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 Salon der Unterkunft

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AutorNachricht
Barbara Gonzaga
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BeitragThema: Salon der Unterkunft   20/9/2017, 2:24 pm

9. April, 1480, Freitag
Nachmittags
mit Shane Hannigan

Die Sonne schien warm durch das große Fenster im Salon der zweiten Unterkunft. Hier würden sie einige Tage verbringen, bis sie die Reise weiter antreten würden. Die Dienstmädchen konnten an jenem Abend nichts herausfinden, wie sie vor dem Frühstück beim Ankleiden der jungen Herzogin berichteten. Enttäuschend allerdings. Doch wusste sie, dass es nichts brachte, ihnen deshalb eine Strafe zu geben. Leicht misstrauisch war sie natürlich, denn wusste sie nicht, ob die zwei Mädchen viel getrunken hatten und überhaupt der Aufgabe nachgingen, die Barbara Gonzaga ihnen gegeben hatte. Die Bediensteten hatten ihre freien Tage. Zumindest, wenn sie sich in der Burg in Deutschland aufhielt oder in der Villa in Rom. Von selbst hätte sie ihnen niemals gestattet, während der Reise zechen zu gehen.
Doch es war nunmal, wie es war. Und es würde auch nichts am Plan ändern, den Luigi aufgebaut hatte.

Ihre Augen fixierten die Sticknadel, die mit geübten Bewegungen durch den auf einen Holzring gespannten Stoff glitt und nur langsam ein Bild zauberte. Langeweile war ihr stetiger Begleiter. Selbst am Nachmittag musste sie sehen, wie sie ihre Zeit vertrieb. Eine ihrer Dienerinnen kam auf sie zu und füllte den Becher nach. Sie hatte sich im Erker auf einer gepolsterten Bank niedergelassen und nahm mit einem Nicken den nun wieder gefüllten Becher an, um davon einen Schluck zu trinken. Das Dienstmädchen  stellte den Krug Wein auf einen anderen Tisch und setzte sich selbst auf einen Stuhl an der Seite, denn dies gestattete stets die Rothaarige.

Erst nach einer Weile sah sie auf, als die Tür unerwartet geöffnet wurde. Shane Hannigan gab sich zu erkennen. Anscheinend ging er davon aus, dass sich hier niemand befand, dachte sich Barbara. Sonst hätte sie ja ein Klopfen gehört. Das Stickzeug ließ sie für diesen Augenblick unbeachtet in ihrem Schoß sinken.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Salon der Unterkunft   20/9/2017, 6:39 pm

9. April, 1480, Freitag
Nachmittags
Barbara Gonzaga / Shane Hannigan

Shane hatte die meiste Zeit aus dem Fenster geblickt, wie die meiste Zeit ihrer Kutschenfahrt. Er verspürte nicht den Drang viel zu sprechen und wenn er es doch tat, waren seine Worte höflich und von solch einer ruhe erfasst, die so gar nicht in seinem Inneren herrschte - nicht mehr. Nicht seit seiner Ankunft in Italien. Jetzt am Nachmittag hatten sie das Ziel ihrer Reise erreicht und er wusste nicht, was er mit der Zeit anfangen sollte, die er nun hatte. Eine Weile war er nur in seinem Zimmer geblieben, hatte Notizen gemacht und etwas gelesen. Die italienischen Schriftsteller waren interessant, doch er zweifelte an so mancher Weltensicht, die sie darstellten. Jedoch brachten sie ihn von seinen anderen Gedanken fort. Fort von der Sorge um Francis.
Sein Zimmer war auf die Straßenseite gerichtet und die Rufe der Händler wurden kaum von den Wänden abgefangen. Diese Stadt war belebt, auch wenn die Villa an einem sonst ruhigen Platz gebaut worden war. Allerdings konnte Shane sich nicht mehr wirklich auf die Zeilen konzentrieren. Er klappte das Buch zusammen, erhob sich aus seinem Stuhl und trat zum Fenster. Vielleicht würde er in einem anderen Raum ungestörter sein.
Schweigend und mit dem Buch in der Hand verließ er das Zimmer und folgte einem Diener nach unten, der ihm den Weg zum Salon zeigte. Dort angekommen bedankte er sich und trat durch die für ihn geöffnete Türe. Im ersten Moment nahm er gar nicht wahr, dass er gar nicht alleine war. Die Ruhe die ihn hier erwartete war erleichternd und für einen Moment seufzte er befreiend auf, gefolgt von einem englischen 'Das ist schon weitaus besser.' Erst dann bemerkte er die zweite Person. Er erstarrte mitten in der Bewegung und sah zu Barbara Gonzaga. “Ah, Verzeiht. Ich habe Euch gar nicht bemerkt, Signora.“ Er neigte etwas entschuldigend den Kopf. “Es war nicht meine Absicht Euch zu stören.“ Gerade wollte er sich daran machen wieder umzukehren, um sich einen anderen Ort zu suchen.

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Barbara Gonzaga
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BeitragThema: Re: Salon der Unterkunft   20/9/2017, 8:40 pm

Mit geistesabwesenden Blick, so meinte Barbara, trat der Engländer in den Raum. Fremdesprachige Worte verließen dessen Mund, die zufrieden klangen. Es war schön anzuhören, diese Sprache. Das musste Barbara zugeben.
Anschließend blickte der Großmeister zu ihr und nickte ihr zu, nachdem er sich entschuldigt hatte. Ein leichtes Lächeln zuckte über ihren rotgefärbten Mund, um anschließend wieder auf ihre Arbeit zu sehen und weiterzumachen. "Ihr stört mich keineswegs, Signore Hannigan. Setzt Euch doch zu mir." Erneut sah sie für wenige Sekunden auf und deutete einladend auf die Bank, die vor ihr stand.
Sie wusste zwar nicht, wie sich sich ihm gegenüber verhalten sollte, doch wollte sie freundlich sein. Es war eine Sache von Anstands. Gonzaga wusste, dass mit ihm irgendetwas nicht stimmte. Ob er die Gesellschaft der zwei Templer nicht genoss? Vermutlich hatte er erst zu spät gemerkt, dass er die Einladung in Florenz nicht hätte annehmen dürfen, als Rizzi ihm diese ausgesprochen hatte, mit ihm und der Herzogin zu die Reise nach Rom anzutreten.
Man konnte es drehen und wenden. Es wäre ihr eine freude, Shane Hannigan auszuquetschen und Luigi zu berichten. Das frische Paar hatte ihm bereits gestern beim Frühstück erklärt, dass sie nun miteinander liiert waren. Positiv hatte der Engländer seine Glückwünsche ausgesprochen.

"Bringt Signore Hannigan ein Glas Wein. Ihr trinkt doch mit mir etwas, oder?" Richtete sie erst das Wort an das Dienstmädchen, dann schwenkte sie ihren Kopf wieder hinüber zu Hannigan.
"Fandet Ihr bereits schon die Zeit, Euch in der Stadt umzusehen?" Abermals machte sie sich wieder an die Stickarbeit, während das Sonnenlicht auf den Stoff leuchtete und ihn grell erscheinen ließ. Barbara's Augen hatten sich längst daran gewöhnt.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Salon der Unterkunft   21/9/2017, 6:50 am

Shane stoppte erneut in seiner Bewegung und lenkte den Blick zurück zu ihr. Für einen Moment ließ er seine Aufmerksamkeit über ihr Gesicht schweifen. Musterte die femininen Züge und ihre rote Lippen. Seit dem Vortag war nun endlich klar wie sie und Rizzi zueinander standen. Es war eine wichtige Information, die er sich schnell gemerkt hatte. Zwar war ihm das enge Zusammenspiel der Beiden nicht entgangen, aber so musste er nun noch vorsichtiger sein. Jedenfalls mit dem was er gegenüber einem der Templer sagte. Der Engländer konnte ahnen, dass sie einander alles erzählten. Jedenfalls war dies seine Vorstellung, wenn man jemanden fand den man liebte. Man hatte keine Geheimnisse - jedenfalls nicht solche die Schatten übe die Verbindung bringen konnten.
Shane ringte sich ein kleines Lächeln ab, als man ihm Wein anbot. “Natürlich.“ Er konnte darauf kaum nein sagen. Selbst wenn er gerade nicht die Lust auf Wein verspürte. Er hatte sich zwar bereits an den Geschmack dieses Getränks gewöhnt - bevorzugte jedoch noch immer ein gutes Ale. Shane trat näher und setzte sich auf die ihm angebotene Bank. Ein Glas mit roter Flüssigkeit wurde ihm gereicht und er musste sein Buch ablegen, um danach greifen zu können.
Ich bedraure, ich habe die Villa noch nicht verlassen seit wir sie erreicht haben.“ Er hob das Glas an seine Lippen und kostete von dem Wein. Es war ein edler Tropfen, doch er schmeckte ihm weniger gut, als jener am Abend ihrer ersten Unterkunft. “Ich habe geruht und gelesen.“ Er deutete auf das Buch, welches er abgelegt hatte. Für ihn war es schwer zu lesen. Es forderte all seine Sprachkenntnisse und genau deshalb hatte er es ausgewählt. “Doch ich denke ich werde noch einen Spaziergang durch die Straßen machen, bevor das Abendmahl gereicht wird.“
Shane beobachtete eine Weile wie Barbaras feine Hand die Nadel geschickt durch den Stoff führte. Shane hatte sich bisher nie groß um die Tätigkeiten von Frauen gekümmert, dafür hatte er kaum Zeit besessen. “Ich hoffe Ihr fandet ebenso etwas Zeit für Euch.“ Der Engländer stellte das Glas zurück und führte den Blick zum Fenster. In der Ferne sah er die Umrisse von Häusern und unmittelbar in der Nähe befand sich sogar ein fein bearbeiteter Garten.

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BeitragThema: Re: Salon der Unterkunft   21/9/2017, 3:37 pm

Auf die Bestätigung des englischen Großmeisters setzte sich das Dienstmädchen in Bewegung, erhob erneut den Krug und nahm einen neuen Becher, der daneben auf dem Tisch stand, ging hinüber zum Erker, in den sich nun auch Hannigan zubewegte und füllte das Glas, um dieses schließlich Shane zu geben, der der Herzogin gegenübersaß und sein Buch weglegte, welches er mitgebracht hatte.
Sie nickte einmal leicht, als er ihr sagte, er wäre noch nicht draußen gewesen. Dabei beobachtete sie die Nadel. "Ihr habt das richtige getan, Signore. Die Stadt wird erbaut, um noch etwas länger zu stehen."-Darauf bezogen, dass sie hier länger verweilten, als in der letzten Unterkunft.
Das, was Barbara bisher gesehen war, war durchaus einladend. Die Gegend war traumhaft und wahrscheinlich nicht das letzte Mal, dass sie hier war.
Durchaus konnte sie sich vorstellen, mit Luigi Rizzi zurück zu kommen und mit ihm hier ein paar Tage zu verbringen. Aber vielleicht würde sich diese Meinung auch schnell wieder ändern, sobald sie in Rom war.
"Vielleicht werde auch ich mich später draußen umsehen. Signore Rizzi hatte nicht unrecht, als er uns erzählte, dass die Händler hier viel zum Kauf anbieten."
Natürlich hätte sie ihn fragen können, ob Rizzi und Gonzaga ihn begleiten dürfen. Doch sobald Luigi wieder anwesend war, wollte sie wahrscheinlich mit ihm allein die Zeit verbringen.
Noch 3 Maschen machte sie, nachdem sich auch Hannigan nach ihr erkundigt hatte. Erst dann nahm sie das Stickzeug weg und legte es zur Seite, um sich zurückzulehnen und ihn anzusehen.
"Si, Signore. Wie Ihr bereits wisst, setzen mir derartig lange Fahrten sehr zu. Doch geht es mir jetzt wieder besser." Ein leichtes Lächeln zierte ihre Lippen, als sie nach einer kurzen Pause zu dem Buch sah, als wolle sie herausfinden, um was es darin geht. "Um was handelt es sich?"
Sie müsste noch etwas warten, bis sie aus Hannigan vielleicht ein paar Sachen herausquetschen konnte. Noch war es zu früh.
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BeitragThema: Re: Salon der Unterkunft   21/9/2017, 9:34 pm

Shane nickte ein wenig. „Es war noch nicht der Rechte Zeitpunkt die Schönheit dieser Stadt zu beschauen. Eine lange Reise strengt an und es wäre bedauerlich, wenn man etwas übersieht, aufgrund von Müdigkeit.“ Der Templer sah bei diesen Worten nach draußen und betrachtete die Blumen und eine Dienerin die über den Pfad huschte, um ihrer Aufgabe nachzukommen. Er würde später noch genug Zeit haben, um sich umzusehen. Zudem wollte er wissen mit was er in dieser Stadt zu tun hatte. Es war eine Form der Kontrolle, die er darüber haben würde, wenn er wenigstens ein paar Straßen und Orte kannte. Jetzt gerade saß er völlig im Unbekannten. Bei Barbaras Worten nickte er ein wenig.
„Ein Blick wird nicht schaden und der Tag ist noch lang. Und sollte es nicht heute sein, wird auch morgen die Sonne aufgehen.“ Bisher hatte Shane kaum so viel in der Anwesenheit der Templer gesprochen. Doch so wie das Buch zuvor, war das Gespräch mit Barbara eine ergriffene Ablenkung. Wenn er sprach, hörte er nicht den Rest, der ihn quälte und beschäftigte. Dann gab es nur die Entscheidung darüber, welches Wort er wählen würde. Wie den Satz formen und was er ausdrücken wollte.
Shane griff noch einmal nach dem Weinglas und nippte daran. Selbst wenn er die letzten Tage sogar wieder etwas mehr gegessen hatte, wollte er nicht wirklich unachtsam werden. Der Engländer beobachtete wie Barbara die letzten Stiche vollzog. Er sah zu wie die Nadel in den Stoff fuhr und unten hervorkam, um später erneut darin versunken zu werden. Er hob dann jedoch wieder den Kopf und sah der Herzogin ins Gesicht. „Es ist das Buch eines Künstlers. Auf dem Fest habe ich bemerkt, wie wenig ich über die Künste weiß. Ich beschäftigte mich mehr mit der Poesie in meiner Ausbildung.“ Shane nahm das Buch und schlug es auf. Eine große Initiale kennzeichnete den Beginn eines neuen Kapitels. Blumen rankten sich um das große G – verziert von einem Wasserfall und der Gestalt eines unbekannten Tieres. Das Bild erzählte bereits, um was es in diesem Teil gehen würde.

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BeitragThema: Re: Salon der Unterkunft   22/9/2017, 12:20 pm

"Wie wahr.", stimmte sie ihm zu. Ihr war aufgefallen, wie oft Hannigan alleine umherlief. Stets wurde der englische Großmeister von Wachen begleitet, davon ging die Herzogin natürlich aus. Vielleicht dachte sie vermutlich wirklich falsch über Shane Hannigan und Rizzi hatte recht, dass ihn andere Sorgen planten, die nichts mit der Bruderschaft zu tun hatte. Wenn man Probleme mit sich selbst hatte, wollte man gern nur für sich sein. Kannte Barbara das nicht allzu gut? Auch sie hatte schon sehr oft schwierige Situationen durchlebt, die sich über Jahre zogen und grenzte sich von der Bruderschaft ab. Sie vergaß ihr Kind, welches sie viel zu früh verlor. Nicht einmal der Schmerz, als ihr Mann hingerichtet wurde, war so groß wie dieser Verlust.
Auch sie hätte man verdächtigen können, weil sie sich abschottete. Doch niemand hatte es getan.
So sehr war sie in Gedanken versunken, dass sie das zweite, was er sagte, nicht richtig wahrnahm. Sie sah nur auf, hielt mit dem Sticke inne und auf ihrem Gesicht war durchaus ein kurzer fragender Blick. "Oh ja, natürlich." Anschließend sah sie wieder auf ihre Arbeit und machte weiter, bis sie es endültig zur Seite legte.

Die Augen nun auf das Buch gerichtet erklärte Hannigan, um was es darin ging. "Erlaubt Ihr mir, einen Blick hinein zu werfen?", fragte sie.
Irgendetwas sagte, sie solle sich darum kümmern und herausfinden, was mit Hannigan los war. Andererseits wollte sie ihn nochmal laufen und sich selbst mit seinen Gedanken alleine lassen.
Sie misstraute ihm. Und Luigi würde es ihr nicht übelnehmen, ließe sie es dabei. Es wäre ein Fehler, dem Engländer ein falsches Gefühl zu vermitteln. Konnte man seine Entscheidung, was die Einstellung zu einem anderen anging, wieder verlegen? Hannigan machte sich nicht gerade bei ihr beliebt. Doch er war ein Mann mit Anstand, der nicht einmal ein Wort gegen Barbara sagte und sie in Frage stellte. Sie würde ihm also nochmal eine Chance geben. "Erlaubt mir bitte zu sagen, dass mir in letzter Zeit aufgefallen ist, dass Ihr Euch sehr zurückzieht. Versteht mich nicht falsch, auch ich werde durchaus dankbar sein, wäre die Reise endlich zu Ende und ich könnte mich in meine Villa zurückziehen. Habt Ihr mir irgendetwas zu sagen?" Sie klang keineswegs fordernd. Vielmehr vorsichtig, indem was sie sagte, und freundlich.
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BeitragThema: Re: Salon der Unterkunft   22/9/2017, 3:20 pm

Shane entging nicht, dass Barbara mit den Gedanken ganz wo anders war. Er merkte es an ihrer etwas verzögerten Antwort und dem kurz fragenden Blick. Aber der Engländer ahnte nicht, dass er ebenso ein Grund für ihre kurze geistliche Abwesenheit gewesen war. So nickte er kurz auf ihre Worte und legte seine Hände auf seine Oberschenkel ab. Erst als die Sprache auf das Buch kam, löste er sie wieder und griff nach danach. “Gewiss, Signora.“ Er sah keinen Grund sich deswegen zu weigern. Er hatte das Buch nach kurzen Fragen aus dem Bestand der Villa nehmen können. Dieser Ordensbruder der seine Türe geöffnet hatte, schien allerlei Bücher zu Sammeln.
Ohne zu zögern reichte er ihr das geöffnete Buch und beobachtete sie kurz, ehe er sich zurück lehnte und sich zu entspannen versuchte.
Allerdings kam er nicht dazu seine Muskeln zu lockern. Er setzte einen überraschten Ausdruck darin. In seinem Inneren fühlte er einen kalten Schauer. Es war also nicht verborgen geblieben, dass er sich oft früh zurückzog. Hatten sie auch seine Spaziergänge bemerkt. Shane behielt seine Miene beherrscht und sah Barbara ruhig an. Er versuchte zu verstehen warum sie ihm ausgerechnet jetzt solche Fragen stellte. Doch er konnte sich keinen Reim daraus machen. Hatten die Wachen gesprochen? Nein, er hatte doch dafür gesorgt das sie schweigen würden. Denn sonst hätten sie ihren eigenen Kopf verloren.
Er würde mit seiner Antwort vorsichtig sein müssen. “Ich mache mir nur ein wenig Sorgen.“, begann er dann. Er würde wieder versuchen so nah wie möglich bei der Wahrheit zu bleiben. Doch auch wenn ihre Stimme freundlich und nicht fordern klang, konnte er hören, dass sie eine Antwort erwartete - vielleicht auch eine gute Erklärung. Shane legte seinen Ellbogen an der Armlehne ab und stützte seine Wange an seinen Fingern. “Es ist bereits viel Zeit vergangen seitdem ich London verlassen habe.“ Kurz sah er nachdenklich aus dem Fenster. Er hatte zwar recht oft an diese Stadt gedacht, doch in diesem Moment war er sich selbst nicht so sicher ob er damit wirklich London meinte. “Es ist kein gutes Gefühl, nicht zu wissen was vorgeht. Nicht die Kontrolle darüber zu haben, das als nächstes geschieht.“ Der Engländer drehte den Kopf zurück zur Herzogin. “Ihr feiert gerade einen großen Erfolg, ich wollte euch dabei nicht mit eigenen Sorgen stören.“ Die leichte Lüge verschwand geschickt zwischen den Worten und Shane fiel es weniger schwer sie auszusprechen.

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BeitragThema: Re: Salon der Unterkunft   22/9/2017, 4:27 pm

Das Buch nahm sie mit einem leisen "Grazie" entgegen und öffnete das Buch. Die Seite, in der Shane ein Lesezeichen gelegt hatte, schlug sich wie von selbst auf. Ihre Augen überflogen den Text und brachte sie zum leichten Lächeln. "Der Verfasser dieser Schrift scheint einen großen Sinn für Humor zu haben und viel Liebe zu Märchen zu haben.", sagte sie nach wenigen Minuten, während noch immer ihr Blick auf den Worten hing, setzte sich dann aber wieder in Bewegung und klappte das Buch zu, um es anschließend wieder dem Mann ihr gegenüber zu reichen.
Bücher liebte sie. Doch nicht so sehr, um sie von Raum zu Raum spazieren zu tragen. Nicht jeden Tag packte sie die Lust, um nach einem zu greifen.

Das Thema wurde vom Buch zu Shane's vermutliche Sorgen gelenkt. Aufmerksam sah sie ihn an. Beobachtete seine Züge, als er den ersten Satz aussprach und dann fortfuhr. Die Sorge um London war es einfach.
Eine Ausrede oder tatsächlich eine Sache, die ihm schon seit ein paar Tagen zu denken brachte? Barbara Gonzaga wusste nicht, ob sie ihm nun Glauben schenken sollte. Für einen Augenblick dachte sie daran, als sie in Deutschland festgesessen hatte. In Tagträumen und Verzweiflung hing sie immer an Italien. Fragte sich, was zu Hause wohl geschah. Erstmals war das Heimweh groß. Erst nach ein paar Jahren Ehe konnte sie sich daran gewöhnen.
Als er geendet hatte, öffnete sie ihren rotgefärbten Mund um zu sagen: "Ich verstehe, Signore. Die Ungewissheit ist ein großer Feind. Und doch seid Ihr nun hier und könnt wenig an dem ändern, was Euch solch Sorge bereitet. Es bedarf sehr viel Kraft kosten. "
Konnte dies ein Grund sein, weshalb er sich so zurückzog? Auf seine eigene Art und Weise war dies schon wieder unanständig, seinen Reisebegleitern nur dann Gesellschaft zu leisten, wenn er dazu gebeten wurde.
Vielleicht war er innerlich zerbrochen, vielleicht hasste er auch die Anwesenheit anderer. Es konnte alles sein und Barbara's Aufgabe war es herauszufinden, was genau in ihm vorging. Diskret müsste sie dabei sein. "Ich erinnere mich, dass mein Onkel einst kurz vor seinem Tod zu mir sagte: 'Aus großer Kraft folgt große Verantwortung.'  Stets versuchte ich mich immer daran zu halten, Signore Hannigan. Doch nicht immer hat man genug Kraft. Nicht einmal für sich selbst." Noch immer hielt sie das Buch in der Hand und strich mit dem Daumen über den Einband, ohne Hannigan aus den Augen zu lassen. Doch anschließend hielt sie ihm das Buch wieder entgegen und fügte hinzu: "Ich denke, auch ein Mann darf einmal schwach sein und sich einer tiefsinnigen Unterhaltung wittmen, gar mit einer Dame." Ihr Herz machte einen großen Satz. Noch immer war sie freundlich, doch könnte sie ihn verärgern, wäre er stur und würde seine Meinung vertreten, dass es hierbei wirklich nur um London ging.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Salon der Unterkunft   22/9/2017, 9:10 pm

„Die Art der Schreibweise ist sehr komplex. Es ist nicht einfach zu lesen, jedenfalls für mich. Aber ja, er scheint sehr viel in diese Künste zu legen.“ Es war etwas anders, was er sonst immer las. Oft hielt er sich auch nur in jenen Buchbereichen auf, die für den Orden wichtig waren. Doch die letzten Tage hatte er begonnen auch für sich selbst nach Dingen zu suchen, die ihn interessierten. Shane wusste nicht wann genau, doch eines vor wenigen Stunden hatte er sich vor zwei Büchern wiedergefunden und anstatt jenes über die Geschichte dieser Stadt zu wählen, hatte er sich für dieses hier entschieden. Es war ein wenig unterbewusst gewesen und erst, als er bereits eine Weile darin gelesen hatte, war ihm diese Tatsache aufgefallen. Sie hatte ihm etwas Nachdenkliches und Ernstes in den Blick gejagt, doch er war nicht aufgestanden um das Buch zu tauschen. Viel eher war er in den Geschichten versunken, die der Autor darin verkündete. Bis er den Platz gewechselt hatte und nun vor Barbara saß.
Ihr Gespräch war nun in eine andere Richtung gefallen, eine die für Shane selbst etwas unangenehm war. Er hatte nie bewusst darauf geachtet, ob es Rizzi und Gonzaga störte, dass er sich so oft zurück zog. Jetzt wo er wusste, dass sie ein Liebespaar waren, hatte er sich noch weniger Gedanken darüber gemacht. Er war zu sehr mit sich selbst beschäftig gewesen, um es zu bemerken. Ein Fehler, den er vielleicht noch bitter bereuen würde. „Ihr habt Recht. Man kann nichts ändern, wenn man nicht an Ort und Stelle ist. Doch London ist Führerlos, in der Zeit in der ich hier verweile. Natürlich vertraue ich dem Mann der nun die Zügel hält, aber es stoppt nicht die Gedanken.“ Es war keine ganze Lüge. Er hatte viel daran gedacht – besonders auf seiner Reise nach Florenz. Shanes Finger strichen über den Stoff der Armlehne und hielten dann wieder inne als die Frau ihm Gegenüber weiter sprach. Er brauchte einen Moment bis er den Sinn hinter ihren Worten verstand. Für ein paar Sekunden funkelte kurz etwas in seinen Augen. Für einen Moment sagte er nichts und sah sie einfach an. „Es ist auch die Verantwortung die Kraft fordert und ich denke wir kennen sie einander beide genug.“ Als Herzogin lag wohl ebenso viel Druck auf ihren Schultern, wie auf den Seinen. Ein wenig stieß er dann die Luft aus und zwang seine Lippen ein Stück nach oben. „Ich befürchte in dieser Angelegenheit kann nicht einmal ein offenes Ohr helfen.“ Schon gar nicht das einer Dame, die Rizzi so nah stand. Jenem Mann der seine ‚Angelegenheit‘ mit tiefster Verachtung traf. „Doch wenn meine ständige Abwesenheit Euch und Signore Rizzi grämt, werde ich dies natürlich ändern.“ Diese Worte fielen ihm nun schwer. Es würde vielleicht hier in der Stadt einfach werden, jedoch nicht auf dem Rest der Reise. Er würde die Treffen mit Francis kurz halten müssen.

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BeitragThema: Re: Salon der Unterkunft   22/9/2017, 10:05 pm

Barbara belächelte seine Aussage. "Eine gute Lektüre. Sie wird Euer Italienisch noch aufwerten, welches natürlich bereits schon sehr gut ist." Auch sie musste aufpassen, wie sie sich ausdrückte. Nicht jedem gefiel die Art, wie sie etwas sagte. Da sie den Titel als Herzogin trug, konnte sie über vieles hinwegsehen.. Beispielsweise über die Meinungen anderer Menschen, die nicht so viel zu sagen hatten wie sie oder darüber, wie sie handelten. Doch niemals konnte sie über einen Templerbruder hinwegsehen. Als Herzogin hatte sie kaum Macht in der Bruderschaft. Die Verantwortung ließ sie den Großmeister tragen. Und sie war diesem und dem Orden wiederrum treu.

Das Thema wurde schneller umgelenkt, als Barbara es gewollt hätte. Doch hatte sie kein Problem nicht, direkt auf den Punkt zu kommen. Genau dies war ihre Art, auch wenn es in diesem Moment unabsichtlich war. Nebenher dachte sie auch daran, wie Luigi's Reaktion sei, würde sie ihm Bericht erstatten. Doch ob ein Lächeln auf seinem Gesicht stand oder Wut in seinen Augen aufflammte, konnte sie gerade schwer sagen. Es kam darauf an, wie dieses Gespräch ausfiel.
"Ich verstehe sehr gut, Signore Hannigan. So habe ich dennoch das Gefühl, dass Eure Heimat nicht in Flammen aufgeht, hieltet Ihr Euch für bestimmte Zeit in einem anderen Land auf." Zuversichtlich sah sie ihn an und folgte kurz seinem Blick nach draußen. Da jedoch das Interesse eher bei Hannigan lag, sah sie zurück zu ihm, als er weitersprach. "Ich bin mir sicher, der Vertraute Eurerseits wird dafür sorgen, dass ihr beruhigt zurückkehren könnt." Die kleine Geste, als er über die Lehne strich, beobachtete sie und legte ihre eigene Hand auf ihrer Lehne ab. Noch etwas wollte sie hinzufügen, als der Mann davon sprach, dass er niemanden der hier anwesenden vertrauen würde. So nahm es die junge Frau jedenfalls hin. Aber dies traf sie natürlich nicht. Es war seine Entscheidung und sie respektierte es. Man durfte sagen, dass sie sich in vielem ähneln. Barbara Gonzaga wollte sich dies nicht eingestehen. Manchmal konnte man eine Person nicht leiden, weil sie einem sehr ähnlich war. Auf Rizzi traf das merkwürdigerweise gar nicht zu.
"So nehmt nur die Einladungen von Signore Rizzi an." Etwas anderes wollte sie ja gar nicht. Innerlich musste sie schmunzeln, stellte sie sich Hannigan wartend an dem Bett vor, welches Luigi und Barbara miteinander teilten, nur um mit ihnen auf Barbara's Bitte mehr Zeit zu verbringen.
Nochmal nahm sie einen Schluck des Weines, als wollte sie diesen Gedanken hinterschlucken.
"Seid beruhigt. Seine Einladungen werden nur die Mahlzeiten betreffen.", schmunzelte sie. "So werde auch ich mich wieder zurückziehen." Eine kurze Pause setzte sie ein, bevor sie dies sagte. Anschließend strich sie sich das Kleid glatt, während sie sich aufrichtete, sich zu dem Stickzeug umdrehte und es nahm, bevor sie wieder zu Hannigan sah.
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BeitragThema: Re: Salon der Unterkunft   23/9/2017, 11:29 am

Selbst nach Jahren der Übung wird man einer Sprache nie so mächtig sein, wie es den Menschen gelingt die damit aufgewachsen sind.“ Wenn Shane sich konzentrierte, konnte er durchaus ohne Akzent sprechen. So wie er es in Florenz getan hatte, als er sich für die Reise vorbereitet hatte und all die Dinge für sich und Francis besorgt hatte. Jedoch erforderte es noch mehr vorsicht. Leichter gelang es ihm im Spanischen und auch war ihm die Deutsche Sprache nicht fremd. Für einen Moment schlug er diese sogar an. “Es ist eine Frage der Übung.“ Nun hörte man jedoch deutlich den Akzent des Englischen hervor. Der harte Klang der deutschen Aussprache war ihm schon immer am schwersten gefallen.
Shane hatte sich nie gefragt ob Barbara in Deutschland geboren war, oder diese nur ihre Heimat durch die Heirat geworden war. Doch ihr Italienisch war so flüssig und ohne Akzent, dass er eher darauf kam, dass ihre eigentliche Herkunft Italien war.
Doch für den Moment wurde das Gespräch zurück auf seine ständige Abwesenheit gelenkt. Er suchte nach Erklärungen die selbst in seinen eigenen Ohren wenigstens zu einem Teil der Wahrheit entsprachen. Und auf eine Art und Weise schien Barbara diese Sorge zu verstehen - das sie selbst davon betroffen war, war ihm dabei nicht direkt klar. Er wusste recht wenig über diese Herzogin. Mit Rizzi hatte er Briefverkehr geführt - Gonzaga sah er das erste Mal in der Kirche. Sie war eine schöne Frau, jedoch besaß ihr Blick ebenso etwas gefährlich wachsames.
Es wär bedauerlich wäre die Stadt nicht mehr dieselbe, wenn ich zurückkehre.“ Doch er würde darauf vertrauen müssen, dass der Duke die Scherben aufräumen würde, die er hinterlassen hatte. Bisher hatte er es geschafft nur einen einzigen Brief zu schreiben, von dem er nicht einmal wusste, ob er je in England ankommen würde. Für einen Augenblick sah er Barbara in die Augen. Er versuchte noch immer heraus zu finden, warum sie plötzlich solche Fragen stellte. Einfach interesse? Bisher hatten sie kaum miteinander gesprochen. “Natürlich.“ Diese Einladungen abzulegen würde das alles nur noch schlimmer machen. Auf ihre nächsten Worte blitzten seine Augen amüsiert. “Ich hatte nichts anderes erwartet, Signora.“ Barbara schien anstalten zu machen zu gehen und er hob die Hand, um sie aufzuhalten. “So geht doch noch nicht.“ Für einen Moment hatte seine Stimme etwas Bestimmendes angenommen. “Wir hatten noch nie die Möglichkeit eines längeren Gespräches. Und ihr gehört ebenso dem deutschen Orden an nicht wahr?“ Etwas in ihm drängte ihn dazu, sich auf den Orden zu konzentrieren. Seine Pflicht, die er für ein paar Tage vernachlässigt hatte. “Ich bin stets daran interessiert Verbindungen zu schließen die über mein Land gehen.“ Er setzte ein leichtes Lächeln ein.

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BeitragThema: Re: Salon der Unterkunft   26/9/2017, 4:20 pm

Es erinnerte sie an Deutschland... das, was Hannigan sagte. Sie war ein Kind Italiens und dennoch war sie halb Deutsche, da ihre Mutter aus Brandenburg kam. Und nur deshalb wurde sie an einen deutschen Adelsmann übergeben. Ihr Deutsch war also wegen der Mutter flüssig und trotz der Heirat nach Deutschland verschlechterte sich kaum ihr italienisch.
Sie gab dem englischen Großmeister also durch ein Nicken recht, als er ihr antwortete. Und er brachte sie zum Lächeln, als er deutsch sprach. Es war ein ehrliches Lächeln und vielleicht war dies auch ein Grund, weshalb sie etwas Sympathie ihm gegenüber verspürte. Nach nur wenigen Sekunden verließ ein leises Lachen ihre Lippen. "Eine Übung wohlwahr. Aber ist es doch wichtig, dass man sich nicht mit Händen und Füßen verständigen muss, sondern ordentlich miteinander spricht. Euer Deutsch ist daher durchaus annehmbar.", erwiederte sie nun ebenfalls auf deutsch. Barbara konnte zwar kein Englisch, dafür aber fließend spanisch und französisch.
"Es schmerzt immer, seine Heimat verlassen zu müssen." Sie räusperte sich und straffte die Schultern. Sie war nur ehrlich. In diesem Fall konnte sie Hannigan's Bedenken nachvollziehen. Letztendlich stand sie auf, richtete ihr Kleid mit einer gekonnten Bewegung und verabschiedete sich fürs erste bei Shane. Doch dadurch, dass er die Hand hob, hielt sie für einen kleinen Augenblick inne und lauschte ihm. Vielleicht gab es ja tatsächlich noch etwas, was sie herausfinden musste... Er flehte sie ja regelrecht an. Bei diesem Gedanke musste sie innerlich schmunzeln. Immerhin erwähnte er nun den deutschen Orden... "Nun gut.", entgegnete die junge Frau und setzte sich zurück auf den Bank und seufzte kaum hörbar aus. "Si, ich gehöre ebenso zum deutschen Orden." Ein Nicken ging von ihr aus. "Sowohl der italienische Orden ist auch der deutsche Orden durchaus streng. Das letzte, was ich von ihnen hörte war, wie überaus stolz sie auf ihre italienischen Templerbrüder seien- Jetzt, wo sie den Mentor der Assassinen haben. Es ist ein großer Triumph, den nicht nur wir, sondern auch Deutschland und Frankreich feiern. Es wird ein großer Anfang sein, den Assassinenorden noch tiefer in den Boden zu drücken. Wenn der Mentor erst einmal am Galgen hängt, wird es ein Kinderspiel sein, auch den Rest diesen Ordens in die Ecke zu treiben. Signore Rizzi macht bereits einen durchaus guten Anfang, indem er die Assassinen nach Rom lockt. Von unseren englischen Brüdern hörte ich bisher, dass Ihr bereits guten Kontakt zu Henry dem Sechsten pflegt." Teilte sie ihm mit. Natürlich war sie sich nicht sicher, ob Hannigan dem englischen König schon einmal vor die Augen trat oder dies noch vorhatte. Diese Informationen hatte sie nur im deutschen Orden aufgeschnappt.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Salon der Unterkunft   26/9/2017, 9:36 pm

Shane musste sich etwas anstrengen, während er den deutschen Worten lauschte. Sein Kopf formte die Worte nur langsam zurück ins Englische und für einen Moment lag wieder die Falte zwischen seinen Augen. Jedoch verstand er alles, nachdem er Zeit hatte darüber nachzudenken. “Danke. Es ist nur ein wenig...“ Er suchte nach dem richtigen Wort. “..veraltet.“ Es war lange her seit er sich dieser Sprache bedient hatte und so fehlte ihm hin und wieder ein Vokabular. So wurde seine Miene auch wieder lockerer, nachdem sie zurück ins Italienische gefallen waren.
Das tut es in der Tat.“ Ihm fehlten die grauen Wolken, der dichte Nebel am Morgen und sogar sie milden Sonnenstrahlen, die selbst England trafen - im Sommer sogar recht oft. Sie wärmten, jedoch nicht auf diese drückende​ Art wie es hier in Italien der Fall war.
Als sie sich daran machte zu gehen, hielt Shane sie jedoch auf. Es war ein Impuls und vielleicht auch ein Weg sein eigenes Gewissen zu beruhigen. Ein Gespräch über den Orden schien bereits weit entfernt zu sein. Er nickte leicht, während Barbara sich wieder setzte und er verschränkte etwas die Arme. Wachsam und mit offenem Blick, lauschte ihrer Erzählung.
Sí, Signore Rizzi hat den Orden weit voran gebracht. Es wundert mich schon lange, dass er keinen Schritt nach oben gemacht hat. Ich habe Rodrigo Borgia bereits einmal darauf aufmerksam gemacht, doch eine Antwort kam nie.“ Vielleicht war sie auch verloren gegangen. Jedoch begann er den anderen Großmeister auch zu verstehen, warum Rizzi noch immer als Ritterbruder galt - aber selbst dort schien seine Macht gewachsen zu sein.
Bei der Erwähnung des Königs nickte er wieder ein wenig. “Mein nächster Schritt ist es, mich unter die Berater des Königs zu mischen. Sir Galway ist alt und wird wohl bald von dieser Welt scheiden. Unsere Familie arbeitet schon seit Generationen daran den Orden in die Reihen des Königshauses zu bringen.“ Jedenfalls war es auch sein Plan gewesen, bevor er in Italien gelandet war. Wie groß die Möglichkeit nun noch war, wusste er nicht. Vielleicht hing es davon ab, wann er in seine Heimat zurück reisen konnte. “Ihr erwähntet auch Frankreich, habt ihr auch zu diesem Land eine Bindung?“ Shane hatte sich nie darum bemüht ein gutes Verhältnis aufzubauen - noch dem dortigen Orden zum Wiederaufstieg zu verhelfen. Selbst auf dem Fest war ersichtlich gewesen, was er von dem Franzosen hielt - selbst wenn er seine Höflichkeit nicht abgelegt hatte.

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BeitragThema: Re: Salon der Unterkunft   27/9/2017, 2:11 pm

Es dauerte einen kleinen Augenblick. Sie versuchte, die deutschen Worte deutlich und langsam auszusprechen. Eine Falte bildete sich auf Hannigans Gesicht ab, welche sie unbewusst fixierte.-Bis er sich zu Wort meldete und sie wieder ein leichtes Lächeln von sich gab. "So werde ich die italienische Sprache weiterhin in Eurer Gegenwart verwenden.". sagte sie nun wieder auf italienisch. Für sie war es eher Glück, dass die Mutter Deutsche war. Sonst hätte sie sich vermutlich schwer getan. Die deutsche Sprache war bekannt dafür, dass sie hart und schwierig zu lernen war. Spanisch zu lernen war ihr als Kind leicht gefallen, denn hatte es viele Ähnlichkeiten zu Italienisch. Französisch hingegen vermied sie zu sprechen.
Mit Shane's Kommentar wegen England fiel auch dieses Thema.
Das Gesprächstshema wechselte sich, als Barbara sich wieder setzte, nachdem Hannigan sie zum Bleiben bat. "Es ist duchaus aufmerksam von Euch, den italienischen Großmeister darauf aufmerksam zu machen. Ich hoffe, Signore Rizzi wird spätestens nach der Hinrichtung seine Lorbeeren ernten." Kurz machte sie eine Pause und fuhr dann fort. "In Italien ist mein Stand als deutsche Herzogin nicht von Interesse. Und dennoch werde auch ich Signore Borgia darum bitten. Signore Rizzi ist sehr prominent in unserer Bruderschaft. Er hat zwar viel Einfluss auf den Orden, doch jede Tat sollte auch belohnt werden." Auch, als Luigi und Barbara nur befreundet waren, war es ihr stets wichtig, dass sein Erfolg ihn noch zu etwas höherem berufen würde. Das hatte er sich verdient.
Als Hannigan Frankreich nochmal in das Gespräch zog, sah Barbara ihn nachdenklich an. Als sie sprach, blickte die junge Frau jedoch nach draußen und griff nochmal zu dem Glas Wein und trank.
"Frankreich war nie ein Land, zu dem ich großen Bezug hatte. Dort gab es auch nie eine Person, mit der ich den Kontakt hätte pflegen können. Natürlich benötigt der französische Templerorden Hilfe. Aber es ist nicht von meinem Interesse, dies alleine tun zu müssen."
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BeitragThema: Re: Salon der Unterkunft   28/9/2017, 9:05 pm

Ich denke damit würden wir uns beiden einen Gefallen tun.“ Sein Ton war dabei ehrlich – selbst wenn er natürlich ebenso wachsam zugehört hätte, wäre es ihr Wunsch weiter in Deutsch zu sprechen. Nur wäre es ihm dabei schwerer gefallen sie zu verstehen und das Risiko für Missverständnisse noch größer, als es schon im Italienischem war. Zudem befrüchtete er seine Deutsch-Kenntnisse würde Barbara am Ende beschämen.
Wir haben doch alle dasselbe Ziel. Sie ist es doch nur ein Vorteil, jemanden wie Signore Rizzi zu unterstützen. Seine Ideen und Gedanken haben einen guten Ansatz und wie ich hier sehen kann, auch bereits zu großem Erfolg geführt. „ Rizzis Name war auch in England nicht unbekannt.  Manche hatten ihn verflucht, während andere ihn hoch gelobt hatten. Ein Grund warum Shane sich vor drei Jahren an diesen Mann gewandt hatte. Er hatte kaum das Amt des Großmeisters angetreten und war mit den Dingen konfrontiert gewesen, die man ihm hinterlassen hatte. Es war für ihn persönlich gut gewesen, diese Tätigkeit zu besitzen und sich mit anderen Templern auszutauschen. Shane hatte sich dadurch einige verschiedene Blickwinkel eingeholt und die Ordnung in seinen eigenen Reihen etwas umgeformt, bis sie ihm selbst gefallen hatte. Es war eine strenge aber auch friedvolle Ordnung gewesen. Dabei hatte er jedoch nicht das Ziel vergessen und auch nicht die Jagd auf die Assassinen ausgelassen – doch das waren Pflichten, die unumgänglich waren und nicht bedeuteten, dass er daran Freude hatte. Seine Hände waren dabei nicht unbefleckt geblieben. „Der italienische Großemeister muss dann wohl einlenken. Es würde nur Unruhe stiften, würde er solche Taten unbelohnt lassen.“ Es würde die Templer weit bringen und den Assassinen Orden ziemlich zerschlagen. Jedenfalls bis sie sich wieder gefasst hatten. Eine Gefahr weniger hier in Italien, aber es würde nicht die Situation in England verändern.
Frankreich ist selbst schuld an seinem Schicksal. Sie haben sich noch nie außer für sich selbst interessiert. So haben sie kaum Bindungen eingegangen. Es wundert mich nicht, dass ihnen niemand zu weiterem Erfolg verhelfen will.“ Ebenso war nicht unbekannt, das Frankreich und England schon viele Kriege gegeneinander geführt hatten. Erst die letzte Schlacht war für Frankreich nicht gut ausgegangen. „Es hat mich überrascht auf dem Fest einen Nachfahren des französischen Großmeisters anzutreffen. Meine Unterstützung kann er nicht erwarten. Selbst wenn ein Ordensbruder sein mag. Er war viel zu lange still, um danach einfach Hilfe fordern zu können.“ Zwischen seine Gedanken um Francis, waren seine Überlegungen auch oft zurück zum Fest gefallen und an die dortigen Begegnungen.

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Zuletzt von Shane Hannigan am 30/9/2017, 11:03 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Salon der Unterkunft   30/9/2017, 10:09 pm

"Si, er ist eine große Bereicherung für unseren Orden. " Es war nicht einfach, als einfacher Templerbruder an die Seite eines Großmeisters zu gelangen. Rizzi konnte es hingegen sehr gut verstecken, dass er es genoss, so hoch angesehen zu werden. Wenn man nichts tat, konnte man auch keine Ziele erreichen. Seine Pläne gingen stets auf. Und Barbara wusste, dass sein Geheimrezept dafür Vorbereitung war. Andererseits musste Luigi nur mit den Fingern schnippsen und jeder seiner Untergebenen würde etwas dafür tun, um von ihm beachtet zu werden, wenn sie ihm jeden Wunsch von den Augen laßen. Gewissenhaft machte er seine Arbeit und war trotzdem nicht überheblich.
"Signor Borgia wird ihn dafür belohnen. Dies ist gewiss." Es war nur eine Frage, wie er Luigi belohnen würde. Barbara stellte ihn jedenfalls nicht in Frage. Jedenfalls sprach sie das nicht aus.
Stumm lauschte sie den Worten des Engländers, als er wegen Frankreich fortfuhr. Blickte dabei kurz aus dem Fenster, griff nach dem Becher, trank davon, stellte ihn zurück und legte letztendlich die Hände wieder in den Schoß, wo sie diese zusammenfaltete. Als er von dem Franzosen auf dem Templerfest in Florenz sprach, konnte sie sich ein amüsiertes Schmunzeln nicht verkneifen.
"So hat er Euch nicht mit seinem aufdringlichen Rosenduft berauscht?", fragte sie. "Dieser Mann wäre ebenfalls kein Grund gewesen, mich in die Politik der französischen Templer zu mischen. Es schien, als wisse er nicht, wie er überhaupt dort hin kam." Abermals nahm sie einen Schluck, als wolle sie ihre Worte damit unterstreichen.
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BeitragThema: Re: Salon der Unterkunft   30/9/2017, 11:40 pm

“So wie ihr es seid, Signora.“ Shane sah Gonzaga ins Gesicht und seine Lippen zuckten kurz nach oben. “Es ist mir durchaus nicht unbekannt geblieben, dass Ihr ebenso bei diesem Erfolg geholfen habt.“ Er hatte zwischen manchen Gesprächen ein paar Fetzen aufgefangen und sie schlussendlich zusammen gefügt, um ein besseres Bild über den Vorgang jenes Abends zu bekommen. Und jetzt wo er sich über Rizzis und Ginzagas Verbindung sicher war, war es fast klar, dass sie ebenso bei dem Überfall geholfen hatte. “Ihr solltet demnach ebenso belohnt werden.“, fügte er nach ihren Worten hinzu. Ob und was der italienische Großmeister am Ende machte, konnte Shane nicht wissen, noch erahnen. Dafür kannte er diesen Mann zu wenig. Vielleicht würden sie es in Rom erfahren, oder auch nicht. Shane machte sich darüber keine weiteren Gedanken, denn in diesem Land hatte er nicht die Verantwortung.
Dieser Duft war eine Beleidigung für die Nase.“ Der Engländer zog seine Nase ein wenig kraus. Seine Züge entspannten sich jedoch wieder, während er beobachtete wie Barbara einen Schluck Wein nahm. “Er schien sehr daran interessiert zu sein Signore Rizzis Aufmerksamkeit zu bekommen. Aber wer weiß schon, was er sich am Ende erhoffte.“ Shane bezweifelte jedoch, dass er dieses Ziel erreicht hatte. Nicht mit diesem Auftreten. Selbst als er den Streit zwischen dem Borgia-Jungen und de Mollay schlichten wollte, hatte man sein Wort überhört. “Sehr wahrscheinlich hörte er nur durch Zufall von diesem Fest.“ In einer Bewegung nahm er sein eigenes Glas in die Hand, jedoch trank er nicht daraus, sondern schwenkte es nur etwas hin und her. “Es würde mich nicht wundern, wenn er sich nach dieser Niederlage zurück nach Frankreich gezogen hat und im Untergrund bleibt. Es würde keinen Unterschied machen.“ Nun hob er den Wein an seine Lippen und leerte das Glas.

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BeitragThema: Re: Salon der Unterkunft   1/10/2017, 2:05 pm

Leicht überrascht sah die junge Frau auf. Im nächsten Moment jedoch verzog sich ihr Gesicht zu einem schwer nachdenklichen Ausdruck. "Es war ein Kinderspiel, den Ort des Assassinentreffens herauszufinden.", gab sie von sich. Sie hatte bestimmt nicht gehandelt, um sich selbst durch Erfolg zu krönen. Sie hatte nur das Tüpfelchen auf dem I gemacht. "Signor Rizzi war immer der Grundstein. Mir wäre im Traum nie eingefallen, den Assassinenmentor in Ketten zu legen. Signor Rizzi hatte auf seine eigene Art und Weise immer eine Verbindung zu dem Mentor.", erklärte sie. "Seitdem ich die Freundschaft zu ihm pflege, war dies Thema schon immer von großer Bedeutung. Ich ging immer davon aus, dass der Assassinenorden allgemein zu genüge ein Feind für uns sein kann. Doch Signor Rizzi und Santoro's Familie haben mich eines besseren belehrt." Ein drittes Mal nahm sie einen Schluck aus dem Glas, und somit den letzten.
Natürlich würde sie den Lohn nicht ausschlagen, falls der italienische Großmeister auch ihr die Ehre machen würde. Doch selbst wollte sie sich erstmal nicht damit schmücken.
Die Worte, die Hannigan über den Franzosen aussprach, waren wie Honig für Barbara. Dementsprechend musste sie dabei auch weiterhin lächeln, während er ihr seine Meinung mitteilte. "So ist es doch ein Wunder, dass die Stadt Florenz nicht nur Blüten bringt, sondern auch die Leute anzieht wie Fliegen." Eine dreckige Lüge, die bitter auf ihrer Zunge schmeckte.Florenz war dreckig. Florenz war voller Krankheiten. Und dementsprechend stimmte es auch wieder, dass diese Stadt die Leute anzog wie Fliegen, die sich an Fäkalien labten. Sie war froh, dieser Stadt und deren Bewohnern den Rücken zuwenden zu können. Eine Kutschfahrt konnte also doch auch das Schönste auf der Welt sein. "Da hilft auch kein Rosenduft.", fügte sie noch zu ihrem letzten Satz hinzu, welcher aus einer Lüge einen Satz formte, die Hannigan verstehen und gleichzeitig nicht beleidigen dürfte, denn war ja auch er ein Mann aus einem anderen Land.
"Manchmal ist es besser, den Fuß nicht vor die Tür zu setzen. Er ist zwar Franzose, doch macht er sich auch ohne dies Wissen unbeliebt unter den Templern."

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BeitragThema: Re: Salon der Unterkunft   1/10/2017, 3:15 pm

Ob leicht oder nicht, dass zählt am Ende nicht mehr.“, meinte er ruhig und betrachtete kurz die nachdenklichen Züge in Barbaras Gesicht. Als sie darüber sprach, dass es da wohl mehr als nur einfache Feindschaft zwischen Rizzi und Santoro gab, wurde sein Mund kurz schmal. Shane erinnerte sich an das Gespräch mit den Mentor. Die Brandnarben und fehlenden Finger blieben dabei fest in seinem Kopf. Ja, aus diesen Taten hatte weitaus mehr gesprochen, als einfache Verachtung. “Sie scheinen einander sehr tief zu hassen.“, murmelte er, während er das leere Glas zurück auf den Tisch stellte. Sonnenlicht traf darauf und warf verschiedene Lichtmuster auf die dunkle Holzplatte. Der Engländer hatte nie danach gefragt, was zwischen den beiden vorgefallen war. Bisher hatte er sich dafür auch nicht interessiert, selbst wenn es ihm nicht gefiel oder er keine Freude daran fand, den Assassinen so leiden zu sehen. Das einzige Mal an dem er diese Tatsache ausgenutzt hatte, war dabei gewesen um die Information aus Rafael zu bekommen. Aber es war weitaus nicht so gelaufen, wie Shane es sich erhofft hatte. Viel eher hatte er sich größeres Misstrauen auf sich gezogen - das was er so doch mildern wollte. Shane war dem Orden treu. Er lebte für ihn, nur das mit Francis wurde zu einer großen Ausnahme.
Er brauchte einen Moment, bis er Barbaras Worte verstand. Doch ihr Zusatz ließ ihn erkennen, dass sie ihn damit nicht beleidigen wollte. “Ich kann nicht viel über diese Stadt sagen. So kam ich hin einfach in der Hoffnung meine Ordensbrüder und Schwestern zu finden und Gott hat es wohl gut mit mir gemeint und so traf ich auf Euch und Signore Rizzi.“ Ein wenig kam er vom Thema ab, doch dann lenkte er wieder ein. “Er machte sich mehr Feinde, wie Freunde. Und von Wissen zu reden, ohne es zu besitzen führt nur dazu, sich zu blamieren.“ Shane hoffte, dass sie ihn nicht mehr treffen würden. Nicht in Rom jedenfalls. Eine Weile sah Shane dann schweigend aus dem Fenster, bevor er den Blick zurück zur Herzogin schwenkte.

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