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 Montepulciano - Galgenplatz

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Bauherr
And you say Rome wasn't built in a day
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BeitragThema: Montepulciano - Galgenplatz   26/10/2017, 10:16 am

Hier ist ein ein mehrschläfriger Galgen aufgestellt - es können bis zu sieben Personen gleichzeitig durch den Strick gehängt werden.
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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Galgenplatz   26/10/2017, 10:18 am

Da standen sie nun. Mitten in Montepulciano auf einem Platz vor einer riesigen Villa mit einem Garten. Der Ort war schön, er wirkte sogar etwas romantisch, die Vögel zwitscherten und Karren holperten in der Nähe über die Pflastersteine. Francis genoss die Sonne auf seinem Gesicht. Seine Hände waren hinter seinem Rücken gefesselt. Die Stricke waren nicht zu eng aber so eng, dass man nicht erahnen konnte, dass die drei Soldaten hinter ihm Asassinen waren. Natürlich schmerzte ihm diese Haltung in den Armen und besonders an seinem Handgelenk aber es war erträglich gewesen und es diente einer guten Mission.
Ezio, Giovanni und Onava hatten sich in die Rüstungen geworfen, die sie eingesammelt hatten. Der Plan stand fest. Sie würden auf direkte Konfrontation mit Rizzi, den weiteren Templern, ihren Soldaten und Wachen gehen. Dabei mussten sie versuchen, die anderen gefangenen Assassinen auf den Platz zu bekommen oder sie wenigstens heimlich befreien zu können während Francis den Rest irgendwie ablenken wollte. Der Erfolg dieser Mission gründete auf einem sehr wackligen Fundament aber es konnte gelingen und Francis war davon sogar überzeugt gewesen.
Dass Rizzi ihnen dabei sogar in Kürze in die Hände spielte, wusste keiner. Denn er gab eben den Befehl, alle gefangenen zum Galgen zu führen.
Ezio hatte eine Wache beauftragt, Rizzi sofort über die Gefangennahme von Bell in Kenntnis zu setzen. Nun warteten sie.
Francis sah trotz seines geschundenen Körpers beinah etwas zu gut aus. Er war kein guter Schauspieler und er musste sich ständig dazu zwingen, panisch oder erschöpft auszusehen. Er verzog das Gesicht auch immer dann wenn ihn jemand ansah, oder er wich den Blicken aus wie ein geprügelter Hund. Sein Herzklopfen konnte er dabei nicht beruhigen und dieses fröhliche Strahlen in seinen Augen konnte er auch nicht verbergen. Er hoffte, dass er Shane bald wiedersehen würde und dass er nicht allzu sehr böse auf ihn war weil Francis trotz seines Verbotes in die Stadt gekommen war und damit das Schlamassel auslöste. Er war gut darin, Streit und Prügeleien auszulösen. Dass er auch noch eine ganze Armee auf sich hetzen konnte, war ihm allerdings neu gewesen.
Die Wache, die sie losgeschickt hatten, kam zurückgeeilt. 'Bringt ihn zum Galgen. Rizzi will ihn tot sehen. Ich hole den Henker. Und Rizzi ist gleich hier!' lautete der Auftrag. Ezio, Giovanni und Onava mussten handeln. Langsam und bedacht. Sie mussten zögern. Warten, bis Rizzi kam. Und dann musste sich jemand in den Kerker schleichen und Rafael, Emily und vielleicht auch Adriano befreien.

"Mmh, das geht jetzt aber schnell.", murmelte er in Richtung Ezio. Der konnte nichts anderes tun als Francis langsam zum Galgenbaum zu bringen. Noch war der Henker nicht da. Dafür hingen drei Stricke nebeneinander. Es gab aber noch Platz für mehr. Francis war der Galgen nicht unbekannt. Als Halbstarker dienten ihm die Stricke dazu, sich an ihnen hochzuziehen oder sich herumzuschwingen bis der Henker oder sonst jemand kam und die Jugendlichen verscheuchte. Wenn eine Hinrichtung stattfand, war das auch immer eine Art Dorffest gewesen. Es gab Essbuden und Getränke, man warf altes Gemüse gegen den Gepeinigten, erstarrte wenn dieser sein Leben auszuckte, und feierte danach weiter. Francis hatte schon Hinrichtungen gesehen. Manchmal waren sie grausam für ihn gewesen, manchmal lösten sie nur ein Schulterzucken in ihm aus. Meistens dann, wenn er sich mit anderen Dingen mehr beschäftigte und dummes Zeug anstellte.
Doch nie stand Francis vor dem Strick, der ihm um den Hals gelegt werden sollte. Dieser Gedanke machte ihm schon Bauchschmerzen auch wenn es Ezio war, der neben ihm weilte und natürlich Francis' Leben retten würde.
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Ezio Auditore
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Galgenplatz   26/10/2017, 2:22 pm

Ezios Herz schlug schnell in seiner Brust, während sie durch die Stadt gelaufen waren. Die Rüstung der Wache passte ihm zwar und doch fühlte er sich in seiner Bewegung eingeschränkt. Das Gesicht hinter dem Helm verborgen, kam er ungesehen durch die Straße. Die bereits wachen Bürger beäugten sie neugierig und innerhalb von wenigen Stunden würde ganz Montepulciano von einem weiteren Gefangenen wissen und hoffentlich der erfolgreichen Flucht mehrerer Männer und einer Frau. Onava war in ihrer Rüstung ebenfalls nicht als Frau erkennbar, aber er hatte ihr leise angewiesen ihm das Sprechen zu überlassen. So hatte er Sorge, man möge an ihrer Stimme erkennen, dass sie kein Mann war. Der kleinste Fehler könnte ihnen den Ruin kosten. Dieser Gedanke ließ ihn etwas anspannen und seine Finger gruben sich fester in Francis Schulter. Auf dem Galgenplatz angekommen, war er zu einer Wache gelaufen und hatte ihm aufgetragen Signore Rizzi von dem Gefangenen zu unterrichten man habe ihn außerhalb der Stadtmauern eingefangen und jetzt hierher gebracht. Etwas steif wartete er dann und ließ den Blick über den Galgen schweifen. Dann sah er zu den naheliegenden Häusern. Vielleicht schafften sie eine Flucht über die Dächer. Ezio hatte kein Wissen darüber, in welchem Zustand sich Rafael befand. Er wollte jedoch nach jeder Möglichkeit suchen. Die aufgehende Sonne strahlte unnachgiebig auf seinen Kopf und erhitzte das Metall. Sein Gesicht schmerzte nicht​ ein wenig von der unliebsamen Begegnung mit dem Baum, aber es war nichts gegen die aufkommende Nervösität. “Wir haben nur einen Versuch. Wenn etwas schief geht, dann rennt einfach.“, meinte er leise zu Francis, während er sich vorbeugte und so tat, als würde er die Fesseln kontrollieren. In Wirklichkeit schnitt er das Seil ein wenig an. “Wenn Ihr fest genug zieht, sollte das Seil nachgeben. Habt Ihr den Dolch noch in Eurem Stiefel?“ Er hatte den Söldner nicht völlig unbewaffnet lassen wollen. Ezios Kopf fuhr nach oben, als die Wache zu ihnen zurückkam. Der Mann musste gerannt sein, denn er keuchte und ordnete etwas japsend an, dass man den Söldner zum Galgen bringen sollte. Rizzi würde ebenso kommen und Ezios Augen funkelten triumphiert. Der Templer würde ihnen genau in die Arme laufen. Sie mussten nur nahe genug an ihn heran kommen. Er sah der Wache kurz hinterher und dann zu Francis. “Bereit zu sterben?“ Er sagte er kurz laut genug, damit ein vorbeieilender Diener es hören konnte. Erst dann stieß er den Blonden etwas an, um ihn zum Galgen zu bewegen. Den restlichen Weg schwieg er, bis sie vor der Schlinge standen. Das Bild weckte schlechte Erinnerungen und der junge Mann biss die Zähne zusammen.
 [b]“Ihr müsst Rizzi wirklich verärgert haben, wenn er Euch augenblicklich Tod sehen will.“[/b] Sein Ton war dunkel und er deutete kurz Onava und Giovanni sie sollten sich gut positionieren. Er musste sich in diesem Fall auf ihre Assassinenfertigkeiten verlassen, doch darum machte er sich keine Sorgen. Er kannte Onava und Giovanni schien sich beweisen zu wollen und er kannte sich mit Giften aus. Der Schrei eines Rabens ließ ihn den Kopf heben und er starrte in den blauen Himmel. “Ich hoffe der Henker lässt sich Zeit. Wenn er hier ist, bevor Rizzi auftaucht, dann... “ Ezio wollte den Satz nicht zuende sprechen. “Ebenso hoffe ich für Euch, dass dieser Shane schlau genug ist und sich raus hält - wenn er überhaupt noch lebt. Rizzi hat bei Euch auch keine Sekunde gezögert.“ Ezio sah gerade nach vorne, während er hinter Francis stehen blieb und ihn festhielt. Der Helm schränkte seine Sicht ein und er versuchte mehr auf nach auffälligen Geräuschen zu suchen. Es war schwierig, wenn einem dabei das Blut in den Ohren rauschte. Noch nie war eine Mission von so großer Wichtigkeit gewesen und er fühlte sich unerfahrener als sonst. Aber ebenso hatte ihn Francis ihn mit seiner Sicherheit angesteckt. 

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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Galgenplatz   27/10/2017, 9:30 am

Francis drehte den Kopf in die Richtung, aus der jemand laut 'Hängt ihn auf!' brüllte. Es war irgendein Mann mit einer Weinflasche in der Hand. Eine Wache lief zu ihm und schickte ihn fort. Ein tiefes Seufzen drang aus Francis' Kehle. In seinen Jugendjahren hatte auch er in solche Parolen mit eingestimmt und sich nichts dabei gedacht. Alle taten es und man hatte zu dem, der auf am Galgen stand, keine Verbindung gehabt. Und nun stand Francis selbst vor dem Strick, den er hoffentlich nicht umgelegt bekam. Der Henker schien nicht so schnell zu sein wie die Wachen, die hier hin und her rannten. Einer der Soldaten, die sich langsam versammelten, beglückwünschte Ezio für seinen Fang und fragte ihn nach seinem Namen.
Francis war froh gewesen, dass der Strick um seine Handgelenke nicht so eng lag und angeritzt war. Dieses Wissen erleichterte ihn doch enorm, denn wenn er rennen sollte und musste, waren ihm freie Armbewegungen lieber.
Er wurde abgelenkt als aus der Tür, aus der vorhin die Wache kam um Ezio zu sagen, was Rizzi befohlen hatte, wieder jemand ans Tageslicht kam. Francis erkannte Shane sofort und er spannte sich sofort und für Ezio bemerkbar an. "Shane!", sagte er leise, so dass es wirklich nur Ezio hören konnte, und in seiner Stimme schwang Freude mit. sein Herz machte einen Freudensprung mit Salto und seine Augen begannen zu leuchten. Francis konnte seine Erleichterung nicht verbergen. Man sah es ihm an und es wirkte skuril, dass er vor dem Galgenstrick einen solchen glücklichen Ausdruck zeigte.
Allerdings hielt dieser Ausdruck nur wenige Sekunden an. Denn dann erst erkannte er durch seine Freude über das Wiedersehen wie schlimm Shane aussah. Er ging an einem Stock und humpelte und die Hose an einem Bein zeigte einen nassen, dunklen Fleck. Shane wirkte erschöpft und gebeutelt. Sein Gesicht wirkte müde und ungläubig und seine Haltung zeigte, dass er die letzten zwei Tage durch die Hölle gegangen war. Francis' glückliches Gesicht wandelte sich in ein sorgenvolles und tief in ihm begann sich ein wütender Sturm aufzubauen, der sich auf Rizzi und die Templer richtete - und ein wenig auf sich selbst. Er hatte diese Verletzungen und Folterungen, die man Shane zugefügt und angetan hatte, bestimmt provoziert. Francis war kein Mann, der sich in Selbstmitleid suhlte und die Schuld dauernd bei sich suchte. Aber er hatte ein schlechtes Gewissen und dieses sackte ihm gerade in die Knie. Sein Blick, der sich an Shanes Auagen geheftet hatte, bekam einen schmerzerfüllten Ausdruck und er war kurz davor gewesen, einfach loszulaufen. Aber das Erscheinen von weiteren Menschen hielten ihn glücklicherweise davon ab. Er erkannte Emily und Adriano wieder und fand, dass die Templer und ihre Soldaten von Glück sprechen konnten, dass sie der Seherin noch nichts angetan hatten. Sie würde sie alle in die Hölle verbannen!
Beim zweiten Mann, dessen Haupt gebeugt gewesen war, brauchte er einen Moment um ihn zu erkennen. Es war Rafael. Der Schreck über seinen Zustand fuhr in seine Knochen. Und dann tauchte Rizzi auf. Dieser schreckliche Mann, der alle tyrannisierte und auf dieser Welt nichts gutes tat. In Francis brodelte es immer mehr und er biss sich auf die Zunge. Und als Emily, Adriano und Rafael zu seinem Galgen angetrieben wurden, sah er zurück zu Shane. Francis hatte keine Ahnung welchen Weg sie jetzt gehen sollten um diesem Galgen zu entkommen und da er ein von Gefühlen getriebener Mensch war, stieg in ihm auch spürbar die Verzweiflung auf.
"Rizzi! Ich werde dir deinen Hintern versohlen bis du nicht mehr auf deinem Thron sitzen kannst! Ich werde dir das gleiche antun was du Shane angetan hast! Du Scheisskerl! Und du wirst dafür büssen was du den anderen angetan hast! Dafür werde ich sorgen und…", er kam nicht weiter. Jemand hatte einen Apfel nach ihm geworfen, der an seinem Kopf abprallte. Francis geriet dadurch kurz ins Wanken und hob die Hand an seinen Kopf. Unter dem immer grösser werdenden Mob wurde es lauter.
"Tu was!", meinte er flehend zu Ezio. Die meisten Soldaten kümmerten sich gerade um einen Auseinandersetzung innerhalb der Menge. Das konnte ihnen in die Hände spielen. "Sobald die Wachen mit Rafael und den anderen neben dir sind, tötest du sie und gehst auf Rizzi los. Das lenkt die Soldaten auf dich. Ich binde die anderen los damit sie dir helfen können. Dann hole ich Shanes Sachen, falls er mir sagt wo sie sind, schnappen das Pferd und dann treffen wir uns in zwei Stunden in unserem Lager wieder.", erklärte er ihm. Francis musste sich um Shane kümmern. Ezio um die Assassinen. Zwei Stunden klang nach einer langen Zeit aber sie würden sie benötigen.
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Galgenplatz   27/10/2017, 10:36 am

Die Anklagen gegen seine Person liessen ihn kalt. Die Worte der Assassinen hatten kein Gewicht. Einzig Shane Hannigan war in der Lage gewesen, ihn zurechtzuweisen. Doch da er sich in Rizzis Augen einer Sünde schuldig gemacht hatte, hatte er jeden Respekt vor Hannigan verloren. In Rizzis Augen war der englische Grossmeister durch seine Taten nur noch ein gewöhnlicher Templer gewesen, der in Italien das Wort nicht erheben konnte.
Es amüsierte ihn als er sah, wie Hannigan humpelnd voraus ging um aus dem Kerker ans Tageslicht steigen zu können. Er würde vor vollendeten Tatsachen stehen und zusehen müssen, wie der englische Söldner starb. Und dann sollte er mit ansehen, wie Rizzi Adriano, Emily und Rafael hängte. Ob Rom oder hier, es war mittlerweile egal gewesen. Rizzi wollte zwar den Triumph mit nach Hause nehmen aber die Situation erforderte eine andere Lösung. Zudem hatte sich Rizzi nach diesem Morgen um Barbara zu kümmern und er konnte keine Last durch die Assassinen gebrauchen.
Er fühlte sich unbesiegbar. Die Wachen führten die Assassinen mit sich und als sie aus dem Kerker kamen, erwartete sie Sonnenschein und ein herrlicher Aprilmorgen. Die Luft war mild und es duftete bereits ein bisschen nach Sommer. Rizzi mochte diese Jahreszeit sehr. Die Welt war im Aufbruch und voller Tatendrang.
Der Galgen präsentierte ihm ein blondes Geschenk. Endlich hatte man ihn gefangen und überwältigen können. Die Zeit, in der der Name des Söldners ständig gesprochen oder gedacht wurde, war vorüber.
Rizzi bewegte sich nach vorn und hörte sich die Schimpftirade von Francis an, die abrupt durch einen Apfel beendet wurde. Der Apfel kullerte ihm direkt vor die Stiefel. Rizzi bückte sich und hob den Apfel auf während die anderen Assassinen und der Verräter neben Francis geführt wurden. Rizzi drehte sich dann zur Menge um. "Dieser Mann", sagte er laut und deutete auf Francis. "hat sich für drei Vergehen schuldig gemacht! Sein erstes Vergehen: Er hat Fuss auf unser Land gesetzt um Unfrieden zu stiften!", erklärte er. Die Leute jubelten Rizzi zu und buhten Francis aus. Weiteres Gemüse und Obst flog zum Galgen und Rizzi musste etwas aufpassen nicht selbst getroffen zu werden. Aber er grinste. "Sein zweites Vergehen ist die Sodomie!", klärte er weiter auf. Zuerst taten die Leute so als seien sie schockiert gewesen. Doch dann buhten sie noch lauter und ein Salatkopf traf Francis ins Gesicht. "Aber das dritte Vergehen ist das schlimmste aller Vergehen! Er hat sich in den Vordergrund gedrängt um diesen Mann Würde und Ehre zu nehmen! Selbst jetzt am Galgen präsentiert er sich uns in bester Laune während er diesem Mann keinerlei Achtung zukommen lässt!", schrie Rizzi und deutete von Francis weg auf Santoro. Die Menge buhte und johlte obwohl sie keine Ahnung hatte, was Rizzi da erzählt hatte. Er konnte die Leute aufbauschen und sie provozieren.
Rizzi lief ein paar Schritte und blieb vor Santoro stehen, der neben Francis vor einem Strick stand. Dann sah er ihn an. "Wie fühlt es sich an zu wissen, dass man für den Tod von sovielen Menschen verantwortlich ist? Du hattest mich eben schwach genannt.", grinste er auf. "Schwach. Seltsam, ich bin nicht gescheitert."
Dann sah er wieder zur Menge. "Rafael Santoro! Er wird angeklagt wegen Mord und Totschlag in dutzenden Fällen! Er hat soviele Menschen auf dem Gewissen, dass ich sogar zu hoffen bereit bin, dass Satan seiner Seele Eingang in die Hölle gewährt!", rief er. Und wieder johlte und tobte die Menge. Gemüse und Obst sowie Eier wurden auch nach Rafael und den anderen geworfen und Rizzi musste sich kurz ducken als ein Ei angeflogen kam. Aber er grinste nur. "Er nannte mich schwach!", rief er weiter und der Mob buhte Rafael hemmungslos aus. Dabei kannten die Bürger Rizzi überhaupt nicht. Sie wussten nicht wer er war. Aber so funktionierte das eben mit der Menge. Man liess sie an etwas teilhaben, dass so gar nicht stimmte und verkaufte es ihnen als Wahrheit. Ein Mann, der nicht in Gefangenschaft war, war immer unschuldig. Der Mann, der Fesseln um seine Arme hatte, war schuldig. Ganz gleich ob es der Wahrheit entsprach oder nicht. Die wenigsten Menschen blickten hinter die Fassade oder hinterfragten die Konstellation. Der Schuldige ohne Fesseln wurde geheiligt, der Unschuldige mit Fesseln wurde gehängt. So einfach war das.
"Diese Frau wird angeklagt für die Mittäterschaft der Morde! Ich habe Güte gezeigt und sie nicht auspeitschen lassen obwohl das von mir von ihm verlangt wurde!", sagte er und deutete dabei anklagend auf Adriano. Die Menge tobte und weitere Eier flogen. "Doch dieser Mann!", begann er weiter und beruhigte die Leute wieder. "Dieser Mann hat es sich gut überlegt und sich zu einem Verräter machen lassen um mir zu helfen! Es ist wahr, Verrat darf niemals gutgeheissen werden. Doch sein Verrat hat mich zutiefst beeindruckt. Bedingungslos und selbstlos hat er erzählt was er wusste. Dieses Wissen hilft uns, weitere Mörder in Montepulciano ausfindig zu machen! Ganz recht! Unter euch, vielleicht neben dir dort, oder neben dir da hinten, könnte ein Meuchelmörder stehen!", erzählte er und badete sich in seinem Sieg. Der Mob johlte weiter und jubelte Adriano sogar zu.
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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Galgenplatz   27/10/2017, 11:19 am

So recht bewusst war es Rafael noch nicht, was auf ihn zukam. Die Sonne blendete ihn stark. Schon lange hatte er kein Tageslicht mehr gesehen, denn als Rizzi sich mit Hannigan duellierte hatte bereits die Nacht angebrochen. Es war noch nicht zu Ende. Erst, würde man ihm den Strick um den Hals legen und ihm das Leben mit einer einzigen Bewegung nehmen. Je näher sie an den Galgen kamen, desto klarer wurde ihm auch die Gestalt Francis Bell's. Hier stand er. Grinsend, Hannigan  zu sehen. Doch sein Gesicht änderte sich schmerzhaft, als er sich bewusst wurde, in welchem Zustand sich sein Cousin befand. Ob dies schon alles war? Das, was Rizzi über die zwei Engländer erzählte, hatte Hannigan bestritten. Es sollte Rafael gleich sein, was an der Sache drann war. Und er wollte sich auch keine Meinung bilden. Er war zu schwach und dies war eines der wenigsten Sachen, über die er sich gerade den Kopf zerbrechen wollte. Er hatte alle Mühe, auf beiden Beinen zu stehen. Seine Haltung war gesenkt. Mit hängenden Schultenr und leicht gebäugtem Rücken sah er leicht auf, als Rizzi das Wort an ihn richtete, nachdem er der Menge, die sich vor dem Galgen angesammelt hatte, erklärte, was Bell verbrochen hatte. Verdorbenes Obst und Gemüse flog durch die Luft und so bekam auch Rafael etwas ab. Aber er wich nicht aus.
Es war gut, den blonden Mann  zu sehen. Aber auch wieder nicht. Nicht so. Er sah von Rizzi weg, direkt zu Francis. Doch keine Regung kam in sein Gesicht.
Rizzi richtete das Wort an den Mentor. Müde sah er wieder zu ihm zurück. "Mein Tod heißt nicht der Tod der Assassinenbruderschaft." Doch gleich darauf erklang sein Name. Die Leute buhten und riefen Schimpfworte, die nur Rafael galten. Das Ei, welchem Rizzi auswich, flog gegen Rafael's Knie und zersprang und hinterließ eine gelbe Verfärbung an der Hose.

Dass drei Assassinen ganz in seiner Nähe waren, wusste er nicht. Er hatte nur Bell angesehen. Alles andere war ihm gleichgültig. Er war so geschunden, dass es erlösend für ihn war, endlich den Tod zu finden. Schmerzen konnten vergehen, das stimmte. Und er hatte die Bruderschaft nicht verraten, um sein eigenes Überleben zu sichern, was auch nicht klar war.
Nach ihm folgten Emily und Adriano. Auch die Frau wurde ausgebuht und Rizzi erklärte, er würde sie nicht auspeitschen. Rafael senkte wieder den Kopf und sah zu Boden, während ein Regen von alten Lebensmittel auf sie einschlug. Für den ehemaligen Assassinen jedoch schien es einen Ausweg zu haben. Wütend sah Rafael auf, direkt zu ihm. Es schien, als würde er mit seinem Leben davon kommen. Er, der so viel Schande über die Assassinen gebracht hatte. Er gehörte nicht mehr dazu, das stimmte. Aber er wollte sein Schicksal nicht aktzeptieren. Hätte er die Kraft, würde er ihn, Hannigan und Rizzi sofort töten. Egal, ob mit ihm das gleiche geschah.
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Ezio Auditore
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Galgenplatz   27/10/2017, 12:24 pm

Ezio war noch immer angespannt und er musste ein knurrendes Geräusch unterdrücken, als ein Soldat zu ihnen kam und ihm beglückwünschte. Wenn sie nur wüssten, dass bald der Tod auf sie wartete. Sie waren die Diener der Templer und keiner von ihnen war unschuldig und so würde die Klinge sie nicht verschonen. Dennoch richtete er sich auf und versuchte Stolz und Aufregung in seine Haltung und Stimme zu legen. “Federico.“, nannte er seinen Namen und erklärte, dass er gerade frisch im Dienst war und dieser 'Fang' ein Zeichen Gottes war, dass er zu großes Bestimmt war. Das brachte den Soldaten nur zum Lachen und er drehte sich fort, um die tobende Menge unter Kontrolle zu halten. Erst bei Francis Ausruf, drehte er den Kopf zurück. Ein Mann trat aus der Türe. Er wirkte am Ende seiner Kräfte und Ezio fragte sich woher er die Reserven nahm, noch immer zu stehen. Das war also Shane. Jener Mann der den Söldner in der Nacht des Überfalls gerettet hatte. “Welch eigenartiger Templer.“ 
Ezios Blick wurde auf etwas anderes gelenkt. Emily, Rafael und auch Adriano wurden nach draußen geführt. Ezios Gesicht wurde dunkel, nachdem er seinen Mentor erkannte. Rafael war geschunden und man sah, dass er fürchterlich gefoltert wurde. “Dieser Bastard.“, zischte er ganz leise und umfasste Francis Schulter fester. Er hatte Angst, dass der Söldner einfach blindlings nach vorne stürmen würde. Er hatte nicht nur einmal deutlich gemacht, dass ihm dieser andere Engländer wichtig war. Die Stimme des anderen halte laut in seinen Ohren wieder und endlich entdeckte er auch Rizzi. Wut und Hass brodelte in ihm. Dieser Mann würde hier und jetzt sterben! Ezio holte Luft und zwang sich ruhig zu bleiben. Dennoch konnte er nicht verhindern, dass er zu Emily sah. Ezio musste den Kopf jedoch schnell wieder senken und fuhr sich über die Lippen.“Habt Geduld wir müssen warten, bis sie bei uns sind.“ Doch auch er musste um diese Geduld kämpfen. “In zwei Stunden.“, willigte er dann ein, wohl wissend dass der Söldner vielleicht einfach verschwand. Doch Shane brauchte wohl auch einen Arzt und sie hatten Giovanni, Emily und Onava die sich mit Kräutern auskannten.  
Die Stimme des Templers war scharf und sie erzählten Lügen über Lügen. Sein Blick wurde wachsamer und sein Herz schlug schneller. Rizzi kam ihm so nahe. Ezio konnte die Falten in seiner Kleidung sehen. Ein wenig lockerte er den Griff um Francis und seine Klinge fuhr aus der Halterung. Er hörte nichts mehr. Weder Rizzis klagende Stimme, noch das Schreien der Menge. Alles in ihm war auf diesen einen Mann fokusiert, der ihnen so viel Leid gebracht hatte. Der selbst im eigenen Orden nicht davor zurück schreckte jemanden zu brechen zu wollen, nur weil ihm die Meinung dieses Mannes nicht passte. “Jetzt.“, zischte er leise Francis zu und hob eine Hand um Onava und Giovanni das Zeichen zu geben. “Ihr habt Euch selbst vergessen, Signore Rizzi. Wir könnten auch neben Euch stehen.“ Ezio stieß die Klinge nach vorne und an Rafael vorbei. Er zielte auf den Brustkorb des Templers. Doch bevor er ihn erreichen konnte schlug ein Stück hartes Gemüse gegen seine Hand. Die Klinge wurde abgelenkt und Ezio konnte nicht sehen, wo er Rizzi traf und ob es tödlich sein würde. Seine Klinge schnitt durch Haut und Muskeln und er nutzte den Schwung um ihn von der erhöhten Vorrichtung in die Menge zu stoßen. Vielleicht erledigte diese den Rest und trampelten ihn zu Tode. Ezio blieb keine Zeit sich darüber Gedanken zu machen, denn er musste den den Klingen der heraneilenden Soldaten ausweichen. 
Auch konnte er nicht erkennen, ob Francis sein Wort hielt und die anderen Assassinen befreiten. Ein Stöhnen drang aus seinem Mund, als er zwei Klingen gleichzeitig abfangen musste. Das Gewicht ließ seine Knochen ächzen und er stolperte etwas zurück.

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Emily de Lucca
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Galgenplatz   27/10/2017, 12:53 pm

Noch in dem dunklen Gang wurden der Riese und Emily von dem humpelnden Hannigan angerempelt. Die Wache schien dies kaum zu spüren, aber die kleinere Frau brachte der Schubser etwas aus dem Gleichgewicht. Als sie strauchelte, schloss sich die schwere Pranke ihres Bewachers fest um ihren Oberarm und zwang sie weiter vorwärts. Ihr langsames Tempo wählte sie bewusst. Nicht etwa um ihr Schicksal hinauszuzögern, sondern um dem Mentor etwas Luft zu verschaffen. Er war in einem schlechten Zustand und wenn sie die Gruppe etwas bremsen konnte, würden sie ihn vielleicht ewas weniger unsanft mitschleifen.
Am Ende der Treppe traten sie durch eine weitere schwere Tür und die warme Sonne traf in ihr Gesicht. Die Nacht war schnell vergangen und ein wolkenfreier Himmer tat sich vor ihren Augen auf. Ein ruhiger, freundlicher Tag mit wunderbarem Wetter war angebrochen. Angesichts ihres nahen Todes fühlte sich Emily fast vom Wetter verspottet als sie den Kopf hob und die angenehme Wärme auf ihren Wangen spürte.
Die Gefangenen wurden weiter vorwärts gedrängt und der Blick der Assassine ging über den sich langsam füllenden Platz zum Galgen. Drei Stricke warteten wenig einladend auf ihre Hälse und sie schluckte schwer bei dem Gedanken dass einer davon für sie bestimmt war. Bei genauerer Betrachtung stellte sie fest, dass der Henker entweder unfähig sein musste oder Rizzi tatsächlich eine abartige Vorliebe für lange Leidenswege hatte. Die Stricke waren gut geknotet, aber für ihren Geschmack zu kurz. Sollte dies nicht geändert werden, würde der Fall nicht ausreichen, um einen schnellen Tod zu bringen. Es würde sich lediglich die Schlingen nach und nach enger ziehen, wodurch sich nur langsam und qualvoll ersticken würden. 
Erst dann erkannte sie den blonden Söldner. Verschiedenste Gesichtszüge huschten innerhalb kurzer Zeit über dessen Gesicht und lauthals begann dieser nun auf Rizzi zu schimpfen. Fliegendes Obst und Gemüse ließ Bell schnell wieder verstummen und der Templer begann die sich zusammenrottende Meute zu unterhalten. Die Assassinen, der Verräter und die Wachen betraten den Galgen und gesellten sich zu Bell und den anderen. Die Bewohner  jubelten und feierten angesichts der bevorstehenden Hinrichtung. Schuldig oder nicht war der Menge egal. Hauptsache ein Grund zu schimpfen über erfundene Taten und Schuld und danach feiern und saufen sobald die vermeintlichen Verbrecher über ihren Köpfen baumeln und nur noch den Krähen als Futter dienten. Wie erwartet machte sich Rizzi gut in der Rolle des Richters und die Meute hing an seinen Lippen. Noch mehr Gemüse wurde auf die Gefangenen geworfen, während die veruteilenden Rufe immer lauter wurden. Emily senkte ihren Block und versuchte sich zu sammeln. Ihrem Ende wollte sie ruhig begegnen. Ihre letzte Mission war gescheitert und deshalb stand sie nun hier. Wenigstens stand sie neben dem italienischen Mentor, den sie zwar nicht retten konnten, aber zumindest hatte sie es versucht. Hoffentlich ging es den anderen gut. Von den Umständen, wie Bell gefangen  wurde, wusste sie nichts und betete dafür, dass Ezio und die beiden anderen jungen Assassinen fliehen konnten. Wie nahe sie in Wirklichkeit waren konnte sie nicht ahnen.
Bei Rizzis Worten über Adriano drückte sie ihre Kiefer wütend aufeinander und ihre Hände ballen sich zur Faust.  Als er weitersprach öffnete Emily ungläubig die Augen, starrte aber noch immer zu Boden. Hatte sich dieser spanische Bastard vielleicht tatsächlich sein Leben durch Verrat erkauft?
Länger konnte sie nicht darüber nacjdenken, da plötzlich hinter ihnen  auf dem Podest ein reger Tumult ausbrach. Der Riese ließ von ihr ab und schubste sie dabei nach vorne auf die Knie. Überrascht und völlig verwirrt drehte sich die junge Frau um und sah wie eine der Wachen auf Rizzi losging und diesen verletzte. Unglückliche Umstände brachten den Templer aus dem Gleichgewicht und er stürzte in die aufgeheizten Menge. Die restlichen Wachen gingen auf den Täter los und aif mehreren Seiten entstand ein Kampf. Emily verstand nicht was hier vor sich hing, aber sie wusste dass sie die Chance nutzen musste. Verzweifelt zerrte sie an den Fesseln und sah zu Rafael. ''Wir müssen es versuchen.''
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Galgenplatz   27/10/2017, 2:14 pm

Als sie nach draußen kamen und in richtung Galgen geführt wurden wurde Adriano anders. Mehrere Male schluckte er hart und erschrak kurz als sich Hannigan an ihnen vorbei drückte und ihn striff. Trotzdem liefen sie weiter zum Galgen. Er beobachtete die Männer und entdeckte dann den Söldner. Nun war es raus.. Alle konnten ihn sehen. Rizzi sah ihn, Hannigan sah ihn und keiner der beiden konnte jetzt noch behaupten das er Tod wäre. Aufmerksam ließ er seine Augen weiter wandern aber er entdeckte keinen der anderen. Sehr zu seinem ärger auch wenn er irgendwie ahnte das sie hier sein mussten. Er konnte sich nicht vorstellen das der blonde Söldner alleine hier war und die anderen gefallen waren, dafür waren sie zu gerissen, sie alle!
Weiter nach vorne stolperte Adriano als es eine Holztreppe zum Galgen hoch ging wo ihre Schlingen hingen. Wieder musste er schlucken und lief nach oben und blieb dann vor seiner Schlinge stehen und sah kurz zu den anderen 3en ehe auch Rizzi nach oben gestiefelt kam und sich aufbaute wie ein König vor seinem Thron.
Die Menge der menschen vor dem Thron war kein gutes Ohmen und verunsicherte Adriano etwas aber er sah stur geradeaus. Er würde jetzt keine Schwäche zeigen. Rizzi fing an die urteile zu verkünden und sofort kam Obst geflogen und es hieß sich zu ducken wenn man nichts abbekommen wollte.
Als der Mentor ein Wort dazu warf staunte er kurz aber sofort wurde er weiter ausgebuht. Auch Bell und die Assassine bekamen ihre urteile verkündet und plötzlich dämmerte Adriano etwas. Dort hingen drei Schlingen... Dann sah er wieder zu den gefangenen. Kurz zählte er, Sie waren aber zu viert. Das konnte etwas gutes oder schlechtes heißen. Den entweder würde einer seinem Schicksahl entkommen, oder Rizzi und die ganze Stadt konnte nicht zählen.
Als er zu Adriano kam und sein Urteil verkündete schloss er die Augen und erwartete schreckliches. Plötzlich aber stutzte er als er die Worte von ihm vernahm. "Was?" hauchte er leise und dachte das er sich verhört hatte und doch buhte die Menge nicht sondern feierte ihn. Aufgeregt sah er zu Rizzi, was hatte der Templer vor? Würde er seinem Schicksahl entkommen? Würde er leben?

Doch er hatte keine weitere Zeit darüber nachzudenken als eine der Wachen auf Rizzi los ging und ihn verletzte. Die Wachen gingen auf die die Angriffen los und erst jetzt erkannte Adriano die Strategie der Assassinen und fluchte leise. Er hatte jetzt 2 Chancen.. Entweder bleiben und getötet werden oder fliehen... Fliehen? Aber wohin? er war nirgend mehr sicher. Er duckte sich unter einer Klinge weg die angeschossen kam und versuchte das Gleichgewicht zu halte. Das war gar nicht so einfach den der ganze Galgen begann zu wackeln und es war kaum sicherer Stand möglich. Adriano nutzte seine Chance und sprang in die Menge da die wachen jetzt anderes zu tun hatten. Er wuselte sich durch die Menge und zerrte an seinen Fesseln. Nun gab es nur eins, das nackte überleben, Aber mit gefesselten Händen war das alles andere als leicht und so wuselte er sich bis zu einer Hauswand und stellte sich schützend an diese und wartete und beobachtete was weiter geschah. Er sah templer fallen, das Schreien der Leute war Ohrenbetäubend. Unruhig sah er weiter zu den Kämpfenden wärend die Menge auseinander rannte panisch und um ihr Leben. der ganze Platz wo eben noch eine ordentliche Hinrichting stattfinden sollte war ein reinster Ameisenhaufen wenn Feinde in der Nähe waren.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Galgenplatz   27/10/2017, 9:22 pm

Sein Körper zitterte, während er krampfhaft versuchte stehenzubleiben. Er musste näher zu dem Galgen und die Wache dazu bringen Francis loszulassen. Shane hob sen Kopf und erwiderte den Blick seinen Cousins. Doch in seinem Gesicht lag weder Freude, noch sonst etwas Positives. In diesem Moment drohte einfach alles nachzugeben. Er war erschöpft und er spürte das Blut, dass unaufhaltsam seinen Verband und seine Hose tränkte. Kurz legte er seine Handfläche darauf und sah dann auf die rot verfärbte Haut. Schritte ertönten hinter ihm und er drehte den Kopf. Hilflos musste er zusehen, wie die Assassinen und Rizzi an ihm vorbei liefen. Sein Kopf fiel nach vorne und er starrte auf den Boden, als könnte er dort seine Kraft wieder finden. Wütend biss er die Zähne aufeinander und zuckte dann etwas zusammen. Francis Stimme drang an sein Ohr. Er verfluchte Rizzi und der Engländer schnaubte ein wenig aus. Nicht einmal ein jetzt konnte er seinen Mund halten. Nicht einmal jetzt.... Doch wenn er weiterhin hier stand, würde diese Zunge für immer verstummen. Shanes Kopf drehte sich zu der Menge, die immer größer wurde. Körper schoben sich vor ihn und er spannte sich an. Francis war noch immer am Galgen. Er musste Rizzi aufhalten! Tief Luft holend setzte er sich wieder in Bewegung. Sein Bein konnte kaum mehr etwas von dem Gewicht tragen, doch die Angst und Sorge seinen Cousin ein zweites Mal zu verlieren, verlieh ihm etwas Kraft. Sie ließ ihn gehen und die Schmerzen vergessen. Obst und Gemüse wurde links und rechts von ihm geworfen und die lauten Stimmen dröhnten in seinem Kopf. “Er lügt!“, versuchte er einzuwerfen, aber seine Worte gingen in der Masse unter. “Er ist ein dreckiger Lügner!“ 
Die Menschen waren viel zu erhitzt und Rizzi verstand die Kunst der Manipulation. Sie würden nicht auf ihn hören.
Shane verlor seinen Weg und wurde zur Seite gedrängt. Ellbogen stießen in seine Seite und er musste kurz aufkeuchen. So würde er es nie schaffen.  Shane sah sich gerade um, als das Geschrei losging. Ein Ruck ging durch die Leute und jemand trat ihm den Stock aus der Hand. Er stürzte leicht nach vorne und musste weiteren Tritten ausweichen, ehe er sich wieder aufrappeln konnte und sich zur Seite schleppte. Immer wieder wurde er ohne Gnade gerempelt und nicht nur einmal setzte er seinen Stock ein, um jemanden zur Seite zu schlagen. Shanes Atem ging schwer und seine Schulter war gegen die Wand der Villa gedrückt. Er hatte sich nun dorthin retten können und er versuchte zu verstehen, was gerade passiert war. 
Seine grauen Augen fuhren zum Galgen und er suchte nach Francis. Aber er konnte den Söldner nicht mehr sehen. Ebenso war Rizzi verschwunden. “Verdammt.“ Shane schloss die Augen und er drohte einfach zur Seite zu kippen. Irgendetwas war gerade schief gelaufen und hatte diese Hinrichtung gestört. Doch wo war Francis? War er dem Galgen entkommen oder hatte man ihn getötet, sobald etwas nicht mehr stimmte? Diese Unwissenheit nagte an seinem Verstand und er ballte seine Hand zu einer Faust.

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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Galgenplatz   27/10/2017, 11:44 pm

Seine Reaktion war schnell. Nach dem 'Jetzt' von Ezio reagierte er sofort. Er riss seine Arme kraftvoll auseinander und der Strick gab tatsächlich nach und fiel zu Boden. Eine dazu gekommene Wache wurde von einem Apfel getroffen und vom Podest geworfen und Francis zog seinen Dolch aus dem Stiefel. Er ignorierte alle Schmerzen. Das Adrenalin schoss durch seinen Körper und liess ihn zudem kaum etwas davon spüren. Die Klinge schnitt durch Rafaels Fesseln. "Folge mir!", sagte er leise zu ihm. Dann wandte er sich Emily zu und schnitt auch ihre Fesseln durch damit sie Ezio, Giovanni und Onava helfen konnte. Der Mob hatte mittlerweile ein grösseres Chaos ausgelöst und das schuf den Assassinen einen grossen Vorteil. Francis wollte auch Adriano von den Fesseln befreien aber er stand nicht mehr da. Der Verräter war zu Francis' Verwunderung verschwunden. Auch zu Rizzi hatte er nicht mehr gesehen. Zuviele Soldaten versuchten Herr über die Lage zu werden und Francis war mit seinem Auftrag beschäftigt gewesen. Er zog Rafaels Arm um seine Schultern und eilte mit ihm vom Podest. Er nahm so gut es ging Rücksicht auf Rafael aber Schmerzen vermeiden konnte er nicht. Noch auf der ersten Stufe des hölzernen Vorrichtung des Galgens hatte er Ausschau nach Shane gehalten. Er hatte ihn glücklicherweise schnell gefunden und eilte nun mit Rafael zum Garten.
Schreie und Metalle waren zu hören und Francis schaffte es tatsächlich mit Rafael zum Eingang des Gartens der Villa. Dort setzte er ihn zwischen dichten Hecken ab, so dass Rafael kurz durchatmen konnte. "Bleib hier! Ich komme sofort zurück. Nimm meinen Dolch.", sagte er zu ihm und musterte ihn kurz. "Du siehst schrecklich aus, weisst du das? Ich rasier dich später.", grinste er auf bevor er sich schliesslich umdrehte und zurück in den Pulk aus Menschen schritt.
Nur wenige Sekunden später streckte er die Arme aus und bewahrte Shane davor, doch noch umzukippen. "Das du dich mal freiwillig in meine Arme begibst.", sagte er grinsend und blickte ihn mit einem glücklichen Ausdruck im Gesicht an. Dann beugte er sich die wenigen Zentimeter vor und küsste ihn. In dem ganzen Tumult würde das nicht weiters auffallen. Davon ging Francis jedenfalls aus. Der Kuss war nur kurz auf die Lippen aber er beruhigte ungemein. Wärme durchströmte Francis und gab ihm weiteren Antrieb. Er war ein Stehaufmännchen. Immer und immer wieder. "Shane, wir müssen hier weg.", sagte er ihm schliesslich leise. "Wir brauchen Pferde und ich hole deine Sachen aus deiner Unterkunft. Sag mir wo die ist, dann geh ich rein. Jetzt sind sowieso alle hier draussen und dann fällt es nicht auf.", meinte er keck. Francis traute sich gerade mehr zu als gesund gewesen wäre. "Lady ist nicht mehr im Stall im Stadttor. Hast du sie zu dir geholt? Ich weiss, ich weiss, die Kosten dort unten sind wirklich unverschämt.", erklärte er. Er konnte sich schon vorstellen, dass Shane hier nichts bezahlen musste da er ja Gast ist. Oder war. Vom wahren Grund wusste er nichts.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Galgenplatz   28/10/2017, 12:46 am

Shane hatte die Augen wieder geöffnet, doch sein Blick war trüb geworden und er konnte seinen eigenen Herzschlag hören. Ein wenig hob er die Hand und stützte sich zusätzlich an der Wand ab. Doch das alles half nichts, als schwarze Flecken vor seinen Augen tanzten und er nach vorne kippte. Bevor er auch nur den Boden erreichen konnte, fing ihn jemand auf. Das erste, dass er wahrnahm, war der vertraute Geruch der ihm in die Nase stieg. Fast sein ganzes Gewicht lehnt nun gegen Francis und er blinzelte leicht. Seine Worte jagten ihm einen kalten Ausdruck ins Gesicht und er knurrte genervt. “Als würde ich das je freiwillig tun.“ Shane versuchte sich wieder aufzurichten, doch seine Kraft hatte ihn verlassen. Und jetzt stand Francis da. Lebendig. Er war lebendig und ein Quälgeist wie all die Tage zuvor.  Shane drücke seine Hände gegen Francis Brust. Aber er war zu langsam, denn schon spürte er dessen Lippen auf den seinen. Er drehte den Kopf zur Seite und funkelte dann seinen Cousin an. Dazu reichte seine Energie dann doch noch. Fast ihn Zeitlupe umschlossen seine Finger den Hemdkragen von Francis und er zog ihn kurz zu sich. Doch anstatt ihn zu küssen, schüttelte er ihn etwas unsanft. 
 “Ihr verfluchter Narr!“, begann er dann und hörte nicht auf. “Ihr seid ein Idiot und Nichtsnutz! Was habt Ihr Euch nur dabei gedacht?!“ Seine Stimme war dunkel geworden und in seinen Augen spiegelten sich die Schmerzen wieder, die sein Körper ihm gerade verursachten. “Nie könnt Ihr auf einen hören!“  Die Spitze seines Stockes klopfte  durch die Bewegung immer wieder gegen die Wand. Nach einigen Augenblicken ließ er Francis einfach los und stolperte einen Schritt zurück. Sein Rücken lehnte nun gegen die Wand und er fuhr sich kurz durch das Gesicht. Er lebte. Sein Cousin lebte und sprach mit ihm. Diese Erkenntnis traf ihn nun mit aller Macht. Wo zuvor noch Ungläubigkeit geherrscht hatte, war nun die Gewissheit. 
Seine Knie zitterten leicht und noch immer musste er kämpfen, um nicht einfach auf den Boden zu rutschen. Zudem hatte Francis recht. Sie mussten von hier verschwinden. Rizzis Zorn würde vor niemanden mehr halt machen und ebenso wäre er auch ohne diesen Zwischenfall von hier fortgegangen. Shanes Hinterkopf traf gegen das Gestein hinter ihm. “Lady steht hier im Stall. Meine Sachen befinden sich im ersten Stock, das letzte Zimmer.“ Dass sich dort auch Francis Sachen befanden, erwähnte er nicht. “Ich sollte mitkommen.“ Selbst wenn ihn die Vorstellung quälte auch nur noch eine weitere Treppe zu gehen. Aber in seinem Zimmer befand sich ebenso noch etwas von dem Schmerzmittel, dass er nun dringend brauchte. Besonders wenn er an diesem Tag noch reiten musste. Zu Fuß würden sie es nicht weit schaffen, ehe man sie einholte. Nicht wenn er nur humpelnd voran kam. Ohne weiter auf Francis zu warten, setzte er sich in Bewegung. Seine Schultern waren sichtbar angespannt und seine Finger hielten den Stock so fest, dass man die Sehnen auf dem Handrücken sehen konnte. Nicht nur einmal kehrten die dunklen Flecken zurück in sein Sichtfeld und ließen ihn bleichvwerde werden. 
Shane streckte die Hand nach der Türe aus, doch sie wurde gerade in diesem Moment aufgerissen und ein Soldat ohne Helm stand nun vor ihm. “Verzeiht.“, meinte er, bevor er ihm den Stock gegen die Schläfe schlug. Sie hatten keine Zeit für lange Erklärungen und der Mann würde zwar heftige Kopfschmerzen haben, jedoch überleben. Erst vor der Treppe hielt Shane an und in seinen Augen funkelte ein undefinierbarer Ausdruck. In diesem Moment zweifelte er daran, dass er es hoch, geschweige denn wieder runter schaffte.

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Rafael Santoro
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Galgenplatz   28/10/2017, 1:00 am

Er konnte mit seinem Leben noch nicht abschließen. Noch nicht. Seine Gedanken waren nicht bei seinen Eltern oder bei seinen Freunden und Verbündeten, die sich hinter einer Rüstung versteckten, wie man es eigentlich von einem Menschen erwarten sollte, dem bald der Tod gebracht wurde. Er dachte nicht an das, was alles hätte sein können und was noch passieren würde. War nicht in der Vergangenheit, auch nicht in der entferntesten. Im Moment war Rafael Santoro im Hier und Jetzt, während Rizzi sprach und die drei anderen Gefangenen neben ihm standen. Im Rücken der Strick, der unheilvoll hinter ihm und seinem geschundenen Rücken hang.
Emily's Reaktion sah er. Auch wenn es nur kleine Bewegungen waren, während der Spanier überrascht war, dass man ihn so hochjubelte. Rafael konnte den Bewegungen der Assassina nur zustimmen. In ihm brannte es. War das Schicksal diesen Verräters etwa schon besiegelt? Rafael hätte von Rizzi nicht erwartet, er ließe einen Verräter durch. Doch anscheinend hatte er sich teuflisch in ihm geirrt.
Die Menge jubelte El Matador zu, als plötzlich etwas merkwürdiges geschah: eine Wache zog sein Schwert. Zugleich erhob Bell die Arme und riss mit nur einem Zug das Seil durch, als hätten ihn unmenschliche Kräfte übermannt. Rafael konnte sich nur zusammenreimen in diesem Moment, dass mit den Fesseln etwas nicht stimmte. Nur kurz sah er auf seine eigene, doch erkannte er nichts, dass sie nicht viel zu sehr benutzt waren, um das gleiche tun zu können. Hannigan stand an der Seite. Alles ging so schnell, dass Rafael nur im Augenwinkel erkennen konnte, wie sein Stock zur Seite geschlagen wurde. Der Wachmann und die anderen hatten sich in Bewegung gesetzt und derjenige, der für Bell's Gefangennahme verantwortlich zu sein schien, erhob das Schwert gegen Rizzi, welchen er zugleich verletzte. Wie stark, konnte Rafael nicht mehr sehen. Denn im gleichen Moment rief de Lucca etwas aus, er solle ihr folgen. Doch Rafael blieb erstmal wie angewurzelt stehen. Er brachte es nicht fertig, zu laufen. Seine Augen waren weit aufgerissen, während um ihn herum alles so kam, wie er es niemals für möglich gehalten hatten. Die Assassinen waren hier...
Nochmal hörte er Worte, die für ihn bestimmt waren. Francis Bell ermahnte ihn, sich in Gange zu setzen und ihm  zu folgen. Seine Fesseln wurden durchschnitten und anschließend zog der Söldner ihn mit. Legte einen Arm über seine Schulter, was für Rafael sehr hilfreich war. In dem Trubel wusste er nicht, was mit Emily geschah. Doch er spürte jemanden, der ihnen folgte. Womöglich handelte es sich um sie. Der Spanier hatte sich verzogen. Oder er kämpfte mit, was er aber nicht erkennen konnte. Den Blick wandte er nun von der Menge ab. Die Zuschauer rannten panisch weg und deren Geschrei gingne ihm durch Mark und Bein. Sie erinnerten ihn an die Zerschlagung des Assassinentreffens. Schwerter durchschnitten die Luft und Eisen schlug aufeinander.

Bell brachte ihn von hier weg. Doch nicht allzusehr weit weg. Seine Knochen schmerzten noch immer. Doch der Wille, von hier zu verschwinden war groß und somit siegte das Adrenalin, welches ihm die Kraft für die Flucht gab. Sein Herz schlug schwer gegen seine Brust. Aus Erschöpfung und dem Geschehen, welches sich so plötzlich geändert hatte durch die getarnten Assassinen. Er wusste nicht, ob man Rizzi getötet hatte, denn jetzt war ihm erstmal wichtig, vom Galgenplatz zu verschwinden. Und er war dankbar, dass Francis sich darum kümmerte. Er bemerkte, dass er nun das 'Du' anwandte. Doch Rafael sollte es nur recht sein.
Der Mentor griff sofort nach dem Dolch, den der Engländer ihm hinhielt. Bei den Worten, die anschließend folgten, sah er in sein Gesicht. Ein Gemisch aus Ernsthaftigkeit und Amüsantheit stand darin geschrieben. "Und du wurdest anscheinend gestreichelt, als man dich gefangen nahm.", gab er nur zurück. Auf die Rasur ging er nicht ein. Er wäre schon dankbar für ein richtiges Bett. Und Wasser. Sehr viel Wasser!
Und so wartete er also. Stand hinter den Sträuchern und Bäumen im Garten der schönen Villa. Immer ausschau nach Fremden haltend. Doch es kam niemand. Alle Aufmerksamkeit lag auf der Szene auf dem Galgenplatz. Rafael hätte Lachen können vor Erleichterung. Doch viel zu angespannt war er noch. Und genauso angespannt hielt er auch den Dolch fest in der Hand.
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Galgenplatz   28/10/2017, 9:16 am

Rizzi hatte die Macht des Mobs unterschätzt. Er konnte die Menschen zwar manipulieren und dahin bringen wo er sie sehen wollte. Doch eine Menschenmenge war auch immer eine Woge in einem Meer. Nicht sichtbare Besonderheiten unter der Oberfläche konnten eine Welle in eine andere Richtung lenken. Und genau das passierte. Innerhalb der Menschenmasse begannen zwei Streithähne ihren Konflikt offen auszutragen und diesen Moment nutzten die Assassinen für ihre Falle aus. Rizzi hörte die Stimme und drehte sich mit einem entsetzten Blick um. In diesem Augenblick sah er nur noch eine Gestalt auf sich zustürzen bevor ein starker Schmerz ihn im Bauchraum erfasste. "Aah!", drang über seine Lippen und er schnappte nach Luft. Dabei glitt sein Blick zum Gesicht des Mannes, der ihm die Klinge in die rechte Bauchhälfte gerammt hatte. Aber er sah nichts, nur Schatten. "... ich gewinne immer!", sprudelte es wütend aus ihm heraus bevor er kraftlos zu Boden glitt. Die Klinge wurde dabei aus seinem Körper herausgerissen und Rizzi fuhr ungläubig mit der Hand auf die Wunde. Warmes Blut, es fühlte sich fast heiss an, tränkte seine Hand sofort.
Von hinten wurde ihm unter die Schultern gegriffen, er sah unzählige Stiefel um sich herum, Beine, die sich wie eine Mauer um ihn formiert hatten.
Das konnte nicht wahr sein! Das war nicht das Ende! Santoro musste sterben! Rizzi wollte das Brechen seines Genicks hören! Aber alles, was er hörte, waren gebrüllte Befehle, Schreie, Metallklirren und die Sohlen auf den Pflastersteinen. Jemand beugte sich zu ihm, zog seine Hand weg und presste Stoff auf seine Wunde. Er presste so stark, dass Rizzi Mühe hatte zu atmen. "Tötet Santoro!", befahl er. Aber in seiner Stimme lag keine Energie und keine Tiefe mehr. Keiner hörte mehr auf ihn obwohl sie sich um ihn kümmerten.
Es war nur ein Klingenstoss. Ein einziger, der ihn in die Knie gezwungen hatte. Rizzi ahnte, dass er daran nicht sterben würde. Aber er würde im Bett liegen müssen. Zusammen mit Barbara, die gegen die Pest kämpfte.
Montepulciano hatte ihm keinen Erfolg gebracht. Ohne es zu wissen, stellte er sich vor, wie Santoro flüchtete, wie er seine Assassinenbrüder und -Schwestern zusammentrommelte und Unmengen an Wein trinken würde. Er stellte sich vor wie Hannigan mit hoch erhobenen Kopf und stolzer Haltung trotz Gehstock mit Bell an seiner Seite nach England zurückkehrte. Es regte ihn furchtbar auf.
"Tötet sie alle! Tötet sie!", versuchte er zu schreien. Kurz darauf wurde er hochgehoben und weggeschleppt wobei er kurz die Besinnung verlor. Als er die Augen wieder öffnete, legte man ihn gerade in ein Bett ab. Es war der Raum, den er mit Hannigan geteilt hatte. Die Erkenntnis, dass er diesmal verloren hatte, traf ihn nun mit voller Wucht. "Nein!", schrie er und er schrie es so laut, dass man den Schrei selbst in der Küche vernehmen konnte. Der Schrei war voller Hass gewesen.
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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Galgenplatz   28/10/2017, 9:44 am

Shane war wie immer und das war ein gutes Zeichen gewesen. Er schimpfte etwas intensiver aber das lag wohl an der Angst, die er durchgestanden haben musste. Francis hingegen fühlte sich gerade richtig gut. Er hatte zwar die schlimmen Verletzungen aber sie hatten schon ein paar Tage lang heilen können. Und sie heilten gut.
Rafael war in Sicherheit und Francis würde ihn in Kürze wieder holen um ihn aus der Stadt zu bringen. Doch zuerst musste er sich noch um Shanes Sachen kümmern. Natürlich war es nicht lebenswichtig gewesen aber es waren eben Shanes Sachen und die würde Francis um nichts in der Welt hier zurücklassen.
Über Shanes Beschimpfungen grinste er nur auf. Shane hatte eine ganz eigene Art seine Zuneigung und Erleichterung auszudrücken.
Als sie drinnen standen und die Treppe anblickten, kratzte er sich am Hinterkopf. Der Schlag gegen die Wache hatte ihn sehr beeindruckt aber jetzt konnte Shane keine weitere Vorstellung seiner Künste geben. "Bleib hier. Ich geh und hole die Sachen. Ich bin froh, dass du keine Frau bist. Sonst müsste ich wohl mehrmals gehen.", scherzte er und blickte ihn an. Wie so oft in den vergangenen Tagen war sein Blick länger als nötig auf Shane gerichtet. Dann zogen sich seine Mundwinkel in die Höhe und er grinste ihn offen an. "Die nächsten Tage werden anstrengend. Ich werde dir wieder Farbe ins Gesicht treiben müssen.", er legte den Kopf leicht schief bevor er schliesslich die erste Stufe nahm. Francis beeilte sich nun. Sie hatten keine Zeit zum flirten. Was dachte sich Shane eigentlich die ganze Zeit dabei ihn so anzusehen und ihn in seinen Bann zu ziehen? Shane war wirklich ein klasse Kerl. Egal wie schwierig die Situation war, Shane liess sich davon nicht unterkriegen.

Francis' Sicht auf Shane war völlig verklärt und mittlerweile stark von seinen Gefühlen gelenkt gewesen. Er sah in Shane mehr als andere und noch viel mehr als Shane selbst. Zudem reimte er sich einiges zusammen. Vielleicht war nicht alles wahr aber es machte Shane besonders. Und es gab nichts besseres als zu wissen, dass es jemand gab, der unerschütterlich an einen glaubte - und so wenig Francis auch glaubte, sein Glaube in sein Glück und an Shane war felsenfest.

Oben begegnete er einer Dienerin, die glücklicherweise nicht aufschrie. Francis zwinkerte ihr lediglich zu wobei sie ein Silbertablett fallen liess. Das letzte Zimmer! Er erreichte es, öffnete die Tür und runzelte die Stirn. So ein riesiges Zimmer hatte er noch nie gesehen. Wieso brauchte ein einzelner Gast einen solchen Raum? Darin hätte man dreissig Paare tanzen lassen können! Francis entdeckte schliesslich einen Korb und eine Tasche. Diese schulterte er aufkeuchend während er den Korb an seine verletzte Seite klemmte. Shane schien sich hier nicht heimisch gefühlt zu haben, er hatte so gut wie nichts ausgepackt und Francis musste nichts zusammenräumen.
Aus irgendeinem Grund schaffte es Francis wieder zurück zu Shane ohne gesehen zu werden. Dass man in der Zwischenzeit Luigi Rizzi hereingebracht hatte und Hannigan sich entweder verstecken musste oder nicht beachtet wurde, wusste Francis nicht.
"Ich denke, ich habe alles.", sagte er zu ihm. Ihm war nicht entgangen, dass in dem Korb die nackte Marienstatue lag. Shane trug so etwas nicht mit sich herum. Er hatte also in Francis' Sachen gewühlt. Das berührte Francis. Es war süss. "Schaffst du es bis zum Stall? Sonst hole ich Lady und erscheine als Prinz vor der Tür um dich abzuholen... - schlag mich nicht!", sagte er und er war kurz davor einfach loszulachen. Shanes Gesichter, die er zog, waren köstlich. Geschlagen hatte er ihn noch nicht aber Shane tat das in der Vergangenheit oft - er gab ihm liebevolle Kopfpatscher.
Es schien oft so als wäre sich Francis dem Ernst der Lage nicht bewusst. Das war er schon. Aber er wollte einem möglichen Tod nicht grimmig begegnen.
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Ezio Auditore
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Galgenplatz   28/10/2017, 10:14 am

Schweiß stand auf Ezios Stirn. Alles in ihm schmerzte durch die heftigen Schläge, die er abwehren musste. Mit einem Mal schien jeder nur noch auf ihn loszugehen. Er war inzwischen vom Galgen hinabgestiegen und kämpfte zwischen den davon laufenden Leuten. Doch ein kurzer Blick zurück zeigte ihm, dass Francis sein Wort gehalten hatte. Rafael und Emily waren fort. Nach dem Verräter hielt er nicht mehr ausschau. Vielleicht war er auch in der Masse untergegangen. Ezio tötete sie Wache mit einem Hieb seines Schwertes und tauchte dann selbst ein wenig unter. Er rannte durch die Menschen und verschwand somit aus den Augen der Soldaten. Dabei zog er sich den Helm von dem Kopf und auch die Teile der Rüstungen. Er trug eine schäbige Hose und ein dreckiges Hemd, dass er im Hof noch gefunden hatte. Dazu zog er sich noch einen Hut tief ins Gesicht. Einzig die Stiefel hatte er nicht verändern können. 
Seine Augen suchten noch einmal den Platz nach vertrauten Gesichtern ab. Onava und Giovanni kannten den Auftrag: Sie sollten verschwinden, sobald Emily und Rafael befreit waren. Sie würden sich alle im Lager wieder treffen. Und dann entdeckte Ezio endlich ein vertrautes Gesicht. So schnell es ging rannte er auf Emily zu. “Emily.“, zischte er und nahm ihr Handgelenk um.sie von hier fort zu ziehen. Er zog sie in eine Gasse, die zwischen Ställen und der Hausmauer gebildet worden war. Für einen Moment sperrte er sie zwischen sich und der Wand ein und sah ihr in die Augen. Er war so geblendet von seinem Misstrauen gewesen, dass er alles an ihr ausgelassen hatte. Nach ein paar Sekunden senkte er den Kopf und ließ sie wieder lis. Die Worte die in seinem Kopf waren, blieben unausgesprochen. “Geht es Euch gut? Hat man Euch weh getan? Wo ist Rafael?“ Die Fragen glitten über seine Zunge. Er hatte den Mentor nicht gesehen und somit hatte er auch nicht erkannt das Francis ihn fortgeschafft hatte. “Wir müssen verschwinden. Wir treffen uns alle in unserem Lager wieder und dann müssen wir auch von dort schnell weiter.“ 
Ezio zog Emily noch ein Stück tiefer in die Schatten, als Soldaten an der Gasse vorbei liefen. Sein Puls raste und er wurde langsam müde. Aber sie hatten gesiegt. Sie hatten es geschafft Rafael zu befreien. Ezio war der Überzeugung, dass Rizzi sterben würde. Selbst wenn er dessen Tod nicht bezeugen konnte. Doch er hatte den Templer erwischt! Das Blut an seiner Klinge war Beweis genug gewesen. Allerdings hatten die Soldaten dessen Körper dann angeschnitten, sodass er nichts weiteres erkennen konnte. Ezio trat noch einen Schritt von Emily zurück und wischte sich über die nasse Stirn. Ein kurzes Auflachen zeigte die Erleichterung die ihn erfasste. “Es hat funktioniert... es hat wirklich funktioniert. Dieser verrückte Söldner hat es gewusst.“ Ezio befeuchtete seine Lippen und holte tief Luft. Es fiel ihm schwer sich gerade zu beruhigen. Die Aufregung ließ alles ihm wach werden. Aber er vergaß dabei nicht, dass sie wieder zu Rafael mussten.

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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Galgenplatz   28/10/2017, 11:12 am

Die Miene des Adeligen schien wie so oft das völlige Gegenteil von Francis zu sein. Er war vollkommen ernst nur wechselte seinen Augen zwischen Verärgerung und eisiger Kälte. Doch beides galt dem blonden Mann, der scheinbar sorglos vor ihm stand und sogar noch immer grinste. Den ganzen Weg zur Treppe hatte er ihn immer wieder leise verflucht. Meist in Gedanken nur hin und wieder entkam ihm ein Wort. Und nicht nur einmal konnte man 'Swine', vernehmen. Die Treppe setzte ihm eine Grenze. Er kam nicht hoch. Egal wie oft er daran dachte oder versuchte das Bein noch ein Stück zu heben, er würde wieder zusammenbrechen wie noch im Keller wenige Minuten zuvor. Für ein paar Sekunden lagen seine grauen Augen auf dem Gesicht seines Cousins. “Geht jetzt.“ Sie hatten keine Zeit für seine Scherze. 
Wagt es ja nicht, auch nur daran zu denken, mir nahe zu kommen!“, zischte er ihm dann noch hinterher und holte zitternd Luft. Er durfte Francis nicht zu lange in seiner Nähe lassen. Er war mit einer Pestkranken im Zimmer gewesen und hatte keine Ahnung ob er sich angesteckt hatte. 
Shane war wieder alleine und jetzt wo ihn niemand sah fuhren verschiedene Gefühle über sein Gesicht. Seine Kehle war zugeschnürt und die Augen brannten ein wenig. Wütend wischte er sich darüber, aber sie waren trocken. Jetzt würden sie zurück nach England reisen. Zurück nach Hause. Vielleicht würde er Francis in seiner Villa leben lassen. Seit dem Tod seiner Mutter waren die meisten Räume leer. Es gab genug Platz und bestimmt auch für Francis genug zu tun, damit er seine Schulden begleichen konnte. Laute Schritte ließen ihn zusammenfahren und die Türe wurde aufgerissen. Shanes Augen weiteten sich erschrocken, als er die Gestalt erkannte. Er drückte sich tiefer in die Schatten und musterte die Männer die Rizzi nach oben brachten. Der Templer hatte also überlebt. Der hasserfüllte Schrei der das Haus durchbrach jagte ihm ein freudloses Lächeln auf die Lippen. Es war nur ein leichtes Heben seiner Mundwinkel “Das habt Ihr nun von Euren Lügen.“ Rizzi hatte es nicht anders verdient. Es war das Ergebnis seiner eigenen Taten. Shane hatte seine Achtung vor dem Templer verloren. Und wenn er ersteinmal in seinem eigenen Land war, würde er nicht zögern dessen Grausamkeiten dem italienischen Großmeister vorzulegen.
Francis Stimme holte ihn aus seinen Gedanken zurück und er sah wieder zu ihm auf. Sein Blick fiel auf den Korb mit Francis Sachen. Das Päckchen mit dem Buch lag ebenfalls noch dort. 
Bevor Francis sein 'schlag mich nicht' beenden konnte, hatte Shane schon seine Hand gehoben und ihm eine Ohrfeige verpasst. “Reißt Euch zusammen.“, knurrte er ihn an und drehte den Körper zu Ausgang.Verletzter Stolz zeigte sich seinen Zügen. Er war doch keine Maid die man retten musste! Er würde auch alleine von hier wegkommen, wenn er erst einmal bei Lady war. Wie er auf das Pferd kommen sollte, war ihm zwar etwas unklar, doch einen Weg würde er schon finden. Er humpelte dann auch aus der Türe. Der Stall war zu seinem Glück nicht weit entfernt und Ladys Box war die erste. Dennoch wurden seine Schritte immer langsamer und einmal musste er sogar kurz innehalten, um sich neu zu sammeln. Doch er beschwerte sich in keinster Weise. Viel eher bestrafte er Francis mit eisigem Schweigen. Schon bei Rizzi hatte er einsam gelitten und versucht nichts davon an die Oberfläche dringen zu lassen. Bei seiner Stute angekommen, griff er nach seiner Tasche, die Francis mitgenommen hatte. Er fuhr hinein und holte das Fläschchen heraus. Kurz sah er es an, doch dann siegten die Schmerzen über die Vernunft und er trank auch den letzten Rest leer. Seine Schulter und seine Hüfte waren durch die ständige Bewegung gereizt worden, doch die Naht hatte gehalten. Die Blutung an seinem Bein hatte aufgehört, doch der Verband klebte nun an seiner Wunde. Ihn zu entfernen würde nicht ohne Schmerzen bleiben. Ein Stallbursche wollte sich gerade verstecken, doch Shane erwische ihn am Nacken und deutete auf Lady. “Sattle sie auf.“, befahl er und reichte ihm dann ein paar Münzen, die er zusammen mit der Arznei aus der Tasche geholt hatte. Jetzt blieb nur noch die Frage, wie er aufsteigen sollte.

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Emily de Lucca
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Galgenplatz   28/10/2017, 11:46 am

Noch während Emily an den Fesseln zerrte, riss Bell sich von seinen los als wären sie nicht fester als ein Grashalm. Schnell bückte sich der Blonde und zog etwas aus seinem Stiefel. Mit einem schnellen Ruck befreite der Söldner erst den Mentor und anschließend auch die junge Rekrutin. 
''Grazie!'' Überraschtmusterte sie den Mann, ehe sie schnell nach der ersten Waffe griff, welche eine besiegte Wache glücklicherweise vor ihr fallen ließ und sah zurück zu den beiden Männern. Bell zerrte den Dunkelhaarigen mit sich und schien sich um ihn zu kümmern. Hoffentlich brachte der Söldner Santoro auch wirklich in Sicherheit. 
Emily wollte ihrem ersten Drang nachgeben und wie die anderen einfach fliehen, als ihr erst langsam klar wurde, wer da in Rüstung für ihre Befreiung kämpfte. Das war keine einfache Wache, die persönlichen Groll gegen Rizzi hegte. Auch wurde Bell nicht gefangen genommen. Dies alle gehörte alles zu einem Plan. Schnell verwarf sie den Gedanken an Flucht wieder und stellte sich dem Kampf. Die junge Frau konnte einen Teil der Wachen von Ezio ablenken und rannte kämpfend und den Hieben  ausweichend durch die aufgescheuchten Massen.
Nach kurzer Strecke hatte sie den größten Teil abgeschüttelt. Lediglich zwei verbliebene Männer tötete sie gezielt aus dem Schatten heraus. Einer der Männer konnte selbst noch einen Scglag setzen und erwischte ihre linke Schulter. Die Wunde war nicht sonderlich tief, aber dennoch blutete sie leicht. Einen leisen fluch ausstoßend zog sie ihre rechte Hand zurück, als sie ihr eigenes Blut an den Fingern sah. 
Die Assassine trat zurück auf den Platz um sich erneut einen Überblick zu berschaffen. Der Galgen war leer. Weder Feind noch freund befand sich darauf und auch der Kampflämt hatte sich gelegt. Die Meute trieb sich selbst auseinander und die Toten blieben einfach liegen. In diesem Moment erkannte sie auf der anderen Seite den Spanier. Verängstigt stand dieser herum und war offensichtlich noch immer durch die Fesseln eingeschränkt. In ihrer Wir blendete sie alles um sich herum aus und fixierte nur noch den Verräter. Die Assassine wollte ihn hier und jetzt tot sehen. Schnellen Schrittes begann sie den platz zu überqueren, als sie plötzlich am Handgelenk gepackt und fortgezerrt wurde. Überrascht erkannte sie den nun demaskierten Ezio vor sich stehen. Sein Körper versperrte jegliche Chance auf Flucht und presste sie gegen die nächste Wand. Ihre eigene Unsicherheit ließ sie den Kopf senken als sich ihr Blicke trafen und eine gewisse Unruhe stieg in ihr auf. Tatsächlich hatte sie Angst... Angst davor, Ezio könnte in ihr noch immer die Verräterin sehen und ihr womöglich noch die Schulter für den zweiten Überfall auf dem Hof geben. 
Die Spannung fiel nur teilweise von ihrem Körper ab, als Ezio sich etwas zurückzog. "Bell hat ihn weggeschafft. Ich lief mit den Wachen in die andere Richtung und vertraute auf das nicht enden wollende Glück des Söldners.'' Als sie die Schritte von Wachen vernahmen, wurde sie noch tiefer in den Schatten der Gasse gezogen. ''Grazie.'' Es war ein leiser, aber ehrlicher Dank. Nur wenige Stunden hatte sie in Gefangenschaft verbracht und doch tat es gut, nun wieder frei und vor allem der Peitsche und dem Galgen entkommen zu sein. Erst bei Ezios Auflachen hob sie vorsichtig ihren Blick. Das war also alles der Plan des Söldners? Natürlich nur ein verliebter Narr konnte so verrückt sein und damit auch noch durchkommen. Aber für den Moment war Emily alles egal. Sie wollte nur noch hier weg. Erst außerhalb der Stadtmauern würde sie aufatmen können... und wenn sie sich überzeugen konnte, dass es tatsächlich alle geschafft hatten.
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Galgenplatz   28/10/2017, 12:25 pm

mit Panischem Blick beobachtete Adriano die aufgescheuchten Wachen und die kreischenden Bürger. Alls rannte alles kreischte, Schwerter klirrten Menschen Schrien. Alles in allem war es ein Bild des Grauens.
Adriano stand schützend mit dem Rücken zur Wand als er die Assasine sah welche auf ihn zu stürmte. Adrianos herzschlag verschnellerte sich und er hatte Raischen in den Ohren als er die Frau sah. Sie war nicht begeistert aber noch ehe sie ihn erreicht hatte wurde sie weggezerrt zum Glück von Adriano. Er sah weiter zuden Kämpfenden Massen und sah das die Assassinen sich vom Acker machten. Erleichtert atmete er aus und sah sich um. Er konnte nicht fliehen nicht mit den Fesseln. Er seufzte und die Hoffnung der Albtraum sei vorbei schwand.
Inzwischen hatten die Wachen die Massen auseinander bekommen und langsam kam wieder Ruhe in die Menschen.
Adriano wusste was er nun tun musste und es gefiel ihm nicht. Er lief zu einigen Bürgern und bat um Hilfe bei dem lösen seiner fesseln aber entweder wurde er verjagt oder die Bürger fingen Panisch an zu schreien. Verschreckt drehte Adriano sich weg und lief wieder auf den Platz. Er seufzte und dachte daran das er völlig übergeschnappt war und lief zu einer Gruppe von Wachen. Diese sahen ihn und zogen ihre Schwerter und grinsten grausam. "Na weningstens einen Fisch konnten wir wieder einfangen, Signore Rizzi wird erfreut sein!" meinte eine der Wachen und packte Adriano und schob ihn wieder zu dem Kerker und brachte ihn in seine Zelle. Dort wurde er von seinen fesseln befreit und unsanft zurück in die Zelle gestoßen. Wieder stolperte Adriano und flog der Lange nach hin und riss sich seinen Daumen auf der sofort blutete.
Adriano fluchte als die Zellentür geschlossen wurde. Er beah sich sein Blut welches am Finger entlang lief und steckte dann seinen Daumen in den Mund und nuckelte daran. Aber nicht weil er noch ein Kleinkind war sondern weil er so das Blut vom Finger bekam.

Eine der Wachen allerdinge lief nach Oben in das Zimmer wo Rizzi hingebracht wurde und sah ihn an. "Signore Rizzi? Wir haben wieder einen der Gefangenen, es ist der der euch alles gestanden hat! Was sollen wir mit ihm machen? Er ist jetzt wieder in der Zelle."
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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Galgenplatz   28/10/2017, 1:53 pm

Francis lief mit einer leicht rötlich gefärbten Wange Shane hinterher, der stolz vor ihm humpelte und sich in Richtung Stall bewegte. Er schwieg und sagte kein Ton während Francis ihn etwas entschuldigend von hinten anstarrte. Die Kiste war gar nicht so leicht wie er zuerst dachte und die Wunde begann zu stechen. Und Shanes Tasche bestand auch nicht aus leichter Baumwolle.
Ob Shane ihm die Ohrfeige verpasst hatte, weil Francis scherzte oder weil Shane nicht wusste wohin mit seinen Gefühlen und ihnen so Ausdruck verlieh, war ihm noch nicht ganz klar gewesen. Aber er war ihm nicht böse und er war nicht sauer. Er war nur still. Für eine Minute.
Im Stall blickte er dann den Stallburschen an. Ein junger Kerl, der Shane nur angstvoll zunickte und Lady sattelte. "Wir brauchen noch zwei weitere gesattelte Pferde.", sagte er zum Stalljungen bevor er zu Shane blickte. "Ich wollte zuerst mit dir allein reiten aber...", er grinste kurz auf und trat einen Schritt zurück. "Lady kann nicht uns beide und die Sachen hier tragen. Ausserdem müssen wir noch jemanden mitnehmen." Francis hatte bewusst Santoros Namen nicht ausgesprochen da er nicht riskieren wollte, dass der Stallbursche hellhörig wurde und Wachen informierte.
Francis' Blick glitt über Shanes Körper. Seine Wange war angeritzt. Das machte Shane verwegen und Francis presste die Lippen aufeinander. Aber als sein Blick tiefer wanderte, atmete er hörbar aus. Shane war verletzt und es sah nicht nach einem kleinen Schnitt aus. Die Hose war blutgetränkt aber scheinbar lief das Blut nicht so heftig, dass sie das Bein hätten abbinden müssen. Der Boden unter Shane verfärbte sich nämlich nicht.
Als Lady fertig gesattelt war und der Stallbursche das Pferd umdrehte, wieherte sie leicht und Francis grinste auf. "Hm, mein Mädchen? Gefällt dir dieser Stall?", fragte er das Pferd. Der Stallbursche kümmerte sich dann um das nächste Pferd. Er hatte Angst und seine Hände zitterten aber er machte seine Sache ordentlich und trödelte nicht.
"Du hattest recht.", sagte er schliesslich zu Shane. "Sie ist ein wertvolles Pferd. - Und ich helfe dir gleich hoch."
Francis legte erst jetzt die Sachen aus seinen Händen. Er wollte noch warten bis die anderen beiden Pferde gesattelt waren. Seine Hand berührte Ladys Hals und er strich darüber. Sein Blick aber schlich wieder zu Shane. Und als sich ihre Blicke trafen, lächelte Francis ihn an. Es war kein neckendes oder amüsiertes Lächeln. Es war kombiniert mit seinem 'Ich will dich ausziehen'-Blick völlig unpassend aber wirkungsvoll. Francis konnte es nicht lassen, Shane entweder anzuhimmeln oder ihm verführerische Blicke zu schenken wie es jetzt der Fall war. In einer anderen Situation wäre diese Box für die nächste Stunde ein Liebesnest gewesen und das war vermutlich auch Shane klar. Francis' Gesten waren in dieser Sache unmissverständlich gewesen. Möglicherweise aber dachte Shane auch nur daran, dass Francis ein Idiot war, der einen weiteren Klatscher nötig hatte. Ja, die Situation war gefährlich, sie waren alle müde und verletzt, sie brauchten was zu Essen und Wasser zum waschen. Aber Francis fühlte sich trotz allem wohl. Sie waren erfolgreich gewesen und er hatte Shane wieder. Was in aller Welt hätte ihm da noch schlechte Laune machen können?

Was draussen geschah, interessierte Francis nicht mehr. Er vertraute schlicht darauf, dass alle Assassinen lebend wegkamen und er mit Shane gleich Rafael abholen und aufs Pferd setzen würde. Bald würden sie sich alle wiedertreffen, Shane würde versorgt werden und Rafael bekam eine Rasur. Versprochen war versprochen.
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Ezio Auditore
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Galgenplatz   28/10/2017, 3:24 pm

Ezio spürte die Anspannung die von Emilys Körper ausging. Für einen Moment hielt er dann einfach inne und er konnte die Wärme spüren, die von ihrem Körper ausging. Er war solch ein Narr gewesen. Ein wenig trat er dann zurück und ließ sie auch aus seiner kurzen Umklammerung. Dass er sie gerade davon abgehalten hatte, den Spanier zu töten wusste er nicht. Ihm war Adriano nie aufgefallen und auch jetzt waren seine Gedanken nur bei Emily und Rafael und auch ein wenig bei Francis, den er aus den Augen verloren hatte, sobald er Rizzi angegriffen hatte. Er holte kurz Luft und nickte erleichternd. „Bell wird ihn bestimmt sicher ins Lager bringen. Er hat versprochen zu helfen… für das Leben dieses Templers.“ Sie musste einfach auf dieses Wort vertrauen und er hatte Shane nicht angerührt. Selbst wenn er ihn für einen Moment an der Seite entdeckt hatte. Es wäre ein leichtes Spiel gewesen ihn zu töten, in dem Zustand in dem er gewesen war. Ezio musterte Emily dann für ein paar Herzschläge und wirkte erleichtert. Auch wenn sie seine Fragen über ihren Zustand nicht beantwortet hatte, konnte er keine schlimmen Verletzungen entdecken. Einzig die Wunde an ihrer Schulter fiel ihm auf.  Er streckte kurz die Hand danach aus, hielt dann aber inne und zog sie zurück bevor er diese berühren konnte.
Onava oder Giovanni sollten sich das ansehen.“ Das würden sie aber erst können, wenn sie von hier weg waren. Vorsichtig schob er sich wieder etwas aus die Schatten und sah sich um. Er sah wie mehrere Soldaten jemanden ins Haus trugen. Das war nun ihre Chance! „Jetzt.“ Er packte wieder ohne nachzudenken Emilys Hand und huschte über den nun leeren Platz. Gemüse und Obst lag überall verteilt auf dem Boden. Es stank nach faulen Eiern und auch Leichen und Blut fehlten nicht an diesem Kampfplatz. Ezio zog Emily dann zu einem der niedrigeren Häuser und deutete nach oben. „Wenn wir über die Dächer gehen sind wir schneller. Ein paar Straßen weiter befinden sich unsere Pferde. Schafft ihr es nach oben?“ Sein Blick wurde hoffend. Es würde ihnen einiges erleichtern, wenn sie diesen Weg wählen könnten und sie wären von den Blicken der Wachen geschützt. Auch wenn sie vermutlich nach jemanden in einer Rüstung Ausschau hielten, war Emily diejenige die nun zur Zielscheibe von ihnen werden würde.  Ezio zog seinen Hut vom Kopf und setzte ihn ohne Warnung Emily auf den Kopf. Dabei zog er ihn auch tief in ihre Züge. Wenn man nicht genauer hinsah, konnte man fast meinen, sie wäre ein Mann.
Immer wieder sah der junge Assassine sich um und lauschte den Geräuschen um sich herum. Jetzt wo sein Herz sich etwas beruhigt hatte, fiel es ihm leichter sich auf diese Sachen zu konzentrieren. Die Hitze des Kampfes war in seinem Körper abgeflaut und alles was er wollte war ein sicheres Lager und etwas Ruhe für die nächsten Stunden.  In dem Zustand in dem Rafael sich befunden hatte, würde er das wohl ebenso brauchen. Er wollte sich gar nicht vorstellen, was Rizzi seinem Mentor angetan hatte.

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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Galgenplatz   28/10/2017, 3:26 pm

Shane war sich dem Blick von Francis bewusst, aber er drehte sich nicht zu ihm um. Er wusste nicht, welche Gefühle sich auf seinem Gesicht abzeichneten. Egal wie sehr er versuchte sich zu konzentrieren und kalt zu bleiben, konnte er nicht verhindern, dass er oft ein wenig mit den Gedanken abschweifte oder sich die Schmerzen in seinen Augen abzeichneten.
„Für was…“ Shane wollte gerade fragen, warum sie noch zwei Pferde benötigten. Eines für Francis würde doch reichen. Shanes Blick wurde finster und er sah seinen Cousin warnend an. „Wen?“, fragte er nach.  Sie hatten keine Zeit einfach jemanden noch mit auf die Reise zu nehmen. „Ich habe nicht vor, auch nur einen Tag länger in diesem Land zu bleiben. Noch jemand würde uns verlangsamen.“ Shane wusste nicht warum, doch er hatte immer damit gerechnet, dass Francis mit zurückkommen würde. Irgendwie hatte er nie eine Sekunde daran gedacht, dass er am Ende gar nicht nach England wollte. Für ein paar Herzschläge senkte er dann den Kopf und sah zu Lady. Er könnte den Blonden dazu zwingen mitzukommen, aber das wäre ihm nicht recht. Vielleicht wäre es sogar besser, wenn er alleine reiste. Kurz sah er zurück zu seinem Cousin und folgte dessen Blick auf sein Bein. Die Lippen aufeinander gepresst, betrachtete er schweigend die verfärbte Hose. „Es ist nichts.“ Aber das war nicht so richtig. Die Wunde war tief und er konnte von Glück reden, dass Rizzi ihm nicht gleich das ganze Bein abgetrennt hatte. Sein Knie war verschont geblieben, aber dennoch würden die Muskeln und Sehnen nie mehr so im Einklang sein, wie die eines unverletzten Oberschenkels. Wenn er erst einmal von diesem Ort weg war, würde er nach einem Arzt suchen, der ihn versorgte und noch mehr Arznei für die Reise erstellte. Er hatte keine Ahnung wie weit er vom nächsten Hafen entfernt war. Zwar hatte er die Karte gesehen, die man ihm gezeigt hatte, doch dabei war ihr Ziel immer Rom gewesen.
Shane sah zurück zu Lady und er beobachtete Francis und die Stute. Für ein paar Sekunden wurden seine Züge etwas weicher. Lady schien diesen Narren zu mögen und mit ihm auszukommen. Ein leichtes Leuchten erschien in seinen Augen, das aber augenblicklich verschwand, als er erkannte, dass Francis zu ihm sah. „Sie ist das Wertvollste, das es gibt. Nichts würde sie je ersetzen können.“ Shane berührte die Nüstern, die Lady ihm entgegenstreckte, während der Blonde über ihren Hals strich. Als sich ihre Blicke trafen, schluckte er ein wenig und seine Wangen spannten sich sichtlich an. Ihm war die Bedeutung der Blicke nur deutlich klar gewesen. Irgendwie musste er seinen Cousin endlich davon abbringen und er selbst musste sich davon lossagen. Die letzten Tage hatte Rizzi jeden Moment ausgenutzt ihm klar zu machen, welch Sünde das alles war. Welch großer Fehler. Und doch blieb dort diese erwartungsvolle Hitze in seinem Körper zurück. Ausgelöst von diesem einzigen Blick und dem Lächeln das Francis ihm entgegenwarf.  Der Adelsmann drehte den Kopf stur zur Seite und trat an die Seite der Stute. Der Stallbursche war nun auch mit den anderen Pferden fertig und sie waren bereit für den Aufbruch. Sie durften hier nicht länger verweilen. Die Soldaten würden nach ihnen suchen, sobald sie sich wieder geordnet hatten. Er streckte die Hände nach oben und umfasste den Sattel. Shane hoffte, dass das Schmerzmittel reichte, damit die Qual des Aufsteigens nicht zu groß werden würde. So gut es ging legte er das Gewicht nun in seine Arme, sodass er sein gesundes Bein heben konnte und in den Bügel schob. Dennoch brauchte er jemanden, der ihm ein wenig den Schwung gab, um sich über den Rücken zu schwingen. Und der einzige in diesem Raum war gerade ein verängstigter Stallbursche und sein persönlicher Idiot. „Steht nicht einfach rum.“, murrte er leise.

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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Galgenplatz   28/10/2017, 7:35 pm

"Du siehst gleich für wen. Ich kann hier nicht laut sprechen.", sagte er zu Shane. Da er mit ihm wie gewohnt englisch sprach, verstand der Stallbursche vermutlich sowieso nichts. Aber mit Namen will er nicht um sich schlagen. "Und ich nehme ihn mit. Ich habe es versprochen. Im Gegenzug dafür haben sie mir dein Leben geschenkt.", meinte er und sah ihn an. "Ausserdem kannst du so nicht aus dem Land reisen. Du musst erst gesund werden, Shane."
Er stellte sich etwas hinter Shane und wartete bis er mit dem kräftigen Bein in den Bügel stieg. Francis' Hände landeten an Shanes Hintern um ihm beim Aufsteigen helfen zu können. Natürlich geschah das nicht nur aus reiner Güte heraus. Ein breites Grinsen zeichnete sich auf seinem Gesicht ab als Shane im Sattel sass. Dann sah er seine Hände an, die so geformt waren als hielte er noch immer etwas in ihnen. "Ich will ihn ohne Stoff berühren!", sagte er und atmete dabei tief ein. Francis ging zur Seite damit Shane, sollte er es vorgehabt haben, ihn mit seinem Stiefel nicht am Kopf treffen konnte. "Ich habe dir doch gesagt, dass du an mein Glück glauben sollst!", grinste er und band die Tasche an einem Pferd fest. Den Korb musste er erst einmal so mitnehmen. Aber das ging bis zum Treffpunkt. Der Stallbursche musste ihm aufs Pferd helfen und ihm den Korb hochgeben. Francis nahm seine Zügel und die Zügel des dritten Pferdes und sah dann zu Shane. Er trieb sein Pferd kurz an bis er auf Shanes Höhe war. Dann beugte er sich vor, verzog kurz das Gesicht wegen einem seitlichen Stechen und flüsterte in Ladys Ohr. Als er sich wieder aufrichtete, musterte er Shane. "Raus hier.", grinste er und dabei trieb er sein Pferd wieder an. Shane musste ihm ja auch folgen, er kannte den Weg, den Francis nehmen wollte und musste, überhaupt nicht.
Francis wusste, dass Shane ein grimmiges Gesicht zog. Einerseits weil er starke Schmerzen hatte, andererseits weil er nicht wusste, wie er mit allem umgehen sollte.
Sicher war, dass sie reden mussten. Sobald sie etwas Ruhe hatten und in Sicherheit waren. Francis wusste nicht, was vorgefallen war. Er wollte wissen, warum Shane so schlimm verletzt war. Was er durchmachen musste weil er belogen wurde, konnte Francis nicht erahnen. Und er glaubte, dass Shane spätestens heute Abend erschöpft einschlafen würde oder Francis sich um seine Tränen kümmern musste. Shane frass soviel in sich rein, dass er irgendwann explodierte. Nackt im Bett war das natürlich schöner aber auch andere Emotionen gehörten zum Leben dazu und Francis bereitete sich irgendwie sogar schon darauf vor. Er geriet dabei aber in keine Erwartungshaltung oder sah Shane mitleidig an. Das hätte Shane nichts gebracht. Lieber ging Francis mit ihm um wie er es gewohnt war.
Der Tumult auf dem Platz herrschte noch immer. Dennoch beeilte sich Francis und blieb vor dem Garten stehen.
"Santoro.", sagte er möglichst leise. Er wollte schon, dass Santoro ihn hörte. Aber das musste ja sonst keiner mitbekommen. "Steig auf!"
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Galgenplatz   28/10/2017, 8:26 pm

“Francis!“, stieß er wütend aus, als er dessen Hände an seinen Hintern spürte. Doch er konnte nicht viel machen, denn schon musste er den Schwung nutzen, um sein zweites Bein über Ladys Rücken zu ziehen. Ein Keuchen drang aus seiner Kehle und er beugte sich gepeinigt nach vorne. Sein Verband rieb fürchterlich und etwas Blut tropfte durch die Wunde. “Ihr werdet gar nichts mehr an mir berühren.“ Die Worte klangen wie ein Fluch, da sie nur gepresst über seine Lippen kamen. Die Spannung an seinem Schenkel ließ seinen Verstand kurz schwinden und er hielt sich krampfhaft am Sattel fest. “Ich glaube nicht an das Glück.“ Tief Luft holend, sah er dann aus eisigen Augen zu seinem Cousin. “Und ich kann auch in England gesund werden.“, ging er dann auf seine früheren Worte ein. Ihm war jedoch nicht ganz klar, wer ihm sein Leben versprochen hatte. Er ahnte es, doch so wirklich wahrhaben wollte er es nicht. So naiv konnte er doch nicht sein? 
Wachsam beobachtete er, wie Francis näher zu ihm kam und Lady etwas ins Ohr sagte. Er verstand es nicht, da es nur ein leises Wispern war. Eine Augenbraue nach oben gezogen, schüttelte er kaum merklich den Kopf und sah dem Blonden dann nach. “Was habt Ihr zu Lady zu gesagt?“, fragte er dann doch nach und biss die Zähne zusammen, als sich der Körper unter seinen Beinen in Bewegung setzte. Sein Gesicht war verzogen und er hatte Mühe seine aufrechte Haltung zu behalten. Den Gehstock hatte er an den Sattel geschnallt und auch seine Tasche befand sich dann dort. Auf dem Platz war niemand mehr zu sehen und so konnten sie fast ungesehen von hier fort. 
Shane hatte sich bitter getäuscht. Francis war so naiv. Der Ausdruck des Templers wurde wütend und dann gefühlslos. “Das kann nicht Euer ernst sein!“, zischte er ihm zu. Er musste sich verhört haben. Das war ein anderer Name. Er war fassungslos. Wie so oft in letzter Zeit und Shane fragte sich, wohin er nur geraten war. Zuerst musste er gegen seinen eigenen Templerbruder kämpfen und jetzt sollte er mit einem Assassinen reiten? “Bestimmt nicht!“, knurrte er Francis an. “Ich reite 
 nicht den Assassinen.“
Seine grauen Augen richteten sich auf die Gestalt, die zu ihnen kam. “Mein Leben schenken? Er hätte fast dafür gesorgt das Rizzi mich einfach tötet! Er hat ihn in seinem Wahn auch noch unterstützt.“ Das Leder seiner Zügel knirschte unter dem festen Griff. “Und ich bin mir sicher, er würde es ohne zu zögern wieder tun.“ Sein Ausdruck war nun klagend geworden. Gott musste ihn wirklich bestrafen wollen, für seine begangenen Sünden. Shanes stolze Haltung drohte kurz zusammenzufallen, doch er schob dann wieder sein Kinn nach vorne und versuchte Lady die Schenkel in die Flanke zu drücken, um sie dazu zu bringen sie zu bewegen. Dabei jagte ihm ein weiterer Schmerz durchs Bein und die Stute zuckte nur mit den Ohren und schüttelte den Kopf. “Nicht du auch noch!“, klagte er und spannte sich an. Er wollte nur noch von hier fort. “Für dich gibt heute kein Heu mehr.“, murrte er dann weiter.

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Rafael Santoro
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Besonderheiten: 2 Finger fehlen (heilen schon etwas ab, verbunden), eine Wunde am Bauch (versorgt), Brandwunden (Templerkreuze, am abheilen) jeweils an beiden Arminnenseiten, trägt nur eine Hose. Wunden am Rücken (von der Peitsche, verbunden) Unbewaffnet und inventarlos
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BeitragThema: Re: Montepulciano - Galgenplatz   28/10/2017, 8:54 pm

Er wartete lange. Die Zeit verging und auch wieder nicht und er konnte sich nicht sicher sein, ob es gerade mal nur fünf Minuten oder doch eine halbe Stunde war, die er hier alleine verbrachte.
Angespannt stand er dort, lehnte sich gegen einen alten Baumstamm, während seine Augen wachsam hin und hersahen, mit der schützenden Wand der Villa im Rücken. Er hatte keine Bedenken, dass Bell wieder zurückkommen würde. Doch weshalb war er gegangen? Womöglich, um die anderen zu holen und beim Kampf zu helfen. Er wollte hier nicht stehen bleiben, während vielleicht seine Leute bei diesem Kampf ums Leben kamen. Doch es wurde schnell ruhiger und er musste einfach hoffen, dass das Glück erstmal wieder auf der Seite der Assassinen war. Nachsehen wollte er nicht. Diese Chance, endlich wieder frei zu sein, ließ er sich nicht nehmen. Er war zu schwach, um irgendetwas im Kampf ausrichten zu können.

Seine Haltung war leicht geduckt, da so keine weiteren Schmerzen von seinem Rücken aus gingen. Der Verband musste wieder von Blut durchtränkt sein. Er klebte an seinem Rücken. Der Stoff der Bandage musste bereits mit seinem Fleisch verwachsen sein, denn er zog bei jedem Schritt, jeder kleinsten Bewegung. Die Schmerzen, die durch seinen Körper rauschten, wollte er verdrängen und versuchte sich auf etwas anderes zu konzentrieren. Ja, zum Beispiel auf die Unwissenheit, ob die Verbündeten alle überlebten.
Doch schon bald hörte er seinen Namen aus der bekannten Stimme mit dem englischen Akzent. Sofort machte Rafael einen Schritt von dem Baum weg und erkannte um die Ecke den Blondhaarigen, der genau in seine Richtung sah und auf einem Pferd saß. Rafael fasste sich beinahe reflexartig an seine Verletzung am Bauch, da diese ein gewaltiges Pochen von sich gab, als befände sich sein Herz direkt in der Bauchgegend. Er erkannte die drei Pferde. Und darauf ein anderer Reiter. Hannigan.
Seine Augen hatten sich auf ihn fixiert, während Bell sprach, er solle aufsteigen.
Er ging auf die Tiere zu, noch immer die Hand an der Wunde liegend und ging zu dem Reittier, welches für ihn bestimmt war. Der Templer protestierte. Auch Rafael war es überhaupt nicht recht, sich mit ihm auf den Weg zu machen.
"Unterstützen? Ich habe Rizzi unterstützt?", wiederholte Rafael doch machte keine Anstalten, nicht auf das Pferd aufzusitzen. "Bell? Ich brauche Hilfe.", sagte er, nachdem er versucht hatte, sich hochzuziehen. "Ihr solltet verstehen, was gerade geschah, Hannigan. Rizzi ist nun unser beider Feind. Ihr werdet für ewig ein Templer bleiben und ich ein Assassine, doch ich werde hier lebend herauskommen.", knurrte er ihn an. "Wo sind die anderen?" Diese Frage richtete er an Francis. Er wollte diese Stadt so schnell wie möglich verlassen.
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