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 Rafael Santoro's Zellenzimmer

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Bauherr
And you say Rome wasn't built in a day
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BeitragThema: Rafael Santoro's Zellenzimmer   26/8/2017, 1:34 pm


◇--Rafael Santoro's Zellenzimmer


Hier befindet sich das gut geschützte Zimmer des Assassinen Rafael Santoro. Die Fenster sind zugenaggelt und Wachen befinden sich vor den Fenstern, sowie vor der geschlossenen Türe.




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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Rafael Santoro's Zellenzimmer   26/8/2017, 4:36 pm

Cf: Gasthaus

Der Weg zu Santoros Zimmer war weiter, als Shane erwartet hatte. Man hatte ihn wohl ganz am anderen Ende des Gasthauses platziert. Umso näher er kam, umso mehr Wachen begegnete er. Er nickte ihnen höflich zu, während sie ihm platz machten. Bei der Türe angekommen, zögerte Shane einen Augenblick. Er hatte sich nicht wirklich überlegt was er fragen wollte. Es war mehr Neugierde gewesen, die ihn dazu veranlasst hatte nun hier zu stehen. Bevor einer der Wachen fragen konnte, ob alles in Ordnung war, gab er ihnen das Zeichen, man möge die Türe öffnen. Seine Hand umfasste den Griff seinen Schwertes, bis die Knöchel weiß hervor traten. Dann holte er Luft und trat in den Raum.
Durch die versiegelten Fenster war es düster in dem Raum und Shane blinzelte leicht, um mehr zu erkennen. Stille war das erste das ihn empfang, zusammen mit dem Geruch von Urin und Pferdedreck. Dieses Zimmer diente wohl mehr für arme Spielleute die nur wenige Flori besaßen, um sich mehr zu leisten. Laut fiel die Türe, hinter seinem Rücken, ins Schloss. Er hatte darauf bestanden, alleine mit dem Assassinen zu reden. Auch wenn die Männer vor der Türe nicht gerade erfreut darüber gewesen waren. Sie hatten Angst der Gefangene würde ihn töten. Schlussendlich hatte er sie davon überzeugt, dass er klopfen würde, sollte er Hilfe benötigen und sehr gut fähig war sich selbst zu verteidigen.
Shanes Blick fiel auf das Bett, auf dem er eine Gestalt liegen sah. Dreckig und zerschunden, wie schon bei jenem Anblick auf der Straße. “Ihr solltet das Kissen unter Euren Rücken legen. Es lindert die Spannung im Bauch und so auch Eure Schmerzen.“ Shanes Blick fiel auf den dreckigen Verband und dann zurück in das Gesicht des Anderen. Eine Hand noch immer am Schwert, machte er keine Anstalten von der Türe fortzugehen. Er war nicht dumm und würde riskieren dem Assassinen zu nahe kommen.
“Ich würde gerne ein paar Fragen stellen, Mentor Santoro. Ich hoffe Ihr seid so freundlich und beantwortet sie mir.“ Kein Spott lag in der Stimme des Großmeister, sondern einfach eine sanfte Kälte. Wie für fast alle Fremde schien Shanes Gesicht keine Regung zu zeigen. Sie war verschlossen, aber nicht ohne Leben. Aber nicht einmal der Schatten konnte die Blässe verbergen, die zeigte, dass er nicht aus diesem Lande war.

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Zuletzt von Shane Hannigan am 29/8/2017, 8:44 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: Rafael Santoro's Zellenzimmer   26/8/2017, 6:45 pm

cf: Gasthaus/Weg der Templer

Nicht nur die körperlichen Schmerzen plagten den Assassinen, sondern auch dieser brennende Durst. Den Krug Wasser hatte er vollkommen geleert, den man ihm vor der Ankunft bereitgestellt hatte, doch hatte es den Durst immer noch nicht stillen können. Ihm war es jetzt auch vollkommen egal, ob man ihm ein Mittel reingetan hatte, durch welches er tief und fest einschlafen würde, um erst wieder zu erwachen, wenn die Reise weiterging. Niemand wollte Ärger. Und Ärger kostete Nerven und Energie. Doch die Müdigkeit, die er verspürte, schien so normal wie immer zu sein und nur von ihm selbst ausgelöst zu sein.
Knapp eine Stunde, nachdem er sich ins Bett fallen ließ, hatte er geschlafen. Schließlich erwachte er davon, als die Tür aufging. Er wollte nicht geschwächt wirken, sobald Rizzi vor ihm stand. Er erhob also im Liegen nur seinen Kopf und als er davon ausgehen konnte, es war jemand anderes, ließ er ihn wieder schwer sinken. Nicht einmal erkannt hatte der Assassine, dass es sich um diesen zweiten männlichen Templer handelte.
"Ich danke Euch, doch verzichte Ich auf Eure Ratschläge, Dottore." Seine Stimme hörte sich durchaus schwach an, beinahe so, als wäre er gerade dabei, wieder einzuschlafen. Rafael wollte alleine sein. Nicht einmal den Arzt wollte er empfangen, den er da stehen glaubte. Doch als die Tür kein weiteres Mal aufging und er feststellen musste, dass der Herr dort noch immer stand. Nicht einmal den Akzent hatte er bei Hannigans' ersten Satz ihm gegenüber wahrgenommen. Erst, als er weitersprach, blickte Rafael wieder in dieselbe Richtung. Nun erkannte er auch durch das dumpfe Licht, welches trotzdem durch die vernagelten Fenster drang, die blässe des Gesichtes. "Der Tod", schoss ihm zu allererst dabei in den Kopf, doch konnte er jetzt erst erkennen, dass es der Templer war, der ihn aus dem Kutschenfenster gemustert hatte.

Rafael machte keine Anstalten, ihn an den Kragen zu gehen. Dafür hatte er zu wenig Kraft.
Fragen beantworten? Ihm war es gleich, was er tun sollte. Und dennoch lieber, Rizzi's Folter zu ertragen.
Rafael hatte sich hingesetzt und blickte auf die Füße, die den hölzernen Boden berührten. Er wischte sich mit einem tiefen Seufzer eine dicke Strähne aus dem Gesicht und sah anschließend doch zu dem dunkelhaarigen Mann. "Bringt mir einen Krug Wasser. Dann könnt Ihr mir Eure Fragen stellen." Nicht abwertend, nicht wütend. Einfach nur müde und kraftlos und mit unzähligen schmerzenden Gliedern im Körper. Dann sah er ab von dem Templer und sein Blick haftete auf den Brandmalen an den Arminnenseiten. Rizzi musste immernoch voller Entzückung dafür strahlen, dass er auf diese Idee gekommen war, ihn mit dem Tatzenkreuz zu brandmarken.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Rafael Santoro's Zellenzimmer   26/8/2017, 7:18 pm

Wachsam beobachtete er jede Bewegung die der Mann vor ihn machte. Kein einziges Mal riskierte er es zu glauben, Santoro wäre zu schwach - auch wenn es so aussah. Shane zog ein wenig die Nase kraus und dann wurde sein Ausdruck überrascht, als man ihn als Dottore bezeichnete. Doch der Templer machte keine Anstalten etwas dagegen zu sagen. Viel eher wartete er geduldig ab und setzte zu seinem Anliegen an. Erst dann schien der Assassine zu verstehen. Das Geräusch von sich bewegenden Stoff erklang, während Santoro sich aufsetzten zu schien und Shane fragte sich, welcher Folter dieser Mann ausgesetzt gewesen war. Ohne zu zögern erwiderte Shane den Blick des anderen, jedoch
zeigte er nicht was er dachte oder fühlte. Es war so paradox.
Auf der einen Seite war dort stets der leichte Abscheu, den man stets für einen Feind empfand - aber dieser Fremde war mehr ein Geist, wie ein richtiger Gegner. Er wirkte gequält und gebrochen. Shane sah in diesem Moment nicht einmal mehr den brennenden Hass in dessen Züge. So war dort auch Mitleid zwischen all der Anspannung. “Nun, das dürfte kein Problem sein.“, antwortete er auf dessen Bitte nach Wasser. Aber es dauerte einen Moment, bis er sich bewegte, denn zuvor sah Shane ebenso auf die Brandmale an Santoros Arm. Der Großmeister hatte es zuvor schon gesehen, jedoch nicht so nah. “Welch Verschwendung.“, murmelte er leise und drehte sich um. Er klopfte gegen die Türe und ordnete einem Diener an Wasser und Wein zu bringen.
Während sie darauf warteten schwieg Shane nur und gab Santoro Zeit dessen eigene Gedanken zu ordnen. Zudem wollte er es nicht, dass einer der Wachen etwas hören würde. Es dauerte auch nicht recht lange, bis zwei Karaffen gebracht wurden. Während man die Eine zu Shane stellte brachte man die andere zu Santoro. Als sie aber wieder alleine waren, griff der Templer auch nach dem Wein und kam vorsichtig näher. Nur soweit, bis er auch den Wein neben den Italiener stellen konnte. Dann zog er sich zurück und stellte sich neben die Tür. Jederzeit bereit zu gehen.
Hier habt Ihr Eurer Wasser und auch Wein, gegen den Schmerz in Eurem Verstand.“ Den Kopf etwas erhoben, schien seine Gestalt halb im Dunkeln zu verschwinden. “Ich bitte Euch um Ehrlichkeit, Signore Santoro.“, begann er und lockerte etwas den Griff um sein Schwert. “Habt Ihr Verbindungen nach England?“ Es war nur eine einfache Frage, die man wenn man so wollte nur mit Ja oder Nein beantworten konnte. Doch Shane wollte vorsichtig sein und jede Frage mit bedacht wählen.

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BeitragThema: Re: Rafael Santoro's Zellenzimmer   26/8/2017, 8:23 pm

Selbst durch die Stille konnte Rafael Santoro die Anspannung spüren, die von beiden Männern ausging. Aber dies zu lockern war nicht seine Art.-Nicht in der Gegenwart eines Templers, obwohl er schon gegenüber Rizzi ein paar Späße gerissen hatte. Normalerweise war Rafael ein Mensch, der nur vor Humor sprühte. Aber dies hatte Rizzi ihm genommen. Mitsamt dem ihm gebührten Respekt.
Dieser Templer schien jedenfalls etwas umgänglich zu sein. Oder war dies nur eine Maske, um an sein Futter zu kommen? Rafael war zwar schwach aber nicht bescheuert. Er wäre vorsichtig. Traue nie einem Templer...

Zwei Karaffen wurden hineingebracht. Den letzten Satz hatte Rafael deutlich verstanden. Wie er dies auffassen sollte, wusste er nicht. Doch es ließ in ihm Hass aufsteigen. Zu sehr erinnerten sie an Rizzi, der dies auch gesagt hätte. Sein Herz zog sich schnell schlagend zusammen, doch aurichten und auf ihn losgehen konnte er nicht. Der Mentor fühlte sich, als wäre er 30 Jahre gealtert, seitdem er beim Gastkeller vor Rizzi in die Knie gezwungen wurde, um ihn anschließend abzuführen. Diese Bilder von diesem Abend hatten ihn noch immer nicht verlassen.

Die Wachen traten aus dem Raum und schlossen die Tür sofort wieder hinter ihrem Rücken und der Templer kam näher. Die Karaffe mit dem Wein, die man zu ihm gestellt hatte, brachte er und stellte sie auf den Tisch, der neben dem Bett stand.
Der Templer spielte ein gutes Blatt aus. Er wollte, dass Rafael dieses verlockende Gesöff trank, damit er das sagte, was er eigentlich im Verborgenen halten wollte. Den Wein würde er nicht anrühren.
"Grazie.." sprach er und zögerte, bis er die Karaffe mit dem Wasser nahm  und direkt daraus trank. Einen Becher hatte man ihm schon vorher nicht bereitgestellt.
Der Engländer sprach von Ehrlichkeit und kurz darauf begann er mit der ersten Frage. Rafael hatte einen kräftigen Schluck getrunken und stellte das Gefäß zurück auf den Tisch. Noch immer hängten seine Schultern nach vorn, doch blickte er den Templer an. Sollte ihn diese Frage überraschen?
Ihm fiel nur eine Person ein, der nun ein Verbündeter der Assassinen war. So dachte Rafael jedenfalls... er hoffte es, dass sich seine Meinung nicht geändert hatte.
Sollte er also nun lügen oder die Wahrheit sprechen? Diese Frage war anders formuliert, als Rizzi sie gestellt hatte. In der Folter hatte er nach Namen gefragt. Doch auch jetzt würde Rafael nicht nachgeben. Er würde die Wahrheit sprechen, also sagte er nur: "Ja."
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BeitragThema: Re: Rafael Santoro's Zellenzimmer   26/8/2017, 9:05 pm

In der Stille die zwischen den Pausen herrschte, konnte Shane seine eigene Atemzüge hören. Ihm entging nicht wie nach seinen Worten die Anspannung größer wurde. Er glaubte für einen Moment sogar den Hass zu erkennen, den er von Anfang an erwartet hatte. Irgendwo dort drinnen schien der Assassine noch bei klarem Verstand zu sein. Gut. So würde es ihm leichter fallen, das zu erfahren was er wollte.
“Das Wasser ist nicht vergiftet.“, meinte er, als er sah wie Rafael zögerte. Doch zu diesem Entschluss schien auch er gekommen zu sein, denn Shane sah wie er den Krug nahm und trank. Er beobachtete ihn dabei einfach. Sah wie sich der Kehlkopf hob und senkte, während er schluckte. Erst dann stellte er die erste Frage. Im ersten Augenblick dachte Shane, Rafael würde nicht antworten, doch dann vernahm er das ja. Etwas Nachdenkliches zog sich nun über die Züge. Das Wort schien ehrlich zu sein und so nickte er ihm dankbar zu.
Shane begann langsam vor der Türe hin und her zu gehen und faltete die Hände im Rücken. Nun musste er noch mehr aufpassen, um Rafael nicht wieder zurück in seine Ecke zu treiben. Nachdem er drei Runden hin und her gegangen war, hielt er wieder inne. “Da Ihr ehrlich wart, werdet Ihr nun eine Frage stellen dürfen - ich werde ehrlich antworten.“ Shane wusste nicht, ob es eine gute Idee war, aber es war das Beste, dass ihm im Moment eingefallen war. Wieder an seinem Platz stehend, hob er den Kopf und sah dem Assassinen ins Gesicht. “Dafür werdet Ihr mir jedoch sagen inwieweit sich diese Verbindung zieht. Führt Ihr Korrespondenz mit den englischen Assassinen?
Rizzi hatte ihn davor gewarnt, dass Rafael ihn beschimpfen und vielleicht sogar bespucken würde, doch bisher hatte der Mann nichts davon getan. Er hatte nicht einmal das Wort erhoben. Shanes Augen wurden ein wenig schmal. Selbst wenn bisher nichts geschehen war, durfte er sich deshalb nicht in Sicherheit wiegen. Vielleicht wollte der Assassine ihn einfach nur im rechten Moment überraschen. Dieser Gedanke ließ seine Hand zurück zum Schwert gleiten, dass ein leisen Klirren von sich gab, als die Halterung gegen seinen Oberschenkel schlug.

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BeitragThema: Re: Rafael Santoro's Zellenzimmer   26/8/2017, 9:40 pm

Auf die Worte, dass man nichts in das Wasser getan hatte, antwortete Rafael nicht. Er blickte den Templer nur für eine Sekunde genau an, beinahe so, als ob er sich über ihn lustig machen wollte. Es würde ihn äußerst wundern, würde man sich dafür entscheiden, dies heute in Erwägung zu ziehen.
Wie weit war noch Rom entfernt? Rafael hatte den Sinn der Orientierung und der Zeit verloren.
Anschließend setzte er an und trank. Insgeheim versuchte er etwas verdächtiges herauszuschmecken. Doch das Wasser wirkte schon beinahe etwas süß auf der Zunge. Und es stillte endlich seinen Durst.

Nachdem er abgesetzt hatte, antwortete Rafael auf die erste Frage des vermeintlichen Engländers. Beobachtete ihn, wie er nun auf und abging und Rafael dabei unruhig werden ließ. Er ging noch immer davon aus, der Fremde trieb ein Spiel mit ihm.
"Äußerst grozügig...", murmelte Rafael und sah von dem Mann weg, starrte in die dunkelste Ecke des Raumes.
Aber was sollte Rafael fragen? Wie viel dürfte er fragen und konnte er sicher sein, der Templer würde ebenfalls die Wahrheit sprechen? Was brachte es ihm, außer zu fragen, was mit ihm geschehen würde?
Der Engländer sprach weiter. Dies hätte Rafael natürlich vorhersehen können...
"Ich kenne einen Engländer. Mit den englischen Assassinen hingegen hatte ich noch nicht das Vergnügen.", antwortete er.
Bevor er seine Frage stellte, richtete sich Rafael nun auf und ging zum Fenster. Er blickte durch den winzigen Spalt, durch welches auch die wenigen Sonnenstrahlen drangen, die dafür sorgten, dass man wenigstens etwas im Raum erkennen konnte... beziehungsweise jemanden.
Doch hier hatte er jediglich nur einen Ausblick auf ein paar Büsche und ein Stückchen Straße. Mehr blieb ihm verborgen. Mit den Händen hielt er sich am Fensterrahmen fest. Für einen kurzen Augenblick schloss er die Augen und genoss die Wärme, die ihm das wenige Etwas von Sonne spenden konnte.
Dann öffnete er die Augen, als er das geklapper hörte. Er vermisste es. Er vermisste das Gewicht seines Schwertes an der Hüfte. Das Gewicht der versteckten Klinge. Ihr Geräusch, wenn sie ausfuhr.
Ein verwundeter Krieger...
"Ich will wissen, wem ich die mir bevorstehenden Fragen beantworten solle. Wie ist Euer Name, Templer?" Er hoffte nicht, dass dies die einzige Frage war, die er stellen durfte. Sicher würde er trotzdem einige in das bevorstehende Gespräch dazwischenwerfen. Würde er Rafael angreifen?
Nun drehte er sich um, um sich zu vergewissern. Doch geschehen tat erstmal nichts.
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BeitragThema: Re: Rafael Santoro's Zellenzimmer   26/8/2017, 10:40 pm

Erneut erwiderte Shane für einen Moment den Blick. Es war nur höflich dem anderen während eines Gespräches anzusehen. Und er wollte damit zeigen, dass er es ernst meinte. Shane hätte nichts davon, wenn er den​ Assassinen ausgerechnet jetzt vergiften würde.
Nun war er es, der zuerst nichts auf dessen Worte sagte. Er hatte diese Art von Angebot auch Leonardo gemacht - nur dass es sich damals um ein Messer gehandelt hatte. Er fand es gerecht, wenn man gleiches mit gleichem, oder ähnlichem, beglich. Ebenso konnte es einen auf eine eigene Art und Weise, die Kontrolle über die Situation verschaffen. Man gab und man forderte. Wenn das geforderte nicht reichte, würde man selbst nichts geben müssen. Es war ganz einfach.
Shanes Miene wurde mit einem Mal undurchdringlich​. Rafaels Worte hingen noch lange in der Luft und der Engländer wusste von ihrer Bedeutung. Rafael Santoro konnte nur von Francis Bell sprechen. So war also sein Cousin diese Verbindung, aber nur hier in Italien. In England selbst schien der Orden unter sich zu bleiben. Eine kleine Information, die Shane jedoch von großen Nutzen sein konnte. “Grazie, für Eure Antwort.“ Jetzt lag es wohl an dem Assassinen die Frage zu stellen. Der Großmeister trat einen Schritt zurück, als dieser aufstand. Angespannt zuckte seine Hand wieder über den Schwertknauf - jederzeit bereit sich zu verteidigen.
Aber der Mann trat nur zum Fenster und schien eine Weile dort stehen zu bleiben. Shane betrachtete den breiten Rücken Rafaels und fragte sich wie nah sich wohl er und Francis gekommen waren. Sein Cousin hatte nie verheimlicht, dass er nicht nur Interesse an Frauen hatte. Santoros Stimme ließ Shane wieder aus den eigenen Gedanken kommen und er blinzelte etwas, ehe er dem Rest seiner Frage lauschte. Shane musste sich eingestehen, dass er eine andere Frage erwartet hatte. Keine solch banale. Selbst wenn Namen durchaus von großem Wert sein konnten, wenn sie an den Richtigen verkauft wurden. Aber da er ihm die Wahrheit versprochen hatte, würde er sie ihm auch geben.
Mein Name lautet Shane Roderick Hannigan.“ Er neigte etwas den Kopf, so wie man es tat, wenn man jemandem ebenbürtigen gegenüberstand. Shane hatte nicht vor, den Mann ihm gegenüber wie ein Tier zu behandeln. Noch schien er genug Verstand zu haben, um eigenständig zu denken. “Ich muss zugeben es überrascht mich, dass Ihr nur meinen Namen erfahren wollt. So wird er für Euch kaum von Bedeutung sein.“ Ein wenig lockerte Shane wieder seine Haltung und sah nun ebenfalls zum Fenster. Allerdings konnte er von seinem Standpunkt aus nicht viel erkennen, nur die feinen Strahlen der Sonne, die sich am Boden brachen “Dieser Engländer den Ihr kennt.“, setzte er dann wieder an. “Ist er ein Freund Eurerseits oder nur ein Bote? Ein Assassine?“ Würde man es nicht besser wissen, wirkten die Fragen, als versuche der Templer abzuwägen, ob dieser Landsmann eine Gefahr für England darstellte. Doch in Wirklichkeit waren sie erfüllt von Neugierde darüber, wie Rafael mit Francis in Verbindung stand.

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BeitragThema: Re: Rafael Santoro's Zellenzimmer   26/8/2017, 11:16 pm

Seine Klingen mochte man ihm genommen haben, doch seine Hände hatte man ihm wenigstens nicht abgetrennt. Nicht einmal gefesselt hatte man ihn, doch dankbar war er nicht. Trotz einem bequemen Bett, Kleidung und Wasser war er immer noch ein Gefangener.
Der Templer bedankte sich für diese Antwort. Beide Männer waren sich misstrauisch gegenüber und gingen sich aus dem Weg.
Nur mithilfe des Fensterbretts konnte Rafael so lange aufrecht stehen. Verwundert war er darüber, dass er sich durch das Mitziehen keine Sehnen gerissen, gar Knochen gebrochen hatte. Sein Bauch war aufgescheuert und schmutzig und die Wunde nässte wieder, die der Arzt behandelt hatte. Er müsste ihn wohl empfangen, wollte er nach Rafael sehen.
Und jetzt, zum ersten Mal, fühlte er bewusst die Stumpfe seiner zwei Finger. Sie schmerzten, als er sie leicht gegen das Fensterbrett drückte. Dicker Schorf hatte sich bereits gebildet.
Für einen kurzen Moment fragte er sich, ob er so überhaupt noch eine Hauswand empor klettern konnte. Noch konnte er flüchten und musste einfach nur einen Weg hinausfinden.
Den Templer überwältigen und ihm das Schwert entreißen? Sich damit vorarbeiten und die Wachen aufschlitzen, um endlich nach draußen zu gelangen und frische Luft zu schnappen? Doch... würde er vorher Rizzi suchen und ihm den Kopf vom Leib trennen oder erst später, wenn er wieder kräftig genug war?
Aus diesen Gedanken wurde er gerissen, als der Templer ihm seinen Namen mitteilte. Dabei hatte sich Rafael zu ihm umgedreht und nickte, schon etwas zustimmend, zu. Doch dann setzte er sich zurück aufs Bett und konnte sich ein Humpeln nicht verkneifen. Jetzt erst spührte er, dass sein Knie stark schmerzte.
Das Bett gab nach, als er sein ganzes Gewicht darauf im Sitzen verlagerte. Nein, den Angriff würde er nicht überleben.
"Es schadet nie, seine Feinde beim Namen zu kennen.", gab Rafael von sich, ohne Hannigan aus den Augen zu verlieren, nachdem dieser seine Verwunderung ausgesprochen hatte.
Eine kurze Pause setzte ein, als der Schwarzhaarige nun wieder auf das alte Thema zurückkam. Rafael verzog keine Miene. Er wollte kein Zeichen geben, dass dieses Thema eigentlich Tabu für ihn war. Was würde Hannigan Rizzi berichten?
Und in diesem Moment kam Rafael, dass dieser womöglich sogar von ihm geschickt wurde. Bastardo!
"Wie kommt Ihr darauf, er sei ein Bote oder ein Assassine?"
Nur Rizzi wusste von Francis. Nur er wusste, dass er ein Bote war. Damit hatte Shane sich also verraten. Rizzi hatte ihn geschickt.
Noch misstrauischer als zuvor sah er Shane Roderick Hannigan an und versuchte etwas aus seinen Augen zu lesen, trotz der Entfernung. Für einen Moment sah er Francis in seinem geistigen Auge. Dieser Kerl hatte es tatsächlich geschafft, sich in sein Gehirn einzupflanzen. Beinahe noch mehr als Leonardo.
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BeitragThema: Re: Rafael Santoro's Zellenzimmer   26/8/2017, 11:54 pm

Da habt Ihr wohl recht. Es schadet nie.“, antwortete er auf dessen Worte und sah zu, wie sich Rafael wieder auf das Bett setzte. Er selbst rührte sich nicht - behielt viel lieber den Abstand zwischen sich und dem Bett. Erst nach einigen Herzschlägen begann er wieder zu sprechen. Doch Shane merkte schnell, dass er einen Fehler gemacht hatte. Die Haltung des anderen schien sich zu verändern und am meisten war es der Ausdruck in dessen Augen, der ihm sagte, dass etwas an seinen Worten diese Reaktion ausgelöst hatte. War es Verachtung oder bereits tiefster Hass der nun darin schien? Shane stieß etwas Luft und fuhr sich mit der Zunge über die Lippen. Trotz Rafaels stärkerem Misstrauen, blieb der Templer ruhig. “So wie Ihr mich gerade anseht, scheint Ihr eure eigene Meinung schon gebildet zu haben, wie ich darauf gekommen bin.“
Kurz wurde Shanes Ausdruck finster, während er überlegte, wie er aus dieser Situation am Besten herauskam. Er hatte bisher vermieden nach dem Namen zu fragen, vielleicht war es sogar besser ihn zu nennen. Aber konnte er sich darauf verlassen, dass der Assassine es dann nie irgendwo erwähnte? Shane presste das Kiefer aufeinander und erwiderte nun Rafaels Blick. “Doch eines bin ich mir sicher, der Engländer ist kein Assassine. Das wüsste ich.“ Es war ein Hinweis darauf, das er Francis kannte. Das wäre für niemandem etwas Neues - auch nicht für Rizzi. Jedoch sagte es aber nicht wie weit er mit dem Mann zu tun hatte. Shane wagte es nicht, dem Mann den Rücken zuzudrehen und so blieb er einfach stur an Ort und Stelle. “Also? Was denkt Ihr nun, wie ich darauf gekommen bin?“, stellte er nun schlussendlich die Gegenfrage und verengte etwas die Augen. Shane hatte kapiert, dass er vielleicht eine gute Möglichkeit verspielt hatte, mehr zu erfahren. Zwar hatte er von Anfang an gewusst, dass es nicht leicht werden würde, so ärgerte er sich dennoch darüber, dass er es gewesen war, der das Heu in Flammen setzte. Erneut bewies es, wie machtvoll nur ein einziges Wort sein konnte. An was es wohl gelegen hatte?
Shanes graue Augen funkelten aus der Dunkelheit, während er auf eine Antwort wartete. Er drängte nicht, noch machte er anstalten die Antworten auf andere Art und Weise aus dem Assassinen zu bekommen. Zwar lag seine Hand noch immer in der Nähe des Schwertes, aber mehr aus Sorge, der Hass in den Augen des anderen würde ihn zu einer dummes Tat verleiten. Vorsicht schien immer der bessere Weg zu sein.

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BeitragThema: Re: Rafael Santoro's Zellenzimmer   27/8/2017, 12:22 am

Leicht nickte Rafael auf diese Bestätigung. Obwohl es einen Stuhl im Zimmer gab, bewegte sich der Templer nicht darauf zu. Er blieb dort stehen, wo er war. Und langsam fühlte es sich an, als hätte Shane sich in den Käfig eines wilden Tieres begeben. Mit dem Misstrauen wuchs auch der Mut und in diesem Moment wusste Rafael, dass er zwar geschwächt, aber immer noch ein Assassine war.
"Si, das habe ich. " Eine knappe Antwort. Es war gefährlich, viel zu sprechen. Was, wenn seine Theorie wahr war und diese Informationen alle am Schluss bei Rizzi landen würden? Hätte er dann einen Anhaltspunkt, wer Santoro's Helfer und Verbündete waren? Und was war mit seinen Verbündeten, die nicht in Florenz zu dieser Zeit waren? Waren sie sicher? War Serena sicher? Dass er sie nie wieder sehen würde, konnte er ja nicht wissen. Noch immer war er sicher, noch heute Nacht von hier verschwinden zu können.

Das THema wurde wieder auf Rafael's englische Bekanntschaft gelenkt. Was machte ein englischer Templer in Florenz und was machte ein englischer Bote in derselben Stadt? Konnte es sein, dass Francis ihn angelogen hatte? War er unter der Aufsicht der Templer? Ein Verräter? Doch Rafael erinnerte sich daran, dass Rizzi selbst, wenn auch nur nebensächlich, dies mehr oder weniger verneint hatte. Außerdem sagte er, Rafael ganz allein hätte das Treffen verraten. Langsam wusste er nicht mehr, was er glauben sollte. Und vermutlich war dies das Ziel des Templers. Jetzt schickte er Hannigan, um ihn vollkommen zu knacken.

"Kein Assassine..?", wiederholte er. Rafael konnte sich nicht sicher sein aber er musste davon ausgehen, dass die Welt doch sehr klein war und Hannigan Bell kannte. "Ich denke, Rizzi nannte Euch diesen Namen... Doch.. andererseits." Rafael sah ihn vom Bett aus an.. Da war irgendwas.
Wieder stand er auf und ging mit vorsichtigen Schritten zu ihm rüber. Ignorierte dabei, wie Hannigan seinem Schwert wieder seine Aufmerksamkeit schenkte. Rafael blieb einige Schritte vor ihm stehen und streckte seinen Kopf leicht, um ihn auch von der Seite aus ansehen zu können. Dann wanderte sein Blick wieder über seine Stirn, die Augen, Nase und den Mund. Ja, da war etwas.
"Da Euch anscheinend nicht zum Lachen oder zum Grinsen zumute ist, ist es schwieriger, eine Ähnlichkeit zu erkennen.. Doch ist sie vorhanden..." Nun wusste Rafael wirklich nicht, was er denken sollte. Sein misstrauischer Blick ging zurück. Stattdessen war ein Hauch von Verzweiflung zu sehen. Dieser Mann wusste etwas. Und nicht gerade wenig. "Wir sprechen von der selben Person, Signore. Liege ich da richtig?"
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BeitragThema: Re: Rafael Santoro's Zellenzimmer   27/8/2017, 1:01 am

Shane unterdrückte ein leises Seufzen. “Das ist äußerst bedauerlich. Ich bin nicht hier her gekommen, um Euch ein falsches Bild zu vermitteln.“ Kurz stieß er ein leises Schnalzen aus und wurde dann wieder still. Dachte nach und versuchte es mit einem anderen Weg. “Nein. Er ist gewiss keiner von euch.“ Als er jedoch bemerkte, dass er bald dasselbe auslösen könnte wie bei Leonardo fügte er am Ende noch zu: “So wie er keiner von uns ist.“ Der Adelsmann wusste selbst noch nicht so recht, wohin der Weg seines Cousins wohl führen würde. “Rizzi mochte ihn erwähnt haben. Jedoch kannte ich ihn bereits.
Shanes Blick wandte sich kurz zum Fenster, als könnte er dort nach draußen sehen. Doch alles was erkennen konnte war der tiefe Stand der Sonne, die ihre letzten Strahlen durch die wenigen Löcher streckte. Der Abend würde alsbald der Nacht weichen. Doch plötzlich erweckte eine Bewegung seine Aufmerksamkeit. Der Assassine war aufgestanden und augenblicklich spannte sich Shane an. Nur zu deutlich zeigte er, dass Rafael sich besser überlegen sollte, ob er angreifen wollte. Die Finger des Templers hatten den Griff der Waffe umfasst und auch schon ein wenig aus der Scheide gelöst - sodass das Silber des Metalls unheilvoll aufblitzte. Aber er rührte sich nicht. Schweigend beobachtete er, wie der andere näher kam und ihn zu muster schien. Seine Worte ließen den Großmeister jedoch völlig erstarrten. Für einen Moment wirkte er sogar etwas überrumpelt, bis er sich wieder unter Kontrolle hatte und nur ein eiskalter Blick zurück blieb. Den Mund zu einer schmalen Linie geformt, machte er keine Anstalten das Schwert wieder los zu lassen. Konnte es sein? Konnte jemand eine Ähnlichkeit erkennen? Nun war er es, der sein Gegenüber prüfend ansah.
Um der erstarrten Haltung zu entkommen, setzte sich Shane in Bewegung und begann Rafael zu umkreisen. Wie ein Raubtier, das ein anderes Raubtier untersuchte. “Ich vermute es gibt keinen weiteren Engländer in diesem Lande - in dieser einen Stadt.“, meinte er dann langsam und blieb wieder vor Rafael stehen. “So glaube ich, sprechen wir von demselben Mann.
Shane hatte Rafael unterschätzt. Dieser Mann besaß ein gutes Auge. Er schien nicht umsonst der Mentor der Assassinen geworden zu sein. Leicht mit den Zähnen knirschend, versuchte er zu erkennen, was er gerade dachte. “Es war nicht Rizzi der mich hier her schickte, falls Ihr das befürchtet.“ Nein, Rizzi würde wohl nicht viel von dem hier erfahren. Nur das, was Shane wollte das der andere Templer zu hören bekam. Das Nötigste, doch auch das wenigste.

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BeitragThema: Re: Rafael Santoro's Zellenzimmer   27/8/2017, 11:39 am

Auf sein Kommentar gab Rafael keine Antwort. Es war der Feind, vor dem er stand. Und einem Feind durfte man nicht trauen. Es konnte Santoro also gleich sein, dass Hannigan dieses Bild bedauerte, welches er sich von ihm machte.
Bell war also kein Templer. Sollte ihn das beruhigen? Es reichte schon aus, wäre er ein Gesandter. Wie konnte er dies nur denken? Genoss Bell den Schutz der Templer? Aber wieso hatte man ihn dann angegriffen im Gastkeller. Schon oft hatte Rafael darüber nachgedacht, was er über den Fremden aus dem fernen Land denken sollte und eigentlich hatte er gedacht, er hätte seine Meinung gefällt.
Vielleicht war es falsch, ihn als Verräter dazustellen, hatte er doch keine Beweise. Man durfte niemanden trauen. Doch wenn Rafael einen Lügner als Verbündeten hatte, würde er sich das niemals verzeihen. Die gesamte italienische Bruderschaft war dadurch in Gefahr.
Aber was konnte er jetzt schon tun?
Ein Nicken gab Rafael von sich, als Shane Hannigan erklärte, er gehöre nicht zu dem Orden. Eiskalt wurde er von dem Mann angeblickt, welcher etwa in seinem Alter war. Er trug eine eiserne Maske und wusste, wie er handeln musste. Anschließend setzte der Templer sich in Bewegung und umkreiste ihn mit langsamen Schritten. Rafael lauschte jedem Schritt, jedem kleinsten Rascheln. Mit einer Klinge im Rücken zu sterben war einer der entwürdigendsten Tode überhaupt. Doch geschehen tat nichts. Der Templer kam ihm weder zu nahe, noch zückte er sein Schwert, welches er vorher schon leicht herausgezogen hatte.
Als er wieder Rafael gegenüberstand, beantwortete er diese Frage eindeutig.
"Francis Bell.." Eine Bemerkung, die sich mehr wie eine Frage anhörte.
Und nun sprach Hannigan davon, sein Templerbruder würde nichts erfahren. Ob etwas wahres drann war, würde Rafael früh genug erfahren. Immerhin hatte er schon gesprochen.

"Grazie.", meinte er nun ehrlich. Sein Misstrauen war zwar noch da, doch nicht mehr so stark wie vorher. Die Tatsache, Hannigan kannte Bell, hatte dies geändert. Und diesen Namen verabscheute der Mann, der ihm gegenüber stand, nicht. Außer, er konnte dies gut verstecken. Immerhin trug er auch ein stählernes Gesicht, durch welches keine Emotionen drang.
Rafael blieb abermals kurz stumm, drehte sich jedoch wieder zum Bett und setzte sich wieder hin. Anschließend deutete er mit der Handfläche auf den Stuhl, der etwas von ihm entfernt stand, nahm die Hand hinunter und sah wieder zu Hannigan. "Setzt Euch.. Ihr macht mich nervös."
Die Wunde am Bauch schmerzte. Den schmutzigen Verband entfernte er. Als er die Wunde freilegte, zog er scharf die Luft ein. Der Stoff hatte sich etwas in der Wunde verhakt. Auch dort hatte sich Schorf gebildet, doch war er stark eingerissen. Dadurch hatte es wieder zum Nässen angefangen.
Den Verbandbündel ließ er achtlos zu Boden fallen.
"Wie nah steht Ihr euch... Ihr und Bell? Ist er Euer Halbbruder?"
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BeitragThema: Re: Rafael Santoro's Zellenzimmer   27/8/2017, 12:21 pm

Der Assassine schien nicht viel von Worten zu halten. Shane bekam nur ein Nicken, oder auch gar nichts als Antwort. Rizzi hatte ihn ganz anders beschrieben. Mehr als wildes Tier, dass sich auf jede Möglichkeit stürzen würde, das ihm die Freiheit oder einfach nur Genugtuung schenkte. So konnte es wohl nur sein, dass der andere Templer Rafael gebrochen hatte, oder der Assassine hatte einen Plan. Wollte das er glaubte, dass er schwach und am Ende war. Aber selbst als er Rafael umkreiste, machte dieser keine Anstalten ihn anzugreifen - sowie auch er nicht das Schwert zog. Shanes Miene blieb unverändert, als der der Name seines Cousins fiel. Selbst wenn es so etwas endgültiges hatte. Nun konnte er nicht mehr leugnen, dass er diesen Mann nicht kannte. Jenen Söldner den er am Abend des Kampfes gerettet hatte. Shane sagte zuerst nichts. Wartete ab und ließ das Schwert dann wieder los. Ein Klicken ertönte und dann wurde es wieder still. “Sí, Francis Bell.“, kam es schlussendlich aus seinem Mund.
Denkt nicht, dass ich das für Euch tue.“, meinte er kurz nachdem Rafael sich bedankte. Shane wusste eigentlich selbst nicht für wen er es tat. Für sich selbst? Für Francis? Oder am Ende sogar für niemanden. Seitdem er hier war, schien seine gewohnte Ordnung mit jedem weiteren Tag zu zerbrechen. Jedoch war er nicht bereit sich diese Tatsache einzugestehen und klammerte sich an die Gewohnheit.
Mit den Augen verfolgte er Rafaels Bewegung und sah zu, wie sich dieser wieder aufs Bett setzte. Ihm war nicht das leichte Humpeln im Schritt des anderen entgangen. Dann fiel sein Blick auf den Stuhl, den man ihm angeboten hatte. Zuerst wollte er ablehnen, doch durch den leeren Magen, war sein Körper weitaus weniger kräftig. Es würde ihn nur mehr anstrengen, wenn er stur stehen blieb. Vorsichtig kam er näher und zog den Stuhl ein Stück zurück, sodass er zwar vor Rafael saß, aber einen großen Abstand dazwischen hatte. Die Füße fest am Boden abgestellt, legte er die Hände flach auf seine Schenkel. Die Sehen traten dabei deutlich hervor - ein Zeichen, dass er trotzdem wachsam blieb.
Stumm sah er zu wie Rafael den Verband löste und seine Nase verzog sich etwas, als er sie Wunde erblickte. Sie sah noch schlimmer aus, wie jene bei Francis. “Ihr solltet den Dreck entfernen. Benutzt den Wein, er sollte besser helfen als das Wasser.“ Die Augen den Templers blitzten ein wenig auf, doch dann wurde sein Gesichtsausdruck ernst. “Ihr habt meine Frage noch nicht beantwortet. Jene bezüglich des Engländern und Eurer Verbindung. Warum sollte ich also die Eure beantworten?“ Eine Augenbraue etwas hoch gezogen, viel sein Blick zur Türe. Doch niemand war dort und auch sonst schien alles still zu sein. Dennoch wollte Shane kein Risiko eingehen.


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BeitragThema: Re: Rafael Santoro's Zellenzimmer   27/8/2017, 1:48 pm

Rafael würde den kürzeren ziehen, würde er jetzt Hannigan angreifen. Der Templer war klar im Vorteil und seine Wachsamkeit war deutlich zu spüren. Und bisher ging keine Gefahr von ihm aus und er war auch nicht aggressiv. Sprach deutlich weniger als Rizzi und behandelte ihn dadurch menschlicher. Hatte ihm sogar Wein zukommen lassen. Vielleicht wollte er ihn damit auch nur ködern. Aber langsam brach das Band zwischen ihnen, je länger sie miteinander zutun hatten.

"Nein, sicher nicht.", murmelte Rafael, bevor er sich zurück aufs Bett setzte.
"Etwas für mich zu tun wäre jetzt auch nicht mehr sinnvoll. Es wäre, als würde ein armer Bauer sein Brot einem Totgeweihten schenken. Ihr tut also das Richtige, Hannigan. " Ehrlich gemeinte Worte. Es dauerte etwas, bis der Templer dem Angebot, sich zu setzen, nachkam. Doch letztendlich bewegte er sich doch und rückte das Möbelstück etwas zurück, um genügend Platz zwischen sich und dem Assassinen zu schaffen.
Und als Rafael den Verband abgemacht hatte, konnte er im Augenwinkel erkennen, dass Shane nicht gerade von diesem Anblick angetan war. Von dem Wein sollte er die Wunde versorgen.. doch erstmal ließ der Mentor von dem Gesöff die Finger.
Doch als Shane auf seine Frage antwortete, musste Rafael seufzen. So lief das Spiel nicht, das musste er erst noch begreifen. Kurze Ruhe, dann sagte er: "Bell wäre eine Möglichkeit gewesen, eine Verbindung nach England aufzubauen. Vor mehreren Jahren hatte ich tatsächlich Kontakt zum englischen Mentor. Doch irgendwann erreichte mich kein Brief mehr. Ich musste also davon ausgehen, dass der Tod ihn ereilte. Vielleicht lag es auch an den Boten, die diese Briefe zu den Schiffen brachten." Dabei hatte er Shane angesehen, nahm letztendlich doch den Wein und trank einen großen Schluck, bevor er etwas davon über die Wunde verteilte.
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BeitragThema: Re: Rafael Santoro's Zellenzimmer   27/8/2017, 2:36 pm

Selbst ein Todgeweihter, hat das Recht auf Brot und Wasser, solange er noch die Luft dieser Welt atmet. So wie man selbst dem Feind gegenüber Respekt zeigen kann.“ Sterben würden sie am Ende doch alle. Nachdem er sich auf dem Stuhl niedergelassen hatte, konnte er spüren wie das Holz sich in seinen Rücken bohrte. Dieses Möbelstück diente nicht dazu, lange darauf zu verweilen und das hatte Shane auch nicht vor. Nicht wenn Rizzi wusste, dass er vorhatte hierher zu kommen. Umso länger er hier verweilte, umso mehr würde man denken, dass er etwas herausgefunden hatte. Er würde also etwas brauchen, das er dem anderen Templer berichten konnte. Doch darum würde Shane sich später kümmern.
Sein Blick lag noch einen Moment auf der verdreckten Wunde, selbst als er ihm den Rat mit dem Wein gab. Zuerst dachte der Engländer der Assassine wäre einfach nur zu stur oder zu misstrauisch, um seinen Worten glauben zu schenken, doch nachdem er gesprochen hatte, nahm er ihn doch in die Hand. Shane ließ sich in der Zwischenzeit alles durch den Kopf gehen. Er erinnerte sich an einen Tag, an dem sein Vater bester Laune gewesen war. Als er den alten Herren nach dem Grund gefragt hatte, hatte er nur darauf geantwortet​ das man den Rattenkönig gefunden hätte. Shane vermutete, dass es wohl der Mentor gewesen war. Denn von Briefen hatte er nie etwas gehört. Doch er würde nach ihnen suchen, sobald er wieder Fuß in seinem eigenen Land gefasst hatte.
Er ist tot. Er starb durch die Hand des damaligen Großmeisters.“, klärte er den Assassinen auf. Dabei hörte man weder Bedauern, noch eine Entschuldigung aus den Worten. “Er machte den Fehler das Kind eines Templers zu töten.“ Shane hob etwas den Kopf und ließ den Blick auf die Decke schweifen.
Soweit ich gehört habe, war Francis jedoch für eine ganz anderen Aufgabe zuständig. Wie kam es also, dass er zu Euch stieß.“ Shane löste eine Hand und fuhr mit ihr etwas durch die Luft. “Was hätte Euch diese Verbindung gebracht?“ Jetzt da er wusste, dass auch die Assassinen vor hatten Kontakt zu England aufzunehmen, würde er die Grenzen dieser Länder gut im Auge behalten. Allerdings wusste er nicht, ob nur Rafael als Mentor diesen Plan verfolgte. Was würde sein, wenn er längst am Galgen hing? Shane legte seine Hand zurück in den Schoß und sah dem Assassinen wieder prüfend ins Gesicht.

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BeitragThema: Re: Rafael Santoro's Zellenzimmer   27/8/2017, 4:45 pm

"Si, Ihr habt Recht." Noch immer konnte Rafael nicht glauben, dass er zwei seiner Finger verloren hatte. Nachdem man ihm den ersten genommen hatte und in der gleichen Nacht de Nerha ihn besuchte, hatte dieser beruhigende Worte ausgesprochen... Die meisten Assassinen kamen in den Genuss, für ihre Bruderschaft einen Finger zu opfern. Rafael war hingegen einer der wenigen, dem dieses Schicksal ereilte. Ausgerechnet Rizzi hatte er dies zu verdanken. Dem Mann, durch den er überhaupt diesen Weg der Assassinen eingeschlagen hatte.

Santoro sprach über den Mentor. Offenbarte zum ersten Mal seit Ewigkeiten einem Templer die Wahrheit. Doch daran verlor er nichts. Immerhin war dies schon 5 Jahre her, seitdem er den letzten Brief des englischen Mentors in den Händen gehalten. Zu dieser Zeit hatte er selbst noch keine Ahnung gehabt, dass auch er eines Tages diesen Platz einnehmen sollte.
Die Antwort des Großmeisters kam nicht plötzlich. Rafael Santoro war nicht überrascht über diese Aussage, dass man seinen englischen Ordensbruder einst getötet hatte. "Der eine töten das Kind eines Templers, der andere die Familie eines Assassinen."-Nicht bezogen auf sich selbst. Doch viele seiner Brüder wurden zu Assassinen, weil sie auf Rache sinnten. Ein Krieg zweier Orden, der sich noch durch Jahrhunderte ziehen sollte. Den Wein stellte er nun wieder zurück auf seinen Platz. Ob es tatsächlich etwas helfen würde? Sein Körper war voller Dreck, da würde es nicht stören, auch etwas zu kleben.
Doch dann sprach der Engländer wieder von Bell. Er handelte fair, das musste Rafael Shane lassen.
Denn war er anfangs davon ausgegangen, dies würde ein Verhör und keine Unterhaltung werden.
Der Mentor sah ihn an, als dieser an die Decke sah und antwortete: "Als er mir das erste mal vor Augen kam, hing ich diesem Gedanke noch nicht hinterher. Mir kam es erst zu einem anderen Zeitpunkt, dass er eine Verbindung zu England wäre. ", erklärte er und fuhr fort. "England ist ein mächtiges Land. Ich denke, Ihr versteht." Noch immer schmeckte er den Wein auf seiner Zunge. Er wurde saurer im Mund, als er eigentlich war. Nochmal griff er nach der Karaffe und nahm einen weiteren Schluck. Es brachte Rafael auch, sich etwas zu lockern. Dass es auch seine Zunge lockern würde, wenn er so weitermachte, vergaß er dabei.
Schon lange hatte er keinen Wein mehr bekommen.
"Nun.. woher kennt Ihr Bell?", wiederholte er.
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BeitragThema: Re: Rafael Santoro's Zellenzimmer   27/8/2017, 5:27 pm

Shanes blinzelte etwas und sah zu der Hand, die zur Weinkaraffe griff. Ihm fehlte ein Finger, sowie auch auf der anderen Seite. Rizzi schien wohl gerne zu foltern und Shane konnte nicht verhindern, dass er kurz Abscheu verspürte. Das war nur noch Barbarei und keine Art der Befragung. Natürlich hatte er so einiges selbst gesehen, besonders von seinem Vater, aber noch nie hatte ein Assassine unter solch einem Druck gesprochen. Shane hingegen vermitteltelte Vertrauen - Fürsorge. Er hatte schnell kapiert, dass sich junge Assassinen daran klammerten, wenn sie wussten das sie sterben würden. Das taten sie immer, wenn sie einmal in den Fängen der Templer waren.
Doch Rafael war weder unwissend noch gehörte mit dem Alter zu den Rekruten. Shane glaubte nicht, dass er gänzlich darauf einsteigen würde. Doch der Templer bemerkte selbst, dass auch er die Anspannung ein wenig verlor. Er befürchtete nicht mehr, dass der Mentor etwas vor hatte - ihn einfach angreifen wollte.
Das ist wohl die Last eines Krieges. Ihr werdet fallen und eines Tages wird auch jemand von uns fallen. Rechnen wir nicht jeden Tag damit?“ Für einen Moment zuckten die Lippen des Templers nach oben, aber nur so kurz das es einer Täuschung gleich kam.
Shane hob den Kopf und betrachtete die Fugen des Holzes, welches sich über seinen Kopf entlang zog. Es wirkte alt und der Engländer vermutete, dass auch der Regen durch die Decke fallen würde. “England war schon immer mächtig. Ihr Assassinen habt euch jedesmal die Krallen daran ausgerissen.
Eine Weile schwieg Shane dann nur und ließ den Mann trinken. Er drängte ihn nicht nach weiteren Antworten. Stellte auch erst einmal keine weitere Frage. Wohin wollte er? Welches Wissen suchte er am Ende tatsächlich? Das war, das ihn nun eher beschäftigte. Aber nun schien es auch an ihm zu sein, die Frage zu beantworten. “Ich kannte ihn bereits aus England. Das er Söldner ist, wusstet ihr doch bereits. Er hatte so manch einen Auftrag für mich erledigt. Bis er verschwand.“ Shanes Tonlage war etwas düster und dann seufzte er sogar leicht auf. “Ich hatte nicht erwartet ihn hier zu treffen.“ Der Templer blieb dieses Mal mit jedem Wort bei der Wahrheit, allerdings ging er nicht auf die Sache mit dem Halbbruder ein. Rafael musste sich getäuscht haben, was die Ähnlichkeit anging. Oder nicht? Shane fuhr mit der Hand zu seinem Gesicht und rieb sich leicht die Nasenwurzel.

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BeitragThema: Re: Rafael Santoro's Zellenzimmer   27/8/2017, 5:52 pm

"Es ist ein Teufelskreis. Und erst, wenn die Bruderschaft der Templer fällt, ist die Freiheit der Menschen gewiss.", sagte Rafael mit ruhigem Ton. Wo Wasser war, war auch Leben. Und wo ein Templer war, da gab es auch einen Assassinen. Doch heute und morgen würde dieser Krieg nicht zu Ende sein. Er ging schon so viele Jahre. Zwar war kein Ende in Sicht und dennoch rückte es immer weiter näher. So, wie Shane sagte: mit dem Tod.

Ein leichtes, amüsiertes Lächeln legte sich auf seine müden Gesichtszüge, als Hannigan von England und den Assassinen sprach. "Es ist jedes Mal einen Versuch wert.", kommentierte es der Mentor. "Und dennoch kommt Ihr nach Italien. Es gab einen Grund, weshalb Ihr Euer sicheres England verließt, oder täusche ich mich?" Sein Grinsen verschwand wieder. Hätte er nicht die Gewissheit, vor ihm säße ein Templer, wäre er von einem Pastor ausgegangen. Letztendlich drehte sich doch alles auf beiden Seiten um Gott.
Rafael stellte den Wein zurück. Nun wurde über Bell gesprochen. Während Shane Hannigan seine Beziehung zu Bell erklärte, rieb Rafael vorsichtig über die Fingerstumpfe. Sie schmerzten stark. Noch immer konnte er die Bewegung dieser fehlenden Finger spüren.
"Es ist ein großer Zufall, si." Er holte kurz Luft, bis ihm dann doch etwas wichtiges einfiel. Wie konnte er nur vergessen, dies zu fragen, wo er schon mal die Chance hatte, eine Antwort zu bekommen? "Konntet Ihr von seinem Zustand erfahren?"
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BeitragThema: Re: Rafael Santoro's Zellenzimmer   27/8/2017, 7:15 pm

Ein kurzes Schnauben drang aus seiner Nase, gefolgt mit einem leichten Kopfschütteln. “Die Menschen würden an ihrer Freiheit ersticken. Sie sähen nur sich selbst und nicht den anderen.“ Shane wusste, dass sie hier niemals einer Meinung sein würden. Als Großmeister und auch als Mentor lebten sie diese Einstellung. Fast jeder Atemzug gehörte dem Orden - das war die Pflicht der Anführer. Und am Ende würden sie für diese auch sterben. Rafael wohl früher, wie er selbst.
Shane erwiderte zwar nicht das Lächeln, doch seine Augen funkelten ein wenig belustigt. “Die Mauer steht so fest wie immer.“ Selbst wenn sie hatten Verluste einstecken müssen. London gehörte noch immer ihnen. Doch als man ihn darauf ansprach, dass es einen Grund geben musste, wurde sein Ausdruck verschlossen und man konnte förmlich spüren, wie er sich wieder zurückzog. “Es gibt doch immer einen Grund.“ In seinem Fall war es der Wunsch nach Leben gewesen. Doch er würde Rafael diese Genugtuung nicht geben. Manches blieb wohl besser ungesagt.
Shanes Blick war schon lange wieder auf sein Gegenüber gerichtet, als dieser nach Francis Zustand fragte. Doch schlussendlich folgte er dem Gefühl und nicht dem Verstand.
Oh, er ist in seinem Zustand fähig, exzellente Reime und Gedichte zu erfinden. Eine Symphonie für die Ohren.“ Die grauenhafte Späße hingen dem Mann noch immer nach und man konnte ein wenig die Ironie aus diesen Worten hören. Selbst dann, als Shane sogar soweit ging, etwas gespielt schwärmerisches in seine Stimme zu legen. Was machte Francis nur mit ihm? Doch so schnell dieser Spaß auch kam, so schnell verschwand er wieder und Shanes Miene kam einem Todesengel gleich. “Ich sage Euch dies nur, da ich auf Euren stolz vertraue, dass Ihr darüber Schweigen werdet und dieses Wissen mit ins Grab nehmt.“ Der Adelige sah dem anderen ernst in die Augen.
Ein Wort zu jemand​ anderem und nicht nur Ihr werdet es sein der stirbt. Es liegt an Euch ob Francis weiter leben wird oder nicht.

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BeitragThema: Re: Rafael Santoro's Zellenzimmer   27/8/2017, 7:42 pm

Natürlich verteidigte der Engländer seine Einstellung. Würde er dies nicht tun, hätte Rafael stark bezweifelt, dass er wirklich hinter seinem Orden stand. Sie beide waren erwachsen genug, dieses Thema beiseite zu schieben. Rafael wusste, auf was es hinausgehen würde, zöge er diese Unterhaltung tiefer hinein. Nämlich zu gar nichts. Zwei Orden, zwei Feinde, zwei verschiedene Einstellungen zum Leben. "Deshalb sollte man sie besser in Reihen aufstellen und aneinander ketten.", gab Rafael mit Spott von sich, doch machte dann ein Zeichen, dass es genug war, indem er den Kopf einmal schüttelte und mit der Hand durch die Luft wischte, als wolle er dieses Thema beiseite schieben.

"Auch Mauern können zu Fall gebracht werden. Es benötigt nur genug Männer." Doch damit wären sie wieder beim alten Thema: das mächtige, sichere England.
Es gibt immer einen Grund... Da hatte er tatsächlich Recht. Es war merkwürdig, auch zurück in seine alte Heimatstadt zu kommen, in der man geboren und gegen seinen Willen hingebracht wurde, um dort zu sterben. Er wäre seinem Vater und seiner Mutter wieder näher, auch wenn er sie in seinen Gedanken nicht nah genug sein konnten. Wenigstens würde er mit Ehre von dieser Welt scheiden, würde er den Ausbruch tatsächlich nicht schaffen. Er sah es realistisch, doch noch immer mit seinem Instinkt als Kämpfer.
"Den gibt es tatsächlich immer." Wäre Rafael nie nach Florenz gereist, weil er dort stark Rizzi vermutet hatte, stünde er jetzt nicht hier. Hätte seine Verbündeten nicht in Gefahr gebracht und würde sich in diesem Moment in einer Gastschänke befinden oder Missionen nachgehen, die nicht seine Vergangenheit betrafen.

"Dann geht es ihm wohl besser, als ich befürchtete." Ein Stein fiel ihm vom Herzen. Hörte sich jedenfalls tatsächlich nach Bell an. Wenigstens war er wohlauf. Kam nur drauf an, wo er sich befand. Hätte Bell auch die Eier, dies in Ketten zu tun? Rafael kannte Shane nicht. Vielleicht hatte er ihn tatsächlich in Gefangenschaft gebracht. Immerhin wusste der Assassini nicht, wie sie letztendlich miteinander verblieben.
Aus diesen Gedanken wurde er gerissen, als die Kühle von Hannigan bis zu Rafael rüberdrang.
"Seid beruhigt, Templer. Dieses Wissen ist bei mir gut aufgehoben. Seine Sicherheit ist im Schweigen besser aufgehoben, als in der Hand eines Mannes, der mir den Tod wünscht."
Entschlossen klang er und sah den Großmeister dabei ernst an. Es dauerte aber nicht lange, als er weitersprach: "Doch sagt mir, was Rizzi in Rom vorhat. Wie lange werde ich bis aushalten müssen, bis man mir den Tod bringt?"
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BeitragThema: Re: Rafael Santoro's Zellenzimmer   27/8/2017, 9:17 pm

Auch wenn auf Shanes Zunge durchaus noch so manche Erwiderung lag, war er schlau genug zu schweigen. Es wäre nur ein Tanz im Kreis mit dem Ergebnis, dass sie einander wieder mit Verachtung begegnen würden. Es würde diesen neutralen Boden zerstören, den sie wohl gerade aufgebaut hatten. So schluckte er die Worte hinunter und lenkte das Gespräch wieder zurück zu etwas anderem. Zurück nach England und der unsichtbaren Mauer. “Wir werden sehen, was die Zeit bringt.“ Niemand würde wissen, was aus dem Land werden würde, wenn hunderte von Jahren vergangen waren. Aber Shane war sich sicher, dass die Kontrolle der Templer in London nicht loslassen würde. Der Engländer hob etwas den Kopf und sah zu der Gestalt am Bett.
So gibt es wohl auch einen Grund warum Rizzi und Ihr euch einander so tief hasst.“ Shane deutete auf die Fingerstumpfe und dann auf die Brandmale. “Das ist nicht nur eine Tat, um Euch zum Reden zu bringen. Es wirkt sehr persönlich.“ Es war keine Frage, viel eher eine Feststellung. Dennoch war er durchaus daran interessiert, was dazu geführt hatte. Und nun war es auch wieder an ihm eine Antwort von Rafael zu bekommen.
Er lebt.“, war alles was er noch zu Francis Zustand und Rafaels Worten sagte. Der Mann musste nicht wissen, wo sich der Söldner befand. So genau wusste Shane es selbst nicht und sein Blick fuhr zum Fenster. Sobald die Sonne unterging, würde er sich auf in den Wald machen. “Beruhigt werde ich wohl nie sein. Doch habe ich keine andere Wahl als Euren Worten glauben zu schenken.“ Er vertraute den Assassinen nicht, aber er versuchte dem Mann zu vertrauen den sein Cousin als Freund bezeichnet hatte. “Ich werde es merken, wenn Ihr euer Wort brecht.“ Und das nicht nur auf eine sanfte Art und Weise.
Den Blick finster auf sein Gegenüber gerichtet, lauschte er dessen nächste Frage. “Bedauerlicher Weise kann ich Euch darüber keine Auskunft geben. Ich bin nur ein Gast auf dieser Reise.“ Jetzt wo Rafael nach all diesen Informationen fragte, bemerkte er wie wenig er eigentlich über die Pläne wusste. Shanes Mund wurde schmal und er lehnte sich zurück.


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BeitragThema: Re: Rafael Santoro's Zellenzimmer   27/8/2017, 10:13 pm

"Den gibt es durchaus.", beantwortete Rafael die Feststellung, als die Augen des Templers zu seinen Wunden glitt. Rafael drehte seine Hände, um die Brandmale so zu verbergen. Es war ein merkwürdiges Gefühl. War es Enttäuschung, gar Scham? Man hatte dieses Eisen auf seine Haut gedrückt, als wäre er ein Vieh, welches somit für immer für seinen Besitzer gekennzeichnet wurde. "Letztendlich bekam er doch das, was er wollte. Es ging nie um die Antworten, die er sich damit erhoffte, sondern ganz allein, um mir endlich so viel Schaden zuzufügen, welchen er bisher nie ausleben konnte." Dies klang so voller Hass, als säße er Rizzi wieder gegenüber.
In der Zeit der Gefangenschaft musste er lernen, sich damit abzufinden, dass seine Eltern angelogen hatten. Rizzi war niemals ein Geschäftspartner seines Vaters gewesen, denn hatte er dies selbst verneint. Sie wollten ihn nur schützen. Ihr Sohn sollte von dem Krieg, der zwischen diesen zwei Orden herrschte, nichts mitbekommen. Letztendlich erfuhr er doch davon, als er selbst dabei zusehen musste, wie sein Vater und weitere Assassinen von Rizzi und seinen Anhängern getötet wurden. Diese Anhänger konnte Rafael schon in der Zeit als Rekrut ausfindig machen und auslöschen. Doch viel zu lange hatte es gedauert, auch Rizzi endlich zu finden. Doch das Blatt hatte sich gewendet. Und nun saß er hier.

Bell lebte. "Eine gute Nachricht." Seine Worte waren leise, dennoch hörbar. Ihn am Leben zu wissen beruhigte ihn zutiefst. Ein weiterer Grund, vielleicht heute Nacht besser einschlafen zu können. "Ich verstehe. Doch würde ich den Mund aufmachen, würde ich Bell verraten. Doch bin ich kein Verräter." Ihm konnte es nun gleich sein, was der Templer darüber dachte. Mehr, als sein Wort zu geben, konnte Rafael nicht. Tatsächlich zählten Taten mehr als Worte.
Dies unterstrich Hannigan nochmal mit der Aussage, dass er es merken würde, würde Rafael Santoro dieses Wort brechen.
"Ich hatte befürchtet, sagtet Ihr dies.", seufzte Rafael und zog kurz die Luft hörbar durch die Nase. Anschließend senkte er den Kopf und legte die Arme auf den Knien ab, um seine Hände so zusammenzufalten. "Ihr seid ein guter Mensch, Shane Roderick Hannigan. Ich bedaure, dass Ihr für die falsche Seite kämpft. Ihr seid ehrlicher als so mancher Templer, dem ich bisher begegnete." Ehrliche Worte, die genauso ausgesprochen wurden. Dann sah er auf, um den Blick des ihm gegenüber sitzenden Mannes zu suchen.

(Die Gans dürfte erfüllt sein ^^)
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BeitragThema: Re: Rafael Santoro's Zellenzimmer   28/8/2017, 8:34 am

Es überrascht mich nicht dies zu hören.“ Das tat es wirklich nicht. Shane konnte den Hass förmlich greifen, der nun von Rafael ausging und den Templer daran erinnerte, dass dieser Mann noch immer ein Assassine war. “Rizzi scheint sich am Leid anderer zu ergötzen.“ Und das wohl nicht nur bei Assassinen. Shane hatte die Angst in den Augen der Bediensteten nicht vergessen. Eine Weile blieb er dann einfach still, da er sehen konnte, dass Rafael mit den Gedanken ganz woanders zu sein schien. Er selbst sah eine Weile zur Türe und dann fuhr sein Blick über die schäbigen Wände. Dieser Raum würde irgendwann einfach zerfallen. Shane setzte sich etwas auf und versuchte den unangenehmen Druck der Lehne los zu werden.
Rafaels Worte ließen ihn leicht blinzeln. “Die Welt besitzt schon zu viele davon.“ Die Tonlage des Großmeisters war tiefer geworden. Aber nicht nur in seiner Stimme, sondern auch in seinen Augen konnte man erkennen, dass er diese Worte aussprach, da man ihn einst selbst verraten hatte. Und so war es für ihn auch nicht leicht, sich auf all das zu verlassen.
Überraschung flackerte kurz in der Miene des Templers auf, bevor sie wieder erstarrte und er den Blick des Mentors erwiderte. “Egal auf welcher Seite man kämpft - ein Gebilde das nur aus Lügen aufgebaut wird, ist zum Scheitern verurteilt.“ Shane merkte selbst, wie sehr es an einem zerrte: diese Lügen und die Ungewissheit ob sie erkennbar waren, wenn man einen Fehler machte. “Ich bedaure jenen Mann, der sich nur solchem Schein hingibt.“ Shane machte keine Anstalten den Blick zu senken. Selbst dann nicht, als er schon wieder lange Schwieg. Die Arme leicht verschränkt, konnte er seine eigenen Herzschläge spüren, die stetig gegen seine Brust klopften. “Ich denke Ihr wisst, dass ich Rizzi etwas berichten muss.“, begann er dann irgendwann wieder. Shane legte den Kopf in den Nacken, als wäre er sich nicht sicher, ob die nächsten Worte eine gute Wahl waren. “Es würde ihn zutiefst ärgern, wenn er bemerken müsste, dass ich etwas von Euch erfahren habe. Informationen, die er sich ebenso von Euch wünschte.“ Ruhig ließ er den Blick wieder auf den Assassinen fallen. “Es müssen keine Namen sein. Eine Zahl würde unlängst genügen.“ Mit einer Handbewegung deutete er zur Türe. “Ihr würdet mir helfen und zugleich würdet Ihr Rizzi eine Niederlage bescheren.
Shane gefiel es nicht in solch einer Form seine Macht auszunutzen, aber er hatte in der Kutsche genügend Zeit besessen, um nachzudenken. Francis Worte waren dabei nie aus seinem Hinterkopf verschwunden.

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Rafael Santoro
Mentor der Assassinen
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Spieler : Nessie

Der Charakter
Alter: 34
Besonderheiten: 2 Finger fehlen (heilen schon etwas ab, verbunden), eine Wunde am Bauch (versorgt), Brandwunden (Templerkreuze, am abheilen) jeweils an beiden Arminnenseiten, trägt nur eine Hose. Wunden am Rücken (von der Peitsche, verbunden) Unbewaffnet und inventarlos
Gesinnung: Assassine Assassine

BeitragThema: Re: Rafael Santoro's Zellenzimmer   28/8/2017, 3:01 pm

Shane Hannigan war nicht überrascht über das, was Rafael über Rizzi sagte. Auch nicht verärgert, da er so über seinen Templerbruder sprach. Doch darüber war wiederrum Santoro überrascht. Denn machte sein Feind keine Anstalten, Rizzi zu verteidigen. Fragte den Assassinen nicht, was ihm einfiele, so zu sprechen. Doch nichts davon geschah. Doch dies konnte Rafaels Wut nicht besänftigen.
"Wahnsinnig ist er. Der Teufel selbst ist er.", fauchte Rafael Santoro und trank abermals von dem Wein. Das Wasser ließ er achtlos stehen.
Nur zu gern würde Rafael Rizzi mit seinen eigenen Händen erdrosseln und ihm dabei in die Augen sehen, wie das Leben aus dem Körper des Feindes wich. Und er wusste, dass er darum kämpfen musste, wenn er dies bekommen wollte. Und er würde kämpfen.

Als Shane antwortete, dass es schon genügend Verräter gab, sah Rafael ihn nur mit müden Augen an. Er würde nichts dagegen sagen. Wollte er zeigen, dass er seinen Mund halten konnte, dann musste er es auch tun. Und damit hatte er überhaupt kein Problem. Die Mimik des Engländers war dabei düster geworden, als ob er nichts mehr verabscheute. Natürlich mochte niemand Verräter. Noch immer konnte Santoro nicht damit abschließen, was sein eigenes Treffen verraten hatte. War er es selbst oder doch ein Mann aus derselben Runde?
Und damit teilten sich der Großmeister und der Mentor ein Schicksal. Jedoch wusste Rafael natürlich nichts davon. Doch auch Shane musste mit ansehen, wie seine Männer zu Tode kamen.
Er fühlte sich schlecht, da er nicht daran dachte, was mit Alessia Rossi geschah. Sie war zwar nicht selbst im Gastkeller dabeigewesen, doch war sie eine wichtige Person, die im Hintergrund mitgewirkt hatte.
Und was war mit der Buchbinderin, die urplötzlich das Treffen verließ? Sie ging, bevor die Leute überfallen wurden. Vielleicht ging sie hinaus, um den Wachen ein Startsignal zu geben. Doch Rafael konnte sich Gedanken darüber machen, wie er mochte. Die Wahrheit würde er nicht so schnell erfahren.
Während Rafael still war und diesen Gedanken hinterher ging, sprach Hannigan von demselben Thema. Erst, als er sagte, er müsse Rizzi etwas sagen, hatte er wieder Rafaels Aufmerksamkeit. Seine Augen wurden groß und blitzten auf. Entpuppte Shane sich nun doch als Verräter, wo sie doch gerade erst davon gesprochen hatten? Doch es kam anders. Er gab Rafael eine Option.
Er musste erstmal das verarbeiten, was der Templer da gerade sagte. Es war, als gäbe man ihm eine Ohrfeige, wo doch gerade eine wohle Stimmung herrschte.
Die Hand des Templers deutete kurz zur Tür und Rafael folgte dieser Deutung, blickte dann aber wieder zurück zu dem englischen Großmeister. "Und um Euch diesen Ärger zu ersparen, muss ich als Opferlamm dienen.", sagte er abfällig und setzte sich aufrecht hin und stämmte die Hände gegen seine Oberschänkel. Hannigan wusste, wie man spielt. Er hatte Rafael in die Ecke getrieben und forderte nun, dass er dem Teufel dies verriet. Rafael blieb still, wollte eigentlich noch etwas sagen, als jedoch Shane Hannigan weitersprach und meinte, er würde Shane helfen und Rizzi somit eine Niederlage bescheren.
"Eine Niederlage? Ich kann Euch nicht folgen." Noch immer blitzten seine Augen, doch seine Stimme war wieder ruhiger geworden. Doch angespannt war noch immer seine Körperhaltung. Im Inneren kämpfte er mit sich selbst, ob er tatsächlich auf diese Forderung eingehen sollte.
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