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 Die Eingangshalle

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AutorNachricht
Rafael Santoro
Mentor der Assassinen
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Spieler : Nessie

Der Charakter
Alter: 34
Besonderheiten: 2 Finger fehlen (heilen schon etwas ab, verbunden), eine Wunde am Bauch (versorgt), Brandwunden (Templerkreuze, am abheilen) jeweils an beiden Arminnenseiten, trägt nur eine Hose. Wunden am Rücken (von der Peitsche, verbunden) Unbewaffnet und inventarlos
Gesinnung: Assassine Assassine

BeitragThema: Re: Die Eingangshalle   18/1/2017, 7:01 pm

tbc: Leonardo's Werkstadt

Rafael beobachtete die Kurtisane, die nun an ihn vorbeiging und sich neben den Dieb stellte, um ihn anschließend zu necken. Sie sah ihn nach ein paar Minuten wieder zu dem Assassinen, als sie mit Valentini gesprochen hatte und nickte kurz, um anschließend zu sagen: "Ich muss mich schon bald wieder verabschieden.", entgegnete dieser und war eher froh darum, nicht länger hier bleiben zu müssen.
Wenigstens wickelte sie ihn nicht um den Daumen, so wie er es erwartet hätte. Denn er musste wirklich noch dringend wo hin- genauer gesagt zu Leonardo da Vinci, denn wann war er schon mal in Florenz, um endlich ihn in seiner Werkstadt zu besuchen, die er endlich mal ansehen wollte?

Der Dieb fragte jedenfalls die Dame, ob sie Mittags noch was vorhatte und sich mit ihr zusammensetzen wollte.
Als er seinen Kopf erhob und Rafael versicherte, dass er nicht dabei sein müsste, nickte er abermals leicht, bis er sich leicht verbeugte. "Grazie per questa accoglienza, mia signora." (Danke für den Empfang.), bedankte sich der dunkelgekleidete Assassine und wandte sich dann an den Dieb, um ebenfalls zu sagen: "Ich zähle auf Euch.", um ihnen dann den Rücken zuzuwenden und den Raum, und gleich darauf auch das Freudenhaus zu verlassen und anschließend den Weg zur Werkstadt fortzusetzen. Vor dem Freudenhaus blieb er kurz stehen, holte ein Stück Pergamentpapier aus dem Inneren seiner Tasche, auf dem eine Adresse geschrieben war, mitsamt einer kurzen Beschreibung, wie er am schnellsten dort hingelangte.

Dies hatte Leonardo persönlich ihm aufgeschrieben und in die Hand gedrückt. Mit einem kleinen Grinsen an das letzte Treffen ging Rafael also durch die Straßen, um in den kleinen Gassen zwischen den Häusern zu verschwinden.
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BeitragThema: Re: Die Eingangshalle   18/1/2017, 11:15 pm

19. März 1480
17.25 Uhr
Filip Valentini, Alessia Rossi

Alessia grinste breit. Filip sprang darauf an. Genau das, was sie gewollt hatte.
Das Gefühl, Macht über ihn zu haben, brachte ihre Augen zum Leuchten und ihre Zähne entblößten sich im freudigen Strahlen.
"Ich bin eine arbeitende Frau, Signor Valentini!" summte sie dann, betrachtete Santoro als wäre er gleich ihr nächstes Opfer. "Aber ich denke..." fuhr sie nach etwas Bedenkzeit fort. "Unter gewissen Umständen kann man sich anderen Aufgabenbereichen widmen." Welche das waren sollten allein aus dem Kontext klar werden. Sie sagte zu, direkt ersten Forschungen nachzugehen.
Alessia hob dann die Hand als Santoro sich verabschiedete.
Schade.
Sie hätte gern mehr mit ihm gespielt.
"Ciao, Signore~" schnurrte sie dann und grinste verschmitzt, sah ihm hinterher. Damit wandte sie sich zu Filip und der weiche, verführerische Ausdruck wurde hart und fordernd, innerhalb weniger Sekunden. "Du hast mehr gekriegt, als ich!" Sie lachte bitter. "Stürmst mein Gespräch und sackst dann die Flori ein?!"
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BeitragThema: Re: Die Eingangshalle   20/1/2017, 10:43 pm

19. März 1480
17.25 Uhr
Alessia Rossi, Filip Valentini

Lässig stand Filip nun also da, an einen Tisch gelehnt, auf den er sich schließlich sogar setzte. Musternd betrachtete er Alessia, als Santoro sie alleine ließ. "Sei doch froh, wir haben nun beide einen Lohn erhalten und den Typen ausgenommen. Der hier..." Er hob den ledernen Geldbeutel hoch. "... scheint mir, als sei es sein eigener." Damit grinste der Dieb verschmitzt.

"Weißt du, ich glaube ihm ist dieser Rizzi sehr wichtig. Es muss etwas persönliches sein. Ich habe Santoro noch nie zuvor gesehen. Vermutlich ist er also gereist. Weit gereist. Das erste was er hier in Florenz tut ist nach Rizzi fragen." Filip lachte auf "Alessia das gibt uns die Chance mehr zu verdienen. Es ist eine emotionale Sache verstehst du!" Damit sprang Filip vom Tisch auf und grinste sie an. Ja wenn es um Geld ging war Valentini vielleicht etwas übereifrig. Die Tatsache, dass dieser Mann aber ein Assassine war, bedeutete, dass Filip vorsichtig sein musste.

"Jetzt sei nicht sauer, ich wollte dich ja eigentlich nur Besuchen. Nun gehen wir beide mit Geld hinaus." Charmant grinste er und strich ihr über die seidig zarte Wange.
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BeitragThema: Re: Die Eingangshalle   24/1/2017, 10:34 pm

Montag, der 29. März 1480
16 Uhr

Alessia betrachtete ihn aus ihren tiefen Augen und ließ sich beruhigen. Filip konnte sich glücklich schätzen, denn "hättest du nicht so wunderschöne Augen, hätte ich dich in der Luft zerrissen." Ihr Blick folgte dann dem Geldbeutel, wie als ließe sie sich davon hypnotisieren und löste sich erst, als Filip mehr mit ihr redete. Sie dachte nach und nickte dann. Das war ohne Zweifel ein Vorteil ganz zu ihrer Gunsten.
Sie lachte, als sie Filip ansah und schmiegte die Wange in seine Hand.
"Du hast Recht." nickte sie dann nach einiger Zeit geschlagen. "Vielleicht kann ich wieder nach Empoli reisen." Wo ihre Mutter wohnte.
Filip wusste von ihrer Mutter und wie heiß Alessia sie verehrte.
Nur vorgestellt hatte sie sie noch nie: Das war aber der Plan. Als bester Freund und lebensfroher Mann sollte sich Filip mit Sicherheit an Empoli und dessen Frauen erfreuen.
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BeitragThema: Re: Die Eingangshalle   29/1/2017, 6:57 pm


Montag, der 29. März 1480
16:10 Uhr

Man sah natürlich wie Alessia das Geld betrachtete. Wie ein Geier sein sterbendes Abendessen, diese Aasfresser. Aber Alessia war auf das Geld angewiesen. Das kannte Filip ja selbst, er tat ja auch sehr viel für Profit. Aber es war schön, dass sie nachgab. "Siehst du. Mein kluges Köpfchen wird hilfreich sein." er lachte. "Zu deiner Mutter! Natürlich. Das wäre doch wirklich schön." Als guter Freund wusste Valentini wie sie zu ihrer Mutter stand. Es musste schön sein sich nach so langer Zeit wieder zu sehen. Er sah zu dem Fenster. Wie begannen sie die Suche nach Rizzi. Wenn Santoro zuerst hier nachgefragt hatte, musste dieser Rizzi hier gewesen sein. Vielleicht hatten ihn ja ein paar Menschen aus dem Untergrund gesehen.
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BeitragThema: Re: Die Eingangshalle   4/2/2017, 3:40 pm

Montag, der 29. März 1480
16:15 Uhr

Alessia lachte auf und kraulte seinen Kopf. "Ja, dein kluges Köpfchen." Dann strichen ihre Hände seine Arme hinab und sie betrachtete ihn. Es war so lang her, dass sie einander gesehen hatten, sie konnte es eigentlich kaum glauben. Ein Schmunzeln wanderte auf ihre Lippen.
"Du müsstest aber mitkommen." sagte sie nach einiger Zeit. "Wie könnte ich die Zeit denn ohne dich überstehen? Und außerdem brauche ich eine beschützende Begleitperson." Dass sie ihn nicht zwingen konnte mitzukommen wusste Alessia natürlich. Sie wollte es auch gar nicht. So eine Reise war nicht günstig und Filip war sicher nicht selten knapp bei Kasse.
Alessias Augen suchten in seinen nach irgendwelchen Anzeichen von Antwort, da wurde die Tür aufgerissen und eine von Alessias Schwestern kam hereingerannt. Sie starrte erst sie an, dann ihn und ihr Gesicht leuchtete auf. "Signor Valentini ist noch da!" erleichtert kam sie auf ihn zu und reichte ihm einen Brief. "Den gab ein Mann mir."
Irritiert sah Alessia von der Frau zu ihrem Freund und ließ ihn los, dass er den Brief lesen konnte. Es würde eine Einladung sein: Zu einem Treffen am Freitag, den zweiten April.
Das andere Mädchen verschwand.
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BeitragThema: Re: Die Eingangshalle   12/2/2017, 9:39 pm

Montag, der 29. März 1480
16:15 Uhr

Filip lachte auf. Alessia konnte zuckersüß sein, aber sie hatte einen Dickkopf. Momentan war die junge und wunderschöne Frau gut gelaunt, was vielleicht auch an der guten Bezahlung von eben lag. "Gut ich passe auf dich auf." Sagte er dann amüsiert.

Bald aber klopfte es an der Holztür und jemand kam hinein. Eine von Alessias Schwestern. Sie überreichte dem Dieb einen Brief mit Informationen. " Oh grazie Signora." Er las also und machte große Augen. "ich muss weg Alessia. Ich gebe dir bescheid, wenn ich was wichtiges werfahre. Wir sind ja jetzt.. Partner" Er zwinkerte charmant mit einem Auge und packte den brief sicher in die innenseite seines Mantels, in ein sicheres Fach. Dann kletterte er durch das Fenster. So ging das schneller. "Wir sehen uns." Damit sprang er zu einem anderen Dach und bewegte sich kletternd, aber flink zu seinem Ziel. Ein geheimes Treffen. Es klang ganz nach Assassinen. Aber vielleicht ging es auch um diesen Rizzi, den der Assassine Santoro gesucht hatte.

tbc: gastkeller il teschio
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BeitragThema: Re: Die Eingangshalle   23/2/2017, 7:18 pm

2. Mai 1480
12:56 Uhr
Cosmo Spavento, Serena Vasari, Shane Hannigan

Dieses seltsame Treffen war jetzt schon eine Weile her. Der Assassine hatte sich nicht mehr blicken lassen und auch Filip hatte nicht mehr vorbeigeschaut.
Alessia musste wieder einmal lernen, was langeweile war. Sie schrieb auf, was sie zu Rizzi wusste und trug zusammen, was sie erfahren konnte, viel war das aber nicht und es ließ die zielstrebige junge Frau fast wahnsinnig werden. Am vierten Tag entschied sie, aufzugeben. Sie wagte sich jetzt wieder heraus aus ihrem Zimmer, in den Vorraum der Rosa, in dem die meisten Männer warteten.
Zur Mittagszeit waren das nie besonders viele.
Alessia ließ sich auf einer der Liegen nieder, legte sich ansehnlich auf die Seite, sortierte ihr Kleid und lehnte dann den Kopf auf den Arm. Ihr gelangweilter Blick strich über die Einrichtung, die wenigen Menschen, die da waren und verlor sich schließlich, als sie ihre Gedanken auf etwas lenkte, was nicht hier und jetzt da war. Mit einem Seufzen streckte sie sich aus wie eine Katze und ihr Körper erschlaffte. Wenn schon niemand da war, der sich ihrer erbarmen mochte, dann wollte sie wenigstens daran denken.
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BeitragThema: Re: Die Eingangshalle   23/2/2017, 7:35 pm

2. Mai 1480
12:57 Uhr
Serena Vasari, Shane Hannigan, Alessia Rossi

Auf einer Treppe hatte Cosimo Spavento es sich bequem gemacht und kaute auf seinen Fingernägeln. Etwas bestimmtes beschäftigte ihn und dieses Gefühl war vermutlich für jeden anderen Mann normal.
Noch vor wenigen Minuten hatte er seinen Totenkopfaffen in seine ziemlich kleine Unterkunft gebracht, die er sich gerade so leisten konnte- so, wie er es immer nach einer seiner Shows tat. Denn dann war das Tier meistens müde und im Moment ging wirklich anderes im Kopf des jungen Mannes herum.

Doch dann richtete er den Blick auf und sah unbeholfen direkt zu dem Bordell, welches man von hier aus gut erkenne konnte. Nun schritt er los. Den Blick gesenkt und in der Hoffnung, ihn würde niemand erkennen. Denn bei dem ein oder anderen war er auf der Straße für seine kleinen Vorführungen bekannt und er hatte Angst, dass dies, was er jetzt tat, nicht schaden würde. Doch trug er unauffällige Kleidung und nicht wie sonst die rote Weste.
Nervös blickte er sich um, bevor er das Gebäude betrat, kaute auf seiner Unterlippe herum, bis diese an den Geschmack von Eisen erinnerte.
Vorsichtig sah er auf und erkannte dort die leichten Frauen, die gemächlich durch die Flure liefen. Er schien jedenfalls einer der wenigen Kunden zu sein zu dieser Zeit, denn er war der Einzige, der nun hier stand. Aus wenigen Räumen waren die Geräusche von Lachen und Stöhnen zu hören und schon jetzt dachte er sich: Junge, du bist hier falsch.
Er war noch unberührt... vielleicht hatten ihn deswegen seine Füße hier her getragen, denn wollte er das ausprobieren, von dem jeden besessen zu sein schien- ausgenommen von der Kirche und Essen.
Beinahe unschuldig sah er aus. Und noch unschuldiger, als er dort eine Dame auf einer Liege sah, die ihn nun wie eine Raubkatze zu beobachten schien. Und nun fühlte er sich noch unbehaglicher, da er entdeckt wurde.
Ohne Frage.
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BeitragThema: Re: Die Eingangshalle   23/2/2017, 9:10 pm

2. Mai 1480
13.00 Uhr
Shane Hannigan, Alessia Rossi, Cosmo Spavento

Die Sonne schien Serena ins Gesicht, als sie durch die Straßen von Florenz schlenderte und sich ihren Weg zur La Rosa Colta suchte. Es war ein wunderschöner Tag, angenehm warm und der Wind bewegte sanft die Luft, sodass es nicht zu drückend war. Serena trug ein blasslila Kleid, jedoch natürlich nicht ohne tiefen Ausschnitt und einer strengen Schnürung am Rücken. Es entsprach einfach nicht ihrem Stil, etwas nicht aufreizendes zu tragen und so war sie sich auch der Blicke einiger Männer bewusst, die in der Stadt ihrer Arbeit nachgingen, während die Kurtisane entspannt durch die Gässchen und Straßen ging. Ihr Ziel war ein bekanntes Freudenhaus von Florenz, in dem ihre Freundin Alessia Rossi arbeitete. Sie wusste nicht, dass Serena sie besuchen würde, eine Art Überraschung also. Der eigentliche Grund für ihren Aufenthalt war allerdings der Auftrag des Bordellbesitzers in Venedig, in dem Serena tätig war. Er hatte sie losgeschickt um einige Informationen zu sammeln, zu einem Mann, der einige Male in beiden Städten bereits auffällig geworden war. Er hatte die Löhne gegenüber den Freudenhäusern geprellt und war zwei mal gewalttätig gegenüber von Mädchen geworden, was sein Ansehen nicht gerade hatte steigen lassen. Seufzend schüttelte die junge Frau den Kopf, als sie endlich die La Rosa Colta erreichte und eintrat.

Es war wenig los und viele der Frauen langweilten sich, sie saßen herum, tratschten und machten sich gegenseitig die Haare. Serena schenkte ihnen ein Lächeln, ehe sie sich umsah und schließlich auch Alessia entdeckte. Ihre Freundin lag entspannt auf einer der Liegen, ausgestreckt wie eine schläfrige Katze. Doch der Eindruck täuschte, denn ein junger Bursche schlenderte ebenfalls durch den Raum, er musste kurz vor Serena hereingekommen sein und sie wusste, dass seine Unsicherheit ihm hier leicht den Kopf kosten könnte. Im übertragenen Sinne natürlich. Lächelnd ließ sich die Kurtisane aus Venedig in ein Gespräch mit einer Bekannten verwickeln, die selbst erst nach Florenz gegangen war, in der Hoffnung bessere Arbeit zu finden. Doch ihre Ohren blieben gespitzt und auch ihr Blick schweifte immer wieder zu Alessia und dem jungen Mann.
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Shane Hannigan
Englischer Großmeister
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Der Charakter
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Besonderheiten: Wunden an der linken Wange und Hüfte; ebenso am rechtem Bein; braucht einen Gehstock
Gesinnung: Templer Templer

BeitragThema: Re: Die Eingangshalle   23/2/2017, 9:38 pm

2. Mai 1480
12:56 Uhr
Alessia Rossi, Cosmo Spavento, Serena Vasari

Pferd und Reiter waren erschöpft. Den Kopf gesenkt und die Schultern angezogen, ließ sich Shane über die weite Ebene tragen. Das Wippen des Pferderückens machte seine Müdigkeit nicht besser, denn immer wieder drohte er einfach einzudämmern, während sein Körper nach links und rechts schwenkte. Staub bedeckte seine Kleidung und zeigte kaum mehr etwas von ihrer teuren Herkunft. Seit einem Jahr war er nun schon unterwegs um endlich sein Ziel zu erreichen. Von London aus war er aufgebrochen zum Hafen in Brighton und von dort aus mit dem Schiff nach Frankreich gereist. Nach einer langen Kutschenfahrt und weiteren berittenen Strecken war er mit dem Schiff nach Genua gefahren und jetzt ritt er schon seit Wochen durch Italien und suchte nach einer bestimmten Stadt. Florenz. Hier hatten seine Brüder vor kürzester Zeit einen großen Erfolg gegen die Assassinen geschlagen und dorthin wollte sich der Großmeister verziehen. Wollte in dieser Stadt seine Wunden lecken und wieder zu neuem Glanz kommen. Denn an Glanz hatte er in diesem Moment vollends verloren. Sein Aufbruch aus England war beinahe gehetzt gewesen. Wochen ohne Schlaf und die ständigen Schmerzen hatten an seinen Nerven gezerrt und ihn ebenso an Gewicht verlieren lassen. Jetzt, wo er bald am Ziel seiner Reise angekommen war, war er entspannter. Er hatte sogar hin und wieder ein paar Stunden geschlafen und wieder mehr gegessen, sodass seine ehemalige Würde Stück für Stück in seinen Körper zurückkehrte. Dennoch war, die Einsamkeit der Reise und das ständige Reiten, nicht ohne Spuren an ihm vorbei gegangen. Alles was er sich wünschte war ein gutes Bad und die Gesellschaft schöner Frauen. Es hieß doch immer Italien besäße die Schönsten davon und der Adelige wollte sich irgendwie selbst davon überzeugen. Nach und nach wich der kargen Landschaft ein kleiner See aus Häusern. Bauern bestellten ihre Felder und begutachteten argwöhnisch, den Reisenden, der sich durch die Mittagshitze kämpfte. Wie er diese Hitze, doch hasste! Sie drückte auf sein Gemüt und ließ seine Lippen trocken und spröde werden. Sich aus der Starre kämpfend griff er nach dem Wasserbeutel in der Satteltasche und löste den Halter vom Leder um einen Schluck davon zu nehmen. Es war schon ein wenig abgestanden und schmeckte widerlich, doch es war alles, was er im Moment besaß. Natürlich hatte er bereits einiges an Flori gesammelt und die Englische Währung umgetauscht, mit ein paar gezielten Verhandlungen, doch bisher war er keinem Händler begegnet, der mit Wasser handelte - nur einem der Milch verkaufte. Und an dieses Gesöff vergriff er sich nicht. Zu stark war die Erinnerung des letzten Anfalls in ihm verankert. Seine Finger umfassten die Zügel der Stute fester und er lenkte sie um einen Heuhaufen herum. So weit, dass ihm niemand daraus hinterrücks angreifen würde. Leise auf englisch murmelnd, strich er der Stute, welche er Lady genannt hatte, über den Hals. Sie war seine einzige Begleitung in all der Zeit und sie waren aneinander gewöhnt.

Immer mehr Stimmen waren zu hören, als er das Stadttor endlich erreichte. Wachen blinzelten müde unter ihren Helmen hervor und hoben nur leicht die Piken an, als er an ihnen vorbeischritt. Sein Blick war stechend und sein Kopf etwas weiter erhoben. Trotz der Erschöpfung wollte Shane Haltung bewahren. Niemand sollte ihn für einen einfachen Tölpel halten. Auch wenn ihm der Schmutz an der Kleidung wie ein schweres Gewicht vorkam, dass ihm ein schäbiges Aussehen verlieh. Aber das war wohl der Tribut des Reisens. Ein wenig beobachtete er die Menschen die vor den Hufen des Pferdes auswichen und ihm den Platz boten, den er brauchte. Ein paar schimpften zwar, als er zu nah an sie heran kam und sie mit der Stiefelspitze traf, doch darüber scherte sich der Templer recht wenig. Das Volk hatte zu weichen, es hatte den Templern zu gehrochen und der Ordnung zu folgen. Als er einen Moment nicht wusste, wohin er gehen sollte, blieb er stehen und fragte einen reichen Kaufmann, nach dem Weg. Sein Italienisch war flüssig und die Färbung seines englischen Akzentes war kaum zu hören. Seine Frage war gezielt gewesen und keine Scham zeigte sich auf seine Bitte. Gab sich nicht jeder hin und wieder den Gelüsten menschlichen Fleisches hin? Man nannte ihm also das beliebteste Bordell der Stadt und Shane folgte der Beschreibung, die man ihm gegeben hatte. Das Haus, welches er erreichte war im ersten Moment unscheinbar und doch war der feine Geruch nach Parfüm und Schweiß wahrzunehmen. Es hatte aber einen besseren Zustand, als jene Luststätten in London. Mit einer geübten Bewegung schwang er sich von Lady und strich der Stute sachte über den Hals. Als er von einem Prusten aus ihren Nüstern belohnt wurde, hängte er die Zügel an einen der Pflöcke. Shane ordnete einem der Jungen an, sich um das Tier zu kümmern und warf ihm eine Münze vor die Füße. Den Staub von seiner Kleidung klopfend, begab er sich auf die Stufen und öffnete schlussendlich die Türe. Ein Eingangsbereich eröffnete sich vor ihm, der besetzt war von einigen Frauen, allerdings schienen sich derzeit nicht viele Männer darin zu befinden, worüber er ganz froh war, so gab es weniger forschende Blicke. Der Templer verschränkte seine Arme im Rücken und sah sich mit wachsamen Blick ein wenig um. Man hatte ihn nicht belogen, diese Frauen waren wirklich schön. Zufrieden lockerten sich seine Züge zu einer höflichen Maske. An Frauen würde es ihm heute nicht fehlen, da war er sich sicher.

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BeitragThema: Re: Die Eingangshalle   23/2/2017, 10:39 pm

2. Mai 1480
13.01 Uhr
Cosmo Spavento, Serena Vasari, Shane Hannigan

Es war der junge Mann, der wenig später eintrat, der Alessias Aufmerksamkeit auf sich zog. Jung schien er wirklich. So rein und pur, ganz sündlos und unbeschmutzt. Ihre Augen folgten ihm, eh er stehen blieb und sie stand auf, strich gemächlich zu ihm hin, legte den Kopf schief und streckte etwas den eleganten Hals. „Ciao, bellissimo!“ säuselte sie also und legte bereits eine Hand an ihn. Das war ihrer. Ihre Schwestern sollten sich einen anderen suchen- tatsächlich waren ein paar Frauen aufgestanden, die sich jetzt wieder niederließen. Das bemerkte Alessia mit einem Blick, dann war ihre Aufmerksamkeit wieder auf dem hübschen, unschuldigen Jungen.
Unwohl schien er sich zu fühlen. Das war das einzige, was er nicht fühlen sollte, also strich Alessia ganz sanft über seine Brust und betrachtete ihn aus ihren liebevollsten Augen. „Wie geht es dir? Bist du gut hergekommen?“ Ihre Hand strich hoch zu seinem Kragen und sie zog ihn ganz leicht mit sich, wollte sich mit ihm auf die Liege setzen. Dabei fiel ihr Blick auf die Tür, ihre Augen begannen zu leuchten und sie entblößte die Zähne im Strahlen. Natürlich erkannte sie die Frau in der Tür. Kurz sah sie auf zu ihrem Gast, dann zwinkerte sie Serena zu und eine Hand am Kragen des Manns strich über seinen Hals zu seinem Nacken und hoch in die Haare, wo sie einmal kraulte. Er sollte sich nicht vernachlässigt fühlen. Vielleicht wollte er ja nur etwas Aufmerksamkeit? Gar nichts Fleischliches? Es war schwer, sich das bei diesem Jungspund vorzustellen. Alessia kicherte, betrachtete ihn dann verführerisch. Dumm, dass sie ihn sich genommen hatte, bevor sie Serena entdeckt hatte. Vielleicht konnte sie sie ja irgendwie einbinden?
Alessia betrachtete ihn. „Wonach steht es dir?“ fragte sie dann leise und gab ihm ihre volle Aufmerksamkeit. „Da vorne ist nämlich eine gute Freundin von mir und wenn du dich halten kannst nehme ich dich mit zu ihr.“ Unauffällig zog sie ihn dann sanft mit und brachte sie in die Nähe von Serena, eh die Tür wieder aufging. Ein Adelsmann. Fast exotische Kleidung. Und sicher eine ganze Menge Geld.
Alessia biss sich auf die Lippe und betrachtete ihn von oben bis unten.
Cosimo musste aufpassen, sonst rannte sie ihm davon.
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BeitragThema: Re: Die Eingangshalle   23/2/2017, 11:22 pm

2. Mai 1480
13.03 Uhr
Serena Vasari, Shane Hannigan, Alessia Rossi

Im Moment schien er überfordert zu sein. Beinahe so, als hätte er einen Blackout, als die Dame, die gerade noch auf der Liege gelegen hatte, nun aufstand und elegant zu ihm hinüberging. Natürlich hatte er auch die anderen Frauen gesehen, doch war diese wohl die erste, auf dem sein Blick hängen blieb und sie diesen auch bemerkt hatte. Sie war schön- natürlich wie all die anderen hier. Und immerhin würde er sie nicht auserwählen, wenn sie ihm nicht gefiele. Der Gaukler beobachtete sie jedenfalls, als sie auf ihn zukam und ihn begrüßte. Beinahe so, als ob ihm die Luft wegbliebe, gar, als würde sie ihn mitreißen, kam er nicht einmal auf den Gedanken, sie ebenfalls zu begrüßen. Denn kurz darauf erkundigte sie ihn, wie es ihm ging und deswegen- auch wegen ihren Berührungen- schien er sich allmählich zu lockern.

"Mir geht es gut, grazie. Der Weg, hier herzufinden, war einfach." Letzteres war zwar nicht ganz richtig, doch vermutlich interessierte es die Kurtisane nicht einmal so genau. Sie wusste anscheinend, wie sie mit einem unwissenden Bursche umgehen musste. Und dabei sah sie nicht einmal älter aus als der Gaukler. Ihre Hand glitt dabei von seiner Brust, hoch zu seinem Kragen, während sie ihm zuhörte und zog ihn anschließend mit zu der Liege, wo sie sich mit ihm hinplatzierte und nun anfing, seinen Hinterkopf zu kraulen, was wirklich angenehm war.
Das Parfum, welches von ihr aus ging, stieg in seine Nase und hatte etwas von einer Betäubung. Vermutlich waren es nur all die Wahrnehmungen hier, die er vernahm. Ein Ort zum Wohlfühlen eben.
Dass die junge Frau sich kurz abwandte und einer Bekannten zuzwinkerte, bekam Cosmo nicht einmal mit. Erst, als sie ihn fragte, folgte er ihrem Blick und erkannte dort eine weitere Dame, die direkt zu den beiden auf der Liege sah.
Alles hatte er sich noch Stunden davor ausgemalt, was solche Frauen wie diese hier mit ihm vorhaben könnten. Doch... ihn mit zu einer zweiten Dame zu nehmen? Ja, es war überraschend und dennoch verlockend.
Also sah er wieder zu der jungen Frau neben sich und nickte schnell und dennoch kurz, um dieses Angebot anzunehmen.
"Wieviel verlangst du?", kam über seine Lippen. Jetzt war es offiziell. Vermutlich dachte sie sich, was für ein Unwissender er doch war. Ob sie diese Geschäfte mit unberührten Männern wohl gewohnt war? Und dennoch versuchte er, sicherer zu klingen.

Schließlich standen beide wieder auf und zog ihn mit zu der Anderen. Beinahe gleichzeitig ging die Tür auf und ein anderer Herr kam herein.
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BeitragThema: Re: Die Eingangshalle   24/2/2017, 12:21 am

2. Mai 1480
13.06 Uhr
Shane Hannigan, Alessia Rossi, Cosmo Spavento

Serena unterhielt sich noch eine Weile, bis Alessia sie bemerkte. Ein Grinsen stahl sich auf ihre roten Lippen, welches auch ihrerseits erwidert wurde. Es erfüllte sie mit Freude ihre Freundin endlich wieder zu sehen, viel zu lange war es her gewesen, dass sie miteinander gesprochen hatten. Allerdings gab es viel Arbeit in Venedig und daher war Serena kaum abkömmlich gewesen.
Die junge Frau sah zu, wie Alessia den jungen, vermutlich unerfahrenen Mann um den Finger wickelte. Fast konnte sie sein Herz bis quer durch den Raum klopfen hören, es war kein Wunder, dass er ihrer Freundin verfiel, denn Serena beneidete Alessia um ihre Schönheit und den schlanken Körper. In ihren Augen war die andere Frau einfach perfekt geformt und besaß ein ganz eigenes Maß an Verführung, welches ihr hier in Florenz die Männer zu Füßen liegen ließ, wie Serena in Venedig.

Als Alessia ihr zuzwinkerte, wusste Serena im Prinzip schon, was sie vorhatte und es störte sie nicht im Geringsten. Ganz im Gegenteil, ein wenig Spaß mit einem ganz unverbrauchten Burschen zu haben? Es könnte ein entspannter Nachmittag werden, zumal sie ihren Auftrag bereits erledigt hatte und somit freigestellt war.
Ein Glas Wein in der Hand, gebracht von einem der Mädchen, straffte sie die Schultern und sah zu den beiden mit einem sanften Lächeln herüber. Es dauerte nicht lange, einige Worte wurden noch gewechselt, ehe die beiden herüber kamen.
"Alessia! Bella Donna, du wirst immer schöner!", lachte Serena auf und zog ihre Freundin in eine stürmische Umarmung.
"Wen hast du mir da mitgebracht, er sieht... sehr nett aus...", fügte sie hinzu und musterte den jungen Mann nun unverhohlen von oben bis unten, lächelte kokett und legte den Kopf leicht schief.
"Stell ihn mir doch bitte vor, mia amica?", bat sie mit einem verführerischen Blick in seine Richtung und sah dann mit einem Funkeln in den Augen zu Alessia.

Doch dieser Moment währte nur kurz, als sich noch einmal die Tür öffnete und ein hochgewachsener, schlanker Mann eintrat. Er sah sich mit einem stechenden Blick um, so als müsste er erst prüfen, ob die Frauen hier seiner Aufmerksamkeit würdig waren, ehe er seine Gesichtszüge zu einem höflichen Lächeln lockerte. Die Hände auf dem Rücken verschränkt trat er weiter in den Raum, seine Kleidung von Staub bedeckt und doch erkannte Serena, dass es teurer Stoff war den er trug. Interessiert beobachtete sie seine Bewegungen, ehe sie sich an Alessia wandte.
"Bella donna, kennst du diesen Mann?", flüstere sie ihr ins Ohr, getarnt durch einen Wangenkuss und ein keckes Lächeln. Der junge Mann musste nicht alles mitbekommen, es würde reichen, wenn er sich auf Serena und Alessia konzentrierte.
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Shane Hannigan
Englischer Großmeister
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Alter : 20
Spieler : Rune

Der Charakter
Alter: 30 Jahre
Besonderheiten: Wunden an der linken Wange und Hüfte; ebenso am rechtem Bein; braucht einen Gehstock
Gesinnung: Templer Templer

BeitragThema: Re: Die Eingangshalle   24/2/2017, 2:02 pm

2. Mai 1480
13:00 Uhr
Alessia Rossi, Cosmo Spavento, Serena

Shane wusste nur zu gut, dass er wohl mit seiner Kleidung auffiel. Die Blicke der Mädchen war ihm Antwort genug. Der Mann ließ sich Zeit und betrachtete jede Einzelne, als würde er Ware begutachten, denn nichts anderes waren sie am Ende. In ihrer Arbeit boten sie ihren Körper für Geld und so war es durchaus auch sein Recht zu wählen. Selbst wenn diese Menschen alles an ihnen benutzten, war ihr Leben bestimmt durchaus reichhaltiger und spannender, als die so manch anderen Tölpels. Eine gute Kurtisane war goldeswert und Shane wollte heute nicht sparen. Zu lange hatte er auf jeglichen Kontakt verzichten müssen und auf den Seereisen hatte er sich mit schlecht erzogenen Trunkbolden herumschlagen müssen. Nein, das war wirklich nichts für den feinen Herrn.

Während er sich umgesehen hatte, war sein Blick auf den wohl schönsten Frauen im Raum hängen geblieben. Beide besaßen sie eine wunderschöne Haarpracht, sanfte Lippen und einladende Augen. Ihre Schönheit lag in unterschiedlicher Natur und doch, wirkten sie beinah schon ähnlich. Zu seinem missfallen, entdeckte Shane jedoch einen Jüngling zwischen den Beiden und ein beinah abschätziger Blick wanderte über dessen Gestalt. Er wirkte nicht so, als könnte er sich zwei dieser Frauen leisten und seine Körpersprache erzählte ihm nur deutlich, dass er wohl kaum Erfahrung mit den Früchten der Frauen hatte. Der Adelige schnalzte leise mit der Zunge und schritt gezielt auf den kleinen Trupp zu. Sie hatten seine Aufmerksamkeit geweckt und eine dieser Frauen, oder wer wusste es schon, vielleicht alle beide, würde ihm für ein paar Stunden gesellschaft leisten. Zudem wirkten sie so, als würden sie gut sein. Ihre Kleidung war feiner und ihr Auftreten ein wenig stolzer, jedenfalls in seinen Augen. Zwar hatte er die sehnsüchtigen Blicke der anderen Mädchen durchaus wahrgenommen, so kam aber keiner denen gleich, die er sich ins Auge gefasst hatte. Sein Ziel erreicht, neigte er grüßend den Kopf und löste seine Hände vom Rücken. “Buongiorno bella donne. Ich bin auf der Suche nach einem guten Bad in der Gesellschaft schöner Frauen, das Geld sollte dabei keine Rolle spielen.“ Auch jetzt war sein Italienisch flüssig und verriet nichts von seiner eigentlichen Herkunft. Während seine Stimme in Englisch tief und hart war, klang sie in dieser Sprache mehr wie ein warmes Brummen. Noch immer das höfliche Lächeln aufgesetzt, ließ er den Blick über alle drei Gesichter schweifen, wobei seine Augenbrauen sich leicht zusammen zogen, als er den Jungen betrachtete.

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BeitragThema: Re: Die Eingangshalle   24/2/2017, 6:17 pm

2. Mai 1480
13.07 Uhr
Cosmo Spavento, Serena Vasari, Shane Hannigan

Alessia ließ sich auf das klitzekleine Gespräch ein und obwohl es sie störte, wie er nicht auf ihre Frage antwortete, blieben ihr Gesicht liebevoll und ihre Augen an ihm haften. Er verdiente eine Antwort. Er verdiente alles. Immerhin war er Kunde.
Die junge Frau ließ ihre Hand nicht mehr von ihm, damit er ihr nicht wegrannte, auch wenn sie jetzt immer öfter zu Serena sah. Aufregung sammelte sich in ihr. Sie hatte sie so lang nicht mehr gesehen. „So viel, wie ich dir bieten kann.“ Es entschied im Nachhinein. Sie strich sanft auf ihn zu und ihre Hand glitt über seine Wange. „Wir können auch vorher ein Limit ausmachen.“ Damit kicherte sie, um ihn nicht zu sehr übers geschäftliche nachdenken zu lassen und lenkte das Gesprächsthema und sie beide zu Serena.
Seit sie Freunde waren, bewunderte Alessia Serena. Sie mochte nie glauben, dass die Frau ihresgleichen war, war sie doch von einer Grazie, die die impulsive Alessia verzauberte. Wie eine Tänzerin, sie stand jetzt schon wieder da, als habe man sie in Marmor geschlagen. Glücklich ließ sie sich umarmen, drückte sie an sich. „Anima mia!“ Sie schlang die Arme um sie. „Hör auf das zu sagen, du lässt mich rotwerden! Ich will doch nur irgendwann so schön sein wie du!“ sie lachte vergnügt und sah Serena strahlend an. Ihr Blick fuhr dann über sie und sie wollte noch etwas sagen, da folgte die Frage über ihre Begleitung. Alessia kehrte zu ihm zurück, legte ihre Arme um seinen und sah zu ihm auf. Sie wusste seinen Namen gar nicht, also formte sich schnell in ihrem Kopf eine charmante Überspielung. Als ihr Blick wieder zu Serena flog grinste sie auf. So eine reizvolle, betörende Frau!
„Das ist eine neue Bekanntschaft…“ summte sie und strich seinen Arm hinauf, löste sich dann leicht um sich mit ihnen in eine kleine Runde zu stellen, die Hand aber noch sanft an ihm. „Er wollte mir Gesellschaft leisten.“ Ihr Ton sollte ihm klar machen, dass sie sich darauf freute- Serena wusste vielleicht, dass Alessia sich nicht schnell band.
Ihre Aufmerksamkeit wurde jedoch bald beansprucht von einem Mann, der eintrat und er entschied sich für sie. Nicht für ein anderes Mädchen: Für Serena, den jungen Mann und sie. Sie ließ ihre Augen von ihm lenken, als Serena ihre Wange küsste und lauschte ihren Worten, eh sie, im sich -voneinander-entfernen den Kopf schüttelte. Sie kannte den Mann nicht.
Alessia sah dann zu ihm auf und lächelte charmant, knickste etwas. Eine Hand hatte sie noch fast besitzergreifend bei dem jungen Mann, eine strich über den Arm des Älteren. Als sie sich zu ihrer Freundin gereckt und den Kopf leicht gesenkt hatte, war ihr der Schmuck aufgefallen, den er am Finger trug. Rot auf Silber. Konnte es sein, dass-…? Alessia biss sich auf die Lippen. Wenn er ein Templer war, dann brauchte sie ihn. Sie brauchte jeden, den sie im Moment zu Rizzi ausquetschen konnte. „Si, naturalmente!“ säuselte sie also, betrachtete sein herbes Gesicht und sah zu Serena. Ganz kurz zeigten ihre Augen, in was für einer Misere sie war. Die Kurtisane hatte sich den Jungen angelacht, aber sie brauchte Informationen über Rizzi- dringend. Und die würde sie höchstens von dem hochgewachsenen, dunkelhaarigen bekommen.
Es war ja nicht mal so, dass sie einen Plan hatte, den sie hätte durchführen oder Serena erklären können- da war einfach Hilflosigkeit und das hasste sie wie die Pest.
Ein gesittetes, wenngleich betörendes Lächeln folgte, zu beiden der Männer.
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BeitragThema: Re: Die Eingangshalle   24/2/2017, 6:58 pm

2. Mai 1480
13.08 Uhr
Serena Vasari, Shane Hannigan, Alessia Rossi

"Mein Name ist Cosmo, amore mio.", sagte er, kurz nachdem Alessia damit antwortete, dass er ihr Gesellschaft leisten wollte.
Das sie ihn dabei nicht losließ, gefiel ihm. Es war eine Art, versichert zu sein, nicht fehl am Platz zu sein.

Doch der Herr, der eintrat, ließ Cosmos Blick senken, als würde er ihn einschüchtern. Ein Adelsmann, natürlich. Cosmo war zwar nicht reich, dennoch erhoffte er sich, dass die Damen dennoch nicht weglaufen konnte. Immerhin konnte er bezahlen, auch wenn er das Geld für andere Sachen brauchte. Schon jetzt wusste er, dass es eine blöde Idee war, hier herzukommen. Früher oder später hätte er schon ein Mädchen gefunden. Hier fühlte es sich so an, als ob er einen Packt schloss, in dem er ausgenommen werden würde. Denn als er es wagte, wieder aufzusehen und den Adelsmann erstmal zu ignorieren, der sich dazugestellt hatte, sah er zu der Kurtisane, die seinen Arm mit der Hand umfasst hatte. Sie hatte Blut geleckt und jeder Blinde konnte sehen, dass sie eher mit dem Älteren Geschäfte machen wollte, als mit Cosmo Spavento. Die eine Dame begrüßte jedenfalls die andere mit einem Wangenkuss und sah dann anschließend selbst hoch zu dem älteren Herrn.

"Signora, ich würde mich nun gern mit Euch zurückziehen.", sagte er nun, weiterhin den Blick auf die Dame neben sich gerichtet, die seinen Arm umgriffen hatte. Nur ungern wollte er sie mit dem Fremden teilen, der ihm schon einen Hauch von Unsympathi vermittelt hatte.
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BeitragThema: Re: Die Eingangshalle   24/2/2017, 9:29 pm

2. Mai 1480
13.09 Uhr
Shane Hannigan, Cosmo Spavento, Alessia Rossi


Serena lächelte sanft bei den Worten ihrer Freundin. Sie hatte Alessia vermisst, das wurde ihr nun wirklich bewusst und es tat gut sie zu sehen, einfach ohne Verpflichtungen Zeit hier zu verbringen und ein wenig Spaß zu haben. Die junge Frau knickste leicht, als Alessia den jungen Burschen vorstellte und ließ die Fingerspitzen leicht über seinen freien Arm wandern. Es war ihr klar, was ihre Freundin vor hatte und Serena hatte nichts dagegen dieses Spiel mit ihr gemeinsam zu spielen.
"Cosmo... Ein wirklich schöner Name...", schnurrte sie nun leise in sein Ohr und fuhr mit den Lippen federleicht über die dünne Haut direkt unter dem Läppchen.

Sie spürte, dass die Präsenz des gut gekleideten Herrn, der gerade eingetreten war, ihre Beute einschüchterte. Er gab ihm das Gefühl weniger wert zu sein, allein durch die einnehmende Präsenz die er im Raum verbreitete - und das durch seine bloße Anwesenheit. Die Frauen musterte er wie Ware, ehe er nun näher kam und sich ausgerechnet Alessia und sie ausgesucht hatte. War er auf Streit aus? Er musste doch sehen, dass die beiden bereits zu tun hatten und doch ließ er sich davon nicht abhalten und kam geradewegs auf das Trio zu. Er grüßte höflich und fragte nach einem Bad und natürlich der Gesellschaft einer schönen Frau. Was sollte er auch sonst in einem Bordell wollen?
Alessia knickste standesgemäß doch Serenas Stolz verbot es ihr in ihrer freien Zeit vor einem Mann Demut zu zeigen, der ihr so offensichtlich unsympathisch war, dass es fast schon greifbar zu sein schien. So stand sie einfach da, neigte grüßend den Kopf und zwang sich zu einem täuschend echten Lächeln. Verärgern wollte sie den Fremden nun immerhin auch nicht.

Kurz darauf warf Serena einen kurzen Blick zu ihrer Freundin und bemerkte, dass sie einige verstohlene Sekunden auf den Ring des Herrn verschwendete, ehe sie aufsah und ihm schnurrend zusagte. Sie musste Serenas Blick bemerkt haben, denn Alessia sah auf und für den Bruchteil einer Sekunde sah sie etwas, dass ihr zeigte, dass etwas nicht stimmte. Sie wusste, dass es etwas an diesem Fremden gab, was Alessia interessierte, vielleicht auch sogar dringend wissen musste. Was blieb Serena also anderes übrig, als ihrer Freundin aus dieser misslichen Lage zu befreien?
Mit einem Lächeln auf den Lippen, welches als eine schauspielerische Höchstleistung geehrt werden müsste, zog Serena Cosmo an sich und zog einen Schmollmund.
"Oh, Ihr wollt mich doch nicht etwa verschmähen? Das wäre äußerst unhöflich von Euch, Cosmo.", flüsterte sie ihm ins Ohr und küsste seine Wange.
"Weint meiner werten Freundin keine Träne hinterher, sie wird hier sein, wann immer Ihr es wollt, nicht wahr? Aber für den Moment... gehört Ihr mir.", fügte sie mit einem koketten Lächeln hinzu und sah ihn aus ihren großen, grünen Augen an.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Die Eingangshalle   24/2/2017, 11:48 pm

2. Mai 1480
13:10 Uhr
Alessia Rossi, Cosmo Spavento, Serena Vasari

Mit grimmiger Erkenntnis, bemerkte er, dass diese Frauen sehr wohl ein ehrliches Interesse an dem jungen Mann hatten, der zwischen ihnen war. Für einen Moment versuchte er zu erkennen, was wohl der Grund dafür war. Geld war es jedenfalls nicht und das störte das beständige System. Was war so Besonders an einem einfach Tropf wie diesem? Nach seiner kurzen Begrüßung waren die Hände wieder in den Rücken gewandert und ein wenig drehte er den Siegelring, auf seinem rechten Ringfinger, hin und her. Eine Geste, die davon zeugte, dass er nachdachte.
Während die blonde Frau, welche förmlich an dem Jüngling klebte, einen höflichen Knicks machte, blieb die Zweite im Bunde eher distanziert und zeigte nur ein Lächeln. Es war schön und er hätte ihr geglaubt, wäre ihm der kurze Ausdruck in ihren Augen entgangen. Doch das tat es nicht. Dafür kannte er die Gesichter der Menschen zu gut, diesen freien Verstand, den er manchmal so sehr verachtete. Aber Shane war nicht hierher gekommen um Sympathie zu fordern. Nein, er wollte einfach nur entspannen, sich den Dreck von der Haut waschen und sich  ein wenig verführen lassen. Wenig später bekam er auch schon eine Antwort von jener Kurtisane welche, über seinen Arm strich und dort ein wohliges Gefühl hinterließ. Ein bisschen war nun auch der Reiz da, sich ausgerechnet jene zu nehmen, welche gerade noch an der Brust eines anderen hing. Das Lächeln war langsam aus seinem Gesicht​ gewichen und hatte einem neutralen Ausdruck platz gemacht. Was jedoch nicht verborgen blieb, war das leichte Funkeln in seinen Augen, welches von der Begierde sprach, von der sich nicht einmal der Templer lösen konnte. Wer einmal die  Süße des Nektars gekostet hatte, war nicht gewillt auf sie zu verzichten.
Grazie, Ihr werdet keinen Augenblick bereuen.“ Zufrieden bemerkte er, dass die Braunhaarige sich um den Bürgerlichen zu kümmern schien. Shane konnte das Triumpfgefühl nur schwer verbergen, dass ihn in diesem Augenblick erfasste. Eigentlich scherte er sich nicht um solche Kleinigkeiten, aber nach dieser Niederlage in London, war selbst dieser Gewinn etwas erheiternd. “Ihr solltet auch mit einer glücklich sein.“, wandte er für einen Augenblick das Wort an den Jungen und sah ihn von oben herab an. Die Tatsache, dass sie beinahe gleich groß waren, ignorierte er komplett. Es ging ums Prinzip und nun, er war eben  von höheren Range. Erst nach ein paar Atemzüge löste er wieder den Blick und drehte den Blick zu der blonden Frau. “Wie ist Euer Name, bella donna?“ Es würde einfacher sein, wenn er einen Namen zu diesem hübschen Gesicht bekam.

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BeitragThema: Re: Die Eingangshalle   25/2/2017, 2:51 am

2. Mai 1480
13.11 Uhr
Cosmo Spavento, Serena Vasari, Shane Hannigan

Es tat irgendwie gut, diese Kurtisane bei sich zu haben, die Alessia vorkam wie eine große Schwester. Natürlich war man in diesem Milieu befreundet und man achtete sich wie Schwestern, aber mit Serena: Das war etwas anderes. Alessia schätzte sie mehr als das. Eine beste Freundin, mochte sie fast meinen. Manchmal fragte sich das Mädchen, warum sie nicht nach Venedig zog: Da wo Filip und Serena wohnten. Aber es ging ihr zu gut in der Rosa und das wollte sie nicht aufgeben. Sie wollte ja auch nicht mittellos enden.
Aber egal, ob sie nun nach Venedig zog oder nicht, Serena passte auf sie auf, und wenn es nur während eines Besuchs war.
Das stellte die hübsche Frau mit der guten Seele wieder unter Beweis. In Alessias Bedrängnis stand sie ihr zur Seite und erntete dadurch sofort den weichtesten Ausdruck, zu dem die wahl-Florentinerin nur irgendwie fähig war. Sie lachte dann sanft um es zu überspielen und strich noch einmal über die Brust des jungen Mannes- wie? Cosimo?- um ihm in die Augen zu sehen. „Ich bleibe in Florenz. Diese Grazie werdet ihr erst wieder sehen, wenn ihr den Weg nach Venedig auf Euch nehmt!“ fügte sie also an Serenas Worte hinzu. Sie waren geflüstert gewesen, Alessia konnte sich nicht sicher sein, was Serena da zu sagen gehabt hatte- aber sie vertraute ihr, wie sie ihrem Filip vertraute und wenn Serena dem Jungen die Wahrheit geflüstert hatte, so würde Alessia wissen dass es zu einem guten Zweck geschehen war.
Sie wandte den Kopf dem Adligen zu. Feier nur deine Erfolg! lachte sie im Inneren. Am Ende des Tages bin ich es, die Santoro glücklich macht. Damit sah sie wieder geradeaus und betrachtete Cosmo und Serena. Gut sah sie sich aus, wie sie sich an ihm hielt. Fast gefiel es Alessia selbst.
Sie hatte etwas vor dem Adligen Stellung bezogen, hörte seine Worte also nur von hinten und schmunzelte verführerisch. „Die zwei Herren könnten auch mit zwei Frauen glücklich sein.“ Schwieg aber eilig als ihr einfiel, dass jede verlorene Chance, den Mann zu sprechen, hieß, sie könne eine Chance verlieren, Dinge über Rizzi herauszufinden. Und weil das extra Flori bedeutete, presste sie die Lippen zusammen, schob sich schräg vor den Mann, dass ihn Hintern und Schultern berührten und sie seinen Gesichtsausdruck nicht sehen musste und sah kurz Serena an. So eine treue Freundin. Die junge Frau würde viel mit ihr zu bereden haben, wenn beide frei hatten. Sie würde es ihr erklären, die Sache mit den Templern.
Alessia drehte den Kopf leicht um zu ihm hochzusehen, was ihr einen ganz liebreizenden Anblick von Naivität verlieh. „Alessia Rossi, Signore.“ Ihr Herz schlug höher, als sie bemerkte, dass sie gleich die allererste wichtige Information erfahren würde, die bestimmt auch den Assassino brennend interessieren würde. Sie mochte sein Gesicht- Wie schön es aussehen würde, würde sie ihre gesammelten Informationen vortragen. Es würde ihm gefallen, wie sie sich für den Auftrag engagierte.
„Und Ihr?“
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BeitragThema: Re: Die Eingangshalle   25/2/2017, 1:18 pm

2. Mai 1480
13.11 Uhr
Serena Vasari, Shane Hannigan, Alessia Rossi

"Scusi, beleidigen wollte ich Euch nicht. Das war nicht meine Absicht, Signora.", meinte Cosmo und sah anschließend zu Alessia, die meinte, dass er erstmal mit ihrer Freundin die Zeit verbringen sollte.
Die Zärtlichkeiten, mit denen sie ihn jetzt schon einen Vorgeschmack gaben, ließen ihn einen Schauer über den Rücken fahren.
Und mit nur einer Kurtisane die Zeit zu verbringen, kam ihm ganz recht. Geld sollte natürlich erstmal keine Rolle spielen, doch besaß er nicht genug, wie anscheinend der Mann, der in die kleine Runde dazukam. Cosmo Spavento spürte, dass sie den wohlhabenden Mann nicht verscheuchen wollte, der nun ebenfalls seinen Senf dazugab und meinte, dass Cosmo doch auch sicher mit einer Dame glücklich werden würde. Doch darauf sagte Cosmo nichts, sondern nickte nur, ohne ihn sekundenlang nicht aus den Augen zu verlieren. Irgendwas gefiel dem Gaukler an diesem Kerl nicht, doch konnte er nicht genau sagen, was es war. Vielleicht musste es auch nichts großartiges sein.. Vielleicht war es schon, wie er sich verhielt und dem Burschen somit zeigte, wer hier der Edelmann von beiden war. Eigentlich wollte Cosmo sich nur entjungfern lassen und diese Erfahrungen kennenlernen, stattdessen musste er es mit diesem Mann aushalten. Es waren zwar nur ein paar Minuten in dessen Gesellschaft, doch fühlte es sich unendlich lang an.

Anschließend meinte Alessia, dass sie auch alle zusammen Spaß haben konnten- doch dies schreckte den Jungen eher ab. Genauso sah er sie auch an, doch senkte gleich den Blick und entgegnete: "Grazie, Signora für dieses.. Angebot. Doch reicht es mir, eine Dame bei mir zu haben." Er kam sich sehr unwohl vor im Moment. Wollte eigentlich so schnell in eines der Zimmer verschwinden, wie es ging. Und so sah er auch wieder zu Serena und schritt etwas näher an sie heran, wenn auch nur unbewusst.
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BeitragThema: Re: Die Eingangshalle   25/2/2017, 5:52 pm

Serena spürte die Anspannung, welche in der Luft lag. Ihre Natur war mehrschichtig und von Person zu Person anders. Der junge Bursche, welcher sie im Arm hatte schien sich eher unwohl in Gegenwart des älteren und sehr einnehmenden Herrn zu fühlen - was sie ihm weiß Gott nicht verübeln konnte. Von diesem Menschen ging eine Art Gefahr aus, die Serena eine Gänsehaut über den Rücken jagte. Alessia hingegen schien zu knistern vor Vorfreude auf etwas, das sie ihrer Freundin bisher verschwiegen hatte. Was es wohl sein mochte? Vielleicht würde Serena es erfahren, wenn beide heute Abend einen Moment für ein Glas Wein zusammen fanden und endlich ungestört miteinander sprechen konnten.
Neugierde brannte in der jungen Frau auf, doch die stoische Geduld mit der sie auch ihren Beruf ausübte überwog jeglichen Gedanken an ein ungeschicktes Verhalten. Oberste Priorität hatte es erst einmal Cosmo einen unvergesslichen Nachmittag zu bereiten und Alessia die Möglichkeit zu geben, zu erledigen was sie vor hatte. Dieser Herr schien der Schlüssel dazu zu sein.

Natürlich bot sie Cosmo an, auch zu Viert etwas Spaß zu haben, doch dieser lehnte dankend ab. Verständlich, denn wenn man nicht viel Erfahrung hatte - wovon Serena ausging - dann genügte es auch für das erste Mal mit nur einer Dame das Bett zu teilen. Die Kurtisane strich mit den Lippen zärtlich über seine Wange und zupfte am Arm ihrer Beute. "Dann lasst uns ein Zimmer suchen, wo wir ungestört sind Signore?", schnurrte sie ihm ins Ohr und warf einen fragenden Blick zu Alessia.
"Mia amica, wo dürfen wir hin verschwinden?", lächelte sie sanft und legte den Kopf schief.
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BeitragThema: Re: Die Eingangshalle   25/2/2017, 7:02 pm

2. Mai 1480
13:13 Uhr
Alessia Rossi, Cosmo Spavento, Serena Vasari

Eine Weile beobachtete er das Schauspiel zwischen den Frauen und dem Jüngeren. Das er auf seine Worte keine Antwort gab, fand Shane beinahe schade. Nach langer Einsamkeit neigte man wohl dazu, ein wenig nach interessanteren Tätigkeiten zu suchen. Doch der Fremde schien seinen Platz zu kennen, so würde es keinen Streit geben. Er stürtzte ein wenig die Lippen und wandte den Blick fort von ihm, um sich am Anblick jener Frau zu laben, für die er sich Entschieden hatte. Als sie jedoch vorschlug, dass sie auch zu Viert das Vergnügen genießen konnten, wurden seine Augen schmal und er stieß ein etwas verärgertes Schnauben aus. Er wollte lieber seiner Ruhe haben und ein Bad mit diesem Jüngling teilen? Das kam nicht einmal Ansatzweise für ihn in Frage. Gerade wollte er zu einer Antwort ansetzten, als der andere ihm zuvor kam. Schlauer Bursche, er besaß wohl mehr Verstand, als andere. Die junge Frau hatte sich vor ihn geschoben und er spürte die Wärme, welche von ihrem Körper ausging.
Er hob die Hand und strich mit den Fingerspitzen über die bloß gelegte Haut in ihrem Nacken. Ihre Haut war zart und wenngleich sie nicht unberührt war, hatte sie nichts an Sanftheit verloren. Seine Augen trafen die ihren, als sie den Kopf drehte, um ihm ihren Namen zu verraten. Alessia. Er besaß einen schönen Klang und er war leicht auszusprechen. Natürlich wollte sie auch den seinen wissen, doch er ließ sich Zeit und führte die Hand zu ihrer Schulter, wodurch das Metall des Ringes ein wenig über den Stoff ihrer Gewandung striff. “Shane Hannigan.“, verließ die Wortfolge seinen Mund und er hielt in der Bewegung inne. Dieses Mal war sein Ton etwas kälter geworden, da für einen Moment das Englisch zurück in seine Stimme gekehrt war. Nun war es wohl unverkennbar, dass er nicht aus, diesem Lande stammte. Was seine Kleidung nur vermuten ließ, hatte sein Name nun versiegelt. Sein Blick hob sich leicht, als die zweite Kurtisane fragte, wo sie sich zurück ziehen konnten. So prägte er sich die Gesichtszüge beider Gestalten ein. Wer wusste schon ob man sich noch einmal begegnete und Shane besaß lieber die Kontrolle und das Wissen darüber, dass er Personen schon einmal getroffen hatte. Mit einem zufriedenen Ausdruck schlang er dann den Arm um Alessias Hüfte und wandte die Aufmerksamkeit wieder ihr zu. “Wir sollten uns wohl auch zurück ziehen, bella donna.“

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BeitragThema: Re: Die Eingangshalle   25/2/2017, 7:55 pm

2. Mai 1480
13.11 Uhr
Cosmo Spavento, Serena Vasari, Shane Hannigan

Diese Unschuld- sie faszinierte Alessia. Dazu noch ihre gute Freundin. Ihr Blick lag auf den beiden ihr gegenüber und sie verspürte nur Positives. Es war fast zum Lachen, dass Alessia sich dem Schuldigen zuwenden musste und damit dem Negativen, das sie hinter sich spürte. Aber es würde sich lohnen. Verdammt, das würde es!
Alessia nahm sich vor, zu sparen. Jede Reise nach Empoli war vergessen. Sie wollte nach Venedig. Da lebten die Menschen, denen sie vertrauen konnte. Die sie unterstützten, egal unter welchen Umständen. Während sie betrachtete, wie Serena den Jüngling verführte stahl sich ein Grinsen auf ihre Lippen. Ihre Gute, süße Serena. „Geht nur in mein Zimmer, anima mia, dann sehe ich, ob ein Bad frei ist.“ Alessia sah hinter sich und kicherte. Ihr Zimmer sollte aufgeräumt sein, vielleicht lag noch auf dem Tisch die Liste mit Informationen über Rizzi, aber ansonsten vertraute sie ihrer Freundin alles an.
Alessia spürte jetzt die Hand an ihrem entblößten Rücken und sie genoss es. Heute trug sie das Kleid, das weder ihre Schultern noch viel von ihrem Dekolleté verdeckte und lediglich durch die enge Schnürung oben gehalten wurde- es zeigte ihm viel Haut und erweckte den angenehmen Anschein, als ließe es sich durch nur wenige Handgriffe entfernen. Das gab Alessia Spielraum. Sie spürte den Ring und Gewissheit schoss durch ihren Körper. Heute würde sie viel erfahren, das wusste sie sicher.
Ein kleines Zucken ging durch ihren Körper, als sie den Namen hörte. Das klang nicht italienisch. „Ein Engländer, Signore?“ eh sie sie komplett verloren hatte, hatte Alessia ihre Sicherheit zurück und sie wandte sich ganz um, um sich an ihn zu lehnen, die Arme um seinen Armen geschlungen, eine Hand zu seiner streichend. Ob auch ein Mann aus einem anderen Land über Rizzi Bescheid wusste? Oder zumindest genug Informationen bereit hatte um das Opfer zu rechtfertigen?
Alessia lächelte und nickte, legte charmant den Kopf schief. „Soll ich uns ein Plätzchen in der Rosa finden oder zieht Ihr einen Ort irgendwo in Florenz vor?“ Ihr Lächeln war gespannt, zeigte ihm Treue und Charme. Da zeigte sich nichts von der Unsicherheit, sich den Falschen angelacht zu haben.
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BeitragThema: Re: Die Eingangshalle   25/2/2017, 10:58 pm

2. Mai 1480
13.12 Uhr
Serena Vasari, Shane Hannigan, Alessia Rossi

Dass der Ältere nicht von hier stammte, stellte sich in diesem Moment heraus. Sein Ausdruck, ja- seine Sprache, gar sein Verhalten hatte den Anschein gehabt, dass er aus Italien stammte. Vielleicht war er oft hier, vielleicht beobachtete er aber auch nur die Bewohner der italienischen Städte genau und kopierte deren Verhalten ab. Egal, was es war: es hatte den jungen Mann nicht zu interessieren. Und diesen Gedanken, wer der Fremde wohl war, schüttelte er auch ganz schnell ab.
Genauso wie Cosmo schien dieser Shane Hannigan von dem Angebot nicht besonders überzeugt zu sein, zu viert ein Zimmer zu teilen. Nachdem er dies freundlich abgeschlagen hatte, schien auch der andere Herr von dieser Antwort besänftigt zu sein, denn die Anspannung, die er gerade noch gezeigt hatte, ging genauso schnell wieder vorüber.
Nun kam das Mädchen, die ihn heute beglücken sollte, abermals näher und strich verführerisch mit ihren Lippen über seine Wange, während sie flüsterte, dass sie sich dann wohl schnellstens ein Zimmer suchen wollte.
Alessia, die nun mit dem Rücken zu dem Wohlhabenden stand, bot ihnen ihr eigenes Zimmer an. Er fragte die Kurtisane, wo dieses zu finden war und bekam kurz darauf auch eine Antwort.
Dieses Gefühl, mit dem er das Haus betreten hatte, schien er nun vollkommen abzulegen. Die junge Dame an seiner Seite schien ihm etwas Gutes einzuflößen... Sie gab ihm das Gefühl, dass er willkommen war. Auch die Einschüchterung, die der ältere Mann im bereitet hatte, ließ er langsam wie ein Tuch fallen, sobald er Alessia mit einem "Ciao, Signora Alessia." verabschiedete, sich anschließend mit ihrer Freundin umdrehte, um von ihr mit zu dem Zimmer gezogen zu werden.
Je näher sie dem Zimmer kamen, desto bewusster wurde ihm, was er eigentlich hier tat, als hätte er es die wenigen Minuten komplett vergessen.

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