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 Montepulciano

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Bauherr
And you say Rome wasn't built in a day
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BeitragThema: Montepulciano   30/9/2017, 10:52 pm

Montepulciano liegt ca. 45 km südöstlich der Provinzhauptstadt Siena und ca. 86 km südöstlich der Regionalhauptstadt Florenz zwischen der Val di Chiana und der Val d’Orcia. Lage und Bau der Stadt sind außerordentlich reizvoll und pittoresk. Die Stadt liegt auf der Kuppe eines rund 600 m hohen Hügels und ist von einer mittelalterlichen Stadtmauer umgeben.
Der Ort unterlag bis 1202 dem Schutz Sienas, erklärte sich dann für Florenz und wechselte anschließend noch mehrfach die Herrschaft, bis er Anfang des 16. Jahrhunderts endgültig florentinisch wurde.
Die meisten der Gebäude der Altstadt stammen aus der Zeit der Renaissance. Älter sind die Burg, der Palazzo Pubblico aus dem 14. Jahrhundert und das Portal der Kirche Santa Maria (13. Jahrhundert). Es gibt eine Reihe von schönen Privathäusern, von denen einige von Antonio da Sangallo dem Älteren (1455–1534) und Baldassare Peruzzi (1481–1536), erbaut wurden.
Böden, Lagen und Klima der Gegend begünstigen den Weinbau, durch den der Ort bekannt geworden ist. Der Rotwein hat einen „noblen“ Namen: Vino Nobile di Montepulciano, dessen Name aber mit dem Wein Montepulciano d’Abruzzo aus den Marken und Abruzzen verwechselt werden könnte. Die Winzer von Montepulciano machen den Unterschied in den Rebsorten, in der Haltbarkeit und in der Qualität und orientieren sich dabei an den toskanischen Nachbarn aus Montalcino. Der einfachere Wein aus Montepulciano wird »Rosso di Montepulciano« genannt.
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Montepulciano   1/10/2017, 12:01 am

Freitag, 18 Uhr - Luigi Rizzi / Barbara Gonzaga / Shane Hannigan / Francis Bell (Reihenfolge noch offen, Francis kommt später hinzu)

Zum Nachmittag waren er, seine Geliebte Barbara Gonzaga und sein englischer Gast, der Grossmeister aus London, Shane Hannigan, im toskanischen Montepulciano angekommen.
Rafael Santoro kam in eine Kerkerzelle, die trocken war. Es gab sogar mehrere Kerzen, ein Bett mit Kissen und Decke, einen Schreibtisch mit Stuhl, einen Eimer für die Notdurft und eine Schüssel mit frischem Wasser. Der Doktor war über den Zustand der Wunden besorgt und Rizzi stimmte jeder Verbesserung der Unterkunft zu. Er hatte gute Laune. Die Assassinen wurden erwartet und mit Barbara hatte er sein persönliches Glück gefunden. Deshalb war er in Montepulciano für seine Verhältnisse nett zu Rafael gewesen. Der Arzt konnte seine Wunden ausgiebig versorgen und neu verbinden. Dabei wusch er ihn auch ein wenig und säuberte ihn. Zudem bekam Rafael auch neue Kleidung. Rizzi war also zuvorkommend und fürsorglich zu Rafael gewesen. Besucht hatte er ihn aber dennoch noch nicht an diesem Nachmittag in der Zelle.
Stattdessen hing er mit einigen Befehlshabern über Plänen während Barbara ihren eigenen Dingen nachging und sich Hannigan zurückgezogen hatte. Sie hatten ihre Unterkunft in eine der Privatvillen von da Sangallo bezogen. Eine wunderschöne Gastvilla mit mehreren Schlafzimmern, Aufenthaltsräumen, Salons und unzähligen Bediensteten.

Weder Rizzi noch Gonzaga hatten gemerkt, dass Hannigan die Nacht auswärts verbracht hatte. Auch war Hannigan pünktlich zum Frühstück erschienen. Er wirkte wie sonst auch immer sehr vornehm und zurückhaltend. Und die Reise nach Montepulciano war angenehm gewesen. Sie hatten sich über die Ränge der Soldaten unterhalten und über die Ausbildung. Das war für Barbara zwar etwas langweilig gewesen aber sie liess es sich nicht anmerken.

Als Rizzi die Kriegspläne wieder weglegte, suchte er Barbara auf. Dienerinnen hatten ihn zu ihr verwiesen und er fand sie im Garten der Villa. Dort erzählte sie ihm von ihren Beobachtungen und ihrem Gefühl was Shane Hannigan betraf. Rizzi wollte ihre Gedanken erst abtun, liess es dann aber. "Meine liebste und schönste Barbara, so langsam entwickle ich Gefallen an dem Gedanken, dir recht geben zu wollen. Eine Dienerin erzählte mir vorhin wo ich dich finden kann und erwähnte dabei, dass Signore Hannigan das Haus verlassen hätte um sich in der Stadt umzusehen. Es scheint noch nicht lang her zu sein und wenn wir ihm zufällig folgen, könnten wir vielleicht genauer prüfen, ob uns deine Gedanken auf eine Spur führen oder ob sie aus Eifersucht entstanden sind weil wir in der Kutsche fast ausschliesslich über Themen gesprochen haben, die dich nicht so sehr interessiert haben.", sagte er und schmunzelte. Er zog sie ein wenig liebevoll auf.
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Barbara Gonzaga
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BeitragThema: Re: Montepulciano   1/10/2017, 2:39 pm

Der Tag hatte nur langsam geendet, nur Langeweile gebracht und nichts versprochen, was irgendwie von Barbara's Interessen sein konnte. Mit Shane Hannigan hatte sie sich vor einigen Stunden im Salon unterhalten und ihre jetzige Meinung zu dem Mann aus dem englischen Adel war zwiegespalten. Es hatte sich gelohnt, noch sitzen zu bleiben und mit ihm über den Orden  zu sprechen. Doch etwas bestimmtes konnte sie dennoch nicht herausfinden. Sie ging meist ihrem Gefühl nach, doch wie sollte sie etwas herausfinden, wo es offensichtlich nichts zum Herausfinden gab? Die Enttäuschung darüber hatte sich wie der Stachel einer Biene in ihren Körper gebohrt. Nur war die Biene noch am Leben und flog summend durch die Gegend, als bestünde das Leben aus keinerlei Lügen und Intrigen. Ja, sie war sich nicht sicher, wie Luigi und sie Shane gegenüber stehen sollten. Der Mann war ein Rätsel. Ein stummer Mann, der vielleicht noch gefährlich werden könnte. Übertrieb sie vielleicht?

Das Bänkchen, welches aus Stein gemetzt war, befand sich in dem wundervollen Garten. Bunte Frühlingsblumen wuchsen in den Beeten und der Abend milderte die Hitze des Tages, weshalb es nun angenehm war.
Die junge Frau mit den hochgebundenen, roten Haaren beugte sich etwas hinab, um den Stiel eines Gänseblümchens von dem Erdboden zu trennen. Als sie sich aufrichtete, striff sie sanft mit der Hand über die Blüte. Ein Dienstmädchen trat in den Garten und machte einen Knicks, als Luigi Rizzi an dieser vorbeischritt und zu Barbara rüberging, nachdem seine Augen kurz nach ihr gesucht hatten. Die Bank, auf der sie saß, stand in der Nähe des Hauses an zwei großen und vermutlich auch alten Bäumen.
Lächelnd empfing sie den Schwarzhaarigen und teilte ihm davon mit, was sie herausfinden konnte: praktisch überhaupt nichts.
Als sie geendet hatte, sprach Luigi. Ihre Augen blitzten amüsiert auf, als er den letzten Satz aussprach. "So will ich dich nur ungern enttäuschen, Geliebter. Eure Themen brachten mich zum Einschlafen, sodass die Fahrt wie im Fluge verging. ", gab sie ernst, dennoch amüsiert von sich und drückte ihm belustigt das Blümchen in die Hand. "Ich bin beruhigt, dass meine Mägde wenigstens das beobachten konnte. Es war sehr enttäuschend, als sie in der Schänke unter den Dorfbewohnern nichts herausfinden konnten. So hatten sie wenigstens einen angenehmen Abend." Tatsächlich kam es vor, dass sie die Mädchen ausgehen ließ. Seit der Reise aus Deutschland hatten diese Frauen keine Möglichkeit und Genehmigung von ihrer Herring bekommen.
Sanft ließ sie seine Hand wieder los und stand auf, um sich anschließend das Kleid zu richten. "Tatsächlich plagt mich die Neugier. Ich denke nicht, Signor Hannigan hat schönes Geschmeide entdeckt, welches er sich noch vor dem nächsten Tag erkaufen möchte. Und falls dies doch der Fall sein sollte, werden wir es allerspätestens beim Abendmahl erfahren." Es war nicht gut, einem Großmeister hinterher zu spionieren. Gar nicht gut.- Ganz egal, ob es der deutsche, spanische, italienische oder der englische war.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Montepulciano   1/10/2017, 2:53 pm

Während die Kutschenfahrt für Rizzi angenehm gewesen war, hatte es für Shane angefühlt, als würde er auf Kohlen sitzen. Seine Verspannung war zwar ein wenig gemildert worden, aber Francis Massage hatte in ganz anderen Tätigkeiten geendet und diese Gedanken ließen seine Muskeln wieder etwas verkrampfen. Bei jedem Stein oder jeder Mulde musste sich der Großmeister bemühen, um nicht das Gesicht zu verziehen. Er schwieg solange es ging, stieg aber auf das Gespräch mit den Rängen ein. Es lenkte ihn ab und lies seine Schultern sogar ein wenig entspannen. Es war ein so banales Thema, dass die Zeit bis zur Stadt schneller verflog.
In der Villa hatte er sich mit lesen abgelenkt​. Stur darauf konzentriert Francis nicht länger in seinen Kopf zu lassen. Eine Stunde hatte er sogar mit Barbara Gonzaga verbracht und sich mit ihr unterhalten. Am Ende hatte er sich wieder besser gefühlt - mehr unter seiner eigenen Kontrolle.
Das Gespräch über den Orden, hatte ihm seinen Weg aufgezeigt und ihn dazu gebracht einen Brief für seine Brüder in England zu schreiben. Es war bereits früher Abend geworden, nachdem er ihn fertig hatte. Die Sonne stand noch hoch genug und würde ihm genug Licht spenden, um sich die Stadt umzusehen und nach einen Weg zu suchen seinen Brief nach England zu schicken. Er versiegelte die Rolle mit etwas Wachs und dem Zeichen der Templer. Zufrieden damit, kleidete er sich ein - nahm sich einen neuen Hut und zog ihn etwas tiefer ins Gesicht. Hier in der Stadt würde er keine Wachen brauchen. Sie schienen fast an jeder Ecke zu stehen und die Patrouillen waren regelmäßig. Shane besaß ebenso den Vorteil, dass sein Gesicht in Italien unbekannt war. Nicht nur für ihre Bewohner, sondern auch für die Assassinen. Bis auf dem Ring an seinem Finger, deutete auch nichts auf seine Stellung hin. Er war sicher - solange er alleine unterwegs war. Der Großmeister zog sich den Mantel um und verließ die Villa. Er teilte es einem Diener mit, damit dieser Rizzi oder Gonzaga bescheid geben konnten, sollte man nach ihm verlangen.
Der Weg in die Innenstadt war nicht lang und ebenso nicht schwer zu finden. Die Rufe der Händler waren laut und der Gestank von Schweinen, Hühnern und anderen Tieren lag deutlich in der Luft. Shane bewegte sich mit stolzer Haltung durch die Straßen. Er versuchte dabei niemanden zu nahe zu kommen. Diebe würde es wohl auch hier geben und der Verlust seines Tagebuches schmerzte ihn immer noch. Es waren Erinnerungen gewesen, Gedanken und Gefühle die er nie hatte laut aussprechen können oder ihm verboten worden war. Doch jetzt war es zu spät. Er seufzte leise und fand einen Stand, der Brieftauben anbot. Er würde solch ein Tier zu einem Hafen schicken, an dem ein Schiff nach England fuhr und das Stück Pergament mit sich nahm. Shane sah der Taube lange nach, bevor er den Mann bezahlte und seinen Weg fort führte. Seine Sinne und Gedanken waren dabei auf alles um sich herum konzentriert.

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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Montepulciano   1/10/2017, 3:26 pm

"Hi Honey.", sagte er zur Begrüssung trat von hinten kommend neben Shane heran und sah ebenfalls in die Luft als er neben ihm stehenblieb. Doch er sah die Taube nicht mehr. Dann drehte er den Kopf und grinste Shane an, der gerade wirkte als hätte er einen Geist gesehen. Francis trug wieder keinen Hut, dafür den auf links gedrehten Mantel von Shane, dessen Ärmel er hochgekrempelt hatte was ein Mann von Adel nie mit seiner Kleidung machen würde. Francis dagegen machte aus seinen Klamotten das beste. Sie mussten bequem sein. Und irgendwie auch stylisch wirken. Er war nicht unbedingt eitel aber er liebte es, amüsiert zu sein. Und dieser Mantel amüsierte ihn sehr.

Drei Stunden lang hat er Lady hin und her gewendet, hat an unzähligen Gaststätten und Bauernhöfen wegen einer Unterkunft gefragt. Aber erfolgreich war er dabei nicht gewesen. Man schickte ihn weg. Teilweise unfreundlich, manchmal freundlich. Und einige Male ging Francis sogar freiwillig weiter. Die Pest grasierte noch immer und hier schien es das kleine Volk vor den Stadtmauern von Montepulciano getroffen zu haben. Die einzige Möglichkeit bot nun also nur noch Montepulciano. Er wollte wenigstens der schwarzen Stute eine Pause und Fressen ermöglichen. Also brachte er sie zu einem gesicherten Unterstand gleich am Stadttor, allerdings innerhalb der Festungsmauern. Das war teurer aber sicherer. Francis zahlte den Betrag, der ihm genannt wurde und der ein Wucherpreis gewesen war. Davon konnte er nichts ahnen aber aufgrund seines hörbaren Akzentes hatte man ihn als Ausländer über den Tisch gezogen. Und er war es leid zu diskutieren oder die Summe zu hinterfragen. Geld war einfach nicht für ihn gemacht. Eine Unterkunft für drei Nächte konnte er sich womöglich gerade so leisten. Allerdings hätte er dann nichts mehr zu Essen kaufen können. Obwohl er so sparsam wie möglich mit dem Geld umgegangen war, schien es einfach nicht zu reichen. Italien war ein teures Pflaster gewesen - vorallem für Francis, den man abzocken konnte. Er hatte also beschlossen, diese Nacht bei Lady im Heu zu schlafen um das Geld für eine Nacht zu sparen. Er hatte auch nicht damit gerechnet, Shane tatsächlich zu treffen. Gewünscht hatte er es sich natürlich aber dieses Aufeinandertreffen war purer Zufall. Francis geisterte nämlich durch die Gassen auf der Suche nach etwas Essbarem. Und auch hier wollte er sparen. Nicht weil das Geld für die Tage nach Montepulciano gereicht hätten sondern weil er sich am Sonntag irgendwas besseres gönnen wollte war es doch sein Geburtstag.
"Was guckst du denn so?", fragte er Shane schliesslich, der ihn anstarrte. Francis grinste munter weiter und wenn der Taubenmann nicht zu ihnen geschaut hätte, hätte er ihn geküsst. Vermutlich ahnte Shane das bereits.
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Montepulciano   1/10/2017, 3:46 pm

Seine Hand fasste nach der von Barbara und er zog sie mit. "Es war noch nie meine Art, untätig zu bleiben wenn es aufregend wird.", sagte er und durchquerte mit ihr schmunzelnd den Garten bis sie auf der Strasse waren. Da sich Hannigan hier nicht auskannte, würde er wohl die Hauptstrasse nehmen um sich erst einmal umzusehen. "Wir machen einen Spaziergang.", sagte er zu Barbara damit sie sich nicht anmerken liess, dass sie gerade auf Mission waren. Rizzi wollte wissen ob sie wirklich etwas herausfinden würden. Er war voller Tatendrang. Vermutlich weil er Santoro noch nicht besuchen und erniedrigen konnte.
Sie liefen eine Weile und hatten Hannigan dann tatsächlich entdeckt. Sie folgten ihm mit Abstand. Rizzi konnte nichts an ihm erkennen, was ihn zu einem englischen Spion gemacht hätte. Als er dann den Weg zu einem Brieftaubenstand nahm, atmete Rizzi tief durch. "Er kauft sich kein Geschmeide. Er schickt einen Brief fort.", sagte er und sah dann zu Barbara neben sich. "Wie ich vermutet habe. Es ist seine englische Art, die uns fremd erscheint, und nicht die Taten, die er ausführt. Es gibt keinen Grund ihm zu misstrauen. Auch wenn ich für eine Weile geglaubt habe, du hättest recht.", erklärte er. Rizzi wollte in Hannigan niemand anderes sehen als den Mann, den er durch die Korrespondenz kennengelernt hatte. Er hatte ihm nie einen Grund gegeben, etwas anderes zu denken. Und wenn Hannigan ihn mal kurz wütend machte und aus der Haut fahren liess, dann waren das eben die kulturellen Unterschiede und nicht Hannigans wahres Gesicht. Rizzi war nun beruhigt, dass da nichts dahinter war. Und dass er Barbara die Unsicherheit gegenüber dem englischen Grossmeister nehmen konnte. Jetzt hatten sie ihren Beweis. Hannigan war ein Reisender in einer für ihn fremden Welt und Hannigan musste sich noch mehr bemühen, Hannigan die italienische Lebensweise schmackhaft zu machen damit er sich hier wohler fühlte und nicht allein seinen eigenen Weg ging. "Gehen wir zurück bevor er uns entdeckt.", sagte er, sah sie lächelnd an und hielt dann inne. Sie standen nicht in Shanes Nähe aber zwei Dinge fielen ihm auf einmal auf. Zuerst war es dieses 'Hi' gewesen, welches so fremd in seinen Ohren klang. Aber gut, es gab hier viele Durchreisende, man sprach alle Sprachen. Doch dann war es der Schatten, den er im Augenwinkel vernahm und der sich zu Shane gesellte. Rizzi drehte den Kopf. Er dachte erst, ein Bettler oder ein Taugenichts würde Shane belästigen. Und dann stellte Rizzi fest, dass es tatsächlich so war. Nur das er diesen Mann schon einmal gesehen hatte. Sein Herz schlug schneller und seine Hände ballten sich zu Fäusten. "... er lebt!", keuchte er leise neben Barbara auf. "Dieser verdammte Söldner lebt?!" Rizzi wollte nach Wachen rufen, die ihn endgültig mit Lanzen und Schwertern durchbohrten und ihm das Leben nahmen. Aber der Söldner hielt sich bei Shane auf. Und das in einer Art und Weise wie man es nur unter Bekannten tat! Sein linkes Auge begann nervös zu zucken. "Meine Männer haben ihn schwer verwundet und trotzdem ist er getürmt. Er müsste tot sein! Warum ist er hier?! Was hat Hannigan mit ihm zu schaffen?!", Rizzi knurrte wütend und wäre Barbara nicht da, wäre er losmarschiert und hätte Francis von hinten erstochen. Was trieb Hannigan dazu sich mit diesem Kerl zu treffen? Er bestritt jede Verbindung zu ihm! Sagte, er kenne ihn nicht! Und jetzt standen die beiden englischen Ausländer nebeneinander. Ein Unding für Rizzi.
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Barbara Gonzaga
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BeitragThema: Re: Montepulciano   1/10/2017, 6:40 pm

Natürlich wurde auch Barbara von Neugier gepackt. Sie ließ sich von Luigi Rizzi auf die Straße führen und die Begleitung von Wachen schlugen beide aus. Es wäre störend, würde man eine Last mit sich herumtragen. Und ohne Wachen fiel man auch deutlich weniger auf.
Hannigan war schon bald entdeckt. Die junge Frau hielt sich mit Luigi weit im Hintergrund, doch blieb der Engländer stets in deren Blickfeld. Es war immer ein Risiko, dass er sich umdrehen würde. Doch dies geschah nicht. Und was sollte er ihnen schon unterstellen? Dass sie ihm folgten? Die Stadt war nicht so groß, um sich nicht über den Weg zu laufen.
Stehen blieben sie ebenfalls, als Hannigan einen Brief per Taube fortschickte und Luigi sprach, während die beiden die Szene beobachtete. Auch Barbara wendete ihren Blick nicht ab und kommentierte seine Aussage mit "Doch weiß ich jetzt, dass mein Misstrauen dir zu denken gibt." Es war nur ein murmeln, nichts aussagekräftiges. Die Enttäuschung platzte und fiel auf sie herab, als hätte man soeben Glas zerschlagen, welches als Splitterregen zu Boden ging. Sie sah noch einmal zurück, bevor sie der Straße den Rücken zuwandte, um Luigi's Worten zu folgen. Sie ließ es geschehen und hinterfragte die momentane Situation nicht. Sie hatte sich gewaltig getäuscht. Und das musste sie akzeptieren. Sie ging ein, zwei Schritte, als sie bemerkte, dass Luigi ihr nicht folgte. Stattdessen drehte sie sich mit fragendem Blick um und erkannte sofort, dass ihm etwas durch den Kopf ging... dass etwas nicht stimmte. Gerade wollte sie den Mund öffnen und fragen, ob es ihm nicht wohl ging. Doch dann sprach er die Worte aus und Barbara's Blick fiel an seiner Schulter vorbei, direkt zu Hannigan. Ein anderer, fremder Mann hatte sich zu ihm gesellt. Blondes Haar fiel über die Haut des Mannes, den Luigi Rizzi als Söldner bezeichnete. Für einen Bruchteil einer Sekunde dachte sie nach. Doch sofort fiel ihr ein, dass er anscheinend von dem Söldner sprach, den Luigi selbst beauftragt hatte. Es war ebenfalls ein Engländer, der sich nach diesem Auftrag auf die Seite der Assassinen stellte und sich gegen Luigi entschied. Dieser Verrat wäre sein bitterer Tod.
Luigi's Auge zuckte, so wie sie es nur zu gut von ihm kannte, wenn die Wut ihn durchfuhr. Die Stimme des Söldners hatte sich nur leise an ihr Ohr geschlängelt, weshalb ihr dies nicht sofort aufgefallen war.
Sie machte einen Schritt und trat zu dem Schwarhaarigen, um sanft ihre Hände an eines seiner Handgelenke zu legen und zu ihm aufzusehen. "Beruhig dich.", murmelte sie mit zusammengezogenen Augenbrauen und blickte wieder zurück zu Hannigan und Bell. Dessen Namen hatte sie nicht vergessen. "Wir werden nichts herausfinden, wenn sie uns bemerken."- Bezogen auf die Gefühle, die ihn übermannten. Anschließend ließ sie ihn wieder los doch gab ihn mit einem Blick zu verstehen, dass sie sich besser an die Ecke eines Hauses stellen sollten. Sie standen mitten auf der Straße und würden auffallen, hielten sie sich dort noch länger auf. Trotzdem ging Barbara Gonzaga mit ihm die Straße weiter, um sich an das Haus zu stellen. Es wäre eine Chance, mehr von dem Gespräch zu erfahren.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Montepulciano   1/10/2017, 6:46 pm

Shane wollte sich gerade abwenden und weiter gehen, als eine Stimme an sein Ohr drang. Im ersten Moment glaubte er, sein Verstand spiele ihm einen Streich. Vielleicht war er wirklich krank geworden und jetzt zeigten sich die ersten Symptome.
Aber als Shane den Kopf leicht drehte, stand Francis wirklich dort. Er schluckte und blinzelte. Blinzelte erneut, als die Gestalt nicht verschwand. Doch Francis war wirklich dort. Shanes Gesicht war einen Moment bleich geworden und er drehte den Kopf für ein paar Atemzüge lang zurück in den Himmel. Die Lippen schmal, die Hände leicht in den Stoff seiner Kleidung gedrückt. Dann schloss er die Augen und Francis Worte jagten im Verärgerung ins Gesicht. Er sah seinen Cousin an, trat einen Schritt von ihm fort, um sich zu ihm umzudrehen. Er hatte möglichst viel Abstand zwischen sich und den Blonden gebracht. Das Grinsen auf seinem Gesicht hatte noch nie auf etwas Gutes hingewiesen und ebenso war er dankbar dafür, dass der Verkäufer mögliche Taten in den Wind schlug. Er hatte es doch gerade geschafft, den Söldner aus seinen Gedanken zu treiben!
Was habt Ihr hier zu suchen?“, fuhr er ihr an. Sein Ton war scharf, jedoch leise und eindringlich. Shanes Herz klopfte nervös und kurz sah er sich um. Aber die Wachen schienen von ihm keine Notiz zu nehmen, doch Shane ebenso wenig von Rizzi und Gonzaga. Er wusste nicht wirklich wie die Falle am Ende wirklich aussah und diese Ungewissheit jagte ihm nun Schatten ins Gesicht.
Habe ich Euch nicht ausdrücklich gesagt, dass Ihr keinen Schritt in diese Stadt machen sollt?“ Und doch stand Francis nun vor ihm. Das hier wsr kein Geist oder ein Bild aus seinem Verstand. Damit hatte der Adelige nun wirklich nicht gerechnet. Shane füllte seine Lungen mit Luft bis sie schmerzten und stieß sie seufzend wieder aus. Dabei blieb er angespannt und ließ den Blick mit verschlossener Miene über den Söldner fahren. Francis trug seinen Mantel, den er am Morgen bei ihm vergessen hatte. Jedoch hatte er ihn umgedreht und der rote Stoff glänzte in der Sonne. Shanes Blick fiel zurück in Francis Gesicht und eine Hand war an den Griff des Schwertes gewandert.
Wir sollten oder besser Ihr solltet von hier weg.“, knurrte er dann. An diesem Ort gab es zu viele Augen und auch zu viele Ohren. Das sie bereits längst entdeckt worden waren, ahnte er nicht. Was hatte sich Francis dabei gedacht? War er so naiv, dass er einfach in die Stadt kam? Metall klirrte, während sich seine Finger fester um sein Schwert schlossen. Jedoch nicht um Francis damit anzugreifen, viel eher als eine Geste, um den Söldner anzutreiben. Sie standen mitten in der Stadt und das noch unter Menschen. Das Risiko gesehen zu werden, war nun unangenehm groß und dieses Wissen lag wie ein schweres Gewicht auf seinen Schultern. Seine Wangen waren dabei noch immer ein wenig bleich, als hätte er sich von der Überraschung noch nicht wirklich erholt.

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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Montepulciano   1/10/2017, 7:24 pm

Sein Blick folgte der Handbewegung des Adeligen an dessen Schwert und Francis hob ein wenig seine Hände und tat einen Schritt zurück. "Jetzt beruhig dich doch. Da draussen geht die Pest um! Soll ich mir den schwarzen Tod holen und dich das nächste Mal anstecken wenn du mich küsst?", meinte er. Sie sprachen englisch. Keiner würde ihn verstehen. Und Francis wusste, dass die Pest höchst ansteckend war. Zudem unterstellte er Shane abermals, dass dieser die Initiativen ergreifen würde und Francis gar nichts dafür konnte. Natürlich wusste er es besser aber es klang eben schöner, wenn er Shane diese Rolle zuschob. "Ich hab' Hunger und ich such irgendwas... naja, Rester. Ich will das Geld sparen. Ich hab kaum noch was. Lady musste ich innerhalb der Stadtmauern unterbringen und das war ziemlich teuer. Für eine Nacht hab ich mein halbes Vermögen hinblättern müssen. Unterkunft liegt heute nicht drin. Ich schlafe mit im Stroh. Aber ich will wenigstens was gegessen haben.", erklärte er ihm. Dann sah er sich um und sein Magen rebellierte lautstark. Francis blickte dann auf seinen Bauch und schliesslich wieder Shane an. "Er sagt, du bist zum anbeissen.", erklärte er und deutete dabei auf seinen Bauch. "So scharf wie... scharfes Essen. Und süss wie Erdbeeren.", er kannte die Gewürze nicht wirklich. Und vieles, was scharf war, hatte er noch nie gegessen. Er war zu arm um sich andere Gewürze als Salz leisten zu können. Abgesehen davon konnte er gar nicht kochen. Fades Essen war er daher gewöhnt. Einfache Kost, die sättigend war, war seine tägliche Nahrung. Bis er auf Shane traf. Dieser ass natürlich ganz anders als Francis und hatte ihn daran unbewusst teilhaben lassen.
Grinsend drehte er sich schliesslich um und lief ein paar Schritte. Aber er sah wieder über seine Schulter zu Shane. "Bringst du mich in deine herrschaftliche Villa? Hast du einen Balkon? Aussicht über die Stadt? Ein dutzend persönliche Diener? Hübsche Mägde?", lachte er leise und drehte sich um. Dabei ging er rückwärts weiter. Er wollte Shane ansehen. "Ich will nicht, dass du dich mit irgendeiner dummen Pute einlässt.", sagte er ernst. Francis war eigentlich kein eifersüchtiger Mensch aber Shane wollte er schlichtweg nicht teilen und das sollte er wissen. Er blieb wieder kurz stehen und sah ihn an. Erneut knurrte sein Magen. Shane sah blass und immer noch wütend aus. Oder besorgt? Francis' Kopf ging nach rechts. Dann fasste er Shane am Arm und zog ihn zwei, drei Schritte mit in eine enge Gasse, die mit Kisten und Fässern vollgestellt war. Hinter dem ersten Kistenturm drehte sich Francis um, lehnte mit dem Rücken an die Hauswand und griff mit beiden Händen nach Shanes Mantelkragen um ihn zu sich zu ziehen. Seine Absicht, ihn zu küssen, war mehr als offensichtlich. Hunger wollte gestillt werden und Francis hatte auf verschiedene Arten Hunger.
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Luigi Rizzi
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BeitragThema: Re: Montepulciano   1/10/2017, 7:46 pm

Im Moment wusste er nicht ob er mehr herausfinden wollte als das was er schon gesehen hatte. Aber Barbara hielt ihn ein wenig zurück. Sie wollte lauschen aber Rizzi verstand kein einziges Wort. Er atmete tief durch. Doch es half nichts. Er war entsetzt. Empört. Verstört, irritiert, fassungslos und wütend. Er war sehr, sehr wütend. Auf Hannigan und auf Bell, der es geschafft hatte, zu überleben. Jemand musste ihm geholfen haben! Allein hätte er es bestimmt nicht geschafft. Und noch wollte Rizzi nicht daran denken, dass es Hannigan gewesen war, der dem Söldner unter die Arme gegriffen hatte.
Er folgte Barbara zur Hausecke. Dabei blickte er auf sie. Er verspürte neben all diesen hässlichen Gefühlen auch eines, dass ihn noch mehr irritierte. Es gefiel ihm mit Barbara Hannigan nachzujagen und ihn zu verfolgen. Er sollte sie viel aktiver in seine Pläne einweihen und mitmachen lassen.
Rizzi hörte Worte. Fremde Worte. Während Hannigans Stimme trotz allem angenehm klang, tönte die Stimme des Söldners zu amüsiert und gleichzeitig grauenvol in seinen Ohren. Er sprach ganz offenbar einen anderen Dialekt. Eine räudigere Sprache, wie die armen Leute in den italienischen Gossen quasselten, wo sich Rizzi nie herumtrieb. Als die beiden weiterliefen, blickte er mit Barbara um die Hausecke. Rizzi fiel das Herz beinah in die Hose als sich Bell umgedreht hatte und rückwärts ging. Das war der Moment, in dem er und Barbara ihre Köpfe zurückzogen. "Hannigan scheint nicht erfreut zu sein, diesen Kerl hier zu sehen. Und trotzdem folgt er ihm!", teilte er Barbara seine Eindrücke mit. Für ihn sah es nämlich so aus als laufe Hannigan Bell hinterher. Er hatte nicht gesehen, dass Hannigan derjenige war, der antrieb. Als sie wieder um die Hausecke blickten, sahen sie, wie der Blonde den Arm des anderen ergriffen hatte und mit ihn eine Gasse zog. Rizzi löste sich aus seinem Stand und blickte zu Barbara. Vielleicht brauchte Hannigan Hilfe. Rizzi wollte noch immer daran festhalten, dass es sich um ein Missverständnis handelte, auch wenn das ein krampfhaft aufrecht erhalten wollendes Bild war, dass jeden Moment umkippen konnte. Langsam näherten sie sich der Gasse. Er verhielt sich dabei mit Barbara möglichst normal, so dass die anderen Leute, die sich in dieser Strasse befanden, keine Notiz von ihnen nahmen. Irgendwo in der Nähe verkündete ein Mann die Neuigkeiten aus Montepulciano und erwähnte unter anderem die neue Zahl der Bauernhöfe vor der Stadt, die der Pest zum Opfer gefallen waren. Rizzi hörte gar nicht darauf. Seine Konzentration und Anspannung lagen auf dem Ort, dem sie sich näherten. Was war in dieser Gasse? Ein geheimer Gastkeller wie in Florenz?!
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BeitragThema: Re: Montepulciano   1/10/2017, 8:03 pm

Die Worte drangen an ihr Ohr, die die zwei Männer aussprach. Doch verstehen tat sie natürlich kein Wort. Es erinnerte sie, als sie im Salon saß und Hannigan mit derselben Sprache etwas sagte. Es hörte sich durchaus angenehm an. Und die Gefühle der zwei Engländer war deutlich herauszuhören. Allein die Mimiken und Gestiken waren eine Sprache, die auch Barbara Gonzaga verstand.- Auch wenn Italiener die Hände mehr einsetzten.
Ihr gefiel es ebenso nicht, dass Hannigan sich mit dem Feind unterhielt. War es Zufall, dass sie sich hier trafen? Oder hatten sie sich abgesprochen? Folgte Bell den Templern, um ihnen vielleicht schon heute in den Rücken zu fallen? "Es kann durchaus möglich sein, dass Santoro's Anhänger nicht weit entfernt sind, wenn Bell hier ist." Aber das beantwortete nicht ihre Frage, was er mit Hannigan zu tun hatte. Und Luigi könnte ihr ebenso wenig eine Antwort darauf geben.
Sie beobachtete die Männer und Luigi sprach davon, dass Hannigan nicht erfreut zu sein schien.
Und als die zwei Engländer in die Gasse gingen, folgte Barbara Luigi. Sie würden nichts herausfinden. Nicht, solange sie in ihrer Muttersprache miteinander redeten. Der Blonde zog Hannigan zu sich. Und das gefährlich nahe. Barbara wollte den Blick abwenden. Ihr war dies zu wider. Unter den Menschen in der Gasse fielen sie kaum auf. Und dennoch fühlte Barbara sich fehl am Platz. Nein, Angst hatte sie keine, erwischt zu werden. Viel schneller hätten er und sie Wachen herbeigerufen. "Doch sie kennen einander. Und das anscheinend gut." Das war immerhin offensichtlich! Es war nicht gerade üblich, eine Bekanntschaft am Stoff zu packen. Jedenfalls nicht unter dem Adel. Ihr Blick haftete noch immer auf dem englischen Großmeister und dem Söldner.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Montepulciano   1/10/2017, 8:27 pm

Ich werde Euch bestimmt nicht..!“ Shane unterbrach den Satz und starrte ihn nur finster an. Es hätte keinen Sinn gehabt Francis darauf hinzuweisen. “Ihr sagt die Pest geht um?“, fragte er stattdessen. London war einst davon schwer befallen gewesen. Es war schon fast hundert Jahre her und doch hatte er als kleiner Junge viele Schauergeschichten darüber gehört und jeden Tag hatte man ihn nach Anzeichen dafür abgesucht. Diese Nachricht erhellte nicht wirklich seine Gesichtszüge. “Ich habe Euch genug Geld mitgegeben. Wie fiel habt Ihr bezahlt?“, fragte er nun mit zusammen gekniffenen Augen nach. So teuer konnten die Ställe nicht sein, jedenfalls nicht jene die Shane kannte und dennoch gut waren. Zwar gefiel es ihm, dass Lady sicher hier in der Stadt war, aber sie würde nicht mehr sicher sein, wenn man Francis erwischte und tötete. Das Knurren seines Magens ertönte so laut, dass sogar er es hören konnte. Er schnaubte etwas genervt aus und nahm seine Hand von der Wache. Shane kannte nur jenen hunger, den er sich selbst zuzuschreiben hatte, so fiel es ihm schwer zu verstehen, warum er solch ein Risiko einging, um nur etwas zwischen die Zähne zu bekommen.
Shane blieb einen Moment stehen und sah zu Francis auf, der weiter gelaufen war und sich dann umdrehte. “Ihr würdet keinen Schritt in diese Villa machen. Davor würde man Euch töten.“ Seine grauen Augen funkelten ihn wieder an und er zwang sich ihm zu folgen. Hin und wieder warf Shane einen nervösen Blick zur Seite, doch nie nach hinten. Sein Schritt war langsam und er schien sich ein wenig zu sträuben, aber er blieb nicht stehen. “Es gibt einige schöne Frauen. Unser Gastgeber stellte uns ebenso seine Töchter vor.“ Shane sagte es nur beiläufig, während er das Gesicht zu einem Stand gewandt hatte. Er hatte nur einen kurzen Blick auf die Mädchen geworfen, ehe er sich in sein Zimmer zurückgezogen hatte. Doch er war nicht gewillt zuzulassen, dass Francis ihn für sich einnahm. Schon einmal hatte er ihm gesagt, dass er ihm nicht gehöre. Sein Herz schlug schneller, als sie in die Gasse einbogen und er brauchte einen Moment, um sich an den Lichtwechsel zu gewöhnen. Und kaum hatte er es getan, sah er die Hände an seinem Mantelkragen. Mehr aus Reflex, als aus Bösartigkeit zog er sein Schwert und hielt es Francis an die Kehle. “Habt Ihr nun den ganz den Verstand verloren?“, murrte er ihn an und sein Gesicht war dem seines Cousins recht nahe. Doch dann senkte er die Waffe und löste mit der anderen Hand die Finger von seinem Mantelkragen. “Wir sind mitten in der Stadt!“ Dieser Ort konnte jeder Zeit betreten werden. Shane wirkte, als wäre es ihm unangenehm. Shane trat noch einen Schritt zurück und steckte sein Schwert zurück in seine Seite. Dann griff er in seinen Mantel und reichte Francis einen Lederbeutel. “Dass sollte für Euer Essen reichen.

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Francis Bell
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BeitragThema: Re: Montepulciano   1/10/2017, 9:11 pm

Francis reckte seinen Kopf etwas in die Höhe als Shane das Schwert zog und ihm an den Hals hielt. "Du bist schärfer als diese Klinge wenn es das ist, was du wissen willst.", sagte er und er schluckte kurz. Als Shane die Waffe wieder sinken liess, holte Francis zutiefst erleichtert Luft. Er nahm auch seine Finger von Shanes Kragen und nahm den Lederbeutel in die Hände. "Danke.", sagte er und blickte auf den Beutel. Für einen Moment hatte er wirklich Angst gehabt, Shane könnte ihn anritzen um dann das Blut von ihm zu lecken. Er schien ja darauf zu stehen, Francis blutig zu beissen und von seinem Blut zu kosten. Das schien ihn anzumachen. Trotzdem war die Klinge ein anderes Kaliber als seine Zähne, die sich in seine Lippe gebohrt hatten. Die kleine Wunde von heute morgen hatte er natürlich immer noch. Und sie ging immer wieder mal auf.
Francis hob den Kopf und blickte Shane an. "Beiss mir lieber in die Lippe.", sagte er. "Statt meinen Hals anzuritzen. Das ist gefährlich. Du könntest mit dem Ding abrutschen und ich will nicht kopflos herumlaufen.", scherzte er ein wenig und wog dabei immer noch den Lederbeutel. Da war mehr drin als nur für ein Essen. Es würde für zwei reichen. Ganz bestimmt. "Wenn du dich in der Gasse unwohl fühlst, können wir uns heute Abend auch in einer Schenke treffen. Gleich die erste am Stadttor. Zu später Stunde.", schlug er ihm vor. Francis hielt das für eine gute Idee. Was solle schon passieren? Die Wachen wussten doch, dass Shane gerne auswärts bei einer Frau schlief. Sie würden nichts hinterfragen und ihn gehen lassen. Die Wahrheit brauchte sie nicht zu interessieren. "Bitte, Shane." Ich bin sowieso dort. Ich wüsste nicht, was ich sonst tun soll."

Er hatte keine Probleme damit, allein irgendwo hinzugehen und Leute anzusprechen. Aber diese Art von Kennenlernen endete meistens im Suff, beim Kartenspiel oder in einer Prügelei. Alle drei Dinge waren tabu.
"Ausserdem könntest du mich heute Nacht nach schwarzen Flecken absuchen.", grinste er wieder und hob seine Arme in die Höhe. "Und deine Finger unter die Verbände schieben.", raunte er und legte den Kopf leicht schief. Er grinste dieses 'Ich mach dich an'-Grinsen und mit den nach oben gestreckten Armen bot er sich ihm regelrecht an.
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BeitragThema: Re: Montepulciano   1/10/2017, 9:40 pm

"Aber er ist ein Templer. Er ist ein Grossmeister. Unmöglich, dass er etwas mit den Assassinen zu schaffen hat.", flüsterte er leise zu Barbara. Bell war ein Engländer. Vermutlich kannten sich die Engländer alle untereinander weil sie so ein kleines Völkchen waren. Als Barbara dann meinte, sie kennen einander sehr gut, versteifte sich Rizzis Körper. Was er zu sehen bekam, ekelte ihn und erfüllte ihn zutiefst mit Abscheu. Der blonde Söldner sprach mit seinem Körper, er streckte ihn, hob die Hände, verhielt sich lasziv und hatte die Augen auf eine seltsame Art und Weise halb geschlossen wie man es nur tat wenn man dabei war den Verstand durch sexuelle Einflüsse und Reize zu verlieren. Und er hielt einen Geldbeutel in der einen Hand. Etwas, was Hannigan ihm wohl gegeben hatte. "Eine männliche Hure ist er und Hannigan bezahlt ihn auch noch dafür!", entfuhr es ihm. "Widerwärtig!"
Rizzi wollte gar nicht mehr hinsehen. Es war eine Untat gewesen, sich als Mann einem anderen Mann hinzugeben. Aber noch schlimmer war es, der Mann zu sein, der einen anderen Mann nahm. Und in dieser Position befand sich Hannigan gerade.
Rizzi konnte es Barbara nachsehen, dass sie den Blick abgewendet hatte. Dieses Bild war eine Zumutung für jeden Mann und jede Frau, die Gottesfurcht in sich trugen. Rizzis Bild über Hannigan änderte sich gerade auf eine sehr brutale Art und Weise. Aus dem so vernünftigen, zurückhaltenden treuen Verbündeten wurde ein Mann voll Lust und Trieben, der das eigene Geschlecht bevorzugte und den von der Kirche verbotenen und geächteten Analverkehr vollzog. Mit einem Mann, der Rizzis Meinung nach längst tot hätte sein müssen. Ein Verräter! Ein Assassinenfreund! Und ausgerechnet dieser konnte Hannigan um den Finger wickeln und sich dafür auch noch bezahlen lassen.
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BeitragThema: Re: Montepulciano   1/10/2017, 10:13 pm

Diese Klinge dient als Warnung. Treibt es nicht zu weit. Es ist hier schon gefährlich genug.“, fuhr er ihn an. Er wandte sich ab, nachdem Francis den Beutel genommen hatte und begann unruhig hin und her zu gehen. Seine Hände falteten sich in seinem Rücken, während seine Wangenknochen angespannt hervor trat. “Zwei Tage Francis! Ich habe Euch darauf hingewiesen, dass Ihr Euch zwei Tage fern halten sollt!“ Shanes Stimme war für einen Moment lauter geworden. Ein Laut den man selten von ihm zu hören bekam. Shane erhob nur selten seine Stimme und so wurde er auch wieder ruhiger und die Tonlosigkeit kehrte zurück. Doch er war aufgebracht und diese Situation war so unerwartet.“Ich kann es nicht riskieren. Gonzaga ist meine Abwesenheit aufgefallen. Sie hat mich heute danach ausgefragt.“ Er war nicht naiv zu glauben, hinter dem Gespräch wäre am Ende nicht eine Absicht gesteckt. Shane hatte genug Zeit gehabt weiter darüber nachzudenken, doch welche konnte er nie herausfinden. Shane hielt in seiner Bewegung inne und starrte Francis wieder an. Betrachtete den Körper an der Wand und knirschte mit den Zähnen. Er hatte sich geschworen nicht mehr nachzugeben. Keine weiteren Morgen und keine Ablenkungen, die ihn vom Ziel ablenkten. Francis machte es ihm nicht einfach.
Seine Worte schafften es immer wieder, die Erinnerung wach zu rufen. Die Hitze. Die Berührungen. Die Küsse. Die Bilder waren klar und seine Augen lagen kurz auf der aufgebissenen Lippe. “No.“, sagte er noch einmal zu sich selbst. Er setzte sich wieder in Bewegung und seine Stiefel hinterließen eine Spur im Dreck der Gasse. “Solltet ihr Euch unwohl fühlen, sucht besser einen Arzt auf. Mit der Pest ist nicht zu Spaßen und Ihr würdet damit nicht nur Euch in Gefahr bringen.“ Shane schenkte Francis wieder einen dieser eisigen Blicke. Es war eine Kälte, die schon lange nicht mehr in seinen Körper war. Doch dieses Mal schaffte er es, sich wenigstens keine gänzliche Blöße zu geben. Shane sog die Luft ein und stieß sie durch den Mund wieder aus. “Hört auf damit.“, meinte er dann und deutete mit einer Hand auf Francis Körper. “Lasst es einfach sein und stellt Euch hin wie ein Mann mit Ehre.

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BeitragThema: Re: Montepulciano   1/10/2017, 10:49 pm

Er liess seine Arme wieder sinken, stiess die Absätze seiner Stiefel zusammen und nickte. "Jawohl, Sir.", sagte er bevor er dann den Lederbeutel an seinem Gürtel befestigte. "Ich soll nicht hier sein aber ich soll mich auch von der Pest fernhalten. Ich soll die Stadt verlassen aber einen Doktor aufsuchen wenn ich mich unwohl fühle. Und jetzt nennst du mich auch noch ehrlos nachdem du dich heute morgen nicht an meinem nackten Körper satt sehen konntest.", warf er ihm vor. Die eisige Kälte, die aus Shane kam, war sein Selbstschutz. Francis hatte das längst erkannt. Je mehr sich Shane bemühte, kalt und unnahbar zu wirken, desto mehr musste er um Beherrschung kämpfen. "Na gut. Ich hatte nicht vorgehabt, dich hier zu suchen oder zu treffen. Ich will nur was zu Essen und...", sagte er und hielt inne. Dabei sah er Shane eine Weile schweigend an bevor er auflächelte. "Zwei Tage lang wirst du in meinem Kopf alles mögliche mit mir anstellen und am dritten Tag erzähle ich dir davon. Solange bis du dir die Kleider vom Leib reisst und über mich herfällst.", sagte er und lachte leise auf. "Falls du mich trotzdem suchst: Ich bin im linken Stall beim Stadttor. Du wirst mich die ganze Nacht dort finden.", erklärte er ihm und löste sich nun von der Wand. Er hatte nun vor zu gehen damit Shane das nicht so offensichtlich tun musste wie er es sonst immer tat. Die Sache mit dem Schwert war nicht nett gewesen. Francis fand es auch jetzt noch unmöglich, dass Shane zu so einer Geste gegriffen hatte. Das tat man nicht. Erst recht nicht mit jemanden, der Gefühle für einen hatte. Aber Shane war einfach nicht gut darin und ungeübt. Das widerum machte ihn sehr attraktiv und Shane verlor Francis damit keinen Zentimeter. Als er ein paar Schritte gegangen war, drehte er sich wieder um und ging rückwärts. Dabei hob er die Hand, küsste seine Finger und drehte die Hand Shane zu. Der konnte sich nun die Zähne darüber kaputtknirschen. Und schliesslich hob er auch die einbandagierte Hand und formte mit den Zeigefingern und den Daumen ein Herz. Als er sich umdrehte und am Rand der Gasse gelangt war, trat er auf die Strasse, blickte grinsend in Rizzi und Barbaras Gesicht, lief weiter und zuckte zusammen. Er blieb angewurzelt stehen, drehte den Kopf zurück und starrte in ein vor Wut schäumendes Gesicht und in das angeekelte einer Dame. Das war nicht gut. Ganz und gar nicht. Shane würde ihn umbringen. In weniger als zwei Minuten! "Shit."
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BeitragThema: Re: Montepulciano   2/10/2017, 10:17 am

Shanes Gesicht wurde mit jedem weiteren Wort düsterer. Am Ende wirkte er, als hätte er in einen sauren Apfel gebissen. Er sagte zuerst nichts, sondern starrte Francis an: Finster und mit vor Gram funkelnden Augen. Sein Herzschlag dabei war jedoch viel zu schnell und kurz glaubte er, der Söldner würde es hören. Es war ein beschämender Laut. Shane brachte die Dinge durcheinander und hörte oft selbst gar nicht mehr, was er am Ende sagte. Es widersprach sich immer und immer wieder. Dazu verdrehte Francis die Worte, schon längst so, wie es ihm passte. Er nutzte jeden Fehler aus der ihm passierte und Shane hatte das Gefühl, dass er in letzter Zeit so viele davon machte. “Ihr werdet nichts davon tun, oder ich überlege mir das mit dem Schwert noch einmal anders. Ihr würdet auch ohne Zunge überleben.“, knurrte er dann und ballte seine Hände zu leichten Fäusten. Er war auf eine Art und Weise frustriert darüber, dass Francis einfach nicht hörte. Shane war gerade dabei die Luft etwas erleichtert auszustoßen, als Francis stehen blieb und ihm eine Handkuss zuwarf. Die nächste Geste ließ ihn ein wütendes “Francis!“, ausstoßen und sein Gesicht wirkte ebenso unglücklich und überfordert.
Dann drehte er sich ganz um und folgte dem Blonden nach draußen.
Kaum war er auf die Straße getreten, erstarrte er. Die Wut in seinen Zügen verschwand und Schrecken zeigte sich für ein paar Sekunden in den Augen des Großmeisters. Seine Wangen verloren ihre gerade zurück gewonnene Farbe und Shane presste die Lippen so fest aufeinander, dass sie blutleer wirkten. Er hatte das Risiko gekannt. Mit jedem Tag hatte er es gewusst und doch hatte er gehofft, dass dieser Moment nie kommen würde. Shane sah Rizzi und Gonzaga an, dann fiel sein Blick zu Francis - vorwurfsvoll, verärgert, aber auch mit dem Hauch von Panik. 'Go.' Er formte das Wort stumm auf seinen Lippen. Jetzt war es so oder so zu spät und er würde Francis noch früh genug den Hals umdrehen. Dann straffte er seine Schultern und sah mit beherrschter Miene zu den Templern. Er fühlte sich in diesem Moment alles andere als beherrscht - Angst legte sich um seine Kehle und die Wut die Rizzi ausstrahlte, wirkten wie zwei Hände die ihm die Luft abschnürten. Er wollte sich umdrehen und fliehen, aber diese Gasse hatte ein Ende. Shane würde nicht weit kommen, um nur letzten Endes in noch größeren Schwierigkeiten zu landen. Kurz zuckten seine Finger und er überlegte nach dem Schwertgriff zu greifen. Doch der Adelige erinnerte sich an die Worte die Francis ihm einst gesagt hatte. 'Er ist auch nur ein Mensch.' Vielleicht nicht auf diese Art und Weise, doch es brachte ihn dazu das Kinn erhoben zu halten und den Blick zu erwidern. “Signore Rizzi. Signora Gonzaga.“ Seine Stimme klang so wie immer: Ruhig. Nichtssagend. Nur waren es seine Augen die dieses Mal nicht still blieben. Shanes Gedanken rasten und sein Kopf fühlte sich schwer an. Vielleicht war es am Ende nur ein Traum. Aber der Lärm, der Gestank und diese ausgeprägten Gesichter belehrten ihn eines anderen. Er würde seine Worte nun wirklich gut wählen müssen.


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BeitragThema: Re: Montepulciano   2/10/2017, 11:50 am

Francis fühlte sich erwischt aber die Ausmasse dieser Begegnung hier in Montepulciano mit Rizzi konnte er nicht erahnen. Zu überrascht und lahm waren seine Gedankengänge. Erst als Shane ihn ansah und sich ihre Blicke trafen, bewegte sich Francis. Er konnte das stumme Go lesen und innerlich sogar in Shanes Stimmlage hören. Er nickte nur kurz, drehte sich um und begann davon zu hasten. Er war keine zwei Meter weit als er Rizzis Stimme brüllen hörte, der die Wachen herbeirief. Francis' Herz schlug schneller und er trieb sich zu einem noch schnelleren Sprint an. Er hörte und sah wie die Leute auseinander stoben und von links und rechts ein paar Wachen dahergelaufen kamen. Es waren nicht viele aber in Francis kroch die nackte Angst hoch. Er wusste, dass er nicht dauerhaft rennen konnte. Die Wunde würde es nicht zulassen und sie begann jetzt schon zu brennen weil die Bewegungen zu hastig, zu andauernd waren.
Wie konnte das alles passieren? Shane hatte ihm verboten, herzukommen. Doch da draussen vor den Stadttoren lauerte die Pest und Nächte unter freiem Himmel. Und er wollte nur etwas zu Essen besorgen. Nicht einmal das hatte er noch geschafft. Shane hatte ihn gewarnt. Mehrmals. Ruhig, mal laut, dann wütend. Und dann flackerte Shanes' Blick mit seinem geformten 'Go' vor seinem inneren Auge auf während er eine scharfe Rechtskurve einlegte. Panik erfasste ihn als er daran dachte, dass Rizzi Shane etwas antun würde. Dass er der Grund war wieso Shane jetzt vielleicht auch fliehen musste. Diese Panik schnürte ihm die Luft ab und er begann zu straucheln. Er hatte sich verlaufen und wusste nicht, wohin ihn der Weg führte, den er genommen hatte und auf dem ihn einige Soldaten folgten. Doch wieder schien das Glück auf seiner Seite zu sein. Der Weg führte geradezu zum Stadttor. Er rannte am Stall mit Lady vorbei, warf einen Mann mit einer tragenden Kiste um und floh aus der Stadt. Die Wachen dort waren zu langsam um zu kapieren was geschehen war. Sein Weg führte ihn in den nächsten Wald, wo ihm ein Ast entgegenkam, ihm die Wange aufritzte und zum fallen brachte.
Keuchend und mit aufgerissenen Augen rappelte er sich wieder auf und rannte weiter. Irgendwann fiel der Wald etwas ab, Francis konnte sich nicht mehr halten, rutschte mit den Stiefelen ab, fiel erneut hin und kullerte rund zwei Meter den Abhang hinab bis er im Dickicht von Sträuchern liegen blieb. Benommen hatte er die Augen geschlossen, hörte aber die Stimmen seiner Verfolger, die die Suche abgebrochen hatten.
Er hatte keine Ahnung wie lange er gerannt war. Wo er war. Oder in welchem Zustand er sich befand. Die Dämmerung brach herein und er wusste, dass er aus dem Wald musste. Falls die Naht aufgegangen war, würde sie bluten und Wölfe anlocken. Aber all das interessierte ihn nicht. Er dachte an Shane und wollte wissen, was mit ihm passierte. Ob er es auch rausgeschafft hatte. Ob es ihm gut ging und ob er die Angelegenheit regeln konnte. Francis würde ohne Maske nicht mehr nach Montepulciano reinkommen können um Lady zu holen. "Verdammt!", keuchte er und stand schwankend und keuchend auf. Seine Hand griff an seine Seite, die fürchterlich schmerzte und ihm weiterhin den Atem raubte. Als er sich aus dem Dickicht befreite, begannen auch seine Augen zu brennen und er wischte sich mit dem Ärmel des Mantels über die Augen. Er war wütend und er hatte Angst, die er nicht so richtig einordnen konnte. Es war keine Angst um sich selbst.
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BeitragThema: Re: Montepulciano   2/10/2017, 11:51 am

Sein Blick traf auf den von Hannigan, der ihn und Barbara begrüsste. Der Engländer verhielt sich der Situation entsprechend kalkuliert kühl und distanziert. Doch dann sah er die Bewegung von Bell. "Wachen! Tötet diesen Mann!", brüllte er und zeigte mit einem pfeilgeraden Arm und einem ausgestreckten Zeigefinger auf Bell. "Tötet ihn auf der Stelle!"
Wütend fuhr sein Kopf wieder herum als die ersten Soldaten in die Gänge kamen und Bell nachjagten. Er funkelte Hannigan an und trat an ihn heran. "Auf welcher Seite steht Ihr, Hannigan?", sprach er leise aber wütend und voller Misstrauen. Rizzi konnte sich kaum noch beherrschen. "Seid Ihr ein Templer oder seid Ihr ein Gaukler? Seid Ihr ein Mann von Ehre oder ein Mann der Sünde? Was fällt Euch ein mein Vertrauen in Euch derart auszunutzen und mich zu hintergehen?!", sagte er laut. Er schrie Hannigan auf offener Strasse beinah an. "Dieser Söldner sollte längst tot sein! Was hat er hier zu suchen? Was hat er hier mit Euch zu suchen?! Ihr habt mich angelogen!", zischte er. Dann rief er sich in Erinnerung, dass Shane Hannigan ein englischer Grossmeister hatte und Rizzi nicht in dieser Liga spielte. Nicht offiziell jedenfalls. Er riss sich zusammen und senkte die Stimme. "Ihr werdet jetzt mit mir und Signora Gonzaga auf der Stelle in unsere Unterkunft zurückkehren und dann werden wir diese hässliche Angelegenheit besprechen! Bis dahin wird man die Leiche dieses Köters zu uns gebracht haben.", darauf hoffte er nicht. Er sagte es so weil er wusste, dass so sein würde. Und wenn sie Bell in Teilen und Stücken herankarren würden. Er wollte diesmal sicher sein, dass er tot war. Das alle Körperteile von ihm tot waren!

Dass seine Wachen die Suche schon bald aufgeben würden, wusste Rizzi zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Rizzi fühlte sich masslos hintergangen. So einen Vertrauensbruch hatte er noch nie erlebt und er musste Barbara in jeder Hinsicht recht geben. Sie hatte ein Gespür dafür gehabt und er hatte ihr nicht sofort glauben wollen. In Zukunft würde so etwas nicht wieder vorkommen. Was er nun mit Hannigan anstellen wollte, war ihm auch noch nicht klar. Er war ein Grossmeister und Rizzi hatte sich über seine Bekanntschaft ehrlich gefreut. Doch jetzt stand der englische Adelsmann vor ihm, der noch vor wenigen Minuten eine Hure bezahlte, die gar nicht mehr am leben sein sollte. Wie lange ging das schon so? Seit Florenz? Wo hatte er diesen Tölpel versteckt? Und aus welchem Grund? Bell war ein Söldner gewesen. Hannigan hätte sich jeden anderen Söldner leisten können, der besser geeignet war.
Sein Auge zuckte immer noch und in seinem Kopf herrschte ein riesiges Chaos. "Wache!", sagte er schliesslich zu zwei verbliebenen Soldaten, die herbeigeeilt waren und Bell nicht nachjagten. "Begleitet ihn und uns in unsere Villa. Aber behandelt ihn mit Würde.", knurrte er und starrte dann Hannigan wieder an. Er würde mitkommen müssen. Flankiert, seitlich und hinten, von zwei Wachen. Es würde demütigend sein aber nicht sofort auffällig.
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BeitragThema: Re: Montepulciano   2/10/2017, 2:00 pm

Barbara Gonzaga konnte nicht anders, als Luigi zu glauben. Der Anblick sprach dafür, dass Hannigan Francis bezahlte. So, wie der blondhaarige Mann eine sanfte und einladende Stimme gegenüber dem englischen Großmeister hatte und ihn behandelte, als bestünde er aus höchst zerbrechlichem Glas. In diesem Moment konnte man nichts anderes glauben und sich auch keinerlei andere Antworten geben. Doch dann zog Shane Hannigan plötzlich sein Schwert und gebannt starrte die junge Frau auf diese Szene. Er bedrohte ihn, sprach immer noch in der fremden Sprache. Nochmal sprach der Blonde und entfernte sich dann von Hannigan, um letztendlich seine eigene Hand zu küssen und diese Shane zuzuwenden. Ihr Blick wechselte von konzentriert zu entgeistert und sah Luigi Rizzi kurz an, um einen kontrollierten Blick über ihn zu werfen. Er war außer sich. Was hatte sie sich wohl gedacht, wie er sonst reagierte?
Der Söldner drehte Hannigan den Rücken zu und blickte erst dann in die Gesichter der zwei Templer, die noch immer ihn beobachteten. Kurz darauf rief Luigi die Wachen und zugleich lag auf Hannigans Gesicht keinerlei Emotion. Die Wut, die gerade noch auf seinem Gesicht geschrieben war, bevor er das Schwert zurückgesteckt hatte, war nicht mehr zu erkennen. Die Wachen rannten dem nun fliehenden Söldner hinterher und Gonzaga sah ihm nach, bis er um die nächste Ecke verschwand. Das alles geschah so schnell, dass sie jetzt erst begriff, was hier eigentlich vorfiel. Sie ließ Luigi Vorrang, der das verdeutlichte, was auch sie dachte. Erzürnt sah auch sie den Großmeister an, denn realisierte sie jetzt erst, dass er auch sie angelogen hatte. Doch sie öffnete nicht den Mund. Sie blieb stumm. Luigi Rizzi hatte schon alles gesagt.
Wenige Wachen traten zu ihnen und würden sie in die Villa begleiten.

Noch immer hatte Barbara keinen Ton gesprochen. Sie traten in den Salon und jagte ihre Dienstmädchen fort, als diese an ihre Seite traten, als die drei Templer das Haus betraten. Ihre Schritte gingen geradeswegs zum Salon. Auch dort wurden die Diener fortgeschickt und mit aufgebrachtem Herz ging Barbara Gonzaga zu einem der Fenster und blickte hinaus. Gefährlich still war sie. Eine Weile verharrte sie so, während ihre Hände hinter dem Rücken verschränkt waren. Erst dann drehte sie sich um, jedoch nur halb und blickte so zu Hannigan. "Zu gern würde ich begreifen, weshalb Ihr mir den Kontakt zu diesem Söldner verschwiegt, als wir uns heute unterhielten. Es so herauszufinden war Euch lieber, als es auszusprechen?" Ihre Laune war deutlich aus den Worten herauszuhören. Die junge Frau ließ dennoch nicht ihren Gefühlen freien lauf und wählte sorgfältig ihre Worte, denn wusste auch sie, dass sie mit einem Großmeister in dem Raum stand. Sie verspürte so viele Gefühle.. Neben Wut und Enttäuschung lag zudem bitterer Ekel in ihr, doch fiel ihr auch tatsächlich ein Stein vom Herzen. Sie hatte sich nicht getäuscht und vermutlich hatte man den Söldner schon gefasst und die Wachen würden die Leiche bald den Templern vorführen. Läge noch etwas verborgenes in Hannigans Herzen, wäre es der passende Zeitpunkt, dies jetzt auszusprechen. Luigi und Barbara wurden durch diese Lügen zu Hannigan's Opfern. Er hatte ihnen und dem Orden den Hals gebrochen, indem er Gott gegenüber das Gesäß entblößte und sich der Unzucht hingab. Wissen tat sie dies natürlich nicht. Doch noch immer glaubte sie Luigi's Worten, er hätte Bell für seine schmutzigen und widerwärtigen Dienste bezahlt.
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Shane Hannigan
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BeitragThema: Re: Montepulciano   2/10/2017, 2:50 pm

Der Adelsmann zuckte kaum merklich zusammen, als Rizzi nach dem Wachen rief. Sein Ton war so scharf und laut, dass er selbst in Sekunden der Stille noch immer die Worte hören konnte. Wie ein Echo hallte es in seiner Brust und seinen Kopf wieder. Doch alles was er tun konnte war Francis nachzusehen, wie er durch die Straße jagte. Er konnte keinen Finger rühren, um ihm zu helfen und er erwischte sich bei einem kurzen Stoßgebet. Ein Gebet, dass Francis einfach verschwinden konnte. Männer in Rüstungen folgten seinem Cousin und Shanes Hand legte sich wieder um den Griff des Schwertes, um sie wenig später wieder zu lösen. In diesem Augenblick würde jede Geste und jedes Wort zählen. Shane musste den Blick zu Rizzi wenden. Er zwang sich seine grauen Augen auf dessen Gesicht zu fokussieren. Sein Ausdruck blieb dabei unverändert, während sein Inneres sich zusammenzog und seine Stimme im ersten Moment versagte. Nicht ersichtlich, aber Shane brauchte einen paar Sekunden bevor er antwortete. Es wirkte, als würde er ernsthaft darüber nachendenken - aber in Wirklichkeit war seine Kehle zugeschnürt.
Ich bin und war dem Orden immer treu. Ihr seid der Erste, der dies je Infrage stellte.“ Shane hob leicht das Kinn und sah kurz zu Gonzaga. Sie hatte ihn danach gefragt - nach seiner Abwesenheit. Hätte er die Zeichen erkennen sollen? Waren sie ihm gefolgt und was hatten sie gesehen? Shane wusste, dass Rizzi und Gonzaga nichts verstanden hatte. Beide Templer hatten nie ein Wort in Englisch gesprochen und selbst die Briefe waren nie in dieser Sprache verfasst gewesen.
Ich habe Euch nie angelogen, nur nicht die gesamte Wahrheit gesagt. Das macht einen Unterschied.“ Shanes Lippen waren noch immer schmal und seine Wangenmuskeln sichtlich angespannt. “Jeder von uns hat Geheimnisse oder nicht?“ Er hielt kurz inne und seine Augen wurden ein wenig enger. “Es gibt gute Gründe warum er hier ist. Gründe für den englischen Orden, die Euch nichts angehen.“ Eine Lüge, die zum Teil auch die Wahrheit war. “Er ist und bleibt ein Landsmann. So obliegt es auch an mir, als englischer Großmeister mich seiner anzunehmen. Ihr habt sehr deutlich gemacht, was ihr dem Söldner antut, sollte er noch leben. Ihr habt mir keine andere Wahl gelassen.“ Shanes Stimme erhob sich mit keinem Wort, doch er funkelte die Wachen an, die sich um seine Seite stellten. Es war wirklich demütigend und kratze an dem Stolz des Engländers. Noch nie war er in solch eine Situation gekommen und die Wachen die ihn eins beschützen, hielten ihn nun gefangen. Er erkannte die jungen Männer, die er mit zum Gasthaus genommen hatte. Einer der Männer nahm ihm nun auch das Schwert ab. Shane wehrte sich dabei nicht, selbst als er sich nun angreifbar fühlte. Die Angst war nicht aus seiner Brust gewichen und er ging langsam. Er wollte den Weg hinauszögern und ebenso dieses unangenehme Gespräch. Doch am Meisten nutzte Shane die Zeit zum denken. Er suchte nach Erklärungen und Auswegen, die ihn lebend und mit Ehre hier wieder rausbrachten. Doch so oft er die Wahrheit in betracht zog, umso verworrener wurden die möglichen Ausgänge.
Shane hob den Kopf, als die Villa in Sicht kam und er biss sich leicht auf die Lippen. Mit einem Mal wirkte das Gebäude bedrängend. Shane senkte jedoch nicht den Kopf, während sie über die Stufen gingen. Die Soldaten behielten sogar einen Abstand, der viel größer war, als üblich. Sie hatten seine Gesten nicht vergessen und, dafür war Shane ihnen dankbar. Der Großmeister blieb am Rand des Salons stehen. Er weigerte sich nun auch nur einen Schritt weiter zu gehen. “Es hätte nichts geändert, Signora.“, meinte er auf ihre Worte und blickte ihr ins Gesicht. “Was habt Ihr gesehen?“, stelle er jene Frage, die ihm den ganzen Weg auf der Zunge brannte.


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BeitragThema: Re: Montepulciano   2/10/2017, 3:36 pm

Sogar Rizzi war es unangenehm gewesen, Hannigan unter solchen Umständen zurück zur Villa zu bringen. Er wartete den ganzen Weg dorthin auf eine Erfolgsmeldung. Auf die Nachricht, dass man dem Söldner das Leben aus dem Körper mit den Klingen gestossen hatte. Rizzi dachte schweigend über die Worte von Hannigan nach. Der englische Orden konnte kaum Bedarf an einem Söldner anmelden, der seinen Körper ganz offenbar verkaufte um sein Gehalt aufzubessern. Sicher, er war kein hässlicher Mann gewesen und er besass dieses Grinsen, bei dem man sich sofort provoziert fühlte. Vielleicht fühlten sich einige Männer ganz anders provoziert als Rizzi, vielleicht reizte er diese Männer mit dieser furchtbaren Neigung bis er bekam was er wollte. Und offenbar gehörte Hannigan zu diesen schwachen Männern, die ihrer Neugier und ihrer Lust nicht wiederstehen konnten. Aber das allein machte ihn nicht wertvoll für einen Orden. Zumal auch in England die Gesetze für Sodomie sehr streng waren und diese Taten in den meisten Fällen in einer öffentliche Denunzierung, Bestrafung und Folter oder gar im Tod endeten.
Rizzi schwieg den ganzen Weg, versuchte sich zu beruhigen und in Erinnerung zu rufen, wer Hannigan war. Es tat ihm leid um den Verlust ihrer Freundschaft, denn der Bruch war bereits geschehen. Nicht unbedingt weil Hannigan Männer bevorzugte, was Rizzi grauenhaft fand, sondern vielmehr weil es Bell war. Er war nur ein Söldner und Rizzi scherte sich nicht um so kleine Fische. Aber Bell mischte an zuvielen Orten mit, die Rizzi gehörten. Erst bekam er Geld von Rizzi, dann mischte er bei den Assassinen mit, dann war er nicht tot und jetzt war er in der Obhut eines englischen Templers, der noch dazu Grossmeister war. Das passte überhaupt nicht zusammen!
"Alles.", antwortete Rizzi auf die Frage. Seine Stimme glich einem Zischen. "Alles, Hannigan. Ihr habt ihm Geld für seine körperlichen Dienste gegeben und auch wenn ich keinerlei Freude aus Eurem Gesicht oder Euren Gesten lesen konnte, so habt Ihr ihn bezahlt. Seine Gesten Euch gegenüber waren mehr als deutlich gewesen. Wie konntet Ihr nur so tief sinken?!", fragte er und funkelte ihn an. Rizzi war nicht der Mann, der seine Hände auf den Rücken legte und nachdachte. Er war impulsiv und explosiv. "Nennt mir wenigstens einen dieser guten Gründe, die Ihr vorhin genannt habt, warum er hier ist! Hier! In Montepulciano! Bei Gott, Hannigan! Er ist nur ein Söldner! Ein dreckiger, kleiner, verlogener Söldner! Wenn Ihr Eure Neigung nicht im Griff habt, dann hättet Ihr Euch wenigstens einen Mann von Adel suchen können! Es gibt genug davon! Euer englischer Söldner sass vor wenigen Abenden noch mit Santoro, meinem Gefangenen zusammen! Ein Verbündeter der Assassinen! Und er hat auf deren Seite gekämpft! Erzählt mir keine Märchen, versucht nicht es so aussehen zu lassen als sei er ein bei den Assassinen eingeschleuster Söldner, den ihr Templer beauftragt habt! Der Mann ist dumm wie Brot! So eine Tat hätte er niemals vollbringen können!", fuhr er ihn an.

Rizzi bekreuzigte sich, schloss kurz die Augen und als er sie wieder öffnete, starrte er ihn an. "Ich werde Euch mit Respekt behandeln, Signore Hannigan. Ihr seid ein Grossmeister aus einem anderen Land und das respektiere ich. Euch ist ebenfalls gestattet, Abschied von ihm zu nehmen bevor wir seine Leiche verbrennen werden. Ich gestatte Euch dies nur weil er Euer Landsmann ist.", eröffnete er ihm. Ein sündiger Mensch hatte keine katholische Beerdigung verdient. Solch eine Seele hatte vor den Himmelspforten nichts zu suchen.
Noch immer wartete Rizzi auf die Meldung von Bells Tod. Er wollte es so schnell wie möglich hinter sich bringen damit sie überlegen konnten, wie sie fortan weiterreisen würden. Vielleicht würde er Rizzi fortschicken. Vielleicht würde er ihn bis mit nach Rom nehmen. Er wusste es noch nicht. Deshalb wollte er auf die Leiche warten.
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Barbara Gonzaga
Deutsche Herzogin
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Spieler : Nessie

Der Charakter
Alter: 25
Besonderheiten: Leichter Schnitt am Hals, Pestbeule am Hals, stark fiebrig
Gesinnung: Templer Templer

BeitragThema: Re: Montepulciano   2/10/2017, 4:45 pm

Dass Luigi sich irrte, konnte weder er, noch Barbara wissen. Wie auch?
Barbara hörte sich die Worte des englischen Mannes an, entgegnete aber kein einziges Mal etwas darauf. Wie so oft überließ sie Luigi das Sprechen. Und wie so oft waren sie auch derselben Meinung. Barbara wollte die Antworten nicht akzeptieren. Da sie stark davon ausging, Hannigan gab sich dem männlichen Geschlecht hin, entwickelte sie auch eine gewisse Abneigung gegenüber ihn. In diesem Fall konnte sie dennoch Luigi nicht zustimmen. Es war schlimm, ganz egal, ob es Bell oder ein anderer Mann war, mit dem Hannigan das Bett teilte. Es entsprach nicht dem Glauben, von dem die Templer gelenkt wurden. Es war widerlich und abartig und eine große Sünde. Diesbezüglich war Hannigan nicht besser als da Vinci. Und sie fühlte sich, als müsse sie sich diesem Mann, der der englische Großmeister war, fernhalten müsste. Als wäre er eine Krankheit, die Blasen warf und die Haut schwarz werden ließ. Beinahe so wie die Pest, die außerhalb der Mauern Montepulciano's herrschte und über das mindere Volk herfiel. Dass auch sie und ein anderer Mensch von Adel dieser Krankheit zu Opfer fallen könnte, wusste sie natürlich. Aber wieso sollte Gott sie bestrafen? Selbst dafür gab es genügend Gründe...
Sie war gefangen zwischen den Gefühlen, ihm Respekt zu zeigen und ihn dennoch zu meiden.
Auf seine Antwort, es hätte nichts geändert, schwieg sie. Ganz allein ihr Blick war Antwort genug, der immer noch wachsam auf ihn haftete. Erneut richtete sich ihr Blick aus dem Fenster, mehr konzentriert auf die gesprochenen Worte als auf das Leben außerhalb des Hauses.
Nein. Ihr gefiel wirklich nicht, wie Luigi Rizzi handelte.
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Shane Hannigan
Englischer Großmeister
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Alter : 20
Spieler : Rune

Der Charakter
Alter: 30 Jahre
Besonderheiten: Wunden an der linken Wange, Schulter und Hüfte; ebenso am rechtem Bein
Gesinnung: Templer Templer

BeitragThema: Re: Montepulciano   2/10/2017, 5:46 pm

Shane hörte ihm zu. Ließ die Worte über sich ergehen. Doch dann hob er eine Augenbraue. Sie glaubten er hätte Francis für Sex bezahlt? Er brauchte einen Moment, bis sein Kopf es wirklich realisierte. Ein Druck baute sich immer mehr auf seiner Brust aus, bis er das Gefühl hatte nichts mehr würde zusammenhalten. Und dann brach er in schallendes Gelächter aus. Es war rau im Gegensatz zu seiner sonst kühlen Stimme und es klang als wäre dieses Geräusch noch nie aus seinen Mund gekommen. Die Stimmerbänder waren eingerostet, was das Lachen anbelangte. Doch jetzt wo er einmal angefangen hatte, konnte er nicht mehr aufhören. Die Welt schien kurz zu verblassen, während sein Bauch zu schmerzen begann. Es war nicht eines dieser herzlichen Lachen, sondern eines bei dem man realisierte wie tief man in der Klemme saß. Shanes Schultern bebten und er hatte sich eine Hand vor den Mund gehalten um das Geräusch zu dämmen. Irgendwann wurde es nur noch zu einem Japsen und schlussendlich einfach nur ein tiefes Luft holen.
Ihr glaubt wirklich ich habe ihn für körperliche Dienste bezahlt? Ihr scheint wirklich sehr wenig von mir zu halten, Signore Rizzi.“ Sein Gesicht war wieder ernst, keine Anzeichen von dem kurzen Ausbruch zuvor waren zu erkennen. Sein Ton war eisig und auch ein wenig beleidigt. Für einen Moment lagen seine Augen ebenso auf Gonzaga. Ihre Haltung erzählte ihm bereits genug, dass sie auf Rizzis Seite war. Doch was hatte er sich anderes erwartet. “Oh nein. Ich habe ihn gewiss nicht eingeschleust. Ich wusste nicht das er überhaupt hier in Italien ist, bis ich ihn getroffen habe.“ Shane bewegte sich ein Stück, bis er an der Wand war und lehnte seine Schulterblätter dagegen. Die Arme verschränkte er dabei. “Sein Verstand mag kläglich sein, aber nicht der seines Bruders.“ Lügen. Lügen. Lügen. Schon wieder spannte er dieses gefährliche Netzt und dieses Mal um seinen Hals. “Er ist eine wichtiger Verbündeter und seine Arbeit in London ist vorzüglich. Es wäre eine Schande seine Unterstützung zu verlieren, indem er erfährt sein Bruder kam durch einen Templer um.“ Shane sah Rizzi nun wachsam an. Sein Gesicht war kalt und sein Herz schlug noch immer nervös in seiner Brust. “Es ist nicht sein Können, sondern sein Blut das ihn für mich wertvoll macht.“ Und in diesem Satz lag zum ersten Mal die ganze Wahrheit. Shanes Hut war ein Stück nach vorne gerichtet und so funkelten seine Augen aus den Schatten hervor. “Habt ihr Euch je die Hände schmutzig gemacht, Signore? Oder bleibt ihr stets der Puppenspieler?“ Verteidigung. Shane spielte wieder mit den Worten. Nutzte sie als Waffe und schloss damit jenen Teil fort der sich fürchtete. Denn er hatte Angst. “Vielleicht hat man Euch deshalb nicht erhoben.“
Shanes Finger umfassten seine Oberarme und er drehte den Kopf zu Barbara. Sah sie an und dann zum Fenster. “Ich habe kein Interesse an Männern.“ Das hatte Shane wirklich nicht - es war nur dieser eine Mann, der es geschafft hatte seine Reize zu treffen. “Oder habe ich in Euren Augen den Gesten des Söldners nachgegeben? Ihr habt nur gesehen, ohne zu hören.
Shane hoffte wirklich Francis möge entkommen sein. Einfach nur fort und er hoffte er würde auch nicht zurückkommen. “Ich habe das Gefühl es wird zu keiner Beerdigung kommen.“ Shane drehte den Kopf zur Türe. Sah zu den Wachen in deren Augen die Angst spiegelte, die er selbst verspürte. Shane würde Rizzi zutrauen, dass er das Schwert erhob, wenn ihm die Nachricht der Soldaten nicht gefiel. Shane zählte die Schritte bis zu Barbara.  Fünf. Wenn er schnell genug war, würde er seine Hände um.ihren Nacken haben, bevor ihn ein Schwert oder ein Dolch erwischte. Diese Gedanken bereiteten ihm Magenschmerzen, aber er würde mit allem rechnen.

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Luigi Rizzi
Ritterbruder
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Spieler : Ann

Der Charakter
Alter: 48
Besonderheiten:
Gesinnung: Templer Templer

BeitragThema: Re: Montepulciano   2/10/2017, 7:57 pm

Er hatte Mühe, Hannigan zu verstehen. Wie genau definierte er das Wort 'Bruder'? Bell war nicht sein Bruder. Er sah ihm nicht ähnlich und ähnliche Züge hätte man suchen müssen. Rizzi hatte sich Bell aber nie so genau angeschaut. Oder meinte Hannigan mit Bruder einen Templerbruder? Wie auch immer, ihm gebürte der Tod. Und nichts anderes als das.
"Ich muss Euch wohl enttäuschen, Signore Hannigan. Ich war, bin und bleibe ein Puppenspieler. Ich mache mir die Hände nicht schmutzig. Zudem weiss ich wo meine Leute sind und treffe sie nicht zufällig in einer Gasse um ihnen Geld zu geben!", schimpfte er. Hannigan beleidigte ihn weiter. Begann Vermutungen aufzustellen warum Rizzi nicht in den Stand eines Grossmeisters erhoben worden war. Diese Beleidigung traf ihn tief und sein Körper spannte sich wutentbrannt an. Hannigan versuchte sich mit Worten über Rizzi und Gonzaga zu stellen. Er tat so als sei das alles nichts! Hannigan war in Rizzis Land! Er war in seiner Kultur, in seiner Umgebung! Was erlaubte sich dieser englische Adelsmann eigentlich? Grossmeister hin oder her! Rizzi duldete solch ein Verhalten nicht. "Für diese elende Person wird es auch keine Beerdigung geben!", fauchte er. In dem Moment öffnete sich die Tür. Ein Soldat verneigte sich, entschuldigte sich und liess mitteilen, dass man den fliehenden Mann nicht einholen konnte. Rizzi starrte den Soldaten fassungslos an. "Ihr seid Dreck! Ihr seid alle Dreck! Idiotas!", brüllte er. Rizzi verlor jede Beherrschung, zog sein Schwert und trat mit ausgestreckter Klinge auf Hannigan zu. "Ihr habt ihm unsere Pläne verraten und jetzt gibt er sie den Assassinen weiter!", glaubte er und er funkelte Shane mit tiefer, dunkler Wut an. "Es ist besser, Ihr gesellt Euch zu Santoro! Verräter!", spuckte er. Die folgenden Worte richtete er an die Wache. "Ihr werdet diesen Mann suchen und finden! Und dann bring ihr ihn her. Tot oder lebend. Es ist mir gleich. Aber bringt ihn her! Oder ihr verliert einer nach dem anderen eure Köpfe!", befahl er wütend ohne den Soldaten anzusehen.
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