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 Basilica di Santa Croce

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AutorNachricht
Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Croce   Do Apr 27, 2017 10:20 am

Samstag, 3. April 1480
14.00 Uhr

Nach einem üppigen Mittagessen, das er allein in seiner kleinen Residenz eingenommen hatte, war Luigi Rizzi zur Basilica di Santa Croce aufgebrochen. Unterwegs lauschte er einigen aufgeregten Passanten zu, die sich hinter vorgehaltener Hand allerlei Verschwörungstheorien zum Tumult der gestrigen Nacht in der strada posteriore ausdachten und diese dann verbreiteten. Die Gerüchteküche in Florenz brodelte heiss. Aber nie lang. Rizzi war es bereits gewöhnt, dass die Florenzer ihre eigenen Gesetze und gesellschaftlichen Regeln hatten und dass die entsprechenden Gerüchte immer schnell kamen, immer heftig in den Alltag der Menschen eindrang und meistens in den nächsten Tagen wieder verschwanden weil es neue Gerüchte gab, über die man sich die Mäuler zerreissen konnte.
Für Luigi Rizzi und seine Mitstreiter sowie Gefolgsleute gab es keinen Grund, sich vor Mahnworten fürchten zu müssen. Im Gegenteil. Florenz lebte ganz gut mit den Streitereien verschiedener Parteien. Zumindest war das Rizzis Meinung zu dieser Stadt, die er nicht wirklich mochte.

Begleitet von einigen Wachen war Rizzi in der Basilica di Santa Croce angekommen. Er nahm auf einer Bank Platz und betete wie es auch einige andere taten, die in der Kirche waren. Für Rizzi war dieser Ort der einzige in Florenz, der ihm sympathisch war. Es gab keine Erklärungen oder Gründe dafür, es war schlichtweg das Gefühl der Erhabenheit. Hier schmiedete er nach dem Gebet in Gedanken versunken seine Pläne, überdachte Geschäfte, die er tätigte oder genoss einfach nur die Ruhe, die das Kircheninterieur für ihn ausstrahlte.


Zuletzt von Luigi Rizzi am Do Mai 04, 2017 9:45 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Barbara Gonzaga
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Croce   Mi Mai 03, 2017 9:37 pm

Samstag, 3. April 1480
14.00 Uhr
Hannigan / Rizzi / Gonzaga

Nachdem auch die Herzogin aus Deutschland das Mittagessen zu sich genommen hatte, stieg sie in eine Kutsche, um zur Basilica di Santa Croce zu fahren, in welcher sie sich mit Luigi Rizzi treffen wollte.
Noch immer trug sie die Kette, welche er ihr als Geschenk am Morgen diesen Tages gebracht hatte, welche ihr ganzer Stolz war. Die Sonne brannte auf den hellen Boden nieder, als die Pferde zum Stillstand kamen, der Fahrer vom Bock stieg, ihr die Kutschentür öffnete und sie auf den Platz trat.
Florenz mochte der jungen Frau zwar fremd und garstig sein, doch war dieser Ort das Gegenteil. Denn hier hatte sie Luigi zum ersten Mal nach Jahren wiedergesehen und irgendwie trug dieses Gotteshaus so mehr Vertrautheit mit sich, als es eine Kirche sowie so schon tat.

Zwei Wachen folgten ihr bis zum Eingang, um sie dort alleine zu lassen. Barbara trat durch die Tür in den dunklen, großen Raum und bekreuzigte sich mit dem Weihwasser an der Seite. Erst dann lief sie aufrecht und stolz weiter, bis sie an einer Bank stehen blieb und zu Luigi Rizzi sah, welcher dort betete. Eine Wache stand dort ebenfalls, die die Rothaarige aber keinesfalls beachtete.
Wortlos setzte sie sich neben den Signore Rizzi und faltete die Hände ebenfalls zusammen.
Sie war mit dem Gedanken hier, dass dies ein Beisammensein zweier Freunden sei.
Dass ein Dritter dazustoßen sollte, wusste sie bisher noch nicht.
Noch andere Menschen waren hier in der Kirche, doch waren es nur wenige.
"Ich hoffe inständig, Ihr musstet nicht lange warten.", begrüßte sie ihn, ohne den Blick vom Hochaltar abzuwenden.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Croce   Mi Mai 03, 2017 10:55 pm


Samstag, 3. April 1480
14.10 Uhr
Hannigan / Rizzi / Gonzaga

Shane genoss die Ruhe, die ihn für dieses Augenblick erfasste. Noch immer setzte ihm die schlaflose Nacht zu, die er damit zugebracht hatte, auf seinen verletzten Cousin aufzupassen. Gemischte Gefühle trafen ihn, wenn er an Francis dachte. Der Mann hatte durchaus das Talent auf seinen Nerven zu tanzen und doch war er ein Teil seiner Familie. Hoffentlich war er damit zu frieden, dass er von der recht ansehnlichen Magd versorgt wurde, während er sich ein wenig um sich selbst kümmerte. Nachdem sie ein neues Zimmer belegt hatten, war auch seine Stimmung ein wenig besser geworden.
In seinen neuen Kleidern verließ er die Schneiderei und blinzelte hoch in den blauen Himmel. Feinste Seide bedeckte seinen Oberkörper, gepaart mit dunklen Hosen und hohen Reiterstiefeln - unverkennbar die Gewandung eines Adelsmannes. Seine Stute hatte er an einen der Pferdetränken angebunden und er strich ihr leicht über die Flanke. “Ich bin bald zurück.“, sprach er in Englisch auf das Tier ein und lockerte den Sattelgurt, bevor er tiefer in die Stadt lief.
Shane wollte sich noch ein wenig umsehen und umhören, bevor er zurück in seine Unterkunft ritt. Denn soweit er erfahren hatte, war Rizzi in der Stadt. Die Hände am Rücken verschränkt marschierte er durch die Gassen. Hin und wieder hörte er Geschichten über den Lärm in der Nacht und einmal blieb er sogar im Schatten eines Brunnens stehen, um einer Erzählung bis zum Ende zuzuhören. Das was er jedoch erfuhr, war nicht hilfreich bei seiner Suche nach dem anderen Templer. Seufzend setzte er seinen Weg fort und verfluchte stumm die Hitze, welche unbarmherzig auf ihn niederdrückte. Shanes Schritt verlangsamte sich, als er in der Ferne die Architektur einer Basilica ausmachen konnte. Die Gotteshäuser waren meist kühl, selbst hier musste das der Fall sein und ebenso würde er darin Zeit haben, sich neu zu ordnen. Den Blick stetig auf das Gebäude gerichtet, folgte er dem Pflaster bis zu den großen Toren. Mit leisen Schritten trat er ein. Wachen waren an der Seite zu sehen und die Augen des Templers wurden schmal. Befanden sich wichtige Gäste hier? Langsam ließ er den Blick über die Bänke schweifen, bis er auf zwei Gestalten in den vorderen Reihen hängen blieb. Sie mussten der Grund für die Bewachung sein. Shane versuchte das Wappen auf den Rüstungen zu erkennen, doch es war zu düster und so bekreuzigte er sich nur und schritt schweigend den Gang entlang. Der Templer ließ sich auf einer der Bänke nieder und sah zum Hochaltar, während er seine restlichen Sinne auf die zwei Personen ein Stück vor ihm richtete. Etwas an dem Mann kam ihm seltsam vertraut vor.

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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Croce   Do Mai 04, 2017 10:00 am

Samstag, 3. April 1480
Nachmittags
Gonzaga / Hannigan / Rizzi

"Keinesfalls, Signora.", antwortete Luigi Rizzi mit munterer aber leiser Stimme. Rizzi war noch immer befriedigt darüber, dass er Santoro fassen und in den Kerker werfen konnte. Er dachte zwar nicht gern an die Folterung und den abgetrennten Finger zurück aber im Namen Gottes, im Namen der Stadt Florenz und im Namen aller freier Bürger (so wie die Templer zumindest die Freiheit definierten) war es ein unausweichliches Opfer gewesen. "Ich möchte Euch einige Leuten vorstellen, die Euch in Italien und insbesondere in Rom von Nutzen sein können. Begleitet mich heute Abend zu einem Empfang.", sagte er ohne sie direkt anzublicken. Sein Blick war auf den Altar gerichtet und er war innerlich sehr friedlich und im Reinen mit sich.

Irgendwo im hinteren Teil der Kirche hustete jemand. Luigi Rizzi hasste den Lärm, den Husten mit sich brachte. Er verabscheute dieses kranke Geräusch. Mit gerümpfter Nase drehte er den Kopf um den Lärmverursacher mit Blicken verstehen zu geben, dass ein kranker Mensch in Rizzis Nähe nichts zu suchen hatte. Der Tölpel war aber schon aufgestanden und ging hustend hinaus. Als wieder Stille einkehrte, gleitete sein Blick zu einem anderen Mann, den er nicht kannte. Hannigans Konterfei aber war angenehm ernst und wohlhabend. Rizzi mochte wohlhabende Leute. Er mochte die Macht und Geld war Macht. Rizzi nickte dem englischen Adelsmann nur kurz zu und drehte sich wieder um.

"Florenz ist eine Stadt der Pest! Überall läuft Gesindel herum und überall muss man auf Unrat und Krankheit achten. Es wird Zeit für unsere Rückkehr.", flüsterte er. Er und Barbara waren Römer gewesen. Und ein Römer leugnete nie seine Heimatstadt. Rom war für Rizzi die schönste, reinste, wohlhabendste und mächtigste Stadt der Welt.
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Barbara Gonzaga
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Croce   Do Mai 04, 2017 2:55 pm

Samstag, 3. April 1480
Nachmittags
Hannigan / Rizzi / Gonzaga

Seine Antwort brachte sie zu einem leichten, zufriedenen Lächeln. Nicht, dass sie ein schlechtes Gewissen gehabt hätte, doch andernfalls gehörte es sich natürlich auch nicht, sich zu verspäten! Sie hasste Leute, die zu spät kamen. Dies gab den Anschein von Desinteresse oder von mangelnder Achtung. Man ging schließlich ja auch nicht zu spät zum Gottesdienst!
Ihre Kopf drehte sich zu Luigi, der nun die Einladung aussprach. Wie kam es, dass sie davon nicht gehört hatte? Nicht nur, weil sie eine wichtige Persönlichkeit war, sondern auch jegliche Art von Feiern in gehobenen Kreise liebte. Wenn der Wein floss, konnte man davon ausgehen, dass auch die Herzogin von Württemberg und Teck anwesend war. Selbst, wenn sie sich niemals betrank! Das gehörte sich nicht für eine Dame.. Vielleicht für eine Hure, aber nicht für eine Frau ihren Standes.

"Ich danke Euch. Ich begleite Euch.", stimmte sie zu und richtete die Augen wieder geradeaus.
"Ihr kennt meine Einstellung zu Florenz. Es ist nicht mehr als ein Rattenloch. Ein stinkendes, zuchtloses Rattenloch.", erwiederte sie seine Aussage und rümpfte wie gewohnt die Nase, wenn sie über etwas sprach, was ihr zu wider war. Selbst ihre Heimat war sauberer als diese Stadt.

Auch Barbara hatte sich umgedreht, um Luigi dies gleichzutun und nachzusehen, wer die Basilica betreten hatte. Der Herr war gut gekleidet, doch ihr war er völlig unbekannt. Sie bemerkte das Nicken des Mannes neben ihr und fragte: "Kennt Ihr diesen Herr, Signore Rizzi?" und klang dabei deutlich interessiert. Abermals drehte sie sich zu dem Neuankömmling um, um anschließend wieder nach vorn zu blicken.
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Croce   Do Mai 04, 2017 7:58 pm

Samstag, 3. April 1480
Nachmittags
Hannigan / Rizzi / Gonzaga

Shane schloss die Augen und sog die Luft durch die Nase ein und stieß sie leise und langsam wieder durch den Mund aus. Langsam verebbte auch der Kopfschmerz, welcher ihn seit dem Morgen plagte. Die Kühle in der Kirche, war angenehm und alles war ruhig, bis auf ein leises Wispern. Das Geräusch ging von den zwei Personen aus, welche einen guten Eindruck machten. Sie gehörten bestimmt nicht der unteren Schicht an. Adelig gewiss - vielleicht sogar ein Herzog und seine Herzogin. Shane versuchte einfach all seine Gedanken wieder unter Kontrolle zu bringen. Er brauchte einen Plan, wie er nach Rizzi suchen sollte. Es würde nicht viel Erfolg bringen, wenn er planlos durch die Stadt ritt. Florenz war sehr groß und am Ende war er schon gar nicht mehr hier.
Shane seufzte leise auf und fuhr sich über das Gesicht und seine Finger blieben an seinen Schläfen stehen. Er hätte gestern Abend nachsehen sollen! Vielleicht hätte er ihn dann noch erwischt. Doch stattdessen hatte er Francis gefunden und schon wieder stahl sich diese Nervensäge in seine Gedanken. Doch dieser Mann war gerade ein Teil in seinem Leben – immerhin lag dieser gerade in seinem Zimmer in der Unterkunft. Ein unangenehmes Geräusch riss auch ihn aus seinen Überlegungen und fast automatisch öffneten sich seine Augen. Gerade in diesem Moment, in der sich der Mann vor ihm umdrehte. Eine Sekunde lang blickte er ihm in die Augen und seine Stirn zog sich nachdenklich in Falten. Er erwiderte das Nicken höflich und wollte gerade wieder seine Gedanken versinken, als sich nun auch die Frau umdrehte. Shanes Kopf neigte sich ein wenig, um auch sie zu grüßen. Allerdings behielt er sie dabei stetig im Blick. Der Adelsmann beobachtete wie sie sich wieder nach vorne drehte, aber zu seiner Überraschung wandte sich ihr Kopf wenig später abermals zu ihm zurück und jetzt legte sich etwas Fragendes in seine Züge. Hatte der Mann etwas zu ihr gesagt?
In einer kurzen Bewegung setzte sich der Templer ein Stück weiter auf und mit der linken Hand fuhr er etwas abwesend über den Siegelring an seinem Ringfinger. Wenn er doch nur verstehen könnte, was gesagt wurde! Doch auch wenn die Wände der Basilica hoch waren, wurden die Worte nicht an sein Ohr getragen. Vielleicht konnte er mehr verstehen, wenn er sich besser konzentrierte. Kaum merklich veränderte er seine Position und lehnte sich nach vorne. Die Ohren gespitzt, hielt er sogar ein wenig den Atem an, um jedes störende Geräusch auszublenden.

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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Croce   Fr Mai 05, 2017 10:03 am

Samstag, 3. April 1480
Nachmittags

Es gab einen Grund weshalb Barbara Gonzaga von diesem Empfang nichts gewusst hatte. Es war kein öffentlicher Empfang gewesen sondern einer für Freunde und Verbündete der Templer. Nur wer etwas zu sagen hatte, Einfluss in Florenz üben konnte oder gute Kontakte pflegte, wurde auf diese kleine Feier aufmerksam gemacht. Nicht viele wussten zudem, dass Barbara Gonzaga in Florenz war. Es war also eine gute Gelegenheit für sie als Überraschungsgast aufzutauchen, neue Bekanntschaften und Bündnisse zu schliessen.
"Wir werden unter unseresgleichen sein. Aber verliert möglichst kein Wort über Santoro oder Da Vinci.", ermahnte er sie mit gesenkter aber netter Stimme. Barbara war eine seiner engsten Vertrauten gewesen und er konnte sich nicht vorstellen, dass sie ihn jemals wütend machen könnte. Sie war gehorsam ohne unterlegen zu sein. Sie konterte ohne in Konkurrenz zu stehen. Sie war eine fantastische Frau, die nicht nur bildschön aussah sondern ebenso wie Rizzi die Macht in ihren Grundsätzen liebte.

Auf ihre nächste Frage hin, die Hannigan betraf, blickte er sie nun an. "Nein. Unsere Blicke haben sich getroffen und ich habe ihn nur wohlwollend begrüsst. Er scheint mir aber ein kluger und vornehmer Mann zu sein. Möchtet Ihr ihn kennenlernen und soll ich eine zufällige Begegnung draussen vor der Kirche arrangieren?" Rizzi lächelte. Er ging davon aus, dass Barbara Gefallen an dem stattlichen Adelsmann gefunden hatte und neugierig war. Warum auch nicht? Sie sollte sich einen neuen Gemahl suchen und sich von ihm reichlich mit Schmuck, Kleidung, Kunst und wertvolle Güter, Ländereien und Kindern beschenken lassen.
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Croce   Fr Mai 05, 2017 1:03 pm

Samstag, 3. April 1480
Nachmittags
Hannigan / Rizzi / Gonzaga

"Wenn Ihr es so wollt, werde ich weder über Santoro, noch über da Vinci sprechen.", gab Barbara dem Älteren als Antwort. Sie respektierte ihn und ging seinen Bitten, ohne zu fragen, nach. Und er tat das Gleiche. Zu einer guten Beziehung zwischen zweier Freunde gehörte ein Geben und Nehmen dazu.

Die beiden verstummten, bis der Herr die Kirche betrat und Barbara Luigi ihn auf diesen ansprach. Eine kurze Erklärung ging von dem Dunkelhaarigen aus, dass der Fremde ihm unbekannt war und so nickte Barbara kurz verständlich. Doch ihr Blick blieb ernst, als Luigi sie fragte, ob er ein Treffen arangieren sollte. Natürlich hatte die Herzogin bemerkt, dass der Fremde ihren Blick bemerkt hatte und so wuchs das Interesse natürlich weiter. Signora Gonzaga würde es aber niemals zugeben, dass ihr das Gesicht des Mannes gefiel.
"Würdet Ihr diesen Gefallen für mich tun, wäre dies überaus aufmerksam von Euch.", gab die junge Frau mit den roten, mit einem Band zusammengebundenen Haaren von sich und betete nochmal mit Rizzi ein Gebet, bekreuzigte sich und stand anschließend auf.
Nochmal blickte sie zu Hannigan, unauffällig, anschließend zu Luigi Rizzi. Wartend darauf, dass er ebenfalls so weit war und ebenfalls aufstand.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Croce   Fr Mai 05, 2017 2:54 pm


Samstag, 3. April 1480
Nachmittags
Hannigan / Rizzi / Gonzaga

Shane konzentrierte sich. Er achtete auf die Stimmen vor ihn, aber egal wie sehr er sich anstrengte, oder wie oft er seine Position leicht veränderte, das Ergebnis blieb dasselbe: Er konnte keines der Worte verstehen. Schlussendlich gab er auf und legte den Kopf in den Nacken, um die verschiedenen Fresken auf den oberen Kirchenbögen zu betrachten. Heilige und Engel waren zu sehen, zusammen mit Geschichten aus der Bibel. Bilder für das billige Volk, die der Sprache der Kirche nicht mächtig waren. Das wenige Sonnenlicht, welches durch die Fenster schien verlieh den Werken etwas verschwommenes. Das Licht brach an den vielen vergoldeten Stellen und als Shane den Kopf wieder senkte und nach vorne sah, schienen eben diese Strahlen, in einer absurden Art und Weise, über den gesamten Raum zu strahlen. Das Rot in den Haaren der Frau begann im Licht förmlich zu schimmern, während der Mann in leichten Schatten gehüllt war. Es war ein seltsames Werk und der Templer schloss einen Augenblick die Augen. Er wollte nicht unhöflich sein und die Beiden wie ein elender Bürger anstarren. Er kannte doch den Glanz und den Ruhm des Adels. Selbst wenn er durchaus interessiert und es vielleicht auch in seinem Sinne war, neue Bekanntschaften zu knüpfen, führte er sich nicht auf wie ein unerzogener Hund.
Die Müdigkeit saß Shane noch immer in den Knochen, wenigstens war er gut darin geworden diese Schwäche zu verstecken. Aber in der Kirche fühlte er sich sicher genug, um wenigstens für wenige Atemzüge Ruhe zu finden. Allerdings lauschte er dennoch stetig nach sich nähernden Schritten und so sah er sofort ein wenig auf, als Schuhe über den Boden striffen und im Augenwinkel sah er, wie sich die Rothaarige erhob. Sie war eine schöne Frau und ganz gewiss von edlem Blut. Ihre Haltung war gerade, der Blick auf eine gesunde Weise klar und aufmerksam. Shane lenkte seinen Blick dann wieder auf den Altar vor ihm und sprach leise ein Gebet. So leise, dass er sogar seiner Muttersprache verwendete. Dieses Mal bemerkte er den Blick nicht mehr, den die fremde Adelige auf ihn richtete. So war er wieder ganz ich sich gekehrt, in der Hoffnung eines Lichtblickes in seiner Aufgabe. Nichts ahnend, wie nah er seinem Ziel eigentlich schon war. Shane selbst wusste, dass er alsbald das Gotteshaus verlassen würde, um sich weiter umzuhören.

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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Croce   Fr Mai 05, 2017 3:24 pm

Samstag, 3. April 1480
Nachmittags

Rizzi sprach kein weiteres Gebet, wartete aber bis die Signora aufgestanden war und folgte ihr dann. Es konnte tatsächlich nie schaden neue Leute kennenzulernen. Galant bot er ihr seinen Arm an und als sie sich einhakte, verliessen sie gemeinsam ihren Platz. Als sie an Hannigan vorbeiliefen, schenkte Rizzi ihm einen dieser bedeutungsvollen Blicke, die man nicht missverstehen konnte. Es war eine klare aber sehr höfliche Aufforderung unter Adelsleuten, die manchmal wortlos miteinander kommunizieren mussten.

Das Sonnenlicht draussen blendete und der Tag war herrlich warm. Nur wenige Meter lief er mit Barbara vom Eingangsportal der Kirche weg um dann mit ihr zu warten. Rizzi würde den Mann, auf den sie aufmerksam geworden waren, prüfen. Woher kam er? Wohin wollte er? Wer war er?

Ihre Leibgardisten hielten Abstand zu ihnen und beobachteten die Umgebung auf mögliche Attentäter. Die Gefahr war gross, dass die entkommenen Verbündeten Rizzis Tod suchten. Dennoch fühlte sich Rizzi immer noch sicher.

"Vielleicht ist er auch ein geladener Gast des heutigen Empfangs. Wir werden es herausfinden.", sagte er zu Barbara und sah sie an. Sie war wunderschön. Der fremde Mann tat besser gut daran, sich äusserst vorteilhaft gegenüber Barbara zu äussern.
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Barbara Gonzaga
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Croce   Fr Mai 05, 2017 5:17 pm

Samstag, 3. April 1480
Nachmittags

Ohne nur einen Gedanken daran zu verschwenden, nahm Barbara den Arm von Luigi an und hakte sich ein. Mit gerader und stolzer Körperhaltung liefen die beiden Adelsleute zwischen den Bankreihen zum Ausgang der Kirche und noch einmal wagte Barbara, den Fremden anzusehen. Doch dieser blickte nach vorn und ihr war es gleich, ob er sie ansah oder ihren Blick nicht wahrnahm.

Blinzelnd sah sie über den Platz, als die warme Luft in ihre Lungen überging. Eine Gruppe Mönche lief an ihnen vorbei und an der Mauer des Gotteshauses saßen Bettler, teilweise mit fehlenden Händen, Armen oder Beinen, die dort entweder schliefen oder um Brot baten. Wenigsten waren Luigi und Barbara von denen weit genug weg. Sie hasste diesen Abschaum. Man brachte eben nichts fertig, wenn man nichts für ein besseres Leben tat!
Etwas entfernt von der Basilica di Santa Croce warteten nun die zwei Personen und Barbara blickte herabwürdigend und mit erhobenem Kinn zu den ärmlicheren Gestalten, die hier herumliefen, während Luigi sprach.
"Seinem Aussehen nach, wäre das nicht undenkbar.", gab die junge Frau von sich und blickte nun zu der großen, geöffneten Tür, als jemand heraustrat.
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Croce   Fr Mai 05, 2017 9:44 pm

Samstag, 3. April 1480
Nachmittags

Shane spürte einen Blick auf sich, deutlich und mit solch einer Gewissheit, dass er den Kopf zur Seite drehte. Er sah dem Mann in die Augen und es brauchte nicht lange, bis er die Aufforderung verstand. Doch er wartete für einen Moment. Er ließ die beiden Adeligen ungestört die Kirche verlassen und faltete seine Hände, um einfach noch ein paar tiefe Atemzüge zu nehmen.  Es war wirklich nicht falsch, sich ein wenig umzuhören und am Ende konnte er durch diese zwei Fremden etwas mehr über die Machtverhältnisse der Stadt erfahren.  Es war wichtig zu wissen, welche Familien er aufsuchen konnte und musste, um besser in die italiensiche Adelsgesellschaft integriert zu werden.  Das hier erschien ihm als ein guter Anfang.  Leise erhob er sich dann und verließ die Bank. Er kniete kurz vor dem Hochaltar nieder und drehte sich dann um. Gelassen und ohne Hast schritt er den langen Gang entlang und schenkte den anderen Besuchern keinen Blick. Die Wachen hatten den die Kirche zusammen mit den Beiden anderen verlassen und sah er zu der geöffneten Holztüre und trat hinaus ins Sonnenlicht.
Der Templer blinzelte leicht und hielt kurz inne, bis sich seine Augen an den schnellen Wechsel der Lichtverhältnisse gewöhnte. Augenblicklich legte sich die Hitze auf ihn nieder und am liebsten wäre er zurück in die Kühle der Kirche geflohen. Aber bevor er seinem Wunsch nachkommen konnte, entdeckte er den Mann und die Frau. Shane sah nur kurz zurück, ob ihm niemand gefolgt war, bevor er sich wieder in Bewegung setzte und auf die Beiden zuschritt. Die Arme im Rücken verschränkt, den Kopf erhoben und mit einer höflichen, aber doch verschlossenen Miene legte er die Strecke in kürzester Zeit zurück und blieb schlussendlich mit leichten Abstand vor ihnen stehen. „Buon giorno!“, begrüßte er sie höflich und setzte zu einer leichten Verbeugung an:  Nicht so tief, wie es von einem aus dem billigen Volk verlangt wurde, sondern einer, die unter Gleichgestellten ausgetauscht wurde.  Der Rothaarigen Frau bot er seine Hand an, um ihr einen Handkuss zu geben, wie es in so vielen Provinzen der Brauch war. „Ich hoffe, ich darf mir die Freiheit nehmen, um zu bemerken, dass ihr bezaubernd ausseht.“, fügte er noch hinzu und sein Blick wanderte zwischen den Beiden hin und her.

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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Croce   Fr Mai 05, 2017 10:23 pm

Samstag, 3. April 1480
Nachmittags

Rizzi hatte das Kinn gereckt. Er wirkte somit etwas arroganter aber auch mächtiger. Und das war sein Vorteil. Rizzi sah für Fremde nie nach einem Mann aus, den man einfach mal so ärgern konnte oder sollte. Wer mit Rizzi zu tun hatte, hatte zwangsläufig auch mit Konsequenzen zu rechnen. Nur für wenige waren diese Konsequenzen erfreulich und mit Ruhm und Geld versehen. Er musterte nun draussen im Sonnenlicht den fremden Adelsmann und es beruhigte ihn, dass Hannigan soviel Anstand zeigte, wie es nur ein kluger Mann gegenüber einer Frau tun konnte. Rizzi behielt Gonzaga im Auge als wäre sie ihm das teuerste was er verlieren konnte. Und so war es gewissermassen auch.

"Wie ist Euer Name, Signore? Unsere Blicke haben sich rein zufällig in der Kirche getroffen und meine Begleiterin ist auf Euch wohlwollend aufmerksam geworden. - Signora Barbara Gonzaga, Herzogin aus Deutschland, Tochter aus Rom.", stellte er Barbara vor bevor er seine Hand auf seine Brust legte. "Luigi Rizzi."
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Croce   Sa Mai 06, 2017 10:05 am

Samstag, 3. April 1480
Nachmittags

Barbara beobachtete, jedoch nicht aufdringlich, wie der Fremde aus der Kirche trat und sich näherte. Mit seiner aufrechten und selbstsicheren Haltung wirkte er noch stattlicher, als sie ihn flüchtig in der Kirche gesehen hatte. Als er vor Luigi und ihr stehen blieb, nickte sie langsam zur Begrüßung und gab ebenfalls ein "Boun giorno, Signore." von sich.

Als er ihr die Hand hinhielt, nahm sie diese natürlich an und beobachtete mit leichtem Lächeln, wie er diese zu seinem Mund führte und küsste. "Dürft ihr." Innerlich war sie geschmeichelt, doch ließ solche Gefühle nicht durchdringen, denn dies würde nur Schwäche zeigen. Trotzdem lag immer noch das winzige Lächeln auf ihren Lippen und beobachtete Luigi Rizzi, wie er sie und anschließend auch sich vorstellte.
"Signore Rizzi ist ebenfalls ein bedeutender Mann aus Rom.", erklärte die junge Frau und zugleich fiel ihr die rote Schleife auf, mit welcher der Fremde seine Haare zusammehielt. Soetwas hatte sie noch nicht gesehen und es amüsierte sie. Dass man dies in einem anderen Land trug, konnte sie ja nicht wissen.
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Croce   Sa Mai 06, 2017 11:10 am

Samstag, 3. April 1480
Nachmittags

Die stolze und erhobene Haltung des Mannes, erzählte von einem Leben mit Macht und Reichtum, dessen Vorzüge Shane nur zu bekannt waren. Der Templer ließ sich davon nicht einschüchtern, blieb aber schlau genug, um den anderen nicht Herauszufordern. Er beugte sich nicht, doch er forderte auch nichts davon von den anderen. Italien gehörte nicht ihm - kein Teil davon. Es war bedauerlich und umso mehr sehnte er sich zurück in seine Heimat und zum Orden. Ordnung - dort hatte eine wunderbare Ordnung geherrscht.
Er bemerkte das zierliche Lächeln auf den Lippen der Frau, als er ihre Hand küsste. Es war nie falsch den Frauen von Adelsmännern respekt zu zollen - denn so unscheinbar sie manchmal auch wirkten, sie besaßen durchaus einen starken Einfluss auf ihre Ehemänner, egal was diese behaupteten. Sein Vater hatte einst in solch einen Fall, einen großen Fehler begangen. Er selbst würde es ihm nicht gleich tun. Shanes Aufmerksamkeit legte sich jedoch bereits auf den Mann, als er zu sprechen begann. “Ihr habt wahrlich den Glanz einer Herzogin. Es ist mir eine Freude, Eure Bekanntschaft zu machen.“ Als sich jedoch auch der Mann vorstellte, erstarrte er einen Augenblick und im ersten Moment war er sprachlos. Gott musste seine Gebete erhört haben! Allerdings hatte er sich schnell wieder im Griff. In seine Züge hatte sich jedoch etwas Zufriedenes gelegt. “So ist es uns nun endlich vergönnt, uns nach so langer Zeit von Angesicht zu Angesicht gegenüber zu stehen.
Shane sah Rizzi in die Augen, bevor er seine Hand leicht auf seine Brust legte und der Siegelring für die Beiden deutlich erkennbar war. “Shane Roderick Hannigan.“, stellte er sich mit seinem ganzen Namen vor. Einen Namen den er mit stolz trug und der in England von großer Bedeutung war. Nachdem er seine Hand wieder löste, zierte der Hauch eines Lächelns seine Lippen. All die Sorgen darüber, Luigi Rizzi zu verpassen und noch weitere Wochen durch die Straßen zu reiten ohne einer Spur von ihm, waren verschwunden. Endlich hatte er wieder einen guten Punkt von dem aus er starten konnte. Die Templer in Italien schienen wirklich großes Glück zu besitzen und sie hatten ihm ein wenig davon abgegeben.

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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Croce   So Mai 07, 2017 8:46 pm

Samstag, 3. April 1480
Nachmittags

Sein Blick glitt nun eindringlicher über Shane Hannigan. Sehr fein. Sehr gut. Hannigan war diese Art von Mann, die Rizzi gut leiden konnte. Vornehm, zurückhaltend, gehorsam, verschwiegen, dem Adel verpflichtet, ein Templer. Rizzi konnte kaum fassen, wie sich das Blatt seit der Verhaftung von Santoro gewendet hatte. Es schien als hätte Rizzi auf einmal Fortuna auf seiner Seite.

"Wie überraschend! Und angenehm.", nun neigte er leicht den Kopf um Shane erneut zu grüssen und ihm seinen Respekt zu zollen. Dann blickte er zu Barbara. "Wir haben Korrespondenz geführt. Er ist ein ehrbarer Mann, den ich Euch nur wärmstens als Freund empfehlen kann. Er kommt aus England."

Dann drehte er sich wieder zu Hannigan um. "Ich wusste nicht, dass Ihr in Florenz seid. Vermutlich ist Euer Brief verlorengegangen oder einer dieser dummen Boten hat ihn weggeworfen. - Kommt, wir wollen ein Stück gehen um fremden Ohren zu entkommen.", sagte er. Rizzi musste immer mit Angriffen auf seine Person rechnen. Das liess sich eher vermeiden wenn sie unterwegs waren. "Wo seid Ihr untergebracht, Signore Hannigan?"
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Barbara Gonzaga
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Croce   So Mai 07, 2017 10:06 pm

Samstag, 3. April 1480
Nachmittags

Noch mehr lächelte Barbara auf sein Kommentar. Sie legte sehr viel Wert darauf, dass man sie als Herzogin sah und nicht als irgendeine Frau, deren Wort man nicht ernst nahm. "Und es ist mir eine Freude, die Eure zu machen."
Ja, das war es tatsächlich. Von oben bis unten musterte sie ihn, ohne es zu merken und blieb dann mit dem Blick aber bei dem Siegelring stehen, als der Herr diesen Luigi und Barbara deutlich zeigte, als er sich vorstellte.
Als ihr Vertrauter sie ansprach, blickte sie ihn überrascht an. "Aus England...?", wiederholte sie genauso überrascht und sah dabei wieder in Hannigans Augen. "Ich hoffe, Eure Reise war nicht zu kräftezerrend."
Ihre Neugier wuchs. Es war immer wieder interessant, jemanden kennenzulernen, der nicht aus ihrem geliebten Heimatsland stammte. Genauso interessant war damals ihr Ehemann gewesen, doch dies war nicht mehr von Bedeutung. Sie dachte noch oft an ihn, doch dankte ihm andererseits auch dafür, was sie seinem Tod zu verdanken hatte. Es war merkwürdig, wie schnell sich etwas ändern konnte und wie mächtig man als Frau auf einmal sein konnte.

Schließlich lief sie mit den zwei Herren einige Schritte weiter, während sie still dem Gespräch der Männer lauschte.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Croce   Mo Mai 08, 2017 8:20 pm


Samstag, 3. April 1480
Nachmittags

Shane konnte gar nicht ausdrücken, wie schön beruhigend es war, endlich wieder jemanden seines Standes in seiner Nähe zu besitzen. Kein lästiger Humor oder unhöfliche Worte. Es war erholsam - ja, so konnte er es wohl am besten beschreiben. Als Barbara wieder zu sprechen begann, neigte er dankend den Kopf. Wenn sie an Rizzis Seite war, war sie wohl ein wichtiges Mitglied im Orden oder eine starke Verbündete. “Sí, sehr angenehm.“, wandte er sich wieder dem Dunkelhaarigen zu und lauschte seinen Worten. Er drückte seine Zunge leicht auf den Gaumen und überlegte seine nächsten Worte gut. “Der Aufbruch war etwas übereilt. Ich hatte keine Möglichkeit Euch einen Brief zu schreiben. Das bedaure ich sehr. Umso mehr bin ich darüber erfreut, Euch hier zu begegnen.
Bei Barbaras überraschter Frage nickte er leicht. “Yes, Lady Gonzaga.“ Für einen Moment wechselte seine Stimme in die Rauheit des Englischen, bevor er wieder flüssig ins Italienische wechselte. In Bewegung gestzt verzog er bei den Gedanken an seine Reise kaum merklich das Gesicht. “Sie war nicht sehr erfreulich, muss ich gestehen. Die Reise auf einer französischen Flotte ist sehr unangenehm. Diesen Tölpel fehlt es an manieren.“ Shane bevorzugte die Reise auf einem Pferderücken, wo ihm niemand auf einem Deck auflauert und nach Prügel sucht. Er mochte die Franzosen wirklich nicht. Während sie langsam über den Platz marschierten, sah Shane sich hin und wieder wachsam um. Er prägte sich die Dinge ein, um später wieder hier her zurückzufinden. Ebenso wollte er nicht unglücklich von einem Assassinen überrascht werden. Nicht erneut. Die Arme bereits im Rücken verschränkt, sah er wieder zu seinen neuen Begleitern. “Ich residiere derzeit in der Villa Carvari im Oltarno Bezirk. Es ist angenehm ruhig dort.“ Wäre dort nicht sein ungebetener Gast, der niemand anderes war als sein entlaufener Cousin. Hoffentlich hielt der Mann sein Wort und benahm sich wirklich.

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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Croce   Mo Mai 08, 2017 8:54 pm

Samstag, 3. April 1480
Nachmittags

"In letzter Zeit tauchen viele Engländer in Florenz auf.", bemerkte er ganz beiläufig. Rizzi ärgert sich, dass er dem Soldaten gesagt hatte, er solle Francis Bell am leben lassen weil er etwas mit ihm vorhatte. Das gab diesem Söldner die Gelegenheit, trotz seiner Verletzung zu fliehen und keiner konnte ihn auffinden. Vermutlich war er seinen Verletzungen längst erlegen. Rizzi sollte es nur recht sein.

"Seid Ihr zum Empfang heute Abend bei Fabrizio Torino eingeladen? Wenn nicht, so wäre es eine gute Gelegenheit, wenn Ihr mich und Signora Gonzaga dorthin begleiten würdet. Es ist ein Templertreffen zur einfachen Belustigung mit Speisen und Tanz.", erklärte er und lief langsam mit den beiden weiter. "Und bedauerlicherweise muss ich Euch mitteilen, dass Signora Gonzaga und ich in wenigen Tagen nach Rom aufbrechen werden. Ein dringender Auftrag, den wir nicht aufschieben können.", meinte er und sah Hannigan an. Ob Hannigan frei von Verpflichtungen war und sie begleiten wollte? Einen fähigen Templer mehr wäre sicher nicht verkehrt gewesen. Und wenn Barbara weiterhin Gefallen an ihm hatte, so war es Rizzis Pflicht als guter Freund, Hannigan mitzunehmen damit er Barbara besser kennenlernen konnte.
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Barbara Gonzaga
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Croce   Mo Mai 08, 2017 9:47 pm

Samstag, 3. April 1480
Nachmittags

Natürlich erkannte sie nicht die Worte, die er im Englischen aussprach. Aber es gefiel ihr. Natürlich war es mal etwas neues, etwas anderes als Italienisch und Deutsch zu hören und das war eine willkommene Abwechslung für die junge Herzogin.
"Ich verstehe. Mit Franzosen hatte ich bisher noch nicht das Vergnügen, was anscheinend zu meinem Vorteil wäre.", bemerkte Barbara, in Bezug auf die schlechten Manieren, womit das Thema sie damit auch abschloss.

Für Barbara wurde es nun interessant. Ihr war es nur recht, den Engländer auf dem Fest anzutreffen. Unbewusst hing die Pflicht ihr im Nacken, einen Mann an der Seite zu haben. Jeder, der zu ihrem Geschmack zählte, wurde genauestens überprüft. Jemanden den Hof zu machen war eines ihrer besten Fähigkeiten. Doch meist blieb es dann nur bei einer Nacht mit einem feinen Herrn.
Immerhin war es nicht einfach, von dem Volk ernstgenommen zu werden, wenn kein Gatte an ihrer Seite saß.
Doch Gonzaga überstürzte nichts. Erstmals blieb es nur beim umwerben und was danach geschah, konnte nicht einmal die mächtige Frau selbst beeinflussen.

Noch immer blieb sie still. Sie wusste, wann sie sprechen sollte und wann nicht.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Croce   Mi Mai 10, 2017 12:41 pm

Samstag, 3. April 1480
Nachmittags

Der Templer konnte vermuten wen Rizzi damit meinte und er sah kurz auf den Boden. Dich da er sich nicht sicher war, war seine Frage im nächsten Moment ehrlich gemeint. “Das überrascht mich. Kennt ihr den Namen dieses Engländers? Vielleicht ist er mir bekannt.“ Er wollte Rizzi nicht belügen, noch den Tod seines Cousins. Shane würde sich stets im Kreis der möglichen Wahrheit und Halbwahrheiten bewegen, sofern es ihm möglich war. Der Orden gehörte an die erste Stelle, doch seine Familie war sofort dahinter.
Auf Barbaras Worte hin, nickte er leicht. Es war bestimmt zu ihrem Vorteil, wenn sie bisher noch nichts von den Franzosen mitbekommen hatte. Sie waren einfach nur ein lästiges Land, dass England viel zu oft im Weg stand.
Als Rizzi ihn jedoch auf ein Fest ansprach, horchte er auf. “Bedaure, ich kam erst gestern in Florenz an und hatte keine Möglichkeit mich umzuhören. Nur zu gerne nehme ich Euer Angebot an. Es wäre mir eine Freude die Mitglieder des Italienischen Ordens kennenzulernen.“ Dankbar für Einladung neigte er noch einmal kurz den Kopf, bevor er leicht blinzelte als ihn der Schatten eines Hauses traf.
Mein nächstes Ziel wäre Rom gewesen, hätte uns das Glück nicht hier zusammengeführt.“ Shane sah zwischen den beiden ruhig hin und her. “So solltet ihr Hilfe benötigen, hält mich nichts in dieser Stadt.

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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Croce   Mi Mai 10, 2017 1:36 pm

Samstag, 3. April 1480
Nachmittags

Seine Schritte blieben in der gleichen Geschwindigkeit und Stärke, doch innerlich geriet er in Alarmbereitschaft. Rizzi hatte geäussert, dass ziemlich viele Engländer den Weg nach Florenz gefunden hätten. Er hatte keinen bestimmten genannt. Doch Hannigans Frage bezog sich auf eine einzige Person, auf jemanden, den er ebenso kannte wie Rizzi auch wenn Hannigan sagte, er kenne ihn vielleicht. Und das gefiel dem Templer überhaupt nicht.
"Nun, Signore, ich sprach von mehreren Engländern. Ihr aber fragt nach einem bestimmten Engländer.", sagte er und in seiner Stimme schwang der missbilligende Ton eines Mannes mit, der sich deutlich über Hannigan stellte und der auch mehr Macht und Stärke in Florenz besass als der englische Gast.
"Tatsächlich gibt es einen Engländer in Florenz, dem ich nichts als die Pest wünsche. Ein Assassine. Ein käuflicher kleiner englischer Mistkäfer, der die Stadt erheblich in Gefahr gebracht hat. Wenn Ihr ihn kennen solltet, so müsste ich Euch fragen, warum dieser Flegel noch lebt. Da ich aber davon ausgehe, dass Ihr Wert und Ehre lebt, ist es unwahrscheinlich, dass Ihr diesen Mann kennt. Oder gekannt habt. Möglicherweise ist er schon tot, so hoffe ich.", erklärte er und gab zu, dass er zumindest einem Engländer den Tod wünschte. "Francis Bell."

Durch Hannigans ungeschickte Frage - vielleicht hatte ihn Barbara mit ihren Blicken abgelenkt - geriet der englische Templer auf einmal in eine extreme Schieflage bei Rizzi. Rizzi witterte einen Komplott und begann Hannigan zu misstrauen. Kannte Hannigan Bell? Was hatten die beiden miteinander zu schaffen?

Während sie weiter liefen, beschloss Rizzi, ein paar Spione auf Hannigan anzulegen und beim nächsten Halt eine Stadtwache zur Villa del Carvari zu schicken, die nach dem Rechten sehen sollte. Und wenn Shane Hannigan das Ruder nicht schnell herumriss, würde Rizzi sein Vorhaben an der nächsten Strassenecke in die Tat umsetzen.

Sein Blick blieb eiskalt. "Möglicherweise benötigen wir tatsächlich Eure Hilfe in Rom, Signore Hannigan.", meinte er. Unklar blieb seine Stimmlage, die zwischen Freundlichkeit und unheilvoller Drohung schwang. Es war Barbara Gonzaga zu verdanken, dass Rizzi Hannigan noch etwas Zeit zum reagieren liess.
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Barbara Gonzaga
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Croce   Mi Mai 10, 2017 4:46 pm

Samstag, 3. April 1480
Nachmittags

Barbara spürte die Veränderung des Verhaltens von Luigi. Ihre Laune war gut und nicht einmal sein Misstrauen, als Hannigan dies fragte, veränderte etwas daran. Stattdessen bemerkte sie zu Luigis Antwort, dass er von mehreren Engländern sprach, mit ruhiger, fast mütterlicher Stimme: "Non essere così duro con lui, amico. (Seid nicht so streng mit ihm.) Es ist schwer, eine fremde Sprache zu verstehen"
Sie erinnerte sich nur zu gut daran, als sie die deutsche Sprache erlernen musste, was sich als ziemlich schwierig herausstellte. Doch das war lange her und nun war sie auch dieser Fremdsprache mächtig.
Die junge Frau freute sich still über Hannigans Zusage. Es schadete immerhin auch nicht, Kontakte zu  England zu pflegen. Manchmal vergaß auch sie, ihr Misstrauen einzusetzen, sobald ein gutaussehender Mann vor ihm stand. Doch die Unruhe, die von Rizzi aus kam, spürte sie deutlich, was Hannigan andererseits nicht unbedingt fühlen musste. Immerhin kannte sie den Älteren schon sehr lange und wusste auch, welches Verhalten zu ihm passte.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Croce   Mi Mai 10, 2017 6:33 pm

Samstag, 3. April 1480
Nachmittags

Shane bemerkte seinen Fehler, in dem Moment, als er die Worte ausgesprochen hatte. Die Veränderung der Luft war selbst für den Engländer beinahe schon greifbar und ein drückendes Gefühl legte sich auf seinen Magen, als hätte er Milch zu sich genommen. Rizzis Worte waren nicht gerade erhellend, doch der Templer zwang sich zur Ruhe. Ein Disput zwischen ihnen, wäre nur unangenehm für den Orden. Nichts weiter. „Ihr missversteht mich, Signore Rizzi.“, sagte er ohne drohenden Ton in der Stimme. Shane hatte schon immer die Geduld besessen, nicht sofort aus der Haut zu fahren. Ein Vorteil, den er sich nur zu gerne zu Nutzen machte. Der Engländer beugte weder den Kopf, noch zeigte er Reue über seine Worte.  Sein Gegenüber mochte Macht besitzen, aber Shane vergaß nicht, dass sie einander ebenbürtig waren. Allerdings machte er nichts, um Rizzi zu provozieren, er zeigte ihm lediglich, dass er nicht viel von Drohungen hielt, wenn man den Sachverhalt nicht kannte.  Unangenehm war ihm trotzdem und die Kälte, die sich mit einem Mal über seinen Körper gelegt hatte, war wie ein schwerer Mantel.
Doch diese Gefühle waren nichts im Vergleich zu dem Schock und die Enttäuschung die durch seinen Verstand jagten, als Rizzi weiter sprach. Assassinen. Shanes Hand ballte sich in seinem Rücken zu einer Hand und im Stillen verfluchte er seinen Cousin. Konnte er noch mehr Schande über die Familie bringen? Und doch... er würde den seinen Verwandten nicht verraten. Oh, wenn dieser Tölpel doch nur wusste, was er riskierte! Das Kiefer des Mannes spannte sich leicht an und er stieß langsam die Luft aus.  Als er Barbaras Worte vernahm, konnte er nicht verhindern, dass er Dankbarkeit gegenüber dieser Frau verspürte. Vielleicht gab sie ihm dadurch den Moment, den er brauchte um diese missliche Lage wieder zu verbessern.
Ich möchte ehrlich mit Euch sein.“ Der Templer löste seine Hände aus seinem Rücken und war für einen Moment stehen geblieben. „Der Name Francis Bell, ist mir durchaus bekannt.“ Schnell hob er die Hand und zeigte seine Handinnenfläche. „Doch haltet ein und lasst mich erklären.“  Einen Augenblick sah er sich um, um zu kontrollieren, ob ihnen jemand gefolgt war. Erst als er sicher war, dass sie alleine waren setze er mit verschlossenen Zügen an:  „Ich stellte ihn einst in meine Dienste in England. Für einige Male ging es gut und er führte die Aufträge aus, doch eines Tages verschwand er spurlos und ich bekam weder ihn, noch mein Geld je wieder zu Gesicht. „ Das war die Wahrheit. „Es überrascht mich, so weit weg von meiner Heimat, von ihm zu hören.“ Ebenso die Wahrheit. „Allerdings kenne ich seinen Aufenthalt nicht, noch was er hier zu suchen hat.“ Eine Lüge. Shane spürte den bitteren Geschmack auf seiner Zunge. Die Kunst des Lügens war darin, sich möglichst nah am Grad der Wahrheit zu bewegen und sie vielleicht zwischen zwei wirklichen Ereignissen zu mischen.  Er verabscheute nichts mehr. „Wie es scheint, sind wir beide in den Genuss seiner Unfähigkeit gekommen.“ Die Wahrheit.  
Ohne zu zögern blickte Shane, seinem Gegenüber in die Augen. Der Mund war nun verschlossen und die Augen in Düsternis gehüllt, als wäre er enttäuscht das Rizzi ihm so schnell misstraute, obwohl sie schon so lange Briefverkehr geführt hatten.

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Zuletzt von Shane Hannigan am Do Mai 11, 2017 9:35 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Croce   Do Mai 11, 2017 9:33 am

Samstag. 3. April 1480
Nachmittags

Als Hannigan stehengeblieben war, blieb auch Rizzi stehen und er sah ihn misstrauisch an. Dann lauschte er erst Barbaras Worte, die ihm als erstes den Wind aus den Segeln nahm und ihn zu beruhigen vermochte. Dann hörte er Hannigan zu und je mehr er sprach, desto mehr schwand das enorme Misstrauen, dass sich sehr schnell und arg in Rizzi aufgebaut hatte. Rizzis Anspannung löste sich sichtlich und der kalte, scharfe Blick wich wieder einem offenen und gelasseneren Blick.

"Verzeiht, Signore Hannigan.", begann er mit ruhiger Stimme, aus der all die Schärfe von vorhin verschwunden war. "Signora Gonzaga hat natürlich recht und ich habe Eure Herkunft nicht bedacht. In fremder Sprache zu sprechen ist schwer, mit fremden Zungen jedoch leicht, und ich fürchte, ich muss Euch eine Menge unangenehmer Sachen erklären damit Ihr mich nicht für einen Feind der Engländer betrachtet."
Rizzi legte seine Hand auf seine linke Brust und verneigte sich ein Stück um Hannigan Respekt zu zollen und um Entschuldigung zu bitten. Hannigan hatte es geschafft, das Ruder herumzureissen und Gonzaga war daran nicht ganz unbeteiligt gewesen. Rizzi vergass augenblicklich seinen Plan mit den Spionen.
"Mir wurde dieser Nichtsnutz als Söldner vorgestellt und ich habe ihn beauftragt. Diesen Auftrag hat er wohl ausgeführt aber ist anschliessend ein Bündniss mit den Assassinen eingegangen. Das ist Verrat und so etwas dulde ich nicht. Gestern gelang uns die Zerschlagung eines Geheimtreffens der Assassinen und er war dabei gewesen. Zuerst forderte ich seinen Tod doch wollte ich nachsichtig mit dem Ausländer sein.", erklärte er sich. Der letzte Punkt war eine glatte Lüge gewesen. Rizzi wollte Francis vor Santoro aufknöpfen um diesen zum reden zu bringen. "Leider hat er nicht mit uns kooperiert und ist geflüchtet. Meine Männer sind aufgrund eines offenen Gefechts auf einer Strasse verzögert hinterher doch auffindbar war er nicht mehr. Er hat mich also mehrmals verraten und dieses furchtbare Grinsen werde ich nie wieder aus meinem Kopf bekommen!"

Neben all dem Erfolg über die Verhaftung von Santoro und der - wenn auch nicht von langer Dauer bleibenden - Gefängnisstrafe für Da Vinci, ärgerte sich Rizzi dennoch über die vielen Flüchtigen. Es kursierten Zahlen unter den Wachen, die von zwei bis zwanzig Männern und Frauen ausgingen, die mit Santoro unter einer Decke steckten. Und dieser Engländer Francis hätte bestimmt geredet, hätte man ihn nur ordentlich gefoltert. Wenigstens wusste Rizzi mit Sicherheit, dass Francis schwer verletzt worden war.
"Es ist uns nicht gelungen, alle diese Assassinen und Verbündete zu fangen oder zu töten. Ich bin also auf der Hut und muss jederzeit mit einem Angriff dieser scheusslichen Bande rechnen. Nun versteht Ihr mein plötzlich auftretendes Misstrauen Euch gegenüber und Ihr werdet es mir nachsehen."

Langsam ging er weiter. "Zudem führe ich eine wunderbare Dame an meiner Seite, die mir mehr Wert als alles Gold der Welt ist. Ihr versteht bestimmt, dass ich Signora Gonzaga keiner Gefahr ausliefern werde. Aber dank Eurer Erklärung und Eure Aufrichtigkeit besteht kein Grund mehr, Euch und Eure Absichten zu hinterfragen.", meinte er. Und Hannigan konnte sich zumindest für die nächsten Schritte sicher sein, dass Rizzi ihm wieder vertraute und ihm seine Geschichte abgekauft hatte.
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Basilica di Santa Croce
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