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 Basilica di Santa Maria Novella

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Spieler : Die Admins

BeitragThema: Basilica di Santa Maria Novella   Di Nov 08, 2016 11:15 pm

Die Basilica di Santa Maria Novella, auch nur als Santa Maria Novella bekannt, war eine Kirche in Florenz in Italien. Sie war zeitlich gesehen die erste große Basilika und die Hauptkirche der Dominikaner in Florenz. Hier befindet sich das Assassinengrab des Darius, der Assassine aus Persien, der Xerxes mit der versteckten Klinge tötete.

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Federico Filangieri
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Maria Novella   Mo Jan 16, 2017 3:29 pm

Montag, 29. März 1480. 16:00 Uhr

Firstpost

Zugegeben dieser Giotto war nicht von schlechten Eltern. Das jedenfalls befand Federico Kardinal Filangieri, als er auf einer der Kirchenbänke saß und seit geraumer Zeit schon das Kruzifix mit seinen kalten, gelassenen dafür giftgrünen Augen betrachtete. Giotto di Bondone hatte das Kruzifix vor ca. 200 Jahren angefertigt. Der Künstler hatte für den gekreuzigten Heiland ein sehr mattes grün verwendet. Und obwohl man Jesus ansah dass dieser schon lange tot war, spritzte aus dessen Seite noch eine kleine Blutfontäne heraus. So als müsse man den Tod weniger langweilig machen. Natürlich machte er Giotto da keinen Vorwurf. Künstler in dieser Zeit waren von der Kirche gezwungen gewesen das Leiden Christi über die Realität hinaus zu betonen, wollte man sich nicht der Häresie verdächtig machen. Und wenn der Leiche noch mal extra Blut auslief. Wen kümmerte es? Heutzutage war man was Kunst anging etwas liberaler. Künstler mussten zwar immer noch bei religiösen Themen gewisse Normen einhalten, doch erlaubte man mittlerweile auch Bilder nicht religiösen Inhaltes. Florenz war da das beste Beispiel. Es hatte ihn erstaunt wie viele Maler man mittlerweile auf der Straße antraf die irgendwelche Dirnen auf ihre Leinwände verewigten. Solange die armen Teufel das Geld hatten diese von ihrer Arbeit abzuhalten. Der Kardinal seufzte. Ja die Arbeiten dieses Giotto und der anderen Künstler hier waren wirklich nicht schlecht. Doch wirklich begeistern taten sie ihn nicht. Er vermisste die großartigen Kathedralen von Monreale und Cefalú. Die normannischen Könige auf Sizilien hatten dort keine Kosten gescheut um Häuser zu erbauen die Gott wahrhaft würdig waren. Er erinnerte sich wie er jedes Mal in Monreale den Atem einzog, wenn er in diese Welt aus tausenden goldenen Mosaiken blickte. Wie sich vor ihm die ganze Schöpfungsgeschichte wie ein goldener Sternenhimmel abbildete. Es war nicht in Worte zu fassen. Dagegen konnte Santa Maria Novella einfach nicht mithalten. "Verzeih mir Giotto." dachte er wehmütig an seine Heimat zurück. Doch dann nahm er sich zusammen, als er bemerkte wo er war. Es war nicht die Zeit um ins Tagträumen zu verfallen. Streng blickte Federico um sich, konnte aber nur vier seine Leibwächter hinter ihm entdecken die über seine Sicherheit wachten. Wo blieb er nur? Federico hasste es wenn Menschen sich verspäteten. Insbesondere wenn er eine Mission zu erledigen hatte. Papst Sixtus IV. und sein Neffe Giuliano Kardinal della Rovere hatten ihn losgeschickt um einen Kontaktmann hier in Florenz zu treffen. Wer dieser Kontaktmann war wollte man ihm nicht sagen. Konnten sie auch nicht. Das Risiko das die Templer vom Grund seiner Reise Wind bekamen war zu groß. Offiziell war er hier um den Vatikan bei der Abhaltung des Osterfestes beim Erzbischof zu vertreten. "Was für ein idiotischer Grund." dachte er verächtlich ohne in seinem kalten Gesicht eine Miene zu verziehen. "Als hätte dieser Esel von della Rovere sich keinen besseren Grund ausdenken können um mich als Emissär hierherzuschicken." Aber jetzt waren die päpstlichen Worte in die Welt gefegt worden. Jeder kannte seine Rolle. Und die musste er zu Ende spielen. Komme was wolle. Sein eigentlicher Auftrag war es den Maulwurf in der päpstlichen Botschaft aufzuspüren, der die geheimen Depeschen der Signoria an den heiligen Stuhl an die Templer weitergab. Denn in letzter Zeit hatten Überfälle der Templer auf Personen und Sachen die in den Depeschen erwähnt wurden zugenommen. "Je früher ich diesen Bastard die Eingeweiden rausgenommen habe, desto eher kann ich wieder nach Rom zurück." Er würde diese Sache hier so schnell wie möglich hinter sich bringen. Hauptsache er musste für die della Rovere nicht mehr durch ganz Italien rumreisen und die Drecksarbeit erledigen. Rom war der Ort an den hingehörte. Und nur Rom!
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Maria Novella   Mi Jan 18, 2017 7:16 pm

Montag, 29. März 1480. 16:05 Uhr


Feste schritte waren auf dem Steinboden zu vernehmen. Dies war der Gang eines selbstbewussten Mannes. Doch es waren nicht die einzigen Schritte, die man hören sollte. Als Kardinal war man mit einem hohen Posten in der Kirche gesegnet worden, doch diese Segen war auch ein Fluch. Ketzer und ungläubige waren gefährliche Menschen. Doch war dies nicht die alleinige Gefahr, die Domenico de‘ Medici ausgesetzt wurde. Morde lagen fast an der Tagesordnung. Assassinen, die Ihre Attentate durchführten, Gewaltbereite Söldner oder allgemeine Unruhen machten den Gang auf die Straßen alles andere als sicher. Dem Kardinal von Florenz folgten also seine Leibwächter.

Schnurrstraks führten seine Beine den bedeutsam dreinblickenden Mann zur Basilica di Santa Maria Novella. Hier war nicht nur das Familiengrab seiner Vorfahren, am heutigen Tage stand ein treffen mit einem Kontaktmann an. Diesmal war Domenicos Gegner die Zeit. Man hatte ihn aufgehalten, nicht immer lief alles nach Plan und das verärgerte ihn selbstredend, da er selbst ein sehr berechnender Mensch war.

Man hatte Domenico mitgeteilt, sein Kontaktmann sei von Rom angereist um den Vatikan bei der Abhaltung des Osterfestes beim Erzbischof zu vertreten, aber dahinter steckte mehr. So viel war klar.
Endlich erreichte der Kardinal also die Kirche und trat ein. Sofort war klar, wen er hier vor sich hatte. Der Mann war selbst ein Kardinal. Allein seine Gewänder verrieten dies. Innerhalb von Sekunden erkannte Domenico das Gesicht des Mannes und lächelte erfreut. Es war Frederico, der Kardinal aus Palermo. Ein guter Mann, einer der wenigen Menschen, die Domenico wirklich zu mögen schien. „Es ist schön Euch zu sehen Frederico!“ Er kam mit offenen Armen auf ihn zu, eine kleine Geste der Freude. Die Hände faltete er dann aber wieder bevor er vor ihm stand. „Wie war Eure Reise?“
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Ezio Auditore
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Maria Novella   Mi Jan 18, 2017 7:46 pm

Montag. 29. März 1480, 16:05

Die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, eilte Ezio durch die vertrauten Straßen von Florenz. Alles um ihn herum war in einem regen Treiben verfangen und so war es ihm ein leichtes, sich zwischen den Leiber der Menschen zu verbergen. Hin und wieder musste er zwar einer Patrouille von Stadtwachen ausweichen, kam aber jedes Mal unbemerkt davon. Wie lange war es her, seit er das letzte Mal hier gewesen war? Ein Jahr...vielleicht sogar zwei? Doch auch wenn schon so viel Zeit vergangen war, die Erinnerung die diese Stadt in ihm weckte war so klar und deutlich, als wäre es erst gestern passiert. //Ich sollte auch Leonardo einen Besuch abstatten. In all der Zeit konnte ich mich nicht melden, nicht einmal mit einer Brieftaube...es wäre zu gefährlich gewesen und zu riskant, dass die Templer das Tier abfangen.//, sagte er sich in Gedanken. Aber langsam wurde ihm bewusst, dass er nicht Entschuldigen für Leonardo suchte, sondern sein eigenes Gewissen beruhigen wollte. Mit gesenktem Kopf schob er sich an einer Gruppe von Kurtisanen vorbei und schenkte ihnen nur ein kurzes, charmantes Lächeln. Bevor sie ihn allerdings überhaupt wahrnehmen konnten, war er schon in die nächste Gasse abgetaucht. Und als er nun endlich seine Umgebung mit vollen Sinnen betrachtete, musste er kurz den Atem anhalten. All das, um Ezio herum, war ihm so schmerzlich vertraut. Der Eingang zum Palazzo, der kleine Olivenbusch neben den umgeworfenen Bänken, selbst die zerstörte Eingangstüre hatte nichts an ihrer alten Kraft verloren.
Die Finger des jungen Assassinen zitterten leicht, als er mit schnellen Schritten weiter lief. Er konnte nicht hier bleiben – nicht jetzt, nicht nach all der Zeit. Der Anblick seines alten Zuhauses riss die Wunde auf, die er doch so sorgfältig verbunden hatte. Irgendwann hatte Ezio begonnen zu laufen, denn er wollte einfach nur noch fort. Sein Atem ging schnell und mit der Zeit immer schwerer, bis er schlussendlich stehen blieb. „Maledetto!“, kam das Wort wütend über seine Lippen, als er seine eigene Dummheit erkannte. So viel zu Marios Warnung, sich verdeckt zu halten...und jetzt war er wie ein aufgescheuchter Hund durch die halbe Stadt gelaufen und das nur durch den Anblick des Palazzo Auditore. Die Hände zu einer Faust geballt, versuchte er seinen Pulsschlag zu beruhigen. Das Erste was nun zu tun war, war herauszufinden wo er sich befand. Laute Stimmen kamen von der rechten Seite der Gasse, also beschloss er links zu gehen. Allerdings bog in diesem Moment eine Gruppe von fünf Stadtwachen um die Ecke und Ezio sah sich gezwungen einen Weg über die Dächer zu nehmen. Er spannte die Unterschenkel an und sprang einige Meter hoch - gerade noch fanden seine Finger halt an einem kleinen Fenstersims. Der Mann hielt die Luft an und wartete auf das bekannte Geschrei, dass ihm verriet, dass er entdeckt worden war. Doch als alles still blieb, zog er sich hoch, bis er schlussendlich den Giebel des kleinen Hauses erreichte. Mit einem letzten Kraftakt hievte er sich auf das Dach und sah nach unten. Die Wachen stolzierten vorbei, als wäre nie etwas gewesen und so war es an dem Assassinen erleichtert auszuatmen. Als er sich umdrehte konnte er neben sich, die bekannten Formen der Basilika Sanda Maria Novella ausmachen. Gerade wollte er sich umdrehen und weiter nach Süden zu gehen, als eine Gestalt seine Aufmerksamkeit erregte. Die Gewandung eines Kardinals blitze zwischen den Häusern auf und schien gerade zu auf die Basilika anzusteuern. Neugierde blitze in seinen braunen Augen auf und Ezio konnte den Blick nicht von dem Mann wenden. Leise und die Schatten suchend, folgte er dem Mann über die Dächer. Als er jedoch in die Kirche eintrat, lag ein Fluch auf seinen Lippen. Er musste näher rann um herauszufinden was Domenico de Medici in der Basilika wollte und das zu dieser Uhrzeit!
Der Assassine hatte das Gesicht des Kardinals erkannt und so wurde seine Neugierde noch mehr getrieben. Geschickt kletterte er an der rauen Hausmauer hinab und warf sich förmlich in die nächste dunkle Ecke, um nicht von dem Barden gesehen zu werden, der singend an ihm vorbei ging. Diese kurze Verzögerung versperrte ihm allerdings den Weg durch die Türe und er presste etwas verärgert die Lippen zusammen. Mit einem geübten Blick suchte er die Fassade ab und musste schließlich einsehen, dass der einzige Weg hinein wohl über den Glockenturm führte. Und so machte er sich daran die Mauer zu erklimmen – was schwerer war als erwartet. Die Kunst lag wohl darin nicht gesehen zu werden und noch dazu waren manche Steine zu glatt um sich daran fest zuhalten. Als Ezio schlussendlich oben war, standen ihm leichte Schweißperlen an der Stirn und erneut ging sein Atem schwerer, als normal. Aber er hatte sein Ziel erreicht und so schwang er sich mit wehendem Umhang in die Kuppel und kletterte die kleine Treppe hinunter, die man für den Läutner aufgestellt hatte. Es dauerte einen Moment bis er Sicht auf das Schiff der Kirche hatte, doch dann konnte er erneut die Gestalt von Domenico erkennen – allerdings war er nicht mehr alleine. Ein weiterer Kardinal war in der Kirche zugegen und Ezio konnte mehrere Leibwächter wahrnehmen. Er musste also vorsichtig sein, wenn er ungesehen hier bleiben wollte. Aber noch war er zu weit weg, um zu verstehen was die Beiden besprachen und so kletterte er ein Stück nach unten bis er zum Platz der Orgel kam. Er verbarg sich hinter dem Instrument und stellte zufrieden fest, dass er von hier – zwar mit etwas Mühe – die Worte verstehen konnte. Jetzt musste er nur noch ruhig bleiben und zuhören.

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Federico Filangieri
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Maria Novella   Do Jan 19, 2017 2:34 pm

Montag, 29. März 1480, 16:05


Gott sei Dank hatte er noch Gelegenheit die Schritte zu hören, sich umzudrehen und schließlich aufzustehen. Federico hasste nichts mehr als Überraschungen. Und es war eine Überraschung das er ausgerechnet hier auf Domenico Kardinal de´Medici traf. Nun eigentlich war es doch keine Überraschung. Schließlich stammte Domenico aus Florenz. Doch das der Apostolische Palast mit einem solchem Aufwand zwei Kardinäle aufeinandertreffen liess, war zu dilettantisch um wahr zu sein. Irgendwas war hier faul. Das roch er sofort. Geschickt wie er aber war, liess er sich davon nichts anmerken. Er schenkte dem anderen Kardinal sein wärmstes Lächeln als er ebenfalls seinerseits auf diesen zuging, die Hände aber anders als Medici ineinander gefaltet. "Caro Domenico, Amico mio! Ma come sono felice di vederti! Grazie, die Reise war lang und anstrengend. Ich ziehe ja immer noch das Pferd vor. Auch wenn es mühsam ist ständig den Talar auszuziehen." sagte er scherzend. Er sprach leise, bedächtig und konzentriert. Schließlich waren sie immer noch in einer Kirche. Doch hörte man zusammen mit dem sizilianischen Akzent der Adeligen auch die Wärme und Lebensfreude des Südens heraus. Federico war nicht nur nach seiner langjährigen Ausübung geübt in so etwas. Ein wahrer Sizilianer musste lügen können wie ein Araber, kämpfen wie ein Nordmann, denken wie ein Grieche und Haltung bewahren wie ein Römer. Alles Eigenschaften die mit den verschiedenen Kulturen die Insel an der Stiefelspitze Italiens über Jahrhunderte geprägt hatten. Jedenfalls war er froh es mit Domenico de´Medici zu tun zu haben. Er mochte den Florentiner mehr als die übrigen Kardinäle mit denen er sonst zu tun hatte. Die Medici waren als Herren von Florenz und der Toskana besser im Umgang mit Persönlichkeiten aus anderen Teilen Italiens als diese ligurischen Hinterwäldler von della Rovere. Von diesem katalanischen Nilpferd Borgia ganz zu schweigen. Nein er schätzte Domenico. Die beiden kannten sich schon länger und hatten bei Abstimmungen im Konsistorium öfters für die gleiche Sache gestimmt. Das mussten sie auch da Bastarde wie Borgia oder diese arroganten Sforza aus Mailand ständig versuchten das Ergebnis zu ihren Gunsten zu schlagen. Federico pflegte ebenfalls ein Bündnis mit den französischen Kardinälen die die spanische Herrschaft über Neapel und Sizilien ablehnten. Und weil die Franzosen dafür sorgten das die Sforza nicht zu aufmüpfig wurden. Ähnliche Interessen hatten die Medici auch, weil ein zu starkes Mailand nicht im Interesse für Florenz sein konnte, dass immer dann davon im Handel profitierte wenn ein Kräftegleichgewicht herrschte. Und dieses Kräftegleichgewicht in Italien sowie verkleinert im Vatikan aufrecht zu erhalten, war nicht einfach und brauchte Männer wie Domenico oder Federico die mit jeglicher Wendung fertig zu werden verstanden. "Aber genug von mir, lieber Freund. Wie geht es euch? Wir haben uns seit dem Konsistorium in dem Papst Sixtus den Kreuzzug gegen die Osmanen vor sechs Monaten ausgerufen hat nicht mehr gesehen." Er vermied es gleich zum Punkt zu kommen. Erst wollte er wissen wie viel Domenico wusste, und bevor es um die eigentliche Sache ging galt es eben gehobene Konversation unter Kardinälen zu führen.
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Maria Novella   Fr Jan 20, 2017 10:30 pm

Montag, 29. März 1480, 16:07
Als nächstes Posten: Ezio Auditore da Firenze, Frederico Filangieri


„Domenico betrachtete den Kardinal dann aufmerksam, so wie er eigentlich alles betrachtete. Er hasste es unaufmerksame Moment zu haben und wichtiges wie geheime Zeichen in Mimik und Gestik zu übersehen. Auf den Scherz lächelte er sogar. „Wahre Worte il mio amico (mein Freund).“ Fredericos Worte hallten nicht wieder, dafür sprach er zu leise. Das war auch gut so. Nicht alle sollten mitbekommen was sie hier sprachen. Einen Moment lang überlegte der Medici, dass sie doch besser  in ein Nebenzimmer gehen sollten. Assassini waren gefährlich und wandelten im Schatten. Aber dies hier war eine Kirche. Hier kam jeder einfache Bürger hinein.

Es war jedenfalls gut Filangieri anzutreffen. Sie schienen bisher immer eine ähnliche Meinung zu haben. Kurz schmunzelte Domenico bei dem Gedanken, dass sie beide als junge Männer wohl gute Freunde gewesen wären, hätten sie sich da gekannt.  Sein Gesprächspartner richtete erneut die Stimme zu Domenico, so lächelte er kühl, aber keineswegs abweisend. „Es ist wirklich eine lange Zeit gewesen, da stimme ich zu.“ Domenico legte den Kopf kurz leicht schräg und lächelte wärmer. „Mir geht es gut, macht Euch da keine Sorgen. Die Menschen hier scheinen jedoch viel vorsichtiger zu sein. Die aktuelle Situationen benötigen demnach bestimmte herangehensweisen. Aber das kennt Ihr ja selbst gut genug." Er sah sich um, als würde er einen groben Überblick über die Anwesenden in der Kirche haben wollen. Schon folgten seine Augen wieder dem Weg zu Frederico. „Kann ich Euch etwas anbieten, nach dieser langen Reise, bevor wir zum Grund unseres Treffens kommen?“ Es gab im Dienstzimmer Wein und Wasser.

Das ungute Gefühl beobachtet zu werden, verließ Domenico nicht. Leider war ihm dieses Gefühl bekannt. Oft bedeutete es nichts gutes. Vielleicht sollten sie sich tatsächlich zurück ziehen. Selbst wenn Leibwachen beider Kardinäle da waren, waren sie nicht völlig Sicher. Gut war nur, dass Domenicos Feinde für gewöhnlich keine Männer der Kirche töteten, sondern Templer. Da die Identität des Medicis niemandem bewusst war, schützte ihn seine Position als Kardinal in dieser gewissen Weise.
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Maria Novella   Sa Jan 21, 2017 12:35 am

Montag, 29. März 1480, 16:07
Frederico Filangieri, Domenico de’Medici

Ezio hielt den Atem an und beobachtete die Bewegung der beiden Kardinäle. Ihre Körpersprache und auch das Lächeln in ihren Gesichtern erzählten davon, dass sie sich bereits kannten. Und dies nicht nur durch flüchtige Begegnungen. //Dieses Treffen kann kein Zufall sein!//, gingen die Worte durch den Kopf des jungen Mannes und er beugte sich gefährlich weit vor um die leise gesprochenen Worte des Fremden zu hören. Ob er ahnte, dass man sie belauschte? Doch dann rief sich der junge Assassine in Erinnerung, dass sie sich ja in einer Kirche befanden. Niemand würde hier die Worte laut hervorbringen. Auch wenn sein Glaube nicht sehr gefestigt war, besaß er einen gewissen Respekt. Ein jeder hatte seinen eigenen Weg diese Welt zu sehen - doch die Templer hatten Ezios Bild der Kirche zerstört. Sie hatten sich hinter dem Glauben versteckt, um ihre Ziele zu erreichen und so konnte selbst Kardinal sein Feind sein.  Allerdings war ihm der Akzent des Mannes nicht entgangen – die Lebhaftigkeit und Wärme des Südens. Was hatte jemand aus dieser Gegend hier zu suchen? Nun gut, er war ein Kardinal und dennoch hörte man diese Sprachfärbung, hier in Florenz jedenfalls, sehr selten. Bis jetzt schien das Gespräch auch noch nicht sehr interessant zu sein. Es waren einfache Begrüßungsfloskeln und die Fragen nach dem Wohlbefinden. Aber ob dahinter etwas anderes lag? Vielleicht ein geheimes Wort? Eine geheime Geste? Als sich der Dunkelhaarige noch ein Stück vorbeugte, um mehr zu hören und zu sehen, löste sich ein kleiner Kiesel von der Brüstung und seine Augen weiteten sich erschrocken. Mit einer schnellen Bewegung lehnte er sich nach vorne und wäre beinahe vornüber gefallen. Gerade noch erwischte er den Stein und umfing ihn fest mit seiner Hand. Fast im selben Moment sank er auf seinen Bauch zurück und verbarg seinen Körper völlig hinter dem Geländer. Der Aufprall seines Gewichts war kaum zu hören und wenn doch, konnte man es als eine Bewegung der Kirchengemäuer abtun.
Der junge Mann umfasste das kleine Stück in seiner Hand so fest, dass sich die scharfen Kanten in seine Haut gruben. Der Schmerz brachte seine Sinne zurück und schien sein rasendes Herz abzuflauen. Beinahe hätte dieses kleine Etwas seine Anwesenheit verraten und dadurch alles zunichte gemacht. Er hätte es niemals ungesehen nach draußen geschafft! Nicht mit all den Leibwächtern und den freien Flächen der Kirchenfassade. Ezio wartete still. Ein Herzschlag, ein zweiter und darauf folgte ein Dritter. Erst als er sich ganz sicher war, dass nichts mehr passieren konnte, wagte er es den Blick zu heben. Durch diesen Zwischenfall war ihm die Antwort von Domenico entgangen und er verfluchte sich selbst. Dieser Tag schien wohl nicht sein bester zu sein und er hoffte, dass sich das noch ändern mochte. Als er die Männer ein weiteres Mal genauer betrachtete, entging ihm nicht, dass der Kardinal von Florenz wachsam war. Ob es einfach ein gesundes Misstrauen war, oder er seine Anwesenheit bemerkt hatte, konnte Ezio in diesem Moment nicht sagen. Doch noch waren sie an der gleichen Stelle und so war es ihm möglich die weiteren Worte zu hören. //Gibt es hier keine bessere Stelle?//, fragte er sich in Gedanken und sah sich nach einer weiteren Möglichkeit um, näher heran zu kommen. Aber die Wege waren im Sichtfeld der Leibwächter und so musste er wohl hoffen, dass seine Ziele nicht auf die Idee kamen, sich fortzubewegen. //Wenn sie in einen anderen Raum gehen, wäre es für mich fast unmöglich ihnen zu folgen. Cazzo!//

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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Maria Novella   Sa Jan 21, 2017 12:21 pm

Montag, 29. März 1480, 16:10
Domenico de’Medici, Ezio Auditore da Firenze


Kardinal Filangieri hörte in seinen Ohren ein Rauschen. Doch würde keine Regung seines Gesichtes verraten was ihm seine Ohren sagten. Und natürlich war ihm auch nicht entgangen das sich Domenico de´Medici beobachtet fühlte. Nun sie waren auch allein in einer Kirche. Kein Ort eignete sich besser zum verbergen. Doch wie gesagt liess er sich nichts anmerken. Seine grünen stechenden Augen ruhten ganz alleine auf den anderen Kardinal. "Ich danke euch Domenico, aber ich muss leider passen. Ihr Florentiner versteht euch auf viele Künste. Und einige schlagen beizeiten auf den Magen." grinste er verwegen als er sich über den Bauch strich und an sein letztes Mittagessen zurückdachte. Das Peposo, eine Art gepfeffertes Gulasch das die Fiorentiner sehr gerne aßen hatte zu gut geschmeckt. Er brauchte generell nicht viel zu essen. Aber wenn er mal gut gegessen hatte, dann aß er für die nächsten fünf bis sieben Stunden so gut wie nichts mehr. Er weitete stattdessen die Arme und wies mit einlandender Geste in die Kirche. "Vielleicht sollten wir uns hier ein wenig die Beine vertreten, während wir auf die Angelegenheit zu sprechen kommen für die ich in eure schöne Stadt gereist bin." Er verschränkte die Arme hinter seinen Rücken und ging langsam ein paar Schritte. Hoffend das Domenico es ihm gleich tat. Bei der Orgel samt einem Geländer über ihn blieb er schlussendlich stehen, und wandte sich Medici wieder zu. "Ich habe als wir uns vorhin zum ersten Mal sahen, bemerkt dass ihr überrascht wart mich hier anzutreffen, Domenico. Nun lasst mich euch sagen das es mir nicht anders erging. Diese ganze Geheimniskrämerei von della Rovere ist sehr merkwürdig. Offiziell bin ich zur Vertretung des Vatikans für die Feiern von Ostern hierhergeschickt worden. Der wahre Grund meines Besuches sollte euch allerdings bekannt sein. Es ist dem heiligen Stuhl nicht entgangen das in letzter Zeit Dokumente und Informationen aus der päpstlichen Botschaft hier verschwinden. Papst Sixtus persönlich möchte das die Vorgänge aufgeklärt werden. Noch haben sich die Gerüchte außerhalb der Mauern Roms nicht herumgesprochen. Die Kurie möchte dass das so bleibt. Deshalb hat sie mich beauftragt hier in Florenz auf Maulwurfsjagd zu gehen." Die Stimmung war rapide heruntergekühlt. Federicos Stimme war sachlich, nüchtern und tonlos. Doch seine Augen hatten die unheimlichen Konturen der Iris eines Adlers angenommen, der aus der Luft Ausschau nach seiner Beute hält. "Ich würde in dieser Angelegenheit eure Hilfe zur Aufklärung dieser Fälle gerne erbitten. Ist euch darüber vielleicht etwas bekannt?" Er hielt sich mit weiteren Information immer noch zurück. Insbesondere wen er persönlich hinter diesen Manipulationen vermutete. Aber das sprach er nicht aus. Erst wollte er sehen wie Domenico darauf reagierte.
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Maria Novella   So Jan 22, 2017 10:08 pm

Montag, 29. März 1480, 16:10
Ezio Auditore da Firenze, Frederico Filangieri


Das Angebot lehnte er ab. Domenico störte sich daran keineswegs. Er hatte lediglich vor die höflichkeiten aufrecht zu halten und seinem Gesprächspartner nach der langen Reise etwas angeboten zu haben. Zumal er Frederico doch recht gern hatte. Das, obwohl er eigentlich nicht viel für Beziehungen zwischen Menschen übrig hatte. Vielleicht war er auch einfach aus dem Alter gekommen, sodass ihm derartiges nicht mehr wichtig war. Der Kardinal freute sich über die Aufmerksamkeit, die ihm entgegen gebracht wurde, auch wenn er sich in der Sicherheit suhlte, dass sie nicht ganz uneigennützig war. Es war nun mal eine Zeit, in welcher jede Unternehmen und jeder Plan einen Hauch des Selbstnutzens enthielt, eine Priese Egoismus. Offenkundig auch in der Kirche.

Natürlich gefiel Domenico das Lob seiner Heimatstadt, eine Stadt beherrscht von den Medici, seiner Familie. „Dann will ich Euren armen Magen nicht weiter belasten.“ Meinte er sogar scherzhaft und grinste. Nickend folgte er seinen Schritten, achtete aber darauf, mit ihm auf einer Höhe zu bleiben. Der Adlige Kardinal war niemand der folgte, er ließ folgen und das würde sich so schnell nicht ändern. Höchstens die Heiligkeit selbst konnte dem stolzen Mann in diesem Gedanken dimmen. Vermutlich war es besser sich zu bewegen, als auf einer Stelle zu stehen. Ganz abgesehen davon, dass es ehrenvoller aussah, wenn sie zusammen durch die Kirche schritten, waren sie so auch schwerere Ziele. Bei der Orgel blieben sie also stehen. Der Kardinal sah hinab, zu den Menschen, dann wand er sich Frederico zu.

Aufmerksam lauschte er den Worten des anderen Kardinals. "Dio!" sagte er zustimmend, um diesen Ausdruck zu unterstreichen. "Ich hörte davon. Es ist gut, dass Ihr hier seid um das aufzuklären.“ Er sprach gedämpft, sehr vorsichtig aber dennoch mit einem gewissen Nachdruck. Frederico wusste mehr, soviel war Domenico jetzt klar. Aber man hatte ihn beauftragt das zu lösen, also war das etwas Gutes. Selbst wenn der Medici selbst gerne derjenige gewesen wäre, den man beauftragt hatte. Neid spielte kurz seine Schatten in Domenicos Augen, eh er es schaffte diesen zu unterbinden um ihm weiterhin zuzuhören. „Leider habe ich selbst kaum Informationen zu der Sache. Aber auf meine Hilfe könnt Ihr selbstverständlich verlass nehmen Frederico." Er betrachtete ihn dann fest. "Ich habe meine Augen und Ohren überall.“ Versicherte er noch einmal. Damit meinte er seine ganzen zusätzlichen Augen und Ohrenpaare.
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Ezio Auditore
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Maria Novella   Mo Jan 23, 2017 5:15 pm

Montag, 29. März 1480, 16:09
Frederico Filangier, Domenico de` Medici

Ezio hatte das Gefühl, alles um ihn herum hätte den Atem angehalten. Kurz blinzelte er und ließ den Kieselstein auf den Boden sinken, um sich nicht noch  fester daran zu klammern. Erleichterung durchdrang seinen Körper als er hörte - wie der Mann namens Federico - das Angebot Domenico's verneinte und somit die Möglichkeit ausschloss, dass sie sich in einen anderen Raum bewegen würden. Doch diese Erleichterung schlug allerdings in blankes Entsetzten über, als der teuer gekleidete Kardinal genau auf ihn zu zielte. Sein Schritt war fest, als wüsste er genau wohin er wollte. Ezio drückte seinen Körper so fest es ging auf den Boden, in der Hoffnung er möge darin versinken. Aber wie erwartet geschah dies nicht und so hielt der junge Assassine die Luft an und spürte wie sein Herz drohte aus seiner Brust zu springen. Merda! So nervös hatte er sich das letzte Mal gefühlt, als er auf Cristina getroffen war. Das war Jahre lang entfernt! Ein falscher Blick nach oben und man würde seine weiße Gewandung entdecken, die sich wie ein blitzender Edelstein vom Mamor der Basilika abhob. Ein wenig bereute er es nun, dass er den Stein losgelassen hatte, denn so gruben sich seine Finger fest in den Handballen und hinterließen den Abdruck kleiner Halbmonde.
Die Gestalt Federicos blieb unter der Orgel stehen und das Blut rauschte in seinen Ohren, während er alle Gebete in Gedanken durchging, welche ihm seine Mutter beigebracht hatte. Jede Sekunde erwartete er den Ruf, dass er sich zeigen und ergeben sollte - umso überraschter war er, als der Mann mit den grünen Augen einfach weiter sprach. Jetzt wo sie sich so nahe befanden, war es ihm ein leichtes sie zu verstehen. Genauso war es einfacher, ihre Gesten und Bewegungen zu erkennen. War das nur unglaubliches Glück? Oder lag mehr dahinter? Ezio kniff leicht die Augen zusammen. Wollte man, dass er das alles hörte? Fragen über Fragen glitten durch seinen Verstand und er konnte keine davon beantworten. Irgendwann hatte er begonnen wieder flach zu atmen, als seine Lunge nach Luft gefordert hatte. Die Worte der Kardinäle stimmten ihn allerdings ein wenig nachdenklich. Es verschwanden also wichtige Dokumente und das hier in Florenz? //Da ist doch etwas falsch...// Aber dann blieb die Frage, ob Federico ein Feind war. Er schien durchaus Macht am Hofe der Kirche zu besitzen, wenn man ihm eine solch wichtige Arbeit anvertraute. Die Antwort Domenicos ließ Ezio allerdings ein wenig das Kiefer zusammenpressen. Sprach er etwa von Spionen? Der Ton in dessen Stimme ließ ihn so vermuten. Ein wenig war er dann aber auch enttäuscht das der florentinische Kardinal nicht mehr Informationen darüber hatte. Zu sehr war die Neugirde des Assassien geweckt - zudem konnte es ein wichtiger Hinweis auf eine Templer-Aktivität sein

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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Maria Novella   Fr Jan 27, 2017 8:01 am

Federico behielt über die gesamte Zeit seinen konzentrierten, nüchternen und emotionslosen Gesichtsausdruck bei, während er Domenico zuhörte. Ihm war der kurze Ärger in den Augen des anderen Kardinals nicht entgangen. "Kann mir gut vorstellen das du diese Arbeit gerne selber übernommen hättest." dachte er flüchtig ohne eine Miene zu verziehen. Hätte er sich um die Aufgabe keine Bohne geschert, hätte er sie am liebsten an Domenico abgegeben. Er hatte beileibe besseres zu tun als hier in den Straßen einer für ihn fremden Stadt einen Maulwurf aufzuspüren. Aber leider interessierte ihn diese Aufgabe sehr wohl. Denn wer auch immer hinter den gestohlenen Daten steckte, war für den Vatikan ein Sicherheitsrisiko. Ein Risiko das man nicht ignorieren durfte. Und aus diesem Grund war Federico darauf bedacht sich dessen selbst anzunehmen. Nun war das einzige Problem das er Domenico in dieser Angelegenheit nicht recht über den Weg traute. Der Medici schien mehr zu wissen als er preisgab. Dementsprechend beschloss Federico es ähnlich zu halten. Er würde Domenicos Hilfe konventionell in Anspruch nehmen um den Anschein zu wahren ihn zur Lösung dieses Falles wirklich einzubinden. Aber lösen musste er dieses Rätsel mit anderen. Personen deren Existenz vor Domenico de´Medici besser verborgen blieb.
So kam es also das er nach Domenicos Rede die Arme weitete und ein echtes sizilianisches Lächeln von sich gab. "Domenico, Grazie! Sei un vero amico. Mi fido di te! Mit vereinten Kräften sollte es uns gelingen diesen Verräter ausfindig zu machen. Man wird es uns beiden in Rom sehr danken. Vielleicht sollten wir heute Abend gemeinsam speisen. Was meinst du? Ich werde mich dann darauf morgen früh sofort zur Botschaft begeben um mir vom Ausmaß des Schadens ein eigenes Bild zu machen. Bis dahin würde mich freuen wenn du mir heute Abend die Wunder eurer Stadt zeigen könntest." Damit wollte er langsam aber sicher dieses Gespräch zu Ende bringen. Er hatte noch vor in der Kirche zu beten.
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Maria Novella   So Jan 29, 2017 6:35 pm

Ooc: mein Netzkabel von meinem Lappy ist vorhin kaputt gegangen. Muss also mit dem Handy posten bis uch ein neues habe. Verzeiht wenn es kuze Posts werden und Rechtschreibefehler zu finden sind


Montag, 29. März 1480, 16:10
Ezio Auditore da Firenze, Frederico Filangier, Domenico de` Medici

Ja diese Aufgabe hätte der Medici gerne selbst übernommen. Denn dies hier war seine Heimatstadt, ein Medici als Stadtherr, einer als Kardinal. Selbstredend war Filangieris Rolle hier demnach etwas problematisch. Aber Domenico beschloss es einfach zu akzeptieren und selbst Forschungen anzuleiern. Es konnte ihm doch nicht entgehen, dass hier in seiner Stadt ein Unruhestifter war. Zumal war der Kardinal ein höheres Mitglied der Templer, so gab es auch hier Möglichkeiten für ihn, sich da umzuhören.

Einen Moment lang überlegte er, ob diese gesammten Informationen zu dem Vorteil der Templer auszulegen waren. Wenn dem so wäre, müsste er den Täter schützen. Aber vorerst gewann die Neugierde. Federicos Worte rissen den Mann aus den Gedanken. Er lauschte also aufmerksam und lächelte warm. "Sehr gerne mein Freund. Es wäre mir eine Ehre dir die Stadt zu zeigen und mit dir zu speisen. Ich würde dich heute Abend gerne in meine Residenz einladen, dann wird es ein schönes Mahl geben." Domenico fühlte sich beobachtet. Die ganze Zeit schon. Es war ihm unangenehm. Aber das Gespräch hier endete ja, wie es schien, sehr bald.
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Maria Novella   So Jan 29, 2017 8:15 pm

Montag, 29. März 1480, 16:10
Frederico Filangieri, Domenico de’Medici

Noch immer glitt dieses eigenartige Gefühl durch seinen Körper. Diese Ungewissheit und auch das Misstrauen darüber, dass sich diese zwei Kardinäle genau zu diesem Fleck bewegt hatten. Vorsichtig löste er seine verkrampften Finger aus ihrer Haltung und bettete sie vorsichtig auf den kalten Marmor. Langsam merkte er wie viel kälter die Kirche war, im Gegensatz zu der Luft in den Florenzer-Gassen. Aber es war nur eine kleine Erkenntnis, die ihm nicht weiterhalf in dieser Suche. Erneut drang Federicos Stimme in seine Ohren und er presste seine Wange flach auf den Stein unter ihm. So verstand er die Worte klarer und konnte auch die Veränderungen der Tonlage besser bestimmen. Selbst wenn es ihm schwer viel etwas daraus zu lesen. Die Art dieses fremden Kardinals hatte etwas Verschlossenes. Sie war schwer zu enträtseln und durch seine Unerfahrenheit fehlte es ihm an dem nötigen Wissen, mehr als nur freundliche Worte darin zu erkennen. Was ihm jedoch nicht verborgen blieb war die Tatsache, dass dieses Gespräch schon bald wieder sein Ende finden würde. Ezio hatte aber weder herausgefunden um welche Dokumente es sich handelte, noch warum man gezielt einen einzigen Mann – der noch dazu von weit her zu kommen schien – auf diesen Auftrag ansetze. Und im Hintergrund blieb immer noch diese nagende Unruhe, die Zweifel in ihm weckte. Zweifel, die er im Moment nicht gebrauchen konnte. Aber immer wieder stellten sich ihm einige Fragen. Entsprachen diese Worte wirklich der Wahrheit oder führte man ihn hinters Licht, da man wusste das er hier war? Welchen Nutzen hatten die verschwundenen Dokumente?
Vorsichtig schob er sich ein Stück nach hinten, bis er merkte wie seine Schuhspitze die Stützen der Orgel berührten. Dabei ging er so lautlos wie die Schatten vor und setzte nicht einmal das kleinste Staubkorn in Bewegung – jedenfalls kam es ihm so vor. Ezio wollte nicht denselben Fehler wie vorhin zu machen. In seiner neuen Position hatte er nun auch einen besseren Blick auf Domenico, der zuvor von einer Säule verdeckt worden war. Das erste was ihm auffiel waren die kalten Augen, die seinen freundlichen Worten lüge straften. Etwas an diesem Mann war gefährlich und der junge Assassine wollte an diesem Tag lieber vermeiden, sich ihm gegenüber zu stellen. Aber auch die Augen Federicos besaßen diese stechende Ausstrahlung und so schluckte er ein wenig. Diese Männer gingen miteinander so freundlich um und doch war da etwas in ihrem Verhalten, dass ihn stutzig werden ließ. Er würde, sobald er zurück in Monterggioni war, seinen Onkel über diese beiden Kardinäle ausfragen. Vielleicht wusste er mehr über sie. Mehr als es Ezio in diesem Moment tat. Einen kurzen Augenblick spielte er auch mit den Gedanken, einen der beiden zu Verfolgen, aber dann erinnerte er sich wieder daran, warum er hier war. Er hatte eine Aufgabe zu erledigen und er wollte Mario nicht enttäuschen.

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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Maria Novella   Mi Feb 01, 2017 8:20 am

Montag, 29. März 1480, 16:20
Domenico de´Medici, Ezio Auditore da Firenze

Federico merkte das der andere Kardinal sich zunehmend unbehaglicher zu fühlen schien. "Nun." begann er um die Aufmerksamkeit wieder auf sich zu lenken. "Dann freue ich sehr deine Einladung anzunehmen. Ihr Medici seid über Florenz hinaus für euren erlesenen Geschmack bekannt. Und lass mich dir sagen, dass Sizilianer nichts mehr als guten Geschmack lieben. Deshalb würde ich dich gerne in eurem Palazzo heute Abend gegen acht Uhr aufsuchen, wenn dir das recht ist." Er ging mit Domenico zum Ausgang, blieb aber in unmittelbarer Nähe zur Orgel. "Ich glaube ich werde noch etwas in der Kirche beten. Seid ich hier in Florenz angekommen bin, hatte ich noch keine Gelegenheit mich zu sammeln und in mich zu gehen. Die nächsten Tage werden anstrengend genug werden. Aber ich froh dich an meiner Seite zu wissen, alter Freund." Er sprach nichts anderes als die Wahrheit aus. Er musste in Florenz gleichzeitig seine offizielle Rolle als Emissär des Vatikans wahrnehmen, und andererseits auch noch den Vorgängen in der Botschaft nachgehen. Dazu kam noch, dass er sich mit seinen Kontakten in Verbindung setzen müsste. Aber das hatte noch Zeit. Filangieri hatte in diesem Moment mehrere Interessen die er verfolgte. Und er würde sie Stück für Stück abarbeiten. "Bis heute Abend dann, Domenico." sagte er beherzt und nahm Domenicos Hände kurz in seine als er sich verabschiedete.
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Maria Novella   Fr Feb 03, 2017 9:37 pm

Montag, 29. März 1480, 16:21
Ezio Auditore da Firenz, Federico Filangieri

Dass Domenico kein gewöhnlicher sondern ein sehr gefährlicher Mann war, war absolut richtig. Wohl war die Menschenkenntnis des jungen Assassinen gut genug um Feinde aufzuspüren. Dass der de‘ Medici sogar tatsächlich ein feind von Ezio und seiner Bruderschaft war, konnte er ja nicht wissen. Dafür sorgte man, große Geheimnisse wie solches vor jenen zu verheimlichen. Domenico musterte seinen Gesprächspartner zwar kühl, aber aufmerksam. Auf das Kompliment über seine Familie wurde der kühle Ausdruck herzlich, wie man nun mal dreinblickte, wenn man komplimentiert wurde. „Es wäre mir eine große Freude Federico.“ Damit gingen sie zum Ausgang. Kardinal Filangieri wollte also noch etwas beten. Der de‘ Medici lächelte und nickte. „Natürlich. Ad maiorem dei gloriam“ (Zur höheren Ehre Gottes) sagte er also zum Abschied und deutete eine höfliche aber nicht unterwürfige Verneigung mit seinem Kopf an. Mit diesen knappen Worten und festen Schritten, verließ er die Kirche.

Tbc: (wird noch entschieden)
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Maria Novella   Fr Feb 03, 2017 10:25 pm

Montag, 29. März 1480, 16:25
Ezio Auditore da Firenze


Federico wartete darauf dass sich die schweren Türen von Santa Maria Novella endlich verschlossen, um sicher zu sein das Domenico mit seinen Leibwächtern die Kirche verlassen hatte. Sofort gab er seinen Leibwächtern lautlos ein Zeichen, und bedeutete ihnen sich an die Eingänge der Kirche zu postieren um ihm etwas ungestörte Zeit zu lassen. Als er sicher war das dies der Fall war, ging er mit dem Rücken zur Orgel auf die Knie und schloss die Augen. Sacht faltete er die Hände zusammen, während er die kühle Luft die im Kirchenschiff waberte einatmete. Er bekreuzigte sich bevor er anfing leise zu sprechen.

"Credo in Deum,
Patrem omnipotentem,
Creatorem caeli et terrae.

Et in Iesum Christum,
Filium eius unicum, Dominum nostrum:
qui conceptus est de Spiritu Sancto,
natus ex Maria Virgine,
passus sub Pontio Pilato,
crucifixus, mortuus, et sepultus,
descendit ad inferos:
tertia die resurrexit a mortuis;
ascendit ad caelos;
sedet ad dexteram Dei
Patris omnipotentis:
inde venturus est
iudicare vivos et mortuos.

Credo in Spiritum Sanctum,
sanctam Ecclesiam catholicam,
Sanctorum communionem,
remissionem peccatorum,
carnis resurrectionem,
vitam aeternam.
Amen."



Seine Stimme schien so leise und doch in der ganzen Kirche hörbar. Es war als ob ihm die schweigenden Bilder der Heiligen zuzuhören schienen, als er das Glaubensbekenntnis von sich gab.
Dann bekreuzigte er sich erneut als er mit trockener Stimme zum Ende kam.
Schlagartig schlug Federico die Augen auf und lächelte schelmisch. Mit seinen giftgrünen Augen konnte der Blick schon fast dämonisch wirken.
"Nulla è reale, tutto è lecito." (Nichts ist wahr, alles ist erlaubt." sagte er genüsslich während er sich langsam erhob. Der letzte Satz war nichts als ein Flüstern, und doch schienen die hohen Wände der Kirche die Worte immer weiter zu tragen. Nach oben, nach unten und auch hinter das Geländer bei der Orgel.  Mit langsamen bedächtigen Schritt, ging Federico zu einem der Beichtstühle an den Wänden und öffnete die hölzerne Tür zu dem Teil des Priesters. Mit einem letzten triumphierenden Blick, blickte er auf das Geländer bei der Orgel bis er sich reinsetzte und die Türe verschloss. Bereit die Beichte abzunehmen.
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Maria Novella   Sa Feb 04, 2017 8:34 am

Montag, 29. März 1480, 16:20
Frederico Filangieri, (Domenico de’Medici)

Das Gespräch war beendet. Die kleine Enttäuschung die darauf folgte, war wie ein schwall kaltes Wasser. Ezio presste leicht die Lippen aufeinander und hätte beinahe geseufzt. Nach dieser Belauschungsaktion hatte er mehr Fragen, als Antworten. Es war keine verschwendete Zeit, dass wusste er. Doch er würde mehr davon einsetzten müssen, um herauszufinden um welche Dokumente es sich handelte. Und er war gewillt allen Spuren hinterher zu gehen, die Möglicherweise mit Templern zu tun hatte. Seine Augen verfolgten die Bewegung Domenicos der sich nun abwandte und auf die großen Torflügel der Basilica zuging. Sein Schritt war stolz und Ezio war in der Versuchung ihm zu folgen. Doch er rief sich die Leibwachen in Erinnerung und blickte zu den Männern, die dem Kardinal folgten. Zwar war nun ein Teil fort, allerdings nicht jene Männer die hier waren um den fremden Besucher zu beschützen. Zudem würde er noch früher oder später die Chance bekommen dem Familien Mitglied er der Medici zu folgen. Immerhin lebte dieser hier in Florenz. Schwieriger würde es wohl bei jenem werden, der sich jetzt gerade noch in der Kirche befand. Federico war nicht untätig gewesen und hatte sich hingekniet, dabei befand er sich noch immer so nah an der Orgel und das Herz des Assassinen begann wieder schneller zu schlagen. War nicht er es gewesen, der überhaupt an diese Stelle gegangen war? Ihm wurde bewusst, dass er sich nun alleine – die Leibwächter ausgenommen – mit dem Kardinal im Raum war. Weder späte Besucher, noch ein Priester oder Mönch störten die Ruhe. Ein nervöser Schauer glitt durch seinen Körper, als die Worte des Gebetes zu ihm herauf schallten. In dieser Stille wirkten sie lauter, als sie gesprochen wurden. Das Echo die der Stein verursachte, verlieh dem Ganzen etwas Unheimliches. Für Ezio fühlte es sich an, als würde der Moment eine halbe Ewigkeit währen, bis das Gebet verstummte. Das letzte Wort wiederholte sich immer wieder in seinem Kopf, bis ein Satz schlagartig alles veränderte. Es war ein Satz, den er hier nicht erwartet hatte. Seine Augen weiteten sich und ein leises Keuchen drang aus seiner Kehle. Hatte er das gerade wirklich gehört? Vielleicht war es nur ein grausamer Scherz seiner Sinne gewesen, die ihn darauf drängten, dass er die Kälte der Kirche verlassen sollte. Mit einem wachsamen Ausdruck beobachtete er den älteren Mann, der nun auf die Beichtstühle zuschritt. Seine Gestalt verwand in der Kabine des Priesters. Aber bevor dies geschah hatten sich ihre Blicke gekreuzt und ihm wurde deutlich bewusst: Seine Anwesenheit war schon lange bemerkt worden. Er lebte nur noch, weil der Fremde es gewollt hatte. Für einen Moment zitterten seine Finger und er erhob sich aus den Schatten. Nun war es zu spät. um unbemerkt nach draußen zu gehen. Warum also nicht herausfinden was es zu bedeuteten hatte, dass dieser Kardinal die Worte der Bruderschaft kannte.
Immer darauf bedacht den Wachen nicht aufzufallen, kletterte er an dem Geländer entlang und ließ sich nach unten fallen. Nur ein kleiner dumpfer Laut verriet seine Landung – was ihn trotzdem dazu veranlasste zu erstarren und nach Schritten zu lauschen. Niemand kam. Das war gut. Die Luft ein wenig anhaltend schlich er an den Bänken entlang, bis er die Wand erreichte indem sich der Beichtstuhl befand. In diesem Augenblick schien sein Herz beinahe auszusetzen. Dieser Tag war aufregender gewesen, als im lieb war. Kurz sammelte Ezio sich und holte tief Luft, bevor er in die Kabine stieg, die sich dem Kardinal gegenüber befand. Dunkelheit umhüllte ihn und es dauerte einen Moment bis sich seine Augen an den Wechsel des Lichts gewöhnten. „Sono venuto a confessare. (Ich bin gekommen um zu beichten.)“, verließen die Worte nun seinen Mund und er faltete seine Hände sogar ein wenig. Hoffentlich hatte er keinen Fehler gemacht, indem er beschlossen hatte, bei dem Spiel des Mannes mitzumachen. Während er auf das kleine Loch in der Wand blickte, hatte er seinen Gehörsinn nach draußen gerichtet. Sollte jemand versuche in ihm Hinterhalt zu töten, würde er es hören.

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Zuletzt von Ezio Auditore da Firenze am Sa Feb 04, 2017 9:23 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Maria Novella   Sa Feb 04, 2017 9:16 am

Montag, 29. März 1480, 16:30
Ezio Auditore da Firenze


Als der Beichtende in den Beichtstuhl hereinkam, lachte Federico in seinem Innern triumphierend. Dann hatte er sich doch nicht getäuscht. Nur ein wahrer Assassine konnte jene letzten Worte verstanden haben. Doch wie es seine Berufung war, setzte er eine priesterliche Mischung aus Milde und Strenge auf seinem Gesicht durch die Gitterwand.
"Il Signore, che illumina con la fede i nostri cuori, ti dia una vera conoscenza dei tuoi peccatie della sua misericordia." (Gott, der unser Herz erleuchtet, schenke dir wahre Erkenntnis deiner Sünden und Seiner Barmherzigkeit.) sagte der Kardinal und faltete die Hände, während er auf der anderen Seite glaubte ein "Amen" zu vernehmen. Natürlich war auch Federico aufgeregt. Der Assassine schien jung zu sein. Vielleicht um die zwanzig? Etwas an der Stimme liess Federico aufhorchen. Noch wusste er nicht was. Ihm fiel schon mal auf, dass der Junge mit florentinischen Akzent sprach. Und doch war die Aussprache geschliffen. Nicht grob. Vom gemeinen Pöbel konnte er also nicht abstammen. Ehe er weiter darüber nachdachte, besann sich Kardinal Filangieri eines besseren und konzentrierte sich. Vielleicht war es besser erst einmal seiner Pflicht nachzukommen. "Wie der verlorene Sohn zu seinem Vater, kehrt ein Sünder aus eigenem Antrieb wieder zu Gott zurück." begann Federico bedächtig an zu sprechen. Der sizilianische Akzent färbte reichlich in einer florentinischen Kirche. Aber das war in diesem Moment unwichtig. "Sprich mein Sohn. Was möchtest du mir beichten?"
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Maria Novella   Sa Feb 04, 2017 9:47 am

Montag, 29. März 1480, 16:30
Frederico Filangieri

Nachdem der junge Mann den Beichtstuhl betreten hatte, sprach er die vertraute Formel und hob seine Hand zur Stirn, senkte sie an sein Herz und führte sie von links nach rechts. „Im Namen des Vaters und des Sohnes, und des heiligen Geistes.“ Ezio befeuchtete sich für einen Moment die Lippen, als er die vertrauten Worte hörte. Die Beichte war ein wichtiger Punkt der Kirche und in letzter Zeit hatte er sie ziemlich vernachlässigt, vielleicht weil er auch ein wenig an Glauben verloren hatte. Aber er erinnerte sich was er zu tun hatte und so drang an leises „Amen“, aus seinem Munde. Ein wenig hob der junge Assassine den Blick und sah auf das kleine Gitter in die Mitte. Er konnte nur die Umrisse des Kardinals erkennen, aber mehr brauchte er nicht zu sehen, er kannte ja dessen Aussehen bereits von zuvor. War seine Ausstrahlung deshalb so streng gewesen, weil er ein Assassine war?
Für einen Moment war es still gewesen, doch dann drang wieder der warme Akzent des Südens in seine Ohren und irgendwie veranlasste ihn diese Wärme ihn ein wenig zu entspannen. Zwar vertraute er Federico nicht, aber er war ein Ordensbruder oder nicht? Zweifel nagten an ihm, allerdings war es jetzt zu spät um umzukehren. Jetzt ging es darum, sich vorsichtig vorzutasten und zu sehen, ob es in einer Katastrophe endete. Ezio schloss seine Augen ein wenig, und sammelte die Gedanken. So lange, bis man ihn aufforderte zu sprechen. „Ich habe gesündigt, Vater. Denn ich habe getötet – geleitet von den Gefühlen der Rache.“ Die Erinnerung blitzte vor seinem inneren Auge auf. Sie war so klar, als hätte er es gerade vor wenigen Sekunden getan. Er könnte hören wie der Dolch sich in Albertis Brust grub und lebenswichtige Organe zerschnitt. Aber selbst als der Mann tot gewesen war, hatte er nicht aufgehört. Oh, er hatte sich zu sehr von seinen Gefühlen hinreißen lassen. Augenblicklich öffnete er wieder seine Augen und versuchte das Bild der grausamen Tat zu verscheuchen. Es war nicht sein letzter Mord gewesen, jedoch sein erster im vollen Bewusstsein. Sein erster als Assassine. Die braunen Augen waren nun auf das kleine Loch gerichtet und er wartete auf den nächsten Schritt des Kardinals. Wer würde der erste sein, der ansprach, was sie sich beide wahrscheinlich fragten.

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Zuletzt von Ezio Auditore da Firenze am Sa Feb 04, 2017 10:49 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Maria Novella   Sa Feb 04, 2017 10:18 am

Montag, 29. März 1480, 16:35
Ezio Auditore da Firenze



"Rache ist ein Gift, mein Sohn." sprach Federico seelenruhig. "Nur allzu sehr verfallen die Menschen ihr. Da sie meinen sich hinterher besser zu fühlen. Aber sie irren sich. Rache macht aus uns nichts besseres als unsere Feinde. Sobald wir sie getötet haben, gleitet ihr Mantel der Niedertracht auf uns nieder." Er schwieg einen Moment. Ja die Stimme klang wie damals. Damals als Federico jung gewesen war, waren zwei Adelige einer aus Florenz und einer aus Palermo bei Enea Silvio Piccolomini unterwiesen worden. Nur einer von ihnen hatte dann am Ende Priester wie ihr Mentor werden wollen. Aber konnte das wirklich sein? Er war sich immer noch nicht hundertprozentig sicher. Deshalb sprach er weiter. "Liebe deine Feinde. Und töte sie nur wenn es notwendig ist. Aber nicht aus Rache. Das Leben ist zu kostbar um es Gefühlen zu unterwerfen. Spreche zur Reue nun das ´Vater Unser´." Er war erstaunt wie ruhig sie beide waren. Sie kannten sich nicht. Und doch war es eine Fügung des Schicksal das sie nun hier saßen. Federico hatte diesen Ort natürlich nicht umsonst ausgesucht. Waren sie irgendwann mit der Beichte durch, würden sie um die eigentlich wichtigen Dinge zu sprechen kommen. Zum Beispiel was der junge Assassine von seinem Gespräch mit Domenico zu erlauschen erhoffte. So oder so es gab viel zu besprechen!
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Maria Novella   Sa Feb 04, 2017 11:01 am

Montag, 29. März 1480, 16:37
Frederico Filangieri
Die Ruhe die von diesem Kardinal ausging, war beinahe – in diesem Moment wusste Ezio nicht, wie er sein Gefühl beschreiben sollte. Es war nicht unheimlich, auch nicht unangenehm, aber dennoch hatte sie etwas Inne, was ihn an seiner Tat zweifeln ließ. Nein, er hatte ein gutes Recht darauf besessen, diesen Mann zu töten. Und er würde es immer wieder tun, wenn es von ihm verlangt wurde. Vielleicht nicht die Art und Weise wie er es getan hatte, aber der Mord würde niemals ungeschehen bleiben. Ein wenig senkte er nun den Kopf und starrte auf seine gefalteten Hände. „Nein, ich fühlte mich nicht besser. Aber er hatte meine Familie verraten. Als Freund war er gekommen und als Verräter ist er gestorben. Manch ein Tod ist notwendig.“ Vielleicht entsprach seine Antwort nicht dem Protokoll einer Beichte, aber er hatte diese Worte nicht zurückhalten können. Bis jetzt hatte er es noch nie geschafft mit jemanden wirklich darüber zu reden. Welch eine Ironie, dass er das alles nun einem Fremden erzählte, dessen Vertrauen er sich noch nicht einmal sicher war. Eine Weile schwieg er, doch als man ihn aufforderte ein Gebet zu sprechen, fügte er sich dem Willen des Kardinals. Jedes Wort des ‚Vater Unser’ verklang im engen Raum des Beichtstuhls, aber auch wenn Ezios Mund sie sprach, waren seine Gedanken ganz woanders.
Sie waren zurückgekehrt in die Vergangenheit, wo man ihm so viel Leid zugefügt hatte. Erst als er mit einem weiteren ‚Amen’ endete, war seine Konzentration zurück auf das kleine Loch in der Wand gerichtet. Was war das wirkliche Ziel von Federico gewesen, als er sich zu diesem Ort hinbewegt hatte. Es war bestimmt nicht nur der Wunsch, einem Spion die Beichte abzunehmen. Denn nichts anderes war er in diesen Augenblicken des Gespräches gewesen. Aber noch spielte er einfach mit. Fügte sich in die Rolle des reumütigen Gläubigen, der einfach Erlösung von seinen Sünden wollte.

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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Maria Novella   Sa Feb 04, 2017 11:23 am

Montag, 29. März 1480, 16:35
Ezio Auditore da Firenze


Federico überging als erstes den Gefühlsausbruch. Etwas schneller als sonst beendete er seine Pflichten als Diener Gottes, bevor er wieder Federico Filangieri sein könnte. "Deus, Pater misericordiarum, qui per mortem et resurrectionem Fílii sui mundum sibi reconciliavit et Spiritum Sanctum effudit in remissionem peccatorum, per ministerium Ecclesiae indulgentiam tibi tribuat et pacem. Et ego te absolvo a peccatis tuis in nomine Patris, et Filii, et Spiritus Sancti, Amen." Der Junge war aus seinen Sünden der Rache reingewaschen. Aber noch nicht aus seinen Pflichten als Schüler befreit. Federico schwieg lange bevor er antwortete. Denn jetzt war er sich sicher.

"Als Assassinen ist es unsere Pflicht die Templer vom Antlitz dieser Erde zu tilgen." sagte er langsam.
"Was nicht bedeutet das wir werden müssen wie sie. Der Tod von Uberto Alberti war nicht notwendig weil er deine Familie verraten hat, sondern weil er unseren Orden verraten hat. Persönliche Gefühle stehen in dieser Situation an ganz hinterster Stelle. Es ist unsere Pflicht unsere Welt von Menschen wie ihm zu beschützen. Dafür zu sorgen das Menschen wie er das Gleichgewicht der Menschheit nicht in Gefahr bringt. Und es ist unsere Pflicht alles zu tun was die Bruderschaft nicht gefährdet. Handeln wir aber aus Rache, gefährden wir sie da wir uns dem Vorwurf aussetzen unsere Feinde nur aus Rachegelüsten zu töten. Und das diskreditiert unseren Namen." Er seufzte. "Es überrascht mich nicht das du so denkst. Auch dein Vater war als er jung war oft mit persönlichen Gefühlen eingeschränkt. Aber er hat gelernt damit umzugehen. Und du wirst es auch lernen..... Ezio Auditore!"
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Maria Novella   Sa Feb 04, 2017 11:51 am

Montag, 29. März 1480, 16:40
Federico Filangieri

Sein Gegenüber ging nicht auf die Worte ein und schien der Beichte ein schnelles Ende bereiten. Wie es sich gehörte lauschte er dem letzten Segen und schloss mit einem letzten Wort ab. „Amen.“ Die Stille die darauf folgte, gab ihm Zeit zum Luft holen. Er hatte wieder die Chance seine Gefühle zu kontrollieren und auch sein Herzschlag wurde langsamer. Mit jedem Atemzug der verstrich, wurde er allerdings wieder etwas unruhiger. Was würde jetzt geschehen? Wie würde ihr kleiner Tanz aus Worten weiter gehen? Gerade als Ezio seinen Mund öffnen wollte, um eine Frage zu stellen, ertönte Federicos Stimme. Er sprach langsamer als zuvor - vielleicht auch vorsichtiger. Und mit jedem weiteren Ton begriff der junge Mann auch wieso. Dieser Kardinal – der Fremde in Florenz – war ein Assassine. Dieses Mal zeichnete sich die Erleichterung in seinen Zügen ab. Das hier war keine Falle gewesen und er würde hier wieder lebend raus kommen.

Dennoch zog Ezio ein wenig den Kopf ein, als man ihm diese Predigt hielt. Federico hatte recht. Wenn man sich von seinem Gefühlen leiten ließ,  gefährdete man nicht nur sich selbst, sondern auch andere. Aber das alles war nicht so einfach! Nicht, wenn einem das alles so sehr zusetze. Er hatte durch diese Templer alles verloren. Sein Zuhause. Seine Brüder. Seinen Vater. Seine Mutter erholte sich kaum von dem Schock und Claudia hatte sich in ein Kloster zurückgezogen. Ihm waren nur noch die Gefühle geblieben, die ihn voranschreiten ließen. Allerdings war selbst das der falsche Weg. „Ich verstehe so vieles nicht. Ich jage seit so langer Zeit Männern und Frauen hinterher, die auf der Liste meines Vaters stehen. Jeder spricht von den Templern und alles was ich weiß, ist dass sie der Menschheit ihren Willen nehmen wollen. Aber wer sind sie wirklich? Was ist ihr genaues Ziel?“ Der junge Mann löste seine Hände und fuhr sich kurz über das Gesicht, um all das Chaos zu beruhigen, das von dem Kardinal gerade losgerissen worden war.
Seine Augen wurden ein wenig größer, als er den Sinn der letzten Worte verstand. „Ihr kanntet meinen Vater?“ Es war nicht mehr als ein Flüstern und doch, als Federico seinen Namen nannte, bestand kein Zweifel mehr darin, dass dieser Mann seine Familie kannte. Angestrengt versuchte er sich zu erinnern, ob sein Vater ihn einmal erwähnt hatte. Aber wahrscheinlich gehörte der Kardinal zu jenen Geheimnissen, die er nie erfahren hatte.

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Zuletzt von Ezio Auditore da Firenze am So Feb 05, 2017 1:49 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Maria Novella   So Feb 05, 2017 1:20 am

Montag, 29. März 1480, 16:40
Ezio Auditore da Firenze

Wieder einmal liess er sich Zeit mit der Antwort. Federico war es gar nicht gewöhnt so offen zu sprechen.
Im Vatikan bestanden die meißten ausgesprochenen Worte, hatten diese mal nichts mit Religion per se zu tun, nur aus Lügen. Und da er ansonsten momentan eher Einzelgänger war, war es für ihn mit Ezio auch so ungewöhnlich. Daran musste er sich noch gewöhnen.
"Ich kann dir nicht alles verraten. Die Frage die du stellst, ist eines der größten Geheimnisse unseres Ordens die uns schon seit unserer Gründung betrifft. Und die Templer...." sagte er zögernd. "Sie lüstern nach Macht. Aber es ist nicht die Macht die sie gefährlich macht, sondern ihre Art zu denken. Die Templer wollen die göttliche Ordnung umkehren. Sie wollen nicht das Gott über sie herrscht, sondern sie wollen einen Weg finden Gott oder seine Kräfte zu kontrollieren um die Welt zu beherrschen. Deswegen bekämpfen wir sie. Weil sie in ihrem Drang nach Macht blind für die Grenzen sind, die die göttlichen Sphären dieser Welt uns setzen. Und weil sie ansonsten die Menschheit vernichten würden." Er fühlte sich ziemlich unbehaglich. Was sollte er Ezio sagen. Es war zum Haare rausreissen. "Ich bin dir eine Erklärung schuldig." sagte er leise und kratzte sich müde an der Nase.
Er brauchte eine Weile bis er fortfahren konnte. "Wie du gesehen hast bin ich Kardinal. Meine Aufgabe ist es den Einfluss der Templer auf den Heiligen Stuhl so gering wie möglich zu halten. Eine schwierige Aufgabe die viel Zeit in Anspruch nimmt. Dein Vater und ich gingen damals als junge Novizen bei unserem Mentor Enea Silvio Piccolomini, dem späteren Papst Pius II, in die Lehre. Er machte uns zu Assassinen. Was war das für eine Zeit. Wir machten als junge Männer damals jede Stadt unsicher die wir mit Enea besuchten. Wir waren die besten Freunde. Mit dem vielleicht besten Meister auf der Welt. Anfangs bekamen wir schwere Strafen für mangelnde Disziplin, wenn wir nachts Rom gemeinsam unsicher machten. Als wir schließlich fertig ausgebildet waren, wurde Enea Papst. Und ich arbeitete für ihn. Wie mich hätte er deinen Vater auch zum Priester und anschließend zum Kardinal gemacht. Aber Giovanni wollte nicht. Er lernte deine Mutter in Rom auf einem Ball in der florentinischen Botschaft kennen und verliebte sich...." Federico schluckte. "Und dann kam dein Bruder auf die Welt. Dreimal darfst du raten nach wem er benannt wurde. Obwohl wir die besten Freunde waren, hatten wir nie die Zeit uns zu sehen. Ich habe im Vatikan alles versucht um deiner Familie Ärger vom Leib zu schaffen.Und damit konnte ich nie meiner Pflicht als Federicos Taufpate nachkommen. Borgia hat mich ausgetrickst. Er hat mich so sehr in Beschlag genommen, dass ich deinen Vater nicht mehr vor Alberti warnen konnte. Ich kam zu spät. Ich schäme mich noch heute das ich dir und deiner Familie nicht zu Hilfe kommen konnte Ezio... Ihr Tod ist auch meine Schuld. Worte können nicht beschreiben wie sehr ich mich dafür schäme, und wie Leid es mir tut...." Eine ganze Weile schwieg er.
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BeitragThema: Re: Basilica di Santa Maria Novella   So Feb 05, 2017 2:18 am

Montag, 29. März 1480, 16:45
Federico Filangieri

Die Gedanken schienen sich immer wieder zu drehen. Es fühlte sich an, als hätte er noch nie wirklich begriffen, um was es in diesem Kampf eigentlich ging. Als wäre er wieder zurück an seinen Anfang getragen worden, wo er hilflos versuchte die Sandkörner zu zählen, die durch seine Finger glitten. Mit jedem Atemzug der Verstrich, schien auch seine Gedankenwelt immer mehr zu zerfließen. Mit einer Hand fuhr er sich an die Nasenwurzel und übte einen leichten Druck darauf aus, als würde ihm so alles klar werden. Aber das tat es nicht. Die Worte den sizilianischen Kardinals ließen ihn ein wenig schlucken. „Die göttliche Kraft beherrschen? Das erscheint mir als unmöglich.“ Wie sollten solche Männer zu solcher Kraft erlangen? Ein wenig befeuchtete er seine Lippen und senkte die Hand zurück in seinen Schoß. Im Moment hatte er keine gute Sicht auf Federico. Was ihm nicht gefiel, denn genau jetzt wünschte er sich, er könnte dem Mann vollends ins Gesicht blicken. Einfach, damit er in dessen Augen erkennen konnte, ob das alles wirklich wahr war. //Nichts ist wahr...//, ertönte es in seinem Kopf und er konnte Mario förmlich vor sich sehen, wie er ihm versuchte diese Worte beizubringen. Er sollte sie verstehen. Nach ihnen leben. Sie ernst nehmen. Aber bis jetzt war er von solcher Rache getrieben worden, dass er sich nicht weiter damit beschäftigt hatte. Er selbst hatte sich vor der Sinnhaftigkeit, dieses einen Satzes versteckt. Und ausgerechnet jetzt, würde er dieses Verständnis brauchen. Ein stummes Seufzen floh von seinen Lippen und Ezio schloss leicht die Augen. Das war alles so viel. So verwirrend. Aber es genügte nicht, all die Männer auf der Liste zu töten – nein, es lag weitaus mehr dahinter. All das was der Mann ihm gegenüber, gerade versucht hatte zu erklären.

Das Schweigen das für einen kurzen Augenblick herrschte, ließ ihn wieder ein wenig nervöser werden. Der Beichtstuhl wurde unangenehm eng und er wäre am liebsten Aufgesprungen und nach draußen gerannt. Doch er zwang sich sitzen zu bleiben, versuchte einen kühlen Kopf zu bewahren. Seine Gefühle durften nicht die Oberhand gewinnen. Leicht abwesend rieb er dann sein Handgelenk und spürte den Mechanismus der verborgenen Klinge. Sie lag kühl an seiner Haut und schien ihn beruhigen zu wollen. Ezio richtete seine Augen wachsam auf die kleine Luke, aus der nun wieder eine Folge von Tönen erschallte. Mit jedem Wort das er hörte, kauerte er sich ein wenig mehr zusammen und die Trauer, zeichnete sich auf seinem Gesicht hab. Sein Vater und Federico hatten sich also gekannt. Sie waren gemeinsam ausgebildet worden. Der Kardinal war sogar der Pate seines Bruders gewesen! „Warum hat mein Vater Euch vor mir verschwiegen? Nicht einmal Federico hatte Euch einmal erwähnt. Wieso all diese Geheimnisse? Hätte er mir je davon erzählt?“ Die Stimme von Ezio schien einen Moment zu brechen, doch dann schüttelte er den Kopf. „Es...“, er holte tief Luft und senkte den Blick auf den Boden. „Es ist nicht Eure Schuld.“ Niemand hatte gewusst, dass Alberti die Abwesenheit von Lorenzo ausnutzen würde und seine Familie zu Fall bringen würde. Sie hatten ihm vertraut. Ja, sie hatten ihm so unendlich vertraut. Ezios Hand ballte sich zu einer Faust und am liebsten hätte er vor Frust aufgeschrien. Der Mörder seiner Familie war Tod und doch fand er einfach keinen Trost darin. „Ich werde jeden töten, der an dem Verrat meiner Familie beteiligt war – mit oder ohne Hilfe.

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