Hand und wischte leicht durch die Luft, als wollte sie die Wogen etwas glätten. ''Wer weiß, was in den Stunden zuvor alles passiert ist. Wir sind uns fast völlig fremd und Unbekanntem misstraut man leichter als einem vermeintlich altem Freund.''
Das leichte Lächeln ließ Santoro für einen Moment deutlich jünger wirken. Schnell aber kehrte der ernste Audruck zurück, gezeichnet von Schmerzen, Hunger und Durst. Auf Emilys Gesicht spiegelte sich das Lächeln und Hoffnung glänzte in ihren Augen. Sie erlosch gemeinsam mit seinem Lächeln. Er kannte ihre Eltern nicht, oder zumindest hatte er den Namen nie gehört. ''Vielleicht könnt Ihr mir in einer ruhigeren Stunde Zutritt zu diesen Schriften gewähren.'' Ein kurzes, leises Lachen drang aus ihrem Mund und sie zuckte etwas mit den Schultern. ...wenn sie dieses Etablissement lebendig verlassen.
''Den Brief hatte ich glücklicherweise nicht bei mir. Er befindet sich bei meinem Bruder in Florenz und sollten die Umstände es erfordern, wird er Euch finden und ihn Euch geben.'' Niemand konnte sagen, ob sie gerettet wurden und wenn, ob wirklich beide dem Galgen entkommen würden.
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Rafael Santoro
Mentor der Assassinen
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Spieler : Nessie

Der Charakter
Alter: 34
Besonderheiten: 2 Finger fehlen (heilen schon etwas ab, verbunden), eine Wunde am Bauch (versorgt), Brandwunden (Templerkreuze, am abheilen) jeweils an beiden Arminnenseiten, trägt nur eine Hose. Wunden am Rücken (von der Peitsche, verbunden) Unbewaffnet und inventarlos
Gesinnung: Assassine Assassine

BeitragThema: Re: Rafael und Emily's Zelle    24/10/2017, 5:55 pm

"Tatsächlich weiß das niemand. Das Treffen wurde viel zu schnell zerstört. Wir stellten Theorien auf, bevor wir uns an einen Plan heranwagten." Das Lachen, die lauten Unterhaltungen, der Wein und der Braten erschienen ihm wieder vor dem geistigen Auge. Vor ihm ein Tisch mit den Leuten, durch die er endlich an sein Ziel käme. Welch Tragödie.
Rafael kannte ebenfalls keiner der Rekruten richtig. Aber es war seine Aufgabe als Mentor, mit ihnen wie ein Lehrer zu seinen Schülern zu sprechen. Wie ein Meister zu seinem Lehrburschen. Ob man sich kannte oder nicht spielte dabei keine Rolle. Persönliche Rache hin und her vom ersten Tag bis zum letzten der Ausbildungszeit. Aber hier ging es um etwas anderes. Ezio hatte sich durch den Keller gekämpft und zwischenzeitlich verlor Rafael ihn aus den Augen. Erst draußen konnte er erkennen, dass der junge Auditore flüchtete. Nach einer derartigen Situation war es nicht einfach, ein Lächeln auf die Lippen zu bekommen. Und so musste auch das Misstrauen angefangen haben.
Aber er nahm ihr Kommentar mit einem Nicken weg und somit wurde das Thema beendet. Dennoch würde es nicht vergessen sein.

Rafael musste ebenfalls kurz Lachen auf ihr Kommentar. "Si. Das werde ich." Er wusste nicht, ob er die Hoffnung ersticken lassen sollte. Emily saß hier vor ihm und so würde es noch schwieriger werden für die anderen, die Mission triumphierend zu beenden. Rafael hatte allein zehn Wachen gezählt, die neben und vor ihm ritten, als er an der Kutsche und später auf dem Pferd gefesselt wurde. Aber wie es hinter seinem Rücken aussah, konnte er nicht sagen. Seine Miene wurde wieder ernst und er strich nachdenklich über den Bart, der in den letzten Tagen in der Gefangenschaft etwas länger geworden war. "Nun kenne ich Euren Namen. Ich hoffe nicht, dass etwas schief läuft und doch werde ich Euren Bruder finden." Das Warten allein war schon Folter genug. Erneut richtete er sich etwas auf, um die Sitzposition auf der harten Fläche zu verändern und bekam dabei einen Krampf im Gelenk seines Fußes. Sofort führte er eine Bewegung aus, die das Körperteil straffte und der Schmerz wieder zurückging. Trotzdem blieb dieses dumpfe Gefühl, als hätte man auf das Bein eingedroschen. "Seid Ihr so gnädig und könntet Ihr mir bitte etwas die Sohlen drücken?" Er bat nie jemanden um eine Fußmassage. Doch die derzeitigen Situationen ließen ihn an nichts anderes mehr denken.
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Luigi Rizzi
Ritterbruder
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Spieler : Ann

Der Charakter
Alter: 48
Besonderheiten:
Gesinnung: Templer Templer

BeitragThema: Re: Rafael und Emily's Zelle    25/10/2017, 8:10 am

<-- kommt von 'Kerker'

"Vielleicht werden sie Euch ja sagen, wo Bell zu finden ist, sollte er noch leben. Aber ich vermute, sie wissen es nicht und werden es Euch auch nicht sagen.", meinte er zu Hannigan als Rizzi vor der Zellentür der benachbarten Zelle stand. El Matador wurde derweil von kräftigen Armen aus der Zelle geschleppt und hinter Rizzi in Gewahrsam gehalten. Hannigan konnte sich allerdings frei bewegen. Er konnte flüchten, wenn er wollte. Doch dann wusste er nicht ob Rizzi Leute nachschickte, die ihn töteten. Rizzi fürchtete die Konsequenzen von den beiden Templerorden nicht. Er fürchtete Barbaras Tod. Doch war sie betreut und nichts und niemand würde eindringen können um sie zu töten oder zu verletzen. Zudem war sie an der Pest erkrankt. Keiner würde sich ihr freiwillig nähern wollen und riskieren, krank zu werden.
"Öffnet die Tür.", befahl er und eine Wache schloss die Holztür auf. Licht von den Fackeln im Gang fiel in die Zelle und er erkannte darin zwei Gestalten. Die gefangene Frau hatte ihre Hände an Rafaels Füssen und schien diese zu massieren.
El Matador wurde in diese Zelle hineingeworfen. Rizzi folgte in einer arroganten Haltung und langsamen Schrittfolge. "Wie wir soeben erfahren haben, ist der englische Söldner Bell noch am leben.", sagte er. "Das freut uns Templer natürlich sehr, nicht wahr, Signore Hannigan?", grinste er auf und musterte dabei die gefangene Frau und Santoro. "Wusstet ihr, dass der Söldner der Cousin des Grossmeisters von England ist? Signore Hannigan, wollt Ihr Euch nicht persönlich den Assassinen vorstellen und ihnen danken, dass sie Euren Geliebten so herzlich aufgenommen haben? Vielleicht verraten sie Euch dann auch wo Ihr ihn finden könnt."
Er kam näher und blieb vor Santoro stehen. Wachen waren mit in die Zelle getreten und würden sofort eingreifen wenn einer der Assassinen irgendetwas vor hatte. "Nun, Santoro? Hast du den falschen Leuten geglaubt? Einem englischen Söldner, der für den Templerorden in England eine wichtige Verbindung darstellt, wie es Signore Hannigan ausgedrückt hat? - Nicht wahr, Signore Hannigan? Das waren Eure Worte?", fragte er grinsend und blickte über seine Schulter mit einem abgrundtief bösen Teil seiner Seele zu Hannigan. Er wählte Worte, die er tatsächlich gesagt hatte. Sein Kopf bewegte sich zurück zu Santoro. "Ein Giftmischer ist auch unter euch, nicht wahr?", schmunzelte er. "Nun, jemand musste die Wunden des Söldners ja versorgen."
Rizzi begann im Raum ein wenig umher zu gehen und verschränkte die Arme hinter seinem Rücken. "Der spanische Verräter hat Euch, Signora, zum Auspeitschen ausgewählt. Er nannte es Rache.", sprach er weiter und sah sie dann an bevor er die Stimme senkte und flüsterte. "Freut Ihr Euch schon?"
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